#488 – Für das schöne saubere Gefühl

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8 Antworten auf „#488 – Für das schöne saubere Gefühl“

  1. Stichwort Stativgenehmigung

    (Das ist keine Rechtsberatung, sondern nur persönliche Recherche. Vorsicht, der Text ist lang!)

    Man muss zwischen öffentlichem Grund und Privatgrund unterscheiden. Diese Unterscheidung gibt es in fast allen Ländern, sie ist aber unterschiedlich ausgeprägt.

    Auf Privatgrund gilt fast immer das Hausrecht des Besitzers (der Eigentümer kann natürlich auch mitreden). Ein Museum wird zwar häufig mit öffentlichen Geldern finanziert, aber der Besitzer ist trotzdem irgendeine Gesellschaft und die kann natürlich Hausregeln aufstellen (Mäntel an der Garderobe abgeben, keine Rucksäcke oder große Taschen, kein Blitzlicht, usw.). Eine allgemeine Regel gibt es nicht.

    Dass in den letzten Jahren das früher übliche Fotografieverbot in Museen aufgehoben wurde liegt meiner Ansicht nach einfach daran, dass es durch die Verbreitung der Smartphones unmöglich geworden ist, dagegen vorzugehen und gleichzeitig der Umgang mit solchen Aufnahmen sich durch Facebook, Instagram, Selfies usw. schlicht und einfach geändert hat. Manche Museen sind noch immer im 20. Jahrhundert hängengeblieben und erlauben gar nichts. Andere erlauben sehr viel.

    Dieses Hausrecht gilt logischerweise nicht nur für das Innere eines Gebäudes, sondern auch außerhalb auf Privatgrund. Und darunter fallen auch Grünanlagen oder Vergnügungsparks. In Disney World ist die Verwendung eines Stativs verboten. In manchen Parks in den USA wird (je nach Bundesstaat) penibel darauf geachtet, dass man ja kein böses Stativ verwendet. Daran führt kein Weg vorbei, man muss sich einfach an die dort gültigen Vorschriften halten.

    Auf öffentlichem Grund gibt es auch etliche Verbote. In vielen Staaten darf man bspw. keine Militäranlagen fotografieren. In Österreich darf alles VON öffentlichem Grund aus fotografiert werden und von Grundstücken, zu denen man legal Zutritt erlangt hat (klassisches Beispiel: Fotos vom Hundertwasserhaus, die vom Privathaus gegenüber aufgenommen wurden). Dafür dürfen Dinge innerhalb eines militärischen Sperrgebiets nicht fotografiert werden, auch nicht von außerhalb (andere Militäranlagen außerhalb von Sperrgebieten hingegen schon).

    In Paris und Rom dürfen keine Stative verwendet werden. Je nach Paniklage wird das mehr oder weniger streng geahndet. Für Rom gilt beispielsweise die Regel, dass ein Stativ ein „Ding auf drei Beinen ist, die den Boden berühren“. Ein Monopod, das man auf die eigene Schuhspitze stellt, ist daher legal… 😉
    Ist man freundlich und versteht der Polizist einen Scherz, dann ist alles gut. Hat man Pech, zahlt man Strafe.

    Eine allgemeine Regel gibt es nicht. Die Gesetzeslage ist für eigentlich jedes Land unterschiedlich und es ist unglaublich schwierig, die tatsächliche Rechtsgrundlage zu ermitteln!

    Ein kleines(!) Beispiel: Fotografieren und filmen in New York City

    Hier gibt es sogar eine Informationsseite des „Mayor’s Office of Media and Entertainment“
    https://www1.nyc.gov/site/mome/permits/when-permit-required.page

    Sowie man ein Blitzgerät auf einem Stativ aufstellt, werden $300 fällig. Hält man den Blitz in der Hand, dann nicht.

    ABER, laut dieser Information DARF man mit einer Kamera auf dem Stativ fotografieren. Nur, was macht man, wenn der Wachmann von gegenüber trotzdem darauf besteht, dass man einpackt und verschwindet? Wer trifft die Entscheidung, ob man ein „casual photographer“ ist oder nicht? Auf wen verweist man denn? Auf welches Gesetz? Ein Ausdruck der Webseite wird niemanden beeindrucken.

  2. @boris: Du musst seit Version 6 der DSM das Paket manuell einspielen und updaten. Anleitung gibt es hier: https://help.getsync.com/hc/en-us/articles/206664850
    Muss aber dazu sagen, dass bei mir das Update auf Resilio erstmal kaputt ging, gehe davon aber aus, dass das inzwischen gefixt ist.

    @chris: Zumindest an der 5DmkIII ist es nicht unbedingt die beste Idee beide Kartenslots gleichzeitig zu verwenden, da der SD-Slot gerade mal um die 25MB/s macht und dann auch den CF nach unten zieht. Quelle u.a. https://www.slrlounge.com/why-you-should-not-use-an-sd-card-in-the-canon-5d-mkiii/

  3. Hallo Ihr beiden,
    Ich hatte eine CF-Karte, die nachvollziehbar ein Problem hat, wenn man Sie vollständig füllt. Ich bekam eine Fehlermeldung an der Kamera. Danach konnte ich die Speicherkarte nur noch über den PC auslesen, die Kamera akzeptierte sie nicht mehr.
    Seit dem bin ich ebenfalls vorsichtig.
    Es gibt auch einen zweiten Grund warum ich meine Karten nie ganz fülle, je nach Art des Shootings benötigt man ein paar Schuss in Serie, wenn man dann wechseln muss, verpasst man u.U. den entscheidenden Augenblick.
    Gruß und Danke für die super HS-Sendungen,
    Reinhard

  4. Ich hab mal im Rahmen eines Aboabschlusses eine 32GB SD-Karte als Praemie bekommen. Als die Karte hier ankam stand 64GB drauf. Bei der Formatierung mit SDFormatter (geht auch mit CF) wurden dann jedoch richtig 32GB alloziert. Ich vermutete, es handelt sich um eine downgegradete 64GB auf der unsichere Sektoren einfach ausgeblendet/gesperrt wurden und nicht um eine Fehlbedruckung.

    Aus irgendwelchen Gruenden musste ich die Karte dann doch mal in der Kamera (Leica M240) formatieren. Leider bekam ich zu spaet mit, dass Leica die gesamten 64GB zuwies – zumindest nominell. Nach der Befuellung der (ersten) 32GB – und in der vermeintlichen Annahme noch weitere 32GB zu haben – schrieb dann der Prozessor wieder von vorne in den bereits belegten 32GB-Bereich und zaehlte weiter munter von den 64GB runter. Ueberschrieb also lowlevel die bereits gemachten Bilder.

    Auch aufgrund dieser Erfahrung wuerde ich eher davon abraten den halbgewalkten Kamera-Programmen zu trauen. Dedizierte SD/CF Formatierungsprogramme wie SDFormatter und aehnliche, sind genau fuer diesen Zweck gemacht. Sie sehen auch zukuenftige Ausfaelle kommen und steuern entspr. gegen. (@Chris, man kann damit auch nicht ausversehen ntfs, ext … formatieren.)

  5. Hallo Boris. Ich synchronisiere den LR-Katalog mit Synology Cloud Station. Das funktioniert super und klappt auch mit DSM 6. Das NAS ist der Master und der Desktop und das Laptop werden synchronisiert. Man muss nur darauf achten, dass man den Laptop einmal im Netz synchronisiert, bevor man mit ihm offline arbeitet. Sonst kann es Probleme geben. Viele Weihnachtsgrüße, Andreas

  6. Den Tip „Bilder nicht in der Kamera löschen“ sollte man besser als „Bilder nicht aus der Mitte der Reihe löschen und immer mit frisch formatierten Karten beginnen“ ändern.
    Wenn man auf einer frisch formatierten Karte schreibt, werden die Datenblöcke sequentiell belegt und alle Blöcke eines Bildes liegen hintereinander. Und solange man immer „am Ende“ schreibt, bleibt das auch so.
    Löscht man jetzt ein Bild aus der Mitte, hab man dort freie Datenblöcke. Wird jetzt ein neues Bild geschrieben, nutzt das Dateisystem zuerst diese freien Blöcke. Wenn das neue Bild jetzt nicht exakt die gleiche Größe wie das gelöschte hat, enden einige Blöcke dieses Bildes [wenn es mehr Blöcke hat] am Ende der Liste oder die ersten Blöcke des nächsten Bildes [wenn das erste weniger hatte] in der Lücke und der Rest am Ende der Liste.
    Im Ergebnis hat man mindestens ein Bild, das nicht mehr in aufeinander folgenden Blöcken gespeichert ist.
    Das ist solange keine Problem, wie das Filesystem, in diesem Fall die FAT, intakt ist. Geht das Dateisystem jetzt kaputt, kann man mit einem Tool zur Datenrettung in der Regel nur die Bilder retten, die in aufeinander folgenden Blöcken geschrieben wurden. Das Tool kennt in der Regel die Dateiformate der Bilder, kann aber nicht erkennen, wo ein so „zerstückeltes“ Bild weitergeht.

    Mir hat diese Vorsichtsmaßnahme schon einmal meine Bilder gerettet und es kostet nicht wirklich viel Platz.

    Gruß
    Heiko

  7. Das man Speicherkarten nicht komplett füllen sollte, ist kein „bullshit“! Es hat einen einfachen technischen Grund, den Jeff in seinem Blog auch erwähnt: „because their performance suffers a lot when they are full.“ Speicherkarten bestehen aus Flash-Bausteinen und einem Controller. Die Geschwindigkeit der Karten resultiert in erster Linie daher, dass der Controller auf verschiedene Flash-Zellen (die in einer bestimmten Art und Weise organisiert sind) parallel zugreift. Ist die Karte fast voll und liegen die wenigen noch freien Zellen nur noch in wenigen – im ungünstigsten Fall in einer einzigen -Speicherbank, kann kein paralleler Zugriff mehr erfolgen und die Schreibrate der Karte bricht dramatisch ein.

  8. @ Andreas ich habe in meinem Blog auch beschrieben, dass ich es mit der Disk-Station von Synology ausprobiert hatte. Damit hatte ich aber sehr schnell Probleme
    a) es war – verglichen mit BTSync – sehr träge (hat gefühlt keine Differenzen sondern eher komplett neu kopiert)

    b) (viel schlimmer) es hat mir am Mac Datei-Attribute zerhauen! Ergebnis: Graue Dateien im Finder die sich nicht mehr kopieren/verschieben/löschen ließen. Nicht so gut. Unter Windows mag das anders sein.

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