#832 - Tetrisbalken mit Farbverlauf

Veröffentlicht 21 December 2023

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#832 - Tetrisbalken mit Farbverlauf

Veröffentlicht 21 December 2023

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Boris

Happy Shooting, Folge 832, Tetris-Balken mit Farbverlauf. Die heutige Folge wird euch präsentiert von von der tollsten Community auf der Welt.

Chris

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast. Warum hast du gerade so überrascht geguckt?

Boris

Weil du länger gesprochen hattest, als ich es erwartete.

Chris

Ja, aber hat doch eingepasst.

Boris

Ja, gerade so irgendwie wie so ein Profi rübergequasselt.

Chris

Nächstes Mal bräuchte ich das noch länger.

Boris

Aber hallo.

Chris

Deutung.

Boris

Ach ja. Länger ist immer. Und hier sind eure Moderatoren Boris und Chris.

Chris

Solange wir nicht George Nussbaumereien quasseln.

Boris

So ist das. Ich bin übrigens der Boris.

Chris

Ach so, und ich bin der Chris.

Boris

So sieht das aus. Und zusammen sind wir... Happy Shooting!

Chris

Happy Shooting. Seit gefühlt 100 Jahren.

Boris

So lange noch gar nicht.

Chris

Nee. 2006. Ja, das ist jetzt erst noch 17 Jahre.

Boris

Keine 20 Jahre, genau.

Chris

Aber wir werden es so lange machen. Wir werden noch weitermachen. Nach diesem Jahr gibt es ein neues Jahr mit Happy Shooting.

Boris

Ist er bei dem Kalender? Ja, Fotopodcast.

Chris

Wir sind heute mit vielen tollen Themen am Start, wie immer. Falls ihr da mal mitmachen wollt oder euch irgendwie schriftlich oder sonst wie dran beteiligen wollt, aber auch gerne auch live im Chat, dann tut das bitte hier auf happyshooting.de slash live. Das wäre da, wo man hier live mitmachen kann. Oder ganz einfach, schreibt uns happyshooting.de slash hi. Und natürlich dienstags 18 Uhr. Ich muss mal kurz hier den Schnee wegmachen, sonst kann man das nicht lesen. Dienstags, 18 Uhr heißt der Kanal im Happy Shooting Slack. Da könnt ihr hier live reinquasseln. Und das mögen wir. Das ist eine sehr schöne Korrekturinstanz. Da bekommen wir immer wieder schöne Hinweise auf Dinge, die wir verkackt haben.

Boris

Was ja quasi nie vorkommt.

Chris

Was eigentlich nie vorkommt. Deshalb ist dieser Slack, dieser Live-Kanal eigentlich auch völlig überflüssig. Aber na gut. Ja, fangen wir doch mal gleich vorne an. Wir haben ein Follow-up und zwar Hendrik, ihr erinnert euch, diese Rechtsgeschichte. Der Hendrik hat ein Schreiben bekommen, dass er irgendwelche Erotikbilder gemacht hätte und die irgendwie nicht hätte hochladen dürfen. Irgendwie so eine komische Geschichte. Aber Hendrik macht nur Tierbilder. Und auch keine Tiererotik. Das haben wir auch abgeklärt. Ist das eindeutig eine Verwechslung? Oder möglicherweise auch irgendwie so ein Versuch, wie nennt man das? Extortion? Geld zu bekommen oder so.

Boris

Was in diesem Fall ja offensichtlich nicht so war. Stand nicht drin mit Geld.

Chris

Hat dann also nochmal da hingeschrieben. so richtig mit einschreiben, hat denen eine Frist gesetzt, sich zu melden. Seine Frau hat ihm gesagt, lass mal, das ist eine Verwechslung, da brauchst du, aber er sagt, nee, das will ich jetzt, aber will ich genau wissen.

Boris

Ist aber auch so, weißt du, wenn du schon Post von einer Anwaltskanzlei bekommst mit irgendwie und dann melden die sich nicht, wenn du versuchst.

Chris

Genau, dann hat sich die Kanzlei nicht gemeldet vor Ablauf der Frist. Und dann hat er sich den Inhaber der Kanzlei rausgesucht und hat dem an seine private Adresse ein Einschreiben geschickt, also persönlich und so. Oder zumindest ihm persönlich das geschickt.

Boris

Jetzt geht es ums Prinzip. Jawohl.

Chris

Und ja, darauf kam dann nichts. Und dann kam jetzt noch eine Meldung. Heute ist der 19. am 18. Also gestern kam eine Mail von Hendrik. Da schreibt er, manchmal geht es doch schneller als gedacht und leider ganz unspektakulär. Mein Einschreiben an den Inhaber der Kanzlei wurde heute früh entgegengenommen und keine zwei Stunden später meldet sich der angestellte Anwalt per E-Mail mit dem tollen Absender Kanzlei. Hätte durchaus im Spam landen können. Und dazu noch Rechtschreibfehler. Und halt mir einfach nur mit, dass es offensichtlich eine Verwechslung gab und der vorangegangene Schriftwerk hier gegenstandslos sei. Warum nicht gleich so? Jetzt ist das Thema wirklich abgehakt. Leider kein spektakuläres Finale. Ich fand es trotzdem ganz spannend, dir über die Schulter gucken zu können. Danke, Hendrik.

Boris

Vor allen Dingen so diese kleinen Effekte, wenn du dann sagst, dann kommt eine E-Mail mit Absender, Kanzlei und solche Späße. Also man fragt sich immer, was ist das?

Chris

Naja, das ist halt ein Rechtsspezialist und kein IT-Spezialist, weißt du?

Boris

Ja, aber wenn du ein Unternehmen hast und so, also wenn da online gestanden hätte, das hätte ich ja noch verstanden. Aber wenn da ein Absender ganz lei ist, ach weißt du, ich weiß auch nicht. Vielleicht ist das ja auch nur so ein Zwei-Personen-Unternehmen oder so, man weiß es nicht.

Chris

Durchaus möglich, ja. Zwischendurch hat sich Hendrik noch gefragt, weil da nichts mehr kam, ob der Täter vielleicht unseren Podcast hier hört und sich dann dann deshalb nicht.

Boris

Ah, oh scheiße, die hetzen die Community auf mich.

Chris

Genau. Nee, aber dem war ganz offensichtlich nicht so. Nun ja. Dann haben also Fallen abgeschlossen, Fall geklärt. Hier Sherlock und so und jetzt zum nächsten Follow-up.

Boris

Lass uns mal die High-Fragen vorziehen, weil der Follow-up hier ist auch ein kleines Thema. Das wird ein bisschen gemütlicher.

Chris

Also Fragen per happyshooting.de sind hier reingekommen, unter anderem von Manuel, der schreibt, leider war ich heute live verhindert, aber gibt es schon happyshooting.de slash gute?

Das ist auch sowas wie Hai, aber in einem anderen Teil dieser Republik. Gude, wo sagt man denn Gude? Nein, gibt es noch nicht. Aber vielleicht mache ich das ja noch rein. Und dann schreibt er, und das mit dem Zertfehler ist bekannt im Link für dieses Forum, soweit ich es erinnere. Für dieses Form. Ich weiß nicht, welches Forum. Du meinst so das Hai-Form, das ist unsere Kommunikationsform. Und dass da irgendein Zertifikatfehler ist. ist, mir ist keiner, aufgefallen. Ist aber auch kein Form, was wir gebaut haben. Das läuft auf Airtable. Also wenn es da Probleme gibt, bitte nochmal mit Detailinformationen vielleicht, dann können wir das vielleicht auch nachvollziehen. Aber darf eigentlich nicht von uns kommen, weil wir machen dann nur eine Umleitung hin quasi. So, dann von Hans. Moin Boris, moin Chris. Da ihr in Happy Shooting 831 mal wieder über die Komplexität der Filmherstellung gesprochen habt, hier ein Filmtipp dazu, und hat uns die die Smarter Every Day Folge verlinkt. Also da haben wir hier in der Sendung tatsächlich schon über Monate immer wieder drüber gesprochen. Die Links findet er auf.

Boris

Aber schadet auch nicht.

Chris

Also danke dafür. Und der Wolfgang schreibt noch Hallo zusammen, heute läuft auf Dreisaat, also heute wäre Weiß ich nicht, steht kein Datum dabei. Heute läuft auf Dreisat von 22.55 Uhr bis 0.25 Uhr ein Dokudrama über die Fotografin Anja Niedringhaus, die mit ihren Fotos vom Krieg wachrütteln wollte. 2001 zog es sie in den Irak und nach Afghanistan. Dort starb sie 2014 bei einem Attentat. Ich erinnere mich. Ein Mix aus Spiel- und Dokumentarteilen, Wird danach aber sicher in der Mediathek zu finden sein. Da verlinken wir auf jeden Fall hin. Ich gehe davon aus, dass es in der Mediathek ist. Als ich vorhin auf den Link gehen wollte, kam dann gleich so eine Warnung, Vorsicht, nicht unter 16 und so.

Boris

Dann wird das da drin liegen. Und wenn es in der Mediathek ist und man keinen Account hat, keinen bestätigten Account, dann kann man es auch in der Mediathek erst ab 22 Uhr sehen. Das nur als Tipp. Wenn man es vor 22 Uhr sehen will, will, dann kann man sich dort aber registrieren. Da muss man durch ein paar Reifen springen, aber dann wissen die, wer man ist und wie alt man ist. Und dann kann man das auch vorher sehen.

Chris

Außerdem gibt es Vehikel, die regelmäßig aus einer Mediathek solche Sachen rausretten und weil die irgendwann depubliziert werden müssen.

Boris

Das gibt es auch.

Chris

Und sie anderswo unterbringen. Dazu lasst uns gerne Kommentare zur Sendung, dass das andere auch finden können. So, das waren erstmal mal die Feedbacks. Wir haben noch eins für ans Ende der Sendung. Jetzt kommt der Nachtrag.

Boris

Wir hatten in der letzten Episode, in der 8.3.1, eine Frage von Christine, falls ihr euch erinnert. Die hatte das Problem mit krisseligen Fotos, die sie bei Rossmann hat abziehen lassen. Also Fotos bei Rossmann gedruckt und die wären so krisselig gewesen und dann hat sie das nochmal bei einer Fotografin machen lassen und die seien viel besser geworden. Da habe ich gesagt, schick mir doch mal Fotos von den Ausdrucken und vielleicht auch mal das Original, also das Bild, was denn da gedruckt wurde, dass ich ein Bild davon habe, was das... Das ist ein Bild davon. Ja, weil Crystal ist, das kann alles mögliche immer sein. Und ich habe mir das mal angeguckt. Also sie hat mir was geschickt, tatsächlich. Und das war auch ganz hilfreich. Also Christine, schon mal danke dafür.

Die Bilder, beziehungsweise das eine Beispielbild, das ist ein Porträt eines Menschen draußen. Das war relativ klein. Das ist also ein JPEG gewesen, was ziemlich klein war. Die Auflösung, die ich hier bekommen hatte, hatte 2,7 Megapixel oder sowas. Verhältnismäßig klein. Und grisselig ist es tatsächlich. Und zwar, weil da sehr scharfe... Artefakte drin sind. Das sind nicht so diese klassischen Farbfleck-JPEG-Artefakte, wenn du also die JPEG-Kompression übertreibst und dann immer so 8x8 Pixelblöcke entstehen. Aber das sind schon so JPEG-Artefakte, die halt entstehen können. Das sieht so ein bisschen aus wie Tetris-Balken mit Farbverlauf. Also du hast immer so ein paar Pixel langen Balken, der ist irgendwie so zwischen 4 und 12 Pixeln oder sowas lang, ich müsste es nochmal zählen, und hast dann so ein bisschen Farbvariation dazwischen, aber relativ harte, also das ist nicht so blau.

Chris

Das klingt echt nach verkackter Kompression oder sowas.

Boris

Ja, also diese Balken, die haben dann nicht blau und ein bisschen mehr helleres Blau, sondern es ist dann wirklich fast weiß, ein blauer Ton, ein dunkler Blauton, also es sind relativ scharf kontrastreiche Blöcke, die sich durchs ganze Bild sehr, sehr fein grisselig ziehen und das ist jetzt halt die frage wie das passiert ist weil also klar ist erstmal diese 2,7 megapixel das kann ja nicht das original sein da muss es also noch was anderes geben was wir auch inzwischen wissen also im slack hatte sie schon geschrieben dass sie sich das war noch mal angucken möchte also es gibt offensichtlich ein rohr und da bin ich mir relativ sicher dass das da so nicht drin ist und wie kann so was passieren also ich kann es es jetzt hier halt leider nicht zeigen, weil es ist halt privates Bild mit privater Person drauf und keine Freigabe und so. Aber das kann entweder passieren, indem das Bild vor der JPEG-Kompression extrem überschärft ist und dann halt das JPEG versucht möglichst scharfe Kanten überall zu erhalten. Das wäre eine Option. Oder das Bild wurde erst als JPEG konvertiert und dann nochmal extrem nachgeschärft.

Oder was völlig anderes. Das ist halt die Frage. Und wie gesagt, inzwischen wissen wir, dass es aus der Kamera als RAW gefallen ist. Ich habe jetzt mal gefragt, ob ich das RAW mal bekommen kann. Das würde mich jetzt tatsächlich mal sehr interessieren. Und Christine, ob du mir mal erzählen kannst, womit und wie du das bearbeitet hast. Also wie deine Bearbeitungskette aussieht, was weiß ich, wenn es Lightroom ist oder sowas, dann mach mir doch mal einen Screenshot von den Reglern, die du so eingestellt hast. Irgendwie sowas. Wenn du da Bock zu hast. Ich würde mir das gerne mal angucken und dir gegebenenfalls auch mal einen Gegenvorschlag machen von der Bearbeitung her. So als als Goodie, als persönliches Giveaway, wenn du so willst.

Chris

Schon mal was.

Boris

Und dann interessiert mich natürlich auch, wie das Bild gespeichert und verkleinert wurde. Also mit welchen Einstellungen das denn aus der Bearbeitung exportiert wurde, würde ich mir gerne mal angucken. Und dann habe ich mich natürlich gefragt, kann man das, wenn es denn so rauskommt, kann man das noch reparieren? Und da habe ich mal ein AI-Tool bemüht. Und damit bekommt man diese Krisse tatsächlich weg. Also das wird dann als Störung erkannt oder als Rauschen und das wird dann wieder glatt gerechnet. Und wenn man dann ein bisschen nachschärft, dann hat man eigentlich auch relativ gute Kontraste. Das sähe mit Sicherheit im Print besser aus. Also zumindest nicht so faserig. Aber besser wäre natürlich auf jeden Fall ein sauberes Original zu haben, wenn das denn möglich ist. Das müssen wir uns mal angucken.

Christine, was mir bei diesem Bild aber noch aufgefallen ist, und ich beschreibe das mal hier für die Hörenden. Ist ein ganz anderes Problem bei dem Bild. Das ist dir wahrscheinlich auch schon aufgefallen. Da steht nämlich eine Person bei Tageslicht, wahrscheinlich auch Sonnenlicht, draußen unter einem blauen Sonnensegel oder Sonnenschirm. Und das Problem dabei ist, dass dieser blaue Sonnenschirm natürlich ein blaues Licht in das Gesicht von oben auf diese Person wirft. Jetzt kannst du dir vorstellen, wenn du von oben auf der Stirn, die ist näher dran am Sonnenschirm, du sehr blaue Farbe hast. Und dann oben auf dem Nasenrücken hast du dann auch noch einen blauen Farbstich. Der ist aber nicht mehr ganz so extrem wie der auf der Stirn. Und auf den Wangen von oben unter dem Auge hast du halt auch einen blauen Farbstich. Aber von den Seiten und von unten eben nicht. Das ist so ein bisschen der absolute Super-GAU, wenn du das versuchst zu bearbeiten. Und das ist mir auch bei dem Bild aufgefallen, dass das halt sehr, sehr kühl, also um nicht zu sagen blau-violett ist, vom Gesicht her, vom Weißabgleich.

Das kann man natürlich ändern, indem man den Weißabgleich ändert. Das ist bei dem Print von der Fotografin auch geschehen. Das ist eine wärmere Variante davon, wahrscheinlich um eben den Hautton anzupassen, Sowas können auch bestimmte Automatiken von sich aus tun, weil die ein Gesicht erkennen und dann versuchen, da den Hautton anzugleichen. Aber du kriegst halt die Varianz schwer automatisch raus. Auch da würde mich tatsächlich das RAW mal interessieren. Ich würde da gerne mal was mit versuchen, ob man das komplett sauber bekommt, welchen Aufwand man da betreiben müsste.

Grundsätzlich wäre hier aber der Tipp, und das gilt für so ein blaues Sonnensegel, das kann jede beliebige Farbe haben, wenn sie nicht weiß oder grau ist, genauso wie für so richtig prallgrüne Wiesen in der Sommersonne oder eben Bäume mit grünem Blattwerk. Wenn man da drunter steht, dann hast du so einen grünen Schimmer von oben bei einer grünen Wiese, hast du einen grünen Schimmer von unten. Das sind immer sehr unglückliche Positionen für solche Fotos und da wäre meine dringende Empfehlung, schnapp dir die Person, geh damit ein bisschen ums Hauseck in den Schatten, mach da ein paar schöne Fotos, wenn es sich irgendwie anbietet oder vielleicht gibt es noch eine andere Stelle. Und tatsächlich bin ich da eher so, dass ich sage, also dann lieber in der prallen Sonne und die Person so stellen, dass sie nicht in die Sonne schaut. Also lieber fotografiere ich gegen die Sonne, als dass ich unter so einem sehr farbigen Schatten arbeiten muss.

Das ist mir bei dem konkreten Bild noch so eingefallen dabei.

Ansonsten Christine, bin mal gespannt, also wenn du Bock hast, würde ich da gerne noch mal ein bisschen mit rumspielen mit dem Bild, so aus purer Neugier, schick mir gerne mal das RAW und dann gucken wir mal, was da schiefgelaufen ist, ja, klingt doch schön ich habe was, auf dem Durchkämmen und diversen News-Websites und so weiter, bin ich auf Peter Pixel auf einen interessanten Beitrag gestoßen und zwar zur Pentax K3 Mark III Monochrom. Das da kannst du ausblenden.

Chris

Ah. Soll ich mal hier auf den Knopf drücken? So. Die K3 Monochrom. K3-3 Monochrom. Die haben ja so einen seltsamen Namen. Ist im Prinzip die erste APS-C Monochrom-Kamera. Also die hat einen Sensor ohne Farb Bioarray drauf. Und das war ja bisher tatsächlich so die Domäne von Leica. Also Leica hat damit angefangen und die haben halt vollformatig erstmal für ein Schweinegeld angefangen so Kameras mit Monochrom-Sensor zu bauen. Und das ist die erste, die so einigermaßen erschwinglich ist. Also in den USA läuft die für 2200 Dollar. Was für was, was so eine relativ, ich sag mal, das hat keinen Massenappeal, das Ding. Das werden also nicht riesen, zigtausend Stückzahlen verkauft, mit Sicherheit nicht, weil es eine Nische ist. Aber in dieser Nische, und die kriegst du hier in Deutschland, ich glaube, ich habe mal geguckt, so für 2.500 Euro ungefähr. Und ich wollte einfach mal kurz drüber reden. Also die ist jetzt tatsächlich wohl in Stückzahlen verfügbar. Die ist, glaube ich, im April, Mai, Juni irgendwann rausgekommen, also Mitte des Jahres ungefähr. Mittlerweile ist sie in Stückzahlen verfügbar.

Und ich wollte mal ganz kurz darauf eingehen, was heißt das eigentlich, eine monochrome Kamera? Was bedeutet das eigentlich?

Boris

Ganz kurz noch dazu, die Kamera selbst, falls sich jetzt jemand wundert, haben wir in Folge 803 schon mal vorgestellt.

Chris

Ja.

Boris

Aber jetzt hatte Peter Pixel da ein konkretes...

Chris

Wir haben länger mal Zeit gehabt, sich die anzugucken.

Boris

Ja, ein konkretes und kein Vorab-Serienmodell. Genau.

Chris

Und das ist jetzt, also Frage, warum will man monochrom? Also natürlich ist das eine Stilfrage. Aber was macht das? Was ändert das das überhaupt an der Fotografie? Wie beeinflusst das deine Herangehensweise an die Fotografie? Und da haben wir erstmal eine ganz wichtige technische Unterscheidung. Also das Fehlen eines...

Eines Farbarrays. Normalerweise hast du eben die Pixel und dann hast du deine rotgrünen, blaugrünen Pixelchen, Farbfilter da drauf. Und dann wird das Bild, wenn es dann von diesem RAW-Format, also vom rohen Pixelformat quasi in was für den Menschen anschaubares übersetzt wird, dann hast du so einen Prozess, in dem quasi interpoliert wird über die Pixel. Also steht hinterher dann drauf, die Kamera hat so und so viel Megapixel, lass es 24 sein und dann sind das auch 24 Millionen einzelne lichtempfindliche Zellen, aber die Hälfte davon ist grün, ein Viertel davon ist blau, ein Viertel davon ist rot und damit das hinterher wieder 24 Megapixel hat, wird da quasi ein Interpolationsprozess drüber gelegt. In dem Moment, wo dieses Bio-Array fehlt, ist jedes Pixel vom Sensor ein Pixel, was du nachher auch siehst. Das ist schon mal ein ganz wichtiger Unterschied. Und das äußert sich zum Beispiel dann auch in darin, dass der Sensor mehr Licht sieht.

Weil jedes Farbfilterchen, was vor so einem Pixel sitzt, nimmt ja Licht weg. Ein Filter filtert weg. Er filtert nie was hinzu. Wenn du da einen Rotfilter hast, bedeutet das, dass durch diesen Rotfilter kein blaues und kein grünes Licht durchkommt. Und das heißt, es kommt dann auch tatsächlich ein deutlich geringerer Prozentsatz von dem gesamten Licht an auf dem Sensor. Hier kommt auf jedem Pixel alles Licht an.

Boris

Beim Bayer Array werden dann ja wieder vier Pixel miteinander verrechnet und damit natürlich auch die Lichtintensität. Aber trotzdem war ja vorher über jeden dieser vier Pixel ein Farbfilter. Also du hast halt nicht 100 Prozent des Lichtes.

Chris

Das heißt, der Sensor kriegt einfach beim gleichen Bild mehr Licht und damit hast du einen höheren Dynamikumfang und weniger Rauschen im Vergleich zu der Farbversion. Und das ist messbar. Das ist die eine Geschichte. Und das ist auch schon so ein bisschen ein Stück weit der Appeal. Das andere ist natürlich so ein, ja ich würde mal sagen so eine Arbeitsweisengeschichte. Das ist vielleicht so ein bisschen der Unterschied zwischen Hollywood-Produktion mit digitalen Kameras und mit Film. Film. Also wenn du hier ein Foto machst, dann ist das halt in der Kiste. Wenn du ein farbiges Foto machst, dann hast du hinterher natürlich noch die Möglichkeiten an den Farbkanälen zu zupfen und das blau dunkler zu machen, rot heller und so weiter. Hast du hier nicht, das Bild ist das Bild. Und du hast auch nicht das RAW-Sicherheitsnetz, so nenne ich das mal. Nämlich, der Klassiker, du hast ein Foto in RAW geschossen, der Himmel hat irgendwie an den Wolkenkanten Überbelichtung und jetzt willst du das retten und dann gehst du einfach her und ziehst die Highlights runter in deiner App, in deiner Software.

Und das geht dann nicht. Eine Überbelichtung ist eine Überbelichtung, Überbelichtung, weil das Retten einer Überbelichtung mit einem Farbbild ist eigentlich eine Trickserei. Also Lightroom und Co. gehen da nämlich her und.

Also die schauen sich dann alle Farbkanäle an. Du hast einen roten, grünen und blauen Farbkanal und vielleicht ist ja in einem dieser Kanäle noch irgendwas drin. Vielleicht ist da ja noch irgendwo wo ein Detail übrig ist in einem dieser Farbkanäle. Also wird das für den überbelichteten Farbkanal verwendet. Und das geht relativ gut und ein gutes Stück weit. Also es wird quasi so, ich borg mir mal von woanders was aus, was da reinpassen könnte. Und das ist auch der Grund, warum manchmal, wenn man in seiner App dann irgendwie zu sehr die Highlights runter korrigiert, warum es dann bloß noch grau wird und scheiße aussieht. Weil dann sind halt keine Daten mehr da. hier hast du genau einen farbkanal also noch nicht mal ein farbkanal ist ein kontrast kanal das heißt wenn der überbelichtet ist da ist nichts mehr zum leihen gibt es einfach nicht das heißt du musst auch ein bisschen präzise arbeiten kannst hinterher nicht mehr so viel machen und dass das zwingt ein natürlich zu einer disziplinierten arbeits ich meine es gilt ja sowieso lieber ein bisschen unterbelichten weil bei den heutigen sensoren die schatten aufzuhellen deutlich besser besser und unproblematischer ist, als die Höhen zu retten oder wieder herzustellen.

Boris

Und gut, bei Schwarz-Weiß gilt es halt umso mehr. von wegen exposed to the right, würde ich nicht machen. Also lieber ein bisschen Luft lassen.

Chris

Ja, musst du da. Also wenn du keine Überbelichtung willst, musst du da. Ich weiß nicht, wie sanft die in die Überbelichtung geht. Das ist ja auch so eine Funktion der Kamera und des Sensors, dass dann die Übergänge vom noch Belichteten ins Überbelichtete gut oder schlecht aussehen. Da haben wir in der Geschichte der Digitalkameras auch schon unterschiedliche Ergebnisse gehabt. habt.

Boris

Also oft hängt da ja keine lineare Kurve auf der Belichtung drauf, sondern tatsächlich eine leichte S-Kurve, um so ein bisschen den Film zu simulieren, dass wenn mehr Licht kommt, dass es nicht mehr ganz so empfindlich ist, aber am Ende ist es ein Sensor. Also wenn der zu viel Licht sieht, ist der halt weiß.

Chris

Ja, was dann natürlich auch bedeutet, diese Kamera hat eine Lernkurve. Und die ist größer als bei einer spiegellosen und sowas. Das ist eine DSLR, eine Spiegelreflexkamera. Pentax macht das ja ganz bewusst. Und damit ist die Lernkurve steiler. Dafür kann man es hinterher besser. Also wer mit der Kamera ordentlich belichten und fotografieren lernt, wird hinterher auch besser mit allen anderen Kameras fotografieren können. Also wer da Bock drauf hat, ist tatsächlich im Vergleich zu den Leicas sehr erschwinglich mit 2.500 Euro.

Boris

Ja, absolut. Und der große Vorteil halt, du hast es ja eingangs schon gesagt, wenn du schwarz-weiß fotografierst, dir fehlt die Farbe und wir Menschen sehen natürlich farbig. Jetzt hast du bei einer digitalen natürlich noch ein Display mit einem Live-Bild, wo du dann schon mal eine Schwarz-Weiß-Vorschau sehen kannst, um ein bisschen zu lernen, Schwarz-Weiß zu sehen. Aber das ist tatsächlich eine schöne Übung, mal loszugehen und sich halt auf Kontraste, auf hell-dunkel, auf Licht und auf Schatten vor allen Dingen auch zu konzentrieren. Also das Fehlen von Licht zu konzentrieren. Und dann mal zu überlegen, wie kann man das ins Bild setzen? Wie kann ich das umsetzen, einfangen? Und da fängt man dann an, Dinge anders zu sehen. Und das wiederum, wenn man das kann, also wenn man gelernt hat, rauszugucken in die Gegend, auf Motive, in Häuser rein und so weiter und Licht und Schatten zu sehen, statt sich von den Farben ablenken zu lassen, dann hilft einem das nachher auch wieder natürlich in der Farbfotografie. Weil gerade Licht und vor allen Dingen auch der Schatten machen Bilder eben interessanter. Und Farbe ist dann halt wieder eine zusätzliche Komplexität, die dann ablenken oder unterstützen kann. Aber generell hilft einem das sehr, wenn man die Kamera mal auf schwarz-weiß stellt. Wir hatten das, glaube ich, auch ganz früher schon mal gesagt. Bei der digitalen Fotografie stellt die ruhig mal auf schwarz-weiß.

Schaut euch die Bilder in schwarz-weiß an, lernt schwarz-weiß zu sehen.

Chris

Oder holt euch eine alte Spiegelreflexkamera.

Boris

Ja, schwarz-weiß Film rein. Exakt. Das kann einen wirklich... Ganz enorm helfen.

Chris

Naja, vor allem, weil du halt, also bei Film ist es ja tatsächlich so, dass verschiedene Bereiche des Spektrums verschieden hell abgebildet werden, in der Regel. Das heißt, Rot ist fast immer dunkler als Blau. Blau ist fast, ist deutlich heller. Blau und Gelb sind oft gleich hell in einem Schwarz-Weiß-Film. Grün ist irgendwo mittelgrau und Rot, naja, entsprechend dunkler. Das hat mit der Lichtempfindlichkeit von den von den Silberkristallen zu tun. Naja und das kann man dadurch dann auch ganz gut lernen und damit auch lernen wie man realistische Umwandlungen hinkriegt, weil wenn man das weiß, dann kann man da ganz gut ganz gut tricksen, auch im digitalen, so, wie viele Bilder hast du letztes Jahr bei 35 Millimetern gemacht?

Boris

Das kann ich dir jetzt in Zahlen nicht sagen wie?

Chris

Ich habe es nicht rausgeschrieben Du hast dir das nicht rausgeschrieben. Jürgen hat sich gemeldet. Er schreibt, es ist Dezember und das Jahresende rückt immer näher. Damit sammeln sich auch diverse Foto-Weihnachtsgeschenke für Freunde und Verwandte an. Man schaut durch seine Festplatte, stöbert in Leitruhm tausende Fotos, hunderte Schnappschüsse und ein paar wenige Fotoprojekte in 2023. 2023. Wieder stelle ich mir die Jahresfragen. Was habe ich dieses Jahr fotografiert? Was war meine meistverwendete digitale Kamera? Was war mein Lieblingsobjektiv? Wie viele Fotos habe ich 2023 aufgenommen? Interessieren dich deine Statistiken und Ergebnisse? 321 Happy Shooting. Ja, haben wir Statistiken? Weißt du, wie viel und was?

Boris

Ja, ich habe jetzt die Zahlen, die absoluten Zahlen, wie viel habe ich jetzt nicht rausgesucht. Aber was ich rausgesucht habe, ist, das hatten wir schon mal, und das Tool gibt es noch. Das ist ein Tool, um sein Lightroom Classic Katalog statistisch aufzubereiten. Das Ganze läuft im Browser, aber lokal auf dem Rechner. Also das ist halt ein Skript, was den Katalog analysiert, aber es läuft eben als Software lokal auf eurem Rechner.

Chris

Du lädst es nicht auf der Server hoch.

Boris

Es wird nichts irgendwo hochgeladen oder so, sondern du lädst das Tool im Browser runter. Das ist halt eine App, die im Browser läuft. Und da kann man seinen Lightroom Classic-Katalog hineinziehen und sich dann eine Auswertung machen lassen. Und das habe ich dann auch dieses Mal wieder gemacht.

Chris

Also das hier ist ein Beispiel, was ich gerade zeige. Die haben da so ein Demo-Ding drauf.

Boris

So ein paar Tortengrafiken und, Flächengrafiken.

Chris

Du kannst halt gucken, wie viele Bilder, was für Objektive du hast. Welche Brennweiten du am meisten benutzt hast, welche Kameras, falls du mehrere hast, bei welcher ISO du hauptsächlich fotografiert hast und so weiter. Also einfach Statistiken über einen Lightroom-Katalog.

Boris

Ich habe jetzt leider aus Zeitmangel nicht alles Mögliche hier raus notiert. Ich hatte das fürs letzte Jahr gemacht und ich habe es mal für die letzten fünf und für die letzten zehn Jahre gemacht. Also man kann da einstellen, welchen Zeitraum man auswerten möchte für die Statistik.

Und eigentlich ist es so richtig überraschend natürlich nicht, weil so wahnsinnig viel Equipment habe ich dann ja nun auch nicht regelmäßig im Einsatz, was da irgendwie in der Statistik dann zum Tragen kommt. Aber ganz witzig ist es dann doch, weil das Ergebnis in der Statistik der letzten fünf oder auch der letzten zehn Jahre ist, dass Blende 2.8 mein absoluter Favorit ist. Und das ist auch nicht so ganz verwunderlich in dem Zeitraum, weil ich habe ja in den letzten fünf beziehungsweise letzten zehn Jahren viel Micro Four Thirds fotografiert. Und Micro Four Thirds sage ich ja, Blende 2.8 ist geschlossen genug. Das muss man dann schon haben. Und jetzt bei der R6 habe ich mir ja auch Objektive geholt, die bis 2.8 zu öffnen sind. Und das benutze ich natürlich auch viel, weil ich natürlich den Freistellungseffekt sehr mag. Also das war noch relativ wenig überraschend. Ich hätte allerdings doch gedacht, dass auch eine Blende 4 relativ stark vertreten sein sollte. Die geht aber völlig unter. Und dann habe ich mal bei den Brennweiten geschaut und da kam im Prinzip das raus, was ich schon immer gesagt und auch vermutet habe. Ich habe zwar Zoom-Objektive, aber ein Zoom-Objektiv sind für mich quasi zwei Brennweiten, nämlich das kurze Ende und das lange Ende.

Und das zeigt sich ganz deutlich in der Statistik, dass genau die Brennweiten, also zum Beispiel 24 mm und 70 mm sind sehr stark vertreten. Nicht, weil ich da Festbrennweiten hätte, sondern weil ich halt das 24 bis 70 benutze an diesen beiden Extremen. Oder aus dem Micro-V4-Bereich dann zum Beispiel 40 und 150, weil das genau die beiden Enden sind.

Das ist ganz spannend. Also ich benutze natürlich Brennweiten, die dazwischen sind, aber halt statistisch auf große Menge gesehen nicht so viel wie die extremen Enden. Und was man eben auch sieht, ist der Bereich bei mir Frühling-Sommer. Da entstehen bei mir die meisten Fotos tatsächlich, was auch relativ klar ist, weil im Frühjahr werden die Pferde auf die Weiden geführt, da ist Anweidezeit, da toben die auf den Wiesen rum, da gibt es ganz schönes Licht, das macht Spaß. Und Frühjahr, Sommer ist auch wieder die Zeit, wo Events anstehen, wo Businessportraits gemacht werden, wo Hochzeiten oder Feiern oder sowas laufen. Da sieht man das dann etwas deutlicher. Das ist halt im Herbst, Winter eher nicht so. Kann man aber deutlich erkennen. kennen. Insgesamt ist diese statistische Auswertung für mich nicht so hundertprozentig perfekt, weil ich in diesem Katalog auch sehr, sehr viele Klostergeisterfotos habe, die nicht von mir sind.

Chris

Ja, das wollte ich gerade sagen. Eigentlich sind wir die zwei schlechtesten Beispiele für diese Statistik. Ich habe mal ein paar Screenshots aus meiner Statistik genommen. Ich habe meinen Katalog reingeworfen und gesagt, mach mal über zehn Jahre, die letzten zehn Jahre einfach. Da siehst du halt sehr deutlich, wann ich Fotoreisen gemacht habe, wann nicht und dann, wann die Pandemie angefangen hat, da ist dann plötzlich einfach deutlich weniger natürlich. In diesen zehn Jahren war auch, also 2013 bis, ich weiß gar nicht, von 9 bis 1918, 17, habe ich viel mit der 5D Mark II fotografiert. Das heißt, das war, in dieser Statistik jetzt, ist das auch meine Hauptkamera. Hier steht aber Total Cameras, also Gesamtanzahl Kameras, hier sind 67 und so viel habe ich nicht. Richtig, Und die Gesamtanzahl Objektive sind 124. Auch das ist natürlich völliger Mumpitz. Lieblingsblende bei mir F8. Also ich schieße, so wie es sich gehört, bei F8, weil so eine Lachtblende 8. Wenn man dann die Kameras auch mal anguckt, also da ist dann die 7D Mark II und die 5D Mark IV. Also die gibt sich dann mit der 5D Mark II nicht so viel. Deine beiden Hauptkameras. Das sind quasi die Hauptkameras, genau.

Boris

Aber auch interessant, dass du die relativ gleichwertig benutzt.

Chris

Ja. Und meine Lieblingsbrennweite, darfst du einmal raten?

Boris

24 Millimeter.

Chris

24 Millimeter.

Boris

Das ist ein großer Balken. Wir sehen eine schöne Balkengrafik gerade von links nach rechts. Die Brennweiten angeordnet und ein fetter Balken bei 24. Der Rest ist zu vernachlässigen. Was ist mit der 3 daneben?

Chris

Ja, das ist das 70 bis 300. Also das sind die Extreme vom 70 bis 300, weil das auf der 7D Mark II natürlich auch eine wichtige Brennweite für mich ist, mit echteren Wildlife und sonstigen Geschichten gemacht habe. Ja, so sieht meine Statistik aus. Also relativ vorhersehbar. Aber wie gesagt, wer das mal ausprobieren möchte, wir verlinken das in den Show Notes. Es ist, also ich habe es tatsächlich getestet, weil ich wissen wollte, lädt der wirklich was hoch? Und habe dann, nachdem das Tool geladen war, einfach mal mein Netzwerk ausgeschaltet, den Katalog reingeworfen.

Boris

Das habe ich auch gemacht.

Chris

Da ist also nix, was böse wäre.

Boris

Das gibt es schon viele Jahre, dieses Tool. Lightroomdashboard.com ist das. Wie gesagt, in den Shownotes verlinkt. Das ist ein ganz nettes Spielzeug. Es funktioniert halt mit Lightroom Classic-Katalogen. Ich weiß nicht, ob es ähnliche Tools auch für andere Bildkataloge gibt. Ich habe damals auch einen Aufruf gemacht, Es gab früher eben auch ein gutes Tool für iOS, weil ich mache halt zunehmend Fotos auf dem iPhone. Und es gab früher ein ganz schickes Tool, um sich eine Statistik rauszulassen aus der Fotobibliothek vom iPhone. Und der hat dann so ein bisschen so auf retro gestylte Ansichten gebaut, so ein bisschen mit entsättigten Farbverläufen und so. Das sah ziemlich cool aus, gibt es aber leider nicht mehr. Also sollte jemand ein Statistiktool kennen für iPhone, also iOS generell, um da sich eine Fotostatistik rauszulassen, so über Brennweite, Orte, weiß ich nicht, was man da so statistisch auswerten kann, hätte ich mal Interesse dran. Auch wenn es für Desktop, Lightroom, Classic noch irgendwelche Tools gibt mit irgendwie schickeren Grafiken, die da rauskommen. Nicht so technischen Grafiken, sondern so hübschen Infomercials oder so. Weißt du? Naja. Mal einen Aufruf von mir an die Community. Mal gucken, vielleicht gibt es ja was.

Chris

Macht mal, ihr könnt ja alle super programmieren. Ähm. Ja, du, warum sehen meine Bilder immer so scheiße aus? Das war eine Frage, die der Guardian gestellt bekommen hat und dann hat Peter Pixel das aufgegriffen, hat da mal einen Artikel drüber gemacht. Also, why do my photos of famous places look bad? Warum sehen meine Bilder von bekannten, berühmten Plätzen so kacke aus? Und zwar wahrscheinlich halt im Vergleich zu denen, die man sonst so sieht.

Boris

Weswegen man da hingefahren ist wahrscheinlich. Wahrscheinlich.

Chris

Weswegen man da eigentlich hinfährt oder man will es sehen, aber man will es natürlich auch fotografieren und dann kommen Leute und machen halt hier spektakuläre Fotos mit, die einfach knallen, die einfach boah machen. Und dann hat, wie gesagt, Peter Pixel sich das mal angenommen und hat gesagt, okay, wir gucken mal, was denn das so für Gründe gibt. Und letztendlich sind es die Gründe, die, ja, also ich habe nichts Neues dabei gelernt, aber es ist schön aufgelistet, was das für Gründe sind. Also das eine ist natürlich, du gehst da irgendwo hin, der klassische Instagram-Effekt, da sind halt irgendwelche Aussichtspunkte, zu denen man fährt und dann sind die halt überfüllt. Du hast einfach beliebte Plätze und dann sind da einfach so viele Leute, dann kannst du gar nicht so ein ordentliches Bild machen, ohne dass du da dich mit den Ellenbogen irgendwie durchboxen möchtest und wer macht das schon. Das zweite relativ einfach ist das mangel an kompositions know how du kommst halt vielleicht bist du nicht so tief in der fotografie drin und legst dich dann quasi oder vergleicht sich dann quasi mit menschen die das schon seit 30 jahren gemacht haben und den unterschied sieht man dann halt, Die Kameras spielen natürlich eine Rolle, eingeschränkte Kamerafähigkeiten.

Boris

Ja, also die technische Qualität halt.

Chris

Die technische Qualität, das heißt dann, je nach Kamera, die du hast, hast du halt vielleicht nicht ganz den Dynamikumfang oder weißt nicht, wie du deine Kamera einsetzen kannst, um das alles sauber abzubilden.

Boris

Wenn du halt das mit der Belichtung nicht weißt, die Automatik wird es vielleicht nicht so gut machen, wie jemand, der es sich manuell so einstellt, wie er es braucht, damit es dann in der Bearbeitung passt, was wahrscheinlich auch einer der Punkte sein wird, vermute ich.

Chris

Ja, Bearbeitung fällt da quasi mit rein, weil viele Leute halt immer noch, vor allem Laien, immer noch denken, das Bild müsste so aus der Kamera rausfallen, aber wie wir wissen.

Boris

Ich bearbeite keine meiner Fotos noch, die kommen alle genau so aus der Kamera.

Chris

Aber ist halt genau nicht so. Du kitzelst halt, du machst halt 80 Prozent des Bildes und die restlichen 20, die machst du dann zu Hause. Oder manchmal noch.

Boris

Ich möchte an dieser Stelle übrigens noch mal ein Plädoyer dafür ablegen. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Früher hat man zum Beispiel auch überlegt, was nehme ich denn für einen Film in die Kamera? Und da hat halt irgendwie ein Kodak eine andere Farbwiedergabe als ein Fuji gehabt. Also auch bei Schwarz-Weiß. Willst du die Blautöne hell oder dunkel haben, dann hast du einen Farbfilter noch davor gemacht und so weiter. Also das alles mache ich halt mit RAW. Also ist völlig in Ordnung, da einen Farbblock drüber zu legen.

Chris

Es ist eigentlich sogar erwünscht, dass man sich mit den Bildern dann über das eigentliche Drücken des Auslösers hinaus noch beschäftigt.

Boris

Mit Fuji zum Beispiel höre ich immer wieder, hat man es in der Kamera eingebaut, weil Fuji da wohl solche Filmsimulationen macht, die ziemlich gut sein sollen.

Chris

Fuji simuliert oder emuliert die eigenen Filme ganz gut.

Boris

Und man kann auch eigene Rezepte hinterlegen und austauschen untereinander. Also da gibt es wohl halt Möglichkeiten zu sagen, okay, ich will gar nicht super fancy schmancy Bearbeitung machen, ich will aber einen bestimmten Farblook oder Kontrastlook haben in meinem Bild und dann kann man das alles schon ziemlich gut einstellen. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, soll aber ganz gut funktionieren. Das mal so als Hinweis.

Chris

Ja, was auch ein Riesenthema ist, ist die Zeit, zu der man fotografiert, die Tageszeit, die Lichtverhältnisse. Also wahrscheinlich 80 Prozent der Fotografie, du kannst noch so toll komponieren. Aber wenn du um kurz vor Mittag dann irgendwo da ankommst, weil du im Hotel noch schön frühstücken musstest und nicht so früh aufstehen wolltest, weil es ja Urlaub ist und dann die Familie noch irgendwie gebraucht hat, bis sie in die Gänge kommt, dann ist halt diese Zeit morgens, wenn die Sonne aufgeht, plus eine halbe Stunde, ist halt rum. Und zwar längs. Dann steht die Sonne relativ hoch und dann ist dieses tolle Licht ist halt weg und abends hast du das gleiche Problem, wenn du, dann halt, oh ja, wir haben im Restaurant einen Tisch gebucht, wir können jetzt nicht fotografieren gehen.

Boris

Nicht immer ist morgens der beste Zeitpunkt oder abends, das hängt ein bisschen davon ab, wie ist denn diese Location ausgerichtet, so von der Himmelsrichtung her. Will ich das Abendlicht haben, will ich das Morgenlicht haben, von wo will ich das Licht denn gerne haben? Und das ist wie in der in der Naturfotografie und in der Landschaftsfotografie. Die Profis, die kommen unter Umständen viele, viele Male immer an exakt denselben Ort, weil sie genau sagen, ich habe hier die Komposition, die will ich haben, das will ich so fotografieren. Und dann wird ein Foto davon gemacht und dann das Licht war jetzt irgendwie zu harsch oder ich brauche noch ein bisschen Dunst, so ein bisschen, Morgendunst und dann kommt man nächsten Tag wieder und dann kommt man im Herbst nochmal wieder und dann kommt man im Frühjahr nochmal wieder und dann ist man hinten irgendwann 10, 20, 100 Mal am selben Ort gewesen, bis man diesen Einschuss gemacht hat. Habe ich keine Geduld dafür, aber es gibt diese Menschen, die machen das.

Chris

Es gibt tatsächlich Bilder, wo eine jahrelange Geschichte dahintersteht.

Boris

Absolut.

Chris

So, was haben wir noch für Punkte? Erwartungen im Vergleich zu Skills. Hat man im Prinzip schon. Ich habe eine Erwartung, aber ich kann es einfach nicht, weil ich es nicht gelernt habe. Weil mir halt die Übungen und die Skills dazu fehlen. Das ist eine Diskrepanz. Das Gefühl, so Bilder da auf einmal auf den Knopf gedrückt, das ist halt nicht das Richtige. Komplexität der Szene. Was total gerne passiert ist, oh, wir fahren zum Grand Canyon, oh, wir wollen alles einfangen. Lass mich mal das weiteste Weitwinkel kaufen, was ich kaufen kann, was ich mir leisten kann.

Boris

Und dann stehst du damit in den Grand Canyon rein.

Chris

Dann stehst du da mit deiner 12mm Linse und dann ist der Grand Canyon weg. Vorne deine Fußspitzen noch drauf und der Zaun. Und das war es aber dann auch schon. Und wenn das noch mittags passiert, viel Spaß. Also ist einfach das, ja, das Wissen um Brennweiten und was die tun, ist halt ein extrem zentrales Wissen in der Fotografie. Und das kannst du, ja, nicht einfach dir kaufen. Ganz im Gegenteil. Du kaufst dir dann wahrscheinlich das Falsche. Und hast dann entsprechende Probleme. Tja, das sind so ein paar der Gründe, warum die eigenen Bilder vielleicht nicht immer so toll aussehen. Was natürlich das Allerwichtigste daran ist, eben die Online-Bilder, die du siehst, sind tatsächlich oft die besten von diesen Menschen, die da fotografiert haben. Und du darfst dich halt nicht mit denen vergleichen. Vergleichen ist das Problem.

Boris

Man sollte dabei halt berücksichtigen, dass auch die Leute, die diese Fotos hochladen, ja nicht zu einem Ort hinfahren, ein Foto machen und nach Hause kommen und ein bisschen Retusche drüber machen und dann ein bombastisches Foto haben, sondern die kommen ja auch mit hunderten und tausenden Fotos nach Hause und freuen sich, wenn dann ein oder zwei gute dabei sind und die zeigen sie dann mit all den Skills, die sie haben, mit den ganzen Wiederholungen, Kompositionen, Tageszeiten etc. Wenn man selbst im Urlaub die Möglichkeit hat, da an einem Ort fünf Bilder zu machen von mehr oder weniger demselben Standort, dann darf man sich halt nicht wundern, wenn es an dem Tag mal nicht geklappt hat.

Chris

Es sei denn, du bist Onkel Karl-Heinz, circa 1985, der dann aus dem Urlaub zurückkommt mit…, Oh, 400 Dias und die dann alle ungefiltert in eine Diashow packen, wo also mehrfach das zwischen das Magazin gewechselt wird und dann quasi 80 Bilder von Tante Gisela auf dem Elefanten zeigt und nochmal und nochmal.

Boris

Das sind wir vor der Ferienwohnung, guck mal, das sind wir neben der Ferienwohnung, da sind wir nicht drauf, da waren wir hinter der Ferienwohnung.

Chris

Also alle, die in den 80er Jahren ihre Jugend verlebt haben, werden sowas mal erlebt haben. Schreibt es uns in die Kommentare.

Boris

Und du weißt, früher hatte man noch diese Diaprojektoren, wo zwei Bilder reinpassten. Also eins, was gezeigt wurde und eins, was man dann wechseln konnte. Und dann hast du immer so hin und her geschoben. Da waren wir schon besser.

Chris

So richtig mit dem Magazin.

Boris

In der Schule hatten wir das noch mit diesem Wechsel. Da hatten wir dann so ein paar Schulvorträge und zu Hause, mein Vater hatte dann schon so ein Magazin, ich weiß gar nicht, wie viele da reinpassten. War das so ein 36er oder 40er?

Chris

Die ganz fancy Leute, die hatten so ein Kodak Rundmagazin.

Boris

Ja, sowas hatten wir nicht.

Chris

Nee, wir auch nicht. Aber ich habe bei der Besichtigung von den Backrooms des Eastman Museums habe ich das Original, das Original Metall Metall, naja, wie sagt man da? Also den Prototypen des klassischen Kodak-Rundmagazins in der Hand gehabt, nachdem dann diese Plastikmagazine gepresst wurden.

Boris

Okay.

Chris

Das war das eine Ding und das haben die da rumliegen.

Boris

Den Master quasi.

Chris

Den Master, genau. Das war schon irgendwie geil. Tja.

Boris

Nicht schlecht.

Chris

Gut. Jetzt wisst ihr, warum die Bilder so scheiße aussehen. Das nächste musst du mir erklären. klären. Fotos gegen schlechte Akustik.

Boris

Ja, das ist ein Thema, was mich gerade beschäftigt.

Chris

Henker.

Boris

Was zum Henker? Ja, pass auf. Die Vorgeschichte ist, wir haben unser Wohnzimmer renoviert.

Chris

Also wer auf Mastodon ist, konnte dem nicht entgehen, würde ich mal sagen.

Boris

Und jetzt haben wir ein schönes Wohnzimmer mit wieder sauberen Wänden, Decke, Fußboden, alles neu. Neues Sofa drin. Aber wir haben halt ein Wohnzimmer, das sind so etwa etwa 24 Quadratmeter mit so einer Nische, so einer S-Nische. Aber alles zusammen circa 24 Quadratmeter. Da ist jetzt halt ein glatter Boden drin. Wir haben glatte Wände. Wir haben eine glatte Decke. Da ist so ein Schienensystem mit kleinen Spots.

Chris

Da hättest du mal jemanden fragen müssen, der sich mit der Auskennung mit Akustik...

Boris

Ja, geht ja noch weiter. Dann steht ein, also da ist natürlich, solange das noch leer ist, hast du natürlich richtig Heil da drin, ist klar. Kennt man, wenn man renoviert zu Hause.

Chris

Ist der Klassiker, deshalb, da machen Leute, die Aufnahmen machen mit Mikrofon, gehen immer so durch den Raum. Und klatschen dann und hören sich die Echo.

Boris

Bei dir flattert's aber auch ganz gut.

Chris

Das ist ein recht dickiger Raum. Ich hab hier Flacher. Flatterechos, was glaubst du, warum ich mit diesem Mikrofon aufnehme?

Boris

Ja, das hat schon alles seinen Grund. Ja, ja, ganz genau. Naja, dann haben wir ein relativ großes Sofa neu gekauft. Das ist halt schön stoffig und so und das schluckt schon eine Menge. Also das macht eine Menge mit der Raumakustik. Das nimmt dann eine Menge Unruhe raus. Es steht ein Holzklavier im Raum. Da bricht sich der Schall auch dran. Zwei Bücherregale. Das hat auch was gebracht, als die dann wieder gefüllt waren mit Büchern. Ein Holztisch steht drin, drei Stühle. So eine Papierlampe. Weiß ich nicht, wie groß mag die sein? 1,60 oder sowas hoch. so ein viereckiger Papierschirm. Ich glaube, ihr habt so was Ähnliches im Wohnzimmer auch stehen.

Chris

Wir haben so einen Ball, so ein mit so Reispapier.

Boris

Ja, so was in der Art ist das genau. Und halt in der Fensterbank stehen ein paar Blumen. Wir haben bisher noch keine Vorhänge. Wir wollen halt auch keine Gardinen haben. Ich überlege halt noch so ein paar Schals zu machen neben die Fenster. Das macht viel aus. Aus optischen Gründen natürlich zum einen. Wenn man das nochmal mit einer Farbe irgendwie akzentuiert an der Stelle, muss ich mir nochmal mal überlegen, wie ich das dann befestigen will. Aber eben nicht zum Schließen der Fenster oder so, sondern einfach nur als Optik. Und dann müsste ich halt gucken, ob ich einen Stoff finde, der auch gut Schall schlucken kann. Sollen wir mal schauen. Aber so wie es jetzt ist, ist zwar jetzt nicht so richtig, richtig schlecht, unangenehm da drinnen, aber es ist halt doch relativ hellhörig. Wenn du so schnippst oder klatscht, dann heilt es doch relativ lange nach. Es ist nicht so richtig gemütlich. So ein Wohnzimmer, wenn es es ein bisschen ruhiger ist, ein bisschen gedämmter ist, ist es einfach auch gemütlicher. Und das haben wir halt nicht. Und es hängen aber auch noch keine Bilder an der Wand. Und nun war die ursprüngliche Idee natürlich, überall so richtig schicke Bilderrahmen hinzuhängen. Habe ich mir ja was Schönes ausgesucht, wo ich mich so ein bisschen drin verliebt habe. Aber da ist dann das Problem, das sind dann wieder glatte Bilderrahmen mit Glas davor. Das macht die glatte Wand jetzt nicht weniger glatt davon, dass da ein paar Rahmen hängen.

Und dann war war die Idee, kann ich denn jetzt nicht Fotos auf Leinwand machen? Das hatten wir sowieso vor mit ein, zwei Bildern als große Leinwand auf Keilrahmen an die Wand. Wir haben da so ein paar Schottland-Bilder, die würden wir da gerne hinhängen.

Und das haben wir im Schlafzimmer auch gemacht mit so zwei relativ kleinen Leinwänden und das hat akustisch schon einen Unterschied gebracht, aber auch nicht so dramatisch.

Und dann hatte ich mich mal ein bisschen rumgehorcht. Ich habe ein paar Antworten dazu gekriegt. Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert. Und das Problem ist wohl, dass auch die Drucke auf Leinwand, also diese Leinwand ist ja jetzt nicht eine Künstlerleinwand oder so. Das ist halt auch ein relativ strammes Papier. Das ist beschichtet für den Druck. Das ist relativ glatt. Also da prallt der Schall halt mehr oder weniger auch direkt dran ab. Also so viel schluckt das nicht.

Chris

Ja, und das hat natürlich dann damit zu tun, welche Frequenzen da kommen. Verschiedene Materialien reflektieren verschiedene Frequenzen besser und schlucken andere Frequenzen besser. Und so eine Leinwand hat ein gewisses Gewicht. Das heißt, sie kann eine gewisse Art von Schall, einen gewissen Spektralbereich im Schall aufnehmen. Aber so richtig für Schallabsorption ist das nicht gemacht.

Boris

Nee, nee, nee. Also es ist eher ein Mit-Effekt, so als ob du halt ein paar Bücher da reinstellst oder so. Naja, aber richtig viel bringt es halt nicht. Und dann dachte ich mir, naja, wenn wir da jetzt schon Leinwandbild hinhängen, da muss doch mehr mit zu machen sein. Die Fläche zu nutzen, um den Schall ein bisschen zu fangen oder zu diffuser reflektieren zu lassen.

Chris

Die Frage ist, ob du eine diffuse Reflexion willst oder ob du eine Absorption willst. Alles, was es besser macht. Richtig. Und ich erinnere mich daran und habe das auch gerade gegoogelt, dass es tatsächlich einen Anbieter gibt, der dir Akustikbilder macht.

Boris

Ja, sowas gibt es tatsächlich.

Chris

Der Schallabsorbierende Bilder, also der nimmt quasi dein Bild und druckt dir das auf einen Schallabsorber drauf und dann hast du. Das ist eine Option. Das ist nicht billig mit Sicherheit.

Boris

Das ist überhaupt nicht billig, das ist streckenweise sogar richtig, richtig teuer.

Chris

Aber wahrscheinlich auch relativ effizient, oder?

Boris

Das ist die Frage. Also die Profis, ich kann es mal vorwegnehmen, die Profis, die dir das anbieten, diese Schallabsorberbilder, also die wirklich Professionellen, das ist ein sehr spezieller Stoff, der ist sehr porös. Wenn du da rangehst, dann sieht er halt wirklich durchlöchert aus. Ganz, ganz viele feine Löcher drin, damit der Schall da überhaupt durchgeht und nicht direkt wieder reflektiert. Von Weitem hast du halt ein Bild, aber von Nahem sieht es dann eben ja, grisselig aus, da sind wir wieder beim Thema. Oder kann grisselig aussehen, das hängt dann wieder vom Anbieter ab. Hängt auch sehr vom Anbieter ab, wie gut die Druckqualität ist, also wie viel Farbdruck das ist, wie da gerastert wird und so. Das muss man sich im Zweifel wirklich sehr genau angucken, weil viele sind tatsächlich für kommerzielle Anwendungen, da geht es um sehr, sehr große Flächen, die halt mit entsprechendem Betrachtungsabstand dann auch wahrgenommen werden. Da muss man sich, wenn man das zu Hause machen will, sehr genau überlegen, ob das passt. Muss man sich vielleicht mal angucken oder sich mal Muster zukommen lassen etc.

Chris

Ich sehe gerade die Preise. Also da reden wir dann, also unhübsch finden diese nicht. Das sind dann so Holzkästen quasi, die verschiedene Tiefen haben und damit auch verschiedene Absorptionsmuster haben. Und wenn du mal so etwas Größeres nimmst, 1,40 Meter auf 70 Meter. Dann hast du hier gleich 600 Euro in Wien gelegt.

Boris

Es ist unverschämt teuer tatsächlich.

Chris

Das ist ein Geschäftsmodell.

Boris

Das ist ein Geschäftsmodell. Aber der Witz ist halt, dass du einen Stoff brauchst, der bedruckt ist, der aber schalldurchlässig ist. Damit du dahinter irgendetwas verstecken kannst, was dann den Schall nimmt. Du kannst auch Schallabsorber nehmen und an die Wand hängen. Die gibt es, die sind dann einfarbig oder haben ein abstraktes Muster drauf oder so etwas. was. Das ist dann mehr oder weniger der nackte Absorber, der halt entsprechend gefärbt ist, dieses Material. Und das kannst du wie ein Wandbild hinhängen. Aber es ist halt nur eine abstrakte, farbige Fläche. Das wollen wir ja nicht. Wir haben ja Fotos gemacht in unserem Leben und die wollen wir uns ja auch angucken im Wohnzimmer. Also will ich nicht irgendwelche bunten Flächen an die verbleibenden Stellen machen. Na gut, also so 600 Euro für so ein Bild, das schied halt mal aus. Und die Profis schreiben die auch genau hin und berechnen dann, bei wie viel Quadratmeter, musst du wie viel Quadratmeter Wandfläche bedecken, damit du überhaupt einen Effekt hast. Also bis hin zu wirklich einem ruhigen Effekt. Kein Schalltotenraum, aber einen ruhigen Raum. Und das würde dann schon so weit gehen, dass ich wirklich alles damit zuhängen müsste. Mehr oder weniger. Und das scheidet halt auch aus, weil du weißt, wir haben hier ein großes Panoramafenster, da kann ich auch nichts dranhängen. Also richtig tot werde ich es nicht kriegen.

Na gut. Und dann habe ich weitergesucht und dann Dann kam der Tipp zu etwas, was Tim Pridloff, Podcast-Kollege, wohl mal gemacht hat. Und der hat mir dann auch tatsächlich persönlich noch geantwortet und hat das bestätigt. Und das ist jetzt etwas, was ich mal ausprobieren möchte. Und zwar kann man Fotos nicht nur auf Leinwand drucken lassen, sondern auch auf Textil. Da gibt es einen Anbieter, Whitewall zum Beispiel, der bietet so etwas an als Alternative zum Leinwanddruck. Da wird das Ganze auf Textil gedruckt und dann auch auf Keilrahmen gezogen, auch das in verschiedenen Stärken. Ich habe jetzt mal 4 cm gewählt. Und dann kann ich mir ja selber was dahinter stopfen. So, da habe ich ja 4 cm Spiel und ich will ein Bild drucken von 90 mal 60 cm. Dann kann ich da ja was dahinter machen. Und was der Tim benutzt hat und was mir hier als Tipp auch gerade hier von Florian noch in den Slack gegeben wird, ist Basotecht.

Chris

Das wäre das Nächste, was ich dir auch geraten hätte.

Boris

Das ist ein Produkt oder eine Produktbezeichnung. Basotecht heißt das mit C geschrieben hinten. finden. Und das ist so ein Schallabsorber. Und der soll relativ gut sein, weil der wiegt relativ wenig. Und da soll es wohl auch egal sein, ob du eine Pyramidenform oder eine flache Form hast, weil der Schall mehr oder weniger in das Zeug hineingeht, weil das so porös ist. Und sich da quasi in dem Stoff fängt sich der Schall dann und wird dadurch absorbiert. Die Bässe weniger, die sehr hohen Frequenzen weniger. Und das ist dann so halt im mittleren Bereich.

Chris

Aber das ist gerade der Der Bereich, der so einen Raum so mumpfig macht, wenn du den überall reflektiert bekommst.

Boris

Das ist gerade so diese Sprachfrequenzen. Die sind da gefangen. Und dann eben je tiefer, desto mehr natürlich. Je tiefer, desto mehr auch in den Bassbereich rein. Bei vier Zentimetern ist der Bass jetzt nicht so stark absorbiert.

Chris

Genau.

Boris

Aber ich will das mal ausprobieren. Weil dieses Basotec-Material, das soll man sehr gut schneiden können tatsächlich. Also mit Skalpell oder scharfem Messer kann man das einfach zurechtschneiden. Ich habe mir da jetzt mal so eine Platte bestellt. Wenn ich die dann zuschneide und dann eben die zwei Stücken hinter den Keilrahmen klemme, dann müsste ich den Rahmen nahezu vollständig auskleiden können. Und da bin ich mal gespannt. Das heißt, ich habe mir jetzt diesen Print auf Textil bestellt. Ich habe mir Basotec-Platte bestellt und bin mal gespannt, ob dieses eine Bild, ich meine, es ist 90 mal 60 ist jetzt nicht winzig, aber das ist jetzt in so einem 24 Quadratmeter Raum auch nicht gigantisch, ob man da einen Unterschied wahrnimmt, wenn man das an die Wand hält. Da bin ich mal gespannt, weil ich möchte ja zwei oder drei von solchen Bildern hinhängen. Und wenn man mit einem schon etwas wahrnehmen kann, dass das was helfen könnte, dann würde ich diesen Weg mal weiter verfolgen. Da bin ich mal gespannt.

Chris

Also ich kann dir ein bisschen was zu Basotec erzählen, weil ich das schon seit Jahrzehnten kenne, das Material. Das ist ein sehr feiner Schaum, ein offenbohriger Schaum. Das ist ein Produkt von BASF und ist quasi der Standard zum Thema Schallabsorption. Und je dicker du den machst, desto tiefer Frequenz, desto tiefere Frequenzen nimmt er auch auf. Also ich würde auch Basotec unter 8 bis 10 Zentimeter Dicke nicht verwenden wollen. Das bringt sonst nicht wirklich viel, beziehungsweise nimmt tatsächlich nur im sehr hohen Bereich was weg. Du kriegst Basotec zugeschnitten in Platten, du kriegst aber auch immer wieder Basotec-Reste, Zuschnittreste und so weiter. Und damit kriegst du tatsächlich das Zeug auch günstiger. Und wenn du dir das selber hinter ein Bild machen möchtest zum Beispiel, dann ist ja wurscht, ob da ein Bruch drin ist oder nicht. Also da kannst du relativ günstig dir das Zeug besorgen.

Flächenmäßig, also ich bin also ich habe da hinten, man sieht es da hinten so ein bisschen, na hier so, dieses Holster, das ist ein Diffusor der simuliert im Prinzip eine Art Bücherregal mit verschiedenen Tiefen, Reflektoren, die, die dann halt Schall nicht als eine Front zurückschicken, sondern als diffuse Front zurückschicken, was den Schall ein bisschen aufnimmt. Das ist für hier drin aber völlig blödsinnig. Das hatte ich vorher in einem kleineren Studio. Das ist hier einfach nur ein Deko-Element. Mehr ist das nicht. Fläche wirst du brauchen. Wirst du ohne Fläche nicht unbedingt auskommen. Aber Basotec ist schon mal ein guter Weg. Und der Schall muss nur da auch hinkommen. Also wenn davor jetzt eine Fläche ist, die zu dicht ist, dann geht der Schall quasi, wird der quasi an dem Stoff reflektiert und landet überhaupt nicht in den Basotec. Also es ist, wenn du so Absorber kaufst, so Absorberkisten, die mit Basotec gefüllt sind, dann sind die in der Regel mit einem sehr, sehr porösen Stoff bespannt, damit da auch wirklich alles reingeht.

Boris

Genau, und das ist das, was diese Profi-Anbieter da eben auch machen, mit diesem porösen Stoff, der dann bedruckt wird. Und wie gesagt, der Tipp war jetzt, diesen Textildruck zu machen, weil der dann wohl halt schalldurchlässiger ist, halt als eine klassische Leinwand. Ich werde es mal ausprobieren.

Chris

Probier das, teste das auf jeden Fall mal klar.

Boris

Wenn euch das Thema weiter interessiert, dann werde ich einen zweiten Teil dazu gerne machen.

Chris

Naja, also die die Kombination hier mit Druck und Fotografie und so. Hattest du gesagt, ob du einen Anbieter hast, der das bedruckt?

Boris

Whitewall macht das. Den Textildruck.

Chris

Den Textildruck, okay. Ich überlege gerade, ob man Basel-Tech nicht direkt bedrucken kann. Weiß ich nicht, glaube ich nicht.

Boris

Keine Ahnung, habe ich jetzt keinen gefunden. Also es gibt diverse Anbieter, die sowas machen. Also du kannst zum Beispiel auch bei Saal Digital kannst du auch solche Akustikbilder bestellen. Nach der Beschreibung habe ich aber gelesen, dass sie das das auf das gleiche Material drucken wie die Leinwandbilder, aber dann eben halt so ein Schallschluckelement dahinter machen. Und da bin ich halt skeptisch, ob das wirklich zum Tragen kommt, das Schallschluckelement, in dem Maße, in dem es zum Tragen kommen könnte, wenn es eben nicht eine geschlossene Leinwand ist, die davor als plane Fläche hängt. Deswegen habe ich das nicht von Saal genommen. Aber am Ende würde es halt nur helfen, wenn ich jetzt diverse Produkte von diversen Anbietern gegen so ein 600-Euro-Element teste. Aber irgendwann sind auch meine finanziellen Mittel für die Renovierung dann mal erschöpft. Das ist jetzt quasi der Fall. Und da muss ich eben auch mal gucken, welche Optionen mir da zur Verfügung stehen. Ich will mal gucken. Und ich will natürlich auch nicht alles mit diesen Leinwänden vollhängen, weil ich möchte natürlich auch noch ein paar schicke Bilderrahmen dahin hängen. So gibt es ja schöne Sachen da. Ja, muss ich mal gucken. Also ich denke, so drei von den Leinwänden könnte ich mir vorstellen. Mal gucken, ob das was bringt. Ich bin mal gespannt. Oder ob ich am Ende dann doch Tanja überzeugen muss, einen hochflorigen Teppich unter den Wohnzimmertisch zu stellen, damit der die Reflexion zwischen Decke und Boden rausnimmt oder so. Mal gucken.

Chris

Teppich, Teppich hilft.

Boris

Ja, haben wir halt aus Gründen nicht.

Chris

Aber ich sage nur, Teppich hilft. Ja. Weil Teppich eine sehr große Fläche im Raum, eine sehr große harte Fläche im Raum entschärft.

Boris

Also wer ein Podcaststudio oder ein Videostudio oder sowas einrichten möchte, ich habe ja hier auch einen relativ kleinen Raum, das sind glaube ich 16 Quadratmeter hier oder so das Studio. Ich habe hier relativ dünne Teppiche. Wie sagt man zu diesem Material?

Chris

Teppich?

Boris

Ja, nicht Rattan, sondern was ist denn das? Sisal. So ein rauer Teppich.

Chris

Jute, Sisal?

Boris

So ein Jute-Ding. Genau, so ein relativ dünnes, raues Teil. Und so flach wie der ist, aber es sind so zwei Läufer einfach nur. Wenn die beiden Läufer hier im Raum liegen, ist das eine deutlich andere Akustik, als wenn ich die mal rausnehme. Also es reicht wirklich schon ein kleiner Teppich. Nee, Jochen, keine Wandteppiche. Da sollen ja Fotos hin.

Chris

Und Jens schert gerade im Slack noch einen Link zu Hornbach-Akustik-Schaumplatten. Die sind fünf Zentimeter dick und sind so gewählt. Ja, die, nehmen hauptsächlich Höhen raus. Die sind im Mittel- und Tiefenbereich quasi wirkungslos. Die machen den scharfen Sound weicher, aber nicht den Sprachbereich oder so. Da brauchst du wirklich eine andere Art von Schaum. Das ist leider nicht der gute Schaum. Dafür ist er deutlich günstiger.

Boris

Und natürlich gibt es Deckensegel. Also es gibt diese Akustikplatten zum unter die Decke schrauben. Entweder mit Abstand zur Decke oder hart an die Decke ran. Da gibt es ganz große. Weil du hast ja viel Platz unter der Decke. Das könnte man schon machen. Aber das möchten wir natürlich aus ästhetischen Gründen nicht tun im Wohnzimmer. Und wer macht die sauber? Ja, also da muss man ja auch mal dran denken, dass dann auch mal Staub gewischt wird.

Chris

Abnehmbar waschbar, ne? Muss man ab und zu mal...

Boris

Na gut. Aber das ist das Thema Akustik und Fotos. Spannendes Thema.

Chris

Kommen wir zu Christian. Christian hat uns eine Mail geschickt. Ich fange mal an, vorne den Anfang zu lesen. Hallo Boris, hallo Chris. Das Jahr neigt sich dem Ende und das nächste Jahr nähert sich schnellen Schrittes und es ist Brauch, dass man sich Vorsätze fürs kommende Jahr macht. Ich nicht übrigens. leicht inspiriert von eurer Gebrauchtstrecke in der 831 und aufgrund der leichten Unzufriedenheit meinerseits überlege ich tatsächlich, diesen Jahreswechsel einen guten Vorsatz zu fassen.

Boris

Einen?

Chris

Einen guten Vorsatz zu fassen fürs Jahr 2024. Und zwar heißt der, ein Jahr kein Gas in Klammer zu lassen. Klammer zu.

Boris

Gas, Gear Acquisition Syndrome.

Chris

Also dieses, oh Gott, das muss ich kaufen. Das ist ja total toll. Und dann gibt man Geld aus. Und dann merkt man hinterher, dass man sich einen Brief für schwerer gekauft hat.

Boris

Er beschreibt das ja auch in verschiedenen Beispielen. Dann möchte man eben doch noch den Makroschlitten haben oder dann doch noch den Raspberry Pi 5 holen oder dies oder das. Und hinterher liegt dann doch alles nur in der Ecke rum, staubt voll und wird gar nicht so richtig benutzt. Einfach nur, weil man halt Bock hatte, aber es dann doch nicht macht. Und da ist ihm bei seiner Recherche und der aufgefrischten Erinnerung ein Gesellschaftsspiel, eine Webseite aufgetaucht. Nämlich genug.org und da gibt es ein Projekt für ein Jahr ohne Zeug. Und da geht es eben um den Konsumverzicht. Also da ist halt der Hintergrund, Dinge lieber zu reparieren, instand zu halten und instand zu setzen, statt immer neu zu kaufen. Und das ist ja auch ein guter Vorsatz. Und er sagt hier so feste Spielregeln zum Konsumverzicht und so weiter. Und die Idee gefällt ihm. Und vielleicht nicht die Regeln von der Webseite zu nehmen, sondern sich eigene Regeln aufzustellen. Das kann man ja machen. Und ein Beispiel, was er zum Beispiel nennt, ist statt sich jetzt zwei Ausnahmen, wie das auf dieser Webseite definiert ist, so zwei Ausnahmen im Jahr sind erlaubt. Stattdessen könnte man ja auch sagen, na ja, wenn etwas Neues anschaffen, dann muss es sich selbst, aus sich selbst heraus finanzieren. Also wenn ich eine Sache kaufen will, muss ich dafür vielleicht zwei andere verkaufen, damit ich das Geld für diese eine neue Sache habe, zum Beispiel. Das wäre eine Regel, die man aufstellen könnte, dass man also zumindest wertstabil bleibt in seinem Zeug.

Chris

Also mein Freund Sean aus Toronto, die hatten eine Regel, weil sie eine relativ kleine Großstadtwohnung hatten, hatten die eine Regel, wenn hier was Neues reinkommt, muss was Altes raus. Das war die Hauptregel. Ich bin ja immer noch, also gute Vorsätze mache ich mir nicht, weil ich funktioniere da anders und das heißt aber nicht, dass ich jetzt zum Beispiel.

Hemmungslos mein Gas auslebe, sondern ich habe mir da einfach die Hörner über die Jahre abgestoßen. Ich glaube, das ist zumindest für mich der richtige Weg, um sowas loszuwerden, muss man es einfach erstmal ausleben. Und irgendwann ist dann die Sättigung erreicht und dann ist man durch und ich bin, was Fotografie angeht, was Fotogier angeht, was Kameras und Objektive angeht, weiß ich mittlerweile, was ich mag, was ich, was mir gut tut. Und ich weiß auch, was mir nicht gut tut. Das heißt nicht, dass ich jetzt irgendwie so auf der Stelle trete und sich nichts verändern darf. Ich bin sehr neugierig auf neue Dinge und das sieht man auch immer in den Workshops, da sind ja tolle neue Sachen und da informiere ich mich auch gerne oder beim Sponsor oder sonst wo, aber dieses, oh das muss ich haben, das passiert mittlerweile echt selten und das ist wahrscheinlich, weil ich ein alter Sack bin, weil ich den Scheiß einfach schon fünfmal durch habe.

Boris

Bei mir ist es aber tatsächlich in die Richtung, die du gerade erwähnt hast. Also bei mir ist es so, ich habe ja nur einen begrenzten Platz, um Zeug, Irgendwo zu lagern oder hinzustellen, weil nicht alles benutzt wir 24-7, sondern saisonal vielleicht. Und dann muss das irgendwo so lange liegen.

Chris

Sehr saisonal, klar.

Boris

Und da habe ich inzwischen eher Stress damit, mir noch irgendetwas anzuschaffen, weil ich weiß nicht, wohin damit. Und das regt mich auf, weil ich bin so ein, ich mag es gern ordentlich. Ich mag es gern aufgeräumt.

Chris

Ein Aufregallager, so ein Paternoster, weißt du, wo du dann eintippst, Fach 43 und dann blblblbl und so. Und dann musst du halt hinten noch so ans Haus noch so eine Kiste anbauen irgendwie.

Boris

Der Punkt ist halt, also ich habe zum Beispiel eine große Garage mit einem großen Raum nebenan, wo ich eine Menge lagern könnte. Das Problem ist halt nur, das Ding ist halt mehr oder weniger offen. Also da kannst du...

Chris

Wenn da einer einsteigt, ist alles weg.

Boris

Ja, zum einen das, aber zum anderen auch, witterungstechnisch, also Feuchtigkeit und so weiter. Also die Sachen würden einfach gammeln da. Das kannst du vergessen. Also das scheidet aus. Und wir haben hier eine Wohnung frei im Haus und ich habe schon mal so scherzhaft gesagt, ich kann die Wohnung oben ja noch mieten, dann kann ich ja mein ganzes Zeug da oben reinbringen und kann das Videostudio da oben reinmachen in die Dachgeschosswohnung und dann habe ich da eine ganze Wohnung nur für mein Zeug. Und das war so als Scherz gedacht, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mal durchrechne, wie viel Geld ich eigentlich bräuchte, um das zum Beispiel zehn Jahre zu halten. Und dann lasse ich es wieder, weil es einfach viel zu absurd teuer ist dann. Aber weißt du, und deswegen mag ich mir schon gar nichts Neues mehr holen und die Idee mit, also wenn ich etwas Neues wirklich, wirklich haben will, weil ich da wirklich Freude dran habe, dann bin ich wirklich am überlegen, irgendwas anderes muss raus. Und genau das ist übrigens einer der Gründe, warum ich dieses Analogzeug verkaufe. Weil so gern ich mir das angucke und hier extra in einer Glasvitrine habe, damit ich es auch sehen kann, so wenig benutze ich es. Und dann möchte ich mir lieber etwas holen, was ich da rein stelle, was ich häufiger benutze. Und was mich dann nicht belastet, weil es nur irgendwo im Weg rumsteht.

Chris

Christian empfiehlt Self-Storage-Anbieter. Das ist aber natürlich toll. Also die Dinge, die du dir gekauft hast und dann irgendwie nicht um dich haben kannst, weil kein Platz, dafür zahlst du dann monatlich noch irgendwie Geld.

Boris

Ganz toll. Das ist quasi wie die Wohnung mieten, um das irgendwo reinzunehmen.

Chris

Das ist quasi, das Zeug, was eh schon teuer war, ist dann quasi dauernd im Abo teuer. Die Antwort dafür lautet nein.

Boris

Dann könnte ich auch tatsächlich in so einen drei oder vier Seitenhof investieren, den renovieren und dann nur Lager reinmachen.

Chris

Und wenn du dann noch wie ich dieses aus den Augen, aus dem Sinn Syndrom hast, dann vergisst du es nicht mehr und dann kaufst du es nochmal. Ist mir ja schon bei ein, zwei Sachen passiert. Also dann doch, ich habe mir ein 5018 nochmal gekauft, weil ich dachte, dass wir, hätte ich irgendwo liegen gelassen, stehen gelassen. Und ein Jahr später habe ich dann das alte vermeintlich vergessen wiedergefunden, in einer Fototasche, in einer von den acht Fototaschen. Irgendwo in einem Unterfach. Aus den Augen, aus dem Sinn. Das ist tatsächlich, ganz unproblematisch. Deshalb finde ich deshalb finde ich das Konzept der First Order Retrievability sehr gut. Also wer Adam Savage kennt, sollte sich das Thema mal angucken.

Boris

Also Christians Idee eben hier auch, das deckt sich, Chris, mit dem was du gesagt hast, wenn man vielleicht etwas kaufen will, dann vielleicht etwas anderes dafür zu verkaufen, damit man es damit finanziert.

Chris

Ich bin kurz davor, dass ich hier mal einen großen Verkauf ausmisste, was ich Kleinanzeigenaktion mache. Also da kann schon durchaus sein, dass ich da irgendwie mal auch den Nienke mache und hier irgendwo mal eine große Liste von Sachen raus tue, weil, Wer die Villa kennt, die ist nicht klein. Und wenn ich hier mal ausziehen muss, oder wenn wir mal irgendwo in was anderes ziehen müssen, dann wird das sehr traumatisch.

Boris

Es läppert sich einfach.

Chris

Es läppert sich und du merkst es nicht.

Boris

Also wir haben hier zu Hause halt wirklich das Talent, freie Flächen zuzustellen.

Chris

Außerdem kein Gas. Investiert das gesparte Geld dann doch einfach in Education.

Boris

Da haben wir ja nachher auch noch ein schönes Thema dafür.

Chris

Genau, also das ist einfach was Neues lernen ist.

Boris

Ja, und das steht nicht im Weg rum.

Chris

Was über Jahrzehnte hält und nicht rostig wird und keine Batterien braucht und so weiter.

Boris

Das nimmt keinen Platz weg, sondern das schafft einen neuen Platz im Kopf. Also da werden neue Verknüpfungen hergestellt.

Chris

Neuronale Netzwerk trainiert hier oben und Und kann dann neue Sachen. Tja, also. Kein Gas, bin ja, super Vorsatz.

Boris

Christian schießt dann natürlich in seinem PS noch einen raus. Er sagt, eine Rückmeldung zur Folge 828 bezüglich des Peak Design Capture Clips, kommt dann, wenn ich den im Anschluss gefröhntem Gas ausführlich testen konnte. Im Augenblick ist Mistwetter für ausgiebige Spielplatztage. Das heißt, so ganz ist er das Gas ja noch nicht losgeworden, weil der Peak Design Capture-Clip. Aber es ist ja auch noch nicht 2024. Das ist ja noch nicht der gute Vorsatz.

Chris

Es sind ja noch zwei Wochen oder so.

Boris

Du kannst noch ordentlich Gas geben. Haha, gemerkt, was ich gemacht habe? See what you did there.

Chris

Leute, geht Gas. Nehmt nicht Gas, sondern geht Gas.

Boris

Toyota.

Chris

Wir müssen über Toyota reden.

Boris

Warum reden wir generell mehr über Toyota? WTF, was?

Chris

Ja, warum reden wir über Toyota? Auch wieder Peter Pixel hier ein Artikel über eine Werbung, die ja, für Toyota, für Autos, also sie wollen Autos verkaufen. Werbung macht man, weil man was verkaufen will. Und es ist halt jetzt Weihnachten und da wird natürlich auf die Tränendrüse gedrückt und so weiter. Und diese Werbung.

Boris

Hauptsache wir werden jetzt nicht geblockt, weil wir eine Werbung hier zeigen.

Chris

Oh, das werden wir sehen. Da wird es rausgeschnitten, das ist auch okay.

Boris

Present from the past.

Chris

Ja, Present from the past zeigt ein Mädel, was mit einer alten analogen Pentax, ja, eine alte analoge Pentax aussieht und dann natürlich mit ihrem Toyota Truck, also Pickup Truck, USA, dann durch die Lande fährt und damit irgendwelche Plätze aufsucht und Fotos macht Und quasi die Vergangenheit erkundet und von ihrer Oma und so und bringt dann der Oma irgendwie die Bilder und von den Plätzen, wo die Oma früher irgendwie unterwegs war und es ist ein Tränenfließen und ein was weiß ich alles und das Old America wird hochgehalten. Aber ich finde es interessant und ich würde mir natürlich nie so einen Truck kaufen wollen, überhaupt nicht. Aber ich finde es halt interessant, dass die tatsächlich das Vehikel der Analogfotografie nehmen, um hier Emotionen rüberzubringen, um hier so ein bisschen auf die Tränendrüse zu.

Boris

Der Truck hat eigentlich nur die Nebenrolle dabei, ne? Tatsächlich.

Chris

Ja, das ist eine einzige emotionale Werbung, die dann am Schluss halt, wo natürlich immer wieder der Truck drin vorkommt.

Boris

Genau, das war früher der alte Truck.

Chris

Und jetzt weinen sie und fallen sich in die Arme und es ist alles.

Boris

Guck mal Omi, du hattest doch früher den Toyota und ich habe jetzt auch einen.

Chris

Und was machen die Nerds? Die gehen natürlich erstmal hin und zerlegen das und gucken, was ist das für eine Kamera. Selbstverständlich. Das ist logisch und das ist eine, pass mal auf, da steht so eine Acai Pentax Spotmatic Kamera mit einem Super Takuma 55 Milliliter F1.8. Dann schreibt noch jemand dazu, dieses hölzerne Stativ, was in der Werbung vorkommt, ohne ein Tripod-Head würde niemand mit dieser Kamera jemals verwenden.

Boris

Sieht aber schön aus.

Chris

Sie haben sich diverse künstlerische Freiheiten genommen. Das geht hier bis in die Dunkelkammer, diese Werbung. Da wird kein Klischee ausgelassen. Mit Bildern zum Trockenen aufhängen. Genau. Aber ich finde es halt faszinierend, dass die analoge Fotografie in einer Werbung für dicke Straßenpanzer irgendwie als Vehikel für Emotionen verwendet wird. Das sagt ja doch ein bisschen auch was aus darüber. Naja, was sagt es denn aus? Es sagt natürlich ein bisschen was über die Zielgruppe aus. Wer soll sich diese Trucks kaufen? Ältere Menschen, weil das ist ja so ein Haach die Enkelin. Wahrscheinlich die Enkelin, das alles und dann kommt sie zu mir und so. Das ist so ein bisschen das Selbstdurchleben der eigenen Vergangenheit. Leute, die das erfahren haben, also die das tatsächlich selbst gemacht haben, mit solchen Kameras unterwegs gewesen sind, sind heute halt in ihren 50ern, 60ern, 70ern, 80ern. Und ich glaube, bei denen dockt das richtig an. Und die gehen natürlich jetzt auch alle los und kaufen sich ein Pickup von Toyota. Ist ja klar.

Boris

Ach so.

Chris

Das funktioniert ja mit diesen Emotionen. Vielleicht auch nicht.

Boris

Gut, dann bestelle ich gleich mal einen und sage dir dann, ob es geklappt hat.

Chris

Bist du denn schon 70?

Boris

Nein.

Chris

Darfst du das nicht? Du bist nicht die Zielgruppe.

Boris

Ja, aber in der Werbung war das doch auch ein junges Mädchen.

Chris

Ja, aber die ist ja nur Vehikel. Das ist egal, weil das junge Mädchen kann sich ja so ein Panzer nicht leisten.

Boris

Also mein Vater hatte ja früher, da kann ich mich sehr gut dran erinnern, so ein Bedford Blitz, den er selber umgebaut hat, dass man da drinnen übernachten kann. Kennst du gar nicht? Ist so ein Kastenwagen, muss man nachsuchen. Bedford Blitz.

Chris

Bedford Blitz?

Boris

B-E-D-Ford Blitz. Ja, so ein Ding.

Chris

In welcher Farbe hatte der den?

Boris

Blau war der.

Chris

Blau? Nee, Bedford.

Boris

Sieht so ein bisschen aus wie auf dem Foto, was du da hast oben.

Chris

Oder eher so Schlüpferblau. Eher sowas.

Boris

Ja, ein bisschen dunkler war er, glaube ich. Und ein bisschen moderner als der, der da...

Chris

Ah, ein Opel. Opel.

Boris

Genau, ein bisschen moderner als der. Aber im Prinzip so ein Auto. Und den hatte er zum Camper umgebaut. Und dann sind wir mit nach Österreich und Italien. und haben gekämmt und so. Das war sehr, sehr lustig.

Chris

Hier ist er.

Boris

So was in etwas moderner Ware. Also glaube ich zumindest, in meiner Erinnerung. Jetzt müsste ich ja eigentlich losziehen und müsste mir ein ähnliches Auto kaufen, losziehen, analoge Fotos machen und sie meinem Vater ins Krankenhaus bringen. Und dann freut er sich.

Chris

Mach das mal. Und zwar analog und dann entwickeln zu Hause.

Boris

Alles selber machen. ein Scheiß werde ich.

Chris

Ja, oder du gehst halt zu DM damit an die Maschine und dann kommen grisselige Bilder raus.

Boris

Richtig. Willst du ja auch nicht. Richtig. Das nennt sich Korn.

Chris

Korn. Den hast du vorher konsumiert, den Korn. Nur gut. Ja, in eigener Sache, kleine Werbung in eigener Sache, wo wir bei Werbung sind und auch beim Thema Workshops, möchte ich an dieser Stelle nochmal hinweisen auf das Kloster Soundlab, der Podcasting-Workshop für Privatleute, für auch Firmen und so weiter, der Ende September im Kloster in Inzikofen im ehemaligen Non-Kloster in Inzikofen stattfinden wird, da wo wir auch den Klostergeister-Workshop machen und der hat ja zum Inhalt das professionelle Audio produzieren zu lernen, also professionelle Podcast-Produktion von.

Redaktionellen Teilen also Themenfindung, Erarbeitung über verschiedene Podcast-Formate über die Technik, natürlich Recording-Technik, Aufnahmetechnik, welche Mikrofone passen besonders gut, welche passen wohin, wie schneidet man einen Podcast, was für Software gibt es, wie findet man seine Zielgruppe, auf welchen Plattformen veröffentlicht man das, wie kriegt man rechtssichere Musik, damit dann hinterher keiner irgendwie wie hier so YouTube dann die Sachen wegbombt, wie kriegt man Remote-Gäste rein, so wie wir hier auch eine Remote-Produktion machen. Und so weiter. Also Themen, die im Prinzip, ja, also die Leute können hinterher professionell Audio produzieren und das Ganze in einem fünftägigen Workshop im Kloster in Inzikofen. Und auch Sonderthemen, Nutzung von KI natürlich für Transkription, automatischen Schnitt und so weiter. Da gibt es ja mittlerweile sagenhafte Tools, mit denen man tatsächlich.

Ohne es wirklich bis ins FF zu beherrschen, richtig gutes Zeug machen kann. Bis runter zur Produktion von Podcasts mit dem Smartphone, wie verknüpft man Audio und Video, dass man so eine Audio-Video-Produktion irgendwie hinbekommt und so weiter. Also es gibt genug zu lernen in dieser Woche und, ich weise deshalb noch mal drauf hin, weil ich tatsächlich jetzt noch mal mit dem Kloster telefoniert habe und Und die werden so ein bisschen hibbelig, weil das ist ein neues Konzept, sowas kennen die nicht. Das ist für die Neuland im Prinzip. Und wer das Kloster kennt, der wird das auch verstehen, dass die, naja, wenn du dir das Workshop-Portfolio anguckst vom Kloster, dann sind das halt Wandern und Singen oder altrussische Literatur oder Pflanzenbestimmung. Ornithologie.

Boris

Kaligrafie, also künstlerische.

Chris

Kaligrafie, also die haben viel Künstlerisches, die haben auch ein paar politische Themen, die haben gestalterische Themen, also da passt da natürlich der Klostergeister-Workshop ganz gut rein. Und das hier, das ist so ein, sie wussten nicht, wo sie es einsortieren sollen.

Boris

Ist halt schon sehr technisch.

Chris

Das ist jetzt ein gestalterisches Thema, da haben sie es reinsortiert und auch in den EDV-Bereich, also wo die Computerkurse sind, haben sie es auch reinsortiert, aber eigentlich passt es da nirgends rein. Und das Kloster ist sich nicht sicher, ob dieser Workshop fliegt, ob der bis Anfang Oktober dann tatsächlich genügend Anmeldungen bekommt. Und die müssen ja diesen Slot irgendwie verplanen. Und wenn die nicht wissen, ob der Workshop läuft oder nicht, dann werden die irgendwann, ich weiß nicht, im Frühjahr oder so sagen, ja nee, dann machen wir es nicht. Jetzt ist das Problem, dieser Workshop ist erst Ende September, Anfang Oktober, also die erste Oktoberwoche, am 30. September fängt er an. Das heißt, viele werden sich da noch Zeit lassen und sagen, da kann ich mich ja noch anmelden.

Boris

Ja, oder gucken, ob man Urlaub kriegt oder wie auch immer.

Chris

Oder, oder, oder. Und das könnte letztendlich, also wenn sie Leute sich da zu spät anmelden, weil die im Kloster dieses Konzept nicht kennen und nicht verstehen, ob der und wie der funktioniert, der Workshop, kann das halt gut sein, dass der Workshop, wenn sich nicht genügend Leute bis, ich weiß nicht, im März oder so angemeldet haben, dass der dann einfach gecancelt wird, dass die sagen, ja, hm. Nee, das kommt uns nicht schnell genug. Dummerweise ist das aber so ein Konzept, wo man sich wahrscheinlich auch kurzfristig einfach darauf anmelden würde. Und das beißt sich dann so ein bisschen in den Allerwertesten. Das heißt aber letztendlich, ich möchte hier nochmal darum bitten, solltet ihr Interesse an diesem Workshop haben?

Boris

Ja, oder habt ihr im Unternehmen, ist das Gespräch schon mal aufgekommen in diese Richtung Podcasting? Und sind Fragen da und das wird immer nur weiter geschoben. Jetzt wäre vielleicht, Vielleicht, also in manchen Unternehmen ist jetzt zwar gerade Stress vor den Feiertagen, ich kenne aber auch Unternehmen, da ist jetzt so ein bisschen die Ruhe angesagt, da ist Weihnachtsfeier da und vielleicht sprecht ihr mal mit den Abteilungsleitenden auf der Weihnachtsfeier und sagt mal, Mensch, da gibt es einen coolen Workshop nächstes Jahr.

Chris

Jetzt ist ja auch die Zeit, wo so Sachen für das nächste Jahr geplant werden, auch in den Firmen zum Beispiel, wo man sagt, okay, da müssen wir mal ein paar Leute abstellen für so ein Thema und wenn das jetzt in die Budgetplanung geht oder sowas, dann ist es, glaube ich, ganz sinnvoll, das jetzt auch mal auf die Tagesordnung zu bringen. Also kurz gesagt, wenn sich bis Ende Februar, Mitte März oder so nicht genügend angemeldet haben, dann ist tatsächlich der Workshop in Gefahr. Das ist relativ klar kommuniziert vom Kloster und ja, ich bin 100% davon überzeugt, dass der tut. Es sind ja auch nicht so viele Plätze wie bei Klostergeister. Wir reden hier von 10 bis 12 Leuten.

Aber wenn das Kloster sagt, ja, wissen wir nicht, dann kann das halt sein, dass die dann irgendwann im März oder April sagen, sorry, aber den Slot, den wollen wir jetzt für was nehmen, wo wir es garantiert vollkriegen. Das heißt, versucht euch mal irgendwie klarzumachen oder rauszufinden, ob das geht, ob ihr das könnt, ob ihr das wollt, ob ihr da vielleicht auch einen Support aus der Firma oder sowas kriegt und meldet euch an. Abmelden kann man sich dann immer noch, aber das Signal ans Kloster ist einfach wichtig. wichtig. Hier ist was Modernes, hier ist was Neues und da ist auch Interesse dran. Und ich weiß, dass Interesse dran ist, weil ich habe ja mal hier so ein Interesseformular aufgemacht und da sind reichlich Leute, die sich eingetragen haben und gesagt haben, oh, das finde ich spannend. Also das Interesse ist da. Es muss halt auch irgendwie dann umgesetzt werden. Nur so viel. Also spannender Workshop, tolle Themen, denke ich. Und fürs Kloster vielleicht ein bisschen zu modern.

Boris

Wir werden sehen.

Chris

Naja, wir werden sehen.

Boris

Also, ähm.

Chris

Das in eigener Sache. Und jetzt haben wir noch ein paar Fragen.

Boris

Ja, eine Frage kam auf im Select von Jörg, der schreibt, ich habe heute für die Weekly Pick Adventskalender ein Foto erzeugt, bei dem nur ein dreieckiges Teil des Bildkreises belichtet werden sollte. Also, noch mal. Ein Bild machen, wo nur ein dreieckiger Teil des Bildkreises belichtet ist. Also, eine dreieckige Vignette, wenn du so willst.

Chris

Ach so, okay, dann verstehe ich es.

Boris

Hierzu habe ich aus Pappe eine Maske für das Objektiv zugeschnitten, für das 12 bis 40 mm von Olympus. Das kenne ich ja auch. Eingesetzt, also vorne vor, vor das Objektiv, vor das Frontelement. Und mich gewundert, dass das Bild nahezu vollständig belichtet wurde. Obwohl man ja nur ein Dreieck vor der Frontlinse hatte. Also neuer Versuch und das Dreieck viel kleiner ausgeschnitten. Das hat geklappt. Die Bilder von den beiden Masken als Anlage ist im Slack zu sehen. Ich habe den Link hier mal dazu gepackt, sowie das endgültige Bild. Aber nun die Frage, warum haben Objektive einen so großen Durchmesser, wenn anscheinend nur die Mitte wichtig ist?

Chris

Ja, da haben wir eine Antwort drauf.

Boris

Da haben wir eine Antwort drauf. Der Punkt ist halt, das, was du dazu schneidest, ist im Grunde genommen eine Blende. Also du lässt weniger Licht ins Objektiv. Und wenn die Blende jetzt an der richtigen Stelle im Objektiv wäre, dann hättest du auch nicht so eine Widmetierung. Da du das aber ganz vorne vor das Frontelement machst, kriegst du irgendwann eine starke Vignette am Rand, weil irgendwann gehst du halt wirklich in den Abbildungskreis rein mit der Blende am falschen Ort. Es ist jetzt aber so, wenn du vermeintlich das ganze Bild noch siehst, siehst du zwar das ganze Bild, aber es ist mit weniger Licht belichtet worden. Oder anders gesagt, die Lichtstrahlen, die dein Licht abbilden, die für den Bildrand wichtig sind, also für das Rand des Bildmotives, das sind nicht die Lichtstrahlen, die am Rand vom Objektiv reingehen oder nicht nur die, die am Objektivrand reingehen, sondern überall auf der ganzen Fläche vom Objektiv kommen die Lichtstrahlen rein, In jedem beliebigen Winkel. Diese schematischen Zeichnungen sind immer alle ein bisschen irreführend.

Chris

Ja, letztendlich kannst du... Eine Scherbe von diesem Objektiv nehmen und damit, oder eine Scherbe von der Linse nehmen und damit das komplette Bild abbilden.

Boris

Genau, weil halt immer noch aus dem Volumen vor dir das gesamte Bild irgendwo durch diese Scherbe kommt und dann natürlich abgebildet wird hinten auf dem Sensor.

Chris

Richtig. Nur, dann hast du eben nicht die komplette Bildschärfe und da möchte ich gerne nochmal sehr intensiv auf die Folge 829 hinweisen mit dem Titel Pandoras Unboxing. singen. Da haben wir nämlich mal gegen Ende der Sendung drüber geredet, wie denn ein Objektiv wirklich funktioniert. Und da wird das sehr detailliert erklärt, sehr in die Tiefe. Und dann versteht man auch, dass im Prinzip ein winziger Teil des Objektivs schon reicht, ein Bild abzubilden, nur dass einem dann halt Schärfe fehlt.

Boris

Genau, dann fehlt dir Licht, dann fehlt dir Schärfe, diverse Korrekturen und so weiter. Und wenn du jetzt halt vorne, also wenn du eine starke Vignette machen willst, indem du eine Maske vor das Frontelement Element machst, ja, probiert das ruhig mal aus. Es ist erstaunlich, wie klein diese Maske sein muss.

Chris

Oder wie weit sie vom Objektiv weg sein muss.

Boris

Das ist das Nächste.

Chris

Also wenn man so, das kennt man vielleicht im Film Hollywood. Filme aus den 70ern, die Straßen von San Francisco oder so, wo die dann so manchmal mit so einem Feldstecher gucken und dann siehst du so eine Feldstecherförmige Maske, die ist nicht direkt auf der Linse drauf, sondern die ist so 10 Zentimeter von der Linse weg, weil nur dann ist sie scharf genug, dass man sie überhaupt sieht.

Boris

Was ihr aber auf jeden Fall mal ausprobieren könnt, auch mal mit verschiedenen großen von diesen Masken, die ihr vor das Front-Element klemmt. Wenn ihr den Eindruck habt, ihr habt gar keine starke Vignette und das bewirkt ja gar nichts, dann fotografiert mal einzelne Lichtpunkte in der Unschärfe. Also im Hintergrund unscharf machende Lichterkette, jetzt Weihnachtsbeleuchtung, Weihnachtsmarkt, Weihnachtsbaum etc. Und schaut euch mal an, welche Formen dann diese Lichtpunkte kriegen. Also man kann mit diesen Vignetten sehr, sehr schöne Spiele machen. Herze sind da sehr beliebt, aber Dreiecke gehen natürlich auch. Also das hat schon immer auch eine Wirkung. Nicht immer die, die man auf den ersten Blick erwarten würde.

Also das mal so als Tipp am Rande. Aber Jörg, eine super Frage, weil das ist nämlich keinesfalls offensichtlich. Und dann habe ich noch einen Tipp für euch. Ein bisschen unbezahlte Werbung. Und zwar habe ich mir von Topaz AI oder AI Foto oder sowas gerade gekauft. Danke an Kai, der hat mir den Tipp gegeben. Es gibt da nämlich gerade eine 25% Aktion noch bis Ende diesen Jahres, also bis zum 31.12.2023. Und das ist halt ein Tool, was normalerweise das komplette Topaz AI Tool, was irgendwie 199 Dollar kostet und jetzt eben 25% weniger. Und das ist ein Tool, wo verschiedene KI-Funktionalitäten drin sind. Zum Beispiel, um ein Bild zu vergrößern, also mehr Pixel reinzubringen, ohne Details zu verlieren. Also es werden dann natürlich Details dazu erfunden. Oder um es zu entrauschen oder um eine Belichtung ein bisschen anzupassen und ähnliche Dinge. Das ist jetzt nicht das achte Weltwunder oder sowas. Nicht alle von diesen Werkzeugen funktionieren bei allen Bildern so, wie man sich das vielleicht erhofft.

Chris

Wie KI funktioniert nicht so, wie erhofft?

Boris

Nee, nicht immer. Aber dieses Tool, ich habe verschiedene Tools ausprobiert, also auch deutlich günstigere Tools. Wer ein bisschen sparen will, sucht mal nach PAW oder so. Also P-A-W, wie Pfote. Müsst ihr mal suchen, PAW oder so ähnlich. Ähnlich. Das kostet irgendwie 25 Dollar oder 30 Dollar oder sowas und kann auch vergrößern. Ziemlich gut. Aber Topaz hat das Vergrößern noch besser gemacht. Bei den Quellen, die ich hatte. Das hängt sehr stark vom Bildmaterial ab. Aber ich hatte halt ein paar Bilder, die ich gerne eben auf Leinwand haben wollte, in größer und die Scans, die ich habe, sind eben die damaligen Laborscans mit irgendwie 2,2 Megapixeln oder sowas. Und ich hab's versucht, das negativ selbst abzufotografieren, ein Kleinbild negativ selbst abzufotografieren und ja, das kann man schon alles machen und.

Die Ergebnisse mit Topaz AI aufgeblasen waren besser als meine abfotografierten und vom Aufwand her ist das eben auch nochmal ein ganz anderer Schnack und von daher naja. Also das so als Tipp, wenn man nur vergrößern möchte und keine anderen Tools jemals gebrauchen möchte, dann gibt es auch von Topaz einen reinen Scaler, der ist dann deutlich günstiger kann man auch mal gucken, da weiß ich nicht, ob es da gerade auch ein Angebot gibt. Also danke nochmal Kai für den Tipp, ich hatte dann auch auf Fotografix Magazin, hatte ich da auch was gefunden, das können wir mal verlinken.

Chris

Sehr schön. Und dann haben wir von Jürgen noch einen Netzfund bekommen, der über happyshooting.de hier reingekommen ist. Ein Fundstück im Netz aus dem Haus der bayerischen Geschichte. Wie alt ist die fotografie ja es gibt das eine der ältesten deutschen fotografien überhaupt ist von 1839 und zwar gemacht von karl august von steinheil und franz von cobell schreiben dazu im juli 9 18 39 stellten steinheil und cobell ihre ersten fotografien nach dem selbst entwickelten ein sogenanntes Negativverfahren her. Eine Weiterentwicklung der Lichtbildaufnahme nach Daguerre, der Daguerre-Typie. Es entstanden Bilder von der Münchner Innenstadt, wie hier von der Neuhauser Straße, links im Bild die Fassade der Kirche St. Michael als Teil des muss ich gucken, dass ich das hier reingezoomt kriege, dass man es auch sieht.

Als Teil des ehemaligen Jesuitenkontextes und so weiter und so weiter. Kann man dann nachlesen da. Das ist also tatsächlich eine der der ältesten erhaltenen Fotografien aus Deutschland mit einem eigenen Negativverfahren. Was interessant ist, weil diese Zeit um 1840 rum, das war tatsächlich die Zeit, in der die Zeit reif war für die Fotografie. Und das merkst du auch, weil da unglaublich viele Verfahren auf den Markt kamen, vorgestellt wurden. Und dann hat sich das eine oder andere eben durchgesetzt, aber nicht alles und vieles ist wieder in Versenkung verschwunden. Und es ist auch relativ schwierig exakt zu sagen, wer jetzt das erste Negativ oder das erste Vervielfältigungsverfahren, das Fotografierverfahren, was man auch fixieren konnte, was nicht nach ein paar Tagen wieder weg war und so machen konnte. Aber da sind die auf jeden Fall mit ganz da vorne gewesen, Steinhall und Kobel, mit ihren ersten Fotografien. Und das ist eine der ältesten deutschen Fotografien aus München.

Boris

Ja, noch ein Nachtrag, Topaz AI. Manuel schreibt gerade im Slack, das ist auch noch eine sehr gute Idee, mit Stable Diffusion upscalen kostet nichts und kommt schon besser. Habe ich selbst nicht ausprobiert. Dazu muss man sich ja erstmal irgendwie ein Stable Diffusion installieren. Auf dem Rechner habe ich mich noch nicht mit beschäftigt mit dem Thema, aber ... Das ist natürlich kostenlos.

Chris

Ich empfehle da auch mal einen Blick auf ClipDrop.co, das ist, die haben eine ganze Menge KI-Tools, Image-Upscaler, da kannst du auch Geld für rausgeben, aber wenn du was nur doppelt upscalen willst per KI, da kannst du ja per Drag & Drop einfach mal die Gratis-Version nutzen.

Boris

Auch ein sehr guter Tipp.

Chris

Gibt es einige mittlerweile, die das quasi online nutzen. Machen wir ja. Ja. Das kam vieles von dem Feedback kam rein über happyshooting.de auch das nochmal, solltet ihr Feedback oder Fragen oder interessante, Anekdoten haben, dann werft sie uns da am besten hin happyshooting.de.

Boris

Oh, großes Angebot von Manuel hier im Slack, wenn jemand Fragen zum Upscalen oder überhaupt Workflow mit Stable Diffusion und so weiter hat, gerne per PM bei ihm melden ich würde sogar noch weiter gehen, mach doch ein Thread auf.

Chris

Mach doch mal. Im Dienstags 18 Uhr Kanal einfach mal oder im HS Fragen oder im HS Fragen Kanal, genau. Einfach mal ein Thread aufmachen, da können dann Leute ihre Fragen dranhängen und so. Das ist cool. Schönes Angebot.

Boris

Genau.

Chris

Sehr schönes Angebot. Gut, damit sind wir jetzt aber am Ende dieser Sendung angekommen und sagen herzlichen Dank, dass ihr dabei wart und danke Unterstützung und wir kommen wahrscheinlich nächste Woche nochmal, wenn wir Glück haben und alles in die richtige Richtung zeigt, dann werden wir am 26.

Boris

Möglicherweise nochmal live aufschlagen. Und dann werden wir die beiden Aufgaben auflösen.

Chris

Das sowieso, ja.

Boris

Das ist nämlich auch noch für Schenke. Alles klar. Macht's gut. Bis dann. 3, 2, 1. Happy Shooting!

Shownotes


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