#918 - Esel auf nen Stapel
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Happy Shooting Folge 918, Esel auf dem Stapel. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Seewerkstatt 2026.
EinspielerHier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.
BorisEin Smarty Luther, ein Knabe warst.
ChrisAlso wer hier gerade bei oben auf die Banderole schaut im Video, es ist der 11.11., sollten hier gleich marodierende Kinderbanden durchkommen, um Süßigkeiten abzugreifen, dann muss ich kurz an die Tür, das ist wichtig.
EinspielerMeine Moderatoren, Boris und Chris.
ChrisUnd das mache ich eiskalt. Eiskalt mache ich das.
BorisErpresserbanden.
ChrisJa, kürzlich waren sie schon mal da, so mit hier Trick oder Treat und so. Und heute ist halt wieder. So ist das. Und das ist jetzt Happy Shooting.
BorisUnd bei mir haben sie gestern schon gesungen, am 10.11. Mal gucken, was heute passiert.
ChrisDie kommen nochmal, da können sie zweimal abgreifen. Hoffentlich hast du ein paar ordentliche Bonbons hab ich noch. Bonbons hast du noch. Weiß ja nicht.
BorisDie ist nicht so. Ist nicht so.
ChrisHabt ihr keine Kinder im Dorf?
BorisEiner? Doch, schon. Aber nicht hier. Nicht in meiner Wohnung.
ChrisWerden wir sehen. Wahrscheinlich hast du außen irgendwelche, wahrscheinlich hast du das Licht aus und die Läden alle unten und so.
BorisDraußen Schilder. Genau. Geht weg, haut ab. Keine Süßigkeit. Genau. Hier gibt es nichts zu holen.
ChrisAlso, das hier ist Happy Shooting. Wir sind der Fotopodcast rund um die Fotografie und ihr könnt uns hier hören oder sehen oder wenn ihr das Transkript auf der Webseite guckt, sogar lesen.
BorisDas stimmt.
ChrisEinmal die Woche, dienstags meistens einmal die Woche. Zur Zeit ein bisschen holprig von der Planung her, aber normalerweise einmal die Woche. Und ja, wir reden über Fotografie. Was ist passiert? Was ist neu? Was ist interessant? Oder ganz wesentlich, was interessiert uns? Weil das ist, glaube ich, so die Maßgabe. Wenn es uns interessiert oder Spaß macht, dann landet es immer ziemlich sicher in der Sendung. Oder wenn ganz viele von euch uns schreiben und sagen, hey, ihr müsst hier unbedingt, das ist wichtig, das ist interessant. Oder Fragen stellen. Das könnt ihr tun auf happyshooting.de. Das ist unsere Inbox und das machen immer wieder Leute. Unter anderem hat Arne sich gemeldet. Moin aus dem Hohen Norden, ich habe die 917 gehört und muss jetzt einfach mal was loswerden. Weil es mich beim Hören ganz wuschig gemacht hat. Der Ort Jeva wird mit F gesprochen, also Jeva. Nur das Bier wird mit weh gesprochen. Man kann gerne in Jever ein Jever trinken, aber in Jever eine Fotoausstellung besuchen, das geht nicht. So, da trinke ich jetzt erst mal ein Jever zur Beruhigung drauf. Macht weiter so und schöne Grüße. Tja, wir kennen nicht alle Zungenschläge und Dialekte.
BorisUnd ich kenne mich auch mit dem Bier nicht so aus, insofern.
ChrisIch meine, du bist wenigstens noch irgendwie, bist du in Hamburg aufgewachsen, oder?
BorisAls Kind.
ChrisOder warst lange in Hamburg? und ich bin halt in Horb am Neckar aufgewachsen. Das ist ziemlich weit im Süden. Ja, also bitte ganz höflichst und Verzeihung, aber ich versuche das in Zukunft. Hoffentlich kann ich mir das merken. Wahrscheinlich werde ich es irgendwann wieder falsch machen.
BorisAlso ich ganz sicher, weil war mir tatsächlich nicht bewusst, obwohl ich es wahrscheinlich hätte wissen können. Aber ich spreche sowieso so viel ist falsch aus. Insofern geht das bei mehr als, wie soll ich sagen?
ChrisIch sag da jetzt nix.
BorisNein, alles gut. Ja, der Vorteil ist, dass Magnolien keine Magnete haben, sag ich nur.
ChrisIch sag dir jetzt nichts. So, lassen wir mal ganz kurz einen kleinen Status-Update machen und zwar zu den Workshops. Ich guck gerade mal, ob ich hier, da sind die Workshops, guck mal, wir haben sogar einen QR-Code. Da sind die, ja, die Workshops sind jetzt zum Teil schon offen und wollte mal kurz ein Update machen und zwei Workshops freischalten.
BorisZwei neue. Also wer jetzt hier am Dienstag zuhört.
ChrisMachen wir live in der Sendung. Also, Villa Workshops online beginnen am 29.01. Das ist dieses Ding, sechs Wochen, sechs Termine mit Aufgaben, mit Besprechungen, mit Replays und so weiter. Also der ist online. Da sind schon Anmeldungen da, ich glaube zehn Stück oder so. Wir könnten euch noch bis zum 16.11., das ist der Sonntag, anmelden, einschließlich 16.11. Zum Early Bird Preis. Also wer da ein bisschen sparen möchte, kann das tun. Danach kostet es ein bisschen mehr.
BorisDer Early Bird oder wie wir früher sagten im Neckar-Quellcode oder wie sich Neckermann oder so wie hieß das? Frühbucherrabatt.
ChrisDer Frühbucherrabatt, ich mach's mal an die Seite, dann stört das nicht so. Frühbuchrabatt, genau. Nein, das heißt heute Early Bird.
BorisIch habe es auch immer bei den Reisen hier.
ChrisJa, ist ja auch ein probates Mittel. Klostergeister. Klostergeister 2026 vom 27.04. bis zum 2.05. ist jetzt auch online. Und es ist das eingetreten, was ich ja so ein bisschen gehofft hatte. Wir haben das mit dem Buchungsansturm ein bisschen entzerrt. Also was ist früher immer passiert? Wir hatten innerhalb von teilweise sechs Minuten das Ding ausverkauft. Und wozu hat das geführt? Das hat dazu geführt, dass viele einfach gesagt haben, das brauche ich gar nicht. Ist alles okay bei dir? Achso, du hast dich gerade gemutet und genießt. Das hat lustig ausgesehen. Ja, das hat dazu geführt, dass viele gesagt haben, oh nö, ich freue mich nicht anmelden. Ist ja eh gleich immer ausverkauft. Und das ist natürlich der Nachteil, das eine ist eine schöne Message zu sagen, boah, da ist so viel los, da wollen alle sofort rein und so und diesmal hat es sich tatsächlich ein bisschen entzerrt, wir sind jetzt bei 22 von 27 Anmeldungen, ich glaube 5 oder 6 neue sind schon dabei und alle, die noch Bock haben, da hinzugehen und gedacht haben, oh das wird wieder nichts, diesmal könnte es was werden.
BorisAlso Ihr habt gute Chancen.
ChrisIhr habt sehr gute Chancen.
BorisIch finde das gut, weil das war sonst echt immer stressig und die Leute müssen dann ja auch mal arbeiten oder müssen noch klären, ob sie Urlaub kriegen und so. Ich übrigens werde dabei sein, mein Urlaub ist gerade gestern genehmigt worden.
ChrisDas ist gut. Und entzerrt haben wir es dadurch, dass wir natürlich unsere Workshops, sehr früh schon bekannt gegeben haben und auch sehr interessante neue Dinge hier geplant haben. Also wir haben ja neue Villa-Workshops, wir haben Analog-Workshops, wir haben wie gesagt die zwei Specials, das Fotografie ohne Technik und die Klostergeister. Warum steht der eigentlich noch auf Ankündigung hier? Ah, jetzt steht er auf offen. Man muss nur einmal refreshen. Das ist die Technik.
BorisDer Cache.
ChrisUnd wir wollen heute noch jetzt mal eben schnell noch zwei neue aufmachen. Die sind jetzt auch voll durchgeplant und fertig zum Buchen. Und das Ganze haben wir jetzt umgestellt auf ein Buchungssystem, auf Pre-Tix. Das heißt, es läuft ziemlich reibungslos alles. Das habe ich jetzt so bei den ersten Buchungen gesehen für die Online-Villa-Workshop. Das geht, das flutscht ganz gut. Ja, und zwar... Werden wir zwei Workshops live schalten jetzt. Das ist einmal die Seewerkstatt.
Der findet Ende März statt, am 28. und 29. Untertitel von der Idee zum Bild. Da geht es um bewusstes Sehen, um Wahrnehmung, über Absicht in der Fotografie, also gegen den Zufall, sondern Dinge absichtlich tun. Es geht um Bedeutung in der Fotografie. Es geht so ein bisschen darum, den gesamten fotografischen Prozess zu verstehen. Und mit Gesamt meinen wir eben nicht nur, dass Kamera in die Hand nehmen und auslösen, sondern eine ganze Menge Sachen, die drumherum stehen. Neue Sehgewohnheiten, eine klarere fotografische Sprache lernen. Ja, der wird heute online gestellt. Der findet hier statt in der Villa. Interviewfinder-Villa. Und der zweite ist kurz drauf. Und zwar 11. und 12. April. Das ist der Film- und Pixel-Workshop. Film entwickeln, Bilder digital nutzen.
BorisPaff!
ChrisDu bist ein Jingle, Mann. Ja, da geht es darum, Schwarz-Weiß-Filme kennenzulernen oder wieder kennenzulernen, zu entwickeln. Es geht um den sicheren Einsatz von Materialien und Chemie, Licht und Zeit verstehen im analogen Kontext, negative sauber digitalisieren lernen. Das Ganze verpacken wir in einen handlichen und vor allem auch in einen reproduzierbaren Prozess, was das Ganze dann so zum fertigen Bild bringt und kombinieren so ein bisschen dieses analoge Gefühl mit der digitalen Freiheit. Vom Negativ bis zum quasi druckfertigen Bild. Und diese zwei Workshops, Ich feuere mein Skript ab.
BorisUnd jetzt kopiert der da rüber.
ChrisUnd wenn der jetzt refresht, Achtung, noch nicht ganz, dann müssten die jetzt online sein. Tada, da sind sie. Guck da, die grünen Pöppels hier sind angegangen.
BorisJa, schau.
ChrisUnd ja, damit ist die Sehwerkstatt offen. Und Film und Pixel. Klick. Da ist es alles. Ja, kaut euch um. und gucken wir mal. Sind jetzt online.
BorisBin gespannt. Kommt reichlich. Wir freuen uns.
ChrisKommt reichlich? Naja, was heißt reichlich? Also die Villa-Workshops sind ja immer schwer begrenzt auf maximal 10 Leute. Weil merkt hier so, geht hier so Doch, doch. Also Postergeister ist ein bisschen größer, aber da haben wir halt auch mehr Räumlichkeiten und mehr Poster.
BorisIch wollte gerade sagen, ein bisschen kleines bisschen mehr Raum da.
ChrisEin wänziges bisschen mehr Raum.
BorisSo schaut's aus.
ChrisGut, also haut rein und wir freuen uns auf euch.
BorisApropos ein wänziges bisschen, ein wänziges bisschen teurer wird Adobe. Ja, so sind sie. Kaum haben sie Preise erhöht und die günstigen Abos aus dem Programm genommen, schon ziehen sie die Preise wieder an. Was passiert hier bei Adobe gerade? Das Firefly-Paket, das ist halt das Paket oder diese Pakete, die man buchen kann, um um halt KI, generative KI zu nutzen für Foto und für Video. Die werden teurer. Es gibt erst mal weiterhin das Standardpaket für 11 Euro im Monat mit 2000 Credits und einigen Standardkontingenten. Hier so und so viele Minuten oder Sekunden, Video und pipapupp. Müsst ihr euch mal durchlesen. Das bleibt bei 11 Euro im Monat. Aber das Pro-Paket wird vermeintlich günstiger, nämlich nur noch 22 Euro statt 32. Also 10 Euro günstiger ist doch toll. Leider sind da jetzt nur noch 4000 Credits statt 7000 Credits drin. Und wenn man das jetzt mal umrechnet auf die Kosten pro Credit, dann müssten da eigentlich über 4400 Credits drin sein bei dem Preis oder es müsste nochmal deutlich günstiger sein. Also wie man es auch nimmt, das pro Abo wird teurer. Auch die Inklusivminuten für die Videogenerierung sind reduziert worden. Also man hat zwar de facto einen kleineren Einstiegspreis im Monat, wenn man vielleicht nicht so viel gebraucht hat bisher. Ansonsten kann man sagen, es wird teurer.
Und dann sagen jetzt natürlich einige von euch, was interessieren mich die scheiß Firefly-Pakete? Ich will meine Lightroom Classic benutzen oder meinen Lightroom in der Creative Cloud nutzen. Das Lightroom-Foto-Abo. Da gab es ja viele, viele Jahre dieses 20-Gigabyte-Paket, was man buchen konnte mit Lightroom, Lightroom Classic und Photoshop. Und eben 20 Gigabyte Creative Cloud, wenn man die Creative Cloud nicht so intensiv genutzt hat und hauptsächlich eben lokal gearbeitet hat oder nur mit wenigen Bildern. Das gibt es ja nun schon seit einer Weile nicht mehr neu zu buchen. Wer das Abo, so wie ich, noch hat, das läuft erst mal weiter. Wir lassen uns mal überraschen, wie lange noch.
ChrisIch habe es auch noch und zwar zum alten Preis. Das ist ja das Interessante. Aber in dem Moment, wo ich zucke, stecke ich in irgendeinem anderen Abo drin und zahle deutlich mehr für deutlich weniger.
BorisJa, so schaut es aus. Also neu buchen kann man es schon nicht mehr. Neukunden sehen da erstmal blass aus. Es gibt seitdem halt das Fotoabo mit einem Terabyte. Das gab es vorher auch schon und das wurde eben aufgemotzt, dass eben Lightroom Classic und Photoshop mit drin ist, neben dem normalen Lightroom, also dem Online Lightroom. Und das ist seinerzeit, als das 20 Gigabyte Paket weggefallen ist, schon von 12 auf 18 Euro im Monat gestiegen und jetzt haltet euch fest, das steigt jetzt auf 23,80 Euro, also ich runde mal großzügig auf, auf 24 Euro. Von 12 auf 18 auf 24. Alter Verwalter.
ChrisDie müssen jetzt Geld verdienen, weil die Leute das andere Zeug nicht mehr wollen.
BorisUnangenehm teuer. Also meine Arbeitstheorie ist ja, dass Adobe zu viele Kunden hat. Also ich glaube, da ist irgendjemand morgens aufgestanden, ist in die Firma gekommen, hat sich die KPI-Zahlen angeguckt, hat gesagt, so viele Kunden, seid ihr eigentlich bescheuert? Das sind zu viele. Und dann haben sie die Preise jetzt einfach angehoben und wollen Kunden aussortieren. Das ist so meine Theorie. Wahrscheinlich ist die Kundendaten einfach übergelaufen und sie haben keinen Bock da einen neuen Zähler einzubauen oder so.
Junge, Junge. Also das wird langsam unangenehm teuer. Ich habe das mal aufs Jahr gerechnet, weil wer bucht denn sowas für einen Monat? Also würde mich tatsächlich mal ein Feedback interessieren, happyshooting.de slash high, wenn ihr mögt, bucht ihr so ein Lightroom-Abo oder irgendein anderes Fotobearbeitungs-Abo tatsächlich monatsweise, weil ihr irgendwie einen größeren Job oder sowas habt, wo ihr das nutzt und dann nutzt ihr es wieder irgendwie ein halbes, dreiviertel Jahr nicht und dann braucht ihr es ja auch nicht. Dann kann man ja eine Menge Geld dabei sparen. Macht ihr sowas? Oder eher nicht. Also ich eher nicht. Deswegen interessieren mich eher die Jahrespreise. Und wenn man eben damals dieses Lightroom-Foto-Abo hatte, dann hatte man so 144 Euro im Jahr offiziell. De facto hast du irgendwie auch so für 80 plus Euro irgendwelche Angebote bekommen zu irgendwelchen Black Friday Deals und ähnliches. Also oft warst du unter 100 Euro für ein Jahr ganz gut bedient. Jetzt mit den 18 Euro im Monat sind wir dann schon bei 216 Euro im Jahr.
Und jetzt mit dem neuen Preis von knapp 24 Euro im Monat sind wir dann schon bei 345 im Jahr. Das heißt, das ist dann ein Plus von 130 beziehungsweise über 200 Euro, je nachdem mit welchen Zahlen man es vergleicht. Das finde ich viel. Ich muss allerdings sagen, dass es für rein geschäftlichen Einsatz, also für ein Businessprojekt, ich mache das ja auch, um Geld damit zu verdienen, mit dem, was ich da mache, ist das eigentlich immer noch okay. Also wenn man sich am Markt andere Fotobearbeitungsprogramme im professionellen Bereich anschaut, dann kosten die ähnlich viel Geld, wenn man so Einmal-Lizenzen hat oder Abos hat. Mal ist es ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Bisher war es immer ein bisschen mehr, jetzt zieht Adobe nach, da ist es vielleicht ein Tucken weniger. Aber das ist so diese Größenordnung.
Aber ich würde sagen, so im Privat- und Hobbybereich ist das langsam etwas unangenehm viel Geld. Und das ist etwas, was mich auch zunehmend betrifft, weil ich mein Fotobusiness halt deutlich runterfahre, aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen. Und da muss ich mir schon auch überlegen, wie viel Geld ist mir das wert? Im Augenblick ist es mir das wert, weil für mich sehe ich, dass die Software tatsächlich besser wird im Laufe der Zeit. Sie ist für mich schneller geworden auf den M-Prozessoren. Ich weiß nicht, wie das unter Windows ist mit den Intel-Prozessoren, aber am Mac mit den M-Prozessoren hat das Ding wirklich an Performance gewonnen. Das macht richtig Spaß. Und es kommen ja auch tolle Funktionen dazu, die ich also auch wirklich nutze. Kommen wir auch nachher noch dazu. Ein paar schöne Funktionen, die ich toll finde.
Aber, tja, ich habe ja mal wieder ein bisschen rumgestöbert, aber für mich wäre weiterhin keine vollwertige Alternative am Markt. Wer trotzdem mal gucken möchte, es sei hier erwähnt, weil sonst schreibt ihr mir sowieso. Darktable als Open Source, kostenlos verfügbar und extrem umfangreich. Kann man sich auf jeden Fall mal anschauen. Ansonsten, wenn es was Kommerzielles sein darf, ist es On One Photo Raw. Das ist ja das, wofür Tanja sich hier erst mal entschieden hat. Wir haben weiterhin sehr wenig Erfahrung damit, weil, wie ich schon sagte, Tanja macht das alle Jubelmonate mal auf. DxO, sehr, sehr toller Raw-Converter, sehr, sehr gute Qualität, aber hat eben auch seinen Preis. Ich habe jetzt die Preise nicht alle noch mal rausgesucht. Und Capture One zum Beispiel hat ja auch Abo und Einmalkauf. Das ist auch immer ein bisschen merkwürdig bei denen, die Preispolitik. Die ist auch immer mal im Wandel begeben. Je nachdem, wie man es hat. Ein Einmalkauf bei 370 Euro oder Abos, die auch je nachdem, was man hat, 19 oder 30 Euro im Monat haben. Müsst ihr mal schauen, was es da gibt. Zu welchem Preis.
ChrisUnd dann, was du jetzt noch nicht erwähnt hast, ist natürlich das Lightroom-Only-Abo. Weil das ist ein Ding, was Adobe jetzt auch macht.
BorisOhne Photoshop.
ChrisSie haben jetzt quasi Shrinkflation gemacht und verkaufen für, Moment, ich mach es hier gerade mal auf, für 14,49 Euro im Monat. Ein Jahresabo, wenn du es monatlich zahlst, aber ein Jahresabo abschließt. Und darin ist jetzt die Vollversion von Lightroom für Smartphone, Tablet, Desktop und Web und zusätzlich das Lightroom Classic.
BorisAch, das Classic auch.
ChrisBist da drin und jetzt hast du entsprechend das Terabyte und 1449 im Monat und hast 25 generative Credits im Monat. Also wir reden hier von hier beim Pro-Paket sind es 4000, hier sind es 25. Das ist also wirklich nur für Hobby-Use.
BorisTeaser.
ChrisDas ist ein Teaser im Prinzip. Ich weiß auch gar nicht, ob du dann irgendwie nochmal so Kredit-Pakete nachschiebst. schieben kannst oder nicht.
BorisWeil du brauchst relativ wenig Credits, wenn du nur mit Lightroom unterwegs bist.
ChrisGenerative Credits.
BorisDas Entfernen oder sowas ist da glaube ich nicht mit eingerechnet.
ChrisOder Subject Selection und so Zeug ist da nicht mit drin. Ja, das ist halt ja.
BorisDas ist dann könnte dann halt ein preisliches attraktives, Angebot sein, wenn man Photoshop tatsächlich nicht benötigt, weil man eine Alternative dafür nutzt. dann ist man zumindest mit 14 Euro wieder auf einem alten Niveau so roundabout.
ChrisAlso Alternativen zu Photoshop und so, da reden wir ja gleich noch drüber, aber zu Lightroom?
BorisZu Lightroom eher nicht, aber zu Photoshop könnte es halt Alternativen geben und ein bisschen mit 14 Euro. Ich wusste nicht, dass es da Lightroom Classic mit drin hat. Okay, das ist interessant.
ChrisSollen wir mal über eine Alternative reden? Also nicht zu Leitrom, aber zu anderen Produkten. Machen wir mal, weil das ist jetzt schon eine Woche raus.
BorisNatürlich.
ChrisWir müssen mal kurz über Affinity reden, weil das ist jetzt raus, das neue Affinity. Heißt jetzt nicht mehr Affinity Photo oder Designer oder Design oder Publisher, sondern heißt nur noch Affinity. Und ja, was tut's, Boris?
BorisDas Affinity, das Neue, das ist halt jetzt ein Produkt, wo alles drin ist, Alles vereint. Wird unterschiedlich wahrgenommen in der Öffentlichkeit.
ChrisReden wir gleich drüber, ja.
BorisDie einen finden es toll, die anderen finden es nicht so toll. Also rein der Weg, der da gerade gegangen wird. Insgesamt muss man sagen, nettes Angebot, also kostenlos. Das ist erstmal die große Offenbarung, aber nicht ohne Konto. Also man braucht ein Konto, man braucht ein Abo, aber es ist ein Null-Euro-Abo. Erstmal ein kostenloses Konto.
ChrisGenau.
BorisMan hat dann keine KI-Funktionalitäten. Das wäre so der...
ChrisMan hat eine KI-Funktionalität.
BorisDas Selektieren oder sowas.
ChrisGenau, das läuft auf dem lokalen Modell.
BorisGenau, das war ja auch vorher schon drin. Also man konnte es ja mit den Standalons sich schon installieren. Also es ist nichts verloren gegangen, sagen sie. Aber generative KI ist hinzugekommen. Aber wenn man es nutzen möchte, dann eben nur mit kostenpflichtigen Abo-Modellen. was ich persönlich eher fair finde, weil ich muss nichts bezahlen, was ich nicht auch benutze. Das ist eigentlich eine ganz nette Geschichte. Man kann die alten Produkte damit öffnen, seine eigenen alten Dokumente damit öffnen. Aber wenn man sie mit dem neuen Produkt speichert, dann können sie mit den alten Versionen nicht mehr geöffnet werden. Also man muss das wie eine Version 3 verstehen. Der Weg nach vorne ist offen, das ist kompatibel, aber zurück eben nicht. Ich weiß nicht, ich glaube, man kann aber auch kompatibel speichern oder sowas, aber dann können halt Funktionen verloren gehen. Nicht ganz sicher.
ChrisAlso neues Dateiformat heißt .af, was natürlich super für Wortspiele, sich eignet. Und was auch von deren Marketing für Wortspieler, also cool.af und so. Ja, so ein neues Format und da ist Pixel Vector und die Layout-Geschichte quasi in einem Format.
BorisUnd was spannend ist, es sind eben auch neue Funktionen dazugekommen, also neben der generativen KI, die dann eben gegen Geld verfügbar ist, sind eben auch kostenlos mit dabei Vektorisierung, also eben aus Pixelgrafiken Vektorgrafiken machen, dieses Tracing. Das ist etwas, das haben wir seit Jahren vermisst. Jetzt ist es endlich da. Und das ist zum Beispiel einer der Gründe, warum ich es mir wahrscheinlich installieren werde. Ich bin noch nicht dazu gekommen, keine Zeit gehabt bisher. Aber das ist etwas, ich habe es gerade vor, weiß ich nicht, drei Wochen oder sowas sehr intensiv gebraucht. Da musste ich einen ganzen Stapel an Grafiken vektorisieren. Das war ein Heidenaufwand. Ich habe mir die dann einfach auf die Schnelle alle neu gezeichnet, weil ich kein vernünftiges Tool gefunden habe. Das war ein toller Job. Tja, ich würde es einfach aus Neugier mit ein paar ausgewählten Bildern einfach nochmal versuchen, um mich doppelt zu ärgern, wenn die Automatik das gut macht. Aber das ist etwas, da warte ich drauf.
ChrisJa, ich habe das getestet mit dem Vektorisieren. Ist okay, aber nicht perfekt. Also wenn du dich in anderen Bereichen, zum Beispiel Inkscape, anschaust, da bist du deutlich besser.
BorisOh, das wundert mich, weil mit Inkscape hatte ich es probiert und habe sehr schlechte Ergebnisse gehabt.
ChrisJa, Inkscape ist halt von der Bedienung her ein bisschen schwierig. Das ist ein bisschen Usability-Challenge an manchen Ecken. Damit kriegst du, wenn du weißt, was du tust, aber das ist bei allen Tools so, wenn du weißt, was du tust, kriegst du damit sicher deutlich bessere Ergebnisse hin, aber du musst halt wissen, was du tust.
BorisOkay, das wäre sehr enttäuschend. Mit Inkscape hatte ich relativ intensive Versuche gemacht. Gut, der Vorteil Aber Affinity ist halt wieder ganz typisch Affinity-Produkte eigentlich, dass du eine sehr, sehr schnelle Bearbeitung hast und du hast quasi eine Live-Vorschau des Ergebnisses, während du an Schiebereglern ziehst.
ChrisUnd ich hatte zwei unterschiedliche Arten von Ergebnissen. Ich habe ein Logo vektorisiert, das ging zack und war gut. Und ich habe was Größeres vektorisiert, was überhaupt nicht gut funktioniert hat. Und du hast halt wenig zum Einstellen. Du hast zwei Regler und das ist ein bisschen... Aber vielleicht werden die noch ein bisschen auf Feedback eingehen. Ich hoffe es mal.
BorisAchso, generell, wer vorhat, mal Pixelgrafiken zu vektorisieren und nur kleine Pixelgrafiken hat, das ist etwas, was mich halt betreffen wird, weil ich halt Grafiken aus Apps, vektorisieren will, die bisher als PNG vorliegen und die liegen dann halt vor so in der Auflösung, weiß ich nicht, 32 Pixel, 64 Pixel oder sowas in dieser Größenordnung, also als Fläche, 64 mal 64 zum Beispiel. Das kann sein, dass Vektorisierungsprogramme damit durchaus Probleme haben, weil das zu wenig Fleisch hat. Da kann es tatsächlich helfen, wenn man die vorher in eine KI wirft, um sie halt von der Auflösung her deutlich zu vergrößern und dann zu vektorisieren. Das kann zu deutlich besseren Ergebnissen führen. Das nur so als Tipp, wer auch mal bessere Ergebnisse haben will.
ChrisSoll es noch irgendwas?
BorisSo schaut es aus. Nö, was mich halt gewundert hatte, war, ich hatte mal geguckt, was kostet es denn, wenn ich die generative KI benutzen wollen würde. Und du kannst halt Abos abschließen zu zwei verschiedenen Preisen. Ich habe ja mal die Seiten zu Canva verlinkt, wo die Preismodelle stehen. Und es ist halt von kostenlos. Der nächste Sprung sind dann, glaube ich, gleich 100 Euro im Jahr. Das ist gleich ein ganz ordentlicher Sprung. und der nächste Sprung sind, glaube ich, 160, also 110 Euro sind es genau. Und was ist der nächste?
ChrisDas ist die Pro-Version. Das ist dann, wo du einfach deutlich mehr Content noch kriegst und eben KI-Features.
BorisGenau, und das nächste sind 160 Euro im Jahr. Das ist schon die Business-Lizenz.
ChrisAlso das ist schon eher für größere Teams, würde ich sagen.
BorisWenn du dir halt die Details anguckst, dann steht eben nicht, ja, wie viel denn? Weil wir wissen, dass es bei generativer KI immer um natürlich die Rechenzeit geht, die du brauchst. Und das wird dann halt in Tokens und sowas gerechnet und verkaufen tun sie dir halt in der Regel irgendwelche Credits, irgendwelche Pakete oder sowas und dann heißt es eben, eine Funktion braucht so und so viel Credits, Aber es steht halt leider nicht dabei, wie viel hast du denn jetzt eigentlich?
ChrisDas ist ja Limited AI und High AI, Higher AI und Higher AI Access.
BorisWir wollen mal nicht zu präzise werden, habe ich mir mal notiert.
ChrisKann man da nicht mal irgendwo auf ein i klicken? Das werden wir früher oder später rauskriegen.
BorisIrgendwo im Kleingedruckten steht halt drin, dass es von der Größe des Abos abhängt, wie viel du hast. Aber es steht nicht drin, wie viel du hast.
ChrisJa, ich denke, das wird möglicherweise noch irgendwie, wird die Community das schon rauskriegen.
BorisUnd einige Stimmen da draußen haben es natürlich schon ausprobiert. Da hatte ich mal so ein bisschen quer gelesen und quer geschaut, Videoreviews und ein paar Berichte gelesen. Es soll nicht auf dem Niveau mitspielen, wo Adobe gerade spielt oder gerade, wo hier Gemini mit dem, mit diesem, wie heißt das, irgendwas mit Banana da mitspielt.
ChrisNano-Banana.
BorisNano-Banana, sondern hier ist es wohl so, dass Canva das Leonardo AI eingekauft hat und das soll halt noch nicht auf diesem hohen Niveau mitspielen. Das heißt, wenn man da so ein Abo abschließt, dann rechnet nicht mit den Ergebnissen, die ihr jetzt von Photoshop oder Gemini, Google etc.
ChrisKennt.
BorisEs wird etwas schlechter sein. Wenn du generierst. Wenn du generierst. Und das, was ich gesehen habe in Videoreviews, ist teilweise lächerlich schlecht. Bis hin zu, naja, also könntest du so auch bei den anderen vielleicht bekommen haben, je nachdem, wie du da gepromptet hast und so. Also mal so, mal so, aber ich denke mal, da ist Canva ja durchaus dabei und die werden das auch weiter trainieren und das wird sich da auch in, weiß ich nicht, vierteljährlichen Turnussen verbessern, schätze ich mal. Nichts wächst so schnell wie die KIs derzeit.
ChrisNa gut, also halten wir fest, es gibt, Und das neue Affinity, es kostet nichts. Sie sagen auch hier auf Lebenszeit und so und überhaupt. Man muss einen Account abschließen. Bei Canva, der kostet aber nichts, der Free Account, das reicht aus. Und wenn man KI-Features will, muss man mal zumindest irgendwie ein Zehner im Monat ungefähr reinwerfen, 110 im Jahr.
BorisJa, genau.
ChrisSoweit, so gut. Also neue Features, einheitliche Oberfläche. Sehr, sehr customizable diese Oberfläche. Also ich kann jetzt Tools, die ich zum Beispiel bisher im Fotomodus vermisst habe, kann ich jetzt da einfach reintun. Also ich arbeite zum Beispiel im Designer ziemlich viel mit Artboards und die waren im Fotobereich immer nicht drin. Also muss man erst in den Designer und dann da Artboards anlegen und dann den Fotobereich und so weiter. Also es ist alles jetzt sehr, sehr customizable und das ist cool. Sie haben auch den Export der Bilder jetzt mal ein bisschen angepasst, weil das doch immer ziemlich umständlich war, immer irgendwie in diese Export-Persona zu gehen, um dann irgendwie das, also das ist alles ein bisschen anders. Generell so vom Feature-Set und von der Geschwindigkeit und von der Benutzbarkeit und davon, wie es aussieht bin ich erstmal ganz, zufrieden, aber jetzt möchte ich gerne die Sache nochmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten weil wir können das jetzt aus, welche Features und so weiter betrachten, aber ich würde gerne mal so ein bisschen, drauf eingehen, was denn Canva hier für ein Spiel spielt Sehr gerne Ich habe es bewusst weggelassen.
BorisWeil ich sagte, ja einige Einige sind zufrieden, andere nicht.
ChrisDas ist okay, das ist klar. Und die Kritikpunkte und das Lob geht natürlich um beide Richtungen. Die Angst, die man gehört hat, als sie geteased haben, war ja immer oh Gott, bloß kein Abo, jetzt wollt ihr da auch hin und so weiter. Je nachdem, was man möchte, braucht man das Abo nicht, aber den Account braucht man auf jeden Fall.
BorisEs ist ein Abo.
ChrisGut, trotzdem würde ich jetzt sagen, Adobe hat ein Problem. Ich glaube, ein ziemlich großes Problem, weil dieser Move, wenn man es mal aus der Perspektive betrachtet, wer hat denn bisher Adobe ernsthaft Probleme bereitet, dann gibt es da nicht so viele Fälle in der Vergangenheit. Wir gucken mal so die letzten 20 Jahre. Also, gehen wir erstmal kurz hin. Also, was spielen Sie für ein Spiel? Free Forever heißt das. Ist das ein Red Flag? Ja, möglicherweise, weil man sagt ja immer schön, if the product is free, you are the product. Also, wollen die jetzt unsere Daten? Wird die KI mit unseren Arbeiten trainiert?
BorisUnd worauf bezieht sich das forever? Auf diese Version?
ChrisOder soll Affinity jetzt möglichst viele neue Kunden anlocken, weil gratis und dann kommt irgendwann der Switch, diese Entgertification, jetzt wird plötzlich die Schraube angezogen und so weiter. Aber gucken wir mal, also wie ist das Ganze abgelaufen? Wie gesagt, es gab dieses am 30.10. Das Announcement-Video von Ash Huston, das ist der CEO, die kommen ja aus Australien, glaube ich, und hat über Features und Preis und so weiter erzählt und dann ist gleich so die Skepsis-Flagge hochgegangen. Am Tag drauf hat dann der Cameron Adams, der Chief Product Officer, ein Video rausgehauen und hat gesagt, nee Leute, es gibt keinen Haken, wir sammeln keine Daten, wir machen kein KI-Training auf eure Daten, es gibt keine versteckte Monetarisierung. Ich zitiere jetzt nochmal, sagt, unser Ziel ist freier Zugang zu professionellen Design-Tools für alle, kein Gatekeeping, kein Abo-Zwang.
Dann sagt er, es wird ermöglicht durch Canvas ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Es ist kein Marketing-Trick, sondern langfristiges Bekenntnis zu kreativer Freiheit und für Canva strategisch sinnvoll, weil mehr Profis bei Affinity führt letztendlich auch zu mehr Teams bei Canva. Also sie haben so das, was sie bisher eigentlich immer auch schon gesagt haben, so Kernwerte, Fairness, Vertrauen, Unabhängigkeit, kreatives Empowerment, also wir wollen die Kreativen stärken. Okay, kann man erst mal so stehen lassen? Man kann sich seinen Teil dazu denken?
BorisJa, ganz kurzer Einwurf dazu. Ich finde, das kann man sehr wohl so stehen lassen. Also wenn die Leute sich hinstellen vor die Kamera und das erzählen, dann kannst du denen trauen. Und der Punkt ist, wenn ich dieser Aussage nicht traue, dann brauche ich das Produkt auch nicht benutzen. Also entweder unterstelle ich etwas oder ich glaube einfach auch mal. Und ich glaube denen schon.
ChrisEr hat schon das adressiert, was die Leute kritisiert haben oder wo die Leute Befürchtungen hatten. Und jetzt hast du dieses Video und da ist der Product Chief da und sollten sie da tatsächlich irgendwas Hinterhältiges tun, dann ist das ein sehr, sehr schneller und sehr, sehr umfassender Vertrauensverlust für Affinity bzw.
BorisKannbar. Ein Bummerang werden.
ChrisUnd Australien. Und deshalb, das stelle ich noch nicht mal ganz in Frage. Aber die Frage ist, warum? Und am 1.11. am Tag drauf gab es dann die Canva Keynote. Ash Hewson, der Chef von der Dianze, also von der Dianze Affinity. Also ich habe mir das angeguckt und ich habe immer wieder gedacht, hoi, hoppla, das ist ein ganz klarer Frontalangriff auf Adobe. Da sind so Formulierungen drin wie, other tools have a steep learning curve, also andere Werkzeuge sind schwierig zu lernen. Kreativität ist kein Luxus, es ist ein Recht.
BorisSteile Aussage.
ChrisArgument. Und die Kreativen haben Besseres verdient. Also er hat immer wieder, ohne den Namen zu nennen, so im Nebensatz immer wieder so ein Stachel Richtung Adobe gepackt. Also ich sehe die Aktion tatsächlich vor allem als einen Angriff auf Adobe. Und zwar eine volle Breitseite. Und das ist ein ziemlich schlauer Move. Weil ich glaube, Canva spielt hier drei Karten. Das ist die Karte Fähigkeiten. Was können wir? Das ist die Karte Preis. Was kosten wir? Und das ist die Philosophie Karte. Das ganze Empowerment und die Kreativen sind uns wichtig und so weiter. Die Frage ist, hat keiner eine Chance die Dominanz von Adobe zu knacken und jetzt gehen wir mal ganz kurz in die Geschichte, wer hat das dann in der Vergangenheit schon mal versucht, so 1990er gab es eine Open Source Welle also da kommt GIMP raus, da kam Inkscape raus, die hatten nicht viel Einfluss auf das Business von Adobe, aber sie haben schon so einen gewissen Bereich aber naja es waren halt, wenn man sich mal so beides aus der Zeit anschaut, es war halt nicht so poliert. Und deshalb hat es halt auch nicht die gleichen User sich geholt.
BorisIn den Firmen findest du das eher nicht. Da mag es Ausnahmen wie überall geben, aber ansonsten ist mir das im Firmenumfeld noch nicht aufgetreten.
ChrisNee, im Firmenumfeld noch nicht, vor allem weil es da natürlich auch geht um so Qualitäten wie Verlässlichkeit und die standardisierten Dateiformate und das Farbmanagement.
BorisJa, und du kriegst von deinen Partnern Vorgaben, die du erfüllen musst und dann fehlt irgendwas. Oder du kriegst Dateien, die du dann doch nicht 100% öffnen kannst und solche Späße. Wir kennen es alle.
ChrisDann so die nächste Phase, wo es mal so ein bisschen holprig wurde, war so 2007 bis 2012. Apple und Flash, Macromedia Flash. Wir hatten damals, vielleicht erinnern sich die einen oder anderen noch, auf Webseiten ganz viel Flash-Content. Da war dieses Plugin, das hast du installiert und dann konnte dein Webbrowser Flash-Content für Formulare, für Interaktion, für Videos abspielen und so weiter darstellen. Und das Ganze war Makrometer, beziehungsweise hat er dann Adobe gekauft. Ja, da war das quasi Adobes Produkt und die hatten damit so einen richtig dicken Daumen in diesem Browsermarkt und waren drauf und dran, das komplette Web quasi Flash-basiert zu machen.
BorisEs gab komplette Webseiten, die 100% Flash-basiert waren.
ChrisGenau. Und damals hat dann Steve Jobs Flash von iOS verbannt. Also von diesem neuen iPhone.
BorisZu Ressourcen verschwendend.
ChrisWar so, war da ziemlich offen. Und das hatte einen enormen Einfluss dann auf Adobe, weil deren Strategie war damals tatsächlich, uns gehört das Web. Und mit diesem neuen iPhone, was dann tatsächlich ja zu einem wichtigen Device wurde, war Flash im Prinzip tot. Also die haben damit Flash gekillt. Flash ist dann auch nach einer Weile einfach weg gewesen. Und Adobe musste sich dann umentscheiden. Und die haben dann quasi von diesen Runtime-Plugin-Geschichten, Eine Kehrtwende gemacht Richtung kreative Tools und Multimedia-Produkte und das war auch so der Startschuss für Creative Cloud im Prinzip. Also daraus, aus diesem Flash-Verbot ist quasi irgendwie diese Creative Cloud indirekt entstanden. So, das war die Geschichte. Dann gab es noch einen Angriff in 2010ern. Das war so Thema webbasierte Tools, die mehr geworden sind, also Figma und Sketch und Pixlr und Photopea und so weiter. Also Sachen, die das Ganze in den Browser verlagern und damit dem Adobe Modell so ein bisschen am Wasser gegraben haben. Das hat wenig Einfluss gehabt, also moderaten Einfluss, wohl messbaren Einfluss. Besonders Figma hat sich dann diesen UI-UX-Markt geholt.
BorisDie findest du tatsächlich auch viel in Softwareunternehmen. Also das kenne ich aus unserem Hause, dass es gerne genutzt wird und ich kenne das eben auch von befreundeten Softwarehäusern. Das ist ein ganz großer Markt.
ChrisUnd das war für Adobe so gefährlich, speziell Figma, dass die 2022 versucht haben, Figma zu kaufen. Die Regulators, die Regulierungsbehörden haben gesagt, nö, machen wir nicht. 2023 haben sie das geblockt und Figma wächst weiter, ist wichtig, ist immer noch wichtig, wird wahrscheinlich sogar wichtiger und, hat so ein bisschen gezeigt, dass Adobe so in diesem webbasierten Cloud-Bereich nicht viel hat. Das war zu dem, oder nicht viel hat zu dem Zeitpunkt.
Und dann so ab 2013 ungefähr bis heute ist halt dieser Abo-Widerstand immer weiter gewachsen. Leute sind verärgert, Monatlich zahlen, du guckst dir den Adobe Börsenkurs parallel dazu an mit diesem Abo-Zwang, der dann kam und die haben ja, die drucken ja quasi Geld seither und dann kam irgendwann Affinity und hat gesagt, wir machen kein Abo-Modell und haben damit tatsächlich Sichtbarkeit und einen Teil des Marktes bekommen. Und der Impact für Adobe ist halt das so ein bisschen PR-Desaster. Also das hören die sicher nicht gerne, hören sie aber sehr oft das mit diesem scheiß Abo und so weiter. Eher so kurzfristig, langfristig, ja, geht das irgendwo wahrscheinlich auch ein bisschen auf die Abo-Geschichten und.
Lässt aber halt viele grummelnde Kunden zurück, weil sie zahlen müssen. Das ist so ein bisschen dieses Geiselhaft-Gefühl, ich kann da nicht raus, weil ich muss ja, weil, wie wir gesagt haben, so standardisierte Formate und, Verlässlichkeit, also im Business-Bereich ganz, ganz wichtig. So, was dann so 2023 ungefähr noch losgegangen ist, ist das Thema KI mit Journey, Runway, OpenAI und so weiter. Das verändert, wie mit Bildern gearbeitet wird. Das ist auch ein Angriff auf Adobe indirekt. Das ist zwar nicht als solcher wohl geplant, aber es ist, Hat dazu geführt, dass die schon sehr, sehr intern sehr viel Holterty Ports da Zeug machen mussten, zum Beispiel Firefly. Das ist ein existenzieller Angriff letztendlich für das Businessmodell von Adobe. Weil wenn du irgendwann, und das kannst du heute mit Nano Banana machen, vielleicht noch nicht perfekt, aber kannst ein Bild reinwerfen und sagen, mach dem Boris mal gelbe Ohrringe und rasieren den Bart ab. Und dann kommt das so raus.
BorisOder mach die Falten aus dem Shirt und solche Sachen.
ChrisOder mach aus diesem Sommerbild eine Schneelandschaft. Wie gesagt, perfekt noch nicht, aber das ist Bild bearbeiten. Oder die Fenster, mach die mal gotisch. Oder gib der Kuh eine Zigarette oder so. Keine Ahnung, was du auch willst. Das funktioniert erstaunlich gut.
BorisEben, wie du eingangs gesagt hast an den Beispielen, nicht nur diese scherzhaften und übertriebenen, kitschigen, eindeutig künstlerischen oder künstlichen Bilder, sondern eben tatsächlich Bild bearbeiten und Bildretusche und das eben in deutscher Sprache oder in Englischer.
ChrisUnd das ist ja Kernbusiness von Adobe, zumindest im Fotobereich. Aber auch im Designbereich überall.
Viele von diesen manuellen Dingen, die du lernen musstest, die Skill brauchten, die musst du in der Zukunft nicht mehr so lernen. Zumindest nicht, um zum gewissen Ergebnis zu kommen. Und die Antwort darauf, wie gesagt, Adobe hat von Firefly gebaut und versteibt sich jetzt eben auf das Thema Lizensierung und spielt die Ethikkarte. Weil der kommerziell sichere KI, wir haben hier die gute KI, die nicht böse die Leute beklaut, sondern das irgendwie businesssicher macht. Aber es ist trotzdem ein echtes Problem, weil sobald Kreativität prompt getrieben wird und nicht mehr Prozess getrieben ist, wird es schwierig für Adobe. Zumindest mit dem aktuellen Businessmodell. So und jetzt kommt Canva und Affinity.
2024 hat Canva Affinity gekauft und da sind wir noch mittendrin und Canva kontrolliert jetzt plötzlich für den Massenmarkt die Design-Tools. Und das, was vorher einfach Adobe war, weil Affinity, also die neue Software Affinity, deckt sehr viel ab von dem, was Adobe abdeckt. Und solange wir nicht in ganz tiefe Spezialanwendungen gehen, ist die Software sehr, sehr fähig und kostet nichts. Das heißt so, diese professionelle Design-Suite ist plötzlich free. Und das zielt natürlich auf, das zielt auf Adobes unteres Segment, also die.
Nennen wir sie mal preisbewussten Amateure.
BorisJa, oder die Solo-Selbstständigen und so.
ChrisAuf das mittlere Segment, das sind die Einzelkämpfer und Einzelkämpferinnen, kleine Studios, so die kleinen Professionals. Und in dem Moment, wo auch so Integrationen noch besser werden, könnte auch so der Business-Enterprise-Markt zumindest interessiert werden. Also die drei Karten. Erstens Preis. Kann mal Preisgestaltung. Gestaltung ist free mit Einschränkungen. Es gibt eine Premium-Option, die 110 Euro im Jahr und dazu gibt es noch ein Free für Lehrkräfte, Schulen und Schüler bis 12. Klasse.
BorisJa.
ChrisUnd jetzt, ich kenne das so aus meiner Business-Vergangenheit. Das gab es, glaube ich, früher von Adobe auch. Möglich, aber ich kenne das aus meiner Business-Vergangenheit. Damals habe ich bei HP gearbeitet und diese Unix Workstations, die gab es für Education zum Selbstkostenpreis. Also sie haben wirklich wenig dafür bezahlt und dann sind in den Schulen plötzlich in den Computerräumen irgendwie Unix-Workstations gestanden und das, was die Kids kennen, das nehmen die später auch mit in den Beruf. Und das ist dieses Preismodell mit den Features und so weiter, ist good enough für 90 Prozent der User. Small, Medium Business, Amateure und so weiter. Das ist die Karte eins, Preis. Zweite Karte, Fähigkeiten. Also was können wir? Bisher hat Canva immer noch so diesen Ruch gehabt, wir sind so Leichtgewicht, Cloud-basiert, Kollaborationsnische, eher so für Marketing-Teams und für die Nicht-Designer, für die Leute, die mal schnell irgendwie was zusammenbauen wollen, aber das mit dem Design halt nicht lernen wollen oder können.
Und Adobe hat so dieses Pro-Segment dominiert mit Photoshop und Illustrator und InDesign. Und jetzt hat Canva damit quasi diesen Lightweight-Leichtgewicht-Halo abgelegt. Die kontrollieren jetzt sowohl diesen Pro-Zoomer-Bereich und den Pro-Bereich. Und kontrollieren sie zumindest für bestimmte Marktsegmente jetzt, da bin ich mir ganz sicher. Und bisher war Canva so der Angreifer im Ease-of-Use-Bereich, also das ist einfach, da kann jeder im Webbrowser mal schnell was machen und jetzt wird eben über diese Fähigkeiten und Preis angegriffen und über die Philosophie. Und da positionieren sie sich jetzt als zugänglich und als nicht so verschanzt hinter Kosten, Kompatibilität und Komplexität. Also das, was Adobe macht. Adobe wird als, oh, das ist komplex und das ist teuer angesehen. Und auf der Welle reiten sie jetzt natürlich ins Dorf. Sagen, wir demokratisieren die Kreativität. Bei uns kriegt ihr das quasi alles in gut und in professionell. Und positionieren sich damit so als Anti-Adobe.
BorisWeiterhin muss man sagen.
ChrisDas hatte Affinity von Anfang an, aber sie waren halt lange sehr klein und das hat Adobe zwar im Businessmodell gekratzt, aber nicht so schlimm. Aber jetzt kommt Canva. Gehen wir gleich mal drauf ein. Also was heißt das finanziell? Also Canva hat Adobes Businessmodell ein Stück weit ausgehebelt und, Das ist deren Ziel im Moment, da bin ich mir ziemlich sicher und egal, ob die jetzt kurzfristig draufzahlen oder nicht, sie bekommen zumindest so diesen Mindshare, sie bekommen so diese Sichtbarkeit im Profibereich und das ist eine Währung heute im Softwarebereich, ganz klar. Also wenn du Sichtbarkeit hast, Mindshare hast, dann bist du wer? Die Frage ist, ist Canva groß genug, um das durchzuziehen? Weil die werden da erstmal eine Zeit lang Geld reinbuttern müssen. Ich habe mir mal die Börsenvaluation angeguckt. Adobe ist aktuell so 148 Milliarden US-Dollar wert. Canva ist so circa 40 Milliarden wert, aber sind privat. Also man hat nicht so richtig die Zahlen, aber das wird ungefähr geschätzt. Das heißt, ja, die sind so ein gutes Drittel, Viertel bis ein Drittel von Adobe ungefähr. Das heißt, die sind nicht klein. Canva ist relativ groß, nicht so groß wie Adobe, aber die haben, glaube ich, ganz gut eine Chance, das zu machen.
Ja, was heißt das noch für Canva? Also wir haben Adobe, Adobe haben einen Wert. Sie haben eine sehr tiefe Integration. Sie haben ein sehr tief eingesessenes Ökosystem. Also mit After Effects und Premiere und Photoshop und Lightroom und Illustrator. Und Canva hat sich durch dieses Release jetzt ein bisschen verändert. Also Canva selber ist weiter cloud-zentrisch und ist rund um Kollaboration gebaut und haben jetzt eben professionelle lokale Tools dazubekommen. Die haben bisher gefehlt. Und die linken aber ins Canva-Ökosystem zurück. Also wer jetzt sich das Zeug holt, weil gratis und so weiter, der hat zumindest in irgendeiner Form einen Link nach Canva. Und wenn es auch nur dieses gratis Abo ist, aber ersten Fuß in der Türe haben sie damit ganz sicher. Dann haben sie diesen Account-Zwang, der vergrößert erstmal die User-Base. Also die Zahlen, die User-Zahlen werden damit größer. Egal, ob die jetzt das benutzt, das kann man oder nicht, aber Canva kann jetzt sagen, wir haben so und so viele Millionen User dazu bekommen. Da wird mit Sicherheit in irgendeiner Form Telemetrie abfallen.
BorisDa kann es von rausgehen.
ChrisUser-Verhalten, irgendwelche Verhaltensmuster, Content-Typen, die generiert werden. Spätestens wenn die User dann Canva selbst verwenden. Aber mal schauen, da muss man mal genau in die Daten gucken. Im Enterprise-Markt ist Adobe immer noch ziemlich tief drin, weil sie eben, wie gesagt, verlässlich sind oder so empfunden werden. Diese Marke ist immer noch sehr, sehr wichtig. Die haben diese Standard-Dateiformate. Wenn Canva das schafft, so Corporate-Kunden zu überzeugen, also davon überzeugen kann, dass Canva und Erfindet zusammen quasi die kreativen Anforderungen abdeckt, und das, denke ich, tut das für die meisten Firmen, dann kann das Adobe durchaus gefährlich werden. Und jetzt kommt noch ein Punkt dazu. Canva, es wird länger schon spekuliert, wann Canva einen Börsengang macht. Einen IPO. Der wird fürs nächste Jahr erwartet. Und dieser Affinity-Move, der treibt natürlich die Benutzerzahlen in die Höhe. Damit wird Spannung erzeugt, damit wird Sichtbarkeit erzeugt. Und das ist genau das, was du vor so einem Börsengang haben möchtest. Eben auch, deshalb positionieren sie sich auch ganz klar als Anti-Adobe. Das ist so eine, das ist eine Story, ne, das ist also, das ist die David-gegen-Goliath-Geschichte und so. Damit machen sie sich für einen Börsengang fertig, mit Sicherheit.
BorisDa hab ich ja ganz, ganz große Bedenken.
ChrisWerden wir sehen. Wie gesagt, alles, was ich erzähle, ist Spekulation.
BorisNatürlich Spekulation, aber Aber wenn sie an die Börse gehen, so David gegen Goliath finde ich erstmal prinzipiell cool und unterstützenswert. Und das sind tolle Produkte von Affinity. Das kennen wir, haben wir oft drüber gesprochen. In dem Augenblick, wo sie aber kein Privatunternehmen mehr sind und das machen, was sie für richtig halten, sondern an die Börse gehen und dann Aktionären gerecht werden müssen. Ich habe da so eine Ahnung, was da passieren könnte, wenn man dann plötzlich jedes Quartal mehr Umsatz machen muss.
ChrisIch habe die gleichen Bedenken, aber es ist trotzdem wahrscheinlich, also es ist sehr wahrscheinlich, dass das passieren wird früher oder später. Jetzt ist die Frage, wie wird Adobe darauf antworten? Also zum Beispiel, also haben wir gerade gesehen.
BorisWie wird der Preiserhöhung antworten Sie da drauf?
ChrisAlso ursprünglich, als ich das hier mal zusammengeschrieben habe, waren die Adobe-Preise noch nicht raus. Und dann dachte ich so, naja, wird jetzt irgendwie Firefly überall integriert? Werden vielleicht die kompletten Creative Suite-Preise irgendwie neu verhandelt? Weil sie ja plötzlich einen Umsatzeinbruch haben werden. Aber ja, die Preiserhöhung fürs Foto-Bundle und so weiter, das ja...
BorisÜbrigens, also jetzt ganz ohne Boshaftigkeit, sowas kann tatsächlich dahinter stecken, weil wenn du sagst, oder Adobe wird es wissen anhand der Zahlen, wenn die halt die ganzen kleinen, ich sag mal so im Hobby, Amateur und Solo-Selbstständigen-Bereich verlieren, weil denen das zu teuer wird und die halt ihr Heil dann in Canva und Affinity suchen, dann kannst du halt die Preise erhöhen, weil ein Unternehmen, was halt Umsätze macht, ich sag mal ab einer halben Million aufwärts oder sowas, ob du da irgendwie 100 Euro mehr im Monat für deine Kreativ-Suite bezahlt, spielt einfach überhaupt keine Rolle.
ChrisIst richtig. Und jetzt guckst du dir mal die Leute an, da arbeiten ja Menschen. Das sind Menschen, die vielleicht auch zu Hause gerne designen und die aber zu Hause nicht das Geld für den Adobe-Zeug ausgeben wollen. Das heißt, die holen sich Canva nach Hause und dann können die plötzlich Canva ganz gut und dann ist irgendwann mal die Diskussion in der Firma und dann kommen halt die einzelnen Abteilungen und sagen, na nö, vielleicht nehmen wir auch Canva.
BorisWird noch ein bisschen dauern, aber es ist nicht ausgeschlossen.
ChrisUnd das würde dann letztendlich dazu führen, dass Adobe die Preise noch weiter erhöhen muss, um irgendwelche Umsatzeinbußen auszugleichen. Aber wichtig ist erstmal, die öffentliche Meinung hat sich jetzt ein bisschen geändert. Canva ist nicht mehr nur Spielzeug und so, sondern es ist eine echte Alternative zu Adobe.
BorisIch hätte noch eine Spekulation, was passiert und zwar ziehe ich mal eine Parallele zu den ganzen Streaming-Anbietern. Also Videostreaming-Anbietern. Das Ganze hat auch mal angefangen mit sehr günstigen monatlichen Preisen.
ChrisDas nennen wir Entgertification.
BorisWas du uns überführt erzählst. Damals nur mit Netflix angefangen und hat tatsächlich viele, viele Menschen davon weggeholt, die Videos zu piratisieren, sondern eben legal sich anzuschauen, weil es bequem war. Es war preislich attraktiv. Dann wurde es teurer, es gab Konkurrenz. Plötzlich gab es die Filme nicht mehr an einer Stelle, sondern du brauchst es dann schon zwei, drei, vier Abos, wenn du deine Serien sehen wolltest. Dann wurden die Preise jedes Jahr teurer und immer teurer und immer teurer, bis die Leute dann jetzt unzufrieden sind. Und dann gibt es die billigen Einstiegsangebote mit reduzierter Auflösung, mit eingespielter Werbung. Und jetzt nimm das mal auf Adobe, wenn die jetzt anfangen, Geld zu verlieren, weil jemand tatsächlich groß abgräbt. Dann wird es vielleicht ein günstiges werbefinanziertes Programm geben. Und dann, während du am Design bist, dann hast du plötzlich eine Fullscreen-Einblendung von Jeva.
ChrisAber du hast ja, genau, wir können es noch weitermachen, dann wird beim Export in deine Vektordatei noch so ein Jever-Logo eingeblendet. Das ist das Thema Entschitification. Du hast einen Service, den machst du gut und günstig und dann hast du plötzlich ganz viele User und dann ziehst du die Daumenschraube an. Das ist aber hier, glaube ich, nicht das Spiel, was sie spielen. Das habe ich, den Eindruck habe ich nicht.
BorisJa, ich habe Befürchtungen, wenn sie an die Börse gehen, dass sie spielen müssen auf Druck.
ChrisOkay, werden wir sehen. Aber im Moment ist das ein Angriff auf Adobe's Business-Modell.
BorisJa, definitiv.
ChrisEin Frontalangriff auf das Business-Modell. Und ich glaube, dass die Affinity-Kunden, also wir Kunde, in Anführungszeichen, also die Nutzerinnen und Nutzer, werden von diesem Move jahrelang profitieren. Weil Canva bereit ist, da Geld ein reinzuwerfen und nicht nur eine kleine Schlacht zu machen, sondern einen Krieg zu führen. Und das tun sie gerade im Moment. Und leider, ganz großes Aber... Ist da noch Lightroom Classic. Und dafür gibt es keine gute Alternative. Es gibt andere Tools, die viel davon können, aber so dieses, ich steige jetzt um auf das neue Tool, das haben wir hier schon rauf und runter in allen Farben und Variationen gehabt. Es gibt momentan noch kein Tool. Das heißt, ich werde auch weiterhin Adobe Geld geben müssen, weil ich meine Prozesse, meine Workflows nicht grundsätzlich drastisch über den Haufen werfen will und teilweise auch nicht mal kann.
BorisAber wir haben ja vor weiß ich nicht wie langer Zeit mal ein Teaser-Video gesehen von Serif. Und da wurde ein Programm angeteasert, was verdammt nach einem Verwaltungsprogramm aussah.
ChrisDass Affinity an einem Lightroom-Konkurrenten gearbeitet hat, wissen wir. Das wurde auch bei denen im Forum schon diskutiert. Die haben auch schon erzählt im Forum, dass sie da an was dran sind. Das ist jetzt mehrere Jahre her. Ich bin mir sicher, dass das in dem Kontext erstmal auf Eis gelegt wurde. Aber eins ist klar, und das wissen die auch, in dem Moment, wo sie ein Lightroom Classic in irgendeiner Form Klon hinbekommen, ich sage jetzt mal nicht Klon, aber in irgendeiner Form eine Möglichkeit liefern, dass man tatsächlich seine Sachen da weiter bearbeiten kann und so weiter, also ohne zu viel Schmerzen umsteigt, auch mit vielen Daten und vielen Edits. Bricht denen massenweise das Fotopaket weg bei Adobe.
BorisDa gehe ich mich von aus. Und ich habe halt ja immer, also bisher hätte ich jetzt gedacht, sie haben das nicht gemacht, weil ich meine, sagen wir mal ehrlich, die haben da ihre Software verkauft, teilweise für 40 Euro, irgendwie die Programme im Bundle oder sowas. Wie willst du davon irgendwie leben oder weiterentwickeln? Das fand ich immer ein bisschen sehr skurril. Wenn sie jetzt aber hier einen Partner haben in Form von Canva oder eben jetzt in Canva aufgegangen sind, wie ja gesagt wurde in diesen Videos mit einem durchaus gesunden Geschäftsmodell und auch hier ist es ja so, du kannst es zwar kostenlos nutzen, alles fein, aber ob du jetzt 40 Euro bezahlst oder es kostenlos benutzt, das wird dir jetzt auch nicht wirklich jucken. Aber wenn du halt die kreative KI haben willst und das ist ja das, wo künftig immer mehr Musik drin ist, dann zahlst du halt. Und wenn jetzt aber Geld reinkommt für diese Entwicklung und sie jetzt diese Verwaltung weitermachen können, weißt du, Affinity und jetzt Canva ist halt ein Player, die eben auch mein geliebtes Druckmodul bauen könnten. Weil alle anderen Mitbewerber können nicht drucken. Also du kriegst ein Papier, ein Bild auf Papier, aber das ist doch kein Drucken.
ChrisUnd die 110 im Jahr für das Pro-Paket, diese 110 im Jahr sind jetzt auch nicht nix, aber irgendwo fühlen die sich noch halbwegs brauchbar an. Ich hab erstmal nicht vor, da Geld einzuwerfen, aber da bin ich noch ein bisschen durch YouTube gegangen und hab mal geguckt, was so andere dazu sagen, also Frage zum Beispiel, wird Affinity Inkscape killen? Inkscape, das Open-Source-Vektor-Programm.
BorisDas glaube ich nicht, das wird weitergeguckt.
ChrisGlaube ich nicht, glaube ich, glauben auch die online nicht, weil die, Und diese Erwartung basiert auf Feature-Details. Du hast halt in Inkscape einfach Features, die das Affinity nicht abdeckt. Du kannst da sehr, sehr fein... Das ist ein Produkt, was schon seit jetzt 20 Jahren irgendwie nichts anderes macht als Vektor. Und deshalb können die das ganz gut. Aber das ist genauso, wie können die Smartphones die Spiegelreflexen ablösen. Und die Antwort ist in vielen Bereichen ja, nicht in allen Bereichen.
BorisUnd bei Inkscape ist es eben, es ist halt Open Source, das ist eine völlig andere Philosophie und wer auf Open Source setzt, aus guten Gründen, um jetzt in keiner Abhängigkeit zu sein von irgendeinem Staat oder irgendeinem Hersteller, wird das weiterhin so sein und wer Linux hat, wird da sowieso draufsetzen. Also ich glaube nicht, dass das irgendwie großen Einfluss haben wird.
ChrisUnd das ist auch das generelle, die generellen, ja sind die generellen Gedanken, die ich so lese, sind Open Source ist halt nochmal was ganz anderes. Du bist hier natürlich ein Stück weit von einer Corporation abhängig. Natürlich.
BorisDie heißt halt nicht Adobe, die heißt jetzt Canva.
ChrisDie heißt Canva. Ich habe mich vor einem Jahr mal etwas intensiver mit Canva beschäftigt, auch mit der Chefin, die dahinter steht und so diverse Interviews gehört und war jetzt da nicht, also ich hatte nicht. Wenn ich sowas von Adobe höre, dann spüre ich immer so dieses, wir haben hier einen Knippklaut und dann machen wir total viel Geld und dann nehmen wir hier noch was und noch was. Und bei Canva hatte ich mehr so den Eindruck, ja die wollen auch Geld verdienen natürlich, aber die sind mir deutlich sympathischer an der Stelle mit ihrer Philosophie. Und da viel davon ist Bauchgefühl, aber wenn man sich das mal so anhört, so ein einstündiges Podcastgespräch, wo dann auch wirklich in ganz viele Sachen eingetaucht wird, die sonst so nicht zur Sprache kommen, dann bleibt bei mir zumindest ein viel, viel positiveres Gefühl zurück als bei Adobe. Aber es ist nicht Open Source. Also wenn da irgendjemand dann doch mal auf die Idee kommt und sagt, oh, wir wollen jetzt böse sein, dann haben die die Möglichkeit, das zu tun. Gut. Übrigens, deine Aussage gerade mit ja die großen Firmen, denen ist auch egal, was die Lizenzen kosten und so. Eine Firma, die in einem Firmenkontext arbeitet, flüstert gerade auf dem Slack, dass große Firmen den, dass großen Firmen die Lizenzen pro Egal sind, ist auch ein Gerücht.
BorisWart es die Anspielung auf, ob sie jetzt 40 Euro kriegen für einen Verkauf oder nicht, sei ihnen egal, ja.
ChrisNee, Firmen haben tatsächlich auch Lizenzen, die sie kaufen und da geht es teilweise auch um die Kosten.
BorisAch so, um gesehen.
ChrisDas ist den großen Firmen nicht egal, sondern die gucken heute auch sehr gewaltig aufs Geld. Und wenn die jetzt sagen, oh, das deckt uns ja, das deckt ja alles ab und das kostet dabei fast nichts, dann ist das möglicherweise eine Option. Egal.
BorisGlaube ich, das wird auch von Firma zu Firma unterschiedlich sein. Ich beobachte es halt bei uns im Unternehmen. Da läuft es halt ähnlich, wie wenn wir hier zwei drüber diskutieren, will ich jetzt meinen Workflow ändern oder nicht? Und wir sind nur eine Person. Und wenn das aber eine ganze Abteilung oder mehrere Abteilungen betrifft und noch abhängige Partnerunternehmen, dann ist da keine Diskussion. Dann wird das Geld einfach auf den Tisch gelegt. Also einfach auf den Tisch gelegt. Also zumindest in diesen Bereichen, über die wir hier gerade reden.
ChrisNatürlich. Also wie gesagt, es ist ein Angriff auf Adobe und es ist der erste, ich glaube tatsächlich seit 20 Jahren der erste Angriff auf Adobe, der ernst zu nehmen ist und der denen deutlich schaden kann. Und ich glaube, das Spiel, was Canva spielt, ist, dieses Business-Modell zu knacken. Und damit bin ich relativ zuversichtlich, dass die über Jahre erstmal Geld in die Affinity-Entwicklung, möglicherweise auch in einen Lightroom-Ersatz stecken werden, ohne dann auch wirklich, ohne darauf zu zählen, diese Entgertification-Schraube anzuziehen. Glaube ich, ist mein persönliches Gefühl bei dieser Sache ihr dürft gerne ein anderes haben ich habe es mir installiert, ich benutze es und.
BorisIch werde es mir sicherlich auch drauf tun und mir mal genauer angucken. Weil wie gesagt, ich finde die Produkte grundsätzlich gut. Man kann da eine Menge mitmachen und zum Beispiel ein Desktop-Publishing habe ich von Adobe nicht. Das Photoshop nutze ich ganz gerne mal. Das mache ich auch echt nicht oft auf. Aber wir sprachen vorhin bei den gestiegenen Abo-Preisen. Also wenn ich umwechseln sollte auf das Abo nur mit Lightroom, ohne Photoshop, dann wäre halt dann wahrscheinlich Affinity Photo tatsächlich die Alternative.
ChrisUnd ich habe Photoshop in den letzten sieben, acht Jahren nicht einmal mehr geöffnet, weil, finde ich, die Foto das schon abgedeckt hat, was ich brauche und das ist jetzt nur noch mehr abgedeckt. Okay.
BorisJa, schauen wir mal. Und ich glaube, es gilt das, was du vorhin auch gesagt hast hier zu dem Thema. Durch diese Zankerei werden jetzt wir als Anwendende sicherlich, ich hoffe mal, die nächsten paar Jahre da sehr von profitieren. Ich glaube nicht, dass das jetzt mit einer Entgertification in Monaten losgeht. Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Und von daher, warum nicht einfach auch mal die gute Zeit nutzen und sich freuen? Weil von weggehen kannst du immer noch.
ChrisTja, und der Produktchef ist öffentlich mit, wir machen keine Identification. Aber du hast immer...
BorisBlöd wäre es halt, wenn der in zwei Jahren nicht mehr der Produktchef ist und jemand anders wie bei Google sagt, ach, dieses mit dem Don't be evil, das ist eigentlich, das kann auch mal weg. Nicht wahr? Aber die Zeit nutzen, Leute. Nutzt es.
ChrisAlle dürfen da ihre eigene Meinung sich dazu bilden. Ich habe mir meine gebildet und werde das jetzt erstmal benutzen.
BorisIch sehe es in Summe inzwischen eher positiv, was hier läuft. Und bevor es scheiße wird, kann man sich freuen.
ChrisNur an dem Vektorisierungstool müssen sie noch ein bisschen arbeiten. Lass uns mal über ein Adobe-Produkt reden, was gerade schon wieder ein Update bekommen hat.
BorisDie haben nämlich auch dran gearbeitet. Die tun auch durchaus was für das Geld, was sie bekommen. Und zwar gibt es Lightroom Classic Version 15, ist rausgekommen. Ist auch eine neue Datenbank-Version. Das Format hat sich erweitert, weil es gibt neue Werkzeuge, die natürlich dann in den Bearbeitungsschritten gespeichert werden müssen. Und ja, es gibt ein paar neue Funktionen, zum Beispiel, eine unterstützte Bildauswahl nach Kriterien. Also was meine ich damit? Wenn du mit einem Shooting nach Hause kommst und hast da jetzt, weiß ich nicht, 500.000, 2.000 Fotos auf deiner Speicherkarte und musst eine Vorauswahl treffen, dann gibt es jetzt tatsächlich eine KI-gestützte Hilfe, um eben die, in Anführungszeichen, besten Bilder zu wählen. Kommen wir da gleich noch drauf. Dann gibt es zum Beispiel ein automatisches Stacking, auch nach Bildähnlichkeit. Das Ganze passiert, was ich gerade sage, schon im Import-Dialog. Also man kann dann schon im Import sagen, alles, was ähnlich ist.
ChrisBitte zusammen stapeln. Wenn du Stacking sagst, dann meinst du dieses Stacks, das ist nicht das Stacking im Sinne von Organisation. Das ist Organisation, genau.
BorisSodass du dann halt, wenn du durch deine Bilder durchscrollst und hast, was weiß ich, so wie ich neulich im Park, weiß ich nicht, 150 Fotos von einem Esel gemacht, dann hast du halt, wenn du durchscrollst, eben ein Bild von einem Esel als Stapeln und wenn du es aufklappst, dann siehst du alle 150. Sowas zum Beispiel. Es gibt eine automatische Staubentfernung, das passiert dann in der Bearbeitung. Das heißt, du musst halt nicht die Staubflecken selber suchen auf dem Bild, so ranzoomen, suchen, klicken, wegmachen, sondern eben mit einem Knopf werden automatisch alle Staubflecken erkannt und dann weggemacht. Kann man natürlich nachträglich bearbeiten. Es gibt ein neues Werkzeug bei der Farbpipette, nämlich die Farbvarianz, die man erhöhen oder reduzieren kann. Und das ist mal etwas, da habe ich lange drauf gewartet. Ich glaube, bei Capture One war das drin und ich meine bei DxO, ich bin nicht ganz sicher.
Also stell dir vor, du hast Hauttöne, du hast ein Porträt gemacht und du hast Hauttöne und die Person hat halt an einigen Stellen eine Hautrötung oder so etwas oder du hast halt ein Porträt, wie ich es jetzt auch ein paar Mal hatte im Sommer und an den Armen hast du halt irgendwie ein bisschen fleckigere Haut oder im Gesicht hast du fleckigere Haut und es passt halt einfach nicht zusammen und du kriegst es nicht maskiert. Also es ist sauschwer, das anzupassen, dass es etwas unauffälliger wirkt. Jetzt kannst du halt mit der Pipette einen Farbton anwählen und kannst sagen, reduziere mal die Farbvarianz ähnlicher Farben. Also gleiche die Farben aneinander an. Und dann kannst du eben solche Variationen in Hauttönen deutlich reduzieren, dass es harmonischer aussieht. Oder eben du kannst, wenn du jetzt gerade in Herbstfotos funktioniert, das ganz hervorragend, wenn du einen Laub anklickst, ein grünes oder ein rotes, kannst du die Varianz erhöhen, sodass du noch einen größeren Farbkontrast bekommst zwischen den schönen gelb-roten Herbsttönen und dem verbleibenden Grün. Dann werden eben andere Farben, die auch so in dieses Gelb-Grün gehen, noch grünlicher und die anderen, die auch so ein bisschen mehr in das Gelb-Rötliche gehen, noch gelb-rötlicher. und dann zieht man quasi so ein Farbhistogramm auseinander oder schiebt es zusammen.
Fantastisches Werkzeug, kann ich euch nur ans Herz legen, das auszuprobieren, das ist bei der Farbpipette zu finden. Ganz, ganz fantastisch. Außerdem gibt es in der Maskierung auch die Möglichkeit, Schatten zu selektieren. Also auch hier wieder bei Portraits durchaus die Möglichkeit zu sagen, markiere mir mal nur die Schattenpartien, weil die möchte ich jetzt getrennt von dem Rest bearbeiten. Auch das ist sonst immer eine Heidenarbeit gewesen. Mit dem Pinsel reicht man dann rüber bis in die Bereiche, die eben nicht der Schatten sind. Und eine scharfe Kante fällt auch auf. Hier gibt es ein neues Werkzeug, was hilft. Dann haben sie Werkzeuge überarbeitet nämlich zum Beispiel das Reflektionen Entfernen, also Reflektionen aus Scheiben, aus Glas, Entfernen wurde nochmal verbessert da werden sich einige freuen habe ich jetzt noch nicht ausprobiert mit Bildern wo das nicht so gut geklappt hat, ich bin gespannt was ihr dazu sagt.
Die automatische Selektion von Landschaften kann jetzt auch Schnee maskieren ist also jetzt auch auf Winterbilder trainiert ich möchte jetzt alle Schneeparts haben weil ich möchte die heller machen oder bläulicher oder was auch immer. Dann kann man jetzt beim Crop-Tool endlich auch zoomen, um dann einen präziseren Zuschnitt zu machen. HDR-Bearbeitung mache ich persönlich nicht, aber man hat jetzt Kontrolle über den Dynamic Range, also über den Bereich, der genutzt werden soll in der Bearbeitung und kann das noch anpassen. Und an diversen Stellen wurde an der Performance-Schraube gedreht. Zum Beispiel die Vorschaubilder werden jetzt, wenn die GPU entsprechende Unterstützung hat, auch auf der GPU gerechnet, sodass das Vorschaubild rechnen schneller geworden ist auf den Geräten, die das eben vorher nicht unterstützt haben.
Ja, und ich habe mir natürlich gleich mal angeguckt, wie denn das so ist mit dieser KI-Vorauswahl, weil das ist so ein Ding, was ich ja immer sehr, sehr lästig finde, wenn du mit vielen Fotos nach Hause kommst und dann sollst du eine Selektion treffen, um das Kundenshooting eben auszuwählen. Die unscharfen Bilder weg, die, wo die Augen zu oder halb zu sind, weg. Und eben durchgucken, wo sind die schönsten Fotos. Da gibt es ein paar Tools am Markt, die das versprechen. Hatten wir hier auch in der Vergangenheit mal drüber gesprochen. Ich bin mit keinem so richtig warm geworden. Jetzt gibt es das bei Lightroom im Import-Dialog. Also Speicherkarte rein, Import-Dialog zeigt die Bilder an. Du kannst sagen, ob du kopieren oder verschieben willst und wohin. Und jetzt hast du an der Seite, links an der Seite, hast du die Möglichkeit, diese Vorauswahl zu treffen, sodass Lightroom für dich selektiert, welche Bilder du importieren möchtest und welche nicht. Oder die du auch importieren, aber eben schon als abgelehnt importieren willst. Beides ist möglich. Dazu muss natürlich Lightroom diese Fotos erstmal analysieren. Das heißt, die laufen dann, das dauert auch eine Weile, da läuft ein Fortschrittsbalken durch, wenn du das Feature nutzen willst. Dann wird also...
ChrisGeht ihr alle in die Cloud?
BorisDas kann ich dir nicht sagen.
ChrisIrgendwo müssen sie analysiert werden.
BorisIch würde vermuten, ich kann es dir nicht sagen. Ich habe das Internet nicht abgeschaltet dafür.
ChrisHat dein Lightroom beim Installieren noch irgendwie ein großes Model untergeladen?
BorisKann ich dir auch nicht sagen. Das Update dauert eh immer lange. Kann ich dir nicht sagen. Beides ist möglich. Das kann mit einem lokalen Model laufen, weil das ist im Prinzip eine Vektorisierung, also nicht eine Vektorisierung im Sinne von Grafik, sondern ein Suchvektor, der angelegt wird nach Bildinhalten. Das läuft in der Regel auf einer sehr reduzierten Auflösung. Das kann durchaus lokal laufen. Ich weiß es aber nicht. Fakt ist, es dauert einen Augenblick. Und dann hat das System quasi erst mal die Bilder kennengelernt. Und dann kann man zum Beispiel ein Foto anklicken im Import-Dialog und rechts oben die erkannten Werte dafür sehen. Also du hast eine gewisse Transparenz.
ChrisIst das schneller als die Gesichtserkennung? Weil die war ja immer arschlarm.
BorisDie benutze ich tatsächlich nicht mehr, von daher kann ich es nicht vergleichen.
ChrisOkay.
BorisDu hast dann drei Werte, die dir angezeigt werden. einen Prozentwert für Schärfe, einen für Augenfokus und einen für Augenoffen. Also ein Ja-Nein-Wert wurden die Augen als offen oder geschlossen erkannt. Wie gut ist der Fokus auf den Augen und wie hoch ist die Gesamtschärfe dieses Bildes? Das siehst du erst mal. Und du kannst dann auch sagen, ich möchte meine Auswahl nach Schärfe treffen, sodass eben unscharfe Bilder aussortiert werden. Damit kriegst du diese ganzen Fehlfokusbilder weg.
ChrisUnscharf im Gesamten oder unscharf nur die Augen?
BorisDas Motiv. Also erstmal unscharf das Motiv. Und dann hast du einen Schieberegler, wo du sagst, wie viel denn? Und du siehst quasi in Echtzeit, wenn du an diesem Schieberegler drehst, wie viele Bilder selektiert werden. Und Bilder werden dir auch ausgeblendet, wenn du das entsprechend so aktiviert hast. Sodass du eben siehst, was bleibt denn jetzt noch übrig? Und dann kannst du sagen, okay, jetzt haben wir nur noch die Bilder, wo mein Motiv steht. Scharf genug ist, laut KI. Jetzt weiß ich aber, ich habe nur Porträts fotografiert. Ich möchte den Augenfokus scharf haben. Dann weiß ich zum Beispiel nicht, was passiert, wenn keine Augen im Bild sind. Ich vermute, dann wird es einfach ignoriert und trotzdem genommen. Aber dann sagst du, wie gut ist der Fokus auf den Augen. Und dann kannst du wieder einen Schieberegler, kannst das anpassen. Und du sagst, du willst nur die haben, wo die Augen offen sind. Also es gibt viele künstlerische Bilder, wo es wichtig ist, dass die Augen zu sind. Dann ist das der schlechte Vorauswahlregler, aber wenn man das so möchte, kann man das machen. Und dann hast du halt deine Bilder selektiert. Und die Bilder, die Adobe mitnehmen würde, die Lightroom mitnehmen würde, sind dann mit einem grünen Häkchen markiert und die, die es abgelehnt hat nach dieser Logik, sind mit einem roten X markiert. Und links kannst du halt lesen, wie viele sind denn abgewiesen worden. Und mit einem Klick kannst du eben sagen, zeig mir mal die, die aussortiert wurden. noch mal so als Kontrolle.
Oder welche sind eben nur die selektierten Bilder, dass du siehst, okay, zeig mir einfach, was ich jetzt importiere.
Und das System ist nicht fehlerfrei. Ich meine, es ist jetzt der erste Wurf. Aber ich hatte jetzt halt zum Beispiel Fotos, wo ich durch herunterhängende Äste, die im Vordergrund unscharf sind, fotografiert habe und im Hintergrund etwas kleiner sind, Tiere auf dem Feld zu sehen. Und dann geht es mir natürlich um die Tiere und die Gesamtästhetik dieses Bildes. Aber für Lightroom war das halt ein unscharfes Bild und wurde halt aussortiert, obwohl das Motiv, wenn es auch klein war, sehr wohl scharf war. Also man darf sich da nicht hundertprozentig drauf verlassen. Und also wer hätte das gedacht? Und das automatische Stapeln von Bildern, also zusammenfassen zu Gruppen, das lässt sich ebenfalls regeln nach Ähnlichkeit der Bilder, auch hier wieder mit einem Schieberegler, auch wieder mit einer Echtzeitvorschau. Das fand ich tatsächlich spannend. Das werde ich vielleicht mal mehr nutzen wollen irgendwann, weil er fasst dir dann eben auch ähnliche Bilder aus deinem Shooting zusammen, die zeitlich getrennt voneinander sind. Also wir waren halt im Tierpark, haben auf dem Hinwegesel gesehen, haben auf dem Rückwegesel gesehen und er hat mir einfach alle Esel auf den Stapel gepackt. Fand ich schon eine spannende Sache erstmal. mal.
Und man kann aber eben auch sagen, das Ganze soll zeitlich noch unterschieden werden, sodass ich eben eine Gruppe Esel hatte auf dem Hinweg und eine Gruppe Esel auf dem Rückweg. Also auch das kann man machen, wenn das wichtig ist. Und die Ähnlichkeit ist tatsächlich streckenweise sehr weit ausgelegt, was ich tatsächlich eher positiv fand. Also so hatte ich zum Beispiel ein liegendes Fohlen, Pferdefohlen auf der Weide. Das hatte ich fotografiert und dann ist es aufgestanden, das habe ich fotografiert, dann hat es sich umgeguckt, das habe ich fotografiert, dann ist es über die Weide gegangen, also das Motiv, der ganze Bildausschnitt hat sich ständig geändert, mal ran gesoomt, mal weg gesoomt und ist dann schließlich zur Stute, also zu seiner Mutter gegangen, um dann zu trinken. Und diese gesamte Serie war offensichtlich für das System ähnlich genug, um es auf einen Stapel zu packen. Fand ich toll. Also, ähm.
Da könnte man vielleicht ein bisschen Übersichtlichkeit reinbekommen. Ja, und den Import kannst du dann eben optional so ausführen, dass du nur importierst von der Speicherkarte, was du jetzt auch selektiert hast. Der Rest verbleibt einfach. Oder du sagst, importiere mir alles und die werden dann eben entsprechend markiert als abgelehnt, sodass du das später eben noch dann manuell ändern kannst. Ich würde sagen, insgesamt ein guter Anfang. Ich war überrascht, dass es im Import-Dialog ist. Ich hätte es tatsächlich eher in der Verwaltung erwartet, sodass ich also nachträglich nach dem Import dann eine Selektion machen kann und dann vielleicht eine Sterne- oder eine Flaggenbewertung vergebe anhand von Kriterien. Direkt im Import-Dialog ist so ein bisschen für mich im Augenblick noch gefühlt der Punkt, der zu früh ist. Weil ich ja erstmal alles, was ich habe, auch sichern möchte. Deswegen kommt es von der Karte auf die SSD, von der SSD ins Backup und vom Backup ins Internet, dass ich erstmal alles safe habe. Und so früh schon eine Auswahl zu treffen und mich vielleicht noch im Halbschlaf oder im Halbwarn nach einem Shooting damit auseinanderzusetzen, was ich jetzt importieren will oder nicht, ist für mich ein Tacken zu früh. Aber vielleicht wird man auch die Arbeitsweise umstellen. Muss man mal schauen.
Ja, aber spannende neue Funktionen und vor allen Dingen die Bearbeitungsfunktionen, da die Erweiterungen haben mir sehr gut gefallen. Habe ich direkt angewendet bei den Herbstbildern. Mir sehr gefallen.
ChrisJa, schön. Lass uns über Hardware reden.
BorisSehr gerne.
ChrisCanon R6 Mark III.
BorisDa ist sie!
ChrisJähä, endlich Da ist sie Ist sie das, was man gehofft hat?
BorisDas kommt jetzt darauf an, wie du fragst, nicht wahr?
ChrisAlso ich habe jetzt das nicht gründlich verfolgt, aber natürlich fließen hier so diverse Sachen durch meine Timelines. Und da war eigentlich allgemein was positiv.
BorisEs ist ein ziemlich fettes Paket, ein Feature-Paket, das muss man schon sagen. Und der Preis ist nicht gestiegen im Vergleich zur Mark II. Also wir reden von 2.900 Euro, das ist jetzt keine Billigkamera.
ChrisUnd die Mark II war ja an sich schon ein ganz guter Wurf.
BorisOh ja, auf jeden Fall. Und für 2.900 Euro ein Preis, der dieser Kamerarange in unserer aktuellen Zeit angemessen ist. Und man hätte jetzt erwarten können, bei den Funktionen, die sie hier draufgepackt haben, dass wir über die 3.000-Euro-Marke klettern. Das ist nicht passiert. Es ist der gleiche Preis wie bei der Einführung der Mark II. Also das ist erst mal positiv zu nennen. Und was ist jetzt neu es ist ein neuer Sensor drin, also was heißt neuer Sensor es ist wohl der Sensor aus der, 50C oder C50, ich weiß immer nicht wie rum sie benannt wird, also dieser Videokamera von Canon, das heißt wir haben 32,5, ich sag mal grob 33 Megapixel, statt bisher 24 oder wie ich noch habe 20, Mark 1 Mark 2, jetzt Mark 3, also mit jeder Version mehr Megapixel, der IBIS also die Stabilisierung in der Kamera ist nochmal einen Tacken verbessert worden auf 8,5 Stufen in der Mitte statt 8 also alles nochmal ein bisschen ruhiger geworden, ja und dieser Sensor, der ja aus dieser 50C halt schon bekannt ist, bietet halt allerhand so ist er zum Beispiel sehr schnell und das führt dazu, dass wir hier 40 Bilder die Sekunde mit einem elektronischen Verschluss machen können. Und zwölf Bilder mit mechanischen, das hat sich nicht geändert. Bei der Mark II hatten wir 20 Bilder die Sekunde, glaube ich.
Oder sie war glaube ich auch schon bei 40, aber mit Einschränkungen oder so bei der Mark 1 sind sie jedenfalls 20, also für mich wäre es eine Verdopplung der Bildrate, für manche Serien kann das auch bei mir durchaus interessant sein, aber ständig bräuchte ich es nicht man kann aber die Geschwindigkeit wohl umstellen nicht fein, aber zumindest grob, das Autofokus System ist nochmals verbessert worden sagen sie, ich weiß nicht genau was, aber das wird auch hier dem Sensor geschuldet sein, der einfach nochmal mehr Möglichkeiten bietet. Und wer Video macht, der kriegt hier ein Hammerpaket. Wir reden hier von 7K Videomöglichkeit. Für 8K reicht die Auflösung nicht. Wenn du 4K-Video machst, hast du jetzt Oversampling, also 7K-Oversampling oder 6K-Oversampling. Ich weiß nicht, wie viel sie machen, aber reichlich Oversampling für sehr, sehr feines 4K. Du hast Open-Gate-Video, das heißt, die volle Sensorfläche kannst du rausspeichern. Es gibt auch RAW-Video. Und damit das Ganze an Datenmenge überhaupt intern auf der Kamera gespeichert werden kann, gibt es jetzt CF-Express-Card Typ B.
ChrisDas ist auch ein Kritikpunkt.
BorisEiner der beiden Slots ist jetzt CF-Express-Typ B. Der zweite ist weiterhin SD, UHS-II. Das heißt, wir haben jetzt nicht mehr zweimal SD, sondern eben zwei verschiedene Karten. Nicht wahr? Ja, die einen sagen so, die anderen sagen so.
ChrisDie Menschen, die hauptsächlich stehende Bilder machen, finden das doof, weil der CF-Express ist halt teurer. Bei der gleichen Größe.
BorisNein, da kommen wir gleich dazu.
ChrisOkay, dafür, na aber gut, du musst zumindest jetzt plötzlich mit zwei unterschiedlichen Kartenformaten hantieren und das macht es alles ein bisschen komplizierter, weil falls du dann Overflow oder Backup oder sonst wie schießen möchtest und für die Leute, die Video machen und 7K RAW aufnehmen wollen, geht 7K RAW, egal, ist auf jeden Fall wichtig, dass sie es können und dafür brauchst du halt die CFexpress wohl.
BorisDu brauchst einfach diesen Speed. Also wir reden, also CFexpress, wir kommen gleich noch in der Sektion dazu, aber CFexpress hat halt mal zwei Gigabyte die Sekunde und mehr Speichergeschwindigkeit und bei einer SD-Karte reden wir von 300 Megabyte oder so, also wenn sie schnell ist. Also das sind wirklich Welten, die dazwischen liegen und bei diesen Features brauchst du das einfach und wir reden hier bei 33 Megapixeln von RAW-Dateiengrößen von 35 MB und mehr und wenn du 40 Stück davon irgendwie wegballern willst jede Sekunde, die müssen irgendwo hingeschrieben werden, wenn du nicht nach einer zehntel Sekunde fertig sein willst, also, Ja, es muss irgendwo hin. HDMI-Port. Auch hier wieder werden sich die Videomacher freuen. Full-Size-HDMI-Port. Weg mit diesem scheiß Mini-Mikro-HDMI-Puppel-Ding.
ChrisIch bin auch davon nicht überzeugt, weil was es immer noch nicht gibt, ist die Möglichkeit, so eine Verriegelung zu machen. Also du steckst was dran und du steckst halt ein HDMI dran, aber wenn einer blöd am Kabel zuppelt oder du dir nicht irgendwie eine Vorrichtung 3D gedruckt hast oder einen Cage drum hast, wo du das festmachen kannst, dann rupft der dir das halt raus.
BorisAber wenigstens ist deine Buchse oder dein Stecker nicht sofort kaputt. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Eine Klickverriegelung oder eine Schraubverriegelung.
ChrisWarum nicht USB-C, Thunderbolt, irgendwie, HDMI, da musst du ja gucken, dass du den Stecker richtig rum reinsteckst und so ist alles doof. Wenigstens siehst du es, wenn es USB-A wäre, Du würdest es ja dreimal probieren.
BorisBis es doch falsch rum ist oder so. Naja, also es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Einige feiern das sehr wohl. Das Modus-Wahlrad ist leicht verändert. Ich habe es mir jetzt nicht genau angeguckt. Ein paar andere Modi da drauf oder sowas.
ChrisAber so prinzipiell von außen sieht sie sehr ähnlich aus wie die zwei.
BorisQuasi exakt das gleiche. Was heißt quasi? Es ist dasselbe Gehäuse, selber Griff, selbe Button-Anordnung wie bei der Mark II. Links oben der Umschalter zwischen Video und Foto.
ChrisVöllig sinnvoll.
BorisRechts einschalten.
ChrisEine neue Version der gleichen Kamera mit verbesserten Features, die muss man nicht umdesignen. Muss man nicht, nein.
BorisVon der Mark I zur Mark II ist ja dieser Einschalter nach rechts gewandert, was ich persönlich anprangere. Aber mei, wenigstens haben sie es jetzt nicht wieder zurückgeändert oder so. Nicht wahr? Bluetooth 5.1 ist an Bord statt 5.0. WLAN 5, also 5 Gigahertz und 2,4 Gigahertz ist auch dabei. Die Mark I, die ich hier noch habe, die kann ja nur 2,4 Gigahertz. Ob deswegen die Verbindung zum Smartphone besser oder stabiler ist, ich bezweifle es. Ich glaube, das ist einfach ein Kanon-Software-Problem. Aber ich weiß es nicht. Ich habe es logischerweise noch nicht testen können.
Und es ist ein neuer Akku an Bord. Wahrscheinlich für diese ganze Performance-Geschichten brauchst du einfach Leistung. Es ist jetzt der LP-E6P. Bisher war der letzte Buchstabe ein N oder ein NH. Die alten Akkus gehen natürlich weiterhin. Das ist die gleiche Bauform. Aber mit den schwächeren Akkus hast du dann irgendwelche Einschränkungen. Wahrscheinlich wird dann 7K60 nicht gehen. oder irgendwelche anderen Funktionen. Du hast zum Beispiel, das ist auch geil, die Mark III hat einen Pre-Shooting Buffer. Das heißt, wenn du den Auslöser halb gedrückt hältst, dann hast du mit 40 Bildern pro Sekunde eine halbe Sekunde, also du hast 20 Bilder immer im Ringpuffer, solange du den Auslöser halb gedrückt hältst. Und wenn du dann auslöst, dann wird das eigentliche Bild gemacht und die 20 Bilder davor auch gespeichert. Und zwar jetzt als eigenständige, vollwertige RAW-Dateien. Bei der Mark II war das zwar auch möglich, so einen Ringpuffer zu machen, aber das war so ein eigenes Format. Das war eine Datei, wo dann ein paar Bilder drin waren. Und dann musstest du halt mit einem Canon-Tool oder an der Kamera das Bild auswählen, was du dann haben wolltest. Jetzt hast du wirklich eigenständige, vollwertige RAW-Dateien. Wahrscheinlich auch hier der Performance geschuldet. Also ganz, ganz cool eigentlich.
Halten wir so fest, geile Video-Funktion, neuer, toller Sensor. Aber was hat sich denn jetzt nicht geändert? Es ist weiterhin kein Stacked-Sensor. Was bedeutet das? Das bedeutet nach wie vor, er ist langsam mehr als ein Stacked-Sensor. Es ist schon ein schneller Sensor.
ChrisAber Sie können 7K-Video auslesen, dann kann der so langsam nicht sein, der Sensor.
BorisDer ist relativ schnell. Also Rolling Shutter ist kein echtes Problem. Es ist da, du kannst es sehen auch bei sich sehr schnell bewegenden Motiven wirst du weiterhin Chromelinien erzeugen können also mit elektronischem Verschluss, und das größere Problem was heißt Problem, das ist bei den Vorgängerkameras jetzt auch schon so, wenn du jetzt eine schnelle Serie schießt und schaust durch den Sucher dabei dann siehst du im Sucher nicht das Live-Bild vom Sensor sondern immer das gemachte Bild, Und selbst bei 40 Bildern in der Sekunde ist das halt eine Verzögerung. Das heißt, wenn du jetzt irgendwie Tiere im Flug oder im schnellen Galopp oder sowas tracken willst, dann ist es halt weiterhin Übungssache, das Tempo irgendwie einzuschätzen. Aber man ist natürlich verwirrt durch das, was man im Sucher sieht. Stacked-Sucher können dir eben parallel das Live-Bild dazu anzeigen. Das hast du halt hier weiterhin nicht. Also ist jetzt nichts, was fehlt, aber es ist auch nichts, was dazugekommen wäre.
Und jetzt nicht wundern, bei der Mark II war das Rolling Shutter auch schon kein großes Problem mehr, das ist jetzt hier nicht weniger Rolling Shutter, sondern man sagt wohl vergleichbar mit der Mark II obwohl die Auslesegeschwindigkeit größer ist als bei Mark II, muss sie aber auch, weil sie hat ja mehr Zeilen sie hat ja eine höhere Pixeldichte also, Die höhere Auslesegeschwindigkeit wird wieder kompensiert durch das Mehr an Auflösung. Damit sind wir wieder ungefähr auf dem Niveau von der Mark II. Wir haben auch weiter keinen rückseitig beleuchteten Sensor, sondern vorderseitig. Das bedeutet, die Pixel könnten größer sein, wenn sie wollten. Sind sie aber nicht. Das heißt, das Rauschverhalten ist auch nicht gerade verbessert worden.
ChrisAber letztendlich geht es doch darum, was hinten rausfällt. Und wie sie das machen, ist doch wurscht, oder?
BorisJa, wie sie es machen, ist wurscht. Aber es gibt halt ein paar Leute, also zumindest, was ich in den Kommentaren so lese, die eben schon wirklich im High-ISO-Bereich unterwegs sind. Die Kameras sind gut im High-ISO. Wir meckern hier auf einem ganz hohen Niveau.
ChrisWollte ich gerade sagen, das ist wirklich sehr, sehr weit gemeckert.
BorisJa, das kriegst du schon hin. Und heutzutage hast du auch sehr, sehr gute Tools, auch KI-Tools, um das Rauschen rauszukriegen, ohne Details zu verlieren oder ohne zu viel Details zu verlieren. Also wir meckern schon auf einem hohen Niveau. Aber ...
Es gibt rückseitig beleuchtete Sensoren, die größere Pixel haben. Du hast jetzt bei der Mark III zum Beispiel die maximale ISO-Zahl liegt bei 100k. Bei der Mark II waren es noch 200k. Also es ist eine Blendenstufe weniger im Max-Wert. Aber gut, wer die Werte benutzt hat, der wird es sich dann vielleicht überlegen. Ja, Gehäuse ist unverändert. Leider, leider ist auch der elektronische Sucher und das Display unverändert. Das war ja was, wo ich drauf gehofft hatte. Beim elektronischen Sucher, das ist halt hier einer in der Klasse von 3,7 Millionen Bildpunkten und da, also das ist jetzt auch nicht schlecht, ja, aber ich hatte halt schon auf einen gehofft, der ein bisschen mehr kann, ist halt nicht gekommen und auch das Display ist halt weiterhin mit 1,6 Millionen Punkten nicht besonders hoch aufgelöst. Es lässt sich auch weiterhin nur zur Seite ausklappen und eben nach vorne schwenken oder zur Seite rausschwenken und nach vorne klappen. Aber du kannst es halt nicht mit einer entsprechenden doppelten Mechanik auch auf der optischen Achse einfach aufklappen, was ich persönlich schon mal ganz praktisch fände, weil ansonsten, wenn man es zur Seite schwenkt, ist dann eben oft die Hand im Weg beim Halten vom Objektiv und so. Naja, also am Gehäuse und an der Logik sonst nichts geändert. Und ja, da für mich die Video-Upgrades ziemlich uninteressant sind, weil ich quasi überhaupt gar kein Video damit mache.
Habe ich eigentlich nur mehr Megapixel bei dieser Kamera. Ich habe also jetzt, wer jetzt von der Mark II kommt, hat eigentlich keinen echten Grund, umzusteigen. Das ist meiner Meinung nach, wenn man kein Video macht, eigentlich Quatsch. Für Video wahrscheinlich fraglos. Das sind einfach Top-Features.
ChrisAlso hier wird zumindest gesagt, dass die Mark II schon mal deutlich besser in der WiFi-Verbindung wäre. Das heißt, es wird schon irgendein Feature geben, was dich locken könnte, nicht wahr?
BorisDie Wi-Fi-Verbindung wäre tatsächlich echt ein Feature. Jetzt ist es aber bei mir so, ich komme ja nicht von der Mark II. Ich kaufe ja nicht jede Version einer Kamera. Ich komme ja von der Mark I. Und da ist das schon ein Upgrade auf vielen Ebenen, also auch im Fotobereich.
Zum Beispiel die Megapixel. Warum mehr Megapixel? Ich habe ja gesagt, ich cropple ganz gerne eben auch mal ein bisschen stärker. Auch wenn ich jetzt schon langes Tele habe, aber manchmal sind die Tiere eben doch weit weg. und dann mache ich doch einen engeren Ausschnitt. Und meine 20 Megapixel, wenn ich die quasi aufs Micro Four Thirds Format croppe, dann habe ich noch 5 Megapixel übrig. Also wer das nicht weiß, nicht wahr? Wir reden immer von der Fläche. Also 20 Megapixel ist ja die Fläche. Und wenn ich jetzt den Faktor 2 croppen will auf Micro Four Thirds Format, also quasi meine Brennweite optisch verlängern möchte sozusagen, sagen, dann muss ich halt die 20 Megapixel durch 2 durch 2 teilen. Also zweimal durch 2 und dann komme ich eben auf 5 Megapixel. Und wenn ich das jetzt mit der Mark III mache, dann habe ich noch über 8 Megapixel. Und das ist schon ein Unterschied so bei manchen Ausdrucken. Da brauche ich dann nicht mehr mit der KI dran und die Auflösung vergrößern. Ähm, Ja, ein besserer Autofokus, warum nicht? Der ist schon sehr geil bei der Mark I, würde ich weiterhin sagen. Das ist einer der besten Autofokuser, die ich je erlebt habe. Aber besser ist gut, kann ich mitmachen. CF-Express noch mal deutlich schneller.
Erinnerst du dich noch, als ich gesagt habe, dass ich mal versehentlich eine UHS-II-Karte reingesteckt habe in meine Kamera? Ich hatte immer günstige SD-Karten, weil ey, so schnell braucht man es doch gar nicht. Ich hatte normale SD-Karten, günstige SD-Karten da kommt das auch immer her SD-Karten sind günstiger als CF-Express und dann hatte ich mal eine schnelle UHS-II-Karte so eine, die diese V90 hier, also 300 Megabyte die Sekunde schafft, und hatte mit der R6 ja jetzt auch eine Kamera, die das kann und ich hatte das glaube ich hier in der Olympus hatte ich das schon. Und plötzlich hatte ich so diesen Effekt, dass ich, wenn ich so eine Serie fotografiert habe, auf die Kamera geguckt habe und da keine Lampe geleuchtet hat und ich dachte jetzt, ist es kaputt. Ist irgendwas schief gelaufen, aber da war schon gespeichert. Und das war ein ganz neues Fotografiergefühl. Und als ich die Karte zu Hause in den schnellen Kartenleser gelegt habe und hab die importiert auf meinen Rechner, die jetzt heutzutage auch alle schnelle Schnittstellen und schnelle SSDs haben, so schnell hab ich das noch nie gesehen, dass die Fotos auf dem Rechner waren. Das war einfach, Gut. Und jetzt ist da ein bisschen natürlich der Punkt da, dass man sich daran schon gewöhnt hat. Und ich könnte mir vorstellen, wie sich das anfühlt, wenn ich da jetzt eine CF-Express-Karte reinstecke.
Also ich bin durchaus interessiert, sagen wir mal. Aber ich sag mal so, 2.900 Euro für 60% mehr Pixel und einen neuen Kartenleser und eine neue Speicherkarte, also mehrere davon. Das ist jetzt wieder die Frage.
ChrisOb du eine neue Kamera brauchst oder ob du eine willst. Ganz einfach. Das ist die Frage an dieser Stelle.
BorisIch brauche sie nicht. Also das kann ich hier ganz klar sagen. Brauchen, dann tue ich sie nicht.
ChrisHat sich das erledigt.
BorisAber um einen sehr guten Bekannten von mir zu zitieren, haben ist besser als brauchen. Und jetzt sagt David, der R5 Straßenpreis liegt bei 2945 und hat 44 Megapixel ja, aber wenn müsstest du das mit der Mark II vergleichen sonst ist unfair naja ich werde mir das alles mal durch den Kopf gehen lassen, aber ich habe es gerade nicht eilig damit, ist gut Aber geile Kamera. Es gibt aber was viel, viel Geileres, glaube ich.
ChrisRichtig, da müssen wir nämlich jetzt drüber reden. Das ist ja auch so ein Ding, wo ich dachte, was zum Henker. Das Objektiv.
BorisEs wurde nämlich im gleichen Atemzug von Canon ein neues Objektiv vorgestellt und zwar ein 45mm mit Offenblender 1.2. Und dann denkt man, schon wieder so ein lichtstarkes Objektiv für 3000, 4000 Euro.
ChrisWas sich keiner leisten kann.
BorisKann sich eh keiner leisten. Scheiß Canon, und öffnet doch endlich mal euren F-Mount. Ja, nein, 500 Euro. 45 mm, Blender 1.2, unter 500 Euro, also ich glaube 495 Liste oder sowas. Stepper-Motor drin, also ja.
ChrisSTM nicht ganz so schnell, aber deutlich brauchbar.
BorisSoll wohl schnell genug und präzise sein. Ja, das ist natürlich jetzt nicht vergleichbar mit einem L-Objektiv für 2.900 Euro oder sowas. Natürlich nicht. Aber wir reden hier von einer Brennweite im Normalbrennweitenbereich. Also wahrscheinlich sogar näher dran an der eigentlichen Normalbrennweite als ein 50er.
ChrisAn der rechnerischen ist es näher, ja.
BorisAlso alles fein. Es ist extrem lichtstark. Es hat immerhin neun Lamellen, auch wenn sie wohl nicht gerundet sind, soweit ich gesehen habe. Und die Qualität, so munkelt man oder haben erste ausprobiert, soll wohl vergleichbar sein mit dem alten EF50 1.2. Was halt offen auch nicht knusperscharf war und auch seine optischen Probleme hatte, aber durchaus ein beliebtes Objektiv ist.
ChrisUnd ehrlich gesagt war das ja auch nie wirklich gebaut, um es mit 1, 2 zu schießen, sondern um es ein bisschen abzublenden und dann richtig knackig zu schreien.
BorisJa genau, damals war das so.
ChrisBei immer noch viel Licht. Heute hast du eine Kamera dahinter, die natürlich eh schon deutlich mehr kann, was ISO angeht bei der entsprechenden Qualität. Das heißt, das wird jetzt noch besser. Mit dem kannst du wahrscheinlich dann irgendwie nach dem Kohlekeller fotografieren, oder?
BorisWahrscheinlich. Ob man das machen will, ich meine, das Motiv sollte ja auch irgendwie was hergeben. Da brauchst du schon ein bisschen Licht. Aber mit 1.2 kannst du eben auch durchaus bei hellem Licht einfach schöne Freistellungen machen. Du kannst ja traumhafte Bouquets damit erzeugen. Das schafft das Objektiv nach ersten Reviews durchaus. Also du willst ja einen gewissen Bildlook haben und du willst dann eben dafür nicht die brillanteste Schärfe und die feinste Auflösung an den Bildrändern haben. Also du hast ja schon eine starke Vignetierung bei Offenblende. Du hast schon chromatische Aberrationen. Alles ist da. Aber ich liebe meinen 50 1.8 Joghurtbecher auch. Und das scheint hier so ein Objektiv zu sein, was einfach nochmal irgendwie eine Blende drauflegt und dabei sehr gut abschneidet für einen durchaus bezahlbaren Preis. Du hast natürlich keine Streulichblende im Umfang. Das heißt, da musst du entweder bei Canon richtig tief in die Tasche greifen oder irgendwo auf dem Drittanbieter-Markt.
ChrisDas ist doch ganz einfach.
BorisOder jemanden kennen, der einen Drucker hat, ganz genau. Also einen 3D-Drucker. Wir sind mit unter 350 Gramm extrem leicht. Das heißt, das kannst du genau wie das 5018 einfach mal mit in die Tasche werfen und mitnehmen. Finde ich sehr, sehr geil. Es ist nicht für Nahaufnahmen gedacht. Also du hast eine Naheinstellgrenze von 45 Zentimeter, was schon heftig ist. Aber hey, für Portrait oder die Hochzeitstorte oder was auch immer für cremige Bilder, alles geil. Ich muss sagen, das Ding reizt mich. Da hätte ich echt Bock, das auszuprobieren. Und Uwe zeigt zum Beispiel gerade Testcharts. Ja, die sind unscharf an den Seiten, aber guck dir die Testcharts von dem 5018 an oder von dem Ehe 5012, die sehen auch nicht gut aus. Mich interessieren die Testcharts nicht. Bei so einem Objektiv interessiert mich tatsächlich der Charakter von dem Ding. Wie verhält sich das bei Gegenlicht, bei Offenblende? Solche Geschichten. Porträts in einem dunklen Raum nur erhält die Person von der leicht geöffneten Türe oder so was. Fensterporträts, solche Geschichten.
ChrisLetztendlich ist beim Bild wichtig, wie es beim Empfänger ankommt, was für Gefühle es auslöst. Und das hat mit Schärfe sowas von gar nichts zu tun.
BorisGanz genau. Uwe postet hier auch gerade den Vergleich zum 50.1.8 und ja, wenn wir mal ehrlich sind, die nehmen sich nicht so viel.
ChrisNicht wirklich.
BorisUnd damit habe ich fantastische Fotos gemacht. Übrigens durchaus Fotos, die auch verkauft wurden. Also, Ja, also das reizt mich.
ChrisIch habe schon Fotos verkauft, die mit noch viel schlimmeren Objektiven gemacht wurden.
BorisWir sind schon sehr verwöhnt heutzutage. Also heutzutage kaufst du dir ein Objektiv, mit Offenblende 1.2 oder sowas. Und das ist knackenscharf. Super korrigiert in alle Richtungen. Aber es ist halt auch ein Klopper. Ich meine, dafür ist das Konto hinterher leichter. Aber mein Verdacht ist ja immer, das sind eigentlich 0,9er, die intern schon abgeblendet sind, um dann scharf zu sein oder so. Keine Ahnung.
ChrisWahrscheinlich ist das so.
BorisRiesentrümmer. Ja.
ChrisGut. Also Canon. Tolle neue Sachen.
BorisTolle neue Sachen.
ChrisNa gut.
BorisSollen wir mal das nächste Thema auf nächste Woche schieben?
ChrisMach ruhig. Ich habe auch schon ein bisschen geschoben, weil wir haben jetzt dann doch bei einigen Themen etwas länger gebraucht.
BorisJa, wir hatten ein bisschen was aufzuholen, aber ich Kleiner Teaser, wir reden nächste Woche mal tatsächlich CFexpress versus SD-Karte. Wo sind eigentlich da die Unterschiede und was macht das preislich eigentlich noch aus? Ist ganz spannend, ich war sehr überrascht davon, dass es eben gar nicht mehr so viel teurer ist. Aber Details dazu dann beim nächsten Mal.
ChrisTja, dann werden wir eine kurze Frage bekommen, eine eher technische Frage und die handelt sich eher hier um den Slack, weil das ist ja unser Community Hub. Von Dr. Lange, der hat geschrieben, seit meiner Aktualisierung auf iPadOS 26.1 ist mein Slack verschwunden. Es erscheint im Browser nur eine weiße Seite und nicht mehr. Neustart hilft nichts, Cache-Lehren auch nicht. Habt ihr eine Idee, was helfen könnte? Na gut, Slack ist ja so eine Elektron-App, also die basiert auf Chromium, und ich könnte mir schon vorstellen, dass zumindest mit der allerersten Version von iPadOS 26 oder sogar mit der Punkt 1 da möglicherweise die eine oder andere Sache noch ein bisschen schief geht. Im Zweifel würde ich sagen, wenn du das im Browser laufen lassen möchtest, versuch mal einen anderen Browser. Also da steht jetzt nicht, was du für einen Browser verwendest.
BorisJa, Safari wird das sein, logischerweise. auf dem iPadOS.
ChrisAber es gibt ja auch ein Chrome und ein Orion und was weiß ich alles. Da gibt es ja mittlerweile den ganzen Zoo, die zwar teilweise unter der Haube die gleiche Technik benutzen.
BorisMüssen sie, weil Apple das so vorgibt, aber deswegen hast du trotzdem eigenes... Nein, nicht mehr.
ChrisDas ist ja mittlerweile geändert. Da kann noch was anders runterstecken.
BorisAber macht es schon jemand? Das wissen wir nicht, ne?
ChrisIch glaube, Firefox macht das schon. Also die haben auf jeden Fall mehr Freiheiten jetzt. Das heißt, möglicherweise ist tatsächlich ein Browserwechsel an der Stelle hilfreich.
BorisUnd auf jeden Fall hast du einen eigenen Cache, weil Chris, du hast mir das auch schon mal gesagt, weil ich hatte durchaus Probleme auch auf meinem iPhone, wenn du mir eine Webseite gezeigt hattest und dann sagst du, aktualisier doch mal, ich hab's geändert und ich hab ums Verrecken keine Änderung gesehen.
ChrisSafari ist da der aggressivste Cacher, den es gibt.
BorisUnd Cache löschen scheint da auch nicht immer Cache löschen zu heißen.
ChrisJa, dann ist noch die Frage, ich bin jetzt hier kein iPad-Benutzer, ob es diese Slack-App auch für, iPadOS gibt? Weiß ich gar nicht.
BorisIch hätte es vermutet, mindestens im iPhone-Modus. Das hatte ich auch mal als Tipp gegeben, weil ich benutze es unter iOS-Systemen eigentlich nur mit der App. Ich habe das noch gar nicht im Browser versucht auf den Systemen. Das wäre mal ein Versuch. Ansonsten, eine schnelle Suche hatte zumindest ergeben, dass Safari durchaus Probleme mit weißen Seiten hat. Also wenn du suchst nach iPadOS 26, Safari und WhitePage oder so etwas, da findest du zu diversen Dingen irgendwelche Probleme. Also ich würde es auch nicht für ausgeschlossen halten, dass wir hier einfach noch einen iPadOS-Bug haben. Weil diese ganzen 26er aus Entwicklersicht, Leute, wenn ihr es noch nicht braucht, wenn ihr jetzt nicht ein neues Gerät kauft, wo ihr keine Wahl habt, wenn ihr noch die Wahl habt und habt noch nicht abgedatet und ihr habt keinen Zwang, weil irgendetwas, was ihr regelmäßig nutzt, es voraussetzt, lasst die Finger davon, auch bei der Punkt 1. Alter Schwede. Junge, Junge, Junge, was die sich da erlauben.
ChrisPeter sagt, es gibt Slack für iPad. Vielleicht versuchst du es mal über die App.
BorisIch versuch mal.
ChrisMöglicherweise ist das die bessere Option. Ja... Ich habe da ja relativ viel Schmerztoleranz, was so neue Betriebssysteme angeht.
BorisDas weiß ich.
ChrisHat jetzt auch nur ein paar Monate gedauert, bis alles wieder einigermaßen rund liegt.
BorisJa, super.
ChrisAber es hat mich nicht davon abgehalten, meine Sachen hier zu machen.
BorisSprich mal mit ein paar Entwicklerinnen und Entwicklern, was die gerade am Kotzen sind. Alter Schwede.
ChrisIch verfolge, ich verfolge. Keine Sorge.
BorisDa kriegst du Meldungen von Kunden und du kannst nichts machen, weil es ist nicht dein Problem. eben. Aber sag denen mal, die sollen sich bei Apple melden. Haben wir gelacht.
ChrisLass uns mal noch neue Aufgabe rausgeben und dann in die Termine schauen. Da haben wir nämlich heute eine ganze Menge tolle Sachen bekommen.
BorisRichtig. Wir hätten eigentlich auch eine Aufgabe aufzulösen. Nicht wahr? Wir haben ja noch die Gewichtaufgabe. Das können wir leider nicht machen, weil unser Tool gerade nicht funktioniert. Technik ist aber informiert. Grüße gehen raus an Raphael. Ich nehme an, dass da irgendein Umzug ist oder sowas. Seitenumzug oder ähnliches. Ich habe Ihnen auf jeden Fall Bescheid gesagt. Hoffen wir mal, dass es bis nächstes Mal wieder funktioniert. Bis dahin habt ihr die Möglichkeit, an einer neuen Aufgabe mitzumachen, die SMART lautet und vom 13. Bis zum 27.11. läuft. Das bedeutet, dass ihr im Zeitraum vom 13. bis zum 27. November 2025 losziehen könnt, ein neues Foto macht zum Thema SMART. Vielen Dank. Kann man ja auf viele Seiten auslegen, dieses Wort. Das Ergebnis ladet ihr dann hoch bei Flickr, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSBSmart. Dann sind wir mal gespannt.
ChrisGenau. Und worauf wir auch gespannt sind, sind die Termine.
EinspielerDer Terminkalender.
ChrisDu hast so einen kleinen Lag, wenn du diesen Terminknopf drücken sollst.
BorisJa, ich bin in einem inneren Konflikt. Erst die Kapitelmarke oder erst den Jingle? Und dann, ha, ha, ha.
ChrisNein, der Jingle geht vor. Die Kapitelmarke kann warten. So, wir kommen zu den Terminen. Und da hat mal wieder Crisu in die Kiste gegriffen und hat uns, ich kann sie nicht zählen. Also setzt euch hin, nehmt euch einen Tee, wir legen los. Es gibt im Platzmuseum Zentrum für Fotografie in Dornbirn vom 11.6., nee, ab dem 11.6. oder am 11.6. Eine Ausstellung Ellen von Unwert, Schocking Pop. Unter dem Titel Schocking Pop erwartet die Besucher eine kuratierte Auswahl ihrer Werke aus allen Schaffensphasen von ikonischen Magazinbildern über Popkultur bis hin zu freien Arbeiten. Die Ausstellung gliedert sich in drei spannende Teile. Heimat, provokante Fotografien aus dem Buch Heimat, aufgenommen im Allgäu, Pop-Shock-Selection, rebellische, humorvolle und glamouröse Snapshots der letzten Jahre und Evergreens, ein Wiedersehen mit den Supermodels. Wie gesagt, da steht kein Enddatum drin, deshalb weiß ich jetzt nicht, ob ich das nicht verstanden habe.
Nur kurz ist oder ob die länger dauert. Dann Bildraum Bodensee, Bregenz vom 30.10. bis zum 21. Januar. Anton Kehrer, A Different Kind of Horizon. Anton Kehrers Einzelausstellung greift den besonderen Blick auf den Bodensee auf. Horizont steht dabei für die Wahrnehmung und das Überschreiten von Grenzen. Gera vereint in seiner Arbeit Fotografie, Malerei, Grafik, Lichtkunst und Skulptur und erforscht Farbe, Licht und Raum als Grundlage visueller Erfahrung. Im Mittelpunkt steht sein seit 1995 entstehender Fotozyklus Lightflow. Ergänzend sind Grafikarbeiten zu sehen, die das Thema Licht auf neue Weise befragen. Lassen mich mal hier noch ganz kurz den Terminkalender unten und den Link einblenden, weil ihr könnt das nämlich alles auf happyshooting.de slash Kalender finden. Es geht weiter. Museum der Moderne Salzburg.
17.11. bis zum 15. Februar. Everybody was, ne, Everybody was Körper erzählen, Fotografie und Medienkunst von 1945 bis heute. Der menschliche Körper steht im Zentrum dieser Ausstellung. Everybody beleuchtet die Spannungsfelder zwischen Überwachung und Selbstbestimmung zwischen Ausdruckskraft und gesellschaftlicher Norm. Gezeigt werden Werke internationaler KünstlerInnen wie Nan Goldin, Vivian Meyer, Lisette Mordel, Aria Watson und vielen mehr. Die Ausstellung umfasst Fotografie und Medienkunst aus acht Jahrzehnten und lädt dazu ein, über Gestik, Mimik und Körperbilder als universelle Kommunikationsformen nachzudenken.
Fotogalerie Wien im Verein zur Förderung künstlerischer Fotografie und neuer Medien in der Währinger Straße vom 21.10. bis zum 22.11. Sigrid Kurz, Here we are, we here. In dieser Ausstellung widmet sich die in Wien lebende Künstlerin der Frage nach dem Hiersein, sowohl im physischen als auch im metaphorischen Sinn. Der Titel der Ausstellung, ein Palindrom, verweist auf die Ambivalenz von Präsenz und Abwesenheit. Kurz, kombiniert in ihren Arbeiten Fotografie, Architektur und performative Elemente, um Räume zu schaffen, die sowohl real als auch imaginär wirken. Dabei untersucht sie, wie Räume unsere Wahrnehmung von Zeiterinnerung und Identität beeinflussen. Drei noch.
Fotoarsenal Wien, 4.10. bis 18. Januar. Science slash Fiction, a non-history of plants. Was, wenn Pflanzen intelligenter wären, als wir denken? Beobachten, kommunizieren, vielleicht sogar träumen? Die Ausstellung Science slash Fiction, a non-history of plants, erkundet die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Technik und verbindet Fotografie, Film und digitale Medien mit Wissenschaft und spekulativer Imagination. Über 40 internationale KünstlerInnen zeigen in sechs Kapiteln Pflanzen als aktive Wesen, Verbündete und politische Akteure. Das klingt sehr spannend. Dann bei Westlicht in Wien, 28.11. bis 22. Februar. Bruce Gilden, Mitglied der legendären Agentur Magnum Fotos, gilt als einer der kompromisslosesten Vertreter der klassischen Street Photography. Seit über fünf Jahrzehnten richtet er seine Kamera auf die Underdogs und Randfiguren der Gesellschaft. Mit radikaler Nähe und ungeschönter Direktheit entstehen Porträts, die konfrontieren und berühren. Die Ausstellung A Closer Look zeigt erstmals in Wien eine umfassende Werkschau des 1946 in Brooklyn geborenen Fotografen.
Und dann Albertina in Wien, 30.10. Bis 22. Februar, Lisette Model Retrospektive. Lisette Model 1901 bis 1983, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen Fotografie, steht im Zentrum einer Retrospektive in der Albertina Wien. Die Ausstellung präsentiert Werkgruppen aus den Jahren 1933 bis 1957, darunter ikonische Aufnahmen wie Coney Island, Bather und Café Metropole. Nach ihrer Emigration aus Wien nach New York im Jahr 1938 dokumentierte sie für Magazine wie Harpers Bazaar das urbane Leben. Das waren die Einsendungen von Krisu. Vielen, vielen Dank. Und dann haben wir noch einen Termin von unserem Außenkorrespondenten Jürgen.
EinspielerHallo Community. Heute wieder aus unserer kleinen Serie Fotoausstellung der Woche. Diesmal direkt aus einem Grand Hotel. Das Grand Hotel, das ich meine, findet ihr im Neuen Museum in Nürnberg. Direkt am Hauptbahnhof. Wenn ihr über den Bahnhofsplatz lauft, fußläufig, durch den Handwerkerhof, seid ihr direkt am Neuen Museum. Dort steht das Grand Hotel Par. Das ist eine Fotoausstellung in Kooperation mit dem Fotobookmuseum in Köln und zeigt die erste große Fotobuch respektive des britischen Magnumfotografen Martin Parr.
Als leidenschaftlicher Sammler und Vermittler hat er das Fotobuch ins Bewusstsein der Gegenwartsfotografie gebracht. In einer sehr aufwändigen Inszenierung, angelehnt an das Erscheinungsbild einer Hotelanlage, lädt die Ausstellung Grand Hotel Par ein, die über 200 Fotobücher des Künstlers zu erkunden. Man kann Räume im Hotel besuchen, wie zum Beispiel den Billardroom, den Diningroom oder die Fashion-Boutique. Ich finde, sehr aufwendig gemacht und kuratiert und absolut einen Besuch wert. Natürlich kann man in Nürnberg noch verschiedene andere Sachen anschauen, Zum Beispiel den Chris Kindlesmarkt oder natürlich einen Besuch beim weltbesten Fußballverein, dem Klub. In diesem Sinne gehen auch diesmal die Grüße raus. 3, 2, 1 an den Klub. Liebe Grüße, Jürgen.
ChrisJa, super. Vielen, vielen Dank. Und es gibt noch ein paar mehr Termine, die ich nicht vorgelesen habe, damit es nicht ganz so lang wird. Die werden dann in der nächsten Sendung nachgeliefert.
BorisJawohl.
ChrisAlso, solltet ihr Termine für uns haben oder welche in den Terminkalender eintragen wollen, happyshooting.de slash Kalender. Und da ist alles weitere dann erklärt oder ersichtlich.
BorisCool.
ChrisToll. Abgefahren. Termine sind immer echt abgefahren hier.
BorisMensch.
ChrisJa, dann haben wir, muss mal schauen, haben wir tatsächlich... Nix mehr, oder?
BorisAlles durch. Es reicht ja auch. Komm, langt. Wir hatten schon viel aufzuholen jetzt.
ChrisSind wir fertig? Kann das echt sein?
BorisDas waren so tolle Themen. Also es hat mich so gejuckt. Und dann musste aber ausfallen letzte Woche ja aus persönlichen Gründen. Und ich habe nur gedacht, oh, wir werden so viel zu erzählen haben. Und hatten wir auch.
ChrisTja.
BorisSehr schön.
ChrisDenkt dran, es sind neue Workshops online. der Seebergstadt-Workshop und der Film- und Pixel-Workshop im März und April. Außerdem der Villa-Workshop-Online noch bis zum 16. November, jetzt also quasi bis Sonntag noch, wenn ihr das rechtzeitig hört, zum Frühbucher-Preis. Early Bird, außerdem Klostergeister, noch ein paar Plätze frei. Also haut rein, happyshooting.de slash Workshops und vielleicht sehen wir uns ja da. Dann macht es mal gut. Bis dann.
BorisDrei, zwei, eins. Happy Shooting!
Shownotes
Hausmeisterei
Aus der Preshow
- Kirchenglocken, Halloween
HS Workshops
- Workshops JETZT ONLINE
- HS Workshop-Newsletter
- Bitte gebt Feedback, welcher Wochentag für den Online-Worshop am besten passt.
- Testimonials von Workshopteilnehmern gesucht
- Alte Newsletter funktionieren nicht mehr, bitte neu anmelden Neue Newsletter
Statt Werbung
#hshi / #hsnachtrag
- Jever (der Ort) wird Jefer ausgesprochen. Jever (das Bier) wird Jewer ausgesprochen.
News
- Status: Klostergeister und andere Workshops sind jetzt buchbar
- Adobe Abo wird teurer
- Canon 45 mm f/1.2 für unter 500 Euro
Themen
Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen):
- Jürgen:
- Seit dem 24.10.2025 bis zum 22.02.2026 stellt das Neue Museum Nürnberg "Grand Hotel Parr" aus
- chrisu:
- Am 06.11.2025 war die Eröffnung der Ausstellung "Ellen von Unwerth – SHOCKING POP" im FLATZ Museum in Dornbirn
- Zwischen dem 30.10.2025 und dem 21.01.2026 stellt das Bildraum Bodensee Bregenz "Anton Kehrer – A different kind of horizon"
- Ab dem 07.11.2025 bis zum 15.02.2026 zeigt das Museum der Moderne Salzburg "EveryBody! Was Körper erzählen."
- Vom 21.10.2025 bis zum 22.11.2025 ist in der Fotogalerie Wien "Sigrid Kurz – Here We Are We Here"
- Bereits seit 04.10.2025 und noch bis 18.01.2026 stellt das FotoArsenal Wien "Science/Fiction – A Non-History of Plants"
- Zwischen dem 28.11.2025 und dem 22.02.2026 kann im WestLicht Wien "Bruce Gilden – A CLOSER LOOK " näher in Augenschein genommen werden
- Ab 30.10.2025 und ebenfalls bis 22.02.2026 zeigt das Albertina Wien "Lisette Model – Retrospektive"
#HS-Aufgabe (Alle anschauen)
- Neue Aufgabe "Smart" vom 13.11.2025 bis 27.11.2025 mit dem tag "hsbsmart"
#HSFragen
- Von Dr. Lange: Seit Update auf iPadOS 26 ist Slack verschwunden.
Hausmeisterei II
- Unterstützt uns: Überweisung (sonstige Möglichkeiten)
- Text-/Audio-/Videokommentar einreichen
- Happy Merching
- Socials: Mastodon: Boris, Chris, Happy Shooting, Bsky: Chris, Boris
- Helfen-Elfen: Sonja, Christian, Dietmar, Devid, Kai, Christian N., Stefan, Jürgen und Mapache
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