#885 - In Diamantpulver paniert

Veröffentlicht 13 February 2025

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#885 - In Diamantpulver paniert

Veröffentlicht 13 February 2025

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Boris

Happy Shooting Folge 885 in Diamantpulver paniert. Die heutige Folge wird euch präsentiert von mindestens 24 Leuten.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Moin Chris, wie sieht's aus bei euch? Wir hatten Eisregen und ich war zu faul rauszugehen.

Chris

Ich hätte es nur geschneit. Mehr nicht. Und es liegt sogar noch ein bisschen was. Weihnachten, weißt du?

Boris

Quasi.

Chris

Weihnachten, Klingelingeling. Klingelingeling.

Einspieler

Das sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

Ah ja.

Chris

Ah ja.

Boris

Ja, weißt du, die letzten Wochenenden war das halt so teilweise echt schönes Wetter, aber die sich draußen, da bringt es dann nichts irgendwie mit 600 Millimetern rauszugehen, weil du hast einfach so viel Staub in der Luft.

Chris

Ich habe nur, als ich gesehen habe, es schneit, weil ich hatte hier im Haus diverse Sachen zu tun und dann habe ich gesehen, es schneit und dann habe ich aus dem Fenster raus ein kurzes Live, Picture mit dem iPhone gemacht, habe das geloopt, damit es hübsch dauer schneit und habe das in den Familienchat geworfen, und darauf kamen dann Wettermeldungen aus aus Horb, wo ich herkomme, wo meine Eltern sind, aus Schweden, wo meine Schwester ist und so. Und der tägliche Austausch.

Boris

Der für mich ist sehr schön.

Chris

So viel habe ich gemacht. Und als dann Moni vorhin heimkam, meinte sie, oh, draußen ist glatt, muss mal jemand die Treppe fegen. So, ups, hätte ich vielleicht mal dran denken können. Aber jetzt auch die Treppe. Jetzt fallen auch keine DHL und sonstigen Menschen mehr irgendwie über die Treppe. So sieht das hier aus, der Viewfinder Villa. Ja, wir sind Seppi Shooting Photo Podcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und wir reden heute wieder über Fotografie. Es ist der 11. Februar 2025 und wir haben einen bunten Mix hübscher Themen für euch. Von, lass mal schauen, von Physik über, von Fallphysik über Objektive über, über Leica über Gerüchte KI ist ein bisschen drin ein bisschen Space und auch ein bisschen analog, also alles quasi heute abgedeckt, und wir fangen mal vorne an wer uns hier hören möchte der kann das natürlich in seinem Podcast-Player finden. Wir sind auch auf YouTube, wir sind auf Twitch und wir haben einen Feedback-Kanal, der heißt happyshooting.de und dort kommen, Sachen rein, diesmal war es eine kleine Lawine.

Boris

Ist gut so, das wollen wir.

Chris

Richtig, lass mich mal zwei Sachen kurz hier vorziehen und zwar sind die tatsächlich, ja beziehen sich auf die Sendung, wir hatten ja letztes Mal, letzte Woche Mittwoch live gestreamt und haben mal ganz ketzerisch gefragt, weil da irgendwie so gefühlt ein bisschen mehr los war. Ob das denn besser sei am Mittwoch oder ob wir den Dienstag beibehalten sollen, eigentlich so völlig ohne Absicht das wirklich zu ändern, also das war mehr so also wir könnten theoretisch müssen das aber nicht, aber sagt ihr doch mal, und da habe ich jetzt so im direkten in der direkten Interaktion mit ein, zwei, drei Leuten so ein, nö, nö, lass mal gehört, und dann haben auch noch zwei Leute hier auf high geschrieben und zwar einmal der Burkhard Der schreibt, hallo Boris und Chris, mir persönlich wäre es gleich, ob Dienstag oder Mittwoch, nur bei Freitag würde ich dann nur noch in der Konserve schauen können. Andererseits ist es doch eigentlich schon eine Institution, nicht wahr? Also fühlt euch frei. Ja, wie gesagt, wir haben ja keine wirklich dringende Notwendigkeit.

Boris

Nein.

Chris

Aber wenn Mittwoch, ich sag mal, doppelt so viele Leute plötzlich live zugucken würden oder so, das wäre schon ein Argument.

Boris

Richtig.

Chris

Aber okay, dann hat Christian sich noch gemeldet und sagt, Dienstag Ausrufezeichen, in Klammer, intentional mit einem Ausrufezeichen, um ernst genommen zu werden. Nee, Mittwoch müsste ich mich zwischen Happy Shooting und der Fraktionssitzung der Grünen in Wallenhorst entscheiden. Das ist natürlich ein Argument.

Boris

Ich kann dann auch noch Wolfgang ergänzen, der uns geemailt hat und der hat geschrieben, mittwochs kann ich nicht, da ich abends zum Training muss. Ausrufezeichen, Ausrufezeichen, Ausrufezeichen, in Klammern habe gehört, drei Ausrufezeichen zählen auch dreifach. Ja, so ist das Wolfgang.

Chris

Tja, und dann hatten wir, okay, also das waren so ein paar Feedbacks zum Dienstag, Mittwoch. Geht gleich weiter mit den Feedbacks, weil es sind wirklich noch einige mehr gekommen, aber erst mal kurz ein Follow-up, weil das sich gleich wieder mit so ein paar Feedbacks ganz gut verträgt. Und zwar hatten wir letzte Woche während der Sendung, naja, ich bin ja so ein bisschen, ich bin einen kleinen Rant verfallen wegen diesen SD-Karten mit Stahlhülle.

Boris

Ja.

Chris

Und da werden wir gleich nochmal kurz drüber reden, aber es ging so ein bisschen um das Thema, wie sinnvoll das denn ist. Weil Stahl sind die Dinger wirklich so instabil dass man die jetzt irgendwie in Stahl gießen muss und meine Meinung ist wahrscheinlich nicht, dass Plaste außerdem ist Plastik leichter und dann fällt das nicht so schnell.

Boris

Das war so dann der Aufhänger.

Chris

Das war so eine Diskussion in der Postshow wir haben das da mal von der KI durchrechnen lassen, wie schnell so eine SD, fällt, also eine Plaste SD Also Grundfläche und dann die zwei verschiedenen Fälle. Entweder fällt sie horizontal runter, also mit maximalem Luftwiderstand. Und da sagt die KI, naja, so circa fünf Meter pro Sekunde wird sie dann bei drei Meter Fallhöhe hinbekommen. Also nicht die Endgeschwindigkeit, die Terminal Velocity, sondern wir haben das mal auf drei Meter gerechnet, was ja schon sehr hoch ist. Die Dinger fallen ja in der Regel, wenn sie runterfallen, irgendwie aus der Hand oder so.

Boris

Ja, oder Hüfthöhe oder so.

Chris

Oder Hüfthöhe oder sowas. Aber egal, wir haben mal drei Meter angenommen. Sagt das Ding so um die fünf Meter pro Sekunde. Hat es auch schön hergeleitet und so. Und wenn sie vertikal fällt, also quasi auf Kante, also so schnellstmöglich mit minimalem Widerstand, käme sie auf die Geschwindigkeit von ungefähr sieben Meter pro Sekunde. Wie gesagt, unter Annahme, dass die Karte zwei Gramm wiegt und die Luftdichte normal ist und so.

Boris

Und beides sind Extreme, die natürlich nicht eintreten, weil das Ding natürlich in der Luft rotieren wird. Also ist halt ein Misch davon.

Chris

Und was machen, was macht die Happy Shoe, die Community so als gute Nerds? Put it to the test. Also einmal mal ausprobieren. Dazu verlinken wir auch übrigens ein Video. Nicht von der Karte selber, sondern zum Thema Put it to the test. Also probier es so einfach aus. Da gibt es nämlich ein schönes Musikstück von They Might Be Giants. Wo es genau um dieses Thema geht. Also put it to the test. Und wer hat das gemacht? Der Uwe. Der hat das mal getestet. Jetzt stimmt das nicht 100% überein, weil bei ihm sind es 2,50 Meter Fallhöhe. Das ist wahrscheinlich die Deckenhöhe. Höher geht es nicht.

Boris

Versuch mal 3 Meter Fallhöhe hinzukriegen. Also bei euch in einer Villa geht das, aber in einem normalen Wohngebäude ist das schwierig.

Chris

Hier im alten Haus sind manche Decken ein bisschen höher. Das stimmt. Aber er hat dann tatsächlich Also er hat das so, schon wissenschaftlich ist er das angegangen, also er hat eine Kamera mit 480 Frames pro Sekunde, ich nehme an, ein Smartphone, hat dann daneben eine Glimmlampe gestellt, weil die Glimmlampe flackert mit 50 Hertz, damit kann man quasi dann die Geschwindigkeit ausrechnen zwischen den Frames. Hat dann ein Maßband also auf dem Slack, wir verlinken das mal wer im Slack ist, kann sich das Video dazu angucken, hat dann ein Maßband, hingedingst und hat dann, anhand der zwischen den Frames, wie weit sich die Karte dann unten bewegt hat er dann dreieinhalb Meter pro Sekunde beim Aufprall ähm, Ja, ermittelt. Experimentell ermittelt. Die hat dann natürlich getaumelt, aber es ist jetzt, also hier fünf bis sieben Meter.

Boris

Sieben Meter die Sekunde wirklich, wenn sie gerade ohne Luftwiderstand, das ist unwahrscheinlich. Also die fünf Meter sind realistischer, aber bei drei Meter und nicht bei zweieinhalb. Also es kommt schon hin.

Chris

Es ist in derselben Größenordnung und damit kommt das schon ungefähr hin. Und jetzt ist natürlich noch die Frage, geht denn so eine SD-Karte kaputt, wenn sie mit dreieinhalb Meter pro Sekunde auf den Boden kommt? Aber zumindest haben wir mal die Fallgeschwindigkeit festgestellt. Und dann kam, also danke Uwe, das ist faszinierend, weil probier es halt mal aus. Und das ist ja mein Motto. Also wenn was nicht zu kompliziert ist, um es auszuprobieren, dann tut man es halt einfach und dann weiß man es. Ganz einfach. Dann hat sich Detlef gemeldet über happyshooting.de. Der hat mit meinem Rant nicht gut gekonnt. Hi Jungs, gerade höre ich das Kapitel mit den stählenden SD-Karten. Und da ihr nicht aufgehört habt zu meckern, musste ich ausstellen. Was bei HS-Sendungen eigentlich äußerst selten passiert.

Boris

Man kann auch spulen übrigens.

Chris

Ich weiß gar nicht, was ihr gegen Edelstahl als Gehäusewerkstoff einer Speicherkarte habt.

Boris

Entschuldigung, nicht ihr. Nicht ihr. Es war Chris.

Chris

Ich habe da nichts dagegen. Gleich mehr. Ich lese mal noch fertig vor. Ganz sachlich seid ihr dabei jedenfalls nicht geblieben. Erstens, alles eine Frage des Preises. Wenn ich dann irgendwann weiterhöre, werde ich erfahren, ob es feststeht. Und zweitens, kein Mensch wird gezwungen, so etwas zu kaufen. Ausrufezeichen. Also nichts für ungut. Ich mag euch trotzdem oder gerade deshalb ganz gut leiden, Detlef.

Boris

Übrigens, dass wir jetzt so lachen, ist nicht über die Antwort von Detlef, sondern ein bisschen auch über uns.

Chris

Natürlich nicht. Also ich hoffe, dass den meisten auch aufgefallen ist, dass ich mich dann natürlich ein bisschen künstlich aufgeregt habe, weil es ist natürlich selbstverständlich, wer das kaufen möchte, der soll das tun. Ich habe nicht das Produkt als solches kritisiert, sondern diese Implikation, dass das so viele Vorteile haben soll. Dass der Stahl irgendwie Die Werbung.

Boris

Wie das aufgezogen ist bei Lexar, die ist halt schon sehr over the top, also sehr oben drüber. Also wow.

Chris

Eben, das war eigentlich meine Grundbeanstellung hier, dass dieses Ding so beworben wird, als wäre das das Seelenheil aller fotografierenden Menschen.

Boris

Ja und als würden andere Karten, alle anderen Karten, die fallen quasi schon auseinander, wenn du sie aus der Packung nimmst. Also das ist so ein bisschen der Unterton.

Chris

Genau, das war eigentlich mein Hauptkritikpunkt. Natürlich darf sich jeder das Ding kaufen und wenn man sich damit besser fühlt und sich das auch leisten kann und was weiß ich, dann do it, be my guest, ist alles in Ordnung. Aber?

Boris

Der Aufruf war ernst gemeint, wenn jemand eine Quelle hat, wo ich die Gold-Version kriegen kann. Ich habe sie bisher noch nicht gefunden, also das scheint bisher nur eine Ankündigung zu sein.

Chris

Nun gut, und dann hast du noch vom Wolfgang noch ein Feedback bekommen per E-Mail.

Boris

Ja, defekte SD-Karte hat Wolfgang gemeldet. Der hat nämlich dazu geschrieben, dass ihm tatsächlich schon mal eine Karte auseinandergegangen ist. Tatsächlich aber nicht beim Fall, sondern einfach nur generell wahrscheinlich Materialermüdung. Da hat sich nämlich die Karte, die aus Kunststoff ist, das sind die Ober- und die Unterseite, sind zwei Kunststoffplättchen, die zusammengepresst sind und das Ding ist in der Mitte aufgegangen, in der Kamera und dann beim Rausziehen quasi auseinandergefallen und dann auch noch die Stege abgebrochen. Also er sagt hier, vor ein paar Jahren hatte er solche Probleme, dass er sich geöffnet hat und dann im Speicherschacht sich verklemmt hat und beim Rauspröbeln dann die Stege zerbrochen hat. Und sowas kann halt tatsächlich tödlich für so einen Speicherkartenslot sein.

Chris

Ja, die Stege sind das Unnötigste überhaupt. Und wie gesagt, haben wir ja auch schon mal einen Kartenslot zerstört.

Boris

Also das ist ein schönes Beispiel. Und wenn jetzt so eine, also einer der Gründe, warum ich eben diese Tuff-Karten verwende, weil sie sollen sehr robust sein und sie haben diese Stege vor allen Dingen nicht. Da habe ich also ein Problem weniger und da ist dieser kleine Schiebeschalter, dieser Schreibschutzschieber auch nicht dran. Da habe ich noch ein Problem weniger, weil den habe ich noch nie benutzt. Also anekdotisch, wenn ihr den regelmäßig braucht, dann sind die Tuff-Karten nichts für euch. Ja und wenn Lexar jetzt mit Metallkarten kommt und das vielleicht eben auch nicht aus zwei Teilen zusammengesetzt ist, sondern vielleicht so aus einem Stück drumherum gebogen oder weiß ich nicht, gegossen wahrscheinlich nicht ist und das dadurch sehr robust ist. Wie gesagt, ich würde sehr gerne kaufen mal eine. Wenn jemand von euch da diese Lexa, wie hießen sie, Amor Gold Karten kennt aus Metall, wo man die käuflich erwerben kann, schickt mir gerne mal einen Link. Ist wirklich ernst gemeint. Würde ich gerne mal vergleichen.

Chris

Und um dann nochmal einen Punkt mit anzubringen, mir ist es bei einer Speicherkarte viel, viel wichtiger, dass der Speicher zuverlässig ist.

Boris

Oh ja.

Chris

Und da kannst du in Diamant einpacken, wenn du möchtest. Wenn die Technik, die drin ist, nicht zuverlässig ist, dann habe ich einen Briefbeschwerer. Aber einen sehr kleinen.

Boris

Ja, aber wenn er in Diamant eingepackt ist, dann hättest du auch einen sehr wertvollen Briefbeschwerer.

Chris

Dann hätte es dann wieder verkauft. Nee, stimmt gar nicht. Diamanten sind nicht teuer. Also nicht wirklich. In der Größe dann schon. Richtig viel Diamant verbraucht.

Boris

Ja, aber in der Größe schon.

Chris

Vielleicht wird da so in Diamantpulver paniert, weißt du?

Boris

Oh!

Chris

Diamantpulver, das kaufst du im Kilo und machst da irgendwelche gesinterten Schleifoberflächen draus.

Boris

Dann aber nicht aufs Objektiv legen, sonst zerkratzt du das Frontglas. Auch schwierig.

Chris

Also Detlef nichts für ungut. Das war wirklich, glaube ich, nicht so ganz gemeint.

Boris

Wir haben nichts gegen den Werkstatt, aber die Werbung ist schon ein bisschen.

Chris

Stahl ist ein tolles Material. Ich tränke hier aus einer stählernden Flasche. Das mache ich, weil Stahl sehr schön ist und auch sehr sich relativ neutral verhält, was Flüssigkeiten angeht.

Boris

Richtig.

Chris

Gut. Ja, dann haben wir noch ein Feedback bekommen von Erik. Er schreibt uns was über eine Ausstellung. Hallo zusammen, ich war am Wochenende in der Punk-Ausstellung in Rosenheim, die Jürgen in Folge 882 bekannt gegeben hatte. Ich fand die Ausstellung sehr informativ über die Entstehung und Historie des Punk. Gleichzeitig werden auch dazugehörige historische Fakten dargestellt und wie dieser Einfluss auf die Menschen und die daraus entstehenden Reaktionen hatten. Fotografisch gibt es einiges aus den Genres Street, Konzert und Fashion, zum Beispiel wie wir in Westwood zu sehen. Mir hat die Ausstellung gut gefallen und ich kann sie daher wärmstens empfehlen. Liebe Grüße 3 zu 1, Happy Shooting. Yes.

Boris

Ja.

Chris

Feedback zu Ausstellungen, die wir hier in der Sendung bekommen haben und weiter gegeben haben.

Boris

Gerne weitersuche. Als Textform oder kurz ins Smartphone was reingesprochen und auch über happyshooting.de könnt ihr auch Audio dranhängen oder ein kurzes Video machen oder sowas. Bonuspunkte, wenn ihr euch da getroffen habt und zu zweit oder mit mehreren, kurzen Kommentar, kleine Besprechung zur Ausstellung, warum nicht. Also würde mich wirklich freuen, weil wann kann ich schon mal eine Ausstellung besuchen und so höre ich wenigstens von euch was.

Chris

Und währenddessen wird im Slack diskutiert, ob jetzt eine Glimmlampe mit 100 Hertz oder mit 50 Hertz flackert, weil ich hatte vorhin 50 Hertz gesagt. Jochen sagt, zum Thema Geschwindigkeitsmessung dieser fallenden Karte, Jochen sagt, die flackert mit 100 Hertz, weil wahrscheinlich die Sinuswelle zwei Richtungen hat.

Und diese zwei Elektroden würden dann immer abwechselnd flackern. Und Grube hat dann noch irgendwas. Also die Nörderei ist super, macht mir Spaß. Gut. Dann haben wir noch ein Feedback bekommen von René. Und zwar schreibt er Hallo zusammen an ein nicht ganz fotorelevanter Beitrag zum Thema Monitor-Kalibrierung bei Mediamarkt slash Saturn. Hatten wir hier was darüber erzählt. Für die Foto- und Videocommunity ist diese Leistung eventuell lohnenswert. Ein Geschmäckle in Anführungszeichen bekommt das Ganze in meinen Augen. Aber dadurch, dass die Zielgruppe vor allem ahnungslose Endnutzer sind, die eigentlich kein kalibriertes Display benötigen. Da steht dann schon mal ein in Anführungszeichen unkalibriertes Surface-Laptop mit total verwaschenem Bild und extremen Farbstich direkt neben einem schön kalibrierten Gerät, um die Kalibrierung zu bewerben. Ob dort ein extra schlechtes Bild eingestellt wurde, kann ich natürlich nicht beweisen, aber es sah zumindest verdächtig schlecht aus. Habe noch nie ein Surface mit so einer matschigen Anzeige gesehen. Für die normale Nutzung, Office, Games etc. ist eine Kalibrierung in meinen Augen überhaupt nicht notwendig. Hat da im Prinzip erstmal recht?

Boris

Die Frage ist mal, was ist notwendig? Und wenn es dann mit absichtlich schlechten, vorher Material beworben wird, wie so eine schlechte Diätwerbung in den alten Zeitungen damals, dann ist das natürlich nicht wirklich statthaft. Ansonsten muss ich sagen, sind die Unterschiede schon enorm und ob man es dann angenehmer findet, hängt natürlich sehr davon ab, was man damit macht. Also auch bei einer Textverarbeitung kann das sinnvoll sein, muss aber nicht.

Chris

Genau, das kommt jetzt halt eben auf den Einzelfall an. Und ich meine, was du natürlich dazusehen musst, ist, das ist hier Happy Shooting. Wir erzählen das ja jetzt nicht für Normalos, die irgendwie ihre Excel-Tabellen irgendwie hübscher haben wollen, sondern die Leute, die hier zuhören, fotografieren. Und die haben potenziell tatsächlich was davon. Ob das jetzt hier ein seltsames Geschäftswerbegebahn ist, das muss man dann wahrscheinlich mit sich selbst ausmachen.

Boris

Ich würde mich halt eher fragen, mit welchem Gerät und mit welcher Qualifikation sie das vor Ort tun. Denn wenn sie das gut tun, dann ist mir ja egal, wie sie es bewerben. Wenn Leute, die hier bei uns zuhören, sagen, ah Mensch, bevor ich mir jetzt ein Gerät kaufe und ich will das nur mal ausprobiert haben und ich gehe da mal hin und lege da, weiß ich nicht, 20, 30 Euro auf den Tisch und lasse das mal machen, vielleicht weniger. Ja, warum denn nicht? Dann kann man mal gucken, ob sich das lohnt. Und wenn man das regelmäßig machen will oder zu Hause mit mehreren Geräten, dann holt man sich mal so ein Gerät. Aber so kann man schon mal machen.

Chris

Für einmal alle fünf Jahre oder alle zehn Jahre was zu kalibrieren. Das kann man auf die Weise outsourcen und spart wahrscheinlich ganz ordentlich Geld damit. So, dann.

Boris

Genau, Kai sagt, kalibrierter Bildschirm mit aktiviertem Nightshift. Wer das nicht kennt, bei Apple.

Chris

Diese Orange, diese Rotfärbung.

Boris

Bei Apple gibt es diesen Nightshift, wo dann halt zum Abend hin die Blauanteile aus dem Bild genommen werden, Da wird das ganze Bild eher so warmgelblich. Und es gibt ja auch noch, wie heißt das, wo es sich an das Umgebungslicht anpasst? Bei Apple.

Chris

True Tone.

Boris

Genau.

Chris

Was ich übrigens anhabe und was ich ganz okay finde.

Boris

Ich habe das tatsächlich auch an, aber es ist gut, wenn man weiß, dass man es anhat. Wenn einem irgendwas komisch vorkommt, dann kann das auch daran liegen, dass die Kamera irgendwas erkennt am Umgebungslicht. Was gerade irgendwas verhunzt. Bei der Bildbearbeitung gut, wenn man weiß, dass es an ist. Und Nightshift ist nicht gut zum Bildbearbeiten. Das sollte man ausmachen.

Chris

So, dann hat uns Jürgen noch geschrieben, unser Korrespondent Jürgen. Hallo Chris, hallo Boris. Neulich fand ich die größte Pinhole-Kamera der Welt in Mühlheim. Keine Ahnung, ob das schon mal in der Sendung war. Ich höre die Sendung ja auch schon seit 2006 und kann nicht an alle Beiträge, mich nicht an alle Beiträge erinnern. Vielleicht als one more thing. Liebe Grüße, 3 zu 1, Happy Shooting, Jürgen. So. Da haben dann meine Öhrchen so ein bisschen bing gemacht, weil größte Pinhole-Kamera der Welt in Mühlheim. Also, was ist denn eine Pinhole-Kamera? Naja, Loch in der Wand quasi. Und dann bin ich da mal auf die Website gegangen und es ist dann, interessant.

Boris

Es ist eine Kamera Obscura.

Chris

Das ist eine Camera Obscura, wobei Camera Obscura ist erstmal eine Übersetzung von dunkles Zimmer. Also das ist einfach mal dunkles Zimmer und da haben die dann tatsächlich eine... So eine runde Leinwand, die ist horizontal, das Licht kommt also von oben und dann ist da drumherum, wenn man sich den Raum anguckt, sind da auch noch Sitze, das ist also wie so ein kleines Kino und dann werden so Vorstellungen gemacht und wird was erzählt und so. Also ist ein Museum, so drumherum, so ein bisschen. Und dann habe ich mal geguckt, weil ich sehe jetzt hier das Bild auf dem Bildschirm, auf der Website. Und das ist mir für eine Pinhole-Kamera, ist mir das ein bisschen zu scharf. Und außerdem, also Pinhole ist ja nur ein Loch. Und dieses Loch, das Bild drunter wird schärfer, je kleiner das Loch ist. Aber in so einem großen Saal oder Raum brauchst du auch genügend Licht. Also kann das Loch gar nicht wirklich so klein sein, weil da nicht so viel Licht reinkommt. Nun gut, jedenfalls bin ich da mal über die Website gegangen und die schreiben dann Lochkamera, Definition und Technik und sie hätten die größte begehbare Kamera Obscura der Welt. Mag ich ihnen jetzt glauben, wobei ich sowas auch schon woanders gesehen habe.

Dann steht ja was von Firma Carl Zeiss Jena, die besondere Optik der Kamera Obscura in 25 Meter Höhe installiert. Drunter steht dann wieder finden sie gemeinsam mit uns raus, wie eine Lochkamera funktioniert. Und es wird auf der ganzen Website ich finde das erstmal super und toll, das ist ein tolles Erlebnis quasi sowas zu sehen, aber ich finde es tatsächlich schon fast sträflich, wie hier auf der Website Lochkamera und Kamera Obscura synonym verwendet wird und gleichzeitig von der Optik geredet wird.

Boris

Ein Loch von Zeiss, sagt Jochen.

Chris

Genau, also hier wird wieder von Kamera Obscura geredet. Dann steht da ein anderer Begriff. Ein Synonym für Kamera Obscura ist Lochkamera. Nein, ist es nicht. Und so werden wir dann hier wieder mit Löchern und Lochkamera konfrontiert. Und dann unten gibt es Zahlen und Fakten und da steht dann das Objektiv. Dreilinsiges System.

Boris

Dreilinsig sogar.

Chris

14 Zentimeter Öffnungsverhältnis, Bildwinkel 8 Grad. Und das kannst du dann da oben quasi über einen gekippten Spiegel, der drehbar ist, kannst du quasi dann wie so ein Periskop rundherum gucken.

Boris

Das ist üblich bei der Obscura. Da ist ein Umlenkspiegel und dann kannst du halt rotieren in 360 Grad.

Chris

Hier sieht man den Saal noch.

Boris

In Edinburgh ist auch eine.

Chris

Es gibt ganz viele davon. Ich habe auch in USA schon mindestens zwei oder drei gesehen und ich mache jetzt keine Größenvergleiche. Soll jeder von sich behaupten, er sei die Größe, ist mir wurscht. Ich finde es so ein bisschen schade, dass hier so Begrifflichkeiten so durcheinander geworfen werden. Ja, fühlt sich irgendwie ein bisschen komisch an für mich.

Boris

Bei größter Lochkamera musste ich dran denken, ich glaube, das hatten wir mal irgendwann in der Sendung, das ist so ein großer Turm, wo ein Loch drin ist und der dann halt ein großes Bild auf die gegenüberliegende Seite wirft. Das war zumindest schon mal sehr groß.

Chris

Dürfte das sein? Du siehst ja den Turm.

Boris

Nee, nee, nicht das Ding, so ein Industrieturm, wo halt einfach ein Loch drin ist.

Chris

Also, ich weiß nicht.

Boris

Wie viel Meter das Bild dann war.

Chris

Nochmal, nichts gegen die eigentliche Einrichtung. Das ist ziemlich cool. Dass da in Mühlheim sowas ist und dass man da hin kann und dass man da auch so eine Vorstellung kriegen kann und sich das angucken kann und was erklärt bekommt und so weiter. Aber die Menschen, die sich damit auskennen und diese Vorführungen machen oder so, die haben, glaube ich, die Website nicht gemacht.

Boris

Wahrscheinlich nicht. Also das Ding ist ein kleines bisschen mehr eine Lochkamera wie das von mir jetzt gerade ausgeliebene 150 bis 600 mm Objektiv. Weil das hat auch vorne ein Loch, wo Licht reinkommt. und das fällt hinten dann quasi auf ein Bildbetrachter. Da ist halt ein kleines bisschen Glas dazwischen, aber gut, Kleinigkeiten.

Chris

Vielleicht ist ja für die Leute halt die Definition, dass da ein Loch ist, wo irgendwie Licht reinkommt, da ist ja Wurstob Glas. Ist egal. Letztendlich ist es auch nicht wirklich wichtig, aber ich habe nur die Webseite und dann so, Leute.

Boris

Aber es ist wahrscheinlich cool und ein Besuch wert, weil in Ellenberg fand ich das auch toll, weil du hast im Prinzip ja ein Live- ein Videobild vor dir auf so einer gewölbten Plattform und dann kannst du an so einer Kurbel drehen und dann in eine andere Richtung gucken. Und es ist halt alles analog und ohne Technik und deine Augen müssen sich ein bisschen an die Dunkelheit gewöhnen, aber es ist schon irgendwie ein faszinierendes Erlebnis. Es ist eben doch nicht aus dem Fenster gucken, es ist irgendwie was anderes.

Chris

Und die größte Lochkamera der Welt, die ist allerdings jetzt keine Lochkamera mehr, deshalb, also begehbar war die nämlich auch. Ich glaube, Jochen hat hier was zitiert. Juli 2006, sehr große Lochkamera in Hallengröße. Das war nämlich dieser Flugzeughanger, den sie für ein Projekt abgeklebt haben. Alle Ritzen mit schwarzem Klebeband abgeklebt haben und dann ein Loch gemacht haben. Und durch das Loch kam Licht rein auf eine gespannte Leinwand hinten. Und dann wurde, also die war beschichtet mit fotoempfindlichen Emotionen. Und das haben sie dann entwickelt. Jochen hat hier zitiert, 2271 Liter Entwickler und 4542 Liter Fixierbad. Also sie haben dann quasi auf dem Fußboden eine Barriere gebaut, damit der Entwickler nicht wegläuft und haben das dann mit Schiebern und so auf dem Boden irgendwie entwickelt, das Ding. Das war so ein Kunstprojekt. Na gut. Und die ist nach Guinness, die größte Lochkamera der Welt. Nun gut.

Boris

Schiebetür, Lochkamera, Schiebetür des Hangars. Das war Folge Happy Shooting 172.

Chris

Ja.

Boris

El Toro, ehemalige Luftwaffenbasis. Ja, guck an.

Chris

Also geht trotzdem zu solchen Kameraobskuras oder bastelt euch selber eine. Man braucht letztendlich nur, wenn man ein Zimmer hat mit einem Fenster, kann man das mit einer schwarzen Folie zumachen, ein Loch einschneiden, eine Minute warten, bis sich die Augen ein bisschen dran gewöhnt haben und dann mal so gucken. Und dann sieht man plötzlich die Umgebung an der Wand auf dem Kopf im Zimmer. Das ist schon sehr beeindruckend. Das ist schon wirklich beeindruckend.

Boris

Jens schreibt, da guckt sich die Kamera Obscura in Edinburgh an im Oktober. Ja, macht das mal. Also als ich da war, das ist jetzt auch schon einige Jahre her, da war in dem, ich meine es war im selben Gebäude oder direkt nebenan, war so ein komplette Fotomuseum. Alles rund um die Thema Fotografie und Optik und sowas. Und da konnte man zum Beispiel auch ein Foto von seinem eigenen Schatten machen lassen. Also der ist dann auch wieder vergangen, aber das war sehr lustig. Kannst du mal berichten, wenn du da warst, Jens?

Chris

Also Jochen vervollständigt noch, El Toro in Irvine, California war das, mit fast 50 Meter Breite und 13,50 Meter Höhe, also zur Größe. Jürgen sagt, stachel uns nicht an, das Kloster ruft.

Boris

Müsst ihr klären.

Chris

Ich meine, wir hatten schon, also Jürgen hat ja schon einen Anhänger mitgebracht und nicht in eine Lochkamera, aber in eine Kamera umgebaut.

Boris

Einfach vier Wände hochziehen, einmal ums Kloster drum rum, innen drin dunkel machen. Ursprungsproblem.

Chris

Gut, also solltet ihr auch Fragen, Hinweise, Stories und so weiter haben, happyshooting.de slash hi. Mich hat das richtig gefreut, wie viel da heute drin war.

Boris

Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass wir so lange mit den Highs schon beschäftigt sind.

Chris

Und nachher kommen noch mal ein paar, die ich ans Ende gepackt habe, weil die am Schluss dann auch hinpassen. Also happyshooting.de.

Boris

Ja, mach weiter. Und sagt mir, wo ich so eine Lexa-Karte kaufen kann. Dankeschön.

Chris

Eine diamantpanierte Lexa-Karte.

Boris

Nein, Goldoptik reicht schon.

Chris

Kurzes Workshop-Update. Die Happyshooting-Sehwerkstatt im März hat noch einen Platz frei. Der Einstieg ins analoge April-Workshop mit Mittel- und Mittelformat und Kleinbild hat noch drei Plätze frei. Und der Großformat-Workshop hier in der Villa im Herbst hat noch einen Platz frei. Also es tut sich Stück für Stück was.

Boris

Großformat ist großklasse.

Chris

Kommen wir doch mal zu den News. du hast uns von ich will immer Olympus sagen, aber so heißen sie nicht OM System heißen sie jetzt.

Boris

Die haben es aufgekauft die Fotosparte von Olympus schon vor ein paar Jahren und da kam jetzt die OM3 raus, wir sprachen in der letzten Episode schon über die letzten Gerüchte und das am Tag nach der Aufnahme die Vorstellung gewesen sein sollte und das war sie jetzt auch und da ist sie die OM3 und es hat sich so ziemlich alles bewahrheitet, es ist im Prinzip und nicht nur das, sondern tatsächlich altbewährtes in einem neuen Gehäuse. Es ist ein kompaktes Gehäuse in Anführungszeichen. Es ist relativ groß, ein relativ breites Gehäuse, aber flach. Also hat nicht diese Griffwulst an der rechten Seite, sondern ist eher flach. Also optisch eher wie eine größere Pen oder wie eine UM5 oder so etwas.

Chris

Ich finde das spannend, wenn man die von oben betrachtet, dass die durch den schwarzen Teil irgendwie nicht so tief aussieht, aber eigentlich tiefer ist. Also sie wirkt schlanker. Das ist so ein bisschen wie keine Querstreifen, weil die machen dick.

Boris

Ich kann es auch schon vorwegnehmen, ich finde sie rein visuell richtig, richtig schick. Das ist genau mein Beuteschema, rein visuell. Naja, vorne ist so ein Kreativrädchen dran, ähnlich wie bei der Pen, wo man dann eben so Kreativprogramme einstellen kann. Ja, so verschiedene Fotomodi kannst du da einstellen.

Chris

Ich finde den Begriff super lustig, okay.

Boris

Ja, bei der Pen ist das vorne auch dran gewesen, aber hier ist der Umfang, also die Anzahl der Einstellungen sind, glaube ich, weniger. Sie hat hinten kein Joystick, wie man das von den anderen Bodies kennt. Das wäre für mich quasi schon wieder ein No-Go, weil damit komme ich ganz gut zurecht mit einem Fokuspunkt einstellen, müsste man ausprobieren, dass hier ist.

Chris

Doch, hier ist ein Bild von der Rückseite, okay.

Boris

Irgendwo ist eins, ja. Sind nur Buttons, kein Joystick. Sie hat den Live-ND-Filter, also Olympus und dann auch die OM-Geräte sind bekannt für ihre bildbearbeitenden Modi in den Kameras. Und einer ist ein Live-ND-Filter, wo also ein neutral-dichte Filter simuliert wird durch verschiedenste Techniken. Und damit kann man eben zum Beispiel weiches Wasser hinbekommen oder langgezogene Wolkenbewegungen oder solche Geschichten, ohne dass man jetzt tatsächlich einen Graufilter braucht.

Er ist aber nur halb so stark wie bei der OM1 Mark II. Generell ist es so, dass hier sehr viel Technik von der OM1 Mark II drin ist, wie schon angekündigt wurde. Aber ... Oft mit Abstrichen. So ist zum Beispiel der elektronische Sucher nicht aktualisiert worden. Er hat weiter 2,3 Millionen Punkte, wie wir das auch schon von der EM1 Mark III und ich glaube auch von der Mark II schon kennen. Und hat eben nicht den hoch aufgelösten und auch den deutlich größeren Sucher von der OM1 Mark II mit 5,7 Millionen Punkten und auch einer stärkeren Vergrößerung. Das finde ich persönlich sehr, sehr schade. Da haben sie meiner Meinung nach eine Chance vertan. Es ist auch nur ein SD-Kartenslot. Auch das dürfte dem flacheren Gehäuse geschuldet sein. In so einem dicken Kameragriff hast du natürlich mehr Tiefe und mehr Platz für so einen Doppelslot. Hier ist nur ein SD-Kartenslot drin. Der Sensor ist, soweit ich das sehe, der aus der UM1 Mark II. Da gibt es keinen Unterschied. 20 Megapixel Stacked Sensor. Ist nichts Schlechtes, aber eben auch nichts Neues. Aber wer hat das denn bitte erwartet? Der Autofokus soll sich ähnlich verhalten wie der von der OM1 Mark II. Ich las aber auch schon, dass er etwas weniger Funktion haben soll. Da wird man dann Reviews abwarten müssen, die das direkt miteinander vergleichen, ob das einen spürbaren Unterschied gibt.

Wie übrigens andere Olympus- und OM-Kameras auch, gibt es auch hier einen Sterne-Autofokus, ganz ohne Aufpreis. Das sei hier nochmal am Rande erwähnt.

Der Inbody Stabilisierer schafft 6,5 Stufen das ist auch eine Stufe schlechter als bei der OM1 Mark II aber wir reden hier trotzdem über ein festgetackertes Sucherbild selbst bei längeren Teleobjektiven ich hatte es jetzt ja gerade wieder mit der EM1 Mark III mit der ich draußen unterwegs war mit einem 600mm Äquivalent kannst du da wirklich aus der Hand fotografieren das ist überhaupt gar kein Thema, das wird hier auch so sein aber es ist eben schlechter als bei der OM1. Sie schafft genau wie die OM1 120 Bilder die Sekunde, also elektronisch, aber ohne Autofokus-Nachführung, was die OM1 Mark II tut. Wenn du Autofokus-Nachführung haben willst, bist du bei 50 Bildern die Sekunde, was ich persönlich immer noch brutal viel finde.

Und das allerdings nur mit ausgewählten Objektiven. Da sind also eine Handvoll Objektive, die das unterstützen. Das ist ähnlich wie bei Canon, da geht dann so ein High-Speed-Auslöser auch nicht mit allen Objektiven. und bei allen anderen Objektiven bist du dann noch bei 25 Bildern die Sekunde. Das ist immer noch schnell, aber natürlich nicht mehr herausragend so in aktueller Zeit. Wenn du den mechanischen Verschluss benutzen willst, dann bist du bei 6 Bildern die Sekunde. Das ist nicht besonders schnell. Pre-Capture-Modus hat sie, also mit elektronischem Verschluss. Sie hat weniger Pufferspeicher als die OM1 Mark II. Das heißt, es ist einfach schneller gefüllt. Da hast du halt eher Wartezeiten. Also es ist jetzt nichts für Super-Action-Fotografie oder sowas gedacht. Video bis 4K 60, Full HD 120, normal, ist jetzt verfügbar. Also Februar 2025 verfügbar und der Preis um 2.000 Euro und verbindliche Preisempfehlung, das ist ziemlich viel. Man erwartet aber schon, Kai hat das auch schon geschrieben im Slick, um System üblich, dass die Preise wahrscheinlich relativ schnell purzeln werden. Er schrieb was, dass man wahrscheinlich so mit 1.600 Euro rechnet. Wäre immer noch viel.

Aber ich habe mal geguckt. Wie gesagt, ich finde sie eigentlich gar nicht schlecht. Es ist ein bisschen was zu erwarten war. Neues Gehäuse, die Technik ist bekannt und man muss irgendwie eine Abgrenzung haben zu der OM1. Insofern ist das alles in Ordnung. Es ist ein bisschen kompakteres, flacheres Gehäuse als bei der OM1. Sie sieht hübsch aus. Wie gesagt, mein Beuteschema, eine silberne Kamera, ein bisschen Retro-Look. Ich mag sowas. Alleine das könnte schon für viele ein Kaufargument sein. Und die einen, habe ich hier mal aufgeschrieben, sehen eben das, was alles nicht drin ist, also was alles nicht kann. Der Joystick fehlt und der ND-Filter ist schlechter und der Sucher ist schlechter und dies und das und jenes. Was fehlt alles? Und auch bei den Objektiven, da kommen wir gleich dazu. Dann gibt es da zwar einen Stabilisierer in dem neuen Objektiv, aber der ist nicht kompatibel mit den alten Bodies. Yada, yada. Die anderen sehen dann eben, was gekommen ist. Nämlich eine durchaus hübsche Kamera mit sehr soliden Funktionen, die sicherlich nicht als Upgrade taucht. Aber wenn man jetzt eine etwas professionellere Kamera im MFT, also Micro Four Thirds Format haben möchte, ist das zumindest eine Option, die man hat. Und die Leute freuen sich dann über den neuen Bildstabilisator M100-400, der dann eben auch ein Sync IS mit dem Body ermöglicht, was die alte eben nicht konnte. Also man kann das so oder so sehen.

Realistisch muss man aber festhalten, die Luft scheint weiterhin raus zu sein. Also Olympus hat ja schon länger dann nichts gemacht, die Sparte dann verkauft. OM System ist sicherlich erstmal beschäftigt gewesen, die Marke zu übernehmen, die Objektive umzulabeln, Bodies rauszubringen unter der eigenen Marke. Also da hast du auch organisatorisch was zu tun. Ich vermute, wie viele andere im Netz auch, die Lager sind voll mit Teilen. Die wirfst du jetzt nicht weg. Die müssen jetzt verbaut werden. Und jetzt haben sie halt das Problem, irgendwelche Geräte zusammenzustecken, die so noch gegeneinander abgegrenzt sind, dass sie irgendwie Sinn machen am Markt oder irgendeine Zielgruppe finden. Aber es ist, du kannst jetzt negativ sagen, da ist eigentlich technisch überhaupt nichts Neues gekommen. Das ist alles bekannt. Das ist alles schon da in den Geräten. Man kann sich jetzt aber auch freuen, wenn man eine Micro Four Thirds hat, so wie ich. Eine EM1 Mark III, die ist von 2020. Und die ist im Prinzip immer noch aktuell. Ich habe keinen Stacked-Sensor, also der Sensor ist ein bisschen langsamer, meine ich, in der Kamera und der Autofokus mag auch nochmal ein bisschen zugelegt haben bei den Neueren, aber im Prinzip, also ich versuche.

Chris

Mir gerade vorzustellen, wie das mit dem Umlabeln funktioniert. Haben die dann so ein Warehouse von Objektive und dann gehen da Menschen mit kleinen Schraubenzieherchen hin und knibbeln die alten Logos raus und klicken die neuen rein?

Boris

Ich denke mal, die werden da halt auch neue Gehäuse jetzt gebaut haben. Also jetzt bei der OM30 ist es ja eindeutig. Bei anderen wird dann halt was Neues drauf gedruckt.

Chris

Ich sage so Restbestände von Olympus-Objektiven. Ist ja auch egal.

Boris

Das haben sie alles abverkauft, denke ich mal.

Chris

Nehme ich an.

Boris

Jetzt kann man natürlich sagen, okay, neuer Sensor. Was soll da noch kommen? Stacked ist er schon. Schnell ausgelesen wird da. Global Shutter. Könnte man sich jetzt wünschen, aber wie gesagt, ich glaube, es wird erstmal abverkauft, was da ist. Mal gucken, ob die Marke sich lang genug hält, als dass da tatsächlich Weiterentwicklung stattfindet. Da habe ich tatsächlich gerade ein bisschen Angst. Und der Preis ist halt ein bisschen hoch. Also für 2000 Euro eine Kamera, die es im Prinzip schon gibt. Kai sagt auch, die OM3 ist im Grunde eine OM1 Mark I in vielen Bereichen. Und eine OM1 Mark I kriegst du gerade für 1300 Euro, Also, schwierig, ja. Ich vermisse so ein bisschen die Linie. Was wolle, wo soll die Reise jetzt noch hingehen? Schwierig.

Chris

Ich frage mich das überhaupt generell. Schon seit einer Weile sind wir nicht mal langsam zu einem Sättigungspunkt angelangt, wo einfach alles mit Abstand good enough ist. Und wo so ein richtiger, also ja, Global Shutter von mir aus, Aber wo so ein richtiger, so ein großer Schritt irgendwie fehlt mir so ein bisschen. Ich weiß ja nicht, wo der herkommen soll. Ich kann mir jetzt nichts vorstellen.

Boris

Aber es ist zum Beispiel bei Canon.

Chris

Es wird so inkrementell das Ganze.

Boris

Naja, natürlich. Und das jetzt ja nicht mal das. Das ist wirklich alter Wein in neuen Schläuchen. Das muss man wirklich so sehen. Und Canon zum Beispiel meiner Meinung nach hat ein herausragendes Autofokus und Tracking System mit ihrem Sensor, mit dem Dual-Pixel-Sensor, den sie da gebaut haben. Das ist einfach fantastisch. Selbst da hat man noch Wünsche. Und selbst da zeigen sie ja mit einer R3, dass das noch besser geht. Und mit einer R1, dass das noch besser geht. Also da sind sie immer fleißig am Entwickeln und sind wirklich marktführend immer so Nase an Nase. Mal ist Sony ein Tacken besser, mal ist Canon ein Tacken besser. Aber in der Praxis sind die beide einfach geil. Und das ist etwas, da könnte OM System tatsächlich noch einiges rausholen. Aber ich vermute nicht mit den bestehenden Sensoren, sondern da müsste man tatsächlich an der Technik was machen. Und es ist halt die Frage, ob sie das wollen und ob sie das können. Und im Augenblick haben sie beides noch nicht so richtig bewiesen. Und das führt natürlich jetzt wiederum bei heißen Verfechtern des Micro Four Thirds-Systems wie mir und auch anderen dazu, dass man zurückhaltender wird und eben jetzt doch nicht die neue Kamera oder das neue Objektiv kauft, sondern sagt, dann warte ich jetzt mal noch ein Jahr ab. Weil das, was ich habe, ist jetzt ja nicht schlechter. Es ist ja genau das Gleiche, was da gerade neu verkauft wird. Das habe ich ja schon. Guck mal, eine E-M1 Mark III, die kriegst für unter 1.000 Euro, die kriegst für 800, 900 Euro. Und die ist nicht viel schlechter als das, was da gerade vorgestellt ist.

Chris

Also du kennst meine Position dazu. Neues Zeug muss dann schon einen deutlichen Vorteil gegenüber dem alten Zeug bringen. Aber Sachen nur aus Modegründen zu kaufen, weil das irgendwie schicker ist oder weil man halt das Gefühl hat, man hätte was, was älter ist und so. Nee, solange das den Zweck erfüllt, neue Kameras und Dinge erstmal zweitrangig für mich.

Boris

Und ich bin da halt hin und her gerissen, weil ich freue mich ja, dass auch die alte Hardware, die ich ja habe, immer noch aktuell ist in dem System. Das ist schön, also so einen geringen Leistungsverlust im Verhältnis zu Neugeräten habe ich in keinem anderen System erlebt über so einen Zeitraum. Aber man kann eben auch auf dem Standpunkt stehen und könnte sagen, naja, Aber nach der Abschreibung von fünf oder sieben Jahren würde ich dann schon gerne mal ein neues Modell kaufen und dann hätte ich aber auch gerne einen richtigen Boost an Funktionalität oder Treffsicherheit beim Autofokus und sowas. Neun Problemlöser. Wolf schreibt zum Beispiel hier auf YouTube Panasonic Lumix DC G9 II. Also Panasonic macht ja auch sehr, sehr feine Kameras mit dem Sensor.

Und er sagt, das Gehäuse kostet 1600 Euro, also nochmal 400 Euro gespart und hat 25 Megapixel, also die haben tatsächlich ein paar Pixel mehr, würde dann lieber die nehmen. Ja, wie gesagt, die Megapixel sind nicht das Einzige. Bei der Panasonic G9 II kenne ich jetzt die Funktionalitäten im Einzelnen nicht, aber Wolf, das ist genau das Gefühl, was man gerade so hat. Ja, es ist schade, weil ich mag das System eigentlich sehr, sehr gerne. Naja, wir müssen auch weiter abwarten, was da kommt. Aber ich möchte trotzdem nicht in die große Beschimpferei oder in den großen Rand mit einstimmen, weil ich sie nach wie vor für eine schöne Kamera halte und für eine schicke Kamera halte und für eine potente Kamera halte. Aber überhaupt nichts, wenn man schon eine hat. Es gibt eigentlich keinen Grund für ein Upgrade, meiner Meinung nach.

Und ähnliches gilt für Objektive die wurden nämlich auch vorgestellt im gleichen Atemzug drei Objektive aber keine neuen, sondern auch überarbeitete Objektive, auch das ein bisschen schade ist nicht so, dass es alle Objektive für das System gäbe, und unter anderem gibt es einen 17mm und einen 25mm beide mit Offenblende 1.8, ich hatte auch schon mal eins oder hatte ich sogar beide am Anfang mal zum Testen, Die sind jetzt überarbeitet worden. Die sind jetzt wetterfest. Das ist gut. Die waren vorher nicht so sehr geschützt. Jetzt sind sie Staub- und Spritzwasser geschützt. Das Gehäuse ist daher ein bisschen größer geworden. Das betrachte ich mal als neutral. Sie haben jetzt vorne ein Bajonett für eine Streulichblende. Das ist gut. Da gab es nämlich vorher meines Wissens gar nichts. Das musstest du dann entweder aus dem Zubehörmarkt auf den Filterring schrauben oder mit irgendwelchen Lösungen vorne festklemmen. Aber sie haben jetzt diesen Fokusklatsch, diese Fokuskupplung nicht mehr.

Und das ist für mich ein WTF. Das sind nämlich Objektive gewesen, wie diese Pro-Objektive von Olympus. Da hast du einen Drehregler am Objektiv. Wenn du den Ring nach vorne geschoben hast, dann warst du im Autofokus-Modus und konntest mit dem Ring gegebenenfalls den Fokus überschreiben. Wenn du den Ring zu dir hingezogen hast, zur Kamera hat es Klack gemacht, dann hast du auch eine Entfernungsskala gesehen auf dem Objektiv. Die wurde dann freigelegt und dann hattest du manuellen Fokus. Also ohne, dass du an der Kamera was fummeln musstest, konntest du schnell mal zwischen Autofokus und Manuellfokus umschalten. Total praktisch. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Etwas, was nur die meines Wissens haben. Habe ich sonst noch nirgendwo gesehen. Korrigiert mich gerne, wenn ich da falsch liege. Und das ist jetzt hier nicht mehr. Jetzt ist es zwar wetterfest, aber jetzt fehlt diese Kupplung.

Chris

Wahrscheinlich einfach teuer zu machen, diese Mechanik.

Boris

Vor allen Dingen sie wahrscheinlich wetterfest zu kriegen. Aber ich würde jetzt empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach einer lichtstarken Festbrennweite seid, 17 oder 25 Millimeter, sind beides sehr, sehr schöne Objektive. Nimm die alten. Also alleine dieses Umschalten zwischen AF und MF, das ist einfach so genial gelöst. Ach herrje. Und das 100-400 ist auch überarbeitet worden. Was ich vorhin schon sagte, der Bildstabilisator im Objektiv ist aktualisiert worden. Ist das moderne System, was eben mit neueren Bodies auch ein Sync IS erlaubt, sodass es eben zusammen mit dem In-Body-Stabilisierer arbeitet, um dann eben noch mehr Blendenstufen zu stabilisieren. Der Haken ist wohl, dass es mit älteren Bodies, ich weiß nicht mit welchen, dann nicht mehr geht. Also da müsst ihr im Zweifel mal vorher gucken, wenn ihr sehr alte Kameras habt, ob das dann mit eurer Kamera auch noch funktioniert. Aber bei allen Objektiven ist die optische Berechnung identisch geblieben. Auch das prangern natürlich einige an. Es ist jetzt nicht so, dass da nichts zu verbessern gewesen wäre. Ja, schade.

Chris

Schade. Na gut. Noch ein kleiner Nachtrag zur letzten Sendung. Wir hatten so über diese Instagram und sonstigen Alternativen geredet. Da gibt es ja im Fediverse und im Blue Sky Universum gibt es ja diverse Sachen, die versuchen, naja, also Instagram, Petapixel zum Beispiel, nee, Quatsch, Petapixel, Pixelfet, so rum.

Ja, als Replacement für Instagram herzukommen, das gibt es jetzt auch auf der anderen Seite, nämlich auf der Blue Sky Seite und zwar nennt sich das ganze Flashes. Das ist jetzt gerade in der Beta, also wer sich da mal umgucken möchte, die ist jetzt mit, da sind gleich irgendwie ein paar tausend Leute, die gesagt haben, ja, möchte ich mir angucken. Kommt, ich glaube aus Deutschland, Sebastian Vogelsang heißt der Mensch, der das entwickelt. Und da lassen sich bis zu vier Fotos pro Beitrag oder ein einminütiges Video hochladen. Und das Ganze läuft eben auf dem entsprechenden Protokoll von Blue Sky. Also wir kriegen jetzt einen Wettbewerb. Das finde ich ganz cool, dass wir in dem Bereich Wettbewerb bekommen. Wobei PixelFed ist ja hier schon angekommen. Dass wir vorhin dieses Experiment von Uwe besprochen haben, hat das dann auch gleich ähm, wer war's? Ich glaube Red Knight, wenn ich es richtig gesehen habe, hochgeladen nach PixelFed, Link ist in den Shownotes, ne? Also das Video könnt ihr euch angucken. Föderierte Plattform.

Boris

Ich kann noch nachtragen. Ich mache mal hier ein Nachtragkapitel. Und zwar ganz interessant. Jochen schreibt nämlich, dass Olympus 8 bis 25 wäre wetterfest und hat diesen manuellen Fokus durch Ring ziehen. Also es ist durchaus möglich, das Wetter festzumachen. Und Kai ergänzt noch, er hat ein 25 Millimeter 1,8, was tatsächlich ein Bajonett für Streulichblende hat und keine Fokusklatsch. Da gibt es dann wohl keine Änderung. Ich weiß, ich hatte eins von den beiden Objektiven und ich bin mir relativ sicher an so einer Klatsch gezogen zu haben, aber es mag das 17er gewesen sein, aber da sagt Kai ausgerechnet, das hat er von Panasonic. Vielleicht hat das jemand und kann auch mal nachgucken. Vielleicht bin ich da auch einem Irrtum aufgesessen.

Chris

Und ich sage, für 99 Prozent der Menschen, die hier gerade zuhören, ist Wetterfestigkeit bei Objektiven überbewertet.

Boris

Ja, das wird so sein.

Chris

Ist so. Na gut. Kommen wir zur Mode. Ich weiß nicht, ob es Mode ist, aber kommen wir zu Leica. Naja, schauen wir mal. Also, was kommt gerade von Leica? Von Leica kommt ein Kameragriff. Und zwar einen, den man sich per MagSafe ans iPhone klatschen kann.

Boris

Oh, wie praktisch.

Chris

Wir haben, gibt ja sonst keine, nicht wahr?

Boris

Ja.

Chris

Also, es ist eine Produktkategorie, die ist ja, eigentlich etabliert, haben wir schon viele Kickstarters und so weiter dafür gesehen, irgendwelche Kameragriffe, die dann versprechen, dass man dadurch total toll fotografieren kann. Ist ergonomisch auch interessant, weil manche Leute mögen das nicht, mit dem Phone zu hantieren.

Boris

Also, gerade für Selfies fände ich das praktisch, weil ich weiß nicht, wie die ganzen, Instagram-Influencer das hinkriegen, mit den Selfies da auszulösen, mit diesen Handverrenkungen. Ich lasse das dann lieber.

Chris

Na gut, auf jeden Fall ist das so ein Ding, was eben an aktuelle iPhones, die hinten diesen MagSafe-Magneten drin haben oder diesen Ring von Magneten drin haben, da dockt das dran an. Das ist mit Sicherheit auch einigermaßen stabil und fällt nicht ab. Lässt sich 90 Grad drehen. Also in verschiedenen Orientierungen benutzen. Und hat vier Bedienelemente. Also wir haben einen Auslöseknopf, dann haben wir daneben zwei wohl frei belegbare oder halbwegs frei belegbare Funktionstasten und vorne noch so ein Rädchen für den Finger, mit dem sich auch irgendwelche Funktionen, bewegen lassen. Und das Ganze unterhält sich mit dem iPhone über Bluetooth und, Ja, wird es erstmal für, in Deutschland sind es glaube ich 300 Euro verkauft. Das typische Leica Design, sehr schlicht im Design das Ganze. Keine Ahnung, ob es auch mit anderen Apps funktioniert, aber es ist gemacht für die Lux App. Das ist diese Leica-App, die wir schon mal erzählt haben. Und diese App hat versucht, den Leica-Look zu dingsen.

Boris

Ich lehne mich aus dem Fenster und sage, das geht nicht mit der Standard-App. Weil das ist nämlich genau das Problem. Die Standard-App hat meines Wissens keine offene API, um von außen gesteuert zu werden. Und das heißt, wenn du mit irgendeinem Rädchen irgendwas verändern willst, dann bleibt es nur, dass du eine eigene Software schreibst, um damit zu arbeiten.

Chris

Ich würde fast behaupten, dass wahrscheinlich der eigentliche Auslöseknopf funktioniert, weil dafür gibt es glaube ich einen Standard. Aber ich weiß es nicht, ich habe es nicht probiert. Das weiß ich auch nicht.

Boris

Aber die ganzen Zusatzbedienelemente, das wird alles nichts gehen. Interessant ist, Leica hatte, ich weiß gar nicht wann, so lange ist es glaube ich noch nicht, er hatte eine Firma aufgekauft, Fjorde oder so heißen die. Und die haben auch solche Halterungen für Smartphone, für iPhone im Programm, für Kamerasteuerung und ähnliches. Und das sieht so aus, als wenn sie da ein schönes Design gemacht haben, aber diese Technik genommen haben von dem Unternehmen, was sie da gekauft haben. Das sieht deutlich schlichter und deutlich eleganter aus, als das, was ich bei Fjorde gesehen habe, was eher so einen technischen Look hat.

Chris

Jetzt zum Vergleich. Also Christian schreibt bei uns im Slack, 300 Tacken, ich habe so ein Ding mit weniger Rädchen für 30 gekauft. Ja, Leica.

Boris

Ja, die von Fjord liegen irgendwo bei über 200 Euro. Also so weit sind die dann auch nicht weg.

Chris

Ja, du musst einfach sagen, wenn es von Leica kommt, dann wird es wahrscheinlich teurer sein. Darum darfst du ausgehen.

Boris

Sieht denn das auch so elegant aus, das für 30?

Chris

Ich weiß es nicht. Wie gesagt, das Ganze ist gemacht, um mit der Lux-App von Leica verwendet zu werden. Ich habe mir die mal tatsächlich angeguckt, diese Lux-App.

Boris

Ach so, ich dachte.

Chris

Den Griff, okay. Nee, den Griff nicht, will ich nicht. brauche ich nicht, also ich brauche diese Griffe nie eigentlich.

Nee, aber die App habe ich mir mal angeguckt und das ist ja eine App, die, Ja, wenn man sie dann wirklich im vollen Umfang verwenden möchte, irgendwie 80 Euro im Jahr kostet, also 6,70 Euro im Monat oder so umgerechnet. Und man kann die gratis verwenden mit Einschränkungen, die emuliert quasi den Leica Look. Also sie hat dann mehrere Objektive drin oder Pseudo-Objektive und da ist viel Computation drin. Es wird sehr stark natürlich auf Spokey gebaut. Das wird auch in dieser App künstlich noch nachgerechnet und so weiter.

Sieht so schlimm nicht aus, also es ist tatsächlich ganz ansprechend, was da rauskommt, auch in der Gratis-Version hast du quasi ein Objektiv und ein paar verschiedene in Anführungszeichen Looks und, ja, wer sich das angucken möchte, der hat aber zwei Wochen Free Trial und eben, 80 Euro im Jahr, wenn man es aufs Jahr kauft oder 8 Euro im Monat, wenn man es sich halt monatlich kauft. Ein bisschen mitgespielt, ich fand es gar nicht unangenehm was da gratis drin funktioniert und du hast dann halt mit diesem Gerät dann Zugriff auf Funktionen in der App und kannst da ein paar Sachen hin und her tun, ich glaube nicht, dass ich es jemals brauchen würde, denke ich nicht, aber es ist auf jeden Fall da was sie dann auch noch haben neben diesem Ding.

Ist, Moment finden wir das hier, ach ja genau die haben die Lux abgedatet Und da steht dann irgendwie drin, also A, glaube ich, um überhaupt mit dem Griff gut zu funktionieren und B, kann man jetzt auch künstliches Grain mit dazu machen, das ging davor wohl nicht, wer es braucht. Und dann kannst du noch ein zweites Teil dazu kaufen und das ist, Moment, ich muss es vorlesen, ein Cognac-farbener Lederpouch. Du willst ja dann den Griff auch verstauen.

Boris

Ja.

Chris

Ich nicht, aber manche Leute. Und dann kannst du dir das hochwertige Rinsleder-Etui in Cognac-Farbe kaufen mit einem magnetischen Verschluss und Innenfächer für Kabel und Ladegerät. Weil das Ding braucht natürlich Batterie. Das muss man laden, das Ding.

Boris

Sehr praktisch. Ja, hat USB-C natürlich zum Aufladen.

Chris

Und Innenpolsterung und eine integrierte Air-Tag-Halterung und geprägtes Leica-Logo auf der Klappe, natürlich.

Boris

Selbstverständlich.

Chris

Und zwei Jahre Garantie und das kostet dann nochmal 55 Euro.

Boris

Das ist aber günstig. Da kannst du jetzt nicht meckern. Eine Leder-Pouch.

Chris

Das ist quasi geschenkt. Geht aber nur für dieses, also es ist gemacht für dieses Ding. Ich habe jetzt gerade kein Bildparad.

Boris

Das ist aber klassischer Upsell. Wenn du den Griff kaufst, dann nimmst du die Pouch gleich noch mit.

Chris

Genau. Sie wollen doch eine Kameratasche zu der Kamera kaufen, oder?

Boris

Selbstverständlich.

Chris

Und eine Grifftasche für den Griff natürlich. Naja.

Boris

Das finde ich in Ordnung.

Chris

Finde ich erstmal, also für Leute, die so ein bisschen das Leica-Feeling haben wollen, die App dazu verwenden und, das ist ja quasi geschenkt, wenn man daneben so eine Leica für 9000 Euro plus Objektiv für 5000 Euro irgendwie legt. Dann ist das ja quasi gar nichts. Und dann kann man auch so ein bisschen Leica-Feeling haben.

Boris

Also eine Leica Q3 liegt so bei 6.700.

Chris

Ist doch günstig.

Boris

Gebraucht irgendwie knapp über 5. Also da bist du mit Griff und Pouch gut dabei.

Chris

Ich glaube, darauf bauen die auch.

Boris

Also wie gesagt, ich denke, dass da die Technik von Fjorde dahinter steckt. Und die waren auch nicht wahnsinnig günstig. Ich weiß nicht, wo der Preis herkommt. Also wie gesagt, Christian hat es geschrieben. Es gibt sowas auch für um die 30 oder 50 Euro, solche Fernsteuerung. Ich kann mir vorstellen, dass das hier eben schon irgendwie aus Metall gedreht ist. Und dass der Druckpunkt da von dem Auslöser, dass das alles sehr, sehr hochwertig ist.

Chris

Ach so, der hat sogar Doppeldruckpunkt.

Boris

Genau, für Fokus und Auslösen. Also ich glaube schon, dass das ein anderer Schnack ist als die günstigen und dann muss man halt sehen. Es gibt halt Leute, die kaufen einen Döner und es gibt Leute, die gehen in ein Restaurant, da kriegen sie so ein Appetithäppchen für 5.000 Dollar. Also es gibt alles.

Chris

Und Andi fragte im Slack, ob Leica jetzt zur Designbude wird.

Boris

Wieso jetzt?

Chris

Ich würde behaupten, da sind die schon länger. Also nicht, dass sie schlechte Kammers machen würden, aber Design ist bei denen schon auch ein sehr zentrales, wichtiges Thema.

Boris

Das glaube ich schon. Von Anfang an würde ich sagen.

Chris

Uwe möchte wissen, ob der Griff wenigstens beheizbar ist.

Boris

Glaube ich nicht. Also außer du lädst ihn dabei.

Chris

Du lädst ihn während du ihn benutzt, dann wird er auch ein bisschen warm wahrscheinlich.

Boris

Wahrscheinlich.

Chris

Gut, kommen wir noch zu einem Thema. Das ist mir so ein bisschen durchgerutscht. Mitte Januar kam die Ankündigung von DJI, das sind die mit den Drohnen, dass sie die in die Drohnen eingebauten No-Fly-Zones, löschen werden.

Boris

Alle?

Chris

Also wenn du heute eine DJI-Drohne kaufst, und das ist hier in Deutschland auch so, gibt es dann gewisse Bereiche, um Flughäfen und so, gibt es halt, es gibt definitiv Abwände, so nah darfst du ran, es gibt Naturschutz und so weiter, und die sind in diesem Gerät hinterlegt und die Drohne wird da auch nicht reinfliegen.

Boris

Die kommt tatsächlich auch über Software-Update und du kannst nicht starten, bevor du nicht das Software-Update eingespielt hast, da bin ich mich auch mal reingerannt. So mal eben kurz die Drohne starten und dann mach mal ein Update, wenn du keinen Empfang hast. Herzlichen Glückwunsch.

Chris

Das ist total spaßig immer, vor allem wenn man mitten auf dem Feld irgendwo steht. Deshalb sollte man das immer zu Hause mal kurz anschalten, das Ding, damit man dann wenigstens im WLAN ist. Und ja, das ja, sie sagen, sie sagen, wir wollen das raushaben, weil, naja, Begründung. Also erstmal die Leute nicht bevormunden, sondern die Pilotinnen und Piloten sind ja auch, wenn sie im Flugzeug fliegen, selbst dafür verantwortlich. Also deine Cessna, die fliegt auch im Flughafengebiet rein. Wenn du das Ding da reindenkst.

Boris

M2 machst du dich halt strafbar. Mit der Cessna bist du leichter zu finden als mit der Drohne.

Chris

Genau. Dann haben die Dinger mittlerweile ja Remote-ID. Das heißt, Behörden können dann vielleicht leichter rausfinden, wem denn das Ding gehört. Also der Druck wird einfach größer auf die Leute. Das ist alles jetzt USA übrigens, nicht hier in Europa, sie sagen eine Anpassung an die FAA-Regeln also die Flugaufsicht dort, damit die Verantwortung halt beim Piloten liegt und nicht bei DJI, also die wollen auch ein bisschen ihre Verantwortung an der Stelle wahrscheinlich loswerden, und dann hätten sie halt auch Kundenkritik bekommen, also Nutzer haben das ein bisschen als Einschränkung empfunden Ja. Ja, und noch eine Begründung ist, dass der Aufwand, um dieses Geofencing zum Beispiel für Behörden, der Aufwand, um das abzuschalten, also für Rettungskräfte zum Beispiel, die dann irgendwelche Katastrophen überwachen müssen oder irgendwelche Brände oder sowas, dass das sehr aufwendig ist. aufwendig gewesen sei.

Boris

Ja, wenn es leicht wäre, dann könntest du es wahrscheinlich auch gleich löschen, weil alle anderen das dann auch entfernen würden, nicht wahr?

Chris

Ja, als das neu kam, war das tatsächlich ja so, dass es hieß, ja, übrigens, du fliegst jetzt hier in einem Gebiet, das ist eigentlich, darfst du hier nicht, bist du sicher, kannst du zweimal ja klicken oder so und dann darfst du es trotzdem. Ich bin jetzt aber auch seit Jahren nicht mehr in Gebieten geflogen, wo ich das Problem gehabt hätte. Insofern kann ich gar nicht sagen, wie sich das jetzt im Moment hier bedient, oder ob das ein hartes Verbot ist oder ein weiches und so weiter. Es ist auf jeden Fall in USA jetzt wohl weg. Hier bei uns weiß ich, glaube ich, nicht, dass das weggeht. Zumindest zu schnell nicht.

Boris

Ich möchte jetzt auch ergänzen, dass das wahrscheinlich für Polizei und Militär angenehmer ist, wenn sie da nicht um die Sperren umgehen müssen, sondern die Dinger dann nutzen können.

Chris

Ja, klar. Ganz logisch. Ja, wie auch immer. Das war nur so ganz interessant und bemerkenswert, fand ich.

Boris

Und wenn die Familie vom Oberhaupt gerne irgendwo in der Nähe von den Flughäfen, an denen sie starten und landen, filmen möchten, wie ihre Privatjets da einfliegen, dann ist das ja lästig, wenn das nicht geht.

Chris

Naja, ich würde jetzt da nicht gleich den Aluhut auspacken wollen. Da brauche ich keine Ahnung dafür. Wenn ich die Firma wäre und ich wäre quasi verantwortlich dafür, solche Sachen umzusetzen, ich wollte das, glaube ich, auch loswerden.

Boris

Wenn ich es loswerden könnte, würde ich es loswerden wollen. Aber du sagst, es ist jetzt nur für Amerika, das heißt, der Geofence in Europa bleibt.

Chris

So wie ich das sehe, ist das hier immer noch so und bleibt auch so. Und in USA ist es auf jeden Fall jetzt nicht mehr. Aber weißt du, du hast eh was, Wo war das jetzt gerade? Irgendwo in Deutschland kam es in eine Nachrichtenmeldung, dass da auch irgendwie ein Militärflughafenstützpunkt, dass da irgendwie Drohnen drüber gehovert sind für Minuten und sie haben es noch nicht mal geschafft, die Dinger mit dem Störsender runterzukriegen und wissen nicht, wem das gehört und so weiter. Also du scheinst wohl hier in Deutschland zumindest, wie auch immer, über solchen Dingen fliegen zu können. Also irgendwie kriegst du es hin, ob das jetzt DJI war oder nicht oder eine Selbstbaudrohne.

Boris

Also ich denke, ich wollte gerade sagen, wenn du jetzt eine offizielle Drohne kaufst, dann werden die halt irgendwelche Regularien erfüllen müssen. Aber wenn du so wie Jochen Maker bist und weißt, wie die Technik funktioniert, dann brauchst du dir die Drohne selbst. Ich glaube nicht, dass die ganzen Racer-Drohnen irgendwelche Geofences kennen. Das liegt in der Verantwortung des Fliegenden.

Chris

Naja und was wir natürlich jetzt im Moment noch haben ist, dass immer noch über DJI so ein USA-Verbot schwebt das war ja vor einigen Monaten schon mal kam zur Sprache und, DJI ist eine chinesische Firma und was da politisch gerade abgeht, da will ich jetzt auch gar nicht tiefer einsteigen, aber das ist, ja, vielleicht hat das damit zu tun, ich weiß es nicht. Ihr könnt es uns ja mal erklären in den Kommentaren happyshooting.de.

Boris

Vielleicht wart ihr Fliege an der Wand und habt was mitbekommen.

Chris

Naja, oder vielleicht arbeitet ihr ja tatsächlich auch in einem Bereich, wo also Drohnen werden ja tatsächlich kommerziell eingesetzt für alle möglichen Sachen. Und wenn du jetzt...

Boris

Ja, Wartungsarbeit und sowas.

Chris

Also stell dir vor, du machst, Windfarm-Überprüfungen. Da musst du halt mit der Drohne hochfliegen und gucken, ob die Propeller alle noch gut sind und ob irgendwelche... Egal, also du machst eine Sichtprüfung auch von Stromkabeln und Stromleitungen.

Boris

Ja, bei großen Schornsteinen und solchen Geschichten.

Chris

Genau, also da brauchst du auch immer wieder eine Sichtprüfung. Früher hat man da Leute hochklettern lassen oder einen teuren Hubschrauber gemietet. Heute nimmt man eine Drohne. Und wenn diese Windfarm jetzt irgendwie in einem Kilometer Abstand links neben einem Flugfeld ist oder so, dann brauchst du eine Genehmigung, dass du da mit der Drohne aufsteigen darfst, kommerziell. Vielleicht arbeitet ihr in so einem Bereich, war das früher immer ein Thema, war das immer schlimm, ist das jetzt super, wenn das mal irgendwann doch weggeht hier bei uns, schreibt uns oder schickt uns Audio oder so und lasst uns wissen.

Boris

Oder gibt es irgendwelche speziellen Firmenwärts für spezielle Unternehmen unter bestimmten Auflagen etc.? Wäre mal ganz spannend zu erfahren.

Chris

Tja.

Boris

Ja.

Chris

Wir haben noch eine Kamera-News.

Boris

Ja, mehr ein Gerücht. Auch nicht besonders lang. Canon PowerShot V1 wird sie schon genannt. Von Canon wird eine neue Kompaktkamera gerüchtelt. mit der Besonderheit, dass es ein etwas größerer Sensor als in den üblichen Kompakten sein soll. Also es wurde immer gerüchtelt mit Micro Four Thirds ähnlicher Größe. Also kein Micro Four Thirds Sensor. Und jetzt ist es wohl raus, dass es ein 1,4 Zoll Sensor sein soll. Zum Vergleich, ein Micro Four Thirds hat 1,35, ist also ein bisschen kleiner. Das heißt, der Canon Sensor ist ein bisschen größer als Micro Four Thirds, aber deutlich kleiner als APS-C. Du guckst so fragend.

Chris

Ich frage mich gerade, warum die dann, also wenn das Gerücht sich bestätigt, warum sollten die noch ein weiteres Sensorgrößenfass aufmachen? Wir haben APS-C, wir haben Vollformat, wir haben Micro Four Thirds und jetzt machen wir noch irgendwas ein bisschen dazwischen, weil man da nochmal einen Sack neue Objektive verkaufen kann oder was soll das?

Boris

Ich glaube ja nicht, dass da ein Wechselsystem kommt, das wird eine fixe Brennweite sein, wird eine kompakte Kamera, wird mit Fixer-Brennweite sein und halt eine bessere Qualität als ein 1-Zoll-Sensor, wie sie inzwischen in vielen Smartphones zu finden ist. In der Tat, man hätte wahrscheinlich auch einfach einen Micro Four Thirds-Sensor nehmen wollen, aber es wird gerüchtet, dass es ein 3-zu- 2-formatiger Sensor ist. Da würdest du natürlich bei Micro Four Thirds dann wieder Platz verlieren und damit Pixel. Es gerüchtet sich so dahin, aber genau, Chris, was du sagst, so ein Sensor will ja auch erstmal entwickelt werden in entsprechenden Stück zahlen. Da ist dann auch ein Preisschild dran. Und warum macht man das?

Chris

Und Canon baut eigene Sensoren. Insofern, ja, wir kaufen die nicht einfach irgendwo dazu.

Boris

Sie können das schon machen, aber man fragt sich wirklich, warum wollten sie das tun? Aber sie tun es. Und dann habe ich mir gedacht, okay, wenn das so eine kompakte Kamera wird, womit tritt sie denn dann an? Kompakte Kameras, gibt es einige am Markt? Also vorhin schon genannt, die Leica Q zum Beispiel. Aber die Canon wäre natürlich anzunehmenderweise deutlich kompakter und leichter und natürlich einen deutlich kleineren Sensor. Die Leica Q hat Vollformat. Oder wie so eine Riku GR Kamera, die sehr beliebt ist, oder eine Fuji X100, so im APS-C-Bereich, aber die Canon hätte einen kleineren Sensor. Oder wie so eine Olympus Pen, die ja auch eine sehr beliebte kompakte Größe ist, aber beim Canon vermute ich mal kein Wechselobjektiv, weil da noch ein eigenes Bajonett für die Sensorgröße glaube ich nicht dran ist. Also es gibt Alternativen, nicht wahr?

Chris

Wobei Canon und Nikon haben auch unterschiedlich großes APS-C bei manchen Kameras. Insofern ist es egal. Und wenn du da nichts wechseln kannst, ist es auch wurscht, weil Canon wird sich nicht dem Micro Four Third System anschließen.

Boris

Wahrscheinlich nicht.

Chris

Ziemlich sicher nicht.

Boris

Ja, das werden sie nicht machen.

Chris

Da werden viel zu viel in ihre eigenen Objektive und so investiert.

Boris

Es wird halt spannend zu sehen sein, wenn sie tatsächlich einen neuen Sensor entwickeln, der in der Größenordnung von Micro Four Thirds liegt, was sie da entwickeln und was sie da zustande bringen. Wir erinnern uns, Micro Four Thirds steckt im Augenblick bei 20 Megapixeln fest. Und das scheint für die Größe auch ein angenehmes Maß zu sein, wo das Rauschen noch erträglich ist. Da kann man gut mitarbeiten. Aber ob es dann 20 oder 24 sind, das spielt dann keine große Rolle. Aber wenn du jetzt plötzlich sagst, dann machen wir 30 Megapixel drauf, da wirst du einen deutlichen Unterschied bemerken. Vielleicht sagen sie aber auch tatsächlich, weniger Megapixel. Also gucken, was kommt, gucken, was da für ein Autofokus-System kommt. Ich bin sehr gespannt. Ich glaube nicht, dass ich die Zielgruppe für diese Kamera bin, aber rein aus der technischen Entwicklung heraus bin ich sehr interessiert, was sie dafür in Sensor bringen und, wie warm sich vielleicht OM System dann anziehen darf. Wollen wir mal gucken, was die da für ein System bauen.

Chris

Ist ja okay. Also Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn es die Verkäufe allgemein wieder ein bisschen anziehen, dann heißt das jetzt auch nicht unbedingt, dass Konkurrenz die anderen gleich irgendwie vom Markt kickt. Insofern sollen sie machen. Sollen sie tun. Es ist immer so ein bisschen schwierig, weißt du, ein neues System zu etablieren oder ein neues Ding zu etablieren, wenn du irgendwo doch was hast, was eigentlich schon sehr gut etabliert ist und dafür dann nicht mehr so viel Marketing gemacht werden muss, sondern quasi Leute dann das Next Bessere kaufen können, aber das System nicht wechseln müssen oder die Sensorgröße nicht wechseln müssen.

Boris

Ja, und Canon hatte ja schon kompakte Kameras, so M-System, APS-C-Sensor und ähnliches. Und jetzt wieder was Neues mit noch einem kleineren Sensor. Es ist alles ein bisschen merkwürdig. Andi sagt, Canon hatte auch mal APS-H mit 1,3-Cropfaktor. Ja, das stimmt. Das war aber tatsächlich noch zu Zeiten, wo die Sensortechnik wirklich sehr, sehr, sehr teuer war. Und sie wollten halt einen größeren Sensor haben, aber Fullframe war wahrscheinlich einfach von der Ausschussrate zu hoch, vermute ich, oder einfach viel zu teuer, und dann war wahrscheinlich APSH ein ganz guter Kompromiss, aber das gibt es ja auch nicht mehr, nachdem das bezahlbar geworden ist, ist das ja alles weg. Ja, ich bin gespannt, Wird nicht mehr so lange dauern, glaube ich, bis sie damit dann rauskommen.

Chris

Mal schauen. Und dann wird es doch wieder alles anders, weil das Gerücht nicht ordentlich gesourced war. Egal. Wir kommen zu etwas ganz anderem. Und zwar ist es mal wieder an der Zeit, uns bei euch zu bedanken. Und zwar für die Unterstützung. Wenn ihr auf happyshooting.de geht, da gibt es im Menü einen Punkt unterstützen. Und dort, einfach unter dem ersten Punkt, gibt es eine Kontonummer. Und diese Kontonummer führt hier auf unser Spendenkonto. Und wenn ihr da was drauf werft, egal ob das jetzt irgendwie ein Fünfer ist oder ein kleiner Dauerauftrag, also am liebsten Dauerauftrag natürlich, weil die sind einfach planbarer für uns. Das ist ganz hilfreich.

Boris

Und für euch einfacher, dann müsst ihr nicht jeden Monat wieder eine Überweisung tätigen.

Chris

Und das fließt natürlich hier zum Beispiel in Restream rein, das kostet wenn man das mal auf ein Jahr bucht, ist das auch nicht ganz billig oder, in Technik, in ja auch die Zeit, die wir hier investieren, um Sachen vorzubereiten und so weiter und so fort und ja, das haben gemacht in den letzten Monaten, unter anderem Adi, Andreas, Boris, Pascal, Christoph, Markus, Dirk, André, Reiner, thomas-uwe-g.glenn-yin-jürgen-marsel-martin-maximilian-michael-rudolf-stephan-tobias-nohen-tobias-und-wilfried. Ich hoffe, ich habe alle. Und was ihr bei den Überweisungen machen könnt, das sind ganz normale SEPA-Überweisungen. Die kosten dann auch keine Gebühren. Nicht so wie bei PayPal oder sonst wo oder bei diesen Patreon-Portalen, die auch meistens PayPal verwenden. Da gehen dann doppelt Gebühren ab. hier nicht. Das kommt quasi so eins zu eins bei uns an. Und da kann man auch was dazuschreiben. Und das haben ein paar Leute gemacht. Ich picke mal so ein paar raus.

Boris

Ja, dazuschreiben. Verwendungszweck halt, nicht wahr?

Chris

Das Verwendungszweck, genau. Da passt auch je nach Bank ordentlich was rein. Also hier Unterstützung Happy Shooting von André. Der Rudolf schreibt, für zwei der besten Podcaster und ich höre einige liebe Grüße aus Wien. Und dann hat er noch bei einer anderen Überweisung geschrieben für Space und tolle Dreiteiler.

Boris

Sehr gut.

Chris

Vielen herzlichen Dank. Ja, Jürgen für 52 Wochen Happy Shooting, tausend Dank für alle Anregungen. Also hat gleich irgendwie einen Jahresbetrag überwiesen.

Boris

Kann man auch.

Chris

Uwe, Foto News, Abo, Andreas, zum Jahresbeginn den Dauerauftrag erhöht. So ist gut.

Boris

Dankeschön.

Chris

Ja, Inflation, das wird ja alles nicht billiger.

Boris

Alles wird teurer.

Chris

Michael, dank eines Hörers, angefangen 2006 bei Folge 8 oder so und den Rest damals dann nachgehört. Alle Achtung. Tobias hat uns wieder, unser Titel Tobias hat uns wieder einen Titel reingehauen oder ein Zitat, der Zitate Tobias aus einer alten Sendung. Zitat, heute schlackert Boris mit den Ohren, ihr seid ja echt der Wahnsinn 20 Anmeldungen zum Workshop in der kurzen Zeit, Stefan, monatlicher Support Happy Shooting G-Punkt der hat nur seinen Vornamen gekürzt Kreditrückzahlung für 100 Jahre Fotopodcast.

Boris

Rückzahlung für 100 Jahre okay.

Chris

Challenge accepted und Markus schreibt, kleiner Dank für anregende Gespräche zweier Dudes, ja, also wir bedanken uns auch, ich finde das toll das ist toll, das nimmt uns einfach ein bisschen Last vor den Schultern und ja, Dankeschön Dankeschön, Dankeschön und wenn jemand auch ein bisschen unterstützen möchte happyshooting.de gucken und Link ist in den Shownotes. Danke.

Boris

Sehr schön.

Chris

Genau, einmal Hachen bitte. Alle einmal laut Hachen bitte. So, du hast ein KI-Thema, aber kein so ein übliches KI-Thema für uns.

Boris

Nee, ich habe ein bisschen ein Frust mit dem Thema KI und Und ich wollte mal meinen Frust mit euch teilen. Auch ein bisschen in der Hoffnung, nicht nur um Zustimmung zu bekommen, auch wenn ich mich darüber natürlich freue, so man ist mal gerne in seiner Bubble gefangen. Aber vielleicht auch in der Hoffnung, da draußen von euch aus der Praxis zu hören, wie das für euch läuft oder nicht läuft oder welche Wünsche ihr habt, wie es laufen sollte. Aber schauen wir mal. Ich baue das mal ein bisschen auf. Das Thema KI.

Ist seit einiger Zeit ein unfassbarer Hype. Und ich rede jetzt nicht aus dem privaten Umfeld, sondern ich meine tatsächlich das Professionelle, das Unternehmensumfeld. Wo also tatsächlich EntscheiderInnen in irgendwelchen Gremien sitzen oder auch nur in der Führung von Unternehmen sitzen, die hören da dieses Schlagwort. Und dann gibt es auf der anderen Seite Softwareunternehmen zum Beispiel, die bauen einfach mal irgendwo KI rein. Wir machen irgendwas mit KI. Und die haben sehr, sehr gutes Marketing und dann wird ähnlich wie Lexa eine Karte aus Metall vermarktet mit alles andere zerbricht quasi, wenn du mal schräg von der Seite guckst. So werden dann halt Produkte vermarktet, wo KI drin ist, nach dem Motto, wir lösen jetzt deine Probleme mit KI, deine Mitarbeitenden müssen im Grunde genommen gar nichts mehr machen, in Sekundenschnelle ist alles erfasst, alles in die Firma übertragen und du kannst sofort dich um deine Abrechnung und die Arbeit kümmern und den Rest machen wir mit KI. Das ist so der Tenor.

Die Smartphones und Computer machen das alles alleine. Du machst nur noch ein, zwei, drei Fotos. Wo du gerade bist, machst du halt ein Foto. Den Rest macht die KI. Fertig. Kannst du alles abrechnen. Das ist so dieser Tenor, der so vermarktet wird, der eingebaut wird und der mir unfassbar auf den Keks geht. Als jemand, der eben...

Chris

Du solltest froh sein, dass sie da keine Blockchain mehr einbauen wollen.

Boris

Hör bloß auf, du.

Chris

Oder NFTs oder so Zeug.

Boris

Das ist aber tatsächlich etwas, was in meiner Branche nicht angekommen ist. Aber diese KI gerade, das geht mir so auf die Nerven.

Chris

Ja, was denn so konkret?

Boris

Aber pass auf, genau. Also das ist erstmal so das, was tatsächlich ist und jetzt, ich hab hier so ein Zitat rausgesucht, kennst du noch diese IBM-Werbung damals, wir müssen ins Internet? Das ist heute so, wir müssen die KI einbauen. Und dann frage ich, wofür? Und dann ist die Antwort, ja, steht da nicht. Ist egal, das muss da rein. Der Kunde will das. Ja, sonst kaufen die das nicht. Dann gehen die zur Konkurrenz. Wir müssen das jetzt einbauen. Und zwar jetzt. Heute. Gestern. Ja, schnell. Überall. Und ich denke mir immer, ja, wir machen noch Software für Anwender. Frag die doch mal, was denen wirklich helfen würde. Und dann habe ich so...

Chris

Ja, aber die Anwender entscheiden ja nicht den Kauf der Software. Das macht der Chef.

Boris

Das macht der Chef. Natürlich. So. Und jetzt habe ich so diese Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Also der Wunsch wird vom Marketing angetrieben. Und zwar meiner Meinung nach mit, ich habe es hier genannt, Taschenspielertricks. Also ein Anbieter wirbt damit, wie ich es gerade gesagt habe, in meiner Branche, ich bin in der grünen Branche, Garten- und Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur. In diesem Fall sind wir mal bei Garten- und Landschaftsbau. Da wird dann beworben mit dein Bautagebuch wird automatisch aus einem Foto generiert. Du machst nur ein Foto und dann wird ermittelt, welche Arbeiten ausgeführt wurden und dann steht das in deinem Bautagebuch drin, in dem Rapport und fertig.

Und dann werden Beispiele gezeigt auf der Webseite. Oder auch Geschäftsführer von Unternehmen werfen einfach mal Fotos bei ChatGPT rein und prompten mal so ein bisschen rum, spielen ein bisschen mit rum und kriegen ganz erstaunliche Ergebnisse daraus. Das ist tatsächlich, das muss man wirklich sagen, diese Technik hat sich weiterentwickelt in den letzten ein, zwei Jahren. Das ist nochmal einen ordentlichen Schub nach vorne gemacht. Das ist so. Und wenn du dann prompt reinwirfst und sagst, ich habe hier ein Foto und du hast ein Foto von der Baustelle, gepflasterter Weg oder irgendetwas und sagst, beschreibe mal die ausgeführten Arbeiten für ein Bautagebuch und prompt es da noch ein bisschen drum rum, dann kriegst du da ganz erstaunliche Ergebnisse. Aber warum sind diese Ergebnisse erstaunlich? Weil, wenn du auf einer Webseite oder wenn du so etwas ausprobierst, eben einen Text siehst, der inhaltlich sehr gut zu dem Foto passt.

Da mag manchmal ein bisschen zu viel drin stehen, aber im Großen und Ganzen passt das zu diesem Foto. Nur ist das, was da gezeigt wird, ja der Rückwärtsgedanke. Das heißt, du siehst das Ergebnis von dem Text, vergleichst das mit einem Foto, was da reingeworfen ist und sagst, ja, das passt zu dem Foto. Du warst jetzt aber nicht derjenige, der dieses Foto gemacht hat oder der diese Arbeiten an diesem Tag ausgeführt hat. Das heißt, wir sehen zum Beispiel, habe ich hier rausgeschrieben, ein Foto, da ist ein gepflasterter Weg drauf mit zwei verschiedenen Pflastern, vorne Kopfsteinpflaster, Dahinter so ein modernes, geradliniges Pflaster. Da drüber liegt noch ein bisschen Sand. Auf der einen Seite daneben ist eine Straße, dazwischen ist so eine Absperrung mit so Absperrbaken und auf der anderen Seite ist eine Hecke. Und der Text beschreibt jetzt, den dieses Prompt geliefert hat.

Dass da Pflaster verlegt wurde, dass das mit Sand abgeschüttet wurde, dass das verdichtet wurde und dass für eine Straßensicherung gesorgt wurde. Und das stimmt. Also das ist das, was ich auf dem Foto sehe. Und das ist erstaunlich. Nur, was ist denn, wenn die Leute, die das da gearbeitet haben, diese Straßensicherung gar nicht gemacht haben, sondern da steht auf diesem Foto zufällig eine Straßensicherung, weil in diesem Neubaugebiet die Stadt auch gerade die Straße asphaltiert. Und die ist gar nicht von uns, diese Absicherung. Dann hat die ja in unserem Bautagebuch nichts verloren. Oder was ist denn, wenn die gestern gepflastert haben und heute haben sie die Hecke geschnitten und das ist einfach nochmal ein Bestandsfoto? Oder was, wenn das Kopfsteinpflaster gelegt wurde und nicht die Pflasterbausteine dahinter? Also das weiß ja die KI nicht. Die weiß ja nicht, was heute tatsächlich gemacht wurde und wie viel davon. Ist das nur ein Teil oder sind wir hier fertig? Bleibt das restliche Kopfsteinpflaster oder wird das auch noch gemacht? Das weiß ja die KI nicht. Und das weiß auch der Prompt nicht, weil ja der Anwender nicht den Prompt definiert, sondern das tut die Software. Wenn du als Anwender für jedes Foto einen eigenen Prompt diktieren müsstest, dann bist du ja schon völlig überfordert als normaler Anwender. Also das ist ja nicht die Lösung.

Chris

Aber das ist doch... Das setzt doch voraus, dass dem Anwender gesagt wird, es macht alles für dich. Und in dem Moment, wo du sagen würdest, als Software, bitte überprüfe das nochmal. Also der, der das Foto gemacht hat, der macht dann auch diese KI-Funktion, drückt auf KI, dann wird das ausgefüllt und dann muss der halt nochmal drüber gehen und sagen, ja, und macht hinterher ein Häkchen und sagt, ja, ich habe das abgenommen.

Boris

Sowas müsste dann passieren.

Chris

Das nimmt dir doch deine Arbeit ab, oder nicht?

Boris

Das ist jetzt die Frage.

Chris

Also Schreibarbeit, schlicht und einfach Schreibarbeit.

Boris

Genau. Da habe ich jetzt nur mehrere Probleme damit. Weil, wie gesagt, jetzt machst du ein Foto. Ich habe selbst auch mal ein bisschen gepromptet und habe mal ein Foto von einem teilgemähten Rasen reingeworfen. Da kam so viel Quatsch dabei raus, dass ich dann sage, ich müsste, das Foto muss gemacht werden, das muss hochgeladen werden, das muss analysiert werden. Da vergeht ja auch Zeit. Und du hast auf den Baustellen nicht immer den optimalen Empfang. Also es vergeht mehr Zeit, als wenn du das zu Hause am PC machst. Das muss einem immer klar sein. Und dann steht da Quatsch. Und jetzt musst du diesen Quatsch, also Quatsch in Anführungszeichen, jetzt musst du den Text erstmal Probe lesen oder Korrektur lesen. Stimmt das eigentlich? Dann kannst du sagen, ja, okay, das stimmt, aber das stimmt nicht. Das heißt, jetzt musst du Text nicht nur lesen, sondern editieren, statt ihn zum Beispiel gleich zu diktieren. Oder was viele machen, sich aus Textbausteinen zusammenklicken, dass du sagst, okay, ich habe meine Textbausteine, weil ich bin im Pflegebetrieb, ich mache das ganze Jahr immer die gleichen 100 Arbeitsschritte. Ich habe hier meine 100 Textbausteine, die sind strukturiert, die tippe ich mir an und dann stehen die Texte da drin. Und jetzt machst du ein Foto und musst halt gucken, hat die KI das Richtige gemacht, hat sie heute das Gleiche gemacht, was sie gestern auch schon gemacht hat, obwohl ich ein ähnliches Foto gemacht habe, können ja andere Dinge plötzlich rauskommen. Also.

Es wird halt meiner Meinung nach mit diesen Taschenspielertricks gearbeitet, dass vermeintliche Arbeitserleichterung da ist. Aber meine Befürchtung oder meine Behauptung ist, dass du damit den Leuten, denen du eigentlich helfen willst, dass du denen eher Steine in den Weg legst. Ein anderes Argument dabei ist nämlich zum Beispiel Pflastersteine hauptsächlich und Kopfsteinpflaster. Die wirfst denen direkt an den Kopf. Es ist nämlich ein weiteres Versprechen ist, ja, und wenn deine Leute kein gutes Deutsch können, können die das auch machen, weil das wird ja aus dem Foto alles automatisch generiert. Und wenn die in schlechtem Deutsch irgendwas reinschreiben, mit ganz vielen Rechtschreibfehlern, dann ziehen wir das gerade.

Letzteres finde ich gar nicht so doof. Also wenn du tatsächlich einfach von der Rechtschreibung her etwas Schlechtes reinschreibst oder vom Satzbau her einfach gar keinen machst, sondern einfach nur schlecht geschriebene Stichworte machst und sagst, der KI, formulier mir das mal in 300 Zeichen. So als deutschen Satz. Das finde ich eine clevere Idee. Und da werde ich auch drüber nachdenken in unserer Software, ob wir Ähnliches anbieten können. Aber auch hier gilt Textbausteine. Schon mal gehört, Leute? Kann man relativ schnell zusammenklicken. Einfach nur anhaken, was habe ich gemacht? Unter Umständen kannst du Textbausteine sogar vorauswählen, weil du hast deine Arbeitszeit schon erfasst auf einem Leistungsverzeichnis. Das System weiß das schon. Pass auf, pass auf. Und jetzt Jetzt heißt es, wenn dein Mitarbeiter zum Beispiel Arabisch spricht, und das ist übrigens gar nicht so weit hergeholt, dass auf der Baustelle die Leute, die da arbeiten, kein gutes Deutsch sprechen. Die können sehr, sehr gut arbeiten, das sind sehr, sehr gute Handwerker, aber sprechen schlechtes Deutsch. Das ist nicht so weit hergeholt. Alles völlig okay. aber wenn diese Leute, die nicht in der Lage sind, das Deutsch zu formulieren oder zu verstehen, weil sie der Sprache einfach überhaupt nicht mächtig sind und die machen dann ein Foto und die KI schmeißt da irgendwelche Texte rein dann gucken die da drauf und sagen, ist Text, sieht gut aus, Und dann schicken die das ab. Und dann hast du den Scheiß in der Zentrale.

Chris

Ich habe die Lösung. Die ist total einfach. Du musst ja wissen, was wollen die Leute. Der Kunde will, nee, Moment, das Marketing will KI draufschreiben können.

Boris

Richtig. Das verstehe ich sogar, weil das gerade so ein Hype ist, den ich nicht verstehe.

Chris

Wie weit da dann KI drin ist, ist ja nochmal eine ganz andere Geschichte. So, und jetzt kannst du als Produktmanager, Entwickler oder sonst was, kannst dann überlegen, okay, also das eine, das braucht keine KI, weil das funktioniert nicht gut, aber mit dieser Advanced Rechtschreibkorrektur kann man was machen, dann machst du die rein und hast du KI drin, da lügst du noch nicht mal, hast aber den Rest so, dass es halt einfach zu bedienen ist und auch wirklich gut funktioniert und dann kannst du, kann dein Marketing sagen, es ist KI drin, der Kunde freut sich, weil er KI kauft und du hast was abgeliefert, was hinreichend gut funktioniert und nicht scheiße ist und alles ist super.

Boris

Das ist ja auch tatsächlich etwas, in die Richtung will ich gehen mit der Software, da habe ich mit dem Produktmanager auch schon drüber gesprochen, weil die Software, wie gesagt, du erfasst ja deine Arbeitszeit, also du erfasst nicht mal deine, sondern das ganze System läuft eigentlich so, dass ein Vorarbeiter oder ein Bauleiter unterwegs ist oder Bauleiterin.

Und die für den ganzen Arbeitstrupp die Zeiten erfassen, die wissen halt, die sind mit fünf, sechs Leuten draußen und die wissen, was die gemacht haben und das erfassen die und die software weiß dann natürlich unter umständen die uhrzeit auf jeden fall aber die dauer und die tätigkeit die du gemacht hast also was hast du gemacht auf welcher baustelle warst du welche tätigkeit hast du ausgeführt das hast du schon erfasst in deiner erfassung und jetzt ist natürlich eine idee zu sagen okay da gibt es schon textblöcke wenn sie auf positionen erfassen oder wenn sie reingeschrieben haben rasenmüllchen oder sowas, Das wirfst du alles in den Bericht, in die entsprechenden Textfelder und dann bietest du sie einen Button an, formulier mir das mal ein bisschen schön, mach da mal ganze Sätze draus und dann lässt du die KI da irgendwie einen schönen Satz formulieren in 300 Zeichen oder so. Das kann die KI, das funktioniert ausreichend gut zumindest, das ist eine Idee. Aber diese ganze Kiste mit dieser Fotoanalyse. Machen Sie ein Foto vom Himmel und dann wird beschrieben, wie das Wetter war. Ja, aber wenn es in Strömen geregnet hat, stelle ich mich nicht raus und mache ein Foto vom Himmel, vom Regen. Da gehe ich in die App und tipp auf die Regenwolke drauf. Leute, wie kompliziert muss ich denn Dinge machen, nur damit da KI draufsteht?

Meine Frage ist jetzt, überreagiere ich hier? Sehe ich irgendwo das Licht einfach noch nicht? Seid ihr in einer Position draußen auf Anwenderseite also benutzt ihr Systeme, die jetzt mit KI angedickt wurden und habt ihr Beispiele für mich, die ihr nennen könnt, wo ihr sagt da löst das wirklich ein Problem für mich oder nimmt mir wirklich Arbeit ab und das ist wirklich gut, das würde mich interessieren, und aber eben auch die Punkte wo ihr sagt, da ist mir eigentlich was versprochen worden oder uns etwas versprochen worden, aber das ist aus den und den Gründen einfach Quatsch, weil das ist mehr Arbeit als wenn ich es gleich so mache.

Vielleicht seid ihr ja ein ausführender Betrieb, der jetzt so eine Software bekommen hat und kann mir darüber mal was sagen. Wenn ihr nicht wollt, dass das hier in der Sendung weiter thematisiert wird, nehmt gerne auch mit mir direkt Kontakt auf oder schreibt das bei happyshooting.de. Bitte nicht für die Sendung, das respektieren wir. Aber mich interessiert das wirklich aus einer professionellen Softwareentwicklerseite, ob ihr in der Softwareentwicklung seid und auch mit diesen Problemen kämpft. Wie geht ihr damit um? Oder eben auf der Empfängerseite als Anwendende seid, die damit klarkommen müssen oder wollen oder es sogar erfolgreich tun. Also bitte, bitte, bitte. Ich hoffe, auch wenn ihr bisher nur passiv seid hier bei Happy Shooting beim Zuhören, Vielleicht seid ihr in der Branche tätig und könnt mal mit mir darüber sprechen. Wie gesagt, ich kann das auch vertraulich behandeln, wenn hier keine Namen genannt werden sollen von Firmen oder sowas. Dann bleibt das auch runter von der Sendung. Aber mich persönlich interessiert das sehr. Tja, also vielen, vielen Dank an der Stelle.

Chris

Gut. Kommen wir zu was ganz anderem. Ja, mein Space-Thema. Ja, nur ein kleines, kurzes. Das hat mit Fotografie zu tun. Und zwar kennst du das CubeSat Format. Da sind kleine Würfel.

Boris

Wie groß sind die eigentlich? Sind die nicht tatsächlich nur so 10 cm?

Chris

Nee, ein bisschen größer sind die. CubeSat Format. Da gibt es verschiedene Einheiten in der Größe. Doch, Formfaktor 10 cm.

Boris

Ja, tatsächlich.

Chris

Aber die gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Also es gibt CubeSats, die einfach nur dieses Würfelchen sind. Dann gibt es welche, wo mehrere von der Größe aneinandergestöpselt werden. Und es gibt einen Satelliten, der den hat... Der für die taiwanesische, was war es, die taiwanesische, egal, also es gibt einen Satelliten, der da oben rumfliegt, einen CubeSat in Größe eines kleinen Koffers und der macht nach eigenen Angaben die höchst auflösenden Bilder der Erde, die jemals ein CubeSat gemacht hat.

Boris

Die jemals ein CubeSat oder die jemals ein Satellit gemacht hat? Ein CubeSat.

Chris

Also wirklich kleiner Satellit und der soll eben entsprechend hochauflösende Bilder machen. Wobei hochauflösend in dem Fall bedeutet aus einer Entfernung von 410 Kilometern über der Erde macht das Ding Bilder mit einer Pixelgröße, die zweieinhalb Meter abbilden auf der Erde.

Boris

Ein Pixel, zweieinhalb Meter. Ja, also da gibt es hochauflösenderes, aber das ist für so ein Mini-Ding, ist das schon beeindruckend.

Chris

Also ich sage mal, Militärsatelliten schon. Das, was du bei Google Earth und Google Maps hoch aufgelöster kriegst, kommt von Flugzeugen, das kommt nicht von Satelliten.

Boris

Ja, das ist klar. Aber diese Spionage-Geschichten, die sind schon noch ein bisschen hochauflösender. Aber sie sind auch deutlich größer.

Chris

Davon gehen wir jetzt mal aus. Aber es geht eben darum, so Cubesets zu machen.

Boris

Wie hoch hast du gesagt?

Chris

410 Kilometer, glaube ich.

Boris

Das ist auch nur knapp über der ISS, die ist so bei 350, 380, irgendwas in der Größenordnung.

Chris

Glaube ich. Also ist immer noch Low Earth Orbit und die Firma ArcEdge Space heißt das, die hat den Satelliten für Taiwan gebaut, für die taiwanesische Space Agency TASA und sie sagen, das ist höchstwahrscheinlich die High Quality Images of Earth taken by CubeSat.

Boris

Und die sind dann auch schnell. Also, wow.

Chris

Ja, das Ding ist momentan, glaube ich, noch so ein Prototyp, nennt sich Ongleisat. Ongleisat. Und Ongleisat steht für, das ist ein geiles Akonym, Onboard Globe Looking and Imaging Satellite.

Boris

Onboard Globe Looking. Naja gut, kann man machen.

Chris

Naja und wofür er genau da ist, weiß ich nicht, aber sie machen auf jeden Fall Bilder. Und so wie ich das verstehe, ist das im Moment noch so ein Proof of Concept, dass das geht mit einem Cube Set. Und hier ist ein Bild, also es ist eine Illustration von diesem Satelliten, so ungefähr sieht der aus. Und er hat eine Kamera drin. Moment, das habe ich mir aufgeschrieben. Eine TDI-Kamera, eine Time-Delay-Integration-Kamera.

Boris

Das ist was?

Chris

Und das musste ich auch erst nachgucken. Und ganz 100 Prozent verstehe ich es nicht, aber es ist eine Kamera, die wohl Streifen aufnimmt, also quasi irgendwie was über den Sensor läuft, aber über mehrere Reihen von Pixeln gleichzeitig integriert. Und damit hast du wohl den Vorteil, das du entsprechend schnell aufnehmen kannst, aber trotzdem mit einer sehr hohen Empfindlichkeit.

Boris

Okay.

Chris

Weil da irgendwie Daten dann von mehreren Pixelreihen aus gewertet werden. Hier steht including world class ground resolution enhanced image clarity through TDI. Also bessere Klarheit durch TDI und, Und so weiter und so fort. Das ist eine 6U-Class, also sechs Einheiten CubeSat. Also man kann sich so sechs Würfel in zwei Reihen, also drei Würfel in zwei Reihen übereinander vorstellen.

Boris

Ich kann dir sagen, mir geht es nicht besonders gut in engen Räumen. Ich würde es vielleicht noch nicht Platzangst nennen, aber es kann schon sein, dass ich in geschlossenen Räumen durchaus zur Panikattacke neige. Das mal vorweg geschickt. Ich kann es auch nicht gut haben, wenn ich mich frei bewegen kann, wenn ich dann mal aufs Klo müsste, aber ich könnte jetzt nicht weg, weil ich muss jetzt hier noch irgendwie drei oder vier Stunden warten, bis es irgendwie weitergeht. Das kann ich auch nicht gut haben. Aber mein Wunsch danach, mal in den Orbit zu kommen oder darüber hinaus und das mal zu erleben, was so ein kleiner Scheiß-Cube da oben macht. Weißt du, einfach mal die Welt von oben sehen oder einfach mal Ruhe um mich haben und frei im Raum schweben.

Chris

Das ist aber eine hohe Höhe.

Boris

Ja, die Höhe ist ja dann irrelevant. Also meine Höhenangst ist ja eine sehr spezifische Höhenangst. Ich habe quasi Turmangst, wenn du so willst. Ich kann aber in den Bergen nicht spazieren gehen. Da habe ich überhaupt gar kein Problem damit.

Chris

Auch an der Kante?

Boris

Ja, das geht schon. Also ich kann da ja auch Autofahren in den Serpentinen. Das ist auch kein Problem. Ich habe aber so Turmangst. Also so auf den Turm hochgehen. Also hier so dieses Atomium zum Beispiel rauf. Oder den Eiffelturm rauf. Keine Chance. Kann ich nicht machen. Der hört meinen Körper einfach auf und macht den nächsten Schritt nicht mehr. Geht einfach nicht. Ist verrückt. Also von daher die Höhe wäre nicht das Problem. Zum Beispiel in Hamburg auf den Fernsehturm. Da gibt es ja das Café oben oder gab das Café oben, was sich gedreht hat. Und darunter eine Plattform, eine Aussichtsplattform. Da bist du mit dem Fahrstuhl hochgefahren. Das war überhaupt kein Problem. Da bin ich gerne hoch.

Chris

Ja, es ist ja auch, wenn man sich so von einem Planeten entfernt, dann hast du ja tatsächlich irgendwann den Punkt, wo aus Höhe dann Entfernung wird. Und dann ist es ein anderes Ding. Aber von wegen leise durch die Gegend schweben, hast du mal so echte Audioaufnahmen von der ISS gehört? Das ist ganz schön laut da oben. in den Garten und Sachen.

Boris

Ich will ja nicht auf der ISS sein. Ich will so ein kleiner Cube-Satz sein, weißt du?

Chris

Ja, aber da muss ja auch irgendwie ein Lebenserhaltungssystem laufen. Da muss ja auch was gepumpt.

Boris

Da ruhig. Ja, gut, Details. Meine Güte.

Chris

Das ist dann wieder für die Ohren nicht gut und so.

Boris

Vielleicht muss ich das mal so machen wie in diesem einen Film und kurz bevor ich meinem Lebensende entgegenfiebere, dann doch mal so einen Flug zum Mond buchen und dann mich einfach auf den Mond setzen, den Helm ausziehen und den letzten Atem noch genießen. Entschuldigung, ich wollte euch jetzt nicht frustrieren, aber für mich ist das einfach irgendwie, ich hätte da mal, ich würde das gerne mal erleben. Gibt es nicht irgendwie eine gute Visualisierungssoftware für eine 3D-Brille, um dem mal wenigstens mal zu kommen?

Chris

Das ist doch eine klassische VR-Anwendung.

Boris

Eigentlich schon.

Chris

Du legst dich in so einen Sensory Deprivation Tank, wo du dann in so einer Salzlaken quasi schwebst. Nee, du schwebst dann quasi und hast dann eine VR-Brille auf und bist dann quasi, schwebst im Weltall und alles wird gut. Ganz anderes Thema. Analoge Fotografie. Analoge Fotografie. Erinnern sich die einen oder anderen von euch noch an Lucky? Lucky?

Boris

Wir hatten ein Pferd am Hof, das hieß so.

Chris

Ja, das auch. Aber Lucky ist ein Hersteller von Filmen.

Boris

Wie Lucky Luke, also mit U.

Chris

L-U-C-K-Y. Nicht Luck wie Laufen.

Boris

Sondern wie Glück.

Chris

Nicht wahr?

Boris

Alles klar.

Chris

Diese Firma hat, als wir uns hier so richtig in die analoge Fotografie reingestürzt haben, so 2009 ungefähr, hatte die hier am Markt Filme und vor allem einen Schwarz-Weiß-Film, den SAD100. Lucky SAD100.

Und dieser Film, der hatte damals, der hatte so ein bisschen Kultstatus. Unter anderem, weil er, ja, weil er relativ günstig war. Also da hast du einen 10er-Pack Lucky für irgendwie 15 bis 17 Euro bekommen oder so. Also einen Euro bis zwei pro Rolle Film. Da reden wir also hier von 35mm-Rollen. Heute zahlst du typischerweise für eine Rolle Film, so Kodak Gold oder so, 10er ungefähr. Und für einen Sinistil kannst du auch schon mal 20 hinlegen. Also die Preise sind deutlich angestiegen seit damals. Und Lucky hatte deshalb auch so ein Kult-Following. Der Lucky SRD 100 war ein Schwarz-Weiß-Film, ein Schwarz-Weiß-Negativ-Film. Der war ganz gut auflösend und war unkompliziert in der Handhabung. Und wir haben den auch auf Workshops benutzt, weil der hat nicht viel gekostet. Da konntest du auch mal fünf Opfer-Filme irgendwie problemlos rumreichen und so weiter. Und die haben jetzt gerade einen neuen Film angekündigt, aber es gibt Kontroverse drumherum. Ganz kurz zum Thema Lucky, weil das wusste ich gar nicht, also Lucky so die Geschichte ist ein chinesischer Hersteller von Filmen, die seit 1950 Filme herstellen und auch nicht ganz klein sind, offensichtlich.

Und die haben so bis Anfang der 80er tatsächlich Rollfilm hergestellt, also diesen 120er Film, Mittelformatfilm Und dieser Mittelformat-Film, ja, der wurde dann so eigentlich schon Ende der 80er, Anfang der 90er auf dem chinesischen Markt weggegangen. Davor war der aber tatsächlich unter anderem...

Durch die Holger, die Plastikkamera aus China, die von 1982 auf den Markt kam, Pressplastimittelformatkamera, die wurde damals für die chinesische Arbeiterklasse quasi entwickelt, damit die alle schön fotografieren können für wenig Geld. Und da war Rollfilm drin und dann so wie gesagt ab den 1990er und ungefähr relativ spät, bei uns war das früher hat dann China auf eher so auf 35mm Film gewechselt und dann haben die, weil sie eben immer noch Rollfilme hergestellt haben, dann nach neuen Märkten geguckt und 2003 hat sich Kodak dann 20% Anteil an der China Lucky Film Corporation gekauft haben sie später wieder verkauft, aber sie haben da investiert und Und darüber ist der Film dann irgendwie halt auf den europäischen Markt gekommen. Der SAD 100. Toller Film, wie gesagt. War dann sehr traurig, als er irgendwann weg war. Eben auch aus Kostengründen, aber auch so, weil der Film halt einfach unkompliziert war. Dann gab es dann 2017 noch den Lucky New SAD 100. Da kam also nochmal eine neue Variante, aber die war dann schon deutlich teurer. Und jetzt wurde für 2025 angekündigt... Der New Lucky. Und zwar ein Farbfilm. Lucky Color.

Boris

Oh, okay.

Chris

Ein Farb-Negativfilm.

Boris

Eine Eigenentwicklung? Oder steckt da jetzt wieder Kodak dahinter?

Chris

Nee, Kodak ist da schon wieder raus mittlerweile. Es scheint, dass das tatsächlich die, China Lucky Film Corporation ist, die den herstellen. Wie gesagt, 35 Meter Farb-Negativfilm, also C41 Prozess. Das sollte tatsächlich eine Neuentwicklung sein. Das ist auf dem Markt der Filme auch nicht immer so ganz gegeben. Da hast du also schon auch durchaus irgendwelche ausländischen Filme, die dann umgelabelt unter einem anderen Namen irgendwie verkauft werden und so weiter. Die Website luckyfilm.net ist aber eine amerikanische Website, da steht also dann we are the US team working with Luckyfilm to manage marketing and wholesale also die machen, organisieren wohl irgendwie den Vertrieb für Amerika und Europa und, ja, man weiß noch nicht so genau du kannst dich da als Vertrieb oder als Vertriebspartner quasi bei denen melden und sagen, ich möchte gern mal eure Filme hier verkaufen. Du kannst auch hier in der Gallery, da ist noch Coming Soon und Where to Buy, da steht dann auch Lucky Film is not in production.

Soll kommen, coming 2025. Und das ist so interessant, weil die Aussicht, dass es einen neuen Lucky Film gibt, überhaupt einen neuen Film gibt, das ist schon mal interessant, aber dass es wohl Lucky einen neuen Film gibt und der dann auch noch in Europa irgendwo oder in Amerika erhältlich ist, der sorgt gerade für ziemlich Begeisterung unter den Leuten und wahrscheinlich für wenig Begeisterung bei Kodak und Co, weil, Also Filmpreise, wie gesagt, eine Rolle im Film, zwischen 10 und 20 Euro. Und sollten die tatsächlich dann auch das tun, was sie früher getan haben, nämlich hier mal den Markt deutlich unterbieten, dann ist das ein Angriff.

Boris

Wenn die Qualität dann noch so passt, nicht wahr?

Chris

Das werden wir sehen. Noch ist kein Datum und gar nichts, sondern das ist erstmal nur Hype generieren oder wie man so schon im Englischen sagt, Priming the Pump, also erstmal die Pumpe mit Wasser füllen. Außerdem gibt es dann tatsächlich auch unter den potenziellen Distributoren in Nordamerika ziemlich zoff gerade und irgendwie, es gibt so ganz viele widersprüchliche Aussagen, also einer sagt, das sei eine offizielle Website, dann sagt jemand anders aus Taiwan, also Taiwan steckt da wohl auch mit drin noch, dass sie der echte globale Vertrieb sind und nicht die Amis. Und Lucky Film selbst sagt dann, aber nee, da haben wir nichts damit zu tun. Der macht nur Falschinformationen. Und es ist ein bisschen ein Dumpsterfeier. Aber gut. Aber das zeugt zumindest sehr klar von viel Interesse im Moment. Das zeigt ganz deutlich, Filmen sollte halt doch mal wieder ein bisschen günstiger werden. Weil sonst, ja, also die Leute gucken nach Alternativen, ganz klar.

Boris

Ja, spannend. Okay, 2025, das heißt, wir sind ja noch relativ am Anfang jetzt hier, am 11. Februar, wo wir das hier aufnehmen, kann auch noch dauern. Dezember ist auch noch 2025.

Chris

Genau, also wir haben Februar und da steht tatsächlich, Lucky Film is in production and is in production and not yet available for retail purchase. Also angeblich wird er schon hergestellt, aber er ist noch nicht verfügbar. Film muss auch ein bisschen reifen. Also tatsächlich so, wenn ein Film hergestellt wird, dann braucht er auch ein bisschen Zeit, bis der dann richtig gut ist und so.

Boris

Kennen wir ja von farbigem Wein auch. Der muss auch ein bisschen lagern.

Chris

Genau. Aber Coming 2025 sagt erstmal gar nichts aus. Wir machen auf jeden Fall hier einen noch sehr offiziell und wir werden sehen, wo das hingeht und wann das kommt.

Boris

Interessant.

Chris

Und so weiter. Die Website ist quasi eigentlich erst mal nur so zwei Seiten und viel gibt es dazu nicht, außer ein Foto von irgendwelchen Filmrollen, was aber auch nichts aussagt.

Boris

Und die Seite ist halt schön mit farbigen Streifen, roter Hintergrund, schön, das sticht ins Auge und ein bisschen farbige Streifen an der Seite. Schönes Marketing eigentlich. Es ist schlicht und sagt aus, was es ist. Nämlich ein Farbfilm.

Chris

Aber ja, Lucky ist keine kleine Firma und wir werden sehen, was dann von denen kommt. Lucky Color 200 soll er heißen.

Boris

Aber wir hatten es auch verlinkt, hier von Smarter Every Day, den Dreiteiler, die Kodak-Fabrik, was für ein Aufwand dahinter steckt, wenn du so einen Farbfilm produzieren willst. Mal gucken, was kommt. Wir hatten ja auch schon, wie hießen denn die, waren das die aus England, diesen Farbfilm, der auch eher so künstlerische Farben hatte und der irgendwie immer so abweichend war, je nach Charge. Da gab es auch einen neuen Player am Markt mit so einem Farbfilm. Ich habe gerade den Namen nicht zu verhalten.

Chris

Es gibt ganz viele Player im Moment und da ist aber auch viel umlabeln und so weiter.

Boris

Die hatten, das war so ein Kickstarter, die hatten noch produziert und haben gesagt, ja, die ersten Chargen, das ist noch nicht so konsistent.

Chris

Auch davon gab es mehrere, also kann ich jetzt nicht sagen, wie du da meinst. Was mich jetzt natürlich besonders interessiert ist, was kostet das Zeug? Wie gesagt, die müssen die 10 bis 20 Euro schon deutlich unterbieten. Also Kodak Gold, 10 Euro für ein Rollchen wenn du das Einzelne kaufst.

Boris

Mal schauen.

Chris

Ja, Harman hat einen neuen Farbfilm rausgebracht, nämlich den hier, den Phoenix. Das war aber glaube ich der nicht.

Boris

Ardox auch.

Chris

Ardox auch, ja, ja. Und wie gesagt, du findest immer wieder, gerade in der Szene, die jetzt auch so Kinomaterial, also Hollywood-Material quasi umlabelt, umspult. Da gibt es... Das ist ein ziemlich bunter Markt, der nicht immer so ganz durchsichtig ist. Aber das war der Filmmarkt noch nie.

Boris

Für die Analog-Enthusiastinnen auf jeden Fall eine gute Entwicklung. Wenn da mehr Player kommen, gibt es mehr Mitbewerb, gibt es mehr Auswahl. Die Filme verhalten sich, war schon immer so, verhalten sich unterschiedlich, haben eine andere Charakteristik.

Chris

Es zeigt mir auf jeden Fall ganz deutlich, dass dieses Analogthema gerade echt schön köchelt. Und das ist für jemand, der mit seiner besseren Hälfte vor fast zehn Jahren ein Buch dazu geschrieben hat, was heute in der dritten Auflage noch läuft. Das ist The Gift That Keeps on Giving. Die Verkäufe sind zwar jetzt nicht mehr riesig, weil irgendwann ist auch so ein Markt gesättigt und das ist kein modernes Buch, was noch irgendwie sehr offensiv beworben würde. Aber damit immer noch relevant zu sein, das ist immer noch so ein Standardwerk, das tut schon echt gut.

Boris

Ja, aus geschäftlicher Sicht auf jeden Fall, aber eben auch bei euch ja aus persönlicher Sicht. Ich meine, ihr seid beide auch sehr gerne analog unterwegs und experimentiert damit auch viel, macht Workshop zu dem Thema. Also das ist super. Also ich finde es toll.

Chris

Ja, und vielleicht kommt der Lucky bis im April, bis wir unseren Analog-Workshop machen.

Boris

Ja, hier gibt es kein Codachrom mehr.

Chris

Codachrom ist ein ganz anderes Thema.

Boris

Der Look, den gibt es jetzt nicht mehr.

Chris

Ganz, oh, digital gibt es den.

Boris

Ja, natürlich. Schön.

Chris

Gut.

Boris

Schön, schön. Ja, dann wollen wir mal eine Aufgabe auflösen, nicht wahr?

Chris

Lass uns mal ganz kurz noch die... Nee, warte mal. Wir haben ja noch zwei Themen, über happyshooting.de slash high bekommen. Die machen wir nach der Aufgabenauflösung.

Boris

Das können wir machen. Ja, genau.

Chris

Und vor den Terminen.

Boris

Ja, das machen wir. So machen wir das. Aufgabe Decke war die Aufgabe. Die lief bis letzte Woche. Ich glaube, 6. oder 2. war es. Ja, die Decke. Habt ihr mitgemacht? Ich sehe elf Bilder. Das erste finde ich grandios. Das erste Bild ist eine Decke.

Chris

Eine Zimmerdecke wahrscheinlich.

Boris

Es könnte auch eine Graukarte sein. Es ist einfach eine Zimmerdecke.

Chris

Da ist zu viel Vignette drauf. Lass mal gerade noch so gelten.

Boris

Es lasse ich erst recht gelten. Es ist große Klasse. Es ist mein Humor. Also... Ha, sehr geil. Gut, nichtsdestotrotz haben wir elf Bilder. Ich hole mir mal eine Würfelunterlage.

Chris

Richtig, ich brauche keine. Ich habe einen ordentlichen Tisch. Da fällt nichts durch.

Boris

Ja, ich habe so einen Plankenschreibtisch, der ist mir...

Chris

So, heute bin ich mal wieder dran.

Boris

Ja, leg ich los.

Chris

Eins bis elf.

Boris

Ja, das kann jetzt ein bisschen dauern.

Chris

Eine 53. Dafür haben wir Kapitelmarken.

Boris

Ja, eine 68.

Chris

Eine 13.

Boris

Knapp. Eine 70.

Chris

Eine 65 ne 56 eine 60, eine 33 schön eine 69 eine 2 Schau, eine 2 0,2 sehr schön 0,2 das ist, es dürfte das hier sein. Von Dirk Sporthallendecke. Es steht sonst nichts drin, außer dass es mit dem Apple iPhone 15 Pro gemacht wurde. Und ja, was sehen wir? Wir sehen eine Decke, also eine Hallendecke von unten fotografiert. Das ist so, wie man es so was eigentlich hätte oder eigentlich fotografieren muss. Nämlich einfach nur sehr zentral, mittig, symmetrisch.

Boris

Sehr symmetrisch.

Chris

Weitgehend symmetrisch. Da legst du dich am besten auf den Rücken und fotografierst nach oben und robst so lange hin und her, bis alles irgendwie gleich ist. Ist es aber nicht ganz. Ein kleines bisschen. Entweder ist die Halle krumm gebaut oder wenn du das Kreuz anguckst, das trifft sich dann oben, dieses Spannkreuz mit der Verspannung trifft sich nicht ganz genau in der Mitte und auch rechts und links die Spannkreuze treffen sich nicht ganz beide gleichzeitig, sondern sogar sehr weit auseinander. Also da wären noch so ein paar Zentimeter in eine Richtung, hätten noch geholfen. Da bin ich dann schon ein bisschen pingelig.

Boris

Dann willst du es auch genau haben.

Chris

Ja, natürlich. Wenn schon, dann richtig. Aber vielleicht war da gerade irgendwie, keine Ahnung, was im Weg. Weiß ich nicht. Aber es ist schön, weil das hat auch so ein bisschen was Abstraktes und du bist auch erstmal, wenn du es nicht weiß, also wenn er das nicht gesagt hätte, hätte ich erstmal überlegt, ob das horizontal ist.

Boris

Ja, man überlegt erstmal, was man da eigentlich sieht. Aber das ist auch faszinierend, so eine Konstruktion an der Decke, das hat schon was, so was Abstraktes irgendwie und das ist so unbeachtet, weil wann guckt man schon mal in der Sporthalle an die Decke, da guckst du halt auf das Geschehen unten auf den Sportplatz halt, ne? Ja, ist toll. Ja, schön.

Chris

Ja, noch ein ganz klein bisschen extra und dann.

Boris

Das ist aber wirklich nicht leicht, weil das im Sucher, das fällt ja gar nicht so auf.

Chris

Ist es auch nicht. Das ist ganz, und vor allem ist es vielleicht auch tatsächlich nicht. Ja, aber Jochen sagt, er glaubt, das geht nicht besser. Für das mittlere Kreuz muss er nach links, für das linke Kreuz nach rechts. Ja, vielleicht möglich. Dann hätte ich mir aber eins rausgesucht und gesagt, also hätte ich mir das mittlere rausgesucht und hätte das in die Mitte getan und dann wäre der andere Rest halt nicht 100%. Na, ist egal. Ist auch nicht wichtig. Du hast gewonnen. Lieber Dirk, du hast unser Wohlwollen gewonnen und unsere unser Klapps auf die Schulter, weil ist ja trotzdem eine coole Idee.

Boris

Ja, toll. Und man muss erstmal auf dem Sportplatz auch mitten drauf sein, nicht wahr? Und das mal mitten im Handballspiel. Ich meine, das muss man sich auch erstmal trauen.

Chris

Wenn da eine dritte über.

Boris

Einen drüber gestolpert ist dann wenn du so von der Bande fotografierst und sagst, warte, ich muss mal kurz hier auszeit ne.

Chris

Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass Location dass deine Location deine Perspektive halt wichtig ist wenn du fotografierst das Bild kriegst du nur von Mitte Platz hin, und Andi schreibt noch im Slack, man sollte öfters an die Decke sehen und ist interessant das zu entdecken. Korrekt und zwar, das gilt allgemein. Schaut ruhig auch mal hinter euch, wenn ihr irgendwo fotografiert, was hinter der Kamera passiert. Da passen nämlich ganz oft die interessanten Sachen.

Boris

Bei Hochzeiten und Feiern generell schon das Paar vorne oder die zu befeiernden fotografieren natürlich, aber dann auch mal umdrehen und ins Publikum. Das sind spannende Bilder.

Chris

Richtig.

Boris

Und wie spannend die Decke ist, das hat ja Kustenza gezeigt. dem ersten Bild.

Chris

Ach, war das ja eigentlich? Ja, das ist jetzt ein bisschen...

Boris

Aber es ist ein super Gag. Also das ist wirklich quasi unstrukturiertes graues Bild. Wenn die Zimmerdecke tatsächlich mittleres grau war, ist das perfekt. Wenn das eine weiße Decke war, dann stimmt natürlich die Belichtung nicht. Dann kannst du natürlich vergessen, das Foto.

Chris

Ich gehe davon aus, dass das eine weiße Decke ist.

Boris

Wahrscheinlich.

Chris

Der hat schon eine graue Decke.

Boris

Der hat schon graue Decken. Ja gut, im Studio vielleicht, man weiß es nicht. Sehr schön. Nee, aber schön finde ich hier auch, guck dir mal das dritte an. Ja, das ist auch schön, das kannst du auch nehmen.

Chris

Von Wassererpel, da kommt die Decke um die Ecke. Das ist ein Reifen.

Boris

Die Decke um die Ecke.

Chris

Das ist eine Reifendecke oder gibt es einen Begriff bei Reifen, der Decke sagt? Oder steht hier irgendwas mit Decke? Nee, steht nicht. Also ich bin toll, das finde ich ganz cool, weil das ist so, das abstrahiert so dieses Fahrrad, diesen Fahrrad, Dingens. Red Knight, oh, ein Schwalbe-Marathon, guter Reifen.

Boris

Sofort erkannt.

Chris

Okay, aber hier noch von rechts noch ein bisschen das Licht, was das noch ein bisschen das Schwarze definiert.

Boris

Ist toll.

Chris

Vor dem dunklen Hintergrund. Ist toll belichtet. Licht ist so schön. Wie ein D, ein Buchstabe.

Boris

Genau. Und das hast du auch im Bild davor. Unser drittes Bild von Cutler 2003. Das ist ein D in der Ecke.

Chris

Ach D, deshalb ist das das D um die Ecke. Jetzt verstehe ich, wo das Decke herkommt.

Boris

Wird da wahrscheinlich auch so sein, genau. und hier sehen wir tatsächlich eine Ecke, also eine Ecke gebaut, ob das die Zimmerecke ist, mit einer mit einer Fahntapete aus.

Chris

Den späten 70ern.

Boris

Und dann aus Pappe ein D gebastelt aber auch so gebastelt, dass es dann wahrscheinlich aufgeklebt auf einem Pappboden da auch steht, schön Schatten in die Ecke wirft und dass der senkrechte Strich vom D auch genau in der Ecke steht. Also, ist schon schön gemacht. Ein Fleißbietchen da, da muss man ein bisschen bearbeiten und so. Ja, schöner Wortwitz an der Stelle.

Chris

Also, schön gemacht. Haben wir noch was?

Boris

Ah, sind einige schöne Sachen. Schönes Bild von der Wolkendecke.

Chris

Sind einige schöne, hier, Raureifdecke.

Boris

Raureifdecke.

Chris

Hat halt ein Makro gemacht, aber das muss da auch erstmal zum richtigen Zeitpunkt irgendwie morgens nach einer nebeligen Nacht, wenn es kalt ist und dann hast du halt diese...

Boris

Tolle, lange Kristalle.

Chris

Ganz lange Kristalle und wenn dann noch die Sonne draufknallt, dann glitzert und funkelt das, bevor es dann runterschmelzt. Also tolle Sachen, ihr habt klasse mitgemacht, wir freuen uns sehr. Vielleicht finden wir auch irgendwann mal wieder einen Sponsor, der was verschenkt. Ja.

Boris

Sollte euch jemand einfallen, der Interesse zeigen könnte, einen Fotopodcast zu sponsern, dann bewerbt uns doch mal bei ihm oder ihr.

Chris

Ansonsten haben wir noch eine aktuelle Aufgabe, nicht wahr?

Boris

Genau, das ist natürlich die Edelaufgabe, die läuft jetzt noch bis zum 20. Februar. Schauen wir mal.

Chris

Sehr schön. So, jetzt haben wir noch ein paar Kleinigkeiten, die gar nicht so klein sind. Und zwar haben wir von Rudolf aus Wien bekommen die Fragen, zwei Fragen. Hallo ihr beiden. Zwei Fragen für eine Reise durch Analogistan. Wie lange kann man sich gefahrlos Zeit zwischen Belichtung und Entwicklung eines Films lassen? Bei Vivian Mayer dürften es ja teilweise Jahrzehnte gewesen sein. Das ist richtig.

Also Schwarz-Weiß-Film, würde ich jetzt mal sagen, ist da sehr unempfindlich. Solange nicht irgendwie auf dem Dachboden gelagert wird, jahrelang und dort immer im Sommer heiß und im Winter kalt ist und so, kann das wahrscheinlich Jahre sein, ohne dass da viel passiert. Also wenn es kühl und trocken gelagert wird, also bei Schwarz-Weiß. Also das latente Bild ist im Kristall quasi drin, aber die verändern sich jetzt nicht dramatisch. Und es gibt tatsächlich Beispiele von Filmen, die auch schlecht gelagert wurden in irgendwie Expeditionen, die dann im Eis irgendwie später gefunden wurden mit unentwickelten Filmen und dann hat man die noch entwickeln können. Aber ja, also bei Schwarz-Weiß bin ich da relativ.

Schmerzbefreit. Also ja, denke ich, siehst du wahrscheinlich bei den typischen Schwarz-Weiß-Filmen keinen Unterschied. Bei Farbfilmen ist es anders. Frosch im Hals. Bei Farbfilmen ist es anders, weil Farbfilm mit anderer Chemie arbeitet. Und das ist organische Chemie und die ist, die altert einfach schneller als jetzt nur Silber oder Silberhalogenide. Das heißt, Farbfilmen, da wäre ich dann, würde ich wahrscheinlich schon sagen, wenn das Bild da drauf ist, dann mach mal irgendwie nach ein paar Wochen, ein, zwei Monaten spätestens irgendwie eine Entwicklung.

Zweite Frage. 10 vor und 20 Meinungen. Ist bei euch die Fixierzeit in der Dose eine feste Größe oder abhängig von der Entwicklungszeit? Ich nehme... Was machst du denn da?

Boris

Einfach weitermachen. Für die Hörer uninteressant.

Chris

Ich nehme derzeit immer sieben Minuten. Bin mir aber nicht sicher, ob das gescheit ist. So. Fixierzeit. Fixierzeit hängt mit der Entwicklungszeit überhaupt nicht zusammen, sondern Fixierzeit ist die Zeit, in der das nicht entwickelte Silberhalogenit aus dem Film rausgewaschen wird. Also aus dem Film. Der Film wird belichtet, dadurch wird das latente Bild angelegt und die Stellen, die das Licht gesehen haben, die werden dann beim Entwickeln zu Silber und damit schwarz. Und die nicht entwickelten Stellen, also die, die kein Licht gesehen haben, die müssen dann rausgewaschen werden und das macht der Fixierer. Und der Fixierer, der arbeitet so vor sich hin und da kann man sich schon mal so ein bisschen drauf verlassen, auf das, was auf der Packung steht, wenn man das anrührt, oft in Flüssigkeit mit Wasser verdünnt oder Pulver mit Wasser verdünnt, und dann fixierst du und der Fixierer macht dann den Film Licht unempfindlich, das heißt, wenn der fixiert ist, kann er dann ans Tageslicht, der wird dann meistens hinterher noch gewaschen, damit das Fixierzeug rausgeht, das muss auch passieren. Jetzt hast du quasi einen fixierten Film.

Oder jetzt stell dir aber mal vor, du ziehst den Film raus und er ist noch nicht ganz fertig fixiert, weil Fixierer altert. Der Fixierer wird wiederverwendet. Und wenn der Fixierer jetzt das fünfte oder zehnte Mal verwendet wurde, dann ist halt irgendwann, wird der halt schwächer. Kann nicht mehr so viel aufnehmen und wird dann ein bisschen schwächer. Das ist aber gar nicht schlimm, weil dann kannst du tatsächlich, wenn der Film nachher rauskommt und du siehst, der ist noch nicht ganz durchfixiert, dann kannst du den einfach nochmal reintun und nachfixieren. Film kannst du jederzeit nochmal fixieren. Ich habe auch schon Filme gehabt, die schlecht ausgewaschen waren und dann später hat man gemerkt, oh, das ist nicht ganz okay, dann wirst du nochmal einen Fixierer rein. Das funktioniert problemlos. Der Film ist auch tatsächlich nach, ich würde sagen, einer halben Minute fixieren, ist der schon nicht mehr lichtempfindlich. Also passiert schon nichts mehr, wenn du die Dose aufmachst. Das heißt, du kannst tatsächlich auf Sicht fixieren, wenn du möchtest.

Und deshalb, also bei uns wird Fixierer verwendet, bis er anfängt ein bisschen zu schwächeln und dann wird er noch weiterverwendet, bis er richtig schwächelt und dann wird halt die Fixierzeit, ein junger, frischer Fixierer, der macht das auch in ein, zwei Minuten schon, aber dann wird es halt fünf Minuten, dann wird es halt mal sieben Minuten, wenn du mal bei zehn Minuten gelandet bist, ja, dann kann man den mal ersetzen, aber selbst dann. Kann man ihn vielleicht auch noch ein bisschen länger verwenden. Also fixiere es tatsächlich so ein, das macht man so nach Gefühl. Ich würde jetzt nicht unbedingt ein paar Stunden fixieren, weil dann irgendwann fängt der Fixierer auch an, das Silber vom Film runter zu futtern, aber, im Normalfall, also ein Fixierer, der schneller als 10 Minuten ist, ist okay und sollte er tatsächlich altern, muss das nicht so präzise sein, wie das Entwickeln selber.

Boris

Ja, Jochen schreibt auch, Adolfix braucht drei bis vier Minuten bei Film.

Chris

Ja.

Boris

Laut Packung.

Chris

Wir machen das in den Workshops, zeigen wir das immer. Ein Stück Film, also tatsächlich ein Stück belichteter Film, den kannst du ja am Tageslicht einfach so rum zeigen, der ist dann auch garantiert belichtet. Und dann wird ein Teil davon erstmal, nämlich die Hälfte, wird in Entwickler geschwenkt, alles bei Sicht und dann wird das schwarz, weil an der Stelle wird das, wird das belichtete Silber schwarz quasi. Aber der Teil, den du festhältst, der ist noch nicht entwickelt und dann wird das Ganze in den Fixierer geworfen. Auch auf Sicht. Und dann siehst du wirklich in Echtzeit, wie der Fixierer arbeitet und wie der Teil, der nicht entwickelt war, dann durchsichtig wird mit der Zeit. Und bei einem frischen Fixierer ist das wirklich teilweise nach einer Minute schon durch. Insofern ja, das ist keine Präzisionsgeschichte. So und jetzt haben wir noch von Tobi Und zwar Tobi mit den Zitaten, der alte Happy-Shooting-Zitate schickt, der hat uns jetzt einen Audiokommentar geschickt.

Boris

Die sind hier.

Einspieler

Hallo Boris.

Chris

Du musst dann abspielen.

Einspieler

Bald startet mit der Seebergstadt die Happy-Shooting-Workshop-Saison. Daher hier mal eine Frage an euch beide. Wenn ihr selber einen Fotoworkshop als Teilnehmer suchen würdet, wer wäre euer Wunsch-Workshop-Leiter? Egal, ob schon tot oder noch lebendig und was wäre das Thema des Workshops 3, 2, 1 Happy Shooting.

Chris

Also wenn wir einen Workshop besuchen würden, das machen wir jetzt mal einzeln, weil gemeinsam besuchen wir keinen Workshop, das machen wir einfach nur Happy Shooting Workshops zusammen, und die Frage war wer wäre der Leiter und egal ob lebendig oder nicht und was wäre das Thema ja.

Boris

Soll ich anfangen?

Chris

Hast du dir jemanden überlegt?

Boris

Ja, ich werde keinen Namen nennen, weil bei Lebenden werde ich jetzt keinen Namen nennen. Das hat zwei Gründe. Zum einen weiß ich jetzt gar nicht, ob das Marketing jetzt sinnvoll ist und ob es den Leuten auch recht ist. Und zum anderen kann ich mich eh nicht daran erinnern. Ich weiß bloß, dass es sie gibt und ich wüsste, wie ich googeln müsste. Aber es gibt so ein, zwei, vielleicht drei Fotografen und Fotografinnen tatsächlich.

Chris

Also das muss jetzt niemand sein, der noch auf der Welt ist.

Boris

Ja, ich weiß, aber ich bin da schon realistisch, was ich vielleicht auch tatsächlich mal machen werde. Und diese drei Personen, zwei oder drei Personen sind sehr engagiert im Bereich der Fotografie von Pferden und Menschen. Also Porträt von Pferden allein und von Pferd mit Mensch. Und die machen sehr, sehr beeindruckende Bilder. Und das ist halt etwas, was ich auch sehr gerne mache. Und das wären tatsächlich mal Leute, wo ich mal einen Workshop besuchen würde, beziehungsweise wenn sie keinen mache, keinen anbieten, mich tatsächlich mal vorstellen würde und frage, ob sie ein One-on-One machen, weil mich wirklich interessieren würde, wie die da rangehen, weil ich weiß, wie ich an so ein Shooting rangehe, weil mich interessiert, wie gehen die da ran, wie bereiten die so ein Shooting vor, wie gehen die in die Nachbearbeitung, in die Vorbesprechung, also da würde mich tatsächlich mal auch das Business-Thema drumherum ein bisschen interessieren, das ist so das, wo ich Bock drauf hätte, sehr realistisch, es gibt natürlich sehr unrealistische Wünsche von.

Rund um Albert Einstein gab es auch Fotografien, die dann erkannt haben, dass das mit der Lichtkrümmung alles so realistisch ist von irgendwelchen, christlichen Leuten, die in der Fotografie sehr angetan waren und da würde ich natürlich auch gerne mal mit denen einen Workshop machen, wie die da so rangegangen sind an ihre Dinge, aber, realistisch tatsächlich in diesem Bereich Pferde und Portraitfotografie, da würde ich gerne auch mal sehen, wie andere da rangehen und dazulernen.

Chris

Ja, ich habe tatsächlich nicht lange überlegen müssen. Ich habe jetzt auch niemanden genommen, der Workshops gibt, sondern einfach einen Fotografen, den ich toll finde und den ich einfach mal mit dem ich mal einen Tag oder zwei abhängen würde. Gerne. Leider lebt er nicht mehr. Und zwar als Workshop-Leiter hätte ich gerne jemanden, der auch so heißt, nämlich Saul Leiter. Das ist amerikanischer Fotograf, haben wir schon mal kurz besprochen. Wir haben auch ein Buch dabei gehabt auf dem Workshop. Und Saul Leiter ist ein amerikanischer Fotograf, der von 1923 bis 2013 gelebt hat. Der war auch Maler. Der war auch so einer der Pioniere der Farbfotografie und hat auch in New York City gelebt und hat, ich gucke mal hier so noch ein, zwei Bilder. Der Mann hat einfach ein malerisches Bild ähm.

Das ist einfach saumäßig klasse, was der Mann drauf gehabt hat in puncto Beobachtungsgabe, Kompositionen, teilweise Sachen gemacht, auch Formate, die so gar nicht typisch sind und so weiter. Der ist mit Farbfotografie umgegangen und vor allem auch mit Gestaltung und mit Bedeutung in Bilder reinlegen, ohne dass da viel drauf ist. Das ist sagenhaft. Und der hat, wie gesagt, in den 40ern hat er schon mit Farbfotografie experimentiert, als das noch kein Thema war für die meisten.

Das ja arbeitet ja auch mit Reflexionen und mit abgeschnitten Dingen und mit Formen und so weiter hat dann auch tatsächlich später kommerziell gearbeitet, 50er und 60er Jahre als Modefotograf für Esquire Harpers Bazaar und so weiter aber seine privaten Bilder sind einfach völlig gut, wahnsinnig toll und ich hätte echt Bock wenn es denn ginge den mal einfach, hinterher zu dackeln und einfach mal zu gucken, was der tut und wie er es tut und immer auszuquetschen, wie er das sieht und warum er an so Sachen so und so oder so rangeht. Das habe ich dann mir so überlegt und dann habe ich Moni die Frage gezeigt. Guck mal, Moni, was wir für eine Frage bekommen haben. Ich habe ihr das Audio vorgespielt und sie guckt mich an und sagt, Sauleiter.

Boris

Ja, man merkt, ihr wohnt schon länger zusammen, nicht wahr?

Chris

Ja, aber nee, das ist auch, also der hat auch Street-Fotografie auch noch mal auf eine andere Art neu definiert. Also auch noch mal anders, als Katia Brisson das gemacht hat und so. Das ist toll. Also Sauleiter, also das Buch kann ich ganz, ganz heiß empfehlen. Dieses Anziehen ist ein relativ neues Buch.

Boris

Sag doch mal, wie es heißt, kannst du doch mal zeigen.

Chris

Anziehen, U-N-S-E-N.

Boris

Also wie ungesehen.

Chris

Ungesehen. Und das sind unveröffentlichte Bilder aus seinem Archiv. Bis dann unveröffentlichte Bilder aus seinem Archiv. Und das ist einfach ein Hammerbild neben dem anderen.

Boris

Das ist unglaublich. Ihr beide natürlich das Problem, dass es physikalisch durchaus eine Herausforderung ist, in der Zeit zurückzureisen. Nach vorne ist technisch eigentlich leicht. Zurück ist schwierig.

Chris

Aber auch nur bis zum gewissen Grad.

Boris

Zurück ist halt schwierig. Das heißt, ihr müsst jetzt hoffen, dass der, Leiter in der Vergangenheit mal eine Reise in die Zukunft übernommen, vorgenommen hat, unternommen hat, sagt man, unternommen hat und ihr ihn zufällig trefft in der Zukunft, auf seinen Ausflug in die Zukunft. Und dann könnt ihr ihn Fragen stellen. Das ist natürlich nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Ich dagegen mit meinem Wunsch habe tatsächlich eine reelle Chance, mal so einen Workshop zu besuchen. Ist das nicht gut?

Chris

Aber Tobi hat das ja ganz bewusst frei und offen gelassen und hat dazu gesagt, dass das auch jemand sein darf.

Boris

Meine Fresse, bin ich wieder ein Realist.

Chris

Und deshalb kommen wir jetzt zu den tatsächlich realen Sachen.

Boris

Deswegen möchte ich gerne einmal irgendwie so im Orbit, nicht wahr, ist auch alles sehr realistisch.

Chris

Wir kommen jetzt zu den Möglichkeiten, realistische, echte Bilder anzuschauen, nämlich in Ausstellungen. Und dafür gibt es bei Happy Shooting die Termine.

Einspieler

Der Terminkalender.

Chris

Und da haben wir heute zwei Termine. Und zwar hat uns einen der Alex hier reingeworfen, in der Leica Gallery in Heidelberg vom 08.02. Bis zum 29.03. Vorsicht Trigger-Thema. Tod heißt der Titel der Veranstaltung. Beschreibung, die Ausstellung. Abzüge vom Sterben gewährt einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen der künstlerischen Schaffensphase von Finn Kliemann. Fotograf Fabian Neser begleitete Kliemann über Monate hinweg bei der Entstehung seines Albums Tod und der gleichnamigen Kunstausstellung. Während Kliemanns Album musikalisch die Themen Endlichkeit, Wandel und Hoffnung verarbeitet, fangen die Fotografien von Fabian Neser die Atmosphäre, die Emotionen und die Momente des kreativen Prozesses visuell ein in der Leica Gallery in Heidelberg. Und unser ...

Boris

Also ich habe schon mal auf einer Beerdigung fotografiert. Das war auch außergewöhnlich. Aber den Tod selbst natürlich nicht.

Chris

Ich weiß auch gar nicht, was diese Ausstellung genau umfasst.

Boris

Weiß ich auch nicht.

Chris

Wir haben da natürlich immer einen Link zu der Veranstaltung. Und ich würde sagen, Leica Gallery, das dürfte einigermaßen für Hand und Fuß Jürgen. Also falls ihr in Heidelberg seid, bis zum 29.03. ist die Ausstellung noch. Und dann hat uns unser Korrespondent Jürgen noch das Folgende geschickt.

Einspieler

Hallo Community! Heute aus der Serie Fotoausstellung der Woche, diesmal für Hörer aus oder in Oberhausen. Wir sprechen heute über die 20er und 30er Jahre der Berufsfotografie. Es gab bereits erfolgreiche Fotografinnen, die neben dem klassischen Porträt im Studio auch als Fotografin außerhalb gearbeitet haben und journalistische oder dokumentarische Aufnahmen getätigt haben. Eine davon war Anne Winterer. Sie fotografierte überwiegend mit ihrer zweieugigen Rollei Flex, eine 6x6 Kamera. Von Düsseldorf aus unternahm die Berufsfotografin regelmäßig Fotoreisen in die Eifel und an den Niederrhein. So, jetzt Aufforderung an alle Hörer. Augen schließen. Wir denken nun in quadratischen Bildern und nur schwarz-weiß. Wir träumen. Wir sind in den 20er Jahren.

Alltagssituationen. Oberhausen. Eine Kirmes. Ein Bild mit baumelnden Beinen eines riesigen Kettenkarussells Ein anderes Bild Ein Liebespaar auf einer Wiese Direkt am Fluss Ein Idyll am Niederrhein Ein freier Sonntag Blick auf den Fluss, Leben am Rhein Und gemeinsam blickt das Paar romantisch auf riesige Maschinenanlagen und auf eine Industrielandschaft. Fotos auf hohem Niveau.

Augen auf! Und wer jetzt mag, darf den Link zu den Fotos klicken. Ihr könnt eure eigenen Bilder vergleichen mit denen von Anne Winterer. Für die Ausstellung gibt es einen Katalog und man kann vorab Online-Tickets für die Familie für kleines Geld erwerben. Denn die Ausstellung läuft nämlich auch zwei Jahre bis zum Juni 2026. Wo? Im LVR Industriemuseum St. Antoni-Hütte, Antoni-Straße 32-34, in 46119 Oberhausen. Grüße gehen damit raus an alle Hörer, die gerne mal einen Familienausflug mit Kamera zu einem tollen Industriemuseum machen möchten. 3, 2, 1, Happy Shooting!

Chris

Ja, Oberhausen mitten im Pott. Das ist schön, weil das natürlich genau da auch hinpasst. Das erinnert mich so ein bisschen an die große Ausstellung im Landschaftspark Duisburg im Lappadu mit den Industriefotografien vom Ehepaar Becher. Das weiß gar nicht, ob die zeitlich auch ähnlich waren, aber es war auf jeden Fall ja, große Industrieanlagen und so weiter, das ist schon, das gibt schon was her, vor allem diese Kontraste mit Familie und Idylle und dahinter dann irgendwie die großen Anlagen, das ist cool ganz eigene ja.

Boris

Ganz eigene Eindrücke so.

Chris

Also geht da hin, geht auch in die erste Ausstellung nach Heidelberg und lasst uns wissen. Schreibt uns auf happyshooting.de berichtet uns drüber. Ob das was getaugt hat, was der Jürgen uns hier mitgebracht hat oder ein.

Boris

Zwei Eindrücke, die ihr mitgenommen habt. Genau. Würde uns freuen.

Chris

Oder trefft euch zu einem Ausstellungsgang und, ja, lasst uns davon wissen. So, das müsste es jetzt gewesen sein mit Helgi Stuting. Wir sind durch. Wir freuen uns, dass ihr dabei wart. Ihr dürft uns gerne nächste Woche wieder besuchen. Ja, und wir sagen tschüss. Viel Spaß. Moment, ich muss ich muss, Achtung, Achtung, Achtung.

Boris

Achtung, also bis zum nächsten Mal.

Chris

Bis zum nächsten Mal.

Boris

3, 2, 1, happy shooting.

Shownotes