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#852 - Krintsch

Veröffentlicht 30 May 2024

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Boris

Happy Shooting, Folge 852. Cringe, die heutige Folge wird euch präsentiert von Kloster Sound Lab.

Chris

Dem Podcast-Workshop im Kloster in Zickofen.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Chris

Jetzt habe ich mich überrascht.

Boris

Was? Wir hatten es doch hier nicht einfach einen Roman erzählen. Kloster Sound Lab, dem was?

Chris

Dem Podcast-Workshop im Kloster in Zickofen.

Boris

In Inzikofen. In Inzikofen ist auch schön.

Chris

In Inzikofen, ja, das muss man so üben.

Einspieler

Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

So sieht das nämlich aus. Und das da hinten, der mit dem Podcast in Inzikofen-Workshop-Dings ist der Chris. Hallo Chris.

Chris

Und das hier ist der Boris. Guten Tag.

Boris

Er hat mit dem Finger auf mich gezeigt. Ich bin der Boris. Hallo.

Chris

Schönen guten Tag. Wir sind's wieder, Chris und Boris mit Happy Shooting, dem Fotopodcast.

Boris

Wir sind die mit den identischen Stimmen und den identischen Erscheinungsbilds, da wir immer noch verwechselt werden, trotz Video. Das verstehe ich immer noch nicht.

Chris

Wir klingen nicht gleich.

Boris

Nein, wir klingen auch nicht gleich. Ja, Red Knight, wenn du Australien kommst, bist du fast Indonesien. Den kenne ich schon.

Chris

Kennst du den? Was ist das für eine Stadt?

Boris

Zeig's gerade auf deinen Mund.

Chris

Hm?

Boris

Weiß nicht.

Chris

Na, Dortmund.

Boris

Ach, Dortmund. Ah.

Chris

Und was ist das für eine Stadt?

Boris

Kann ich jetzt nicht sehen.

Chris

Nochmal Respekt hier an. Jetzt ist es dumm für die, die zuhören.

Boris

Ein Finger wandert langsam auf das Ohr.

Chris

Das ist Baltimore.

Boris

Bald im Ohr. Ah, sehr schön.

Chris

Gut.

Boris

Ja, besser wird's heute nicht mehr. Das war's. Wir wünschen euch noch viel Freude mit der Fotografie. Macht's gut und bis zum nächsten Mal.

Chris

3, 2, nicht. Wir sind, ja, wir sind ja für Shooting der Foto, das habe ich jetzt schon mal dreimal gesagt.

Boris

Cringe, wie die mit heute sagen würde. Cringe.

Chris

Cringe TSCH. Wir nehmen live auf heute wieder am 28.

Boris

28.

Chris

Das ist so ganz klein da rechts oben.

Boris

Ja, was weiß ich denn. Zeitlos.

Chris

Sowieso. So, und wir machen hier live und am Donnerstag in der Konserve unseren. Dingens Podcast. Entschuldigung, ich bin heute nicht angelegt.

Boris

Komm doch mal rein.

Chris

Es machen heute wieder tolle Menschen auf unserem Slack-Kanal mit. Das ist der Kanal dienstags 18 Uhr im Happy Shooting Slack. Link auf den Shownotes und auf dem Bildschirm. Außerdem dürft ihr uns natürlich immer Fragen, Anregungen und sonstige Dinge hier reinwerfen über happyshooting.de slash hi. Da sehen wir es dann und bringen es auch eigentlich immerhin die Sendung. Da ist schon sehr.

Boris

Sehr gutes Zeug drin.

Chris

Ja, und wir haben heute wieder tolle Themen für euch. Ich muss hier mal parallel dazu ganz kurz den richtigen links. Ah, nee. Ha! Wir fangen mit der Videogeschichte an.

Boris

Also einen holperigeren Start hatten wir kaum.

Chris

Heute ist heute.

Boris

Unglaublich.

Chris

Machen wir hier noch kurz den, der mir, hier ist der Dings dran. Ich wollte ganz kurz darauf hinweisen, dass wir hier ein tolles Video haben, von, online haben, von Rolf, der auf dem Klostergeister-Workshop videografiert hat. Link kommt natürlich in die Shownotes und, beziehungsweise Links, weil es sind zwei Videos. Und ich weiß nicht, ob wir für die restlichen Klostergeister, Präsentationen Projektvorstellungen also da gibt es Videos, da sind auch einige auf YouTube, aber falls jemand eine Playlist dafür hat, immer her damit, dann packen wir das nämlich dazu, Das Video ist richtig gut geworden.

Boris

Oh ja.

Chris

Also, eigentlich war das ja nur für den Alex gedacht. An dieser Stelle übrigens alles Gute und schöne Grüße. Und ich habe das gesehen und dachte mir so, nee, das muss so öffentlich werden.

Boris

Schon ziemlich fantastisch.

Chris

Weil die Videos zeigen schon, dass dieses Jahr der Workshop so ein ganz besonderes Ding war.

Boris

Schon echt fantastisch. Ja, und Rolf hat das ja auch genutzt. Das eine Video hat er geschnitten, da durfte ich ihm mal eins zu eins über die Schulter schauen und ein paar Fragen stellen. Das war ganz erhellend, auch wenn es schon spät war und ich nicht mehr so viel aufnehmen konnte. Und ansonsten hat er ja noch für eine kleine Gruppe an Interessierten eine Vorführung gemacht, wie er dann eins von den Videos geschnitten hat. Ich weiß gar nicht, welches das war. Es kann sein, dass das das war, was du da gerade gezeigt hast. nicht ganz sicher.

Chris

Eins von denen.

Boris

Genau. War toll. Habe ich auch noch mal zugehorcht, so als Vergleich. Ich bin ja so Final Cut Pro Nutzer. Und das war mal ganz erhellend zu sehen, wie das mit DaVinci Resolve funktioniert. Ganz wirklich sehr, sehr starke Software.

Chris

Guckt euch die Videos an, falls ihr immer nur unser Gelaber hört und euch fragt, wie ist es denn da wirklich? Das kommt da ganz gut rüber.

Boris

Alex schaut zu, sagt dann, hat sich unheimlich über die Videos gefreut.

Chris

Das ist cool. So, lass uns mal in die News eintauchen. Wir haben nämlich...

Boris

Du hast noch ein Feedback.

Chris

Achso, ich habe noch ein Feedback. Du hast recht.

Boris

Ich helfe dir ein bisschen.

Chris

Danke für die Erinnerung. Der Christian hatte uns letzte Woche einen Kommentar geschrieben zum Thema DxO Photo Lab und ich habe das so flapsig als kleinen Rant bezeichnet. Er hat nochmal geschrieben und sagt, es sollte kein Rant sein. Ich schreibe nochmal wegen meines Kommentars zu DxO Photo Lab. Ich wollte da keiner Empörung Luft machen. Es ist gut, dass es zu jedem Topf einen Deckel gibt. Von daher ist Andreas Auswahl an Software natürlich völlig okay. Es tut mir leid, wenn das falsch rüberkam. Naja, ich habe es ja auch ein bisschen überspannt.

Boris

Ein bisschen extrapoliert. Die Vignette in die falsche Richtung gezogen, um beim Thema zu bleiben.

Chris

Der Vorteil von Fotolab einzigartige Tools wie U-Point und Kontrolllinien zu haben, ist gleichzeitig ein Nachteil, weil man sie schlicht nicht von woanders kennt. Das ist richtig, das ist so ein bisschen limitiert. Sollte eigentlich so gefühlt an anderen Stellen auch sein, weil das echt, also die U-Points sind echt eine coole Sache.

Boris

Ja, das stimmt.

Chris

Aber na gut. TLDR, eine längere Ausprobierzeit lohnt sich. Man entdeckt kreative Werkzeuge, die es so woanders nicht gibt.

Boris

Ja, kann ich unterstützen. Und wie gesagt, wenn ihr einen qualitativ hochwertigen RAW-Converter sucht und nicht zwingend intensiv damit drucken wollt, sondern hauptsächlich eure RAWs bearbeiten wollt, DxO macht sehr, sehr feine Qualität. Also mir hat das auch sehr gut gefallen, wie du wirklich feinste Details rausarbeiten kannst, beziehungsweise per Default tut er das sowieso schon. Aber wenn du jetzt irgendwie so feines Geäst vor grauem Himmel hast, ich hatte so ein schönes Winterbild, da kriegst du so mit ganz feinen Kontrasten und einer sanften Schärfung und so weiter, da kriegst du so saubere Details raus, das habe ich mit keinem anderen RAW-Konverter geschafft. Das sind Sachen, die sieht man natürlich selbst, weil man sein Bild kennt und die Ergebnisse im AB-Vergleich hat. Das interessiert, glaube ich, so ziemlich keinen Betrachter und keine Betrachterin da draußen und schon gar nicht gedruckt an der Wand. Aber, Ich selbst fand das sehr faszinierend. Ich kann das also wirklich qualitativ sehr empfehlen. DxO macht feine Qualität.

Chris

Sehr schön. Wer auch feine Software macht, ist Serif mit Affinity. Da haben wir auch schon drüber geschrieben, dass die jetzt zu Canva gehören. Aber trotzdem gibt es da Updates. Und jetzt ist von Affinity das 2.5er-Update rausgekommen. Ich habe jetzt hier Affinity Fotos und Affinity Designer abgedatet.

Boris

Ist ein kostenloses Update, die 2.5.

Chris

Ist das. Und da haben sie drin, Ach ja genau, Publisher auch. Native Windows Unterstützung für ARM64, also neue Prozessortypen unterstützt. Unterstützung variabler Schriftarten. Das heißt, du kannst jetzt auch in Textblöcken den Font variieren, von Buchstabe zu Buchstabe, wenn du das willst.

Boris

Das geht vorher nicht?

Chris

Nee, innerhalb eines Textblockes nicht. Ich glaube, Textblöcke haben eine Schriftart zu haben, meine ich. Dann ein Tool für die Konturbereite, da geht es um die Veränderung der Konturbereite über den Verlauf des Striches. Der Bleistift hat irgendwelche Erweiterungen, zumindest beim Designer. Ein neuer Algorithmus zur Kurvenglättung, der für insgesamt bessere und glattere Ergebnisse sorgt.

Boris

Das auch immer.

Chris

Ja, ich nutze die auch nicht alle, die Tools. Dann ein QR-Code-Tool. Das lieben einige. Das musste man bisher extern machen, das kann man jetzt auch.

Boris

Kannst halt einen QR-Code in der Software generieren und natürlich freiskalieren auf dein Layout packen. Das ist für viele echt eine Lösung.

Chris

Ist eigentlich simpel, aber wenn du dir vorstellst, du machst was mit Publisher, und hast dann zum Beispiel mehrere ähnliche Sachen mit unterschiedlichen QR-Codes. Die kannst du dann einfach quasi Batch-artig da generieren lassen. Das ist ganz cool. Zum Thema Raster gibt es noch, also zum Grid, zum Raster gibt es noch die Möglichkeit, irgendwelche Presets abzuspeichern. Das Typografie-Tool wird jetzt zu einem eigenen Panel für einen Sidebar.

Boris

Das macht es ja immer oben im Toolbar.

Chris

Aber das hat jetzt ein eigenes Panel bekommen. Das ist geil.

Boris

Strecken war nämlich ganz schön viel drin.

Chris

Und das kannst du jetzt halt auch auf dem Bildschirm, das kannst du rausschnappen, auf dem Bildschirm pinnen, damit es dann da bleibt, wenn du es viel brauchst und so. Das ging vorher nicht. Und noch so ein paar andere Sachen. Neue Kameras und DWG-Polylinien-Import verbessert und so weiter.

Boris

Ich glaube, das Interessanteste für die Mac-User ist halt der native M1, also der Apple Silicon Support.

Chris

Ja, der war doch bisher schon. Es geht ja um den Windows ARM Support. Das ist eine andere Baustelle.

Boris

Ich bin mir nicht sicher, ob die durchgängig M1 meine schon.

Chris

Doch, doch.

Boris

Im Kern, weiß ich nicht.

Chris

Ich bin mir sehr sicher sogar, dass die ein Apple Silicon Update schon länger hatten.

Boris

Startet es denn immer noch so langsam?

Chris

Ein Teil von dem Start auf dem Mac, ein Teil von der Startzeit wird ja von so einer Online Validierung bei Apple gefressen.

Boris

Das ist ja ein Ding.

Chris

Was ja, don't ask me. Big Brother is watching you.

Boris

Das sind zwei Prüfungen. Einmal dieser Gatekeeper und einmal diese Sicherheitsvalidierungs Dingensbums.

Chris

Also jedenfalls ist das tatsächlich ein Zeitfaktor.

Boris

Aber Affinity ist mir halt aufgefallen, dass es wirklich, wirklich langsam startet. Da hast du eine super schnelle Maschine.

Chris

Matthias sagt, es startet noch langsamer. machen.

Boris

Ah, okay.

Chris

Ich habe noch nicht viel damit gespielt, ich kann es nicht sagen.

Boris

Ja, ich fand es bezeichnend, dass selbst ein Monster wie Photoshop schneller startet als Infinity, als so kleines Standalone-Programmchen.

Chris

Dafür musst du Photoshop jeden Monat bezahlen.

Boris

Ja, das stimmt. Muss man sich halt überlegen. Am besten hatte ich gelesen als Tipp, in die Anmeldeobjekte legen, die Programme, dann starten die quasi, wenn man sich einloggt am Mac Und da man den Mac ja sowieso kaum bootet, sind sie dann alle verfügbar, weil sie quasi im Cache liegen oder im RAM liegen.

Chris

Ich weiß es nicht. Ich starte übrigens ganz selten direkt den Designer, den ich am meisten benutze, sondern für die verschiedenen Dokumenttypen, die ich da benutze, habe ich mir so eine Smart-Suche angelegt, die dann nach Tags geht und startet immer im prinzip über die dokumente also ich hab's jetzt nicht als langsam empfunden, Aber ich habe ja auch diesen turboschnellen M2 hier. Ha.

Boris

Ha. Für irgendwas muss er ja gut sein. Take this.

Chris

Capture One Pro 16.4.

Boris

Ja, ist veröffentlicht worden. Gibt ein schönes Einführungsvideo dazu von Capture One. Alex hatte das geschrieben im Slack.

Chris

Ganz kurz noch, Alex sagt gerade, Affinity Photo startet bei mir in weniger als drei Sekunden.

Boris

Wenn es schon einmal geöffnet war, ja, beim zweiten Mal. Das hört aber auch irgendwann auf, also zumindest bei mir. Also direkt danach schon, aber wenn ich ein paar Tage oder Wochen später nochmal starte, ist auch egal. Capture One Pro 16.4 ist jedenfalls rausgekommen. Alex hat darüber berichtet im Slack. Alex, ich habe mir das mal gegriffen hier als Thema. Fand ich nämlich sehr, sehr spannend. Capture One und Capture One Studio. Ich bleibe jetzt mal explizit bei Capture One Pro 16.4. Das ist wahrscheinlich das, was für die meisten von uns interessant ist. Ist erweitert worden und es wurde viel im Bereich AI-KI getan. Unter anderem gibt es ein AI-Crop-Tool.

Das funktioniert so, dass du bei einem Bild einen Crop, also einen Zuschnitt festlegst und diesen Zuschnitt dann auf andere Bilder übertragen kannst. Was heißt das? Das heißt, du hast zum Beispiel mit einer Person oder mit mehreren Personen ein Fotoshooting gehabt. Also ich stelle mir zum Beispiel so ein Shooting bei einer Abifeier vor in der Vergangenheit. Und dann stehen die Leute nicht immer in derselben Entfernung vor dir auf der Kamera, weil die halt auf der Bühne stehen und sich nicht daran halten, wo du ein Kreuz hingeklebt hast auf dem Boden. Das heißt, sie sind immer ein bisschen unterschiedlich weit weg. Du willst aber nicht mit der Brennweite rumspielen, weil damit ändert sich halt der Gesamtbildeindruck unter Umständen.

Oder es ist einfach zu unpräzise. Also hältst du drauf und dann sind manche Personen eben ein bisschen größer, ein bisschen kleiner, ein bisschen weiter links im Bild, weiter rechts im Bild. Das passiert halt so. So, jetzt kannst du halt hingehen und kannst eine Person zuschneiden und kannst sagen, ich möchte die Bildaufteilung so haben, dass der Kopf hier im oberen Drittel vom Bild ist und dann der Schnitt so weit und die Ränder, also die Entfernung vom Kopf bis zu den Bildrändern soll ungefähr so viel sein. Dann machst du halt so einen ganz normalen Crop halt und sagst, so gefällt mir das. Und dann wählst du die nachfolgenden Bilder oder andere Bilder aus mit ähnlichem Motiv, also wieder mit Personen, die Richtung Kamera schauen, aber eben anders angeordnet sind in dem Bild und sagst, mach mal den gleichen Crop. Und dann werden diese Bilder analysiert und dann wird halt geguckt, okay, du hast einen Mensch freigestellt, da ist ein Kopf und dann passe ich den Crop so an, dass das Seitenverhältnis immer gleich bleibt, logischerweise, der Crop bleibt immer gleich, aber ich verschiebe den Crop so auf den anderen Bildern, dass das Motiv in der Relation zu den Bildrändern an derselben Stelle steht.

Und wenn du das dann gemacht hast... Und guckst dir hinterher die gekroppten Bilder an, dann sehen die alle präzise ausgerichtet aus. Also wenn du da durchblätterst durch die Bilder, auch so für Firmenportraits oder so was auf einer Webseite, wenn die irgendwie durch so ein Karussell fahren. Angenehme Sache, weil dann sind die Köpfe alle gleich groß oder eben ähnlich groß und haben den richtigen Abstand zu den Rändern. Das ist ein interessantes Feature, was ziemlich viel Puzzlearbeit sparen kann, wenn es denn funktioniert.

Chris

Also wenn du Schulfotograf bist oder so was.

Boris

Zum Beispiel auch da, ganz genau. Das Ganze soll auch bei Objekten funktionieren. Das haben sie in dem Video auch kurz gezeigt. Das heißt, wenn du Produktfotografie machst und du hast halt einen Tisch oder die hatten halt so ein Minitischchen, wie sagt man, ein Podest und da halt ein Objekt drauf. Auf und dann hatten sie halt verschiedene große Objekte und dann in verschiedenen, Kamera-Ausschnitten das fotografiert und dann schneidest du halt das Motiv mit ein bisschen Podest zu und sagst, wende diesen Crop mal über AI auf die anderen an und dann wird eben das genauso gemacht, dass eben die anderen Objekte genauso zentriert sind, wie du es im ersten Crop auch gemacht hast.

Chris

Also das ist quasi ein Crop, der an eine Subjekterkennung gekoppelt ist.

Boris

Ja, cool. Interessantes Feature, kann ein sehr spannender Problemlösung sein und Alex hat auch einen Link dazu gepackt, den packen wir in die Shownotes. Der ist gleich mit einem Zeitstempel, dann kann man direkt dort einsteigen, wo genau dieses Feature mal präsentiert wird. Alex schreibt hier gerade noch im Slack 2000 Autoreifen sind danach subjektiv alle gleich groß. Da muss man halt gucken, dass der 15 Zoll vielleicht noch anders aussieht als der 17 Zoll. Aber in einem Shop ist das eh egal. Da sollen die ja alle gleich groß sein. Nun ja, solange das Bild nicht noch verzerrt wird und sie auch alle gleich breit sind, ist das ja schon in Ordnung.

Chris

Also das wäre ein cooles Feature.

Boris

Dann gibt es die AI Mask, also das Maskieren mit AI Hilfe. Das hat Lightroom ja auch vor einiger Zeit dazu bekommen und viele andere Bildbearbeitungstools ja auch. Das wurde hier in Capture One, die hatten das offensichtlich schon drastisch beschleunigt. Im Video kann man also sehen, wie quasi mit der Maus, wenn das Bild einmal analysiert wurde, das dauert halt irgendwie ein paar Sekunden aber auch nur, wenn du dann mit der Maus über das Bild rüberfährst, da wo der Mauszeiger steht, der Bereich, zack, wird instant freigestellt und markiert. Und das Ganze ist auch ganz spannend, wenn du ein Porträt hast und hast quasi rausgesoomt und siehst den ganzen Menschen vor einem Hintergrund und du fährst halt mit der Maus rüber, aber dann wird halt schnell der ganze Mensch markiert oder das ganze Pferd oder das ganze Tier generell. Wenn du aber ranzoomst und Details eben siehst, wie Zähne, Mund, Auge, Nase, Haut, dann kannst du mit der Maus gezielt über einzelne Bereiche fahren, zum Beispiel um nur die Zähne zu markieren zum Aufhellen oder nur die Augen zu markieren und solche Späße. Und das geht dann relativ schnell. Multi-Select geht natürlich auch.

Und Alex schreibt hier noch, das funktioniert zum Beispiel auch mit Flüssigkeiten im Glas. Also ein durchscheinender Hintergrund wird eben als solcher erkannt. Also auch das soll ganz gut sein. Und er schreibt, auf Macs mit M1-CPUs und höher, muss man ja inzwischen sagen, läuft es quasi verzögerungsfrei. Also da haben sie richtig Gas gegeben an der Stelle. Alex, was ich nicht weiß, ist, ob die Erkennung online läuft oder ob die lokal auf dem Rechner geschieht. Wenn einmal die Maskierungsinformationen da sind, wird es wahrscheinlich auch lokal laufen. Aber ob die Bildanalyse online läuft, das habe ich nicht gesehen. Alex schreibt, es ist alles offline. Das heißt, die Modelle werden dann lokal installiert offensichtlich. Das ist spannend. Ja, tolle Sache. Außerdem schreibt er hier noch, dass es halt im Capture One Studio Update auch diverse Erweiterungen gab. Und insgesamt für die Produktpalette gilt, es ist halt alles schneller geworden.

Synchronisieren der Bearbeitung von einem Bild auf ein anderes, hat man jetzt mit einem Klick Zugriff auf die Auswahl, was man synchronisieren möchte. Das ist das, was Lightroom ja sofort anzeigt, wenn man synchronisieren möchte, dann kann man ja wählen, welche Settings willst du übernehmen. Das war bei Capture One wohl etwas versteckt. Ich erinnere es nicht mehr ganz genau, aber ich weiß, ich musste da auch suchen, wie das geht. Das ist jetzt mit einem Klick erreichbar. Diverse Tethering Verbesserungen und so weiter und so fort. Wir verlinken gerne auch die Release Notes dazu, da könnt ihr euch das alles nochmal durchlesen. Richtig großes Ding.

Chris

Und alles offline, schreibt Alex.

Boris

Ja, ja, schreibt offline, genau. Also, tolles Update, wie mir scheint. Starke Sache. Weiterhin gibt es sowohl Einzelkauf als auch Abo-Möglichkeiten und Alex sagt, beim letzten Mal hat er auch ein bisschen gewartet. Oft gibt es dann nochmal Angebote für einen günstigeren Update-Preis. Also behaltet die Preise ein bisschen im Auge und schlagt vielleicht nicht sofort zu.

Chris

Schön. Und wo wir gerade bei KI-Features sind, da lassen sich andere auch nicht lumpen. Nämlich Adobe mit Lightroom zum Beispiel. Da ist jetzt im aktuellen Update, haben wir letztes Mal schon mal drüber gesprochen, einiges Neues reingeflossen. Also vielleicht war meine Befürchtung, dass Lightroom Classic abgeschafft werden soll, doch nicht so ganz begründet. Also es wird zumindest entwickelt. Unter anderem kommt halt das ein oder andere KI-Feature von Photoshop auch rüber. In diesem Fall das Verschwinden lassen von Dingen im Bild.

Boris

Ja, aber diesmal in die Lightroom-Mobile-Version.

Chris

Genau.

Boris

Großer Unterschied. Also Lightroom Classic hat ja schon seit längerem ein Entferntool, was Content-Aware ist und dann Pixel erfindet, das mal mehr, mal weniger gut funktioniert, aber offline arbeitet. Und Lightroom, also die Lightroom-Mobile-Version, hat jetzt ein Entferntool mit Generative Fill bekommen. Das ist dieses neue Firefly-KI-Feature von Adobe, was auch in Photoshop drin ist, wenn man Bereiche markiert und sagt Generate Fill ohne ein Prompt, dann wird halt per Default erstmal entfernt. Und ich sage jetzt mal nicht genau das, sondern so etwas ist jetzt in Lightroom reingekommen. Und auch wie bei Photoshop kann man hier dann, wenn das Ergebnis fertig gerechnet ist, zwischen drei Varianten wählen oder das Ganze nochmal versuchen lassen, wenn einem das nicht gefallen hat. Und der Haken oder der Unterschied zu der Lightroom Classic Variante mit dem Content Aware, bei dieser Generative Erase Variante muss man online sein. Das findet also auf dem Server statt, genau wie bei Photoshop auch.

Untertitelung des ZDF, 2020, Das kann dann also auch durchaus einen Augenblick dauern, weil natürlich irgendwelche Daten hochgeladen und dann gerechnet und wieder heruntergeladen werden müssen. Ich habe das am Tag, als es rausgekommen ist, das war am Dienstag nach unserer Aufnahme, habe ich das noch versucht auf dem Sofa. Und es hat ziemlich lange gedauert, also wirklich Minuten gedauert, bis ich ein Pferd von der Wiese löschen konnte. Das Ergebnis war allerdings, Das Pferd war nicht mehr zu sehen. Da war nur noch Weide. Selbst ich wusste nicht mehr genau, wo das Pferd war. Das war wirklich sehr, sehr gut.

Chris

Da musst du gerade irgendwie, was weiß ich, über Teputo geroutet worden sein oder so. Ich habe mir heute das Update installiert.

Boris

Heute ist ja auch der 28. Letzte Woche Dienstag, als es rausgekommen ist.

Chris

Ja, ist okay. Wahrscheinlich haben es alle gleichzeitig probieren müssen.

Boris

Ich habe das heute probiert und ja.

Chris

Du hast einen Fortschrittsbalken und der braucht auch ein paar Sekunden, bis er voll ist, aber dann ist auch gut.

Boris

Ja, das ist quasi wie in Photoshop auch.

Chris

Du teilst dir halt Server-Rechenzeit mit ganz vielen anderen und ich bin mir nicht sicher, ob Adobe tatsächlich je nach Last einfach neue Instanzen hochfährt oder nicht.

Boris

Ich glaube nicht für Spitzenlast.

Chris

Und das auch noch dynamisch, glaube ich. Ich weiß es nicht.

Boris

Das glaube ich nicht. Also ich würde es nicht machen, weil die wissen genau, das kommt jetzt raus, jetzt klicken alle Spielkinder einmal drauf, dann sind sie kurz frustriert, weil es langsam ist und versuchst es dann zwei Stunden noch mal oder am nächsten Morgen und dann läuft das wieder. Alles gut. Aber, pass auf, ich komme dazu. Ist ja alles didaktisch aufgebaut, meine Freunde.

Chris

Okay, ich bin ruhig.

Boris

Feature ist da, funktioniert so, Pferd war entfernt, ich war begeistert. Da habe ich es aber gelassen, weil ich keinen Bock hatte, nochmal minutenlang zu warten. Ich habe gesagt, gut, tue es zur Seite. Dann habe ich ein paar Blogs darüber gelesen und... Ja, andere haben dann so geschrieben, so richtig toll ist nicht. Also wenn es dann funktioniert, ist schon beeindruckend gut, aber oft funktioniert es einfach nicht. Einer schrieb ja, aber ich dachte, ich soll die Person markieren und dann wird sie entfernt aus dem Hintergrund. Aber bei ihm wurde sie ständig durch eine andere Person ersetzt, durch eine KI-Person. Also das war relativ wenig hilfreich. und denke ich, das ist aber komisch. Und ich habe es dann jetzt tatsächlich nochmal ausprobiert in den letzten Tagen, und tatsächlich ist es alles andere als perfekt.

Ich habe so zum Beispiel versucht, ich hatte hier ein Foto gemacht von dem großen Stativkopf, den ich anbiete. Und zum größten Vergleich hatte ich eine kleine Batterie daneben gestellt, hier auf den Holztisch. Da habe ich jetzt gesagt, okay, markiere ich mal die Batterie auf dem Holztisch und lasse die mal weg machen. In den ersten, also beim ersten Versuch, die ersten zwei Varianten, Da war irgendwie immer irgendein Ding rein. Also es war schon faszinierend, dass die Holztextur und ich habe ja hier so Plankenschlitze dazwischen, dass das alles sauber erkannt wurde und sauber fortgeführt wurde. Das ist also wirklich so, als ob da keine Batterie stand. Aber stattdessen lag in dem einen Fall ein geschmolzenes Deckel, irgendwas, irgendein Plastik-Blob. Und beim zweiten Versuch lag da eine große Schraubenmutter. Und dann im dritten Versuch war es weg. War nicht perfekt weg. Also wenn man wusste, dass da mal was war, konnte man sehen, dass die Helligkeit nicht ganz passt. Aber es war schon gut. Und dann habe ich es noch mal rechnen lassen, habe es noch mal versucht. Da war in allen drei Varianten irgendetwas anderes dort hingelegt worden.

Chris

Ich sage dir, was da passiert ist. Die haben das Feature online gestellt, dann haben sich die Leute drauf gestürzt, dann ist denen die Serverinfrastruktur fast weggeschmolzen, wie du selber gemerkt hast. Und dann haben die das große, gute Modell, was das richtig schön kann, erstmal ersetzt durch ein weniger GPU-aufwendiges, kleineres Modell, was das vielleicht nicht so gut kann. Die machen, ich vermute das jetzt, aber so würde ich das machen. Nicht das Feature einfach wieder abschalten, sondern sagen, okay, wir müssen jetzt Zyklen sparen, da müssen wir jetzt einfach, dann nehmen wir jetzt einfach ein schlechteres Modell, was wir halt auch trainiert haben und so. Weil ich hatte jetzt zum Beispiel heute einfach gute Ergebnisse. Ich habe ein paar Tests gemacht und das war rundum völlig in Ordnung.

Boris

Ja, es ist halt nicht vorhersehbar, wie es funktioniert, weil es halt ein reines Reihe-Feature ist.

Chris

Das war aber beim vorherigen Context-Aware-Rausstempeln auch nicht vorhersehbar. Da hat er dann irgendwo manche Sachen aus dem Bild geklaut.

Boris

Das alte KI-Ding.

Chris

KI.

Boris

Ja, genau. Ja, hier ist es halt noch viel weniger vorhersagbar, was da passiert, weil nicht mal mehr klar, also beim Content-Aware, Eraser war ja klar, dass ein Objekt weg soll. Und ich nehme an, dass ein Objekt daran erkannt hat, inwieweit es sich von den Kanten, die du markiert hast, unterscheidet, als ob er da irgendwo Kontrastkanten erkennt. Da werden ja so Linienerkennungen gemacht und Objekterkennungen. Dann hat er gesagt, okay, und das dazwischen soll wahrscheinlich weg. Und das, was übermäßig markiert ist, das nehme ich als Referenz und dann fülle ich das auf. Was jetzt halt passiert, oder was passieren müsste, ist, dass die KI eben auch erkennt, was ist denn da überhaupt markiert worden? Finde ich da drinnen irgendein Objekt? Und dann müsste im Hintergrund so etwas wie ein Prompt sein. Du müsstest sagen, mach das weg und nicht ich ersetze es durch ein ähnliches oder alternatives Objekt. Und dann ist jetzt halt die Frage, was glaubt denn die KI, was weg ist? Also was glaubt sie denn, was dazwischen aufgefüllt werden soll? Und das ist ein Punkt, wo ich sage, das ist in Photoshop einfach beeindruckend gut. Ich habe also das jetzt wirklich schon oft benutzt und ich habe nicht ein einziges Mal es erlebt, dass mir irgendein anderes Objekt dahingerechnet wurde. Also außer es gehört dahin, weil ich habe ein Hausdach markiert und dann hat er mir einen Baum dazwischen gesetzt, weil ringsrum eben auch Bäume standen. Dann soll das ja auch so sein.

Also es scheint halt hier nicht exakt dasselbe zu sein oder nicht derselbe Prompt zu sein, den sie hier in Lightroom Mobile eingebaut haben. Oder Chris, wie du sagst, vielleicht haben sie es gerade wegen des Ansturms von der Qualität her reduziert, von der Erkennungsqualität.

Da wird jetzt nur die Zeit zeigen, wie gut das ist. Mein Problem damit ist, wenn ich das jetzt irgendwie dreimal benutze und es hat nur einmal funktioniert.

Beim vierten Mal versuche ich es vielleicht noch, danach lasse ich es. Also die Frage ist, ob dann irgendwann noch mal ein Update kommt mit der klaren Aussage, jetzt wurde es drastisch verbessert. Weil ich glaube, ansonsten wäre ich frustriert. Warum soll ich da jedes Mal Sekunden warten und dann ein schlechtes Ergebnis haben? Also müsst ihr ausprobieren. kann so, kann so sein, kann auch beim wiederholten Test ganz anders sein. Also selbst wenn man es irgendjemandem vorführen will und macht vermeintlich das gleiche wie vorher auch, kommt was völlig anderes hinterher bei raus. Das ist eben das Konzept dieser KI-Fill-Geschichten. Probiert's aus. Schildert gerne mal eure Erfahrungen. happyshooting.de wie es euch so ergangen ist. Ansonsten kann ich noch sagen, die Tiefenunschärfe ist auch mit reingekommen. Also das künstliche Bokeh-Rechnen. Geht jetzt auch in Lightroom Mobile, also auch am iPhone habe ich es ausprobiert. Da geht ja auf Bearbeiten und dann auf Unschärfe. Da gibt es einen eigenen Punkt dafür. Und dann einfach einmal den Schieberegler ein Stück ziehen. Dann findet die Analyse statt. Diese Tiefen-Map wird berechnet. Und danach könnt ihr das wie in Lightroom Classic auch mit dem Schieberegler verfeinern, welcher Bereich scharf sein soll. Ihr könnt ins Bild tippen und den Bereich antippen. Dann werden die Kanten neu analysiert. Geht ganz gut, wie das eben das Schärfetool in Photoshop, also in Lightroom Classic auch macht.

Chris

So, kommen wir zu noch einem Tool mit KI. Es ist nicht mehr aufzuhalten. Pixelmator Pro hat jetzt ein Update bekommen und zwar auf 3.6. Ja, ich habe es nicht angetestet, ich habe es nur gelesen. Das heißt, ich kann über die Qualität nichts aussagen, aber sie haben so diverse, auch neue KI-gesteuerte Maskierungsfunktionen dabei. Da sind also zum Beispiel so Hintergrundentfernungen auf einen Klick, was die bisher nicht konnten. Neue Maskieren, neue Maskengeschichten. Du kannst halt irgendwelche neuen Leermasken machen mit Formen und was weiß ich alles. Die masken können also kannst die in größe und form und so weiter anpassen das war glaube ich bisher auch nicht möglich auch mehrere masken im bild ging wohl bisher nicht was haben wir noch vector masken vollständig bearbeitbar hat man schon ansonsten es kostet nichts für bestehende Pixelmator Pro Nutzer und für die, die das benutzen wollen, kostet das einmalig 49,99.

Boris

Was auch der Hammer ist für das Programm.

Chris

Also Pixelmator hat ja mal so richtig eingeschlagen, als es neu war. Ich sage immer, das ist so ein bisschen wie so ein kleines Photoshop. Also es kann total viel. Es ist aber nicht überfrachtet. Also es hat nicht auf Teufel komm raus irgendwie Feature drin, die keiner braucht und ist vollkommen geeignet, um wahrscheinlich 95 Prozent der, selbst für Profis, um 95 Prozent der Dinge zu tun, die man braucht.

Boris

Und so ein schneller Problemlöser. Da sind auch streckenweise so kleine Tools und Features drin, die wirklich mit Photoshop und Konsorten dann eher kompliziert sind. Was weiß ich, irgendwelche Texturen irgendwo verrechnen willst oder so etwas. Wenn du einen Goldlook irgendwo machen willst, so Sachen. Das geht damit. Ja, ist ein wirklich nettes Tool und ich meine, es gibt es auch für iPad zum Beispiel. Da haben sie auch mal richtig mit eingeschlagen.

Chris

Genau.

Boris

Lohnt sich ein Blick und für das Geld, ganz ehrlich.

Chris

Ja, für das Geld.

Boris

Super Tool.

Chris

Ist das ganz gut.

Boris

Wem das alles, wem die anderen Sachen hier Affinity und Photoshop einfach zu komplex und zu schwer sind, Pixelmator ist auf jeden Fall ein Blick wert.

Chris

So, du hast uns noch eine neue Kamera mitgebracht.

Boris

Ja, Panasonic ist rausgekommen mit der Lumix S9. Das ist eine eine Vollformat-Kamera von Panasonic, also Kleinbildformat, 24 Megapixel, Hat einen 5-Achsen-Stabilisator, also Vollformat stabilisiert bis 6,5 Stufen. Bei Video auch. Bei Videostabilisierung kann man noch einen Pixel-Shift dazuschalten. Da wird also digital noch zusätzlich stabilisiert, wenn man es richtig still haben will. Es gibt einen Hi-Res-Shot, auch etwas, was manch andere Kamera so ein bisschen tut. Hier bis 96 Megapixel. Ich glaube, da werden acht Aufnahmen in schneller Folge gemacht und miteinander verrechnet und zwar als RAW in der Kamera. Das ist etwas, was halt außer Olympus und Panasonic sonst irgendwie niemand tut. Und zwar gut miteinander verrechnet, also wirklich brauchbar. 30 Bilder die Sekunde schießt sie. Es gibt keinen mechanischen Verschluss. Wie sich das also mit Rolling Shutter und so weiter verhält, das werden dann Tests zeigen müssen. Du hast schon die Seite geöffnet, wo ein Review ist. Ich glaube, da wird darauf hingegangen.

Chris

Da sind tausende Tests drin über alles mögliche.

Boris

Genau. Wer sich da richtig mal reinnerden will, da wurde wirklich viel ausprobiert.

Chris

Die ist hübsch mit dieser blauen Belederung.

Boris

Ach, das ist so schick. Gibt es in mehreren Farben. Gibt es in blau, in grün, in rot oder eben in schwarz, wenn du es ganz langweilig willst. Das ist schon schick gemacht. Sie hat keinen elektronischen Sucher. Sie hat nur das Display. Das Display ist ein Club-Display. Und ja, sie ist sehr kompakt. Sie wiegt nämlich deutlich unter 500 Gramm. Also nicht mal 490 Gramm. Und sie hat mit 12,5 x 7,5 x knapp 5 cm wirklich ein sehr, sehr kompakter Ausmaße. Also das ist schon ein Schnuckelchen. Hat natürlich auch keinen wulstigen Haltegriff oder so, sondern es ist eher so ein schlankes, Leica-artiges Design. Sehr geradlinig. So eine alte, kompakte halt. Dann hat sie noch ein paar Besonderheiten, die sie halt vom Markt so ein bisschen abhebt. Und zwar beim Video hat sie ein Full-Sensor-Readout. Das heißt, die gesamte Sensorfläche im Seitenverhältnis 3 zu 2 kann in 6K-Auflösung ausgelesen und aufgezeichnet werden, sodass du halt später im Edit entscheiden kannst, was für einen Crop willst du denn haben, 16 zu 9, wie breit oder willst du Hochformat haben. Das heißt, du legst dich nicht gleich auf 16 zu 9 fest und wirfst oben und unten Bildwinkel weg, sondern du nimmst wirklich alles auf, was der Sensor sehen kann. Ganz spannende Sache.

Diese 6K Full Readout macht es auch mit 30 Bildern die Sekunde, also voll tauglich. Wenn du das Ganze auf den APS-C-Crop reduzierst, das kannst du machen, wird halt aus der Mitte ausgelesen, dann hast du halt nochmal eine Bildwinkel, also quasi eine Brennweitenverlängerung, wenn du so willst. Dann kannst du 4K-Aufnahmen bis 60 Bilder in die Sekunde machen, auch ganz spannend. Und es gibt auch so ein MP4-Light-Format mit 50 Megabit die Sekunde. Das ist auch ein 4K-Format mit 25 oder 30 Bildern die Sekunde. Damit kriegst du wohl im 4K relativ kleine Dateien, die du dann zum Beispiel direkt mit dem Tablet oder Smartphone austauschen kannst für den schnellen Schnitt zwischendurch oder so.

Und dann hat sie ein spannendes Feature. Und zwar eines dieser Feature, wo ich vor Jahren schon gesagt habe, wie cool wäre denn das? Wir hatten mal über eine Kamera gesprochen, wo dann quasi Lightroom eingebaut sein sollte. Und dann stellte sich raus, naja, ist halt nur ein Lightroom-Mobile-Editor, aber keine Live-Preview von irgendwelchen Presets oder sowas. Hier gibt es das. Hier ist zwar kein Lightroom eingebaut, aber LUTs, also die Lookup-Tables. Es gibt nämlich eine eigene App von Panasonic, die Lumix Lab App. Und damit kannst du diese sogenannten LUTs, diese Lookup Tables erstellen oder auch vorhandene LUTs herunterladen oder austauschen. Es gibt da wohl auch von KünstlerInnen LUTs, die bereitgestellt werden und wahrscheinlich wird man auch untereinander LUTs tauschen können. Und diese LUTs kannst du dann auf die Kamera hochladen und in der Kamera anwenden. Die Kamera hat einen eigenen Button dafür, einen LUT-Button. Damit kannst du dann eins der installierten Lookup-Tables auswählen und es wird live angewendet. Also in der Live-Vorschau siehst du diese Lookup-Tables. Du kannst sie benutzen für JPEG, für RAW, für Video. Mir ist nicht ganz klar, wie es im RAW-Format funktioniert, ob da wirklich die Pixel-Informationen manipuliert werden oder ob nur die Lookup-Table hinterlegt wird für den RAW-Entwickler. Das weiß ich nicht.

Und das ist halt, wer sich jetzt fragt, was soll eine Lookup-Table sein? Man kann das so ein bisschen verstehen als Alternative zu dem, was Fuji macht mit den Filmsimulationen. In so einer Look-Up-Table könnt ihr halt eintragen, wie sollen sich denn Kontraste verhalten, gegebenenfalls sogar pro Farbkanal. Also ich weiß jetzt nicht, was diese App alles anbietet und welche Look-Up-Table konkret das ist, aber so generell kannst du eben sagen, Kontrastkurven je Farbkanal kannst du hinterlegen, du kannst Sättigungsverhältnisse, Schattenanhebungen etc. Hinterlegen, Farbverschiebungen kannst du eintragen, also das komplette Color Grading, den kompletten Look eines Bildes kannst du in einer Look-Up-Table hinterlegen. Das wird gerade bei Filmen sehr viel genutzt und wer schon mal Videoschnitt gemacht hat für YouTube oder sowas, ist da wahrscheinlich auch schon mal drüber gestolpert. Ich habe das bei meinen Videos im Vlog auch angewandt und habe dann Lookup Table drüber geworfen, um eben meinen Farblook da drauf zu legen auf die Videos.

Ja, und hier ist jetzt die erste Kamera, die S9, wo du so ein Look-Up-Table auf die Kamera knallst und hast eine Live-Vorschau. Das heißt, wenn du aufs Display schaust, siehst du quasi schon, wie könnte das denn in deiner Bearbeitung so ungefähr aussehen. Oder wenn du halt eine Look-Up-Table hast, die deinem Stil komplett entspricht, dann schießt du hier JPEG und bist fertig. Mit deinem Look und nicht mit irgendeinem ausgelieferten Look. Und das find ich mal richtig geil. Das ist ein richtig, richtig cooles Feature. Da bin ich schon sehr auf die Reviews gespannt.

Chris

Das ist ein Feature, was vor allem, wenn du Videos schießt, ganz sinnvoll ist. Das machen sie beim Film, also beim ... Kino und so, wenn das gedreht wird. Dann werden diese Lads in der Regel auf den Monitoren gefahren, über die man dann das Bild sieht. Damit man dann quasi ein Preview hat.

Boris

Was beim Film insofern ganz relevant ist, weil da, wo sie nämlich dann drehen, also gerade wenn es im Studio oder sowas ist, da hast du halt eine Bombenausleuchtung und alles ist hell. Aber dein Lad stellt das Ganze eben, was weiß ich, auf düstere Nachtaufnahme oder sowas. Und du drehst halt im Hellen, damit du die ganzen Pixelinformationen dann auch hast. Und dann siehst du in der Vorschau eben, wie es wirklich aussieht hinterher. Das ist schon nett. Ein paar Haken hat die Kamera trotzdem, was ich bisher so gelesen habe. Und zwar scheint die Videoaufnahmedauer pro Clip begrenzt zu sein auf etwas zwischen 10 und 20 Minuten. Je nachdem, welche Settings du hast. Man vermutet wohl wegen der Wärmeentwicklung, weil zaubern können sie natürlich auch nicht. Sensor und Prozessor werden natürlich warm dabei. Und es ist ein sehr kleines Gehäuse. Wo willst du da die Wärme hinführen? Also ist das wohl hart begrenzt? Hört dann einfach auf, aufzunehmen. Und ich nehme mal an, dann kannst du halt den nächsten Clip danach starten mit einer Verzögerung oder so. Dann hat sie keinen eingebauten Blitz. Das würde mich jetzt noch nicht so wahnsinnig stören. Aber sie hat auch keinen Blitzschuh. Das heißt, nichts mit Funkauslöser oder mit Aufsteck.

Chris

Das ist Panasonic, ne?

Boris

Das ist jetzt eine kompakte Kamera. Dafür ist sie jetzt nicht gemacht. Und sie ist, soweit ich gelesen habe, nicht wetterfest, also keine speziellen Abdichtungen. Ich würde damit also jetzt vielleicht nicht in der Arktis irgendwie bei heftigem Schnee oder was weiß ich im Regenwald bei Regenzeit rausgehen. Aber ich denke mal, wenn du hier bei uns im leichten Regenschauer raus bist, dann wird sie dir nicht direkt kaputt gehen. Vermute ich jetzt mal. Habe ich zumindest früher mit den Kameras auch gemacht und da stand auch nicht dran, dass sie besonders abgedichtet gewesen wäre. Aber ja, sie ist jetzt nicht speziell wetterfest. ist. Kommen soll sie Mitte Juni, also schon Mitte nächsten Monats, wo wir das hier aufnehmen, 2024. Und das Gehäuse soll um 1700 Euro und verbindliche Preisempfehlung kosten. Gibt es halt ein paar Bundles mit verschiedenen Objektiven. Da sind wir dann so bei 2000 oder drüber.

Chris

Die Frage kam übrigens gerade noch, ob das jetzt die erste Vollformatik von Panasonic sei und das ist sie nicht, sondern da Da gab es bisher schon die S1 und den Ableger S1R im Vollformat und die S5 und jetzt neu die S5 Mark II.

Boris

Genau, ist der Nachfasser der S5 quasi.

Chris

Und dann noch ein paar, und dann jeweils noch eine spezialisierte, Videoversion, die dann noch entsprechende Funktionen hat. Nur der Vollständigkeit halber. Ja, sehr schön. Panasonic, Lumix.

Boris

Ah, Michael schreibt gerade, ist nicht die erste, die diese LATS benutzt. Existierende Panasonic-Kameras können das wohl auch. Okay, war mir neu. Ich hab's zum ersten Mal jetzt hier bei der so bewusst wahrgenommen. Wenn das die anderen Panasonics vorher auch schon konnten, umso besser. Aber welche Nikon macht das? Welche Canon? Welche Sony nochmal gleich? Pentax vielleicht? Fuji? Na gut, die haben ihre Filmsimulationen, aber... Ich find's stark. Es ist der Schritt in die richtige Richtung und ich möchte es bitte in meiner Canon haben.

Chris

Tja. Kommen wir zu was anderem. Das ist ein Fall, der wahrscheinlich einigen hier sehr bekannt vorkommen wird. Ich hab das gelesen und dachte mir, das kennst du, das war doch, das haben wir noch in der Sendung vor einer Weile schon besprochen. Also, eine Oma hat vor zwölf Jahren für 22 Euro eine Fototapete gekauft und an die Wand gemacht. Nur so Steinmuster irgendwie. Dann später, die Oma ist dann, ich weiß nicht, ins Heim gekommen oder sonst was. Auf jeden Fall hat die Enkelin dann mittlerweile Omas Haus als Ferienwohnung vermietet. Hat dafür natürlich ein Foto von der Wohnung mit veröffentlicht. Da war natürlich die Tapete drauf. Und der Fotograf Stefan Böhme zieht vor Gericht und zwar vor das Landgericht Köln. Und das ist schon der zweite Fall, wo der auftaucht im Kontext einer Ferienwohnungsvermietung. Das war der erste Fall, war auch zu dem Thema. Der ist damals nicht in Berufung gegangen. Das sieht jetzt diesmal ein bisschen anders aus. Also das Landgericht Köln hat geurteilt und hat entschieden, dass die Verwendung von Fotos von Fototapeten im Internet eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

Boris

Totaler Kapitän.

Chris

Dem Fotograf recht gegeben. Und in diesem Fall war es eben hintendrauf auf dem Foto. Das Landgericht hat sich darauf gestützt, dass es wohl eine frühere Entscheidung des Bundesgerichtshofs gibt, der diese Ausnahme für unwesentliche Beiwerke im Urheberrechtsgesetz ziemlich eng auslegt. Die Schadenssatzerforderungen des Fotografen wurden auf 100 bzw. 200 Euro pro Bild begrenzt. Immerhin, das Urteil ist runtergeschliffen. Zu den Gesamtkosten kommen wir gleich noch. Es wurde allerdings verdoppelt, weil sie den Namen des Fotografen nicht genannt haben.

Boris

Ja, natürlich. Also Leute, wenn ihr zu Hause eine Fototapete an der Wand habt oder überhaupt eine Tapete mit einem Muster dran habt, wisst ihr, wer das designt hat? Forscht mal nach. Könnte wichtig sein, falls ihr mal ein Foto ins Internet stellt.

Chris

Also das ist insgesamt jetzt vom Landgericht Köln bereits mindestens mal der vierte ähnliche Fall oder die vierte ähnliche Klage. Das geht jetzt aber in die zweite Instanz. Die wollen weitermachen. Wenn das ohne Erfolg bleibt, dann kostet das nochmal ein paar tausend Euro obendrauf. Und ich habe das hier bei Heise gefunden. Die Enkelin hat Heise erzählt, also dass sie bisher ungefähr viereinhalb tausend Euro schon bezahlt haben. Also die 200 Euro Schadenersatz. Der Rest für eine Abmahnung, für Anwälte, für Gerichtskosten. Für die Berufung jetzt, um die überhaupt einzuleiten, kommen nochmal 900 Euro drauf und wenn sie dann verliert, dann wird sie insgesamt wahrscheinlich auf so 8.500 Euro sitzen bleiben. Für die vor zwölf Jahren für 22 Euro gekaufte Fototapete.

Boris

Für eine Fototapete, deren zweckgemäße Bestimmung es ist, an die Wand tapeziert zu werden. Und dass man in dem Raum dann lebt und dass man vielleicht auch Fotos macht von dem Raum, Ja, ganz ehrlich, ich habe ja schon geschrieben in einem Kommentar, dass ich mich tatsächlich wundere, dass es also diesen Fotografen Stefan Böhme, das sei hier nochmal deutlich erwähnt, dass es dem soweit gut geht. Also das ist ja auch in Ordnung und so. Und also als Kinder haben wir ja so Quatsch gemacht, dass wir Leuten irgendwelche Hundescheiße vor die Tür gelegt haben mit so einer angezündeten Tapete. Kennst du so diese Klingelstreiche?

Das fanden wir ja so lustig. Und ich finde das in Ordnung, dass sich niemand dazu herablässt auf dieses Niveau, um Stefan Böhme in irgendeiner Form, Und ich, um Gottes Willen, also tut sowas nicht. Ja, das ist ja völlig vernünftig. Mich wundert halt nur, dass man über so etwas nichts liest, weil ich könnte mir vorstellen, nach dem, was ich so sehe im Internet, ist die Empörung einfach verdammt hoch. Und ganz klar, wenn du eine Fototapete an die Wand machst und du machst ein sauber ausgeleuchtetes oder nicht mal sauber ausgeleuchtetes, aber ein sauber komponiertes, scharfes Bild nur von dieser Fototapete, sodass du also eine hochgenügende Auflösung von dieser Fototapete hast, mit dem Zwecke, diese zu reproduzieren, um halt eine Kopie davon anzubieten. Oder was weiß ich, bei Etsy ein Foto davon reinzustellen und sagen, hier druck dir deine eigene Fototapete. Oder sie gar selbst zu reproduzieren und als eigene Fototapete zu verkaufen. Brauchen wir nicht darüber zu diskutieren. Da ist jede Strafe voll gerechtfertigt. Wenn du aber ein Foto von einem Raum machst, den du dann vielleicht vermieten möchtest, oder weil du als Malermeister, so einen Fall gab es nämlich auch, weil du als Malermeister jetzt halt im Auftrage eines Kunden eine Fototapete an die Wand gemacht hast und bist einfach stolz auf deine Arbeit Und dann zeigst du eben das tapezierte Resultat. Guck mal, so toll können unsere Jungs und Damen hier tapezieren. Buchen Sie mich. Wir tapezieren auch Ihre Fototapete nahtlos und ohne Blasen oder so.

Ja, ist doch wunderbar. Dann hängt da halt eine Fototapete, aber ja nicht, dass sie reproduziert würde oder werden könnte. Und bitte, also wenn das jetzt plötzlich urheberrechtsgeschützt sein sollte, ja, das geht so nicht. Stefan, wenn du sowas machen willst, dann kannst du nicht deine Fototapeten irgendwo über den Großhandel vertreiben lassen oder in irgendwelchen Möbelhäusern vertreiben lassen oder wo auch immer die jetzt hergekommen sind. Die sind auf jeden Fall öffentlich verkauft worden und nicht handverlesen mit eigener Rechnung oder so. Und wenn ich irgendwo in einem Möbelhaus eine Fototapete aus dem großen Korb rausziehe und die hier tapeziere und ich muss Angst haben, wenn ich ein Foto von meinem Tapezierkunstwerk irgendwie auf Instagram stelle, dann gute Nacht. Also ich hoffe, dass das noch mal so richtig in den Arsch gekniffen kriegt hier.

Chris

Also das Landgericht ...

Boris

Arsch! ...

Chris

Ist bekannt dafür, dass es eben in solchen Fällen immer businessfreundlich entscheidet oder vornehmlich businessfreundlich entscheidet. Und ja, ja, ja. Vielleicht sollte man in Zukunft so Real Estate Fotografie nur noch mit Blende 1.8 machen.

Boris

KI, zukünftig alles nur noch KI.

Chris

Das wird auch nicht weniger werden, weil du hast halt heute auch Suchmaschinen, die in anderen Fotos deine Fotos finden können.

Boris

Natürlich.

Chris

Und damit werden Leute, die die Absicht haben, sich daran zu bereichern und denen die gängige Rechtsprechung da entgegenkommt, auch wenn sie sich noch so falsch anfühlt, die werden ein relativ einfaches Spiel haben, haben ihre Sachen zu finden und dann drauf loszugehen. Ich könnte ja auch mal alle meine Bilder in so eine Suchmaschine reinwerfen und dann mal gucken. Vielleicht werde ich reich.

Boris

Es ist unanständig. Es ist einfach von Stefan Böhme sehr, sehr unanständig. Ich glaube, in diesem Fall ist es ja sogar so, dass er diese Rechtsvertretung an eine, was ist, eine kanadische Firma gewesen, abgetreten hat. Aber selbst da könnte man sagen, wenn jetzt so eine Firma eben, eben wie du sagst, über eine Suchmaschine geht und irgendwas findet und einfach überhaupt nicht nachguckt, worum es geht, sondern einfach automatisierte Abmahnungen verschickt, dann gehört erstens das schon angeprangert, dieses Vorgehen. Da müsste endlich mal ein Strich gezogen werden, dass das so nicht geht. Aber selbst wenn das so passiert sein sollte, könnte ja ein Stefan Böhme dort einschreiten und könnte sagen, ihr vertritt meine Rechte, aber so bitte nicht. Ja, das ist ja Rufschädigung für mich. Könnte er ja machen, hat er aber nicht, sondern ganz im Gegenteil, sondern klagt da weiter. Das finde ich nicht gut. Ich möchte hier nochmal klar sagen, dass ich nicht zu irgendwelchen Aktionen gegen Böhme aufrufe. Das gehört sich nicht. Auf das Niveau sollte man nicht runtergehen. Da kann man nur bei verlieren. Ich finde aber eine breite Unterstützung für die Klägerinnen, die es jetzt da gibt, die ist schon angebracht. Das heißt, das sollte man mal im Auge behalten, was da passiert. Da entstehen Kosten. Ich weiß nicht, ob die irgendwo online sind. Wenn da irgendjemand Kontakt hat, wenn da jemand was weiß, weil irgendwo auf den Social Media was geteilt wurde von den Betroffenen, vielleicht kann man ja mal so eine...

Ja hier so eine kleine Paypal-Aktion oder irgendwas machen und einfach mal einen Euro reinwerfen und ein bisschen Supporter bieten, dass die auch die finanzielle Kraft haben, da durch die Instanzen zu gehen, weil ich finde das total unanständig.

Chris

Gut, gut jetzt, gut jetzt. Ho, brauner Ho.

Boris

Bin.

Chris

Alles gut.

Boris

Keule, sei froh, dass ich so weit weg bin, du Spacken, ey, Mann, sonst würde ich dir ins Gesicht fotografieren.

Chris

So, wir waren ja vor ein paar Mit Serienaufnahmen. Gehst du jetzt mal, ich müde dich jetzt. Ist jetzt gut. Wir waren ja vor ein paar Wochen in Inzikofen im Kloster. Kloster, Geister, wir reden ja von nichts anderem hier. Und was ich dann dort natürlich parallel auch mal abgeklärt habe, ist die Zukunft des Kloster Soundlab Workshops, der vom 30. September bis zum 5. Oktober stattfinden soll.

Der war sehr in der Schwebe. Der ist auch immer noch ein bisschen in der Schwebe, weil es sind jetzt, glaube ich, zwei, drei Anmeldungen da. Also noch nicht genug, dass der wirklich 100 Prozent stattfinden kann. Aber das Kloster hat sich jetzt bereit erklärt oder der Chef vom Kloster hat sich bereit erklärt, dass er noch ein bisschen zuwartet, bevor er den Slot anderweitig vergibt. Gibt, was gut ist, was toll ist, weil ich will diesen Workshop machen und ich weiß, der hat keinen leichten Stand, weil fürs Kloster ist das was Neues. Sowas haben die noch nicht gehabt und das war, als wir anfänglich mit Klostergeister da waren, haben die ja auch ein bisschen gefremdelt, bis sie uns jetzt mittlerweile adoptiert haben. Und ich würde denen schon gerne zeigen, dass man mit so einem Thema da auch, einen Stich machen kann. Ich habe jetzt aber noch ein bisschen was rausgeleiert. Und zwar das kostenfreie Storno bis Ende, bis zum 21. Juli. Das heißt, wer sich jetzt anmeldet, kann noch bis zum 21. Juli dann den Stöpsel ziehen und sagen, nee, ich komm doch nicht. Wäre ein super Signal, falls ihr noch beim Arbeitgeber irgendwie eine Woche frei haben müsst oder sonst was noch klären müsst.

Und trotzdem daran teilnehmen wollt oder euch zumindest den Platz reservieren wollt, dann könnt ihr euch anmelden und habt dann zumindest bis 21.07. Die Möglichkeit, kostenfrei zurückzutreten und ab dem...

Bis zum 22.09. kostet dann der Rücktritt irgendwie, glaube ich, 80 Euro oder so. Und wer Interesse daran hat, wir werden uns da gemeinsam mit professioneller Audioproduktion und Podcastproduktion beschäftigen. Von der Technik, vom Umgang mit Mikrofonen, Umgang mit Räumen, Thema Umsetzung, Thema Schnitt, Veröffentlichung. Also eine sehr breite Palette, die im Prinzip alle Themen rund um die Produktion und auch die Vermarktung drumherum sich drehen wird. Raumakustik, redaktioneller Prozess, Veröffentlichung auf verschiedenen Plattformen und so weiter. Weiter das Ganze in einer unbeschreiblich schönen Umgebung im Kloster in Inzikofen. Eine Woche lang, ich werde schnell das Internet organisieren.

Boris

Du wirst dir aber nicht nur quasi das Ganze auf High-End trimmen, sondern du wirst dir auch ansprechen, wie du auch mit einfachen Mitteln zu einem guten Ergebnis kommst. Das ist ja das, was es so interessant macht.

Chris

Produktion von richtig studioartig bis hin zur professionellen Produktion mit mobilen Geräten, mit Smartphones sogar.

Boris

Weil das sind so Fragen, die auch an mich schon herangetragen wurden. So, wir haben hier diesen Raum und wollen hier mit einem Interviewpartner, Partnerin einen Podcast aufnehmen. Was brauche ich denn dafür? So, und jetzt kannst du natürlich anfangen mit, ja, da brauchst du jetzt erstmal ein Audio-Device mit irgendwie zwei Kanälen und du brauchst einen Kompressor und einen Limiter und pipapo. Du kannst aber auch dahergehen und kannst sagen, hm, hab dir ein Smartphone. Ich kenne da eine App, mach mal das, mach mal das, stell mal das so ein, stell mal das so ein und dann kriegst du auch schon verdammt geiles Ergebnis hin. Also da gibt es ja Möglichkeiten.

Chris

Ja und natürlich gehört dann zu so einem Workshop auch das ganze drumherum mit KI, mit Texttranskription, mit Kapitelmarken, mit KI-basierter Audiobearbeitung und so weiter. Da gibt es ja mittlerweile die Möglichkeit, sich komplett automatisch alle As rausschneiden zu lassen zum Beispiel.

Boris

Ja, aber eben auch um Raumheil zum Beispiel eliminieren.

Chris

Raumheil kannst du eliminieren. Du kannst völlig unterschiedlich laute Sprecherinnen und Sprecher auf ein richtig gutes Niveau bringen und so weiter. Also da gibt es einfach mittlerweile Werkzeuge.

Boris

Es sind ja auch so ein paar Dinge, die man einfach beachten kann, wenn man so eine Produktion macht, die es einfach für die Hörenden angenehmer macht, sich das anzuhören. Darum geht es letztendlich. Das finde ich ganz entscheidend. Und da gibt es halt Mittel von einfach bis komplex. Und das finde ich ganz gut, da mal so einen Rund. Also ich finde das ein super Workshop und ich finde jeder, der irgendwie in einem Unternehmen im Bereich Marketing unterwegs ist, sollte sich das zumindest mal auf die Liste setzen. Auch wenn ihr jetzt noch keinen Podcast aufnehmt, aber irgendwann wollt ihr ein kleines Video von der Messe machen und dann seid ihr froh, wenn ihr das Know-how habt. Also ich finde das wirklich geil.

Chris

Mhm, ganz genau. Also wer Interesse daran hat, der Link ist in den Shownotes und wie gesagt, bis zum 21.07. Kommt er aus der Nummer auch noch ohne Kosten raus. Und das Kloster hätte das Signal und das würde schon gut was hermachen. So, kommen wir zur Musik.

Boris

And now to something completely different.

Chris

And now for something completely different. Naja, gut, das Ganze ging los damit, dass mir im Kloster mal wieder aufgefallen ist, dass das Thema KI eigentlich kein Thema war. Kaum? Nee, also im fotografischen Bereich war es überhaupt kein Thema. Mir ist es nicht einmal untergekommen.

Boris

Es ist im Audiobereich... Ich hatte eine kleine Runde, da haben wir mit KI Dinge aus dem Bild entfernt.

Chris

Ja, nein, ich meine so generative Geschichten.

Boris

Achso, so mal als Kompletterzeugen. Ja, ja, ja.

Chris

Die große Angst vieler Menschen, die gerne mit ihrer Kammer unterwegs sind, ist, dass sie irgendwann, das nicht mehr machen, weil jedes Bild aus der KI kommt. Und dann bin ich kürzlich, und das ist jetzt schon zwei Jahre quasi, gibt's das, DALI 2 Mitte 22, released worden vor zwei Jahren. Das Zeug hat sagenhafte Fortschritte gemacht, der Fotorealismus wird immer besser, man hat immer mehr Kontrolle über die Bilder, es gibt mittlerweile Video aus den Dingern und, wie gesagt, es ist einmal für mich so im Musikkontext in der Abschlusspräsentation vorgekommen. Und jetzt bin ich vor ein paar Tagen über ein Video gefallen, da wird das Thema Musik, generative Musik in der KI besprochen. Und da gibt es ja mittlerweile auch Systeme, da gibt es die, das eine heißt Suno, glaube ich, und das andere heißt Udio, also wo man quasi Text reinwerfen kann und sagen kann, ich hätte gerne.

Eine Lounge-Jazz-Nummer mit einer Sängerin und so weiter. Und dann wird das plötzlich umgesetzt und klingt auch noch verdammt gut. Und in dem Kontext wurde dann Rick Beato interviewt. Das ist ein älterer Musiker und Produzent, der auch einen sehr guten, musikrelevanten YouTube-Kanal hat. Und der wurde zu dem Thema interviewt, weil der sich halt mit dem Thema auch intensiv beschäftigt. Und der wurde dann gefragt, denkst du, dass KI eines Tages die Musiker komplett ersetzen wird? Oder glaubst du, dass das nicht passieren wird? Und dann sagt er, Quatsch, natürlich glaube ich das nicht. Die Leute haben einfach zu viel Spaß daran, echte Instrumente zu spielen. Ich werde ja nicht aufhören, Gitarre zu spielen, nur weil es KI-Gitarren gibt. Und genau das haben wir halt auch gesehen, die echte Kamera benutzen, ist halt eine komplett eigene Geschichte. Ja, es wird Felder geben, wo es vielleicht irgendwie Einschnitte gibt, also Stockfotografie und so weiter, Produktfotografie, da wird sich sicher was ändern.

Boris

Für den schnellen Titelbild zwischendurch oder sowas.

Chris

Genau, aber generell ändert das ja überhaupt nichts daran, dass wir Bock drauf haben, eine Kamera in die Hand zu nehmen und damit... Tolle Momente einzufangen. Dann reden sie noch ein bisschen weiter darüber, ob er glaubt, dass das dann für das Einkommen der echten Künstler bedeutet, also was das für die bedeutet, also die, die eigene Musik machen, komponieren. Ja, das wird wahrscheinlich Einschnitte geben, das wird einen Einfluss haben. Das ist zu erwarten, vor allem, weil du natürlich gegen diese generativen Systeme auch einfach schon von der Quantität nicht ankommst. Wie viele Bilder kannst du jeden Tag schießen und veröffentlichen und wie viel kann die KI? Also es ist einfach.

Boris

Ja, es ist auch wieder, was du eben schon gesagt hast, eine Frage des Feldes, also um welche Musik geht es? Weil wenn man jetzt mal ehrlich ist und guckt sich in den letzten, weiß ich nicht, 10, 20 Jahren den Musikmarkt an, was halt in den Pop- und Rockcharts rauf und runter geklimpert wird. Und man schaut sich mal an, wie das dann im Studio oft produziert wird. Also je nach Musikrichtung stehen da kaum noch MusikerInnen irgendwo im Studio, sondern das kommt schon alles irgendwo. Natürlich von jemandem, der Keyboard bedienen kann, aber das sind dann schon alles Klänge, die synthetisch erzeugt sind, die halt mit dem Keyboard eingespielt werden oder mit einer Midi-Gitarre eingespielt werden oder sowas. Das ist ja jetzt schon so. Oder du hast komplette Samples, auf denen dann halt drüber gerappt wird und dann mit anderen Effekten dann noch irgendwie ein cooler Soundteppich drunter gelegt wird und sowas. Also es ist jetzt ja nicht so, dass man sich vorstellt, dass du jetzt Musik machen willst, und dann lädst du erst mal zehn verschiedene StudiomusikerInnen ein, die jetzt für dich Musik machen. Die Zeiten sind ja zumindest in einigen Bereichen auch schon durch. Und ja, ich sag mal so, die nächste Bravo-Hits oder sowas, die kannst du dann vielleicht per Knopfdruck komplett aus der KI rausfallen lassen. Die Frage ist, ob das ein großer Verlust ist.

Chris

Nochmal, diese KIs sind jetzt am schlechtesten. Die werden nur besser werden. Also du wirst da, du musst, man muss eine Entwicklung antizipieren, weil man hat über die letzten zwei Jahre schon eine drastische Entwicklung gesehen. Die wird nicht plötzlich aufhören. Das, was wir jetzt haben, mag noch Ecken und Kanten haben und so weiter, aber da kommt dann die nächste Frage, die ihm gestellt wurde. Glaubst du, dass es eines Tages tatsächlich einen Nummer 1 KI-Billboard-Song haben, dass das eingeben wird? Und dann sagt er, ja, und wahrscheinlich in den nächsten zwei Jahren.

Wenn man den Fortschritt jetzt mal einfach extrapoliert. Das passiert gerade exponentiell. Sagt er, ja, er kann sich sogar eine Zeit vorstellen, in denen neun von den Top Ten Songs KI generiert sind. Und das fand ich interessant, weil er sagt, er glaubt schon, dass die Leute ... Das halt hören, was ihnen gefällt und wo das herkommt, wie das entstanden ist, ist zweitrangig. Das sehen wir jetzt aber ja auch schon, wie du gerade sagtest. Die Studios, die haben halt unglaublich viel aus der Konserve. Du hast heute komplette Sinfonieorchester in der Konserve, die richtig gut klingen. Du hast heute komplette Bands in der Maschine, die richtig gut klingen. Und genauso wird es früher oder später halt die KI auch im Foto-Umfeld geben. Wir hatten schon KI-Bilder, die Wettbewerbe gewonnen haben. Ob das jetzt mit rechten Dingen zugeht oder so, das ist eine komplett andere Frage. Aber die Frage ist, schaut man sich das an und gefällt es einem?

Und also er äußert sich schon auch kritisch, dann wird er aber noch gefragt bist du überhaupt irgendwie begeistert von dieser Entwicklung und das sagt er natürlich, total begeistert sogar und zwar, weil es einfach Jobs einfacher macht die lästig sind, und die wahrscheinlich besser durch KI gemacht werden, also zum Beispiel Mastering, Rough Mix kann heute eine KI machen, das was man heute für YouTube Videos braucht, Sound gut machen und einen groben Schnitt machen und sowas. Das macht dir die KI. Und vergleich das dann so mit den, als die Drum Machines in den 80ern kamen. Da dachten erst mal die Leute, dass der Schlagzeuger nie wieder einen Job kriegen wird. Und es hat nicht lange gedauert. Da haben dann Schlagzeuger angefangen, die Drum Machines zu emulieren. Also so zu spielen wie die Drum Machines. Und.

Ich denke, dass wir auch da in der Fotografie so eine Befruchtung in beide Richtungen sehen werden. Weil du guckst halt heute ein KI-Bild an und oft erkennst du das. Und ich bin mir sicher, dass es früher oder später Menschen mit Kameras geben wird, die das emulieren werden. Aber letztendlich, was ich da mitgenommen habe, ist, und das gilt halt tatsächlich nicht nur in der Fotografie, sondern in fast jedem Bereich, der generativ, also der Dinge erzeugt aus der KI. Die Leute haben Spaß, ihre Werkzeuge zu benutzen. Die Leute haben Spaß, sich die Finger schmutzig zu machen und Geräte zu haben, die halt doch irgendwie bedient werden müssen und das mit einigermaßen Wissen, was man da tut.

Boris

Gut, ich würde sogar so weit gehen. Also man kann immer alles kritisch sehen. Das ist auch sicherlich so, wie du gesagt hast. Also in bestimmten Bereichen wird es in der Fotografie sicherlich Jobs wegnehmen. Da brauchst du dann, also auch das haben wir schon vor der KI gesehen, dass Zeitungen ihre Fotografinnen rausschmeißen und den Journalistinnen einfach ein Smartphone in die Hand drücken und sagen, reicht doch. Ja, die Bilder sind nicht so geil komponiert und die pfiffige Idee fehlt häufig, aber für den kleinen Aufmacher und zwei Stunden später ist die Zeitung eh in die Tonne geschmissen, reicht es dann vielleicht auch. Das muss dann jede Zeitung für sich entscheiden oder jeder Journalismus. Aber in der Musik sehe ich eben auch große Chancen, weil ich glaube, dass es sehr, sehr viele sehr, sehr kreative und talentierte Menschen da draußen gibt.

Von denen wir noch nichts gehört haben. Also stell dir vor, jemand kann einfach sehr gut singen. Also es gibt so Naturtalente, die bringen sich einfach singen bei. Die können einfach sehr, sehr gut singen. Die würden aber jetzt nicht auf die Idee kommen, nur deswegen jetzt sich eine Band zu suchen oder eine Band zu gründen. Haben da gar keine Zeit, gar keine Lust oder auch die sozialen Skills dafür nicht. Wollen das gar nicht machen. Aber wenn die jetzt Werkzeuge an die Hand bekommen, dass die sich quasi zu Hause über die KI eine Band zusammenstellen, Dass sie sagen, okay, pass auf, Drum Machine ist ja eh schon bekannt, aber jetzt hast du eine KI, die dir auch wirklich den Rhythmus ein bisschen variiert und so leichte Tempi-Wechsel oder sowas reinbaut auf Kommando. Und dann sagst du, mach mir mal eine Baseline auf den und den Noten oder du singst die Melodie kurz drüber, die du haben willst, weil dein kreativer Geist weiß ja, was du hören willst. Und dann sagst du der KI, was du hören willst und dann spielt die KI-Band für dich. Also ich glaube, da steckt auch Potenzial drin, Dinge zu erleben, die wir noch gar nicht gesehen haben.

Und das ist so ein bisschen, wenn es als Werkzeug benutzt, so wie ich früher als Jugendlicher gestaunt habe, als ich mir mein erstes Vierspur-Kassettendeck kaufen konnte und dachte, jetzt habe ich Vierspur-Aufnahmemöglichkeit bei mir zu Hause. Ich kann mich selber im Chor aufnehmen, kann das wieder downmixen auf ein oder zwei Spuren, kann dann irgendwas anderes dazu aufnehmen. Das ist etwas, was sonst nur im Studio mit den Beatles möglich war oder sowas. Die hatten auch nur vier Spuren. Plötzlich konnte ich das bei mir zu Hause machen. Ist nicht so gut geworden wie bei den Beatles, weil, verstehe ich auch nicht warum, ganz komisch, aber das Werkzeug war im Prinzip dasselbe. Und dann habe ich irgendwann, war ich in der Lage, am Computer beliebig viele Spuren, also bis der Speicher aus ist, Musik aufzunehmen mit einem Keyboard und mit synthetischen Sounds und kostenlos oder kostenpflichtig Klänge runterzuladen und die zu benutzen. Ja, ich musste noch lernen, wo die Noten auf dem Keyboard sind und dann konnte ich das einspielen und da selber drüber trellern, wenn ich wollte. Ja. Geiles Zeug, voll kreativ. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, da können Leute daherkommen und können an ihrem Computer oder am Tablet sich plötzlich eine Band zusammenstellen und können die auch noch steuern, was sie spielen soll. Ich finde, das ist auch großes Potenzial drin. Würde ich nicht alles nur zu negativ sehen. Lass uns das mal heute positiv sehen.

Chris

Naja, was ich tatsächlich sehr positiv gesehen habe, war, dass wir beim Klostergeister-Workshop alle viel Viel Spaß mit unseren Werkzeugen hatten.

Boris

Ja gut, das war natürlich ein Fotografie-Workshop und kein KI-Workshop. Ein bisschen, ein bisschen. Aber lass uns das mal positiv sehen.

Chris

Absolut, 100%.

Boris

Egal. Wir hatten übrigens einen KI-Song auf dem Workshop. Der hat wirklich für Lacher gesorgt. Das Ding war echt gut.

Chris

Jupp.

Boris

Der Schiebe-Kipp-Song. Oder Kipp-Schiebe-Song. Der hatte voll. Wolfgang, du bist verrückt.

Chris

So, wir haben noch ein Space-Thema. Ein Space-Thema.

Boris

Euclid, Euclid. Wollst du?

Chris

Dieser Jingle, der überrascht mich immer. Der kommt immer so aus. Immer so aus von Leftfield. Euclid. Euclid ist eine Sonde, die im Lagrange Point 2 sitzt. Da sitzt auch, oder beziehungsweise um den rumkurvt. Da ist, glaube ich, auch das James-Webb-Teleskop.

Und wurde von 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 300 Instituten gebaut und zielt darauf ab, eine dreidimensionale Karte des Universums zu erstellen. Und zwar eine, die ungefähr 35 Prozent des Himmels abdeckt. Das ist relativ viel. Wenn du dir ein James-Webb anschaust, das macht immer nur so ganz kleine Zähne. Das ist ein sehr starkes Tele, das hat also einen Bildwinkel, der ist fast nicht existent. Und Euclid ist da ein bisschen anders und das Ding hat 36 CCD-Sensoren, jeweils 16 Megapixel, 4000x4000 Pixel, macht also insgesamt so knapp 600 Megapixel und Und an seinem ersten vollen Tag, wo es wissenschaftlich gearbeitet hat, hat es mal eben elf Millionen kosmische Objekte im sichtbaren Licht und weitere fünf Millionen im Infrarotlicht beobachtet. Und jetzt sind die ersten vollfarbigen Bilder rausgekommen. Und sie sind halt...

Also sagenhaft gut. Also was sie da gebracht haben, ich lasse hier mal parallel so dieses Video laufen, da sieht man es ein bisschen. Das Ding hat eine sackengute Auflösung und ist so ein bisschen, ja, so ein bisschen abgefahren, was das tut, weil das so eine gute Auflösung hat und so einen großen Spiegel hat und so viel, ja, so viel Bildwinkel hat. Und weil es schnell ist vor allem, hat es beobachtet, dass in einem Tag so viel wie Hubble in 25 Jahren beobachtet hat. Also Dinge hat einfach, da fallen reihenweise richtig gute Sachen bei raus.

Man bezeichnet es auch so ein bisschen als das Anti-James-Webb. Und zwar, weil es eben sich auf größere Himmelsbereiche konzentriert, Wo James Webb halt wirklich immer nur so ganz winzige einzelne spezifische Objekte untersucht. Und ja, es ist ziemlich cool, was da rauskommt. Also geht mal dem Link hinterher in den Shownotes, da werdet ihr sehen. Das hat auch ein sehr typisches Pattern in den Flares. Das ist so ein sechszackiger Stern, sehr fein. Die haben sehr darauf geachtet, die Halos klein zu halten. Du siehst, manchmal sind halt vor dem Hintergrund irgendwelche Sterne, die sehr hell sind. Und man sieht schon so einen Hof, der sich da bildet. Aber sie haben besonders darauf geachtet, dass der nicht groß ausfällt und dass der den Hintergrund nicht komplett überstrahlt, damit sie mehr sehen können. Also das hat eine sehr kontrastige Abbildung, das Ding.

Boris

Gibt es ein Bild, wie das Ding konstruiert ist?

Chris

Gibt es sicher. Also hier oben in dem Artikel ist ein Bild. Ach, so eine fliegende Röhre auch. Das ist eine fliegende Röhre, so ein bisschen wie Hubble. Das ist eine fliegende Röhre. Wie gesagt, hat ein sichtbares Lichtinstrument und hat einen Near-Infrared-Spektrometer und Fotometer drin.

Boris

Die Lichtsterne fragt Jochen gerade, woher die kommen. Ich nehme an, das hat auch mit der Aufhängung zu tun?

Chris

Das hat meines Wissens auch so sechseckige Spiegel, glaube ich. Und davon mehrere. Bin mir aber nicht 100% sicher. Da habe ich relativ wenig von den...

Boris

Die werden mit der KI reingerechnet.

Chris

Uwe sagt, das sei die Halterung des Sekundärspiegels. Das kann natürlich auch sein, weil der Sekundärspiegel, der muss ja irgendwie aufgehängt sein. Das heißt, der Lichtpfad muss quasi durch diese Aufhängung irgendwie durch. Und da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es davon kommt. Uwe ist Physiker, der weiß sowas.

Boris

Es ist halt, in modernen Kinofilmen macht man gerne Lensflares erst bei Gegenlicht.

Chris

Meinst du, da hat J.J. Abrams mitgearbeitet?

Boris

J.J. Abrams hat hier für die Sterne gesorgt, die sind Copyright bei J.J. Ja, nee, schön. Und 3D, sagst du, wollen sie wahrscheinlich dadurch erreichen, durch die große Umlaufbahn, dass sie mehrere Aufnahmen übereinander legen und dann Parallaxen oder sowas machen?

Chris

Weiß ich nicht. Was wir übrigens auch da sehr, sehr viel untersuchen werden, ist das sogenannte Gravitational Lensing. Also, dass Galaxien, die hinter Sternen liegen, quasi durch die Gravitation dieser Sterne, da wird quasi eine Art Linse gebaut. Die Gravitation macht eine Linse fürs Licht, wo das dann quasi aus mehreren Richtungen gleichzeitig drumherum kommt. Und da kann man dann auch wieder Sachen dadurch sehen, die noch weiter weg sind. Also das ist, ja, Euclid ist das neue, the new kid on the block. Und ich bin, ich bin sehr begeistert wieder.

Boris

Also was in den letzten Jahren da tatsächlich an Weltraumbildern rauskommt, das ist schon echt ein schwerer Eindruck.

Chris

Wenn Sie sich das vorstellen, da haben 2000 Leute daran gearbeitet aus 300 Instituten. Das musst du erstmal koordiniert kriegen, weil die haben natürlich nicht am gleichen Ding gearbeitet, sondern da müssen ja zwischen die ganzen Teile, die da irgendwo kommen, die müssen ja aus exaktestem spezifiziert sein, dass die dann da zusammenpassen. Das muss ja hinterher irgendwo integriert werden.

Boris

Ja, erstmal musst du alles konstruieren, damit du überhaupt weißt, was du für Teile brauchst. Wenn du das weißt, dann muss da alles dran gearbeitet werden. Alles muss zusammenpassen.

Chris

Dann muss das passen und dann hast du da eins davon gebaut und dann kannst du nur hoffen, dass die Rakete, die es hochschießt, das auch wirklich schafft und und und und.

Boris

Oh, Christian sagt, the you kid on the block. You clit on the block.

Chris

Naja.

Boris

Holpert noch ein wenig.

Chris

Holpert noch ein kleines bisschen. Gut, kommen wir zu den Fragen.

Boris

Ja, wir haben eine Frage und zwar von Markus. Dem ist mich was aufgefallen. Nach dem Rollout der neuen Lightroom Classic, die mich an Version letzte Woche, habe ich festgestellt, dass meine Backups...

Chris

Nee, er meint, glaube ich, die Katalog-Version. Der hat ja den Katalog abgegrillt.

Boris

Aber die ist mit Lightroom Classic angekommen, die Katalog-Version. Da hat Cloud und NAS beim Backup nochmal alle DNGs ausgetauscht. Nehme ich zumindest an, dass es alle sind. Das gilt auch für 10 Jahre alte Panoramen und HDRs. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass bei solchen Versionswechseln irgendwelche Infos in den DNGs aktualisiert werden? Und sei es in den Headern Referenzen? Ich hatte mal eine Zeit lang alle Bilder beim Einlesen in DNG konvertiert. Das wäre ein Killer für dieses Vorgehen. Und noch eine andere Frage in dem Zusammenhang. Was macht ihr mit den alten Lightroom-Katalogen? Ein paar Monate Gnadenfrist und dann löschen? Die letzte Version noch als Fallback und darunter alle löschen? Also wie machen wir das? Also erstmal zu diesen DNGs. Da bin ich mir relativ sicher, dass keine neuen DNGs gerechnet wurden, denn das würde unfassbar lange dauern.

Chris

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Software, die ganz bewusst nicht schreibend auf die RAW-Daten zugreift, dass die das dann bei einem Upgrade bei allen tun würde. Das kann nicht sein.

Boris

Ja, weiß ich nicht. Nein. Weil du kannst nämlich, wenn du mit DNGs arbeitest und eingestellt hast, dass du mit den Sidecar-Files arbeiten willst, in denen Lightroom nämlich die Bearbeitung oder Stichworte und sowas reinschreibt für den Austausch mit anderen Programmen. Dann ist es so, dass diese Sidecar-Informationen nicht in einer parallelen Datei, in einer XMP-Datei gespeichert werden, sondern bei DNG in der DNG-Datei, im Header der DNG-Datei. Und sollte das eventuell bei dir aktiviert sein, könnte ich mir vorstellen, dass bei einer Versionsumstellung irgendwelche Änderungen stattgefunden haben. Und sei es nur, was weiß ich, in der Version vorher war diese schärfentiefe Ding noch eine Beta-Version. Jetzt ist es die finale Version. Vielleicht haben sie da irgendwas am Format angepasst. Und um sicherzugehen, dass das passt, werden die ganzen Sidecar-Daten, also die Metadaten aktualisiert. Dann könnte ich mir schon vorstellen, dass die Daten alle angefasst werden. Das geht dann relativ schnell. Einmal durchgehen und in den Header schreiben. Das wäre eine Vermutung.

Chris

Ja, aber das ist doch viel zu gefährlich, wenn du jede Rohdatei schreibend anfasst und dann bricht dir irgendwie dein System...

Boris

Dafür hast du ja Begriffs. Dafür hast du ja Begriffs. Ich glaube das nicht. Ja, es wäre eine Vermutung.

Chris

Ich kann mir vorstellen, dass da vielleicht irgendwie Zeitstempel aktualisiert worden sind, basierend auf Exif-Daten oder sowas. Wobei, das würde auch eine ganze Weile dauern, je nach Menge Dateien. Als ich ein Update gemacht habe, gut, ich habe jetzt wenige DNGs, aber ich habe schon ein paar Hände voll DNGs. Als ich ein Update gemacht habe, war der zack durch und, Da waren keine schreibenden Geschichten. Da bin ich mir sehr sicher.

Boris

Also ich habe kaum DNGs bei mir im Katalog. Deswegen kann ich das schwer überprüfen. Ich habe die original RAW-Dateien. Aber du kannst ja mal reingucken bei dir. Wenn du den Katalog aufmachst, dann geh mal in die Katalogeinstellungen. Also nicht in die Standard-Lightroom-Einstellungen, sondern in die Katalogeinstellungen. Schau mal da auf dem Tab Metadata, ob da bei dir aktiviert ist, dass automatisch Änderungen in die XMP-Sidecar-Dateien geschrieben werden. Sollte das bei dir aktiv sein, könnte das eine Ursache gewesen sein. Möglicherweise. Zumindest das Einzige, was mir einfällt, der Alex hat noch einen Kommentar dazu geschrieben. So viel zum Digital Negative. Zwinker, zwinker. Und er fühlt sich in seiner Abneigung, alle Bilder nach DNG zu konvertieren, bestätigt.

Chris

Na gut, und dann fragt Markus noch, was wir mit den alten Lightroom-Katalogen machen. Also ich persönlich lasse die noch ein Weilchen da. Und wenn ich nach ein paar Stichproben merke, oh, das ist okay, eine Woche oder zwei später, dann wird eine Version von der alten Katalogdatei, noch mal irgendwie archiviert. Und alles, was dann von da noch als Backups übrig ist, kommt weg. Die sind relativ gut komprimierbar. Das heißt, die nehmen jetzt aber auch ... Also früher haben die viel Platz weggenommen. Meine ... Meine Katalogdatei ist bei 100 Megabyte groß oder so. Oder wahrscheinlich sogar größer. Und das lässt sich auch relativ gut komprimieren. Das heißt, da kann man ruhig ein bisschen was in der Weile rumliegen lassen.

Boris

Ist 100 Megabyte? Meine Katalogdatei ist über ein Gigabyte groß.

Chris

Wahrscheinlich ist das bei mir auch so. Ich muss mal schauen. Ich habe mir die schon lange nicht mehr wirklich angeguckt. Pictures, Lightroom, 1,76 Gigabyte. Ja. Und die Backups davon?

Boris

Also meine Katalogdatei hat fast anderthalb Gigabyte. Und die Backups haben so 700 MB.

Chris

Also bei mir 1,8 Gigabyte knapp und die Backups haben so um die 700 MB bei mir auch.

Boris

Die waren mal kleiner, das wundert mich auch. Also wahrscheinlich stehen da inzwischen Sachen drin, die sich nicht mehr so gut komprimieren lassen. Das war früher, das Verhältnis war krasser.

Chris

Ja, aber ich habe jetzt hier in dem Ordner, ich habe sie gerade tatsächlich auch, die letzten zwei Updates, die habe ich nicht weggeworfen, die liegen da noch rum. Könnte ich jetzt mal aufräumen.

Boris

Ja. Also ich mache das ähnlich.

Chris

Meine Previews, die sind acht Gigabyte groß. Mhm.

Boris

Ich habe in der Regel die vorherige Version, also den aktuellen Arbeitsstand der vorherigen Version, den habe ich relativ lange auf dem Rechner. Solange ich den Platz dafür habe, behalte ich den auch. Die Backups von der letzten arbeitsfähigen Version, die schmeiße ich dann nach ein paar Wochen der Nutzung von der neuen weg. Dann habe ich den Platz aufgehoben. Ich habe sie ja im Online-Backup, habe ein versioniertes Backup und die Backups von dem jeweils aktuell laufenden Katalog, die lösche ich sowieso immer peu à peu mal weg, wenn ich wieder Platz brauche.

Chris

Der Peter Benz hat 2,47 Gigabyte Kataloggröße. Da stecken ja zum Beispiel, wenn du ganz viele, wenn du ganz viel retuschierst, Pinselstriche und so weiter, die werden ja alle da reingeworfen.

Boris

Die ganze Historie ist da drin.

Chris

Wenn du Bilder wegwirfst, dann bleiben die Katalogdaten gerne noch stehen. Dann musst du dann mal deinen Katalog optimieren, dass die wieder rausgeworfen werden und so. Außerdem sollte man das eh ab und zu mal tun, den Katalog aboptimieren. Ich habe bei Lightroom Classic eingestellt, dass er mich bei jedem Mal schließend fragt, willst du ein Backup machen? machen, weil dann wird nämlich optimiert und Backup gemacht und die meiste Zeit sage ich nein, aber so alle paar Mal sage ich ja, mach doch mal und dann legt der ein Backup an. Da habe ich so ein bisschen Kontrolle darüber, wie viel da gebackupt wird und wie oft.

Boris

Ich suche mal gerade einen Link raus. Ich hatte das hier auch schon mal im Podcast angeschrieben. Wer sich auskennt mit Datenbanken, der kann nämlich nämlich seinen Lightroom-Katalog sehr klein kriegen, wenn er manuell die Historie löscht. Man kann das ansonsten nämlich für einzelne Bearbeitung machen. Also pro Bild kann man da hergehen und kann die Historie leer machen. Das spart dann halt Platz. Aber wenn du jetzt halt zigtausend Fotos hast, dann ist das ein Problem. Wo hatte ich denn das geschrieben?

Chris

Ach ja, und David sagt noch, er hätte seine Previews auf eine Woche eingestellt, weil er will mit so vielen, Bildern da nicht hantieren. Da gab es mal eine Geschichte, dass das Smart-Preview-File nicht geschrumpft ist, nachdem man es, nachdem man irgendwie Previews gelöscht hat. Also irgendwie gab es da mal was, das war aber auch schon wieder ein paar Jahre her, also ganz sicher. Ganz sicher bin ich mir nicht mehr.

Boris

Ich habe den Link dazu mal in den Slack und auch in den Shownoter-Kanal geworfen. Könnt ihr mal bitte mit in die Shownotes einbauen. Das ist bitte für jemanden, der wirklich weiß, was eine Datenbank ist, was SQL ist, das schon mal gehört hat, das ist jetzt nicht für absolute Laien eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Chris

Sondern Ist das deine Operation am offenen Herzen?

Boris

Ein technisches Grundverständnis sollte da sein. Sag den Leuten nicht.

Chris

Dass man das kann.

Boris

Und ein Backup sollte man machen.

Chris

Bis eins schreit, bis eins weint.

Boris

Habe ich auch deutlich reingeschrieben. Aber ansonsten ist das eine sehr elegante Möglichkeit, seinen Katalog wieder kleiner zu kriegen, wenn einem die Bearbeitungshistorie egal ist.

Chris

Leute, wenn ihr Nerds seid und Datenbanken kennt und wisst, wie ein Backup funktioniert, dann ist das okay. Aber ich sage mal, der Großteil der Leute, die hier zuhören, die wollen fotografieren. Fangt nicht an, an eurer, selbst nach Boris' Anleitung, fangt nicht an, an eurer Lightroom-Datenbank rumzudocken. Ihr könnt damit Schlimmes machen. Der Boris hat sich auch schon mal seinen Lightroom zerschossen, weil er das über Netz synchronisiert hat und dann sich was überschrieben hat.

Boris

Das mache ich immer noch so. Das funktioniert einwandfrei, solange man alles richtig macht.

Chris

Weißt du, für jemanden, der immer so alles mit Netz und doppeltem Boden macht, bist du da ganz schön loose. Also wirklich.

Boris

Wieso? Ich habe doch von allen Backups. Ich habe auf beiden lokalen Geräten Backup. Ich habe ein Online-Backup auch noch. Ich habe das Backup der lokalen Geräte auch noch auf dem Netz.

Chris

Hast du überhaupt einen Überblick, was wohin gebackupt ist? Oder kannst du im Ernstfall dein Backup auch finden, dein letztes?

Boris

Ja, natürlich. Habe ich sogar schon gebraucht, als zum Beispiel der Crash passiert ist.

Chris

Natürlich hast du das gebraucht. Das ist mir völlig klar.

Boris

Selbstverständlich habe ich das. Also ich wäre ja sonst wahnsinnig. Finde ich aber nicht.

Chris

Gut, haben wir noch eine Frage. Nee, das war es mit den Fragen. Also ihr dürft auch, gerne hier wieder Fragen reinwerfen, dann kommen solche Sachen raus wie diese Anleitung von Boris, wie zerschieße ich mir die Überschrift sollte sein, wie zerschieße ich mir meinen Leitraumkatalog.

Boris

Du musst da nicht so schissig sein, das sind schon fähige Menschen, die uns hier zuhören.

Chris

Ich bin überhaupt nicht schissig, ich weiß ja, was ich tue.

Boris

Und wer sagt, ach, weiß ich nicht, Datenbank, keine Ahnung, noch nie gehört irgendwie, dann einfach die Finger davon lassen. Ganz klare Aussage. Dann einfach nicht.

Chris

Da braucht nur Adobe irgendwie seine Spezifikationen leicht ändern und dann braucht man plötzlich die Sachen, die du da weggeworfen hast oder sie werden irgendwo in der Datenbank referenziert, und dann fliegt dir das Ding um die Ohren und du weißt nicht warum und dann rufst du da sofort an und sagst, Leitraum kaputt und dann sagen die, schicken sie mal ihre Datenbank her und dann lachen sie dich aus.

Boris

Da hat dieser Ensoniq gesagt, ich soll hier Delete from Table machen und das legen die einfach direkt wieder auf.

Chris

Mann. Also, habt ihr auch solche Fragen, dann kommt, da geht auf happyshooting.de, happyshooting.de und werft die da rein und dann, passieren Dinge und dann gehen Sachen kaputt und so.

Boris

Das ist überhaupt nicht wahr. Ich weiß nicht, dass der Chris immer so schissig ist, wenn es um die Datenbank geht. Ich bin nicht schissig.

Chris

Ich will das nur niemandem... Du bist doch auch der, der im Bekannten- und Freundes- und Familienkreis immer irgendwie die IT macht an Feiertagen und so. Also wenn du schon mal da bist, dann kannst du doch auch mal hier, kannst du mir noch mal den Drucker und so. Also bei mir ist das so.

Boris

Kenne ich mich nicht mit aus.

Chris

Und du tust den Leuten, die ITler sind zu Hause, tust du keinen Gefallen, indem du deren Bekannten jetzt zeigst, wie man was kaputt macht, weil die müssen das dann wieder fixen.

Boris

Alles völlig gut. Jochen hat gerade einen schönen XKCD, den kannte ich auch schon.

Chris

Sehr, sehr schön. Gut. Kommen wir zu den Terminen.

Boris

Wollen wir mit denen starten.

Einspieler

Tückel, tückel, tückel, tückel. Der Terminkalender.

Chris

Und zwar haben wir zwei Termine bekommen. Den einen von Thomas im Komet im Mediapark Köln. Tamron Photo Rally 2024 recharged am 31.08. Die Tamron Photo Rally ist mehr als nur ein Wettbewerb. Sie ist eine Gelegenheit für Fotografinnen und Fotografen, alle Erfahrungsstufen sich zu treffen, auszutauschen und gemeinsam ihre Leidenschaft für das Fotografieren zu feiern. 31.08. In Köln. Packen wir in die Datenbank, aber wir haben unseren Außenkorrespondenten noch.

Einspieler

Hallo Community. Diese Woche machen wir wieder regional und kleinräumig in den Ausstellungen weiter. Heute die Fotoausstellung der Woche für Hörer aus dem hohen Norden in Bremen. Anlässlich des 80. Jahrestages des sogenannten D-Days, der Landung der westlichen Alliierten in der Normandie, am 6. Juni 1944 zeigt der Denkort Bunker Valentin bis Ende August eine besondere Fotoprojektion in den Bunkerinneren. Die Überreste des sogenannten Atlantikwalls an den Küsten von Europa hat die Künstlerin Annette van der Voort in einem dreijährigen Arbeitsprozess in Bildern festgehalten. In halbstündigen Projektionen im Inneren des Bunkers werden diese ab dem 6. Juni in über 150 Fotografien von Bunkern des Atlantikwalls aus sieben Ländern gezeigt. Ab dem 6. Juni bis zum 30. August 2024. Eröffnung am 6. Juni mit einem öffentlichen Gespräch mit der Künstlerin, das in einem Podcast aufgenommen wird. Grüße gehen raus. Freier Zugang durchgehend geöffnet. Und wo das Ganze? Denkort Bunker Valentin. Rekomasil in Bremen. Freundliche Grüße gehen raus an alle Fotobegeisterte.

Boris

Wunderbar.

Chris

Sehr schön. Und weil das Jürgen war, müssen wir es noch in der Ola machen. Yay!

Boris

Jetzt haben alle mitgemacht in Bus und Bahn, im Taxi.

Chris

Insider wissen mehr. Ja, wir... Das waren die Termine. Wenn ihr auch einen Termin für uns habt, dann werft ihn rein. happyshooting.de.

Boris

Dann haben wir eine Gewinnerin oder einen Gewinner zu ermitteln von der Gestaltaufgabe. Die Gestaltaufgabe lief bis zum 23.05. Das war letzten Donnerstag. Und so können wir eben jetzt ein Bild erwürfeln.

Chris

Kannst du mir da noch den Link für unser internes Tool geben? Es fehlt immer ein Link. Einer fehlt immer.

Boris

Sag mal.

Chris

So kann ich hier nicht arbeiten. Ich reise ab.

Boris

Schreibe ich den rein, willst du den anderen haben. Schreibe ich den anderen rein.

Chris

Willst du diesen haben.

Boris

Jetzt willst du beide haben.

Chris

Du lernst das.

Boris

Du bist unersättlich.

Chris

Entschuldigung, ich habe dich unterbrochen. Was wolltest du sagen?

Boris

Ich habe keine Ahnung. Wir haben jedenfalls ein Gewinnerbild zu erwürfeln und das ist diesmal wieder relativ einfach, denn die Gestaltaufgabe, da haben wir neun qualifizierte Aufnahmen. Ihr dürft gerne wieder mehr Fotos machen. Ihr dürft gerne wieder mehr mitmachen. Macht mehr Spaß, wenn aus mehr Bildern zu wählen ist.

Chris

Der Link öffnet bei uns nicht. Der Link öffnet nicht bei mir.

Boris

Das werde ich jetzt meine Bildunterlage nehmen.

Chris

Ah, jetzt öffnet der, okay. Was war das? Entschuldigung, du hast was hochgehalten.

Boris

Ich habe hier ein Bild gedruckt auf so einem silberglänzenden Papier. Das war ein Testdruck. Und was machst du damit? Das ist jetzt meine Würfelunterlage. Ich glaube, letztes Mal hattest du ja gewürfelt.

Chris

Achso, ja genau, du darfst jetzt würfeln.

Boris

Und da das 10 sind und ich einen 10er Würfel habe, wird es jetzt ein Gewinnbild geben. Nämlich die Nummer 5.

Chris

Die Nummer 5, das ist, das hier. von Gomes el Bravo, Restgestalt Hirsch. Ja, was sehen wir? Morbides Bild. Also wir sehen ein an einem Strand, man sieht einen Sandstrand, rechts hinten sieht man das Meer oder das Gewässer, kann auch ein großer See sein. Und vorne ist ein abgenagtes Skelett von einem Tier.

Boris

Richtig.

Chris

Vom Licht her, das Licht kommt von rechts oben hinten. Man sieht das zum einen natürlich am Schatten, man sieht das an dem Licht auf den Rippen. Es ist ein etwas morbides Bild, es ist ein klares Subjekt. Die Schärfe liegt da, wo ich sie auch hingelegt hätte. Ich hätte es vielleicht einen Ticken heller gemacht, ein bisschen, weil die Sonne so schön scheint. Ich hätte ihm so ein bisschen mehr, Exposure oder Belichtung gegeben.

Boris

Wobei die Glanzlichter sind relativ hell. Es ist halt so rücksaftig beleuchtet.

Chris

Ja, ich hätte die Mitten noch ein bisschen angehoben. Da muss er die Höhen dann nicht gleichzeitig mit anheben.

Boris

Oder sogar noch härtere Kontraste. Könnte man mal mit rumspielen. Aber grundsätzlich ist es jetzt kein Motiv, was mich sonderlich anspringt. Aber es ist natürlich auch ein Bild, was einen Kontrast aufbaut. Du hast einen relativ schönen Sandstrand. Man sieht auch, finde ich, sehr schön die körnige Struktur des Strandes. Also ich fühle diesen Strand fast unter meinen Füßen. Wir sehen im rechten Bereich dann noch in der Unschärfe liegend, wie das Wasser so seicht an den Strand schlägt. Also es lädt eigentlich dazu ein, da im Wasser zu warten und zu spazieren im Hintergrund. Das scheint dann noch ein Leuchtturm zu sein ganz hinten. Also man hat eigentlich eine sehr eine sehr angenehme Umgebung und dann hat man doch dieses Jahr eher, also für mich zumindest unangenehm wirkende Motiv, da so ein Skelett am Strand, das ist jetzt schon nicht so appetitlich.

Chris

Naja, also ich meine, so morbide Sachen, die haben natürlich auch so ihren eigenen Charme. Ich erinnere mich dran in Norwegen, auf Lofoten, halt irgendwie zwischen diesen Stockfischgerüsten rumgerannt, bin ich da rumgerannt und dann mit mehreren Leuten und dann haben wir da die die trocknenden Fischköpfe fotografiert, weil die also tatsächlich halt, auf ihre Art und Weise dann doch interessant waren. Mir fehlt ja so ein bisschen, also das Gerippe, ja, mir fehlt dann, wenn, dann fehlt mir noch so ein Schädel, so ein Kopf irgendwie. David hat noch angemerkt, das Meer kippt leicht nach rechts. Ja, das ist richtig so. Das ist bei Wasserflächen immer problematisch.

Boris

Das wäre mir jetzt gar nicht so aufgefallen, ehrlich gesagt.

Chris

Fällt aber kaum auf, weil das Meer ja tatsächlich am Horizont nur einen kleinen Teil einnimmt. Der Rest ist Strand und der steigt ja nach links oben so ein bisschen an. Also das kann man auch gelten lassen. Ja, was haben wir? Wir haben so einen primären Farbkontrast. Der Sand ist eher so warm gelblich und der Himmel drüber ist blau. Also das ist so ein klassischer Primärkontrast. Das Skelett selber ist auch so auf der warmen Seite. Also das ist quasi Sandfarben fast. Und damit haben wir also zwei Farben. Das macht es schon sehr aufgeräumt. Also Reduktion in der Farbpalette auf weniger Farben ist ein gutes Werkzeug, ein gutes Mittel, um Kompositionen aufzuräumen. Das hilft ganz gut. Ja, du hast gewonnen.

Boris

Genau.

Chris

Das war unsere Besprechung und unser Lob und überhaupt.

Boris

Ich weiß nicht, ob sie es wussten, aber Karl Rannseier ist tot. Der wurde nämlich 1973 am Strand der Führer Wasserbrandung von exportierten Delfinen abgenagt.

Chris

Er hat extra geschrieben, eben Restgestalt in Klammer Hirsch. Also gehe ich mal davon aus, dass es sich auch um ein Hirschgerippe handelt.

Boris

Ja, wie dem auch sei. Mir sind Bilder noch aufgefallen, die ich zumindest mal erwähnt haben möchte. Und zwar gleich unser erstes von Franz Fennhaus steht hier. Da sehen wir nämlich ein.

Chris

Straßenlampengestalt.

Boris

Genau, auf einer Straßenlampe einen Vogel sitzen und im ersten Impuls hätte ich gesagt ein Storch, aber ich denke es sei ein Pelikan. Das ist sowas Pelikanartiges. Mit dem breiteren Schnabel. Und ich finde das irgendwie ganz witzig, weil das halt eine Kombination ist, die man so nicht erwartet. Also wie gesagt, meine erste Assoziation wegen weißer Vogel und dunkle Flügelspitzen Storch, was es hier eindeutig anhand des Schnabel zu erkennen kennen, nicht ist. Also keine Zuschriften bitte, ist schon klar. Aber so ein Storch würde man halt eher irgendwo auf einem Schornsteinnest oder irgendwie sowas erwarten. Und bei einem Pelikan würde ich jetzt halt eher Wasser erwarten, so im direkten Kontext. So, weißt du, irgendwie auf einer Mole oder Boje.

Chris

Ja, aber du weißt doch, da ist ganz sicher irgendwo Wasser, weil der...

Boris

Mit Sicherheit, aber wir sehen es halt nicht. Beziehungsweise wir haben einen rein blauen Himmel. Das ist also...

Chris

Drunter ist die Laterne. Kann man da in der Reflexion vielleicht irgendwie mir das Wasser sehen.

Boris

Vergrößern.

Chris

Das sieht auf der Seite so ein bisschen hafenartig aus.

Boris

G5 vergrößern. Enhance, bitte.

Chris

Das habe ich gerade gemacht. Das könnte Hafen sein.

Boris

Das wird mit Sicherheit so sein. Aber dadurch, dass es das nicht ist, finde ich das irgendwie ganz witzig und auch eben wie bei dem anderen Bild auch farblich sehr reduziert. Es ist quasi blau und weiß. Ja, fand ich sehr minimalistisch. Hat mir ganz gut gefallen.

Chris

Ja, dann werde ich jetzt nur anhand der Thumbnails mir auch noch eins rauspicken und zwar das von Ralf. Das von Ralf. War auch schön. Lichtgestalt betitelt. Ja, erklärt ja auch nochmal Gestalt. Und was haben wir? Wir haben die Aurora, die hier in Deutschland zu sehen war vor Jahren. Paar Wochen. Und nicht nur das, sondern da beleuchtet was, also das ist ein Feld oder eine Wiese und auf der Wiese steht ein Baum und irgendwas beleuchtet diesen Baum im Vordergrund wie so ein Lichtkeil, der so durch eine offene Türe durchfällt, durch eine leicht geöffnete Türe, so ungefähr. Das kann alles Mögliche sein. Das ist möglicherweise auch eine etwas längere Belichtung. Mal kurz schauen, ob es da, ob es da informationen dazu gibt das ist eine vier sekunden belichtung also da kannst du schon mit einer entsprechenden iso von 1600 und vier sekunden bei blender 18 da kannst du schon auch eine relativ schwache lichtquelle ganz gut mit rausholen also das könnte sein dass da irgendwo halt was hinfällt ich glaube nicht dass da jemand jetzt ganz bewusst hingeleuchtet vielleicht kommt Kommt es von einem Auto oder vielleicht ist es...

Boris

Ich glaube schon, dass das Licht bewusst platziert ist zumindest. Also entweder hat er eine Fernauslösung gemacht und hat da ein Lightpainting gemacht oder wie du sagst, ein Auto dahingestellt oder ein Motorrad oder sowas. Aber das ist glaube ich sehr bewusst den Baum angeleuchtet, damit er da eben zu erkennen ist und nicht nur als Silhouette.

Chris

Also macht es auf jeden Fall sehr interessant, weil wir haben ganz viele Aurora-Bilder gesehen mit dieser, pinkfarbenen violetten ein Aurora hier in unseren Breiten, die halt an den Himmel, die Kamera an den Himmel gehalten, ausgelöst und was Ralf hier gemacht hat, ist er ist halt irgendwo hingegangen, wo es hübsch ist und hat dann auch noch ein bisschen was Interessantes in den Vordergrund gestellt.

Boris

Ja, Landschaft eben mit drin. Das kommt zusammen ganz gut. Ja, finde ich auch sehr schön.

Chris

Also, schön gemacht.

Boris

Genau.

Chris

Und es hat auch gleich im Thumbnail gut funktioniert. Ja.

Boris

Ich habe hier noch ein Bild, das möchte ich auch wenigstens kurz erwähnt haben. Das ist von Michael Becker, das Bild. Da sehen wir eine Gestalt, die halt mit Fantasie zu erkennen ist. Das sieht nämlich aus wie irgendwie so ein Baumastartig irgendetwas oder eine Wurzel oder so. Und dieses knorrige, verknorpelte, das ergibt halt aus diesem Blickwinkel, wo er da steht, so eine Fratze, so eine Gestalt eben.

Chris

Ja, aber du hast links eine Silhouette einer Person. Eine Nase, ein Kinn, ein Mund.

Boris

Genau, so ein breitlachenden Mund.

Chris

Nee, höher. Das Kinn ist nicht breitlachender Mund, sondern geh mal höher. Das obere Ding, das zweite von unten, was nach links zeigt, ist das Kinn.

Boris

Ach, du willst sogar noch höher gehen. Ja, dann hast du sogar ein Gesicht im Gesicht. Ja, okay, verstehe, was du siehst. Ja, ja, ja.

Chris

Aber das ist natürlich so wie wir im Wolkenhimmel. Da siehst du halt auch, wenn du lange genug wartest, alles Mögliche.

Boris

Ja. Also das fand ich halt sehr schön, weil da ist er ganz offensichtlich mit offenen Augen durchgegangen. Und das soll ja auch so ein bisschen Sinn und Zweck dieser Aufgaben sein, dass man sich bewusst die Umwelt anschaut und nach Motiven Ausschau hält. Und da rein fällt auch das Bild von Roland 2512. Das ist ein Bild, das fand ich auch von der Komposition her sehr stark. Mal gucken, ob es aufgeht hier. Lädt das nicht in groß? Versuch es nochmal. Jetzt lädt das hier bei mir gerade nicht. Schade. Ist gerade offline. Das ist ein, ich weiß nicht, ob du das bei dir siehst in den Thumbnails, das ist ein hochformatiges Bild. Im Hintergrund steht etwas an die Wand geschrieben, 1914 bis 1918, irgendwas bis 1994. Das da genau.

Chris

Gestalt Reichsparteitagsgelände Nürnberg.

Boris

Reichsparteitag ist es, alles klar. Also es sind halt sehr hohe Bögen. Drei Bögen in diesem sehr hochformatigen Bild. Die Bögen gehen auch bis fast an den oberen Bildrand und unten enden sie quasi an den letzten drei Stufen der Treppe. Also wir haben drei Bögen, wir haben drei Stufen. Und in der Mitte, in diesem mittleren Bogen, da steht eben eine Person. Nämlich eine Gestalt und zwar in so einem dunkelroten Jogginganzug mit einem weißen Käppi und das hebt sich halt farblich so wunderschön vor diesem ja Sandstein artigen, Gemäuer ab und gibt vor allen Dingen eine Relation zur Größe dieses Gebäudes. Das fand ich sehr schön. Ja, also auch schön gesehen hier und wahrscheinlich auch abgewartet bis jemand dort steht, vermute ich mal. Finde ich auch ein sehr, sehr gelungenes Bild.

Chris

Ja, überhaupt tolle Bilder. Schön, dass ihr alle mitgemacht habt. Auch wenn es hier gerade keine tollen Preise zu gewinnen gibt. Aber das Bild hier besprochen zu bekommen, ist ja auch was, ne?

Boris

Richtig.

Chris

Ruhm und Ehre sozusagen.

Boris

David sagt, oder die Gestalt per KI reingenommen. Ja, vielleicht mit Lightroom versucht, etwas zu entfernen und plötzlich stand ein Herr im Jogginganzug da. Wer weiß das schon so genau? Ja, die aktuelle Aufgabe läuft noch. Das ist die schärfen tiefe Aufgabe und die läuft noch bis zum 6.6.2024. Mach doch mal fleißig mit. Würde mich mal freuen.

Chris

Der Christian schreibt gerade noch, vielleicht kommt da das Licht her. Wenn man spät, also er hat das Bild nicht gemacht, aber er schreibt, wenn man spätabends etwas aus der Zivilisation rausfährt, um nicht zu viel Lichtverschmutzung zu haben, regt man beim örtlichen Landwirt und seinem Sohn natürlich Verdacht und er kommt direkt mal vorbeigefahren, um zu gucken und zu fragen, was man denn macht. Tja. Aber keine Angst vor seltsamen Begegnungen. Am Ende bringt man denen vielleicht sogar noch was bei. So habe ich mal nachts der Polizei beigebracht. Ich bin mal nach Hause gefahren, irgendwann spät nachts, da war ich vielleicht 25 oder so und da waren ein Gewitter über dem Nachbardorf und dann bin ich, da hatte ich meine Kamera dabei und dann bin ich auf die Felder rausgefahren und habe da draußen, dann Gewitter fotografiert. Das war tatsächlich so über die Felder und da hinten waren Blitze und wo ich war, war es trocken und das war irgendwie so ganz unerwartet und cool und bin danach dann wieder heimgefahren und bei der Heimfahrt auf dem Feldweg fahre ich an einem.

Unbeleuchteten Polizeiauto vorbei, in dem zwei Polizisten sitzen. Die haben dann Päuschen gemacht oder so. Abstand hinter mir. Und dann haben die hinten das Licht ausgemacht und sind im Dunkeln weitergefahren.

Boris

Haben dich im Dunkeln verfolgt?

Chris

Haben mich mit dunklem, mit unbedeutendem Auto verfolgt. Ich war sehr suspekt. Und als ich dann von meinem Auto zum Haus ging, das waren nochmal so zehn Meter irgendwie über die Straße, fuhr dann neben mir plötzlich ganz leise dieses Polizeifahrzeug hin, machte das Licht an, kurbelte die Scheibe runter und fragte mich, Was haben sie da draußen gemacht?

Boris

Haben sie die Blitze nicht gesehen?

Chris

Ich habe Gott sei Dank die Kamera dabei gehabt und habe mit der Kamera gewedelt und gesagt, ich war da draußen Gewitter fotografieren. Die haben wahrscheinlich gedacht, ich habe meine Oma verscharrt oder sowas. Weiß man ja nicht. Und das haben sie aber nicht ganz kapiert. Also, dass da jemand nachts um zwei auf dem Feld draußen ist, um ein Gewitter zu fotografieren, das hat nicht ganz geklickt.

Boris

Und du hast sie dann aber nicht gefragt, ob sie heute einfach generell stinkig sind, weil Mutti ihnen dieselben Klamotten zum Anziehen gegeben hat?

Chris

Nee, habe ich nicht.

Boris

Die haben mich dann auch gehen lassen.

Chris

Nee, haben mich doch gefragt, wie ich heiße und haben das wahrscheinlich vorher schon mit dem Kennzeichen abgeglichen oder so.

Boris

Guck mal, ob das überhaupt dein Auto ist.

Chris

Es gibt ja sicher irgendwo einen Eintrag in der Akte über den seltsamen Vogel der nachts um zwei.

Boris

Ja, du bist seitdem unter Beobachtung. Das weißt du bloß nicht. ich.

Chris

Ach deshalb, da sind die Schleifhüte draußen. Okay, Leute, jetzt ist es aber gut für heute. Wir sind raus, wünschen euch was. Bis die Tage nächste Woche sind wir wieder da, live am 4. Juni oder wie immer auf happyshooting.de in der Konserve oder da, wo ihr eure Podcasts findet.

Boris

Und ob per SQL die Historie löschen oder im freien Feld Gewitter fotografieren, das was völlig anderes ist, Das könnt ihr jetzt selbst entscheiden. In diesem Sinne. 3, 2, 1. Happy Shooting.

Shownotes


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