#879 - Workschöppe

Veröffentlicht 2 January 2025

Audioplayer

Jetzt hören

#879 - Workschöppe

Veröffentlicht 2 January 2025

0:00-0:00
Lautstärke
Geschwindigkeit

Transkript
Boris

Happy Shooting, Folge 879, Workshope. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...

Chris

Von den Weihnachtswichteln.

Boris

Hier weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast. Happy New Year, Miss Sophie. Alles Gute, Chris.

Chris

Happy New Year. Alles gut.

Boris

Alles gut.

Chris

Gut, gut.

Boris

Toll gestartet ins neue Jahr. Schon tolle Zeit gehabt.

Chris

Wir haben hier wieder das halbe Dorf abgefackelt. Das ist unglaublich. Was für ein Verdammt. Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

Ja, bei uns ging es diesmal tatsächlich. Also es war bei uns im Dorf relativ viel Höhenfeuerwerk. Das war mehr als die letzten Jahre, aber wenig Geböller, muss ich sagen. Also es war eigentlich...

Chris

Ja, in Holten ist es jetzt nicht wirklich groß, aber die haben hier, glaube ich, eine halbe Stunde nonstop geballert. Also und danach noch ein, zwei Stunden länger in Abständen. Boah ey. Aber gut, neues Jahr muss man ja irgendwie sich rein erschrecken.

Boris

Ja, muss die bösen Geister vertreiben. Die Nachbarn oder die Hunde und Katzen. Böse Geister vertreiben.

Chris

Die sind jetzt alle weg. 2025 wird.

Boris

Jetzt wird es gut.

Chris

Fluffig und tuffig wird das hier.

Boris

Jetzt wird alles gut. Alle haben sich geblieben. Alle sind verantwortungsvoll.

Chris

Genau, so ist das doch. Wir sind Happy Shooting. der Foto-Podcast. Wir haben viele tolle Dinge. Ich blende mal wieder so Dinge ein hier. Ihr findet uns auf happyshooting.de zum Beispiel oder auf YouTube oder auf Twitch, wenn wir live sind. Dienstags auch mit Audio-Stream und so. Also heute ist ja wieder Dienstag und zwar der zweite, nee, heute ist Donnerstag, der zweite Januar. Dienstag ging nicht, da war Sinnwiesen angesagt. Da waren wichtigere Dinge.

Boris

Das haben wir nicht gemacht.

Chris

Wir fast, aber auch nicht ganz. Das ist auch schon egal. Ja, ihr dürft hier mitmachen. Also live, wir haben einen Slack, da kann man uns so richtig live Dinge über den Zaun werfen. Das machen heute wieder total nette Menschen, zum Beispiel Burkhardt, Christian, Jürgen, Jochen, Kai, Klaus, Stefan, Peter. sehr niedrige Frauenquote heute, also quasi null, zumindest im Slack. Frauen, meldet euch. Sag mal hallo hier. Und parallel dazu natürlich noch auf diversen anderen Chats, zum Beispiel auf YouTube, da gibt es the one and only Rainer, Heinz, Jens, Und ja, das waren die, die ich gesehen habe.

Boris

Muss man weiter scrollen. Ja, ein paar sind ja auch doppelt.

Chris

Es ist ja gerade noch so, die Hälfte ist wahrscheinlich noch irgendwo weg oder in Urlaub und hat noch so ein bisschen Muße. Weiß vielleicht gar nicht, dass wir heute, weil wir heute nochmal ein Tag sind.

Boris

Ja, es ist alles etwas durcheinander.

Chris

Nun gut, und solltet ihr hier in die Sendung was schon mal im Vorfeld reinwerfen wollen, eine Frage, eine Anekdote, ein Hinweis, irgendwas, dann geht auf happyshooting.de slash hi. Das hat zum Beispiel gemacht, Moment, ich muss es aufmachen, Dietmar. Dietmar schreibt, hallo ihr zwei, frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Jetzt zu den Feiertagen kann man wieder Nostalgie-Meisterwerke genießen, wie gerade eben wieder Miss Morole aus 1961. Scheint ein alter Film zu sein.

Boris

Alter Film.

Chris

Danach noch ein Schinken aus 1946, herrlich. Was mich immer wieder fasziniert, ist neben den tollen Handlungen die fantastische Belichtung, die Kontraste, die Schärfe. Genial gemacht, da brennt nichts aus, da ist überall Zeichnung in den Tiefen. Wahnsinn. Auch bei Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg ist diese Bildqualität zu finden. Ganz im Gegenteil zu den nachfolgenden halbwegs aktuellen Blockbustern wie heute zum Beispiel Sakridek. Diese müssten ja eigentlich noch schärfer, detaillierter, kontrastreicher etc. Sein, sind sie aber nicht. Im Gegenteil. Im Vergleich zu den alten Meisterwerken wirken die überbudgetierten Neuzeitfilme verwaschen Kontrastdarm und die Schärfe sitzt zeitweise irgendwo, nur nicht da, wo sie hingehört. Und ich rede hier nicht von einem gewollten Bildstil. Jetzt meine Frage. Gibt es einen Trick, wie die damals diese Qualität hinbekommen haben? Die Belichtungsmesse heutzutage müssten ja viel besser sein als damals. Oder ich weiß schon, dass speziell Schwarz-Weiß-Film viel verzeiht, wundere mich aber trotzdem, wie die das hinbekommen haben. Auch die Kontrolle des Schärfeziehens stelle ich mir schwer vor. Oder hatte der eine Live-Dunkelkammer umgehängt? 3, 2, 1, Happy New Year, Dietmar. Ähm...

Kommt aufs Filmformat an. Also es gab so eine wirklich hohe Zeit, aber es liegt viel an Film und es liegt viel an sehr guter Ausbildung. Also Film hat einfach eine satten gute Auflösung erstmal. Die wurden dann zwar teilweise schlecht digitalisiert, aber es gibt dann schon so einige alte Schinken, die quasi nochmal neu digitalisiert wurden vom Originalfilm. Und dann merkst du erst, wie gut die Qualität ist, wenn du es richtig machst. Da ist also richtig viel Musik drin, was das Thema angeht. Und wenn man sich mal so diese Studios, diese Studios, also es gibt ja manchmal so hinter den Kulissen so Fotos und Aufnahmen davon, anschaut, wie die damals gearbeitet haben, dann war das auch eine andere Arbeitsweise. Und da war unglaublich viel mehr kontrolliert als heute. Also was das Licht angeht, was die Ausleuchtung angeht. Da mussten die Dinge nicht so schnell gedreht werden. Da waren die Dreharbeiten, die heute für so einen Film, was weiß ich, vier Wochen gehen, die gingen halt damals teilweise monatelang. Die Zeit hat man sich dann genommen. Und damit kannst du natürlich mit, also wenn du in jeden Schatten irgendwo reinbelichtest noch ein bisschen, dann hast du natürlich eine ganz andere, ganz andere Möglichkeiten. Also Lichtkontrolle ist ein sehr zentrales Thema, immer schon gewesen.

Boris

Und es hängt natürlich ein bisschen davon ab, was du oder wie du das zeigen möchtest, was du präsentieren möchtest, welchen Stil du halt.

Chris

Er sagt ja, er redet nicht von einem gewollten Bildstil. Genau. Aber heute natürlich, also da ist viel auch Zeitgeist dabei. Also heute redet man hier von crushing the shadows. Also du gehst halt teilweise heute tatsächlich ganz bewusst daher und knallst die Schatten dicht, weil das vielleicht mysteriöser daherkommt oder so.

Boris

Ja, man versteckt auch viel in den Schatten natürlich, um Dinge zu vertuschen. Dann gibt es natürlich diese ganzen Comic-Verfilmungen, wo es ja streckenweise auch Absicht ist mit ziemlich harten Color-Grading und das ist natürlich alles ein Comic-Look und dann darf es auch schwarz sein und dann darf es auch weiß sein. Das ist natürlich immer eine Frage der Erzählung und bei Sakrileg oder sowas weiß ich es gar nicht mal genau, aber da denke ich wird auch viel halt absichtlich sehr dunkel gemacht worden sein, damit es halt wirklich, damit man nichts erahnen kann oder so. Wenn die Schärfe nicht stimmt, ja, dann hat halt der Fokus-Puller an der Stelle versagt. Das wird dann keine Absicht sein. Und das ist, Chris, was du sagst. Früher hast du dann die Zeit genommen, hast den Take dann nochmal gemacht. Und heute sagst du dann vielleicht auch irgendwann mal, muss jetzt reichen, müssen weitermachen.

Chris

Arbeit ist aber auch anders. Du hast heute zum Beispiel beim Fokus-Pullen, so wie ich das weiß, ganz viel Visuals. Das heißt, wenn du derjenige bist, der den Fokus einstellt, Und das ist ja in der Regel eine andere Person als die Person hinter der Kamera.

Boris

Da sitzt jemand neben der Kamera und dreht.

Chris

Dann hast du einen Bildschirm, da hast du entsprechende Tools, möglicherweise irgendwelche Peaking-Geschichten und so weiter, um den Fokus zu ziehen an die Stelle. Und natürlich wird das geprobt und geguckt und wenn der von A nach B läuft, dann muss der Fokus da irgendwie mitlaufen oder so.

Boris

Ja, auch die Schauspielenden müssen natürlich auf ihren Marks bleiben oder da hinlaufen.

Chris

Was die damals gemacht haben, ich weiß, ich kann mir schon vorstellen, dass es welche gibt, die das heute auch machen. Vor allem auch, wenn die mit Film arbeiten, wobei die das natürlich digital augmentiert haben an den Kameras. Also du hast heute bei denen, auch wenn du der super Regisseur bist, der nur noch auf Film dreht oder immer noch nur auf Film dreht, hast du natürlich eine Kamera, die dann einen digitalen Readout hat, damit du dann eben die digitale Bearbeitungskette auch machen kannst, zum Beispiel fürs Fokus Pulling und so weiter.

Aber was die damals gemacht haben bei den Kameras, wo es das nicht gab, war, dass der Fokus tatsächlich gemessen wurde. Also du hast an den Kameras eine Öse gehabt, wo ein Maßband rein kann. Vorne an der Schärfenebene, da wo gemessen wird. Also du misst von der Schärfenebene aus und hast dann wirklich so, also ich habe da schon Bilder gesehen, da hast du dann plötzlich kommt ein Maßband, so bevor die Action losgeht und dann kommt er erstmal an die Nase von dem Schauspieler oder so und misst dann quasi exakt und dann steht dann da so und so viel Fuß und dann wird das Objektiv genauso eingestellt. Die Objektive damals hatten mit Sicherheit noch präzise Skalen, die du heute vielleicht gar nicht mehr so brauchst, weil du andere Tools hast. Und dann wurde so eine Szene genau, also durchgeblockt von A nach B geht diese Person, der Fokus ist auf sechs Fuß und hinterher muss er auf achteinhalb Fuß sein. Und dann wurde der Fokus dann entsprechend genau auf diese Marke gesetzt. Das hast du heute schon noch, dass du bei diesen Fokus-Pullern so ein weißes Band drum hast, wo du quasi draufskribbeln kannst mit dem Stift, von wo bis wo der Fokus geht. Aber wie oft das tatsächlich so präzise gemacht wird heutzutage... Weiß ich auch nicht.

Boris

Keine Ahnung. Aber bei vielen Filmen ist dann auch das Color Grading halt drauf. Dann soll es halt mehr effektvoll sein. Da geht es nicht darum, alle Details zu sehen, sondern es soll halt effektvoll sein. Und natürlich willst du ein bisschen kaschieren, weil dann irgendwelche Special Effects dann vielleicht einfacher reinrendern kannst, wenn nicht irgendwie auf jedes Detail geachtet werden muss. Ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Aber insgesamt fällt mir auch auf, wenn man so alte Schinken sieht. Deswegen, das ist ein schöner Kommentar eigentlich. Wir hatten nämlich gerade hier bei uns zu Hause auch das Thema, so diese alte Schinken. Es gab so schöne Unterhaltung in Filmform. Das waren Filme, die waren anderthalb Stunden lang, dann waren die durch, haben eine tolle Geschichte, flott erzählt, war unterhaltsam, war spannend, ohne übermäßig brutal zu sein. Gute Kameraeinstellungen, gute Bilder, guter Ton, alles verständlich. Und heutzutage scheinen sie das alles irgendwie verlernt zu haben oder glauben, wenn sie es nicht auf mindestens 11,5 drehen, dann ist eh alles kacke. Also ist die Musik viel zu laut, die Diagologe viel zu leise, die Bildqualität lässt nach. Dann machen sie ja heutzutage auch viel diese HDR Geschichten. Dann hast du Probleme, dir das anzugucken, weil dann die Fernseher gar nicht richtig eingestellt sind oder die Streaming Dienst ist nicht richtig senden und und und.

Chris

Früher war alles besser.

Boris

Fürchterlich.

Chris

Hört auf den Boris. Früher war alles besser.

Boris

Nimmt euch wieder ein gutes Buch hier, die Raupe Nimmersatt oder sowas. Das waren noch gute Geschichten.

Chris

Oder den Struvelpeter.

Boris

Ja, vielleicht nicht unbedingt.

Chris

Zappel Philipp und so. Ganz tolle Kindergeschichten.

Boris

Nicht unbedingt den Struvelpeter. Sind überhaupt noch?

Chris

Sicher gibt es den noch. Falls ihr anderer Meinung sein solltet als Boris, dann geht auf happyshooting.de und lasst uns das hier wissen. Ja, wir kommen zur Sendung. Ich wollte noch mal kurz, deshalb Sponsor Weihnachtswichtel, ich wollte noch mal ganz kurz Danke sagen an alle, die hier mitgemacht haben. Also mein persönliches Danke für meinen Wichtel, das ist angekommen. Ich habe im Slack auf dem Kanal Sofaecke schon mal so ein bisschen mitgelesen, da gab es dann diverse Danke, toll angekommen. Also super, das hat wohl so, wie ich das gesehen habe, ganz gut geklappt. Können wir vielleicht mal wieder machen, oder?

Boris

Ja, bis ja bald wieder Weihnachten.

Chris

Also mal im Hinterkopf behalten, vielleicht wichteln wir mal wieder. Also toll, dass ihr alle mitgemacht habt, Dankeschön. Fand ich, war ein Experiment, aber das hat ganz hübsch funktioniert, glaube ich.

Boris

Ich bin noch nicht dazu gekommen, in dem Buch zu blättern, was ich bekommen habe, weil ich habe ja Urlaub, da habe ich ja keine Zeit. Das ist verrückt, aber es ist so.

Chris

Naja, dann, genau, wo du von Urlaub redest, wobei, da muss man eigentlich keinen Urlaub nehmen, es sei denn, es ist ein Klostergeister. Klostergeister ist eine ganze Woche, aber Wochenendworkshops im Jahr 2025. Kurzer Status. Die Seewerkstatt im März hat noch vier Plätze frei. Da sind also glaube ich insgesamt sechs Anmeldungen schon reingekommen. Zehn machen wir ja maximal in der Viewfinder-Villa. Also das werden handliche Workshops. Ist einfach nicht so viel Platz hier. Im April Einstieg ins Analoge sind noch Plätze frei. Dann im April mein Eastern European Electric Photo Roadtrip. Die Tour nach Rumänien, Transsilvanien runter, quer durch Osteuropa ist der erste, die erste ist ausverkauft, die zweite Tour im Mai hat noch, Ja, möglicherweise nur noch einen Platz frei. Da habe ich heute mit jemandem gesprochen, der möglicherweise mit möchte mit zwei Leuten.

Im Mai Klostergeister ist ausverkauft, wisst ihr schon. Im Juli Großformat in der Villa ist ausverkauft. Da gibt es dann im Oktober nochmal einen Termin. Da sind noch zwei Plätze frei. Also auch der füllt sich langsam. Wer Interesse an der Großformatfotografie hat, bitte melden oder auf discoverthetopfloor.com gehen. Da findet ihr die. Das ist absoluter Wahnsinn, dass wir dieses Jahr zwei Großformat-Workshope hinbekommen.

Lichtworkshop, Juli hat noch Plätze und im August der Mensch-Workshop. Also Happy Shooting, nicht Happy Shooting Mensch haben noch Plätze offen. Mir ist, über die Feiertage sind die Gedanken, was die Happy Shooting Seewerkstatt angeht, nochmal weitergegangen. Und langsam aber sicher, also die Idee, die Grundidee war klar, aber langsam aber sicher kristallisiert sich der so raus. Du kennst das, du hast so eine grobe Idee von was und dann ist es aber noch nicht so scharf an den Kanten. Du musst das noch ein bisschen scharf stellen und noch ein bisschen dran feilen. Aber es wird jetzt einfacher, das Ding zu erklären, weil davor war das noch nicht so ganz rund. Diffus. Aber jetzt ist es tatsächlich interessant. Weil, um es auf einen Punkt zu bringen oder auf einen kurzen, knappen Punkt zu bringen, die Happy Shooting Sehwerkstatt beschäftigt sich mit den Dingen.

Die wir bisher auf dem Workshop, wenn überhaupt, nur ganz am Rand angerissen haben. Bisher ging es bei uns hauptsächlich ums Handwerk. Wie komponiere ich ein Bild? Wie gestalte ich das? Das ist Handwerk. Also eine Entscheidung, was wohin kommt, welche Perspektive ich wähle, welches Objektiv. Das sind dann so kreativ-technische Entscheidungen. Welches Objektiv, welche Brennweite die Kamera richtig einstellen, Blendezeit, Licht und so weiter. Wann drücke ich ab? Also das Thema Timing, wie gehe ich mit Menschen vor der Kamera um, das Thema Posing, wie bearbeite ich Bilder? Das sind alles so diese, ich sage mal grob, das Handwerk. Wie mache ich ein ordentliches Bild? Aber diese Frage, was passiert denn davor? In jedem Bild steckt eine Entscheidungskette aus vielen Dingen und die fängt lange an, bevor man auf den Auslöser drückt oder bevor man die Kamera irgendwo hin zeigt. Du musst bei jedem Bild quasi durch so eine Kette durch und wenn du das nicht tust, dann hast du einen Schnappschuss. Nichts gegen Schnappschüsse, aber wenn du ein Foto willst, dann fängst du an mit, du musst erst mal bemerken, dass da ein Bild ist.

Boris

Ja, es ist wie du sagst, das sind so die Dinge, die wir am Rande erwähnen. Wenn ich dann sage, bei mir fängt das Arbeiten eigentlich an, wenn ich zum Klienten hinfahre oder wenn ich aus dem Auto aussteige und über den Hof laufe oder sowas. Also da geht es ja schon los. Und da hast du noch nicht mal die Kamera ausgepackt.

Chris

Richtig. Aber also es fängt so, angenommen ihr seid irgendwo in einer fremden Stadt unterwegs und jetzt möchtet ihr einfach mal fotografieren, ohne jetzt gezielt zu sagen, ich mache jetzt hier ein Shooting mit einem Model oder ich mache hier eine Landschaftssession oder sowas. Einfach mal so dieses opportunistische Fotografieren. Dann hast du für jedes Bild erstmal als Grundvoraussetzung, dass du überhaupt bemerken musst, was da ein Motiv ist. Und ich kenne das von mir in der Vergangenheit, da hat mir selbst schon mal irgendwie so die Aufmerksamkeit gefehlt, abgelenkt oder ich habe tolle Sachen übersehen. Ich merke das zum Beispiel, wenn ich mit Moni unterwegs bin oder bei Fotowalks oder sowas, dann schaue ich hinterher Bilder an von anderen und sehe, Moment, Moment mal, ich war am gleichen Ort, ich war zur gleichen Zeit da, warum habe ich dieses geile Bild nicht gesehen? Wie kann das sein, dass das so an mir vorbei ist? Ich habe es nicht bemerkt. Das ist ein Sinn, den man schärfen kann. Das ist so nach außen gerichtet, diese Aufmerksamkeitsgeschichte, Augen schärfen, Blick schärfen und so weiter. Und dann ein zweites Level, das gehört auch noch lange vor das Komponieren, vor das Auslöser drücken, das Bewerten, das Einordnen.

Welche Zusammenhänge sind da was will ich eigentlich in dem Foto machen was für eine Bedeutung hat das was ich da tue und so weiter auch das passiert schon also diese Kette durchlaufen wir natürlich bei jedem Bild aber ganz viel davon sehr unbewusst, also das davor das kommt so diffus aus dem Bauch das ist so ja ab und zu gelingt mir ein tolles Bild weil da habe ich was Tolles bemerkt und ich habe das richtig eingeordnet und richtig in Kontext gesetzt und so, aber das ist Zufall Wenn man das bewusst macht, wenn man lernt, ganz bewusst lernt, sich diese Vorstufen auch noch bewusst geht, dann lässt sich das mit dem guten Foto ein Stück weit fast automatisieren, also besser machen.

Und was natürlich dann auch ein zentrales Thema ist, ist die Mechanismen, die einen dann davon abhalten, vielleicht irgendwelche Bilder überhaupt erstmal zu machen, also, so ein Störer im Kopf oder Zensor oder wie man ihn nennen mag der dann aus den fadenscheinigsten Gründen einfach sagt, lohnt nicht, brauchst du das Bild nicht machen lohnt nicht und so weiter, wie kann man den erkennen und wie kann man den vielleicht, ein bisschen in seine Schranken weisen Also die Seewerkstatt, die Happy Shooting Seewerkstatt zielt auf viele dieser Bereiche ab.

Wir möchten mindestens Ansätze zeigen, wie wir damit umgehen können. Also wie erkenne ich, ob das jetzt ein gutes Motiv ist oder nicht? Wie versetze ich mich vielleicht in den Zustand, das zu bemerken? Gibt es Möglichkeiten? Wie kann ich lernen, solche Gelegenheiten richtig zu analysieren, zu interpretieren, Zusammenhänge zu sehen, Kontexte herzustellen und vor allem, wie kann ich lernen zu erkennen, was diese Mechanismen sind, die verhindern, dass ich eine Fotogelegenheit bemerke, die verhindern, dass ich auf einen Auslöser drücke, die verhindern, dass ich ein Bild hinterher vielleicht bearbeite oder es vielleicht sogar vorzeige. Das sind so Dinge, die da vorkommen. Also diese gesamte Kette und diese Schritte, die wir bisher eigentlich noch nicht in unseren Workshops hatten, das ist die Happy Shooting Seewerkstatt. Und das macht, zumindest seit ich mich mit dem Thema richtig intensiv und auch bewusst beschäftige, macht das meine Fotografie besser. Und das ist der Versuch, das vielleicht mal zu vermitteln. Das heißt übrigens auch Werkstatt, weil das im Prinzip ist ja alles irgendwie auch Handwerk, was wir da tun.

Also diese Idee, dass man so ein Talent hat und das dann plötzlich nur geht, weil man irgendwie, was weiß ich, geboren wurde, während irgendein Stern aufgegangen ist oder so. Also dass das irgendwie so eine magische Sache sei, das ist Quatsch, man kann das alles lernen. Und wir haben aktuell sechs Anmeldungen, die Villa-Workforce machen wir zwischen fünf und zehn Leuten, also ab fünf Leuten bis zehn Leuten. Findet das auf jeden Fall statt. Vom 8.3. bis zum 9.3. Hier in der Viewfinder-Villa außerhalb von Hannover. Ja, das wird was ganz anderes.

Boris

Ja, sich mal wirklich intensiv zwei Tage mit diesem davor zu befassen. Wie gesagt, das ist sonst immer so ein Nebensatz oder irgendwie mal ein kleiner Anreiz und das mal zwei Tage intensiv sich selbst auch mal zu erforschen. Wird spannend.

Chris

Das wird ganz sicher spannend. Also ich bin, es kitzelt. Es ist wirklich, ich bin mit dem Ding so an einem Punkt, wo ich sage, jetzt muss aber jetzt echt mal endlich mal unter die Leute das Ding. Gut. Das war es über den Workshops. Lass mal ein bisschen News machen hier.

Boris

Du hast eine neue Kamera aufgetan.

Chris

Ich habe keine neue Kamera, aber es gibt eine Kamera, die jetzt jemand hier gerade verkickstartet und zwar im Zuge des Themas Filmkameras. Also Film im Sinne von Analogfilm. Da hat jemand eine 4x5 Kamera jetzt.

Boris

4x5 Zoll, also ziemlich groß.

Chris

4x5 Zoll, also eine Großformatkamera im Prinzip. Das sind zwei Chinesen, die aber in Japan leben und die haben eine 4x5 Zoll Kamera, nennt sich Smartflex. Jetzt verkickstartet das ding ich habe es mir nicht bestellt ich habe es nicht gebackt ich sagte auch nachher gleich warum das ding ist erst mal ja also erst mal beeindruckend das ist vor allem auch wirklich nicht klein du kannst mit dem ding nicht nur, Nicht nur 4x5 Zoll Film belichten, sondern das hat auch entsprechende Attachments für Fuji Instax White zum Beispiel, auf den du direkt belichten kannst. Der ist nicht ganz 4x5 Zoll, aber schon relativ groß und direkt darauf zu belichten heißt, naja, mit entsprechenden Schärfentiefer, was halt so eine Großformatkamera kann, da entsprechend Bilder zu machen.

Boris

Ja, du hast ein echtes Sofortbild hinterher.

Chris

Und es gibt ein Attachment, mit dem du wohl tatsächlich auch noch direkt mit dem Smartphone von der Mattscheibe runter fotografieren kannst oder Video drehen kannst. Wie gut das ist, weiß ich nicht, aber klein ist er nicht, wie du hier siehst.

Boris

Es ist eine 4x5 Kamera, also zwangsläufig ist das ein relativ großer Kasten und wenn ich das richtig verstanden habe, ist es eine Reflexkamera, also eine Spiegelreflexkamera.

Chris

Du hast so einen Spiegel, der nach oben guckt. Du siehst hier auf dem Bild, die Frau links, die guckt von oben quasi auf eine Mattscheibe. So ein Lichtschachtsucher im Prinzip, so wie ich das verstehe. Ja, und was hinten rauskommt, ist halt sehr großformatypisch. Wir sehen hier Bilder, die entsprechend den Schärfentiefe haben. Und je nachdem, was für ein Objektiv du drauf machst, also entsprechendes Bokeh und so weiter. Das ist schon ganz hübsch. Und du kannst mit so Kameras sehr viel machen. Aber der Preis, daran hängt es dann letztendlich.

Boris

Ja, sie haben aber auch ein Objektiv noch entworfen oder bauen lassen. Speziell noch dafür, was irgendwie auch einige Probleme löst. Und wo ein sehr, sehr schönes Porträt-Objektiv sein soll. Habe ich jetzt nicht im Detail durchgelesen.

Chris

Wobei ich mir da ja fast noch das neue Großformat-Objektiv von, wie heißen die Briten noch mal, Intrepid holen wollte. Weil das hier, du siehst an dem Bokeh schon, das hat also auch, das ist ein altes Design vom, Von der Anmutung her. Aber das ist nicht wichtig. Auf jeden Fall hat die Kamera für Kickstarter-Backer und das Backing ist durch. Also die haben ihre 30.000 Dollar, diese Wolken, haben sie locker geschafft. Die Leute haben dann irgendwie 130.000 gebackt.

Boris

Was auch schon komisch ist, weil für 30.000 wirfst du auch keine Produktion an. Also irgendwie.

Chris

Naja, Kickstarter ist ja jetzt auch nicht mehr unbedingt ein Vehikel, um Produktion zu finanzieren, sondern Aufmerksamkeit zu kriegen.

Boris

Das wird hier auch so gewesen sein.

Chris

Naja, das Ding soll dann Kosten im Bundle, also mit Objektiv für die Backer auf Kickstarter 2.900 Dollar und der Preis soll, für den Verkauf später auf 3.400 Dollar geben und sie schreiben auch selber, dass das Paar, das das gemacht hat, haben auch gesagt, der Purpose of the Kickstarter Campaign is to gauge Interest in Evaluate the Market, also wir wollen mal wissen, ob es da einfach Interesse gibt, was der Markt hergibt und, weil der erste Production Run sei schon finanziert. Also dafür haben sie es nicht gebraucht. Genau, Jochen schreibt noch, die Kamera ist 3D gedruckt, zumindest teilweise, das geht ja auch mit kleineren Stückzahlen, ja, also Produktionen, da wird sicher moderne Produktionsweisen werden da zum Einsatz kommen, aber der Preis ist natürlich schon eine Ansage mit 3400 Dollar, wenn du es dann später kaufst und da reden wir jetzt, naja, also von Intrepid kriege ich eine Großformatkamera mit Objektiv und einem elektronischen Shutter für irgendwie ein bisschen über 1000 Euro. Also da reden wir schon von einer anderen Hausnummer und gut, die haben jetzt auch keinen Reflexspiegel, wobei...

Boris

Dann hast du halt keinen Schachtsucher, dann brauchst du ein Tuch.

Chris

Na gut, der bringt dir natürlich schon was, dieser Spiegel bringt dir natürlich insofern was, dass du auf eine Mattscheibe fokussieren kannst, die dann fest installiert bleibt und du klappst den Spiegel hoch und dann wird der Film frei oder der Weg vom Objektiv zum Film frei und bei den, Intrepids und auch bei vielen anderen Großromatkameras hast du eine Mattscheibe hinten drauf, auf der du komponierst und dann schiebst du dann die Kassette rein an die Stelle der Mattscheibe und das ist alles so ein bisschen, also damit könnte man wahrscheinlich mit diesem Ding könnte man wahrscheinlich schon ein bisschen flüssiger arbeiten, so wie es auch, früher so Reporter gemacht haben, aber das ist trotzdem preislich Es.

Boris

Ist schon hoher Preis.

Chris

Es ist schon ordentlich.

Boris

Also nix für den Impulskauf irgendwie so.

Chris

Nicht wirklich, nicht wirklich. Aber okay, so.

Boris

Ja, also es ist...

Chris

Alle, wie sie wollen.

Boris

Es ist halt, wie du sagst, es ist vermutlich, wir wissen es jetzt nicht, wir haben damit jetzt ja noch nicht gearbeitet oder es ist irgendwie live gesehen, aber es ist vermutlich leichter damit, mit Großformat zu arbeiten. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, du hast hinten die Aufnahme für so ein Instax-Wide oder sowas und kannst wirklich unterwegs quasi mal eben schnell ein paar schöne Landschaften oder Porträts machen ohne großen Aufwand, ohne Tuch über dem Kopf, einfach so sogar aus der Hand. Das zeigen sie auf den Fotos ja auch, dass sie das teilweise einfach so vom Bauch in der Hand tragen und dann ihre Fotos machen. Und dann hast du ratzfatz deine Sofortbilder ohne großen Aufwand. Das ist schon spannend. Aber ja, für den Preis, wenn man es übrig hat, bestimmt schön fürs eigene Hobby, kann man das sicherlich mal investieren. Aber ja, wie gesagt, Impulskauf ist das eher nicht.

Chris

Nicht wirklich. Zweites News-Item ist Darktable 5.0.0 ist raus.

Boris

Jawohl.

Chris

Also scheint ein großes Upgrade zu sein. Das ist ja die Open-Source-Alternative zu Adobe Lightroom, beziehungsweise Lightroom Classic. Und ich habe das jetzt auch tatsächlich nicht mehr wirklich in letzter Zeit mir gründlicher angeguckt, aber die Essenz sagt, dass es bedeutende Verbesserungen gibt und zum Beispiel das sogenannte Diffusionsmodul, was Filmeffekte analoge nachahmt, Das wohl ziemlich gut sein soll. Und auch ansonsten entsprechend Leistungssteigerungen, bessere überarbeitete Benutzeroberfläche, Benutzerfreundlichkeit verbessert und so weiter. Da reden wir jetzt auch von neuen Effekten. Also gerade bei diesem Diffusionsmodul, was zum Beispiel Objektivumschärfen oder Blooming-Effekte und so weiter nachahmt. Es gibt wohl ein überarbeitetes Balance-RGB-Modul, also für Farbkorrekturen, Verbesserungen im Retouch und Tone Equalizer Modul und so weiter. Also wen es interessiert, Darktable?

Boris

Viel wollen sie an der UI tatsächlich gemacht haben. Also Verbesserungen, da sind, was weiß ich, irgendwelche, Beispiel, du klickst einen Filter an und sagst, also es ist hier im Video auch schön gezeigt, du willst Fotos haben, die du rot und die du grün markiert hast. Dann zeigst er dir Bilder an, die die grüne und die rote Markierung haben. Wenn du jetzt aber sagst, du möchtest die grüne oder die roten, dann kannst du einen Button drücken. Soll das eine und oder soll das eine oder-Verknüpfung sein in deinem Filter? Und bisher war das halt das mathematische oder beziehungsweise und-Symbol, eine Einschluss- und Ausschlusskriterium. Das verstehen dann halt Mathe-Nerds, aber kein normaler User. Ich wollte gerade sagen.

Chris

Das ist jetzt halt Darktable ist, glaube ich, wendet sich, glaube ich, auch eher an die etwas technisch versierten, Menschen, die vielleicht auch so ein bisschen einen Programmierhintergrund haben oder so und diese Logik so ein bisschen besser oder ein bisschen mehr verinnerlicht haben. Ich kenne genug Leute, die jetzt wahrscheinlich die nichts damit anfangen könnten, aber ich sag mal so.

Boris

So was haben sie jetzt halt überarbeitet. Jetzt ist das halt ein Symbol, was halt eher wie so ein Gantt-Chart aussieht. Also du hast halt, entweder hast einen eigenen Kreis oder hast einen überlappenden Kreis. Also willst du die Schnittmenge haben oder willst du das Einzelne haben? Also das ist jetzt alles ein bisschen oder an vielen Stellen ein bisschen vielleicht klarer von der Symbolik. Die Tooltipps sind verbessert worden, wenn du wissen möchtest, was ein bestimmtes Bearbeitungswerkzeug macht. Du kannst die Bearbeitungstools jetzt wohl noch weiter oder überhaupt erst mal so anordnen, wie du das möchtest. Auf deinen Panelen kannst du das also zusammenstellen, wie du möchtest, kannst entscheiden, ob du deine Bearbeitungstools links oder rechts haben willst und, und, und. Also da wurde an der UI wohl eine Menge gemacht. Und was ich gelesen hatte, ist, dass die Bearbeitungsgeschwindigkeit gerade bei Batch-Bearbeitung deutlich angezogen sein soll, weil wohl, das Lesen und Schreiben vor allen Dingen dieser Sidecar-Files deutlich überarbeitet wurde, sodass da jetzt mehr parallel läuft und damit kannst dann halt so eine, Mengenbearbeitung deutlich schneller hinter dich bringen. Also da ist wohl ganz fleißig dran gearbeitet worden, ist mit Sicherheit ein Blick wert. Wenn man hier mal im Bereich Open Source sich gütlich tun möchte.

Chris

Ja, dann aus den News noch ein kleiner Nachtrag und zwar hatten wir in der letzten Sendung über die Panasonic ZS99 gesprochen, beziehungsweise die TZ99, wie sie glaube ich hierzulande heißt. Das ist eine Wiederbelebung einer Kompaktkamera. Die Hersteller sind ja so ein bisschen überrascht gewesen, wie plötzlich in manchen Kreisen zumindest die digitalen Kompaktkameras plötzlich wieder interessant wurden. Und ja, dann hat Panasonic quasi die TZ80, glaube ich, hieß sie damals, ja, nochmal neu aufgelegt mit ein paar Veränderungen, unter anderem, was hat sie denn jetzt, warte mal, 30-fachen Zoom hat sie, Sensor ist ein 1, 2 Drittel Zoll 20 Megapixel Chip, der ist aber, glaube ich, davor auch schon da drin gewesen.

Hat jetzt 4K-Videoaufnahmen und 1080p, also 1080, also Full HD bei 60 Frames pro Sekunden und ein USB-C und Bluetooth 5.0, was heute auch zeitgemäßer ist. Aber sie hat den Electronic Viewfinder verloren dadurch, weil das dann irgendwie nicht mehr reingepasst hat angeblich, weil der USB-C so viel Platz braucht. Ich kann das nicht ganz glauben, aber na gut. Peter Pixel hat sich das Ganze mal angeguckt und ist nicht so begeistert davon. Also erstmal wird natürlich die Frage gestellt, was soll das eigentlich, warum brauchen wir denn eine Point-and-Shoot, wenn wir alle Smartphones in den Taschen haben, die von der Bildqualität her denen wahrscheinlich nichts nachstehen.

Boris

Ja, wobei die meisten Smartphones keinen 30-fach Zoom haben.

Chris

Das ist eines der Argumente, dass 30-fach Zoom ist tatsächlich bei den, bei diesem Kompakten natürlich besser möglich, weil da hast du natürlich einfach viel mehr Platz, um ein Objektiv unterzubringen. Da wird zwar auch hochgradig getrickst, dass da teilweise beim rein, die haben ja so Teleskopobjektive, die dann, wenn man sie ausschält, quasi in die Kamera verschwinden. Da werden teilweise Elemente auf die Seite weggeschoben, damit die dann richtig Platz drin haben. Das ist unglaublich, was da mechanisch passiert.

Boris

Irre, ja.

Chris

Naja, du hast so eine Kamera, Und plötzlich fährt das Ding auf fünffache Kameratiefe raus oder so. Irgendwo muss das herkommen.

Boris

Ja, schon klar. Irgendwo muss das Glas hin.

Chris

Also da passieren tatsächlich interessante Sachen. Aber wenn man diesen Range nicht braucht, dann ist halt die Frage, sollte man 500 Dollar für so eine Kamera ausgeben? Also ist der Large Zoom Range wirklich das Ding, was es dann reißt?

Boris

Ja, und muss man das Gipfelkreuz aus dem Tal unbedingt so formatieren, dass man noch das Schild lesen kann?

Chris

Auf jeden Fall stellt sich raus sie ist also wirklich eigentlich nur eine ZS80, also der Vorläufer, viele Komponenten sind da wiederverwendet sie haben jetzt keine komplett neue Kamera gemacht das hat aber auch niemand erwartet, aber der fehlende Electronic Viewfinder also der zum reingucken, der wird dem Ding dann doch schwer angelastet, sie sagen dann also ja, das ist jetzt vielleicht, also Also man hört immer, dass die junge Generation an Fotografinnen, Fotografen halt gewöhnt sind, am ausgestreckten Arm zu fotografieren und das Display anzugucken. Aber das tut ihnen eigentlich nicht wirklich recht, dass sie…, Also wer mal so einen Electronic Viewfinder hatte, der wird auch feststellen, dass das schon was ist und wahrscheinlich auch mehr damit fotografieren, weil du hast natürlich ganz andere Möglichkeiten, wenn du plötzlich nicht mehr die Sonne hast, die konkurriert und so weiter. Das ist einfach eine andere Geschichte und da sind sie halt doch ein bisschen enttäuscht, was das angeht.

Boris

Nur weil die Generation das mit einem Smartphone so handhabt, weil da nun mal per Definition kein Viewfinder ist, außer dem Display, heißt das ja nicht, dass sie das alle mit einer Kamera auch so machen wollen. Sie haben ja mit dem Smartphone einfach nur keine andere Möglichkeit. Insofern ist dieser Schluss, der immer getroffen wird, irgendwie für mich einfach falsch.

Chris

Ich würde ja fast sagen, vielleicht wäre es ja mal ganz cool, wenn mal jemand so einen Aufsteck-Electronic-Viewfinder für das Smartphone macht. Und dann hast du quasi, naja gut, da hast du immer noch nicht diese 30-fache Zoom-Geschichte, aber gut. Nun ja, ja.

Boris

Also die ZS beziehungsweise TZ99 nicht so überzeugend, aber wahrscheinlich jetzt vielleicht einfach nur nicht zeitgemäß, mal von den neuen Schnittstellen abgesehen, aber jetzt wahrscheinlich per Definition keine schlechte Kamera. Es ist halt eine kompakte Super-Zoom-Kamera. mit allem, was man davon zu erwarten hat.

Chris

Genau. So, noch eine News. Im Zuge der Reduzierung von Elektroschott und der Vereinfachung für Verbraucher ist es jetzt in Kraft. Die EU hat USB-C als Standardanschluss für elektronische Geräte. Ja, was haben Sie? Sie haben es mandated. Was ist denn das auf Deutsch? Sie haben es verabschiedet. Was auch immer.

Boris

Mandated würde ich sagen, zur Pflicht gemacht.

Chris

Genau, also USB-C ist jetzt der Standardanschluss für elektronische Geräte. Und das Ganze ist jetzt so irgendwann im Dezember tatsächlich in Kraft getreten. Und ja, Europäische Union ist das. Dazu gehören Smartphones, Tablets, Kameras, Kopfhörer und tragbare Lautsprecher und Laptops.

Boris

Das heißt jetzt aber nicht, dass Geräte, die keinen USB-C-Anschluss haben, eingesammelt werden oder weggeschmissen werden müssen.

Chris

Doch, du musst die jetzt zum Reststoffhof bringen, deinen alten Laptop.

Boris

Die trennen musst du die vorher. Du musst die trennen.

Chris

Musst erst den Bildschirm abmachen. Eins kommt in die Bildschirmtonne, das andere kommt in die Batterietonne.

Boris

Ja, Kunststoff, Metall, Edelmetall. Muss alles sauber dran. Nein, Quatsch natürlich.

Chris

Muss die seltenen Erden auch noch rauskratzen. Nein.

Boris

Aber es heißt natürlich, dass keine neuen Geräte mehr verkauft werden dürfen, die keinen USB-C-Anschluss haben.

Chris

In diesen Kategorien.

Boris

In diesen Kategorien.

Chris

So sehe ich das.

Boris

Hat Apple doch aber auch schon angekündigt, oder? Hatte ich nicht gelesen, dass zum Beispiel ein iPhone 14 dann nicht mehr verkauft wird, weil es eben keinen USB-C-Anschluss hat? Ich glaube, erst ab iPhone 15 war das so.

Chris

Weiß ich nicht. Also sie haben ja jetzt mittlerweile zumindest an allen aktuellen Geräten USB-C dran und das ist übrigens auch tatsächlich angenehm.

Boris

Ich mache mal eine Live-Recherche.

Chris

Ich habe jetzt noch ein Gerät, was kein USB-C hat und das ist das AirPod-Döschen, das Ladecase. Da ist noch ein Lightning dran, da muss ich jetzt mal gucken. Aber es wird viele Sachen vereinfachen. Es ist natürlich aber auch sehr kritisch gesehen, weil das ist halt ein Fall, wo jetzt tatsächlich eine konkrete Technologie vorgeschrieben ist.

Boris

Also Live-Recherche gibt hier zumindest auf der Apple-Webseite kein iPhone 14 mehr. Und ich glaube, das war bis vor einiger Zeit noch so. Kann mich auch irren.

Chris

Also du hast jetzt eine Technologie vorgeschrieben. Nicht die Eigenschaften, die es haben muss, sondern die Technologie. Das heißt, wenn da USB-D kommt oder sowas, dann weiß ich nicht, wie das dann geht.

Boris

Weiß ich auch nicht.

Chris

Oder ob das dann abgedatet wird. Aber gut, USB-C hat natürlich eine Menge Sachen, die jetzt erstmal wahrscheinlich eine Weile erreichen werden. Das ist klein, das ist handlich, es hat hohe Datenübertragungsraten. Wenn du das richtige Kabel hast und die richtigen Specs an deiner Buchse, es hat die Möglichkeit, es unterstützt Power Delivery, das heißt, du kannst da viele Watt drüber schicken, aber auch da brauchst du natürlich das richtige Gerät, das richtige Netzteil und das richtige Kabel und so weiter. Aber die Unterstützung ist da und ja, zumindest bei den kleineren Geräten ist das dann wahrscheinlich auch meistens nicht ganz so wichtig. Aber wenn du da mal Laptops und andere Sachen dranhängst, dann brauchst du natürlich auch ein bisschen mehr Durchsatz. Oder wenn du dein Phone in 10 Minuten laden möchtest oder so.

Boris

Also Heiko ergibt übrigens gerade, die USB-C-Pflicht gilt nur für die Hersteller. Händler dürfen noch eine Weile die alten Geräte verkaufen.

Chris

Das ist gut zu wissen.

Boris

Es ist wahrscheinlich auch sinnvoll, eben die Lagerbestände abzuverkaufen und nicht alles als Elektromüll zu deklarieren, weil das wäre genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen möchte. Danke.

Chris

Also es wird natürlich argumentiert von den Kritikern, dass die Innovation eingeschränkt wird durch Vorschrift einer bestimmten Technik. Wir wollen mal schauen. Also das weiß ich jetzt noch nicht. Im Moment ist USB-C aktuell und das wird es wahrscheinlich auch noch ein bisschen bleiben.

Boris

Stimmt, Kai sagt auch keine SE-iPhones mehr. Die haben nämlich auch keinen USB-C-Anschluss.

Chris

Genau. Diese Regelung gilt nur für den europäischen Markt, aber das wird natürlich globale Auswirkungen haben, weil die Hersteller ihre Produkte entsprechend darauf umbauen. Die werden nicht für unterschiedliche Märkte unterschiedliche Stecker machen. Das heißt, das wird dann mit Sicherheit irgendwie global werden. Und ja, es ist die Frage, ob sich das vielleicht irgendwie auf Preise auswirkt, von Geräten und Zubehör. Ich kenne mich mit USB-C-Lizenzpreisen nicht aus. Das war ja manchmal noch so das Argument, dass man da irgendwelche Lizenzgebühren abführen müsste. Weiß ich aber nicht. Ja, ansonsten werden wir sehen. Also ich finde es erstmal zumindest sinnvoll, weil du wirst halt tatsächlich, ich meine, viele der Phone-Hersteller zumindest liefern eh schon länger keine Netzteile mehr mit, weil du hast genügend von den Dingern rumliegen, wenn du nicht frisch anfängst und so weiter.

Boris

Kaufst dir eh eins mit mehr Anschlüssen. Was nützt es ja am Ende, wenn die Steckdose mit einem USB-C-Port dann belegt ist. Da willst du natürlich ein Ladegerät reinstecken, wo du mehrere Geräte laden kannst und und und. Ist schon sinnvoll. Bei mir ist es ein bisschen schade, deswegen habe ich auch ein bisschen noch davor zurückgeschreckt, das iPhone zu aktualisieren. War einer der Gründe, nicht der einzige. Weil ich habe natürlich hier noch diverse Geräte mit Lightning.

Chris

Die Struktur ist da.

Boris

Die Kabel sind da, die Dockingstations sind da. Das ist alles eingespielt und wenn jetzt einzelne Geräte ausgetauscht würden, dann müsste ich eigentlich konsequenterweise alles durchtauschen. Naja, aber kommt Zeit, kommt Tausch.

Chris

Wie gesagt, konsequent ist es bei mir nicht, weil zumindest hier Ladecase für AirPods und so ist natürlich noch die alte Lightning-Version. Andererseits lade ich die Dinger meistens über einen G-Charger.

Boris

Kann das Ding auch schon.

Chris

Damit ist das eigentlich auch nicht mehr so problematisch. Aber ansonsten ist Lightning quasi hier verschwunden. weitgehend.

Boris

Tja, ja. Ja, spannend. Aber Kameras, da kommt es jetzt immer mehr. Schade auch nichts, denn du erinnerst dich, als ich die Mini-Drucker ausprobiert habe, da waren durchaus ja noch Mini-Drucker dabei, die dann mit irgend so einem Micro-USB dahergekommen sind. Da sagst du auch, also so Leute, so richtig zeitgemäß ist das alles nicht mehr.

Chris

Micro-Mini-USB und dann Micro-USB. Also ich habe hier tatsächlich auch noch irgendwas, was ein Mini-USB, also das allererste kleine USB hat, boah, dann finde ich keine Kabel.

Boris

Finde mal ein Kabel für, ja. Habe ich glaube ich noch zwei irgendwo. Ja, herrlich. Ach ja.

Chris

Genau. Dirk sagt, wir brauchen noch zwei Follower auf Twitch. Und Jochen fragt, was passiert denn, wenn es 20 sind? Aktuell sind es 18 Follower auf Twitch. Wir sind voll in. Ich weiß auch nicht, was dann passiert. Dann kommt man, glaube ich, auf einen neuen Status und wird reich.

Boris

Empfehlt uns doch mal jetzt spontan weiter in eurem bekannten Kreis.

Chris

Die Twitch-Plattform ist übrigens tatsächlich hier für das Live-Gucken tatsächlich cooler, weil die wesentlich weniger Delay hat. Wenn wir hier was sagen, dann kommt das irgendwie, was weiß ich, 10 Sekunden später auf YouTube an, wenn überhaupt. Und also das ist ein riesen Buffer dazwischen. Und wenn wir hier was sagen, dann ist das auf Twitch innerhalb von, ich glaube, zwei Sekunden oder so. Also da ist einfach wesentlich weniger Latenz da.

Boris

Ja, schauen wir mal.

Chris

YouTube ist nicht langsam geworden, sondern Jochen schreibt da, YouTube ist langsam geworden. Das liegt daran, dass du bei YouTube, wenn du direkt hin streamst, kannst du direkt auswählen, die Latenz. Und zwar langsam, mittel oder ultraschnell. Und wir hatten bisher immer dieses ultraschnell gewählt, aber hier mit Restream kann man das nicht auswählen, sondern das haben die vor eingestellt.

Boris

Die werden auf Sicherheit gehen halt.

Chris

Das ist eine Buffer-Sicherheit, damit da keine irgendwelche und gestochen scharf im Gegensatz zu YouTube. Genau, Dirk. Auf Twitch kommt das auch irgendwie, das sieht man nicht.

Boris

Ja, empfehlt uns weiter. Holt noch mal ein paar, Stream-Abonnenten ran.

Chris

Genau.

Boris

Darf ich euch auf ein theoretisches Thema mit nehmen?

Chris

Genau, du hast vorhin irgendwas gesagt, dass du irgendwas mit Objektiv und so und erzähl doch mal.

Boris

Also es fing damit an, oder ich muss erst mal davor schicken, wenn ich rausgehe zum Fotografieren, sind es häufig Tiere, die auf Weiden stehen oder im Wildpark oder so etwas. Das heißt, ich bin häufig mit längeren Brennweiten unterwegs. Deswegen hat mir Micro Four Thirds auch immer ganz gut gefallen, weil man da relativ leichtes Gepäck hat für sehr lange Brennweiten. Nun habe ich aber wieder eine Vollformat-Kamera aus anderen Gründen. Und das längste Tele, was ich dafür hätte, wäre ein sehr altes, adaptiertes Canon 100 bis 400. Das ist erstmal nicht schlecht, aber im Vergleich mit heutigen Objektiven, von der Abbildungsleistung her, hält das halt auch nicht mehr mit. Ob das schlimm ist, kann ja jeder selbst für sich entscheiden. Ich habe jedenfalls ein bisschen mit mir gerungen, ob ich mir mal so ein Canon 200 bis 800 anschauen sollte. Da gibt es ja so ein weißes Nicht-L-Objektiv und hatte mich damit mal ein bisschen auseinandergesetzt, schon vor einiger Zeit, als das rauskam. Aber da wurde mal sehr viel drüber mokiert, dass das ja sehr lichtschwach sei. Das hat halt irgendwie eine Blendenzahl, das fängt bei 6.3 an, bei 200 Millimetern. Und hört bei Blende 9 auf. Also eine 800mm Blende 9. Dann wurde mal gesagt, das ist ja nicht so lichtstark und stellt dann nicht so gut frei und so.

Vielleicht nicht so gut das Ding. So, dann habe ich das erstmal zur Seite gelegt und jetzt waren wir wieder im Wildpark und hatten ein paar Fotos gemacht und da hatte ich nur mein 70 bis 200 dabei. Das war dann schon ein bisschen knapp und habe dann halt mich dabei ertappt, wie ich Bilder zugeschnitten hatte, um halt einen engeren Ausschnitt zu bekommen, um das Tier größer zu sehen.

Chris

Von wie vielen Pixeln, von wie vielen Megapixeln hast du dann runtergecroppt?

Boris

Naja, ich habe 20 Megapixel in der R6, in der Canon R6. Und da hast du relativ schnell relativ wenig Megapixel. Da komme ich dann gleich dazu.

Chris

Auch das iPhone kann das noch viel besser.

Boris

Und ja, und dann habe ich halt überlegt, was könnte man denn machen? Und ich habe ja auch hier schon mal erzählt, dass ich ja auch schon überlegt habe, ob ich vielleicht als Zweit- oder dann als Erstkamera auf eine 5D, also auf eine 5D, auf eine R5 gehen sollte oder eine R5 Mark II mit 45 Megapixeln. Da habe ich mehr Pixel zum Croppen, um halt den Brennweitenverlust gut zu machen. Und dann bin ich mal so ein bisschen abgestiegen in mein Mathematikloch und habe mir überlegt, was bedeutet es denn, wenn ich croppe? Also wir nehmen jetzt mal meinen 70 bis 200 Millimeter. Wir ignorieren dann mal das 70 bis und wir sagen, wir haben 200 Millimeter mit offen Blende 2.8. Also ein 200er 2.8. Das stellt ja relativ gut frei. Das ist ja ein Sahneobjektiv.

Wenn man jetzt aber den Ausschnitt croppt, um ein längeres Brennweiten-Äquivalent zu bekommen vom Bildwinkel her, dann hat man, also wenn ich zum Beispiel auf 400 mm croppe, dann habe ich aber kein 400 mm 2.8 von der Freistellung. Sondern ich habe ja immer noch mit dem 200 mm 2.8 gearbeitet und habe auch auf dem inneren Ausschnitt nur die Freistellung eines 200, 2.8, nicht eines 400, 2.8. Das heißt, wenn man jetzt die Brennweite sich hinkroppen möchte oder sich erkroppen möchte, wenn das ein Verb ist, dann muss man auch die Blende multiplizieren. Das heißt, wenn ich von 200 mm auf 400 mm gehe, habe ich also einen Faktor 2. Und das bedeutet, dass ich dann plötzlich bei einem 400er 5.6 bin. Also 2,8 mal 2 sind halt 5.6. Also ich habe die Freistellung eines 400er 5.6. Das ist ja jetzt nicht schlecht. Ja, aber wenn ich das.

Chris

Was du vielleicht willst.

Boris

Man muss es mal im Hinterkopf behalten. Was bekäme ich denn, wenn ich jetzt mit vielen Pixeln croppen könnte? Und wenn ich das Ganze mit einem 500er mache, dann bin ich schon bei einem 500er Blende 7. Wenn ich auf 600 croppe, dann bin ich dann schon bei einem Blenden-Äquivalent von F8 oder 8.4. Und wenn ich auf 800 croppe, bin ich schon bei einer 811 oder sogar 11.2.

Und dann habe ich mir mal diese Blenden angeguckt, die dabei rauskommen. Also wie gesagt, immer von einem 200er 2.8 gecroppt und geguckt, welches Blenden-Äquivalent habe ich. Und dann habe ich gedacht, diese Zahlen kommen mir alle verdammt bekannt vor. Wenn ich mir nämlich mal die Canon Objektive angucke, die es so gibt, egal ob jetzt EF oder RF Mount, das spielt ja dafür keine Rolle, aber es sind so die Objektive, die in einem, sagen wir mal, annehmbaren Preisrahmen verfügbar sind.

Dann haben wir da dieses 100 bis 400 Objektiv, diese Luftpumpe, die ich auch habe. Und da haben wir bei 400 eine Offenblende von 5.6. Das entspricht genau einem Crop von dem 200er 2.8. Und wenn ich das Canon 100 bis 500 nehme, dann habe ich am langen Ende bei 500 eine Blende von 7.1. Ach, guck mal, das ist das Ergebnis, was wir gerade auch hatten, wenn ich den Crop ausrechne. Bei dem Canon 200 bis 800, wofür ich mich so interessiere, da sind wir sogar einen Tacken besser bei 800, da haben wir nämlich ein 800 mit einer Blende 9 statt einer Blende 11. Das heißt, das ist sogar besser, als wenn ich croppen würde. Und dieses günstige und recht leichte 800 mit Offenblende 11, diese fixe Blende mit der Fresnel-Linse vorne, passt exakt. 800 Blende 11 ist exakt ein Crop mit einem 200er 2.8, also rechnerisch. Das heißt, die Freistellung ist bei all diesen Objektiven genauso, als würde man sein 200 2.8 einfach auf die Brennweite croppen. Vorausgesetzt die Auflösung wäre dann da.

Und das fand ich spannend. Und dann dachte ich mir, die sind gar nicht so schlecht. Da ist irgendwo, ist da so eine Grenze, wo es irgendwie sinnvoll, bezahlbar, tragbar ist. Und da sind wir genau dort. Und wenn man jetzt eine bessere Freistellung haben möchte, wenn ich also auf große Distanz ein Tier noch besser freistellen möchte vor einem Hintergrund, der nicht zu weit entfernt ist, dann gibt es natürlich Möglichkeiten. Es gibt von Canon zum Beispiel das 100 bis 300 mit einer Offenblende 2.8 durchgängig. Wenn man das croppt, dann käme man rechnerisch auf ein 800er mit einer Offenblende 7.5 sagen wir mal 7. Oder es gibt natürlich von Canon auch das 600 Blende 4. Das entspräche dann einem 800er 5.6 oder man kauft halt gleich ein 800er 5.6. Aber da sind wir dann in einem Preisregion, da fangen wir so bei 11.000 Euro anzureden und hören bei 20.000 Euro noch nicht auf.

Chris

Schnäppchen, Schnäppchen.

Boris

Also wenn man nur ein bisschen mehr Freistellung haben möchte, wird es gleich richtig teuer und richtig schwer und richtig groß.

Chris

Das ist natürlich jetzt auch nicht nur so eine Grenze, sondern das sind halt Dinge, für die Prozesse existieren, für die Maschinen existieren, für die Montageberechnungen, was weiß ich alles existieren. Das heißt, alles, was da rausgeht, muss ja auch wieder ein Stück weit etabliert werden. Und das macht es natürlich teuer, weil dann kriegst du das natürlich in entsprechenden Stückzahlen auch nicht hin.

Boris

Ich habe halt so in meinem Kopf, habe ich mir vorgestellt, wie die eigentlich nur 200er 2.8 bauen und dann eine Vergrößerungslinse hinten reinbauen, um den Crop im Objektiv zu machen. Weil das kommt alles rechnerisch so präzise hin.

Chris

Ja, wahrscheinlich ist das so.

Boris

Es ist faszinierend, wirklich. Das ist äußerst faszinierend. So, und dann bist du natürlich im Überlegen und sagst, okay, also pass auf, alles, was ich bezahlen wollen würde und auch bezahlen könnte, ist identisch mit einem Crop. Also kann ich jetzt entscheiden, ob ob ich mir die Auflösung hincroppe oder ob ich ein Objektiv dafür nehme. Weil Freistellung ist immer gleich. Und der Vorteil ist natürlich bei einem Objektiv die höhere Auflösung. Weil croppen heißt natürlich Auflösung verringern. Und das ist wiederum, das vergessen auch viele, die Auflösung geht schneller runter, als man glaubt. Weil das ist eine quadratische Formel. Denn ich habe ja eine Fläche. Und wenn ich von 200 auf, also ich habe ein 200er Objektiv und ich möchte jetzt den Bildwinkel eines 400 Millimeters hinkroppen, ich möchte also den Faktor 2 haben, dann bedeutet das, ich muss die Pixel, die mir zur Verfügung stehen, zweimal durch den Faktor 2 teilen.

Chris

Also durch 2 Quadratmeter. Die werden jeweils halbiert, also aus einem Viertel nachher.

Boris

Ganz genau, dann hast du noch ein Viertel. Und das heißt, aus meinen 20 Megapixel würden noch 5 Quadratmeter. Das ist immer noch völlig in Ordnung für jeden Druck, den ich so vorhabe, aber es ist schon erschreckend. Und wenn ich das mit der R5 mache, die ja 45 Megapixel hat, dann bin ich bei 11 Megapixel. Also 5 oder 11 Megapixel hätte ich, wenn ich von 200 auf 400 gehe.

Chris

Du brauchst eine bessere Kamera. Das ist doch gerade die Argumentation, dass du dir endlich erlauben kannst, dir die dickere Kamera zu holen, oder?

Boris

Reicht aber nicht, denn wenn ich auf 800mm croppen wollen würde, dann blieben bei der R6 noch 1,2 Megapixel übrig. Das ist mir dann selbst für den Druck schon ein bisschen wenig.

Chris

Das ist doch VGA, oder? Das reicht doch vollkommen aus.

Boris

Das ist gerade eben. Und bei der R5 wären es immer noch 2,8 Megapixel. Auch das wäre mir schon für den ein oder anderen Print deutlich zu wenig. Also Crop ist zumindest mit den mir zur Verfügung stehenden Canon-Kameras keine Lösung. Ich habe es jetzt nicht ausgerechnet mit einer 60 Megapixel Sony.

Könnt ihr selber mal ausrechnen dann. Aber ich möchte ja keine Sony-Kamera haben, aus anderen Gründen. Ja, also. Jetzt habe ich natürlich die Wahl. Hole ich mir ein 200 bis 800 Millimeter, was an sich ja auch schon wieder ein recht großes Objektiv ist? Oder nehme ich dieses 100 bis 500 Objektiv als Ersatz für mein altes 100 bis 400. Das ist ja quasi der Nachfolger. Das ist relativ kompakt und relativ tragbar. Ein schönes Objektiv. Und dann habe ich mal geguckt, wenn ich jetzt das 100 bis 500 von Canon kaufe. Bei 500 Blende 7 sind wir da. Wenn ich das auf 800 Millimeter croppe, weil ich die Reichweite gerne hätte, dann bleibe ich noch bei knapp unter 8 Megapixeln bei meiner Kamera und bin dann aber auch bei Blende 11. 11 Komma irgendwas. Und das 200 bis 800 hat immerhin eine Offenblende von 9. Ich meine, 9 versus 11. Das siehst du im direkten Vergleich, aber sonst auch nicht unbedingt. Also ich hadere quasi mit mir. Also will ich ein 100 bis 500 nehmen und dann croppen? Oder will ich den ganzen Schritt gehen und ein 200 bis 800 nehmen und gegebenenfalls das Bild noch verkleinern können, womit ich auch das Rauschverhalten verbessere, wenn ich das Bild noch kleiner rechnen kann, wenn ich die Megapixel nicht brauche.

Das 100 bis 500 ist deutlich kompakter, deutlich tragbarer. Ein 100 bis 400 habe ich schon, aber ein sehr altes ist die erste Generation noch. Freistellungsmäßig, wie gesagt, nimmt sich das alles nichts. Und jetzt geht es eigentlich nur noch darum.

Chris

Du hast ja die Möglichkeiten, also du hättest jetzt die Möglichkeiten zu sagen, ja gut, dann brauche ich ja eine Kamera mit deutlich mehr Megapixeln. Das wäre auch noch eine günstige Alternative, oder?

Boris

Ja, aber welche Canon gibt es mit mehr als 45 Megapixeln?

Chris

Oder noch besser, dann vergiss halt Canon, kauf dir was Gescheits. Also ich mit dem Taschengerät, ich drücke einfach auf Portable Mode und dann habe ich mehr Freistellung.

Boris

Nee, auf die Distanz auch nicht mehr. Das ist ja die Kacke. Apple sagt ja dann immer näher rangehen. Das ist ja schwierig dann.

Chris

Naja, aber das kommt dann irgendwann kommt das auch in die großen Spiegelreflexen und Mirrorless-Kameras und Fullformat. Nee, du hast natürlich noch eine Alternative. Du gehst Mittelformat. Hast du einen größeren Sensor? hast du mehr Freistellung. Ist total simpel.

Boris

Wird aber noch schwieriger mit der Brennweite dann.

Chris

Oder du holst dir diese gekickstartete Großformatkamera und hast dann so eine Vorrichtung, wo du von der Mattscheibe abfilmen kannst. Dann hast du Freistellung. Das kannst du überhaupt nicht vorstellen, wie viel Freistellung du da hast.

Boris

Ja, aber hast halt nicht die Brennweite. Mach mal ein Brennweiten Äquivalent von 800 auf die Großformat. Ich weiß nicht, ob ich damit durch den Wildpark möchte. Schwierig. Brauche ich noch einen Bollerwagen dafür.

Chris

So, irgendwas ist gerade parallel auf Twitch passiert. Ich glaube, sie haben jetzt 20. Wir haben jetzt 20 oder ich.

Boris

Lass mich das Thema kurz abschließen mit einem Aufruf.

Chris

Oh, ist noch nicht fertig, okay.

Boris

Hat jemand von euch das Canon 200 bis 800 und was sind eure ehrlichen Erfahrungen damit? Lasst mich das bitte wissen. Wenn es irgendjemand gerade rumliegen hat und mal nicht braucht für ein paar Wochen oder sowas, vielleicht kann ich es mir ja mal ausleihen. Also meldet euch einfach mal bei mir. Vielleicht kommen wir ja mal zusammen.

Chris

Meldet euch bei Boris.

Boris

Ja.

Chris

Ja, was habe ich gerade gesehen? Genau, also Dirk sagt, wir hätten jetzt eine Animation auf Twitch.

Boris

Was ist denn eine Animation auf Twitch?

Chris

Ich habe keine Ahnung. Wir haben es letztes Mal schon in der Postshow gesagt, wir sind ja Twitch-Noobs. Wir streamen da ja nur hin. Tja.

Boris

Aber danke, dass ihr jetzt dafür gesorgt habt, dass wir hier noch ein paar Abonnenten und Abonnentinnen mehr haben.

Chris

Es ist super.

Boris

Macht bitte weiter so. Wo ist denn die nächste Grenze? Was kriegen wir dann?

Chris

Ich würde sagen, unter 100 geht da nichts.

Boris

Und was sind das jetzt für Animationen? Kann uns das jemand erklären?

Chris

Ein Banner war das. Keine Ahnung. Weiß ich nicht. Ich bin da, ich bin, ich sehe das Interface von Twitch recht selten, während wir streamen. Ich kann das also jetzt tatsächlich nicht, aber irgendwas hat sich wohl geändert. Ich habe nur so ein paar ganz coole Sachen hier gefunden. Hast du das mit der, Moment, ich muss das aufmachen. Ich kopiere das erstmal kurz rüber für die Schonoteure. Genau, es gibt, oh, jetzt schneit es im Hack-MD, wo wir unsere Show-Notes machen. Interessant.

Boris

Ist ja auch Winter.

Chris

Ich bin gerade leicht verwirrt. Es gibt Optiken. Es gibt Optiken, die in astronomischen Umfeld stattfinden, also sprich in Teleskopen und so weiter. Und da gab es jetzt gerade einen Artikel in ESO.org und zwar zum Thema Active Optics, aktive Optiken. Also stell dir vor, du hast ein Teleskop und dieses Teleskop macht nicht so ganz scharfe Bilder, weil da hast du natürlich die Erdatmosphäre dazwischen und was macht die? Wir kennen das von den Sternchen, da flimmert es.

Boris

Genau, weil die ja sich bewegt, die wabert.

Chris

Weil die Dichte halt nicht konstant ist. Und das kennt man, wenn man irgendwie im Sommer auf ein Feuer guckt oder sowas. Da sieht man es auch, das flimmert halt.

Boris

Hatte ich übrigens, als ich das 800-Millimeter-Objektiv ausprobiert hatte, Blende 11, wenn du dann sehr weit entfernte Dinge fotografieren willst, hast du eben auch sehr viel Luft dazwischen. Und das ist so nach Mittag im Sommer gar keine gute Idee mehr. Weil da kriegst du kein scharfes Bild mehr, weil alles wabert.

Chris

Ja, ich hatte ja diese Erfahrung noch viel auf der cooleren Seite. Aber auf der heißeren Seite eigentlich, als wir damals in Äthiopien waren, sind wir hochgestiegen zum Erdhaale, großer Vulkan, der da ein Lavasee hat, der schon seit 80 Jahren sich kaum bewegt und so. Und da kann man also dann in die Nähe gehen. Und darüber ein Foto zu machen von Leuten auf der gegenüberliegenden Seite, Geht nicht.

Boris

Als Video ganz schön anzusehen, aber auf ein Foto.

Chris

Nun gut, es gibt auf jeden Fall hier adaptive Optiken. Und diese adaptiven Optiken sind in diversen Teleskopen drin. Also zum Beispiel ESOS Very Large Telescope, das VLT, das Turbulenzen ausgleicht. Und zwar ist das tatsächlich dann ein Spiegel, der hat dann ganz viele, Also der einen Spiegel ist quasi so ein bisschen dünner als die anderen Spiegel, damit der beweglich ist und hat ganz viele Aktuatoren, die dann sich quasi in Echtzeit bewegen, um diese Turbulenzen in der Luft auszugleichen. Da reden wir also von, naja, da ist so ein zweites Teleskop, du brauchst einen Stern oder einen Himmelskörper, den du sehen kannst, der da in der Nähe ist von dem, was du sehen möchtest. Der dann anvisiert wird und da wird dann irgendwie aus dem Bild rausgerechnet, was wie korrigiert werden muss. Und das passiert dann im Millisekundenbereich irgendwie, werden dann diese Aktuatoren, schubsen dann quasi an dem Spiegel rum, um diese Turbulenzen auszugleichen und dann hast du solche Sachen hier. Das ist ein Bild, was ich gerade zeige, das ist auf der einen Seite eine adaptive Optik und auf der anderen Seite nicht die adaptive Optik und das macht einen riesen Unterschied. Du kannst also wirklich.

Boris

Was kriegst du hier gerade so lapidar, also eigentlich ist das ja schon norddeutscher Charme, den ihr hier gerade auspackt. Auf dem Bild ohne adaptive Optik sehen wir halt einen Planeten, was ist das, Uranus, Neptun?

Chris

Ich weiß es nicht.

Boris

Also auf jeden Fall einer der blauen Planeten. Und auf dem Bild, was nicht korrigiert ist, das ist eigentlich nur ein unscharfer, bläulicher Blob mit sehr unscharfen Kanten. Das sieht eher aus wie ein nicht projizierter Lichtpunkt, also einfach ein Lichtpunkt an die Wand geblitzt oder so. Und mit der korrigierten Optik sehen wir wirklich ein kreisrundes Objekt mit gestochen scharfen Rändern, mit Wolkenstrukturen an der Oberfläche. Also wirklich ein scharfes Bild. Und das ist sehr beeindruckend, weil da muss ja sehr schnell korrigiert werden und auch richtig korrigiert werden.

Chris

Also wir reden hier von tausendmal in der Sekunde, also im Millisekundenbereich passiert das. Und das ist natürlich insofern super interessant, weil jetzt kannst du plötzlich mit großen Teleskopen, die du nicht ins Weltall schießen kannst, durch unsere Erdatmosphäre durchgucken und kannst... Dann halt entsprechend Bilder bekommen, die du vorher so nicht bekommen konntest.

Boris

Das ist jetzt nicht neu, das machen die schon länger so, oder?

Chris

Ich weiß nicht, wie neu das ist oder ob das jetzt dramatisch besser geworden ist. Das kann ich nicht sagen, aber es ist total spannend auf jeden Fall.

Boris

Ich dachte immer, das war diese Geschichte, wo sie auch hier einen Laserbeam ins All feuern, um künstlichen Stern zu machen, an dem sie dann die Korrekturen berechnen können.

Chris

Ja, also was da jetzt alles genau geht, da gibt es sicher verschiedene Methoden. Aber du hast hier, also das ist auf jeden Fall jetzt die neue Generation, die nächste Generation adaptiver Optiken, wird gerade vorbereitet für das VLT, also das Very Large Telescope und für das, diese Namensgebung ist super, für den Nachfolger das Extremely Large Telescope, das ELT. Die bekommen quasi ja neue Optiken include the use of several laser guide stars at once also da werden quasi noch mehrere solche Dinge hochgefunkt damit man dann die Turbulenzen irgendwie ablesen und also wahrscheinlich einfach nochmal.

Boris

Eine Verbesserung des vorhandenen Systems.

Chris

Ja wahrscheinlich also auf jeden Fall ist das irgendwie schon der Hammer finde ich was die da machen mich flasht sowas ja total ja.

Boris

Das ist technisch extrem beeindruckend Und vor allem, wenn man sich die Geschichte anguckt, die noch nicht so alt ist, also wie das mit den Teleskopen angefangen hat, das ist ja alles noch nicht so wahnsinnig lange her. Und die Entwicklung ist da, also man kann wirklich sagen, sprunghaft. Das ist echt irre.

Chris

Ja, und dann...

Boris

Newton war es übrigens, der auf den Gedanken gekommen ist, eben keinen Refraktor zu nehmen, sondern einen Spiegel, also einen Reflektor zu machen, weil dann nämlich die chromatischen Aberrationen weg sind, Und weil der Spiegel eben dafür sorgt, dass da keine chromatischen Aberrationen entstehen. Du hast also keine Farbverfälschung und du hast alle Farben am selben Fokuspunkt und pipapo. Und das war auch so ein Meilenstein. Da musst du auch erst mal verstehen, wie Licht funktioniert, um zu kapieren, wo eigentlich das Problem ist. Und dank ihm wird das jetzt auch noch, ja, werden die Spiegel jetzt auch noch angepasst quasi. Also es ist wirklich unglaublich.

Chris

Der Heinz hat gerade noch die Website dazu geshared. fürs ELT, fürs Extremely Rad Telescope. Da siehst du so ein...

Boris

Da feuern sie mehrere Laser hoch.

Chris

Ja, das ist, glaube ich, noch ein Rendering. Aber ja, da wird dann doch...

Boris

Wahrscheinlich dann an mehreren Stellen anfassen.

Chris

Das sieht so ein bisschen aus wie so eine Verteidigungsbatterie an irgendeinem Starship. Nun gut, Weltraum und Bilder ist einfach immer wieder sagenhaft. Was auch sagenhaft ist, ist, wenn man sich mal ältere Fotos anguckt, bekannte Fotos, nämlich zum Beispiel, kennst du Dali Atomicus?

Boris

Ja, ich kannte das Bild, aber ich wusste nicht, wie es heißt.

Chris

Genau, also wer das Bild nicht kennt, das ist das Foto von Dali, wie er so in der Luft ist und dann so Katzen durchs Bild pflegen und Wasser und ein Stuhl und ein Bild. Also alles ist irgendwie in der Luft und schwebt quasi rum und dieses Bild ist eines der bekanntesten Bilder von Dali oder ein Foto, auf dem er drauf ist. Und es gibt eine BBC Global Serie, die heißt Timeframe und da wird dieses Bild mal ein bisschen hinterleuchtet und zwar über den Fotografen, der es gemacht hat, Philipp Halsmann heißt der, das war auch so ein Collaborator quasi von Dali, also der hat mit Dali viel zusammen gemacht und der hat dieses Bild geschossen. Und der Prozess, wie dieses Bild zustande gekommen ist, das ist interessant, wenn du so ein bisschen den Hintergrund davon hinbekommst, weil da haben die, glaube ich, einen kompletten Tag lang dran gearbeitet, mit einigen Helfern, die Katzen geworfen haben und Wasser geschüttet haben und hinterher die Katzen wieder abgetrocknet haben und so weiter. Und zwischen jedem Bild musste der erstmal, weil das ist ein Bild, das ist ein Actionbild, das kannst du jetzt nicht einfach das machst du nicht fünfmal hintereinander sondern das machst du einmal, dann entwickelst du das dann guckst du.

Und dann kommst du eine halbe Stunde später aus deiner Dunkelkammer raus und sagst, müssen wir nochmal machen, ist nicht geworden und so hat das dann wohl eben viele Stunden gedauert, bis das dann tatsächlich im Kasten war, in der guten Version also so viel zum Thema.

Boris

Wie viel Aufwand stecke ich in meine Fotos ein? aus dem Wasserbecken oder was?

Chris

Nee, da war wohl ein Eimer mit Wasser und drei Katzen, die dann von Leuten so durchs Bild geworfen wurden. Die Katzen haben aber hinterher wohl irgendwie Lachs bekommen oder so. Also ihnen ging es dann gut.

Boris

Es war eine andere Zeit.

Chris

Ja, das ist von 1948. Da hat man noch Katzen durch die Gegend geworfen.

Boris

Selbstverständlich.

Chris

Nicht wahr? Wird man heute auch nicht mehr machen. Aber gut, es ist auf jeden Fall eine spannende kleine Doku. über dieses Foto. Hat mich sehr erfreut, habe ich mir gerne angeguckt. Dali Atomicus.

Boris

Dali sowieso. Ich sag mal spannender Typ.

Chris

Das sowieso. Gut, dann, oh ja. Erinnerst du dich, das ist schon ein paar Jahre her, da gab es mal so ein Labor, so ein optisches Labor, die irgendwie eine Kamera, in Anführungszeichen, Kamera gebaut haben, die irgendwie so viel Frames pro Sekunde kann, dass sie die Ausbreitung von Lichtwellen sichtbar gemacht hat.

Boris

Ja, das Licht, was durch die Cola-Flasche gegangen ist und so. Also was natürlich nicht das Verfolgen eines Photons ist logischerweise, sondern nur ein geschickt getaktetes, also nur ein geschickt getaktete Abfolge von Aufnahmen und präzisen Lichtimpulsen war.

Chris

Genau. Ja, das war sogar noch anders vom Prinzip her und zwar haben die quasi einen Lichtblitz losgeschickt, haben dann ein Bild gemacht, haben dann den Lichtblitz wieder losgeschickt, haben dann ein Bild wieder gemacht, aber leicht später und so weiter. Also du hast quasi den Lichtblitz so und so viel mal pro Sekunde losgeschickt und hast dann immer ein Bild ein bisschen später gemacht und damit konntest du dann quasi simulieren, dass du eine Kamera hast, die so schnell ist wie das Licht. Tja, es gibt einen YouTuber, Alpha Phoenix nennt er sich und der hat das Ganze mal in seiner Garage nachgebaut für ein paar hundert Dollar.

Boris

Okay, jetzt wird es spannend.

Chris

Es ist total spannend. Also diese Kamera, diese virtuelle Kamera macht 1000 Millionen Frames pro Sekunde. Und dafür hat er halt entsprechendes Material gebraucht. Aber ich glaube, 250 Dollar stand jetzt hier, glaube ich, oder? Egal, also auf jeden Fall wirklich relativ günstig. Und er erklärt das in dem Video, wie er das gebaut hat, was er da dafür gebraucht hat, also eben eine Kamera, die das aufnimmt, aber, ein Laser, der das quasi beleuchtet und irgendein Modul, was ein Sensor, der schnell genug ist, um das Licht dann entsprechend aufzunehmen und irgendwie das zu triggern. Also es ist ein bisschen umständlich, aber er hat das geschafft, das wirklich nachzubauen und das ist tatsächlich am Ende siehst du in seiner Garage, wie diese Lichtfront so über die Wand wandert. Also wie die Photonen über die Wand wandern und dann reflektieren und dann irgendwo anders wieder ankommen. Ja. Sorry, aber das ist doch Experimentieren vom Feinsten.

Boris

So was nachbauen? Also man muss schon viel verstehen.

Chris

Man muss das können, der kann das natürlich, aber der erzählt, das ist auch so interessant, weil er das natürlich nicht nur baut, sondern auch erklärt und auch die Fallstricke und wo ist er reingefallen, wo hat er nochmal was Neues kaufen müssen, weil das Ding zu lahm war oder und so weiter und so weiter. Also er geht da quasi über die gesamte Methodik drüber.

Boris

Ein komplettes Making-of quasi.

Chris

Und erklärt halt die komplette Methodik, wie das so machbar ist und ja, also heute sind Nerd-Themen, aber das ist so ein Nerd-Thema, was mich komplett geflasht hat, weil das geil ist.

Boris

Ja.

Chris

Es ist nicht in Bewegung.

Boris

Es ist nur das richtige Timing, ja? Nur. Wenn dann nicht so schnelle Sachen wie Licht irgendwie involvierend wären.

Chris

Naja, du musst halt entsprechend, das mit der Physik können und dann halt auch noch die Geräte dafür haben, wobei er da wirklich nicht viel an den Start gebracht hat. Das ist erstaunlich wenig.

Boris

Ja, cool.

Chris

Ja, dann war ja jetzt an den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester mal wieder der Chaos Communication Kongress. Da haben sich dieses Mal in Hamburg im Konferenz, im CCH, im Konferenzcenter in Hamburg 14.000 Leute getroffen, die da vier Tage sich mit Kultur und Hacking und was weiß ich beschäftigt haben. Vielleicht haben sie die einen oder anderen schon gesehen, so zum Beispiel das Datenleak von VW, was jetzt irgendwo in den Nachrichten war, also wo irgendwie die Bewegungsdaten von 800.000 Fahrzeugen in Europa, mal eben gelegt sind, also Bewegungsprofile von, allen, so ungefähr.

Boris

Ja, Regierungsfahrzeuge und so.

Chris

Ja, oder Geheimdienste oder sonst was und so weiter. Also das war so eines der Dinge, die da rausgekommen sind. Noch diverse andere Sachen, sehr schön. Und das ist immer auch ein visuelles Fest dort. Du hast halt viele Nerds und viele Lichtchen, viele LEDs und viele Kunstinstallationen und sowas dort. Und letztes Jahr habe ich mit Lea geredet, die da fotografiert hat. Habe ich dieses Jahr nicht. Aber Lea hat fotografiert und hat die Bilder wieder online gestellt. Also wen es interessiert, Bilder von dort sind auf ihrem Flickr zu finden. Das verlinken wir einfach mal. Wieder tolle Sachen und das ist natürlich immer wieder so ein Thema, dort zu fotografieren. Also du hast einfach ich sag mal, Du hast einfach einen großen Haufen Menschen, die wahrscheinlich gefühlt eher sehr Privacy-fokussiert sind. Das sind Menschen aus der Computerei, aus der Netzwerkerei, die halt vielleicht möglicherweise nicht auf so ein Bild kommen wollen. Also du hast immer so eine, ich sag mal, kreative Hürde, um da Bilder zu machen. Und deshalb gibt es da auch eine ganz offizielle Fotopolicy, also wenn du da hingehst und fotografierst, dann kannst du nicht einfach mit der dicken Kamera rumrennen, das ist schwierig, weil da fällst du relativ schnell auf.

Was sie dann.

Machen ist, wenn zum Beispiel Presse da ist, bekommen sie da jemanden zur Seite gestellt, so ein kleines Team von Menschen, die dann die Leute durch die Gegend, begleiten und dann auch sicherstellen, dass jemand fotografiert wird, der nicht fotografiert werden möchte. Das sind natürlich nicht nur Menschen, da sind auch Bildschirme mit irgendwelchen Sachen drauf, die vielleicht keinem was angehen.

Boris

Möchte man vielleicht nicht in der Zeitung sehen.

Chris

Möglicherweise nicht und Lea macht das jetzt schon seit Jahren dort und macht das, ja, ist quasi fast schon eine Institution, würde ich sagen. Hat sich dann auch mindestens seit letztem Jahr wahrscheinlich schon länger so eine Warnweste gebastelt, also mit einer Kamera drauf, also du siehst sie von Weitem, sie hat eine Kamera drauf, natürlich wird niemand fotografiert, der nicht fotografiert werden möchte. Das ist schon mal sehr klar.

Boris

Ja, Respekt verloren, ganz wichtig.

Chris

Und überhaupt ist natürlich in diesem Umfeld gibt es auch viele Möglichkeiten, sich mal die Sachen so anzugucken, dass man da nicht unbedingt jetzt auch Menschen drauf hat. Oder dass man mit Menschen entsprechend auch anders umgeht. Ich versuche das mal hier kurz auf den Bildschirm zu bringen. Das ist... Ja, so ungefähr. Also man sieht es auch in der Bearbeitung, finde ich es interessant, weil bei LEDs hast du auch beim, ja bei diesen Primärfarben LEDs, das ist fotografisch immer so ein bisschen anstrengend und Lea hat da glaube ich auch relativ durchgängig an einem Bildstil gearbeitet, der das Ganze dann so ein bisschen, ja so ein Farbtint gibt, aber auch dieses LED-Gefühl so ein bisschen entschärft, das finde ich auch sehr gut. Und ja, du hast dann schon eine ganze Menge Bilder. Das siehst du mal auch tatsächlich während des Kongresses alles irgendwie auch gleich nachbearbeitet. Das ist ja so ein bisschen meine Devise, wenn ich irgendwo unterwegs bin, auf Natur oder sowas, dass ich tatsächlich jeden Abend meine Bilder auch schon fertig haben möchte, weil hinterher, stehst du sonst vor so einer Wand voll Bildern, die noch bearbeitet werden möchten oder aussortiert werden möchten.

Boris

Irgendwann bist du gehemmt, neue Bilder zu machen.

Chris

Genau. Ja, das ist eine klasse Sammlung. Finde ich total schön und finde das gut, dass er das macht.

Boris

Ja, das ist fantastisch. Also auch wirklich ein tolles Auge, da sind wir wieder. Schön gesehen die Motive mal wieder. Ich hatte einige Fotos schon auf Mastodon gesehen, da hat er sie gepostet. Und wie du schon sagst, so von der Bearbeitung her, ich habe halt den Eindruck, dass es so aussieht, wie man es wahrgenommen hätte. Und nicht zwingend so, wie der Sensor meint, es dann strahlen zu lassen. Also es wirkte einfach sehr, sehr schön anzusehen.

Chris

Es ist auf den Bildern, es ist schon ein Stil zu sehen, also ein Farbstil zu sehen, der, ja, weiß nicht, also, es auf eine Weise zumindest darstellt.

Boris

Ich kann es nicht vergleichen, aber ich finde es sehr ästhetisch.

Chris

Also fand ich rundum wieder gelungen. Also wer da mal einen Blick rein haben möchte, dann guckt da mal auf die Links in den Shownotes.

Boris

Jürgen meint hier noch, es waren mindestens acht Happy Shooter anwesend.

Chris

Es waren einige da. Ich habe das jetzt im Nachhinein gesehen. Moni und ich waren offiziell nicht da. Wir waren aber am 28. Und zumindest kurz da im Foyer und haben uns da mit ein, zwei Leuten getroffen, weil wir haben eine Hacker-Tour mitgemacht. Es gibt quasi auch so eine Gruppe, die sogenannte Hacker-Tours veranstalten. Das sind dann so hinter den Kulissen-Touren von gewissen Dingen. Da gab es dann irgendwelche Hafenrundfahrten, die du normalerweise so nicht einfach bekommst und so weiter, konnte man sich anmelden und wir haben uns dann quasi, ja, da auf so eine Hekatur angemeldet und zwar eine Führung durchs Gängeviertel. Es gibt in Hamburg, gab es mal mehrere Gängeviertel, das heißt so, weil da so enge Gebäude eng beieinander stehen und da eben so Gänge dazwischen sind, das waren früher so, waren da so, ja, viel Hafenarbeiter zum Beispiel und von diesen Gängevierteln, von denen es mal drei Stück in Hamburg gab, sind zwei mittlerweile nicht mehr, die sind halt mal irgendwann abgerissen worden. Und dieses letzte Gängeviertel, das hat so eine interessante Geschichte, weil drumherum sind halt irgendwelche großen Bürogebäude und dieses Viertel mit Backsteinbauten und alles halt noch alt.

Das wurde dann irgendwann mal, ich glaube im Jahr 2009 wurde das besetzt, also Hausbesetzer, die haben sich das dann quasi gesagt, das kommt nicht weg, das wird hier nicht abgerissen und die haben dann 10 Jahre mit der Stadt verhandelt und haben jetzt einen Mietvertrag für 0 Euro verhandelt. Und den für die nächsten, ich weiß nicht, 40 Jahre oder so. Und sind aber jetzt natürlich dabei, das wieder instand zu setzen und wieder aufzubauen, was nicht richtig funktioniert. Das ist ja auch ein Kulturprojekt. da, wenn du da nachts mal reingehst, da findest du tolle Lichtinstallationen und solche Geschichten, da ist also viel Kunst an den Wänden und so.

Lohnt sich auch mit der Kamera mal da hinzugehen und wir haben uns das quasi am 28. Nachts oder abends im Dunkeln bei Kälte haben wir uns das angeguckt. War spannend, weil die Führung hat jemand gemacht, der dort auch ein Museum betreibt, also der da selber auch Teil des Ganzen ist. Das war absolut lohnenswert Vor allem, weil diese Geschichte von diesem Gängeviertel, ja, du findest eher so die Geschichte von Hafencity und Elbphilharmonie und solchen Dingen, aber so Gängeviertel, das fällt halt oft dann doch so ein bisschen runter, dass die Geschichte ist nicht so wichtig oder kommt als nicht so wichtig rüber. Was natürlich Quatsch ist, weil das ist ein ganz wichtiger Teil der Geschichte von Hamburg.

Und ja, das war toll. Und das heißt, wir waren nur kurz da. Wir sind dann wieder schön gegessen wohnt, sind dann wieder heimgefahren und haben einmal kurz dem Kongress gewunken. Und schön. Ja.

Boris

Und by the way, noch mal kurzer Abstecher. Ich vermute zu den Spiegeln, der Heinz W. hat hier im Chat geschrieben. Im YouTube-Chat, wir haben dafür die Steuerung gebaut. Heinz, beziehst du dich da auf die adaptiven Spiegel? Weil, falls ja, wenn du drüber reden darfst, happyshooting.de slash hi, dann schick doch mal gerne irgendwie auch einen Audiokommentar oder sowas, wo du mal ein bisschen erzählst von den Herausforderungen und den Pfeilstrecken, was da so zu tun ist, wenn es um diese Spiegel da geht. Ich denke, das wäre wirklich cool.

Chris

Ja.

Boris

Zu dem Zeitraum kam da der Kommentar. Würde mich sehr, sehr freuen, da ein bisschen hinter den Kulissen Einblick zu kriegen, was da bei der Entwicklung läuft.

Chris

Mich auch. Gut. Dann haben wir noch eine Frage.

Boris

Wenn du darfst. Ja, und zwar kam das in unserem Select, im HS-Fragen-Kanal von Christian. Christian ist derjenige, der den Beitrag zur Lava-Aufgabe gemacht hat, wo man jemanden sieht, der gerade irgendwie von einem Stuhl aufs Bett springt oder irgendwie so etwas. Der Boden ist Lava. Und das war halt so in der Luft fotografiert, quasi wie das Dali-Bild. Genauso, bloß ohne Katzen. und ohne Wasser, aber sonst genauso.

Und da schreibt er hier, das Bild ist, wie Boris richtig in der Sendung vermutete, nicht im ersten Versuch entstanden. Ja, es gab sogar Versuche mit dem Handy vorweg. Im Kindergarten stehen einige Sitzkisten herum, auf denen meine Tochter fast jeden Tag der Boden ist Lava spielt und ich bin das Lava-Krokodil, schreibt er. Und so versuchte ich hier bei schlechtem Licht morgens in der Eingangshalle die Idee umzusetzen. Nun kam es aber so, dass ich mein Handy, und er hat hier ein Android-Gerät, ein OnePlus 10 Pro, mit Stock-Firmware und der Kamera-App, die halt installiert ist. Dieses Handy weigerte sich, das Kind im Sprung aufzunehmen. Egal ob Automatik oder im Hasselblatt-Logo-Modus, im ausgezeichneten Pro-Modus schreibt er hier, immer war das Bild eines vor dem Absprung oder nach der Landung, als ob die KI hier ungefragt im Hintergrund erst auslösen möchte, wenn die Bewegung aus dem Bild ist.

Ergänzung noch dazu, am selben Abend war ich auf einem Punk-Konzert und so sehr ich diesen Musikstil mag, ist er doch schon ein wenig vorausschaubar, insbesondere wenn man die Band und deren Songs kennt. So versuchte ich, vorne an der Bühne stehend, ob ich Bilder mit Gitarrist springt, also in der Luft, zu machen. Aber auch hier, das Handy löst erst bei der Landung aus. Hat mich hier eine Handy-interne KI oder andere weitige Funktion gefoult?

Und hat schon jemand ähnliche Beobachtungen gemacht, also auch eine Frage nach draußen an die Community und du hast ja schon Gedanken, wie man vielleicht lösen könnte das Problem.

Chris

Also ich sag erstmal das Handy löst gar nicht aus, wenn du drückst, sondern das Handy schießt, wenn du die Kamera an hast, das machen alle Handys heute, mach das dauernd Bilder.

Boris

Man muss es ja schon um eine Vorschau zu machen.

Chris

Du musst, genau, die Kamera muss an sein, also die Kamera-App muss offen sein und dann hast du eine Vorschau, also werden eh dauernd Bilder gemacht.

Boris

Ja, so ein Video-Stream.

Chris

Genau, die werden eben nicht nur gemacht in deinen Bildschirm rein, sondern da werden auch Bilder in entsprechend höherer Qualität geschossen. Bang, bang, bang, bang, bang. Und wenn du auf den Auslöser drückst, dann wird eine Zeitmarke gesetzt, dann werden noch mal ein paar Bilder gemacht, weil nach dem Auslösen hältst du die Kamera vielleicht noch eine Sekunde ruhig oder so. Und dann wird aus den, ich weiß nicht, plus minus fünf Bildern, also fünf Bilder vor dem Ausländern, fünf Bilder danach oder so. Das ist unterschiedlich, aber so ungefähr. Die werden dann genommen und werden analysiert. Und jetzt wird aus diesen Bildern geguckt, und das macht eine KI, ja. Die guckt dann, welches von den Bildern ist das schärfste? Welches hat die wenigste Verwackelung drin?

Boris

Wo sind die Augen offen?

Chris

Wo sind die Augen offen? Wer lächelt und so weiter? Das kannst du dann möglicherweise noch an- und abschalten, je nach App oder so. Aber letztendlich wird aus diesen Bildern, und dann werden die möglicherweise noch zusammengerechnet. Da sagst du, weil die sind nämlich nicht alle gleich. Manche von denen werden mit einer höheren Belichtung und manche mit einer dunkleren Belichtung geschossen. Das heißt, du hast hinterher, wenn du so ein Bild machst und dann irgendwie HDR draus wird plötzlich, also dass du im Innenraum schießt und plötzlich ist der Innenraum hell beleuchtet und das draußen im Fenster auch noch super zu sehen alles, dann werden da mehrere Bilder kombiniert mit mehreren verschiedenen Belichtungen und so weiter. Also da passiert unglaublich viel Computational Photography. Da wird unglaublich viel gemacht und möglicherweise passiert genau das, dass da irgendjemand verwackelt auf dem Bild ist, weil er gerade gesprungen ist und dann sagt die KI, nee, das ist schlecht, das will ich nicht. So. Und das ist ja erstmal in der Regel so, wie man es will, aber halt nicht immer. Das ist das Problem, wenn die Maschine glaubt, sie wäre schlauer als du.

Boris

Und der Algorithmus hat natürlich ein Problem, mehrere Bilder zu einem zusammenzurechnen, Stichwort Auflösung, Belichtung und so weiter, wenn sich das Motiv da bewegt hat. Also wird das vielleicht auch schon deswegen weniger wichtig bewertet, als dann Standbilder, wo du zwei, drei Bilder übereinander legen kannst. Möglicherweise.

Chris

Also ich kann jetzt nur vom iPhone reden und wenn du da einfach die eingebaute Kamera hast, dann wird das genau so gemacht. Und was du dann tun kannst, also das nennt sich Live-Foto, das ist also quasi ein Live-Bild, was eben wie so ein kleines Filmchen auch irgendwie mehrere Bilder hat. Und was du dann tun kannst, ist, dass du nachträglich nochmal, wie gesagt, auf dem iPhone editieren kannst, das Bild bearbeiten kannst. Und dann kriegst du so einen kleinen Slider, auf dem du dann dich durch diese kleine Timeline von... Sekunde oder so, durchsliden kannst und dann kannst du sagen, oh ja, das ist das richtige Bild vom Timing her. Das will ich haben. Das funktioniert natürlich bei was anderem auch. Ist egal was, aber Timing ist wichtig. Und dann sagst du, ja, mach mal das zum Schlüsselfoto. Und dann geht das Gerät nochmal her und rechnet jetzt halt nochmal alles irgendwie zusammen, aber mit Ziel für dieses eine Schlüsselfoto. Und guck mal, ob deine Kamera sowas kann. ob sie das schafft ob sie so eine Funktion hat oder je nach App ich weiß jetzt nicht, ich glaube es gibt bei Android nicht die Standard Kamera App, sondern da gibt es verschiedene von verschiedenen.

Boris

Ja beim OnePlus 10 Pro wird das halt eine Standard App sein aber das muss nicht zwingend dieselbe sein, die auf einem Samsung oder auf einem Pixel drauf ist Ja, das wird halt schon deren sein.

Chris

Ja, also guck da mal nach, ob das vielleicht irgendwie dir hilft weil auf die Weise habe ich schon das ein oder andere Bild, wo das Gerät dachte, das Timing müsse anders sein, habe ich dann schon hinkorrigiert. Und das funktioniert ganz gut.

Boris

Aber auch gerne der Aufruf an die Community. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, dass die Kamera sich einfach weigert, bestimmte bewegte Objektive festzuhalten und immer das davor oder das danach speichert? Das wäre schon mal spannend.

Chris

Wo du gerade vorgelesen hast, dass hier der Boden ist Lava gespielt haben, ist mir noch ein Bild eingefallen, beziehungsweise Lea hat beim Kongress auch noch ein Bild gemacht. Wie kriegst du Nerds dazu, nicht über eine Absperrung drüber zu gehen? Naja, indem du halt den Teil hinter der Absperrung auf dem Boden mit Lava bezeichnest. Den Bereich davor mit No Lava. So einfach ist das.

Boris

Ja, und dann bleiben Nerds da weg, weil der Boden ist Lava.

Chris

Genau.

Boris

So einfach ist das. So bekloppt, aber es funktioniert.

Chris

Bei Kindern funktioniert das sicher auch.

Boris

Ja, finde ich gut. Nun gut. Aber auch schön, sowas dann mal im Bild festzuhalten. Kannst auch einfach dich freuen und dran vorbeigehen oder du machst halt ein Bild davon.

Chris

Das ist ein Detail, das musst du bemerken und dann musst du es auch irgendwie umsetzen und so weiter.

Boris

Ja, apropos bemerken und umsetzen. Wir hatten ja eine Aufgabe laufen, die ist, ich glaube, am 26.12. Zu Ende gegangen. Und das ist die Randaufgabe.

Chris

Die Randaufgabe. Ja, aber die Leute haben Weihnachten gefeiert. Die haben nicht so viel Zeit für Fotografie gehabt. Ich sehe hier zehn Bilder.

Boris

Komm, lass uns mal eins rauswirken. Hast du irgendwas zum Verschenken? Ist noch was in der Kiste?

Chris

Moment, die Jürgenkiste, hat noch einen Gegenstand, der noch nicht verschickt wurde.

Boris

Okay.

Chris

Der letzte Gegenstand, und zwar ... Einen Nicole Elliott Black Rapid Dingensheimer.

Boris

So ein Gurt, so ein Tragesystem.

Chris

Ja, das ist das Tragesystem und zwar mit dem ganz breiten Schulterteil. Also das ist dieser ganz weiche, breite Teil, der über die Schulter geht.

Boris

Angenehm für schwerere Kameras.

Chris

Ja, oder wenn du mit den Schultern ein Problem hast oder so, dann ist das dafür gemacht. Ansonsten ist es halt der normale Black Rapid Gurt mit entsprechender Gleitung hier und aber der ist der oben quasi schöne breite Auflagefläche. Hatte eine super breite Auflage und dann hat er auch noch so ein Fach drin, wo man noch Sachen reintun kann. Fuchspeicherkarte. Zubehörgeschichten und so weiter. Ja, den hat uns Jürgen zur Verfügung gestellt. Dafür nochmal ein ganz, ganz großes Danke.

Boris

Fettes Dankeschön an Jürgen.

Chris

Ja, also nochmal, Jürgen hat im letzten Jahr seine, Fotogadgets, die er dann doch irgendwie nicht verwendet hat, drei oder vier Stück davon in Karton getan und sie an uns geschickt, damit wir sie hier verlosen können bei den Aufgaben.

Boris

Sehr gerne.

Chris

Also für alle, die da jetzt, die jetzt noch nicht irgendwie alles weggewichtelt haben, also das bringt euch zumindest hier einen Sponsorenplatz. Also bei Jürgen mehrfach sogar.

Boris

Wenn du verschickst, soll ich dann würfeln? Weil es sind 10 Stück und mit einem 10er Würfel haben wir auf jeden Fall einen Gewinner.

Chris

Du darfst würfeln. Also wir haben 10 Stück und du machst das jetzt mal.

Boris

Die 8 ist es.

Chris

Die 8 habe ich hier. Okay, das hier ist die 8.

Boris

Ah.

Chris

Was sehen wir? Wir sehen, genau, Michael hat es gemacht. Über den Tellerrand schauen. Also Rand war die Aufgabe und was hat er gemacht? Er hat hier seine Bastelmännchen, was auch immer die genau sind, bin mir nicht ganz sicher, aber...

Boris

Das sind so Fennigstücke oder sowas, beklebte Fennigstücke.

Chris

Ja, und so gebogene Drähte und Magnete und so. Auf jeden Fall krabbeln die auf so einen Teller rum und schauen über den Rand drüber. Und der Fokus sitzt da, wo er soll. Ich habe eine kleine Sache auszusetzen an dem Foto.

Boris

Der Teller ist schief.

Chris

Der Teller ist schief.

Boris

Das zwickt mich auch ein bisschen.

Chris

Das ist tatsächlich, vor allem bei so Sachen, also Teller mit Suppe oder sowas, Geht gar nicht, da läuft ja die Suppe aus. Da bin ich immer so ein bisschen, da will ich immer gerade ziehen. Aber gut.

Boris

Bisschen die Kamera noch entweder gerade halten oder hinterher ein bisschen rotieren. Ja. Aber nichtsdestotrotz, witzige Idee, passend zum Thema. Du hast gewonnen. E-Mail an chris.hapyshooting.de.

Chris

Genau.

Boris

Mit deiner Anschrift oder einer Anschrift, wo der Gurt hingeschickt werden kann.

Chris

Und dann hast du einen schönen Tragegurt. Und weil es nur 10 sind, gehen wir die einfach mal ganz kurz durch hier. Wir haben hier von Costanza Nougatrand. Also auch ein Teller, aber auf dem Teller ist was Schokoladiges drauf. Also Nougat auf dem Teller. Ja, das will symmetrisch sein, aber das ist auch so ein bisschen schief. Von der Ecke zu Ecke kannst du so eine Diagonale, das ist so schräg. Das müsste, wenn es horizontal Talseil, wahrscheinlich noch einen kleinen Schritt nach links oder so. Das schreit danach auch wirklich symmetrisch zu sein.

Boris

Ist recht weitwinklig gemacht, ist gar nicht so einfach, das gerade hinzukriegen.

Chris

Muss man hinzirkeln oder mehrere davon machen oder hinterher gerade ziehen.

Boris

Aber die Idee ist schön, weil wir halt sowohl einen Tellerrand ringsrum haben, als eben auch einen Nougatrand.

Chris

Ja, von Kifungo, von Rändern und Meandern. Wir sehen...

Boris

Das finde ich ja ein großes Bild. Ein schwarz-weiß Bild und das sieht so ein bisschen aus wie so ganz diffuse...

Chris

Schnee auf Pfützen.

Boris

Ja, es ist Schnee auf Pfützen, aber es hat mich eher so erinnert an diese, also aus der Demoszene, wenn du halt so wabernde Farbwolken irgendwie über dem Bildschirm hast oder sowas.

Chris

Stimmt.

Boris

Irgendwas.

Chris

Das sind ja auch manchmal ganz organische Figuren.

Boris

Richtig. Und das sieht hier halt ganz ähnlich aus, ist aber hier natürlich Schnee auf Pfütze oder Schnee auf Wasser.

Chris

Zuerst dachte ich, ist das ein Bild vom Flugzeug auf irgendwelche komischen Eislandschaften oder so.

Boris

Oder sowas, ja.

Chris

Gut, Thomas hat Glasrand fotografiert, also wir sehen eine, ja, das ist so ein Stifteglas sein, da sind verschiedene Stifte drin und das ist so eine kleine, schöne Makroaufnahme. Ich finde es ganz schön formell sauber komponiert, also Sachen mit Abständen, die Schärfe liegt, die Belichtung stimmt. Ich finde sogar den links oben, den Bereich da, wo der Knopf ist mit dem 0,5 drauf, der sitzt so an der Stelle ganz gut, weil so die Abstände auch zum Hintergrund, der weiße Rand im Hintergrund und der weiße Rand links irgendwie sehr stimmig sich anfühlen.

Boris

Und steht auch nicht über über diesen weißen Hintergrund. Also schön gerahmt, auch das Hochformat passend gewählt dazu. Ist jetzt kein super spannendes Motiv, aber es ist für das, was es ist, gut umgesetzt.

Chris

Es ist ein richtig brauchbares Stockbild für sowas. Ja, von Dietmar, Lichtrand, Ausdruck mit Rand, das Druckprofil von Fotowinkler erstellt. Was sehen wir da? So ein Selfie- Canon-Drucker, der ein Foto ausgedruckt hat mit einem Rand.

Boris

Und dieser Drucker steht auch noch hart an einem Lichtrand, denn da fällt so ein Lichtschein, wie durch ein Fenster oder mit einem Blitzlicht gemacht.

Chris

Das macht es interessant.

Boris

Genau. Von der Umgebung und das ganze Licht hinein. Ja, schön.

Chris

So, Tanja, Zuschauer am Rand, Weihnachtsmarkt Dinkelsbühl.

Boris

Das war eine tolle Idee.

Chris

Wir haben ein Karussell. Kleines Karussell und das ist halb zu sehen und auf der rechten Seite dann daneben auf dem Pflasterstein, irgendwie Menschen, Kinder.

Boris

Ja, ganz am Rand wieder vom Bild sehen wir halt ein Kind und ein Vater oder sowas.

Chris

Auch da hätte ich das Karussell gern gerade gehabt.

Boris

Ja, gerade wäre kein Schaden. Es kippt so ein bisschen, aber ich finde das toll, wie die Person da rechts eben am Rande so halt von unserer abwärtigen Seite, also ganz schmal nur beleuchtet werden.

Chris

Was ich spannend finde, ist genau dieses Licht, weil du hast natürlich hier, du hast ein motiviertes Licht, also das Licht von diesem Karussell, das ist ein bisschen überbelichtet, aber das ist auch schwierig bei so harten Kontrasten nachts zu arbeiten. Und dann hast du die Menschen im Vordergrund rechts halt tatsächlich, die haben eine Lichtkante, mehr haben die nicht, mehr brauchen die aber auch nicht. Du weißt genau, wo das Licht herkommt und so.

Boris

Das ist von da eine tolle Idee. Schön umgesetzt. Genau, gerade machen. Und wahrscheinlich würde ich das bei solchen schwierigen Lichtsituationen enger schneiden, sodass halt dieser helle Lichtkern in der Mitte von dem Karussell gar nicht erst im Bild ist. Dann fällt das nämlich gar nicht so stark auf. Und dass hier eh um die Leute gehen soll, würde auch schon der Rand des Karussells genügen.

Chris

Dann hättest du dieses Motorrad angeschnitten hier.

Boris

Das ist ja aber eine Sekunde später ist es ja wieder im Bild.

Chris

Das ist ja auch am Rand, weißt du?

Boris

Ja, aber das fährt ja dann wieder ins Bild rein, weißt du?

Chris

So, von Bernhard haben wir ein Randfoto, da schreibt er noch dazu, mondbeleuchtete Rand hinter einer Wolke hat am Heimweg leider nur das Smartphone bei der Hand. Zu Hause war das Schauspiel vorbei. Ja, das ist natürlich auch cool, also eine Wolke, die sich nachts vor den Mond schiebt, vor einen hellen Mond und dann….

Boris

Das hat was Gespenstisches.

Chris

Gespenstisches. Was Gespenstisches. Ja, hat es. Toll. Also das sind so Sachen, da geht es wieder, Bernhard, da geht es ums Bemerkung und du hast was bemerkt und hast dann auch gleich reagiert und nicht gesagt, ich habe keine gute Kamera dabei, dann lasse ich das doch mal. Du hast dich nicht davon abbringen lassen, dieses Bild zu machen und mir ist das doch jetzt egal, ob das aus dem Smartphone kommt oder nicht. Das ist eine super Situation, hast du gut gemacht. Da ist sogar noch irgendein Stern mit drauf hier, ganz offensichtlich.

Boris

Wahrscheinlich ein Planet.

Chris

Venus oder so. Ja.

Boris

Nennen die Venus nochmal einen Stern und ich gehe direkt ins Komen.

Chris

Entschuldigung, Morgenstern. Nee, Venus wird ja auch als Morgenstern oder Abendstern bezeichnet.

Boris

Ja.

Chris

Das meine ich damit.

Boris

Selbstverständlich.

Chris

Jetzt nagel mich nicht auf solche Labalien fest.

Boris

Bitte. Sonst fangen wir leider mal mit dem Neumond an, mein Freund.

Chris

Hier, Franz hat eine Kleinstadt angelegt am Rand einer Großstadt. Was sehen wir? Ja, wo ist das? Ich weiß nicht, wo das ist, aber es ist eine Frontalansicht einer Fähre oder eine Rückansicht einer Fähre, Ovation of the Seas. Dahinter so, das sieht amerikanisch aus oder kanadisch oder so.

Boris

Bestimmt Frankfurt am Main ist das.

Chris

Nein, ist es nicht. Ganz sicher nicht. Und ja, was siehst du? Du siehst diese großen Gebäude und dann siehst du halt dieses, das ist keine Fähre, das ist ein Kreuzfahrtschiff oder sowas. Da sagt eine Kleinstadt angelegt am Rande einer Großstadt, also das ist quasi so eine Fähre oder Quatsch, eine Fähre. So ein Kreuzfahrtschiff, das ist halt in Kleinstadt, da hast du halt alles vom Bäcker über über Ärzte, über was weiß ich alles an Bord natürlich. Ja, Und den Rand. Finde ich schöne, schöne Idee schon umgesetzt. Auch da kippt mir dieses Hochhaus am rechten Rand hier so. Das kippt so ins Bildinnere rein. Frag mich nicht, woran es liegt. Ist das so gebaut vielleicht? Nee, weil das daneben ist auch gekippt. Ist schwierig, weil du musst natürlich entsprechend irgendwie, wenn du komponieren willst, die Kamera hoch oder runter zeigen lassen.

Boris

Wahrscheinlich die Kamera ein bisschen nach oben. kannst du halt entzerren in der Bearbeitung ein bisschen.

Chris

Ja, das wird halt total auffällig, wenn es direkt am Bildrand passiert. Da sind wir wieder beim Rand. Wenn du so leichte Verkippe hast am Rand, weil das Bild ist an sich total schön formalisiert. Diese Gebäude, die sitzen da gut, die haben Platz um sich rum. Dieses Kreuzfahrtschiff sitzt auch genau zentral in der Mitte. Das ist ein super Platz, von dem das zu fotografieren. Und dann hast du diese Gebäude hier am Rand, die das so ein bisschen schubsen. Das wäre noch so eine kleine Korrektur. Und dann haben wir noch...

Boris

Mission of the Seas ist 348 Meter lang. Wow, 41 Meter breit. Eieiei, 8 Meter tief.

Chris

Große Schiffe mit sehr viel...

Boris

Also das ist etwas größeres.

Chris

Mit sehr viel Abgasen.

Boris

Ja, wahrscheinlich. Baukosten 950 Millionen. Ich wollte gerade mal gucken, steht hier nicht irgendwo. Wie viel ist denn da? Was passt denn da drauf? Tragfähigkeit. Passagierzahlen. 4188. Ja, ordentlich.

Chris

Großes Ding.

Boris

Ich hätte gedacht, das ist so eine Yacht oder so.

Chris

Wir sind schon beim nächsten Bild. Wir sind schon beim nächsten Bild.

Boris

Ja, erzähl. Ja, los.

Chris

Klaus, Randstein. Was hat Klaus gemacht? Er hat einen Randstein fotografiert. Also es quasi...

Boris

Das mag ich. Altstadt ganz nah unten mit der Kamera an den Bordstein rangegangen, also wirklich Froschperspektive oder Raupenperspektive?

Chris

Nee, das ist nicht Raupenperspektive, das ist ja schon über dem Randstein. Nicht auf der Straße, das ist so knapp über dem Randstein, hat den genau in die Ecke laufen lassen von dem Bild und, ja, das ist eine Altstadt irgendwo und interessanter, ein Stein, ein behauner Stein, das ist also nicht so ein Betonding, sondern das ist irgendwie ein Stein, der passt auch gut zum Pflaster nebendran, Straße hat Pflaster und, ja, dann geht das Bild so und die Linien führen dahin und da ist dann eine Person, das ist auch noch ganz sinnvoll, bei sowas dann auch irgendwo ein Ziel zu haben, wo das Auge dann hingeht das bringt dich ja in die Tiefe.

Boris

Das Auto nervt mich, aber das wird man nicht ändern können auf die Schnelle. Aber dass die Person dann noch lang geht, das finde ich hier tatsächlich, ich unterstelle Absicht.

Chris

Die Person noch ein bisschen früher erwischt, dann hätten wir quasi, wäre sie genau über den Randstein gegangen.

Boris

Aber so schön mit dem Schritt nach vorne, du hast die Reflexion noch in der Glasscheibe links daneben.

Chris

Wir haben doch noch eins. Frank Winzer, der Rand zum Atrium. Was ist das?

Boris

Ja, das ist ja eins für mich, alter Schwede.

Chris

Ja, das ist irgendwo in einem Gebäude, Innenhof und sowas und wahrscheinlich ein Hotel, vermute ich mal. Und da guckst du so, also die Kamera guckt senkrecht oben runter über eine Glasbrüstung. Du siehst noch die Beine von ihm und schaut quasi senkrecht nach unten. Da geht es einige Stockwerke runter, da will man auch nicht ausrutschen.

Boris

Also die Kamera über die Brüstung gehalten, um senkrecht nach unten zu fotografieren. Das Lustige ist, dass jetzt am unteren Bildrand, das ist ein hochformatiges Bild, das unterstützt diesen Effekt noch so schön, also senkrecht von oben nach unten durchs Bild läuft halt unten so ein Holzboden mit Stühlen drauf, wo Leute warten und links und rechts ist so dunkler, grauer Stein, riesengroße Steinfliesen, die diesen Holzstreifen einrahmen. Und er fotografiert jetzt von oben senkrecht so eine Brüstung runter, das heißt das Bild wird einmal horizontal geteilt durch die Brüstung, an der er herunter, fotografiert und es ist halt eine Glasbrüstung ganz offensichtlich man sieht nämlich noch die Füße von ihm, wie er da fotografiert, aber, Der Boden reflektiert sich halt in dieser Glasscheibe und das wirkt jetzt so, als wenn er auch auf einem Glasboden steht. Also als ob das auch noch durchsichtig ist und man da runter gucken kann. Und das löst bei mir schon etwas Unwohlsein aus beim drauf gucken.

Chris

Und das verlängert natürlich auch diesen Holzboden visuell. Ja, also das sind so Situationen, wenn ich da fotografiere, dann habe ich so einen Schraubstockgriff um die Kamera. Also das bei sowas oder auch an der Schiffsredding oder so, das ist, da kann man richtig Kräfte entwickeln. Um das Ganze irgendwie sauber hinzubekommen.

Boris

Schöne Fotos dabei. Die aktuelle Aufnahme läuft noch bis zum 9. Januar. Bis dahin könnt ihr noch ein Foto zum Thema Einschlafen machen. Einschlafen ist das Thema und dann einfach bei Flickr hochladen in die Happy Shooting Gruppe stellen und das Tag HSB Einschlafen dranhängen. Bis zum 9. Januar noch. Ja, 2025.

Chris

Dann kämen hier Termine, wenn wir welche hätten, aber es hat niemand welche eingetragen. Solltet ihr also mal Termine haben für unseren Kalender, der noch einige Termine drin hat für 2025. Aber neue können wir immer brauchen. Dann geht auf happyshooting.de Kalender. Da findet ihr die. Und ja, ansonsten sind wir jetzt am Ende. Wir wünschen euch ein total tolles 2025.

Boris

Tatsächlich?

Chris

Solltet ihr Fragen, Feedback oder sowas für die Sendung haben, happyshooting.de Schaut euch die Workshops an, Auch die sind verlinkt auf happyshooting.de slash workshops. Wie gesagt, Seewerkstatt, noch vier Plätze, die findet im März statt. Das ist unser nächstes Ziel sozusagen. Ja, dann war es das eigentlich, oder?

Boris

Und dann hören wir uns in Kürze schon wieder, nicht wahr?

Chris

Also am Dienstag. Wahrscheinlich. Diese Sendung kommt morgen irgendwann am Freitag oder so. Wir werden sehen, ob wir die noch rauskriegen.

Boris

Aber hallo.

Chris

Also bis dann, macht es gut. Drei, zwei.

Boris

Eins.

Chris

Happy Shooting.

Shownotes


» Neue Folgen per E-Mail erhalten