#897 - Viel Brimborium

Veröffentlicht 5 June 2025

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#897 - Viel Brimborium

Veröffentlicht 5 June 2025 · Länge 1:44:39

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Boris

Happy Shooting Folge 897. Viel Bremborium. Die heutige Folge wird euch präsentiert von der schönsten.

Chris

Tollsten, bestaussehenden Community der Welt.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Foto-Podcast.

Boris

Weil, was viele ja nicht wissen ist, dass wir ja zu euch live rüber gucken können, wie ihr aussieht.

Chris

Zumindest zu denen, die Video gucken, weißt du? Da geht der in beide Richtungen. Das ist ja bidirektional.

Boris

Das ist bidirektional heutzutage alles, auch wegen KI und so.

Chris

Genau.

Einspieler

Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Chris

Was erzählst du denn für einen Blödsinn?

Boris

So ein Quatsch.

Chris

Lass uns Fug erzählen und weniger Unfug. Einen schönen guten Tag, das hier ist Happy Shooting. ihr seid hier richtig, wenn ihr was mit Fotografie wissen wollt, haben wollt und wir machen das. Mit Fug und Unfug und Recht. Wir sind nämlich Happy Shooting, der Foto-Podcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Bobes.

Chris

Und einmal in die Woche machen wir hier live, Fotos.

Boris

Döniken.

Chris

Das sowieso. Döniken, das musste ich erst lernen, als ich in den Norden gezogen bin, was das bedeutet.

Boris

Ja, das musste ich tatsächlich lernen, als ich hier hingezogen bin.

Chris

Ich kenne die Mehrzahl als Dönikens. Ich mache keine Dönikens.

Boris

Also ich habe das erst gelernt, also in Hamburg kannte ich das nicht. Ich weiß nicht, ob das da ein Begriff ist, aber als ich hierher gezogen bin, hier in den Kreis Nordheim-Göttingen, da musste ich das als Kind lernen, was das ist.

Chris

Tja, es ist auf jeden Fall alles.

Boris

Ich weiß aber noch nicht, wie man es schreibt. Aber ist auch egal.

Chris

Bitte schreibt es uns in den Kommentaren. So kann man Engagement kriegen, indem man nicht quasi mit Döneken schreibt.

Boris

Genau.

Chris

Na gut. Ja, wir haben wie immer, hier unsere Feedbackbox, happyshooting.de und da hat der Samuel, der uns letztes Mal was über Klostergeister gesprochen hat, uns nochmal einen kleinen Nachtrag reingesprochen. Den hören wir jetzt.

Einspieler

Was habe ich noch so gelernt? Da sind mir doch noch ein paar Dinge eingefallen. Erstens, dank Ingo kenne ich jetzt zum Beispiel die App Fotopilz und habe damit meine ersten Sternenfotos gemacht. Die sind, naja, nicht ideal, aber ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich das nächste Mal losziehe, würde es schon ganz gut klappen. Auch scheinen die Chancen auf Milchstraßenbilder daheim höher als dort. Zumindest im Mai und wenn ich die App korrekt bedient habe. Zweitens, ein konkretes Aha-Erlebnis hatte ich beim Thema Belichtung mit Blitz. Da habe ich kapiert, es macht wirklich Sinn, sich endlich mal eine Graukarte zuzulegen. Das spart einfach Zeit und Nerven. Drittens gab es dann noch eine richtig tolle Sache für mich, die ist irgendwie durch den Klostergeister-Workshop ins Rollen gekommen. Ich habe jetzt endlich einen funktionierenden Workflow, um Fotos von allen Geräten, also auch vom Smartphone, einheitlich in Lightroom zu verwalten. Das ist echt praktisch, weil ich immer wieder nicht nur dokumentarische Fotos mit dem Handy mache und manchmal gefallen mir die dann echt gut. Insofern ist es künftig endlich sichergestellt, dass solche Fotos nicht untergehen, wenn ich Fotokländer gestalte und zu sonstigen Zwecken Bilder zusammensuche.

Boris

Cool.

Chris

Sehr schön. Ja, Klostergeister, immer eine Reise wert. Und man lernt was da.

Boris

Ja, Graukarte ist hilfreich. Und tatsächlich beim Blitzen nicht nur um die Belichtung einzustellen, sondern gleich den Weißhattgleich fertig zu haben. Und dann hat man tatsächlich hinterher relativ wenig zu tun mit den Fotos. Sehr, sehr hilfreich.

Chris

Ich habe ja immer in Griffweite Graukarte.

Boris

Habe ich auch immer im Trolli dabei.

Chris

Das müssen wir auch mal wieder im Workshop machen, das Thema Graukarte.

Boris

Oh ja.

Chris

Das ist hilfreich, zumindest um es zu verstehen. Wobei die Automatiken heute ja wirklich gut sind. Aber eine Automatik macht halt immer nur das, was sie glaubt, dass du willst und nicht das, was du willst.

Boris

Genau.

Chris

Das überlappt sich meistens, aber manchmal halt man doch nicht. Nicht wahr?

Boris

So ist das nämlich.

Chris

So ist das nämlich. Ja, wir haben noch, also das war happyshooting.de. Wenn ihr da Fragen habt, wenn ihr uns was erzählen wollt, wenn ihr, keine Ahnung, Beschwerden habt oder so, geht auf happyshooting.de. Da könnt ihr uns einen Text schicken oder ein Audio oder ein Video dranhängen und das landet dann direkt bei uns hier auf dem Schreibtisch. So, die Spende ist raus. Wir erinnern uns an die Drohnenwette. Ich habe gespendet, da ist das Bild, an die Amadeu-Antonio-Stiftung, die, das auf Englisch, weil mein Browser auf Englisch ist, aber das ist eine deutsche Stiftung, mit dem Ziel, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. einzusetzen und als ich dann da so den den ausfüll dialog hatte für die spende habe ich dann statt 100 150 euro reingeworfen weil die, haben das verdient. Die sind nämlich gut.

Boris

Sehr gut.

Chris

Das ist schon mal gemacht. Und wer in den nächsten 14 Tagen kommt irgendwie, kommt ein Drohnenlieferdienst oder so. Juni, also, na bummer, es ist ja Juni. Oder war es Juli?

Boris

Juni war es, glaube ich.

Chris

Gut, hast gewonnen, ja.

Boris

Passiert jetzt nichts mehr.

Chris

Genau, dann haben wir von Herrn Plür noch eine Anfrage bekommen. Das ist der Chef vom Kloster in Inzikofen. Beziehungsweise hat er sich bedankt und alles ganz toll und die machen einmal im Jahr ihr Programmheft. Das kennen Leute, die ja schon öfter da waren. Du kriegst dann einmal im Jahr so einen halb Zentimeter dicken Schinken mit den ganzen Kursen fürs nächste Jahr. Die haben das immer quasi vorgeplant. Sehr viel los über das Jahr. Ist ja sogar neben uns zwei Workshops, aber manchmal sind da drei, vier Workshops in einer Woche parallel, wenn die etwas kleiner sind. Und die, also das Programmheft, das wird gedruckt, das, Wird auch weiterhin noch gedruckt werden. Und da haben die immer eine Bebilderung. Und dann hat er vorsichtig angefragt, ob wir vielleicht möglicherweise in der Gruppe irgendwo, irgendjemand ein Bild gemacht hat, das sich vielleicht für die Titelseite irgendwie anbieten könnte.

Boris

Ich gucke auch noch mal durch. Ich werde dir wahrscheinlich noch ein, zwei mit reinschmeißen.

Chris

Genau. Also es gibt null Anforderungen, aber ich kenne das Programm Heft seit vielen Jahren. Das sind halt immer irgendwelche, also da wird nicht experimentiert, sondern das sind halt Fotos, die Kloster sagen in irgendeiner Form.

Boris

Inselkofen sagen. Es ist halt schon das Kloster in Inselkofen. Das schadet wahrscheinlich nichts, wenn es damit zu tun hat oder wenn man irgendwie Spaß am Lernen vermittelt oder ja.

Chris

Was auch immer.

Boris

Einfach einreichend.

Chris

Genau, und das ist natürlich schön, wenn das irgendwie ein aktuelles Foto ist. Sollten die, die dieses Jahr auf dem Klostergeister-Workshop waren, solltet ihr noch irgendwie was sagen, oh ja, das kann ich mir da gut vorstellen, dann gerne her damit. Also die Anforderung, die ich weiß, ist, ich kenne das Format von dem Programmheft, Das ist immer hochkant, aber sehr hochkant. Ich glaube, das ist ein Drittel DIN A4 oder sowas.

Boris

Ja, wahrscheinlich in A4-Seite zweimal gefaltet. So ein klassischer Flyer.

Chris

Und dann hast du halt dieses typische Flyer-Format. Also es sollte funktionieren in schmal und hoch. Und ihr kriegt nichts dafür, außer der Anerkennung auf dem Programmheft drauf zu sein. Das heißt, es wäre quasi eine Spende ans Kloster.

Boris

Genau. Und sammeln tun wir zu gut?

Chris

Genau, solltet ihr das haben, pass mal auf, dann packe ich das nämlich gleich mal mit dem entsprechenden Link in die Shownotes, beziehungsweise werde das den Shownotern beim Zaun werfen und, das habe ich hiermit getan. Wir haben im Slack ein Thread, wo man das quasi reinwerfen kann. Also macht das gerne. Da freut sich die Klosterbesatzung drüber.

Boris

Na prima.

Chris

Ja, was haben wir noch? Ach ja, Wochenende. Kurz in eigener Sache. Am Wochenende ist hier Großformat-Workshop. Und da sind wir ja echt überrascht worden, als wir die Workshops für dieses Jahr online gestellt haben. Weil es war ja quasi innerhalb von einer Woche oder so war der zu, war der ausgebucht.

Boris

Okay.

Chris

Und mussten einen zweiten Termin machen. Den zweiten Termin gibt es immer noch im Oktober, da ist auch noch ein Platz frei. Und ja, wir werden am Wochenende hier in der Villa viel Hands-on mit Großformat machen, auch ohne eigene Kamera. Und das ist nicht nur Nostalgie, sondern ich kann es nur immer wieder sagen, Großformatfotografie hat meine Fotografie grundlegend ausgelöst. Und nachhaltig verändert. Das hat einen richtig guten Effekt. Und ja, wir machen Technik, wir machen Übungen, wir machen kreative Seiten. Also von der Auswirkung, was passiert, wenn die Standarten, also quasi die Sensor, also Filmebene und die Objektivebene, wenn die nicht parallel zueinander sind. Und das ist ja mit eines der coolen Dinge beim Großformat. Dann, was macht das? Warum ist das sinnvoll? Was bringt das? Das Arbeiten mit Film werden wir machen. Wir werden entwickeln, wir werden digitalisieren und viele, viele Übungen machen. zum Beispiel zum Thema Belichtung im Großformat. Das ist auch nochmal etwas Eigenes. Und auf der kreativen Seite, was passiert denn, wenn du zum Beispiel ein Bild auf dem Kopf komponierst, weil das musst du da machen.

Oder wie wirkt sich das Stativ auf die Gestaltung aus? Weil du hast ja mit Großformat, mit der Großformat Fotografie, hast du ja eigentlich schon irgendwie so den Fuß auf der Bremse. Das verlangsamt dich ja alles ganz gut und das macht den Prozess sehr bewusst und das hat natürlich wieder was mit Themen zu tun, die wir auch bei Klostergeister hatten. Thema Aufmerksamkeit zum Beispiel. Wenn du alles etwas runterbremst, dann passieren da plötzlich Dinge oder können dann plötzlich Dinge passieren, die so im eigenen Fotografieren eigentlich nicht passieren. Und viel davon kannst du wieder mitnehmen in deine digitale Fotografie. Und ich sage es jetzt schon mal, wir werden an diesem Wochenende pro Person beobachten.

Mal so ungefähr drei Bilder machen. Also das wird sehr, sehr, sehr, sehr intensiv und deshalb ist es auch eine kleine Gruppe. Wir sind glaube ich zu fünft, also fünf Teilnehmende und Moni und ich. und ja, der zweite Termin mit noch einem Platz ist vom 11.10. bis zum 12.10. Und lass mal schauen, wenn wenn wir schon über Workshops reden, dann haben wir auch noch Plätze auf Lichtworkshop 19. Juli bis zum 20. und auf dem Menschworkshop 30. August bis zum 31. August. Alles auf happyshooting.de slash workshop.

Boris

Da freuen wir uns natürlich auch auf euch. Weil Umgang mit Licht sehr hilfreich, Umgang mit Menschen vor der Kamera sehr hilfreich.

Chris

Und alles gewürzt mit neuen Aspekten, die wir jetzt das zweite Mal im Workshop getestet und für gut befunden haben. Also es ist gerade so, mir hat das einen richtigen Boost gegeben, diese Erkenntnisse und die Umsetzung. die Reaktionen darauf und so. Das hat mir richtig, richtig gut getan. Nun ja. Wir haben News.

Boris

Du hast News.

Chris

Was ist da mit der R5?

Boris

Die R5, warte, Kapitelmarke soll auch noch sein. Die R5 Mark II, da haben jetzt nach dem letzten Firmware-Update, das ist die Version 1.0.3, Vereinzelte, ich weiß nicht, wie viele es tatsächlich waren, gesagt, sie hätten jetzt Probleme mit dem Autofokus. Und da hat sich wohl rausgestellt, dass es Probleme mit dem Autofokus gibt, wenn man in bestimmten Situationen ist und eine davon soll wohl mit dem Stromsparmodus der Kamera zusammenhängen und dann soll wohl der Autofokus nicht mehr so richtig funktionieren. Wenn dem so ist, könnte ich mir natürlich vorstellen, dass vielleicht im Stromsparmodus weniger Bilder pro Sekunde anfallen oder verarbeitet werden und das deswegen Probleme macht. Da das aber mit der Firmware davor nicht der Fall gewesen sein soll, vielleicht hat der Stromsparmodus nicht gegriffen, wenn man fokussiert hat, sondern nur, wenn man eben gerade nicht fokussiert hat. Alles Spekulation jetzt meinerseits, aber Fakt ist, solltet ihr eine Canon R5 Mark II haben und euch sind irgendwelche merkwürdigen Probleme mit dem Autofokus aufgetaucht, nicht zuverlässig, nicht schnell, solche Geschichten, dann schaut mal, ob ihr den Stromsparmodus aktiviert habt. Und schaltet den erst mal aus. Wenn ihr könnt, einigen haben das wohl gemacht, haben ein Downgrade auf die Firmware davor gemacht, wenn man die noch hat.

Chris

Das geht?

Boris

Ich habe keine Ahnung wie, ob man einfach eine vorherige Firmware auf die Karte gibt oder mit dem entsprechenden Tool rüberschubst und dann bestätigt, ja, mach mal. Ich weiß es nicht, auf eigene Gefahr. Aber ich las, dass es Leute gemacht haben wollen, Wenn das geht, mag das natürlich auch helfen. Wie gesagt, ansonsten, wenn ihr jetzt gerade ein großes Shooting oder sowas plant und seid genervt und wisst nicht, ob ihr die Kamera mitnehmen wollt, checkt das mal, ob der Stromsparmodus aktiviert ist. Einmal ausschalten, dann soll es erstmal behoben sein. Und dann mal gucken, ob es eine 1.04 irgendwie in nächster Zeit gibt. dachte ich mir nur, das gebe ich mal weiter, weil ich interessiere mich ja auch gerade für Kameras und vielleicht wäre eine R5 Mark II ja auch ein Kandidat gewesen und deswegen war ich da mal drüber gestolpert.

Chris

Okay, okay. Was haben wir hier für eine Meldung? Achso, David Lynch ist ja gestorben, Ende des Jahres, glaube ich, und dessen Kamera dessen Kameras sind jetzt gerade, werden gerade versteigert.

Boris

Oh.

Chris

Also seine eigenen, was er so zu Hause rumliegen hatte, das sind insgesamt, glaube ich, über 400 Stück und da sind halt Sachen, naja, wenn du, mal ohne Scheiß, wenn ich jetzt hier rumgucke und die diversen Vitrinen mal auskratze und so, also auf, Auf 100, 150 kommen wir hier wahrscheinlich auch.

Boris

Pui, okay.

Chris

Und ihr habt ja noch ein bisschen.

Boris

Ihr habt ja noch ein bisschen. Es kann ja noch ein bisschen sein.

Chris

Ja, und wenn du das tatsächlich ja beruflich machst, als Regisseur und dann halt auch viel für Fotografie und Film übrig hast, dann ist das relativ naheliegend.

Boris

Wahrscheinlich schon auch ein Fable natürlich.

Chris

Ich weiß nicht, ob es 400 Kameras sind. Hier steht 443 Lots. Da gehört auch noch ein bisschen anderes Zeug dazu. Also da haben wir, da heißt es hier ein, lass mal schauen, ein Twin Peaks themed Coffee Mug. Ein ausgestopfter Rehkopf, also wahrscheinlich aus irgendeinem Film. Du hast ja dann auch irgendwie Zeug, wenn du so Filme machst und viele Props und Sachen hast, dann bleiben dir auch Dinge übrig.

Aber dann auch so Sachen wie zum Beispiel eine 16mm Canon Scopic Movie Camera die ist, ja ich kenne die nicht aber 16mm Kamera damit ist wahrscheinlich das eine oder andere entstanden würde ich sagen, was man vielleicht auch gesehen hat oder schon eher der Profibereich auch gewesen genau Genau. Dann aber auch moderne Sachen, Sony A7R, A7S zum Beispiel, die entsprechend jetzt dann doch deutlich moderner sind mit dem Lensbaby. Also der Mann hatte Geschmack, was die Optik angeht oder der 5D Mark III und so weiter. Ich sage mal so, vom Fotografischen, diese Kameras sind nicht wirklich die absoluten Knaller. In der heutigen Zeit sind die Kameras besser, aber sie haben mal David Lynch gehört. Also da kann man schon.

Boris

Man kann von ausgehen. Er hat sie auch in den Händen gehabt.

Chris

Ja, mit Sicherheit, klar. Dann steht ja noch, dass er ein Camcorder-Enthusiast war. Also er hat viel mit Camcordern gedreht und so weiter. Hier ist auch noch eine Leica R6.2, eine Hustleblatt H3D und verschiedene andere Sachen. Die sind gerade jetzt, wo wir das hier erzählen, sind diese Sachen gerade in der Auktion in Los Angeles beim Auktionshaus. wie heißt es? Stand doch hier gerade noch. Julians Auctions in Los Angeles. Ist verlinkt. Vielleicht ist ja für jemanden interessant.

Boris

Wird teuer werden, schätze ich. Da hat es den Chris mal wieder weggehauen. Noch hören wir ihn nicht wieder, aber jetzt wird er wahrscheinlich gleich sein Audio resetten und dann hören wir ihn gleich wieder. Solange müsst ihr mit mir Vorlieb nehmen. Tja. Nein, wir hören ihn noch nicht wieder. Also ich sehe zwar, das verspricht, aber ich höre ihn nicht. Dinge passieren. Das ist live, meine Damen und Herren. Das ist live. Live aus der Viewfinder Villa haben wir ein Audio-Reset mitbekommen. Jetzt meldet er sich ab und gleich wieder an. Da müsst ihr jetzt durch. Dafür haben wir Kapitelmarken.

Chris

Das Schöne ist, dass die Videoaufnahme weiterläuft, während ich hier wieder reinkomme. Ja, Rechner. der ist gerade, glaube ich, einfach mit vielen anderen Sachen beschäftigt. Das ist ein bisschen nervig, aber okay.

Boris

Ich habe nur noch gesagt, das wird sicherlich teuer werden mit der Kameraversteigerung.

Chris

Vielleicht ist das ja dann demnächst besser, wenn hier neue Hardware einzieht. So. Ja, nee, weißt du, ich habe das reingenommen und ich hatte schon so ein bisschen Ah, der ist noch nicht lange tot. Das ist ein paar Monate und dann kommt das Zeug schon in eine Versteigerung und ich hatte so das, also so ein bisschen so ein Gefühl, ist das jetzt irgendwie taktlos, ist das Ich.

Boris

Glaube nicht der Name ist jetzt in der Presse und dann, wenn du da jetzt Geld mit erwirtschaften möchtest, dann musst du das jetzt tun.

Chris

Ich denke das ist also wenn ich mir das so vorstelle er war der Mensch mit dem mit den vielen Kameras und so in der Familie. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das halt dann auch ein Ballast ist, weißt du? Nun ja. Der Stefan, möchtest du ein M4 Mac Mini? Theoretisch ja, aber es ist was im Zulauf. Das ist damit danke.

Boris

Beim Mac Mini kommt ja das Problem noch hinzu, dass man noch einen Monitor braucht, aber das ist ein anderes Thema.

Chris

Ist egal. Also zurück zu David Lynch. Ich finde das ganz okay, dass das Zeug jetzt nicht irgendwo eingemottet wird in den tiefen Keller. Alternativ könntest du natürlich auch ein Museum aufmachen. Aber dann ist die Frage, wie würde ein David-Lynch-Museum, wobei in Los Angeles, ich weiß es nicht.

Boris

Musste dann auch wollen und unterhalten und betreiben. Nun gut.

Chris

Kann man schon machen. Nächstes Thema. Wir haben ein Firmware-Update.

Boris

Bei Canon, wie gesagt, gab es Probleme mit einem Firmware-Update. Nikon möchte für die Z6 und die Z7 ein Problem lösen mit einem Firmware-Update. Und ja, es geht um die Z6 und die Z7, also die alten Kameras, sieben Jahre alt, roundabout, also irgendwann 2018 eingeführt wurden die beiden. Und da gibt es jetzt für beide eine neue Firmware, die Version 3.80 oder 3.80. Und da wurde ein Problem gelöst, dass bei Langzeitbelichtungen, also Bulb und Time-Modus, bei sehr langen Belichtungszeiten unter Umständen falsche Belichtungszeiten in die EXIF-Daten geschrieben wurden. Keine Ahnung, ob das da einen Überlauf gab oder irgendeinen Rechenfehler. Was das Problem genau war, weiß ich nicht. Aber wenn ihr schon mal Langzeitbelichtungen gemacht habt mit der Z6 oder der Z7 und habt euch gewundert, da steht eine ganz falsche Zeit irgendwie in meinen Exifs, dann könnte das mit dieser 3.80 gelöst sein.

Chris

Ich finde das ja ganz cool, dass sie sogar eine Z6, die jetzt ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Boris

Beide von 2018 etwa.

Chris

Cool.

Boris

Ja, so soll das sein. Ist jetzt eine Kleinigkeit oder so und manche haben sich auch beschwert, ja, warum soll man sie jetzt loben? Das hätten sie ja auch schon früher beheben können.

Chris

Haben sie es gewusst? Das ist die erste Frage, weil du kennst das mit Software.

Boris

Und reproduzieren?

Chris

Du musst das reproduzieren, das ist vielleicht nicht immer so und ich sag nur, bei unserem Analogbuch ist heute noch ein Fehler drin in der dritten Version. weil wir ihn halt, enorm viele Augen übersehen haben, bis jetzt vor, wie gesagt vor einem Jahr oder so halben Jahr kam dann plötzlich jemand und sagte, das ist aber so nicht richtig, oder? War auch nicht richtig. War kein schlimmer Fehler, aber ja.

Boris

Und ich weiß ja hier bei der Nikon nicht, wenn es heißt bei sehr langen Belichtungszeiten unter Umständen eine falsche Belichtungszeit in den Exif-Daten. Was heißt denn das? Nach einer Stunde? Nach zwei Stunden? Nach sechs Stunden? Oder auch schon nach 20 Minuten? Also, wenn wir hier von einer Stunde oder sowas reden, ich meine, das musst du zum Reproduzieren ja auch erstmal machen. Und dann musst du den Fehler erstmal sehen und dann sagst du, hm, okay, jetzt habe ich ihn. Was ist dir jetzt passiert? Naja, also, ich finde es in Ordnung. Und wenn man dann Fehler gefunden hat oder wenn irgendeine Entwicklerin oder Entwickler gerade beim Durchstöbern im Code gesagt hat, oh, guck mal, hier ist ein Bug, oder? Sollen wir das mal fixen, dass sie das noch machen? Ich finde es gut. Kann man ruhig mal lobend erwähnen, so was.

Chris

Jawohl. Wir haben eine Meldung aus der quasi schon fast Fotogeschichte. George E. Smith ist gestorben mit 95.

Boris

Sagt mir nix.

Chris

Er sagte mir auch nix, aber der Mann ist Mitentwickler des CCD-Sensors.

Boris

Ach.

Chris

Und der CCD-Sensor ist ja maßgeblich für die Entwicklung der Fotografie der digitalen. Also CCD war einmal die Technologie, die erste, mit der du das machen konntest. Und der E. Smith, George Elwood Smith und Willard S. Boyle haben gemeinsam 1969 den ersten digitalen Bildsensor entwickelt. 1969, gutes Jahr. Da sind tolle Menschen geboren. und der die haben sogar 2009 haben die beiden den Nobelpreis für Physik bekommen für diese Arbeit, das wusste ich auch nicht, also das hat das hat ja wirklich quasi alles verändert heute kannst du ja ohne Kameras und speziell digitale Kameras viele Sachen überhaupt nicht tun also es gibt ja tausende Anwendungen für diese Kameras und, manche besser, manche schlechter, manche gruseliger, manche weniger, aber die Kameras sind überall und da haben die quasi vor, 55 Jahren 54, 56 Jahren haben die da das losgetreten. Tja, ja.

Boris

Ich habe gerade nochmal nachgeforscht, was der Unterschied war, weil es gab ja CCD und es gab CMOS.

Chris

Charge Coupled Device.

Boris

Und bei CCD soll es wohl so sein, dass die Bilddaten wirklich immer zeilenweise ausgelesen werden und bei CMOS eben pixelweise. Und ich meine, das war früher eben der Unterschied, dass die CCDs schneller waren als die CMOS. Das hat sich inzwischen ja alles weiterentwickelt und alles geändert und so. und dafür bei CEMOS wohl irgendwie rauschärmer war oder irgendwie sowas klingelte bei mir im Hinterkopf, aber vielleicht weiß das jemand von euch noch genauer. Aber bei den Fotokameras hat sich inzwischen ja CEMOS durchgesetzt.

Chris

CEMOS hat sich durchgesetzt in dem Bereich. CCD ist aber immer noch zum Beispiel in Deep Space Fotografie, Medizin, Wissenschaft und vielen spezialisierten Anwendungen das Ding. Aber weshalb jetzt genau das kann ich nicht sagen. Gutes Beispiel dafür ist das LSST, diese weltgrößte Kamera, die ja dann irgendwann ihr 3,2 Gigapixel-Foto vom Universum schießen möchte oder Fotos schießen möchte, also sprich eben wirklich hoch aufgelöstes Zeug, hat 189 hochauflösende CCD Sensoren, ich denke das hat mit Bildrausch und so weiter zu tun, weil da brauchst du halt wirklich die Möglichkeit das Ding sehr gut, sehr rauscharm zu kriegen.

Boris

Ich lese hier gerade, es waren wohl tatsächlich auch die CCDs, die rauschärmer waren damals.

Chris

Damals. Auch heute kriegst du die wohl noch rauschärmer.

Boris

Hat man damals in den hochwertigen Kameras eingesetzt gegenüber CMOS, weil sie einfach die bessere Qualität, also Dynamikumfang und so weiter geliefert haben. Und die Nachteile waren, dass sie teurer in der Herstellung waren, mehr Strom verbrauchten und etwas langsamer waren oder auch langsamer generell waren als die CMOS-Sensoren. Und inzwischen hat CMOS halt aufgeholt.

Chris

Ja, hier steht noch ein Zitat. The major thing is the quantum efficiency. You can get close to 80% quantum efficiency in a CCD. What you want is a photon to come in and for every photon to make one electron that you can count. Also ich denke, das hat was mit Präzision zu tun. Und mit einem guten CCD hast du halt acht von zehn Photonen, kriegst du quasi Elektronen, die du dann einfach zählen kannst. Einfach zählen kannst. Und die erste Kodak-Digitalkamera 1975 hatte natürlich auch ein CCD. Das war diese blaue Kiste von Stephen Sasson, den wir ja mal interviewt haben 2008 auf der Fotokina. der hat dann quasi die erste digitale Kamera gebaut, so sieht die aus.

Boris

Mit Speicherung auf Kassette.

Chris

Und da war ein CCD-Sensor drin. Da war der CCD-Sensor gerade mal sechs Jahre alt. So eine Entwicklung, die diese leider dann irgendwann nicht mehr mitgehen konnten.

Boris

Ja, aber ich finde das faszinierend. Ich meine, das ist ja eine Entwicklung, die wir jetzt voll miterlebt und begleitet haben. Wie wie sich diese Fotografie digitalisiert hat, mit welchem Tempo auch. Es kommt einem immer so vor, als ob es nicht so richtig vorangeht und alles stillsteht. Aber wenn man das mal Revue passieren lässt, ist das eigentlich irre, in welcher kurzer Zeit sich das zu dieser Qualität entwickelt hat.

Chris

Wahnsinn.

Boris

Echter Wahnsinn.

Chris

Es ist wirklich der Wahnsinn. Also da haben wir einiges miterlebt und wir sind ja auch mit Begleiter des Ganzen. Ja. Weil sich das so rasant verändert hat. haben wir dann irgendwann auch diesen Podcast gestartet, um das so ein bisschen einzuordnen.

Boris

Anfang 2000 wurde das erschwinglich mit beispielsweise Canon, dieser EOS 300. Da war das noch sehr langsam und erschwinglich und ich glaube 2004, 2005 oder sowas mit der 350D von Canon, Immer jeweils Äquivalente von Nikon kamen da dann auch schon und Minolta und gab es dann auch ein paar, Pentax war glaube ich damals dann auch schon relativ früh mit dabei. Ja, aber wenn man das vergleicht mit den Kameras, die heute da sind, so Geschwindigkeit, Qualität, Dynamikumfang, Bearbeitbarkeit der Daten, die man da hat, das ist einfach der Wahnsinn. das ist schon irre.

Chris

Ja und dann haben wir und dann haben wir also dann war das so quasi der Wechsel von Film auf Digital und jetzt kommen die alle und wollen irgendwie wieder das analoge zurück machen was ist denn, was hat es denn mit dieser Fuji X Half die Fuji X Half Half oder Half Half.

Boris

Also Englisch Half, X minus Half die X Half, erzähl doch mal ja wir hatten sie schon gerüchtelt Und nun ist sie da und es ist tatsächlich weitestgehend so, wie es gerüchtet wurde, aber auch ein bisschen noch verfeinert, was in den Gerüchten so nicht deutlich rauskam. Es ist erst mal von Fuji eine neue Kamera, eine digitale Kamera und zwar eine etwas kuriose Kamera. Sie hat nämlich ein Gehäuse wie eine normale, kompakte Kamera. So ein bisschen retro-chick. Sieht so ein bisschen aus wie so eine alte Analoge mit so einer Belederung. Ist wahrscheinlich auch...

Chris

Naja, die ist ja quasi... Nee, das ist aber nicht die mit dem Alu hier auf dem Bild, oder?

Boris

Das ist die mit dem Alu auf dem Bild.

Chris

Dann ist es ein Leica-Klon vom Aussehen her.

Boris

Das kann sein. Man muss scroll mal ein Stückchen runter, dann müsste die noch irgendwo kommen. Die gibt es nämlich auch tatsächlich in drei Ausführungen.

Chris

Das ist sehr an Leica angebildet.

Boris

Erinnert an eine Leica oder so eine alte Pentax oder sowas. Genau. Der Witz ist jetzt, da drin ist ein Sensor und zwar ein 1 Zoll Sensor. Das ist vergleichsweise klein. Also Smartphones haben durchaus auch schon mal bis zu einem Zoll Sensor drin. Also kein besonders großer Sensor. Und dieser Sensor ist hochformatig eingebaut. Das heißt, wenn du die Kamera so hältst, wie du eine Kamera normalerweise hältst, also eigentlich querformatig, dann ist der Sensor hochformatig. Und das heißt, wenn du sie normal hältst, machst du Porträtformat-Fotos. Und das Display auf der Rückseite ist dann eben logischerweise auch hochformatig eingebaut. Sieht man hier auf dem Bild, was du gerade zeigst, auch ganz gut. und der optische Sucher, also links an der Seite, wie bei einer Leica, schaut man halt am Objektiv durch einen optischen Sucher durch.

Chris

Das ist ein Pseudomesssucher quasi.

Boris

Ja, es ist halt kein Messsucher, es ist halt ein optischer Sucher.

Chris

Aber es ist angeordnet wie ein Messsucher, damit soll das das zumindest heraufbeschwören.

Boris

Ja, es ist halt so ein Parallax-Sucher. Das gab es ja bei Fuji auch schon vorher. Ja, die X100 und sowas. Ja, es ist ein rein optischer Sucher, links oben angebracht und auch der ist im Hochformat, wenn man da durchschaut. Also die ist komplett auf Hochformat ausgelegt, aber man kann sie bequem im Querformat in der Hand halten dabei. Das ist etwas kurios. Kann man ja mal machen. Das Objektiv ist fix. Fest Brennweite mit einem Kleinbild-Äquivalent von 35 mm. Hat eine Offenblende von 2,8. Das bedeutet jetzt aber auch, es ist zwar eine Lichtstärke 2,8, aber ein sehr kleiner Sensor, also Rauschen möglicherweise. und Freistellung bei einem Einzollsensor ist dann eben mit Blende 2.8 auch bei 35 mm Äquivalent kaum gegeben. Also macht euch da keine zu großen Hoffnungen, was irgendwie bildkompositorische Freistellung oder sowas betrifft. Sie hat einen Zentralverschluss im Objektiv, ist ja wieder der Vorteil mit einem festen Objektiv, aber trotzdem ist sie eher langsam. Also kürzeste Belichtungszeit ist eine 2000. Also, Etwas schade für einen Zentralverschluss.

Chris

Ist eine prallen Sonne dann? Ja, okay.

Boris

Könnte knapp werden. Bis 30 Sekunden kann man einstellen, eine Langzeitbelichtung bis 15 Minuten auch. Sie nimmt auf mit 18 Megapixeln. Das ist wiederum relativ beachtlich für einen 1-Zoll-Sensor. Und zwar im 3-zu-4-Format. Also etwas näher ins Quadrat angelehnt als das klassische 2-zu-3-Format. Weil das eben angenehmer sein soll im Hochformat. Da hat man wohl auch tatsächlich den Sensor extra ein Stückchen beschnitten, damit er eben in dieses Seitenverhältnis kommt. Fand ich ganz interessant, weil könnt ihr mal ausprobieren, wenn ein klassisches 2 zu 3 Format von eurer digitalen Spiegelreflex oder eben der Spiegellosen macht und stellt das ins Hochformat, dann sieht das schon sehr schmal aus. Und das wollen sie wohl hier eben damit lösen mit dem 3 zu 4 Format. So, und jetzt kommt natürlich das hinein, was so auch weiter ins Analoge geht, mal von der Optik der Kamera abgesehen. Es sind 13 Filmsimulationen an Bord. Fuji ist ja nun auch durchaus bekannt für Filmsimulationen und dafür auch durchaus beliebt.

Chris

Das können die.

Boris

Und es gibt auch weitere Filter, die man dazuschalten kann, wie Lichtleck, Lichthof und abgelaufener Film.

Chris

Lichtleckfilter, nicht schlecht.

Boris

Ja, das erinnert dann so ein bisschen wieder an eine Lomo, Bloß, dass man hier nicht wirklich ein Lichtleck hat, sondern dann eins simuliert. Dann gibt es acht Filter aus der Instax-Serie, die man noch dazu klicken kann. Da kenne ich mich jetzt nicht so aus, was es da bei Instax alles so gibt. Und es gibt verschiedene Filmkorn-Stile. Das heißt, wenn man ein Filmkorn auf dem Film haben will, kann man auch noch aus verschiedenen Presets wählen. Autofokus hat sie auch an Bord mit Augenerkennung, aber rein kontrastbasiert. Ist also deutlich langsamer und nicht auf dem Niveau wie man das jetzt von aktuellen Kameras erkennt. Es ist mehr eine Fokushilfe, würde ich mal sagen, nach heutigem Standard. Und dann hat sie eben diesen besonderen Filmkamera-Modus. Und jetzt werden diese ganzen Features zusammengebacken. Du musst, wenn du diesen Filmkamera-Modus aktivierst, vorher wählen welche Filmsimulation willst du haben? Sprich, welchen Film willst du einlegen? Du sagst halt, diesen Film will ich haben. Dann musst du fest einstellen, wie viele Bilder hat denn dieser Film?

Chris

Diesen in Hochkommas.

Boris

Der digitale Film. Also du stellst dir eine Filmsimulation an. Da wirst du wahrscheinlich sagen, ich will hier den Fuji Velvia oder irgendwas haben.

Chris

Zum Beispiel.

Boris

Und dann sagst du mit 36 Bildern. Du kannst auch sagen 54 oder 72 Bilder. Fand ich interessant.

Chris

Kannst du auch auf 24 oder so?

Boris

Offensichtlich nicht. Steht zumindest nicht in dem News-Ticker. Hat mich überrascht, weil ich hätte jetzt, also auf 72 wäre ich nicht gekommen, aber auf 24, das hätte ich irgendwie schon erwartet.

Chris

Ja, 72 ist Halbformat. Also wenn du einen 36er-Film auf Halbformat fotografierst, hast du 72 plus ein paar Zerquetschen.

Boris

Das stimmt schon, hast du recht, ja. Ja, nachvollziehbar. Dann kannst du noch wählen, ob du einen Datumstempel im Bild haben willst. Es gab ja früher die Rückteile bei den Filmkameras, die dann halt wirklich ins Negativ, spiegelverkehrt ein Datum und Uhrzeit reingestempelt haben, reingelichtet haben. Das kannst du hier auch machen.

Chris

Ich weiß kein Bild, wie das aussieht, weil da würde ich jetzt gerne wissen, also diese Rückteile, diese sogenannten Datenrückteile nannte man die, waren quasi bei manchen Kameras austauschbare Rückdeckel und dann gab es den quasi als Zubehör, dann konntest du quasi Rückdeckel wegmachen, den Datendeckel dran, mit einer eigenen Batterie und dann konntest du deine Uhrzeit und Datum einstellen und kannst dann noch irgendwie auswählen, was soll einbelichtet werden. Und das ist dann quasi von hinten auf den Film drauf belichtet worden und war dann immer so ein bisschen unscharf und so ein bisschen so orange irgendwie. Das war übrigens deshalb orange, weil das von hinten durch den Farbfilm belichtet wurde, also durch diese Filterschichten irgendwie. Du hast quasi ein Redscale-Foto von diesem Ding gemacht. und ich würde jetzt gerne wissen, ist da dieses eingeblendete Ding wenigstens auch so simuliert, dass das so diesen leichten Unscharfen hat? Ich muss mal parallel googeln.

Boris

Muss man mal suchen, ja, vielleicht findest du ein Beispiel dazu. Ich hab keins gefunden, aber ist jetzt auch schon wieder ein paar Tage her. Und du musst noch einstellen, ob du den Belichtungsmodus auf Automatik haben möchtest oder nicht. Und wenn du das dann eingestellt hast, diese Parameter, also welcher Film, wie viele Bilder, Datum, Stempel und Belichtungsmodus, dann startest du diesen Modus, also legst quasi digital den Film rein Klappe zu, Affe tot. Ab jetzt kannst du nichts mehr ändern. Jetzt kannst du noch Fotos machen. Und zwar so lange, bis der Film voll ist, also der digitale Film, bis deine angegebene Anzahl Bildern verschossen sind. Bis dahin kannst du sonst nichts mehr ändern. Oder du kannst natürlich die Filmrolle auch mittendrin abbrechen. Also du kannst ja jederzeit vorher zurückspulen und die anderen Bilder verwerfen. Das kannst du auch machen. Und damit du auch merkst, dass du zum nächsten Bild kommst, gibt es einen Filmtransporte-Hebel. wie man das so kennt, so ein Spannenhebel. Nur spannt der halt nichts, sondern hat wahrscheinlich irgendeinen Mechanismus, dass er sich schön anfühlt. Und dann der Kamera sagt, jetzt mach mal das nächste Bild. Ein Filmtransportehebel an einer digitalen Kamera. Warum nicht?

Chris

Ja, es gibt ja auch Elektroautos mit Gangschaltung und Kupplungspedal.

Boris

Gibt es auch.

Chris

Gibt es?

Boris

Gibt es alles.

Chris

Hier ist ein Beispiel.

Boris

Hast du ein paar Beispiele gefunden?

Chris

Das weiß ich aber nicht. Warte mal, ich versuche da mal kurz reinzuholen.

Boris

Da unten ist rechts was eingeblendet. Also die Farbe passt.

Chris

Das wäre jetzt auch der Witz gewesen. Pass mal auf.

Boris

Also Chris zeigt gerade im Browser eine Webseite, wo Beispielbilder drin sind.

Chris

Die Anmutung ist schon so ein bisschen, das hat mehr Schärfe, aber das ist so die klassische Anmutung. Ja klar, hätte mich jetzt aber auch wirklich gewundert, wenn das anders gewesen wäre.

Boris

Das ist halt so eine Sieben-Segment-Digitalanzeige-Simulation.

Chris

Die so orange da unten drin ist. Sehr gut, okay. Also du hast noch mal, Also du hast quasi, du hast einen Filmtransporthebel, damit du das echte Feeling hast.

Boris

Damit du zum nächsten Mal kommst.

Chris

Und hast diesen, kannst du aus diesem Modus raus, wenn du jetzt musst? Also kannst du nach 33 Bildern da raus, indem du die Batterie ziehst? Kannst abbrechen. Das ist aber dann schon wieder langweilig.

Boris

So als wenn du halt vorher den Film einfach zurückgespielt hattest. Das konntest du ja analog auch. Ja, schon.

Chris

Schon, aber.

Boris

Es ist halt nicht echt ein Verlust. früher, musstest du dir das wirklich überlegen, weil du hast dann auch Geld verschenkt, weil du dann nicht gelegt hast.

Chris

Naja, je nach Kamera konntest du das auch wieder vorspulen und weiter fotografieren.

Boris

Ja, bei den APS-Cs ging das automatisch und sonst musstest du aufpassen, dass du nicht zu weit spulst und so.

Chris

Was ich gesehen, ich habe mich mit dieser Kamera jetzt tatsächlich noch nicht sehr intensiv beschäftigt, aber ich habe so ein kurzes Video dazu gesehen, ich hatte viele andere Sachen zu tun und was ich gesehen habe, hat mich fand ich ja noch sehr lustig und zwar dieses zweite kleine Display links was so.

Boris

Aussieht wie das damalige Sichtfenster auf die Filmpatrone.

Chris

So ein pillenförmiges mal so an abgerundete Ecken und dahinter ist dann aber ein Display, das sieht aber so aus als ob man so ein Fenster auf die Filmpatrone hätte, und das kannst du tatsächlich glaube ich hoch und runter swipen um den Film zu wechseln, richtig? Also das ist ja schon wieder eine sehr verspielte Art und Weise, mit dem Ding umzugehen.

Boris

Ja, ist es.

Chris

Das spricht mich ja schon fast an.

Boris

Ja, das ist ja das Gemeinde. Nur in diesem kleinen Fenster.

Chris

Wo man den in Anführungszeichen Film durchsieht.

Boris

Das ist ja das Gemeinde. Es geht ja aber noch weiter. Wenn du jetzt diese Filmsimulation gemacht hast, diesen Filmmodus, und hast dann deine Bilder, also deinen Film digital vollgeknipst, jetzt glaub mal nicht, dass du dir deine gemachten Fotos auf dem Kameradisplay angucken kannst. Also die Fotos, die du gemacht hast, die siehst du nicht. Auch auf dem Kameradisplay nicht. Du musst tatsächlich erst die Bilder in die App übertragen. Immerhin. Also du brauchst sie nicht einschicken. Aber es gibt eine neue App dafür. Und daran kannst du das übertragen. Wahrscheinlich die Kamera anschließen oder über Bluetooth oder ähnliches. Und dann in der App, da werden dann deine Fotos in Anführungszeichen entwickelt. Da siehst du sie dann.

Chris

Also das, das kann man auch drucken und teilen. Da würde ich aber sagen, Leute, dann lasst doch mindestens mal eine Woche warten, bis ich die Bilder sehen kann oder so. Und das lässt sich doch alles.

Boris

Also so eine Gamification in der App so, ne?

Chris

Natürlich.

Boris

Bilder wurden jetzt abgeschickt, ne?

Chris

Zumindest als Modus, weißt du? Dann kannst du so richtig sagen, ja, Bilder sind jetzt abgeschickt und dann geh bitte mal beim Schlecker vorbei und hol sie ab oder so.

Boris

Und dann kannst du nächste Woche, Montag, kannst du noch mal gucken und dann, nee, war noch nicht dabei, aber Donnerstag kommt nochmal eine Lieferung.

Chris

Ja, genau. Und wie wir heute ja wissen, war da quasi hinter allem, was in Deutschland entwickelt wurde, Zewe.

Boris

Aber das ist so geil. Naja. Ach ja, und es gibt dann auch so nette Funktionen noch in der Kamera, so eine 2 in 1 Funktion nennen sie das. Da kannst du quasi in der Kamera aus zwei Aufnahmen einen Dyptychon machen.

Chris

Die ist kaputt. Der hat ein Lichtleck.

Boris

Ja, das kannst du ja einschalten. Video kann sie tatsächlich auch, ist aber keine Videokamera du kannst kurze Clips aufnehmen, das ist wahrscheinlich alles so für Insta-Reels oder irgendwas gedacht, mit 1440x1080 Pixel also keine hohe Auflösung, also keine volle HD-Auflösung, ja, also holt sie euch nicht als Videokamera ist eine Fotokamera ich.

Chris

Wüsste jetzt gerne noch, also der Filmtransporthebel, okay nächstes Bild und so wie der sich anfühlt.

Boris

Er müsste eigentlich einen zunehmenden Widerstand haben. Eigentlich müsste es ein Federmechanismus sein. Sonst wäre es nicht unbeweilig.

Chris

Nicht nur das, sondern du hast ja tatsächlich beim Spannen bei den Kameras früher den Film gespürt. Auf der anderen Seite hat sich dann das Rädchen gedreht.

Boris

Du hast ja diese Zahnradübersetzung auch gespürt beim Spielen.

Chris

Genau. Das hatte was sehr Haptisches. Das hatte was sehr auch Akustisches. Du hast dann gewisse Geräusche, die da entstehen und eben dieses Gefühl, dass du jetzt tatsächlich so ein Medium da durchziehst. Ist das einfach irgendwie, ist das nur eine Feder und das ist völlig smooth oder haben die da tatsächlich, also da, da, da, das muss ich schon ordentlich anführen, weil jeder, der mal Film fotografiert hat, wird das Ding in die Hand nehmen und sagen, aber es fühlt sich auch nicht gut an.

Boris

Das macht schon Spaß. Habe ich übrigens auf dem Klostergeister-Workshop dieses Jahr gelernt von Jürgen und Thomas, dass es eine Leica gab, ich weiß jetzt nicht welches war, M6 glaube ich, da konntest du den Filmhebel immer stückchenweise spannen, nur ganz kleines bisschen und zwar immer wieder ein kleines bisschen weiter, kleines bisschen weiter, kleines bisschen weiter, bis der ganz gespannt war fürs nächste Bild. und das war wohl gedacht so für Theatergeschichten oder Kirche, wenn du halt dieses laute Ratsch-Ratsch nicht haben wolltest, dann konntest du ganz leise Klick für Klick konntest du spannen, sodass es niemand gehört hat und dann konntest das nächste Bild machen. Total klasse. Ja, Jürgen bestätigt, die M6 war es. Geniales Feature. Konnte ich mal ausprobieren auf dem Workshop, hat sich echt gut angefühlt. Also wirklich so feinmechanisch eine Freude, das Ding ganz langsam zu spannen. Naja, wie das sich das hier anfühlt, wissen wir hier nicht.

Chris

Stefan, zum Thema wie es sich anfühlt, hat hier noch geschrieben, er hätte die XH vorletztes Wochenende in der Hand gehabt und sie fühlt sich ein bisschen nach Plaste an und zum Hebel, der Hebel hat deutlich weniger Weg als der analoge, aber das Gefühl ist sogar halbwegs realistisch.

Boris

Aber Krachen und Knirschen vom Filmtransport fehlt.

Chris

Also muss ja eigentlich so...

Boris

Er geht halt nicht so weit.

Chris

So drei Viertel rum.

Boris

Aber ist ja auch nur Halbformat. Muss ja nur den halben Weg machen.

Chris

Oh, das stimmt allerdings. Ich habe ja diese TNAX, das ist eine Halbformat-Filmkamera, die auch mit relativ wenig Weg transportiert und der Transport ist vorne auf der gegenüberliegenden Seite vom Auslöseknopf. Also du kannst links transportieren, rechts auslösen.

Boris

Stefan sagt, maximal 90 Grad sind es, dann käme es ja hin, ungefähr halbe Strecke.

Chris

Ja, also ich habe schon so in Erinnerung so drei Viertel rum, also das ist weniger als ein Viertel. Egal. Macht ja auch nichts.

Boris

Dann habe ich natürlich gedacht, okay, wenn sie einen Zentralverschluss hat, könnte das vielleicht eine ganz coole Strobist-Kamera sein. Weil Portrait-Modus mit bequemer Haltung, Zentralverschluss, vielleicht gute Synchronzeiten damit. Also Zentralverschluss ermöglicht halt sehr, in der Regel sehr kurze Synchronzeiten. Hätte ich gedacht, das wäre jetzt ja ganz cool. Leider nein. Sie hat zwar vorne einen LED-Blitz dran, aber ich meine, das kannst du jetzt für ernsthaftes Stroben kannst du das vergessen. und der Schuh, der oben drauf ist, da ist ja so ein Blitzschuh drauf, das ist nur ein Cold-Schuh, da sind also keine Kontakte drauf, da kannst du also vielleicht eine kleine LED-Leuchte draufstecken oder ein Mikrofon oder was weiß ich.

Chris

Wofür. Dann nimmst du einen, dann erfinden wir jetzt ein Gerät, was du oben in den Cold-Schuh tust und dann hat das vorne so am Kabel so eine kleine Saugglocke mit einem kleinen Lichtempfänger und den stülpst du dann vorne über die LED.

Boris

Über das LED-Blitz. Weiß ich aber nicht.

Chris

Ob der Sync dann passt. So ein bisschen mit so Gummi-Saug-Action und dann blitzt, dann löst der dann quasi remote dein ... Blitz aus. Studio. Studio arbeiten. Das ist doch die Kamera für die Studioarbeit.

Boris

Aber also leider keine Strobist-Kamera. Fand ich ein bisschen schade, weil bis hierhin war ich tatsächlich neugierig. Ich würde sie tatsächlich gerne mal ausführen und mal gucken, was rauskommt. Konsequenterweise nimmt sie auch nur JPEGs auf. Du bekommst keine RAWs. Es gibt keinen RAW-Modus. Aber das ist konsequent. Mit den Filmsimulationsmodi und so weiter willst du wahrscheinlich sowieso kein RAW haben. Das ist auch das, was viele Fuji-User sagen, dass sie die Fuji ja genau deshalb gekauft haben, damit sie eben nicht mehr RAW fotografieren, sondern eben einen Look nehmen, der ihnen gefällt und dann ist er das.

Chris

Wobei das ja schon irgendwie ist das immer so gemein, weil RAW ist ja eh drin. Also es gibt ja keine Kamera, die direkt JPEG macht. Das wird ein rohes Bild, wird ja irgendwie verarbeitet.

Boris

Es wird in der Kamera zum JPEG verarbeitet.

Chris

Zum JPEG und dann könnte man das auch noch, aber ja das ist ja schon wieder, dann ist ja schon wieder zu technisch und zu kompliziert und zu viel.

Boris

Ich meine Am Ende des Tages reicht ein Firmware-Update wahrscheinlich und es speichert auch ein RAW auf die Karte, aber mit Rechnen würde ich jetzt erstmal nicht.

Chris

Weniger ist mehr. Vielleicht hackt sie ja jemand.

Boris

Sie ist relativ leicht, 240 Gramm. Also klingt für mich jetzt bei so einer Kamera von so einem Gehäuse eher leicht. Das mag jetzt auch den Eindruck davon, Stefan, bestätigen, dass es sich ein bisschen Plaster anfühlt.

Chris

Das Gewicht hat sehr viel mit dem Empfinden von Wertigkeit zu tun.

Boris

Exakt.

Chris

Hätten sie ruhig noch ein kleines eine kleine Stahlplatte unten reinmachen können. Ein bisschen Gewicht.

Boris

Und sie ist sehr kompakt. 10,5 x 6,5 x 3 cm. Das ist kompakter als eine X106. Also wenn eine X100 kennt, das Ding ist kleiner. Und soll jetzt im Juni, also jetzt diesen Monat 2025 erscheinen um 800 Euro. 800 Euro finde ich schon eine steile Ansage. Und es gibt sie in drei Farben. Also die Belederung vorne ist glaube ich immer schwarz, aber das Metall außenrum, das gibt es eben in Schwarz. Dann ist es eben schwarz. Dann gibt es das in Silber. Das ist so der Look, den ich ja ganz gerne mag. Und es gibt es auch in Anthrazit. Dann ist es halt in so einem dunklen Grau.

Chris

Also Stefan schreibt noch, die daneben stehende Leica in ungefähr gleicher Größe wogt deutlich mehr.

Boris

Ja, glaube ich.

Chris

Na gut.

Boris

So ist das.

Chris

Aber ja, was kalt mir jetzt davon?

Boris

Ich habe mich lustig gemacht über diese Kamera. So mit 1 Zoll Sensor. Das ist doch kein Fotosensor und Hochformat.

Chris

Aber dann rennst du mit deiner Faltpappkamera rum und freust dir, was Gott war es. Also das ist ja dann nicht konsequent, oder?

Boris

Genau. Aber als ich das hier weitergelesen habe, wie sie das bis ins Detail umgesetzt hat, du hast schon gesagt, schon dieses zweite Display neben diesem hochformatigen Display hinten drauf, wo du halt quasi deine Simulation wählen kannst und wo angezeigt wird, was du ausgewählt hast. Und es hat diesen Look von diesem Sichtfenster auf die Patrone. Also es ist halt schon insgesamt, wie soll ich sagen, es wirkt liebevoll durchdacht, das Ding. Das muss man Foodsheet, glaube ich, wirklich anerkennend bemerken. Und ich hätte wirklich Bock, sie mal so einen Nachmittag auszuführen, die mal in ihr ins Tiergehege zu nehmen oder um die Weiden zu laufen, ein bisschen Landschaft und Pferde zu fotografieren. Ich hätte echt Bock drauf. Wer leid mit der eine?

Chris

Hannes schreibt, die der Schweiz kostet 700 Schweizer Franken. Und ich denke, das ist auch die 800 jetzt, glaube ich, nicht der Straßenpreis. Also es wird mit Sicherheit noch ein bisschen anders aussehen, dass bei Kameras fast immer so. Ja, aber ist okay.

Boris

Genau, Stefan fragt, warum gerade so viele Hersteller Hochformat-Kameras bauen. Ich denke ja, Instagram und Konsorten.

Chris

Es ist ein Markt, es ist ein Interesse. Viele Leute heute sind Film-Curious, ohne dass sie jetzt aber die Einschränkungen davon haben wollen.

Boris

Smartphones sind Hochformat.

Chris

Smartphones sind Hochformat. Das hat natürlich alles verändert. Bildformate, Seitenverhältnisse sind eine Sache der Mode.

Boris

Absolut.

Chris

Wenn du über die gesamte Geschichte der Fotografie gehst, Nur weil wir jetzt im digitalen Spiegelreflex mit 2 auf 3 oder 3 auf 2 aufgewachsen sind und davor 4 auf 3, heißt das nicht, dass das immer so bleiben muss. Ganz im Gegenteil, die ersten Fotos, die erste Kodak Brownie oder die erste Kodak Kamera hat runde Bilder gemacht, weil die den Bildkreis ausnutzen mussten. Also die haben sich das quasi nicht leisten können, dann solche zu verschwenden.

Boris

Mein Opa hatte auch tatsächlich runde Abzüge zu Hause. Die waren extra ausgestanzt.

Chris

Ja, die wurden dann ausgestanzt irgendwie. Also rund gab es, es gab alle möglichen. Wenn man mal im Kino schaut, dann sieht man es heute noch, dass es halt unglaublich viele verschiedene Seitenverhältnisse gibt, die auch über die Jahre sich verändert haben oder wichtiger geworden sind.

Boris

Das siehst du im Kino ja auch, wenn die Leinwand einfach ein Stückchen weiter noch auffährt, wenn der Vorhang dann weiter aufgeht für den Film.

Chris

Genau, das musst du dann einstellen.

Boris

Cinemascope und so.

Chris

Das ist höchst modeabhängig, dass wir jetzt quasi mit dem digitalen Spiegelreflexformat, das 3 auf 2 jetzt, was weiß ich, 20 Jahre ungefähr gehabt haben. Das ist schon ein guter Run, aber jetzt sind wir gerade mitten in der Veränderung an der Stelle und die kommt halt aus der Technik. Oder aus dem, was halt die meisten Leute heute in den Händen halten, wenn sie fotografieren.

Boris

Was auch eine interessante Meldung in dem Kontext war, ist, dass Instagram wohl neben dem quadratischen Format eben auch ein Hochformat 4 zu 3 alternativ anbieten möchte. Da habe ich gedacht, komisch, gerade als die Fuji XH rausgekommen ist, kommt Instagram damit raus, dass eben dieses Format als Hochformat auch angezeigt werden können soll. ich weiß nicht, ob das jetzt schon soweit ist oder ob das jetzt die Tage dann freigeschaltet wird, ist wahrscheinlich nur Zufall. Oder die haben miteinander gesprochen, wer weiß das schon. Ja, also Fuji, wenn ihr dazuhört, wenn du bei Fuji arbeitest und Kontakte hast zum Produktmanagement, zum Marketing, ich würde sie wirklich gerne mal ausführen. Ohne Scheiß.

Chris

Ja, vielleicht kannst du aber auch die Yashica FXD ausführen und testen, weil warum sollte um Himmels Willen Fuji der Einzige sein? Sollten sie die Einzigen sein, die sowas machen? Nein, Yashica bringt eine Kamera mit sechs Filmsimulationen und einem Filmvorspulhebel.

Boris

Ach, so ein Zufall.

Chris

So ein Zufall.

Boris

Und sie sieht aus wie eine alte analoge Jaschika.

Chris

Ich sag mal so, Zufall im Sinne von also um sowas zu machen, das stammst du nicht mal eben schnell aus dem Boden, aber so Entwicklungen gehen ja jahrelang teilweise für so eine Kamera. Je nachdem, was sie da vielleicht an interner irgendwie wiederverwenden von anderen Kameras, aber das ist trotzdem, das ist Entwicklungsaufwand. Alleine die Features, die dann sich irgendwelche Menschen ausdenken, in ein Produkt zu gießen, was auch produziert und also hergestellt werden kann, das ist ja unglaublich Aufwand. Aber ich denke, das wird so eine Parallelentwicklung gewesen sein, natürlich basierend darauf, auf dem, was die Marktforschung irgendwie hergegeben hat. Und ja, Yashica hat die FXD angekündigt. Eine neue Digitalkamera, die verspricht den Spaß und Stil der analogen Fotografie ohne die Nachteile. Without the inconvenience.

Yashica, 1949 in Japan gegründet und hat Kamera, Objektive und überhaupt fotografische Sachen hergestellt bis 2005. Dann hat der, Eigentümer Kyocera, kennt man vielleicht aus dem Kopierer-Business, aber das ist auch ein großer Konzern mit ganz vielen Sachen, haben dann die Firma quasi zugemacht 2005 und ein paar Jahre später hat dann die Hongkong-ansässige MF Jebsen Group den Yashica Brand, also die Yashica Marke gekauft und hat dann unter der Marke Yashica wieder neue Kameras hergestellt. Unter anderem diese City 100 und City 200, über die wir ja mal gesprochen haben, diese Digicamps quasi. Und ja, sie sind damit irgendwie zumindest bei den Profis durchgefallen. Also das ist nicht wirklich weltbewegend, aber das haben wir ja schon oft gesehen bei irgendwelchen Markendeals und solchen Geschichten. Auch unter der Marke Polaroid ist eine Zeit lang ab und zu auch mal was Fragwürdiges rausgefallen. Bei Rollei habe ich das auch gesehen. Das sind halt Marken, die dann quasi auf Produkte draufkommen, damit sie besser klingen.

Aber ja, also die FX-D ist angekündigt soll eine Hommage an die FX3 Spiegelreflex von Yashica sein so.

Boris

Ein typisch kantiges Spiegelreflexgehäuse, wie man das früher von vielen Kameras kannte.

Chris

Also FX3, hier ist ein Bild im Video gerade zu sehen.

Boris

Sieht aus wie eine alte Nikon oder eine Revue-Flex.

Chris

Nee, sieht aus wie eine Yashica.

Boris

Oder eben die Yashica, genau.

Chris

Genau.

Boris

Aber so sahen sie halt aus.

Chris

Im Vergleich die FXD, also FX3 hier und dann die FXD. Also man hat sie so ein bisschen angelehnt.

Boris

Ja, ein bisschen noch eine Griffmulde noch dazu gemacht und so. Naja, aber es geht schon in diese Richtung.

Chris

Genau, also hier wird ein Digital Revival of the Iconic Yashica FX3 Filmkamera. gefeiert in der Werbung und Your First Digital Film Simulation Camera, also die machen hier ein riesen Bremenborium.

Boris

Da war Fuji jetzt zuerst.

Chris

Ich würde mal abwarten, was da kommt, ehrlich gesagt. Also sechs Filmsimulationen. Du kannst Rezepte abspeichern. Also du kannst wahrscheinlich deine eigenen Entwicklungsrezepte da irgendwie ausdenken.

Boris

Vielleicht kannst du die sogar austauschen.

Chris

Analog and Digital Dual Mode, was immer das bedeutet. Film-Advanced-Lever, also Film-Vorspulknopf, 180 Grad-Flipscreen und User-Friendly-Interface.

Boris

Also ein Flipscreen für eine Analog-Simulationskamera finde ich jetzt aber ein bisschen fehl am Platz, ehrlich gesagt.

Chris

Und wie ich das hier sehe, hat sie noch nicht mal einen Sucher. Oder siehst du da irgendwo einen Sucher auf dem Foto?

Boris

Ich sehe keinen Sucher, das ist wahrscheinlich nur das Display.

Chris

Oder kannst du hinten die Klappe aufmachen? Weil da ist ja, da wo FXD Digital Camera steht.

Boris

Aber das sieht aus, was sind das für Anschlüsse? Ist das eine Buchse zum Laden oder so?

Chris

Das sieht aus wie so ein Euro-Rasierer-Stecker.

Boris

Ja, genau.

Chris

Bitte einmal 240 Volt.

Boris

Die finde ich jetzt nicht so ganz liebevoll zu Ende gedacht, weil sie sieht auf der Rückseite schon sehr digital aus. Und ein Flippi-Screen hat ja jetzt mit analog auch nichts zu tun, ne?

Chris

Also Viewfinder finde ich auf der Seite schon mal nicht. Auch mit der habe ich mich nicht wirklich beschäftigt.

Boris

Ich hatte nur mal nachgeguckt, weil sie auf Kickstarter kommt und sie soll ja relativ günstig sein. Wir reden davon irgendwie 200-300 Euro oder irgendwas in dieser Größenordnung. Aber es ist halt ein sehr kleiner Sensor.

Chris

Ich gehe jetzt einfach mal sehr schwer davon aus, dass das jetzt keine komplette Neuentwicklung ist, sondern dass da was drinsteckt, was irgendwie schon existiert. Kann ich es mir kaum anders vorstellen.

Boris

Also das Objektiv vorne drauf ist auch viel Show. Das Loch ist ein sehr kleines Loch. Wir reden hier irgendwie, ich glaube bei dem großen Modell, es sind ja zwei Modelle in verschiedenen Ausbaustufen und ich glaube das Groß hat ein 1,3 Zoll Sensor oder sowas. Also weit weg von 1 Zoll Sensor.

Chris

Wir reden von Smartphonesensor und dann, genau, der Rest ist Show. Da ist halt irgendwie noch Glas davor, dass das noch irgendwie größer aussieht. Also da ist viel Brimborium und Voodoo und so weiter. trotzdem wird das Ding auch sein Publikum finden vielleicht die abbreiten der Preis ist attraktiv und vielleicht die die sagen ja 800 für so eine simulierte Analogkamera will ich nicht, es zeigt zumindest dass das Genre gerade ein Ding ist oder wird, also wenn es da jetzt, ja gab es noch irgendeine Analog Simulationskamera.

Boris

Mit Filmhebel die ist mir jetzt nicht bekannt aber Hochformat kamen jetzt einige.

Chris

Hochformat kommt und Hochformat ist ein Ding, was bleiben wird. Das wird sicher den Rest nicht verdrängen. Du willst nach wie vor deinen Kinofilm bitte schon in quer schauen und dein Fernseher wird wahrscheinlich auch quer bleiben, weil unsere Augen, wir haben ein breiteres Sichtfeld als höher. Insofern ist das einfach aus der menschlichen, ja, aus unserer wie sagt man da, Physiognomie ist das.

Boris

Ja, längere Filme wirst du wahrscheinlich weiter im Querformat machen, schöne, epische, weite Landschaften und sowas, aber wir haben schon sehr schöne Beispiele gesehen von hochformatigen Filmen, von Hochformatproduktionen. Also wenn man die einfach richtig denkt und richtig macht, dann kannst du plötzlich eben, ja, tiefe Schluchten zum Beispiel sehr gut darstellen oder einen Raketenstart. Also es gibt genügend, was dann besser funktioniert im Hochformat. Und ich sag mal, dieser klassische, dieser snackable Content, den du so zwischendurch einfach konsumierst, diese paar Sekunden Videos, das bietet sich halt an.

Chris

Holger schreibt, die hatten doch dieses Fake-Film-Kickstarter mit diesen Patronen. War das auch Yashica?

Boris

Das weiß ich nicht, aber wir hatten mal so ein Kickstarter-Projekt.

Chris

Ja, ich glaube, das war, also ...

Boris

Und die Patrone war irgendwie kodiert, dass dann eben klar war, welche Simulation damit ausgeführt wurde und so.

Chris

Ich bin sehr skeptisch, aber bin ich ja eh bei ganz vielen Sachen. Vielleicht ist das auch total fun und alles. Ja. Ich glaube nicht, dass das jetzt irgendwie der große Bringer ist. Aber ja, du weißt nicht.

Boris

Also im Vergleich dieser beiden, dieser Fuji X-Half und hier dieser Yashica FX-D. Da würde ich jetzt tatsächlich sagen, die Yashica FX-D, das ist jetzt so ein bisschen die Spielzeugkamera. Da kannst du auch deinen Spaß mit haben. Das ist besser als mal eine Pappkamera. Aber auch nicht viel wahrscheinlich. Und bei der Fuji hast du schon eine richtige Kamera. Das ist zwar ein kleiner Sensor, aber es gab ja auch mal die 1-Zoll-Linie von Nikon. Die Nikon 1-Zoll-Geschichte. Das ist jetzt ja, das ist zwar nicht so auf dem Niveau von dem, APS-C oder Micro Four Thirds, aber im Vergleich zu so einem winzigen Smartphone-Sensor ist das schon nochmal ein kleiner Unterschied. Also ja, da würde ich schon sagen, die Fuji ist schon eine richtige Kamera und die ist auch liebevoller durchdacht und konsequenter in dem, was sie sein möchte. Und bei der Yashica, das wirkt so ein bisschen zusammengeklöppt.

Chris

Und Fuji ist halt auch noch ein Kamerahersteller, wo ich bei Yashica ein bisschen vorsichtiger wäre, die als solches zu bezeichnen.

Boris

Ja.

Chris

Aber gut.

Boris

Aber 800 versus wie viel sind es? 240 Dollar irgendwie im Early Bird. Es ist schon auch ein Unterschied, nicht wahr?

Chris

Ähm, ja.

Boris

Nur ja. Ich bleib dabei, die Fuji würde ich gerne mal so einen Nachmittag lang ausprobieren.

Chris

Ich würde auch die Yashika mal probieren.

Boris

Oder so was Wochenende mal. Nö, die Yashika interessiert mich nicht. Die Fuji interessiert mich. Die Yashika an Chris, die Fuji an mich.

Chris

Das ist okay. Gehe ich mit, habe ich keinen Stress mit. Ah ja. Hast du den Paraglider gesehen?

Boris

Nein. Also ich weiß nicht welchen Paraglider. Also ich habe schon Paraglider gesehen, aber nicht den Paraglider, um den es jetzt wahrscheinlich gehen soll.

Chris

Da war irgendwie, es lief dieses Jahr durch die Social Media und das war wieder so die Geschichte, die zumindest aus meiner Sicht, in meiner Wahrnehmung so ein bisschen viral gegangen ist. Da war dieser Mensch, der mit seinem Gleitschirm, irgendwo auf ein paar tausend Meter Höhe geflogen ist und dann hat ihn irgendwie ein Updraft-Gewitter, was weiß ich, erwischt und hat ihn auf über achteinhalb tausend Meter hochgezogen. und da gab es auch glaube ich Video davon also der Typ hier mit Eiszapfen und Eis im Gesicht und so weiter und der hat dann das aber dann überlebt mit ganz wenig, Schrammen oder so.

Boris

Da haben wir nochmal Schwein gehabt.

Chris

Da hat er nochmal Schwein gehabt und das ging tatsächlich, das war so ein Beispiel für ja das hatte so offenbar so ein Instant, Share Willen ausgelöst bei den Leuten, weil das ist mir tatsächlich, glaube ich, von zwei Seiten so irgendwie in die Timeline gekommen. Und naja, stellt sich halt raus, es wird zumindest jetzt mittlerweile gesagt, das ist wahrscheinlich ein Teil davon ist KI. Reuters hat sogar das Video weitergegeben.

Boris

Nicht so schön.

Chris

Nee, nicht so schön. Nachrichtenagentur Reuters, weil ja, also, Dass der das so ganz unbeschadet überstanden hat, war eh so ein bisschen, also ich hätte das mal angezweifelt, 8.500 Meter, das ist also irgendwie höher als Everest. Wenn du da ohne Sauerstoff schon schwierig gehst. Also ich habe 5.600 Meter erlebt und das wird ja exponentiell weniger Sauerstoff nach da oben. Ich glaube kaum, dass du das, wenn du da einfach mal innerhalb von kurzer Zeit hochgehoben wirst, dass du das ohne Sauerstoff hinbekommst, wenn du da nicht wirklich gut trainiert bist.

Boris

Und wenn das auch schnell geht, ist das glaube ich auch für die Öhrchen gar nicht so gut.

Chris

Dazu die Kälte und so weiter. Und das ist quasi ein Rezept für, ah ne genau, David sagt Everest ist 8800. Irgendwo stand, dass er höher als Everest war. Aber da die Geschichte wahrscheinlich eh höchstwahrscheinlich fake ist. Also ich sage nur, wenn du und der Mann ist glaube ich irgendwie über 50 und ist auf jeden Fall nach eigener Aussage da hochgezogen worden und hat es dann aber überlebt. ich kann mir eigentlich fast nur vorstellen, dass du da oben ohnmächtig wirst auf der Höhe, weil der Sauerstoff ist, da ist nicht viel und du brauchst bestimmte Atemtechniken oder halt tatsächlich künstlichen Sauerstoff und davon hat ja nichts. Aber das biggest giveaway war halt das Thema, dass das Video halt irgendwie so, dass mehrere Videoschnipsel gezeigt wurden, auf einem hat er einen weißen Helm an und auf dem anderen einen schwarzen Helm und dass der unterwegs den Helm gewechselt hat, ist jetzt eher unwahrscheinlich. Du kriegst zwar heute mit den KIs, also Fingerzählen brauchst du heute nicht mehr, das kriegen die hin, die Dinger, aber das Problem ist halt, du kriegst schon auch Gesichter und, Menschen konsistent über mehrere Videos abgebildet, das funktioniert heute, aber du hast halt du hast halt manche anderen Details, die ja nicht so wichtig sind für die KI und ja.

Na gut, also es ist so unklar, die Geschichte. Also das eine ist schon möglichst fake möglich, aber das andere ist, dass er wohl sein Flightlog, da hat er so einen Flightlogger dabei, den Content hat er irgendwie gepostet, mit angeblich tamperproof GPS-Daten, die du also nicht verändern kannst. Ja.

Boris

Wolf schreibt hier, dass es das vor etlichen Jahren mal gegeben haben soll, eine Gleitschirmpilotin während einer Weltmeisterschaft in Australien auf rund 10.000 Meter hochgesogen worden und hat es überlebt.

Chris

Ja, das kannst du wahrscheinlich auch schon überleben. Vor allem wenn du, so ein Gleitschirm, wenn der gut funktioniert, dann brauchst du auch nicht unbedingt bei Bewusstsein sein, dann wird der nicht gleich abstürzen, sondern der fliegt halt dann mit seinem entsprechenden Gleitpfad weiter. Aber der andere Zweifel, ob das wirklich, also vielleicht war der schon da oben, aber er hat es vielleicht mit Absicht gemacht, weil die sagen nämlich auch, dass er in dem Video spezialisierte, schwere Handschuhe trägt, die man eigentlich nur für sowas trägt. Lass mal schauen, also du siehst hier halt Video von außerhalb, da ist also irgendwie so eine Kamera an einem Seil angeblich oder sowas.

Boris

Da hat er jetzt einen schwarzen Helm, eben hat er einen weißen.

Chris

Ja, also ist alles irgendwie so ein bisschen, ein bisschen schräg auf jeden Fall. Genau, Peter Pixel hat die Story auch gebracht von BBC und New York Times und NBC und so weiter. Nun ja.

Boris

Also was bei mir gerade so ein bisschen in der Timeline kursiert, sind so Beispielvideos, wo sich KI-generierte Menschen vorstellen und sagen, hey, so gefesselte und gefolterte Menschen sagen, mach dir keine Sorgen, mir geht's gut, ich bin eh nur KI. Ja, wir sind alle KI. Also das ist schon verdammt gut.

Chris

Meine Fresse. Ja, also das ist jetzt das neue VO3 von Google, da gehen reihenweise Beispiele durch die Gegend. Wenn du fünf davon gesehen hast, kriegst du aber schon wieder ein Gespür dafür.

Boris

Wie es funktioniert, also der Look.

Chris

Wie es sich anfühlt und also dieses Radar, dieses KI-Radar, wie gesagt, Finger muss heute nicht mehr zählen, aber, so ein gewisses KI-Radar haben die Leute, oder habe ich dann an dem Moment, aber, viele halt nicht mehr. Und deshalb konnte dann so eine Geschichte, obwohl da KI-Anteile zumindest wohl drin waren, dann weitergereicht werden. Aber diese VO3-Videos, die haben schon wieder so eine ganz typische Anmutung, wie die Leute reden und sich bewegen. Das ist schon sehr echt, oder fühlt sich sehr echt an, aber dann sind sie alle irgendwie doch wieder ähnlich vom Duktus und es wirkt halt.

Boris

Alles sehr gestaged. also als ob es halt wirklich geplante Videos sind und so die es ja am Ende auch sind, aber ja, Na gut Kannst nur entweder lernen damit umzugehen oder einfach alles ignorieren alles eh scheißegal Geht mal wieder in die Stadt, trefft echte Menschen, Wenn wir nicht eh alle in der Simulation leben, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Chris

Wir haben ein Space-Thema noch. Nur eine kurze Ankündigung. Die NASA plant, ein neues Space-Teleskop zu bauen. So weit, so gut. Da fliegt ja einiges rum. Aber um dem, ja das Problem, was die Astronomie heute hat und das wachsende Problem, was die hat, sind die Low-Earth-Orbit-Konstellationen. Mittlerweile fliegen halt 7000 Starlinks rum. Starlink Version 3 oder so wird so groß wie ein Reisebus, also die werden richtig groß und schwer, die Dinger, um dann halt alles mögliche zu tun und die werden halt, also die sind nicht die einzigen, da gibt es halt noch mindestens drei, vier andere Anbieter, die, die da Zeug hochschicken und das halt im Zweifel auch in relativ hohen Stückzahlen, weil brauchst du es halt mit einem niedrigen Orbit, musst du halt für die Abdeckung der Welt.

Eine gewisse Dichte haben. Und da ist es, und das sind glaube ich nur die amerikanischen Unternehmen, da gibt es natürlich auch noch China und India und was weiß ich wer. Also da ist eine ganze Menge los da oben. Und das Problem ist dann halt, wenn du mit dem Teleskop von der Erde aus guckst, dann hast du halt, viel Zeug drin im Bild, was da nicht hingehört. Und die Strategien, das rauszutun, die sind halt auch, irgendwann ist halt die beste Korrektur nicht mehr sinnvoll. Also verlagert man zumindest Teile davon ins Weltall. Also wir haben hier am Lagrange-Punkt, am zweiten Lagrange-Punkt haben wir James Webb zum Beispiel und noch was anderes da oben. Also da fliegt immer mehr rum. und ja, die NASA möchte jetzt ein Teleskop auf dem Mond bauen und zwar auf der dunklen Seite. Dark side of the moon.

Boris

Auf der dunklen Seite. Das heißt, die haben auch noch Mitarbeiter dabei, die das immer weiter rücken.

Chris

Genau.

Boris

Die dunkle Seite verschiebt sich ja.

Chris

Richtig, das ist ja ein Konzeptbild.

Boris

Aber mit dunkel meinen sie natürlich die erdabgewandte Seite, nicht wahr?

Chris

Ja, also es soll ich glaube ein Radioteleskop werden, das Lunar Crater, Radioteleskop LCRT, das also in einen Mondkrater gebaut wird, das so ein bisschen wie dieses Teleskop in der Atacama-Wüste, was jetzt kaputt ist mittlerweile.

Boris

Was angestürzt ist gerade.

Chris

Wo die ja eins hatten, was da auch irgendwie da so quasi wie so eine Tisch auf dem Rücken liegt und sowas in der Richtung scheint das wohl, soll das wohl werden. das ist in ich glaube schon in der zweiten Phase, also das ist noch nicht mal irgendwie ein Hirngespinst, genau das ist noch nicht mal ein Hirngespinst, Arecibo Danke David das ist noch nicht mal ein, Hirngespinst, sondern, das ist also JPL ist da mit also Jet Propulsion Laboratory ist da mit drin und, Das soll ab 2030 gebaut werden, wenn es dann approved und funded ist. Also ja, und auf der Dark Side of the Moon, damit das halt wirklich wegguckt von der Erde und nicht irgendwo ständig Sachen abkriegt, weil diese Low-Earth-Orbit-Geschichten, die haben nicht nur die Eigenschaft, dass sie Licht reflektieren, Also sprich, dass man die dann auch in den entsprechenden Aufnahmen sieht, sondern da ist natürlich auch Radiotransmission da. Da funken wir damit und immer mehr wird tatsächlich ja auch direkt mit Satelliten gefunkt. Also wenn du heute ein iPhone hast, dann einen schlechten Empfang irgendwo hast, dann kommt da plötzlich so ein kleines Satellitensymbol und dann kannst du zumindest so standardisierte Messages schicken. So mir geht es gut oder ich habe mir das Bein geboten.

Boris

Was weiß ich.

Chris

So Notrufe-Geschichten und andere wollen das ja tatsächlich noch ausweiten, dass du auch noch mehr Daten schicken kannst.

Boris

Ja, Satellitentelefone gibt es ja schon seit Jahren, die etwas größeren Knochen und so.

Chris

Richtig, aber die sind ja geostationär, die Dinge.

Boris

Stimmt.

Chris

Nein, nicht ganz. Also es gibt natürlich Ritium und so, die, wo die Satelliten auch unterwegs sind. Aber das ist lange nicht so dicht, das Netz. Also Funk ist ein Problem für die Radioteleskope und das ist mit der Grund. Ja, und das soll da hingebaut werden. Und zwar, wie baut man auf dem Mond ein Teleskop? Man kann jetzt mal nicht einfach schnell da hochfliegen und irgendwie das ganze Material hochschaffen.

Boris

Ein paar Leute hinschicken.

Chris

Ja, ja, so Bautrupp und so. Das ist schwierig. Nein, die wollen das tatsächlich robotisch bauen.

Boris

Ach was.

Chris

Das soll also mit entsprechender Robotikunterstützung irgendwie da oben gebaut werden. Also anscheinend tatsächlich mit...

Boris

Klingt ambitioniert.

Chris

Klingt ambitioniert. Jetzt haben wir natürlich im Aktuell sehr schnelle und viele Fortschritte in der Robotik. Mal schauen, ob das dann tatsächlich so weit kommt, dass das funktioniert. Da muss man dann, glaube ich, schon einiges. Nicht nur Material, sondern eben auch Technik hochschicken, damit das dann auch gebaut wird. Jetzt im Moment mit der aktuellen Technik wahrscheinlich nicht. Aber das ist ja so...

Go to where the puck will be. Also quasi, wir gehen dahin, wo die Technik dann sein wird, wenn wir sie brauchen. Also wird da wahrscheinlich schon damit gerechnet, dass diese Entwicklung entsprechend weitergeht und dass das dann in fünf Jahren irgendwie, wenn das soweit ist, wenn das mit der Technik soweit ist. Ich finde es total spannend. Das Projekt ist von 2020, hat initiales Funding vom NASAs Innovative Advanced Concepts, NIAC-Programm bekommen und ist seither in die sogenannte Phase 2 und haben zumindest mal so eine gute halbe Million Early Stage Development Funding bekommen. Und der Prototyp, ein 200 zu 1 Prototyp ist auch schon aktuell unter Konstruktion und soll dann dieses Jahr noch irgendwo im Owens Valley Radio Observatory in Kalifornien getestet werden. Und wenn das Erfolg hat, dann wollen sie in die Phase 3, in die Funding-Runde gehen. Und wenn das dann soweit kommt, dann wird es 2026 eine offizielle, formelle NASA-Mission.

Boris

Da ist er leider wieder weg. Jetzt ist er wieder da, aber wir hören ihn nicht.

Chris

Hörst du mich jetzt?

Boris

Jetzt hören wir ihn wieder.

Chris

Ja, ich weiß nicht was. Also wenn das was wird, dann soll das 2026 eine offizielle, formelle NASA-Mission werden. Und dann werden Kosten von ungefähr 2,6 Milliarden angesetzt. Das ist natürlich eine kleine Hürde. Man weiß ja nicht, wie das politisch weitergeht und wo das Geld herkommt und so weiter. Das werden wir noch sehen. Aber interessant, mal eine andere Art von Kamera.

Boris

Bin gespannt. Wenn es finanziert ist, vielleicht gibt es ja dann auch tatsächlich ein bisschen Dokumentation darüber im TV zu sehen.

Chris

Naja und letztendlich ist ja Radioastronomie auch nur gucken ins Weltall mit anderen Wellenlängen.

Boris

Ja na klar. Und gerade die längeren Wellenlängen sind ja interessant für die sehr entfernten Objekte, weil durch Dehnung des Raums und so weiter braucht man ja die lange Wellenlänge.

Chris

Und wenn du heute mal, also wenn die Nachbarn eine Party haben, dann hörst du den Bass, weil der am weitesten trägt. Und die tieferen Frequenzen, die haben halt ihre Vorteile.

Boris

Ganz genau.

Chris

Tja. Außerdem gibt es ja dann doch andere Frequenzen, die halt durch die entsprechende Streckung mit der Zeit in den Radiobereich gewandert sind.

Boris

Das meine ich dann. Durch die Ausdehnung des Raums verschiebt sich alles. Das ist ja nicht nur Rotverschiebung, sondern irgendwann ja auch nicht mehr sichtbar und dann irgendwann halt Radio länger.

Chris

Nun gut.

Boris

Ja, schön. Ich habe mal mein iPhone-Thema auf nächste Woche geschoben. Das reicht noch, das ist nicht zeitkritisch. Freut euch nächste Woche auf einen kleinen Rahn.

Chris

Wollt ihr Boris über den Bildschirm hüpfen sehen?

Boris

Nein.

Chris

Mit hochrotem Kopf und Dampf aus den Ohren.

Boris

Ganz genau. Dann werfen sie jetzt fünf Euro ein.

Chris

Dann schaltet nächste Woche wieder ein.

Boris

Ganz genau. Nee, stattdessen möchte ich eine Frage aufgreifen von Lutz. Der hat nämlich bei uns im Slack, im HS-Fragen-Kanal gefragt, wie macht man das? Und hat einen Link geschickt, den könntest du jetzt mal für die Videoschauer öffnen. Alle anderen können auf happyshooting.de gehen oder in ihrem Podcatcher auf die Shownotes klicken. Da wird das verlinkt sein. Das ist ein Flicker-Link zu Fotos von Richard Gellin, denke ich mal, dass er Franzose ist. Vielleicht ist es aber Richard Galin oder Jalen. Keine Ahnung. Da sind Fotos. Das ist von mir, das darfst du noch nicht zeigen. Du musst mal auf den Flicker-Link draufklicken.

Chris

Ach so.

Boris

Das ist das Original. Was wir sehen, ich beschreibe das mal für die Zuhörenden. Das ist ein Foto, eine Stadtaufnahme. Da sehen wir quasi einen Blick in einen Straßenzug. Links und rechts sehen wir Fassaden. und das Bild sieht aber so ein bisschen aus, als wäre es übermalt auf einer Leinwand. Da sind so rote und blaue Farbflecken drauf, wie vom Pinselstrich. Sieht so ein bisschen rustikal grob gepinselt aus.

Chris

Also grungy Textur drüber gelegt irgendwie.

Boris

Genau, so wirkt das. Und die Frage ist, wie macht man so etwas? Und meine Antwort da drauf ist eine Doppelbelichtung. Und dieses Malerische, was da so drüber liegt, das kann zum Beispiel eine Aufnahme von einer Graffiti-Mauer sein. So ein bisschen mit abgeplatzter.

Mit abgeplatztem Putz und halt bunt angemalt. Und je nachdem, ob das eine dunkle Mauer ist oder eben bei wenig Licht oder in welchem Licht auch immer fotografiert oder eine helle Mauer, vermischt sich das mit der anderen Aufnahme, mit der Stadtaufnahme auf die eine oder die andere Weise. Also bei einer klassischen Doppelbelichtung, eben da, wo es dunkel ist, ist mehr von der nächsten Belichtung zu sehen, weil der Sensor oder der Film an der Stelle noch nicht belichtet ist. Dann kann er eben da weiter belichtet werden, da, wo die erste Aufnahme schon hell ist, Da ist von der zweiten Aufnahme dann eben weniger zu sehen. So wäre es jetzt klassisch. Das kann also direkt in der Kamera gemacht worden sein. Ich könnte mir aber an dieser Stelle vorstellen, dass es tatsächlich nachher gemacht ist in Photoshop oder Affinity Photo oder irgendeiner Bildbearbeitung, die mit Ebenen umgehen kann. Weil dann kannst du nämlich einstellen, wie die Ebenen miteinander verrechnet werden sollen. Ob sie multipliziert, aufgehellt oder abgedunkelt werden soll. Das kann dann eben je nachdem, was du für Aufnahmen hast, mal das eine oder das andere sinnvoll sein und du kannst gegebenenfalls auch noch eine Maske drüberlegen, wenn du sagst ich will aber hier, was weiß ich dieses turmartige Gebäude da im Hintergrund, deutlicher zu sehen haben und da will ich nicht dass es drüber gepinselt ist, dann kannst du das halt ausmaskieren oder abschwächen an der Stelle.

So kann man das machen und ich hab das eben mal jetzt kannst du da mal meine Seite zeigen, ich hab das mal auf die Schnelle ausprobiert, ich hab eben auch mal eine Straßenaufnahme genommen und eine, rostige Textur von einer rostigen Stahlwand und hab die mal miteinander verrechnen lassen und dann kriegst du auch schon so einen grungy Look. Das sehen wir hier gerade auf dem Bildschirm. Das ist so eine schmale Gasse mit Backsteingebäuden links und rechts und Blick geradeaus auf ein weiteres Backsteingebäude. Und über dem Ganzen liegt so eine blätterige rostige Textur, die eben auch theoretisch Pinselstrich sein könnte. Und ein anderes Beispiel habe ich ja auch gemacht, das ist auch ein Blick durch eine alte Gasse. Kopfsteinpflaster, wir folgen so einem geschlängelten Weg ins Bild hinein, links und rechts, ältere Gebäude, Steingebäude. Und da habe ich auch eine Textur drüber gelegt. Kannst du mal einzoomen.

Chris

Dass man das ein bisschen besser noch sieht?

Boris

Das ist in diesem Fall diese Flecken. Das ist auch so eine rostige Textur. Das ist eine grüne Wand gewesen mit Rostflecken. Die habe ich hier mal drüber gelegt. Und diesen ganzen grünen Touch, der kommt eben auch von der grünen Textur. Das kann man natürlich auch anders einfärben oder entfärben, wenn man das jetzt in Photoshop so wie hier übereinander legt. Und bei der ersten Aufnahme, da sieht man hier eben, wenn ich mal in den Himmel scrolle, da siehst du hier diese abgeblätterte Mauer. Und das könnte ich jetzt auch 180 Grad natürlich drehen und könnte sagen, diesen abgeblätterten Putz will ich im unteren Bereich haben, damit das hier auf der Straße eben ein bisschen mehr abblättert. Hier sind auch schon so ein paar abgeblätterte Texturen drin. Und hier das im Himmel, das kommt dem Original, das was auf Flickr verlinkt, ist schon relativ nah. Hier so dieser Look, dass es so ein bisschen wie es mit einem groben Pinselstrich aussieht. Und ich habe das jetzt ja nur auf die Schnelle gemacht mit Bildmaterial, was ich mal ganz schnell rausgesucht habe, indem ich in meinem Fundus mal nach Textur gesucht habe und nach Gasse. Da habe ich einfach mal diese zwei Beispiele auf die Schnelle zusammengestellt. Und wenn man sich jetzt mal, da kannst du mal wieder auf die Flickr-Seite gehen, bitte. Wenn man auf der Flickr-Seite sich mal das anschaut, mach mal das Bild zu. Oder scroll mal runter auf der Seite. Da ist nämlich auch ein Album verlinkt.

Irgendwie Dance Explore oder so geschrieben. Wahrscheinlich ganz unten jetzt in der Ansicht.

Chris

Ich suche noch 34 Gruppen.

Boris

Das Foto ist das Album da, genau. Da, ganz unten. Ein Stückchen runter. Ein Stückchen runter. Da. Ah, das weißt du. Wenn du da mal ein Stückchen runterscrollst, da siehst du, wie er angefangen hat. Das sind noch ganz normale Aufnahmen. Hier ist das erste Bild. Wir sind jetzt auf dieser Flickr-Seite. Wenn ihr diesem Link folgt, dann könnt ihr das Album anklicken, was auf dieser Seite verlinkt ist. Dann könnt ihr das besser nachvollziehen. Da ist jetzt eben auch eine Aufnahme mit einem Gebäude, mit Säulen und Zaun davor. Und da ist offensichtlich eine andere Belichtung drüber gelegt worden von einer anderen Aufnahme. Vielleicht auch dieselbe Szene, nur 180 Grad gedreht.

Chris

Hier siehst du Wasser, das ist da nicht.

Boris

Ja, genau, da ist Wasser drüber gelegt. Und wenn man das Album weiter durchscrollt, dann siehst du, dass es immer feiner und immer malerischer aussieht. Das heißt, ich vermute, er oder sie hat hier tatsächlich experimentiert, was gut funktioniert. Und ich glaube, wenn man das ein paar Mal macht und ein Gespür dafür entwickelt, welche Aufnahmen sich ganz gut miteinander verbinden, da ist auch eine schöne Aufnahme, die so einen grungy Look erzeugt. Wenn man sagt, hey, so eine Graffiti-Wand und eine Nachtaufnahme oder eine Graffiti-Wand und einen Sonnenstrahl oder sowas, funktioniert gut. Dann kommt man da schnell.

Chris

Ich kann mal nach Grunge-Texture-Suche. Da bin ich mir sicher, dass man genau solche Sachen hier findet.

Boris

Ja, sowas.

Chris

Genau um solche Effekte zu erzielen, da kriegst du dann...

Boris

Aber das ist zum Beispiel, wenn man mit der Kamera unterwegs ist und möchte eigentlich irgendetwas fotografieren, ruhig auch mal Augen aufhalten auf das, was man sonst nicht fotografiert, also irgendeine Graffiti-Wand oder ein Holztor oder alles, was irgendwie so ein bisschen texturiert ist und einfach sich mal eine kleine Sammlung mit Texturen anlegen mit solchen Geschichten. Für sowas ist das ganz praktisch.

Chris

Und mit sowas wie Photoshop oder mit allgemein, mit Layer-basierten Fototools. Da geht ja zum Beispiel auch Photopea wie Erbse.net, glaube ich.

Boris

Läuft komplett im Browser.

Chris

Was im Browser läuft und so. Da gibt es mittlerweile relativ viele. Da ist es relativ einfach, mal zwei Sachen aufeinander zu legen und dann auch mit dem sogenannten Ebenenmodus zu spielen. Also mit dem Verrechnungsmodus. Wie wird die eine Ebene mit der anderen verbunden? Was passiert da? Werden da nur die hellen Seiten übernommen oder nur die dunklen oder wird das miteinander multipliziert und so weiter.

Boris

Oder dividiert.

Chris

Oder dividiert oder nur die Luminosity oder nur die Sättigung oder sowas. Da kann man dann sowas im Ganzen drüberlegen oder tatsächlich auch nur in Teilen. Vielleicht mag ich auf dem Himmel irgendwas drauflegen und unten auf die Straße was anderes.

Boris

Oder nichts.

Chris

Da sind quasi der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Boris

Ganz genau. Und so kriegst du das hin. Und wenn es halt so malerisch wie mit einem Pinselstrich aussehen soll, dann hilft es eben, wenn du irgendetwas drüberlegst, was mit einem Pinselstrich oder mit der Airbrush oder mit der Sprühdose gemacht ist. Dann hast du diesen Look.

Chris

Zum Beispiel.

Boris

Also Lutz, vielleicht hast du Bock, mal ein bisschen damit zu experimentieren. Ich habe das, wie gesagt, hier nur auf die Schnelle gemacht. Das war jetzt ein Experiment. Das hat eine Viertelstunde oder so gedauert. abzüglich Fotos raussuchen. Ja, kann man schöne Ergebnisse mit erzielen. Viel Spaß und wenn du ein schönes Ergebnis hast oder wenn ihr da draußen Bock habt, mal irgendwie mehrere Aufnahmen miteinander zu kombinieren, auch nachträglich und habt ein schönes Ergebnis, lasst es uns sehen. HappyShooting.de slash hi zum Beispiel oder wir haben bei Flickr auch die Gruppe HS Bilderflut. Da könnt ihr das auch reinstellen. Ja, lasst mal was sehen. Apropos was sehen lassen. Wir haben ja noch einen Gewinner oder Gewinnerin zu ermitteln von der Luftigaufgabe.

Chris

Haben wir. Und da haben diesmal elf Menschen mitgemacht.

Boris

Genau, elf Qualifizierte.

Chris

Und da würfeln wir jetzt mal wieder einen Review aus. Und das besprechen wir dann auch.

Boris

Das sind natürlich auch gerade elf, sodass wir wieder den Hunderterwürfel bemühen müssen.

Chris

Mach doch mal 10, dann können wir das mit einem Würfel abhandeln.

Boris

Hatten wir ja die letzten Male. Das ging es ja schon schnell. Na gut, dann willst du, soll ich?

Chris

Ich fange an. Luftdick, mach mal Luftdick.

Boris

69.

Chris

Dann komme ich mit der 80.

Boris

67.

Chris

Dann hätte ich eine 59 anzubieten.

Boris

Eine 43. In der Nutz.

Chris

Mit der 0, 9. Hey, nee, halt, Moment. 6, 6, 6.

Boris

Das ist ein Punkt auf der...

Chris

Die 6 ist von... Moment, Moment, Moment.

Boris

Ich schaue, ich schaue.

Chris

Ich schaue, ich schaue.

Boris

1, 2, 3, 4.

Chris

Dieses Bild von Michael.

Boris

Hi, Michael. Ja, Michael.

Chris

Ja, was sehen wir? Wir sehen... Was ist das? Was für ein Vogel ist das? luftig anzuschauen, wie er sich für den nächsten Start vorbereitet. Ich bin kein Ornithologe, ich kann es nicht sagen. Das ist ein Vogel. Das hast du richtig. Da bist du korrekt. Ja, was sehen wir? Wir sehen ein Gewässer. Das Gewässer reflektiert den dahinterliegenden Wald, nehme ich an. Da ist viel Grün in der Reflexion. Wahrscheinlich ein Reier. In der Mitte. Reier sehen doch anders.

Boris

Ja, man muss einmal was Falsches sagen, dann kommen die richtigen. Ein Kormoran.

Chris

Wenn, dann ist es der Kormoran, bitte.

Boris

Ein Kormoran.

Chris

Ein Kormoran. Hatte ich gedacht, aber es ist dann doch nicht gesagt. Egal. Mitten in dem Wasser ist ein Stück Felsen, der rausguckt, auf dem Gräser wachsen. Und dann ein Kormoran offensichtlich, der die Flügel spreizt und wahrscheinlich gerade sich die Plauze trocknet, weil er nass geworden ist oder so. Keine Ahnung. Ja, so eine mittige Komposition, die ist schön isoliert, du hast keinen Hintergrund, also der Hintergrund ist einförmig, das Wasser mit den Reflektionen, das macht quasi so eine große Fläche, auf der das stattfindet, vorne siehst du ein bisschen durchs Wasser durch, das ist relativ klar. Ja, komponiert ist das Ganze so als Einheit. Also diese kleine Insel da, die ist quasi in dem Bild, sitzt die so, dass sie da nicht irgendwie, also dass die auch eigenständig ist und trotzdem reichlich Platz um sich rum hat. Und dann ist da der interessante Vogel.

Boris

Interessant finde ich hier die grüne Reflektion im Wasser. Man ist ja sonst gewohnt, Wasser eben blau zu sehen durch die Himmelreflektion. Aber hier scheint sich eben.

Chris

Dass ein Wald dahinter.

Boris

Wald dahinter, Bäume, Gestrüpp, was auch immer, da drin zu reflektieren in dem Winkel.

Chris

Das ist ein sehr aufgeräumtes Bild. Hier auf dem Stein ist es ein bisschen heiß belichtet. Da merkst du schon, dass die Kamera, die hat hier relativ viel dunkel gesehen. Die Reflektion ist eigentlich nicht so hell, hat das dann hochgezogen mit der Automatik. Und dann sind ein paar von den hellen Ecken auf dem Stein leider in die Überbelichtung gelaufen. Da hätte ich gerne noch so ein bisschen, auch der Schnabel und der Hals von dem Kormoran ist so ein bisschen ausgefressen. Das ist aber der Klassiker. Das ist aber der Klassiker. Schieß mal ein Foto von irgendwas kleinem, hellem vor einem großen, dunklen Hintergrund und du kriegst eine Überbelichtung, wenn du nicht dagegen steuerst. Dafür ist die Belichtungskorrektur da. Das wäre noch so die Kleinigkeit an der Stelle. Dann wäre das Bild, also zwei Blendenstufen, dunkler und das wäre wahrscheinlich noch mal eine gute Stufe. Hammerartiger das Bild.

Boris

Dann wäre wahrscheinlich der Kormoran auch so ziemlich vor einem dunklen Hintergrund freigestellt. Wäre natürlich ein anderes Bild. Oder man muss halt die Schatten dann wieder aufhellen. Ist mit Sicherheit auch möglich. Ja, aber ich hätte hier wahrscheinlich auch versucht, ein bisschen noch eine Variante zu machen, etwas unterzubelichten, weil das ist echt fies, wenn so die pralle Sonne auf diese Felsen, diese Schreine knallt.

Chris

Nicht unterbelichten, richtig belichten. Unter impliziert ja, dass es was Falsches ist.

Boris

Belichtungskorrektur runterziehen.

Chris

Der Begriff Unterbelichtung impliziert immer, dass da ein Fehler gemacht wurde. Aber das wäre ja dann nicht so.

Boris

Das ist ja Quatsch.

Chris

Ich bin da, ich bin da.

Boris

Du bist wohl unterbelichtet.

Chris

Das muss man schon richtig sagen. Komm du mir mal hier.

Boris

Hast du denn noch ein Bild hier?

Chris

Ich gehe mit dir hinter die Scheune.

Boris

Dann wird aber belichtet, mein Lieber.

Chris

Dann kriegst du aber einen auf die Lampe.

Boris

Dann geht dir aber ein Licht auf. Mein lieber Schali.

Chris

Der Kormoran. Was hören wir hier? Jochen postet den Wikipedia-Link in unseren Slack. Holger sagt, die fressen alle Seen leer. Ganz schlimm. Vielen Dank. Ja, weißt du, wo wir gerade bei Vögeln sind? Ich weiß jetzt, wo die ganzen Störche leben. Bei uns auf der Mülldeponie.

Boris

Ach, da sind die.

Chris

Da sind die. Da, wo bisher eigentlich immer die Möwen waren, da sitzen jetzt oben auf dem Dach irgendwie 15 Störche oder so.

Boris

Haben wahrscheinlich die Möwen gefressen und haben sich die vergrößert.

Chris

Also zum Thema romantische Ecken, um Störche zu fotografieren. Deponie Kohlenfeld. So, was haben wir denn noch hier? Wir haben Luftdick. Bei Luftdick, das ist natürlich ganz klar, muss natürlich hier die Pusteblume rein.

Boris

Eine Pusteblume, natürlich.

Chris

Eine Pusteblume. Hatten wir doch schon mehrfach. Genau. Holger hat das fotografiert, ist natürlich naheliegend. Und was hat er gemacht? Entweder war er faul, hat das Ding gepflückt und hochgehalten oder er hat sich auf den Bauch gelegt, auf dem Rasen und hat das Blümchen intakt gelassen. Das müsste er jetzt mal kurz klären, ob er hier quasi die Natur belästigt hat.

Boris

Ich würde den hochreißen.

Chris

Ich glaube auch.

Boris

Bei dem Winkel ist er hochreißen.

Chris

Kriegen wir das raus? Ne, doch. Ah, ne, EOS R8.

Boris

Aber Holger ist ja live dabei, der wird uns das gleich erzählen.

Chris

Eben, werden wir gleich wissen. Ja, schönes Bild, schön zentral, schön eingerahmt in den Wolken und so.

Boris

Ja, vor allen Dingen ist die Pusteblume, die ja diesen weißen Korpus hat, mit den Samen, mit diesen Flugkörperchen da. Das passt halt genau in die Wolken. Also wir haben halt den blauen Hintergrund mit weißen Wolken links und rechts. Und die rahmen dann jetzt diese Pusteblume-Wolke ein. Das ist ein sehr schönes Bild. Eigentlich ein blau-weißes Bild.

Chris

Ja, dann haben wir noch ein zweites Pusteblumen-Bild. Dieses von Robert. Zu luftig oder nicht luftig genug. Egal, Pusteblume. Ja, die ist dann nicht so perfekt. Die ist ein bisschen verzauster sieht sie aus. Außerdem haben wir daneben noch zwei entleerte Pusteblumen. Auf der einen ist noch ein kleines Stirmchen drauf. Also das ist eher so, auch mit dem Schwarz-Weiß, das hat eher so ein bisschen was von Herbst und Verwälkung oder so.

Boris

Ja, aber es spiegelt dieses 3-2-1 wieder, weißt du? Links voll. Dann noch einer, dann keiner mehr.

Chris

Das ist schon irgendwie, das ist auch eine Progression, ja.

Boris

Drei Stadien.

Chris

Holger schiebt alles auf die Tochter. Die Tochter hat es gepflückt.

Boris

Genau, er hat fotografiert und gepustet.

Chris

Er hat dann fotografiert und gepustet. Aber das mit dem Pusten hast du nicht fotografiert. Also hast du uns nicht eingereicht. Egal.

Boris

Aber generell, es gibt noch ein Pusteblumenbild. Das ist hier die 11 von Kuchenmampfer. Und das ist auch ein sehr schöner Nickname. Das vorletzte bei dir.

Chris

Ach, das ist eine Pusteblume.

Boris

Ja.

Chris

Ach doch, da unten. Ah, wir haben ein paar fliegende Schirmchen. Das ist im Flug fotografiert.

Boris

Das sind nämlich diese Schirmchen, die haben sich offensichtlich in einem Spinnennetz gefangen. Da sehen wir nämlich noch eine Spinne, die da an einem Blumenstängel hochkrabbelt.

Chris

Ah, jetzt sehe ich sie. Das Spinnennetz sehen wir nämlich nicht.

Boris

Nee, genau. Das können wir nur erahnen, dadurch, dass wir die Spinne sehen. Und dass diese Schirmchen da so festhängen im Nichts. zwischen Blümchen, die gar nichts mit der Pusteblume zu tun haben.

Chris

Und die Spinne denkt wahrscheinlich, scheiße, jetzt ist mein Netz zu sehen.

Boris

Ja, wahrscheinlich.

Chris

In diesen blöden Teilen.

Boris

Und das Ganze ist auch von der Färbung her so ein bisschen pastellig, so ein bisschen entsättigt, so ein bisschen, retro. Gefällt mir eigentlich auch ganz gut. Und eben, dass man auf den zweiten Blick da mehr sieht, als man vermeintlich geglaubt hat zu sehen.

Chris

Dann haben wir natürlich auch noch die, Musikvariante, also sieht aus wie jemand, der Querflöte spielt. Martin hat es eingereicht. Luftdickpumpe 73. Ich mag dieses Instrument nicht, weil es ist halt eine Fahrradluftpumpe. Aber er hat im Schwarz-Weiß-Foto, und zwar im sehr schönen, also das ist so ein von hinten belichtetes Schwarz-Weiß-Foto, also Low-Key vorm dunklen Hintergrund. Ja, das sieht so ein bisschen aus wie, als ob er da gerade eine Querflöte spielt, aber und die Backen aufpustet. Also das hat schon was Lustiges.

Boris

Absolut. Dichtige Prüfung. Ja, schön.

Chris

Ja, danke fürs Mitmachen, ihr. Das freut uns immer sehr. Und wir haben natürlich auch weiterhin noch eine andere Aufgabe laufen aktuell. Und das wäre...

Boris

Die Asphaltaufgabe läuft noch bis zum 12.06. Bin ich sehr gespannt.

Chris

Ja, ich auch. So, jetzt müssten wir noch als letzte Amtshandlung Termine vorlesen. Und da sind tatsächlich drei Stück noch reingekommen.

Einspieler

Der Terminkalender.

Chris

So, wir schauen hier in die Termine. Der Anonym hat eingereicht ein Event im Kunstforum Ingelheim im Alten Rathaus vom 4.5. bis zum 13.7.

Neugier, Mut und Abenteuer Fotografinnen auf Reisen. Seit den 1920er Jahren reisten professionelle, unabhängige Fotografinnen in wenig erforschte Länder. Die Ausstellung zeigt über 170 Werke von 21 Fotografinnen der letzten 100 Jahre, die Schwarz-Weiß- und Farbfotografien zeigen, wie sich das Interesse der Frauen an bestimmten Motiven und Tätigkeiten über drei Generationen hinweg zieht und verdeutlichen die fließenden Grenzen zwischen journalistischer Auftragsfotografie, Dokumentarfotografie und freien künstlerischen Arbeiten. In Ingelheim, dann von Jürgen, heute mal ohne Audio, im Albertinum in Dresden vom 08.03. bis zum 29.06. die Ausstellung Wolfgang Tillmanns Weltraum. Mit der Ausstellung Wolfgang Tillmanns Weltraum präsentiert das Albertinum in Dresden einen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen des Künstlers erweitert durch neue Arbeiten, die seit 2022 entstanden sind und erstmals in einer Institution gezeigt werden. gezeigt, werden Bildwelten von abstrakter Fotografie und last but not least eingereicht von Arne Dankeschön im Altona Museum in Hamburg vom 4.6. bis zum 13.10.

Hauptstraße Deutschland. Hauptstraße ist der am häufigsten vergebene Straßenname in Deutschland. Insgesamt tragen ihn 6.451 Straßen. Für sein Fotoprojekt reiste André Lützen durch alle 16 Bundesländer und fotografierte ausschließlich Hauptstraßen. Lüstens Fotografien gehen über eine dokumentarische Bestandsaufnahme hinaus und bieten einen künstlerischen Blick auf die Ästhetik des Alltäglichen und die Spuren der Menschen im öffentlichen Raum vom 4.6. bis zum 13.10. im Altona Museum in Hamburg.

Boris

Da würde mich jetzt ja schon wieder interessieren, ob Sie die Hauptstraße in Kahlefeld fotografiert haben, bevor sie in Auetalstraße umbenannt wurde.

Chris

Das kann ich nicht sagen.

Boris

Ich glaube, das ist bei der Postleitzahlumstellung passiert. Da sind ja einige Namen umbenannt worden, damit sie eindeutig sind.

Chris

Tja.

Boris

Ja. Straßen umbenannt worden, so.

Chris

Genau. Dann... Haben wir es für heute, oder?

Boris

Ich denke schon.

Chris

Heute sind wir ganz normal raus hier.

Boris

Also ich hoffe, ich habe gleich noch was zu essen.

Chris

Ja, das auch. Ich kriege Grübchen am Bauch, da müssen wir was tun. Ich wünsche euch allen alles Gute. Und wir sind wieder da.

Boris

Bis nächste Woche, wenn es wieder heißt.

Chris

Moment, wenn es wieder heißt. Der Chris hat vergessen, die Outro hier reinzuholen, weil das vergesst er ja immer. Wir müssen da echt mal was tun.

Boris

Du hast den Farbfilm vergessen.

Chris

Nee, das ist nicht der Farbfilm, sondern das ist die Outro. Die kommt jetzt bis dann.

Boris

Macht's gut. Mensch, wie schön's hier war. Tschüss.

Shownotes