#835 - Schnüdeldüdel

Veröffentlicht 11 January 2024

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#835 - Schnüdeldüdel

Veröffentlicht 11 January 2024

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Boris

Happy Shooting, Folge 835, schnüdel-düdel. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...

Chris

Von der tollsten Community der Welt.

Boris

Hier ist eine von Happy Shooting, der Fotopodcast. Weiß denn die tollste Community der Welt, dass sie sie gemeint ist? Also hier unsere?

Chris

Achso, du meinst, ich rede hier über irgendeine andere Community?

Boris

Ja, weiß ich ja nicht. Vielleicht werden wir von irgendeiner anderen Community unterstützen.

Chris

Achso, von den anderen. Ja, unsere, die taugen nichts. Sie sind auch unsere Moderatoren. Boris und Chris.

Boris

Genau, unterstützt von der tollsten Community der Welt. Schade, dass sie uns nicht hören, aber immerhin unterstützen sie uns.

Chris

Ich weiß nicht, ob das gut ankommt, dieses Gebäsche hier. Aber wir haben ja im Vorfeld der Sendung gesagt, wir müssen kontroverser werden.

Boris

Ja, müssen wir.

Chris

So ein bisschen mehr, mehr, also Kanon besser als Olympus. Ich hab's jetzt gesagt. Jetzt du, jetzt musst du angepumpt reagieren.

Boris

Nein, das ist nicht richtig, Chris.

Chris

Kein Kuschelkurs hier, bitte, komm.

Boris

Nein, das stimmt nicht.

Chris

Kontrovers, glaube ich.

Boris

Kommt drauf an, so. Ich kann das nicht.

Chris

Was wäre das Kontroverseste, was man hier so in der Sendung verkünden könnte? Schreibt es uns in die Kommentare, wenn ihr da seid. Daumen hoch und auf YouTube und alles, wie sich das gehört.

Boris

Schreibt es in die Kommis.

Chris

So macht man Engagement. Wir sind Happy Shooting, der Fotopodcast. Unsere Mission ist, euch besser fotografieren beizubringen und die aktuellen News und so zu, naja, mal schauen. Wir schauen, was wir heute machen.

Boris

Wir haben Ich habe ja auch jetzt einen Account bei Threads, von daher muss ich euch jetzt alle mit Mausis anreden. Hallo, ihr süßen Mausis, schreibt's in die Kommis.

Chris

Nein, da habe ich keinen Account oder will ich auch keinen haben. Herr Zuckerberg ist nicht mein Freund. Wir haben heute den 9. Januar 2024 und live werden wir wieder hier begleitet von einer Meute toller Menschen. Das ist die Community auf unserem Kanal. Dienstags 18 Uhr im Happy Shooting Slack. Und ihr könnt uns hier Feedback geben. Wir haben unser happyshooting.de oder auf happyshooting einfach mal hier rechts auf den großen orangenen Knopf klicken auf der Website. Und das haben 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 Kommentare. Was ist denn mit euch los? Also Engagement funktioniert ganz offenbar.

Boris

Uwe wirft schon die erste Headline rein. Leica ist überteuerster Mist genau wie Apple. So, Ausrufezeichen 1-11.

Chris

Weißt du?

Boris

Change my mind.

Chris

Ja, Uwe, hast recht. Die Antwort ist ja, also wenn man sich Stress sparen will, sagt man einfach, ja, hast recht und geht weg.

Boris

Ja, das stimmt. So macht man das doch.

Chris

Also, Feedback von euch über happyshooting.de slash hallo, hi, grüezi, servus. Kann man alles reinschreiben. Wir haben ein Feedback von Uwe, der schreibt, zum Einsteigerbuchprojekt mit Communitybeteiligung, also das was ich da so gerade mache, die Buchidee an sich ist schon toll, die Einbindung der Community noch besser, bleibt nur die Frage, ob dann alle Beitragenden auch zum Durchfuttern zur nächsten deutschen Buchpreisverleihung eingeladen werden.

Boris

Das ist eine gute Frage, Chris.

Chris

Dafür muss das Buch erstmal einen deutschen Buchpreis bekommen. Das ist noch sehr fraglich, weil ich schreibe das ja. Weißt du?

Boris

Ja, aber wer liest denn schon Bücher? Ich meine, es geht ja hauptsächlich um die Bilder. Und wenn die von der Kommunikation gut sind, dann muss das ein Preis sein.

Chris

Ja, du absolut analog hat 2017... Hat irgendwie sieben Jahre gebraucht für den Preis. Also in sieben Jahren, ja, ich lade euch dann zu einer Pizza ein.

Boris

Achso. Hier, ausschneiden, sofort mit Datum. Chris lädt euch zur Pizza ein, wenn in irgendeiner Zeit das Ding einen Buchpreis bekommt.

Chris

Genau. Ich habe ja diesen Kanal Buch auf dem Und die Einladung gilt für alle, deren Bilder verwendet werden. Ja, natürlich. Aber nagelt mich da jetzt nicht. Nein, der Pizza-Party ist schon drin.

Boris

Ist schon gesetzt.

Chris

Kanalbuch auf dem Slack, wo ich das jetzt ja sammle, da sind es mittlerweile 25 Leute drauf. Die sind zum Teil da drauf, weil sie einfach nur mal gucken wollen, aber manche sagen auch, oh ja geil, möchte ich mitmachen. Und ich habe dort die Frage gestellt, erklärt mir mal was, also um zu überprüfen, ob ich es hier gut erklärt habe, habe ich gesagt, erklärt doch mal, was ihr denkt, was das für ein Projekt wird. Und die Ausführungen, ich merke, ich habe es nicht gut erklärt. Also ich werde da im Kanal demnächst mal irgendwann so eine ...

Boris

Das wiederholen wir noch mal. Darf ich an dieser Stelle gleich meine Zu-Kreuzel-Kriechen machen? Weil das passt gerade genau hier zu.

Chris

Hast du einen Fehler gemacht?

Boris

Ja, ich füge mal gerade unser erstes Thema hier ein, einen unserer Follower ab. Die aktuelle Aufgabe nämlich, die ja auch zum Hintergrund hat, vielleicht bei diesem Buchprojekt mitzumachen.

Chris

Möglicherweise.

Boris

Diese Aufgabe lautet natürlich nicht... Hast du Belichtung? Dann bitte korrigiert den Tag zu HSB-Beleuchtung. HSB-Beleuchtung, das sind zwei Bs. Genau, zwei Bs. HSB-Beleuchtung, das ist die Aufgabe. Und aus irgendeinem Grund hat mein Rückenmark in die Finger da Belichtung geschrieben. Und ich war der festen Überzeugung, wieso stehen da verschiedene Sachen? Das kann doch gar nicht sein. Mein Fehler.

Chris

Also, die Aufgabe läuft ja noch eine Woche.

Boris

Ja, läuft nur bis zum 18.01.

Chris

Aus der Reihe Tanzendes macht. Gut, das war das erste Feedback. Das zweite Feedback nochmal von Uwe. Kleine Ergänzung zu den Erkenntnissen von Boris mit Topaz Photo AI. Das Ding liefert auch erstaunliche Ergebnisse, wenn man da Scans alter Papierbilder, auch und gerade Schwarz-Weiß-Bilder reinwirft. Nicht nur bezüglich des Upscalings, sondern auch bezüglich der automatischen Reparaturen.

Boris

Und dazu können wir jetzt gleich mal umschalten, denn wir kamen da drauf, weil ich glaube Myriam war es, die so alte Schwarz-Weiß-Bilder hatte in einer sehr, sehr schlechten Auflösung und die Lösung war dann das Vektorisieren, was natürlich den Vorteil hat, das ist ja anschließend...

Chris

Das war eine Grafik, ne?

Boris

Genau, also wirklich Schwarz und Weiß und der Vorteil natürlich beim Vektorisieren, wenn das gut funktioniert, ist, dass du es beliebig skalieren kannst ohne Verluste. Also ich würde Vektorisieren hier immer noch den Vorzug geben in diesem Fall, aber Aber dieser Kommentar hat mich dann doch mal motiviert, es in Topaz AI auszuprobieren. Und da schalte ich hier mal um.

Chris

Moment, ich mache dich eh mal ... Das muss ich erst mal suchen.

Boris

Und wer jetzt das Ganze nur hört, ich kann es euch nur ein bisschen versuchen zu beschreiben. Und euch empfehlen, euch jetzt das Video dazu anzuschauen auf happyshooting.de, Folge 835. Da findet ihr dann auch den Link zum Video. oder ihr geht mal auf happyshooting.de slash Video, da findet ihr alle unsere Videos. Was ihr jetzt seht in diesem Videobild, ist eben Topaz AI und auf der linken Seite ist ein Screenshot, den habe ich in einer relativ schlechten Auflösung gemacht, von eben dieser Münze oder Siegel oder was es ist.

Chris

Das ist eine Zeichnung einer Münze im Prinzip. Oder abgepaust oder sowas.

Boris

Abgepaust oder ein Scan davon oder sowas. Aber es ist wirklich nur schwarze und weiße Pixel. Und natürlich, weil es irgendwie ein Scan ist oder so was, hast du da auch noch den einen oder anderen Zwischengrau-Ton. Aber im Prinzip ist es wie ein Fax, wenn du so willst. Es ist etwas unscharf und du siehst eben die Treppchen, weil jetzt hier gerade auf dem Bildschirm ist diese Münze natürlich auch sehr stark vergrößert, eben pixelweise vergrößert. Und dann sieht man eben diese Treppchenbildung. Und auf der rechten Seite sieht man das Ergebnis von Topaz AI, was das Ganze aufgeblasen hat auf über 2000 Pixel. Und dabei sind plötzlich keine Treppchen mehr zu erkennen. Da sehen wir plötzlich ein ziemlich scharf gezeichnetes Bild. Wenn ich hier mit der Maus draufklicke, dann sehen wir eben, wie es vorher ist. Wenn ich die Maustaste loslasse, dann sehen wir eben das optimierte Bild. Hier ist dann die Rückseite von dem Ding oder die Vorderseite. Ich weiß es nicht. Und das finde ich schon schwer beeindruckend. Also hier zum Beispiel, wir sehen so stilisiert irgendwie wie so ein Parthenon oder halt irgendwie ein Gebäude mit Säulen davor. Da ist eben obendrauf angedeutet so ein dreieckiges Dach.

Chris

Was hatte ich früher aus Bauklötzen? Genau diese Form.

Boris

Ja, genau, mit so einem Bogen in der Mitte und eben ein Dreieck. Und das ist im Original halt wirklich total treppenartig und pixelig. Und hier in der AI-Vergrößerung wird das wie beim Vektorisieren zu einer dynamischen, geraden Linie. Und man kann das Ganze natürlich dann noch weiter treiben. Das habe ich hier gemacht, indem auch noch Noise, Also Rauschen oder Störungen entfernt werden, wenn ich das mal ausschalte.

Dann bleibt es etwas bröselig so. Dann sieht man schon, dass er versucht, die Pixel irgendwie zu glätten. Also Remove Noise sollte man dann schon noch mit anklicken und dann kann man noch ein bisschen mit dem Parameter spielen. Aber das hat mich tatsächlich beeindruckt. Wichtig dabei ist, wenn man solche Ergebnisse haben will, ist, dass das Original tatsächlich auch eine niedrige Auflösung hat. Als ich das nachstellen wollte, war mein erster Fehler, dass ich einen Screenshot von einer Vorschau gemacht habe, auf einem Hi-Res Monitor. Also ich habe ja hier so ein Retina Screen Monitor und dann habe ich halt einen relativ großen Screenshot gemacht. Das heißt, ich hatte eine Auflösung von 2000 Pixeln oder sowas, aber natürlich ganz viele Treppchen in diesem hoch aufgelösten Bild. Und dann hatte ich die Treppchen natürlich auch behalten, weil er natürlich denkt, sie gehören dazu. Und was ich dann gemacht habe, ist, dass ich das Bild wirklich klein gemacht habe in der Vorschau, so wie es wahrscheinlich original ist, mit 300, 400 Pixeln oder so. und habe davon ein Screenshot gemacht. Und das ist das, was ihr jetzt eben hier im Video sehen könnt. Und dann greift nämlich hier auch in Topas Foto AI, welches AI-Model er verwenden soll. Da greift er automatisch das Low-Resolution-Profil und macht dann ein recht ansehnliches Bild daraus in einer ziemlich hohen Auflösung. Und das fand ich tatsächlich sehr beeindruckend. Ja, wollte ich mal gezeigt haben an dieser Stelle.

Chris

Ja, schön. Also, das dazu. Wir haben noch weitere Follow-Ups. Das eine ist, Jörg schreibt, moin, ich habe gestern die 883 gehört und wollte mir gerade dazu das Video ansehen. Vielleicht ist es ja noch zu früh, aber ich finde den Link zur Videodatei nicht. Ich schreibe dann kurz darauf. Meine Frage von dem hat sich ja übrig. Ich bin jetzt wach und habe die Folge auf YouTube gefunden. Macht weiter so. Ich freue mich über jede neue Folge, wenn ich sie immer Zeit, auch wenn ich sie immer zeitversetzt höre.

Ja, wir haben eigentlich normalerweise am Anfang der Shownotes immer einen Link zur Videofolge, also zum Videoteil der Folge, aber der kann auch mal, das Handarbeit, das kann auch mal irgendwie untergehen. In diesem Falle, wenn ihr auf YouTube geht und da mal unser Account dort ist, Happy Shooting Podcast, alles in einem Wort, dann findet ihr die. Da sind die Live-Sendungen dann in dem Moment, wo sie öffentlich sind, zu finden. Ganz einfach.

So simpel. Dann schreibt uns Matthias, danke für Boris' Beitrag zu Darktable. Als langjähriger Linux-Nutzer bin ich natürlich auch Darktable-Fan. Eure Frage nach nützlichen Anleitungen und Kanälen auf YouTube kann ich deshalb gern beantworten. Und dann hat er uns hier eine Liste präsentiert, die ich jetzt nicht vorlesen werde. Also das ist ein Link zu YouTube-Kanälen und Videos zu den neuen Sigmund und Farbmodulen. Dann ein produktiver, nützlicher Kanal von Bruce Williams. Dann Bildner TV, Foto und Videos. Ein Kanal mit gemischten Themen, aber eben auch Darktable. Dominik Christen mit seinen Darktable-Videos. Mike T. N. Adventures, auch ein Fotograf, der mit Darktable arbeitet und Tutorials veröffentlicht. Und so weiter und so weiter. Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, Pack einfach mal alle Links in die Shownotes am Stück. Das wäre dann vielleicht sinnvollerweise, ich paste die mal kurz hier rein, sinnvollerweise dann irgendwie so in einem Block einfach.

Boris

Ja, so eine Aufzählung.

Chris

Vielleicht oben drüber noch eine Überschrift, Darktable Links oder sowas. Dann funktioniert das dann heute.

Boris

Und übrigens an dieser Stelle echt, echt dickes Dankeschön, weil das war meine Hoffnung, weil ich war mir relativ sicher, dass wenn jemand sich mit Darktable intensiv beschäftigt hat, das selber benutzt, dann wird die Person auf YouTube oder auf anderen Kanälen auch die richtigen Kanäle gefunden haben, wo das besprochen wird. Und nicht immer findet man das eben bei YouTube über die Suche, weil die Kanäle nicht genügend Klicks haben oder die Algorithmen einen das nicht so nach oben spülen. Und dann habe ich dann so von der Außenseite immer ein bisschen Schwierigkeiten, da die richtigen Sachen zu finden. Und das klingt alles relativ vielversprechend. Also echt vielen Dank. Auch wenn ich jetzt wieder mal was suche zu Darktable, dann kann ich wieder in unseren Unterlagen auf die Suche gehen, Finde dann hoffentlich diesen Beitrag wieder und kann mich dann da durchhangeln. Also echt Dankeschön.

Chris

Genau. Und übrigens auch ein Danke an die Show-Notter, die das jetzt umsetzen.

Boris

Danke für die Arbeit.

Chris

Und Redknight und Dietmar und ich glaube David auch sind heute aktiv dabei, uns hier zu unterstützen. Dafür ein ganz herzliches Danke. Und dann nochmal Feedback und zwar von René. René schreibt Hallo zusammen in der Folge 834. Habt ihr über die Dauer gesprochen, bis ihr die Bilder fertig habt? Dazu hätte ich noch eine Frage und eine Anekdote. Also Boris, du hast erzählt, wie lange man sich so Zeit lässt, bis man dem Kunden seine Bilder gibt.

Boris

Wie lange ich das machen mache.

Chris

Hat er eine Frage und eine Anekdote. Wie stellt ihr euren Kunden die Bilder zur Verfügung? Also Formate, Beschränkungen, Hoster etc. Letztes Jahr war ich Gast auf einer Hochzeit. Der Fotograf hatte eine Fotobox mit Sofortdruck dabei. Ja. Könnte man so diese Selfie-Boxen mit wahrscheinlich noch einem Karton voll Hüte und Sachen daneben.

Boris

Großer Spaß.

Chris

Großer Spaß. Bereits am frühen Abend ging der Drucker nicht mehr. Tinte leer. Schon nicht sonderlich professionell, habe mir aber noch nicht viel dabei gedacht. Die Bilder waren nach über einem Monat erst fertig. Qualität geht so. Der Hammer war allerdings, dass auf jedem Bild ein fettes, störendes Watermark gelegt wurde, das über das ganze Bild ging. Der zweite Hammer, die Bilder konnte man nur in 2 Megapixel-Auflösungen runterladen.

Boris

Ich hätte da gerade einen Tipp.

Chris

An digitale Kopien in hoher Auflösung kamen wir gar nicht heran. Prominent neben den Bildern war der Shop platziert, wo man alle möglichen Fotoprodukte recht teuer kaufen konnte. Angesichts der ca. 2000 Euro, die das Brautpaar laut Preistabelle bezahlt haben dürfte, war ich sprachlos. ohne Kollegen Schelte betreiben zu wollen. Wie ist eure Meinung dazu? Beste Grüße aus dem schönen Münster. René.

Boris

Ich bin gerade gelinde gesagt schockiert.

Chris

Sorry, nee, das geht ja so gar nicht. Also A, schlecht vorbereitet, war keine Ersatztinte dabei und B, einen Monat sich Zeit lassen und C, scheiß Qualität und ein Banner quer über das ganze Bild.

Boris

Also, Also, ich versuche gerade ein paar Gedanken zu sammeln. Zunächst mal ist es häufig so, dass der, also wenn du einen Fotografen oder Fotografin für eine Hochzeit oder ein Event buchst, das nicht immer überein ist mit einer Fotobox. Also wenn die Person auch so noch fotografiert hat und da Fotos in einer guten Qualität oder eben nach Wunsch abgeliefert hat, ohne das beschriebene Wasserzeichen und Werbung und so weiter, dann kann das schon sein, dass das Geld dafür ist und diese Fotobox halt extra nachträglich, vielleicht sogar kurzfristig geordert ist. Das hängt jetzt wirklich sehr davon ab, wie der Auftrag ist.

Chris

Er hat sich die Preistabelle von dem Anbieter angeguckt und er hat 2000 Euro für eine Fotobox für einen Abend steht.

Boris

Wenn das jetzt nur die Fotobox war, das glaube ich aber nicht. Also 2000 für eine Fotobox, das ehrlich gesagt glaube ich nicht. Das muss schon ein anderer Fotoauftrag gewesen sein. Aber ich war nun auch nicht dabei. Aber wie gesagt, oft ist es entweder eine Dreingabe, die halt bei irgendeinem Paket, wenn du das buchst, dann dazukommt oder du buchst halt irgendwie für ein paar Euro noch die Fotobox dazu. Ähm, das ist halt immer, hängt sehr davon ab, was da abgesprochen ist. Aber mir erscheint das von vorn bis hinten etwas unprofessionell, weil, also erstens Bilder direkt drucken hab ich tatsächlich länger nicht mehr gesehen. Ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie zehnmal im Jahr auf so einer Party wär oder so. Aber was ich halt zuletzt gesehen habe, wenn jemand Fotoboxen aufgestellt hat, was ich übrigens nicht mache, dann sind das nur digitale Bilder, die also da auf dem Monitor angezeigt werden. Und dann gibt es einen QR-Code an der Seite. Die Bilder werden automatisch irgendwo hochgeladen. Oder kannst du die direkt auf dein Gerät runterladen. Genau, und dann kannst du die halt da in so einer Galerie gucken und dann runterladen auf dein Device. Ist halt inklusive. Und das Paar bekommt dann eben auch den Link und kann sich da auch alles runterladen. Das kenne ich so.

Chris

Ausdruck hatte ich schon mal bei so einer anderen Veranstaltung, wo auch so eine Kiste stand, wo dann im Prinzip halt, da war ein Drucker, Ich glaube, das war ein Thermosublimationsdrucker und da fielen dann diese Bilder raus und die hatten auch am rechten Rand so ein Logo und einen Link nochmal zum Business und so weiter, was ich völlig okay fand, weil das war eine Gratisgeschichte für die Anwesenden und damit war das irgendwie völlig okay, fand ich. Und es war auch so, dass man es zur Not einfach an der Seite hätte abschneiden können, wenn man das so gewollt hätte.

Boris

Und das, was du gerade sagst, ist das, was ich nämlich sonst auch kenne. Also wenn die Bilder direkt gedruckt werden, dann ist das eben eine Fotobox, wo so ein Sublimationsdrucker, ein Thermosublimationsdrucker drin ist, der also mit Folien arbeitet, wie so ein Selfie quasi. So was gibt es in groß, in etwas professioneller, mit einer Endlos-Fotopapierrolle und dann wird das Papier immer abgeschnitten, wenn ein Bild fertig ist. Und das kannst du natürlich so konfigurieren, dass auch noch ein Logo oder ein QR-Code drauf ist, wo du dann eben zu der Galerie kommst. Das kann ja durchaus legitim sein, nach dem Motto, wenn du es digital haben willst, lad's dir hier runter. Dass diese Bilder von der Fotobox dann auf irgendwie 2 Megabyte begrenzt sind, würde mich jetzt auch nicht unbedingt schockieren, weil es geht da halt um ein kleines, spontanes Spaßfoto. Das weiß ich nicht, da hätte ich jetzt ehrlich gesagt keinen Stress damit. Wenn jetzt alle Fotos von der Veranstaltung für 2.000 Euro in zwei Megapixel-JPEG und Wasserzeichen abgegeben werden, also über die Fotobox hinaus, dann hätte ich da ein ernsthaftes Problem damit. Dann würde ich mich wahrscheinlich auch beschweren. Und selbst bei den Fotobox-Bildern, ganz ehrlich, ein Wasserzeichen mittendrauf, das gehört sich nicht. Weil das sind ja die Leute, die die Fotos von sich dort machen. Das sind ja nicht die Fotos, die er gemacht hat oder sie.

Nein, das finde ich nicht in Ordnung. Das würde ich nicht machen. Ja, das gehört so, wie du letztes Mal auch gesagt hast, in diese Kategorie Fotografen, die dann auch zu einer Hochzeit erscheinen, mit einem großen Logo von ihrem Job hinten auf dem Rücken und auf dem Kragen. Und nein, das ist kein Stil. Nicht für den Preis. Wenn es 200 Euro kostet, aber nicht bei 2000.

Chris

Ja, und dann fragt René noch, wie stellt ihr euren Kunden die Bilder zur Verfügung? Formate, Beschränkungen, Hoster und so weiter. Ich mache solche Sachen nicht, Nicht, wenn ich mit Kunden was austausche, dann in der Regel, entweder sind es tatsächlich Screenshots, sage ich hier such mal aus, hier vom Gitter irgendwie Screenshots oder ich mache es in PDF rein oder so und lasse den Kunden dann darüber dann Feedback geben.

Boris

Ja, ich spreche in der Regel das ab. Also es ist vorher geklärt, ich mache die Bildauswahl. Ich suche dann eher mal ein Bild mehr als weniger aus. Aber ich präsentiere jetzt den Kunden nicht irgendwie alle zehn Bilder von derselben Situation, sondern suche halt die ein, zwei für mich schönsten raus, dass das im Gesamtbild irgendwie passend ist, also in der Gesamtauswahl. Die werden bearbeitet und die bearbeiteten Bilder werden in voller Auflösung, aber als JPEG-Datei in eine Online-Galerie hochgeladen. Ich selbst habe da seit einigen Jahren PickDrop, wo ich dann dem Kunden eine Galerie anlege.

Und wenn die Daten alle hochgeladen sind, also selbstverständlich ohne Wasserzeichen und so, das sind halt nicht meine Fotos, also ich habe sie zwar gemacht, aber sie sind ja nicht für mich. Die kommen also ohne Wasserzeichen in voller Auflösung bearbeitet in diese Galerie. Und dann habe ich eben einen Shortlink, nsonic.de slash Galeriename. Den bekommt dann die Kundin oder der Kunde. Und dann können die dort drauf gucken, können nochmal drüber schauen und können dann vielleicht nochmal sagen, kannst du das oder das vielleicht besser rausnehmen oder hast du von der und der Situation vielleicht noch eins, dann kann ich nochmal schauen, weil vielleicht ändern sie sich noch an eine ganz besondere Situation, die sie gerne gehabt hätten. In all der Zeit vielleicht zweimal vorgekommen oder so. Und dann können sie diesen Link an ihre Gäste weitergeben, sodass die Gäste eben auch, wenn sie das möchten, das ist dann nicht meine Verantwortung, dass die selber in die Galerie kommen können und können sich diese Bilder nach Wunsch runterladen, sodass jeder die Bilder hat mit der Familie, so wie sie die eben gerne haben möchten.

Chris

Genau. So mache ich das. So, in die gleiche Richtung zielt Burkhardt mit seinem Kommentar. Hallo Hallo Boris und Chris, bezüglich der Reaktionszeit und der Statusberichte nach dem Fotografieren ist das bei den Handballfotos ganz simpel. Schnellst möglich. Am besten zu Hause gleich nach dem Spiel die Fotos importieren und selektieren, dann am nächsten Tag mit der Bearbeitung anfangen und wenn der Workflow durch ist, gegebenenfalls noch ein wenig eindampfen. Danach schnellstens raus damit. Sollte mal ein Event anstehen, gebe ich meistens einen Zeitrahmen vor und in dem sind dann meist auch die Fotos fertig. Kommen zwischendurch noch Sonderwünsche für eine Dankeskarte oder ähnliches, ziehe ich das natürlich kurz dazwischen. Also kurz gesagt, keine Statusberichte, welches auch aufgrund der kurzen Fristen keinen Sinn macht. Viele Grüße Burkhardt. Ja, wenn das wirklich so kurzfristiges Zeug ist und du hast da die Routine und kannst auch vorher abschätzen, wie lange das dauert, dann ist das völlig sinnvoll. Dann sagst du den Leuten, gib mir mal fünf Tage und dann bin ich fertig. Oder zwei, drei Tage, keine Ahnung. Bei anderen Sachen, das würde ich im Einzelfall entscheiden.

Boris

Nee, das ist soweit klar. Also bei Sportveranstaltungen, da hatten wir ja auch schon gesprochen, so die Profis bei den größeren Geschichten, die sind ja nicht nur tagesaktuell, die sind minutenaktuell. Also wenn das Tor gefallen ist, ist das Foto in der Redaktion und so. Und das macht man natürlich im kleinen Rahmen bei der lokalen Sportveranstaltung ähnlich. Vielleicht nicht gerade minutenaktuell, aber die wollen natürlich möglichst am Abend oder am nächsten Tag irgendwo auch ihre Webseiten und Magazine damit bestücken und die Lokalzeitung möchte gleich ein Foto haben etc. Das ist klar. Aber das ist also cool, wenn du sowas machst. Ich weiß ungefähr, was das für Arbeit bedeuten kann.

Chris

Ja, Jochen hat gerade noch was reingeworfen. Der normale Kurs nach ihm liegt bei 300 Euro pro Tag für Fotoboxen.

Boris

Bei Fotoboxen, ja, das meine ich. Also für 2000 machst du keine Fotobox. Da muss ein anderer Auftrag dahinter sein.

Chris

Wahrscheinlich.

Boris

Und wie gesagt, es gibt Fotografinnen und Fotografen, die bieten halt so Hochzeitsfotografie an und da bist du halt gerne mal bei 2000 bis 5000 Euro, je nachdem, wo das stattfindet, welchen Umfang das hat, welchen Standing die Fotografierende da hat. Und dann gibt es oft in den größeren Paketen, wenn du dann mit Getting Ready und Pipapo oder vielleicht die Vorveranstaltung und die Nachveranstaltung und so weiter, das über Tage vielleicht noch hast, dann gibt es dann oft Pakete, wo eine Fotobox halt mit eingepreist ist, die ist dann einfach mit dabei. Also sowas gibt es auch. Deswegen hängt das jetzt sehr davon ab, was im Vorfeld da abgesprochen war mit diesen Fotoboxen. Aber so oder so gehört sich das nicht, da was hinzustellen, wohin da Wasserzeichen drauf sind. Sorry, das ist einfach still los.

Chris

Und wo die die Tinte ausgeht. Es geht einfach nicht. Und last but not least, Lothar fragt noch, was bezüglich dieser, Sensor wie heißt denn das jetzt nochmal? Diese Markierung auf der Kamera, wo der Sensor ist.

Boris

Ja, die Ebene, Sensorebene.

Chris

Sensorebene heißt das richtig. Filmebene früher, heute Sensorebene. Schreibt, hey ihr beiden, frohes neues Jahr. Ich höre gerade die Folge 834 und meine bei der Sensormarkierungs Ach, ich meine Ich meine, bei der Sensormarkierungsfrage mich zu erinnern, diese mal gebraucht zu haben, um den Nodalpunkt zu bestimmen, um Panoramafotos zu machen. Die Ausrichtung des Sensor war dafür wichtig. Ich hoffe, ich habe das noch richtig in Erinnerung. Alles gut, 3 zu 1, happy, Punkt, Punkt, Punkt. Also Sensorebene ist nicht gleich ein Nodalpunkt, aber es kann natürlich sein, dass für so einen Nodalpunktadapter, das vielleicht bei dem Objektiv dann irgendwie heißt, von der Sensorebene noch acht Zentimeter nach vorne ist der Nodalpunkt. Vielleicht ist es im Verhältnis dazu. Der Nodalpunkt ist in der Regel im Objektiv von der Location her.

Boris

Und ja, es gibt eigentlich einen anderen Begriff dafür, aber wir meinen mit Nodalpunkt den Punkt, wo im Sensor halt die Lichtstrahlen sich quasi kippen. Also wo der Punkt ist, wo du dann keine Parallaxenverschiebung mehr hast, wenn du das Objektiv darum drehst. Und das ist irgendwo im Objektiv. Kann man auch experimentell herausfinden. Indem man zum Beispiel das Ganze in diesen Adapter hineinsteckt und dann eben in der Entfernung zwei sich überlappende Laternenpfosten oder Bäume anvisiert. Und wenn man die Kamera dreht, dann darf sich das nicht gegeneinander verschieben.

Chris

Benutzt heute noch irgendjemand einen Nodalpunkt-Adapter?

Boris

Ich mache das mit einem Smartphone.

Chris

Wollte ich gerade sagen, du machst doch deine Panoramas mit dem iPhone, oder? Jetzt mal ohne Scheiß. Ja, die sind natürlich sinnvoll, wenn du vor allem im Nahbereich Innenarchitektur, was weiß ich machst, aber stellt man da heute nicht einfach eine 6K, 8K, Kamera hin, die einfach rundum fotografiert und dann hat man genügend Qualität? Was ist der Status heute? Gibt es noch Menschen, die das professionell machen? Weil ich würde auch sagen, hobbymäßig macht das eigentlich keiner mehr mit dem Nodalpunkt-Adapter. Ich habe noch zwei da drüben im Schrank irgendwo liegen und Und die Algorithmen sind so gut mittlerweile, dass die auch bei nahen Sachen Parallaxverschiebungen oft in den Griff kriegen. Und wenn es wirklich präzise sein soll, ja, dann braucht man einen Nodalpunktadapter. Aber heute hat man doch da eine ...

Boris

Das ist nicht mein Job.

Chris

Also das dürft ihr uns mal wissen lassen.

Boris

Ich wollte tatsächlich mal mehr machen, so im Bereich Architektur, Innenarchitektur und sowas. Aber hat sich einfach nie ergeben bei mir.

Chris

Ja, und das ist heute auch diese Walkthroughs und so weiter. Also heute würdest du da wahrscheinlich so ein Nerve machen mit einem iPhone und dann hast du hinterher was zum Durchfahren oder so. Die werden mittlerweile richtig gut, die Dinger.

Boris

Ja, du hattest vor ein paar Sendungen mal ein ziemlich geiles Beispiel hier mit so einer Wohnung in Berlin oder wo das war.

Chris

Und das kommt noch besser, also mittlerweile kommen ständig neue Algorithmen raus, die das auch schneller und präziser machen und diese schwebenden Wolken weg machen, wenn etwas fehlt und also wirklich, naja, egal. Kommen wir zu den News, wir haben ein Canon RF 24-105 Blende 2.8.

Boris

Ja, das ist ja.

Chris

Du hast das.

Boris

Ja, ja, also ich habe es nicht, aber der Uwe hat eine Review dazu gefunden und die wollte ich euch mal weitergeben. Das ist unser Hauptlink, weil mich interessiert das Objektiv natürlich. War 24-105, das ist so quasi meine Universalbrennweite, die ich viele, viele Jahre an der 5D hatte.

Chris

Das ist aber schon ein schöner Oschi.

Boris

Ja, pass auf. Und also 24-105-Blende 4, EF, hatte ich früher, sehr, sehr lange. Und als ich jetzt die R6 gekauft hatte, hatte ich halt überlegt, was machst du? Und dann habe ich halt dann doch zum 24-70-2.8 gegriffen, weil mich die Blendenstärke einfach gereizt hat, so für Porträtgeschichten und so. Und nun kam Canon ebenfalls mit dem 2.8er ja raus, aber mit den ganzen 24-105, also die volle Länge. Und ja, es ist schweineteuer, 3600 Euro werden dafür aufgerufen, aber ich war natürlich schon so, sollte ich das 24-70 dann doch wieder abstoßen und jetzt die ganze Brennweite mitnehmen, weil was man hat, das hat man. Und. Mir war dann relativ schnell klar, dass ich mit meinem 24-70-2.8 ganz glücklich bin.

Chris

Was genau, was wiegt das Ding denn? Und auch eine neue Fototasche dafür.

Boris

Kommen wir mal zu dieser Review, die ich tatsächlich sehr ausführlich und sehr gut finde. Die Bildqualität schneidet hier im Review tatsächlich recht gut ab. Liegt also durchaus auf einem Niveau von dem 24-70-2.8. Teils auch besser.

Und es sind aber, und das ist dann weiterhin in der Review, streckenweise relativ starke Aberrationen zu sehen. Also die, ich weiß jetzt nicht, was davon lateral und was ich nicht ist, keine Ahnung, also die, seitlichen, so links-rechts Aberrationen, so diese Farbsäume, die sind wohl ganz gut im Griff, aber die, die in die Tiefe gehen, also vor und zurück in den Unschärfebereich, die können ziemlich extrem werden, gerade am langen Ende. Und das fand ich schon überraschend. Und da gab es dann auch gleich einen zweiten Link dazu, nämlich zu YouTube. Da gibt es den User DayVision, so würde ich ihn mal aussprechen. Da, Vision, genau, DayVision.

Ist ein deutscher Kanal und der zeigt sich nicht so begeistert von diesem Objektiv. Weil er sagt, zum einen funktioniert das eben nur gut in dieser Bildqualität durch die erzwungene digitale Korrektur, die dann eben über ein Profil auch in Lightroom zum Beispiel angewendet wird. Wenn du jetzt aber Videos im RAW-Format drehst, das macht er jetzt selbst nicht, wie er auch zugibt, aber wenn du Videos im RAW-Format drehst, dann hast du eben keine digitale Korrektur, die da mit drin ist, sondern du müsstest sie dann hinterher aufwendig drüber rechnen lassen, was natürlich deutlich mehr Zeit beansprucht. Und die Verzeichnung, also Kissen oder Tonne, je nach Ende, ist wohl schon ziemlich heftig. Auch er bemängelt die Apparationen und er bemängelt, da muss ich allerdings ein bisschen schmunzeln, er bemängelt, dass es keine so schönen Sonnensterne gibt. Also man müsste dann schon irgendwie weit über Blende 11 abblenden.

Chris

Für manche Leute ist das wichtig.

Boris

Ja, aber wenn du ein Objektiv kaufst mit 11 Blendenlamellen für ein möglichst rundes Bouquet, sodass du auch abgeblendet noch ein schönes, rundes Bouquet hast, dann müssen halt die Sonnensterne dran glauben. Also du hast dann halt 22 Strahlen und bis die mal kommen, dauert es halt. Also mei, also beides geht halt nicht. Also da muss ich schmunzeln. Dafür ist das Bouquet halt auch abgeblendet sehr schön. Aber er sagt eben, für 3600 Euro ist das nicht die Leistung, die er halt erwarten würde von Canon an dieser Stelle. Und da kann ich Ihnen in einigen Punkten durchaus auch recht geben. Das ist schon ein stolzer Preis, aber natürlich aufgerufen für ein Objektiv, was auch eher den Videomarkt adressiert, was eine fixe Länge hat, also einen Innenzoom hat, was natürlich praktisch ist, wenn du das Ding in irgendwelche Cages einbauen willst, was einen Anschluss hat für diesen Motorsoom und solche Späße. Also man kriegt ja auch ein bisschen was dafür, was man jetzt als Fotografierender vielleicht gar nicht so zwingend benötigt. Dann hat Uwe noch einen Vergleich gepostet zu einer Webseite, wo man halt Testbilder vergleichen kann, verschiedene Objektive bei verschiedenen Brennweiten und eben Blenden. Und da gibt es einen Vergleich mit dem, RF24105-4. Das ist halt das neue Standard- Zoom.

Chris

Da kannst du mit der Maus drüber runter.

Boris

Wenn du mit der Maus drüber kommst, dann siehst du entweder das eine oder das andere. Und wenn du oben guckst, wenn du mit der Maus drüber fährst, dann wechselt so ein Pfeil. Also wenn du mit der Maus runter bist, ist es das linke Objektiv. Wenn du mit der Maus drüber gehst, ist es das rechte.

Chris

Also das linke das linke ist das neue, das andere ist das F4, also einmal das links, also jetzt das F2.8.

Boris

Und wenn ich drüber gehe, dann ist das 4, aber das wird die YouTube-Kompression eh irgendwie, Ja, sollte man sich auf der Webseite mal angucken, da kann man das auch schön in groß sehen und hier kann man schon sagen, also natürlich bei Blende 4, das bedeutet, das 2.8 ist dann schon eine Blende-Stufe abgeblendet, ist das neue 2.8 durch die Bank besser, also bis in die Ecken, aber aber... Hm, das 2.8er kostet natürlich 3.600 Euro und das 4er kriegt man so für 1.200 Euro, also sagen wir mal ein Drittel des Preises, dann darf es auch ein bisschen schlechter sein. Kommen wir mal zu der Größe von diesem Objektiv. Die fand ich nämlich beeindruckend, wenn du nochmal vielleicht auf den Hauptlink gehst von dem Beitrag zu dieser Review und scrollst mal ein Stückchen nach unten. Ich erkläre mal kurz, was im Video dann zu sehen ist, weiter runter, viel weiter runter. Ganz weit runter. Da gibt es dann so einen Vergleich verschiedener Objektive. Die sind alle so nebeneinander gestellt in einer ganz tollen Seitenansicht.

Chris

Gleich haben wir es. Erzähl schon mal weiter.

Boris

Da sehen wir halt ganz links dann aufgelistet das RF 24-105-4. Also das neue Standard Zoom mit Blende 4. Das ist ganz links zu sehen. Das ist das kompakteste aller Objektive, die hier gezeigt werden. Das ist wirklich erstaunlich kompakt. Dann steht rechts daneben mein Mein absoluter Liebling, das 24-70-2.8, auch das neue RF. Das ist ein klein wenig größer, aber gar nicht so viel größer, wie man vielleicht meinen würde bei der größeren Blende. Hat natürlich ein bisschen größeren Durchmesser, das kann man ja auch ein bisschen erkennen, aber ganz nett. Und dann steht daneben mein anderer großer Liebling, den ich hier habe, nämlich auch das RF-Objektiv, und zwar das 70-200 als 2.8 Ausführung. Das ist faszinierend klein, wenn es eingefahren ist, weil es wird halt beim Zoom länger. Aber das ist sehr, sehr kompakt. Und das macht unglaublich viel Spaß, wenn man das mal mitnehmen möchte, weil es eben nicht so viel Platz braucht.

Und dann kommt ein großer Sprung zum 24-105-28. Wie gesagt, es ist ein Innen-Zoom. Deswegen ist es immer fix in der Länge. Es ist aber unfassbar viel größer als die anderen drei genannten. Und dann steht rechts daneben nur mal so vor Scale, also zum Vergleich, das alte EF 70-200 2.8. Also beide Objektive haben Blende 2.8. Beide haben einen Innensum, verändern also ihre Länge nicht. Das rechte hat aber 200mm und das links daneben hat 105mm und die sind quasi gleich groß.

Das ist Hammer und dann habe ich mal nachgeschlagen, das 24 105er, um das es hier geht, das wiegt etwa 1,4 Kilo, das alte EF 70 200 zum Vergleich 1,3 Kilo, ist also 100 Gramm leichter. Unser 24-105 ist 20 Zentimeter lang. Das lange Zoom 19 ist also sogar noch ein Zentimeter kürzer. Und der Durchmesser bei dem neuen hier, bei dem 24-105, sind etwa 89 Millimeter, also fast 9 Zentimeter. Bei dem alten 200er sind es 84 Millimeter, also auch noch fast einen halben Millimeter schlanker.

Chris

Und hier sind noch die Gewichte in der Tabelle.

Boris

Mein lieber Scholli, ist das eine Wuchtbrumme. Und dann muss man schon sagen, 3600 Euro werden dafür aufgerufen und wenn man dann sieht, welche Abbildungsfehler es dann eben doch noch hat, ja, ich kann den YouTuber verstehen, dass er da nicht ganz d'accord geht.

Chris

Ja, tja.

Boris

Es ist schon ein Spezialist.

Chris

Ja, ich meine, wer will, soll.

Boris

Ja, ich bin ganz froh tatsächlich nicht gewartet zu haben. Gerüchtelt wurde so etwas. Ich glaube, wir hatten hier bei Happy Shooting auch berichtet. Ich bin froh, nicht gewartet zu haben, sondern das 24 70 genommen zu haben. Ja, es ist ein bisschen weniger Tele-Bereich, aber mei, entweder mache ich einen Crop oder ich gehe einen Schritt näher dran, dann habe ich das auch ausgeglichen. Ich bin sehr, sehr, sehr sehr zufrieden mit meiner Wahl, muss ich sagen. Geld gespart, Gewicht gespart, Platz gespart, Qualität mindestens vergleichbar. Alles gut.

Chris

Tja, danke Marc. Schön. Kommen wir zu Fakes.

Boris

Oh ja, da hatte ich was gefunden. Da kannst du mich vielleicht auch noch aufklären, wenn du da mehr Informationen hast. Und zwar geht es um die Geschichte mit der digitalen Signatur, also der Echtheitsbestätigung von Fotos.

Chris

Also nicht der Echtheitsbestätigung der Inhalte, sondern dass das Foto mit einer Kamera gemacht wurde und mit welcher Kamera es gemacht wurde.

Boris

Dass es halt kein generiertes Bild ist, sondern dass es eben tatsächlich eine Aufnahme, eine fotografische Aufnahme ist.

Chris

Du kannst natürlich Bilder weiterhin stellen oder im Studio oder sonst wo machen.

Boris

Selbstverständlich.

Chris

Das hat damit nichts zu tun.

Boris

Genau, du weißt zumindest, es ist mit einer Kamera und eben nicht mit einer KI gemacht worden. Genau. Richtig. Und wir hatten über Leica gesprochen, die eine Kamera da vorgestellt haben, eine Variante der M11, die M11P, die ja mit einem speziellen Chip arbeitet, mit Zertifikaten und dann eben eine Bestätigung in Form einer Sidecar-Datei abspeichert oder eben durch Einbettung in die Metadaten des Bildes. Und dann gibt es halt eine Webseite, um zu prüfen, also um auszulesen, diese Metadaten auszulesen und das anzuzeigen.

Chris

Wir haben hier schon mal im November drüber geredet.

Boris

Ganz genau. Und Folge 825 war das übrigens, da sprachen wir darüber. Und jetzt hatte ich gelesen, dass Nikon, Sony und Canon ebenfalls eine Technologie entwickelt haben, um, und jetzt kommt es aber, digitale Signaturen in die Bilder einzubetten. Das kann jetzt natürlich vieles bedeuten. Es steht auch irgendwo geschrieben, dass diese bearbeitungsresistent sein sollen.

Das bedeutet, also das lese ich so oder das verstehe ich so, dass es tatsächlich eine Manipulation der Pixel ist, dass also quasi wirklich ein digitales Wasserzeichen in die Pixel eingebettet wird. Da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, das überlebt dann auch Zuschnitte, Skalierungen, Kontrastbearbeitung und so weiter, ist also robust. So habe ich das hier verstanden. Und Nikon sagt, sie möchten eine spiegellose Kamera mit Authentisierungstechnologie anbieten für Fotojournalistinnen und andere professionelle Fotografinnen. Und da soll dann eben in der Signatur enthalten sein, das Datum, Zeit, Ort und eben Name der Fotografin. Finden. Auch hier gibt es ein Webseitentool, wenn es mal nicht sogar das gleiche ist, ein Tool Verify, kann kostenlos genutzt werden, um die Bilder dann zu prüfen und die Signatur auszulesen. Es gibt dann auch ein Standard, der hier geschaffen wurde. Diese Signatur soll ein globaler Standard sein, von Nikon, Sony und Canon genutzt. Sie schreiben und damit von rund 90 Prozent des globalen digitalen Kameramarktes. Da ist jetzt Leica nicht aufgeführt, also gehe ich davon aus, dass das was anderes ist.

Sony möchte im Frühjahr 2024 ein Firmware-Update für drei Profikameras anbieten, um dieses Feature zu bringen. Auch das spricht für mich gegen eine andere Technologie, also wahrscheinlich diese eingebettete Technologie, weil hier kein Signaturchip erforderlich ist, um irgendetwas zu tun. Wissen wir natürlich nicht. Kann auch sein, dass in den drei Kameras sowas schon eingebaut wurde, ohne dass es groß kommuniziert wurde. Wir wissen es einfach nicht. Das Ganze soll auch für Video kompatibel sein.

Und Sony, das fand ich auch interessant, die bieten einen eigenen Authentifizierung, Mensch, das ist auch ein schweres Wort, einen eigenen Authentifizierungsserver an, der wiederum von Newsorganisationen genutzt werden kann, um automatisch Bilderuploads zu prüfen, sodass sich also die Newsagentur da nicht drum kümmern muss, sondern die das schon fertig geprüft bekommen. Da gab es sogar schon einen Praxistest, nämlich im Im Oktober 2023 wurde das Ganze schon ausprobiert und diese Server stehen halt zur Verfügung. Weitere Kameras, sagt Sony, wollen dann noch folgen und sie wollen auch viel Lobbyarbeit für diese Technologie betreiben, sodass das eben also möglichst eine Durchdringung am Markt bekommt.

Canon, wie gesagt, möchte da auch mitmachen. Die möchten eine Kamera mit diesen Funktionen Anfang 2024 vorstellen. Hier also kein Firmware-Update, sondern eine neue Kamera. Da darf jetzt spekuliert werden, ob das die erwartete R1 oder die R3 Mark II wird. Ich vermute letzteres, vielleicht passend zu den Olympischen Spielen. Ebenfalls wie bei Sony soll das ja auch für Video kompatibel gemacht werden. Canon hat gesagt, dass sie schon 2019 ein Projektteam gestartet haben, und zwar zusammen mit Thomas Reuters und dem Starling Lab for Data Integrity, was wiederum mitbegründet wurde von der Stanford University und University of Southern California. Also da hängt durchaus Expertise dahinter.

Außerdem möchte Canon eine Bildverwaltungsanwendung anbieten, um dann eben zeigen zu können, lokal zeigen zu können, auch ohne Online-Zugang, ob die Bilder eben von einem Menschen aufgenommen wurden, also mit einer Kamera, mit Sensor aufgenommen wurden oder eben nicht. Da vermute ich mal, dass das so eine Art Verify-Dienst eben für lokal ist oder dass es in deren Digital Photo Professional mit reinkommt als Prüfung oder irgendwas ähnliches. Und jetzt bin ich halt, wie gesagt, ich lese das Ganze so, dass Leica da eben diesen anderen Ansatz fährt mit einem speziellen Chip mit Signatur und dann eben Zertifikate im Spiel sind und Metadaten gespeichert werden und Nikon, Sony und Canon mit eingebetteten Signaturen in der Bilddatei arbeiten, also als digitales Wasserzeichen.

Und wie gesagt, der Wunsch ist, dass man eben unterscheiden kann, dass das Ganze wirklich fotografiert wurde und adressiert werden hier halt speziell die Profibereiche, also hauptsächlich, Newsagenturen und Reportage, weil ich sag mal, wenn ich eine Hochzeitsfotografie oder eine, Firmenfeier fotografiere oder, Mitarbeitende porträtiere für die Webseite, da brauchen die kein digitales Wasserzeichen, weil sie sehen ja, dass das die Fotos sind, die ich vor Ort gemacht habe, also da ist das eigentlich Das ist eigentlich nicht so wahnsinnig relevant.

Chris

Haben dann Adobe, ARM, BBC, Intel, Microsoft und TruePic zusammen die C2PA-Systeme. Das ist die Coalition for Content Provenance and Authenticity. Also auch da geht es um genau dieses Thema authentische Bilder, also nachweisen zu können, dass die, dass die, dass die Kamera das Bild gemacht hat. Und die definieren im Prinzip, wenn ich es richtig verstehe, die technischen Standards dahinter. Außerdem sollen die wohl diese CAI und auch Project Origin, das ist nochmal sowas, irgendwie zusammenführen. Die haben auch einen relativ großen Mitglieder Stock. Also da ist von Adobe über Intel, Microsoft, Sony, Dingens, Canon.

Nikon, diverse Diverse Leica, diverse andere Outlets, also Publikationen und so weiter sind da mit dabei. Panasonic und was weiß ich. Also das sind quasi alle drin, so ungefähr.

Und die schlagen zum Beispiel auch eine Hardware-Signatur vor, also dass quasi in der Kamera tatsächlich ein entsprechender Chip drin ist und dieser Chip soll dann dafür sorgen, dass das ordentlich signiert wird. Und die Leica M11P hat das schon eingebaut. Da war, wie gesagt, im November eine Ankündigung. Davor, im Oktober, hat Nikon das für die Z9 auch angekündigt, wobei ich, wie gesagt, auch nicht weiß, ob das da drin ist oder ob das irgendwie nachgerüstet werden soll. Was ich jetzt noch gelesen habe, ist, dass Nikon da nochmal irgendeinen Sonderweg geht, der nochmal ein Layer obendrauf legt, um das robuster zu machen, Dass auch bei Veränderungen noch irgendwie die Signatur drin bleibt, wenn man das Bild verändert hat. Wie gesagt, ich habe so das Gefühl, dass das alles so ein bisschen an den Ecken ausfranst. Also ich sehe da noch nicht so viel Klarheit drin. Wahrscheinlich wer drin steckt, versteht das alles aber im Moment scheinen da noch viele unterschiedliche Unternehmen auch unterschiedliche Wege zu gehen und trotzdem irgendwie mit dieser C2PA zu arbeiten und und und, was ich für total wichtig halte an dieser Stelle, quasi am aller wichtigsten fast, ist, dass.

Dass dieses Ding dann auch von allen Plattformen unterstützt wird, auf denen Bilder landen. Und das sind ganz vorne die Social Media natürlich. Das ist Threads, das ist X, das ist Mastodon, das ist was weiß ich alles. Weil du brauchst ja im Prinzip, da wo du das Bild siehst, musst du ja auch sehen können, ob das signiert ist und wem das gehört.

Boris

Da gibt es auch sowohl von Leica, als wir das in der Folge 8.2.5 besprochen haben, haben als auch jetzt hier durchaus auch einen Vorschlag, wie das aussehen soll, wenn du ein Bild eben dir im Webkontext anguckst, dass da nämlich so ein kleines eingebettetes Symbol ist. Und wenn du draufklickst, siehst du diese Informationen dazu.

Chris

Ich glaube, dass das alles noch nicht zu Ende diskutiert ist, dass wir da noch irgendwo irgendwelche, ja, da wollen sich welche profilieren. Und wenn Canon da anbietet, Software zu entwickeln, also die Bildbearbeitungssoftware von Canon.

Boris

Verwaltung, haben sie gesagt.

Chris

Ja, ist egal, aber es ist Software. Und ich habe von Canon noch keine wirklich, für den End-User keine Usability gesehen bisher, die mir gefallen hätte.

Boris

Es spricht ja jetzt auch eher den Pro-Markt an. Vielleicht geben sie sich da mehr Mühe.

Chris

Ist das wirklich so?

Boris

Also steht jetzt erstmal hier in dem Beitrag geschrieben. Also es soll die Profi-Bodies auch erstmal betreffen. Und wie gesagt, wenn wir zwei oder irgendjemand von uns im Urlaub losgeht und ein paar schöne schöne Fotos vom Wald aufnimmt, das ist jetzt glaube ich nicht so relevant, dass wir da nachweisen können, dass das mit der Kamera gemacht wurde.

Chris

Also das Interesse der Social Media Plattformen ist relativ gering, was ich gelesen habe im Moment, nur weil das ist für die Jungs Aufwand und ich glaube, es ist auch noch nicht klar genug standardisiert. Ähm, X.com ist aus diesen Dingern, so viel ich gelesen habe, ausgestiegen, nachdem die Firma den Besitzer gewechselt hat. Und insofern, ich glaube noch nicht ganz dran, dass wir in zwei Jahren eine zuverlässige Signatur von Bildern haben, die aus Kameras kommen. Und dann hast du noch potenziell die analoge Lücke. Das haben wir früher schon mal bei den Raubkopien von irgendwelchen Musikgeschichten gehabt oder auch Filme, die dann halt über den analogen Ausspielweg irgendwie abgegriffen wurden, was dann vielleicht zu einer verschlechternden Qualität führt, aber es ist vielleicht immer noch gut genug. genug. Wenn du heute Monitore hast mit 400 dpi Auflösung, dann kannst du die auch abfotografieren.

Boris

Richtig.

Chris

Dann hast du ein Foto von deiner künstlichen Erzeugten.

Boris

Da wäre jetzt halt die Frage, wenn das ein eingebettetes Wasserzeichen ist, also wenn das hier bei Nikon, Canon, Sony so ist, dass es eingebettet ist, dann können die schon eine Menge überleben. Auch solche Geschichten wie Screenshots abfotografieren und solche Sachen.

Chris

Nein, nein, nein. Du machst hast ein künstliches Bild auf dem Bildschirm und das fotografierst du und damit hast du eine Signatur.

Boris

Und das kommt auf einer Kamera. Verstehe.

Chris

Also klassische Repro-Fotografie ist mit entsprechend hohen Auflösungen vielleicht auch so weit machbar, dass das ausreicht. Also insofern, ich wünsche mir, dass das gut implementiert wird und dass das auch funktioniert und so weiter. Aber wenn ich mir angucke, wie viele Köche da jetzt gerade mitmischen, dann bin ich da.

Boris

Ja, es ist erstmal gut, dass sie das unterstützen wollen. Also ich denke, da sind ja auch viele dabei auf Empfängerseite, die sagen, wenn sie das unterstützen wollen oder prüfen wollen, das kann ja sein. Es kann natürlich auch dazu führen, dass du dann, wenn du jetzt als professioneller Sportfotograf oder als Kriegsfotografin oder was auch immer unterwegs bist, dass du halt einen Deal dann eben hast mit deiner Agentur und die Agentur sagt, du, wenn du uns noch Fotos liefern willst, dann muss das mit einer Kamera passieren, die dieses Feature hat, friss oder stirb. Das kann ja sein, dass das dann von den Empfängern einfach vorgegeben wird, die sich selbst davor schützen wollen, irgendwelche Fakes zu verbreiten. Das könnte ich mir noch vorstellen, dass das so eine Nische in der Nische bleibt. Müssen wir mal schauen. Mich hätte jetzt halt interessiert, ist das, was hier jetzt angekündigt wird, so ein eingebettetes digitales Wasserzeichen oder sind das hier auch Metadaten? Und wenn es ein digitales Wasserzeichen ist im Video, das ist ja auch schon relativ aufwendig.

Chris

Ah, da musst du nur irgendwelche Lower Bits ändern, die man nicht sieht oder so. Ganz simpel.

Boris

Also finde ich, ich finde das schon, es wird zumindest was getan. Das ist auch gut so. Dann schauen wir mal, wohin die Reise da so geht.

Chris

Genau. Was viel, viel schlimmer ist, ist das hier. Eine holographische Kamera, die jedes Fenster in eine unsichtbare Kamera verwandelt.

Boris

Das ist mir auch durch die Timeline geflogen und ich habe nicht mal Lust gehabt, da drauf zu klicken, weil ich habe gedacht, das ist doch jetzt auch nur wieder so ein Clickbait-Scheiß.

Chris

Also das ist ein Artikel in digitalcameraworld.com und da geht es um eine Ankündigung von Zeiss und zwar transparente Kamera powered by holography that turns glass windows into cameras.

Boris

Da ist so viel Bullshit-Bingo drin.

Chris

Naja, es ist also aktuell, CES ist gerade die CES Consumer Electronics Show in den USA und da werden die neuesten tollen Sachen vorgeschlagen oder vorgezeigt und unter anderem eben auch eine holographische Technologie von Zeiss, die ja im Prinzip ein Fenster in eine Kamera verwandeln kann. Und damit kann man dann, also da wird dann über holographische Strukturen in diesem Glas, wird irgendwo das Licht so geleitet, dass es dann auf einem Sensor landet, der irgendwo am Rand versteckt ist oder so. Und so weiter. Und das ist natürlich alles so OMG und schlimm und so weiter. Ich bin dann dem Ganzen mal nachgegangen, weil ich immer gesagt habe, Das klingt mir jetzt ja schon so ein bisschen weit.

Boris

Gibt es denn schon funktionierende Prototypen oder ist das nur Ideen?

Chris

Ja, also pass auf. Es geht um folgendes. Ähm. Es geht im Prinzip um ein hochspezialisiertes Glas und dieses Glas ist tatsächlich über holographische Strukturen in der Lage Licht zu leiten. Das kennt man auch heute schon von diversen, naja das sind dann diese Augmented Reality Geschichten, wo du quasi eine Brille hast, durch die du durchguckst und dann aber auch ein Bild siehst. Dass dann durch bestimmte Strukturen von einem kleinen Projektor irgendwo vom Rand her eingespiegelt werden. Und das funktioniert und das gibt es. Und das ist was, was in diese Richtung geht, in irgendeiner Form. Und diese OMG-Geschichte, also da wird dann in dem Artikel auch noch gesagt, ja, und dann kann quasi in Zukunft der Airbnb-Vermieter dich einfach beobachten, weil die Scheibe ist halt eine Kamera und so weiter. Naja, im Augenblick ist das völlig utopisch, würde ich sagen. Das beschriebene Glas ist so hoch spezialisiert und so kompliziert herzustellen. Das kann dann zum Beispiel auch allein schon aus physikalischen Gesetzen nicht wirklich transparent sein. Also das muss in irgendeiner Form abdunkeln, weil das Licht, das da abgezweigt wird, muss ja irgendwo hin oder umgekehrt.

Eignet sich nicht wirklich zur Überwachung, weil das, was dann noch daneben stehen muss, ist irgendwie Technik und die muss ja irgendwo untergebracht werden. Das ist völlig unbezahlbar im Moment. Es geht dabei eher um sowas wie Anwendungen im Bereich Head-Up-Displays und so weiter. Also eher die umgekehrte Richtung. Wir haben was, wir projizieren das auf eine Glasscheibe zum Beispiel. Und, wenn du wenn du Angst hast, dass du davon in einem Airbnb ausspioniert werden solltest, Es gibt günstigere, unauffällige Möglichkeiten, irgendwo Kameras einzubauen. Dann müsstest du schon jede Schraube, jeden Feuer, jeden Rauchmelder untersuchen. Das hier ist... Also es gibt deutlich billigere Methoden.

Boris

Ich hatte eine Kamera in dem Schlüsselanhänger.

Chris

Es gibt Kameras in Schrauben in was weiß ich. Also da sind wir im Moment glaube ich sicher davor. Also Prädikat dieser Artikel ist reines Clickbait. Finger weg.

Boris

Dachte ich es mir. Jörgen schreibt ja auch, vor allem wird da nicht any window zu einer Kamera.

Chris

Richtig.

Boris

Und ich frage mich ja auch immer noch, wenn es denn zu einer Kamera wird, also wenn du auch den umgekehrten Weg nehmen kannst, also Lichtstrahlen auf einen Sensor bündeln kannst. Die Frage ist ja immer noch, wo ist denn der Fokus davon? Weißt du, mich hat das erinnert an.

Chris

Das ist ein Lightfield, das fokussiert überall gleichzeitig hin, weißt du?

Boris

Ja, selbstverständlich.

Chris

Das hatte man ja doch schon bei der Lightroom.

Boris

Das ist holographisch. Mich hat das an das Thema erinnert, das hatten wir vor vielen, vielen Jahren schon mal und ich warte bis heute drauf. Da gab es die Idee, dass du in Monitore zwischen die Pixel lichtsensitive Pixel machst und so den Monitor zu einer Kamera machst, sodass du halt auf den Bildschirm schaust und guckst deinen Gesprächspartner an. Das ist hier auch in dem Artikel drin.

Chris

Ja, das ist in dem Artikel auch drin. Ich sage mal, in den nächsten fünf Jahren werden wir davon in der normalen Anwendung schon mal gar nichts sehen.

Boris

Und im Monitor wäre es ja noch wahrscheinlich so viel einfacher, weil das ist ja nicht mal transparent. Weißt du, da muss ja noch nicht mal irgendwas so groß verstecken. Und wir haben ja schon sehr kleine Pixel. Also da werden ja schon Dinge vielleicht denkbar. Aber ich denke mal, dass auch hier das Problem eben der Fokus war. Also, ja, schwierig. Vielleicht tut sich da ja mal was. Ähm, Aber dann war es das, was ich erwartet hatte. Es war halt Clickbait und mehr Forschung und so.

Chris

Eben.

Boris

Da regen wir uns dann in fünf oder in zehn Jahren drüber auf, wenn plötzlich jedes Fenster potenziell zu einer Kamera wird, indem man einen kleinen Aufkleber unten rechts anbringt. Also einen holographischen Aufkleber.

Chris

Ja. So, dann fiel mir gerade vorhin noch durch die Timeline die aktuelle Fotoespresso. so. Das ist ein Fotomagazin zum Thema, ja, zu verschiedenen Themen vom D-Punkt Verlag. Was ich interessant finde, ist, dass die immer noch als PDF veröffentlichen. Das ist immer schon eine, ja, macht aber sonst glaube ich keiner. Finde ich spannend, weil natürlich damit das Ganze fix im Layout ist und so weiter. Themen hier sind Inspiration im Nebelfotografieren, Sehenwertes Paul Ribkes Galle Ribke. Dann war ein Artikel über Fotoplanung, Planet Pro gegen Fotopills. Dann haben sie die Godox F200BI als LED-Fotoleuchte noch in der Vorstellung. Und ein Tipp für Masken in Lightroom. Und weiter unten steht auch noch was über PicDrop, da hast du vorhin drüber geredet.

Boris

Die haben ein bisschen was überarbeitet an der Galerie.

Chris

Ja, gut. Nur so viel zu diesem Hinweis. Das waren die News.

Boris

Schön.

Chris

Ich habe was anderes. Ein fotografisches Thema. Forced Perspective. Ein Beispiel. Was ist Forced Perspective? Erzwungene Perspektive. Der Klassiker. Ich halte die Hand gegen den schiefen Turm von Pisa.

Boris

So als ob du ihn stützen möchtest.

Chris

Da gibt es tolle Fotos von so einer Wiese davor, wo irgendwo 30 Leute stehen, die alle irgendwo ihre Hand in die Luft halten.

Boris

Auch ein schönes Beispiel Force Perspective war mal eine Serie von jemandem, der den Vollmond in seinen Kombi eingeladen hat, indem er halt geguckt hat, wo der Mond auf oder unter geht und dann hat er halt so getan, als ob er ihn da hinten einlädt ins Auto. Das war auch sehr schön.

Chris

Hier gibt es ein bewegtes Bild zum Thema Force Perspective. Das ist ein Video von zwei landenden Flugzeugen und das ist nicht gefaked.

Boris

Und das sieht aus, als ob die quasi mit einem Abstand von vielleicht 20, 30 Metern zueinander, oh, jetzt berühren sie sich gleich, verstehe.

Chris

Ja, und die sind quasi so ungefähr gleich groß und überdecken sich sehr und landen gleichzeitig parallel zueinander und berühren sich an den Flügelspitzen quasi, so gefühlt. Und da haben wir natürlich mehrere fotografische Sachen, also im Video sieht man es jetzt, ansonsten verlinken wir das natürlich.

Boris

Also wir sehen zwei landende Flugzeuge und das sieht aus, als ob das ein Videotrick ist.

Chris

Richtig, das fühlt sich so ein bisschen an wie so ein Videotrick und man sieht halt, wenn man genau hinguckt, dann erkennt man, dass das eine Flugzeug, was vorne ist, einfach deutlich kleiner ist als das andere. Das kannst du allein schon an der Anzahl der Fenster irgendwie sehen.

Boris

Ja, auch das Cockpitfenster wirkt im Vergleich zu dem hinteren größer.

Chris

Das hintere ist halt irgendwie eine, was weiß ich, 747 oder sowas und das vorne ist halt eine Maschine mit 50 Sitzen oder so. Da bist du relativ, also die sind relativ unterschiedlich. Außerdem gibt es natürlich genügend Flughafen, die parallele Landebahnen haben, große vor allem, wo auch gleichzeitig Flugzeuge landen können. Und dann ist das noch ein sehr starkes Tele, mit dem hier gefilmt wird.

Boris

Und das sorgt nun mal dafür, dass es ganz schön viel Abstand, aber es ist schon ein langes Tele. Das sieht man unten, wenn es bodennah ist und dann geschwenkt wird, wie schnell da alles vorbei huscht im Vordergrund.

Chris

Da ist noch ein Vogelschwarm zwischendurch, der natürlich auch weit weg ist von diesen Flugzeugen. Also ich fand es ein sehr schönes Beispiel, weil es einfach so ein bisschen klar macht, wie schnell man sich doch foppen lassen kann, wenn man foppen sieht.

Boris

Es ist ein witziger Film.

Chris

Wie sehr man seinen Augen eben nicht trauen darf.

Boris

Ja, das stimmt. Da kann man ein schöner Spiel rein mitmachen.

Chris

Das ist geil.

Boris

Das finde ich absolut klasse, sowas. Ja, und animiert hatte ich jetzt so ein Beispiel auch noch nicht. Schön.

Chris

Ja, noch was, was mich animiert hat, hier was herzubringen, ist ein Post, was ich heute auf Mastodon gesehen habe und zwar von einem Journalisten namens Sebastian Pertsch. Das hat jetzt mit Fotografie nur indirekt zu tun, der schreibt und, Schreibt hier, ich werde für eine renommierte Zeitschrift angefragt. Der Auftrag ist völlig legitim und qualitativ auch zu wuppen. Honorar? Hm, aber ein Belegexemplar gäbe es ja. Aha, das mache ich mit meinem Vermieter künftig auch und werde ihm schreiben, ich wohne gerne in ihrer Wohnung. Miete zahle ich nicht, aber ein Foto aus meinem Küchenfenster dürfte doch reichen. Ja, das ist aber wieder der Klassiker.

Boris

Aber darf ich mal kurz sagen, ein Belegexemplar, das ist ja keine Bezahlung, sondern das erwarte ich. Das ist der absolute Standard.

Chris

Naja, haben wir hier schon öfter gehabt, das Thema. Ich habe aber drei Goldstücke aus den Kommentaren dazu.

Boris

Das ist doch auch Werbung für dich.

Chris

Ja, ja, das sowieso. Aber ich habe drei Goldstücke aus den Kommentaren, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Der erste ist, ich habe mal geantwortet, dass ich zu Greenpeace gehen würde, wenn ich ehrenamtlich arbeiten wollte. Das war dann aber der letzte Kontakt zu denen. Könnt ihr euch jetzt mitschreiben. Vielleicht kommt ja so eine Anfrage mal bei euch an. Der nächste sagt, haben Sie was zu schreiben? Ja, dann notieren Sie mal und diktiert eine Telefonnummer. Das ist die Telefonnummer meines Vermieters. dass wenn Sie den überzeugen können, dass ich umsonst bei ihm wohnen darf, dann kann ich auch umsonst für Sie arbeiten.

Boris

Das finde ich eigentlich eine ganz gute Idee.

Chris

Ja, der Dritte schrieb dann noch, schick denen doch ein Foto von deiner Tastatur. Alle Buchstaben und Zeichen sind vorhanden, müssen nur noch in der richtigen Anzahl und Anordnung verteilt werden. Schon ist der Artikel fertig.

Boris

Fertig. Und schicken Sie das Exemplar dann bitte an folgende Adresse.

Chris

Ja, ich würde, glaube ich, antworten, oh super, Referenzexemplar, das stelle ich dann an die Stelle in den Schrank, wo normal mein Essen steht.

Boris

Kannst du auch machen. Also das sind natürlich alles Antworten, die man geben kann, wenn man sowieso keinen Bock hat, mit denen zu arbeiten.

Chris

Wenn man mit denen nicht arbeitet.

Boris

Ansonsten kann man natürlich auch auf eine professionelle und ernste Ebene gehen und kann sagen, das war sehr unterhaltsam, jetzt lassen sie uns mal wirklich über das Honorar.

Chris

Ach, haben sie Spaß gemacht.

Boris

Den kannte ich noch gar nicht. Der ist super, merke ich mir. Mal ernsthaft, was für Honorare. Ich nenne ihm mal kurz mein Standardhonorar und dann können wir mal verhandeln. Und wenn die dann sagen, ja, nee, wir haben ja auch kein Budget, dann kann man sagen, dann schauen Sie mal weiter. Es gibt ja noch andere, die Ihnen sicherlich gerne helfen.

Chris

Richtig.

Boris

Junge, Junge, Junge.

Chris

Junge, Junge.

Boris

Das ist so, wie damals hier die Stadt Göttingen sich bei mir meldet und gerne diese Nachtaufnahme, die Langzeitbelichtung von dem Doppeldecker-Bus von mir haben wollte. Für eine Marketinggeschichte, für Plakate, für Flyer, für Katalog.

Chris

Ach, auch noch für richtig große Anwendungen.

Boris

Nicht nur für die Social Media. Nein, nein, nein. Richtig für Print. Ob ich ihnen das zur Verfügung stellen könnte. Und ich dann in meinem jugendlichen Leichtsinn, weil, weißt du, war eine Firmenfeier. Ich habe das Foto halt gemacht. Das ist keine Auftragsarbeit. Mein Geldverdienen ist nicht mit zufällig gemachten Fotos Geld verdienen. Das ist halt nicht mein Job. Habe ich gesagt, ach, wissen Sie was? Ich würde mich ja freuen, wenn Sie meinen Namen erwähnen, dann in den Flyern so ein Foto von Boris Nienke oder sowas, dass das irgendwo da drauf steht. Komm, machen wir 50 Euro und dann gebe ich ihm das Bild als JPEG-Datei. Ach so, ja, nee, da weiß ich jetzt gar nicht, dann haben die das abgelehnt. 50 Euro. Und ich dachte noch, also wenigstens den Aufwand jetzt zu Hause das Bild rauszusuchen und vielleicht sogar noch vorbeizubringen oder so zu bezahlen. Nein, sie hatten keine 50 Euro und wollten das aber für eine Marketingaktion. Da habe ich gesagt, nee, dann müsst ihr das Bild selber machen.

Chris

Da wäre meine Reaktion ein ungläubiges. Sagen Sie mir gerade, dass Sie kein Budget dafür haben. Echt?

Boris

Ja, ich habe ja dann noch so scherzhaft gesagt, weil ich sage dann das jetzt nicht eher ernst. Also ich kriege es jetzt nicht mehr wortwörtlich zusammen. Ich sage, ist das jetzt eher ernst? Ich kann ja auch 500 Euro nennen, wenn das für sie angenehmer ist. Also wenn das dann einen offiziellen Touch kriegt. Ich sage, ich kann ihnen auch eine Rechnung schreiben, inklusive Mehrwertsteuer. Das ist alles kein Problem. Können wir machen. Ich sage, oder sie gehen mal irgendwie kurz bei den Kollegen sammeln und dann trinken sie alle eine Tasse Kaffee weniger und dann komme ich auf eine Tasse Kaffee vorbei und wir lachen darüber. Also so ungefähr, nicht ganz so frech, aber irgendwas in der Art habe ich da schon noch gesagt. Dann geben sie mir irgendwie ein gutes Stück Kuchen aus oder so und dann sind wir auch quitt. Aber da wollen die mir erzählen, dass sie null Budget haben, weißt du? Und ich sage, nee, das tut mir dann leid, sage ich, ich bin ja auch Fotograf. Ach so, ja.

Chris

Sie verdienen doch dann indirekt über dieses Marketing, was sie mit meinem Bild machen, auch wieder Geld.

Boris

Ja, die vermieten dann den Bus, den kannst du halt mieten, den Bus. So ein britischer Bus halt. Naja.

Chris

Ja, ja.

Boris

Belegexemplar. Das wäre es noch gewesen, dass wir gesagt hätten, wir können Ihnen aber die Flyer schicken. Wir können Ihnen 100 Flyer zukommen lassen.

Chris

Einen Flyer.

Boris

Einen Flyer. Die kann ich ja dann noch verteilen, weißt du?

Chris

Achso.

Boris

Das wäre noch die Krönung gewesen. Sind Sie nicht drauf gekommen.

Chris

Super.

Boris

Na gut.

Chris

Du, wir haben noch einen Lightroom-Klassik-Power-Tipp. Ja, wir haben ja letztes Mal zwei Tipps rausgehauen und der Bernd hat sich dann im Slack gemeldet und schreibt, Danke für die Lightroom-Tipps. Es gibt immer wieder interessante Dinge, die man nicht weiß, wieder vergisst und die einem den Workflow deutlich beschleunigen können. Und gebe da einen eigenen Tipp. Beim Eishockey kämpfe ich ständig mit weißem Eis gegen schwarze Trikots. Belichtung, Lichtertiefen, schwarz und weiß sind oft benutzte Funktionen bei mir. Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich anstatt umständlich die kleinen Slider mit der Maus und dem Trackpad auszuwählen, auch die Werte direkt im Histogramm ändern kann. Eine Kleinigkeit, aber eine deutliche Beschleunigung meiner Bildbearbeitung.

Boris

Ja, die vier Standardregler.

Chris

Angepasst damit das noch alles zusammen passt aber letztendlich kann man da relativ flott direkt im histogramm arbeiten ja im histogramm klicken und ziehen das geht ja dabei sind wir dann noch zwei histogramm tipps eingefallen der erste ist die j-taste, Das ist diese Über-Unterbelichtungswarnung. Da kann man oben im Histogramm auf diese kleinen Dreiecke klicken, um dann Unterbelichtung in Blau und Überbelichtung in Rot zu sehen. Oder man schält die einfach beide zusammen an, indem man J drückt. Und wenn man wieder J drückt, geht das auch wieder aus. Das war auch so ein Ding, was ich ständig brauche, wenn ich irgendwo was am Bearbeiten bin, was harte Kontraste und extreme Kontraste hat.

Boris

Dann siehst du in einem satten Blau eben die Schattenbereiche eingefärbt, die rein schwarz sind und in Rot markiert eben die rein weißen Flächen. Und das ist dann gerade, ich benutze das tatsächlich ganz gerne, wenn ich ein Bild nochmal bearbeite für einen Druck. Also wenn ich hier selber drucke, dass ich dann unter Umständen die hohen Bereiche nochmal ein bisschen anpasse, dass die nicht rein weiß sind, sondern dass das nur ein helles Grau ist. Also dass da Zeichnung oder selbst wenn es keine Zeichnung ist, aber dass einfach ein bisschen Tintenauftrag da ist, weil das einfach im Erscheinungsbild schöner ist.

Chris

Das ist sinnvoll, wenn du druckst, weil ansonsten hast du immer zwischen fast weiß und weiß, weiß hat dann keine Tinte mehr und dann reißt das ab und das sieht oft nicht gut aus.

Boris

Gerade mit Pigment-Tinte ist das sinnvoll, das ein bisschen runterzuziehen.

Chris

Genau, ich habe noch einen Power-Tipp. Da werde ich jetzt gar nicht so sehr ins Detail gehen, aber für die, die so ein bisschen mehr chirurgische Präzision wollen beim Histogramm, und zwar das Gradationskurvenwerkzeug. Also wenn ihr das benutzt und damit irgendwie firm seid, da ist links oben so ein kleiner Kreis. Das ist das, im Englischen heißt das das Adjust Point Curve Tool. Auf Deutsch heißt das das Zielkorrekturwerkzeug. Also wo man quasi so ein kleines Werkzeug rausnehmen kann aus der Gradationskurve und dann übers Bild gehen kann.

Boris

Ach, die Gradationskurve jetzt, ja.

Chris

Wenn man dann mit der Maus einfach nur sich dieses Tool übers Bild bewegt und dabei mal einen Blick auf die Gradationskurve wirft, dann bewegt sich der Punkt über dem Histogramm unter der Gradationskurve, basierend auf der Helligkeit des Punktes, der unter der Maus gerade ist. Und damit kann man sehr schnell feststellen, welcher Teil vom Bild wo in diesem Histogramm liegt, von der Helligkeit her. Und wenn man dann reinklickt, hat man genau an dieser Stelle, auf dieser Gradationskurve dann einen Punkt gesetzt. Und kann den dann auch relativ zielgerichtet bearbeiten. Aber wie gesagt, keine Details. Vor allem ist das eine verbale Erklärung. Hilft da eh nicht. Das ist für die, die das eh mal benutzen. Also nehmt da mal das kleine runde Werkzeug da links oben von der Gradationskurve mal raus und geht über das Bild.

Boris

Ich ergänze noch, wenn ihr da dann nichts sehen solltet, ich müsste es jetzt tatsächlich ausprobieren, wenn ihr das nicht sehen solltet, dann müsst ihr die Gradationskurve umschalten auf diesen erweiterten Modus. Auf den Erwachsenen-Modus. Ja, da gibt es einen einfachen Modus, wo einfach nur vier Bereiche sind, die man einstellen kann. Und dann kann man da anpassen, ohne dass man das Bild wirklich kaputt machen kann. Auf dem erweiterten Modus ist dann plötzlich sich alles möglich mit relativ vielen Stützpunkten, die man einbauen kann. Und da geht das wie beschrieben.

Chris

Klaus möchte, dass wir Darktable-Tipps machen. Ich glaube, das willst du nicht, weil wir sind beide Darktable-Noobs und würden wahrscheinlich Blödsinn erzählen.

Boris

Auf absehbare Zeit.

Chris

Wir können auch nur wirklich gute Tipps geben über das Tool, das wir verwenden.

Boris

So sieht es aus. Ich kann nur den Tipp geben, Darktable mal auszuprobieren. Wie gesagt, nicht zwingend in der Mac-Version. Das ist nicht so berühmt, weil es da einfach keinen wirklichen Owner für gibt, der sich da wirklich mit viel Zeit drum kümmern könntet. Also, wenn ihr Softwareentwickler seid und euch mit Macintosh auskennt, dann würde auch ich mich freuen, wenn ihr euch da vielleicht meldet bei dem Team und da Unterstützung anbietet. Ansonsten halt besser unter Linux und Windows mit Darktable, da kommt ihr besser mit voran.

Chris

Und da ist es vor allem deutlich flotter. So. Ich habe dich im Vorfeld der Sendung was gefragt und du hast mit Fragezeichen geantwortet. Moment. Ähm, es geht, es geht, es geht um, um Menschen, die noch, äh, die noch wissen, wie das ist, vor einem Röhrenmonitor zu arbeiten, einem CRT, einem Cathode Ray Tube. Hatte ich natürlich früher auch mal. Da sind diese großen schweren Dinger, die wie so alte Fernseher aus Glas bestehen, also eine große Röhre drin haben, sehr tief sind, nicht so flach wie heute die LCDs. Und die etwas advanceren von den Geräten hatten einen Knopf, der hieß die Gauss.

Boris

Und ich kann mich daran nicht erinnern. Du sagtest, das hat was mit Farbe zu tun. Ich dachte erst an irgendwas mit Kontrast, weil da war mir so, dass ich mal an einem grünen Monitor irgendwas hatte, aber das hatte wahrscheinlich mit diesem Nachleuchten und so zu tun.

Chris

Nee, das hatte damit nichts zu tun. Also auch das, ohne es jetzt wirklich zu sehr breit zu treten. Du hast im Prinzip hinten am Monitor eine Elektronenkanone, die schießt also dann Elektronen raus Richtung Bildschirm.

Boris

Richtung unser Gesicht.

Chris

Richtung dein Gesicht, genau. Und zwar von hinten ist dieser Bildschirm mit so einer Phosphorschicht beschichtet und wo diese Elektronen draufkommen, leuchtet es. Da macht das Ding einen Punkt. Das ist ein Elektronenstrahl und der wird durch Magnete abgelenkt und wird dann so zeilenweise drüber geschickt. Also von oben nach unten, irgendwie links nach rechts, läuft das quasi durch so schnell, dass dadurch dann das Bild entsteht. Diese Elektronenstrahlung wird an- und ausgeschaltet oder in der Helligkeit moduliert und so weiter. Damit das vorne alle, und zwar rote, grüne und blaue Pixel, RGB, wie man das auch vom LCD her kennt. So, jetzt hast du da also diesen Elektronenstrahl und damit der auch wirklich exakt auf diesen Pixeln landet, wo er landen soll, gibt es dann noch eine Lochmaske. Das heißt, direkt hinter der Glasscheibe und hinter der Phosphorschicht ist eine Maske. Das ist wie eine große Platte, eine dünne Platte mit ganz vielen Löchern drin.

Boris

Unsere Pixel quasi.

Chris

Das sind die Pixel. Je nach Hersteller gibt es von Sony hat dann Trinitron, das ist nochmal ein anderes Ding. Da haben sie so eine Streifenmaske, aber letztendlich ist das irgendwie eine Maske. So und jetzt passiert irgendwie mit der Zeit, magnetisiert sich diese Maske.

Und wenn die magnetisiert ist, dann wird der Elektronenstrahl abgelenkt. Und dann, wenn das nicht mehr genau richtig passt, dann stimmen auch irgendwann die Farben nicht mehr richtig.

Ich habe mal bei meinen Eltern den Fernseher als Kind kaputt gemacht, weil ich mit dem Magnet, oh guck mal, das macht lustige Sachen, wenn du mit dem Magnet vorne irgendwie was tust. Und dann hat sich tatsächlich diese Maske magnetisiert und dann waren da irgendwie, links unten war plötzlich so ein grüner Farbpunkt, grüner Farbfleck. Das hat dann der, ich glaube, das hat dann der Fernsehmechaniker, der kam dann, der Elektriker da und hat dann irgendwie so ein Gerät dran gehalten. Jedenfalls die Computermonitore, die etwas besseren, hatten das eingebaut, dieses D-Gaussing. Das heißt, du hattest dann eine, ja vorne quasi um diese Maske rum eine Spule, also irgendwelche Drähte um den Monitor drum und da wurde dann so ein Impuls losgeschickt und dieser Impuls, der hat das dann innerhalb von einer zehntel Sekunde, hat ja da irgendwie diesen Magnetismus wieder rausgenommen. Degaussing, also entgaussen quasi. Und die Slow-Mo-Guys auf YouTube haben dieses Degaussing mit 10.000 Frames pro Sekunde mal gezeigt. Jetzt siehst du hier im Video diesen Aufbau. Das sind also die Zeilenweise der Aufbau. Und in drei, zwei, einer Sekunde wird die Gaust.

Und dann wird dieser Hohenstrahl plötzlich diagonal wild in der Gegend rum abgelenkt. Und das sieht so geil aus.

Boris

Das ist schon sehr abgefahren, ja.

Chris

Das wird so psychedelisch, was diese Geschichte macht. Das, was wir da sehen, das ist jetzt ein YouTube-Short, also das ist gerade eine Minute lang höchstens. Ja genau, besoffener Strahl, sagt David, richtig.

Boris

Das sieht sehr abgefahren aus, sieht wie eine Lasershow aus tatsächlich.

Chris

Ja, völlig abgefahren. Und das ist, wenn man da drauf drückt, dann macht der Monitor so, da hörst du ein kurzes komisches Geräusch von dieser Magnetisierung da oder Entmagnetisierung. Und das ist, dann zappelt das Bild kurz und das ist nach einer zehntel Sekunde ist das rum. Also was wir da sehen, ist auch wirklich irgendwie eine zehntel Sekunde, was hier halt mit 10.000 Frames pro Sekunde gezeigt wird.

Boris

Ich kann mich daran nicht erinnern. Ich bin mir relativ sicher, dass wir in der Firma Monitore hatten, die das konnten und wahrscheinlich habe ich da auch mal drauf gedrückt, aber ich habe da keine Erinnerung mehr dran. Krass.

Chris

Ja, und gerade wenn du fotografierst, Fotos bearbeiten willst, hat man ja damals auch schon auf Röhrenmonitoren gemacht.

Boris

Ja.

Chris

Dann waren die Farben natürlich wichtig. Und wenn die sich irgendwie komisch verhalten haben, dann musstest du eben genau dieses tun.

Boris

Krass. Das sieht sehr lustig aus in der Tat. Also auch hier wieder Empfehlung. Schaut euch mal das Video an, Folge 835.

Chris

Ich bin völlig begeistert von diesem Video.

Boris

Oder guckt auf den Link. Ist mit Sicherheit verlinkt, die Slow-Mo-Gast.

Chris

Es ist verlinkt, natürlich. Hier ist es verlinkt. Tja, D. Gousing.

Boris

Entgaußen.

Chris

Ich hab so, ich hab so, ich muss jetzt mal kurz mich outen, aber ich hab sogar die, den, Magnetabspielkopf von meinem Kassettendeck entmagnetisiert. Ich hatte ein Gerät dafür.

Boris

Okay.

Chris

Ja, weil das sich auch mit der Zeit magnetisiert und dann klingt es nicht mehr so gut. Und dann So viel Nerd bin ich.

Boris

Dann hast du das an den Monitor gehalten? Hast du den D-Gauss-Knopf gedrückt?

Chris

Nee, ich hatte einen Entmagnetisiert-Rossel hieß das Ding. Das war so ein Gerät, das sah aus wie so ein bisschen wie so vom Griff von einer elektrischen Zahnbürste und hatte dann vorne so ein Teil, was dann mit so einem, weichen Gummi ummantelt war, damit es nichts macht und das hielt man dann so unten unter den Magnetkopf.

Boris

Ist denn wegen Tierschutz verboten worden? die Magnetisierungsdrossel.

Chris

Und Fink und Starr, genau. So, wir haben noch ein paar Fragen übrig.

Boris

Eine haben wir auf jeden Fall. Und zwar hat der Tim gefragt, ich fotografiere meine Bilder im RAW-Format. Diese möchte ich im Urlaub schon ein Teil der Bilder mit Lightroom Mobile am iPad bearbeiten. Kann ich die Einstellungen, die ich an den Bildern vorgenommen habe, exportieren und den Lightroom Classic am PC wieder importieren. Was ich bisher als Möglichkeit gefunden habe, ist, Dateien als DNG exportieren. Danach habe ich sowohl das RAW, der Kamera und die DNG. Hier könnte ich natürlich die Einstellung des DNG auf das RAW kopieren. Zu aufwendig und beides behalten ist dann unsinnig. Oder ich lasse die Bilder über die Cloud synchronisieren. Hier weiß ich aber noch nicht, wie ich die Einstellungen von Lightroom Mobile mit meiner Ordnerstruktur auf der Festplatte Lightroom Classic synchronisiere, hat jemand einen Tipp für mich. Den Weg über die Cloud würde ich mir gerne sparen, da ich nur die 20 GB nutze.

Da hatte ich dann schon eine Idee, da brannte aber schon so ein bisschen Frage und Diskussion los, welche Möglichkeiten es gibt und er hat dann nochmal nachgelegt, damit wir mal einen Eindruck haben von dem Volumen, um das es geht.

Er sagt, er lädt die RAW-Dateien, also er hat es ausprobiert mit Lightroom Mobile, wenn man da RAW-Bilder importiert, mit der Cloud synchronisiert, dann lädt er definitiv immer das ganze RAW hoch. Ja, das ist so. Wenn man in Lightroom Mobile auf dem iPad importiert und mit der Cloud synchronisiert, dann hat man ja das Original RAW auf dem iPad und das wird auch in die Cloud geladen. Er sagt, bei seiner Kamera sind das Pro-Bild um die 50 Megabyte. Das heißt, so um die 400 Bilder bekommt er in diese 20 Gigabyte. Und er sagt, je nach Urlaub ist das schon mal nutzbar, weil dass er mit mehr als 400 guten Bildern nach Hause kommt, das passiert dann doch eher selten.

Also hier haben wir also für ihn tatsächlich die Möglichkeit, die Cloud zu benutzen. Er importiert die Bilder also am iPad, lädt sie dann mit der Cloud hoch. Und jetzt kommt's. Man kann in Lightroom Classic eine Sammlung anlegen und kann sagen, diese Sammlung soll mit Lightroom Mobile, also mit der Creative Cloud synchronisiert werden. werden. Und dann kriegt man die Bilder dort wieder runter. Also man kann sich da verschiedene Sammlungen anlegen, die tauchen dann auch in Lightroom Mobile als eigene Sammlung auf und dann kann man in Lightroom Mobile in diese Sammlung importieren. Und wenn man dann wieder zu Hause am Rechner in Lightroom Classic ist, dann wird das dort auch hinein synchronisiert und zwar inklusive der RAW-Datei. Und jetzt kommt der Witz. Wenn man jetzt in Lightroom Classic in dieser Sammlung ist, wo diese von der Cloud synchronisierten RAW-Bilder sind. Und man zieht jetzt diese RAW-Bilder aus dieser Sammlung raus in einen anderen Ordner, in eine andere Sammlung, der nicht zum Synchronisieren markiert ist in Lightroom Classic.

Dann verschwinden diese RAW-Bilder auch wieder aus der Cloud, weil man hat das Bild jetzt ja verschoben.

Beziehungsweise, wenn es weiter synchronisiert wird, wird das dann mit der Smart Preview gemacht. Und wenn man dann mit den Smart Previews dann die Synchronisation macht, dann kriegt man natürlich sehr viel mehr Bilder synchronisiert. Oder man hat die Bilder eben sowieso gar nicht mehr in der Cloud und dann hast du die 20 GB auch wieder frei. Also der Trick ist halt, einmal importieren am iPad, iPad-Bearbeitung machen, solange es eben in die 20 GB reinpasst und dann an Lightroom Classic die Synchronisation abwarten und die Bilder wieder rausziehen aus der Sammlung und gegebenenfalls aus der Sammlung halt dann rauslöschen. Und dann verschwinden sie auch aus der Cloud und der Platz ist wieder frei. Und ja, Tim, wenn du tatsächlich nicht mehr als diese circa 400 Bilder brauchst, wahrscheinlich ein bisschen weniger, weil noch anderes Zeug da vielleicht in der Cloud liegt, dann ist das ein gangbarer Weg. Ansonsten weiß ich es nicht, weil da habe ich keine Erfahrungen damit. Es gibt ja jetzt die Erweiterung, dass man die Bilder auch nicht in der Cloud bearbeitet, sondern lokal auf dem Device bearbeitet. Also auch in Lightroom Mobile hättest du ja die Möglichkeit, die Bilder direkt aus dem Dateienverzeichnis zu bearbeiten, von dem iPad. Wie das dann aber zu Hause funktioniert, wahrscheinlich müsstest du dann die Bilder vom iPad auf den Mac kopieren, halt über, Wege wie Kabel anschließen oder AirDrop oder was auch immer und dann neu importieren bei Lightroom Classic. Das wird wahrscheinlich auch irgendwie funktionieren, aber da habe ich keinerlei Erfahrung, weil ich den Workflow einfach nicht habe.

Chris

Kann ich auch nichts so sagen. Wir haben noch zwei weitere Fragen. Die sind über happyshooting.de sehr high High gekommen. Das eine ist von, Horst. Moin, Lightroom kriegt eine Menge Freistellung mit dem neuen Feature hin, das Objektivunschärfe, diese KI-gesteuerte Verunschärfung. Könnte man verlässlichere und bessere Ergebnisse erhalten, wenn man Fokus-Stacking umkehrt? De-Fokus-Stacking, richtig? Habt ihr da Erfahrung, wie man das automatisiert hinkriegt? Danke euch und der Community.

Boris

Ich habe da ein Fragezeichen im Kopf.

Chris

Ich habe da auch ein Fragezeichen im Kopf. Also was will er machen? Er will quasi verschärfen. Also er will die Unschärfe rausnehmen.

Boris

Nee, Unschärfe reinnehmen. Beim Fokus-Stacking sorgst du ja dafür, dass du eine höhere Schärfentiefe hast, indem du mehrere Aufnahmen machst mit einem unterschiedlichen Fokuspunkt und die zu einem scharfen Bild verrechnest.

Chris

Genau.

Boris

Dann hast du halt bei Makroaufnahmen nahm eine höhere Schärfentiefe zum Beispiel. Und der umgekehrte Weg wäre dann eine geringere Schärfentiefe. Und jetzt erzählst du mir mal, wie du mit dem Stacking eine geringere Schärfentiefe kriegen willst.

Chris

Naja, er will ja den Fokus wegnehmen. Das ist in den Smartphones drin, das heißt Porträtmodus.

Boris

Porträtmodus, ja, aber das ist genau das, was Lightroom macht durch Motiverkennung und Freistellen.

Chris

Genau, also die aktuelle Lightroom-Klassik-Version zumindest und wahrscheinlich auch die normale, also die mobile Version, müsste das ja KI-gestützt irgendwie machen. Genau dieses ...

Boris

Und ein Defocus-Stacking, also das sind so interessante Experimentiergebiete so kreativer Art und Weise. Ich glaube nur, es gibt ja keine Routine dafür. Die Routine beim Fokus-Stacking basiert ja darauf, dass Kontrastgrenzen gefunden werden und dass eben die kontraststarken Bereiche im Bild erhalten werden und die kontrastschwachen eben rausfliegen, sodass du dann eben durch die Verrechnung ein möglichst scharfes Bild bekommst. Und beim umgekehrten Weg müsstest du dann sagen, an welchen Stellen willst du denn den unscharfen Bereich haben?

Chris

Also Bernd schreibt ja noch, könnte man beim Stacking nicht einfach die unscharfen Teile nehmen, statt die scharfen.

Boris

Naja, aber dann hast du am Ende halt ein unscharfes Bild. Also dann kannst du auch gleich ein unscharfes Bild machen. Also ich wüsste nicht, was ich damit gewinne. Aber da sind jetzt EntwicklerInnen gefragt, ob das irgendwie zielführend ist.

Chris

Das klingt mir so nach Kreativalgorithmus.

Boris

Was man halt machen kann, wenn du eine geringere Schärfentiefe, also eine wahrgenommen geringere Schärfentiefe haben willst, also beispielsweise einen relativ weitwinkligen Bildausschnitt, der aber eine sehr geringe Schärfentiefe hat, also geringer als es mit deiner Kamera möglich ist, dann kannst du ein sogenanntes Brandizer machen. Das heißt, du machst ein mehrzeiliges Panorama, also machst zum Beispiel drei Aufnahmen nebeneinander und drei untereinander, sodass du neun Bilder hast. Kannst du beliebig vergrößern, kannst auch fünf Reihen übereinander und fünf nebeneinander machen oder sowas. Dann hast du einen sehr breiten Bildwinkel abgedeckt, hast das aber gegebenenfalls mit einer relativ langen Brennweite gemacht, zum Beispiel mit einem 85mm 1.2 oder 25mm 1.8 bei Offenblende, hast dann aber eben nicht den Bildwinkel von einem 85mm, sondern vielleicht von einem 24mm dadurch erreicht, hast aber die Schärfentiefe vom 85mm 1.8 und damit hast du eine sehr geringe Schärfentiefe, was dann halt wirkt, als ob du das mit einer Großformatkamera gemacht hättest oder mit einem 24mm 1.8. 1-0 oder sowas. Das wäre quasi der gegenteilige Effekt von dem Fokus-Stacking, der mir einfallen würde.

Chris

Also vielleicht kannst du uns einfach nochmal schreiben, happyshooting.de für eine Klärung des Ganzen.

Boris

Vielleicht haben wir uns falsch verstanden.

Chris

Wahrscheinlich, der wollte uns nur testen.

Boris

Er wollte uns nur foppen, eigentlich wollte er gar keine ganze Antwort.

Chris

Glaube ich auch. Marcel schreibt, moin, ich hoffe, dass dass das bei Happyshooting kein alter Hut ist, aber ich hatte neulich eine Eingebung für hübsche Produktfotos mit Hausmitteln. Ich wollte Zeugs verkaufen und gute Fotos machen gute Preise. Ist richtig? Ja. Dazu noch mal der Hinweis, es gab mal von eBay, haben mal vor Jahren schon eine groß angelegte Untersuchung gemacht, wie viel du mehr kriegst mit besseren Bildern Und die haben einen Preisunterschied von 30 Prozent gefunden im Durchschnitt.

Boris

Airbnb hat ja sogar angeboten, Fotos für deine Wohnung zu machen.

Chris

Ich weiß nicht, ob das jetzt noch so ist, aber das war früher so. Die schicken dir jemanden und die schicken dir einen Profi vorbei. Du kannst auch als Profi dich da bewerben. Ich glaube, viel verdient man nicht.

Boris

Ob das noch so ist, weiß ich nicht. Aber vor Jahren war das so.

Chris

Das war vor Jahren so. Egal, auf jeden Fall schreibt Marcel weiter. Also habe ich die weiße Badewanne als Lightbox benutzt. Fotosubject an einem Ende reingelegt und eine Tageslichtlampe an die Armatur geklebt. Die hat ein bisschen Fläche und damit die Softbox schon eingebaut. Um schnell viele Bilder zu kriegen, reicht dann eine Rolle Klebeband oder sowas als Stativ. Und dann sagt er, er hat uns auch noch ein Bild von dem Setup hingelegt. Moment. Machen wir doch mal kurz auf.

Boris

Ja, Badewanne ist halt quasi so eine schöne weiße Hohlkehle. Du siehst halt keinen Übergang von Boden zu Wand.

Chris

Ja, das Thema ist die Hohlkehle und das ist eine weiße Hohlkehle im Prinzip, also ein geiles Setup und Ergebnis ist hier auch, das kann ich auch noch zeigen, ja, mit Reflexion unten, weil das ist ja eine emaillierte Badewanne.

Boris

Kann sich sehen lassen, also wir sehen ein Objektiv, was sich im Boden, im weißen Boden eben spiegelt und einen weißen Hintergrund hat und wir sehen halt keinen Übergang, keine scharfe Kante, das sieht halt aus sehr, sehr clean.

Chris

Ist ein bisschen unbequem wahrscheinlich, wenn man das, also da muss man dann von oben so mit so einem Klapp-Display irgendwie arbeiten. Hallo?

Boris

Smartphone? Fernbedienung?

Chris

Oder Smartphone, ja.

Boris

Heutzutage ist kein Thema.

Chris

Aber ja, das ist hier sehr gut aufgehoben bei uns.

Boris

Und ja, Christian, da musst du tatsächlich deine Badewanne putzen, wenn du das machen willst.

Chris

Naja, dafür gibt es ja das Stempelwerkzeug, oder?

Boris

Nee, da ist der Spaß ja weg.

Chris

Ich habe auch schon, du kennst das bei uns im Wohnzimmer, diese weißen Schalenstühle, so gebogenes Holz mit weiß lackiert. Und die haben da auch so eine Hohlkehle, die kann man super für so kleinere Produktsachen verwenden. Ich habe auch einfach ein Stück weißes DIN A4 Papier irgendwo mit einem Klebeband irgendwo dran geklebt. Also so kleine Mini-Studios, die man sich da mal irgendwie baut. Es gibt auch ganz viele so Ikea-Hacks, wo du sagst, okay, dann nehme ich dann den Schnüdeldüdel, was weiß ich, Wäschesack von denen und mache dann oben den Deckel ab und dann habe ich irgendwie eine Softbox oder du nimmst das so und so und das ist dann mit einem Stück Styropor irgendwie plötzlich so. Dich eine Fotobox oder sowas. Da gibt es eine ganze Menge. Kann man einfach mal online gucken. Ikea-Fotohacks.

Boris

Also ich habe das auch gerne mit einer großen weißen Pappe gemacht. Dass ich noch ein bisschen mehr Produktfotos gemacht habe.

Chris

Ja, letztendlich ist es wichtig, dass die Bilder gut aussehen.

Boris

Dass das Motiv abgedeckt ist, ringsrum. Und wenn am Bildrand noch irgendwas an der weißen Pappe vorbeiguckt, das ist egal. Weil das lässt sich in der Bildbearbeitung ganz easy einfach erweitern. Nur das Objekt sollte schön abgedeckt sein. Ja, Badewann ist eine schöne Idee.

Chris

Genau. Christian, gibt dir noch einen Tipp? Ich habe seit einigen Jahren das Buch Low Budget Shooting rumliegen. Das hat einige dieser Hacks und Bastelanleitungen drin. Also vielen Dank für die ganzen Fragen und Inputs. Das war heute echt cool, dass da mal so richtig viel kam. Wie gesagt, wen es interessiert, da könnt ihr sowas reinwerfen und, Dann gucken wir mal, was wir in der Sendung draus machen.

Boris

Ist ja schön.

Chris

Ja, damit sind wir quasi am Ende der Sendung angelangt. Wenn da nicht noch ein One More Thing wäre, das mit dem Web, das hat jemand quasi fast wörtlich genommen. Und zwar ein Spiderweb. Da war ein Pärchen unterwegs in Neuseeland. Und die haben dann in ihrer Sony A7 IV oben im Sucher eine Spinne gefunden.

Boris

Oh.

Chris

Diese Spinne.

Boris

Aber innen drin oder was?

Chris

Hier.

Boris

Oh, ein bewegtes Bild.

Chris

Also sie wissen nicht genau, wie das passiert ist, aber sie vermuten, dass da möglicherweise die Spinne, die saß vielleicht irgendwo in der Fototasche, hat sich ins Objektiv hinten reingesetzt. Und dann machst du das ran und die Kamera ist halt innen so aufgebaut, dass dann möglicherweise da einfach so eine kleine Spinne irgendwie rumkrabbeln kann.

Boris

Also wenn es ein Spiegelreflex ist, ist es easy, da hinzukommen. Ist es das wirklich?

Chris

Ja. Ist es das wirklich, wenn du da oben ein ordentliches Prisma hast?

Boris

Was meinst du, wenn so eine winzige Spinne durchkommt?

Chris

Jedenfalls hat die da innen ihr Netz gesponnen. Auf den Bildern war nichts zu sehen. Ist ja eine spiegellose Kamera. Da ist der Sucher quasi optisch entkoppelt, kein Spiegel. Und die haben dann versucht vor Ort, das schildern die da, haben dann vor Ort versucht, dass irgendwie ein Händler zu finden, der das irgendwie aufmachen kann, konnte niemand. Und irgendwann war dann die Spinne auch weg, die ist dann verschwunden. Ja, sie fragen sich, ob die jetzt irgendwo in einem anderen Teil der Kamera sitzt.

Boris

Ausrüstung direkt verkaufen.

Chris

Mit kleinen Fehlern.

Boris

Für Tierliebhaber.

Chris

Rasselt ein bisschen beim Schütteln. Ich weiß es nicht, aber die Spinne war irgendwann weg und das war dann auch, also nicht spurlos, weil das Netz hat sie übrig gelassen. Also beim Komponieren durch den Sucher haben sie irgendwie das Netz verhaut. Ich fand die Geschichte sehr...

Boris

Das ist Neuseeland oder was?

Chris

Die waren in Neuseeland, ja.

Boris

Da ist das so wahrscheinlich irgendein hochgiftiges Viech oder sowas.

Chris

Nein, Neuseeland, nein, nein, nein.

Boris

Oder ist das nur in Australien?

Chris

Sind die Dinge, die dich umbringen. In Neuseeland kann dich nichts umbringen. Da sind alle nur harmlos.

Boris

Das ist ja gut, dann kann man ja auf Schmusekurs gehen mit dem Tierchen. Mit der kleinen Spinne, genau. Hauptsache es ist keine, die man schon aus Australien mitgebracht hat, weil dann ist ja eine kurze Berührung, direkt explodiert man dann.

Chris

Wenn man Australien kommt, ist man gleich Indonesien.

Boris

So sieht das nämlich aus.

Chris

Damit wünschen wir euch einen schönen Abend oder wann immer ihr immer das auch hört und wir sind nächste Woche wieder da. Bis dann. 3, 2, 1 Happy Shooting!

Shownotes


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