#460 – Rotationsfriteuse

Wir sind dieses Mal in der VHS im Kloster Inzigkofen bei Sigmaringen. Der wichtigste Termin im Jahr und wieder voll bis zum Rand. Das VHS-Heim Inzigkofen beherbergt neben dem Klostergeister-Workshop parallel auch noch weitere Kurse, dieses mal Singen und Wandern und Kalligraphie.

Scanbox
Die Scanboxkonstruktion von Frauke, Beatrix, Kai und Alex.
"Scanner" war früher mal ein arbeitsteiliger Beruf. Hier sieht man Filmhalter, Filmvorschub, Ablichter und diverse andere Gewerke.
„Scanner“ war früher mal ein arbeitsteiliger Beruf. Hier sieht man Filmhalter, Filmvorschub, Ablichter und diverse andere Gewerke.

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16 Antworten auf „#460 – Rotationsfriteuse“

  1. Hallo ihr zwei. Ich bin durch Zufall jetzt auch an eine Boxkamera gekommen (Agf Synchro Box). Habt ihr mal erwähnt, welcher Film da rein muss und woher man den bekommt? Heißt der einfach „6×9 film“?

    Gruß Ben

  2. Hallo Chis, Hallo Boris,

    ich habe mal eine Frage an euch und hoffe, dass ihr mir helfen könnt, da es in dieser Folge zum Teil auch um analogen-„Datenverlust“ ging. In meiner Frage geht es um den Wert von Fotos.

    Ich möchte dazu mal eine kleine Geschichte erzählen. Vor zwei Jahren war ich mit meiner Freundin auf Kuba und habe dort einige Fotos geschossen. Wir saßen im Kaffee und haben uns die Fotos angeschaut. Doch plötzlich fing es an zu regnen, da habe ich einfach das Notebook schnell zusammengeklappt und (als die SD-Karte noch steckte) in den Rucksack gelegt. Dummerweise ging die SD-Karte danach nicht mehr, ca. 45GB an Fotos waren weg.

    In Deutschland habe ich dann ein paar Wochen später die Karte an 3 große Datenretter geschickt. Alle sagten mir, dass eine Datenrettung je nach Aufwand zwischen 1.000€ und 3.000€ kosten wird.

    Nun, bis heute habe ich mich nicht entschlossen, ob die Bilder auf der Karte mir das Geld wert sind oder nicht. Und so liegt die Karte nun seit geraumer Zeit bei mir herum (und geht mir ehrlich gesagt auf die Nerven, weil ich mich nicht entscheiden kann.)

    Liebe Grüße,

    Mathias

  3. @Chris: ob s/w oder Farbe ist egal? Sonst etwas beachten (ISO-Empfehlung?). Ich möchte den Film nicht selbst entwickeln sondern würde ihn gern zu DM oder sonst wem geben.

  4. Hallo Ihr Zwei 😃

    Was ist da los? Gibt’s dieses Jahr kein Workshop-Video?! Keine Gruppe die als Projekt ein Video gedreht hat?
    Liebe Grüße,

    Mattes

  5. @Mattes aber sicher, das war sogar schon am letzten Tag des Workshops auf YouTube. Schau Dir mal die Twitter-Streams von Boris und mir an. Hier kommt es auch noch, aber halt erst in der nächsten Sendung. Geduld, Geduld.

  6. @Benni Probier mal Farbe mit ISO 400, kannst in jeder Drogerie abgeben – wobei die Objektive der Boxen nicht für Farbe gemacht sind, da wirst Du mit Farbsäumen kämpfen.. evtl. doch Schwarzweiß und z.B. bei Photostudio13 nachfragen, ob sie es Dir entwickeln.

  7. Hallo Chris, Hallo Boris,

    also die Bilder mit einer Software wieder her zu stellen, habe ich schon probiert. Wird aber nicht möglich sein, da in der SD-Karte wohl innen drin Leiterbahnen gebrochen sind.

    Ich aber meine eigentliche Frage bezog sich mehr auf den Wert der Bilder. Nehmen wir mal an, ihr würdet einen Teil eurer Bilder verlieren, was würdet ihr machen? Würdet ihr den Verlust hinnehmen? Würdet ihr in die Rettung der Bilder investieren? Würdet ihr die Bilder nachstellen, wenn möglich?

    Bei einer Auftragsproduktion ist die Entscheidung wahrscheinlich relativ einfach, denn da kann man alles durchrechnen. Wenn aber Emotionen dazu kommen, wird es schwieriger. Deshalb wollte ich mal von euch wissen, welchen Wert Fotos für euch haben.

    Liebe Grüße,
    Mathias

  8. @Mathias: Den ideellen Wert von Fotos zu bestimmen ist sehr schwer.

    Manche Leute verlieren nicht nur ihre Bilder, sondern ihr gesamtes Hab und Gut. Am 11.3.2011 gab es ein großes Erdbeben in Japan, bei dem ein Tsunami viele Dörfer einfach weggeschwemmt hat. Es gab danach das „Lost & Found Project“, bei dem viele Freiwillige die durch das Wasser zerstörten Bilder eingescannt und mit Photoshop restauriert haben. Die davon Betroffenen hatten danach NUR NOCH ein paar Bilder, aber sonst nichts mehr. Wie hoch ist der Wert dieser Bilder?

    http://www.lostandfound311.jp/en/

    Manche Situationen kann man auch nicht nachstellen, weil es Einmalereignisse waren. Ich habe am 11.8.1999 die Sonnenfinsternis über Österreich fotografiert. Ich habe bewusst ein paar Wochen gewartet, bis ich die Filme zum Entwickeln und Ausarbeiten eingeschickt habe. Trotzdem gingen sie in der unglaublichen Masse an Filmen bei Kodak verloren. Die neuen Filme als Entschädigung haben mich nicht wirklich zufriedenstellen können. Diese Situation kann ich aber niemals mehr nachstellen. Den 3.9.2081 werde ich wohl nicht mehr erleben.

    In Deinem Fall bestünde die Möglichkeit, einfach auf einen neuen Urlaub in Kuba zu sparen oder ganz woanders hinzufahren. Die Erlebnisse nimmt Dir niemand weg, aber Du kannst sie auch nie in der gleichen Art und Weise wiedererlangen. Belaste Dich aber nicht damit, nur weil Du diese Bilder nicht hast. Gönne Dir um die €1000 bis €3000 einfach eine neue Erfahrung.

  9. @Mathias B.
    falls du dich dazu entscheidest das Geld für einen professionellen Datenrettungsdienst nicht auszugeben hättest du immer noch die Möglichkeit im Bekanntenkreis (oder in der HS Community) rumzufragen ob jemand der sich gut mit Elektronik/SMD auskennt und Spass am basteln hat sich mal dran versuchen will. Dazu solltest du dich emotional aber wirklich von den Bildern verabschiedet haben damit du die Enttäuschung nicht nochmal hast falls es eben nicht klappt.

  10. @Mathias B.
    Ich finde die Frage falsch. Vorab mal: Verluste gehoeren zum Leben nun mal dazu. Wie man mit Verlusten umgeht, hat m.E. einen ganz entscheidenden Einfluss darauf, wie gluecklich man wirklich ist. Etwas platter, ohne Verlust kein Gewinn. Und schlussendlich endet das Leben ja auch mit einem Verlust – naemlich desselben. Ueber den finalen Verlust machen wir uns entweder recht frueh Gedanken … oder es verdraengen es.

    Und damit waeren wir eigentlich beim Kern. Es ist nicht die Frage, was es MIR oder gar OBJEKTIV wert sei, sondern lediglich: kann ich es mir leisten! Also tatsaechlich den Verlust bzw. die Wiederherstellung. Wenn du 1k – 3k locker wegstecken kannst und dafuer nicht die Mitgliedschaft im Golfclub kuendigen musst … oder fuer ein halbes Jahr nur noch Holzklasse fliegst … , dann haettest du sicher schon laengst entschieden. Und wenn du gerade ueberlegst, wie du den Gerichtsvollzieher vor der Tuer abwimmlen kannst … ja, dann steht die Frage auch nicht wirklich.

    Dazwischen steht viel Grau. Ich wuerde den Aufwand zu etwas ins Verhaeltnis setzen, was ich mir gerade leiste, aber auf das ich eigentlich gut verzichten koennte. Wenn der Zeitraum akzeptabel ist – dann machs. Wenn nicht, oder du einfach kein adaequates „Substitut“ findest, dann versuche aus dem Verlust eine (positive) Lehre zu ziehen und schliesse damit ab!

    Das allerbloedeste was du m.E. tun koenntest ist, dass du noch zwei weitere Jahre dieses Verlustgefuehl vor dich hertraegst. So was macht nur ungluecklich. Einen Verlust zu verarbeiten und evtl. fuer sich zu nutzen befreit dagegen.

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