#880 - Wie buchstabiert man ñ?

Veröffentlicht 9 January 2025

Audioplayer

Jetzt hören

#880 - Wie buchstabiert man ñ?

Veröffentlicht 9 January 2025

0:00-0:00
Lautstärke
Geschwindigkeit

Transkript
Boris

Happy Shooting, Folge 880. Wie buchstabiert man? Die heutige Folge wird euch präsentiert von Uwe und Stefan.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Schönen guten Tag, Chris.

Chris

Einen schönen guten Tag, Boris. Wie geht's dir heute?

Boris

Mir geht's heute sehr gut. denn ich habe gerade festgelegt, wie das spanische N mit der Tilde buchstabiert wird. Man sagt...

Chris

Ja, nee. Also Pre-Show, ne?

Einspieler

Wir sind eure Moderatoren Boris und Chris.

Chris

Wir haben uns da echt gerade Gedanken drüber gemacht, wie dann in Spanien das N mit der...

Boris

Mit der Tilde.

Chris

Mit dem Spanisch-Wänzchen drüber ist.

Boris

Mit der Welle.

Chris

Ist das ein... Weil so wird es ja gesprochen irgendwie.

Boris

Ja, wir sind doch bestimmt SpanierInnen anwesend.

Chris

Schick uns das mal. Wir sind Happy Shooting, der Fotopodcast. Ich bin Chris.

Boris

Ich bin Boris.

Chris

Und wir reden einmal die Woche über Fotografie. Heute ist, der Aufnahmetag ist heute der 8. Januar. Mein Display ist gerade, meine Auflösung ist gerade so klein, ich konnte es nicht lesen.

Boris

Ach, der Januar.

Chris

Der 8. Ich habe heute auch noch mein Datum noch nicht gebraucht.

Boris

Nein, das stimmt.

Chris

Der 8. Januar und wir reden hier online dienstags per Audio und YouTube und Twitch. Heute ist ja Dienstag, wissen wir ja.

Boris

Es ist immer Dienstag, wenn wir aufnehmen, egal welcher Tag gerade ist.

Chris

Genau und wir haben wie immer hier einen Fragen, Hinweise, Storys Kanal. Wer sich da melden möchte, darf das gerne tun. Das haben ein paar Leute gemacht und zwar auf happyshooting.de slash hi. Da dürft ihr reinschreiben, falls ihr was wisst oder was wissen wollt. Und wir reden dann oder einen Kommentar zu irgendwas habt, was wir hier vielleicht schon mal gesagt haben. Heute ein Hinweis und zwar von Jürgen. Ein anderer Jürgen. Der schreibt hier, lieber Boris, lieber Chris, ich habe heute einen Hinweis für alle analogen Fotografen. Ich bin auf die Seite ausgeknipst.de gestoßen. Sie bieten Ersatzteile, Lichtdichtung und Batterieadapter und noch vieles mehr. Batteriedeckel für analoge Kameras, analoge Schätze. Zum Beispiel hier eine Gegenlichtblende für die Pentax 17. Gegenlichtblende ist eigentlich ein Objektivdeckel, aber ist egal. Und diverse andere Dinge. Ich habe mir die mal angeguckt. Und.

Naja, also es ist natürlich ein Beleg dafür, dass Analog boomt. Das sind nämlich nicht nur die ausverkauften Workshops und die vielen neuen Kameras, sondern es gibt natürlich auch solche Businesses. Also da haben zwei junge Ingenieure einen Online-Shop gegründet und die machen tatsächlich Custom-Teile für alte Analog-Kameras.

Boris

Also sie bauen die Teile nach?

Chris

Die drucken 3D.

Boris

Ah, okay, cool.

Chris

Und eben Deckelchen und Batterieadapter, Halter, Lichtdichtungen, Augenmuscheln, es gibt auch so Filmdosen und Filmschneider und solche Geschichten. Oder Filmadapter für Kodak-Brownie-Kameras und den ein oder anderen Handgriffe für Kameras. Und so weiter. Die, ich weiß nicht, wie lange die schon auf dem Markt sind, die haben ein ziemlich großes Sortiment. Also wer jetzt so eine alte Kamera hat, für die es keine Ersatzteile mehr gibt, ich könnte mir vorstellen, dass die vielleicht auch Custom-Sachen machen. Die Preise sind eher so ein bisschen steil. Aber ich weiß ja nicht, wie viel Umsatz man mit solchen Sachen macht.

Boris

Wenn du sagst, sie drucken 3D, dann ist natürlich auch ein gewisser Aufwand da. Das wird dann eher individuell an Fertigung sein, nach Bestellung?

Chris

Ich glaube nicht individuell. Die haben einen Shop mit ganz vielen Produkten. Du kannst also diese verschiedenen Deckel und Halter und so weiter haben. Die haben auch so einen Batteriefinder. Das ist also quasi, welche Batterien brauche ich denn für die Kamera oder für den Belichtungsmesser? Da sind dann auch Links zu Bedienungsanleitungen. Also sie haben ein ziemlich interessantes Angebot.

Boris

Aber im Grunde egal, ob sie jetzt selber drucken oder drucken lassen, das werden mit Sicherheit jetzt keine zigtausenden Auflagen sein, glaube ich. Von daher sind die Kosten halt höher.

Chris

Ich sage mal, für jemanden, der so eine alte Kamera hat und solche Ersatzteilen nicht mehr findet und es auch vor allem nicht selber machen kann, ist das sicher ganz interessant. Ausgeknipst.de heißt der Laden.

Boris

Das ist doch interessant. Also oftmals ist der Kaufpreis ja auch schon deswegen wertvoll, wenn du einfach Recherchezeit sparst. Also wenn du da schnell eine Lösung hast, dann kann das auch ein Preiswert sein.

Chris

Natürlich, natürlich. Also wir reden hier für manche Teile irgendwie 20 Euro oder so. Es ist auch nicht die Welt, was das kostet.

Boris

Ja, ein paar Filme.

Chris

Finde ich cool, weil du hast halt manche alten Kameras, die du überhaupt dann erst wieder ordentlich benutzen kannst, indem du den richtigen Batterieadapter oder sowas hast.

Boris

Ja, cool.

Chris

Also, Link in den Shownotes. Dann, Frank hat sich noch gemeldet. Und das war wohl eher an dich gerichtet. Hallo, habe gerade die Gedanken zum Thema Brennweite kontra Kroppen gehört. Ich stand vor einiger Zeit vor der gleichen Problematik, habe mich dann für einen anderen Weg entschieden. Hauptkamera Canon R6 Mark II mit dem 100 bis 500er. Das 200 bis 800 gab es noch nicht. Guter Ergebnis, aber häufig zu wenig Reserven zum Kroppen. Lösungsweg?

Boris

Also wenn du mehr als 500 Millimeter haben willst, ganz genau. Ja klar, zweiter Body.

Chris

Zweiter Body, Canon R7, zusätzliche Crop-Faktor 1,6 bei APS-C bei 32 Megapixel Reserve für nachträgliches Crop und zusätzlich bei Bedarf noch zweifach Konverter. Bei diesem Setup ein Brennweitenbereich von 100 bis 1600 Millimeter erreicht und könnte am Schluss immer noch einen Ausschnitt festlegen, wenn notwendig. Ja, das ist halt nicht gerade der, preiswerteste Weg, sich da einfach nochmal eine zweite Kamera für anzuschaffen. Aber ich habe das ja, für Reisen habe ich das ja tatsächlich jetzt auch eine gute Zeit lang genauso gemacht. Also eine Kamera fürs Weitwinklige mit dem Vollformat und eine für die Telesachen mit einem APS-D-Sensor. Geht schon.

Boris

Das ist in der Tat keine ganz so doofe Idee, weil selbst wenn du jetzt keinen Zweifach-Converter dran machst, sondern sagst, der Qualität wegen der 1,4-Fach-Converter genügt, dann hast du halt das 1,6-Fach und die 1,4-Fach- Erweiterung und das 100-500 ist mit Sicherheit auch über jeden Zweifel erhaben. Das ist ein sehr, sehr gutes Objektiv. Das kostet auch sehr viel Geld. Ich habe nachher noch ein paar Worte wahrscheinlich dazu. Gedanken.

Chris

Werden wir nachher nochmal über Objektive reden?

Boris

Ich werde euch da auf meiner Reise mitnehmen. Kleiner Spoiler schon mal für das Thema nachher. Im Augenblick kann ich aber schon mal vorwegnehmen, habe ich nicht unbedingt den Wunsch, wenn ich mir einen zweiten RF-Body hole, dann ein anderes Sensorformat zu holen. Weil wenn ich mir eine zweite Body hole, dann sicherlich auch als Backup-Kamera für Fotoshootings. Und da möchte ich dann nicht mit zwei verschiedenen Crop-Faktoren unterwegs sein und dann die Objektive reagieren dann immer anders. Also vom Bildwinkel her. Da habe ich relativ wenig Lust drauf. Das, nee, also wahrscheinlich, wahrscheinlich, Wahrscheinlich nicht.

Chris

Na gut.

Boris

Aber Frank, sehr, sehr gute Idee. Ja, finde ich eine gute Lösung.

Chris

Das waren die Hinweise für heute von happyshooting.de Am Schluss gibt es noch ne, warte mal. Am Schluss gibt es auch noch mal was darüber, was da reinkam. So. Schreibt uns happyshooting.de Hi. Gut. Genau, so muss man das schreiben.

Boris

Genauso muss man das schreiben.

Chris

Nee, kann doch Hai wie der Fisch schreiben.

Boris

Kann man auch.

Chris

Egal, also wir haben noch zwei Nachträge und zwar, hatten wir in letzter Sendung, hatte ich ja über dieses was weiß ich Trillionen, Billiarden, keine Ahnung wie viele Frames pro Sekunde Kamerageräte, die der eine Mensch da in seiner Garage nachgebaut hat. Und da hattest du noch gemeint, ja das kannten wir schon mal und wir hatten ja schon mal die wissenschaftliche Geschichte und da hast du nochmal nachgeguckt.

Boris

Ja, ich habe nochmal in unseren Shownotes gewühlt und habe es dann gefunden, man muss erstmal den richtigen Suchbegriff haben, sonst findet man zum Thema Licht und Fotografieren einfach quasi jede Sendung, mit wenigen Ausnahmen, das ist ein bisschen schwierig und ich habe nach Millionen und nach Milliarden gesucht, aber als ich nach Billionen, also Billionen gesucht habe, da habe ich es dann gefunden, Das ursprüngliche Experiment 1 Billion Frames per Second. Und das war in der Episode 251 am 15. Dezember 2011.

Chris

Das ist schon ein Weilchen her.

Boris

Ist schon ein Weilchen her, war halt auch Dezember. Und damals ging es darum, wie das halt gemacht wurde, das Experiment aufgebaut wurde und so weiter. Und die Kosten damals, 2011, 13 Jahre her, wenn ich mich nicht verrechnet habe, da waren die Kosten für die Kamera und den Laser so um die 250.000 Dollar. Das heißt, in 13 Jahren hat sich da was getan, wenn das jetzt jemand, der mal grundsätzlich Ahnung von Physik und von der Technik hat, das in der Garage nachbauen kann mit wahrscheinlich deutlich weniger Geldeinsatz.

Chris

Ja.

Boris

Also ich weiß jetzt nicht.

Chris

Ich weiß jetzt nicht. Also das Experiment damals mit teurem Laborequipment war auch von der Output-Qualität her besser, als das, was er jetzt hinbekommen hat.

Boris

Naja, trotzdem.

Chris

Insofern so ein bisschen anders war das jetzt schon, aber allein der Zugriff auf die verschiedenen Komponenten mit den schnellen Reaktionszeiten, die er gebraucht hat, das wäre wahrscheinlich 2011 auch noch nicht wirklich gegangen, vermute ich jetzt mal.

Boris

Vermutlich.

Chris

Dann hatten wir letztes Mal gerätselt, wo dieses Bild hier zustande gekommen ist von Franz, der uns dieses Kreuzfahrtschiff da gezeigt hat. Was gar nicht so groß wirkt auf diesem Bild.

Boris

Es wirkt relativ klein. Deswegen dachte ich erst an so eine größere Yacht oder sowas. Aber es ist tatsächlich ein riesiges Kreuzfahrtschiff und das steht vor einer noch gigantischeren Stadtkulisse.

Chris

Genau. Er hat uns dann gesagt, Er hat noch mal geschrieben und gesagt, das ist übrigens ein Bild von hier und hat das hier dann geschickt. Das kommt jetzt relativ flach aus, weil das schon fast ein Panorama ist hier.

Boris

Ja, sehr Panorama, sehr breitformatig und ein bisschen von einer anderen Position fotografiert. Und da sieht man eben links tatsächlich das Opernhaus von Sydney.

Chris

Von Sydney, genau. Das ist in Sydney passiert.

Boris

Wie wir alle wissen, P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sydney. Kann man von dort aus, glaube ich, sehen.

Chris

Ja, ist das so.

Boris

Keine Ahnung.

Chris

Du kennst ja Dinge. Ja. Gut, also das war auf jeden Fall jetzt nochmal ein Follow-up, zwei Follow-ups. An dieser Stelle, und dann sind wir, glaube ich, auch mit dem Housekeeping fertig, noch ganz kurz die Workshop-Updates. Wir haben wieder Anmeldungen bekommen für die Happy Shooting Seewerkstatt Im März sind noch drei Plätze frei. Für den Analog-Einsteiger-Workshop im April sind noch sechs Plätze frei. Im Oktober für Großformat hier in der Villa, Großformat-Workshop mit Moni und mir, sind noch zwei Plätze frei. Der erste von den beiden Workshops im Juli war ja schon ausverkauft. Diese Eastern European Photo Roadtrips im April, der ist ausverkauft. Im Mai sind immer noch drei Plätze frei. Klostergeister im Mais ausverkauft und Juli Happy Shooting Licht und August Happy Shooting Mensch sind auch beide noch buchbar. Da kommen jetzt die ersten Anmeldungen rein, aber da haben wir noch ein bisschen Zeit bis dahin. Also, Workshops. Meldet euch an auf happy-shooting.de slash workshops. Genau. Da findet ihr das. Dann hast du noch ein kleines Dankeschön. Unsere zwei Sponsoren.

Boris

Ja, und zwar wir haben Auphonic-Zeit bekommen. Und zwar neu von Stefan. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Das hilft halt immer die Sendung hier zu produzieren, irgendwelche Stüllgeräusche noch rauszufiltern, unsere beiden Stimmen auf ein Level zu heben und die Kapitelmarken kommen da rein und, die Transkription findet da statt. Ihr könnt ja auf der Webseite, auf happyshooting.de könnt ihr ja auch lesen, was wir hier sagen. Das ist sehr, sehr praktisch.

Chris

Der Hinweis nochmal, happyshooting.de, im Player unten gibt es so ein Icon mit so einem Dokument und da könnt ihr auf der Seite quasi live mitlesen, also da läuft quasi die Transkription so durch und ihr könnt auch in der Transkription irgendwo reinklicken und dann spielt das genau an der Stelle ab. Das ist ziemlich grenzgenial eigentlich. Leider geht das noch nicht so in die Podcast-Player rein, die ihr auf eurem Gerät habt, aber falls euch was interessiert zum Nachlesen oder nochmal zum Drin-Rum- Browsen, geht das damit ziemlich gut.

Boris

Ich glaube, Apple macht es mit dem Podcast-Player selbst. Ich weiß aber nicht, ob für alle Podcasts ausgewählte, das weiß ich nicht, die machen da irgendwas Eigenes.

Chris

Ich glaube, da sind wir über die Apple-Transkription drin, aber so So bei Jermain Castro und so weiter macht das zum Beispiel nicht.

Boris

Genau, auf der Webseite gibt es das für alle. Damit sind wir ein bisschen zugänglicher. Und es hilft auch den Leuten, die gut hören können, wenn man nochmal was wieder sich anhören möchte und was sucht und so. Ganz praktisch. Also Stefan, vielen, vielen Dank dafür. Und dann hatte ich ja letztes Jahr schon gesagt, dass wir Unterstützung auf Auphonic bekommen haben von Anonymen. Also ich hatte gesehen, dass da plötzlich mehr Stunden waren, aber ich habe keine E-Mail dazu gesehen. Ich habe die E-Mail wiedergefunden. Die ist mir tatsächlich durchgerutscht. Das ist von Uwe gewesen. Uwe, also das war schon 2024, Ende 2024. Vielen, vielen Dank dafür. Du müsstest das gewesen sein, wo ich mich plötzlich gewundert habe. Hey, hier sind jetzt mehr Stunden als vorher. Was ist denn jetzt passiert? Also Dankeschön an Uwe und an Stefan.

Chris

Ja, sehr gut. Ja, dann kommen wir mal in die News. Und zwar hatten wir schon über diese Kompaktkameras geredet und dass die wiederkommen und Panasonic hat da glaube ich nochmal was gebaut und sind nicht die einzigen. Yashica springt jetzt auch auf den Zugang und macht hier die Kompaktkameras mit einer City-Serie Point & Shoots, die City 200 und die City 100. Ja, also die sind jetzt beide so ich weiß nicht, also hier steht, dass die 13 Megapixel Sensor haben, also ein Drittel Zoll Sensor so ähnlich wie bei älteren Smartphones die verbaut sind. Das ist wahrscheinlich genau.

Boris

Sowas aus älteren.

Chris

Smartphones Die City 100 hat einen dreifach optischen Zoom, die City 200 bietet einen zehnfach optischen Zoom. Beide machen 4K-Videoaufnahmen mit bis zu 60 Frames, immerhin, aber so wie es aussieht, wahrscheinlich nur JPEG als Fotos und die Preise, die City 100 kostet 275 Dollar und die City 200 325 Dollar, Markteinführung Februar und März. Ja, ach genau, Bildformat 4 zu 3.

Boris

Sensorbedingt halt.

Chris

Okay, es ist sensorbedingt. Ja, ich meine, es ist halt interessant, dass da tatsächlich wohl eine Welle rollt und dass die tatsächlich auch bedient wird. Und ich glaube auch die Leute, die das wollen, die das kaufen, die wollen jetzt auch nicht unbedingt die Top-Qualität, sondern, also ich könnte mir vorstellen, dass das so ein bisschen befördert aus Nostalgie. Das, was früher Papa und Mama gehabt haben vielleicht. Und möglicherweise auch durch den Wunsch, diesen Smartphone-Look auch ein bisschen loszuwerden, weil manche Smartphones haben halt so ein typisches Processing und dann hast du halt alles HDR und was weiß ich. Und da gab es ja schon so diverse Influencer, die da schon mal ziemlich dagegen gewettert haben, dass sie eigentlich so ein bisschen einen anderen Look haben wollen. Ich kann mir vorstellen, dass das daraus befeuert ist. Yashica will da auf jeden Fall auch ein Stück von dem Kuchen haben und holt sich den jetzt.

Boris

Die Kameras sehen auch so ein bisschen nach Retro-Schick aus. Also wie früher eben so Kompakt-Kameras, also auch die analogen Kompakt-Kameras ausgesehen haben. Kann ich mir ganz gut vorstellen bei der ein oder dem anderen influenza was ist ein kleines kleines bandel ums handgelenk noch dran und dann irgendwie rumschlendern und hier und da ein foto knipsen warum auch nicht du wirst damit schöne erinnerungen machen können es ist sicherlich würde ich jetzt vermuten funktionell und qualitativ durchaus eine stufe über meiner paper shoot und auch die kann durchaus spaß machen also warum denn nicht ja.

Chris

Na gut, noch ein Ding, was gerade aktuell ist und da geht es um andere fotografische Geschichten. Du kennst Getty Images, eigentlich das größte Unternehmen, was Stock vertickt.

Boris

Ich kenne sie nicht persönlich, aber den Namen ist natürlich ein Begriff.

Chris

Ja, das ist also so ein bisschen eine Krake, die auch ziemlich viele kleinere Stockgeschichten sich einverleibt haben. Inklusive Unsplash zum Beispiel, die ja mit Gratis-Stock bekannt geworden sind und so weiter und so fort. Diffusionieren jetzt und zwar mit Shutterstock. Shutterstock ist nicht so groß wie Getty, aber eigentlich kauft Getty Shutterstock. Sie reden zwar von einem Merger, aber letztendlich ist halt Getty der durchaus Mächtigere in diesem Deal. Das Ganze ist nachher ein Unternehmen mit der Bewertung von 3,7 Milliarden US-Dollar.

Boris

Diese Bewertung finde ich immer sehr ... Muss man mal irgendjemand erklären, wie so eine Bewertung funktioniert?

Chris

Ja, das machen wir nicht jetzt.

Boris

Das machen wir dann im Aktionäre-Podcast.

Chris

Das machen wir dann in dem Happy Shooting Finanz-Podcast. Das Ganze in einem sogenannten Cash- und Aktien-Deal, das heißt das wird weiterhin, da werden Gelder und Aktien fließen. Das Ganze wird weiter unter dem Namen Getty Images laufen. Also Shutterstock, die Marke, könnte durchaus weggehen. Zumindest den Verdacht und ja, schauen wir mal, Aktienkurse beider Unternehmen sind nach dieser Ankündigung ganz gut angestiegen und, Ja, ich, also Getty hat einen Anteil nachher von fast 55 Prozent. Und ja, ich, also sowas macht mir immer Bauchweh. Ich meine, Getty macht mir eh Bauchweh. Die sind ja nicht unbedingt die Guten in vielerlei Hinsicht. Und ja, was bedeutet das dann für die Menschen, die damit Geld verdienen? Je länger ich mir diesen Stockmarkt anschaue über die letzten zehn Jahre, desto mehr bin ich froh, dass ich mich da nie irgendwie reingehängt habe und da irgendwie meine Glückseligkeit dran gebunden habe, hier Stockfotos zu machen.

Boris

Also es gibt ein paar Leute, die jetzt auch aus Deutschland, von denen ich gehört habe, die da relativ erfolgreich sind. Also wenn du da regelmäßig Fotos reinpackst, die auch gut verschlagwortest, dass sie auch gefunden werden und dich eben auch so ein bisschen am Zeitgeist orientierst und dann vielleicht auch mal dagegen gehst. Also Stockfotos ist ja eine Kunst für sich. Aber wenn du da ordentlich Material reinhaust, Dann haben diese Leute durchaus ein vernünftiges Zubrot zu ihrem Gehalt oder eben zu ihrer Selbstständigkeit. So eine zusätzliche Sicherheit, die durchaus vierstellig sein kann im Monat. Einfach durch regelmäßige Abverkäufe und Lizenzen von einzelnen Bildern. Das schaffst du natürlich nicht, wenn du 30 Bilder hochlädst. Da musst du schon ordentlich dabei sein und auch regelmäßig Content liefern, damit du auch in den Rankings da entsprechend dann auch gefunden wirst, wenn die Leute was suchen. Das ist schon ein Job, den man da tun muss. Aber was ich so gehört habe, wenn du dich da mal drauf einlässt und das ein paar Mal gemacht hast, dann lässt sich das auch ganz gut automatisieren. Was das jetzt bedeutet diesen Zusammenschluss, das weiß ich nicht da sind wir jetzt beide keine Stockprofis wir hatten zweimal ein Interview hier bei Happy Shooting, Zum Thema Stockfotografie müsste ich jetzt raussuchen, welche Episoden das waren. Findet ihr aber mit Sicherheit über die Suche, wenn ihr mal nach Stock sucht.

Ich bin gespannt, wie das weitergeht, aber wir hatten ja auch schon mal überlegt, wie lange wird das mit dem Stockfotografieren noch erträglich sein, wenn du über die KI Bilder generierst.

Chris

Und das ist der nächste Punkt. Und Kai hat das gerade bei uns im Slack geschrieben. Und da hat er wahrscheinlich auch einen ganz guten Punkt. Er schreibt nämlich, das machen die doch nur, um die KI-Trainer abzuziehen. Wenn das nicht klappt, werden sie wohl den Nokia-Weg gehen. Das ist tatsächlich ein Thema. Stockfotografie ist auf dem Weg nach draußen. Also, dass Menschen Stockfotos machen, das wird immer besser, das Zeug. Und es ist wirklich eine Frage der Zeit, bis das Zeug so perfekt ist. Es ist in vielerlei Hinsicht eh schon jetzt gut genug. Aber dass es dann auch noch die aller kritischsten Augen überzeugt.

Boris

Ja, oder einfacher wird. Also heutzutage musst du streckenweise doch schon ganz schönes Prompt Engineering betreiben, wenn du irgendwas haben willst, was wirklich zu deinem Artikel oder zu deinem Kontext passt. Wenn das noch einfacher wird.

Chris

Das wird eh schon einfacher, wenn du sagst, das ist mein Produkt, guck dir mal drei Fotos davon an aus verschiedenen Ecken und jetzt machen wir das mal bitte in die Karibik. Also das ist so etwas.

Boris

Ja, solche Sachen natürlich. Aber Stock machst du jetzt zum Beispiel auch für Magazine oder um irgendwelche Newsartikel zu bebildern oder irgendetwas. Und da musst du schon ein bisschen was Treffendes haben.

Chris

Und was Getty natürlich damit hat, ist da ihr eh schon riesiges Archiv nochmal drastisch zu vergrößern und dann natürlich dann Trainingsmöglichkeiten rauszuziehen. Da kannst du dann möglicherweise was mitmachen. Und ja... Sollte das nicht klappen, dann ist Stock halt irgendwann kein Business mehr. Das ist eh schon, genau, auch das schreibt Kai neulich, habe ich gelesen, schreibt er, dass der Stockfotomarkt um 90% eingebrochen wäre.

Boris

Würde mich nicht wundern.

Chris

Würde mich überhaupt nicht wundern, wenn das stimmt. Also ja, Stock. Trotzdem sind das immer noch keine kleinen Unternehmen. Das ist also jetzt nicht so, dass da irgendwie, dass die jetzt am Hungertuch nagen, das glaube ich nicht. Also nicht wirklich.

Boris

Ich würde mal gucken, wie sich das verlagert. Was ich ja auch schon gesehen habe, jetzt nicht die Stockfotos als solches, sondern eben Templates. Wenn du jetzt dann irgendein besonderes Template haben willst, wenn du, was weiß ich, Produkte präsentieren, eine App präsentieren willst und du brauchst jetzt, was weiß ich, drei schwebende iPhones nebeneinander. Dann suchst du dir halt ein Template und dann kostet das Template halt ein paar Euro. Kannst du alles selber machen, natürlich. Aber wenn du jetzt eben nicht weißt, wie du das in Photoshop selber machst oder es auch schön haben willst, nimm es halt sowas. Bis dann irgendwann die KI auch in der Lage ist, dir so ein Template zu bauen, wo du dann dreidimensional deine Screenshots präsentierst oder andere Produkte irgendwo einbettest. Du kennst das, hast irgendein Foto gemacht und willst jetzt zeigen, wie sieht das auf der Tasse aus, wie sieht das als Print an der Wand aus, wie sieht das auf dem T-Shirt aus oder auf dem Fußball oder was weiß ich. Und da gibt es halt entsprechende Mockups dafür, wenn man danach sucht. Die kosten halt auch ein paar Euro und die findest du eben auch auf solchen Stockseiten. Dann findest du eben solche Mockups. Vielleicht verlagert sich der Markt. Mal gucken. Oder sie werden eh alle von der KI überrannt. Mal schauen. Wird ein Menschenprodukt.

Chris

Anderer interessanter Markt oder zumindest ein spannender Markt ist das Thema Workshops und das Thema Reisen und das Thema US-Nationalparks. Ich habe ja 2017 war das glaube ich, habe ich einen Workshop veranstaltet im Canyonlands National Park, was in Utah ist, ein super schöner National Park. Also man sagt immer so das kleine Geschwisterchen vom Grand Canyon ungefähr. So alte Marlboro Werbung aus den 80ern, diese roten großen Felsen mit weiten Landschaften das ist Canyonlands National Park und ein Ding was aber damals echt stressig war, war das Thema.

Überhaupt professionelles Zeug machen dürfen in National Parks in US National Parks galt nämlich die Regel, dass wenn du da kommerzielle Dinge tust und so ein Workshop ist und meine kommerzielle Sache, dann brauchst du einen Permit. Dann brauchst du ein spezielles Shooting-Permit. Und das war auch nicht billig. Und wenn du das ohne Permit machst, dann kann es dir halt passieren, dass da andere Menschen, die da auch solche Sachen anbieten, dann dich verpetzen und sagen, hey, du hier, guck mal. Das zweite große Problem war, dass diese Permits sehr inkonsistent gehandhabt wurden. Es gibt ja in den USA schon einige Nationalparks und die sind nicht einheitlich. Und wenn du jetzt bei Nationalpark A irgendwie was machen wolltest oder bei B, dann hast du möglicherweise unterschiedliche Bescheide bekommen von denen. Und das ist natürlich nicht so toll. Das hat der Herr Biden jetzt geändert noch kurz vorm Weg raus. Und zwar hat er den sogenannten Explore Act.

Verabschiedet und das ist auch tatsächlich jetzt vom US-Senat verabschiedet worden, Herr Biden hat es unterzeichnet, und zwar haben die dieses Thema mit den Permits geknackt, weil sie gesagt haben, das ist gegen das First Amendment, also die Freedom of Expression, Speech oder was weiß ich, und ja, das ist jetzt also quasi möglich, ohne da sich vorher irgendwie ein Papier zu holen und Geld dafür zu bezahlen und zwar mit Gruppen weniger als sechs Personen, brauchen keine Genehmigung mehr und auch, kleinere Filmproduktionen dürfen ohne Genehmigung in den Nationalparks drehen, nur für große kommerzielle Produktionen, da muss man noch was tun, aber ja, hat mich persönlich, ja, hätte man damals schon brauchen können, das war nämlich tatsächlich so ein, nicht so schöner Stolperstein damals. Aber gut, bis jetzt auf jeden Fall ja. Canyonlands.

Boris

Schön.

Chris

So schön war das da.

Boris

Das heißt, jetzt wird das alles etwas einfacher, wenn man da fotografieren möchte und du darfst die Bilder dann auch kommerziell verwenden. Das sowieso. Ganz normal. Ja, genau. Cool.

Chris

Ja.

Boris

Ja, gut zu wissen, aber im Augenblick möchte ich da gar nicht hin.

Chris

Anderes Thema. Lass uns mal. Oh ja, lass uns mal. Wir bräuchten jetzt eigentlich noch irgendwie so eine links oben im Bild, da wo vorher das Pre-Show stand, müsste irgendwie so ein der Nienke Mehrteiler stehen.

Boris

Kannst ruhig Boris sagen. Wir brauchen keinen Nachnamen.

Chris

Macht das mal jedem jemand. 1080p mit PNG-Transparenz und dann einfach so dem Boot ist ein Mehrteiler oder so.

Boris

Ja.

Chris

Oder ein kleines Logo mit irgendwas für Mehrteiler, weil ich glaube, du hast einen Mehrteiler angekündigt. Hier steht nämlich Teil 1 steht. Wobei du hast ja letztes Mal eigentlich schon Teil 1 gemacht, indem du das schon angerissen hast. Eigentlich wäre das jetzt schon Teil 2.

Boris

Ja, das letzte Mal war ja mehr so die Frage in den Raum. Man könnte das schon als Teil 2 entscheidet ihr, ist das Teil 1 oder ist das Teil 2? Ich beuge mich dann der Mehrheit und zähle dann entsprechend anders weiter. Feedback gerne an happyshooting.de.

Chris

Wie viele Teile werden es denn? Wissen wir das schon?

Boris

Wir wissen nicht, wie viele Teile es werden, weil, wie letztes Mal angekündigt, ich bin ja auch noch auf der Suche, Entscheidungsfindung und ich habe den Wunsch, mehr Teile zu haben und zwar an dem Vollformat. Einfach aus Gründen der Lichtstärke, der Freistellung, die eben dann doch noch besser ist als an der Micro Four Thirds und eben auch, weil eben das Equipment, was ich an Micro Four Thirds habe, in der Regel dann zum Beispiel von Tanja in der Hand genutzt wird, wenn wir dann zusammen unterwegs sind. Und ich hätte zwar noch eine ältere Micro Four Thirds, mit der ich dann losziehen könnte, aber nicht noch ein zweites Objektiv. Und wenn ich jetzt schon irgendwas mache, dann fürs Vollformat, glaube ich zumindest. Wie das ausgehen wird, weiß ich selbst noch nicht. Ich weiß, dass ich verrückt genug bin, um Dinge zu tun. Schauen wir mal. Ja, also es geht um langes Telo. mit langes Tele meine ich dann eben so 800 mm, so in diesem Bereich.

Ja, und da hatten wir letztes Mal drüber gesprochen. Und jetzt ist es tatsächlich soweit, dass ich ein Objektiv ausgeliehen bekommen habe aus der Community. Also danke an Christian an dieser Stelle. Also eigentlich könnten wir auch Christian noch mit als Sponsor nennen. Machen wir dann nächstes Mal. Das Objektiv habe ich noch eine Weile. Der hat mir nämlich ein Sigma zukommen lassen. Sein Sigma, ein 150 bis 600 Millimeter. Das hat eine Blende von 5 bis 6,3. ist also auch ganz ordentlich und das ist die Sports-Version also die S-Variante mit einem Canon EF-Mount für RF gibt es ja keine Autofokus-Objektive für Vollformat, aber ich habe ja einen Adapter von EF auf RF und das ist in der Regel überhaupt kein Problem, und hier war ich jetzt neugierig ob das klappt, weil Sigma und neue Bodies ist schon mal das eine Thema und damit ein Adapter ist nochmal ein eigenes Thema, da hatte ich durchaus schon oder habe ein Sigma-Objektiv in Weitwinkel was das gar nicht mag. Aber hier war es kein Problem. Also dieses 150-600 habe ich über einen Adapter an den RF, an die Canon R6 angeschlossen. Es hat einmal gesurrt, als ich es angeschlossen habe. Keine Ahnung, aber es hat sich relativ schnell beruhigt. Da ist wahrscheinlich einfach der Bildstabi irgendwie mal angesprungen und wieder ausgegangen, keine Ahnung.

Fokussiert, stabilisiert, löst aus, also tut, was es soll. Und jetzt muss ich sagen.

Ich halte mal in die Kamera meinen 77mm Objektivdeckel von dem Canon 70-200 das sind ja deutlich weniger Millimeter, aber das sind immerhin 77mm, das ist schon ein ganz ordentlicher Deckel, und jetzt halte ich mal den Deckel von dem Sigma daneben, und im Vergleich ist der Sigma Deckel mit seinen 105mm eigentlich das ist schon mehr als ein Tassenunterteller, das ist also schon fast ein kleiner Kuchenteller.

Chris

Wo will denn das kleine Deckelchen mit dir hin?

Boris

Ja, und plötzlich wirkt dieser 77mm Deckel wie der Deckel von so einem 50mm Objektiv oder so. Man hat hier plötzlich mit einem Format zu tun, das war mir, also man liest diese Werte, aber es ist einem nicht so klar. Und jetzt halte ich mal, also das lohnt sich jetzt wieder für alle, die das hören, wenn ihr dann zu Hause angekommen seid, klickt mal ruhig bei YouTube oder bei Twitch auf diese Video-Episode auf happyshooting.de ist das ja verlinkt und schaut euch das mal an. Ich halte das jetzt mal mit angesetzter Kamera muss man sagen. Also man setzt ja die Kamera an das Objektiv. Ich halte das mal in die Kamera. Ich muss ein Stückchen zurückgehen, damit es ganz im Bild ist.

Chris

Ich kann nicht mal ganz kurz hier groß machen.

Boris

Oder mach mich mal weit. Kann ich ein bisschen näher kommen ins Licht.

Chris

Und das ist jetzt deins?

Boris

Nee, das ist ausgeliehen. Das ist ausgeliehen, okay. Das da vorne ist natürlich ein bisschen gelogen. Das ist die Streulichblende. Da ist übrigens das schöne große. Die kann man hier oben mit seiner Rändelschraube lösen. Auf die kommen wir auch gleich noch zu sprechen. Dann mache ich das mal vorsichtig ab.

Chris

Ich meine, damit kannst du dich auch verteidigen, falls du mal auf dem Heimweg irgendwie angegriffen wirst oder so.

Boris

Also das ist das Objektiv im eingefahrenen Zustand und dann können wir natürlich den Lock noch rausnehmen. Und wenn ich dann auf 600 mm gehe, dann wird es natürlich noch ein bisschen länger. Also das ist ein Monster. Also, das erstmal, Christian, ich bin erstaunt, dass es gut hier angekommen ist.

Chris

Sprach es und lud es wieder auf die Palette.

Boris

Auf dem Stapler neben dem Stabtisch. Ganz genau. Also es war schon gepolstert und so weiter, aber der Karton war halt unwesentlich größer als das Objektiv und was die Post so macht mit den Paketen, haben wir alle schon gesehen.

Chris

Kam das so in seiner Originalstirovorverpackung?

Boris

Nein, nein, nein. Das Objektiv im Pappkarton und ein bisschen drumherum gepolstert. Christian, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das nicht besser gepolstert zurückschicke. Das ist mir sonst echt ein bisschen heiß.

Chris

Frank schreibt im Chat, meines Erachtens sind 500 Millimeter völlig ausreichend, aber Frank ist ja auch der, der eigentlich hier mit irgendwelchen Mikroskopobjektiven ganz großen Aufnahmen macht.

Boris

500 Millimeter.

Chris

Das ist nochmal ein anderes Thema.

Boris

Was sind denn 500 Millimeter? Also das Ding ist jedenfalls schon mal ganz beachtlich. Und was mich auch schockiert hat, und das kommt im Video jetzt natürlich nicht so rüber, das Objektiv allein hat also gute drei Kilogramm Gewicht. Und dann kommt natürlich die Kamera noch dazu. Ich habe da mal ein bisschen recherchiert bei Traumflieger. Traumflieger.de ist es, glaube ich. Der hat mal nachgemessen. Der hat das nämlich auch getestet, das Objektiv. Und das sind halt 3.160 Gramm mit der Streulichtblende. Die ist auch sehr massiv aus Metall. Also die ist wirklich, wirklich schwer. Und ich habe dann eben auch nochmal gemessen mit Streulichtblende. Und ich habe noch den RF-Adapter, damit ich das anschließen kann. Da bin ich schon bei 3.200 Gramm. Und mit der Kamera bin ich bei 4.114 Gramm. 4.1.1.4. Also satte 4 Kilogramm.

Ja, das war mir so nicht gut wie Bude gehen. Ich habe jetzt tatsächlich meine zwei Handeln auf jeweils fünf Kilo gestockt. Die sind jetzt im Wohnzimmer. Ich mache jetzt zwischendurch mal ein paar Übungen. Kein Quatsch. Und bin schon auf der Suche nach einer App für ein bisschen Muskelaufbau. Weil ich war mal längere Zeit krank. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her. Und habe seitdem eigentlich nicht wirklich wieder ein Aufbautraining gemacht. Und das merke ich. Ich merke das schon, wenn ich so mit dem 70-200 mal den ganzen Tag unterwegs bin. Das habe ich früher überhaupt nicht gemerkt. Inzwischen merke ich das. Das ist ein bisschen Verspannung und Verzogen. Aber es ist einfach, mir fehlt ein bisschen Muskulatur auch am Oberkörper. Falls jemand einen guten Tipp hat, so ein bisschen, also es geht jetzt nicht um Bodybuilding, sondern es geht halt um Haltung, um Körper, wie sagt man, Stärkung der Basis. Wenn es eine gute App gibt.

Chris

Core-Stabilität.

Boris

Genau, wenn es dann eine gute App gibt für ein bisschen Aufbautraining, Oberkörper, Beine, Arme, die mich da so ein bisschen mitnimmt, wäre ich dankbar. Also einsatzbereit über vier Kilo.

Ich hatte ursprünglich den Gedanken, dass ich das Ganze mal vergleiche. Also, dass ich losgehe mit diesem Objektiv und mit meinem 100-400 adaptiert und dann eben dieses gegen Crop dann mal teste, so in der echten Welt. Aber wenn ich jetzt mit diesem Objektiv losgehe, was ich auch gerade gezeigt habe, das Sigma 150-600, dann werde ich kein anderes Tele mitnehmen. Das wird mir dann wirklich zu schwer und nimmt mir dann doch zu viel Platz unterwegs weg. Also ich werde dann nur mit diesem Objektiv losgehen. Das ist dann so. Naja, an der Verarbeitung von dem Objektiv habe ich allerdings überhaupt nichts auszusetzen. Also das ist wirklich, wirklich solide gebaut. Das ist massiv, das ist sauber verarbeitet. Alle Ringe laufen wirklich butterweich. Also das zu benutzen ist tatsächlich eine Freude. Das fasst sich wirklich, wirklich gut an. Da klappert nichts, da rappelt nichts, da hast du nicht irgendwie, wenn du am Fokusring arbeitest oder am Zoomring arbeitest, das Gefühl, dass irgendwas knirscht oder so oder irgendwie wackelig oder unpräzise wäre. Das ist wirklich, wirklich gut, muss man wirklich sagen. Die Streulichtblende, habe ich ja gerade gezeigt, wird mit so einer Rändelschraube fixiert. Also das hat kein Bajonett und kein Gewinde, wird einfach aufgeschoben und dann fixiert. Das klappt.

Und am Objektiv hast du ein Zoo an Schaltern, von denen ich wahrscheinlich ein oder zwei benutzen werde. Also zum einen gibt es einen Lockschalter. Das kenne ich von meinem Canon, von dem 70-200 auch. Da kannst du, wenn es auf 70 mm, wenn es eingefahren ist, also auf Transportlänge, kannst du den Lock reinmachen. Und dann fährt es nicht raus. Wenn die Kamera an der Schulter hängt, dann fährt das nicht raus.

Chris

Brauchst du es auch? Also fährt es von alleine raus, wenn das hängt? Und man es nicht gelockt hat, das ist also einfach zu schwer. Das ist zu schwer.

Boris

Vor allem mit der Streulieblende vorne dran. Also der Lock ist ganz gut. Was hier ganz gut gelöst ist, du kannst den Lock jederzeit reinmachen. Also auch wenn du jetzt sagst, du hast jetzt irgendwie auf 300 mm oder auf 600 mm gesoomt und machst dann die Locksperre rein, dann bleibt es auch in der Einstellung. Also du verhinderst auch ein versehentliches Versoomen, wenn du so willst. Auch ganz nett. sehr praktisch, weil es kann ja durchaus mal sein, dass du irgendwo nach oben oder nach unten fotografierst und willst nicht, dass der Tubus sich verstellt. Das ist also auch eine ganz nette Lösung. Für den Fokus gibt es drei Optionen. Du kannst einen Autofokus und einen manuellen Fokus am Objektiv einschalten. Das haben die meisten Objektive. Und es gibt noch ein MO. Da habe ich nachgeguckt. Das steht für Manual Override. Und das.

Ich habe es jetzt nicht ausprobiert an meinem alten EF-Body, an der 5D. Mag sein, dass das irgendwas Besonderes ist, was früher nicht gegangen sein mag. An der R6 ist MO und AF für mich kein Unterschied. Also auch im Autofokus-Modus habe ich die Möglichkeit, am Fokusring, am Objektiv zu drehen und den Autofokus damit zu überschreiben. Da passiert genau das Gleiche. Das kann sein, dass das früher an den älteren Bodies nicht ging, dass dann halt, wenn du am Fokusring drehst, einfach nichts passiert. An der R6 ist das aber so. Kann auch sein, dass das eine Einstellung bei den neueren Bodies ist, ob man das haben möchte oder nicht. Da habe ich jetzt noch nicht länger gesucht. Es geht halt einfach. Und das ist auch genau das, was ich erwarte, dass ich einen Autofokus machen kann. Aber wenn ich schnell was korrigieren will, dann drehe ich eben am Fokusring. Alles gut. Den Autofokusbereich kannst du limitieren. Das kennen wir natürlich auch von anderen Teles oder auch von Makros. Entweder hast du den vollen Bereich, dann kann der Autofokus schon mal ein bisschen länger brauchen, wenn er erstmal entscheiden muss, bin ich nah dran oder bin ich weit weg. Oder du sagst, mich interessiert nur alles von 10 Meter bis unendlich. Dann bist du deutlich schneller, wenn du die Zeit wirklich im Telebereich arbeiten willst. Oder du sagst, mich interessiert nur der Nahbereich bis 10 Meter. Das sind dann 2,60 Meter bis 10 Meter. Das ist der Nahbereich. Dann ist er eben in dem Bereich sehr schnell unterwegs.

Der Bildstabilisator, der eingebaut ist, den kannst du auch in drei Stufen schalten. Also du kannst ihn ausschalten, das ist die eine Stufe. oder du schaltest ihn ein, dann stabilisiert er horizontal und vertikal oder du gehst auf Stufe 2, wenn du Mitzieher machen willst, dann wird eben nur die vertikale Richtung stabilisiert. Und es gibt eine Custom-Taste, die werde ich niemals benutzen. Das ist nämlich ein Feature von Sigma. Es gibt dann so einen USB-Adapter fürs Objektiv oder wahrscheinlich für eine ganze Serie von Objektiven. Und damit kannst du am Computer angeschlossen und einer entsprechenden Software dieses Objektiv programmieren und kannst eben bestimmte Funktionalitäten reinprogrammieren. So soll man zum Beispiel entscheiden können, ob man einen noch schnelleren Autofokus oder einen noch präziseren Autofokus haben will. Und dann kannst du den zum Beispiel auf C1 legen und dann aktivierst du den damit. Oder du willst einen bestimmten Modus für den Bildstabilisator programmieren und dann kannst du den auf C1 oder auf C2 legen und dann kannst du das einschalten. Es wird bei mir halt immer auf Aus sein, denn ich habe keine Ahnung, ob da irgendwas drauf programmiert ist, was mich am Ende stört.

Ich habe auch den USB-Adapter nicht und würde das auch gar nicht ausprobieren wollen.

Die Stativschelle, die da dran ist, die ist tatsächlich ganz nett. Sie ist leider nicht AK-Swiss-kompatibel. Ich hatte ja letztes Mal gesagt, dass die Sigmas und Tamrons dieser Welt, Sony glaube ich auch, bei den langen Objektiven an der Stativschelle inzwischen auf AK-Swiss gegangen sind, sodass du das Ding direkt auf Stativ montieren kannst. Ich meine auch, dass das bei den neueren Sigmas so ist. Dies ist allerdings noch ein älteres Objektiv. Und das ist einfach ein abgerundeter Griff, wenn du so willst, mit mehreren Schraubbuchsen. Und da kannst du halt dann eine Schnellwechselplatte drunter schrauben. Da muss ich auch tatsächlich mal suchen, ob ich noch eine finde, die ein bisschen länger ist und nicht nur so ein kleines Quadrat ist, damit das ein bisschen stabiler ist. Weil ich glaube, mit einem Stativ willst du schon losgehen mit dem Ding. Denn wenn du das in der Hand hältst, also nicht nur, dass du über vier Kilo in der Hand hältst, du hältst es ja dann auch noch in einer Hand, weil mit der anderen Hand bedienst du ja die Kamera. Und dann auch noch, also bei mir zumindest in der linken Hand, was nicht gerade mein stärkster Arm ist, weil ich mit rechts halt die Kamera bediene. Das ist schon recht anstrengend. Da will man also mindestens ein Einbein haben. Da muss ich mal gucken. Ich habe, glaube ich, hier so ein Three-Legged Things, wo ich ein Bein abmontieren kann. Vielleicht gehe ich dann mit einem Einbein los. Oder ich nehme einfach mein Dreibeinstativ und dann ist auch okay. Das Gewicht von dem Stativ fällt jetzt nicht so ins Gewicht.

Es ist schon tatsächlich kopflastig. Das ist wirklich schwierig. Und auch Tragen der Kamera am Kameragurt ist wahrscheinlich keine so gute Idee, weil dann das volle Gewicht am Bajonett hängt. Also es ist sinnvoll, wahrscheinlich den Gurt am Objektiv zu befestigen. Da hat auch tatsächlich die Stativschelle zwei Ösen, links und rechts, wo man einen Gurt dran befestigen könnte. Da bin ich noch am Überlegen, wie ich das mache. Oder ich trage das wahrscheinlich einfach dann gesichert am Schultergurt an der Stativschelle, weil das ist wirklich ein guter Griff, das ist schön abgerundet, da kann man das wirklich sehr gut balanciert dran tragen, das ganze System. Ja, also das ist die Sports-Variante vom 150 bis 600 von Sigma und was ich jetzt schon sagen kann, es gibt eine C-Variante, das identische Objektiv als Contemporary, und die ist deutlich leichter.

Chris

Die soll auch optisch besser sein, habe ich gehört.

Boris

Also zumindest leichtwertig. Je nach Test ist sie dann sogar besser, so in den Randbereichen. Das mögen aber auch Toleranzen sein in der Produktion. Also auch Sigma ist jetzt, Zumindest war es in der Vergangenheit so, dass du dann auch mal, wenn du zweimal das gleiche Objektiv bestellt hast, durchaus unterschiedliche Ergebnisse hattest. Aber die Contemporary, also die C-Variante, soll eigentlich in nichts schlechter sein. Sie fokussiert genauso und auch genauso schnell und genauso präzise, sieht genauso aus von der Bildqualität mindestens. Sie hat nur eine Abdichtung nicht in dem Zoom-Tubus, also wenn du jetzt wirklich bei schlechten Bedingungen oder was weiß ich, im Regenwald oder was unterwegs bist.

Chris

In der Sahara.

Boris

Ja, also wenn du eine spezielle Abdichtung brauchst, weil es fährt ja nun mal rein und raus. Also du hast ja einen bewegten Tubus, da kannst du natürlich dir Dreck mit einsammeln oder Feuchtigkeit reinholen.

Chris

Das machst du bei jedem Objektiv, was da so viel zoomt. Da wird halt Luft hin und her geschoben. Der Jochen schreibt gerade auf dem Slack, dass er dir das contemporary ausleihen könnte. Also du könntest das mal testen.

Boris

Ja, Jochen, lass erst mal stecken. Wie gesagt, ich habe die Sports-Variante hier.

Chris

Ja, was ist jetzt der Unterschied außer der Dichtung?

Boris

Die Dichtung.

Chris

Und des Gewichtes?

Boris

Die Dichtung und das Gewicht bei der C-Variante ist deutlich leichter. Also die C-Variante hat knapp über zwei Kilogramm und die Sports-Variante, wie gesagt, nur das Objektiv mit der Streulichblende 3200. Also über ein Kilogramm leichter, das Objektiv. Das ist, also das merkst du. Ja.

Chris

Und kleineren Filter. David sagt, das hat nur einen 95mm Filter, das heißt, oder Gewinde, das heißt, da wären die Filter auch günstiger. Weil, wenn du für 100, 105cm, Millimeter Filter kriegen, das ist ja völlig abwegig.

Boris

Ja, also du könntest bei den 95er Filtern, könntest du halt 100mm Filterscheiben verwenden, die dann hier bei der Sports-Variante wahrscheinlich ich nicht drauf passen werden. Sinnvollerweise dann. Ich habe allerdings keine 100mm Filter, die ich da vormachen werde und ich hatte jetzt auch nicht die Absicht bei dem Tele großartig mit Filtern zu arbeiten. Also das wäre jetzt nicht unbedingt mein Argument. Das mache ich eher auf der Weitwirkung.

Chris

Aber wie gesagt, das ist jetzt nicht nur der Preis für ein Objektiv, den man dann bezahlt, sondern du musst ja auch noch einen Preis für ein Fitnessprogramm dazu rechnen. Das musst du ja dann auch noch mit.

Boris

Oder wer auch immer das macht, sollte fit sein. Um... Ich sage mal so, ich glaube, mit einem Einbeinstativ ist das nicht wirklich ein Problem. Also ich habe ja auch vor Jahren mal war ich mit einem Hörer unterwegs in so einem Wildgehege und konnte auch mal einen Augenblick mit so einem 400mm 2.8 arbeiten. Da brauchst du definitiv auch ein Einbeinstativ, weil das ist, also dagegen ist das jetzt hier wirklich Handgepäck. Und auch das geht. Also auch damit kannst du einen Tag unterwegs sein, weil du stehst in der Regel sehr lange an einem Spot und wartest drauf, dass die Tiere das tun, was du jetzt gerne möchtest, was du gerne fotografieren möchtest. Also das kannst du nicht erzwingen, du brauchst einfach viel, viel Zeit und die meiste Zeit stehst oder sitzt du irgendwo rum und dann gehst du halt zum nächsten Spot und das kann man dann schon machen und entweder hast du dann halt einen kleinen Trolley oder sowas, wenn du jetzt lange Strecken gehst und transportierst das. Auch das habe ich schon mal gemacht in einem Wildtrolley. Ich habe das im Wildwald gemacht mit meinem hier, wie heißt er?

Chris

Mit so kleinen Stollenballonreifen dran.

Boris

Nee, hier mein normaler, du kennst doch meinen Trolley hier. Was ist denn das hier?

Chris

Dein Fotoköfferchen.

Boris

Der Airport, dieses Fotoköfferchen. Das hat zwei normale Rollen, wie solche Inliner-Rollen da unten drunter. Damit bin ich durch den Wald, über Wurzel, über Stock und Stein. Das ist überhaupt kein Problem. Kannst du gucken dran machen.

Chris

Wie wäre das?

Boris

Nicht so schön, wenn der Wald nass und matschig ist. Dann würde ich das wahrscheinlich nicht machen. Aber wenn es trocken ist, dann geht das schon. Und wie gesagt, das Ding tragen geht schon. Du willst es jetzt nicht unbedingt drei Stunden am Stück in der Hand tragen wollen, weil das ist, glaube ich, unangenehm. Dann hilft es, wenn du es irgendwie ziehen kannst. Aber gut. Ist ein gewisser Schnack. Es ist ein bisschen also, Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, das wäre mir zu schwer. Aber ich möchte es definitiv draußen ausprobieren. Wir haben hier ein Naturschutzgebiet mit vielen Vögeln. Da werde ich definitiv mal hinfahren. Und wir haben hier auch so ein paar Wildgehege und sowas. Da werden wir mal hinfahren und ein paar Fotos machen. Wird ein bisschen dauern. Im Augenblick ist das Wetter auch nicht gerade so prickelnd dafür, wenn man da länger rumsteht und es dann auch mal arschkalt. Das macht dann auch keinen Spaß. Aber schauen wir mal. Ich kann das eine Weile haben. Also nochmal vielen, vielen Dank dafür. An Christian für das Objektiv. Ich freue mich drauf, es wirklich mal auszuführen, weil es fühlt sich wirklich sehr, sehr gut an. Es macht durchaus Spaß, das zu bedienen. Und dann muss ich mal gucken, wie ich damit klarkomme. Und wie gesagt, es sind jetzt 600 Millimeter. Da werde ich sicherlich auch mal ein paar Crops dann versuchen, um eben auf so ein 800 Millimeter-Äquivalent zu croppen. Mal gucken, wie sich das gegen meinen 100-400 dann schlägt. Aber wie gesagt, das werde ich dann nicht am selben Tag testen, sondern da werde ich dann doch mal extra losgehen.

Ja, und dann gucken wir mal. Ich habe derzeit so ein paar Überlegungen, in welche Richtung das gehen könnte, aber ich denke, weitere Gedanken dann im Teil 2 oder 3, je nachdem, wie ich das hier zählen soll.

Chris

Ich muss echt gucken, dass wir hier noch so ein Mehrteiler-Badge irgendwie hinbekommen. Gut, ja, ich habe auch noch so ein paar Kleinigkeiten gefunden. Das nächste ist ein bisschen gruselig. Es gab wohl irgendeinen Mordfall in Spanien Und da ist irgendwie, irgendjemand ist verschwunden und da hat wohl Google Street View zufällig gerade ein Bild gemacht im Vorbeifahren im kleinen spanischen Dorf in der Nebenstraße, wo der Mensch etwas sehr Verdächtiges in den Kofferraum gepackt hat.

Boris

Oha.

Chris

Ja, wobei, das ist glaube ich eher so dieses, das ist gruselig und so weiter, weil anscheinend sagt die Polizei, nee, das Bild hat irgendwie gar nicht beigetragen zu dem Fall, sondern wir haben den aufgeklärt über irgendwelche Textnachrichten oder so.

Boris

Also nur Zufall an der Stelle, aber hat jetzt nicht geholfen.

Chris

Ich hoffe mal. Ich fand es aber ganz interessant, weil Fotografie natürlich an vielen Sachen, an vielen Ecken irgendwie eine Rolle spielt. Und stell dir vor, du packst was Verdächtiges in den Kofferraum und irgendwie, dir stand, dass das letzte Mal das Google Street View da durchgefahren ist, war 2009. Also schon ein grandioser Zufall. Naja.

Boris

Ja, nicht schlecht.

Chris

Noch ein Thema Fotografie oder noch ein Thema, wo Fotografie eine Rolle spielt. Ich habe hier vor einer Zeit schon mal auf Dave McKeegan hingewiesen. Das ist ein britischer Fotograf und der hat... Mal irgendwann vor, das ist schon mehr als ein Jahr her oder so, hat er mal dieses Flat-Earth-Thema beackert. Also fotografische Beweise gegen die Flat-Earth-Theorie, weil das ist natürlich Blödsinn, aber der Mensch hat halt irgendwie so, hat vorher so Foto-Reviews gemacht und dann hat er mal so ein Bild, warum die Mondlandung natürlich stattgefunden hat und das sieht man doch an den Fotos und so weiter. Und hat dann glaube ich wirklich von ein paar tausend Aufrufen für ein Video hat er irgendwie ein paar hunderttausend Aufrufe bekommen. Das Thema ist natürlich extrem losgegangen. Und das ging so lange weiter, bis er tatsächlich jetzt von jemandem, also er hat eine Einladung in die Antarktis bekommen, für eine Reise in die Antarktis. Und zwar ist das wohl angeblich die Sonne, die jetzt gerade dort quasi rund um die Uhr nicht unter den Horizont geht.

Wenn man diese Sonne so dokumentiert, dann kann man damit auch ganz deutlich einige dieser kruden, seltsamen Theorien aushebeln, die die Flat Earther so vor sich hertragen. Und da ist er eingeladen worden in die Antarktis und der hat jetzt tatsächlich diese Reise gemacht mit diversen Menschen zusammen, die da auch gekommen sind von beiden Lagern. Natürlich finden sie im Nachhinein natürlich wieder tausend Anhaltspunkte, dass das alles gelogen ist und in einem Studio bei Greenscreen passiert ist, aber der hat dann unter anderem mit verschiedenen Kameras dann so eine 24 Stunden Aufnahme von der Sonne gemacht, inklusive eine Telekamera mit einem Tracker, die dann mit entsprechendem Filter die Sonnenflecken dokumentiert und andere Leute dann von anderen Ecken der Erde quasi zur gleichen Zeit fotografieren. Fotografiert haben und dann kann man sehen, dass die einen auf dem Kopf stehen und die anderen noch so eine Nordhalbkugel nicht und so. Ähm, Aber Fotografie, das ist ein Thema, also wer da Interesse daran hat, sich das mal anzugucken, da hat sich tatsächlich ein Geldgeber gefunden, der sagte, ja, wir machen das und das Ganze lief dann unter dem Namen The Final Experiment.

Ist das nicht also es ist natürlich auch eine schöne Sache um nochmal Content zu generieren und der Kanal läuft ganz sicher an der Stelle dadurch nicht weniger gut ja und wenn er dadurch eine.

Boris

Chance hat in die Antarktis zu kommen also das ist ja schon möglich aber so ganz einfach ist das ja tatsächlich auch nicht da.

Chris

Vor allem ist das scheiße teuer du kannst nicht einfach darüber sondern du musst halt erst mal nach Argentinien kommen, nach Feuerland und von dort aus dann den Hopp darüber machen. Und das war so. Das ist alles sehr. Geht dann auch nicht immer.

Boris

Hängt dann vom Wetter ab.

Chris

Sehr intensiv und so weiter. Nun gut.

Boris

Ja, cool.

Chris

Fand ich erst mal so.

Boris

Mir wäre es, glaube ich, zu kalt da.

Chris

Zumindest bemerkenswert. Ach, dafür gibt es gute Klamotten und dann ist das alles super.

Boris

Ich bin sehr frostbäulig. Ich meine, immerhin gibt es da keine Eisbären. Das ist ja schon ein Vorteil.

Chris

Ne, die sind da nicht. Pinguin sind da. Na gut, dann gibt es noch einen Vortrag, einen Videotipp über einen Vortrag, der auf dem, Kongress, auf dem CCC-Kongress zwischen Weihnachten und Neujahr stattgefunden hat und zwar über Euclid, Euclid, das Weltraumteleskop, das, ja auf der Suche ist nach beweisen für die Dark Matter. Also die machen einen White Survey. Da wird ein Drittel des Himmels, Also nicht die Milchstraße, nicht die Ekliptik, sondern die Teile dazwischen werden dokumentiert und das Ganze in interessanten Auflösungen. Also die haben da zwei Instrumente an Bord. Den Vortrag hält übrigens der Knut Janke. Der ist ein Instrument Scientist für eines dieser Instrumente und kommt vom Max-Planck-Institut. Und der Vortrag ist echt gut. Also, wen das interessiert, das ist absolut sehenswert.

Boris

Ganz kurz eingestreut. Euclid habe ich mitbekommen. Den hatten sie mal hochgeschossen, um tatsächlich die Galaxie zu vermessen.

Chris

Nicht nur die Galaxie, sondern ...

Boris

Oder generell, ja gut, hauptsächlich siehst du erstmal unsere Galaxie. Und da haben sie halt sehr, sehr viele Aufnahmen gemacht, also sehr weites Feld immer fotografiert und das über einen langen Zeitraum und konnten dann eben durch verschiedene Blickwinkel, die das dann natürlich bei dem Flug dann um die Erde und um die Sonne gemacht hat, tatsächlich auch Entfernung setzen durch Triangulation und sowas und haben eine extrem präzise Sternenkarte gemacht, macht eine dreidimensionale Sternkarte und konnten dann auch die Bewegung von den Sternen dokumentieren und so weiter. Das ist total faszinierend. Und jetzt gehen sie halt weiter.

Chris

Die sind jetzt dabei mit zwei Instrumenten quasi alles, was nicht Milchstraße ist und was nicht Galaxie ist, zu vermessen. Und da reden wir von einem Infrarot-Instrument, das hat 64 Megapixel und einem sichtbaren Lichtinstrument, was 600 Megapixel hat. Und er sagt das so schön, was sie suchen, also diese Dark Matter quasi, diese dunkle Materie, das ist wie wenn man im dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht, von der man noch nicht mehr weiß, ob sie da überhaupt ist.

Boris

Schön, ja.

Chris

Und er legt halt so dieses Instrument da und was sie gerade haben, zeigt dann am Ende auch noch richtig klasse Bilder, zeigt auch mal so ein bisschen hier sind rohdaten was da also alles hier mit kosmischer strahlung verseucht ist und was erstmal gereinigt werden muss und dann gehen sie halt irgendwo erst mal so tief rein in diese in diese galaxien und irgendwann zum te halt raus und plötzlich hast du plötzlich hast du halt, Also vor allem mit dieser visuellen Kamera hast du halt plötzlich Details in Bereichen, das ist halt völlig abgefahren. Also es ist es wert, allein schon wegen der Bilder und wie die zusammenhängen und ja, sie sind jetzt, haben jetzt angefangen, das alles zu vermessen. Das Ganze läuft glaube ich noch sechs Jahre und die Datenmengen, die da rausfallen, das Ganze kommt übrigens von der ESA und die Bilder sind dann meines Wissens auch alle öffentlich erhältlich. Also wer da mal selber ein bisschen basteln möchte oder so, es lohnt sich.

Boris

Wenn man in der Mediathek sucht, dann findet man auch so Dokumentationen, Vermessung der Galaxie oder sowas. Da wird auch auf dieses Euclid eingegangen und dann, es geht nicht sehr in die Tiefe, aber es zeigt so ein bisschen das Projekt, was dahinter steckt und jetzt gehen sie halt da den nächsten Schritt. Und auch dieses ganze Thema dunkle Materie, dunkle Energie, das sind ja auch alles erstmal nur Theorien, weil eben Dinge da oben passieren, die man sich mit dem sichtbaren Licht alleine nicht erklären kann. Bisher, ja, bisher muss man sagen. Das kann auch alles noch platzen und irgendjemand sagt, ah, das ist doch nicht wie Einstein gesagt hat. Der Raum hat doch Dellen. Weil er ist halt einfach alt, dann wird man halt einfach faltig, vielleicht ist das ganz normal. Wir werden es sehen.

Chris

Wir werden es sehen.

Boris

Ja, ich bin gespannt. Aber Euclid ist schon ein starkes Ding. Ich finde das faszinierend, was wir als Menschheit da schon machen gerade. Das sind so diese guten Nachrichten, die bauen mich immer wieder ein bisschen auf.

Chris

Das sind auch, glaube ich, jetzt irgendwie, das war auch, glaube ich, 20 Jahre in der Vorbereitung. Also das ist jetzt nicht einfach mal eben hat sich einer überlegt, oh, das bräuchten wir, sondern das haben die schon vor 20 Jahren angefangen, dieses Buch.

Boris

Ja, ja, ist alles.

Chris

Und wenn du sowas, wenn du an sowas arbeitest, erzählt er dann noch in dem Vortrag, wenn man sowas arbeitet und dann quasi nach 20 Jahren, das dann plötzlich dann auch da oben ist und auch funktioniert. Er erklärt auch so ein paar Probleme, die sie hatten und wie sie die gefixt haben. Also zum Beispiel gab es plötzlich auf irgendwelchen von den Bildern gab es plötzlich ein Licht und es haben die also dieses Teleskop und das hat Solarzellen und einen Sonnenschild, der zur Sonne hin immer gewendet ist, weil das soll ja auch vom Licht der Sonne abgeschirmt sein. Und plötzlich waren halt da irgendwie auf den Bildern irgendwelche Streifen zu sehen Und dann haben sie erstmal lange herum geforscht, was das denn ist, wo die denn herkommen. Und dann stellt sich halt raus, dass das quasi, das ist mit so goldbedampften Folien, wie man das kennt von so Satelliten, ist der umwickelt. Und dass da irgendwie ein Instrument, was quasi leicht aus dem Schild, aus dem Sonnenschild rausguckt, so ein kleiner Thruster, um das Ding irgendwie zu steuern, an dem hat sich irgendwie Licht reflektiert, was dann durch irgendeine, irgendwie in diese Folien reingekommen ist und dann da noch auf acht verschiedenen Arten intern reflektiert wurde und dann ist es halt irgendwie in dieses Instrument reingekommen.

Boris

Wenn der Winkel stimmt halt, ne?

Chris

Und wenn der Winkel stimmt, jetzt haben sie das halt irgendwie, haben sie quasi die Steuerung umprogrammiert von hier, weil du kannst ja nicht immer einfach da hochgehen und noch irgendwie ein schwarzes Gaffer draufkleben oder so, geht nicht. Und dann haben sie das also umprogrammiert, dass er quasi die Rotation genau so macht, wie es dann, wie dann die Sonne da nicht reinkommt und so weiter.

Boris

Also diverse solche Problemchen, ihre Lösungen. Ich bin ja nun auch Softwareentwickler und habe ja auch mit Debugging zu tun und ich weiß ja, wie irre sowas sein kann, aber das ist einfach nochmal ein ganz anderer Level. Wenn du keinen Zugriff aufs Original hast, sondern sie werden hier einen Nachbau haben, um Dinge nachzustellen, denke ich mir mal. Aber auf sowas musst du kommen.

Chris

Und wen es interessiert, wo wir gerade bei diesen Vorträgen sind, es gibt noch einen zweiten Vortrag über das Thema Satellit. Und zwar geht es über den B-Sat-1, einen Satelliten, der von der TU Dresden, ich glaube 2009 irgendwie ins All geschossen wurde. Oder beziehungsweise sie haben ihn ins All schießen lassen. So einen kleinen CubeSat, so einen kleinen Würfel. Der ist dann aber, weil irgendwie die Steuerung oder der Rechner versagt hat, das hat dann irgendwie nach ein paar Jahren ist der Rechner irgendwie ausgefallen. Dann haben sie auf den redundanten Zweitrechner umgeswappt. Und der ist dann aber auch ausgefallen. Dann war das Ding quasi ohne Guidance da oben und wurde dann quasi abgeschrieben. Und das ist in einem etwas höheren Orbit, der auch irgendwie 20 Jahre braucht, bis das Ding auf die Erde runterkommt. Und eine Hackerin hat das Ding mit Wissen der TU und mit Unterstützung der TU quasi wiederbelebt. Also Leute, die sich interessieren für so Remote Debugging, das ist echtes Remote Debugging und die hat das tatsächlich geschafft, das Ding wieder in den Fabrikzustand zu bekommen und sogar die Kamera an Bord zu aktivieren. Stell dir vor, du hast so einen Satelliten und du kannst den da oben... Steuern und so. Das Ding ist jetzt noch bis irgendwie 20, 40 noch da oben.

Boris

Jochen sagt, jede Weltraummission sollte einen kleinen Roboter mit einer Rolle Gaffer und einer Dose WD-40 dabei haben.

Chris

Ja schon, oder?

Boris

Dass die NASA da nicht draufgekommen ist oder die ESA. Komisch.

Chris

Naja, die Roboter werden immer besser. Das kann schon noch kommen. Das ist glaube ich nicht ganz abwegig in Zukunft. Da hast du halt irgendwie so, wie man es aus einen Film kennt, so ein kleines Ding, was dann so mit seinen eigenen Thrust dann durch die Gegend fährt.

Boris

Es ist jetzt auch der erste Staubsauger-Roboter vorgestellt worden mit einem Greifarm, der dann Socken wegräumen kann. Also der Weg dahin ist gar nicht so weit, dass der Satellit dann den Arm ausklappt und irgendwas festklebt.

Chris

Kommt alles. Unser Staubsauger-Roboter hat kürzlich versucht, einen Schuh zu fressen.

Boris

Also den Schnürsenkel aufgerollt und so.

Chris

Gut, wir kommen noch zu was anderem Und zwar Thema, eigentlich Thema Seewerkstatt, dachte ich, das passt gar nicht so schlecht da rein. Du musst ja erstmal auch bemerken, dass da was ist, was du fotografieren möchtest, weil wenn du das nicht tust, dann gibt es da auch kein Bild. Und ich bin auf Blue Sky über einen schönen Thread gestolpert und zwar von einer Biologin, Jasmin Schreiber heißt sie und ja, die schrieb dann, wenn ich in Dänemark bin, nehme ich zum Gassi gehen gerne mein Kniekissen mit, weil ich weiß, dass ich ab einem gewissen Punkt anfangen werde zu kriechen.

Und dann zeigt sie so Bilder und sagt, okay, also sie hat dann erstmal irgendwie die Hündin nach Hause gebracht, weil sie dann ein Objekt ihrer Begierde am Straßenrand entdeckt hat und wusste, dass es jetzt für alle Beteiligten nur noch nervig werden wird. Außerdem wollte ich meine Kamera mit dem Makroobjektiv holen. Ja, wir sehen einen Stein mit so ein bisschen Moos und Zeug drauf. An den Dingern geht man vorbei, meistens zumindest. Du bist Biologin und hast vielleicht Interesse daran, da irgendwie sich die Sache anzugucken. Dann schreibt sie sofort, knieh ich mich hin und machte mich ans Werk und knipste mich in Ekstase. Zwischendrin bekam ich Unterstützung von einem Kockerspaniel-Welpen, den ich leider nicht fotografiert habe, der aber versucht hat, an mir hochzuklettern. Ja, was hat sie fotografiert? Sie ist halt mit ihrem Makroobjektiv dann doch mal an diese Flechten rangegangen und hat sich die mal aus der Nähe angeguckt. Die sogenannten Kladonia-Flechten. Schreibt sie, die sind grün, sehen pudrig aus und sind ein bisschen wie kleine Kelche geformt. In manchen sammelt sich Tau. Und wenn du das richtige Objektiv dabei hast, dann findest du da plötzlich kleine Welten am Wegesrand auf einem blöden, schnöden Stein mit grünem Zeug drauf.

Boris

Und das ist schon ziemlich abgefahren. Wo du normalerweise halt einfach dran vorbeiläufst.

Chris

Ja, oder den Schuh dran abstreibst oder sowas. Schreibt sie, das Schöne an diesen Kladunia-Flechten ist, dass sie von nahem aussehen, es wird noch besser, dass sie von nahem aussehen wie kleine Städte mit futuristischen Wolkenkratzern. In ihnen sammelt sich gerne Tau, weshalb sie im Englischen auch Pixie Cups, also Elfenbecher, heißen. Du hast dann diese Flechten mit diesem kleinen Becherchen eben. Kurz darauf kroch ich etwas weiter nach hinten, um mich dort nach Flechten umzusehen. Ich fand auch einen schon ziemlich verrotteten Baumstumpf, aus dem sich wahrscheinlich kleine Welten gebildet haben. Was ich da auch viel sah, taubedeckte Spinnennetze, die mich anglitzerten. Wenn du zur richtigen Zeit da bist, dann findest du halt Spinnennetze mit Tautropfen. Das ist übrigens die Übersicht. Das ist einfach nur ein bisschen altes Holz im Wald, bei kaltem, nassem Wetter. Und dann dachte ich, kriege ich mal umher und suche die Baumeisterinnen. Erst sah ich einfach nur ein glitzerndes Netz, Dann kroch ich ganz nah ran und versuchte so wenig wie möglich zu zittern, denn ich hatte meinen Blitz vergessen und fokussierte manuell. Das hier war die Ecke. Erstmal ist das nicht interessant. Da ist ja nichts. Soweit so normal. Und jetzt gucken wir mal, was ich in meinem Makroobjektiv sah. Eine winzige Spinne, vielleicht zwei bis drei Millimeter klein, die umgeben von Silberkugeln zu schweben scheint.

Boris

Also wirklich jetzt eine sehr, sehr krasse Nahaufnahme. Wirklich Makro ganz nah dran.

Chris

Wenn die drei Millimeter groß ist, dann kannst du ungefähr dir überlegen. Wird aber noch besser. Und auf ihrem Bauch trug sie eine ganze kleine Welt in einem Tautropfen mit sich. Weil das kennst du jetzt von diesen Glaskugelbildern, dass du dann quasi die Welt dahinter in dieser Glaskugel auf dem Kopf siehst. Naja, die Spinne hat sich halt quasi, hier ist nochmal eine Nahaufnahme davon.

Boris

Ja, hat quasi so einen Tropfen auf dem Kopf.

Chris

Trägt quasi den Wald dahinter auf ihrem Bauch umgekehrt mit sich rum. Das finde ich schon sagenhaft, weil da ist halt in dieser kleinen, in dieser unscheinbaren Welt ist halt richtig cooles Zeug versteckt. Wenn du ein bisschen die Augen aufmachst und vielleicht auch dir mal...

Boris

Ein bisschen Geduld auch mitbringst. Ein bisschen Passion fürs Detail.

Chris

Ein bisschen das Wissen, was da sein könnte natürlich. Und halt am Wegesrand dann doch mal die Sachen dir ein bisschen genauer anguckst und vielleicht auch zulässt, da mal Sachen zu bemerken. Wir leben heute in so einer... Und ja, ich glaube, die Menschheit hat noch nie so viel Ablenkung gehabt wie heute. Und das sorgt natürlich auch dafür, dass man vielleicht möglicherweise an sowas vorbeigeht und lieber woanders hinguckt. Also fand ich stark, fand ich klasse und ist einfach ein super Beispiel dafür, dass wir doch irgendwo auf dieser Welt noch viel mehr haben, als wir glauben.

Boris

Ja schön ja wenn man vor allem also das ist meine Erfahrung wenn mir das mal in seltenen Fällen passiert, weil ich im Urlaub wirklich Zeit habe und auch die Muße habe, kein Ziel habe, sondern einfach mal rumgucken kann und ein paar Fotos machen kann oder auch mal nur gucke ohne Fotos zu machen, wenn du angefangen hast etwas zu sehen, So wie jetzt, was weiß ich, ach guck mal da, die tolle Struktur von dem Holzgeländer oder so. Und dann guckst du die Struktur an im Sonnenaufgang oder sowas. Liegt ein bisschen feuchter Nebel überall drauf, alles ein bisschen feucht. Und dann plötzlich, dann siehst du ein Spinnennetz. Und dann siehst du das nächste Spinnennetz, wo dann diese Tautropfen dran sind. Und dann findest du die nächsten kleinen Blättchen mit Tautropfen. Dann kommst du so von einem aufs nächste. Und plötzlich, ja fand ich schön, was du hier gerade gesagt hast, tut sich so eine Welt auf. An der du vorher einfach vorbeigegangen bist, weil du dann halt losgehst zum Wagen und wegfährst.

Chris

Das muss natürlich jetzt nicht nur im Makrobereich sein. Das kann ja in ganz anderen Größenordnungen auch passieren. Wie oft gehe ich an irgendwas vorbei und beachte es einfach nicht, weil ich gerade irgendwie einen Podcast auf dem Ohr habe oder ein Device reingucke oder sonst was. Also Ablenkungen haben wir viele.

Boris

Ich kenne das viel in Städten mit so kleinen Gassen. Ich mag ja so schmale Gassen. Und häufig gehst du an denen einfach vorbei, weil du halt von einem Geschäft zum nächsten gehst oder willst vom Arzt wieder nach Hause und gehst zum Auto oder sowas. Und die Städte, die man schon kennt, da weiß man natürlich, wo die Gassen sind. Da guckt man dann auch nicht mehr so hin, auch wenn das mal spannend sein könnte, weil da Dinge passieren. Da hängt dann plötzlich irgendwas aus dem Fenster oder da steht irgendwas Interessantes an der Hauswand oder sowas. Das sieht man dann schon gar nicht mehr. Aber wenn ich irgendwo anders bin, in anderen Dörfern oder in anderen Städten, dann muss ich mich wirklich manchmal treten, dass ich es dann nicht gesehen habe. Das ist dann so ein bisschen, wie du letztes Mal gesagt hast, dann siehst du Fotos von anderen Leuten, die zum ähnlichen Zeitpunkt da waren und denkst, aber ich bin doch die Straße auch langgegangen. Wo war denn das? Ja, aber wie gesagt, wenn du einmal in dieser Stimmung bist, wenn du dir einmal diese Muße genommen hast und angefangen hast, dann plötzlich siehst du ganz viele andere Dinge auch. Das kann sehr sehr toll sein.

Chris

Tja, also guckt euch mal ein bisschen besser um und lasst mal zu, dass ihr vielleicht irgendwo was findet. Ja, auch mal stehen bleiben. Oder wenn viele Leute eine Richtung fotografieren, vielleicht mal nach hinten gucken und gucken, was hinter einem so passiert. Wir kommen zu den Terminen.

Einspieler

Der Terminkalender.

Chris

So, heute haben wir drei Stück bekommen. Wenn ihr Termine habt, dann dürft ihr die gerne auf happyshooting.de slash Kalender abliefern und dann landen die auch hier in der Sendung. Es hilft, wenn es fotografische Termine sind. Und da hat zum Beispiel unbekannt, also sprich ohne Name, jemand was reingetan, was in Konstanz stattfindet. Und zwar David Osborne, Where Photography Meets Art, Taking Creativity Beyond the Camera vom 17. Januar bis zum 5. März. Digitale Fotografie revolutionierte diese Dynamik. David Osborne zeigt, dass Fotografie heutzutage unter anderem das Produkt der Bearbeitungssoftware sind.

Das Fotografienproduktar. Diese Verschiebung hat Fotografen die kreativen Fähigkeiten gegeben, wie sie jahrhundertelang Malern vorenthalten war. Digitale Software hat die Trennlinie zwischen Fotografen und Malern überbrückt. Kreativität erstreckt sich nun weiter als die bloße Abbildung von Motiven. Ja, das in Konstanz, in der Galerie, in der Leica-Galerie in Konstanz. Vielen Dank. Bis zum fünften Dritten. Dann haben wir von Jürgen wieder gehört. Der hat diesmal gleich zwei Sachen uns mitgebracht. Das erste, wir wollten sie eigentlich zwei Wochen machen, aber haben uns entschieden, die beide heute zu spielen, weil beide dieser Ausstellungen nicht mehr so ganz lange gehen. Deshalb jetzt erstmal die erste.

Einspieler

Hallo Community. Heute starten wir wieder unsere kleine Serie Fotoausstellungen für Hörer. Diesmal aus Karlsruhe. Dort ist Elliot Irwitt zu sehen mit einer Ausstellung Vintage in der städtischen Galerie Karlsruhe. Elliot Irwitt hat eine erstaunliche Biografie. Er wird 1928 als Sohn russisch-jüdischer Eltern als Elio Romano Irwitz in Paris geboren. Seine Kindheit verbringt er in Mailand. Bereits mit 15 arbeitet er als Porträtfotograf und als Fotolaborant in einer Dunkelkammer. Damit finanziert er sich seine erste Rollei Flex und beginnt Auftragsarbeiten anzunehmen. 46 macht er ein berühmtes Foto von einem kleinen Hund, einem Chihuahua und veröffentlicht es. Ihr habt das Bild im Kopf? Dann, 1951, wird er in den Militärdienst eingezogen. Er dient in einer Einheit der United States Army. Während dieser Zeit ist er unter anderem auch in Karlsruhe stationiert. Aha, deswegen Karlsruhe und die Ausstellung.

1954 fotografiert Irvid am Filmset von Billy Wilders das verflixte siebte Jahr die ikonische Szene, in der der Zugluft einer U-Bahn-Gitters den weißen Rock von Marilyn Monroes Gleid hochweht. Ihr habt das Bild im Kopf? 1960 hat er Zugang zum Weißen Haus und erhält dort einen Presseausweis. Er macht unter anderem das ikonische Bild der trauernden Witwe Jacqueline Kennedy während der Beerdigung 1963. Auch dieses Bild hat man im Kopf. 1964 reist er nach Kuba und fotografiert dort einen noch unbekannten kubanischen Revolutionsführer, Fidel Castro. Und Che Guevara. Habt ihr das Bild im Kopf? Elliot Irwitt stirbt 2023 im Alter von 95 Jahren in New York. Ich finde viele tolle Bilder, die es lohnt anzuschauen. 3, 2, 1, happy shooting!

Chris

Tja, Elliot Irwitt, großer bekannter Fotograf.

Boris

Das ist mal ein Över, was ich sehen lassen kann.

Chris

Und eine super tolle, schöne Ankündigung von Jürgen.

Boris

Also ganz, ganz viel Liebe.

Chris

Nicht nur eine Ausstellungsankündigung, sondern auch eine richtige Besprechung schon fast. Das geht noch bis 26. Januar. Also haltet euch ran in der Städtischen Galerie in Karlsruhe. Und dann hat er uns noch einen zweiten geschickt, den wir auch gleich noch spielen.

Einspieler

Hallo Community, auch diese Woche wieder eine Fotoausstellung für Hörer, diesmal für alle, die in der Nähe von Wetzlar wohnen oder dorthin fahren. Noch bis 9. Februar sind dort die Serien des 44. Oscar Leitz Barnack Awards in Wetzlar zu sehen. Eine erstaunliche Ausstellung. In diesem Jahr auch wieder ein visuelles Erlebnis. Auf farbigen Wänden in unterschiedlichen Formaten sind serienbezogene Konfektionierungen und Installationen sowie einzelne Serien zu sehen. Ob poetisch schwarz-weiße Serien oder abstrakte Motive oder bewegende Sozialdekumentationen. Absolut sehenswert. Leider mit etwas Eintritt, aber lohnenswert, Alles nähere wie immer im Happy Shooting Kalender und von diesem Sagen alles Gute für euch, 3, 2, 1 Happy Shooting.

Chris

Auch das sagenhaft, danke Jürgen Ja, Oskar Barnack Ernst-Leitz-Museum in Wetzlar der Oskar Barnard Award. Das geht noch bis zum 9. Februar. Und auch hier, danke Jürgen, also tolle Einzüge.

Boris

Also ein Monat, okay.

Chris

Sehr schön. Also, seid ihr in Wetzlar oder Karlsruhe? Beides wird sich mit Sicherheit lohnen und wie gesagt, ihr findet diese und andere Termine auf happyshooting.de slash Kalender und dort findet ihr auch einen Button, um Termine einzutreiben. Und dann landen die hier. Super.

Boris

Und solltet ihr dort mal vor Ort sein und vielleicht andere Hörerinnen und Hörer treffen, nehmt uns doch einen kleinen Audiogruß auf. Oder erzählt mal, wie die Ausstellung war. Würde uns auch freuen.

Chris

Das ist übrigens auch wirklich, das ist gar kein so schlechter Tipp, sich da vielleicht mal einfach zusammenzutun. Hier im Slack kann man sich ordentlich zusammenschließen und ich empfehle da, was weiß ich, den Sofa-Ecken-Kanal zum Beispiel und vielleicht Könnte man da mal so eine kleine Begehung gemeinsam machen oder sowas.

Boris

Hinterher irgendwie beim kleinen Snack nochmal drüber sprechen, was man gesehen hat. Nimm einen kleinen Gruß für uns auf.

Chris

Tut das. Ja.

Boris

Eine neue Aufgabe haben wir für euch.

Chris

Die neue Aufgabe gibt es ja nicht.

Boris

Ja, ja, denn die aktuelle Aufgabe, die Einschlafenaufgabe, die läuft jetzt noch bis zum 9.1., also am Donnerstag, wenn ihr das hier direkt hört nach der Veröffentlichung. Und deswegen brauchen wir ab dem 9.1. eine neue Aufgabe. Und die hast du dir diesmal ausgesucht im Vorfeld der Sendung. Denn die lautet gruselig.

Chris

Weil es ist ja nicht Halloween. Also kann man da auch mal was Gruseliges machen.

Boris

Richtig. Also gruselig ist die Aufgabe und der Zeitraum ist der 9. Januar, der 9.1. bis zum 23.1. Und das heißt, dass ihr im Zeitraum vom 9. Januar bis zum 23. Januar 2025 loszieht und ein neues Foto macht zum Thema gruselig. Wie interpretiert ihr das fotografisch? Das ladet ihr dann bei Flickr hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag hsbgruselig.

Chris

Und übrigens Bilder von irgendwelchen UV-Filtern und so gelten da nicht. Also gruselig ist auch was anderes. So, damit wären wir quasi am Ende der Sendung angekommen, wenn da nicht noch Boris was gefunden hätte.

Boris

Der Wilhelm hat uns was geschickt. Danke Wilhelm. einen Link-Tipp zu einem YouTube-Video. Es geht um Hasselblatt und die Mondlandung. Aber jetzt nicht nur rein technisch, dass da oben Hasselblatt-Kameras benutzt wurden. Darum geht es auch. Aber es geht auch mal wieder um die Widerlegung von Verschwörungsmythen. Wir hatten es heute schon einmal mit der flachen Erde. Jetzt kommt die, Mondlandungsverschwörungsmythik mit ins Spiel. Und die wird hier eben auch mal argumentativ eben zerlegt oder gezeigt, wie diese Kameras funktioniert haben, wie die Belichtung einer, Fotoaufnahme funktioniert, warum da keine Sterne zu sehen sind, wo denn das Licht so herkommen kann und dass man die Sterne durchaus sichtbar machen kann in den alten Aufnahmen, wenn man einfach eine dramatische Überbelichtung nachträglich reinhaut. Fand ich zum Beispiel sehr faszinierend. Die Informationen sind alle da. Es hat halt nur schon Gründe, dass man Dinge nicht sehen kann. Ist ein sehr, sehr schön gemachtes Video, sehr ruhig gemacht. Also nicht so ein lautes YouTube-Video, sondern es ist eigentlich sehr schön dokumentarisch mit dem Augenzwinkern, aber eben auch sehr viel Wissen zum Thema Belichtung und Benutzung dieser Kameras. Ganz angenehm. Also danke, Wilhelm, für den Link. Du bist stumm.

Chris

Jetzt aber. Und Jochen fragt noch auf dem Slack. Glauben die Flat Earther eigentlich auch an einen Flat Moon? Das glaube ich nicht. Aber wenn du ein Venn-Diagramm machst zwischen Flat Earthern und Mondlandungsleugnern, dann ist da, glaube ich, die Schnittmenge ziemlich groß. Das glaube ich schon. In diesem Sinne sind wir, raus für heute und wünschen euch was. Bis zur nächsten Woche. Drei, zwei, eins.

Boris

Happy Shooting!

Chris

Happy Shooting! So, die Outro ist natürlich jetzt kaputt. Hier. Du kannst, warte mal, du kannst das nachher einfach rausschneiden.

Boris

Ich spiele das jetzt kurz ein.

Chris

Ich schneide hier überhaupt nichts.

Boris

Es ist alles live. Willst du es noch einspielen?

Chris

Ja, natürlich. Moment. Nein, nein, nein. Jetzt. Achtung.

Shownotes


» Neue Folgen per E-Mail erhalten