#909 - Das ist Physik. Das geht nicht.

Veröffentlicht 4 September 2025

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#909 - Das ist Physik. Das geht nicht.

Veröffentlicht 4 September 2025 · Länge 1:41:01

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Boris

Happy Shooting, Folge 909. Das ist Physik, das geht nicht. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...

Chris

Von Saal Digital, 30% mit dem Gutschein Happy 3.0, Saal. Alle weiteren Infos in den Shownotes.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Ja, moin.

Chris

So viel Energie am Anfang.

Boris

Das sag ich dir. So ein Workshop tut gut.

Chris

Das habe ich mir bei den YouTubern abgeguckt.

Boris

Ah, machen die das.

Chris

What's up, guys? Weißt du, so.

Boris

Amerikanisch. So fängt man an.

Einspieler

So fängt man an. Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

Ja, aber wir machen das ein bisschen entspannter.

Chris

Dafür kommst du dann mit an.

Boris

Wir sind hier und freuen uns.

Chris

In welchem Disney-Film ist das dieses Faultier, was so ganz langsam sich an den Ästen Ich hatte gerade das Bild im Kopf, Entschuldigung.

Boris

Es gibt Flash, das Faultier aus Zumenia oder so.

Chris

Gut. Prima. Schönen guten Tag, das hier ist Happy Shooting, der Fotopodcast. Wir sind mal wieder mit Fotografie am Start. Ihr findet uns auf happyshooting.de auf dem Videoportal eures Vertrauens oder in eurer Podcast-App. Happy Shooting. Ich bin der Chris.

Boris

Und ich bin der Boris.

Chris

Oh, shit.

Boris

Du wolltest es so.

Chris

Ups. Okay. Ja, mach du nur. Also, das hier ist...

Boris

Zoumenia heißt der Film, sagt Heiko. Dankeschön.

Chris

Dankeschön. Das ist hier... Ach, genau. Zoumenia. Zoumania. Wir reden über Fotografie eigentlich. Nicht über Filme und auch nicht über Faultiere.

Boris

Außer es kommt Fotografie drin vor, mein Freund.

Chris

Außer es kommen Fotografie. Ja, stimmt.

Boris

Haben wir schon gemacht.

Chris

Disney-Filme mit Fotografie.

Boris

Das weiß ich nicht, ob das Disney-Filme waren. Ist aber auch völlig lade, weil heute haben wir keine Filme, die wir besprechen.

Chris

Ja, und heute haben wir auch keine direkten Fragen von euch. Das ist ja mal auffällig. Ich vermute nur, dass die Leute jetzt die letzten, Sommertage noch irgendwie draußen verbringen wollen. Ansonsten dürft ihr uns ja gerne Sachen reinkippen über den Zaunwerfen auf happyshooting.de. Ja, sehr gerne. Ihr dürft auch slash hallo versuchen oder andere Permutationen. Wir freuen uns dann, weil da macht es ja so bling, dann landet es hier in unserem Redaktionssystem und dann können wir euch da was drüber erzählen. Ja, fangen wir doch mal vorne an. Es gibt spannende News. Sollen wir gleich mit News anfangen?

Boris

Ja komm, lass uns gleich mit News anfangen.

Chris

Also, die L-Alliance. Wir kennen alle die L-Mount-Alliance. Das sind die, die ist von Leica gegründet worden und ja, ist gelaut.

Boris

Ja, Leica, Panasonic und Sigma, die haben das glaube ich zusammen gegründet.

Chris

Also Leica hat es wohl losgetreten und deshalb heißt es auch L-Mount, glaube ich. Mittlerweile sind da drin also Panasonic Sigma Samyang, Blackmagic sogar, DJI ist auch drin obwohl ich da noch nichts von Objektiven und so gesehen habe, aber, die sind ja wieder, DJI ist ja wieder Besitzer von Hasselblatt also insofern ist das vielleicht gar nicht so schlecht dass die da mit drin sind und jetzt Neuzugang in dieser Woche bitte nicht wieder neu wählen.

Boris

Wildrocks ja und die haben auch angekündigt Objektive zu bringen in einer guten Qualität und günstigen Preis.

Chris

Was sie tun und da habe ich noch mal ein bisschen geguckt, wer ist eigentlich dieses Viltrox, weil das klingt so wie so ein altes ostdeutsches Traditionsunternehmen oder sowas ist es nicht auch asiatisch? Ja genau, die kommen aus Shenzhen das ist eine chinesische Firma, die sind die haben sich 2009 gegründet haben erstmal mehrere Jahre so hauptsächlich geglänzt durch Objektiv-Captor für die ganzen Spiegellosen und so. Haben dann 2018 das erste Objektiv rausgebracht, das erste manuelle Objektiv, 2019 das erste Autofokus-Objektiv und dann haben sie so eben das ganze Portfolio ausgebaut und mehrere Objektivserien mittlerweile. Ja, die sind jetzt das zehnte Mitglied der Elmant Alliance und dürfen jetzt offiziell Objektive für Leicas entwickeln und Panasonics und Sigmas und so weiter. Ähm... Mal schauen. Also weiteres habe ich jetzt in dieser Ankündigung nicht gesehen. Ich habe mal bei Wildrocks selber geguckt. Ich habe auch mal auf der LMount Alliance Website geguckt. Da war jetzt nicht irgendwie eine große Übersicht. Also wenn du auf der LMount Alliance Seite guckst, da gibt es auch so einen Filter, wo man sich alle Objektive rauslassen kann, je nach Hersteller. Da sind die noch nicht mal drin. Das scheint also wirklich relativ frisch zu sein. Aber ist ja gut.

Boris

Ja, kann nicht schaden. Also ich finde das gut, wenn das wächst.

Chris

Ich finde das klasse. Ich finde das, also je mehr L-Mount-Objektives gibt, desto stärker und wichtiger wird dieses Ökosystem. Vor allem, dass jetzt auch ein Hersteller dabei ist, der halt eher so aus dem, sagen wir mal, für das kleinere Geld auch interessant ist und dabei nicht wirklich schlecht ist.

Boris

Und ich meine, du hast drei Kamerahersteller. am Start, die Bodies produzieren mit den entsprechenden Mounts. Bei Leica, doch Leica auch, oder? Müsste ich jetzt nachgucken.

Chris

Was Leica? L-Mount ist Leica.

Boris

Der L-Mount. Der M-Mount ja nicht, aber...

Chris

Ne, L-Mount aber.

Boris

Müsste ich jetzt gucken, welche Kamera das ist. Aber bei Sigman Panasonic auf jeden Fall. Ja, und ich meine, das macht die natürlich attraktiver und je mehr es da gibt, Genau, Jürgen, natürlich Leica. Aber welche Leica? Ist doch nicht der M-Mount, oder?

Chris

L und M sind auch im...

Boris

Aber Leica hat ja...

Chris

Nicht der gleiche Buchstabe.

Boris

Sorry, die haben ja nicht nur den Messsucher, die haben ja hier auch die große Spiegellose. Da ist ein L-Mount dran. Wie heißt sie? S?

Chris

SL-Serie.

Boris

Genau. Genau, genau, genau, genau. Da war er einen kleinen Brain-Freeze. Genau, natürlich. Die haben wir doch damals sogar gesehen schon auf der Messe mit dem Herrn der Rentner war.

Chris

Die was also die dicke Mittelformat haben wir in den Fingern gehabt.

Boris

Die SL ja ja ja, alles klar von daher die sollen mal fleißig weitermachen und ja Bodies anbieten die nicht nur irgendwelche super Spezialbodies sind sondern die eben so sagen wir mal im rauen Alltag mithalten können mit den aktuellen Top-Modellen von Nikon, Canon und Sony. Und dann geht das ab. Also am Objektivmarkt scheint es dann nicht mehr so wirklich zu mangeln.

Chris

Es fehlt halt noch so, dass was eigentlich wichtig ist bei den Objektiven. Nochmal so eine ordentliche Reihe von guten Tilt-Shift-Objektiven.

Boris

Das haben sie ja irgendwie alle, schrägstrich viele, das Problem. Dass sie da nicht so richtig Das kann doch nicht so schwer sein.

Chris

Da so eine Wippe dran zu bauen und so einen Slider hinten.

Boris

Man sollte sich vorstellen, es ist eher schwieriger, es gerade zu bauen. Aber wenn es eh schräg sein darf, dann kann das nicht so schwer sein.

Chris

Also ich verstehe das. Ich verstehe das alles irgendwie nicht.

Boris

Ja, Stefan hätte auch gerne Tilt-Shift.

Chris

Ich fühle mich da sehr unterrepräsentiert.

Boris

Das ist so. Da hätte ich auch gedacht, dass das stärker losgeht bei den anderen. Also gerade, um etwas am Markt zu haben, Also wenn man sich schon so spezialisiert mit irgendwelchen fancy schmenzi Objektiven, sehr lichtstarken Kisten und so weiter, warum nicht ein fancy schmenzi Tildschift? Tja, so ist es. Kann alles noch kommen. Wir haben ja noch ein paar Jahre vor uns.

Chris

Dann hast du noch ein Thema hereingeworfen über die Gerüchteküche. Wer gerüchtelt denn jetzt wieder was?

Boris

Also normalerweise interessieren mich ja nicht Gerüchte so richtig, weil sag mir, wenn es da ist und dann was da ist. Aber bei Canon R6 bin ich halt persönlich getriggert, weil ich habe ja noch die Mark I, also die R6 ohne Mark. Die Mark II habe ich jetzt halt ausgesessen und warte ein bisschen, was die Mark III so bieten wird. Ob das als Erstbody dann für mich in Frage kommt und die R6 dann als Zweitbody bleibt. Und jetzt ist gerüchtelt, nachdem es ja erst hieß, ja, kommt vielleicht dann doch nicht mehr dieses Jahr oder wird nicht mehr vorgestellt, dann vielleicht doch. Und jetzt heißt es, es könnte schon eine Vorstellung vor dem 15.09. geben.

Chris

Was sind denn die, worauf basieren die denn, ihr Gerücht, das doch wieder?

Boris

Naja, Canon Rumors halt und so, irgendwelche vertrauten Quellen, blablub. Naja, was jetzt ebenfalls rausgerüchtet ist, dass es wohl kein Stacked-Sensor werden soll. Da sind jetzt manche vielleicht traurig wegen Geschwindigkeit beim Auslesen oder so und andere freuen sich wegen vielleicht dann doch ein bisschen mehr Dynamikumfang und so. Na, schauen wir mal. Auflösung wird gerüchtelt um die 30 Megapixel. Und da brauche ich hier auch keine Diskussion, ob 30, 33 oder 36. Das ist dann irgendwie auch egal. Also um die 30. Und das Display soll einen neuartigen Klappmechanismus bekommen. Da bin ich gespannt, ob das einer sein wird, wo ich halt rauf-runter klappen kann auf der optischen Achse, ohne ihn rausschwenken zu müssen. Ihn aber trotzdem rausschwenken kann, wenn ich das möchte. Das wäre relativ spannend für mich persönlich. Und außerdem, was jetzt hier nicht in den Gerüchten steht, ist eben, wie ist es denn mit der Auflösung, mit dem elektronischen Sucher? Da könnte ich mir durchaus vorstellen, gegenüber der R6, dass man da noch mal ein bisschen Gas geben könnte. Oder wie ist es denn mit den Bildern pro Sekunde, wenn die Auflösung steigt? Ist dann auch ein schnellerer Prozessor drin?

Und wie wird der Preis sein? Weil die Auflösung rückt dann ja näher an die R5. Und also muss sie sich preislich natürlich weiterhin deutlich absetzen. Ich glaube aber nicht, dass sie günstiger wird als die R6 oder die R6 Mark II. Also ich glaube, ich rechne ja eher mit einer leichten Preissteigerung. Und um mal die Vergleiche zu nennen, die R5 Mark II, die liegt so bei 4800 gerade, also knapp unter 5. Die R5, die alte, bekommt man aktuell so für 3700 oder weniger. Und die R6 Mark II steigt so bei 2100 ein. Also da ist schon gerade eine deutliche Lücke. Ja, also es ist viel Spielraum nach oben. Ich hoffe jetzt nur, dass sie dann nicht die 3000er-Marke knacken, weil dann wird es für mich schlagartig uninteressant. Also da müssen wir mal gucken.

Chris

Also ein Feature wäre, ich hatte gerade so eine komische Gedanken-Assoziationskette, als du hier von Spiegelschlag geredet hast und davor von Club-Display. Stell dir vor ein motorisiertes Club-Display mit einer Schlagfrequenz von so schnell, dass du dann keine Drohne mehr brauchst, sondern dann fliegt das, weißt du? Schlägt das mit dem Flügel quasi. Das wäre doch was, oder?

Boris

Ich dachte, es ohrfeigt dich, wenn du mal wieder Scheiße fotografiert hast.

Chris

Nee, nein, das wäre ja nicht nett. Aber stell dir vor, du hast ja so eine kleine, Drohne, die dann so Flap.

Boris

Flap, flap, flap. Ja.

Chris

Na gut.

Boris

Aktuelle Gerüchte, ihr habt es bei Happy Shooting zuerst gehört. Ein schnell schlagendes Display, sodass sie selbstständig fliegen kann. Fantastisch.

Chris

Sehr fantastisch.

Boris

Wenn sie noch schneller schlägt, dann kommst du in die Funkfrequenzen, dann kannst du da auch Bilder mit drahtlos übertragen. Kein Problem.

Chris

Ja. So, hier noch eins, was durch die News gegangen ist, was eigentlich so prinzipiell erstmal völlig belanglos ist, weil es ist null Fleisch dahinter. Es ist ein Tease von Rollei.

Boris

Also Kamera.

Chris

Ja, pass auf. Also Rollei. Und zwar nicht Rollei, sondern Rollei analog. Jetzt kommt die Fragezeichen. Was zum Henker?

Boris

Sie haben doch die 35 auch neu aufgelegt. Also warum nicht?

Chris

War das Rollei analog? War das Rollei?

Boris

Ach so, Rollei analog vom Namen her. Ich verstehe.

Chris

Ich erkläre mal kurz. Also Rollei, der Instagram-Account Rollei-Analog hat ein Bild gepostet. We are back. Schwarz-weißes Zebra. Drunter Rollei. Be prepared and stay tuned. Und dazu noch. We are back with big plans, new projects and plenty of analog inspiration. Thanks all for still being here. Let's build this community together. Also so ein Hype-Post im Prinzip, ohne irgendwas wirklich zu sagen. Aber irgendwas Großes wird kommen. Und Sie sind ja da. Da bin ich noch mal ein bisschen in das Thema eingestiegen. Also Rollei selber. Ist ja die alte Traditionsfirma. Wir kennen die Rollei Flex. Kamera zweiäugige. Das ist ja so die ikonischste Geschichte von Rollei. Also mit Schachtssuche und so weiter. Und meine Beziehung zu Rollei ist eine ganz besondere, weil wir haben unsere ersten Analog-Workshops auf dem alten Rollei-Gelände in Braunschweig gehalten. Also da, wo früher die Hauptfertigung war. Und zwar in den Büros von Herrn Heidecker, der damals einer der Mitgründer von Rollei war, 1920.

Boris

Ach guck.

Chris

Und also Paul Franke und Reinhold Heidecke hieß er, haben die Firma gegründet. Steht auch vorne übrigens auf der Rollei drauf. Franke und Heidecke. Also das ist so vorne unter dem Objektiv, ist das sogar eingeritzt quasi. Und 1995 wurde dann Rollei verkauft an Samsung Techwin. Don't ask me, was das genau war. Dann wurde es an die ursprünglichen Besitzer wieder zurückverkauft, also die Marke. Und 2004 wurde dann Rollei verkauft an dänische Investoren. Und seither macht Rollei, man kennt es vom Stativ über irgendwelches Zubehör und was weiß ich. Also da wird die Marke quasi auf Dinge draufgeklebt.

Ja, was dem Namen eigentlich nicht so ganz gerecht wird. Vor allem diese Tradition, die eigentlich dahinter steht. Also feinmechanische Tradition. Und gleichzeitig hat sich aber 2004 Rollei Analog gegründet und haben dann auch die Marke lizenziert, die Marke Rollei. Und da wiederum steckt dahinter Hans O. Mahn GmbH und Co. KG. Das kennen manche Analoge vielleicht noch von dem Online-Shop Marco Foto. Das war so einer der großen Analog-Materialienhändler für Filme, Papier, Chemie und so weiter. Die sind Lizenznehmer dieser Marke und verkaufen auch seither unter Rollei Analog im Wesentlichen Filme, Papier und Chemie.

Aber es ist alles repackaged. Also genau dieses Thema, da kaufst du ein Rollei irgendwas und da steckt halt ein, keine Ahnung, Aqua oder sonst was dahinter.

Aber gut, unter dem Namen Rollei, das ist im analogen Umfeld sicher eine ganz wertvolle Marke. Und ja, die haben auf jeden Fall diese Marke und die versuchen jetzt hier in irgendeiner Form was, ja zumindest Aufmerksamkeit zu bekommen und zu teasen. Ich habe keine Ahnung, was dahinter steckt. Ich habe keine Ahnung, ob da irgendwas Spannendes kommt oder ob das wieder irgendwie ein... Da ruft einer Wolf und dann hört keiner mehr zu, Wirt. Aber ich möchte es zumindest hier erwähnt haben.

Boris

Ich glaube, wenn du in so einem Social-Media-Kanal so...

Chris

Ich würde es auch nicht anders machen.

Boris

Also wenn du so auftrittst, dann willst du auch irgendwas präsentieren. Das Problem heutzutage ist, man weiß halt auch bei einer pompösen Ankündigung nicht, wie du gerade gesagt hast, kommt da jetzt ein Film bei raus, der am Ende auch nur umgelenkt ist.

Chris

Wir haben schon so viele pompöse Ankündigungen gesehen, die dann irgendwie halt so ausgefisselt sind. Also ich weiß es nicht.

Boris

Oder kommt da eine Kamera, also quasi ein Remake von einer Doppeläugigen, wäre ja vielleicht auch ganz spannend. Kommt da was Mittelformatiges, Neues mit moderneren Geschichten, aber eben analog? Man weiß es nicht.

Chris

Ich bin so ein bisschen skeptisch, weil, wie gesagt, die Marke Rollei selber, also die Hauptmarke, die diesen Dänen gehört, die haben halt wirklich auch viel ja, ich weiß nicht uninteressante Sachen dann halt die haben auch viele uninteressante Sachen das Rollei Label drauf geklebt und Rollei analog, Marco, die jetzt halt auch im Prinzip nicht produzieren, sondern umlabeln, das ist halt irgendwie so ich weiß nicht, mir fehlt da so ein bisschen das Vertrauen, dass da jetzt wirklich was kommt. Auf Rückfrage, haben sie wohl gesagt, sie hätten große Pläne?

Boris

Was sagen? Habe ich auch.

Chris

Wir werden sehen.

Boris

Also ich habe sehr große Pläne. Ihr könnt da sehr gespannt sein.

Chris

Also ist die Frage, kommt da jetzt eine Mittelformat-Kamera vielleicht? Oder keine Ahnung. Also analog boomt wieder. Und deshalb kriegt man natürlich für analoge Sachen jetzt auch Aufmerksamkeit.

Boris

Na klar.

Chris

Wäre schön, wenn da eine tolle Kamera käme oder sonst was.

Boris

Ja, siehe diese analoge 35 da, die sie wieder aufgelegt haben.

Chris

Was ich glaube, was nicht Rollei analog war, wenn ich mich nicht täusche, sondern was Rollei war, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.

Boris

Bin da auch nicht hundertprozentig sicher, aber immerhin steht der Name Rollei drauf.

Chris

Eben, aber diese Verwechslung, dieses Rollei und Rollei analog, was zwei unterschiedliche Dinge sind.

Boris

Er ist die Frage, was da jetzt kommt.

Chris

Und Rollei analog hat halt nur Filme und Papier und Chemie.

Boris

Vielleicht kommt da wirklich nur ein neuer Film.

Chris

Das könnte auch nur eine neue Filmemulsion sein. Oder halt ein neuer umgelabelter Film, der eigentlich von wo ganz wo, also ich weiß es nicht, ich kann es ja nicht sagen.

Boris

Also es ist ein Zebra drauf und ein Zebra ist für sich schon schwarz-weiß, aber das Bild sieht auch in einem schwarz-weiß Bild aus. Insofern kann es auch einfach, also einfach in Anführungszeichen ein schwarz-weiß Film sein und dann kann es wieder alles sein, irgendwas umgelabeltes oder eben tatsächlich eine eigene Produktion. Schwarz-weiß ist ja ein bisschen einfacher als jetzt ein Farbfilm. Tja, man wird sehen. Vielleicht ja Sofortbild. Vielleicht kommen da ja Sofortbild-Kassetten.

Chris

Also mir fehlt noch ein bisschen das Vertrauen, dass sie in irgendeiner Form eine echte Eigenentwicklung, eine große machen. Naja.

Boris

Haben Sie gesagt, wann? Oder ist das jetzt erstmal so ein Teaser? Das ist nur ein Teaser. Das kann sich aber auch jetzt nicht über Wochen ziehen.

Chris

Oh, das haben andere schon gemacht, über Jahre teilweise.

Boris

Dann verlierst du die Leute aber auch wieder heutzutage. Bin gespannt.

Chris

Ich bin auch gespannt.

Boris

Spannender ist da vielleicht das und auch etwas greifbarer vor allen Dingen, das was DxO gemacht hat. Sie haben nämlich das Fotolab 9 vorgestellt. Und da gibt es, das war ja natürlich zu erwarten, KI-Funktionalitäten drin. Das finde ich aber soweit erstmal völlig in Ordnung. Es sind nämlich zum Beispiel KI-Masken eingeflossen. Das ist jetzt das, was ich zumindest aus Lightroom Classic kennen und lieben gelernt habe, dass man relativ schnell bestimmte Bereiche im Bild oder Motive maskieren kann, um sie eben dann lokal anders zu bearbeiten und das kennen wir von anderen Programmen inzwischen auch. Luminar ist da auch ganz groß mit dabei. Ja, und jetzt ist eben DxO auch mit dabei im Fotolab. KI-Masken, und zwar so umgesetzt, dass man im Bild auf ein Motiv klicken kann, um das zu markieren. Und dann kann man eben mehrere Stellen anklicken, um die Selektion zu erweitern. Oder man zieht eben mit Klick und Drag einen Rahmen über ein Motiv auf. Wann machst du da? Oder man markiert...

Chris scheint da irgendwas zu markieren im Hintergrund. Oder man kann halt gezielt Elemente auswählen, dass man sagt, ich will den Himmel markiert haben, den Hintergrund, Haare, Gesicht etc.

Also insofern erstmal quasi, ja, ich sag mal böse aufgeholt zu dem, was andere haben. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Ich gehe mal davon aus, das funktioniert, weil die Routinen sind, denke ich, inzwischen durchaus etabliert. Was sie außerdem gemacht haben, ist eine Anpassung lokaler Bildbereiche mit ihrem Deep Prime Algorithmus, der auch nicht mehr Beta sein soll. Das bedeutet, man kann eben jetzt Lokalbereiche entrauschen oder auch schärfen, wo es dann ganz besonders Not tut. Gerade so eine Entrauschung aufs ganze Bild ist oft nicht ratsam, weil dann in irgendwelchen feinen Details dann doch Informationen optisch verloren gehen. Aber es kann zum Beispiel sinnvoll sein, in großflächigen Bereichen, im Himmelbereich und so weiter, da zu entrauschen und den Rest dann vielleicht unangetastet zu lassen oder mit anderen Parametern zu bearbeiten. Das soll jetzt gehen. Außerdem vom Workflow her kann man Ordner jetzt mit Lesezeichen versehen. Ich denke mal, das spielt so ein bisschen in Richtung Ordnung halten. Man soll Stapel erstellen können aus ähnlichen Bildern oder wohl auch beliebige. Und es wird jetzt auch das Hike-Hive-Format und auch Pro Raw unterstützt. Wenn ihr also Fotos habt, die zum Beispiel vom iPhone macht und bearbeiten wollt, dann geht das jetzt auch. Die Preise sind leicht erhöht. Sie schreiben hier so um 10 Euro. Neupreis liegt jetzt bei 240 Euro und ein Update bei 120.

Dennoch Einmalkauf, soweit ich das sehe und dann eben Updates innerhalb der Version ist ja eigentlich das, was die meisten von uns schon gerne wollen und ich denke, der Preis ist da fair.

Chris

Würde sein, ja. Also den kann unglaublich viel.

Boris

Und in einer guten Qualität.

Chris

Und KI-Masken ist halt wirklich so ein Killer-Feature.

Boris

Ja, absolut.

Chris

Ist so. Noch eine ganz andere News. Ich habe eine kleine Space-News noch mitgebracht. Und zwar geht es um ein Foto. Und ein Foto, was Voyager 2 gemacht hat. Jetzt wissen wir, Voyager 2 ist schon viele, viele Jahre unterwegs.

Boris

Das ist doch die Sonde, die jetzt den Einflussbereich der Sonne schon verlassen hat.

Chris

Die 1 ist jetzt, glaube ich, einen Lichttag weg und die 2 ist nicht viel weiter hinterher. Also da werden jetzt immer mehr Systeme abgeschaltet, unter anderem bei der Voyager. Lass mal schauen. Also die Kameras und um die geht es hier bei der Voyager 1. Die hatte zwei Kameras, die sind 1990 abgeschaltet worden, um Energie zu sparen, damit das Ding noch ein bisschen weiter funken kann. Voyager 2, um die geht es hier. Der hat auch zwei Kameras an Bord, eine Weitwinkel und eine etwas Narrow Angle Kamera, heißt das hier. Wurden 1989 abgeschaltet und das sind Kameras, das sind sogenannte Slow-Scan-Viticon-Camera-Designs. Also wenn du dir heute Kameras anschaust, da hast du halt, Kameras mit, CCDs oder CMOS oder sonst was, aber das ist so lange her, dass das halt eine andere Technologie ist. In diesem Fall sind das solche Röhren drin, wie die Konröhren, also eine Röhrenkamera.

Boris

Solche musst du jetzt beschreiben für die Hörenden.

Chris

Ja, also stell dir vor, jetzt wird das nicht die exakt gleiche Röhre sein, aber das ist eine Röhre, wie sie früher in Kameras war, da ist sie ungefähr so 15 Zentimeter lang aus Glas und hinten hat sie so röhrentypisch im Kreis angeordnete Pins, die man dann auf so einen Sockel stecken kann und.

Irgendwelche Sachen in diesem Glas drin, irgendwelche elektronischen und nach vorne, was man nicht sieht, das ist so eine runde Fläche und diese runde Fläche, die ist dann die lichtempfindliche Fläche, wo dann das Licht drauf fällt und von solchen Röhren kommen übrigens auch diese typischen Durchmesser, so One-Inch-Sensor und so weiter, das geht eigentlich auch auf solche Röhren zurück und auf jeden Fall hatten diese hatten diese Kamerasysteme so Modified VidCon Camera Designs, also Scanning-Röhren, die dann glaube ich so von den früheren Mariner-Flügen übernommen wurden und angepasst wurden.

Und das sind dann also quasi Fernsehkameras im Prinzip, die dann auch so ein Filterwheel davor haben, also so ein Achtfilterwheel davor, wo man dann die hardwaremäßig drehen kann, diese Filter. Und ich habe nichts über die Auflösungen gefunden. Da stand nur, das eine ist eine Low-Resolution 200mm Wide-Angle-Lens mit Blende F3 und das andere ist eine Higher-Resolution 1500mm Narrow-Angle-F8.5-Linse. So, viel mehr wissen wir nicht. Aber das Interessante ist, dass jetzt die NASA oder sonst wer so ein altes Foto von dem Jupiter-Mond Callisto genommen hat, an dem die wohl recht nah vorbeigeflogen ist. Und die haben das mal aufgemotzt mit heutigen Möglichkeiten.

Boris

Okay.

Chris

Und du kennst diese alten so Apollo-Videos und so weiter. Also die Kameras, die waren jetzt nicht wirklich, also das Ganze mit Filmen kannst du es nicht vergleichen mit heutigen digitalen.

Boris

Ja, analog halt. Klassische Scanlines und dann auch noch Störungen drin und so.

Chris

Und da haben die dieses Bild rausgeholt. Also der Callisto-Mond in echt erstaunlich guter Auflösung. Es ist ein neu bearbeitetes Bild und zeigt ihn halt, so wie man ihn eigentlich noch nicht wirklich gut gesehen hat, stark verkratert, eine verschmutzte Eiswelt. Und die Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass unter diesem Eispanzer dann auch noch ein Ozean ist. Und naja, also diese Aufnahme ist von Voyager 2 von 1979.

Boris

Das ist schon geil.

Chris

Und da zeigt sich halt, dass man so alte Fotos vielleicht doch manchmal aufbewahren möchte, weil später halt doch die Möglichkeiten sich nochmal verbessern.

Boris

Ja, immer das Rohmaterial aufheben. Wer weiß, was man damit noch machen kann.

Chris

Also ist wirklich so. Ich finde das faszinierend, was die da noch rausgekitzelt haben.

Boris

Also wer das jetzt nicht sieht hier, sondern nur hört, das ist halt, wir sehen halt erstmal einen Kreis auf schwarzer Fläche.

Chris

Ein pockennarbiger, schwarz-weißer Mond.

Boris

Genau und das ist halt über und über, also man könnte es auch umgekehrt betrachtet sehen, wenn man so zweimal blinzelt und sagen, okay, ich schaue durch eine schwarze Röhre auf den unscharfen Sternenhimmel, also so viele Narben hat dieser Mond und der ist halt überwiegend grau, weil es eben dieses verschmutzte Eis wahrscheinlich ist und da wo die Kratereinschläge sind, da ist es wahrscheinlich noch frischer, da ist es dann noch heller, deswegen ist das ein bisschen, sieht aus, als ob es da leuchtet, als ob so Städte da drauf sind, die beleuchtet sind. so eine Nachtaufnahme.

Chris

Also Callisto ist auf jeden Fall wohl im Sonnensystem das am meisten verkaterte, nicht verkaterte, sondern verkaterte Objekt, was da rumfliegt und, ist damit wahrscheinlich auch sehr, sehr alt, also Milliarden Jahre alt und ein unterirdischer Ozean soll, da irgendwie, also möglicherweise dort drunter sein und mehr weiß man aber nicht. Ich finde es spannend, ich finde auch die Kameratechnik irgendwie spannend, weil ja, das ist halt der Wahnsinn, was die da heute teilweise basteln.

Boris

Heiko bestätigt übrigens beide Voyager-Sonden haben da zwischen die Radiosphäre raus. Also da hat das richtige Glöckchen geklingelt.

Chris

Ich weiß es nicht, was die NASA gemacht hat, um das hier zu bearbeiten. Vielleicht hat sie es einfach auf ChatGPT geworfen und sagt, mach mal hübsch. Oder vielleicht ist das wie in diesen Handys, wenn du den Mond anvisierst, dann wird das irgendwie durch einen gespeicherten Mond Meinst du.

Boris

Sie haben noch eine andere Aufnahme, die sie stattdessen drüberlegen?

Chris

Ich weiß es nicht. Keine Ahnung.

Boris

Sie werden da schon irgendwelche Algorithmen bemüht haben, sonst wäre das jetzt nicht so eine News wert. Ja, ist schon cool. Mag ich sowas.

Chris

Das ist schon sehr, sehr abgefahren, nicht wahr? Gut. Was übrigens auch abgefahren ist, ist das hier.

Boris

Ich bin da noch gar nicht so wieder fit.

Einspieler

Happy Shooting. Der Fotopodcast. Werbung.

Chris

Ja, das ist immer schwierig. Wenn man was lange nicht macht, dann muss man auf den richtigen Knopf drücken. Wir sind dieses Mal wieder unterstützt von Saal Digital. Saal Digital ist das Familienunternehmen aus Rottenbach. Echtes Familienunternehmen, die machen Fotobücher, Wandbilder, Kalender, Poster und so weiter und das in nicht nur sagenhafter Qualität, sondern auch richtig fix. Also eine Bestellung ist da oft schon nach 24 Stunden unterwegs. Wir haben das selber am eigenen Leib erlebt mit zwei komplexen Bestellungen, die irgendwie nach zwei Tagen da waren. Also hier. Lieferung am Samstag. Du kennst das, ne? Normalerweise kriegst du erstmal so eine, ja, ihre Bestellung wurde digital angekündigt. Dann dauert es nochmal fünf Tage. Nicht so. Dazu haben sie noch eine eigene Software zum Gestalten und ihr könnt das auch im Browser machen, wenn ihr wollt. Und Farbprofile für die Profis. Dann kommen wir gleich drauf. Ein bisschen mehr dazu und natürlich ein Support, wenn ihr mal eine Frage habt. Den hast du getestet, also hat auch gut funktioniert. Und ihr bekommt mit dem Gutschein Happy 30 Saal, also alles großgeschrieben Happy 30 S A A L bekommt ihr 30% auf eure Bestellung. Die Bedingungen, wie gesagt, in den Shownotes nachlesen. Da ist irgendwie nur einmal pro Person und Haushalt.

Boris

Jeder nur einmal ohne Versandkosten. Schaut nach happyshooting.de.

Chris

Genau, schaut da rein. Und wir beide haben bestellt und was tut man da, wenn man zum Testen was bestellt? Also ich zumindest, ich werfe da wirklich Sachen rein, von denen ich weiß, die sind nicht einfach zu drucken. Da haben wir, ich zeige dir mal so ein paar Beispiele. Das wird jetzt hier über Video wieder schwierig sein, aber ich habe da extreme Bilder gedruckt. Ja, extreme Bilder gedruckt von irgendwelchen hier auf dem Wasser mit kaum Licht und so ein paar Bojen dazwischen.

Boris

Extrem dunkel blau.

Chris

Das ist übrigens Kunstdruckpapier hier, deshalb hat das so eine interessante Haptik. Extrem dunkel so Zeug, was eigentlich gerne absäuft. Da hast du dann so dunkle Sachen, die eigentlich gerne absaufen oder Sachen, die tatsächlich so extrem auch von den Farben sind. Das hier sieht so harmlos aus, aber es ist halt von den Farben her echt schwierig zu drucken.

Boris

Das sind so Schnüre, so blaue Schnüre-Spaghetti.

Chris

Das ist so ein Netz.

Boris

Genau. Und dann nur ein roter Faden, der sich da so durchzieht.

Chris

Oder irgendwelche hier Aurora-Bilder aus Norwegen und so weiter. Also es ist Zeug, was ich sehr gut kenne, weil die Bilder habe ich gemacht und mit denen habe ich mich lange rumgeschlagen.

Boris

Die hast du auch schon mehr als einmal gedruckt. Einige zumindest von denen.

Chris

Und da hätte ich tatsächlich auf Anhieb gesehen, oh, das gehört so nicht. Aber die sind alle und auch teilweise noch krasseres Zeug einfach so rausgekommen, wie ich sie wollte. Das liegt unter anderem am Farbenmanagement. Ich musste nicht viel tun, aber ein bisschen was schon. Warum ist Farbmanagement wichtig und wie hilft euch Saal Digital dabei? Das ist das wichtige Thema heute. Und nicht wegklicken. Farbmanagement, das klickt immer gleich so, muss man was studieren. Aber es ist relativ einfach und es ist vor allem ein Helfer und Schlüssel, um wirklich das zu bekommen, was ihr wollt.

Boris

Und ich werde im Anschluss, wenn ich es nicht vergesse, noch einen draufsetzen, dass das sogar auch ohne Farbmanagement bei Saal digital erstaunlich ist, was da passiert.

Chris

Kommen wir auch dazu, weil ich bin auch ein Fan davon, dass ich gar nicht komplett alles durchfarbmanagen musste, sondern dass es trotzdem funktioniert. Also Farbmanagement, was ist das? Es löst ein großes Problem. Und das große Problem ist, dass das gedruckte Bild nicht so aussieht, wie ihr euch das vorgestellt habt. Der Bildschirm zeigt einfach mehr Farben an, als der Drucker nachher aufs Papier bringen kann. Das ist die Grundprämisse hier.

Boris

Das Display leuchtet, das Papier reflektiert.

Chris

Andere Farbmischverfahren, aber eben auch, also das Medium Druck kann einfach weniger Farben als der Bildschirm. Es ist einfach so. Du hast hier sogenannte Farbräume. Also der Druck kommt zu dunkel raus oder die Farbe hat einen Farbstich oder Kontraste sitzen nicht. Und das Problem ist, dass ihr ohne Farbkorrektur, wenn ihr Änderungen macht auf eurem Bildschirm, macht ihr die im Blindflug, weil ihr wisst nicht, was der Drucker kann oder das Papier kann. So, also dazu müssen wir uns kurz über den Farbraum unterhalten. Der Farbraum ist ein Modell, was den darstellbaren Bereich von Farben beschreibt und zwar innerhalb von einem bestimmten System. Also ein Bildschirm hat einen Farbraum, ein Papier hat einen Farbraum und diese Farbräume sind nicht identisch. Das Beispiel, was ich da immer gerne sage, ist, du kannst in Deutschland 80 fahren, du kannst in Großbritannien 80 fahren, aber das ist nicht das gleiche. Eines ist Kmh, das andere ist Miles per Hour. Und dieser Referenzraum drum, das ist quasi beim Fotografieren der Farbraum.

Und die schauen wir uns mal kurz an. So einen Farbraum kann man nämlich sichtbar machen. Da gibt es verschiedene Darstellungsmöglichkeiten. Einer davon ist, hier sieht man es? Nee, man sieht es noch nicht. Ich muss es hier noch reinschalten. Moment, die Technik, das ist alles ganz einfach hier. Man klickt nur drauf und klickt auf Share und dann passiert nichts. Na super, dann machen wir das hier.

Ja, da sehen wir erstmal eine ganze Reihe sogenannter Farbprofile auf der linken Seite und wenn ich jetzt mal eins anklicke.

Boris

Also was wir hier sehen, ist halt die Profilverwaltung von Apple, also von Mac.

Chris

Und jetzt zeige ich euch mal das sRGB. Wir sehen hier so ein dreidimensionales Gebilde. Das ist sRGB. Und sRGB ist ein Farbraum, wo sich die Industrie mal drauf geeinigt hat, den quasi alle können.

Boris

Sieht aus wie so ein verzerrter Kasten mit Primärfarben an den Ecken und den Farbverläufen dazwischen.

Chris

Also das stellt die Menge der möglichen Farben in SRGB dar und das hat sich die Industrie mal überlegt, da einigen wir uns drauf, das ist sowas wie so ein kleinster gemeinsamer Nenner, das sollen alle Bildschirme können, das sollen alle Drucker können und solange wir uns in diesem Farbraum bewegen, ist alles okay. Und deshalb hat man sich da so, vor allem im Web und so weiter, hat man sich darauf standardisiert. Das machen wir jetzt und dann sieht das auch immer irgendwie richtig aus. Aber Farbräume sind unterschiedlich groß, vor allem wenn ich es aufs Papier bringen möchte. Ich blende jetzt mal, ich habe mir hier die Profile von Saal Digital runtergeladen. Jetzt blenden wir mal, welchen nehmen wir denn? Fotobuchglanz. Und jetzt sehen wir schon, die sind nicht identisch. Das eine, was jetzt hier grau gezeigt wird, ist das sRGB. Und das Fotobuchglanz, das kann jetzt an anderen Ecken einfach noch mehr.

Boris

Also sie haben eine gemeinsame Schnittmenge, aber das Glanzpapier kommt über den sRGB-Raum hinaus.

Chris

Aber nicht überall. Nicht überall. In manchen Ecken ist es kleiner als der sRGB-Raum. So im lila Bereich oder in diesem türkis Bereich. Da ist es, und das könnte man sagen, Mensch, warum nimmt Saaldigital nicht einfach ein Papier, was das kann? Das ist Physik, das geht nicht.

Boris

Bestimmte Farben gehen halt nicht.

Chris

Das ist schon ausgereizt, das ist physikalisch nicht möglich. Also wir sehen auf jeden Fall, es ist ja nicht ganz so simpel. Da gibt es dann doch verschiedene Dinge, die...

Boris

Das ist übrigens, was du da gerade gezeigt hast, genau einer der Gründe, warum gerade so Himmel ganz gerne dann ins Violett oder ins Zyran driften, je nachdem, welche Umwandlung stattfindet, wenn man da nicht drauf achtet. Also als Druckerei muss man eben auf sowas achten.

Chris

So, und jetzt hast du mehrere Möglichkeiten, aber die einfachste, also was kannst du tun, damit dein Druck nachher gut aussieht? Früher gab es da, das gibt es auch heute noch bei manchen Druckereien, den sogenannten Proof. Der Proof ist ein Testdruck. Das heißt, ich stell dir vor, ich habe das früher oft gehabt, wenn ich so CDs habe produzieren lassen. Also bevor du 1000 Stück produzieren lässt und dann 1000 Booklets irgendwie nicht stimmen, schickst du denen deine Dateien. Die drucken dir das einmal auf der Maschine aus, mit der sie das nachher auch machen. Und dann bekommst du das zurück und dann kannst du sehen, ah ja, das sieht gut aus, machen wir.

Boris

Genau. Oder eben noch eine Korrektur machen, ohne dass du gleich 1000 versenkt hast.

Chris

Exakt. Aber das ist natürlich aufwendig. das kostet Zeit, das ist teuer und deshalb gibt es ein, Ein einfacheres oder effizienteres Verfahren, das ist der sogenannte Softproof. Und ein Softproof nehmt jetzt so ein Profil, das sind diese ICC-Profile, was ich euch gerade gezeigt habe, und simuliert damit in eurer Software, wie das nachher beim Drucken aussehen würde und ob das in den Farbraum hineinpassen wird.

Boris

Das ist das zentrale Ding.

Chris

Genau. So, jetzt muss ich mal schauen, damit ich das hier auch geshared bekomme. Hoffentlich lässt mich die Technik jetzt nicht im Stich. Da sieht man meinen Lightroom, richtig?

Boris

Jawohl.

Chris

Gut, also ich zeige jetzt mal kurz in Lightroom, wie so ein Softproof funktioniert.

Boris

Lightroom Classic.

Chris

Das ist Lightroom Classic. Dann nehme ich jetzt mal hier so ein Bild aus Inzikofen. Was sehen wir? Wir sehen einen Feuerlöscher, wir sehen eine Treppe, Wir sehen die türkiswarbene Tür vom Gewölbe, draußen noch ein bisschen grün vom Rasen und warme Kacheln. Und ja, das gehen wir mal ins Entwicklungsmodul. Und im Entwicklungsmodul gibt es jetzt hier unterm Bild so einen Haken Softproofing oder Taste S, wenn ich das mal anschalte. Dann kann ich rechts oben entsprechende Farbprofile auswählen. Da habe ich jetzt genau dieses Saaldigital Fotobuch Glanzprofil reingetan. Also ich habe vorhin auf der Website von Saaldigital geschaut. Das Produkt möchte ich haben. Aha, die benutzen das Papier. Und dann kannst du dir dieses ICC-Profil runterladen dafür.

Boris

Es gibt eine schöne Übersicht bei Saaldigital mit allen Profilen.

Chris

Genau, gibt es eine Webpage dafür, habe ich mir runtergeladen. So, und jetzt kann man schon sehen. Ich mache mal hier den Haken, Papier und Tinte simulieren, simulate Paper and Ink mal an und aus und dann seht ihr vielleicht so ein bisschen, dass sich die Kontraste ändern.

Boris

Es leuchtet auch weniger.

Chris

Das ist aber halt Papier, Papier leuchtet halt weniger, weil es nicht selbst leuchtet, sondern immer reflektiert. Also das ist schon mal das eine.

Boris

Und das, was wir jetzt hier sehen, ist ja auch nur die Wiedergabe wieder im Videostream. Bei dir echt auf dem Bildschirm sieht es ja wieder anders aus. Es ist wirklich schwer, sowas zu transportieren.

Chris

Das machen wir mal auf dem Workshop. Da können alle über die Schulter gucken. Da sieht man das besser. Aber es ist ja auch nur eine schnelle Demonstration. So, jetzt weiß ich aber immer noch nicht, passt das in den Farbraum rein von dem Fotobuch-Glanzpapier, was die da verwenden. Und dafür gibt es jetzt hier rechts oben in dem Histogramm so ein Ding zum Anklicken. Wenn ich das anklicke, dann färbt der mir in grellem Rot auf dem Bild ein die Stellen, die auf diesem Papier nicht genauso gedruckt werden können. Also da ist der Feuerlöscher erstmal. Genau. Nee, der hat nichts angepasst. Nein, nein, hat er nicht. Sondern er zeigt mir erstmal nur, was da nicht geht.

Boris

Ja, schon klar.

Chris

Wenn ich das jetzt da hinschicke, dann würde quasi die Automatik dort versuchen, das Beste rauszukitzeln. Genau. Aber ich habe damit jetzt keine Kontrolle darüber, was genau passiert.

Boris

Mhm.

Chris

So, was habe ich für Möglichkeiten? Also typischerweise macht man dann Anpassungen an dem Bild, nämlich klassischerweise so zum Beispiel den HSL-Bereich, also Hue, Saturation, Luminance, also die Sättigung, die Luminanz von den Farben, üblicherweise mit Reduktion der Sättigung oder vielleicht sogar Farben leicht verschieben, bis der Bereich dann wieder in diesem Farbraum liegt, den das Papier wirklich zeigen kann. Oder über Kontraste vielleicht, über Gradationskurven, Tonwerte anpassen, vielleicht sogar lokale Anpassungen. Ich mache das hier mal eben. Wenn ich jetzt zum Beispiel einfach mal hier den, Nehmen wir doch mal Vibrance runterziehe, dann gehen die sofort weg, aber das Bild wird auch deutlich flauer. Also farblich wird es einfach ein bisschen weniger farbig.

Boris

Du nimmst jetzt ja auch überall die Farben raus.

Chris

Genau, jetzt mache ich aber mal einen Pinsel. ich lege hier eine sogenannte Proof Copy an, also da wird jetzt eine virtuelle Kopie angelegt, so und jetzt habe ich hier, einen Pinsel und mit diesem Pinsel kann ich jetzt mal zum Beispiel ein bisschen die Sättigung nur da rausnehmen, wo ich hin pinsel, also auf dem Feuerlöscher jetzt vorne an der Treppe, da hinten vielleicht auf dem Rasen noch ein bisschen kann es vielleicht sogar noch ein bisschen stärker runterziehen jetzt sind auch wirklich nur diese Stellen mit einer schönen weichen Pinselkante entsprechend, entschärft und jetzt sieht man schon, es ist fast nichts mehr jetzt wirklich über diesem Bereich hinaus und meine Erfahrung zeigt auch, dass da sogar noch eine gewisse Sicherheitsreserve drin ist, also wenn man es dann zum Drucken schickt, passiert in der Regel nichts und wenn ich das jetzt mal nebeneinander halte, Das ist jetzt quasi auf der linken Seite, ich mache jetzt mal so einen AB-Vergleich. Auf der linken Seite ist das das Bild vor der Anpassung. Auf der rechten ist es nach der Anpassung. Also das ist jetzt eine leichtführende Sättigung.

Boris

Kommt hier im Video sehr subtil rüber.

Chris

Das ist auch sehr subtil.

Boris

Du hast jetzt halt wieder Kontrolle. Jetzt reißen die dann unter Umständen feine Farbübergänge nicht aus und sowas.

Chris

Und wenn ich jetzt dieses Bild, also diese Proof Copy, Wie gesagt, der hat mir jetzt hier eine virtuelle Kopie angelegt von diesem Bild. Wenn ich die jetzt da hinschicke zum Drucken für dieses Fotobuch mit dem Hochglanzfotobuchpapier, was sie da verwenden, dann stimmt das. Das ist das Schöne dran. Dann passt das vom Druck. Und das habe ich bei diesen Bildern, die ich hier hingeschickt habe, habe ich das bei ein paar gemacht. War nicht viel, da war jetzt also genug dabei, wo einfach keine Korrektur nötig war. Aber bei ein paar hat sie tatsächlich geholfen und diese Bilder sind am Ende genauso rausgekommen, wie ich das wollte. Und das funktioniert mit Lightroom also Lightroom Classic im Entwicklungsmodul, es gibt Profile die Lightroom nicht kann das sind dann die CMYK Profile aber da kann ich dann zum Beispiel ein Affinity Photo, eine Anpassungsebene verwenden die auch ein Softproof macht da ist auch so ein Gamut Check drin also da zeigt er dir auch an was auf dem Ziel nicht funktioniert dann kannst du genau die gleichen Anpassungen machen, und auch da sind es üblicherweise solche.

Farbton, Sättigung, Luminanzanpassungen, die dann das Bild quasi, die dann das letzte bisschen rauskitzeln. Und dann habe ich ein paar von den Bildern tatsächlich ganz bewusst mit schrägem Farbraum dahin geschickt. Also ich wirklich gesagt habe, ey, das mache ich jetzt einfach ohne Korrekturen, ohne Softproof zu machen. Und selbst die sind noch im Wesentlichen super rausgekommen, fast keine Abstriche gemacht. Also ja, was kann passieren? Wie gesagt, ihr könnt zum Beispiel Tiefen zulaufen, also dass quasi dunkle Bereiche irgendwie dann zu einer schwarzen Suppe werden. Was kann noch passieren? Ja, wenn was in einem gewissen Farbraum nicht reinpasst, dass dann vielleicht irgendwelche Farben, weil sie dann übersättigt sind, entsprechend weniger Detail zeigen, dass dann irgendwelche Details zulaufen. Und ja, das ist eine sehr schöne Sache. Ich zeige euch mal eben noch.

Die Geschichte mit den Profilen, weil die ist tatsächlich auch spannend. Also wenn ich auf Saaldigital mal mich umschaue, da sind diese ganzen ICC-Profile verlinkt. Da wird auch erklärt, wie das funktioniert und was man dann genau hinschicken soll. Hier ist quasi für alle Produkte, die sie machen, sind die Profile da, also Fotobuch Professional Line, wo wir letztes Mal drüber geredet haben. Die Cover von der Professional Line haben auch nochmal eigene Profile, Portfolioalbum, Fotoabzüge in verschiedenen glänzend matt, Seidenmatt, Artline, Kunstdruck, Softtouchmatt, Fotoabdrücke XT mit verschiedenen Papieren, die Fotosets mit verschiedenen Papieren, die Bildpakete. Und wenn ich möchte, dann kann ich mir die ganzen ICC-Profile einfach als eine ZIP-Datei runterladen.

Boris

Dann hast du sie.

Chris

Und wenn ich die dann alle habe...

Boris

Kann es sich schon lohnen, die runterzuladen für die Produkte, die man auch verwendet. Ja, du kannst aber auch einfach alle runterladen.

Chris

Das sind dann irgendwie 35 Stück und dann ist das, was du willst, schon dabei.

Boris

Das funktioniert.

Chris

Das funktioniert auf jeden Fall.

Boris

Was ganz cool ist, sie haben auf der Seite von den Profilen da ist immer noch mal jeweils eine eigene Webseite und da ist, ich weiß nicht, ob es bei allen ist, aber häufig eben auch noch mal ein kleines Video dabei, wo man dann noch mal unter eben einer entsprechenden Beleuchtung und Umblättern eines Buches zum Beispiel oder Kippen eines Papieres noch mal einen Eindruck bekommt, wie das Papier wirkt.

Chris

Korrekt.

Boris

Bei Glossy zum Beispiel, da siehst du halt, wie es glänzt und sowas.

Chris

Genau, und da wird dann auch noch mal erklärt, was das für ein Profil ist, ob das ein RGB oder CMYK-Profil ist.

Boris

Alle Eigenschaften des Papiers sind nochmal ausführlich beschrieben. Das war sehr hilfreich.

Chris

Genau, was du im Profil einstellen sollst, also hier welchen sogenannten Rendering-Intent oder Tiefenkompensierung und so weiter, Papierfarbe simulieren. Das sind alles Dinge, die du da quasi einschalten oder ausschalten kannst in deiner Software. Hier wird erklärt, was davon wichtig und richtig ist. Und ja, ich kenne keinen anderen Anbieter, der so... So im Detail dir hilft, deine Farben richtig gut hinzubekommen.

Boris

Das ist einfach vollständig.

Chris

Das habe ich so noch nicht erlebt. Und das Ergebnis ist halt in diesem Fall jetzt, und das war eine sehr positive Überraschung, dass selbst die wirklich schwierigen, knackigen Bilder, die ich an anderer Stelle schon in wesentlich schlechterem Zustand zurückbekommen habe, dass die einfach auf Anhieb funktioniert haben. Da war kein Fehldruck, kein Testdruck, kein nochmal zurückschicken und sagen, hey, das ist blöd oder keine Geldverschwendung, sondern das hat auf einen Schlag gesessen und sogar bei denen, wo ich keine Korrektur gemacht habe, wo ich gesagt habe, lass uns mal drauf ankommen, selbst da waren die automatischen Umrechnungen dann gut genug.

Boris

Das wollte ich nämlich jetzt noch hinten dran setzen. Also diese ganzen Profile, das ist halt wirklich, wenn ihr es präzise wollt, wenn ihr einen profilierten Monitor habt, weil sonst funktioniert Softproofing nicht. Ihr braucht wirklich einen profilierten Monitor, damit ihr auch ein definiertes Ziel habt.

Chris

Jein. Also es hilft.

Boris

Trust me.

Chris

Es hilft für die Optik, aber wenn du mit dieser Gammutwarnung arbeitest.

Boris

Ja, du siehst dann, wo es ausreicht.

Chris

Dann kannst du die Sache zumindest in diesen Farbraum zurückholen an den kritischen Stellen. und dafür brauchst du keinen profilierten Monitor.

Boris

Ob halt aus dem Züren violett wird oder sowas, das siehst du dann halt eben auch nicht. Oder du hast so viel Erfahrung.

Chris

Wie schief dein Monitor ist.

Boris

Aber was ich dann halt gemacht habe, ist, ich habe nämlich stink- und einfach aus meinem Lightroom Classic Fotos exportiert mit einem sRGB-Profil, habe die hochgeladen und die wissen halt sehr genau, was Kunden hochladen und was die erwarten, zurückzubekommen. Und ich habe da halt Bilder hochgeladen und genau wie bei dir, da sind eben auch so Farbtöne dabei, so relativ gesättigtes Grün, so im Sonnenlicht, sehr dunkle Partien. Man sieht es hier im Videostream vielleicht noch, wo hier im Dunklen noch irgendwelche Blätter im Hintergrund gerade so schemenhaft zu sehen sind. Sehr krasse, hier haben wir es, sehr krasse Rot-Braun-Töne und sowas, die häufig ein Problem sind in solchen Profilen. Und ich habe nicht drüber nachgedacht, nicht absichtlich nicht nachgedacht. Ich habe einfach nicht nachgedacht. Ich habe die Bilder einfach genommen, habe die da hochgeladen, gucke mir diese Karte an, die da zurückgekommen ist und denke, ja wow, das sieht richtig geil aus. Und dann dachte ich, ja wow, das sieht einfach genauso aus, wie ich die Fotos im Kopf habe, wie ich sie bearbeitet habe. Und das ist einfach gut.

Chris

Und du hattest Bilder verbessern nicht angeschaltet an der Stelle, sondern das ist die automatische Farbraumumwandlung.

Boris

Die hier stattfinden muss. Genau.

Chris

Also ich sage mal so, Also zwischen dem, ich mache einen Softproof oder ich mache keinen, habe ich jetzt einen kleinen Unterschied vielleicht gesehen, aber da reden wir von 95 Prozent und 100 Prozent. Also das ist hart dran.

Boris

Wenn du eine Ausstellung machst, wenn du Galerieprint machst und sowas.

Chris

Ja, oder wenn du tausend von einem Ding machen möchtest, sicherstellen möchtest, dass das wirklich wichtig ist, dann wirst du auf jeden Fall von Saal Digital hier unterstützt. Die bieten dir alle diese Profile an und der Softproof ist einfach die Methode der Wahl an dieser Stelle und damit kann ich mir zumindest für das, was ich jetzt hier gemacht habe, komplett irgendwie so ein Hardwareproof sparen, sondern das ist gut genug am Bildschirm. Nochmal, ihr bekommt bei Saal Digital 30% mit dem Gutschein Happy 30 Saal H-A-P-P-Y-3-0-S-A-A-L alles groß geschrieben, je Person und Haushalt einmal einzulösen, nicht mit anderen Aktionen kombinierbar und so weiter, die Details findet ihr in den Shownotes, ja und das war das Thema Farbmanagement, also wenn, dann Saal da kriegt ihr nämlich die Unterstützung cool.

Boris

Und wenn dann noch Fragen offen sind, einen Support haben sie auch der reagiert schnell und individuell.

Chris

Genau, und wir bedanken uns für die Unterstützung und machen jetzt mit der Sendung weiter.

Boris

Auf jeden Fall, vielen Dank.

Chris

Tja, ja, das war wirklich ein gutes Erlebnis. Echt ein gutes Erlebnis. So, wir haben noch ein paar interessante Themen und zwar ... Content Credentials.

Boris

Ja.

Chris

Erinnerst du dich an Content Credentials?

Boris

Vage.

Chris

Was ist Sinn und Zweck der Content Credentials? Also das ist von der CP2A, was auch immer.

Boris

Es gibt da gerade so viele verschiedene Sachen. Wem gehört das Bild? Von wem ist es? Ist es überhaupt ein Foto oder gibt es da so verschiedene Sachen?

Chris

Also Hintergrund war, dass es quasi nachvollziehbar sein soll, ob das Bild aus einer KI rausgefallen ist oder ob Bearbeitungsschritte von diesem Bild aus einer KI rausgefallen sind. Also eine nachvolle, eine kryptografisch signierte Kette, Bearbeitungskette, wo du quasi sicher sein kannst. Zum Beispiel, das hat ein Mensch gemacht oder nicht?

Boris

Ist das das, was Leica und Sony zum Beispiel eingebaut haben? Mit diesem Signatur auf den Fotos?

Chris

Leica, Nikon, Sony, Fuji, Panasonic haben alle mittlerweile mindestens eine Kamera, die das in der Hardware unterstützt. Und ja, es geht halt drum, die KIs werden immer besser und die Unterscheidung zwischen, oh, das kommt aus einer KI oder das kommt vom Menschen, da reicht halt jetzt Fingerzählen nicht mehr aus, sondern es wird halt schwieriger und damit ist es natürlich ja, irgendwann irgendwann, es ist ein Vertrauensthema im Prinzip. Habe ich ein Vertrauen in das Bild oder in die Person, die mir das Bild geschickt hat, ist das Bild echt. So, und da gibt es jetzt eben ein paar Kameras, die das machen. Es gibt Software, die das unterstützt, die dann also quasi die entsprechenden Metadaten da einbaut und zwar nicht fälschbar einbaut. Und dann gibt es eben auch diverse Stücke Software, die das auch in irgendeiner Form sichtbar machen können bei Bildern im Web. Und da hat jetzt Petapixel getestet, von Digimark eine Chrome-Extension, um diese Content-Credentials zu checken. Da hast du also deinen Chrome-Browser und dann machst du diese Extension rein und dann kannst du irgendwie auf Knopfdruck oder ich habe es mir nicht angeguckt oder einfach so darstellen lassen, ob das Bild jetzt Content-Credentials hat oder nicht, ob das ein Mensch gemacht hat oder ob das eine KI gemacht hat. Soweit so schön. Aber die haben oder der Redakteur, der es getestet hat, hat dann nach zwei Wochen gesagt, nö, das ist completely useless.

Bringt gar nichts, weil das ist kaum umgesetzt. Contact Credentials existieren in der Wildbahn nicht wirklich. Dann kam Ende 2024 Google, Samsung.

Boris

Ganz kurz dazwischen. Ich würde mich ja sowieso auch noch wundern. Also wenn das auf einer normalen Webseite funktioniert, so wie ein Blog, wenn du halt ein Foto hochlädst und das im Blog verlinkst, das kann ich mir noch vorstellen. Denn eine meiner Fragen war ja auch, wo ist denn dieses Zertifikat drin? Steht das in den Metadaten? Ist das eingebettet? Yada, yada. Aber wenn es ein Bild ist, wo du die Kontrolle drüber hast und legst es auf deinen Server, das glaube ich, dass das geht. Wenn du jetzt das Bild aber auf eine Plattform hochlädst und die das halt noch irgendwie in verschiedenste Auflösung bringt oder in einer App dann anzeigt, so wie Instagram und Konsorten, da frage ich mich halt schon, wie da die Prüfung laufen soll, wenn es nicht die Plattform selbst tut.

Chris

Die Plattformen müssen das entsprechend integrieren. Die Software ist verfügbar, die Algorithmen sind da, es gibt entsprechende Plugins. Wir hatten hier auch schon geredet über Cloudflare, die ja einen gewissen Teil des Internets durch ihr CDN schicken und damit auch Bilder umrechnen und so weiter. Also da gibt es ja genügend CDN-Funktionen, also Content Delivery Network Funktionen, die dann zum Beispiel für mobile Anwendungen Bilder kleiner rechnen, damit die nicht so viel Daten verbrauchen und so weiter. Und die haben ja auch schon jetzt seit einigen Monaten unterstützen die Content Credentials, indem sie dann diese Metadaten eben durchreichen. Das heißt, da wird das, also die machen es nicht kaputt. Insofern gibt es schon genügend entsprechende Efforts, damit das funktioniert. Aber jetzt kam Ende 2024 Google mit Samsung und die haben eben in den Smartphones das auch irgendwie umgesetzt. Weil wir wissen, dass Google mittlerweile in seinen Pixels ganz viele KI-Funktionen drin hat und du willst ja in irgendeiner Form das vielleicht unterstützen und auch ein Good Citizen sein.

Boris

Außerdem werden die meisten Bilder heutzutage mit Smartphones gemacht.

Chris

Der absolut größte Teil von Fotos kommt aus Smartphones heute. Ja, und dann haben die es aber auf eine Art und Weise umgesetzt, wo das ein bisschen schwierig ist und eigentlich in die Büsche springt. Und zwar, warum wollen wir denn Content Credentials nochmal haben?

Boris

Um jetzt zu wissen, ob es ein echtes Modus ist.

Chris

Wir wollen erstmal wissen, wie ist denn die Bearbeitungskette? Also sind da KI-Funktionen draufgeworfen worden? Was weiß ich? Bau da mal im Hintergrund hier, Chat, GPT, bau im Hintergrund mal eine Explosion ein oder so.

Boris

Mach den Baum weg, mach die Leute weg.

Chris

Mach den Baum weg oder mach mal aus der einen Rakete 3 oder so.

Boris

Ja, sowas.

Chris

Also du willst diese Chain, diese Kette anzeigen lassen und ganz, ganz wichtig für die Contra-Cardentals ist, du willst einen, quasi einen Beweis haben, dass ein Mensch das Bild gemacht hat. Und das ist, wie gesagt, dieses Vertrauensthema. So, jetzt das, ich glaube, Samsung Galaxy S25 war das. Die haben jetzt bei ihren KI-Edit-Funktionen das so gemacht, dass wenn du eine KI-Edit machst, auf das Bild, und da kannst du ja so Sachen machen wie, lass das mal so aussehen, als ob es gerade gebrannt hat oder so, dann wird dann die Content Credentials erzeugt und geschrieben, aber wenn du ein Foto machst, einfach so dann werden keine Content Credentials also gar keine geschrieben, und damit ist der Haupteinsatzpunkt nämlich das Thema Vertrauen und ja das Bild hat ein Mensch gemacht komplett aus dem Fenster raus, weil du hast keine Content Credential Tags drin.

Boris

Das wäre ja eigentlich der sinnvolle Punkt, es dort zu machen. Ich meine, es ist schön, dass ich weiß, wenn es bearbeitet ist, dann weiß ich, das ist nicht mehr original, aber nur, weil keine Credentials dranhängt, dann heißt es ja nicht automatisch, dass es nicht bearbeitet wurde. Das heißt nur, das ist ein Bild, wo ich es nicht weiß. ist.

Chris

Das ist ein Bild, wo du es nicht weißt und du kannst natürlich solche Metadaten einfach rausstrippen irgendwie.

Boris

Das ist kein Bug.

Chris

Das ist schon lange raus und da wurde viel drüber diskutiert und so weiter. Und ich glaube, es hat noch keiner von denen gesagt, das ist uns irgendwie schiefgelaufen. Und damit ist natürlich Contact Credentials komplett unterwandert. Das ist völlig sinnfrei an dieser Stelle. Wenn da nicht...

Boris

Was heißt sinnfrei? Du weißt zumindest, wenn du so ein Bild hast, was manipuliert wurde und sie schreiben dann etwas dran, dann weißt du zumindest, dieses ist bearbeitet worden. Also insofern ist ja wenigstens eine kleine Hilfe. Und bei allen anderen ist es so wie jetzt auch. Du weißt es weiterhin nicht.

Chris

Du weißt es nicht, weil wenn ich ein bearbeitetes Bild aus so einem Galaxy S25 habe und ich lasse das dann durch mein Skript laufen oder ich schicke es über ein Content Delivery Network, was nichts tut, dann werden diese Metadaten runtergestrippt und dann hat das genau den gleichen Status wie, wenn du keine Tags dran gemacht hast. Also die Daten sind halt verlierbar und das ist falsch.

Boris

Ja gut, wenn sie verlierbar sind, ist es ja sowieso ein grundsätzliches Problem.

Chris

Das ist richtig, aber sie werden, wenn sie von vornherein nicht geschrieben werden, dann hast du ja gar keine Möglichkeit rauszufinden, ob das ein Mensch gemacht hat. Du nimmst, das Vertrauen ist damit quasi nicht mehr gegeben. Und das Problem bei der Content Authenticity Initiative oder wie sie heißen, ist halt, dass sie ihren Mitgliedern, Nicht genügend Guidance geben, nicht genügend sagen, wie das jetzt eigentlich sinnvoll ist.

Boris

Die haben so die Schulung. Wie ist es gemeint? Wie soll es umgesetzt werden?

Chris

Die haben ihr Marketing auch mit der Zeit verschoben weg von diesem. Wir brauchen was, das beweisen kann, dass ein Mensch das Bild gemacht hat. Hinzu, wir wollen beweisen, dass etwas KI generiert ist. Aber das ist ja komplett rückwärts. Das ist genau der falsche Weg. Ein Zitat, was ich da gelesen habe, ist. It is remarkably difficult to prove a photo is fake or was edited in some way, but it is very easy to prove a photo is real and unchanged. Also du hast einfach es ist schwierig zu beweisen, dass das Foto fake oder editiert ist, aber es ist relativ einfach zu beweisen, dass es echt und ungedings ist. Es sei denn, es sei denn, sie machen es halt nicht. Und das wäre per Software so einfach da noch zu machen. Das ist scheiße.

Boris

Ja, fragt man sich, warum?

Chris

Aber ich sag mal so, das verwässert die Sache und dann haben wir halt ein riesen Henne-Ei-Problem im Moment. Im letzten Jahr mit, also der Mensch, der diesen Artikel dann geschrieben hat, der sagt ja im letzten Jahr mit allen Kameraherstellern über das Thema Content Credentials gesprochen und sie gefragt, warum sie denn so zögerlich sind. Vollständige Unterstützung macht fast keiner. Und die Antwort war dann relativ einfach. Sie alle diskutieren noch darüber, wie diese Unterstützung am besten einheitlich eingeführt werden kann. Und viele befinden sich in so einer Abwartestellung. Die Kamerahersteller warten darauf, dass die Nachrichtenverlage das System und das Thema Wasserzeichen implementieren. Und die Verlage warten darauf, dass die Kamerahersteller die Metadaten besser unterstützen. Also alle warten auf den anderen.

Boris

Was sie einbauen sollen.

Chris

Ja, dann sagen die einen, das lohnt sich ja nicht, macht ja eh keiner. Und das sagen die gegenseitig von sich. Und wenn halt alle darauf warten, dass irgendjemand anders zuerst was unternimmt, ja, dann stellen sie alle tot und es passiert nichts. Das ist echt schade, weil es wird damit irgendwann die Zeit kommen, wo du halt Bilder hast, die halt, also Vertrauen ist halt ein echtes Problem. Und das Bild war halt mal der, ja, wie sagt man da, der Proxy, der Mittelsmann für das Thema Vertrauen. Das Bild war mal das Thema Vertrauen. Ja du hast schon immer Bilder irgendwie gefakt klar, aber im großen Ganzen hast du ein Foto davon, dann ist es wahrscheinlich, dass es stimmt und klar können wir das ins Detail diskutieren, aber ich weiß, dass es da immer schon Beispiele gab aber es war halt immer eine höhere Hürde sowas zu machen als heute es war zumindest immer ein echtes Foto heute ist die Hürde nicht mehr existent, Also es ist schade. Ich finde es echt schade, dass Samsung an der Stelle irgendwie so wachsweich, labbrig sich eben in die falsche Richtung bewegt.

Boris

Ja, kurios.

Chris

Verstehe ich auch nicht so ganz. Was machen wir da? Jetzt jemand, der hier zuhört bei Samsung, kann da jemand mitreden oder so?

Boris

Die Lösung wäre einfach ich meine, drück auf den Auslöser ich meine jetzt auch die Frage, was ist ein Foto aber das ist jetzt eine philosophische Sache aber wenn du auf den Auslöser drückst du drückst auf den Auslöser, der Sensor wird ausgelesen, das Bild wird gespeichert es kann ja sein, dass es noch optimiert wird mit Farben und Kontrast, kann man sich auch schon drüber streiten aber am Ende hast du dieses eine Bild und das, was die Kamera gesehen hat das, was der Sensor dann gesehen hat ist gespeichert, wo ist denn jetzt das Problem, wenn du so eine Technologie an Bord hast, zu sagen, da kommen jetzt die Credentials dran. Das Ding ist fotografiert und nicht bearbeitet. Wenn du dann bearbeitest, dann kann ja die Kette starten. Dann kannst du sagen, und hier wurden Elemente entfernt oder dupliziert oder mit folgendem Prompt bearbeitet oder weiß der Geier was. Aber das wäre ja so einfach. Aber es wegzulassen ist ja genau das Problem. Es hilft ja genau gar nichts.

Chris

Vor allem, du schaust da rein. Da ist ja eine Software und diese Software, die durchläuft die gleichen Schritte.

Boris

Sollte man rein.

Chris

Bild gemacht und dann wird halt gesagt, wurde was verändert? Wenn ja, dann Content Credentials. Nein, einfach nur das ist völlig egal, sondern Bild gemacht, ja, jetzt Content Credentials. Fertig.

Boris

Richtig.

Chris

Ist doch easy.

Boris

So wie Exif-Daten da halt dran kommen.

Chris

Das ist echt.

Boris

Das ist, ja.

Chris

Das ist echt schlimm.

Boris

Aber so fängt es halt an. Ich denke mal, wenn die, wenn der Zusammenschluss dieser Unternehmen, wenn die das jetzt nicht einfangen oder da nicht intensiv drüber reden, ja, dann ist das natürlich weich gewaschen und dann kannst du dich auf gar nichts verlassen. Ja. Egal. Egal, was ist ein Foto? Sagt er, ich traue nur, was ich mit meinen eigenen Augen sehe, sagte er und ging zur Zaubererveranstaltung.

Chris

Gut, wir kommen zu einem, denn du hast ein Problem. Du hast ein Problem.

Boris

Steht hier. Mehr als eins.

Chris

Erzähl uns mal von einem da.

Boris

Ich kann eins meiner Probleme ist mangelnder Platz. Ich frage mich, wie ich hier in meinen spärlichen vier Wänden, wir reden hier von knapp 16 Quadratmetern. In deinem Büro hier. Ja, zwölf wahrscheinlich. Irgendwas zwischen zwölf und sechzehn.

Chris

In deinem Studio.

Boris

Studio.

Chris

Ich nenne mein Büro ja auch Studio.

Boris

Genau.

Chris

Das ist auch Studio A ist das hier.

Boris

Das ist hier auch Studio. Ich habe allerdings nur eins davon. Tanja lacht immer. Ich sage, hey, ich habe hier Licht, ich habe hier Kamera. Das ist hier mein Studio. Aber es ist relativ klein. Und hier steht eben der Schreibtisch in der Mitte, damit ich nach hinten ein bisschen Hintergrund habe. Hinter mir an der Seite steht übers Eck zwei Regale, wo im Augenblick Ordner und Alben und Zeug drin ist. Und mir gegenüber, das könnt ihr nicht sehen, auf der anderen Seite steht auch noch mal ein Sideboard. Da stehen Gitarren, da sind Bilder an der Wand.

Chris

Ist das auch so? Gegenüber ist gut, dass das niemand sehen kann.

Boris

Ja, das ist manchmal ganz hilfreich. Und ich habe halt Fotozeugs von zwei Kamerasystemen, die ich aufbewahren möchte. Und zwar so, dass sie zugriffsbereit sind. Vielleicht auch so, dass ich eben bestimmte Dinge davon auch sehen kann, weil man erfreut sich natürlich auch an den Dingen. Aber es gibt eben auch Sachen, die möchte ich so unterbringen im Büro, dass ich zwar jederzeit dran kann, aber sie halt visuell versteckt sind. Also um so ein bisschen das visuelle Klatter, wie sagt man, die Unordnung, die sichtbare zu reduzieren. Also das Ganze ein bisschen cleaner zu bekommen, damit der Geist einfach ein bisschen freier ist und nicht dauernd abgelenkt ist von dem Scheiß hier. Dass es einfach ordentlich aussieht. Und ich brauche halt mehr Platz und da die Grundfläche halt voll ist, also es ist schon so, dass die Sachen hier angefangen werden auf dem Boden zu liegen, vor den Regalen, das kann einfach so nicht bleiben, man sagt ja auch, wenn du angefangen hast Sachen auf dem Boden zu legen, dann hast du aufgegeben und das möchte ich wieder ändern, ich möchte also die Sachen wieder unterbringen und dazu habe ich eben verschiedene Kategorien von Dingen, also eben Dinge, die ich verstecken möchte, die also, wenn man in diesen Raum hineinkommt, nicht sofort sieht. Einfach, damit es ordentlicher aussieht. Da habe ich zum Beispiel so kleine Fototaschen. Du kennst das, so eine alte Umhänge-Fototasche.

Zum einen habe ich sie aus Nostalgie, zum anderen aber, weil sie durchaus praktisch sein kann, je nachdem, was man für einen Einsatz hat. Oder diese kleinen Umhänge- und Bauchtaschen von CosiSpeed. Da habe ich so zwei verschiedene Größen. Da brauche ich manchmal die eine, manchmal die andere. Ich will sie also im Zugriff haben, aber ich muss die nicht sichtbar hier rumflattern haben. Dann gibt es so Leuchtflächen, LED-Strahler und verschiedene Dinge. So kleine Lampen, relativ kompaktes Zeug. Das sieht einfach scheiße aus, wenn das irgendwie gestapelt im Regal rumliegt. Das will ich verstecken hinter einer Tür. Dann habe ich so Softboxen und andere Lichtformer. Sind schon ein bisschen größer, aber immer noch relativ kompakt. Das ist ja alles so Zeug, was entweder in meinen Trolley reinpasst oder daneben. Das will ich irgendwie verstecken, aber nicht auf dem Boden stehen haben. Dann habe ich manche Sachen, die will ich auch sehen, weil da freue ich mich dran. Die Kameras zum Beispiel, Kamerabodys, die möchte ich sehen, damit ich auch weiß, wo ist es denn? Muss ich nicht irgendwie tausend Klappen aufmachen? Objektive und Adapter möchte ich vielleicht nicht alle, aber doch viele davon auch einfach sehen, weil die haben Geld gekostet und dann möchte ich sie auch sehen. Die Akkus und die Blitzlichter, die möchte ich sehen, damit ich weiß, wo sind sie denn? Es fehlt noch einer, ist er in irgendeiner Tasche, liegt er noch im Auto? Also ich möchte das sehen, ob alles da ist. Und eben möglichst getrennt nach Systemen, also Micro Four Thirds System und mein Canon System, nicht gemischt durcheinander, sondern eine gewisse Ordnung, damit ich, wenn ich irgendwo hingreife, auch das Richtige greife.

Und dann gibt es so Sachen, die können sichtbar sein, das kann hilfreich sein, oder eben versteckt hinter einer Tür, das wäre mir dann egal. Zum Beispiel Druckerpapiere. Da habe ich hier die kleinen Papiere für diesen Mini-Drucker.

Dann habe ich Papiere, die sind halt hier 10x15, 13x18, A4 oder eben größer. Das A3 Plus Papier zum Beispiel. Kann aber vielleicht in das alte Regal, wenn ich ein neues Regal habe, wo das andere Zeug rein kann, was jetzt im alten Regal ist, weiß ich noch nicht. Fotobücher. Hier gerade wieder Saal Digital. Da will ich jetzt mehr von machen. Hier so Fotobücher. 21x21. Erinnerungen einfach festhalten. Die dürfen da gerne irgendwo hin. Dann dieses ganze Zeug, was ich gerne sichtbar haben möchte. Diese kleinen Stirümpchen. Zum Beispiel hier so eine... Ich zeige euch ja mal. Ich habe hier so zwei.

Ketten, so zwei Umhänger. Da sind so stilisierte Kameras dran. Die finde ich irgendwie sehr hübsch. Die möchte ich gerne quasi ausstellen. Ich möchte es sehen können in so einem Regal. Oder kleine Bilder. Ich habe es vorhin gezeigt. So kleine Fotokärtchen will ich da mal irgendwie reinstellen können, aber nicht das ganze Regal mit einer Karte voll machen. Ladeplatz für Smartphone und Uhr. All sowas. Eine Anforderung, Dinge zu verstecken, Dinge zu präsentieren und kleines Zeug irgendwie visuell ansprechend charmant zu präsentieren. Und da habe ich gesucht und das Ganze erzähle ich hier, weil ich hoffe, aus der Community ein bisschen Feedback zu kriegen, ob das sinnvoll ist oder ob es noch andere Lösungen gibt. Ich hatte dann recherchiert und mir inzwischen auch schon angeschaut von Ikea das Kallax-Regal. Das ist so ein würfelartiges Fachsystem, da sind alle Fächer gleich groß. Ich sag mal über den groben Daumen irgendwie so 35x35 oder irgendwie sowas, also da passt irgendwie so ein Leitzordner gerade rein.

Chris

Ikea Kallax.

Boris

Und da gibt es auch einen großen Drittanbietermarkt und einen 3D-Druckmarkt.

Chris

Kein Sponsor, ne?

Boris

Nein, da gibt es dann so verschiedene Einsätze so mit stufenartigen Geschichten, damit du einfach dann auf mehreren Ebenen gestaffelt hintereinander nutzen kannst.

Chris

Oder ja, einen Planer haben die.

Boris

Da kann man Türen reinmachen, da kann man Schubfächer reinmachen, oder so Fächer reinmachen, das ist vielleicht fürs Druckpapier ganz interessant. Und es gibt auch Glastüren und so Glasböden, dass du das so vitrinenartig bauen kannst. Und man kann unter Umständen, je nachdem, was du für ein Modul gekauft hast, also für einen Schrank, wie viele Fächer du gekauft hast, dann kann man beim Aufbauen auch zum Beispiel eine Trennwand weglassen und hat dann eben an der Stelle doppelt Breite oder doppelt hohe Fächer, je nachdem, wie man das Ganze hinstellt. Das ist unter Umständen noch eine Option. Der Haken, der sich jetzt dabei auftut, das Ganze muss übers Eck, weil, In der einen Richtung an der Wand habe ich von der einen Wand in den Raum hinein, an der Wand entlang.

Chris

Das ist voll Katzenboxen.

Boris

Da habe ich so maximal 1,80 Meter in die eine Richtung und dann übers Eck auf der anderen Seite, also anschließend an das Ding, das ist so quasi dann L-förmig. Und der andere L-Flügel, der könnte maximal so 1,20, vielleicht 1,30 lang werden. Und jetzt gibt es halt keine wirklich gute Ecklösung. Und meine Idee war jetzt, wenn ich so ein Kallax nehme, dann kann ich das auf zwei Weisen lösen. Entweder stelle ich die tatsächlich über Eck, dass die sich überlappen, also das eine Regal wirklich ins Eck und das andere gegen das erste Kallax. Ich lasse aber bei dem, was gegen das erste Kallax stößt, die Seitenwand einfach weg, weil die haben ja alle die gleichen Abstände, die Bretter, sodass die dann aneinanderstoßen und ich halt ein großes Eckregal habe mit dem Haken, dass ich das auf gar keinen Fall unsichtbar machen kann. Da habe ich dann den großen Platz für sperrige Sachen, kann ihn aber nicht verstecken.

Chris

Ich finde die Katzenbox echt super.

Boris

Die zweite Variante wäre halt, dass ich ein schmales Kallax-Regal 45 Grad ins Eck stelle, und dann eben links und rechts daran anschließend, dann verliere ich ein paar Zentimeter in der Länge, aber bei Kallax geht sich das noch aus. Dann verschenke ich zwar Platz in den Winkeln, Klar, aber den Platz, den ich gewinne, könnte ich nicht sinnvoll mit dem Kallax nutzen, weil ich nicht so viel Platz verschwende, als dass eine zusätzliche Reihe Platz finden würde. Also mehr Platz habe ich halt einfach nicht. Hätte dann den Vorteil, dass ich das Stückchen, was ich 45 Grad in der Ecke stehen habe, eben auch mit Türen oder Schubladen versehen könnte. Ganz normal, weil ich ja dann rankomme. Hat dann aber den Haken, dass ich eben kein großes Eckregal habe. Und das ist so ein bisschen mein Spannungsfeld im Kopf, mit dem ich mich noch... Verliere. Und jetzt wäre halt die Frage so an die Community, was haltet ihr von dem Kallax? Wir sind eure Erfahrung damit. Habt ihr bei meinen Anforderungen eine sinnvolle Alternative? Mir geht es jetzt nicht so zwingend um die Kosten. Das Kallax ist eigentlich unverschämt billig. Das wäre mir jetzt relativ egal, ehrlich gesagt, wenn es nicht gleich irgendwie 10.000 kostet.

Chris

Ich finde meinen Serviervorschlag her richtig cool.

Boris

Einen Serviervorschlag? Ich sehe keinen.

Chris

Das hier.

Boris

Achso, du hast jetzt ein Regalsystem mit lauter Katzenklappen. So viel Platz habe ich gar nicht. So groß ist mein Zimmer.

Chris

Du musst halt dort doch noch ein bisschen anbauen.

Boris

Und die Frage, die ich eben noch anschließe, ist, habt ihr schon mal zwei Kallax übers Eck gebaut und dann eben eine Seitenwand weggelassen? Und wenn ja, wie gut hat das funktioniert? Das wären mal so die Fragen. Hier kommen schon die ersten Feedbacks in den Slack. Also meldet euch gerne happyshooting.de wenn ihr mögt oder schreibt es in die Kommentare auf happyshooting.de hier zur Folge 909 oder wenn ihr das nicht öffentlich tun wollt, weil ihr mir vielleicht auch ein Foto schicken wollt, dann könnt ihr mir Fotos auch an boris.happyshooting.de schicken, da freue ich mich dann. Tja, und das Ganze möchte ich dieses Jahr noch umsetzen, weil ich bin es leid hier mit dem ganzen Geramsel.

Chris

Also ich starte das hier gerade mit alle Wände voll mit Katzenboxen. Ich bin jetzt bei, Moment, 8000...

Boris

Jochen sagt, Seitenwand weglassen geht wegen der Stabilität nicht. Da bin ich mir nicht sicher, weil das Kallax hat ja erstmal, also wenn man ihn so rum hinstellt, durchgängige Regalböden und senkrecht kleine Fachteile. Und wenn ich jetzt die Außenseite vom Regal weglasse, dann habe ich ja immer noch einen durchgehenden Regalboden. Wenn ich jetzt zum Beispiel drei Fächer nebeneinander habe, dann steht der ja eigentlich immer noch stabil und das Regal steht nur links über. Und wenn ich das jetzt an der Wand 90 Grad stehendes Regal dranflansche, dann berühren sich ja die Böden. Und dann kann ich ja von unten mit einem kleinen Metallwinkel die Böden miteinander verschrauben. Also das wäre so die Idee gewesen. Falls das verständlich war. Aber vielleicht hat jemand in dieser Kästchen eine Katze.

Chris

Stell dir das vor. Geil.

Boris

Ich weiß, du hast das Problem nicht, Chris. Aber ich möchte die Community trotzdem fragen. Du schmeißt es halt einfach ins Zimmer und wartest dann bis zur nächsten Explosion.

Chris

Jeder Haufen von Dingen hat ja so einen maximalen Böschungswinkel.

Boris

Das rutscht ja irgendwann wieder runter.

Chris

Das ist ja wie bei Sand auch so. Und irgendwie kommen dann die Sachen auch wieder von unten vor. Irgendwann. Ja, helft Boris. Das ist ganz wichtig.

Boris

Ich brauche Hilfe. Also habt ihr Eckregallösung 1,80 auf 1,20. Darf auch gerne 2,20 oder sowas hoch sein. Vielleicht nicht durchgehend. Das darf gerne abfallen zum Ende hin, weil ich noch ein paar Bilder an der Wand habe, an denen ich auch viel Freude habe. Aber schickt mir mal Fotos, wie ihr sowas gelöst habt für euren ganzen Fotokram, wie das so aussieht. Ich brauche ein bisschen Inspiration. Das würde mir helfen. Vielen Dank.

Chris

Sehr schön. Lass uns über Ockelch reden.

Boris

Ich habe schon gesagt, heißt das vielleicht Okilich?

Chris

Okilich. O-K-L-C-H. Was ist O-K-L-C-H? Ist ein neueres Farbmodell. Du kennst Farbmodelle. Da eins heißt zum Beispiel RGB.

Boris

Das andere heißt HSL.

Chris

Für Hue, Saturation, Luminance.

Boris

Also Farbton. HSV gibt es auch. Hue, Saturation, Value.

Chris

Okay, also es gibt unterschiedliche Farbmodelle. Ja, es gibt auch einen Sportverein.

Boris

Der so heißt, aber es gibt auch ein Farbmodell, der so heißt.

Chris

Genau, und das OK LCH, also Luminance Color Hue und OK, oh Gott, wofür steht denn das nochmal? Es geht um die Wahrnehmung.

Boris

Aha.

Chris

Wenn du RGB änderst, also den Rotanteil, den Grünanteil, den Blauanteil, dann sind diese Sachen nachher in der Wahrnehmung nicht gleich gesättigt. Also du kannst keine Sättigung einer Farbe, du kannst nicht die Farbe ändern, ohne dass die Sättigung sich ändert. Und das ist ein Problem, wenn du das zum Beispiel in Softwareentwicklungen, in Web und so weiter anwendest. Weil dann plötzlich manche Farben heller werden, manche dunkler, wenn du da irgendwelche Sachen veränderst. Und das musst du dann halt irgendwie immer der Wahrnehmung anpassen. Und dieses OKLCH, das spielt quasi auf eine Art und Weise mit den Farben, dass es für die Wahrnehmung gleich hell bleibt.

Boris

Das klingt aber sehr vage.

Chris

Ja, ich also das Schöne ist, dass OKLCH wird unterstützt, Also auch heute schon in Webbrowsern und so weiter. Okay. Es geht um die wahrnehmbare, oder um die einheitliche Wahrnehmung und macht das Arbeiten mit Farben leichter und besteht, wie gesagt, aus drei Werten. Also Helligkeit, Chroma und Farbton. Chroma ist einfach nur Sättigung und Farbton. Deshalb das HC, LCH, Luminance, Chroma und Hue und verwendet aber den Farbraum OK Lab. Lab ist ja auch nochmal ein Farbraum LRB und das ist im Prinzip die OKLAB-Geschichte und bietet konsistente Helligkeit und vorhersehbare Farbtöne und bessere Farbverläufe im Vergleich zu anderen Farbmodellen, wie zum Beispiel sRGB. Und ja, du kannst das OKLCH tatsächlich heute in aktuellen Browsern verwenden. Das ist drin. Wir haben hier so ein paar Beispiele. Also ich gebe mal die Webseite durch. Das ist jetzt für Leute, die sich eher so mit Farben im professionellen Bereich beschäftigen. Aber du hast hier, wir haben hier zwei Reihen von so eingefärbten Pillen. Die obere Reihe ist OKLCH, die untere Reihe ist HSL.

Boris

Die sind wahrscheinlich sehr unterschiedlich.

Chris

Sind sie, ja. Aber du hast ja, also bei dem OKLCH hast du quasi die gleiche Helligkeit, die gleiche Sättigung und du veränderst den Farbwert. Also den Hue-Wert quasi. Und beim HSL hast du das Gleiche, du hast den Hue-Wert verändert, lässt aber die Sättigung und die Luminanz identisch. Und jetzt siehst du mal, wie einheitlich diese OKL-CH-Farben, die obere Reihe daherkommt und wie unglaublich unterschiedlich in der gefühlten Helligkeit die unteren Farben herkommen. Und wenn du das mit einem HSL-Farbmodell machen möchtest, dann musst du halt... Du musst halt rechnen irgendwie. Bei dem OKLCH machst du halt einfach nur eine Veränderung des Farbtones und das bleibt in sich konsistent. Jetzt stell dir einfach mal so Bedienungselemente und Geschichten auf Seiten vor, die dann dadurch einfach gleich oder ähnlich bleiben von der Helligkeit. Das ist eigentlich das ganze Geheimnis dahinter.

Boris

Okay, das ist nicht uninteressant.

Chris

Das ist nicht wirklich uninteressant, auch wenn du Farbverläufe hast.

Boris

Ja, okay, schönes Beispiel.

Chris

Du hast den Farbverlauf zum Beispiel SRGB und OKLCH ist rechts und du hast halt bei gleicher Sättigung einen durchgängigen Farbverlauf, der durch diese ganzen Farben durchgeht, der beim SRGB wird da in der Mitte halt alles weggeschluckt.

Boris

Ja, wobei das beim OKLCH jetzt hier in diesem Beispiel, was du zeigst, schon auch ein anderer Verlauf ist, der dann über Violett, Rot, Gelb geht und bei den anderen halt nicht. Also das ist jetzt natürlich die Frage, was man will. Will man über blasse Farben von einer zu anderen gehen oder will man durch den Farbraum iterieren? Das ist schon was anderes.

Chris

Das ist aber hier gleich auf voller Sättigung und so weiter. Also das scheint tatsächlich in dem Fall, wo man sich eben mit solchen Sachen beruflich beschäftigt, scheint das sehr viel Sinn zu ergeben. Und die ganze Seite erklärt das ziemlich gut und wie gesagt, das wird unterstützt. Browser Support ist in aktuellen Browsern drin und, du kannst dann entsprechende Fallbacks implementieren, dass du also für Browser, die es nicht können, dann zum Beispiel auf ein entsprechendes SRGB auf Hexwerte zurückgehst. Fand ich sehr hübsch. Und dann kannst du das Ganze ausprobieren. Hier ist noch OKLCH.FYI und wenn du das hier mal, antesten möchtest, dann hast du halt genau diese verschiedenen Farbpaletten und jetzt ändern wir einfach mal hier Chroma und dann bist du relativ schnell, hast du hier die ganzen Tools, die du brauchst, um sich das mal anzugucken.

Boris

Den Link zu dem Spielzeug bitte mal mit in die Shownotes, das ist ja sehr praktisch Genau, also, Ja, das ist auch durchaus in der Softwareentwicklung durchaus ein spannendes Thema. Für die Bildbearbeitung könnte das wiederum spannend sein, wenn du halt irgendwo Farbtöne anpassen möchtest, dass du dann nicht irgendwie komplett, also dass es echt aussieht und nicht plötzlich herausstrahlt oder zu matt wirkt. Da muss man sonst häufig gegensteuern.

Chris

Also wie es jetzt bei Fotos direkt aussieht, kann ich dir nicht sagen. Das ist jetzt eher so Farben in Interfaces und so weiter.

Boris

Ja, wir hatten das Thema gerade bei einer App, die ich halt angepasst habe von der UI. Da sind wir auch von einem einfarbigen Look auf einen mehrfarbigen Look umgestiegen, um eben thematische Bereiche farblich zu unterscheiden. Und da haben wir schon ganz schön gefummelt. Und ich habe da natürlich den HSL-Raum genommen, um mit Farben zu experimentieren. Das ist schon ganz gut. Aber wie du schon sagst, manchmal muss man schon mit der Leuchtkraft ein bisschen gegensteuern oder mit der Sättigung, weil es bei bestimmten Farben einfach anders aussieht. Und da wäre ja wahrscheinlich dieser Farbraum ganz interessant gewesen. Und das werde ich mir definitiv mal mit auf die To-Do-Liste schreiben. Weil wir haben nämlich schon die nächste App. Und da ist es so, dass die User ihre Farbe wählen können, um ihre App eben an ihr Unternehmen anzupassen. Das ist dann halt Unternehmensbranding. Und da hast du natürlich in der App trotzdem mit verschiedenen Schattierungen zu tun, wo du einen blassen Hintergrund brauchst oder eine leuchtende Selektionsfarbe und solche Späße. So primär, sekundär, tertia und sowas. Und wenn man da natürlich einen Farbraum hat, mit dem man rechnen kann, um das Ansprechen dahin zu bekommen, da bin ich sofort dabei. Ja, cool. Vorhin dachte ich noch, ist Quatsch. Was ist das für eine scheiße Abkürzung? Aber ich glaube, das ist genau das, was ich suche.

Chris

Vielleicht habe ich dir jetzt einen Gefallen getan. Ja, und nächstes Thema noch kurz. Und das geht wieder auf das Thema KI und Vertrauen zurück. Und das hat mich jetzt auch so ein bisschen, ja, das ist gerade so ein bisschen häufiger zu sehen. Stichwort KI oder YouTube macht Deepfakes. Bist du da mal drüber gestolpert? Bist du da mal drüber gestolpert?

Boris

Nee, über Deepfakes nicht. Ich bin halt über YouTube gestolpert, dass sie halt ihre automatischen Textübersetzungen machen.

Chris

Nee, nee, nee. Noch mehr. Und zwar sind jetzt diverse, auch große YouTuber, die ziemlich angepisst sind, weil ihre Shorts wie Deepfakes aussehen plötzlich. Die schauen sich ihr Short an, was sie hochgeladen haben und dann sehen sie, dass irgendwie die Brille ganz komisch im Gesicht sitzt. Das sind subtile Sachen, aber das sind Sachen, die aussehen, als ob jemand gediept faked hätte.

Boris

Da habe ich was gelesen. Oder die Hand sieht komisch aus, wo dann irgendwo im Publikum auf irgendwelchen Schildern nur Kauderwelsch zu sehen war.

Chris

Nicht mal so schlimm, nicht mal so schlimm. Das sind dann teilweise einfach Videos von Leuten und die haben dann quasi das Gegenbeispiel davon und zwar irgendwie so ein Ding, was sie bei TikTok hochgeladen haben und da ist das nicht so. Du kannst ja nebeneinander halten und du siehst, das sind subtile, feine Unterschiede und das bei YouTube wirkt wie ein KI-Fake. Als ob du ein Bild einer KI gegeben hättest und gesagt hast, mach mal, reproduzier das mal. Und das ist natürlich interessant, wenn eine Firma wie Google, also YouTube ist ja Google, quasi aus welchen Gründen auch immer, da kann man jetzt viel spekulieren, irgendwas mit diesen Shorts macht, dass die hinterher nicht mehr so ganz echt aussehen. Weil was passiert da, wenn du keinen Einfluss drauf hast und vor allem es dir auch nicht gesagt wurde, dass da was gemacht wird? Da haben die nämlich einfach nichts gesagt, sondern das haben die Leute selber rausgefunden. Und dann plötzlich wird dein Video von Usern angeguckt und dann fragen die nach, was ist denn mit dem Video los? Was hast du denn da gemacht? Das heißt, dir wird plötzlich so ein KI-Fake-Verdacht untergeschoben, mit dem du gar nichts zu tun hast. Das heißt, es wird plötzlich Vertrauen weniger, was du nicht mehr hast. Weil die Leute sagen, ey, ist ja alles fake, der macht das ja nicht mehr echt oder so.

Boris

Aber die Creator haben es gar nicht gemacht.

Chris

Aber sie haben es nicht gemacht, sondern YouTube hat das gemacht.

Boris

Toll.

Chris

Ich habe so meinen Verdacht, was da passiert. Shorts müssen schnell ausgeliefert werden. Du darfst nicht warten, wenn du weiter swipest, dann muss das nächste sofort loslaufen. Das heißt, du brauchst irgendwelche geringen Datenraten. Du musst vielleicht wollen sie auch Geld sparen, weniger Speicher und so weiter. Also vielleicht werden die Sachen auf dem Server, vielleicht die Shorts werden irgendwie super komprimiert oder super runtergerechnet und dann für die Auslieferung wieder hochgescaled per KI. Das könnte ich mir vorstellen, dass sowas passiert.

Boris

Vielleicht testen sie sowas.

Chris

So eine KI-Hoch-Scaling-Geschichte und dann hast du halt potenziell Artefakte durch irgendwelche erfundenen Details und so weiter, was dann halt so ein KI-Upscaling vielleicht macht, wenn es nicht unbedingt super hochwertig ist. Und das ist schon so eine Sache. Wir haben jetzt ja auch mal diverse Shorts gemacht. Mir ist das jetzt bei mir nicht aufgefallen. Ich vermute, dass das auch erstmal bei denen getestet wird, die Riesenvolume haben, wo also wirklich viel geguckt wird, weil da auch viele Daten natürlich über die Leitungen müssen. Aber ist das nicht heftig? Ja.

Boris

Ich finde es falsch, ganz einfach, weil du schon sagst, also wenn es so gut ist, dass es gar nicht auffällt, das wäre das Optimum. Du kannst also mit minimalen Datenraten maximale Auflösung erreichen, ohne dass das auffällt. Wenn das möglich ist, kein Thema. Wenn es aber halt eben so ist und wenn es eben in unserem aktuellen Stand der Technik noch so ist, dass es auffällt und dass du Artefakte hast und dass es eben KI-mäßig aussieht, ohne dass ich als Creator darauf Einfluss nehmen könnte, dann untergräbt das natürlich meine Glaubwürdigkeit meinen Zuschauenden gegenüber. Und das finde ich sackgefährlich. Also da sollte ein Aufschrei durch die Szene gehen.

Chris

Also es geht ein Aufschrei durch die Szene Und das ist schwierig, weil es teilweise auf so einem Level stattfindet, wo manche sagen, ja ich sehe da nichts und manche sagen, aber das ist ganz klar, dass da irgendwie die Brille nicht so sitzt, wie sie eigentlich sitzt. Genauso wie halt manche Leute von der Wahrnehmung her so Zeug halt leichter erkennen. Und YouTube hat sich mittlerweile wohl dazu geäußert, so nach dem Motto, ja wir machen nichts.

Boris

Moment mal.

Chris

Ja gut, die machen sehr viel.

Boris

Die dürfen ruhig mit offenen Karten spielen, wenn sie da was tun.

Chris

Ich hatte mal vor Jahren einen Einblick hinter die Kulissen, was da passiert. Und das ist ja im Prinzip, und das ist vielleicht mittlerweile anders, aber zumindest war es vor einigen Jahren so, dass YouTube im Prinzip eine riesen Customized Server Farm mit FFMPEG war. Da liefen Customized FFM-Pack-Versionen, die dann diese ganzen Datenformate runtergerechnet haben, die Auflösungen gerechnet haben für die Auslieferung. Also da wurde quasi dieser Zeitraum, den ein YouTube-Video braucht, um nach dem Hochladen dann auch wirklich, bis es zu sehen ist, ist ja der Zeitraum, den die Maschinerie dahinter braucht, um die entsprechenden Auflösungen bereitzustellen. Und das ist ein... Eine fantastische Maschine und da bin ich mir sicher, dass mittlerweile auch ziemlich viel Kamin mitspielt. Ja, wollte das nur mal so hier so unterbringen. Also falls ihr merkt, dass eure Stars plötzlich komisch aussehen im Short, dann wisst ihr jetzt vielleicht, wo es herkommt. Na gut, wir sind fast durch. Wir sind fast durch für heute. Wir haben aber noch einen Termin. Und dieser Termin kommt wieder von Außenkorrespondent Jürgen.

Einspieler

Hallo Community. Heute keine Urlaubsreise mehr für unsere Hörer aus unseren Nachbarländern. Der eigene Urlaub längst vorbei. Erste Fotos sind gesichtet und schon erste Aufnahmen bestellt. Es gibt ja da so einen kleinen Vorschlag, wo man das machen könnte.

Ich selbst war wieder für euch unterwegs im Netz nach der besonderen kleinen Fotoausstellung für euch. Fündig geworden bin ich in Eisenhüttenstadt, etwa 70 Kilometer entfernt von Berlin. Das Museum Utopie und Alltag, Alltagskultur und Kunst aus der DDR zeigt die Ausstellung Letzte Schicht, Brandenburg 1994, mit Fotografien von Peter Hamel. Die 90er Jahre waren geprägt von Werksstilllegungen, Standortaufgaben und Abrisse. Diese Werksanlagen wurden meist nicht unter Denkmalschutz gestellt. Dies war die Stunde der Dokumentarfotografie, der es gelang, zumindest Eindrücke zu sichern. Die Ausstellung lenkt den Blick auf drei aufgegebene Standorte der fossilen Energieerzeugung im Land Brandenburg. Die Kraftwerke Potsdam-Nord, Briesko-Finkenherd und Eisenhüttenstadt wurden allesamt abgebrochen. Der Fotograf Peter Hamel hat sie 1994 unmittelbar vor oder nach ihrer Stilllegung besucht und in einer Serie eindrücklicher Farbaufnahmen gebannt.

Peter Hamel wurde 1995 geboren und ist seit 1986 freiberuflicher Fotograf. Seine Bilder wurden veröffentlicht in Stern, Geo und Mare. Zur Ausstellung erscheint ein neues Fotobuch von ihm. Und meine Grüße gehen diesmal raus an Heiko in Berlin. Wäre das nicht ein Wochenendausflug für dich, Heiko? Und damit wünsche ich einen schönen fotografischen Spätsommer für euch. 3, 2, 1, happy shooting!

Chris

Ja, wunderbar. Das finde ich spannend. Du erinnerst dich ja an unsere Workshops im Landschaftspark Duisburg. Vor so Industriekulisse und so weiter. Und da ist es doch echt cool, wenn sowas geschützt wird. So, dann haben wir noch einen Filmtipp. Und zwar von Wolf, der uns hier seine Sammlung durchgibt. Hallo, hier der nächste Filmtipp. Der Fotograf Roger Melis, Chronist der Ostdeutschen, MDR, 29 Minuten lang. Melis ist einer der Großen des Ostdeutschen Fotorealismus. 2009 ist er gestorben. Stets war er mit nüchternem Blick auf der Suche nach dem, was wahr war. Er mochte nicht, wenn der Fotograf im Vordergrund stand. Nie wollte er sich als Künstler exponieren. In seinen Reportagen zeigte er den Alltag, die Arbeits- und Lebensbedingungen und die politischen Rituale im realen Sozialismus. In der Reportage gab es auch immer wieder Bilder, die nicht veröffentlicht werden durften. 2007 bis zwei Jahre vor seinem Tod veröffentlichte er den Fotoband in einem stillen Land. Darin zeigte er erstmals auch unveröffentlichte Bilder und schuf ein umfassendes Porträt der DDR und ihrer Bewohner. Von mir, 4 von 5 Sternen ist ja immer sehr subjektiv und noch ein bisschen besser geht immer.

Ja, das Ganze ist in der ARD-Mediathek zu finden. Wir machen einen Link in die Shownotes. Und danke, Wolf, für diesen Filmtipp. Sehr, sehr schön. Dann... Sind wir eigentlich durch?

Boris

Nächste Woche ist Dienstag am Mittwoch.

Chris

Genau, nächste Woche kommt die Live-Sendung. Nicht am 9. September, sondern am 10. September um die übliche Zeit. An dieser Stelle noch mal kurz ein Hinweis. Wir haben noch eine aktuelle Aufgabe laufen, glaube ich.

Boris

Ja, aktuelle Aufgabe läuft. Das ist die Sherlock-Aufgabe.

Chris

Die Sherlock-Aufgabe, genau. Ansonsten bleibt uns hier nur noch Danke zu sagen. Saal Digital. Wie gesagt, mit dem Code HAPPY30, Saal, HAPPY30S, AAL, alles groß geschrieben, alle Details in den Shownotes bekommt ihr 30% auf eure Bestellung und dann hätten wir noch ein kleines One More Thing und das fand ich spannend. Es ist momentan Burning Man. Das ist dieses Ding in Kalifornien mit Menschen, ist das in Kalifornien? Egal, also die Menschenmassen rollen in die Wüste, um sich da irgendwie die mehrere Tage die Kante zu geben, in welcher Form auch immer. Und da gibt es gerade so eine interessante Videoaufnahme, weil die Schlange der Fahrzeuge, die da hinführen, ist eine 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9 spurige Fahrzeugkolonne und die Wartezeiten liegen irgendwo zwischen 5 und 20 Stunden. Und da hat einer sich den Spaß gemacht und das mal gefilmt. Aber kannst du nicht einfach so filmen, weil du darfst da keine Drohnen fliegen lassen.

Boris

Ach, Spannend.

Chris

Drohnen gehen nicht. Was hat er also gemacht? Er hat sich einen F-Pole V geholt, einen ursprünglich mal fürs Fensterputzen gemachten Selfiestick, so ein sieben Meter langes Ding.

Boris

Okay.

Chris

Hat sich auf sein, ich weiß gar nicht, was es war, so ein elektrisches Ding, wahrscheinlich so ein One-Wheel-Teil, gestellt mit diesem sieben Meter langen Ding, hat da eine Kamera, eine Insta360 X5 dran gemacht.

Boris

Natürlich.

Chris

Und hat dann das Ganze einfach mal in einem Zeitraffer gefilmt.

Boris

Ach, der ist dann durch die Reihen durchgefahren, verstehe.

Chris

Und der ist dann quasi mit diesem sieben Meter langen Pole ist der dann quasi mit dieser Stange ist der dann entlang dieses neunspurigen Staus. Also 20 Stunden Wartezeit im Extremfall in der Wüste.

Boris

Hauptsache dein Akku ist voll und du hast eine Klimaanlage.

Chris

Er hatte halt das Glück, dass er entsprechendes Equipment dabei hatte. Der ist auch, glaube ich, eh bekannt für seine Sachen, die er mit irgendwelchen Stangen macht. Also der hat auch schon irgendwelche Turmspringer mit, mit irgendwelchen Stangen verfolgt. Also sprich, der hat den beim Springen von irgendwelchen hohen Dingen wohl auch so Stangen mit einer Kamera, mit so einer 360-Kamera hinten dran, hinterhergeworfen, um dann so eine Art Drohnenaufnahme zu bekommen, weil dann die Stange mit der Kamera quasi parallel zu denen da runter ins Wasser fällt.

Boris

Ja, und die Kamera stabilisiert und so.

Chris

Genau. Ja, das dazu.

Boris

Hauptsache, er hat sie weit genug daneben geworfen, nicht, dass die Stange dann unten den Springer trifft.

Chris

Dass wir dann Speer werfen. Ja, damit sind wir aber am Ende und wünschen euch eine schöne Woche. Nächste Woche Mittwoch geht es wieder live weiter. Bis dann. Macht es gut.

Boris

3, 2, 1.

Chris

Happy Shooting.

Shownotes

Aus der Preshow

  • Halbomat, alles auflassen

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Saal Digital - 30% mit Gutschein-Code HAPPY30SAAL (alles groß geschrieben)
(Gutschein in Großbuchstaben eingeben, nur einmal je Person und Haushalt einlösbar, nicht mit anderen Gutscheinen oder Aktionen kombinierbar, Versandkosten nicht enthalten)

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HS-Aufgabe (Alle anschauen)

  • Aktuelle Aufgabe "Sherlock" vom 28.08.2025 bis 11.09.2025 mit dem tag "hsbsherlock"

Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen):

Filmtipp

Onemorething

Hausmeisterei II

C&P-Bereich Shownotes (2025)

Hausmeisterei


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