#920 - Ösen können sich lösen
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Happy Shooting, Folge 920. Ösen können sich lösen. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...
ChrisVon den Villa-Workshops.
EinspielerHier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Foto-Podcast.
BorisEinen schönen guten Tag an unseren Außenkorrespondenten aus dem geheimen Nuklear-Bunker. Guten Tag. Ach herrlich, da sind wir wieder. Eine Woche Pause, zurück von den Weihnachtsmärkten, kann weitergehen.
ChrisImmer noch nicht zu Hause, aber ja. Wir haben ja richtig Schwein gehabt, wettermäßig. Also Fototour so ein bisschen, Schwarzwald, Elsass und so, Weihnachtsmärkte, Schlösser, Burgen, Dörfer, was halt so ansteht. Und Ende November ist natürlich immer so ein, weiß man nicht. Und dann hat es irgendwie am Tag vor dem Beginn hat es geschneit im Schwarzwald. Und wir hatten tatsächlich so auf der Höhe richtig viel Schnee liegen. Da haben die Skilifte aufgemacht. Da war richtig was geboten. Also, war ganz cool.
BorisNicht schlecht.
ChrisNicht wahr?
BorisNicht schlecht, nicht schlecht. Ich räume ja gerade meine Bilder auf mit dieser Declutter-App. Die benutze ich immer noch jeden Tag. Und dann sehe ich ja immer, was über die Jahre an diesem Tag passiert ist. Und wir hatten letztes oder vorletztes Jahr, ich habe jetzt nicht aufs Datum geguckt, richtig Schneesturm draußen. Also richtig viel Schnee. Habe ich auf Video.
ChrisGut, das hier ist übrigens Happy Shooting, der Fotopodcast. Ich bin der Chris.
BorisUnd ich bin der Boris.
ChrisUnd wir sind hier dienstags live. Und heute ist Dienstag. Und das ist nämlich der 2. Dezember.
BorisHerrlich.
ChrisJa, was ihr hier auch tun könnt, ist Fragen oder Hinweise zum Thema Fotografie reinwerfen oder über die Sendungen. Zum Beispiel hat das der Erik getan. Hallo Chris und Boris in der Folge 1917, in der Folge 917, so weit sind wir noch nicht ganz, habt ihr über die Rico GR und den neuen Blitz gesprochen. Dabei sagte Boris mit ähnlichen Worten, also quasi Zitat, in JPEGs kann man keine Tiefen wieder hochziehen. Ist das wirklich so kritisch? Welche Probleme treten denn an der Stelle im Vergleich zu RAW auf? Ich bearbeite hin und wieder auch JPEGs aus der Kamera und war bisher mit den Ergebnissen zufrieden. Danke für einige Hinweise. Liebe Grüße, 3 zu 1 Happy Shooting von Erik.
BorisDa weiß ich jetzt den Kontext nicht mehr. Ähm... Im Zusammenhang mit Schwarz-Weiß sind wir da glaube ich drauf gekommen, dass wir gesagt haben, bei Schwarz-Weiß ist das Histogramm wichtig, weil das lügt dann nicht mehr. Da hast du keine Reserven mehr oben und unten. War das vielleicht der Kontext?
ChrisWeiß ich auch nicht mehr genau. Aber mir ging es tatsächlich vor jetzt eine Woche so, da habe ich, was war denn das? Da habe ich irgendwas mit dem iPhone fotografiert und ich habe dann so meine, in Anführungszeichen, guten iPhone-Bilder habe ich dann eben in Lightroom importiert und dort weiter bearbeitet. Und da war auch eins, wo so ein Farb, so ein Grauverlauf irgendwie im relativ dunklen Bereich war, den ich hochziehen wollte. Und das war nachher Treppenstufen. Also hast du richtige Farbbänder oder Graubänder gehabt. Also das ist schon potenziell, hast du halt nicht mehr diese feinen Übergänge. Die gehen dir halt dann verloren.
BorisDas hängt beim JPEG halt einfach auch sehr stark davon ab, was im restlichen Bild da ist. Weil das JPEG hat eben die 256 Farbstattierungen pro Farbkanal, aus denen die Farben gemischt werden. Und wenn du jetzt dort, wo es gut belichtet sein sollte, wenn du da relativ feine Farbschattierungen hast und auch viele Details und sowas hast, dann hat das JPEG einfach nicht mehr so viele Farbvariationen für die dunklen Bereiche, weil die Schatten dann in der Regel sowieso nahe schwarz sind, die kann man im JPEG ganz gut kaschieren, die werden dann kleingerechnet und komprimiert, damit das Bild klein bleibt und damit du mehr Farbwerte für die hellen Töne hast, wo du halt deutlich was sehen kannst. Und wenn du jetzt tatsächlich versuchst, die Schatten, kräftiger anzuheben, dass du jetzt wirklich sagst, okay, ich will jetzt wirklich Schatten oder auch wirklich in den Tiefen, in den wirklich dunklen Partien im Schwarz noch irgendwie Zeichnung rausholen, weil ich den Faltenwurf irgendwie noch sehen will oder weil ich da was weiß, ich das Laub auf dem Boden deutlicher sehen will oder so. Dann ist das, was Chris gerade sagt, das ist das, was dir passieren kann, dass du eben dann sehr grobe Abstufungen hast. Das kann relativ hässlich aussehen.
ChrisJa, und vor allem da, wo jetzt die Farbkanäle nicht gemischt sind, sondern zum Beispiel im Himmel, da hast du es relativ schnell, wenn hauptsächlich ein Farbkanal der Blaue an der Stelle viel Arbeit hat, da ist nicht viel da bei 256 Abstufungen, wo man noch irgendwas in die Breite ziehen könnte quasi.
BorisBei normalen Bearbeitungen, da willst du jetzt ja plötzlich nicht in den Schatten Licht machen oder so. Wenn du eine vernünftige Belichtung hast und willst da ein bisschen dran rumtweaken, das geht schon auch mit JPEG. Es ist jetzt nicht so, dass du JPEG gar nicht bearbeiten kannst. Das nicht. Tja. So schaut es aus.
ChrisIch hatte ja gerade bei den Bildern im Schwarzwald, also Schnee, du bist irgendwo auf der Höhe, du hast dann Tannen oder ich glaube Kiefern, Fichten, Kiefern, egal, also man sagt Tannen, aber es sind keine. Mit Schnee drauf und dann Tageslicht und dann verlierst du quasi fast alle Farbinformationen, weil die Kontraste so heftig sind. Ich habe wirklich Bilder, die ich mir anschaue und sage, hm, habe ich da ein Schwarz-Weiß-Bild gemacht?
BorisDu hast ein Bild gepostet auch, das sah tatsächlich aus wie Schwarz-Weiß. Ich habe das auch Tanja gezeigt. Ich sage, guck mal, Chris macht Schwarz-Weiß, ohne Schwarz-Weiß zu machen.
ChrisIch habe es in Schwarzwald auch umbenannt, in Schwarz-Weiß-Wald.
BorisJa, sehr treffend.
ChrisDas ist einfach faszinierend, wie schnell du da quasi eine monochrome Landschaft hast. Ist cool. Klasse. Na gut, dann hat uns noch geschrieben, der Thomas, ohne weiteren Kontext, schreibt er, ich habe kein Abo und nutze Luminar Neo und OnOne. Okay.
BorisIch vermute, dass sich das auf Lightroom oder Lightroom Kistik bezieht.
ChrisNatürlich bezieht sich das auf Lightroom.
BorisTatsächlich hat Luminar Neo gerade ein Update rausgebracht. Ich habe das jetzt hier nicht groß als einzelne Rubrik, aber wir können das kurz erwähnen. Ich bin nicht sicher, ob ich meine Meinung zu Luminar langsam mal wieder zurückdrehen sollte. Ich hatte früher eine relativ abwertende Haltung gegenüber diesem Laden, weil die damals, als wir angefangen hatten, die zu beobachten und zu verfolgen, gefühlt im Jahresrhythmus die Software aufgegeben haben und eine neue geschrieben haben. Also die haben relativ schnell gewechselt, haben relativ kurze Supportphasen nur gehabt, wo ich dann so gesagt habe, na ja, für ein bisschen Hobbybearbeitung ist das egal, ob du heute mit dem arbeitest und nächstes Jahr mit was anderem. Aber wenn du jetzt halt professionell arbeitest und vielleicht auch einen eigenen Look entwickelst, dann musst du den schon auch mal beibehalten und brauchst deine Werkzeuge mal für einen längeren Zeitraum. Jetzt ist es aber so, dass Luminar tatsächlich schon ziemlich, ziemlich lange für viele, viele Jahre diese Software pflegt und immer fleißig weiterentwickelt. Also dieses Luminar Neo, auch wenn es, glaube ich, irgendwann mal umbenannt wurde, ist es aber immer noch diese Software, soweit ich weiß.
Und was ich da jetzt aktuell gesehen habe beim letzten Update, das ist tatsächlich recht beeindruckend. Also RAW-Bearbeitung auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Ich würde sagen, absolut vergleichbar mit dem, was du in On1, in Lightroom, in Capture One und so weiter machen kannst. Plus eben noch einiges obendrauf, weil die relativ stark an diesen KI-Features dran sind und arbeiten. Also sie nutzen zum Beispiel eine Tiefenmaske, die sie per KI berechnen, was ja Lightroom zum Beispiel auch macht, um eine künstliche Tiefenschärfe oder nur Tiefenunschärfe zu rechnen. Die nutzt Luminar Neo jetzt in der aktuellen Version, um eine Beleuchtung nachträglich ins Bild einzubauen. Das heißt, du kannst dann virtuell eine Lichtquelle von vorne nach hinten durch das Bild durchschieben und so bei Porträts eben Licht aufs Gesicht geben oder auf den Hintergrund oder eben auch wegnehmen und kannst damit also eine ganz andere Lichtszene schaffen in einer Situation, wo einfach schlechtes Licht war. Das kannst du jetzt per KI nachträglich reinsetzen und sehr glaubhaft. Und das ist schon recht beeindruckend. Ist jetzt nur ein Feature, aber die haben noch eine ganze Menge anderer Kram. Das ist nett und vor allen Dingen hast du in dem Sinne kein Abo. Du hast halt einen Kaufpreis und hast dann die generative KI-Features hast du für ein Jahr mit drin.
Danach hast du keinen Zugriff mehr auf diese KI-Funktionalitäten, aber deine Software läuft weiter und die restlichen Bearbeitungen und so weiter laufen auch weiter. Das heißt, insofern hast du so ein bisschen so ein jährliches Abo, wenn du diese ganzen Features nutzen willst. Aber da reden wir dann eben über so einen Jahrespreis von wo liegen die hier irgendwas 60, 70, 80 Euro oder sowas. Also das ist recht beeindruckend.
ChrisAlso Luminar ist ja meines Wissens aus Nik Software hervorgegangen und die haben relativ früh einfach auch sich mit dem Thema KI beschäftigt. Die sind ja also quasi, die haben dann schon auf das ganze KI Zeug gesetzt, wo das noch nicht gut war. Heute kannst du, Subject Selection in Lightroom, die sitzt und auch an harten Kontrastkanten am Wald, zwischen Wald und Himmel und so, das sitzt im Prinzip sehr, sehr gut. Das haben die ja alles im Prinzip schon relativ früh gehabt, nur noch nicht so in so richtig gut war immer mein Eindruck. Aber sie haben schon relativ früh das Pferd erkannt und drauf gesetzt. Und deshalb hat sich da auch, glaube ich, so am Anfang, also bei mir auch so eine weiß nicht genau, Haltung eingestellt. Ich bin mir nicht sicher, ob das mal irgendwie gut wird oder wie. Und ich vermute, dass das auch daran lag, weil in dem Bereich so viele Veränderungen waren über die Zeit, dass sie dann auch sehr oft an ihrem Businessmodell schrauben mussten, bis das jetzt irgendwie einigermaßen rund lief. Also jetzt, ja, bin ich deiner Meinung. Das ist schon durchaus einen Blick wert.
BorisAlso von daher, Thomas, kann ich gut nachvollziehen. Luminar Neo und OnOne, da würde mich jetzt schon interessieren, wie du mit den beiden zusammenarbeitest, weil sie haben ja eigentlich beide die Funktionalität, die Bilder zu verwalten und zu bearbeiten. Das sind ja eigentlich Mitbewerber. Wie benutzt du die in Kombination oder was ... Du kannst ja mal was dazu schreiben, wie du das machst.
ChrisTja. So, ich habe noch eine Frage, die ich eigentlich bei happyshooting.de slash high hätte einreichen können, aber ich sage es, ich frage es jetzt einfach. Du hast letztes Mal über diese SD gegen CFexpress-Geschichte erzählt. Und da war ja eines dieser Erkenntnisse, war ja, dass die, CF-Karten einfach Faktor 10 oder noch schneller sind als die SD-Karten und das, deshalb ist es natürlich doof ist, wenn man in einer Kamera eine CF-Express drin hat und eine SD-Karte, die gleichzeitig beschreibt, weil dann alles auf die SD-Geschwindigkeit runtergebremst wird. Und, Heißt das, weil ich habe dann überlegt, warum macht man nicht einfach die RAW-Bilder auf CFexpress und die JPEGs auf SD? Weil die sind ja auch in der Größenordnung Faktor 10 oder so unterschiedlich groß. Lässt sich das damit irgendwie ausgleichen? Oder ist dann halt das Schreiben des RAWs auf CFexpress langsam, auch wenn das JPEG schon längst fertig geschrieben ist? Weißt du das?
BorisDas kann ich dir nicht sagen. Also bremst das System.
ChrisDie CFexpress aus? während auf die SD geschrieben wird und dann ist es wieder schneller oder ist einfach dann die Gesamtgeschwindigkeit runter?
BorisJa, das ist jetzt halt die Frage, ob die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bedient werden, aber dann trotzdem etwa gleich schnell fertig sind, weil das eine sind kleine JPEGs und das andere große RAWs, die dafür aber schneller geschrieben werden. Ich weiß jetzt nicht, ob das rechnerisch aufgeht, möglich.
ChrisWir kamen das letzte Woche, tatsächlich mitten zwischen beschneiten Bäumen, kam mir diese Frage, Moment mal.
BorisIch hatte auch drüber nachgedacht hinterher und ich hatte eine Review gesehen, wo so in einem Nebensatz erwähnt wurde, dass das eigentlich sehr unglücklich ist, weil wenn du tatsächlich auf beide Karten gleichzeitig schreibst, auch der CF-Card-Slot langsamer wird, also du trotzdem dann auch warten musst. Es wurden keine Details genannt und ich habe keine Kamera hier, um das auszuprobieren. Also solltet ihr eine Kamera haben, vielleicht habt ihr euch ja schon eine R6 Mark III geholt. Das wäre tatsächlich mal eine spannende Frage, wenn ihr auf die SD-Karte die JPEGs schreiben lasst und auf die CF-Express-Karte die RAWs. Dann ist die CF, ich weiß jetzt zum Beispiel auch nicht, wie schnell die CF-Express-Karte maximal in dem Body angesprochen wird. Aber ich sag mal, die ist ja dann doch Faktoren vier oder fünfmal mindestens schneller als die SD-Karte und die JPEGs wahrscheinlich im ähnlichen Verhältnis kleiner. Ähm, Probiert das mal aus. Würde mich mal interessieren. Kann natürlich sein, dass der Controller so geartet ist, dass es heißt, wenn ich mit 300 MB hier eine Karte bedienen muss, bediene ich auch die CFexpress nur mit 300 MB die Sekunde. Und das wäre natürlich bitter. Das weiß ich aber nicht. Hätte ich jetzt eine Kamera hier, wäre es schnell ausprobiert.
ChrisDas ist die große Frage.
BorisJa, ist eine gute Frage.
ChrisNaja. Gut, du hast uns Kameras mitgebracht.
BorisJa, die Hersteller waren ja nicht untätig in deiner Abwesenheit.
ChrisIch dachte, alles wird stehen, während ich nicht da bin.
BorisDu hast halt gearbeitet, draußen im Feld Fotos gemacht und Fotoführungen gegeben und sowas. Und die Hersteller haben einfach mal gesagt, der Chris guckt gerade nicht hin, wir bringen mal Kameras raus. Zum Beispiel Leica hat die Q3 Monochrom rausgebracht. Und das ist im Prinzip eine Leica Q3, nur eben ohne Farbfilter davor. Das heißt, eigentlich exakt genau wie die Q3. Gut, wie gesagt, kein Farbfilter davor, das heißt hochauflösende Schwarz-Weiß-Bilder, nix mit Interpolation und so. Es ist auch kein roter Punkt drauf, das kennen wir schon von Leica. Schwarzes Gehäuse ohne roten Punkt, also so richtig Stealth-Modus.
ChrisDa wird auch kein Dieb jetzt plötzlich, alle erkennen nicht mehr, dass es die Leica ist auf einen Schlag.
BorisDie ist ganz versteckt. Die Gravuren, die drauf sind, so Leica-Schriftzüge und sowas, die sind dann halt in schwarz, also schwarz auf schwarz oder in so einem dezenten Grau gehalten. Also alles so ein bisschen dezent. Finde ich eigentlich ganz nett.
Was sie mehr hat, ist gegenüber der Q3, ich glaube, die hat das nicht, ist dieses Content Credential Support. Das haben sie hier mit reingebaut. Also die Signatur für die Fotos. Und sie kostet halt 500 Euro mehr dafür, dass sie keine Farben hat. Also jetzt könnt ihr sagen, okay, 500 Euro mehr für die Content Credentials oder für den fehlenden Farbfilter. Bleibt euch überlassen. Ansonsten habt ihr halt den 60 Megapixel Sensor wie gehabt, nur eben ohne Farbfilter. Mit der Mehrfachauslösungsvariante, also ihr könnt auch ein 36 oder 18 Megapixel RAW machen, ohne Crop. Also volle Fläche, aber einfach geringer aufgelöst als RAW. Was ich persönlich einfach sehr, sehr cool finde. Ich würde das gerne mal ausprobieren. ISO ist eine Stufe mehr nämlich von ISO 100 bis 200k also 200.000 statt bis 100.000 wahrscheinlich weil der Farbfilter fehlt hast du einfach insgesamt mehr Lichtausbeute da drauf, Es ist das gleiche, 28 mm 1.7 da drauf. Der Sucher ist genauso gut wie bei der Q3 mit 5,7 Millionen Punkte. Wobei ich mich frage, 5,7 Millionen Punkte, da werden ja immer die Rot-, Grün- und Blaupunkte zusammengezählt. Und wenn du jetzt aber ja nur ein schwarz-weiß Bild hast, dann ist ja jedes Farbtrippel vom Display immer gleich hell. Also hast du nur noch ein Drittel der Auflösung. Ich weiß nicht, wie man das rechnet.
ChrisWas? Nochmal?
BorisJa, ein RGB-Display besteht doch aus roten, grünen und blauen Punkten.
ChrisAus der Hälfte aus grünen und ein Viertel aus roten und ein Viertel aus blauen?
BorisNee, nee, das LCD-Display hat immer genau, jedes Pixel hat drei Farben.
ChrisAch so, das LCD hat für jeden Pixel drei Farben, ja richtig. Also wenn es nicht gerade ein OLED ist, was vielleicht irgendwie fünf Pixel für eine Farbe und so weiter, egal.
BorisGenau, so und jetzt hat der Sucher, ich weiß jetzt nicht, ob es ein OLED ist oder ob es ein, weiß ich nicht, was das für eins ist, aber ich nehme ja an, ich nehme an, dass jedes Pixel drei Farbpunkte hat.
ChrisIch glaube, die sind dann teilweise schon so frech und zählen jeden einzelnen Farbpunkt zusammen.
BorisDas machen sie ja normalerweise. Also normalerweise beim elektronischen Sucher sagen sie ja 5,7 Millionen Punkte, aber sie zählen jeden Farbpunkt. Also geteilt durch drei hast du die Anzahl Farbpixel. Jetzt hast du aber eigentlich geteilt durch drei die Schwarz-Weiß-Pixel.
ChrisAch so.
BorisWeil du ja eine Schwarz-Weiß-Kamera hast. Du hast ja gar keine Farbinformationen, weißt du?
ChrisAber machen die da aus Kostengründen ein Farbdisplay rein? Das wird das gleiche Display sein.
BorisIch gehe mal davon aus.
ChrisWeil die werden ja mit Sicherheit auch Bildschirmelemente haben, die dann irgendwie vielleicht auch Farbe brauchen.
BorisAber das Display wird jetzt nicht höher aufgelöst sein. Das wird halt so vor sich hin leuchten. Alle Farben gleich hell. Naja, kann man, kam mir nur so in den Sinn, ob man das überhaupt noch so sagen kann, dass das 5,7 Millionen eigentlich geteilt durch drei, weil die anderen leuchten ja eh nicht.
ChrisIrgendwann müssen wir da auch so beim Retina landen, so wie bei den Retina-Displays. Das ist ja ein Marketingbegriff von Apple, aber im Prinzip sagt es, dass du ab, dem Alter von 30 dass du keine Pixel mehr unterscheiden kannst bei normalem Unterachtungsabstand. Und dann hast du halt virtuelle Auflösungen, die du da drüberlegen kannst.
BorisUnd wie gesagt, ich will den gar nicht schlecht machen. Das ist ein richtig guter Sucher in der Q3. Da kann man Leica, glaube ich, nichts vorwerfen an der Stelle. Das Display ist neigbar, nicht schwenkbar. Also in der Bildachse neigbar. Rauf, runter, wie bei der Q3 auch. Alles wie die Q3, aber eben 6.750 Euro ist der Preis. was eben genau 500 Euro mehr sind als bei der Farbvariante. Nichtsdestotrotz gibt es große Fans von den Schwarz-Weiß-Kameras und die Leica, die M gibt es auch als Monochrom zum Beispiel. Jetzt eben auch die Q3. Und denkt nur dran, wenn ihr tatsächlich mit so einer schwarz-weißen Kamera arbeiten wolltet, dann legt euch auch einen kleinen Satz an Farbfiltern vor. Denn wenn ihr richtig schwarz-weiß arbeiten wollt und wollt bestimmen, ob die Hauttöne hell oder dunkel sind oder der Himmel hell oder dunkel ist oder, oder, oder. Dann braucht ihr Farbfilter. Denn ihr könnt jetzt nicht mehr hinterher im Lightroom oder einer Software eurer Wahl an den Farbreglern, an den Helligkeitswerten drehen. Also keine virtuellen Farbfilter mehr.
ChrisDa lohnt sich übrigens ein Besuch beim Analog-Workshop in der Viewfinder-Villa. Da reden wir über solche Dinge unter anderem. Und das ist identisch zum analogen Arbeiten. Weil wir den Himmel kontrastreich kriegen, so Ansel Adams-artig, so ein dunkler Himmel, wo dann die Wolken so richtig hart kontrastig irgendwie drin sitzen. Geht nur mit Filtern.
BorisGeht nur mit Filter. Ja, so ist das. Und es ist ja auch nicht schlimm. Ich finde nur, man darf da ruhig mal drauf hinweisen. Ich glaube, viele übersehen das. Und die machen dann eben einfach, ich sag mal so, normale Schwarz-Weiß-Bilder, so wie sie aus der Kamera rausfallen. Ja, du kannst da an den Kontrasten natürlich drehen, sicherlich. Aber das volle Spektrum...
ChrisDu kannst wahrscheinlich auch hinterher irgendwie noch per KI den Himmel selektieren.
BorisJa, wahrscheinlich.
ChrisWenn das von der Form funktioniert. Aber trotzdem. ist.
BorisMit einer schwarz-weiß Kamera willst du Farbfilter haben.
ChrisUnbedingt. Total wichtig. Also wirklich wichtig, ja.
BorisUnd das ist dann auch wirklich nicht mehr der große Kostenfaktor.
ChrisVielleicht sollten wir einen Pseudo-Analog-Workshop für monochrome Kameras machen. Was gibt es denn jetzt für monochrome Kameras? Es gibt die GR, die Ricoh, die Leica.
BorisDie Pentax.
ChrisVon Leica gibt es mehrere monochrome Kameras.
BorisPentax, die Monochrom?
ChrisGibt es sonst noch? Pentax Monochrom? Das wäre interessant. Eine neue Idee gerade so.
BorisJa, behalten wir im Hinterkopf. Guter Grund, eine neue Kamera zu kaufen.
ChrisDa werden dann noch drei Leute zum Workshop kommen oder so. Da wird, glaube ich, der Markt nicht besonders groß sein.
BorisMeldet euch mal. Happy Shooting.de slash hi.
ChrisSag mal Bescheid. Ja, und jetzt musst du deine Kamera irgendwie auch mit Strom vollkriegen.
BorisJa, Leica hat nämlich noch was vorgestellt. Und das fand ich eigentlich auch ganz pfiffig. Wobei ich jetzt nicht weiß, wie das in der Praxis ist. Vielleicht weiß das jemand von euch. Nämlich einen Griff für die Q3. Man kann eben einen Griff an die Leica Q3 schrauben. Die Q3 ist ja jetzt nicht eine super winzige Kamera, aber man kann sie ein bisschen handlicher oder ein bisschen griffiger, sage ich mal, machen mit einem etwas dickeren Griff an der rechten Seite.
ChrisAlso dann hast du überhaupt erstmal so einen Handgriff normales, die hat ja da keine Kontur oder so.
BorisDen gibt es von Leica auch schon, zum drunter schrauben so einen normalen Griff. Dieses hier ist aber ein Griff, der eben auch noch ein drahtloses Aufladen ermöglicht. Also zunächst mal schraubt man das Ding eben von unten an die Q3, hat dann rechts einen breiteren Griff und hat unten drunter die Bodenplatte, ein Arca Swiss Profil. Was schon mal praktisch ist, wenn man mit Stativen arbeiten möchte.
ChrisTotal.
BorisUnd dann hat das Ding eben unten eingebaut eine Spule und unterstützt den Qi-Standard. Das wusste ich bisher nicht. Man kann jetzt diese Kamera auf einen Qi-Lader draufstellen und den Akku in der Kamera damit aufladen.
ChrisAlso du könntest deinen Qi-Handy-Lader quasi, könntest du einfach deine Leica Q3 draufstellen und dann lädt die.
BorisGanz genau.
ChrisDas ist pfiffig.
BorisUnd das dauert ungefähr, hatte ich gefunden beim Händler, nicht bei Leica direkt, um die 190 Minuten, um ihn voll aufzuladen. Also etwas über drei Stunden. Aber wahrscheinlich wird man sie ja nicht immer komplett leer da drauflegen. Und dieser Griff mit dieser Lademöglichkeit, Kostet bei Leica schlanke 200 Euro. Und das fand ich jetzt gar nicht mal übertrieben für einen Griff mit Akerswiss. Das ist ja kein Leica-Preis.
ChrisAlso bitte.
BorisAlso ich war überrascht. Ich hatte jetzt irgendwie mit 1500 Euro oder so gerechnet, aber nö. 200 Euro und es gibt von Leica selbst auch den sogenannten Drop XL Wireless Charger. Das ist eben so eine Ladeplatte mit G-Standard, die auch eine etwas breitere Plattform ist, wo man die Kamera dann komplett draufstellen kann. Da passt sie ganz gut drauf. Für 180 Euro und dann hat man halt Also das ist quasi die Bodenplatte.
ChrisVon dem Handgriff.
BorisSozusagen, ja. Und die kannst du halt für die Kamera benutzen, aber eben auch für andere Dinge.
ChrisAlso bei Kamera finde ich das ja gar nicht so sinnlos. Also generell mag ich lieber mit Kabelladen, weil das Skiladen erzeugt halt Wärme und so ein Handy-Aku, der muss nicht unnötig gewärmt werden.
BorisDu verschenkst halt auch einfach Energie.
ChrisDu verschenkst auch ein bisschen Ladeleistung oder verschenkte Energie, genau. Was ich damals mich, ich erinnere mich an die Canon 5D Mark II, die ich damals gekauft habe und in den Himalaya damit zum ersten Mal gereist bin, 2009. Und da habe ich im Vorfeld ja quasi die mal in den Regen rausgenommen, einfach mal geguckt, ob denn diese Wetter Versiegelung funktioniert. Also, weil das war mir dann schon wichtig. Und die hat das super mitgemacht. Dann habe ich kurz drauf mitbekommen, da gab es damals von Canon so eine Werbe-Cruise, da haben sie alle möglichen bekannten Fotografinnen und Fotografen eingeladen auf irgendein Kreuzfahrtschiff und in die Arktis oder sowas und sind dann quasi auch bei Wind und Wetter unterwegs gewesen und da ist, das war damals noch ziemlich groß in den Medien sogar, da ist irgendwie die Hälfte von den Kameras ausgefallen.
BorisOho.
ChrisWegen Wasserproblemen stellt sich raus. Die hatten damals tatsächlich, und zwar die Kameras sind ausgefallen, die einen Batteriegriff dran hatten zusätzlich. Weil dann da irgendwie diese Wetterversiegelung nicht mehr gut funktioniert hat. Und dann ist quasi entlang dieser, was auch immer, in die Kamera reinragt.
BorisEs kommt in Spalt an die Schraube, geht rein.
ChrisIrgendwie Wasser ist dann entlang gekrochen und hat dann echte Probleme verursacht. Und die, die keinen Handgriff hatten, hatten diese Probleme nicht. Und das heißt, in dem Moment, wo du so eine Kamera öffnest oder eine elektrische Verbindung machst in irgendeiner Form, ist da vielleicht schon eine größere Möglichkeit, dass es irgendwelche Probleme gibt mit sowas. Die hast du mit so einem Wireless-Charger überhaupt nicht.
BorisDas stimmt. Allerdings hast du dann auch keinen Wechselakku.
ChrisJa, und? Vielleicht kann man ja diesen Drop XL Wireless Charge auch einfach drunter schrauben und dann mit so einem USB-C-Battery-Akku-Pack.
BorisRucksack mit vielen Akku-Packs.
ChrisKeine Ahnung, weiß ich nicht.
BorisIch weiß zum Beispiel auch nicht, wie das bei dem Leica-Griff jetzt ist, weil es wird ja dann Wireless oder man kann Wireless den Akku in der Kamera laden, aber kann ich den Akku dann in der Kamera auch noch wechseln, ohne den Griff wieder abzuschrauben? Das weiß ich zum Beispiel jetzt auch nicht. Ich habe kein Bild davon gesehen, wie das von unten aussieht. Wenn man ein Wechsel wird.
ChrisDann ist das anders. Dann ist das nicht so.
BorisMuss man sich mal anschauen. Aber fand ich ganz interessant und eben von den Preisen her fand ich das jetzt nicht überzogen. Fand ich interessant. Also vielleicht habt ihr ja eine Q3 und wusstet das jetzt noch nicht mit dem Wireless aufladen. Ich finde das eigentlich ganz pfiffig. Ach so. Was du vielleicht ganz pfiffig findest, du bist ja auch ein Tilt-Shift-Fan, ne?
ChrisJa, klar. Ich definiere mich über Tilt. Es gibt ja nichts anderes mehr. Nein, stimmt natürlich nicht. Aber ich habe mich damit sehr, sehr intensiv beschäftigt.
BorisMein ganzes Leben ist Tilt und Shift. Ja, es gibt von Laowa ein Tilt und Shift Objektiv. 35 mm. Also genau zwischen den 24 und 50, die wir von Canon kennen. Genau, finde ich persönlich ganz spannend eigentlich. Offenblenden 2.8, relativ lichtstark. Und ausgewiesen als 0,5-fach Makro. Also kein echtes Makro, aber immerhin halb.
ChrisHalbes Makro.
BorisGenau. Du hast eine Naheinstellgrenze von 22, 23 Zentimetern. Also kommst relativ nah dran. Und hast dann immerhin halbe Abbildungsgröße. Also 0,5-fach. Was schon ganz ordentlich ist eigentlich. Manueller Fokus ist klar, ist ein Tilt-Shift. dadurch aber, weil es manuell ist, verfügbar für, und jetzt halte ich fest, Sony E-Mount, Nikon Z, Canon RF, L-Mount, Fuji GFX und Hasselblatt XCD. Also auch für die Mittelformate, für die digitalen Mittelformate. Ganz interessant.
ChrisJa klar, da muss ja elektrisch nichts angepasst werden.
BorisDu brauchst nur den Adapter dafür. Und du brauchst natürlich einen Bildkreis, der es auch ausfüllt und dann irgendwie noch sinnvollerweise ein Shift oder sowas ermöglicht. Aber das haben sie hier offensichtlich tilten können sie 10 Grad rauf runter, ich weiß jetzt nicht was Canon macht shiften können sie 12 Millimeter, Bei Mittelformatschiften sind noch 8 mm. Da geht es ein bisschen zurück. Da ist dann der Bildkreis wahrscheinlich zu Ende.
ChrisGenau, das siehst du dann an der Ecke quasi.
BorisDa wird es dunkel, genau. 77 mm Filtergewinde. Also ganz ordentliche Öffnung vorne. 1,3 kg. Nicht gerade ein Leichtgewicht, aber die Tilt-Shifte sind generell.
ChrisDas ist ein dicker Brummer.
BorisUnd wir liegen preislich bei unter 1.500 Euro. 1.450 werden aufgerufen. Was ich im Vergleich zu den Canon Preisen recht attraktiv finde da liegen wir nämlich so bei 2100 2300, zumindest bei Neukauf, gebraucht sind ja immer mal Schnapper so ab 600 zu machen, habe ich gesehen, aber da muss man auch drauf warten und dann hoffen, dass das ein intaktes Stück ist, und jetzt habe ich so gedacht wenn jetzt die Bildqualität stimmt dann muss man jetzt mal Reviews abwarten ich hatte jetzt noch keins gefunden dann finde ich das eine relativ attraktive Alternative zu den Canon Tilt und Shifts. Ich weiß nicht, wie du das siehst mit 35 Millimetern. Du bist ja schon ein 24er Fan, aber 24 finde ich halt auch immer schon gleich sehr extrem.
ChrisAlso ich habe das 24er und ich habe das 45er. Das liegt da irgendwo dazwischen. Das 45er ist für mich eher so Tabletop, Objektiv, Produktfotografie, solche Geschichten. Das 24er ist für mich so Everyday und Landschaften und Street und alles mögliche mache ich damit. Ja, die sind beide deutlich kleiner als das hier. Also zumindest nach der Abbildung ist das hier schon echt ein Oschi. Und wenn du sagst, das wiegt wie viel Kilo?
Boris1,3.
ChrisDas ist ordentlich. Das ist ordentlich. Von den Verkippungen, Verschiebungen scheint das so gefühlt ähnlich zu sein, wie das, was Canon da macht. Ähm, Naja, dann hängt es letztendlich natürlich am, also der Preis mit 1.500, was kosten die Canon-Äquivalente?
BorisJa, so 2.1, 2.3.
Chris2.1, 2.2 Bereich irgendwie ist es ein guter Stück günstiger, aber nicht dramatisch. Also es kostet jetzt nicht die Hälfte, sondern einige hundert weniger. Hängt jetzt letztendlich natürlich an der Build Collated und vor allem für mich an der Mechanik. Also wie flutscht das? Wie gleitet das? Wie bewegt sich das? Wie lässt sich das einstellen? Lässt sich das ohne Ruckeln verkippen? Und solche Geschichten. Also laufen die Flächen glatt aufeinander? Sind die so geschmiert, dass die sich gut anfühlen? Das ist für mich relativ wichtig. Du sagst es vorher noch, dass das natürlich ein manuelles Objektiv sei. Du erinnerst dich, dass Canon ein Patent hat für einen Autofokus-Tilt-Shift. Also ganz aus der Bahn ist es nicht, dass da vielleicht noch irgendwann mal was kommt.
Wobei, ich glaube, wenn was kommt, dann ganz sicher nur noch für den RF-Mount, weil sie da eben den Fokus über den Sensor machen können und nicht über den, Zusatzfokus-Bereich. Also da ist ja ein eigener Sensor in den Spiegelreflexen drin und die kriegen das garantiert damit nicht hin, aber wenn das jetzt der Sensor übernimmt, mit den ganzen Scharfpixeln und so, dann wird das funktionieren, dann kannst du das auch irgendwie dann ist nur die Frage, wie das im User-Interface umgesetzt wird, weil du musst ja dann vielleicht auch, Da geht es nicht nur um Schärfe, sondern da geht es auch noch um den Punkt, wo es denn, also das ist so ein bisschen.
BorisDu musst schon sagen, wo du scharf stellen willst, natürlich.
ChrisWobei das man natürlich normalerweise auch machen, aber das ist so ein bisschen Schärfe-Ebene, dann kippen.
BorisDer Algorithmus muss schon dann Ahnung davon haben, wie das Ding gerade gekippt und geschifftet und so weiter ist. Ja, das ist schon. Aber das werden die ja per Software sicherlich lösen können.
ChrisNa gut, es ist auf jeden Fall irgendwie, ja, also es ist nicht dramatisch günstiger, dass ich sofort sagen würde, ja geil, kann man mal probieren. Das ist auch nicht in dem Preislevel, wo ich sagen würde, naja, das ist nur ein Weihnachtsgeschenk oder so. Da ist es ganz sicher nicht.
BorisEs ist nicht billig. Es ist vielleicht preiswert.
ChrisPreislich ist es für mich gefühlt immer noch zu nah am Original. Wobei es gibt da kein Original, weil Canon eben nicht den 35mm Bereich bedient. Der ist aber auch so ein bisschen wischiwaschi. Also bei 45, da habe ich dann auf Tabletop einfach eine gewisse Klassebrennweite, das kann ich toll den Bereich abdecken, den ich brauche. Mit 24 kann ich toll weitwinklig mit Landschaften arbeiten, ohne zu weitwinklig zu sein und dann irgendwie den Hintergrund zu verlieren. Und 35 würde ich mir eher so als Festbrennweite für Street wünschen, aber nicht, Fisch, nicht Fleisch gefühlt. Die haben das auf 35 gelegt, wahrscheinlich um zu differenzieren, um anders zu sein als der Rest. Aber so die richtige Anwendung, die ist schon nicht so sicher.
BorisIch hatte so gedacht, das ist, also wenn ich jetzt überlegen würde, für mich wäre das wahrscheinlich so gefühlt eine ganz gute Brennweite, weil 24 finde ich immer schon sehr extrem weitwinklig. 45 oder 50, die es da von Canon gibt, die finde ich dann schon wieder zu nah dran, wenn man da noch irgendwie tilten oder shiften will. Und so 35 finde ich so für Architektur, für in der Stadt oder sowas. Glaube ich, ganz angenehm. Aber wie du auch sagst, knapp 1500 Euro, das ist jetzt nicht so ein Impulskauf, wo man sagt, das ist jetzt ein günstiges Tilt-Shift oder so. Das wahrscheinlich eher nicht. Ich habe übrigens gerade mal nachgeguckt, Gewicht vom 24er-Kanon ist etwa die Hälfte. Etwas über die Hälfte vom Gewicht. Also es ist schon ein ganz schöner Brocken. Verstellwege sind ähnlich. Ja, mal gucken. Ich werde mal Reviews abwarten, vielleicht.
ChrisIch würde es gerne einfach mal ausprobieren, weil das Gesamtthema Tilt-Shift, das ist mir schon sehr nah. Da hätte ich schon Bock drauf mal. Da könnte ich auch fachlich was dazu sagen, wenn ich es dann mal in der Hand hätte. Ob sich das passend anfühlt und so.
BorisVielleicht hört ja jemand zu, die oder der Kontakt herstellen kann. Wir würden es gerne mal ausprobieren. Also gerade Chris, wie gesagt, kennt sich sehr, sehr gut mit Tilt-Shift aus, also vom Großformat bis zu den, Kleinbild-Tilt-Shifts. Ja, wäre mal sehr spannend. Vielleicht hat jemand Kontaktmöglichkeiten. Dann meldet euch bitte mal.
ChrisUnd jetzt gehen wir von der großen Tilt-Shift-Welt zu was ganz anderem. Was ist denn die Snappic A1 von Kodak?
BorisJa, das ist eine analoge Kleinbildkamera, die jetzt neu vorgestellt wurde. Sie läuft unter der Marke Kodak, wird aber von Reto produziert. Das sind die, die auch diese Charmera gemacht haben. Wir reden hier von einer Kompaktknipse, eine analoge Kompaktknipse, wie man sie früher auch gerne im Auto hatte für irgendwelche Beweisfotos bei Unfällen oder so würde ich jetzt mal pauschal sagen Also kommt 35mm Film rein, 35mm Filmpatrone kommt da rein wir haben ein 25mm Objektiv davor, sie heben sich hier von den anderen günstigen Kameras ab, indem sie sagen wir haben Glaslinse vorne drin, ist also keine Plastiklinse, sogar eine dreiteilige, genau, Das Objektiv besteht aus drei Glaslinsen. Es hat auch keinen Autofokus oder manuell Fokus, sondern einfach zwei Zonen, nämlich einmal nah und einmal fern. Also von halben Meter bis anderthalb Meter Nahbereich und ab anderthalb Meter bis unendlich. Hat auch eine feste Belichtungszeit von einer hundertstel Sekunde. Hat immer Blende 9.5. Also es ist einfach viel scharf und immer gleich belichtet. Wenn du irgendwas an der Belichtung spielen willst, muss halt einen anderen Film einlegen.
ChrisAlso es ist eine Boxkamera im Prinzip.
BorisEs ist was ganz, ganz Simples.
ChrisAlso, ja, aber ich meine, falsch finde ich das erstmal nicht.
BorisImmerhin, es gibt einen Doppelbelichtungsmodus. Also du kannst dann zwei Aufnahmen auf ein Bild machen, so für so ein bisschen kreative Spielereien. Damit kann man arbeiten.
ChrisAlso es ist quasi eine Stufe über der Wegwerf-Kamera, die man sich im Laden kauft mit einem Film drin.
BorisIch sage ja, das ist so eine Beweiskamera. Ich hatte früher so eine APS-C-Kamera, so einen Plastikbomber, so in Knallgelb, passend zu meinem Cabrio, was damals gelb war. Und das hatte ich einfach im Handschuhfach liegen als Beweiskamera, so bei Unfällen oder so. Ja, es sieht relativ Plastik aus, gibt es in einem weißlichen Ton und einem schwärzlichen Ton, also, hellbeige-grau und dunkelgrau und für 99 Dollar das ist ein gediegenes Blaugrau, bitte ja, ganz natürlich mit dem Kodak-Logo vorne drauf 99 Dollar, Also jetzt kein unverschämter Preis.
ChrisJa, aber auch kein kleiner Preis.
BorisKein kleiner Preis.
ChrisIch hätte die auf 50 Dollar geschätzt.
BorisJa, ich hätte sie auf 25 oder so geschätzt. Aber es ist jetzt auch nicht so ein, weiß nicht, 250 Dollar oder so, weißt du, Kunstpreis oder so. Naja, 117 Gramm leicht. Es ist so eine einfache Knipse. Ich weiß jetzt nicht, ob das den großen Reiz an der Analogfotografie bedient.
ChrisNaja, also die Bildqualität, wenn man sich die Beispiele hier anguckt, da kommt schon was relativ brauchbares raus.
BorisDas sieht okay aus.
ChrisViel Arbeit übernimmt natürlich der Farb-Negativ-Film, vor allem was die Belichtung angeht und so weiter. Da wird der Film einfach entsprechend puffern.
BorisUnd die Filmentwicklung natürlich. Die dann auch irgendwelche Unter- und Unterbelichtungen wieder ausgleichen.
ChrisDabei wird natürlich auch noch mal ein bisschen gerade gezogen. Das denke ich ist kein Thema.
Mit Glaslinsen, wie man sieht, die Qualität ist jetzt nicht schlecht, also ich habe jetzt nichts in 100% Größe hier gesehen, aber so der erste Eindruck ist, ist das ganz okay. Und das nimmt halt wirklich alle Komplexität aus der Fotografie raus. Und es gibt hier noch dieses Analoggefühl. Ich habe jetzt hier 24 Bilder, 36 Bilder drin und danach ist Schluss und deshalb wird jedes Bild einfach fühlt sich wertvoller an. Man verbringt vielleicht ein bisschen mehr Zeit damit, jedes einzelne Bild irgendwie sich nochmal genau zu überlegen, ob man das jetzt auslöst oder nicht. Braucht aber auch nicht irgendwie dieses blöde technische Brimborium mit Blende, Verschlusszeit und so weiter. Das ist ja alles, ist manchen Leuten einfach zu viel. Und dann kannst du dich tatsächlich halt 100% auf das mit dem Bild fokussieren. Also kannst du sagen, ja, jetzt gucke ich mal, wie ordne ich was an. Damit, also ist die Technik einfach nicht im Weg und das ist ja das ist erstmal nicht falsch. Dass du natürlich Einschränkungen hast und wenn du viel mehr die Technik verstehst, dann halt auch irgendwie einen cooleren Scheiß machen kannst mit Schärfentiefe und Zeug. Das ist logisch, aber viele Leute haben ja überhaupt keinen Bock da drauf und wollen halt einfach Bilder machen, haben aber auch keinen Bock auf ihre Smartphones, weil die ihnen ständig irgendwelche Pings ans Ohr werfen und nerven. Oder weil.
BorisMan was anderes machen will und.
ChrisSchon wieder irgendwas über Trump einem sagen und so, das will man ja alles vielleicht nicht, sondern man will ja fotografieren also dieser Fokus aufs reine Fotografieren, den hast du damit, das stimmt auf eine ziemlich coole Weise finde ich dass das Ding einen Huni kostet also einen US-Huni kostet finde ich ein bisschen viel weil der wird hier nicht weniger als 100 Euro kosten, ganz sicher nicht.
BorisJa, meine Kamera damals war günstiger. Das war eher so auf dem Level von Marketing-Material.
ChrisJa, aber die hat ja damals das Gleiche gemacht. Deine Beweisfotokamera, die hat ja wohl keine zwei, drei Glaslinsen gehabt.
BorisDas weiß ich leider nicht mehr. Ich hab sie nicht mehr. Ich hätte sie mal aufheben sollen. Ich hätte sie mal aufheben sollen, wirklich. Schade.
ChrisKannst du mal sehen. Die guten alten modischen Klamotten von vor 20 Jahren und so.
BorisUnd die konnte Panorama. Konntest du einstellen, ob du Panorama haben willst?
ChrisNein, die konnte Kopp.
BorisNein, das war ein Panorama.
ChrisDie hat einfach oben und unten ein Bild weggeworfen.
BorisNicht mal die Kamera. Hinterher beim Abzügen haben sie das gemacht.
ChrisWahrscheinlich, ja. Was war das? APS-C?
BorisAPS-C, ja. Kleines Negativ.
ChrisDas kann ich immer noch nicht mit. Na gut, Also ich finde das erstmal so generell, finde ich das ganz cool, weil du weißt ja, wir haben ja beim Workshop auch beim Klostergeister-Workshop auch schon mal einfach einen Sack Boxkameras ausgeteilt und dann waren die Leute alle extrem überrascht davon, was jetzt mit ihnen fotografisch plötzlich passiert und was geht auf so eine, ich glaube acht Bilder geht auf so einen Film in einer Boxkamera, so sechs mal neun und dann haben die Leute das kaum geschafft in der Stunde, die wir ihnen gegeben haben, den Film vollzukriegen, weil um Gottes Willen.
BorisDas macht was mit dir.
ChrisDas macht was mit dir. Das ist schon, da passieren schon Dinge und deshalb denke ich, erst mal ist das nicht schlimm und nicht schlecht und vielleicht sind das auch Menschen, die einfach noch nicht so, die wissen noch nicht so und sind vielleicht noch jünger und haben jetzt auch nicht die Kohle um jetzt irgendwie so einen spiegellosen Quatsch mit Wechselobjektiven und so, das kommt vielleicht später mal. Also wenn es Wenn es Leute dazu bringt, sich mit dem Thema Fotografie auseinanderzusetzen, sich damit zu beschäftigen, dann ist es erstmal im Prinzip gut, finde ich.
BorisJa, vielleicht kommt mein merkwürdiges Gefühl so ein bisschen von der Erscheinung dieser Kamera.
ChrisDu bist doch der, der diese Papp-Digital-Knipse da gefeiert hat.
BorisJa, das ist ja was völlig anderes.
ChrisDas war was völlig anderes. Nein! Du, ich behaupte mal, dass diese Kamera, diese Kodak-gebrandete Kamera, die nicht von Kodak gemacht wird, wahrscheinlich qualitativ tausendmal bessere Bilder macht als dein komisches Ding mit dem, mikroskopisch kleinen Sensor.
BorisDa war 18 Megapixel.
ChrisEntschuldigung.
BorisJa, ich gebe es ja zu, ich sollte mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
ChrisHast du das Ding überhaupt noch mal verwendet?
BorisJa, selbstverständlich.
ChrisEcht? Wie oft denn so?
BorisZweimal bisher. Also außer dem Mal, wo ich sie unterwegs hatte.
ChrisWie teuer war das Ding?
BorisWeiß ich nicht mehr. So was merke ich mir nicht.
ChrisGib's ruhig zu.
BorisIch weiß es wirklich nicht mehr. Müsst ihr zurückhören. Das sind so Käufe.
ChrisBitte Beweise.
BorisIch kann jetzt Notebook aufklappen und kann suchen. Aber das wird jetzt zwei Minuten dauern oder so.
ChrisBrauchen wir nicht.
BorisJa. Na gut. Also gut, dann kaufe ich mir eben so eine.
ChrisAlso Jürgen hat ja eine ganz dezidierte andere Meinung. Er sagt, da gibt es keinen Reiz. Jede Post oder Cousine SLR aus den 80ern hat mehr Charme und Sinn.
BorisSiehst du?
ChrisNein, wenn du so eine Cosina-Spielreflex hast, dann hast du wieder diese komischen tausend Drehräder, die dich dann nerven, weil du nicht genau weißt und so. Also ich erinnere mich noch an Zeiten, wo ich das alles lernen musste und nicht gewusst habe, warum ich da jetzt hier dran drehe oder hier nicht dran drehe.
BorisIch erinnere mich da auch noch dran. Mein Vater wollte mir irgendwas erklären. Habe ich alles nicht verstanden.
ChrisNaja, aber im gewissen Alter ist das auch eigentlich scheißegal. Weißt du, da sagst du ja, du weißt das eh besser, rumgeweckt und so. Vor allem Jungs in einem gewissen Alter lassen sich eh nichts erklären.
BorisUnd ich habe hier noch Fotos aus meiner Kindheit, beziehungsweise von meinen Eltern. Die sind teilweise mit dieser Ritschratsch, Kassettekamera gemacht. Oh, die wollte ich ja unbedingt damals haben. Und so, das war auch nichts anderes. Da hat es auch keinen Autofokus oder so.
ChrisAber das Ritsch, das war ja ein Marketing-Gimmick vom Feinsten. Dieser Filmtransport durch Kamera zusammendrücken und wieder auseinanderziehen, das hat ja schon so ein bisschen was von so ganz geniales Revolver-artiges Ding.
BorisJa, Fotos schießen. Herrlich.
ChrisApropos, sofort kaufen.
BorisApropos kaufen, wenn ihr euch eine Fujifilm X-E5 gekauft habt.
ChrisHübsche Kamera.
BorisHübsche Kamera, schöne Funktion. Dann prüft mal bitte die Halteösen für die Gurte. Also diese Ösen, die links und rechts an der Kamera dran sind. Da gibt es nämlich einen kleinen Teil an Kameras, also eine Charge wahrscheinlich, wo die lose sind. Und das kann dazu führen, dass wenn ihr die dann an einem Gurt dort baumeln habt, dass die Kamera herunterfällt, weil die Ösen nicht im Gehäuse halten. Haben wir schon mal gehört sowas? Jetzt auch bei Fujifilm. Wer war das denn davor? Bei der Z8, die Nikon, da hatten wir das Problem mal. Und jetzt haben wir das hier. Und Zitat ist also, Hersteller empfiehlt den XE5-BesitzerInnen, die Befestigungspunkte zu überprüfen. So steht es in der japanischen Meldung. Ansonsten soll man sich an den Kundenservice wenden.
ChrisWie? Anruppeln? Drehen?
BorisJa, tatsächlich. Also mit den Fingern greifen und vorsichtig vor und zurück sowie seitlich bewegen. Und wenn sich da eine Lockerung feststellt, dann sollte man da bitte kein Gurt dran machen und die Kamera dranhängen, sondern dann bitte an den Kundenservice wenden. Fujifilm sagt, das sind weniger als 0,1% der Geräte, die betroffen sind. Aber bei entsprechenden Stückzahlen, Prüfe das mal lieber.
ChrisDas ist, ich meine, das ist schön, dass sie das machen. Also ehrlich, wirklich, weil ich erinnere mich auch da wieder an die 5i Mark II, wo mir mal die Kamera vom Objektiv runtergefallen ist, weil man den Knopf zum Objektivlösen so leicht reindrücken konnte. Und dann habe ich halt das Objektiv so gehalten und dann fiel mir das Body runter. Und dann habe ich gesucht, weil mich das total irritiert hat, weil mir das vorher noch nie passiert ist. Und dann habe ich gesucht und ich habe ein paar Fälle gefunden, aber es waren nicht genügend Fälle, dass das irgendwie laut geworden wäre drum und deshalb hat dann auch Canon nie drauf reagiert, was mich echt genervt hat, dass das Fujifilm jetzt hier tut, auch wenn das nur 0, was weiß ich wie viel Promille von den verkauften Kameras sind, finde ich erstmal gut, also alle Achtung.
BorisAlso so ein Fehler auch anzuerkennen und dann eben zu sagen und es ist vor allen Dingen, wenn es möglich ist, dass man es selber zumindest mal prüfen kann. Wie gesagt, wenn ihr sicher gehen wollt, dann wendet euch an den Service. Aber ansonsten mal kräftig anfassen und mal ein bisschen bewegen und dran ruckeln, ist das lose oder nicht. Das wäre schon mal ein Indikator. Wie gesagt, wenn ihr sicher gehen wollt, ab zum Service damit. Finde ich aber schön so einen Hinweis, bevor es knallt.
ChrisGenau. Uwe hat einen schönen Sendungstitel für uns. Ösen können sich lösen.
BorisSo ist das.
ChrisSehr schön. Na gut, aber ja, ist okay. Das ist halt Fertigung und Fertigung bedeutet und die fallen ja nicht aus der vollautomatischen Maschine raus, da wird noch viel manuell zusammen gebastelt und so. Da ist das schon durchaus möglich, dass das irgendwie so.
BorisKann ja mal was schief gehen. Oder irgendwelche Teile nicht den Vorgaben entsprechen.
ChrisAuch da schreibt Uwe Locktide vergessen, genau, also ob da vielleicht irgendein Gewinner nicht ordentlich gegen Lockern gesichert ist.
BorisBei der Nikon wurden so streckenweise irgendwelche Bolzen oder sowas vergessen oder sowas. ja, mein Gott, wenn du das rausfindest, dass in der Charge irgendwas schiefgelaufen ist, dann lieber mal prüfen lassen.
ChrisJa, und schön, dass es nicht totschweigen.
BorisRichtig. Ich finde sowas auch immer positiv.
ChrisJa, es gibt eine neue Kamera, du.
BorisJa, heute erzähl mir das ja auf.
ChrisIch war ja weg, ich habe dir nichts mitbekommen.
BorisJa, heute, 2. Dezember, wo wir das hier aufnehmen, hat Sony die A7 V vorgestellt. Seit Monaten tropfen da Gerüchte raus, was denn da alles kommen könnte. Endlich ist sie nun da und wir haben Gewissheit. A7 V ist vorgestellt nach über vier Jahren, also die Nachfolgerin der A7 IV. Es bleibt bei 33 Megapixeln. Ist aber ein komplett neuer Sensor, der nicht voll stacked ist, sondern teilweise gestapelt ist, um eben bestimmte Dinge wie Geschwindigkeiten und so weiter zu ermöglichen.
ChrisTeil gestapelt?
BorisTeil gestapelt. Es ist auch ein neuer Prozessor drin, ein XR2, der eben auch für mehr Geschwindigkeit sorgt. Aber wie gesagt, die Auflösung ist erstmal gleich wie vorher. Aber sie ist eben jetzt deutlich schneller. und wir haben eine neue Kennzahl, die wir uns mal merken können für Kameras, nämlich wie schnell wird der Sensor ausgelesen? Wir haben neue Zahlen, um die wir uns kümmern können. Es geht ja immer um diesen Rolling Shutter. Das Problem ist halt, wenn der Sensor langsam, zeilenweise ausgelesen wird und du bewegst die Kamera, während sie noch ausgelesen wird, dann hast du immer so krumme Linien im Bild oder wenn sich ein Motiv schnell bewegt, dann ist dieses Motiv verzerrt durch die Bewegung.
ChrisFlugzeugpropeller, klassisches Beispiel.
BorisFlugzeugpropeller, Vögel im Start und solche Geschichten. Oder eben ein Golfschläger, ein Baseballschläger. Mitschwenken im Lauf und so weiter.
ChrisJa, schlicht und einfach. Das klassische, die S-Bahn fährt vor oder der Bus fährt vorbei und der ist halt dann diagonal.
BorisIst dann so krumm, genau. Und je langsamer es ausgelesen wird, desto stärker ist dieser Effekt. So, und jetzt hat hier durch den neuen Sensor und durch den neuen Prozessor Sony es eben hingekriegt, dass diese Kamera mit ihren 33 Megapixeln eine Auslesegeschwindigkeit hat im Bereich von 12 bis 15 Millisekunden für ein Bild. Zum Vergleich, vorher waren es fast 70. Ist also deutlich schneller geworden. Das spricht für sehr, sehr wenig Rolling Shutter Effekt. Und wir sind hier bei einer Auslösegeschwindigkeit, die vergleichbar ist mit der Canon R6 Mark II und Mark III. Da sind wir auch so bei 13 bis 14 Millisekunden. Also sehr vergleichbar. wenn ihr eine Canon R6 2 oder eben die 3 kennt und da sagen schon alle Reviewer, also Rolling Shutter ist nicht mehr wirklich ein Problem, nur die R5 Mark II kenne ich, die ist jetzt noch schneller die macht das in 6 Millisekunden oder knapp über 6 Millisekunden, die ist also nochmal einen Zacken schneller dabei, oder eben ich glaube es ist die Sony A9 gewesen mit dem Global Shutter, die hat halt 0, die liest es halt auf einmal aus Ja, aber es ist sehr, sehr schnell.
Der Bildstabilisator drinne soll 7,5 Stufen in der Bildmitte schaffen. 6,5 an Rand. Also ich glaube, das war vorher auch schon so. Es ist eine Pre-Capture-Funktion drinne. Ich habe aber nicht rausgefunden, wie jetzt genau. Wie gesagt, ist rausgekommen, kurz bevor wir das hier aufnehmen.
Weiß also nicht, ob das wirklich vollständige RAWs sind, die einzeln gespeichert sind. Ob man irgendwas einstellen kann, wie viele Bilder. Weiß ich alles nicht. finden wir noch raus. ISO-Bereich 50 bis 200K, das ist ganz ordentlich. Und Sony nennt auch 16 Blendenstufen Dynamikumfang im Vergleich zu vorher 15. Das heißt, trotz dass es zumindest teilweise ein Stacked-Sensor ist, ist man hier wohl recht mutig, was den Dynamikumfang oder eben das geringe Rauschen betrifft. Finde ich ganz interessant. Autofokus natürlich alles an Bord, was man haben will. KI-Autofokus mit Motiverkennung, mit dieser Skeletterkennung da von Sony, die Techniken, die sie da am Start haben. Phasenmessfelder, fast 760 Stück. Kontrastmessfelder, die alle irgendwie in Kombination genutzt werden. Also Autofokus soll einfach gut sein. Ich nehme an, besser als vorher. Aber ich habe beide nicht in der Hand gehabt, kann ich nicht so sagen. Man kann diversen Objekten folgen, Züge, Autos und so weiter. Sogar Insekten kann man einstellen. Also für Insektenfotografie wahrscheinlich ganz spannend, dass der Autofokus dann aufs Insekt und nicht aufs Blatt geht oder auf die Frucht oder sowas. Könnte ja vielleicht auch ganz spannend sein.
ChrisSchmetterlingshaus.
BorisJa, zum Beispiel. Relativ schnell ist sie. Sie macht bis zu 30 Bilder pro Sekunde ohne Blackout. Das heißt, soweit ich das lese, ich meine, die R6 Mark III hat auch keinen Blackout, aber du siehst halt das gemachte Foto und nicht das Live-Bild. Du hast also immer ein bisschen Verzug, wenn du mitschwenkst ich weiß jetzt nicht, ob die Sony das Live-Bild parallel durchschleift durch ihren teilweise gestackten Sensor, oder ob du auch das gemachte Bild siehst, das weiß ich nicht aber auf jeden Fall gibt es keinen Blackout 30 Bilder die Sekunde mit dem elektronischen Auslöser, mechanisch schafft sie 10 Bilder die Sekunde, immerhin der Puffer, naja, also bei 30 Bildern pro Sekunde reden wir hier von 95 RAWs am Stück Glück. Das sind dann knapp über drei Sekunden Dauerfeuer. Das ist relativ schnell voll. Mechanisch mit zehn Bildern pro Sekunde schafft ihr halt tausend RAWs am Stück. Da ist, glaube ich, ich weiß nicht, ob das jemand ausreizen wird.
ChrisGib ihnen die Features und sie werden sie benutzen.
BorisSie werden sie benutzen. Spannend finde ich, das haben sie hier wahrscheinlich auch durch den schnelleren Sensor hingekriegt, auch bei der schnellen Serie sind es immer RAWs mit 14-Bit Farbtiefe. Das war vorher nicht so. Bei der Vorgängerkamera ist das dann runtergeschaltet worden auf 12-Bit-Farbtiefe. Und das, nehme ich an, kann man bei stärkeren Bearbeitungen in extremen Situationen sicherlich erkennen. Waren Kritikpunkt haben sie hier gelöst. Der Sucher hat sich nicht geändert. Wir haben 3,7 Millionen Punkte, was nicht schlecht ist. Ist mit einer 0,78-fach Vergrößerung. Ist jetzt nicht der größte Sucher, aber auch kein kleiner. ist sehr ähnlich, vergleichbar mit der Canon R6 Mark III. Und ich glaube auch der R6 Mark II, die hatte schon den gleichen Sucher. Und die A7 IV, wie gesagt, hatte den auch schon. Also da sind keine Überraschungen. Überraschungen gibt es beim Display.
Das ist, glaube ich, auch etwas höher aufgelöst, jetzt mit 2,1 Millionen Punkte. Ich glaube vorher 1,7, aber nagelt mich nicht fest. Aber die Mechanik ist cool. Ihr könnt das Display nämlich entweder in der optischen Achse rauf und runter neigen, wie das einfach sehr, sehr praktisch ist für bodennahe Aufnahmen oder über Kopf halten, weil dann kein Display links zur Seite rausschwenkt. Aber Display zur Seite rausschwenken kann auch sehr praktisch sein. Und sei es nur, weil man von vorne drauf gucken möchte, das kann sie auch. Also sie hat so ein Mehrfachgelenk, sodass ihr neigen und schwenken könnt. Und das hätte ich mir ja auch bei der Canon gewünscht. Aber man kann ja nicht alles haben.
ChrisHeißt aber dann, wenn du hier Kabel, HDMI oder USB-C oder sowas eingesteckt hast auf der linken Seite, dann hast du halt dein Display... Dann sind die halt im Weg dem Display.
BorisDas ist ja immer so bei diesen Schwenk-Displays. Wenn du das dann nach vorne schwenken willst, hast du immer die Kabel vom Display. Das ist ja die Frage.
ChrisWie weit der Abstand vom Display zur Kamera ist. Ob es da einen horizontalen Abstand gibt, damit du dann vielleicht mit Winkelkabeln irgendwie arbeiten kannst oder so.
BorisDas wird, glaube ich, immer noch funktionieren. Aber du kannst immerhin auch mit Kabeln dran nochmal irgendwie neigen, wenn du die Kamera ein bisschen tiefer hast, dass du besser aufs Display gucken kannst und so. Das stimmt, ja. Das ist schon ganz nett. Das ist ganz cool.
ChrisJa.
BorisAlso das gefällt mir sehr, sehr gut. Mal gucken, wie stabil das ist, aber ich denke, da werden sie sich schon was ausgedacht haben. Video ist sie jetzt nicht so die meisterhafte Kamera. Sie macht 4K-Video mit 120 Bildern die Sekunde, aber nur im Super 35, also im etwas engeren, gecropten Format. Sie macht das normale vollflächige Videoformat mit 4K 60 Bildern, dann auch mit 7K Oversampling, also eine sehr gute Qualität. Sie hat aber kein Open Gate, also kann nicht den vollen Sensor als Video aufzeichnen. Sie hat kein RAW Recording und auch kein 6K, 7K oder 8K. Da sind also die Mitbewerber von Canon und Konsorten weiter.
ChrisDafür scheinen sie jetzt hier das Überhitzungsproblem im Griff zu haben, was ja bei Sony gerne mal beim Videodreh aufgetreten ist.
BorisSie haben gesagt, dass sie sich um die Abwärme gekümmert haben wollen. Wie sie das gemacht haben, weiß ich aber nicht.
ChrisAlso hier steht effektivere Wärmeableitung, neuer Kühlkörper aus Grafit. Und deshalb sollst du hier anscheinend 4K, 60p Videos bei 25 Grad Außentemperatur 90 Minuten am Stück aufnehmen können und bei einer Außentemperatur von 40 Grad immer noch 60 Minuten.
BorisJa, das sind...
ChrisAlso das ist eine deutliche Verbesserung zu dem Glücksspiel, was man da teilweise bei den älteren Vorderform-Modellen hatte.
BorisDas stimmt. Ja, ansonsten Gehäuse knapp unter 700 Gramm. Der Griff ist überarbeitet. Ich kenne jetzt weder den alten noch den neuen vom Anfassen. Er soll sich an der A7R5 orientieren. Falls ihr die also mal in der Hand hattet und fandet den besser als bei den kleineren A7s. Jetzt soll der Griff eher dieser A7R5 entsprechen. Und der neue Prozessor soll auch nicht nur schneller, sondern auch stromsparender sein. Der Akku soll nämlich länger halten. Wir reden hier bei diesem Standardmessverfahren von 630 Bildern bzw. 750 Bildern mit einer Akkuladung, je nachdem, ob der elektronische Sucher oder das Display benutzt wird. Und das ist nach diesem Standardmessverfahren deutlich mehr als bei der Canon R6 Mark III. Da sind es 270 und 510. 630 zu 270, wow. Oder die Panasonic S1 Mark II, da reden wir von 310 und 350. Also da hat die Sony ja wirklich das Doppelte an Bildern, die sie aus einem Akku zieht. In der Praxis kann das natürlich immer ganz anders aussehen. Und ich mache mit der Canon mit einer Akkuladung mit Sicherheit mehr als irgendwie 300 Fotos mit einer Akkuladung und benutze in Suche. Also das hängt immer davon ab, wie lange ist die im Einsatz, wie lange wird fokussiert, wie oft wird belichtet. Also es hat viele Faktoren, die da natürlich mit reinspielen.
ChrisDer David hat gerade im Slack noch eine interessante Frage, was ich das Bild hier gezeigt habe. Was sind denn das für Schrauben am HDMI, fragt er. Kann ich die Blende abschrauben und einen anderen HDMI-Stecker reinschrauben? Das glaube ich eher nicht. Man sieht ja tatsächlich so eine rechteckige Platte mit diagonalen, also an zwei Ecken sind so Kreuzschlipsschrauben. Und da ist ein HDMI-Stecker. Und das sieht für mich auch fast so aus, als ob man das da rausnehmen kann. und vielleicht ist das irgendwie Upgrade-bar an der Stelle. Möglicherweise.
BorisDu kannst es wahrscheinlich reparieren. Aber das werden wir dann wahrscheinlich nächstes oder übernächstes Jahr sehen, wenn Suni sagt, so, guck mal, wir haben ein Upgrade-Kit für euch.
ChrisWir haben den neuen Ypsilon-DMI oder sonst was.
BorisKeine Ahnung. Aber wo du den HDMI gezeigt hast, es ist ein HDMI-Typ A, also der große HDMI-Stecker, Immer noch keine Schrauben zum Fixieren, aber immerhin schon mal der große Stecker.
ChrisDas ist immer noch so peinlich, dass man so ein System macht, wo man dann das Kabel nicht fixieren kann.
BorisJa, ja, aber besser als das Mini-HDMI.
ChrisAlso es gibt ja so Workarounds mit irgendwelchen Klemmen und 3D-Gedruckten und sonst was Sachen, die man dann auch in Kameras festmacht, aber dass es da, dass sich da nicht ein paar zusammengetan haben und gesagt haben, wir machen das jetzt mal ordentlich, damit das auch hält. Also auch bei Belastung hält oder im Field hält und so, nur wenn man damit rumrennt.
BorisOder man nimmt halt den USB-C-Stecker dafür, der ja auch das Videosignal transportieren kann. Gibt es ja auch einen Standard dafür und den gibt es auch mit Schrauben, glaube ich. Wie dem auch seien, immerhin eine vollformatige HDMI-Buchse. Das dürfte doch einige freuen. Speicherkarten ist hier auch wieder so ein gemischtes Bild, ähnlich wie bei der Canon R6 Mark III. Es sind zwei Slots drin, aber zwei verschiedene. Der eine Slot nimmt die CF-Express-Karte Typ A. Das sind die ganz kleinen CF-Express-Cards, die es halt bisher nur bei Sony gibt. Du kannst aber in diesen CF-Express-Typ-A-Slot auch eine SD-Karte reinstecken. Das ist so ein Doppelslot. Das heißt, der unterstützt im selben Slot beide Kartenformate. Das heißt, wenn man weiterhin mit zwei SD-Karten arbeiten will, kann man das tun, denn der zweite Slot ist ein reiner SD-Karten-Slot. Also SD-UHS-2. Könnt ihr also weiterhin beide Karten mit SD füttern oder ihr habt die Möglichkeit, im ersten Slot die deutlich schnelleren CFexpress Typ A Karten zu benutzen. Aber eben nicht in beiden Slots.
Ich persönlich finde es dann ja besser, den Typ B zu nehmen, den CFexpress Typ B, den finde ich irgendwie kompromissloser, aber ich denke mal, Sony freut sich hier an dem deutlich kleineren Kartenformat und der Tatsache, dass man eben so einen Kombi-Slot machen kann aus CFexpress und SD, was ja auch praktisch ist. Naja. Ansonsten hat sie halt WiFi an Bord und Bluetooth an Bord. Bei WiFi übrigens auch WiFi 6, also auch 6 Gigahertz ist an Bord, wie eben auch 2,4 und 5 Gigahertz. Also Connectivity ist gegeben, Streaming soll auch möglich sein darüber. Ab dem 10. Dezember 2025 soll sie verfügbar sein für knapp unter 3000 Euro. 2.999 ist nicht billig. Und die Gerüchte schossen eigentlich auch schon deutlich drüber, so auf 3200, 3400, so in diesem Range. Und man munkelt, dass Sony im Preis runtergegangen sein könnte, nachdem Canon die R6 Mark III vorgestellt hatte, mit den 33 Megapixeln etc. Zu einem Preis wie eben die R6 Mark II, als sie vorgestellt wurde. Und da haben sie wahrscheinlich gesagt, da können wir jetzt nicht so weit weg gehen, sonst wird das nichts. Naja, 2999.
ChrisJa, Uwe hat noch parallel im Slack geschrieben, die Canon R ... hat einen Kabelhalter. Ich erinnere mich auch an ... Das war, glaube ich, ein USB-Kabelhalter, den ich bei der 5D Mark II sogar hatte. Die konnte man da ranschrauben. Aber er hat halt nur für genau dieses Kabel gepasst. Das war halt für das mitgelieferte Kabel.
BorisIch verstehe. Ja, es gibt da, wie du schon gesagt hast, es gibt da Drittanbieterlösungen. Es gibt Unternehmen, die sich auf Tethering zum Beispiel spezialisiert haben und die bieten allerhand Lösungen für sowas an.
ChrisNa gut. Trotzdem, ich will einen industrieweiten Standard. Will ich. Jetzt, sofort.
BorisIch will einfach verlustfreie, verzögerungsfreie Übertragung ohne Kabel haben. Ich will ja gar kein Kabel reinstecken. Ich will mich da einfach verbinden.
ChrisSuper, da bist du, ja gut. Träum weiter.
BorisLass uns mal Gas geben.
ChrisLass uns über, wir geben Gas, lass uns mal über ganz kurz nochmal einen Status über die aktuellen Workshops geben. Online sind und buchbar sind, weil, wichtig. Wir haben nämlich, 1, 2, 3, 4, 5, 6 von den 8 Workshops für nächstes Das ist ja online und buchbar. Und da zum Beispiel die Sehwerkstatt, die Ende März stattfindet. Und die hat auch eingeschlagen. Da sind noch zwei Plätze frei. Also wer da noch mitmachen möchte, hoppla hopp, bitte schnell. Da geht es um neue Sehgewohnheiten, klare fotografische Sprache, Ideen für so eine nachhaltige Übungspraxis und so weiter. Lest euch einfach durch auf der Website happyshooting.de slash workshops. Warte mal, kann ich das nicht hier so ganz eiskalt einblenden? Kann ich. Dann sieht man aber die Website nicht mehr. Ne, es ist ja... Ne, mach ich jetzt wieder weg. Ihr findet das schon auf happyshooting.de. Online-Villa-Workshops finden auch ganz regen Anklang ab Ende Januar. Das ist der 6-Wochen-Live-Kurs mit dem Titel Fotografieren ohne Technik. Deshalb bin ich da bei solchen Kodak-Knipsen gerade ganz angetan.
BorisEhrlich gesagt.
ChrisDa geht es halt darum, dass Fotografie weniger eine Frage der Technik als eine des Sehens ist. Da geht es um fotografischen Blickschärfen, um eigene visuelle Stimme entwickeln, um, so erkunden, wie man so aus Beobachtung, Reduktion und Auswahl eine starke Bildserie formt und das ganz unabhängig vom Gerät. Das ist da ganz sinnvoll. Dann haben wir natürlich den Fotoprojekt realisieren, Dein Weg zur Ausstellung. Da geht es darum, einen Weg von einer einzelnen Aufnahme zu einer geschlossenen, erzählerisch schlüssigen Serie hinzubekommen. Da geht es daraus, wie man aus losen Bildern so einen Zusammenhang des Projekts entstehen lässt mit einem Konzept, mit einem roten Faden, mit einer kleinen Aussage und so weiter.
Ja, dann ist buchbar Film und Pixel, unsere Analog-Workshops und der Großformat-Workshop, beide in der Viewfinder-Villa, die machen Moni und ich zusammen. Und ja, was jetzt noch fehlt, das sind die Villa-Geister, die im August online gestellt werden. Werden wir heute nicht online stellen, da müssen wir noch ein bisschen vorbereiten.
Und Experimente mit Film, also der extreme Film Workshop, wo wir dann pushen, pullen und Sachen tun, die man eigentlich mit Film so im klassischen Sinne nicht tut. Aber da ist dann auch noch Zeit zum Buchen. Wie gesagt, Villa Geister ist im August und Experimente mit Film. Ich, Und dann gibt es noch natürlich ganz wichtig unseren Klostergeister-Workshop, der, ich habe jetzt die letzte Woche, weil ich busy war, nicht mehr mit Steffen geredet, der war davor glaube ich bei 23, 24, also von den 27, die dürfen, kann man nur vorstellen, wenn, dann ist er jetzt noch ein bisschen voller geworden, also da, ja, guckt da mal rein, wer da Interesse hat. Ich habe nächste Woche wieder einen aktuellen Status parat und dann sehen wir ja. Also das Ganze auf happyshooting.de slash workshops da gibt es den Link zur Workshop Website und da könnt ihr direkt buchen. Wie gesagt Villa Geister und Experimente mit Film darf noch ein bisschen warten, aber der Rest ist da und verfügbar. Also haut rein. Auch ein schönes Weihnachtsgeschenk. Und wer möchte, darf sowas auch gerne verschenken zum Beispiel. Also einfach buchen und dann kann man hinterher den Namen ändern. Das geht auch.
Also als kleiner Hinweis. Kleine Ideen, ja?
BorisHatten wir auch schon einige Male.
ChrisJa, tatsächlich. Ja. Und dann habe ich noch zwei Sachen. Ich muss euch von Pavlo erzählen. Also es ist nicht Pavlov. Also hat nichts mit dem Hund zu tun. Sondern es geht um Pavlo. Und Pavlo ist, warte mal, ich muss hier auf Scheren gehen. Da. Pavlo ist ein Fotonerd, würde ich sagen, der sich mit dem Thema, Blenden auf Kameras auseinandersetzt. Und da bin ich einfach drüber gefallen. Er hat eine ganze Menge so Short-Videos auf YouTube. Und ja, was hat er gemacht? Er hat dann zum Beispiel so Filter gebaut. What will the photos look like if you make a filter with a row of tiny holes? Kann ich das jetzt hier auch leise machen? So geht das auch leise. baut sich da irgendwie aus Blech irgendwelche Filter und macht dann zum Beispiel eine Reihe Löcher rein, Einfach mal so quer über den Filter eine Reihe Löcher und guckt dann, was das mit dem Bokeh macht.
BorisAlso er hat tatsächlich einfach das gesamte Objektiv mit einer Metallscheibe komplett zugemacht.
ChrisGenau, hat so einen Filterring genommen und hat dann da quasi so eine Metallscheibe reingemacht.
BorisKomplett dicht. Und dann hat er genau durch die Mitte, also durch den Radius quasi, eine Reihe von kleinen Löchern reingebohrt. Und jetzt staune ich, dass da überhaupt ein Bild bei rauskommt.
ChrisNaja, und das Bild, was dabei rauskommt, du siehst das hier, da hat er halt das Bokeh entsprechend, aber da wo es scharf ist, sieht er eben keine Veränderung. Und ja, da sind halt verschiedene Sachen. Hier hat er irgendwie einen, so diesen Split-Focus-Effekt, den man noch aus den 70er Jahren aus dem Kino kennt. Hat er halt eine Brille genommen, hat die halbiert und hat dann die Linse vorne auf das Objektiv geklebt, um zu gucken, was da passiert. Also der experimentiert dann.
BorisHab ich, glaube ich, von Cooking noch so einen Filter. mit so einer Nahlinse in der halben.
ChrisUnd du siehst halt eine ganze Menge Sachen, die er gemacht hat. Und das Geilste ist halt jetzt dieses Ding hier. Also er hat einen Schlitz gemacht. Also sprich, wieder zwei Bleche, aber die in der Mitte so einen Schlitz gemacht.
BorisAlso zwei halbe Kreise, die aneinanderstoßen, aber nicht ganz zusammenstoßen.
ChrisSodass er in der Mitte ein schmaler Schlitz bleibt. Genau, eine Schlitzblende machen. Und die hat er wiederum jetzt auf irgendeine Geschichte gebastelt. Er zeigt das dann auch in einem der Videos, wo er die dann mit einem Motor drehen kann.
BorisDer Schlitz rotiert also.
ChrisUnd der Schlitz rotiert, also hier hat er mit einem Kugellager zerlegt, hat dann da noch das Fett rausgemacht, damit das besser läuft und so. Und hat dann halt, gebaut und gebaut und gebaut und siehst dann, wie er so langsam da zum Ergebnis kommt, wie er den Motor da dran macht und dann auch noch ein...
BorisJa, eben an der Kamera muss das ja alles befestigt sein.
ChrisGenau, so ein Putti dran macht, um die Geschwindigkeit zu machen und wenn du jetzt mal schaust, wie sich das Bokeh verhält, während sich der Filter dreht.
BorisDa kannst du auch Karussell fahren.
ChrisEs ist abgefahren.
BorisAbgefahren, ja wirklich.
ChrisEs ist völlig abgefahren.
BorisJa, man sieht dann halt quasi, was im Fokus ist, ist relativ ruhig, aber der Hintergrund fährt tatsächlich Karussell. Das Bokeh dreht sich.
ChrisIch meine, das hat Horrorfilm- Qualitäten. Da kannst du tolle Sachen mitmachen. Und das Ganze, wie gesagt, über eine Blende, die sich mit dem Motor dreht. Also ich sehe, Jochen hat da wahrscheinlich schon wieder ein... Der ist jetzt nicht im Chat heute. Der hat heute wahrscheinlich was anderes gerade zu tun. Aber das könnte ich mir vorstellen, dass wir an der Stelle mal so ein bisschen Spaß haben.
BorisGefahren.
ChrisZiemlich abgefahren, oder?
BorisJa, ist eine cool Idee.
ChrisAlso wir verlinken mal den Kanal. Da sind noch mehr so Experimente drin. Das war das Abgefahrenste. Mit Abstand das Abgefahrenste.
BorisDa kriegst du natürlich für Video sofort so Ideen, so ja, kriege ich irgendwie vielleicht animiert groß, klein hin oder weißt du so.
ChrisIst natürlich Videoidee, ganz genau. Das ist der Unterschied.
BorisDas ist cool.
ChrisZiemlich cool. Und was ich auch ganz cool fand, ist noch ein zweites Projekt und das, warte mal, muss ich hier mal kurz aufmachen, von Jannik Richter. Das ist ein Deutscher, der hat eine Kamera gebaut. Gut, heute ist das ja nicht so schwierig, eine Kamera zu bauen, hast du einen 3D-Drucker, machst du dir irgendwie Zeug. Da hat er aber eine Idee aufgegriffen, die es schon vor einiger Zeit gab. Und zwar, dass man aus einem Scanner eine Kamera macht. Also dass du quasi, das kennt man aus dem Großformatbereich, dass du eine Kamera, die hinten eine Scanzeile hat, die vorbeiläuft. Kann man auch kaufen, so für 4x5 Zoll, ziemlich teuer. Hast du eine Scanzeile, die dann halt das Bild abscannt. Bei bestimmten Motiven ganz gut.
BorisDarf sich halt das Motiv nicht schnell bewegen oder du hast einen Effekt.
ChrisGenau, darf sich nicht viel bewegen. Was hat er gemacht? Er hat jetzt ein Mittelformat 3,2 Gigapixel Kamera gebaut, und zeigt dir in seinem Video eben den Bauprozess.
Boris3,2 Gigapixel.
Chris3,2 Gigapixel und zwar also das ist wirklich Nerd-Content, weil er geht dann her und zeigt, wie er die, Scanzeile aus einem Canon-Flachbett-Scanner, glaube ich, rausnimmt. Ne, ein Epson. Ein Epson-Scanzeile. Da lernt es erstmal noch ein bisschen drüber, wie denn diese Scanner funktionieren.
Und ja, geht dann halt her und dekodiert dann dieses, Also er spricht dann quasi direkt diese Scan-Zeile an. Also er nimmt sein Oszilloskop und misst dann erstmal, was für Signale da beim Scan drüber laufen und macht dann quasi erstmal so ein Reverse-Engineering darüber, was denn da passiert. Und spricht dann nachher in seiner Kamera tatsächlich diese Scan-Zeile direkt an, ohne über die Treiber von Epson irgendwie zu gehen. Also der hat das Ding reverse-engineert und das läuft dann. Er findet dann noch raus, wie die Scanzeile aufgebaut ist, weil das sind dann auch irgendwie zwölf, nee, sechs Zeilen, zwei rote, zwei grüne, zwei blaue und also mit Filtern entsprechend davor. Aber das ganze Ding ist also so eine Übung in Reverse Engineering und liefert dann am Ende ein Bild mit 80.000 Pixel Breite und 40.000 Pixel Höhe. Und zwar aufgenommen mit einem 6x7 Zoll Objektiv. Also eine große Mittelformat-Kamera. Und ich sage nur, das ist...
BorisDas ist eine sehr hohe Auflösung.
ChrisDas Ding ist, diese Scan-Zeilen... In diesen Scannern, die funktionieren so, also du musst dir vorstellen, diese Scanzeile, die ist vielleicht so 10 Zentimeter breit. Breiter ist die nicht und auf der sind diese Linien, die daneben das Licht sehen. Und dann hast du eine Optik und das, was über den Scanner drüber läuft, das, was man sieht, diese Lichtzeile, die über den Scanner drüber läuft, ist nicht die Scanzeile, sondern das ist eine Optik, die quasi dann über Umlenkspiegel und Linse und so weiter. Das Ganze, was da draufliegt, das Bild, das DIN A4-Blatt, was weiß ich, quasi runterverkleinert auf diese Scan-Zeile. Das heißt, diese Scan-Zeile hat noch eine viel höhere Auflösung als das, was oben auf dem Glas gescannt wird. Weil das wird ja schon runterverkleinert.
BorisWeil es ja verkleinert immer noch lesbar sein muss.
ChrisExakt, das heißt, du hast eine Scan-Zeile, die einfach schon in sich eine verdammt hohe Auflösung in einer Ebene hat. Das ist ja nur eine Zeile. Ja, oder mehrere nebeneinander für die Farben, aber die muss man da miteinander synchronisieren. Und dann kannst du diese Zeile wieder über den Schrittmotor quasi parallel bewegen und die Schrittgröße der Schrittmotoren, und das kannst du ja mit dem Getriebe beliebig klein untersetzen, ist dann ja quasi die Y-Auflösung. Das eine ist die X-Auflösung, was die Scan-Zeile hat und dann hast du diesen Schrittmotor, der das ganze Ding stückweise bewegt. Das Resultat ist eine sagenhaft hohe Auflösung, 570 Euro Materialkosten hat er da investiert. Da hat sich glaube ich so ein Zweierpack-Scanner geschossen auf Ebay oder sowas. Ein Vorschau-Scan, der immerhin 3,2 Megapixel hat, dauert 10 Sekunden. Wenn er einen Voll-Scan macht, dauert der über 30 Minuten.
BorisAh, okay.
ChrisUnd eine volle Bilddatei hat unkomprimiert 19 Gigabyte.
BorisJa.
ChrisAlso es ist schon Aufwand. Und es ist natürlich tatsächlich mit den 30 Minuten Scannen. Ach ja, genau. Und das Ganze wird angesteuert über einen Raspberry Pi. Also da ist es noch nicht mal ein großer Rechner dahinter.
BorisDa wirst du auch nicht viel für brauchen, weil pro Zeile hast du ja gar nicht viel. Das ist nur die Datei, die dann wächst.
ChrisNaja, er muss halt relativ viele von diesen Zeilen hintereinander auslesen. Und er meint dann auch, dass er es wohl noch schneller hinkriegen könnte, wenn er noch irgendeine Beschränkung von dem Pi umgehen kann. Aber 30 Minuten scannen, da solltest du schon was scannen, was irgendwo ... Nicht unbedingt jetzt im Freien ist und irgendwie Wind hat oder vielleicht Wolken, die die Helligkeit verändern.
BorisOder vielleicht doch.
ChrisOder vielleicht doch. Also das könnte natürlich künstlerisch interessant sein.
BorisNach 30 Minuten. Ist natürlich nur blöd, wenn du nach 30 Minuten feststellst, der Fokus hat nicht gesessen.
ChrisAlso ist tatsächlich nur für Spezialanwendungen interessant. Ist erst mal eine Übung.
BorisUnd ist es erst mal ein Projekt? Ist es ja...
ChrisJa, geil. Was für ein geiles Projekt. Er sagt auch selber, dass das Projekt einfach mal eine richtig spaßige Herausforderung ist.
BorisUnd ich nehme an, dass er auch Dateien mit weniger Auflösung hinkriegt, weil du musst ja nur die Schrittweite erhöhen.
ChrisIch vermute mal, und das Ganze portable zu machen, also mit einem Pi, dass das nicht irgendwie an einem dicken Rechner hängen muss und so weiter. Ja. Und also den direkt, den CCD quasi direkt anzusprechen und dann echte Rohdaten davon zu bekommen. Ist natürlich auch noch mal interessant.
BorisDas ist schon spannend. Du hast natürlich, also es ist im Prinzip ist es eine schwarze Box, wo eben dann ein Mittelformat-Objektiv vorne dran gepflanscht wird.
ChrisGenau.
BorisHinten in dieser schwarzen Box ist halt diese Scan-Zeile drin. So, und wenn du jetzt das Ganze, ja eigentlich schon zum Komponieren und zum Fokussieren musst du halt diesen Preview-Scan machen.
ChrisJa.
BorisSo ein paar Sekunden.
ChrisSo mal grob in die Richtung zielen, so ungefähr.
BorisGrob in die Richtung, Preview-Scan machen, ein paar Sekunden, am Rechner angucken, passt das, einstellen, Preview-Scan machen. Ja, brauchst statt schwarzem Tuch, unter dem du dich verbirgst, brauchst du halt hier ein bisschen Zeit.
ChrisWie gesagt, und dann machst du volle Auflösungen, dann kannst du eine halbe Stunde irgendwo Kaffee trinken gehen oder so.
BorisDas ist wie damals, als wir Kobold programmiert haben, wenn du kompiliert hast, hast du Mittagspause gemacht.
ChrisUnd brauchst du ein sehr stabiles Stativ, falls du nicht jetzt künstlerisch irgendwie da was du hättest.
BorisDas ist hilfreich.
ChrisJa, gut. Das, so viel zu dem Projekt.
BorisAuch das verlinken wir natürlich. Auf eine Astro-Nachführung flanschen das Ganze und dann den Sternenhimmel in hoher Auflösung. Und dann geht's ab.
ChrisDu kannst, wenn du entgegengesetzt der Starlinks die Zeile bewegst, kannst du die damit rausfiltern. Dafür hast du nachher alle anderen Sterne als Streit. Lass uns mal Gewinne ermitteln. Wir haben eine Aufgabe, die noch, begutachtet werden möchte.
BorisNämlich diese hier. Die Smart-Aufgabe, ja.
ChrisIch muss ja mal kurz... Hier geht das hier. Ich kriege das... Wieso kriege ich diesen komischen Filter nicht mehr? Moment. Refresh. Geht diese Filterzeile hier? Nee, geht nicht. Ist komisch. Ist auch wurscht. Ich lasse das jetzt mal so. Ja, wir hatten die Smart-Aufgabe und da haben laut unserer Dingens sieben Leute mitgemacht. Ich sehe hier wieder mal nur sechs, aber ich bin jetzt auch nicht ein. Doch, jetzt sind sieben da. Okay, ich bewege jetzt nichts mehr.
BorisSieben Stück habe ich auch.
ChrisJa, smart. Eine der wenigen Aufgaben, wo wir ein ausländisches Wort zugelassen haben.
BorisInteressante Interpretation. Ich würfle mal hier mit unserem 20er Würfel.
ChrisDu bist der Würfler, weil ich habe hier, glaube ich, ich sehe hier keine Würfel rumliegen. ja dann.
BorisWürfel ich mal vier.
ChrisDas ist die vier ist dieses bild hier moment das hier, Von OB-Pen. Op-Pen. Was sehen wir? Wir sehen irgendwas.
BorisDas ist ein Display vom Smart, oder? Ein Auto-Display.
ChrisUnd hier steht Smart. Ist das vielleicht das Display von einem aktuellen Smart?
BorisWas ist denn da an der Mitte? Das ist ein VW. Ein Smart ist wahrscheinlich irgendein Einstellungsding.
ChrisWahrscheinlich ist das genau. Das ist nämlich kein Smart, das ist ein VW. Weiß nicht, was da Smart ist an einem VW. aber...
BorisWahrscheinlich die Klimaanlage. Also die Klimatisierung.
ChrisSo sieht das aus.
BorisIch glaube, das ist aufheizen gerade. Ich glaube, er wärmt gerade auf. Das ist übrigens ein super Feature von den elektrischen, dass man einfach seine Standheizung immer mit dabei hat und im Sommer sogar auch eine Standkühlung.
ChrisUnd das per App fernsteuern kann.
BorisOh ja. Das ist so gut.
ChrisOh, Standkühlung im Sommer ist auch toll, ja.
BorisJa.
ChrisDas ist cool. Das habe ich jetzt im Schwarzwald übrigens auch gemerkt. Das Auto einfach fünf Minuten vorm Losfahren irgendwie die Klima anmachen und dann kommst du in ein warmes Auto mit warmen Sitzen und warmem Lenkrad.
BorisWarmes Lenkrad, ja, auch sehr geil.
ChrisAbgetaut, brauchst nicht kratzen. Ja, das ist also hier wohl smart. Ist wohl smart.
BorisGenau.
ChrisDas ist auch von der Belichtung her, finde ich es ganz interessant. Bisschen heller hätte ich es mir, glaube ich, gewünscht, aber so von den Kontrasten her passt das an sich ganz gut. Und du hast ja hier dieses dunkle Rot, was wahrscheinlich warme Luft symbolisiert.
BorisNehme ich mal an, ja.
ChrisUnd wenn man so im Detail guckt, dann sind die Helligkeiten ja schon ganz okay.
BorisDie sitzt schon, weil alle Bereiche, die hell sind auf dem Display, die sind auch hell.
ChrisAber das Grau draußen ist halt grau.
BorisWahrscheinlich frühmorgens.
ChrisDas ist Novemberwetter.
BorisJa, genau. Ja, ist jetzt kein herausragendes Foto, aber es ist ein Smart, im Bild zu sehen. Und eine Heizung, die sich automatisch schon mal vorheizt, ist auf jeden Fall smart. Also insofern kann man das schon gelten lassen.
ChrisDanke fürs Mitmachen auf jeden Fall. Ja, was will ich? Ich will die Ampel noch. Die Smarty-Ampel möchte ich noch kurz angucken.
BorisOh, die Smarty-Ampel, natürlich.
ChrisVon Erik. Makroaufnahme mit drei Schokolinsen vor deren Versteifung. Meint der, hä? Also ich kenne das mit Essen, aber egal. Ja, was haben wir?
BorisWir haben Rot, Geld.
ChrisGrün.
BorisJa, hätte ich auch gedacht. Also auf Essen.
ChrisWir haben Rot, Geld, Grün. Wir haben eine Ampel aus drei Smarties. Die sind auch, finde ich, ganz spannend aufgenommen. Weil sie legen ja, vielleicht hätte ich die noch stehend, also so Rot, Geld, Grün untereinander, weil es dann eher ampelig ist. Aber es gibt ja auch Ampeln, die horizontal sind. Zumindest in den USA habe ich die schon gesehen. Und die liegen dann auch noch auf einer spiegelnden Fläche. Das heißt, du hast die Smarties nebeneinander. Die verschwinden auch so richtig im Dunkeln. Also sie sind von einer Seite angeleuchtet. Und der hintere Teil, der ist dann schon irgendwie im Schwarzen weg. Und das macht es, finde ich, auch ein bisschen spannender. Weil das macht so ein bisschen Mystery. Und ja, so Belichtung passt, Farben passen, Komposition ja, sehr mittig, klassisch, aber das hätte ich hier auch glaube ich nicht anders gemacht also, schön, Erik hat mich schon im Thumbnail irgendwie interessiert ja, hast du noch was?
BorisIch kann sie leider jetzt hier gerade bei mir im Flickern nicht aufmachen.
ChrisDu kannst aber einfach auf den Bildschirm gucken und sagen.
BorisJa, es gibt halt ein Bild, was eigentlich auch gar nicht so herausragend ist. Das ist hier die 3. Franz Wenhaus, HSB Smart. Da sehen wir so eine Lampe. Guck mal, habe ich den Link? Kriege ich den hier gerade weg? Ja, den kriege ich dann auch hin. Das ist halt so eine sehr abgefahrene Lampe, die so an Draht bügeln gehalten wird. Das sieht aus, als wenn Stoff am Drahtbügel gehalten wird. Und dieser Stoff und der Faltenwurf ergibt dann eben diesen Lampenschirm.
ChrisDie sieht so ein bisschen gestrickt aus.
BorisSo wirkt das.
ChrisIst sie aber nicht. Das sieht man, wenn man so reinzoomt. Das ist eher so aus Papier, glaube ich. So eine papiergefaltete, komische Geschichte. Sieht spannend aus. Sieht sehr organisch aus.
BorisSieht sehr organisch aus. Ich fand die Komposition ganz nett. Wir haben halt ein quadratisches Format und im unteren Bereich...
ChrisProduktfoto im Prinzip.
BorisGenau, im unteren Bereich, man sieht eben den Tisch, wo diese Lampe draufsteht. Die ist auch sehr technisch so vom Design her, aber wir sehen eben die Tischkante, die an die Wand mündet und offensichtlich auch nochmal beleuchtet ist mit so einem indirekten Licht. Dadurch wird die Kante recht gut deutlich. Ist aber so positioniert, dass sie die Lampe nicht wirklich dort durchschneidet, wo sie interessant ist, nämlich an diesem Lichtkörper, an dieser skulpturartigen Gestalt. Das Ganze fand ich irgendwie sehr mystisch, weil ich kannte sowas noch nicht und ich finde es sehr klar fotografiert. Ich hätte wahrscheinlich unten ein bisschen mehr Platz noch gelassen, um sie noch ein bisschen prominenter ins Bild zu rücken, aber grundsätzlich passt das schon. Da ist nichts abgeschnitten, alles sauber. Auch von der Belichtung her gefällt es mir ganz gut. Nur, inwieweit das zu smart passt, hat sich mir jetzt nicht ergeben.
ChrisDa steht Smart Design in der Beschreibung.
BorisSmart Design, ja. Also wie gesagt, ich weiß jetzt nicht, was da an dem Design smart ist. Ich finde das halt einfach sehr cool.
ChrisIch finde es total smart.
BorisSchönes Ding. Aber vielleicht ist es ja auch eine smarte Lampe, die sich helligkeitstechnisch anpasst oder so.
ChrisGenau, wir sagen auf jeden Fall danke fürs Mitmachen.
BorisSchön.
ChrisUnd wir haben noch eine Aufgabe, die gerade aktuell läuft.
BorisNee, wir haben eine Aufgabe, die wir neu vergeben.
ChrisStimmt, wir haben ja genau wegen Pause und so weiter ist das ja eh wieder alles in sich komisch verschoben. Aber ja, was ist denn die neue Aufgabe?
BorisIch muss mal gerade hier meinen Tab wieder neu aufmachen. Entschuldigung, so viel Zeit muss sein. Wir haben uns eine neue Aufgabe ausgedacht, die heißt Öse.
ChrisÖse.
BorisWas für den Tag ganz besonders lustig ist, der ist nämlich hsboese. Also die Aufgabe läuft vom 4.12. Bis zum 18.12.2025. Was bedeutet, dass ihr im Zeitraum vom 4.12. Bis zum 18.12.2025 losziehen könnt? Ein neues Foto macht zum Thema Öse. Das Ergebnis ladet ihr dann bei Flicker hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSBOESE. Also Öse mit O umlaut.
ChrisO-E.
BorisMhm, genau. Da schauen wir mal.
ChrisSehr, sehr schön. Dann kommen wir jetzt zu den Terminen. Musik Musik Musik Musik Musik, Ja, die Termine heute zum Beispiel von Wulf. Der hat uns einen Termin in Boppert im Stadtmuseum eingetragen. Und zwar vom 7.8. bis zum 18. Januar kommenden. Jahres Lys, Lys, eine Ausstellung der Fotografen Sandra Barthocher und Werner Bollmann. Vier Jahre lang haben die beiden den europäischen Norden bereist, von den dänischen Wäldern bis Spitzbergen, von der Küste Norwegens bis in die Wälder Finnlands fotografierten sie die Landschaften des Nordens, ihre Tierwelt und ihre Pflanzen. Die beeindruckenden Bilder werden von puristisch-poetischen Texten von Werner Bollmann ergänzt. eine Liebeserklärung an die einzigartige Schönheitskandinaviens in Bild und Wort. Ja, kann ich bestätigen, da oben ist es echt schön.
Dann war Jürgen fleißig, einmal im Reisengelhorn Museum in Mannheim vom 15.11. bis zum 5.7. Nächsten Jahres, Margaret Courtney Clark Geographies of Drought Draft, die renommierte und international erfolgreiche Fotografin Margaret Körtnick-Clark setzt sich mit ihren klaren, manchmal surrealen und oft berührenden Bildern mit der extremen Dürre in ihrem Heimatland Namibia und deren sozialen und politischen Volk auseinander mit ihrem künstlerischen Werk wie die 1949 in Swakopmund geborene Fotografin Margaret Körtnick-Clark ein öffentliches Bewusstsein für die oft prekären Lebensumstände in ihrem Heimatland.
Und nochmal von Jürgen am Leibniz Park in Wetzlar vom 7.11. bis zum 28. Februar. Arnold Crane, Giganten. Ob Ansel Adams, Brassai, André Kertesch, Man Ray oder Bernice Abbott. Er hat sie alle getroffen. Die Großen, die Berühmten, die ikonischen Vorbilder der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Dem amerikanischen Fotografen ist es immer wieder gelungen, sie in direkten, eher privaten, feinsinnigen und faszinierenden Portraits festzuhalten. Seine Porträt-Serie verfolgte er über Jahrzehnte. Er hatte persönlichen Zugang zu den Giganten der Fotografie.
Und vorlast, aber nicht least, Ulrike Wieser hat uns eine Ausstellung reingehauen und zwar im Haus der Geschichte in Wien vom 10.12. Bis zum 10.05.2026 eingestickt. Zur Erinnerung an 67 Menschen, die 1940 in Hartheim ermordet wurden. Einem Familienfoto auf der Spur, als Ulrike Wieser ein Bild ihrer Großcousine Elphi Schlager entdeckt, öffnet sich ein verdrängtes Kapitel der Familiengeschichte. Elphi war zehn Jahre alt, als sie gemeinsam mit 66 weiteren BewohnerInnen des St. Joseph Instituts in Milz, Tirol, in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet wurde. Wieser und die Historikerin Melanie Dendega begaben sich auf die Suche nach den Spuren der Ermordeten. Das Ergebnis ist eine künstlerische Installation aus 67 bestickt. Ja, ist ja der Hammer. Und ganz am Schluss kriegen wir noch einen Audiobeitrag von unserem Außenkorrespondenten Jürgen.
EinspielerHallo Community. Die Fotoausstellung der Woche kommt diesmal aus Süddeutschland. Aus Reutlingen. Vor 20 Jahren hat Barbara Krawatzky, die Leiterin des Naturkundemuseums in Reutlingen, eine Anfrage vom Natural History Museum in London für die Durchführung einer Fotoausstellung bekommen. Daraus wurde nun eine 20-jährige Tradition angestoßen. Jedes Jahr macht die Ausstellung Wildlife Photographer of the Year nun Station im kleinen und feinen Naturkundemuseum in Reutlingen.
Neben einer anderen Handvoll anderer Orte in Deutschland. Die Ausstellung wird immer populärer. Insgesamt rechnet das Naturkundemuseum in Reutlingen im 20. Jahr mit über 20.000 Besuchern. Wer jetzt glaubt, dass man für Tierfotografie und für das Siegerbild ein Canon 200-800 RF braucht, dem muss ich leider enttäuschen. Es reicht ein Bild von Kaulquappen. Das Siegerbild zeigt nämlich diese kleinen Tierchen. Den Wildlife Photographer of the Year hat schließlich der kanadische Fotograf Shane Gross gewonnen. Das Siegerbild zeigt einen riesigen Schwarm Kaulquappen in einem farbenfrohen Schleier aus Algen. Shane Gross hat für dieses Bild mehrere Stunden lang geschnorchelt. Kaulquappen bestimmen das Siegerbild. Also keine exotischen Tierarten und keine riesigen Super-Teles.
Das ist auch das Erfolgsrezept dieses Wettbewerbs und der Reutlinger Ausstellungen. Auf den besonderen Moment des Üblichen kommt es an. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 1. Februar 2026 im Naturkundemuseum in Reutlingen am Weibermarkt 4 in 72764 Reutlingen. Und Grüße gehen raus, naja, an den Canon-Fotografen mit der Riesentüte. Liebe Grüße, 3, 2, 1. Happy Shooting!
ChrisJa, vielen Dank alle, die Termine reingereicht haben. Danke Jürgen. Solltet ihr auch Termine haben, happyshooting.de Kalender, da dürft ihr die reinwerfen, da findet ihr auch welche und ich finde, das wird immer cooler hier mit unseren Terminen. Ich habe keine Ahnung.
BorisWen er damit meint. Aber, und das muss ich ja mal sagen, Jürgen, danke für diesen Termin und für diesen Link, auch wenn ich sicherlich nicht zu der Ausstellung kommen werde, aber auf der Webseite, das ist ja auch schon ganz beeindruckend, was man da sehen kann. Ich finde es tatsächlich faszinierend und das zeigt aber mal wieder, was passiert, wenn man sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt. Weil wenn ich jetzt anfange und was weiß ich, Schmetterlinge oder Vögel fotografiere oder sowas, dann wirst du halt Schmetterlinge oder Vögel sehen. Aber wenn ich mir angucke, das Bildmaterial, was da schon auf der Webseite zu sehen ist, wie diese Tiere fotografiert sind, in welchem Moment sie fotografiert sind und was da für ein enormer Aufwand auch von der Logistik dahintersteht, dass man als fotografierende Person eben weiß, wann muss ich vor Ort sein? Wann habe ich eine Chance auf das richtige Licht? Wo sind die Tiere denn in den verschiedenen Jahreszeiten? Wo treffe ich die denn? Wann sind die?
Und sie dann in Momenten zu erwischen, dass sie quasi gar nicht mehr nur sie selbst sind als Tier, sondern dass sie in einer Situation sind, in Kombination mit anderen oder mit ihrer Umwelt, dass sie zu Skulpturen und zu Kunstwerken werden, wenn sie in dem richtigen Moment eingefangen werden. Das bewundere ich. Das ist wirklich ganz, ganz große Fotografiekunst. Ganz, ganz großen Respekt. Ich habe ja nur Spaß mit der langen Tüte mal durch ein Wildgehege oder sowas zu laufen, um einfach ein bisschen Spaß zu haben und vielleicht mal ein Porträt von einem weit entfernten Bullen oder sowas zu machen. Oder vielleicht dann doch mal einen Greifvogel in Geäst zu erwischen, um mich daran zu erfreuen. Aber das Niveau, was ausgewiesene NaturfotografInnen da erreichen, das maße ich mir nicht an. Das ist ganz, ganz, ganz toll. Also danke Jürgen, toller Link.
ChrisTja, und damit, wie gesagt, Termine happyshooting.de slash Kalender und wir bringen dir dann hier in die Sendung und auf unsere Website. Ja, damit sind wir jetzt dann durch. Wir sagen herzlichen Dank für eure Zeit und vielleicht kommt ihr ja mal wieder. Wir sind nächste Woche wieder da, am Dienstag live oder halt im Podcast-Player eurer Wahl. Einfach Happy Shooting suchen und fertig. Nächste Woche wäre dann live wieder der 9. Dezember. Bis dann. Macht's gut. Und 3, 2, 1.
BorisHappy Shooting.
Shownotes
Hausmeisterei
Aus der Preshow
- Alte Aussagen. Pferdegeschwindigkeit
HS Workshops
- Neue Workshops geöffnet: Fotoprojekte & Großformat
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- Testimonials von Workshopteilnehmern gesucht
- Alte Newsletter funktionieren nicht mehr, bitte neu anmelden Neue Newsletter
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#hshi / #hsnachtrag
- Von Rico: Wieso kann man keine Tiefen aus Jpegs hochziehen?
- Von Thomas: "Ich habe kein Abo und nutze Luminar neo und On-1" #nocontexttuesday
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News
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- Griff: Leica Q3 Drahtlos laden
- Laowa Tilt-Shift 35mm f/2.8 0.5x Makro
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- ACHTUNG: Lose Ösen Fujifilm X-E5
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Themen
#HS-Aufgabe (Alle anschauen)
- Neue Aufgabe "Öse" vom 04.12.2025 bis 18.12.2025 mit dem tag "hsboese"
- Alle Bilder zur Aufgabe “Smart”
- Gewinnerbild von obpen: smart
- Bildbesprechung: Smartie-Ampel von unschärfe_reflexion, hsbsmart-0850 von FranzVenhaus
Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen):
- Wulf:
- Bereits seit dem 07.08.2025 und noch bis zum 18.01.2026 stellt das Stadtmuseum Boppard „LYS“ – Eine Hommage an das Licht des Nordens
- Ulrike:
- Zwischen dem 10.12.2025 und dem 10.05.2026 zeigt das Haus der Geschichte Wien "Eingestickt. Zur Erinnerung an 67 Menschen, die 1940 in Hartheim ermordet wurden"
- Jürgen:
- Ab dem 15.11.2025 bis zum 05.07.2026 ist in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim "Margaret Courtney-Clarke: Geographies of Drought" zu sehen
- Vom 14.11.2025 bis 01.02.2026 zeigt das Naturkundemuseum Reutlingen "Wildlife Photographer of the Year"
- Zwischen dem 07.11.2025 und dem 28.02.2026 stellt die Leica-Welt Wetzlar Arnold Crane: "Giganten"
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