#893 - Existentielle Krise, aber fluffig
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Happy Shooting, Folge 893. Existenzielle Krise, aber fluffig. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...
ChrisVon der tollsten Community, wo gibt's.
EinspielerHier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.
BorisJa, da sind wir wieder.
ChrisAhoi.
BorisBist du wieder zurück im Lande.
ChrisGenau, Ahoi. Sagt man im Osten oft als Hallo.
BorisIst das so?
ChrisSo. Ja, klar.
BorisIst ja wie auf dem Schiff.
ChrisHasse noch nie so, so.
EinspielerHier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.
ChrisHast du noch nie so tschechische Kinderfilme geguckt? So Drei Nüsse für Aschenbrödel und so. Da begrüßt man sich schon durchaus mal mit Ahoi.
BorisMit Ahoi. Also habe ich früher als Kind viel gesehen, weil unglaublich gute Filme aus dem Raum da kommen. Auch so Science-Fiction-Geschichten und sowas. Die waren ganz, ganz vorn dabei. Es ist eigentlich schade, dass man da nicht mehr von sieht. Haben die keine Filmstudios mehr oder machen die nichts mehr? Eigentlich sehr schade.
ChrisDas waren damals, muss man auf Wikipedia gehen, das ist über diese Kooperation zwischen, ich glaube, WDR und den Studios dort in Tschechien ist da einiges geschrieben und so. Das ging halt eine Zeit lang. Die waren teilweise, genau, Pantau und so weiter, die waren teilweise eben auch mitfinanziert aus Deutschland, weil es so Koproduktionen waren.
BorisFand ich als Kind ganz fantastisch.
ChrisImmer die gleichen Schauspieler.
BorisNee, die hatten wirklich ganz, ganz kreative Geschichten da. Hat mir sehr gut gefallen schon früher. Weiß nicht, wie die gealtert sind, aber ...
ChrisWir sind übrigens Happy Shooting, der Fotopodcast. Mal wieder. Wir sind mal wieder da, live. Und zwar heute am 6. Mai 2025.
BorisEs ist 18 Uhr, 19 Minuten und ich bin der Boris.
ChrisGenau. Man muss ihn nur richtig prompten, dann kommt auch was. Ja, und wir reden über Fotografie. Und das tun wir normalerweise immer dienstags abends live. Nur jetzt ein bisschen kurz nicht, weil ich nicht da war. Dazu gleich mehr.
BorisDu hast quasi gearbeitet.
ChrisIch habe quasi gearbeitet, ja. Ich war mit fotografierten Menschen unterwegs. Bevor wir da aber reingrätschen, machen wir das, was wir sonst an dieser Stelle auch machen. Wir freuen uns über eure Hinweise, Fragen oder Storys oder sonst was auf happyshooting.de slash hi. Das ist quasi quasi unsere Postbox, unsere Sendungshörerbriefe und Hörerinnenbriefe, an uns und da haben wieder ein paar Leute Dinge reingeschrieben.
BorisGanz kurz noch, weil ich es gerade im Chat lese, der Wolf fragt, ob die Ahoi-Brause auch aus Tschechien kommt. Das weiß ich nicht, aber die Ahoi-Brause schreibt sich mit J am Ende. Von daher.
ChrisDie Ahoi-Brause kommt, glaube ich, irgendwo aus Süddeutschland. Mal nicht.
BorisSo viel dazu.
ChrisIch glaube, das war ein deutsches Produkt. Ja, also geschrieben hat Jürgen und schreibt, hi Boris, du bist ja noch hoffentlich auf der Suche nach schönen langen Teleobjektiven. Eine kleine Liste der schönsten und teuersten Objektive der Welt. Und dann hat er einen Link dazu getan.
BorisAbsteigend nach Preis sortiert. Es fängt mit einem Leica an für irgendwie schlanke zwei Millionen. Egal welche Geldeinheit, Dollar oder Euros. aus.
ChrisGenau, also das Ganze auf objektivberater.de und dann kann man sich quasi hier mal, ja, also der Link ist quasi schon Die.
BorisSuche ich alle nicht. Aber wenn du ganz runter scrollst, dann wird es schon interessanter.
ChrisDieses 1200er von Canon ist auch nur eine halbe Million, aber ich glaube, das sind viele so Einzelanfertigungen.
BorisJa, ich möchte das gar nicht schleppen, das Sigma natürlich. Nach unten hin kommt schon die etwas normaleren Alles.
ChrisTolle Schnäppchen, Gesundheit, Nochmal Gesundheit.
BorisErst mal eine Allergie auf teure und schwere Teleobjektive Achso.
ChrisDa hast du Ja, wir haben noch ein paar andere bekommen aber die nehmen wir mal ganz bewusst hier nicht rein Nochmal an dieser Stelle die Bitte, ganz, ganz große Bitte, wenn ihr uns was schickt, einen Link zu einem Artikel oder einen Link zu einem Video, dann schreibt bitte nicht nur dran, guck mal, das könnte für euch interessant sein.
BorisSondern schreibt bitte dazu.
ChrisWorum es geht, weil gerade ein Video, also wir haben jetzt irgendwie so ein 20-minütiges Video und keine Ahnung, was jetzt an dem Video wichtig ist oder nicht. Und das ist einfach, das macht Probleme, das macht zeitliche Probleme. Das heißt, wir sollten, das ist wie beim Fotos schicken, schickt quasi einen geschriebenen Thumbnail mit, dann können wir das Zeug dann auch hier reinnehmen, ansonsten ist das einfach schwierig. Ich muss das mal, glaube ich, auf der Website noch ein bisschen deutlicher machen.
BorisEin bisschen deutlicher, so viel Text. Das können ja spannende Links zu Webseiten sein, zu lang Blogbeiträgen oder News-Tickern oder sowas, wo spannende Informationen drinstehen. Das ist schon gut, nur manchmal verstecken die sich dann auch hinter einer Bezahlschranke und dann ist für uns nicht klar, wie viel lohnt es sich jetzt.
ChrisAlso nochmal, jedes Ding, was ihr auf happyshooting.de uns hinterlasst, ist super und wahrscheinlich sind diese Links auch alle ganz toll, aber es ist halt schwierig. Es macht es halt total schwierig.
BorisKurzes Thema dazu schreiben, worum es geht oder wenn ihr das schon gelesen habt und eine Meinung dazu habt, irgendwie ein, zwei kurze Sätze dazu, dass wir wissen, worum es geht. Das hilft dann auch beim Einsortieren in die Sendung thematisch, wenn man dann nicht alles durchlesen muss und beim nächsten Mal hat man es wieder vergessen.
ChrisOder wenn es ein 20-minütiges Video ist, dann schreibt hin, so ab Minute 5 wird was Interessantes besprochen für euch und zwar das hier. Dann müssen wir uns das ganze Ding angucken. Es einfach hilft, hilft einfach.
BorisVielen Dank.
ChrisDann haben wir noch ein Follow-up von Michael. Ihr erinnert euch vielleicht noch in der letzten Sendung, da kam dieses Foto mit diesem in Anführungszeichen Doppelstecker vor. Also das war ein Kabel, ein Verlängerungskabel, was aber auf beiden Seiten einen Stecker hatte. Und ich dachte ja, das ist irgendwie gephotoshoppt oder so. Nein, Michael hat geschrieben, lieber Boris, lieber Chris, ihr habt mein Bild zum Thema Wahnsinn ausgewürfelt und kommentiert, das freut mich sehr. Es kam die Frage auf, ob das Wahnsinnskabel mit zwei Steckern wirklich existiert. Ja, ich habe es für eine Spezialanwendung hergestellt. Bei einem Blackout kann ich damit gezielt, aber unter bestimmten Vorkehrungen, Spannung von meiner Powerstation ins Heimnetz einspeisen und zum Beispiel die Rollladen hochfahren. Siehe, aktuelles Beispiel in Spanien. Da war Stromausfall. Kinder und auch Erwachsene bitte nicht nachmachen, Ausrufezeichen. Ich kenne aber auch einen Fall von einem früheren Arbeitskollegen, dass sein Vater wohl mehrere solche Verlängerungskabel für seinen Rasenmäher hat. Mal mit zwei Steckern, mal mit zwei Kupplungen. Die Dummen sterben halt nicht aus. Ich freue mich schon auf die nächste Aufgabe. Grüße Michael.
BorisWas soll da schon schief gehen?
ChrisWir haben ja dann doch so ein paar elektrisch ausgebildete Menschen, die zuschauen. Vielleicht kommen da noch so ein paar Kommentare.
BorisAlso das Kabel nur im verschlossenen Waffenschrank aufbewahren?
ChrisJa, irgendwie.
BorisWeißt du, so mit doppelten Schloss- und Zahlenkombinationen, Retina-Scan, Fingerabdruck.
ChrisWie machen das denn diese Balkonkraftwerke? Weil die dürfen ja auch einspeisen. Und das geht ja auch über eine Steckdose. 800 Watt dürfen die einspeisen. Da muss ja auch ein Stecker rein.
BorisDa ist auch ein Stecker dran. Das ist wahrscheinlich genau dieses Prinzip. Da hast du halt auch einen Stecker dran. Aber auf der anderen Seite hast du halt...
ChrisDas muss auch dann irgendwie abgesichert sein, dass das nur dann, wenn es auch wirklich eingesteckt ist und Erde hat und was weiß ich.
BorisDer Wechselrichter schiebt das ja nur in eine Richtung.
ChrisKönnen ja mal die Menschen, die Balkonkraftwerke gebildet sind und elektrisch gebildet sind, uns erklären. Tja.
BorisWunderbar.
ChrisWunderbar. Also happyshooting.de. Gerne mit Hinweis, was es denn ist. Dann hat es auch eine riesengroße Chance, hier reinzukommen. So.
BorisJa, riesengroße Fotoschancen haben sich dir bzw. Euch ja auch ergeben. Denn der Grund, warum wir jetzt zwei Wochen nicht aufgenommen haben, war deine Osteuropa-Tour. Erzähl mal.
ChrisJa, die Eastern European Electric Photo Road Trip mit der total eingängigen und gut von der Zunge rollenden Abkürzung EEEPRT.
BorisNatürlich.
Chris2025. Ja, ich habe die Tour nochmal gemacht, die ich vor einem guten Jahr gemacht habe, im Herbst und zwar vor anderthalb Jahren schon von Berlin über Dresden nach Prag, Wien, Budapest und dann nach Rumänien und dort in dem Bereich Siebenbürgen beziehungsweise Transsilvanien. Und ja, da waren wir wieder zu viert unterwegs. Insgesamt von Berlin bis dann zum Ende in Rumänien sind es insgesamt um die elf bis zwölf Tage, je nachdem wann wer früher kommen möchte oder später wegfliegen möchte. Und da hatten wir eine nette kleine Gruppe zusammen mit einem Amerikaner, der schon zum wiederholten Male mit mir reist, einem Kanadier, der auch schon auf ein paar Workshops in Toronto war und einer Australierin, die kurz vor der Pandemie und zwar ganz am Anfang vom Jahr 2020 mit mir in Sibirien war am Baikalsee.
BorisJa cool.
ChrisAlso ich kannte die alle, die kannten sich gegenseitig nicht, aber war eine gute Gruppe, hat sich gut zusammengefügt und so sind wir dann elektrisch da Etappe für Etappe runtergefahren mit viel barocker Architektur, also Dresden, Wien, Budapest ist einfach architektonisch der Hammer. Mit sehr geschichtsträchtigen Orten, also Berlin, sehr deutsche Geschichte und so weiter. Empfehlenswert das Stasi-Museum in Ostberlin ist wirklich es wert hinzugehen. Das ist gar nicht super überlaufen weil da kommt man nicht so also das ist halt nicht so direkt an der Hauptstraße. Das ist da wo, also du siehst die Büros in denen früher die Stasi Zentrale war, beziehungsweise das Headquarter davon.
Dann Prag, So als Zentrum der Reformation, Fenstersturz und so, also auch sehr geschichtsträchtig. Wien, das ganze Thema Habsburger Reich und so. Oder dann eben Budapest, also Wien und Österreich und Budapest, Österreich und Ungarn, Doppelmonarchie, Österreich-Ungarn, K&K-Monarchie und so. Da gibt es also auch ziemlich viel zu erkunden. Und dann eben Siebenbürgen. Also Transsilvanien, Siebenbürgen heißt übrigens Siebenbürgen, weil es da Burgen gibt. Beziehungsweise viele, also nicht nur sieben, sondern irgendwie über 100 Kirchenburgen. Ziemlich multikulturell dort, also da sind Rumänen, da sind Ungarn, da sind die Sachsen und die sind als deutschsprachige Siedler quasi im 12. Jahrhundert von Ungarn zur Grenzsicherung ins Land geholt worden. Und das hat dort die Gegend geprägt. Also das Deutsch ist dort fast allgegenwärtig. Auf vielen alten Straßenschildern hast du ungarische und deutsche Namen. Die Städte, also Sigischwara zum Beispiel, sagenhaft schön und sehr historisch. Das hat halt auch den deutschen Namen Schäßburg.
So haben da ganz viele der Orte auch einen zweiten Namen, nämlich einen deutschen Namen das hat die Gegend geprägt und ähm, Viele von dort sind dann nach Deutschland ausgewandert, von dort wegen ihrer deutschen Wurzeln nach dem Zweiten Weltkrieg und dann nochmal nach 1989. Also geschichtsträchtig. Wir haben viel fotografiert, viel natürlich in den Städten, Street einiges, auch Landschaft, besonders in Rumänien. Und dann hast du da natürlich die vielen unterschiedlichen Kulturen, was irgendwie total, Spaß macht, weil du bist ja, die Fahrten sind ja nicht so lang, also von Berlin nach Dresden, von Dresden nach Prag, Prag nach Wien und so, das sind halt jeweils zwei, drei Stunden.
Später so Rumänien, Budapest, Rumänien und so, das ist ein bisschen länger, dass man da mal so dreieinhalb bis vier Stunden unterwegs, aber die kannst du immer so auf die Mitte des Tages packen und dann hast du immer so den Nachmittag und Abend irgendwo, und dann den Morgen nochmal dort, bevor du dann weiterfährst und an manchen der Orte haben wir halt auch mal zwei Tage gemacht also in Wien waren wir zwei Tage weil Wien ist einfach Wien ist einfach Wien da kannst du echt schön Zeit verbringen, und ja parallel dazu halt Fotoworkshop und das in wirklich kleiner Gruppe und sehr eng betreut dann damit und auch in einer sehr flexiblen Aufstellung. Also so Thema Mahlzeiten. Mit einer größeren Gruppe, das musst du vorplanen und bestellen und da musst du auch pünktlich da sein und so. Mit einer Gruppe, wenn du zu fährt bist, da hältst du halt irgendwo an und einen Tisch für vier bitte und fertig.
BorisKriegt man dann schon.
ChrisGeht halt immer irgendwie und diese Schlagfertigkeit, die ist sagenhaft. Also das hat mich so bei den größeren Gruppen immer so ein bisschen gestresst. Dieses jetzt müssen wir aber da und dann können wir jetzt hier noch nicht noch eine halbe Stunde länger fotografieren und so. Naja und so sind wir dann halt tatsächlich irgendwie an verschiedenen Orten gewesen. Das Wetter war durch die Bank weg zu heiß. Es hat irgendwie einen Tag zwischendurch hatten wir mal mit Regen zu kämpfen. Das war hier in Dresden tatsächlich. Aber ansonsten hatten wir Sommerwetter. Also eigentlich wären da Temperaturen so zwischen, was weiß ich, bis 20 Grad angesagt und wir hatten stellenweise 27 bis 30 Grad.
BorisKrass.
ChrisUnd haben halt auch hier tags und nachts fotografiert von den richtigen Plätzen aus, also in Prag die Brücken, die sich da so den Fluss entlang schlängeln. Oder in Budapest, das Parlamentsgebäude, davon gibt es genügend Fotos, aber es gibt halt auch ganz andere Möglichkeiten. Wie man sich da so ein bisschen in den Städten umtun kann. Mit der Kamera, wie gesagt, Street auch. Ich habe jetzt hier, glaube ich, relativ wenig Landschaft. Ist halt so. David A., ihr wart im Lettner Park. Ja, wir waren im Lettner Park. Das ist nämlich die Location. Wir waren auch in der.
Salina Turda. Das ist in Rumänien ein Salzbergwerk, was nicht mehr nur Salzbergwerk ist, sondern was du besuchen kannst und da ist ein Vergnügungspark drin. Da kannst du Ruderboot fahren oder irgendwelche interessanten architektonischen Dinge fotografieren. Irgendwie so eine schöne Idee eigentlich 20 Stockwerke unter der Erde fotografische Challenge aber nun ja, ja ansonsten du findest halt Sachen, also ich mag ja immer die weirden Geschichten, die irgendwie am, Wegesrand einem irgendwie auflauern der Titel ist existenzielle Krise aber fluffig.
BorisJa, so sieht er aus.
ChrisFindest halt überall weirde Sachen, aber auch sehr schöne Sachen natürlich.
BorisJa, solche Gassen, die kennen wir natürlich ja aus unseren Gegenden auch. Das ist wahrscheinlich für die ausländischen Touristen was ganz Neues.
ChrisDie kennen wir aus unseren Gegenden auch, aber die drei, die bei mir mit waren, die sind da natürlich die haben natürlich richtig Spaß daran gehabt. Wo die wohnen oder aufgewachsen sind.
BorisDiese kleinen Gassen mag ich. Wir haben ja hier in Nordheim auch so ein paar solche kleinen Gassen. Und als wir im Urlaub mal waren am Bodensee, wenn du da so durch die Städtchen gehst, durch die alten, da findest du auch mal ein paar schöne Gassen. Bei euch damals in Tübingen auch, da gab es auch so. Ah, Dächer. Ach herrlich, diese alten Dächer.
ChrisAlso du hast da wirklich alles, in Prag war es ein bisschen viel Touristen, also da war es das letzte Mal, die letzten beiden Male tatsächlich deutlich weniger Gedränge, aber da waren also wirklich so stellenweise die Leute Ellenbogen an Ellenbogen, das war nicht so toll. Dafür haben wir Glück gehabt, dass in Rumänien, es war Osterzeit und in Rumänien waren halt diese Osterferien da rum und die Halbrumänien war weg. Das heißt, wir sind schnell vorwärts gekommen, wir konnten uns toll bewegen und Sachen angucken, ohne dass da viel Getränke gewesen wäre. Also war rundum klasse, übrigens auch die kulinarische Seite, weil du machst ja tatsächlich auch so eine kulinarische Tour von Deutschland. Also wenn du so traditionelle Sachen essen möchtest, dann bist du halt bei uns irgendwie über Bratwurst und Sauerkraut. Und wenn du dann so in Wien dann das Wiener Schnitzel oder die Palatschinken oder den Strudel weiter östlich dann der Gulasch, oder Langosch oder dann in Rumänien Michi oder Vienete oder was weiß ich alles.
BorisIch habe keine Ahnung was das ist. Gibt es da deutschen?
ChrisAber es ist insgesamt einfach spannend wenn man so ein bisschen auch so ein bisschen abenteuerfröhlich ist was das Essen angeht und so. Dann hat man da echt Spaß. Ansonsten kriegt man auch immer überall irgendwo eine Pizza.
BorisJa, ich wollte gerade sagen, das dürfte nicht das Problem sein. Satt wird man da schon.
ChrisDas ist auch zivilisatorisch doch alles irgendwo. So, dass man auch mal noch, wenn man unbedingt möchte, auch noch einen McDonalds findet oder sowas. Aber muss ja nicht sein. Also es war auf jeden Fall irgendwie klasse. War gut. Wir haben dann auch in Rumänien wieder Henry getroffen. Mein Kumpel Henry, mit dem ich auch schon auf Schiffen war und so, der da lebt, der da verheiratet ist und der, ja, dessen Schwiegervater hat uns dann bei sich zu Hause begrillt und hat die Gäste mit Palinka abgefüllt und solche Geschichten. Das ist so ein selbstgebrannter Schnaps.
Also war, wie gesagt, hat gut funktioniert, war klasse und, wird es in dieser oder ähnlicher Form sicher wiedergeben was es auch wahrscheinlich ziemlich wahrscheinlich geben wird ist Ende des Jahres das habe ich mal so im Spaß am Rande erwähnt, bei dieser monatlichen Leoport-Geschichte, dass ich vielleicht auch mal mir überlegen könnte, irgendwo eine Woche in Süddeutschland im Schwarzwald irgendwie Weihnachtsmärkte anzugucken oder so. Weil für mich ist das Backyard. Ich bin am Rande des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen und da ging halt sofort dieses, oh Wahnsinn, oh ja unbedingt.
BorisJa, für uns halt normal. Wir gehen dem schon fast eher aus dem Weg, aber ja. Für die ist das was ganz Besonderes.
ChrisNa, so Elsass und Schwarzwald und so.
BorisDas ist schon idyllisch.
ChrisAlso da bin ich jetzt gerade am überlegen, ob ich das tatsächlich, also die fangen so, die letzte Novemberwoche wäre quasi so der, das Zieldatum.
BorisJa, das ist ein anderer Schnack als jetzt hier, was weiß ich, in Nordheim oder so auf dem Weihnachtsmarkt. Das hat schon einen anderen Stadt.
ChrisIn Frankreich, im Elsass, das ist einfach, das ist echt schön da. Das ist wirklich schön. Nürnberg, ja Jürgen, so weit wollen wir gar nicht fahren. Das ist alles viel zu weit weg. Wenn wir mit einer Gruppe Fotoshow machen, dann können wir nicht irgendwie einen halben Tag auf die Straße oder so. Das muss schon alles so im Umkreis sein. Aber vielleicht lässt sich da was machen. Vielleicht, weil wenn alle in Frankfurt ankommen, so eine Ecke über Nürnberg oder so.
BorisKann man sich mal auf der Karte ausplanen und mal gucken.
ChrisEs ist noch in der Planung, aber kann gut sein oder ist ziemlich sicher sogar, dass ich das mache. Das werde ich wahrscheinlich demnächst mal auf die Website stellen. So, jetzt aber mal in die News rein.
BorisWir haben ein paar Sachen gesammelt. Eine Sache, die mir in den Ticker gelaufen ist, wir hatten es schon gerüchtelt, von Sony. ein neues Objektiv, ein Telesoom 50mm bis 150mm Offenblende 2.0 durchgängig.
ChrisDas nochmal von?
Boris50 bis 150. Also quasi wie ein 70-200, aber kürzer. Und eben nicht 2,8, sondern 2,0. Ich nehme mal an, dass sie es nur bis 150 gemacht haben, damit sie die 2,0 noch vertretbar umgesetzt bekommen. Deswegen ein bisschen kürzer als das klassische 70 bis 200. Und es ist ein Innensum. Das heißt, die Baulänge ändert sich nicht. Damit lässt es sich wahrscheinlich auch ganz gut abdichten. Wie gesagt, durchgängig Blende 2 wiegt etwas über 1,3 Kilo. Ist damit relativ leicht. Sie schreiben hier 30% schwerer als das Sony 70-200-2-8. Also klar, Offenblende 2, das Ding ist groß, aber ich hätte es schwerer erwartet. Also da bin ich überrascht. Es ist etwa 20 cm lang, also hat eine Länge wie das 70-200-2-8. Also sehr vergleichbar eigentlich damit.
Hat diverse Glaselemente in diversen Gruppen. Hier 19 Elemente, 17 Gruppen, was klingt immer so banal, aber das heißt erstmal, dass da viel Glas drin ist und viel Glas bedeutet, dass da eben auch Spezialgläser drin sind, die werden hier auch einzeln aufgezählt, wie viele Elemente von welchem Spezialglas, was eben immer gut ist, weil mehr Glas in mehr Gruppen heißt, mehr Korrekturen und das spricht in der Regel für eine sehr, sehr gute Bildqualität, muss nicht, aber in der Regel ist das so. Und Sony verspricht hier auch bei diesem Zoom-Objektiv eine Bildqualität, die mit modernen Festbrennweiten vergleichbar ist und nach ersten Tests scheint das auch so zu sein. Also das Ding ist einfach mal richtig, richtig gut. Es sind gleich vier Linearmotoren drin, es schreiben hier XD-Linearmotoren, die das Ding antreiben, fokussieren. Damit ist es wohl sehr schnell und sehr präzise und sehr leise dabei. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das funktioniert. Ob da zwei Gruppen bewegt werden mit je zwei Motoren oder so. Keine Ahnung, wie die das machen. Filterdurchmesser 95 mm. Also natürlich eine relativ große Öffnung. Richtig massiv. Und für die Videofreunde und Freundinnen unter uns ist auch noch was dabei. Denn das Focus Breathing wurde kompensiert.
ChrisDigital oder?
BorisSie schreiben mit kompatiblen Kameras. Also könnte ich mir vorstellen, dass es digital ist und dass eben präzise Informationen an die Kamera gesendet werden. Und der Fokusring kann auch auf eine lineare Reaktion eingestellt werden. Also wenn du drehst, dann drehst du immer weiter am Fokus und zwar immer die gleichen Abstände, sodass du nicht, wenn du schneller drehst, irgendwie schneller zoomst oder sowas.
ChrisAber das ist aber Fly-by-Wire. Genau. Der muss ja dann quasi.
BorisFly-by-Wire, aber eben linear. Und damit kannst du das dann eben auch für Videodreh dann präzise steuern und fernsteuern und so weiter. Blendenring kannst du auch entkoppeln. Da gibt es eine D-Click-Funktion, wenn du das stufenlos haben willst. Und es gibt einen Sperrschalter, dass du die Blende nicht aus Versehen verstellst, nur weil du irgendwie gegen den Ring kommst. Was bei Video auch sehr lästig sein kann, weil dann ist der Take nämlich ruiniert.
Also so viel erstmal auf der Sonnenseite. Auf der Schattenseite, es ist kein Stabi im Objektiv. Also kein OSS, wie er bei Sony heißt. Und da habe ich gedacht, okay, deswegen ist es wahrscheinlich auch nur wenig schwerer als das 70-200-2-8, weil das hat ein OSS. Hier haben wir keinen. Und ja, die meisten Kameras haben natürlich eine Stabilisierung in der Kamera, also sprich einen beweglichen Sensor. Aber zumindest meiner Erfahrung nach klappt das nicht so gut mit langen Brennweiten. Also bei 50 mm mag das noch funktionieren. Bei 150 wird das nicht so berühmt sein. Ist erstmal so meine Erfahrung bisher. Also da hat man etwas Einbußen. Und, was ich auch gelesen habe, das finde ich sehr schade, es ist wohl nicht mit dem Tele-Adapter, mit dem Tele-Konverter kompatibel. Und das ist natürlich ein bisschen blöd, weil ein 50-150 mit Blende 2, ein Zweifach-Konverter dahinter, wenn das Ding sowieso schon so rattenscharf ist, ein Zweifach-Konverter dahinter, dann hättest du ja ein 100-300 Blende 4. Das wäre schon cool, aber geht offensichtlich nicht. Nun ja, verfügbar ist es jetzt schon oder soll es jetzt sein? Ende Mai, haben sie gesagt, kann man es dann wohl auch bekommen für etwa 4.400 Euro.
Unverbindliche Preisempfehlung. Also nicht unbedingt ein Schnapperpreis, aber eine durchgängige Blende 2.
ChrisAlso wenn du es brauchst, wenn es dir ein Problem löst, dann ist es das auch wert wahrscheinlich.
BorisJa, oder wenn du den Bildlook einfach haben willst, also wenn du bisher halt, was weiß ich, zu einem Hochzeitsshooting für das cremige Bokeh oder das cremige Portrait, wenn du da, weiß ich nicht, ein 85, 1,8 oder sowas mitgenommen hast, dann nimmst du jetzt vielleicht das Ding mit und bist wesentlich flexibler.
ChrisSolange die Qualität bei den entsprechenden Brennweiten stimmt.
BorisJa, ja. Also wie gesagt, sie schreiben Qualität auf dem Niveau von modernen Festbrennweiten. Und ja, geiles Teil. Nicht mein Beuteschema, weil für mich dann am Ende des Tages dann doch wieder viel Geld für zu wenig Brennweite. Den Bereich habe ich mit meinem 70-200 abgedeckt. Mit 2.8 komme ich persönlich klar. Aber wenn ich jetzt noch nichts hätte und ich hätte eine Sony das wäre definitiv ein Objektiv das würde ich mir mal genauer angucken wenn man Geld damit verdient oder einfach viel Spaß an seinem Hobby hat und ein bisschen Geld investieren möchte schönes Ding, Aber was fotografiert man denn so damit? In Polen keine Brücken mehr, ne?
ChrisBrücken, wichtige Gebäude und so. Polen hat ein Antispionage Gesetz, ein neues und das verhängt ein Fotoverbot an sensiblen Orten. Das heißt, das Ziel soll sein, dass gegen Spionage und Sabotage aus Russland und aus Belarus, um das zu verhindern. Und dann haben sie noch irgendwie Strafen für Verstöße bis zu knapp 5000 Euro und 30 Tage Haft. Und das ist natürlich ein Klopper.
BorisUnd Sie haben nachgeschoben, das gilt natürlich nicht für Touristen.
ChrisJa, aber die Frage ist, wie wird das dann ausgelegt? Also dieses neue Antispionagegesetz, das ist wohl noch von der PiS-Partei initiiert worden. Das heißt, Das federführend war das polnische Verteidigungsministerium und eben unter dem Vorwand, dass es als Maßnahme oder als Reaktion auf zunehmende Spionageaktivitäten aus Russland geplant wird und ist jetzt eben im April in Kraft getreten. Und das hat natürlich so Nebenwirkungen, die haben wir ja, also wir, die wir die Technik verstehen, wissen ja, dass du jetzt nicht unbedingt mit einem dicken Objektiv irgendwie vor eine Brücke stehen musst und die fotografieren willst, vor allem wenn du Spion bist, ist das quasi, machst du das eh nicht. Und genau, die Idee wird schreibt, mit Jack-Wolfskin-Jacke darf man noch. Genau, dann machst du halt einen auf Tourist und das ist auch kein Thema.
Oder bist weit genug weg und hast halt ein entsprechendes, was weiß ich, 1200er Tele oder so. Das ist eine Einschränkung von Kunst und Bewegungsfreiheit letztendlich. Weil das Fotografieren wird dann eben unter bestimmten Bedingungen kriminalisiert. Und damit wird natürlich eine künstlerische Freiheit eingeschränkt. Ja, wenn sie sagen, die Touristen dürfen das aber noch, naja, dann warten wir mal auf die Präzedenzfälle. Und letztendlich bist du mit Kamera erstmal potenziell verdächtig. Und damit hast du, schränkst du schon von selber dann irgendwann deine Bewegungsfreiheit ein, weil du willst ja nicht jetzt als Touri dort verhaftet werden.
BorisUnd ich bin mir auch nicht sicher.
ChrisVerlieren Orte einfach ihre Zugänglichkeit für kreative Menschen.
BorisIch bin nicht sicher, wie das in der Aussage gemeint ist mit gilt nicht für die Touristen. Das kann durchaus sein, dass du sehr wohl, wenn du da angetroffen wirst, deine Kamera aushändigen musst und es untersucht wird, dass aber, wenn sich herausstellt, du bist ein Tourist, eben keine Geldstrafe oder Haft folgt. Das kann durchaus auch gemeint sein.
ChrisDann hast du aber das gleiche Problem wie bei Veranstaltungen. Dann wird halt jemand an der Pforte quasi beim Einlass entscheiden nach Dicke der Kamera und ob die professionell aussieht oder nicht. Und wir wissen, dass du auch mit recht unscheinbaren Kameras entsprechend fotografieren kannst. Und das ist ja nicht die Maßgabe, das heißt, es wird mit Sicherheit wieder so im Ermessen des einzelnen Polizeibeamten sein oder so und damit bist du einfach mal so als Normalbürger quasi im Fokus. Und du musst ja jetzt nicht als Tourist dahin, wenn du da lebst und kreativ arbeitest.
Dann bist du halt als, Architekturfotografin, als Streetfotografin bist du halt sofort verdächtig. Und weil die Kamera ja angeblich eine potenzielle Spionageausrüstung ist und das ist wie du schon sagst, die Schere im Kopf, da wird halt quasi da wird halt quasi eine Unschuldsvermutung umgekehrt erstmal bist du verdächtig wenn du fotografierst musst du dich rechtfertigen das ist so ein bisschen früher war das in Deutschland, erinnst du dich noch an wir hatten früher diese für Luftbildaufnahmen musste man eine Genehmigung haben, eine staatliche, und zwar egal ob die jetzt über irgendwelchen, in Bundeswehreinrichtungen oder sonst was war, so musste man, stand immer in der Zeitung unter Luftbildern drunter, Luftbildgenehmigung, Doppelpunkt Nummer. Da war dann irgendwie so eine Nummer, die musste man mit abdrucken. Und das ist natürlich eine völlig verkrustete, veraltete Logik an dieser Stelle. Ja, das ist ein Rückfall, das ist so überbürokratisiert und misstrauische, Regierung. Also Sicherheit als Vorwand für einen Abbau von Freiheit letztendlich.
BorisRichtig. Und wie du schon sagst, es ist keine Abwehr, weil du im Zweifel mit einem Smartphone da Fotos machst, mit einer gigantischen Auflösung. Es gibt da Android-Handys, die haben fantastische Auflösung. Also das ergibt alles vorne und hinten keinen Sinn. Es ist auch gesagt worden, weil es irgendwie über 20.000 Gebäude und Brücken und sowas betrifft, also nicht pauschal alles, sondern nur vieles. Und das soll dann wohl auch entsprechend gekennzeichnet sein, aber die Frage ist halt, wie auffällig ist das und dann übersiehst du das oder kennst dich nicht aus.
ChrisOder dann musst du dir irgendeine App installieren, um dann, was weiß ich, das ist Symbolpolitik, die hat keine echte Wirkung gegen Spionage.
BorisIch denke auch, Symbolpolitik trifft es ganz gut, das ist einfach nur, wir wollen jetzt was tun, wir müssen mal was tun und immer nur rumlamentieren bringt auch nichts, also lass mal ein Gesetz machen und dann ist das jetzt erstmal so.
ChrisUnd letztendlich ist das halt auch wieder ein Stück Demokratieabbau. Da geraten Freiräume unter Druck. Das passiert ganz langsam, Stück für Stück. Aber hat halt lange, lange noch Wirkung.
BorisIst sehr traurig, die Entwicklung tatsächlich.
ChrisSchon, ne? Tja. Vielleicht kriegt man das irgendwie subversiv ausgehebelt. Alle Spione ab jetzt bitte nur noch mit Jack Wolfskin-Jacken und so. Oder alle Touristen, ab jetzt bitte mit Schlapphut dahin.
BorisOder einfach irgendwelche Luftaufnahmen von Google Maps oder Apple Maps. Es ist wild.
ChrisOder du lässt die degenerieren, weil es gibt ja eh genug Aufnahmen von dem ganzen Zeug und dann kann die KI da sicher auch noch ein Bildchen draus machen.
BorisJa, ich weiß auch nicht. Also da bin ich jetzt aber auch zu wenig im Militär tätig oder in der Politik tätig, was man glauben könnte, was man damit verhindert. Weil wo die Brücken stehen und welche Gebäude wo stehen, das weiß man. Und wenn es darum geht, welche Fahrzeuge gerade davor stehen, das ist eh passé, wenn das Foto zu Hause ist. Also ich weiß nicht, was man damit erreichen will. Es ist mir ein Rätsel. Also es wird so sein, wie du sagst, es geht einfach nur um diesen scheibchenweisen Abbau der Demokratie.
ChrisDas ist Einschüchterung, ganz einfach.
BorisUnd das ist einfach traurig zu beobachten. Ja, aber so ist das. Etwas schöner zu beobachten, finde ich ja, wenn es mal wieder neue Kameras gibt. Und so gibt es von Fujifilm, ein Themensprung, Wahnsinn, eine neue Instax-Kamera, eine Instax Mini 41.
ChrisDas war ein Kameraname.
BorisWer die Instax Mini kennt, der weiß, das ist so ein grobschlechtiger, relativ monströser Plastikbomber, wo so ein winziges Bildchen an der Seite rauskommt oder oben rauskommt. Und hier hat Fujifilm tatsächlich eine relativ kompakte und eigentlich sehr schicke Sofortbildkamera gemacht.
ChrisIst ja im Vergleich zu den anderen Instaxen schon richtig zierlich.
BorisAber wirklich? Aber jetzt ohne Quatsch?
ChrisZumindest in der Draufsicht, in der Frontalansicht. Ich weiß nicht, wie dick die jetzt ist.
BorisJa, es geht. Also die hat 10 mal 12 Zentimeter in der Fläche und 6,5 in der Tiefe. Also es ist schon etwas dickeres Gehäuse, aber es ist ja auch immerhin Optik und ein Drucker mit drin. Also die Belichtungseinheit. Das geht tatsächlich. Das ist wirklich kompakt und ihr müsst euch das vorstellen, dieses Instax Mini Format, was da rauskommt, dieses kleine Visitenkärtchen. Die Kamera ist keine zwei Visitenkärtchen bereit. Also das ist also wirklich im Gegensatz zu den anderen, die man da bisher hatte. Das ist wirklich ein Unterschied, deutlich kleiner. Und soweit ich das sehe, wird hier tatsächlich analog belichtet. Denn es gibt nirgendwo eine Angabe über Bluetooth-Kopplung, um das Ding als Drucker zu benutzen oder Auflösung oder Speicherkarte. Weil es gibt ja auch diese hybriden Kameras, die das dann digital aufnehmen und dann eigentlich nur ein Drucker eingebaut ist. Nee, das scheint tatsächlich so zu sein wie eine Sofortbildkamera, wie man sie so kennt aus analogen Zeiten. Das Bild wird direkt auf diesen Instax-Film belichtet und dann ausgeworfen.
ChrisIst doch schick.
Boris120 Euro seit April 2025 verfügbar. Also wer eine Instax Mini-Kamera sucht, ich denke, die kann man sich mal angucken.
ChrisUnd zum Thema Sofortbild und wie erfolgreich das ist, hier ist in dem Artikel auch noch so eine History drin. Die haben jetzt tatsächlich seit 1998, seitdem das eingeführt wurde, mehr als 100 Millionen Instax Kameras verkauft. 100 Millionen? Und es sind insgesamt mittlerweile 14 Modelle und eben drei Formate, also das Mini, das Square und das Wide. Das ist schon eine Ansage.
BorisGenau, Bernd sagt auch, auf der Webseite steht analog. Ja, das interpretiere ich auch.
ChrisGeht von aus, ansonsten hätten sie das auch entsprechend rausgestellt.
BorisEs ist nur wichtig zu wissen, wenn ihr das Ding kauft, ihr habt halt nicht über Bluetooth auch noch einen Drucker, wo ihr dann auf Instax Mini von dem Smartphone aus drucken könnt, wie das bei manchen anderen Kameras geht. Aber schick ist dir.
ChrisEs ist einfach immer noch das dicke Thema analog. Der größte Kamerahersteller, die meistverkaufte Kamera ist die Instax.
BorisMhm.
ChrisMit Abstand. Da können die Digitalen noch nicht mal irgendwie die Staubwolke, die hinten ist, irgendwie mitbekommen. Da ist einfach erfolgreich mit dem Zeug.
BorisIch verstehe den Spaß daran, absolut. Die Mini 12 ist auch relativ schlank, aber sieht halt aus wie so ein wülstiger Plastikbomber. Und die Mini 41, ich finde die richtig schick. Hat was. Ich habe mal die andere Kamera vorgezogen, die wir hier aus den News haben.
ChrisJa, bleiben wir mal bei den Sofortbildkameras.
BorisJa, eine Polaroid, also eine echte Polaroid. Gibt es ja auch wieder Filme dafür. Ja, und die Besonderheit an dieser Polaroid Flip, so heißt sie, die in zwei Farben verfügbar ist, in einem schwarzen und in einem weißen Gehäuse. Wobei beim weißen Gehäuse dann auch noch so eine schicke rote Absetzung dabei ist. Ja, die Besonderheit an dieser Kamera ist, sie hat ein Autofokus-System mit einem Ultraschall-Sensor. Und da habe ich gedacht, das war doch damals schon mal so bei der Polaroid 600 oder diese Klappfalter, die Klappfalter, diese Spiegelreflex, die klappbare SX70 oder so, die hatte das doch glaube ich auch.
ChrisAlso ja, ich glaube, ich glaube, das gab ein Modell davon, aber es gab auch wirklich so ein Plastemodell, so sehr ähnlich zu diesen hier.
BorisIch glaube auch mit so einem Klappmechanismus.
ChrisGenau, und dann war dieser Ultraschallsensor quasi, das war dann so eine große goldfarbene Scheibe hinter so einem Gitter, sehr deutlich zu sehen, hier ist das ein bisschen kleiner, hinter so einem kleinen, das sieht fast aus wie so ein Mikrofondingens irgendwo, muss ja auch nur Sound durch und ja, sie haben die Technologie quasi nach, x Jahren jetzt wiederbelebt. Wie präzise das ist, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich, wenn das Subjekt klar und deutlich und halbwegs in der Mitte ist, funktioniert das gut. Wenn das ein bisschen weiter draußen ist, dann möglicherweise nicht. Probleme haben solche Ultraschallgeschichten auch damals die Polaroid immer schon gehabt bei Glasscheiben. Also durch Glas fotografieren schwierig.
BorisWeil natürlich das Glas misst in der Entfernung.
ChrisDu kannst die aber, du kannst bei der Kamera relativ viel einstellen. Nicht an der Kamera selber, aber per App. Du kannst zum Beispiel Belichtungszeit und Zeug einstellen und auch, die Fokuszone, das sind so mehrere Zonen quasi, in die gefokussiert wird, kannst du da einstellen und damit kannst du glaube ich dann auch eben durch, Papier, äh durch Quatsch, durch Glas fotografieren. Papier wird durchsichtig, das macht der Ultraschall.
BorisAbsolut, ja natürlich. Ja, und die Entfernungseinstellung am Objektiv findet hier nicht wie früher statt, denn früher wurde tatsächlich ein Linsenelement vor- und zurückbewegt, nach der Ultraschallmessung. Hier ist es jetzt ein Revolver mit vier Linsen, der im Gehäuse eingebaut ist. Das heißt vier feste Brennweiten.
ChrisFokuszonen.
BorisAlso Fokuszonen. Und zwar einmal die Zone bis 65 cm, das ist so der Nahbereich. Dann gibt es halt die Zone bis 85 cm. Porträt wahrscheinlich dann die Zone bis 1,20 und dann die Zone bis 2,50 äh ja doch 2,50 2,5 Meter ja und da dreht sich dann halt ein Element mit den verschiedenen Linsen da drin, Und ja, dann passt das. Und das Blitzlicht, was eingebaut ist, soll sich auch der Entfernung anpassen. Ist also wahrscheinlich auch zunbar oder so. Oder regelt die Helligkeit. Keine Ahnung, wie sie das machen. Und dann stand in dem einen Bericht drin, ja, ein LED-Sucher. Aber das war wohl nur ein Übersetzungsfehler. Denn es ist in dem Sucher, der ist natürlich ein optischer Sucher, wo du durchschaust, da ist eine rote LED drin. Also wenn du durchguckst, kriegst du eine Über- oder Unterbelichtungswarnung. Du weißt hier, kriege ich jetzt gleich ein Problem. Ganz normaler Sucher. Ja, und wie gesagt, was du gerade schon erzählt hast, Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, zu einer App, kannst du auch Doppelbelichtung dann mitprogrammieren und solche Späße mitmachen. Ja, da ist sie wieder, die alte Polaroid.
Also mit so einem Ausklappteil. Wenn du dieses Flip-Ding, wenn du das runterklappst, ist damit eben auch leicht der Sensor und das Objektiv geschützt und das Blitzlicht geschützt. Und wenn du es aufklappst, ist sie halt eingeschaltet. Ganz praktisch. Ja, 220 Euro roundabout, schwarzes oder weißes Gehäuse. Ich finde das Weiße ja richtig schick. Und ich habe mal hier einen YouTube-Link zu einem ganz guten Video-Review, was man sich ganz schön mal angucken kann. Da wird alles mal sich angeschaut und von allen Seiten beleuchtet.
ChrisWas ich noch in dem Video gesehen habe, dass sie von der Reparierbarkeit ganz gut sein soll. Weil da ist es eine Kamera, die wird halt geladen, wahrscheinlich per USB, vermutlich. Und irgendwann ist halt die Batterie hinüber, wenn du die viel benutzt. So Batterien, Lithium-Batterien halt irgendwann schwächer werden. Und du kannst irgendwie mit einer Schraube, glaube ich, den kompletten hinteren Plasteteil wegmachen und kommst dann zum Beispiel an die Batterie ran.
BorisJa, cool.
ChrisAlso, naja. Dann haut mal rein. Schön analog.
BorisFinde ich spannend. Die Polaroids kommen wieder. Geht der Wettkampf zwischen Instax und Polaroid. Das hat die beste Qualität. Der Vorteil ja bei den analogen Bildern, vor allem bei den Sofortbildern, du hast ein Bild einmal in deinen Händen und kannst es entweder in ein Album kleben, an die Wand lehnen, tackern oder einfach in den Schuhkarton werfen. Wenn du digitale Bilder hast, dann wollen die irgendwo hin. Und eine Möglichkeit, sie zu zeigen oder aufzubewahren, ist Flickr. Tatsächlich benutzen wir hier auch für unsere Aufgaben. Und Flickr hat jetzt eine Änderung gemacht. Ist ja aufgekauft vor Jahren schon von SmugMug.
Und ja, sie haben jetzt eine Änderung. Und zwar schränken sie jetzt kostenlose Konten ein. Da konnte man ja bisher mit einem kostenlosen Account eine Menge noch mitmachen. Das wird jetzt eingeschränkt. Und zwar die Downloads werden eingeschränkt. Wenn man jetzt also Bilder herunterladen möchte, auch seine eigenen, über den Download-Button in dem entsprechenden Bildbetrachter-Interface, dann geht ein Download jetzt nur noch bis zu einer Kantenlänge von 1024 Pixeln. Also du kriegst immer in der Regel eine kleine Version, weil in der Regel dürften die Bilder mit einer höheren Auflösung hochgeladen worden sein. Und wenn man jetzt eben selbst Flickr gebraucht hat als Datenspeicher für viele Bilder, was geht, dann hat man jetzt ein Problem, wenn man die Bilder wieder runterladen möchte. Das geht dann nicht mehr so einfach. Ausgenommen sind wohl CC-lizenzierte Bilder. Da gibt es ein paar Regelungen. Da kommt man dann an die Originalgröße immer dran. Und die volle Auflösung der eigenen Fotos geht nur noch über den Umweg. Natürlich kann man über sein Konto seine Daten anfordern und darüber kriegt man natürlich auch seine klassische DSGVO-Anfrage.
ChrisIch denke mal, darauf wird es uns. Die wir haben, aber die jetzt die Amis zum Beispiel nicht haben.
BorisMhm. Aber das wird dann da auch gehen, denke ich. Ja, und als Begründung geben sie an, dass sie eben den Missbrauch als billigen Datenspeicher einschränken wollen. Weil das wurde wohl offensichtlich so stark ausgenutzt, mit sehr, sehr großen Bildern hochladen und auch sehr, sehr viele davon und auch sehr viel rauf- und runterladen, also auch wirklich viel transportieren, dass die Performance der Pro-Accounts tatsächlich beeinträchtigt war.
ChrisSehr, sehr viele. Du konntest auf einem Free-Account bis zu 1000 Bilder gratis ablegen und konntest natürlich einfach mehrere Free-Accounts parallel fahren, um dann irgendwelche Sachen dazwischen zu speichern. Also ich kann es ganz gut verstehen, dass sie das nicht finanzieren wollen.
BorisJa, und du kannst bis zu 1000 Bilder, also jetzt stell dir vor, du hast da irgendwie, weiß ich nicht, 50, 100 Megapixel Bilder, die kannst du 1000 Stück davon hochknallen. Ich schicke dir den Link, du lädst sie wieder runter. Und wenn du das jetzt in einem professionellen Umfeld machst, wo du sowas jeden Tag hast, dann belastest du die Server, nicht wahr?
ChrisNatürlich. Und typischerweise wurde das, wenn es so genutzt wurde, halt für ein Backup genutzt. Also ich brauche noch irgendwo noch einen Datentopf in der Cloud, wo ich meine Originale hinpacke. Und ja, dass sowas, also solche Angebote gab es ja schon bei verschiedenen Anbietern so hier für immer gratis und dann irgendwie ein Jahr später doch nicht mehr. Die sind dann zeitweise zwischendurch halt Venture-Kapital gefüttert, weil du musst die Infrastruktur ja betreiben, kaufen, das kostet richtig Geld.
BorisServer kosten Geld.
ChrisUnd die Leute zahlen dir nichts dafür und dann bist du halt irgendwo an dem Punkt, wo du sagst, nee, wir können das nicht mehr finanzieren, weil wir legen halt so viel drauf. Das ist für die Leute, die es nutzen, doof, aber irgendwie, aber trotzdem komplett verständlich, finde ich.
BorisAlso ich kann das nachvollziehen, dass man da irgendwas tut. Und ja, auf der einen Seite ist es halt so, wenn du als Anbieter irgendeine Funktion bereitstellst, dann musst du halt immer damit rechnen, dass sie auch genutzt wird. Und schade finde ich es immer, wenn bei bestimmten Funktionen, wir kennen das in der Vergangenheit mit diesen Unlimit, Unlimit, Fair Use, bei solchen Angeboten. Ich finde es immer schade, wenn, also zumindest ich den Eindruck habe, es ist mir schon klar, was sie damit meinen oder machen wollen. Sie wollen es unkompliziert machen für die Leute. Sie wollen auch generös sein, wenn du mal wirklich irgendwie was machst und nicht immer das an irgendwelche Limits stößt.
ChrisSie wollen natürlich die Leute auch auf die Plattform kriegen und das gibt es halt mit gratis besser als nicht.
BorisOhne gratis. Also ich erinnere mich halt an die Zeit, wo es dann noch Unlimited hieß und sowas und das ist natürlich erstmal ein Werbeschlagwort, dass du auf die Seite kommst, das ist schon klar. Aber wie gesagt, es ist ja auch ich verstehe das schon so, dass es halt so gemeint ist, ja, wenn du jetzt 50 Megabyte hochlädst, ist okay, wenn du jetzt ein Gigabyte hast, dann mach halt, wenn du aber 1,5 Gigabyte hast, dann wollen wir dich nicht bremsen. Weißt du, ich verstehe schon irgendwie diesen Sinn. Aber dann kommen natürlich die Leute und sagen, oh, Unlimited, ich habe ja hier noch irgendwie 380 Terabyte, die kann ich jetzt mal irgendwo dahin schubsen. Und dann legen die los. Und ja, das ist dann immer schade. Da musst du irgendwann einen Riegel vorschieben. Und hier wird es genauso sein, wie du sagst, da machst du halt ganz, ganz viele kostenlose Accounts und machst da deine Backups hin, Und jetzt werden sie halt gemerkt haben, gut, irgendwann kannst du nicht mehr Server reinbuttern, weil das kostet alles Geld. Die Pro-Accounts sind in der Performance beschränkt und da musst du irgendwo mal einen Stecker ziehen.
ChrisEs ist halt auch kein Venture Capital mehr da, sondern SmugMug macht das als Familienunternehmen. Die haben sich das dazu gekauft zu ihrem SmugMug und da sind halt keine dicken Kapitalgeber dahinter, die sagen, ihr könnt jetzt mal zwei Jahre lang einfach Geld ausgeben, um zu wachsen oder so. Das ist halt jetzt ein Service, der sich auch finanzieren muss.
BorisIrgendwann müssen die ich mal selber tragen.
ChrisGenau, ich bin seit 2005 bei Flickr. Ich habe auch relativ früh, glaube ich, schon Pro-Account mir geholt und habe den immer noch. Also ich zahle dafür. Und ich finde das völlig okay, dass ich dafür auch Geld ausgebe. Ich nutze das nicht mehr so viel wie früher, aber das ist trotzdem irgendwie, fühlt es sich okay an. Sehr gut.
BorisJa, dann noch eine kurze Meldung, die mich gerade persönlich etwas trifft. Canon hat Produktvorstellung verschoben. So wird gemunkelt, beziehungsweise hat Canon wohl gesagt, es sollte gerüchteweise eine Vorstellung zum Beispiel der Canon R6 Mark III geben. Jetzt eigentlich so im Mai war es gerüchtelt, aber ist jetzt wohl erst mal verschoben. Und ein Grund, der wohl genannt wird, ist diese unklare Zollpolitik in den USA oder wahrscheinlich die Unwägsamkeiten der Politik dort generell. Und da habe ich mir so gedacht, ja gut, kann ich verstehen, weil als Hersteller musst du mit irgendwas planen, auch ein bisschen langfristiger. Und wenn du im Augenblick eine Politik hast, die heute so und morgen anders ist, dann weißt du natürlich nicht, wie du finanziell planen sollst. Und ja, schwieriges Thema gerade.
Für mich gerade ein bisschen blöd, weil, ja ... Ich war halt durchaus am überlegen, was ich mal mache mit meinen Kameras, weil ich habe im Augenblick nur die eine Canon R6 und ein Backup wäre halt ganz gut. Ich möchte jetzt aber nicht nochmal eine alte R6 kaufen. Die Mark II wäre jetzt dann natürlich der logische Schritt gewesen, aber da die Mark III angekündigt ist, wollte ich halt mal gucken, was da kommt oder ob ich jetzt einfach sowieso sage, ach weißt du was, mein Business fahre ich ja auch ein bisschen runter oder auch ein bisschen deutlich runter. Ich mache jetzt hier Hobby und jetzt investiere ich in mein Hobby und jetzt nehme ich mir doch eine R5. Weißt du, jetzt will ich doch Pixel haben.
ChrisJa.
BorisIch weiß es nicht. Jetzt muss ich warten.
ChrisDiese Wahnsinnszörder, die werden also, anfangs hieß es ja, nee, dann wird halt bei uns alles günstiger, weil wenn die Firmen, die ja produzieren, weil sie Angestellte und Fabriken haben und so weiter, wenn die dann plötzlich, den Absatzmarkt USA nicht mehr haben oder nicht mehr so richtig, weil der so teuer geworden ist, dann müssen die ihre Sachen ja woanders hin verkaufen und dann wird bei uns immer alles total günstig. Aber ich glaube, dass ich glaube schon, dass diese idiotischen Zölle bei uns auch noch eine ziemlich deutliche Auswirkung haben werden.
BorisBefürchte ich.
ChrisNaja. Es wurde ein Fotoalbum gefunden.
BorisJa, das geht mir auch manchmal so, wenn ich mich beschränke.
ChrisIn Antwerpen, in Belgien wurde in einem Second-Hand-Laden ein Fotoalbum gefunden mit Bildern von Hollywoodstars der 1990er. Alles, was Rang und Namen hat. Und zwar immer mit der gleichen Frau. Das sind so typische Celebrity-Fotos. Also da hast du alles drauf. Alle Leute, die man so kennt. Von hier Patrick Stewart über über Lawrence Fishburne, über Harrison Ford, über Nicolas Cage, also alles was Sam Neill, Robert Downey Jr. Helen Hunt, Jack Nicholson, immer diese Frau drauf.
BorisAber sie steht da immer sehr gleich mit immer einem sehr ähnlichen Gesichtsausdruck, sind die echt?
ChrisJa, ich dachte auch, sowas kannst du natürlich auch irgendwie faken. Hier ist ein junger Christopher Walken, hier ist ein Jon Bon Jovi. Also das ist quasi alles, alles was man so als Celebrity damals bezeichnet hat von Musik und Hollywood und sonst was. Ich dachte auch, die sind doch sicher gefakt. Nein, nein, dieses Album ist tatsächlich, physisch im Secondhand-Laden aufgetaucht und dann wussten die erstmal nicht, wer das ist. Wir haben uns erstmal rum recherchieren müssen und haben das erstmal im Internet quasi nachgefragt.
BorisWer hat Kontakt zu so vielen Persönlichkeiten?
ChrisDas hier, guck mal, ein junger Elijah Wood. Das ist doch geil, oder?
BorisAber das muss ja auch alles in einer ähnlichen Zeit entstanden sein, weil die Dame...
ChrisIst es auch. Also in den 90ern. In den 90ern. Ja, und wie gesagt, in Belgien ist das aufgetaucht, dieses Album. Und ja, dann wurde das erstmal so ins Internet gestellt. Internet hilft uns mal. Ich weiß es nicht genau.
BorisWo oder auf welcher Plattform.
ChrisAber wer ist das denn?
BorisHat man mal die Celebrities gefragt, ob die noch wissen, was war denn das?
ChrisDiese Celebrities, die stehen bei irgendwelchen Presseterminen jeden Tag neben 100 Leuten, um ihr Foto gemacht zu bekommen. Die werden sich nicht mehr daran erinnern, wer das ist, aber es wurde dann tatsächlich gefunden. Wer das ist. Die Frau heißt Maria Snowys-Lagler oder so ähnlich. Und stellt sich raus, sie ist ein Mitglied der Hollywood Foreign Press Association. Das sind die, die unter anderem die Golden Globes organisieren. Und die Frau hatte sich durch ihre Arbeit als Hollywood-Korrespondentin für belgische Magazine, dann eben hatte sie Zugang zu diesen Stars. Und sie hat wohl auch irgendwie eine Schwester in Belgien oder so, also die selber war in Hollywood, aber hat irgendwie eine Schwester in Belgien und darüber wird das wohl irgendwie dahin geraten sein und jetzt, haben sie auf jeden Fall das Album wieder zurück an ihre Familie geschickt und, alles ganz toll, aber es ist schon geil, oder? Wenn du hier, also weil sie sieht jetzt ja auch nicht irgendwie, also sie, ich weiß nicht, wie ich sie einschätze, aber, Das ist mehr so die nette Oma, weißt du? So ein bisschen.
BorisSo kommt sie rüber.
ChrisSo kommt sie rüber.
BorisVon ihrem Kleidungsstil und so.
ChrisJa, das hat irgendwie.
BorisSie wird schon so eine wirklich sympathische Person sein, weil sonst kriegst du die Leute nicht noch nebenher nochmal für ein Foto oder sowas. Weil das muss ja auch nicht immer unbedingt so die Fotoboots sein, so für die klassischen Pressebilder. Das kann ja dann, wenn sie da in dem Bereich mit diesen Globester zu tun gehabt hat, auch auf dem Weg zur Bühne oder was weiß ich wo sein. Keine Ahnung. Ich finde es ja witzig.
ChrisUnd wenn sie da schon irgendwie als Presseauftritt oder im Pressekontext auftritt, dann haben die ganzen Celebrities natürlich auch alle einen Grund, jetzt besonders nett zu ihr zu sein, damit sie kein Blödsinn schreibt. Also insofern ja, es ist doch spannend.
BorisJa, was für eine Sammlung. Wahnsinn.
ChrisGeile Sammlung.
BorisBruce Willis auch im Unterhemd.
ChrisNatürlich, logisch.
BorisWie direkt aus dem Nackertum.
ChrisBruce, zieh dich aus, ich will ein Foto mit dir.
BorisJa. Ja.
ChrisJa, stell dir vor, du bist so ein Secondhand-Laden und dann in Belgien und dann bist du halt ja, dann bist du halt irgendwie, kriegst du so ein Fotoalbum, machst das auf und dann denkst du erstmal, was zum Henker?
BorisDas ist mal wieder einer dieser geilen Funde. Ich finde es schön. Aber auch toll, dass man dann rausgefunden hat, wer sie ist. Super.
ChrisNa gut, du hast Spaß gehabt.
BorisOh, ich habe Spaß gehabt. Ich hatte die einmalige Chance, die Papiermühle Hanemühle, die Papierfabrik Hanemühle von innen zu sehen. Mit Führung und Information und so weiter. Und der Witz da dran ist, Hanemühle ist ein Steinwurf von mir. Das sind irgendwie knappe 20 Kilometer, was hier auf dem Dorf eine normale Entfernung ist.
ChrisAch so, wie nicht weit weg sind die bei dir.
BorisJa, das ist wirklich vor der Tür. also nur um mal eine Relation zu geben, nach Göttingen fahre ich 25 Kilometer, also das ist und das ist meine Arbeitsstätte also das sind hier ganz normale Entfernungen, und die sind hier und das ist so witzig, weil ich bin früher häufiger da vorbeigefahren, die sitzen hier bei uns in Dassel und ich bin früher häufiger da dran vorbeigefahren, bis irgendwann mal jemand sagte, ja da ist ja auch Hanemühle und da dachte ich, wo ist denn da Hanemühle gut, es steht halt groß dran Ja, wenn man aufmerksam fährt, dann sieht man das schon. Aber dann denkst du, wenn du so die Strecken fährst, das sind häufig an irgendwelchen Häusern irgendwelche Werbeaufkleber und Werbeschilder. Marketing gibt es immer für irgendwelche Firmen. Ja, aber das ist dort die Hahnemühle. Also dort wird Papier produziert. Und was man nicht glauben soll, hier bei mir um die Ecke, wird das Feinart, das digitale Feinartpapier produziert, was man so kaufen kann weltweit. ja, also ähm.
ChrisUnd das kommt alles aus der Gegend?
BorisDas kommt alles daher. Also die Künstlerpapiere, die Aquarell- und Ölmalereipapiere kommen hierher. Und wie gesagt, die für den digitalen Feinart.
ChrisAuch die baumwollbasierten Papiere, die Fondrax und solche Geschichten.
BorisAlles hierher. Es gibt Ausnahmen, aber da kommen wir dann noch dazu. Im Großen und Ganzen ist das aber so, wenn du hier, ich halte mal so eine Packung in die Kamera, wenn du so ein Feinartpapier bestellst, dann kannst du davon ausgehen, dass das dort gemacht wurde.
ChrisUnd das ist übrigens jetzt hier kein gesponsorter Beitrag, sondern einfach nur ein Bericht. Nein, das ist pure Begeisterung. Du bist jetzt da gewesen.
BorisIch bin da gewesen und ich mag die Papiere ganz gerne. Ich kenne die früher schon aus HP-Zeiten. Wir hatten ja mal eine Kooperation mit HP, hatten Drucker mal von denen uns genauer anbauen können.
Chris2008, das ist schon lang her.
BorisJa, und da hatten wir auch Papier von denen bekommen und auch selbst nachgekauft. Und tatsächlich gab es mal eine Zusammenarbeit mit Hahnemühle. Da hat Hahnemühle also spezielle Papiere für HP, für diese Drucker hergestellt. Und daher kenne ich die schon. Und damals habe ich die lieben gelernt, weil ich mag die Papiere tatsächlich sehr gerne. Ja, und jetzt kam es eben dazu, dass der Fotopodcast eingeladen war, mit einer Handvoll Freundinnen und Freunde, sich die Hahnemühle anzugucken. Und die Beziehung vom Fotopodcast zu Hahnemühle kommt über Messen. Fotopodcast ist viel auf Messen unterwegs gewesen und die Fotopia zum Beispiel und darüber kamen über Interviews, kamen Kontakte da hat sich eine Freundschaft gebildet und ja, Dankeschön, da durfte ich mit, danke auch an Kai, der mich informiert hat, dass da so eine Einladung besteht und da ich niemanden den Platz weggenommen habe, konnte ich halt mitfahren und das war Glückesgeschick an dieser Stelle das war jetzt am 30.04. Also vor dem Brückentag, da gab es bei Hahnemühle hier eben in Dassel einen besonderen Tag. Da wurden verschiedene Mitarbeitende geehrt oder in Rente entlassen oder irgendwie so etwas.
Da gab es dann eine Grillstation draußen, Grillwagen und ein bisschen Verpflegung. War so ein besonderer Tag auch für die Belegschaft vor dem Brückentag. Und insofern passte das wohl an diesem Tag ganz gut. Ja, zu Hahnemühle. Wie gesagt, knapp entfernt hier von mir. Es gibt noch eine Zweigstelle in Einbeck, was noch näher dran ist bei mir. Einbeck kennt man vielleicht auch von mir. Einbeck war aber auch früher tatsächlich ganz große Industrie. Es gibt eine ganz bekannte Fabrik, die Fahrräder produziert hat und auch früher Automobilzubehör wurde hier gemacht. Also Einbeck ist tatsächlich sehr, sehr bekannt in diesem Bereich und es gibt eben in Einbeck eine Zweigstelle von Hahnemühle, wo eben noch bestimmte Bögen auf bestimmte Größe geschnitten werden. Also wahrscheinlich ist dieses A4-Papier auch in Einbeck durch die Hände gegangen und da zugeschnitten worden.
Und wie gesagt, die Künstlerpapiere und die Feinartpapiere für den Digitaldruck werden allesamt dort in Dassel produziert. Es gibt weltweit Vertrieb von Hahnemühle, also in aller Herren Länder gibt es noch Hahnemühle-Zweigstellen, aber keine Produktionsstätten. Das ist alles hier in Dassel. Und der Witz ist das ist historisch wirklich wertvoll und das macht so einen Spaß, wenn man die Hintergründe kennt seit, 1584 also jetzt seit 441 Jahren, wird dort in Dassel ohne Unterbrechung Papier produziert also seit 1584 gibt es diese Papiermühle die haben sich halt in dieser Region Dassel um eine Quelle oder um Quellen.
Angesiedelt. Du brauchst halt eine Wasserquelle mit gutem, klarem Wasser. Und da gab es damals eben viele Mühlen. Und die Mühle, die jetzt Mühle heißt, die hat halt durchgehalten seit jetzt 441 Jahren.
Und irgendwann roundabout 1870 herum hat das eben ein Karl Hane gekauft.
Diese Mühle und seitdem heißt sie eben Hahnemühle und ist bis heute tatsächlich Familienbetrieb der Familie Hane. Und der Witz ist, die Maschinen, die dort das Papier produzieren, also die Siebe und die Riemenantriebe und so weiter, das sind tatsächlich Riemenantriebe, die diese Förderbänder antreiben und die Umweltsrollen und so weiter, mit alten Riemenantrieben. Es ist irre, wenn du da reinkommst, es ist eine Zeitgeschichte und das sind dieselben Maschinen wie schon 1871 und das älteste Teil an diesen Maschinen ist von 1871 noch das originale Teil, das sie da hegen und pflegen. Es gibt keine Ersatzteile mehr für diese Maschinen. Sie haben fünf Leute dort, Technikerinnen und Techniker, die diese Maschinen theoretisch komplett zerlegen und neu bauen könnten, weil sie genau verstehen, wie sie funktionieren und was nötig ist. Und die hegen und pflegen diese Maschinen, halten sie instand und wenn wirklich mal was kaputt geht, bauen quasi von Hand passende Ersatzteile dafür und tauschen Dinge aus. Es sind die alten Maschinen. Das ist so genial, wenn du das siehst da drin. Das ist irre. Also da ist halt dieses Sieb, das ist natürlich jetzt nicht so in dem eigentlichen Sinne eine Manufaktur. Also da steht kein Mensch mit einem Sieb, so was weiß ich.
ChrisArmlänge. Nichts wird handgeschöpft.
BorisEs ist nicht handgeschöpft. Du hast schon diese großen Kessel, wo die Maische halt angesetzt wird, sodass du halt hinterher deine Bütte hast, für dein Büttenpapier zum Beispiel. Aber das wird dann eben auf ein Förderband drauf gekippt und dieses bewegt sich eben und das ist das Sieb, was sich da bewegt und so kriegst du quasi ein langes, endloses Stück Papier, so eine Papierrolle am Ende des Tages. Und ja, das ist eine, also sie haben da, kommen wir gleich dazu. Das Wasser kommt eben aus dieser Quelle. Das ist auch kein Oberflächenwasser, sondern das wird tatsächlich durchs Erdreich angesogen. Ist so klar, dass es direkt verwendet werden kann, also Trinkwasser Qualität oder besser, sehr sehr reines Wasser und das ist auch quasi ein Steinwurf da von den Fabriken, die alte Mühle war noch näher dran an der Quelle, aber da gibt es unterirdisch quasi so einen Kanal mit Gefälle dass das einfach auch ohne Pumpe und so weiter einfach zur Mühle läuft.
Zellstoffe werden angeliefert. Da gibt es natürlich verschiedenste Zellstoffe für verschiedene Papiersorten. Da haben sie tonnenweise Blöcke in ihrem Lager stehen. Die werden dann genau abgewogen. Sie kaufen das in Blattware ein. Das sind so Zellstoffbögen, so ganz große, damit man sie besser abwiegen kann. Jedes dieser Papiere hat ein genau definiertes Rezept, damit du auch diese Qualität kriegst.
ChrisDa geht es um Faserlängen und um Eigenschaften von diesen Fasern und so weiter und wie die verschränkt werden müssen und so.
BorisGenau, und wie stark das verkleinert werden muss, in welchem Verhältnis die Bestandteile sein müssen, um eben genau dieses Papier zu bekommen. Und tatsächlich ist eine Besonderheit bei Hahnemühle, dass nur vier Stoffe in den Papier stecken. Also an Chemie ist da gar nichts mehr drin. Zellstoff ist da drin. Das ist dann je nach Papiersorte, sind das Baumwollfasern oder eben auch Fasern vom Bambus, Hanf oder Agave Pflanzen. Das sind dann diese Pflanzenfaserpapiere. Und bei Baumwollfasern ist es auch nicht dieser weiße Puschel, den man so kennt von der Baumwolle, weil damit wird die Kleidung gemacht, sondern es ist tatsächlich von den Samen oder diesen Kärnchen an der Pflanze, da sind so ganz feine Härchen drumherum. Und die werden quasi abrasiert. Das ist also quasi eine Resteverwertung, wenn du so willst.
ChrisIch stelle mir gerade so einen kleinen, wie so ein Badschneider vor.
BorisJa, ja, genau. Also Zellstoffe sind drin, dann ist Kreide drin. Kreide dient dazu, dass die Bereiche im Papier aufgefüllt werden, wo eben keine Zellstoffe liegen, weil du kriegst keine super dichte Fläche mit diesen Zellstoffen hin. Das wird dann aufgefüllt. Und die Kreide sorgt auch dafür, dass der pH-Wert ein bisschen verschoben wird, um die Papiere haltbarer zu machen. Einfach darum geht es eben auch. Dann ist Stärke mit drin, um das Papier zu festigen. Und Leim, der damals noch, also in ursprünglicher Zeit, aus tierischen Knochen gefertigt wurde. Heute ist der aber vegan gefertigt. Sie verraten derzeit auch nicht, wie. Das sind dann Geheimrezepte. Aber der Leim ist eben noch mal dazu da, die Fasern zu binden. Also die Fasern selbst kann man sich quasi mit so kleinen Widerhäkchen vorstellen. Die verknoten sich schon ineinander. Und man sorgt auch dafür bei dieser Papierproduktion, dass die sich möglichst nicht so gleich ausrichten, damit sich das Papier in alle Richtungen möglichst gleich verhält.
Aber damit das alles nochmal richtig bindet, muss eben nochmal ein Leim mit dazwischen. Und tatsächlich ist das alles so biologisch und so gut, dass die Mühle quasi kein Wasser verbraucht. Das heißt, es gibt wohl viele Papiermanufakturen, wo du halt vorne einen Fluss hast mit Wasser und hinten einen Rinnsaal und dazwischen ist die Fabrik. Und hier in Einbeck ist das tatsächlich so, die haben extrem hohe Auflagen, weil das ist hier ein Naturschutzgebiet. Da müssen sie sehr, sehr aufpassen, was sie tun. Und die werden 24-7 kontrolliert mit Messgeräten. Die entnehmen vorne das Wasser, produzieren damit die Papiere und leiten es hinten wieder in den Bach ein, weil sie das tun können, weil da keine Chemie drin ist. Es ist also alles sauber. Und es gehen nur 3% Wasser tatsächlich in Anführungszeichen verloren, weil auch mit Hitze natürlich getrocknet wird. Da gibt es große Rollen mit Dampf. Und dieser Dampf, der verdunstet dann, aber der kommt eben als Regen wieder zurück. Also der ist auch nicht weg. Das fand ich auch sehr, sehr faszinierend. Und jetzt habe ich ja gesagt, die ganzen Papiere werden da produziert, die wir so kennen. Das sind unsere Feinartpapiere. Und zwar haben sie dort drei Maschinen, also drei Produktionsstraßen, wo Papiere gemacht werden. Drei.
ChrisGroß muss ich mir so ein Ding vorstellen. Bilder hast du keine, oder?
BorisBilder habe ich leider keine, aber stell dir vor, du betrittst den Raum und stehst in einem Raum mit sehr hohen Kesseln. Stellst dir vor wie auf so einem Schiff oder so was, so einen Kolbenhub oder so. Ja, so fünf Meter.
ChrisZehn Meter, ne, zehn Meter wahrscheinlich nicht.
BorisVon der Höhe her, na ja, es ist so ein Stockwerk hoch. Also lass es irgendwie drei.
ChrisVier Meter wahrscheinlich.
BorisVielleicht auch vier, fünf. Also gehst du in die Treppe, kannst auf die obere Ebene hochgehen, kannst da reingucken. Ist so ein bisschen wie so großen Brauereien, wenn du in den Kessel reinguckst. Und da wird das Ganze gemischt. Das läuft dann durch diverse Rohre durch, wird halt zigmal geprüft dabei. Und dann läuft das auf ein Fließband drauf. Und dieses Fließband kannst du dir vorstellen, ich sag jetzt mal so 90 Meter lang oder so und dann eben viele Umlenkrollen dabei, wo das Papier wie auf so einer Zeitungsstraße, so einer Druckerstraße halt sich mal umhergewälzt wird. Die Straße ist breit, ich hab's jetzt nicht gemessen 2 Meter 2,50 irgendwie so keine Ahnung, also ich hör dich übrigens gerade nicht mehr, Hörst du mich jetzt? Jetzt höre ich wieder.
ChrisWie schnell läuft das Sieb?
BorisDas Sieb läuft tatsächlich abhängig vom Papier. Also von der Stärke, die du erreichen willst. Wenn du dickere Papiere haben willst, läuft es langsamer. Wenn du dünnere Papiere hast, dann läuft es etwas schneller. Die Dicke wird natürlich auch noch bestimmt durch einen Anpressdruck unterwegs.
ChrisIst das so G-Geschwindigkeit?
BorisDas war so G-Geschwindigkeit bei dem, was da jetzt gerade produziert wurde. So drei Maschinen haben sie also drei solche Straßen, zwei davon waren zu sehen, die dritte ist nämlich in einem anderen Gebäude weil nur zwei von diesen Straßen werden für diese Papiere gemacht, Hahnemühle hat nämlich noch ein anderes Standbein, die machen nämlich auch noch Papiere für, Industrie und Medizin also wenn du zum Beispiel ganz spezielle, ganz kleine, Papierlinsen haben willst für Blutproben Filterchen.
ChrisUnd solche Geschichten.
BorisGenau, Filter, Blutproben oder überhaupt Luftproben oder so. Papiere, die rückstandsfrei verbrennen, damit nur die Proben übrig bleiben. Filter, die sehen so ein bisschen aus, als ob du so einen Finger irgendwie in die Suppe steckst und dann bleibt das übrig. Also so ein hohles, so ein Papier-Dildo.
ChrisDas ist so eine Erklärung. Papier-Dildo. Wir haben einen Titel.
BorisAber nach exakten Vorgaben, also was soll damit gefiltert werden und so weiter. Da haben die natürlich auch ihre Prozessgeheimnisse da, was da genau gemacht wird. Und den Tag, wo wir da waren, wurde eben auf dieser dritten Maschine irgendein spezielles Papier mit Glasfasern produziert. Dann darfst du nur in Vollschutz mit rein und so weiter, wegen dieser Gesundheitsgefährdung dann. Also das ist dann für die Industrie. Das hat dann nichts mit unserem Bereich hier zu tun. Ja, und das eine ist so ein Langsieb. Ich habe den genauen Namen vergessen. Das ist das, was wir gesehen haben, wo gerade das Papier produziert wurde. Das ist quasi ein langes Sieb, was so flach gerade läuft. Auf der einen Seite wird die Bütte oder die Maische draufgekippt. Und dann läuft das einige Meter geradeaus. Ich weiß nicht, lass es acht Meter sein. Vielleicht waren es auch nur fünf. Läuft es geradeaus. Auf dem Weg tropft das Wasser wieder ab, damit es etwas fester wird. Und dann geht das Sieb nach unten und fährt wieder zurück. Das ist ein flexibles Sieb. Läuft dann eben endlos. Und am Ende wird es eben aufgenommen. Und dann läuft es über diverse Rollen und so weiter und so fort. Und sie haben auf dem anderen auf der anderen Straße ist ein sogenanntes Rundsieb.
Das läuft dann auf so einer Rolle und da wird eben das echte Büttenpapier gemacht, das darf sich eben nur echtes Büttenpapier nennen, wenn es mit so einem Rundsieb aus so einer Bütte eben, gemacht wird und hat eben auch sehr spezielle Eigenschaften, Künstler lieben es erkennst du daran, wenn du es halt feucht reißt, dass es sehr unregelmäßig reißt, dann hast du ein echtes Büttenpapier. Ja, also sehr, sehr spannend und da habe ich nochmal gefragt und ja, auf diesen beiden, auf zwei Sieben entstehen unsere ganzen Papiere, die du hier im Shop so kaufen kannst und ja, das ist auch so.
ChrisWie breit sind diese Siebe? Weil die werden das ja dann wahrscheinlich in großen Rollen produzieren und dann zurecht konfektionieren.
BorisDa kommen große Rollen hinten raus, tonnenschwer.
ChrisAber wie breit sind die? Reden wir da von zwei Metern, fünf Metern?
BorisJa, ich hätte jetzt gesagt, zwei, zweieinhalb Meter vielleicht. Ich kenne so Zeitungsrollen.
ChrisDie halt irgendwie drei Meter breit sind oder so.
BorisJa, können auch drei sein. Die genaue Zollzahl hat er gesagt. Waren es 74 Zoll, waren es 75 Zoll? Ich will jetzt nichts Falsches sagen. Also ganz ordentlich, aber überschaubar. Mit einem handelsüblichen Gabelstapler einfach wegnehmen.
Genau. Und ja, tatsächlich, auf diesen beiden Straßen werden diese verschiedenen Papiere hergestellt. Und jetzt gibt es natürlich verschiedene Anforderungen am Markt, sodass sie gucken müssen, wie viele Tonnen von welchem Papier müssen sie jetzt produzieren. Und das ist tatsächlich auch eine der logistischen Herausforderungen. Mit der Dame hatten wir auch gesprochen, die diese ganze Logistik im Auge behält, vom Einkauf bis zur Produktion.
Weil du musst dann irgendwann ja umstellen. Da musst du sagen, okay, jetzt haben wir genug von der Sorte, jetzt brauchen wir die Struktur oder jetzt brauchen wir noch was von der Struktur. Jetzt brauchen wir ein William-Turner-Papier und jetzt brauchen wir, was weiß ich, ein Torch-Papier und wie sie alle heißen. Und das wird dann eben alles sehr genau koordiniert nach Nachfrage. Und dann wird halt umgestellt. Das dauert einen Augenblick, bis die neue Papiersuppe da passend ist. Der Rest geht wieder zurück in die Maische, wird wiederverwertet. Also da kommt fast nichts weg. Auch so die Ränder, die abgeschnitten werden, die kommen wieder zurück, werden wieder weiterverarbeitet. Und tatsächlich, das entsteht alles da aus verschiedenen Rezepten in verschiedenen Blattstärken. Dann läuft das Band eben mal schneller oder mal langsamer. und mit verschiedenen Strukturen. Und die Oberflächenstruktur von dem Papier, da gibt es gerade bei diesen Feinart-Papieren wirklich sehr, sehr große Unterschiede, die kommen mit einer Filzrolle rein. Also stell dir ein großes Laken aus Filz vor mit einer speziellen Struktur, mit einer Oberflächenbeschaffenheit.
ChrisAch, da kommt dann teilweise diese Struktur rein.
BorisUnd dieser Filz wird jetzt quasi auf das noch feuchte Papier draufgedrückt. Und natürlich, je stärker es drückt, dann kannst du es noch weiter verdichten. Dann hast du die gleiche Grammatur, aber dichter. Und durch diesen Filz entsteht die Struktur. Da gibt es halt einen sehr rauen Filz für dieses William-Turner-Papier. Und dann gibt es etwas glattere Filze für eben andere Papiersorten. Damit kommt diese Struktur rein.
ChrisInteressant.
BorisUnd die Filze, die hängen dann da eben schon mal irgendwie ab und werden da gerade getrocknet. Wie so ein großes Laken, kann man sich das vorstellen. Das hängt auf einer Rolle und wird dann drauf gedrückt.
ChrisAh, okay. Spannend.
BorisDas fand ich auch stark. Konnte ich mal so einen Filzstoff mal anfassen. Ich sage, das ist bestimmt das William-Turner-Papier. So reibheisenmäßig. Es ist sehr geil. Ja, stark. Ja, aber dann ist eben doch so, ja, nicht alles wird dort gemacht, weil für den Digitaldruck braucht das Papier dann noch eine spezielle Beschichtung, die eben dann wieder bestimmt die Farbpigmente, wie tief sinken die ein, wie sinken die ein und so weiter. Vieles macht natürlich schon das Rezept dieses Papiers und die Produktion aus. Aber es gibt ja auch noch Glossy-Papiere und so etwas. Die sind ja dann auch noch speziell beschichtet. Das passiert nicht in Dassel. Das wird extern gemacht.
Da haben sie dann irgendwie entsprechende Zulieferer, die dann eben nach genauen Vorgaben und Rezeptur von Hahnemühle diese Beschichtungen vornehmen. Da wollte uns der Herr auch nicht zu viel verraten, was da so passiert und wie das so einsinkt. Aber sie sind halt spezialisiert eben auf pigmentierte Tinte. Und da ist eben die Herausforderung, es gut aussehen zu lassen, haltbar zu machen, wischfest zu machen, die Farbbrillanz dabei zu erhalten. Ja, das machen sie woanders. Und dann haben die Rollen natürlich, die hier produziert werden in Dassel, auch eben diese Maximalbreite. Ich weiß nicht mehr genau, ob es 74 Zoll oder mehr waren. Es gibt natürlich auch breitere Rollen also gibt ja auch riesengroße Drucke für Ausstellungen oder so etwas diese Papiere können sie hier prinzipbedingt nicht herstellen, weil diese alten Maschinen von 1871 geben das halt nicht her, da gibt es eben auch externe Produktionszulieferer, die eben auch nach genauen Rezepten dann auch breitere Rollen produzieren, also wenn ihr was breiteres habt, dann ist das wahrscheinlich nicht von da, aber ich sag mal, was wir so als handelsübliche Verbraucher, ich sag mal bis A0, ist das auf jeden Fall alles da aus Dassel.
Das fand ich schon mal sehr klasse. Und natürlich hat Hanemühle auch noch einen Satz, normale, günstige Papiersorten, die werden sie auch nicht hier produzieren, sondern das werden dann auch Zulieferbetriebe sein. Ja, sehr schön. Genau 1886, ich habe hier gerade nochmal nachgeguckt, 1886 ist die Mühle von Karl Hane gekauft, übernommen worden und seitdem im Familienbetrieb als Hane-Mühle. Ist toll. Hast du eben das Gebäude da auf dem Gelände. Die ganzen Büros sind in den ehemaligen Lagern, also quasi über den Maschinen sind nochmal zwei Etagen. Das waren früher Lagerräume. Da haben sie jetzt die Büros reingemacht und es gibt da einen Raum, einen viel zu kleinen Raum, Chris, der Raum in dem du jetzt gerade sitzt und aufnimmst, ich würde sagen, wenn du diesen kleinen Nebenraum, den du da noch hast, wo deine Spinte drinstehen, wenn du den mal abschneidest das was übrig bleibt maximal.
ChrisSo klein ist das jetzt hier nicht aber für eine Produktion wahrscheinlich schon.
BorisIch würde sagen vielleicht noch ein bisschen weniger Also eher ein etwas größerer Büroraum auf dem Flur. Und da stehen Drucker. Und zwar diese riesen... Achso, das ist der Testen.
ChrisKlar.
BorisDa stehen Rollendrucker, mehrere von Canon, von Epson. Da stehen mehrere, weiß ich nicht, A2- und A3-Drucker auf verschiedenen Ebenen in Regalen an der Wand und so weiter von Epson und von Canon, um zu testen tatsächlich. Auch so eine Bilderdruckstation ist da. Da wird getestet und da wird Support gegeben das heißt, wenn du irgendwie Probleme hast mit dem Druck oder so etwas, dann kannst du dich da melden und kannst sagen, hier, ich habe hier ein Problem wie sieht das aus dann hilft da jemand, also wie zugestopft das ist, du hast kaum den Arbeitsplatz gesehen von dem Mitarbeiter, der da sitzt also sehr geil, dann gibt es noch ein Büro davor, da ist ein Mitarbeiter der richtig tief in der Materie steckt.
ChrisAlso das ist der Level 3 Support quasi.
BorisDer macht wirklich den richtig Hardcore Support. Er sagt, also wenn du mit dem Drucker schon auf dem Sims stehst und springen möchtest, dann ist er der richtige Ansprechpartner. Dann hilft er dir weiter. Und der Kollege, der da arbeitet, der hat federführend die Entwicklung der ICC-Profile vorangetrieben. Der war da mit dabei. Der hat schon die LUTs berechnet oder berechnet die LUTs. also die Lookup Tables für die Farbgeschichten, das heißt der kennt wirklich jede Farbschattierung beim Vornamen.
ChrisUnd wenn der mal ausfällt dann rennt Rom, das ist doch immer so bei solchen Produktionen du hast von außen ein Bild und dann stellt sich raus, da wird, das ist viel mehr Handarbeit und viel irgendwie kleiner als man sich das vorstellt.
BorisDas ist irre wirklich, das ist also wirklich klein Wir reden hier von einer Firma mit um die 90 Angestellten. Das ist ein etwas größerer mittelständischer Betrieb. Das ist ein Familienbetrieb. Das ist lustig. Und der sagte auch, wenn sie Glück haben, dann sagen die Hersteller ihnen Bescheid, dass sie etwas an den Tinten geändert haben oder dass sie neue Tinten rausbringen werden. Und dann kriegen sie vorab Tinten.
ChrisWenn sie Glück haben.
BorisOft ist es so. Aber es passiert auch, dass das eben nicht so ist. Dann wird irgendeine Rezeptur an den Tinten geändert, aus welchen Gründen auch immer. Und das kriegen sie dann zufällig mit, weil die Kunden melden sich dann, wenn irgendwas nicht mehr funktioniert. Also gerade die KünstlerInnen. Ja, und dann wird eben geguckt, was ist das für eine Tinte. Dann wird getestet, können wir die Rezepte irgendwie anpassen von den Papieren, können wir da irgendwas speziell anpassen an den Beschichtungen, damit das wieder besser funktioniert. Und da sind die rund um die Uhr eigentlich mit beschäftigt, kann ich so sagen. Es ist irre. Und das ist so das Papier. Wie gesagt, einmal dieser Industriezweig, von dem ich noch gar nicht so genau wusste, dass sie ihn haben, medizinische und Industrieprodukte. Dann eben die Papiere, wo mir nicht klar war, dass sie alle da produziert werden. Und dann haben sie jetzt eben auch so ein bisschen den Puls an der Zeit. Sie haben nämlich ein Zertifikatssystem aufgebaut. Ein Hahnemühle-Zertifikatssystem. Da haben sie gesagt, solange hier noch kein Standard ist, kann man das ja mal ausnutzen. Dann machen wir halt ein.
Du kannst, das ist interessant, sie haben ja mit Künstler und Künstlerinnen zu tun, die weltweit arbeiten und auch ausstellen. Und jetzt stell dir vor, du willst in Paris eine Ausstellung machen, bist aber deutscher Künstler. Oder du bist Pariser Künstlerin und möchtest in Dubai ausstellen und du hast große Werke, du hast mehrere Werke, die irgendwie, weiß nicht so ja, A0 oder größer sind dann kannst du jetzt natürlich als Künstlerin deine Bilder drucken oder drucken lassen und dann mit riesengroßen Rollen oder sogar wenn die halt steif sind, die durch die Welt schicken für viel Geld oder aber du sagst, nee, pass auf, Ich gehe zu Hahnemühle. Dann lädst du nämlich dein digitales Kunstwerk bei Hahnemühle hoch. Das wird auf Servern verteilt. Also du hast nirgendwo die ganze Datei. Das wird verteilt gespeichert und mit einem Zertifikat belegt. Und dann kannst du sagen, als Künstler oder Künstlerin, ich möchte, dass dort in Dubai oder dort in Paris, wir haben weltweit mehrere Stationen, dieses Werk gedruckt wird. Und zwar einmal.
Und dann haben die eben Partnerfirmen, die eben entsprechend ausgebildet und zertifiziert sind von Hahnemühle, damit auch die Qualität stimmt, damit du dich als Künstler oder Künstlerin auch darauf verlassen kannst, dass da hinten das rauskommt, was du vorne reingeschickt hast und dann wird vor Ort dein Kunstwerk produziert, sodass du es für die Ausstellung oder für den Verkauf vor Ort dann eben einmal oder limitiert drucken lassen kannst. Und das wird mit einem kleinen Hologrammaufkleber bestätigt. Es gibt ein Zertifikat, was du als Künstler oder Künstlerin unterschreibst, dass das genau dieses Exemplar ist mit diesem Aufkleber. Und wenn die einen Fehldruck haben oder sowas, dann muss das nachgewiesen werden, bevor ein Nachdruck gemacht werden kann, weil wenn du einmal gedruckt hast, ist es weg.
Das ist ganz spannend. Das heißt, auch wenn du jetzt eine limitierte Auflage verkaufen willst irgendwo vor Ort, dann kannst du sagen, ich möchte jetzt eine Auflage von 10 haben oder so. Und dann hat wirklich jedes Exemplar, also du als Künstler würdest dann 10 Zertifikate, bei Hanemühle hinterlegen oder von Hanemühle bekommen. Und dann kannst du diese 10 Exemplare weltweit verkaufen und dein Kunde kann sich das vor Ort oder in der Nähe produzieren lassen, damit der Versand günstiger ist und bekommt dann von dir ein, Echtheitszertifikat und die Bestätigung, dass es nicht mehr als diese zehn Exemplare gibt, weil mehr geht nicht. Das ist festgelegt. Danach sind die weg. Wenn das Bild verbrennt, ist es weg.
ChrisDas ist ja auch einer der Wege, um bei Kunst den Wert zu steigern, indem man es limitiert.
BorisExakt.
ChrisGanz einfach.
BorisUnd bei digitaler Kunst musst du es irgendwie halt sicherstellen. Und das ist, wenn du da mit Hahnemühle zusammenarbeitest, möglich. Da haben sie also Wege dafür. Das finde ich ganz spannend, was sie da gemacht haben.
ChrisWenn sie das garantieren können, dann ist es ja gut.
BorisGenau, das garantieren sie dir. Und da machen sie auch einigen Aufwand damit. Also das ist kein nicht mal eben übers Knie gebrochen, sondern da haben die schon nachgedacht. Da ist auch dieser Mensch mit den ICC-Profilen dran beteiligt. Also der hat auch das entsprechende Know-how. Also rein technischer Natur. Und da sagt er auch, ich muss jetzt ganz vorsichtig sein, was ich erzähle, weil er will natürlich keine Geheimnisse verraten, also wie sie das genau lösen, aber das klang alles wirklich sehr spannend. Und der Typ selbst, der mit diesen ICC-Profilen, der ist auch immer ganz vorne am Puls der Zeit, das fand ich auch spannend, der hat nämlich das natürlich selbst ausprobiert, hat auch selbst eins seiner Werke zertifizieren lassen, das steht da als Beispiel, wie das so funktioniert, kann man das damit erklären. Und interessant war, dieses Kunstwerk ist eine KI-Kunst. Das ist ein Werk, was er mit der KI erzeugt hat. Also auch damit experimentieren sie. Ich fand das ganz spannend, dass man sich da nicht verschließt, sondern dass man eben neue Technologien auch als Werkzeug begreift, wie einen neuen Pinsel, eine neue Farbe, ein neues Papier, einen neuen Werkstoff. So betrachten sie eben da auch erstmal die KI als Werkzeug und schauen eben auch da, was man damit machen kann. Ja, ganz spannend eigentlich. Also insgesamt sehr klasse. Das Unternehmen da generell, sehr ruhige Atmosphäre. Also.
Ich kenne ja so ein paar Firmen berufsbedingt auch von innen. Und wenn man hier bei Hahnemühle mal so über die Flure gegangen ist und hat mal geschaut, guckt so in die Büros. Also Büros, das sind so große Cubicles, weil es ist halt ein alter Lagerraum eigentlich. Da guckst du so in so Cubicles mit so vier oder sechs Arbeitsplätzen rein. Sehr ruhig, nicht hektisch, immer ein Lächeln, wenn du irgendjemanden getroffen hast auf dem Flur oder auf dem Weg. Immer ein Lächeln, immer eine nette Begrüßung. und es wirkte nicht gespielt oder aufgesetzt, sondern immer ehrlich.
Und wenn du mit den Leuten sprichst und sie erzählen was über das, was sie da machen und über das, was sie da produzieren und wie sie das produzieren, dann merkst du sofort, da geht eine Flamme an. Also du hast sofort so ein Glänzen in den Augen. Die sind sofort dabei, die identifizieren sich mit ihrem Unternehmen und ich denke, man ist da auch zu Recht stolz auf Produkt und Unternehmen. Das ist wirklich toll. Also wunderbar. Zum Beispiel die Dame, die uns das gezeigt hat, die jetzt da für die Organisation, für die ganze Logistik zuständig ist, die also quasi die ganzen Fäden in der Hand hält, die ist inzwischen seit 25 Jahren dabei. Das ist heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich, so lange in einem Betrieb zu arbeiten. Und die hat ganz klein angefangen, ist da verschiedene Abteilungen durchlaufen, bis sie da ist, wo sie ist, wo sie sagt, das hilft ihr, weil sie weiß, wie die Leute auf den verschiedenen Positionen arbeiten. Und die Leute nehmen sie eben auch ernst, wenn sie dann irgendwie eine Entscheidung trifft, weil sie eben wissen, dass sie ja weiß, wovon sie spricht.
ChrisJa, das ist sinnvoll. Dass die Leute wissen, wovon sie reden.
BorisUnd der Alexander Catellieri, den Namen werdet ihr hören im Zusammenhang mit Hanemühle Catellieri, der ist gefühlt auf jeder Messe dabei. Also der hat eine umfassende Ahnung, ein umfassendes Wissen um das Produkt und dieses Unternehmen, das ist einfach ein Traum, also das ist ein Gesprächspartner ich glaube mit dem kannst du dich eine ganze Woche einsperren, 24 sie mit ihm sprechen und hörst immer noch was Neues das scheint aber das relativ.
ChrisViel Wissen auf wenigen Schultern irgendwie zu sitzen oder in wenigen Köpfen zu sitzen.
BorisNaja sie tragen das schon weiter das müssen sie das müssen sie auch und ich sag mal es gibt sie jetzt seit 441 Jahren ohne Unterbrechung und ich denke die setzen alles dran dass es noch ein paar Jahre so weiterläuft.
ChrisDann werden das auch Leute sein, die lange Jahre dort arbeiten. Da wird es wahrscheinlich nicht viel Wechsel sein.
BorisDas ist definitiv so. Und ich habe, also das erste, eine Teilnehmerin da aus der Gruppe hat auch gesagt, sie ist jetzt nicht ganz sicher, ob das jetzt gut oder schlecht ist, dass sie keinen Shop dort haben. Weil die machen halt keine Führung sonst. Deswegen gibt es da keinen Touristenshop oder sowas. Fabrikverkauf. Das wäre jetzt teuer geworden.
ChrisUnd Fabrikverkauf B-Ware, die haben Risse, die Papiere.
BorisJa, genau.
ChrisOder Knitter.
BorisUnd ich halte mal hier in die Kamera. Ich habe ja schon verschiedene Musterpapiere. Habe ich ja schon vor Monaten geholt.
ChrisHast du noch was abgegriffen?
BorisNee, die habe ich ja schon seit Monaten liegen. Ich habe ja schon, wie gesagt, ich mag das Papier und ich habe gerade so ein bisschen so einen Hang zum matten Papieren, deswegen habe ich mir mal ein paar bestellt und teste gerade ein bisschen oder habe die letzten Monate damit getestet. Und was ich jetzt weiß, ich werde mir definitiv diese auf Pflanzenfaserbasis Papiere, also die Hanf- und die Agave-Papiere, das hat mir ganz gut gefallen, was ich da gesehen habe. Da werde ich mir definitiv noch mal eine Testpackung von kommen lassen. Also irre. Und hinterher...
ChrisDie anderen drucken drauf.
BorisWenn du dir das anguckst, was die da machen und was notwendig ist, um so ein Papier zu produzieren. Und sie produzieren, ich glaube, er hat gesagt, im Jahr 3000 Tonnen. Das kannst du jetzt runterrechnen.
ChrisAn diesem Ort.
BorisAn diesem Ort. Das ist nicht viel. Andere Papiermühlen machen da Faktoren von. Wenn du dir das zerlegst und überlegst jetzt, wie viele verschiedene Feinartpapiere in verschiedenen Stärken gibt es, dann sind das nicht mehr so viele zigtausend Blatt. Und weltweit wollen die Leute ja Papier haben. Also ich finde das faszinierend, dass das funktioniert. Und wenn man sich das dann anguckt, dann fragt man sich, und das habe ich dann hinterher auch so gedacht und ihm auch gesagt, ich staune gerade, dass das Papier so günstig ist. Weil es ist jetzt natürlich kein Billigpapier. Aber das ist auch kein Billigpapier, wenn du das anfasst. Also dir ist sofort klar, das ist jetzt kein 80-Gramm-Fotopapier, Kopierpapier oder so.
ChrisIch kenne das ja auch. Das hat schon Hand und Fuß, was die da machen, klar.
BorisDas ist schon ein richtig schönes Feinartpapier. Und das ist preislich absolut im Markt. Mit dem Mitbewerb geht das mit. Ich habe hier mal ein paar Preise rausgesucht. So ein klassisches Fotorack. Das ist auch etwas, wo sie sehr stolz drauf sind. Auf die Fasermischungen für das Fotorack. Das A3 in 300 Gramm oder 308 Gramm liegt so etwa bei 1,10 Euro pro Blatt. So. Ich sag mal, so ein Instax Mini, wo wir vorhin drüber gesprochen haben, da zahlst du auch 1 Euro. Für ein Blatt. Oder so ein Feinart William Turner, liebevoll Schleifpapier, nenne ich das. Das ist wirklich sehr, sehr rau. Das fasst sich nicht so angenehm an. Aber wenn du da drauf druckst und du druckst was mit sehr feinen Strukturen da drauf, so Blattwerk oder Gras oder so etwas, dann kriegt das im Licht richtig durch diese Mikroschatten eine Tiefe, das ist wirklich toll. Da sind wir bei einem A3-Blatt mit 190 Gramm bei 80 Cent das Blatt. Oder das German Edging, auch so eine feine Art Papier. A3, 310 Gramm, 90 Cent das Blatt. Ein Barita, ein Barita-Papier, diese wachsartige Beschichtung. Es ist nicht so hochglanz, es ist nicht matt.
ChrisEs ist so zwischendrin irgendwo. Aber ja, ich fand das auch immer ganz gut.
BorisHat tiefe Kontraste. Barita ist jetzt nicht so mein Favorit, aber du kriegst sehr, sehr starke Kontraste da drauf hin. A3, 325 Gramm, 1,50 das Blatt. Also das ist für Feinartpapiere in A3-Größe, das ist, wenn du siehst, wie sie gemacht werden. Geil. Einfach nur geil. Also, War jetzt viel Information in wahrscheinlich viel Zeit, aber es musste jetzt mal raus. Ich bin so happy, dass ich mir das angucken konnte und habe noch mal ein ganz neues Verständnis für das, wo ich so draufdrucke und werde jetzt noch mehr Spaß haben, Hahnemühle-Papiere zu kaufen. Und es ist nicht gesponsert, weil das machen sie nicht. Also wir werden da auch keine Chance haben, dass sie uns hier irgendwie finanziell unterstützen. Aber der Catellieri ist wirklich ein der hat das Herz am rechten Fleck, mit dem werde ich definitiv versuchen den Kontakt zu halten also sollten wir wirklich mal anstreben einen Workshop zu machen mit Schwerpunkt Print also sprich Druck.
ChrisKalibre habe ich schon gemacht in Tübingen, hätte ich das damals gewusst Fotoprofilierung.
BorisAlso hier Druckerprofilierung Bildschirmprofilierung Drucken, Papiere, was bedeutet das, was wofür und Best Practices und Unterschiede in den Drucksystemen und so weiter. Er hat mir schon gesagt, da hat er jemanden, den könnte er mir vielleicht vermitteln, also den man mal mit auf einen Workshop einladen kann, der dann nochmal ein bisschen was vermitteln kann in dem Bereich. Also Kontakt werde ich halten, mal gucken, was sich draus entwickelt. Versprechen können wir natürlich nichts, aber herrlich. Ach, toll. Ach, so toll.
ChrisJa, sehr schön. Dann kaufst du ab jetzt nur noch Papier von der Hahnemühle.
BorisWeiß ich nicht. Ilford mag ich auch. Die haben auch schöne Papiere. Aber ich habe sowieso ja schon viel Hahnemühle gekauft. Ich werde es jetzt wahrscheinlich mehr machen.
ChrisHast du auch was rausgekriegt, für wen Hahnemühle produziert? Weil es gibt ja viele Papiermarken, die nicht selber produzieren, sondern Reseller sind, umgelabelt und so weiter. Ist ja bei Film auch so, dass es gar nicht so viele Fabriken wie Marken gibt.
BorisJa, ich hatte ihn versucht zu triggern mit der HP-Story, wo ich sagte, ich kenne euch ja schon damals von der HP und dann sagt er, ja stimmt, da hatten wir mal eine Zusammenarbeit. Aber er hat dann nicht ergänzt, jetzt machen wir das ja gerade mit sowieso.
ChrisDa waren auch einige der Papiere, die unter HP-Marke verkauft wurden, die von Hahnemühle produziert wurden.
BorisExakt. Mhm.
ChrisNa gut.
BorisAch, ja.
ChrisSehr schön. Du, wir haben ein bisschen Aufgabenstau.
BorisJa, wir müssen ein bisschen was auflösen.
ChrisWollen wir mal was tun? Ja, wir haben zwei Aufgaben aufzulösen. Die erste ist die Gerüchtaufgabe, die ja, Moment, Moment. Ich muss mich mal kurz anmelden. Ich sehe da zu wenig Bilder. Ich bin gerade auf Flickern nicht angemeldet.
BorisIch werde übrigens würfeln auf einem Hanemühle-Papier.
ChrisAber irgendwann müssen die dann auch bezahlen, wenn wir ständig von Hanemühle reden.
BorisEin Metallic-Papier. Ja, bezahlen werden die nicht. Das ist aussichtslos. Ich kann Ihnen ja mal fragen, ob Sie ein bisschen Ausschuss haben, dass wir hier verlosen dürfen oder so.
ChrisDas, wo man dann so die franzigen Ränder, die abgeschnitten werden von der Rolle, oder?
BorisGenau, lass mal dran. Ja, oder nur die Ränder. Ja, ist auch eine schöne Idee. Ja, da könnte man eigentlich auch Kunst drauf machen.
ChrisDas hat Impossible ja schon geschafft, weißt du? Die haben ja damals auch so Edgecut verhauen, weil sie halt ihre Produktion hochfahren und finanzieren mussten. So Hahnemühle Edgecut, das wäre doch das Hey, da.
BorisMuss ich mal fragen, kann ich nicht mal im Nachmittag reinkommen und die Schnitte einsammeln?
ChrisAlso, es ist ein Bild mehr geworden, nachdem ich mich jetzt eingeloggt habe. Und zwar ganze sechs Leute haben mitgemacht bei unserer Gerüchtaufgabe.
BorisUnd ich habe mir gerade die Seite gelöscht.
ChrisDu hast dir die Seite gelöscht.
BorisZuletzt geschlossen.
ChrisIch mache hier mal kurz unsere interne auf. Ja, sind tatsächlich sechs Stück. Das heißt, heute erwürfel ich mal die entsprechende die entsprechende Seite, das entsprechende Bild mit einem mit einem Würfel und den, Achso, ich nehme jetzt den Zehner davon. Also, ne Quatsch, den Einser davon, den kleinen. Das ist eine Sechs geworden. Passt also.
BorisJa, ich, sorry, ich bin gerade ein bisschen.
ChrisHast du ein Problem?
BorisJa.
ChrisWarum?
BorisWeil mir gerade mein Tab zugeht und das Tab nicht wieder aufgeht.
ChrisAlso, ich bin auf jeden Fall hier auf der richtigen Seite. Der Klaus hat gewonnen, das ist nämlich das hier. Schwarz-Weiß-Bild von Klaus So.
BorisJetzt lädt er wieder. Ich bin dabei.
ChrisTitel, das neueste Gerücht und ja, was sehen wir? Wir sehen hier zwei Frauen und die eine flüstert der anderen was zu. Das Ganze in schwarz-weiß gehalten und im Gegenlicht. Und damit ist es vom Licht her spannend. Das Thema wird voll bedient, das Gerücht.
BorisAbsolut.
ChrisUnd jetzt will ich nur noch wissen, war das ein Schnappschuss oder ist das gestellt?
BorisIch würde sagen, das ist gestellt. So nah dran. Ja, ja.
ChrisAre you sure?
BorisBestimmt mit, entweder Frau, Freundin oder ist es Familie?
ChrisIch weiß es nicht. Vielleicht hat es sich ja so rangerobbt von hinten.
BorisNein, glaube ich nicht.
ChrisGlaube ich auch nicht.
BorisDas wird schon irgendwie Familie oder Freundeskreis sein. dann gestellt. Schöne Idee, schön umgesetzt. Ich finde es auch witzig, dass man nur diese vorgehaltene Hand, aber nicht den Mund selbst sieht.
ChrisDas ist ja beim Flüstern so.
BorisGenau.
ChrisJa, sowas ähnliches haben wir ja auch noch beim Bild vom Frank.
BorisAh, er hat die beiden gefragt. Also nicht mal Familie, sondern tatsächlich ein Streetporträt. Sehr gut.
ChrisSehr cool. Da gehört ein bisschen Überwindung hinzu.
BorisNoch besser.
ChrisGut, sowas ähnliches haben wir hier beim zweiten Bild hier von Frank. Das ist auch so eine Tuschelgeste. Ah, Tübingen auf der Neckarmauer. Ja, das kenne ich. Da kenne ich mich aus. Echt hätte ich ja fast erkennen müssen. Nun gut.
BorisAh, war es lang nicht mehr da.
ChrisB-Pen. Selbst tausend Gerüchte ergeben noch kein Körnchen. Wahrheit.
BorisAch, lauter Pfefferkörnchen.
ChrisPfefferkörnchen. Das ist aber direkt aufs Bild drauf geätzt, so sinnspruchmäßig. Das ist vom Licht her spannend. Nun ja, also.
BorisJa, die Pfefferkörner finde ich tatsächlich cool.
ChrisJa, vor allem, weil das halt The Odd One Out ist. Also eines, was quasi.
BorisJa, das auch, aber wie du gerade schon sagst, das Licht, also ich finde das hat, die Struktur kommt sehr schön raus von den Körnern, so Streiflicht mäßig. Gefällt mir gut.
ChrisUnd das eine wird hier geheiligt, also das Licht fällt dann so am Rand hinweg, fällt es ab. Sehr schön. Also da erstmal vielen Dank. Du hast unsere Besprechung und unser Lob gewonnen. Dann haben wir noch eine Aufgabe. Ich muss hier parallel irgendwie fünf Sachen machen.
BorisJa, ich muss auch noch eine Kapitel.
ChrisAh, genau.
BorisDie YOLO-Aufgabe.
ChrisMal schauen. Das ist so, wenn man so lange nicht sendet, dann kriegt man irgendwann, hat man zu wenig Möglichkeiten den Leuten, die Leute daran zu erinnern, dass da ja noch was läuft. Also die YOLO-Aufgabe.
BorisJawohl, neun qualifizierte.
ChrisIch sehe eins ist glaube ich zu alt. Eines ist, ja genau, also die Regel ist ja, dass die in dem Aufgabenzeitraum gemacht werden sollen, die Bilder, weil sonst, ja, blügt ihr euch ja quasi selbst in die Tasche. Es geht ja darum, vom Sofa hochzukommen, Arsch hochzukriegen und was zu machen. Also wir sortieren quasi, beziehungsweise der Algorithmus hier sortiert quasi Bilder aus, die das falsche Datum haben oder außerhalb dieses Zeitraums sind. Deshalb sind hier zwar 10, aber es sind nur 9 qualifiziert. Ich muss gerade mal schauen, welches das disqualifiziert ist. Okay. Ja, was haben wir? Wir haben eine ganze Reihe, Da bin ich mal gespannt, welches wir erwürfeln. Mach doch mal.
BorisDas Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. Das sag ich ja, das Leben ist zu kurz.
ChrisUm schlechte Kleidung zu tragen.
BorisAchso, ich würfel mal. Neun, das heißt, da reicht mir der Zehnerwürfel.
ChrisGenau.
BorisUnd dann habe ich direkt eine Sechs.
ChrisDu hast eine Sechs. Das wäre hier im Moment... Ah, sehr schön. Das ist das mit der Weinflasche.
BorisIch habe es gerade noch vorgelesen. Das war jetzt aber wirklich Zufall.
ChrisSchon wieder Klaus. Klaus hat einen Doppeltreffer in zwei Aufgaben bekommen. Das ist nicht mal Glück. Ja, was sehen wir? Wir sehen eine Flasche Wein, die auf einem Tisch steht. Das ist so ein klassisches Tabletop-Bild. Und da musst du schon mit großen Lichtflächen oder sowas arbeiten, damit das dann auch so von den Seiten entsprechend beleuchtet wird und steht wahrscheinlich auf einer Glasplatte oder sowas, damit dann die Reflexion entsprechend reinkommt.
BorisJa, schönes Streiflicht links und rechts oder so Licht von hinten links und rechts.
ChrisJa, es ist noch nicht mal wirklich Streiflicht, sondern es ist Reflektion. Weil wir haben das ja mal bei uns beim Tabletop-Dingens hier in der Villa probiert. Und da muss man mit relativ großen Flächen rangehen, damit das dann noch sauber rüberkommt. Weil die Flasche, die reflektiert halt alles von fast hinten bis vorne. Und da musst du wirklich aufpassen. Man sieht auch noch, Teile vom Raum sieht man schon noch. Aber so schön aus vom Licht her ist das spannend. Wirkt sehr symmetrisch und so.
BorisEs geht auch mit einer großen Softbox, wenn man die Flasche da vorstellt und dann dahinter halt nochmal eine schwarze Pappe macht, dann scheint die Softbox links und rechts dran vorbei.
ChrisKannst du machen, das Einzige, was mich so ein bisschen juckt, ist das Etikett unten, das ist zentriert, das ist mittig, aber die Banderole oben um den Hals, die ist verdreht.
BorisJa, da musst du mal bei Graf Adelmann fragen, was denen eingefallen ist.
ChrisDas juckt mich ja so ein bisschen.
BorisAber wahrscheinlich ist das lose.
ChrisOder kann man das drehen?
BorisVielleicht ist das lose, dass man es bewegen kann.
ChrisAlso Klaus, du hast auf jeden Fall heute zwei Bilder gewonnen. Das ist doch mal was. Ja.
BorisJa. Es gibt auch ein Foto hier von User OB Pen oder OB Pen. Titel H ist YOLO. Das ist so ein Sektkorken-Krönchen, wo Leidenschaft draufsteht. Auch sehr schön in Szene gesetzt. Vom Licht her, finde ich es auch. Wird auch von der Bearbeitung her vielleicht noch mal dran gedreht worden sein.
ChrisIch bin schwer davon aus, dass da auch die Bearbeitung noch ist, weil du siehst, dass es sich quasi vorne und hinten über alles legt, diese Vignette, die da drauf ist.
BorisJa, genau. Ist dann halt stark hervorgehoben. aber trotzdem so schön diese Glanzpunkte da an diesem verdrehten Metall finde ich ganz schön an der Stelle, ja und dann wusste ich ja nicht dass es eine Zeitschrift gibt die YOLO heißt, Und das ist hier das Bild Nummer 2 von Skorsek ET.
ChrisAber das ist spannend, weil die Dinger sind auf dem Kopf. Das Bild ist auf dem Kopf. Die Zeitschriften stehen so im Stapel hintereinander und sind jetzt auf der Oberseite, sind halt auf dem Kopf dahingestellt. Und deshalb ist das Bild umgedreht und jetzt hängen die an der Decke. Das ist eine lustige Idee.
BorisFindest du? Ich fände es einfach so schräg runter fotografiert auf den Stapel.
ChrisDas stimmt gar nicht. Das sah für mich tatsächlich erstmal so aus, als ob die an der Wand stehen, aber die stehen ja da ist ja der Stapel an der Wand. Jetzt habe ich es gerade erst kapiert, das Bild.
BorisDas ist so eine verdrehte Kamera von schräg oben.
ChrisWas wir oben sehen, ist die Seitenwand und was wir unten sehen, ist der Fußboden. Das sah gerade so aus, als ob die irgendwie...
BorisJetzt hat es bei mir gekriegt.
ChrisMach mal aus der hellen Wand die Decke.
BorisJa, ja, ja, ja.
ChrisZimmerdecke.
BorisGerade hat es umgeswitcht bei mir im Kopf. Ich verstehe, was du meinst.
ChrisDann verstehst du mich. So funktioniert war eine U-Bahn.
BorisKönnte so viel wie an der U-Bahn, an der Decke die Anzeigen quasi runtergehen.
ChrisAber es ist eine Frage des Bildwinkels in diesem Moment.
BorisRichtig. Es ist gerade dazwischen, dass beides geht.
ChrisJa, irgendwie schon. Ich kann es jetzt auch switchen lassen.
BorisAber hey, YOLO, rock deine Zukunft. Ich meine, verstehst du? Tirol.
ChrisSehr cool. Das finde ich auch noch relativ hübsch von Tanja. Zum Thema YOLO. Das ist, ich weiß nicht, wann das Bild gemacht ist, aber das ist wahrscheinlich ein abgelaufenes Haltbarkeitsdatum. Aber yeah, you live only once. Also mach mal.
BorisImmer rein damit. Ist das ein Schoki? Geht noch.
ChrisIrgendeine, 16,6 Gramm Zucker. Das könnte eine dunkle Schokolade sein oder sowas. Naja, also danke, dass ihr alle mitgemacht habt und wir haben eine neue Aufgabe gerade.
BorisJa, haben wir. Also erstmal muss ich sagen, das sind tatsächlich schöne Ideen dabei gewesen, weil das sind sowohl halt die Draufgänger als auch die Essen und Saufen, solange es noch geht, aber eben auch Bilder dabei mit schöner Aussicht genießen, Leben genießen und so weiter. Hat mir ganz gut gefallen. Ähm, Neue Aufgabe.
ChrisLäuft aktuell eine Aufgabe?
BorisNein, laufen tut keine. Die sind ausgelaufen.
ChrisAusgelaufen? Kann mal jemand wegwischen?
BorisMindesthaltbarkeitsdatum ist abgelaufen. Ne, wir haben eine neue Aufgabe für euch. Die heißt luftig und läuft vom 8.5. bis zum 22.5. Das heißt, dass ihr im Zeitraum vom 8. Mai bis zum 22. Mai 2025 bitte loszieht und ein neues Bild macht. zum Thema Luftig. Das ladet ihr dann bei Flickr hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSB Luftig. Alles zusammengeschrieben. Schauen wir mal.
ChrisTja, wo wir auch schauen, sind Termine, weil wir haben ja einen Terminkalender unter happyshooting.de Kalender und der Terminkalender, Und da haben wieder Leute Termine reingeworfen, unter anderem der, die, das, Moment, Sascha. Sascha hat Termine reingeworfen und zwar in der Hansastraße in Dortmund gibt es eine Ausstellung vom 9.5. Bis zum 31.5. Die Ausstellung Glashaus, Räume, Rollen, Reflexionen. Zwölf FotografInnen der Freelance-Regionalgruppe Ruhrgebiet thematisieren in der Fotoausstellung Glashaus, Räume, Rollen, Reflexionen das Verlassen der eigenen sozialen Filterblase. In teils großformatigen Arbeiten erkunden die KünstlerInnen neue Positionen und reflektieren, wie dieser Perspektivwechsel zu mehr gegenseitigem Verständnis führen kann. Das Ganze vom 9.05. bis zum 31.05. Link ist auf happyshooting.de. Und dann hat uns wieder unser Außenkorrespondent Jürgen einen Termin geschickt.
EinspielerHallo Community. Heute wieder aus der Serie Fotoausstellung für unsere Hörer, diesmal aus München. Die Ausstellung Civilization, wie wir heute leben, ist noch bis zum 24.08.2025 zu sehen. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren so viele Menschen derart vielfältig miteinander vernetzt und gleichzeitig abhängig voneinander. Ein gutes Beispiel ist auch dieser Podcast und seine Community. Abhängig und vernetzt. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums widmet sich die Kunsthalle München mit dieser Ausstellung der Frage, wie wir heute leben, und veranschaulicht die Vielfalt und die Widersprüche unserer Zivilisation. Sehr abwechslungsreich und überraschend sind die Arbeiten in der Ausstellung. Und auch heute lernen wir zum Abschluss wieder neue Fotografinnen und Fotografen kennen und deren schwierigen Namen. Extra vorgelesen für Chris. Unter anderem sind Werke zu sehen von Kandida Höfer, Edward Potinsky, Thomas Struth, Pablo Lopez Luz, Sheng Wenlo oder Julia Chamberlain.
Ich hänge noch eine wunderbare kleine Dokumentation für die Shownotes an, die die ARD und ein kleiner Bericht darüber erfolgt ist. Und ansonsten schließen wir ab mit Grüßen, die nochmals rausgehen an Trude Marquardt in Calw zu ihrem 80. Geburtstag nachträglich. Und wir erlauben uns die freche Bemerkung, Aus dem kleinen Christoph ist doch ein ganz vernünftiger Fotograf und Podcaster geworden.
ChrisAlso, wenn Jürgen jetzt noch den Ort richtig hinbekommen hätte, nämlich Horb, nicht Kalf, dann wird es sogar stimmen.
BorisDas siehst du.
ChrisUnd meine Mutter ist 80 geworden, jawohl.
BorisAlles Gute.
ChrisJa, von mir auch.
BorisEs schmeckt.
ChrisAlso, habt ihr Termine, dann lasst sie uns doch hier wissen. Happyshooting.de und dort dürft ihr sowohl Termine eintragen als auch Termine finden.
BorisSehr schön.
ChrisJa, dann sind wir ja quasi jetzt am Ende angelangt, wenn da nicht noch ein One More Thing wäre und das ist, ja, ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, aber es gibt eine neue Farbe.
BorisIch hätte, wenn ich das vorher gewusst hätte, bei Hahnemühle den Menschen mit den ICC-Profilen mal fragen können, was es damit auf sich hat. Eine neue Farbe.
ChrisEs gibt eine neue Farbe.
BorisUnd gemeint ist tatsächlich eine Farbe und nicht ein neues Produkt oder so.
ChrisNein, also keine neue Dose, die du dir kaufen kannst und dann irgendwo an die Wand, was an die Wand malen kannst. Nein, nein, eine neue Farbe im Spektrum quasi. Ist natürlich anders, als man sich das jetzt vorstellt. Also Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen oder beides haben möglicherweise eine neue Farbe entdeckt, die sie Olo genannt haben. Diese Farbe wird durch optische Stimulation der Netzhautzellen wahrgenommen. Das heißt, die schießen mit Lasern auf irgendwelche Sehzellen, aber so einzelne, die quasi so in der echten Welt nie einzeln angeregt werden. Da sind ja so viele, die werden immer irgendwie im Bündel angeregt und erzeugen dann gemeinsam irgendwie halt Farbe. Farben sind ja eh eine sehr, sehr interessante Geschichte. Gelb und Magenta gibt es ja nicht. Das entsteht ja bei uns im Kopf. Wenn du dir mal den Bildschirm oder auch die Kamera anguckst, da gibt es halt rote und grüne und blaue Pixel. Und wenn du rote und grüne anschältst auf dem Bildschirm, dann siehst du gelb, obwohl das entsteht quasi in deinem Kopf sozusagen. Und naja, diese Farbe wird halt die.
BorisEinen sagen so, die anderen sagen so ja, du hast keine gelben im weitesten Sinne kann man schon so sagen weil wir ja Rezeptoren im Auge für Grundfarben haben aber nicht für gelb aber kein, der Mischton muss ja der wird halt ein Mischsignal erzeugen und das ist dann halt gelb ja.
ChrisAber es gibt keine Wellenlänge für gelb also es gibt rot und grün die wir detektieren können, weißt du, im Auge.
BorisAber der Rest ist halt überlagert, ja, ja, genau, ist schon klar.
ChrisJedenfalls sagt dieses Team von Wissenschaftlern, dass sie quasi diese Farbe entdeckt haben, also es ist ein gesättigtes Blau-Grün, das natürlich viel, viel so gesättigt ist, dass man es gar nicht darstellen kann. Und wie gesagt, das ist auch nur so erzeugbar, wenn es, Das kannst du in der realen Welt nicht sehen. Und ich glaube aber auch, dass es auch so nicht sehbar ist. Also da sind immer so Wörter drin wie möglicherweise und überhaupt. Was ich interessant finde daran ist, dass es wahrscheinlich doch einen wissenschaftlichen Hintergrund hat und zwar, also die haben jetzt nicht nur einfach gesagt, wir schießen da Laser rein und machen da eine tolle Schlagzeile draus, sondern über diese Forschung wird unter anderem wohl auch das Thema Farbenblindheit studiert und so weiter. Also das hat möglicherweise noch weitere Benefits neben irgendeiner tollen Schlagzeile, die halt, ja, ich weiß nicht. Also Olo, Olo, Olo, Ole, Ole, Ole.
BorisUnd wahrscheinlich gibt es schon in den Entwicklungszentren von Facebook, Google, Apple für diese Virtual-Realitätsbrillen schon irgendwelche Ideen. Wenn wir da noch kleine Laser in die Augen schießen, dann können wir da die Farbvielfalt noch erhöhen.
ChrisUnd in Zukunft können dann die Druckerhersteller auch neue Drucker verkaufen, die dann RGBO drucken, weißt du?
BorisJa, mit Olo.
ChrisMit Olo. Und damit wünschen wir euch einen schönen guten Abend.
Boris3, 2, 1. Happy Shooting.
Shownotes
- Video-Version
- Fast immer dienstags, gerne mal um 18:00 Uhr: Happy Shooting Live. Täglich im Slack mitmachen - auch Audio-/Videokommentare werden gern angenommen.
- Aus der Preshow: Der Count und andere Muppets, Schlehmihl,
- Bitte schreibt dazu, worum es geht, wenn ihr ein "hi" schreibt
- #hshi von Jürgen: Eine Liste der teuersten Teleobjektive
- #hsnachtrag zum Bild mit dem Kabel, Spezialanwendung, nicht nachmachen
- Chris berichtet von der Eastern Europe Electric Roadtrip Teil 1
- News:
- Boris hat die Papiermühle Hahnemühle besucht
- Alle Happy Shooting Foto-Aufgaben
- Neue Aufgabe "luftig" vom 08.05.2025 bis 22.05.2025 mit dem tag "hsbluftig"
- Alle Bilder zur Aufgabe “Gerücht”
- Gewinnerbild von Klaus: Das neueste Gerücht
- Bildbesprechung: Frank - 1 Mann = 1 Wort / 1 Frau = 100 Gerüchte, obpen - 1000 Gerüchte ergeben noch kein Körnchen Wahrheit
- Alle Bilder zur Aufgabe “YOLO”
- Gewinnerbild von Klaus: Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken
- Bildbesprechung: obpen - hsyolo, skorzak.E.T - YOLO, tanja.mueller - you only live once
- Der Happy Shooting Terminkalender – Einreichungen im Google Doc
- Der #hsterminkalender im Netz
- Termine:
- Seit dem 11.04.2025 und noch bis zum 24.08.2025 zeigt die Kunsthalle München Civilization
- Zwischen dem 09.05.2025 und dem 31.05.2025 stellt das Hans A Dortmund Glashaus - Räume, Rollen, Reflexionen der Freelens-Gruppe Ruhrgebiet aus
- #onemorething: Neue Farbe entdeckt?
- Hausmeisterei:
- Feedback zur Sendung (gerne auch Audio/Video)
- Unterstützen: Überweisung, weitere Möglichkeiten
- Happy Merching
- CM MAGAZIN
- Auf Mastodon folgen: Boris, Chris und Happy Shooting
- Chris und Boris auf Bluesky
- Helfen-Elfen: Sonja, Christian, Dietmar, Sebastian, Devid, Kai, Dieter, Holger, Tobias, Christian N., Stefan, Jürgen und Mapache
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