#924 - Angrasen

Veröffentlicht 1 January 2026

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#924 - Angrasen

Veröffentlicht 1 January 2026 · Länge 2:01:03

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Boris

Happy Shooting Folge 924. Angrasen. Die heutige Folge wird euch präsentiert von?

Chris

Von euch. Einfach nur von euch.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Ach, kurz vor 2026, Baby.

Chris

Genau, und ohne die Menschen da, euch da draußen, gäbe es ja diese Sendung nicht. Also ist das.

Boris

Ohne dieses Euch wäre das hier alles nicht da.

Chris

Ohne dieses Euch wären das nicht wir. Nee, Moment.

Einspieler

Und wir sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

Die alte philosophische Frage, ob ein Podcast jemals aufgenommen wurde, wenn niemand da ist, der in sich anhört. In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Rutsch ins neue Jahr. Macht's gut, tschüss. Ja, so ist es.

Chris

Hey, du hast den Lautstärkeregler gefunden.

Boris

Das finde ich gut. Und ich werde ihn benutzen.

Chris

Es ist der 30.12. Wir haben es tatsächlich geschafft, noch eine Sendung auf die Beine zu stellen heute. Mal schauen, was das so wird. Aber wir haben jetzt keine, Jahresende-Sentimentalität oder sowas. Also ich weiß nicht, wenn du jetzt noch irgendwie einen Song vorbereitet hast, dann nehme ich den ja gerne.

Boris

Aber ich glaube nicht.

Chris

Dass da noch irgendwas in die Richtung kommt. Ne, wir haben ein paar Fotothemen für euch. Wir sind Happy Shooting. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und wir machen ja einmal die Woche Fotografie. Also reden drüber und das tun wir gerne. Und ja, da gibt es so einen Feedback-Kanal, der heißt happyshooting.de. Und da sind, Moment, ich muss mal die richtige Bauchbinde hereinmachen, da kommt das Ding. Ja, da sind dann immer wieder interessante Fragen oder Hinweise. Zum Beispiel anonym sagt jemand zum Thema Vanity Fair, da haben wir letztes Mal drüber geredet, das waren diese Bilder aus dem Weißen Haus, die ziemlich gruselig waren, schreibt diese Person ohne Namen. Warum geht ihr nicht davon aus, dass sie exakt diese Ähnlichkeit haben wollen? Immerhin wurden die Bilder auch freigegeben. Obendrein wird doch immer wieder auf Geschichte, geschichtliche Gesetze etc. Verwiesen. Ist natürlich eine Möglichkeit, dass die, ich glaube aber tatsächlich, dass so das eine oder andere Bild, das kann niemand von sich wollen. Also Beispiel von dieser Sprecherin, das ist hier auf diesem, ich mach's mal drauf, hier das Bild auf der linken Seite, das mit den Fotos einstellt.

Boris

Sehr enger Ausschnitt, am Augenwinkel abgeschnitten, sehr faltig, sehr platt belichtet.

Chris

Ein Bild von einer Frau mit schlechtem Lichtfarben, also Hauttöne sind völlig kaputt. Es ist quasi alles kaputt, was nur geht. Ich glaube, die Frau ist irgendwie 35, glaube ich. Und so siehst du aus, wenn du 55 bist. Also unvorteilhaft ist noch ein schöner Ausdruck dafür. Und ich glaube nicht, dass die das wollte. Ich glaube, die haben sich das einfach nicht angeguckt, was man ihnen vorgelegt hat. Also ich gehe immer noch davon aus, dass die das so nicht wollten. Das ist jetzt einfach mal meine Unterstellung an der Stelle. Aber es ist eine legitime Frage.

Boris

Definitiv.

Chris

Warum gehen wir davon aus, dass die das nicht so haben wollten?

Boris

Bei manchen Bildern, du hattest dieses eine Beispiel mit diesem Blick aus dem Fenster und den Vorhängen, was sehr Nixon-like war.

Chris

Da könnte man vielleicht noch sagen, die wollen das heraufbeschwören.

Boris

Ja, aber selbst wenn die Leute das Nixon-Bild nicht kennen, kann das trotzdem sein, dass sie sagen, das ist doch ein stimmungsvolles Bild, das zeigt hier so meine Weitsicht und Nachdenklichkeit. Das kann ja durchaus legitim sein. Diese ganz engen Crops, da bin ich auch unentschlossen. Ich meine, du hast gesagt, der Fotograf hat da diesen Stil für sich so geprägt. Das heißt, wenn sie diesen Fotograf haben...

Chris

Auch, aber nicht nur. Also der ist auch schon, der macht auch schon andere Sachen. Dazu habe ich auch gleich ein Follow-up. Können wir eigentlich gleich reintauchen. Und zwar ist das die Yvonne Hansen. Das ist eine Fotografin aus den USA, eine YouTuberin und die hat das Ganze nochmal ein bisschen besser analysiert. Wir sind da letztes Mal schon drüber gegangen und haben uns so ein paar Bilder angeguckt.

Die hat das ganze Thema, dieses Video bzw. Diese Bilder nochmal analysiert und hat da einfach noch so ein paar Aspekte hinzugebracht, die ich so gar nicht wahrgenommen habe. Ich lasse es einfach mal nebenher so stumm laufen hier auf dem Videokanal. Und die zeigt zum Beispiel erstmal so diverse Werke aus dem Oeuvre des Christopher Anderson, des Fotografen, was der so gemacht hat bisher. Und wenn man sich mal so seine bisherigen Arbeiten anschaut, dann wird es eigentlich sehr schnell klar, dass nichts auf diesen Bildern, aber auch gar nichts zufällig passiert ist. Da ist alles mit Absicht. Der Mann weiß ganz genau, was er tut. Der geht mit Texturen, mit Licht, mit Reflektionen, mit Kompositionen, mit Winkeln, mit Aufteilung, mit Platzierung, mit Timing. Geht der Mann extrem meisterlich um. Und wenn du diese Bilder siehst, die sind ihm nicht passiert, sondern jedes Detail hat dieser Mensch grundsätzlich gewollt. Da habe ich überhaupt keinen Zweifel dran, nachdem ich seine Arbeiten mir mal ein bisschen genauer angeguckt habe.

Und was er tut, also die paar Beispiele, wo man sagt, ja, das ist so ähnlich wie so historische Bilder von Nazis.

Also der arbeitet ganz subtil zum Beispiel mit Farben, also mit Lichtsachen. Tönen, die ungünstig für die Hauttöne sind zum Beispiel, mit Lichtmischungen, die da nicht wirklich gut sind fürs Porträt, mit Lichtrichtungen. Die hat mal sich die Catchlights angeguckt und hat dann halt rein weiße Beauty-Dishes gesehen, die aber leicht unterhalb der Augenlinie liegen. Was tust du nicht wenn du das nicht willst weil dann hast du plötzlich so ganz subtile nach oben gerichtete Schatten, die halt, beim Porträt nicht wirklich gut funktionieren, das ist so ein bisschen Grusel, Lagerfeuer, nur so angedeutet das ist nicht und du kannst es immer noch gut verkaufen als.

Boris

Ich will viel Licht in die Augen haben.

Chris

Ja genau und das hat dann beim Betrachter auch eher so ein ja so ein ungutes Gefühl auslösen, aber nicht unbedingt du wirst nicht unbedingt sagen, hey das ist hier schief gegangen. Thema Symmetrien, die komisch sind. Horizontale Linien, die so ganz leicht, so ein halbes Grad, ein Grad irgendwie gekippt sind. Das hat er nicht aus Versehen gemacht, sondern alles ist so ein bisschen aus der Balance raus.

Boris

Das soll dieses Gefühl vermitteln beim Betrachten.

Chris

Du kriegst das Gefühl, das ist alles nicht so gerade. Das ist so alles ganz leicht krumm. Er hat ein paar Bilder, wo du so Schäden an diesem Gebäude siehst, die halt offensichtlich geflickt worden sind, aber nicht ordentlich.

Boris

In dem einen Bild habe ich das gerade schon gesehen, das sieht aus wie so ein Pinselstrich an der Wand in der falschen Farbe.

Chris

Zum Beispiel, oder so an Türen unten, so abgewetzte Ecken, die natürlich im weißen Haus wird es eigentlich repariert, aber hier wohl offensichtlich nicht und das lässt du natürlich, das bemerkst du, wenn du fotografierst und lässt das dann halt weg oder du nimmst es halt bewusst mit rein.

Catchlights, das Bild von Stephen Miller, das, wo er so wie Goebbels aussieht, ist mir dann erst später aufgefallen und auch nachdem es hieß, dann gesagt hat, ja guck doch mal, das sind keine Catchlights, der hat überhaupt total schwarze, tote Augen, da sind noch nicht mal die Augen zu sehen, die Schatten des Lichtes ist so gesetzt, dass die Augen Lieder das Innere vom Auge komplett schwarz zumachen, da blitzt nichts raus, also oder dieses Gruppenbild, wo die alle am Tisch sitzen und Steve Miller ist der Einzige, der am Rand des Tisches sitzt und damit ist er auch der Einzige, der auf dem Bild keine Reflexion hat. Der Mann hat kein Spiegelbild. Was immer das auch bedeuten mag, aber ich sage nochmal, Christopher Anderson, dem passieren keine Zufälle und.

Ja, also dieses Video lohnt sich, weil sie geht da so schön drauf ein und hat auch tatsächlich, sagt am Anfang, I will try to not editorialize too much. Also ich versuche mal meine Meinung rauszuhalten. Ich will das mal nur fotografische Ebene. Erwischt sich dann zwischendurch doch das eine oder andere, weil das ein bisschen zu sehr sich drüber freut. Sich drüber freut, aber das ist, wenn du das nochmal mit dieser Analyse dir anguckst, das ist ein gottverdammtes Meisterstück, was der Herr Anderson da abgeliefert hat. Es ist der Wahnsinn! Also ich Ja, das ist doch nochmal was hier für einen langen Silvesterabend.

Boris

Kann man sich doch mal reinziehen.

Chris

Ja, das Video ist, ja, ist schon eine halbe Stunde ist das schon lang, aber also ich hab das Und ich habe das geguckt immer wieder so, man, wieso habe ich das denn nicht bemerkt? Also zum Beispiel die Catchlights, die da nicht drin sind. Na gut, also damit lassen wir das Thema Politik jetzt aber mal hier. Und guck mal in die News. Wir haben zwei News-Item heute. Das erste heißt Darktable.

Boris

Ja, es gibt tatsächlich wenig News, so kurz vorm Jahreswechsel. Und auch Darktable News ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber danke Clemens, der hat uns noch mal drauf aufmerksam gemacht, er hatte im Slack auch schon ein paar Links, hauptsächlich zu Videos und einem Blogbeitrag verteilt, und ja, es gibt eine neue Version vom Darktable, nämlich die Version 5.4 Darktable, das ist mal so ganz weit gesprochen die Lightroom-Alternative als Open Source für Linux, Windows, Mac, Windows, hatte ich, ne? Linux, Windows, Mac. Das sind die drei.

Chris

Das Windows hattest du zweimal.

Boris

Das Windows hatte ich zweimal. Ja, das... Ist manchmal so anstrengend, das kann man ruhig zweimal erwähnen.

Chris

Das liegt an diesem Weihnachtsmenü, das liegt immer noch schwer.

Boris

Und jetzt ist in diesem Bereich, in dieser Version sehr, sehr viel gefixt, korrigiert, verbessert worden, Performance besser, UI, UX, alles ein bisschen überarbeitet. Es gibt eine neue scharfe Routine, um eben so leicht verschwommene Bilder zu schärfen und sowas mit verschiedensten Algorithmen. Aber ich denke, das große Feature, was hier reingekommen ist, ist ein neues Farbmodul. Davon hatte Darktable noch nicht genug. Jetzt gibt es also ein weiteres Farbmodul und das nennt sich AGX. Ich habe jetzt nicht recherchiert, wofür AGX tatsächlich steht. Das wird auch irgendein technischer Begriff sein.

Chris

Das ist die AGX-Anzeigetransformation von Blender. also das haben die sich bei Blender ausgeliehen, dem Videobearbeitungs- oder 3D-Programm.

Boris

AGX wird schon für irgendwas Sinnvolles stehen. Ich kann es dir nicht sagen.

Chris

Sicher.

Boris

Ich zitiere mal kurz aus diesem Blog. Das ist also auch ein unabhängiger Blog, der sich dieses Feature angeschaut hat und der schreibt, was dieses neue Modul AGX ist. Zitat.

Es wurde eine neue Tonwertzuordnung implementiert, die auf der AGX-Anzeigetransformation von Blender basiert. Die Farbausgabe des neuen Moduls erähnelt der von Sigmoid, aber die bereitgestellten Steuerelemente sind umfangreicher. Es ermöglicht die explizite Einstellung von Belichtungsweiß- und Schwarzpunkten ähnlich wie bei Filmic RGB. Was die zweite und dritte Variante ist. Die Implementierung umfasst einen vom Benutzer einstellbaren Drehpunkt, den Pivot, für die Tonwertkurve, wobei der Standardwert auf 18% mittelgrau eingestellt ist. Der Kontrast um diesen Drehpunkt herum ist einstellbar. Es stehen Steuerelemente zur Verfügung, um einen Abschnitt mit konstantem Kontrast zu erstellen und es gibt unabhängige Schieberegler, um den Kontrast in Schatten und Lichtern, also Fuß und Schulter der Kurve, zu steuern. Das Ergebnis zeichnet sich durch eine allmählige Farbentsättigung in den Lichtern aus, ähnlich wie bei einem Film und eine natürlich wirkende Farbdarstellung in den Mitteltönen und Lichtern. Danach folgt dann ein Zehn-Punkte-Arbeitsablauf, der als empfohlen genannt wird. Und im Grunde genommen beschreibt das Darktable sehr, sehr gut. Es ist nämlich unglaublich mächtig und auch unfassbar nerdig, schrägstrich technisch.

Was man hier aber festhalten kann, ich habe mir das mal in einem Video-Ausschnitt angeschaut.

Im Prinzip wird hier cleverer und sinnvoller mit der Sättigung der Farbtöne umgegangen. Das heißt, wenn man an bestimmten Belichtungsreglern dreht, also Kontraste zum Beispiel, sorgen auch immer dafür, dass die Sättigung steigt. Das möchte man aber nicht immer unbedingt und es kann je nachdem, welche Regler man verwendet, eben passieren, dass ein Farbkanal, gesättigt ist. Also dann, wenn wir sagen, wir haben Werte von 0 bis 255 für den Rotkanal, dann ist der Rotkanal irgendwann mal bei 255 angekommen. Roter geht nicht. Und wenn das jetzt passiert...

Chris

Aber das geht doch bis 11, oder?

Boris

Ja, genau, bis 11.

Chris

256.

Boris

Bis 256.

Chris

Es gibt doch größere Zahlen. 257.

Boris

58. Das geht dann nicht. Da brauchst du ja schon wieder ein Bit mehr und wer will schon trinken um diese Zeit? Also wenn du jetzt dir vorstellst, du hast ein Farbkeil auf einer gegebenen Breite, ich sage jetzt mal eine Breite von 100, und du hast jetzt aber in der Hälfte dieses Keils schon die maximale Sättigung erreicht durch deine, Kontrastanhebung, dann hast du die Hälfte des Keils verschenkt. Da ändert sich dieser Farbton nicht mehr. Und da wir jetzt ja nicht mit reinen Rot-Grün- und Blautönen arbeiten, sondern mit Mischfarben, kann es dir eben passieren, dass es zu Falschfarben kommt, wenn einer der Kanäle zu früh maximal gesättigt ist.

Und das war zum Beispiel ein Problem hier bei Filmic, dieser bisherigen Farbanpassung, wenn du sehr hell belichtete Bereiche hattest, also zum Beispiel die Sonne direkt im Bild hast oder einfach chromblitzende Stellen im Bild und hast dann bis in die Bearbeitung gegangen, dann hat eben dieser Algorithmus versucht, diese überbelichteten Bereiche eben irgendwie weiter zu belichten oder zu färben, obwohl der Kanal an der Stelle halt schon gesättigt war. Und das führte zu Falschfarben, sodass du dann halt so einen Magenta-Stich zum Beispiel in überbelichtete Bereiche bekommen hast. Und dann gab es dann lange und komplexe Anleitungen, wie man das wieder rückgängig macht und wie man das repariert und so weiter und so fort. Und dieses AGX geht jetzt mit den Farben eigentlich so um, wenn ich das so gesehen habe an den Beispielen, wie man sich das eigentlich vorstellt. Egal wie hart du die Regler ziehst, du bekommst keine Farbverfälschung, sondern es wird eben nicht nur der Farbwert gedreht, sondern es wird eben mit Helligkeit und vor allen Dingen mit der Entsättigung gearbeitet, damit du über den gesamten Farbkeil irgendwie einen Farbverlauf und Farbabstufungen hinbekommst. Wie es technisch genau funktioniert, weiß ich nicht. Und ganz ehrlich, als Fotograf ist mir das auch völlig Latte. Ich möchte in einer Software an Farbreglern und an Kontrastreglern ziehen können, ohne Falschfarben zu bekommen, nur weil die Bereiche sehr hell sind oder sehr dunkel.

Und AGX scheint dieses Problem jetzt endlich zu lösen. Das lese ich so in der Community, ist doch eigentlich der Punkt. Und in einem Video wird sogar gesagt, wenn du Darktable bisher gehasst hast, dann vermutlich genau deshalb, weil du Probleme hast in der Farbbearbeitung oder Kontrastbearbeitung und AGX hat das jetzt gefixt.

Chris

Also Jochen hat das mal in die Maschine reingekippt und die sagt, dass AG soll eine Anspielung auf Silberhalogenie-Design, AG für Silber, das Element und X für Extended oder Experimentell, je nachdem.

Boris

Sagt ChatGPG.

Chris

Ja, aber ich hatte tatsächlich, weil das A groß, das G klein, das X wieder groß ist, hatte ich tatsächlich überlegt, ob das A, G vielleicht irgendwas mit Silber zu tun hat und dachte, nee, das ist so doof, das ist so blöd. Vielleicht ist das so.

Boris

Vielleicht hat das aber auch Angelica erfunden, eine erweiterte, eine Extended-Farbanpassung zu machen.

Chris

Angelica und Xaver haben das gemeinsam erfunden. Und falls ihr das genau wissen solltet oder uns vielleicht mal erklären könnt, was das da genau tut, dann happyshooting.de.

Boris

Also die Videos verlinken wir gerne. Wie gesagt, im Blog steht es erst mal beschrieben. Da sind aber, glaube ich, keine Beispielbilder so wirklich zu sehen. Es gibt ein kurzes Video. Das würde ich empfehlen, wenn ihr einfach einen schnellen Blick haben wollt, Vorher-Nachher-Effekt, also ohne AGX und mit AGX, statt filmig. Das ist sehr kurzweilig, das ist glaube ich ein 10-Minuten-Video oder sowas mit zwei Beispielen. Und wenn ihr wirklich wissen wollt, was da technisch dahinter steckt und wie die Farben da verdreht und verzaubert und angepasst werden, dann gibt es ein sehr, sehr langes Video, das habe ich mir nicht in Gänze angeguckt. Weil so genau will ich es, wie gesagt, als Fotograf nicht wissen. Wenn ich mal ganz viel Zeit und Lust habe, mich interessiert es natürlich als Nerd, was da passiert und als Softwareentwickler, was sie da mit den Farben drehen. Aber bisher hatte ich nicht so viel Muße, mir das reinzuziehen. Aber es sei euch ans Herz gelegt. Clemens, vielen Dank dafür.

Und bei aller meiner Frotzelei gegenüber diesem Nerdtum im Darktable, es gilt wirklich festzuhalten, das ist ein fantastisches Produkt, was die Raw-Entwicklung angeht. Man kann da unglaublich viel mit machen. Viele Dinge, die weit über das hinausgehen, was bei den kommerziellen Software möglich ist. Weil einfach da Module drin sind, die eben von Nerds für Nerds gemacht werden. Und wenn man sich damit auseinandersetzt, kann man da auch fantastische Dinge mit tun. Schaut es euch unbedingt an, wenn ihr nach einer Alternative für eben so eine Abo-Geschichte wie Lightroom oder so etwas sucht. Vielleicht kommt ihr damit klar, wie die Erfahrungen mit Darktable sind, hängt auch immer sehr von der Plattform ab. Ich denke, mit Linux läuft das ganz fantastisch, was ich bisher auf den Workshops gesehen habe. Wie es unter Windows und am Mac ist, das hängt immer sehr davon ab, wer da gerade Maintainer ist und auf welchem Stand das gemacht wird und so weiter. Schaut es euch an, probiert es mit euren RAW-Files und gebt nicht zu früh auf. Man muss sich teilweise wirklich langwierige Videos reinziehen, aber dann macht es dann doch mal Klick bei dem ein oder anderen Werkzeug.

Chris

Es ist ja bei vielen Tools so, dass du, wenn du mal so die Lernkurve ein bisschen hinter dir gelassen hast, dann plötzlich geht alles wie von selber. Ich finde es generell gut, der unglaublichen Marktmacht von Adobe, was entgegengesetzt wird. Deshalb habe ich mich über Affinity so gefreut. Deshalb finde ich auch Darktable super. Solltet ihr ein bisschen Interesse an der nerdigen Seite haben, dann ist das sicher für euch interessant.

Boris

Auf jeden Fall. Ich habe Leute auf unseren Workshops damit arbeiten sehen, die sind damit nicht langsamer als ich in Lightroom. Also man muss sich Einfach damit auseinandersetzen und sich nicht davon stören lassen, dass es tausend und eine Module gibt. Man muss sie vielleicht mal ausprobiert haben, um zu gucken, was man haben will. Aber am Ende wirst du immer dieselben 5, 6 benutzen, die eben für deinen Stil sind.

Chris

Und vorher gucken, also wenn man so Spezialitäten macht wie der Frank, der schreibt dann, Darktable kann meine High-Efficiency-Raws der Z8 nicht lesen. Ja. Ja, die haben halt auch nicht das Geld, da irgendwie ein zehnköpfiges Team ans Reverse Engineering zu setzen. Das kommt aber wahrscheinlich dann schon.

Boris

Nur ein bisschen später. Ja, ich meine, die benutzen ja auch so einen Open-Source-Raw-Leser, wie auch immer. Also so eine Library für diese Raws. Und ich bin mir relativ sicher, das schon gesehen zu haben bei GitHub. Frank, also wenn dich das wirklich reizt, such das mal raus. Oder vielleicht hat jemand den Link dazu. Die suchen nämlich auch immer nach Raw. Weil die können natürlich nicht alle zigtausend Kameras und RAW-Formate haben. Deswegen sind sie auf die Community angewiesen, zu sagen, hier, guck mal, das ist eine Datei, die ist in den und den Parametern auf der und der Kamera gespeichert. Bitte sehr, wenn ihr Fragen habt oder noch zwei, drei andere braucht, sagt Bescheid. Weil dann machen die schon Reverse-Engineering und bauen das in ihre Library rein. Ja, also vielleicht, Frank, kannst du da sogar helfen, dass die High-Efficiency-Raws der Z8, nächstes Jahr gelesen werden können.

Chris

Ja, und das zweite Stück News heute, das kommt aus den USA und überschreibt sich so ungefähr mit DJI-Drohnen sind in den USA jetzt verboten.

Boris

Hm.

Chris

Hm, dachte ich auch.

Boris

War das nicht schon mal oder war das nur in Aussicht gestellt?

Chris

Ja, die machen ja höh und hot und das am gleichen Tag mehrfach. Also insofern, was da aus dem Weißen Haus rausfällt, ja, irgendwann hört man auf, das alles im Detail zu verfolgen. Aber jetzt ist es so, im Detail bedeutet das, dass die FCC, die Federal Communications Commission, glaube ich, heißen die, entschieden haben, dass neue Drohnen, Aus dem Ausland und damit speziell DJI, weil das ist nun mal der große Hersteller, in den USA nicht mehr zugelassen sind. Es gibt eine sogenannte Covered List und kein Produkt auf dieser Liste kann legal in die USA importiert oder verkauft werden. Die Begründung ist natürlich wie immer National Security, Sicherheit, das ist so quasi, das wird bei allem vorgehalten. Also in diesem Fall ja Sicherheit für die USA und die US-Bürger und eigentlich hat sich DJI sogar bereit erklärt, dann einen angekündigten Sicherheitsaudit für ihre Drohnen machen zu lassen. Da wurde also gesagt, ihr müsst hier beweisen, dass ihr nicht böse seid und die hätten nach eigenen Angaben das wohl auch mit fliegenden Fahnen bestanden. Aber dieser Audit hat noch nicht mal stattgefunden, sondern es war einfach so out of the blue. Plötzlich war die Entscheidung da. Wundert nicht wirklich.

Reaktionen, DJI ist enttäuscht, sagen natürlich hier keine Transparenz und so weiter. Beobachter sagen, das ist wirtschaftlicher Protektionismus und befürchten jetzt Auswirkungen auf andere Bereiche, weil so Drohnen sind ja jetzt nicht nur zum Fotografieren da oder zum Videofilmen, sondern wir reden hier von, Notfalleinsätze, Katastropheneinsätze, wir reden von Filmen, also großes Business, Filmproduktion in den USA, öffentliche Sicherheit.

Boris

Dokumentationen.

Chris

Dokumentationen in der Baubranche, finden die Einsatz oder bei der Inspektion von kritischer Infrastruktur, seien das jetzt irgendwelche Stromleitungen oder sonst was. Da, werden keine Hubschrauber mehr bezahlt, sondern da fliegt eine Drohne in der Kammer und so weiter. Also es gibt ja viele Einsatzbereiche, wo die ja tatsächlich gut sind. Aber zusammengefasst, also ein Import von neuen ausländischen Drohnen ist praktisch verboten. Nationale Sicherheit als Grund. Bestehende Geräte bleiben legal, kannst benutzen. Also wenn du jetzt Drohnen hast aus dem Ausland, dann darfst du das. Es gibt auch Ausnahmen wohl für den Import, wie immer. Also ja, und es ist potenziell kritisch. Daraufhin hat sich dann im Happy Shooting Slack eine spannende Diskussion ergeben. Und zwar um so ein paar Blickwinkel, was das Thema angeht. Also das eine ist das Thema Sicherheit und Privatsphäre. Von Einzelnen wurden die Drohnen tatsächlich offensichtlich als sehr intensiv im Eingriff wahrgenommen. Also zum Thema, die Dinger können ja Grundstücke überfliegen und es ist für Außenstehende nicht erkennbar, warum die jetzt filmen oder ob die überhaupt filmen. Also Thema Privatsphäre.

Und da habe ich so rausgelesen, die Meinung existierende Kontrolle ist nicht ausreichend und deshalb kam dann auch eine Forderung nach einem strikten Verbot. Kann man erstmal so in den Raum stellen. Drohnen wollen wir ab jetzt verbieten.

Dann ging aber natürlich gleich so andere Richtungen los zum Beispiel im Vergleich mit anderen Technologien. Was ist denn mit deiner Kamera? Mit der kannst du ja auch Privatsphäre verletzen. Oder dein Smartphone oder ein simples Mikrofon. Das Zeug ist heute alles in beliebiger Menge verfügbar und miniaturisierbar. Und ja, die können auch alle missbraucht werden, ohne dass irgendwie erkennbar ist, was für ein Zweck dahinter steckt.

Und das Argument an der Stelle ist natürlich so entscheidend, ist nicht das Werkzeug, sondern die kriminelle Energie, die da jemand reinstecken möchte. Und ein Verbot würde dann so legale Nutzungen dann halt ziemlich unverhältnismäßig hart treffen. Eine weitere Perspektive, die ich noch gesehen habe, waren so Perspektive über das Thema Regulierung und Praxis. Drohnen sind schon stark reguliert. Du musst die Dinge registrieren. Diese müssen gekennzeichnet sein. Es gibt mittlerweile diese Remote-ID, wo das Ding also seine Kennung funkt. Da gibt es auch schon Apps, über die du diese Kennung auslesen kannst, also weißt, was in der Gegend ist. Du brauchst einen Führerschein für Drohnen oder in irgendeiner Form einen Befähigungsschein. Die Dinger haben eine Höhenbeschränkung oder sogar eine Zonenbeschränkung. Du darfst nicht innerhalb von zum Beispiel 5 Kilometer um den Flughafen fliegen und so weiter. Da gibt es also ganz klare Regeln.

Und damit ist eine Drohne nicht anonym oder rechtsfrei und ja, natürlich gibt es da Missbrauch. Aber der ist ja vielleicht nicht unbedingt ein Argument für ein generelles Verbot von einem Hobby. Weil für viele ist die Drohne halt auch ein Hobby. Das ist ein kreatives Werkzeug. Und ja, ist halt dein, wie schrieb das jemand, das ist halt dein 50 Meter Stativ, was du sonst so nicht hast. Dann kam noch das Thema Durchsetzungsproblem. Also selbst wenn die Regeln existieren, die Frage ist halt, wie lässt sich das praktisch kontrollieren?

Die Abschreckung durch Behörden ist halt eher begrenzt, weil die halt teilweise gar nicht wissen, was sie damit tun, anfangen sollen. Ich habe das mal so ein bisschen durchgelassen, habe dann auch noch einen Post reingeschrieben, dass ich das weniger als richtig oder falsch sehe an der Stelle, sondern mehr so ein Aufeinanderprallen von unterschiedlichen Erfahrungen und Sorgen. So Bedenken über Privatsphäre oder Kontrollierbarkeit. Also ich bin ein Mensch, der seine Privatsphäre sehr schätzt. Ich beschäftige mich sehr mit dem Thema. Ich schätze aber auch meine Kreativität und fliege eine Drohne, wenn auch nicht relativ, wenn auch nur relativ selten. Aber insofern, ich sehe beide Seiten. Ich stecke ja mittendrin. Ich habe quasi einen Fuß in beiden Dingen drin. Es ist nachvollziehbar, dass das auch Angst macht und es will ja auch niemand ungefragt beobachtet werden.

Boris

Das ist erstmal so.

Chris

Und die Durchsetzung von Regeln ist im Alltag tatsächlich nicht immer so ganz einfach möglich. Das habe ich auch schon selber gesehen, wenn ich vielleicht mal eine Drohne an einer Stelle geflogen bin, wo es vielleicht so nicht ganz, etwas grauer war in der Regelung. Gleichzeitig finde ich es aber auch wichtig zu sehen, dass Drohnen kein rechtsfreier Raum sind. Und viele, die die Drohnen benutzen, verhalten sich entlang der Regeln. Sind rücksichtsvoll. Meine eigene Erfahrung, ich bin potenziell eher ein konfliktscheuer Mensch. Ich fliege dann an vielen Stellen einfach nicht, statt andere zu nerven oder in Angst zu machen. Ich lasse die Drohne dann drin und denke mir, naja, dann ist das vielleicht jetzt besser, das nicht zu tun.

Boris

Eben nicht.

Chris

Und damit ist es halt kein Überwachungswerkzeug, sondern es ist ein kreatives Werkzeug und das vergleiche ich sehr wohl mit einer Kamera. Kamera ist weitgehend akzeptiert. Die Technik allein macht halt noch keine schlechten Absichten oder guten Absichten. Technik ist nur ein Mittel zum Zweck. Und vielleicht können wir da irgendwie so einen gemeinsamen Nenner finden. Vielleicht kann der sein, dass, das dann doch das pauschale Verbot vielleicht doch keine so tolle Forderung ist. Dass dann aber bitteschön das Thema auch nicht pauschal verharmlost wird. Ich finde es schon wichtig, dass alle auch sehen, dass es da, dass das nicht problemfrei ist, dieser Raum. Was ich wichtig finde, ist eher mehr Aufklärung, dass die Leute besser verstehen, was machen die Dinger. Vielleicht muss man auch Regeln irgendwie ein bisschen nach, ein bisschen strammer ziehen, ein bisschen nachschärfen. Auch das finde ich überhaupt nicht schlimm. Es muss halt praktikabel sein, das auch durchzusetzen dann. Da müssen ganz klare Grenzen sein. Was ist Missbrauch, was ist kein Missbrauch? Ich finde es aber total wichtig, dass dann auch genügend Raum bleibt, dass man das Ding legitim benutzen kann. Also ich will jetzt nicht meine Drohne einfach in die Ecke tun, weil damit habe ich einfach schon richtig tolle, schöne, kreative Dinge machen können. Deshalb muss man aber sorgen, jetzt auch nicht kleinreden, weil die sind ja auch echt.

Boris

Das ist so, aber Aufklärung ist wahrscheinlich genau das Stichwort. Was wird damit eigentlich gemacht? Was passiert da? Wie weit fliegen die eigentlich? Und so weiter und so fort. Und bisher, das ist aber auch wieder wahrscheinlich der Erfahrungsschatz eines jeden Einzelnen. Bisher ist es mir noch nicht vorgekommen, dass ich irgendwo war, wo um mich rum dann irgendwie zig Drohnen oder jeden Tag eine Drohne geflogen wäre. Sondern das ist ganz im Gegenteil. Also in den letzten Jahren kann ich das wahrscheinlich an einer Hand abzählen, wo dann um mich rum mal eine Drohne geflogen ist. Nun bin ich aber auch nicht derjenige, die durch die Welt jettet an irgendwelche Hotspots, die jetzt vielleicht sehr attraktiv sind, keine Ahnung. Nichtsdestotrotz sehe ich sehr wohl sehr, sehr schöne Videos von Hochzeiten und Familienveranstaltungen, wo eben eine Drohnenaufnahme tolle Bilder gemacht hat. Ich sehe sehr, sehr viele Dokumentationen, wo eindeutig Drohnenshots sind, die eben über die Landschaft oder auch über eine Stadt fliegen. Mein Gefühl ist, dass die Regeln schon sehr scharf sind. Also was du schon gesagt hast, es ist ja nicht nur eine Plakette von außen dran, wenn das Ding irgendwo runterknallt oder liegen bleibt, dass du siehst, wem sie gehört oder zumindest auf wen sie registriert ist. Sondern sie funken ja nun auch schon ihr Signal. Wie gesagt, das gilt jetzt alles nur für die etwas größeren Drohnen. Die ganz kleinen, wo ist die Grenze? 249 Gramm oder sowas. Die sind jetzt noch ein bisschen unspektakulärer. Die kannst du halt einfach so fliegen.

Chris

Ja, die musst du auch registrieren. Du brauchst auch eine Pakete dafür.

Boris

Auch die hatten Geofens und so weiter.

Chris

Es ist kein rechtsfreier Raum.

Boris

Es ist nicht so einfach.

Chris

In dem Moment, wo die Drohne Informationenfunk mit einer Kamera unterwegs ist und so weiter, fällst du unter ein gewisses Regelwerk und dann ist sie halt doch spektakulär. Selbst die 249 Gramm Drohnen heute haben halt 4K Kameras an Bord und funken irgendwie zumindest ein HD-Signal.

Boris

Jochen sagt ja gerade, also alles, was eine Kamera hat, hat auch diese E-ID, also auch unter 250 Gramm. Das heißt, die funken auf jeden Fall. Wer also eine Anzahl gemacht oder sowas, dann haben die Behörden auch eine Möglichkeit zu gucken, was da geflogen ist. Das ist alles protokolliert. Ich selbst bin meine Drohne fast gar nicht mehr geflogen in den letzten Jahren, weil ich eben genau wie du, ich habe gar keinen Bock auf diese Diskussion. Ich habe keinen Bock, mich mit tausend Regeln zu befassen für irgendeinen kleinen Spaß, einen privaten Videodreh oder so. Ich würde sie noch fliegen hier auf dem Land, also wirklich über die Weiden, Wiesen und Felder. Aber da hast du den jeden Schuss auch irgendwann mal gemacht. Also wie oft willst du die Geschichte dann erzählen? Also für mich ist die Drohne de facto tot, weil ich auf diesen Hazel überhaupt gar keinen Bock mehr habe. Von daher ...

Chris

Was man halt auch sagen muss, wir leben halt nun mal in einer pluralistischen Gesellschaft und in einem demokratischen Rechtsstaat und das heißt, dass unterschiedliche Leute unterschiedliche Interessen haben und die einen möchten gerne mit einer dicken Harley fahren und die andere gerne mit einem Elektroroller und das heißt einfach, dass wir manchmal auch Dinge aushalten müssen. Und ich mag den Laubbläser meines Nachbarn nicht, der greift auch in mein Leben ein und ich mag auch die Böllerei jetzt an Silvester die Böllerei an Silvester auch nicht aus den verschiedensten Gründen, wegen mir könnte das weg sein, aber beide haben zumindest, weitgehend das Recht zu existieren die dürfen Laubblasen, die dürfen Böllern und deren Recht, weil wir in diesem Rechtsstaat leben, habe ich dann halt auch zu respektieren, wenn ich das ändern möchte dann muss ich mich um Mehrheiten kümmern ganz einfach, so funktioniert dieses System ähm, Also sowas wie pauschale Verbote, die müssen schon extrem gut begründet sein. Und ja, in manchen Fällen sind sie es und in manchen Fällen müssen sie es vielleicht noch werden. Aber ich denke, man muss da wirklich alle Seiten so ein bisschen gelten lassen an der Stelle. Und ich ärgere mich, wenn mein Nachbar den Laubbläser mal wieder anwirft, aber da mache ich halt ein Fenster zu.

Boris

Ich sag mal so, bei einer Drohne hast du immerhin noch mal die Chance, sie zu hören und zumindest zu sehen, dass da was fliegt.

Chris

Ja, wenn die hoch genug ist, hörst du die auch nicht mehr.

Boris

Dann hast du aber auch keine Auflösung mehr, dann habe ich auch keine Angst um meine Privatsphäre. Also wenn die so nah rangeht, um zu gucken, was ich da lese oder was ich da tue oder wie nackig da jemand am Strand ist, dann kann die nicht zu hoch fliegen. Und andere Leute machen das schon seit vielen Jahren nicht mit einer Drohne, sondern mit irgendwelchen Fernrohren, wo sie sich eben nicht die Ringe des Saturns angucken, sondern ganz andere Dinge. Also insofern bin ich da eher bei dir. Das ist eher eine Sache von Erfahrung und von Sorge. Und wer Schindluder treiben will, tut das dann halt auch. Aber ich glaube, Schindluder mit einer Drohne zu betreiben, ist nicht so ganz einfach. Da ist schon sehr früh, sind da sehr viele Riegel vorgeschoben worden. Und auf die USA, auf das Thema wieder bezogen, kann man sagen, warum jetzt DJI verbieten als Import. Es gibt ja noch Haufenweise, aber es gibt noch ein paar andere Anbieter.

Chris

Begründungen dafür brauchen wir, glaube ich. Das ist alles Ratespiel, Spekulationen. Und ich habe so das Gefühl, eine logische Begründung kriegst du aus dem Laden eh keine.

Boris

Und David schreibt ja auch noch, an vielen Orten in den Urlauben stehen auch Drohnenverbotsschilder, also wahrscheinlich, weil dann da zu viele geflogen sind und eine Lärmbelästigung da ist und so, ja und dann kannst du da auch nicht mehr fliegen und wer es dann doch tut, macht sich dann eben halt strafbar an dieser Stelle, das ist wie ein Durchfahrts- oder ein Parkverbotsschild und wer es doch tut, riskiert halt dann eine Strafe, so ist das.

Chris

Tja. Gut, lassen wir das Thema. Das war mir auf jeden Fall newsworthy genug und auch diskutiert genug in der Community, um das hier nochmal zu bringen.

Boris

Ja und danke Jochen, habe ich jetzt wieder gelernt, dass diese Funk-ID auch bei den kleinen Drohnen gilt. Das war mir jetzt auch nicht bewusst, aber spannend zu wissen.

Chris

Der gläserne Drohnenpilot.

Boris

Ja, klar. Ja, aber es hat ja auch seine Gründe. Naja, du, wir haben ja Ende 2025 und ich dachte, so ein bisschen Rückblick auf das Jahr können wir uns ja vielleicht doch mal geben.

Chris

Das ist schön. Dann versuchen wir das mal. Mein Jahr war dieses Jahr sehr interessant.

Boris

Ja, meins.

Chris

Eher schwierig, würde ich sagen, aus diversen Gründen, auf die ich jetzt hier nicht näher eingehen möchte. Aber lass uns mal machen, lass uns mal gucken.

Boris

Das geht mir ja auch so. Ich hatte ja ein relativ angestrengtes Jahr, sagen wir mal, ein sehr arbeitsreiches Jahr, allerdings außerhalb der Fotografie. Nichtsdestotrotz habe ich mir mal drei Rubriken rausgesucht und eine davon ist im Rückblick mein liebstes Objektiv. Also gemeint ist natürlich jetzt dann so in den letzten Jahren.

Chris

Die kann ich beantworten, die Frage. Ich habe eins, ja.

Boris

Ja, erzähl mal.

Chris

Das ist ganz simpel. Also ich habe dieses Jahr tatsächlich, wo ich fotografiert habe und das war einige City-Situationen, so streetartige Geschichten, habe ich für mich so die Unauffälligkeit entdeckt. Und natürlich hast du da relativ viel so dein Smartphone dann dabei und das bemerkt eh keiner, wenn du da Fotos machst und die sind auch ziemlich gut. Aber manchmal willst du halt doch noch ein paar größere Pixel und dann habe ich hier, ich bin ja immer noch so ein alter Sack mit Spiegelreflexkamera, mit DSLR und die 5D Mark IV, die ist meine Webcam, die wird nicht abgebaut, weil die nervt, das nervt die immer wieder aufzubauen und so. Nee, der einfachste Griff ist tatsächlich der zur 7D Mark II und die ist auch schön und schnell und flott und klein und ich brauche auch nicht mehr Pixel als die, was macht C24, glaube ich.

Mehr brauche ich da auch nicht und das sind große Pixel im Verhältnis zu dem, was mein Smartphone kann und die Bilder sind gut, aber es ist halt eine große Kamera und über die Zeit mit dem Smartphone habe ich das echt zu schätzen gelernt, wenn du als fotografierender Mensch unsichtbar bist. Wenn dich keiner beachtet und wenn du dadurch tatsächlich viele Schüsse kriegst, die du mit so einem größeren Eisen halt eher nicht bekommen würdest und deshalb liebe ich auf der 7D Mark II die ist zwar als Kamera schon relativ groß, aber, ich pack das 24, EFS, 24 STM gerne drauf, das ist das kleine 24er Pancake von Canon, kostet 150 Euro.

Ist wirklich klein Also das sieht fast grotesk aus, wenn die Kamera vorne eigentlich nur noch so einen Zentimeter, anderthalb irgendwie Objektiv drauf hat. Bildqualität völlig ausreichend für das, was ich benutze und dann noch irgendwie so einen Silent Mode eingestellt, dass die Kamera ein bisschen weniger Radau macht beim Auslösen und dann ist die fast so unauffällig wie ein Smartphone und dann nimmt dich mit dem kleinen Objektiv nimmt dich auch keiner ernst. Aber was hinten rausfällt, ist cool. Also ich habe damit viele Bilder bekommen. Das ist ja dann auf dem APS-C so ungefähr 40 Millimeter Brennweite entsprechend. Das ist so, das ist gerade so mein Go-To. Also das 24-Tilt-Shift, obwohl das mir natürlich viel, viel stilistisch viel besser reinläuft, auch von der Brennweite besser reinläuft am Full-Frame, ist mir das dann doch zu auffällig meistens. Also die Unauffälligkeit hat mir tatsächlich... Da hat mir tatsächlich Spaß gemacht. 24 EFS STM.

Boris

Ist quasi ein 38er Äquivalent vom Kleinbild.

Chris

Ungefähr, ja.

Boris

Ja, spannend. Es sind nicht ganz deine typischen 24, die du ja von deinem Tilt-Shift am Vollformat sehr, sehr gerne benutzt. Aber mit 38 so typische Reportage-Brennweite.

Chris

Ja, du willst ja aber, das ist auch mal eine Abwechslung. Das ist auch mal eine andere Geschichte. Wo ich ja auch immer viel lerne über Objektive oder über Brennweiten, ist, wenn ich mich dazu zwinge, einfach mal, mehr als irgendwie nur Viertelstunde mit einer Brennweite zu arbeiten, sondern einfach mal die drauf zu haben und die auch nicht ändern zu können, dann muss ich gucken, was ich damit tue und das ist ja schon wieder ein Kreativitätsbooster, wenn du wenn du so eine, ich nenne es mal so eine kreative, gesunde Reibung erzeugst, die halt, das dann dir nicht zu leicht macht. Dann, weißt du, du hast diese low-hanging fruit, die du normalerweise mit dem Zoom halt immer pflückst, weil ich zoome halt so, wie ich es brauche und fertig. Und wenn du das nicht hast, dann musst du dich ein bisschen mehr strecken und das ist eine gute Übung, finde ich.

Boris

Ich ertappe mich auch beim Vorwärts- und Zurücklaufen trotz Zoom, weil ich den anders einsetze. Ja, aber spannend. Bei mir ist es tatsächlich das Zoom, nämlich das Canon RF 70 bis 200 Blende 2.8.

Chris

Das ist auch gleichzeitig ein Workout, dieses Objektiv.

Boris

Eben nicht, weil es ist für das, den Range, also ich habe jetzt das Gewicht nicht im Kopf, aber es ist verhältnismäßig leicht, es ist sehr kompakt Also passt an der Kamera locker hier in meine Messenger-Bag mit rein, kann man gut transportieren. Und es ist extrem vielseitig. Also ich habe Landschaften damit gemacht, Porträts damit gemacht, also Familien- oder Paarporträts damit gemacht, Tiere damit fotografiert. Also eigentlich durch die Bank und selbst wenn ich mal ein bisschen mehr Bildwinkel brauchte weil die 70 dann doch zu lang waren dann habe ich halt ein kleines Panno gemacht oder so ein Brandeiser also einfach in zwei Reihen irgendwie ein Panno und dann hinterher zusammengestitcht, das geht völlig problemlos.

Also sehr sehr sehr easy ja genau, David sagt so ein Kilo knapp über ein Kilo, keine Ahnung das ist tatsächlich für die Brennweite und diese Lichtstärke echt wenig und, Ich habe tatsächlich, als ich mir diese Rubrik ausgedacht habe, gar nicht lange überlegen müssen, sondern das kam mir als erstes in den Sinn. Und das, obwohl ich mir ein paar von meinen älteren Objektiven, die ich sehr, sehr gerne mag, immer mal wieder drauf adaptiert habe. Also das 85.1.8, das 50.1.8. Liebe ich sehr vom Bildlook her, macht sehr viel Spaß. Aber wenn ich keinen Plan habe, was ich machen will und einfach losziehe, ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich das 70-200 drauf schnalle. Also das ist für mich mein liebstes Objektiv. Und so ein bisschen außer der Reihe natürlich auch das neu gekaufte, das habe ich ja im Jahr angeschafft, das 200-800mm, diese extrem lange Brennweite. Die ist schon ein bisschen schwerer, wobei sie für diese Brennweite auch durchaus tragbar ist. Die ist natürlich weit weg von kompakt aber hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht aber die hat schon sehr eingeschränkten Nutzbereich, ist halt ein super Täler an dieser Stelle hat mir ein paar tolle Bilder beschert so im Tierpark ist ganz toll aber ich denke mein Lieblingsobjektiv ist und bleibt weiterhin 70-200 also ja echter Allrounder.

Chris

Das ist es mit Sicherheit ja, Tja, also ich habe gerade noch mal geguckt vom Gewicht her, das 24 STM, das wiegt 125 Gramm wiegt.

Boris

Ja, also das ist quasi ein Federchen. Zweiter Akku.

Chris

Ja, genau. Nur nicht mal. Also das ist unglaublich, das Ding. Na gut.

Boris

Das ist schon geil. Der Griff an der Kamera ist ja dicker, als das Objektiv absteht hinterher. Das ist schon wild.

Chris

2,5 Zentimeter, glaube ich, hat das an Tiefe.

Boris

Es geht fast so tief in die Kamera, wie es vorne raussteht.

Chris

Ja, ungefähr schon. Ich habe gerade mal ein Bild davon in den Slack gepostet. Ja, gut. Lieblingsobjektiv. Hast du noch was?

Boris

Hast du noch eine Frage? Nächste Rubrik wäre im Rückblick das tollste Erlebnis.

Chris

Also im Fotokontext. Wie gesagt, das Jahr war nicht einfach außerhalb der Fotografie und deshalb habe ich tatsächlich alle fotografischen Dinge, wie jetzt die Reise, die Schwarzwaldgeschichte und so weiter zum Beispiel, extrem zu schätzen gewusst. Das war einfach mal so, jetzt mal wieder das, was mir wirklich Spaß macht. Und da, ja, das war kein so ein individuelles Ding, so ein Erlebnis, wo ich sage, ja genau, dieses eine knappe Ding war.

Mein Highlight, aber ich glaube, Klostergeister war es dieses Jahr tatsächlich so, als Veranstaltung. Diese Woche, das ist schon ein ist schon ein tolles Ding gewesen, vor allem, weil wir dieses Mal ja wirklich noch mal, an vielen Stellschrauben gedreht haben und was, Neues draus gemacht haben an vielen Ecken und das haben wir dann auch im Feedback gesehen, dass das unglaublich gut angekommen ist und dass damit ja, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind und den wir auch nächstes Jahr weiterführen werden. Also das war für mich so, ich bin diese Woche im Kloster mit euch da allen und so, das hat mir, enorm viel Power mitgegeben, enorm viel Antrieb mitgegeben, der das komplette Jahr im Prinzip angehalten hat. Also das war eine Vitaminspritze für mich. Normal habe ich ja mal den Workshop angesetzt als Vitaminspritze für alle, die das mit der Fotografie vielleicht irgendwie so ein bisschen durchhängen, die neue Inputs brauchen und so. Und ich habe ja, habe ich brutal viel mitgenommen. Das war eine schöne, runde Geschichte. Ich freue mich aufs nächste Mal. Mein schönstes Erlebnis. Ein Aufsatz nach den Sommerferien.

Boris

Bei mir ist es ganz ähnlich. Das Jahr würde ich im Großen und Ganzen als Scheißjahr abtun. Was so nebenher alles passiert ist. Ich bin selbst gesundheitlich nicht besonders fit. Da muss ich wirklich dran arbeiten und bei manchen Dingen weiß ich noch gar nicht, was es ist. Aber wird sich auch noch alles herausfinden. Beruflich bin ich extrem angespannt gewesen, allerdings hier mit sehr, sehr viel Spaß dabei, aber eben sehr, sehr viele Stunden, die dann eben wenig Zeit für Kreativität abseits der Softwareentwicklung gelassen haben. Die war tatsächlich aber auch nicht Fließbandarbeit, sondern eine sehr, sehr kreative Arbeit, die mir auch sehr viel Spaß gemacht hat. Aber eben kaum Zeit für Fotografie, schon gar für ernsthafte Fotografie. Deswegen gibt es bei mir nicht so dieses eine Erlebnis, was so heraussticht. Ich hatte sonst die Jahre über immer irgendwas, wo ich sagen kann, das war geil. Wenn ich an irgendwas ans Jahr denke, dann habe ich sofort irgendwie Gerüche oder Bilder im Kopf. Das habe ich dieses Jahr tatsächlich nicht.

Es ist eher so diese Summe dieser Dinge. Da gehört Klostergeister dazu. Das hast du gerade auch sehr schön gesagt. Das kann ich nur unterstreichen in allen Punkten. Endlich wieder Villa-Workshops. Das war auch toll, im kleinen Rahmen euch wieder kennenzulernen. Das hat mir sehr, sehr viel Schwung und Mut gegeben für die Zukunft. Das war toll. Aber du kannst, ich habe noch mal hier gerade einen Bildschirm von mir geteilt für den Videostream, wenn du das mal auf den Schirm bringen kannst. Es gab so ein paar Fotoerlebnisse, die eben doch bei mir hängen geblieben sind, die mir großen Spaß gemacht haben. Und dazu gehört eben zum Beispiel, dass ich bei klirrender Kälte losgezogen bin, auch eher so am Vormittag, so kurz nach dem Frühstück und zu Tanja gesagt habe, du, ich muss mal hier so einen Supertele ausprobieren. Da hatte ich ja leihweise so einen Sigma 150-600 hier und wollte das mit dem Micro Four Thirds vergleichen. Und bin dann raus hier zu uns an den Kiessee. Einen Weg gegangen, den ich noch nie gegangen bin. Ich musste erst mal gucken, wie ich da überhaupt hinkomme.

Bin ein bisschen da um den Kiessee gezogen. Hab halt ein paar Entenschwäne und was weiß ich nicht alles fotografiert. Aber dann, als ich eigentlich schon wieder nach Hause wollte und eigentlich war es auch ganz schön kalt, Da habe ich dann plötzlich schwarze Flecken gesehen. Na, Horizont ist übertrieben. Aber auf der Insel auf dem Kiesel.

Und dachte, das sind doch Adler. Das können doch keine Adler sein. Und dann kamen Passanten vorbei und fragten, ob ich den Seeadler gesehen hätte. Ich sagte, ja, dann habe ich den wohl gesehen. Und dann habe ich da halt noch extra Zeit verbracht und habe gewartet, bis der sich tatsächlich bewegt hat. Und habe dann festgestellt, es sind zwei. Und das war halt wirklich ein Pärchen. Und das war wirklich klasse, die brüten da und wir haben dann auch recherchiert in der Zeitung, im Jahr davor wurde tatsächlich eben ein Seeadler gesichtet und dann im Verlauf auch mal ein Pärchen, aber es war unklar, ob sie da sind und ich konnte jetzt quasi mit Fotobeweis bestätigen, jawohl, die sind da geblieben, die sind dort. Das sind alles keine brillanten Fotos weil halt gegen den knalle hellen Himmel und die tiefstehende Sonne, diese sehr dunklen Gefieder man kann kaum Zeichnung drin ausmachen aber das war einfach für mich ein wahnsinnig tolles Erlebnis an das ich gerne zurückdenke, dann haben wir natürlich mit unserem Pferd regelmäßig Spaziergänge gemacht jeden Tag ist irgendjemand von uns beim Pferd ich meistens dann am Donnerstag und am Wochenende sind wir in der Regel zusammen da.

Und es ist immer so, wenn die Stall-Saison endet, also im Winter stehen sie halt im Stall und auf dem Paddock, bevor es auf die Weide geht, muss man sinnvollerweise ein Tier in der Ernährung umstellen, nämlich von dem Raufutter wieder auf das saftige Gras und das sollten so ein Pferd nicht von einem Tag auf den anderen den ganzen Tag auf der Wiese stehen, weil dann kann es Bauchschmerzen kriegen. Also gibt es das sogenannte Angrasen oder Anweiden. Und dann geht man eben los und fängt mit einer Viertelstunde bis halbe Stunde fängt man dann irgendwann mal an. Und das steigert man dann langsam. Und damit das nicht so langweilig ist, verabredet man sich dann mit den Freundinnen, damit man gemeinsam loszieht. Und das haben wir auch gemacht. Und an einem Tag eben bei strömendem Regen. Es war Scheißwetter. Es war wirklich, wirklich kacke. Es hat geschüttet. Bindfäden. Und ich habe gesagt, scheiß drauf, ich nehme jetzt die Kamera mit und habe ein paar sehr, sehr geile Regenfotos gemacht von unserer Freundin mit Tier und natürlich von uns auch. Das war große Klasse. Dann habe ich mich sehr gefreut.

Eine gute Bekannte von uns am Stall wollte Fotos haben, weil ihr Pony Geburtstag hat, ist auch nicht mehr die jüngste, das Pony. Und dann wollte sie eben mit sich und dem Pony und mit der Familie ein paar Bilder haben. Und fragte, ob ich da Zeit habe. Und dann sind wir losgezogen und haben uns richtig Zeit genommen. Haben ein paar sehr, sehr schöne Porträts von denen gemacht.

Dann gab es neue Fohlen bei uns am Stall. Da sind wir auch immer gerne an den Weiden am Rumziehen und schauen uns dann eben die Jungtiere an. Haben auch ein paar schöne Momente gemacht. Viele von den Bildern, hier ist jetzt nur ein Auszug zu sehen, ist auch in einen Kalender gerutscht. Tanja hat wieder einen Kalender gemacht für die Stallbesitzer. Die haben sich schon wieder sehr bedankt und haben sich sehr gefreut über den neuen Kalender mit den Fohlenbildern. Dann habe ich mit Tanja mehrere Besuche gemacht im Wildpark, Saberburg in diesem Fall. Das haben wir jetzt so zu unserem Energietankziel quasi auserkoren. Da waren wir jetzt mehrfach das Jahr und ja, das war auch ein großer Spaß. Und da hatte ich natürlich auch das 200 bis 800 dann dabei und habe ein paar sehr schöne Tierfotos eingefangen. Ein oder zwei sind vielleicht dabei, die man an die Wand hängen könnte, aber auch hier ist es eher so die Serie. Ich hatte ja dann von unserem Sponsor dann mal ein Buch gemacht, ein Fotobuch mit den Bildern und das gefällt mir richtig gut. Also nicht das einzelne Bild, sondern eben die Serie. Das hat einen großen Spaß gemacht, da so eine Folge an Bildern zu machen, die irgendwie so ein bisschen die Stimmung vermitteln und hat mir sehr viel Energie gegeben, das Jahr.

Dann hat sich noch eine auch bekannte Familie von uns gemeldet, die wollten für die Familie mit dem Hund ein paar Fotos gemacht haben, der Hund schon sehr alt, weiß nicht, ob er jetzt noch lebt, aber sie wollten ein paar schöne Erinnerungen haben mit dem Hund, haben wir sehr, sehr viele Tierfotos gemacht, also sehr viele Fotos vom Hund alleine und mit den einzelnen Familienmitgliedern, aber eben auch ein paar sehr, sehr schöne Gruppenbilder, sehr überraschend in einem sehr schattigen Waldstück, Was aber unglaublich gutes Licht und sehr, sehr schöne Farben an dieser Stelle gegeben hat. Da waren wir alle sehr begeistert. Also nicht nur die Familie, sondern auch ich. War ein schöner Fotospot. Das hat auch sehr viel Spaß gemacht, den Tag.

Dann bin ich wieder ein bisschen mehr casual unterwegs gewesen. Ich hatte ja berichtet, dass ich so ein bisschen so ein Antriebsproblem hatte mit der Fotografie. Das hat sich ein bisschen wieder gelockert. Und so bin ich dann einfach mal losgezogen. Und als wir zum Pferd gefahren sind, habe ich gesagt, hey, ist schon später Abend, ich nehme einfach mal die Kamera mit. Wir haben ja keine Termine mehr. Und da sind mir ein paar sehr, sehr schöne Bilder gelungen, unter anderem hier von dem Vater vom Stallbetreiber mit seinen Tieren. Eine sehr, sehr schöne Erinnerung, über die er sich sicherlich noch sehr freuen wird. Da werden wir ihm noch Abzüge von geben oder vielleicht auch ein Bild für die Wand mal ausdrucken. Und ja, das Pferd unten von Bekannten von uns einfach mal im Galopp erwischt, ist einfach mal losgaloppiert, einfach mal so, weil es zu den anderen wollte und ich war zufällig da. Hat Spaß gemacht. Und zum Abschluss noch der Herbst. Meine Güte, was hat dieser Herbst wieder für bombastische Farben dieses Jahr gehabt? In diesem Fall auch wieder Herbstbilder da aus dem Tierpark Sauberburg.

Ich liebe das. Also wenn du so einzelne Bäume hast, die dieses gelb-rot-braun haben, aber du hast im Hintergrund noch weiterhin grüne Bäume stehen. Das ist so toll von den Farbkontrasten her, was da rauszuholen ist. Die Baumalleen mit ihren Herbstfarben, wo viele Blätter schon am Boden liegen und dann eben auch solche Lichtreflexe geben, solche Farbpunkte geben. Es ist, ja, also das hat mein Herz ein wenig erwärmt beim Bearbeiten. Also ich kann nicht sagen, dass ich dieses eine Erlebnis hatte, sondern es ist so ein bisschen eben diese Summe. Und vielleicht, wenn ich es auf ein Meta-Erlebnis ziehen sollte, dann vielleicht doch dieses Rückfinden zum Spaß an der Fotografie. Weil das hat mich tatsächlich sehr angeknabbert und ich denke, das kam durch die sehr, sehr arbeitsreichen Monate. Und als der Knoten wieder so ein bisschen geplatzt ist, einfach mal wieder zu sagen, mach mal wieder Fotos und freu dich dran und dass das funktioniert hat, das hat mir viel gegeben. dieses Jahr.

Chris

Tja, sehr schön. Ja, Fotografie ist tatsächlich, ist ja auch fast schon ein bisschen Fototherapie. Also da kann man ja tatsächlich auch, da sind immer so viele Kanäle, auf denen Sachen in einen reinprasseln oder die man gar nicht mehr ruhig kriegt manchmal. Also das passiert da, wenn du viel arbeitest oder sonst halt Dinge hast, die dir gerade im Kopf rumgehen, die dich beschäftigen und manchmal ist es dann echt toll, was zu haben, was dann einfach so ein bisschen Ruhe schafft, so im Kopf Ruhe schafft.

Das finde ich schön. Der Fotografie eignet sich da wirklich gut, wenn man sie dann auch einigermaßen intensiv betreibt. Also Knipsen ist ein anderes Ding, als sich halt wirklich mal die Zeit nehmen und mal zu fotografieren, sich zu überlegen, sich Gedanken zu machen, sich irgendwie der Sache hingeben und die Sache auch wirklich mal so als einziges zu betreiben. Das Problem, was wir heute ja ganz oft haben, ist, dass wir ganz viele Dinge parallel tun. Also der Spaziergang, aber mit einem Podcast auf dem Ohr oder sich mal einer Sache widmen und die dann wirklich zu tun. Ja, dann fotografierst du dein Smartphone und dann kommt da halt eine Notification rein, weil es keine dedizierte Kamera ist. Und einfach nur mit dieser Kamera losgehen, den Rest einfach abschalten, vielleicht mal das Gerät im Auto lassen, das kleine Rechteck. Das ist unser Ablenkerchen. Dann hast du plötzlich halt, ja, dann bist du in einer anderen Welt und dann kannst du dich auch wirklich...

Boris

Mit allen Sinnen dabei sein.

Chris

Mit allen Sinnen dabei, genau. Das ist so eine Achtsamkeitssache. Haben wir ja auch beim Klostergeister drüber geredet. Es ist ein Unterschied. Es gibt sogar mittlerweile eine Untersuchung. Ein Smartphone will Aufmerksamkeit. Das wissen wir. Aber das will sogar Aufmerksamkeit, wenn es auf dem Tisch liegt und ausgeschaltet ist. Selbst dann ist ein Teil deiner Aufmerksamkeit bei diesem Gerät.

Boris

Du kennst Loriot mit dem Fernseher. Ich gucke nur rein zufällig in diese Richtung, dem kaputten Fernseher.

Chris

Es ist der Drang.

Boris

Dass man eben doch hingucken will. Dass man sich doch damit beschäftigen will.

Chris

Ja, das ist so. Das ist so.

Boris

Einer der Knotenlöser war vielleicht auch einfach mit allen Sinn mal dabei zu sein und wirklich abzuschalten. Vielleicht auch mal ohne Termin loszuziehen und vor allen Dingen, das war so ein Knotenpunkt bei mir, nicht unbedingt am selben Abend die Bilder fertig haben zu müssen, sondern zu sagen, mir ging es jetzt ums Fotografieren, vorrangig und erst sekundär ums eigentliche Bild. So konnte ich eben sagen, ich hatte jetzt Spaß am Fotografieren, ich habe das Bild ja am Sucher gesehen oder ich kann es mir auf der Kamera angucken beim Essen, aber ich habe sie nicht unbedingt am selben Tag bearbeitet. Manchmal Da lagen die mehrere Tage oder Wochen da, bis ich sie dann tatsächlich mal eingelesen und dann aussortiert habe. Und dann habe ich irgendwann wieder Tage später die Bearbeitung gemacht. Mir diesen Druck zu nehmen und zu sagen, es muss nicht sofort fertig sein, das hat geholfen. Geht natürlich bei Aufträgen nicht, aber da habe ich auch ein anderes Adrenalinpegel.

Chris

Ich sage mal, die wenigsten, die hier zuhören, betreiben das ja als Business, sondern das ist ja eigentlich Hobby, Ablenkung, Spaß am Kreativsein. Und damit ist es was anderes. Wenn du es nicht tun musst, dann ist es was anderes. Schön.

Boris

Ja, und zum Schluss hatte ich mir noch die Frage gestellt, gibt es ein liebstes Foto des Jahres? Gibt es so dieses eine Bild?

Chris

Ich habe ja die Fragen vorher gesehen und bin also nicht ganz unvorbereitet und ich habe dann überlegt, bin auch durch meine Bilder durchgegangen und zwar nicht nur mit der richtigen Kamera, sondern halt auch Schnappschüsse, iPhone-Bilder und so weiter. Ich habe Gott sei Dank immer noch eine relativ gute Ordnung in dem Zeug drin. Also auf iPhone-Seite sind die Sachen zumindest mal geherzt. Da finde ich die relativ schnell wieder. Die Bilder, von denen ich denke, ja, das ist ein Bild, an das ich mal wieder irgendwie rankommen möchte. Da kannst du ja auch mittlerweile dank KI nach Ort und Inhalten und Menschen und so weiter suchen. Aber eben auch in Lightroom, meine Metadatenpflege ist immer noch sehr gut und damit habe ich auch relativ schnell dann mal alle meine Fünf-Sterne-Bilder raus und bin dann darüber gegangen. Und ich bin tatsächlich an einem Bild, ich bin an einem, ich zeige es jetzt einfach mal hier, ich bin an diesem Bild hängen geblieben.

Boris

Oh, sehr schön. Beschreib mal.

Chris

Und was sehen wir? Wir sehen eine Szene aus Colmar. Colmar, Frankreich. Da war ich eben in diesem Schwarzwald-Kontext, weil das ist im Elsatz, quasi auf der anderen Seite vom Rhein. Und das ist in der Altstadt und das wird so als Little Venice, Klein Venedig wird das bezeichnet. Das ist halt so eine Ecke, da sind so Kanäle und dann sind da alte Fachwerkhäuser und wenn das dann etwas dunkler wird, dann hast du halt ja, dann gehen die Straßenlichter an und dann hast du die, die Reflektionen im Kanal und es ist irgendwie eine sehr idyllische, schwarzwaldartige Szene, Schwarzwald-Elsa-Szene da unten. Und der Grund, warum das, ich weiß nicht, ob das jetzt wirklich das Lieblingsbild ist, aber ein Grund, warum ich das Bild so sehr mag, ist, weil ich genau weiß, dass dieses Bild.

Etwas anders war, als ich es fotografiert habe. Und zwar ist das im Zuge dieser Weihnachtsmärkte-Tour gewesen. Und Colmar ist halt voll von Weihnachtsmärkten. Da haben also wirklich an jeder Ecke, ich glaube, lass es 20 sein oder so, so kleine Ansammlungen von irgendwelchen Hütten und Häuschen und ganz viele Menschen. Und da ist also richtig was los, wenn du da fotografieren willst. Und da waren halt einfach unglaublich Menschen auf diesem Bild. Aber das kommt jetzt so einsam daher, so leer daher. Das ist halt so eine ruhige Szene eigentlich. Die ist auch richtig aufgebrezelt, also was Kontrasten so angeht. Es war nicht so duster, es war noch ein bisschen hell auf dem Bild. Also ich habe das alles noch ein bisschen runtergezogen, habe die Lichter in den Häusern ein bisschen hochgezogen. Das hat auch eine Künstlichkeit, dieses Bild. Aber das war mir dann relativ egal, weil mir ging es erst mal auch darum, was das so an Stimmung auslösen kann. Und ich habe halt wirklich einmal in die Toolkiste gegriffen, also mehrfach in die Toolkiste gegriffen, dass es nur so kracht. Und Menschen entfernen ist halt heute ... Ist halt heute nicht mehr so das große Thema. Also die Leute hatte ich da in zehn Minuten raus. Und da waren mal locker 30 Leute auf dem Bild entlang des Kanals.

Dazu ist es noch ein Panorama. Also es besteht aus drei Bildern und so weiter. Also da ist einfach, da ist eine Menge Zeug reingeflossen. Und es ist halt, ja, irgendwie war ich, bin ich relativ stolz auf das Bild, weil ich das Bild machen wollte. Also ich habe im Vorfeld schon gewusst, wo ich hin will und habe das dann auch entsprechend angelegt, damit ich das hinterher draus machen kann. Das war also so eine Kombination aus, ich habe eine Vision, ich weiß, wo ich hin will, ich bin dort, ich finde das auch so vor, wie ich das mir vorstelle. Das war auch nicht das erste Mal, dass ich an der Stelle war. Ich warte, bis die Situation richtig ist, aber um Gottes Willen die ganzen Leute, naja, da werde ich nachher arbeiten müssen. Aber gut, machen wir mal. Und ja, es ist am Ende halt dann doch, da ist schon eine gute Stunde Arbeit, ist da reingeflossen. Aber ja, das war so eine ganz interessante Übung. Und dann auch so ein bisschen stolz, dieses, ja, ich kann es ja doch. Also ich weiß, wo ich hin will und ich bin genau da gelandet, wo ich hin wollte. und da ist also quasi der Zufall ist da nicht drin, sondern das ist so wie es ist, ist es beabsichtigt.

Boris

Cool.

Chris

Tja.

Boris

Ja, nicht schlecht.

Chris

So ist das.

Boris

Tja. Ja, bei mir ist es so, ich habe von 20...

Chris

Hast du was zum Scheren?

Boris

Ich habe 2025 kein Bild, wo ich sagen würde, das war so mein Bild. Die anderen habe ich euch gerade gezeigt im Videostream. Da habt ihr ein paar Bilder gesehen. Ich könnte nicht einen davon rauswählen. Das sind so ein paar meiner Favoriten Bilder vom Jahr gewesen, die ich da zusammengefasst habe. Aber ich hätte jetzt nicht das eine. Und das ist auch ein bisschen verwunderlich, weil sonst habe ich schon so ein Bild, wo ich sage, das war dieses Jahr doch das Foto. Das muss auf jeden Fall in den nächsten Kalender oder das sollte ich mir mal ausdrucken, an die Wand hängen. Da hatte ich immer mal so ein oder zwei Bilder, wo ich gesagt habe, das war es eigentlich. 25 war so eins nicht dabei. Die Bilder, die ich im Kopf habe, sind halt die von den Seeadlern, weil es einfach eine sehr, sehr schöne Situation war. Aber die sind rein technisch jetzt nicht so, dass ich sie jetzt ausdrucken und an die Wand hängen würde.

Ist aber wahrscheinlich auch ein bisschen eben dieser Fotohemmung oder Fotofrustration zu schulden. Dass ich am Ende halt sehr gerne die Fotos gemacht habe, aber nicht so sehr aufs Bild, auf das Ergebnis fixiert war. Also ich bin jetzt wenig mit einer Absicht losgegangen. Von den Aufträgen jetzt mal abgesehen, da gibt es schon ein paar Lieblinge, die ich da habe, die mir, wie ich finde, mir gut geglückt sind, da bei dem Auftrag. Aber es ist jetzt nichts, was ich mir jetzt hier in die Wohnung hänge. Das sollen die sich in ihre Wohnung hängen. Aber sonst bin ich eben schon mal losgegangen und habe gesagt, hey, ich habe in meinem Kopf ein Hochformatbild von der Weide oder von dem Baum da am Waldrand. Und dann bin ich immer mal wieder hin an verschiedenen Tagen mit verschiedenen Himmeln und verschiedenen Lichtstimmungen. Habe ich 25 alles nicht gemacht. Aber wie gesagt, war in Summe für mich auch eher so hinter den Kulissen ein Scheißjahr. Und insofern bin ich eigentlich eher froh, dass ich überhaupt Motive habe und mein Lieblingsbild ist halt eigentlich mein Lieblingsbuch und das ist das, was ich eben beim Sponsor gemacht habe.

Da habe ich eben hier so ein Tierpark-Saberburg-Buch gemacht. Und da habe ich eben schon so ein paar Lieblinge rausgenommen. Und es ist dann eben einfach, es ist die Serie, es ist halt die Kombination der Bilder. Dieses Erlebnis, diesen Ausflug eben noch mal Revue passieren zu lassen.

Welche Richtung? Da. Und so weiter und so fort. Das ist einfach sehr, sehr schön.

Chris

Ich glaube generell macht das ja total viel aus, wenn du ein Bild wirklich mal anfassen kannst also wenn du es, physisch ist, wenn es in der Welt ist, wenn es nicht nur irgendwo auf einer Wolke liegt, das macht total viel aus das ist es fühlt sich anders an.

Boris

Wir waren mal im Schmetterlingpark und haben ein paar Schmetterlinge und Raupen und was weiß ich nicht alles fotografiert und dann habe ich mir eben mal so eine Karte drucken lassen und die liegt hier. Eigentlich war das nur ein Test, aber ich habe mir natürlich so ein bisschen die Lieblinge rausgenommen, die mir ganz gut gefallen haben. Und seit die hier liegt, ich nehme die nicht weg. Ich gucke sie gerne an, aber es ist jetzt nicht dieses eine Bild, sondern es ist auch wieder die Kombination. Es ist die Serie. Ja, so war das bei mir. Ich bin mal gespannt, wie das 26 weitergeht. Mal gucken. Beruflich wird sich wenig ändern. Es ist viel zu tun, aber Aber da mein Fotoknoten irgendwie wieder geplatzt ist, schauen wir mal, was passiert. Ich habe ja so ein paar Ideen. Es sind ja bei uns so um die Weiden rum, gibt es ja so ein paar alleinstehende Bäume, so diese solitäre oder die halt zu zweit oder zu dritt stehen. Irgendwie kneift es mich jedes Mal, wenn ich da langgehe. Die müsste man noch mal so richtig ins Porträt setzen können. So ein richtiges Porträt von diesen einzelnen Bäumen oder von diesen Pärchen, diesen Baumpärchen machen. Und das wieder so als Serie aufzuziehen, als Kombination, um irgendwie nicht ein Tryptychon oder sowas für die Wand zu haben. Tryptychon von drei Solitären oder sowas. Vielleicht gehe ich das mal 2026 an oder vielleicht mache ich auch was völlig anderes. Wir werden sehen.

Chris

Tja.

Boris

Aber Ideen sind wieder da. Das ist das Wichtige.

Chris

Und solltet ihr was Interessantes, Tolles, Schönes über euer Lieblingsbild oder sonst was für 2025, noch haben, dann ja happyshooting.de slash hi da könnt ihr uns gerne mal was in die in unser System werfen und vielleicht kommt es euch auf die Sendung, Ja, schön, schön.

Boris

Klaus kommentiert übrigens gerade, interessant, wie viel Erlebnis und wie wenig objektive Kriterien das beste Bild begründet. Ja, das ist halt tatsächlich so. Also für mich ist eben ein Foto genau das, was ich auch wünsche, dass meine Fotos, die ich im Auftrag für andere mache, für die Empfänger sind. Nämlich ein Einfangen eines Ereignisses, eines Erlebnisses, ein Wiederhervorrufen von Gerüchen, von Sinnen, von Wahrnehmung, von dieser Situation. Sei es jetzt eine Hochzeit, eine Konfirmation, Kommunion oder jetzt eben hier Geburtstag vom Pferd oder ein sehr alter Hund, an den man in der Familie sehr gerne nochmal denken möchte. Und ich hoffe immer, dass mit diesen Bildern eben, dass ich diesen Spaß vermitteln kann oder diese Freude an diese Situation. Und mir selbst geht es aber auch so. Also natürlich freue ich mich, wenn ein Foto technisch gelungen ist oder das Licht perfekt ist. Aber im Grunde genommen ist ein gutes Foto für mich eins, wo ich drauf gucke und dann das wie so einen Klick im Kopf macht und ich wieder da bin. Und ich wieder fühle, wie es da vor Ort war.

Chris

Objektive Kriterien für ein Bild kann man natürlich ansetzen. Klar kann man das tun. Schärfe, Belichtung, Farben, Auflösung und so weiter sind alles sehr objektive und messbare Kriterien.

Das Problem ist nur, wenn das Bild keine, also ich sag mal im Extreme, das Bild langweilig ist, dann spielt es überhaupt keine Rolle. Wenn das Bild super scharf und toll belichtet und perfekte Farben hat und, die höchste Auflösung und das beste Objektiv und die schönsten Sunbursts hat oder sowas, wird das nichts dann ändern, dass das Bild langweilig ist, dass es keine Emotion hervorruft. Und das ist was, was ich ganz schwierig und lange lernen musste, dass ein gutes Bild so ein völlig, wie sagt man in Englisch, ein elusive thing ist. Also das ist nicht greifbar, das ist ganz schwer greifbar. Was ist das gute Bild? Wann ist ein Bild gut? Und vor allem ist jedes Bild für jemand anderen gut? Also du entscheidest nicht, ob das Bild gut ist, was du machst, sondern die Menschen, die dein Bild betrachten, werden entscheiden, ob es ein gutes Bild ist. Und die entscheiden das aus ihren eigenen Gründen. Die haben ihre eigene Konditionierung und die haben ihre eigenen Erlebnisse, die haben ihre eigenen Dinge im Kopf, Erlebnisse im Kopf oder im Gefühl.

An die du durch diese Bilder, die du machst, in irgendeiner Form möglicherweise andocken kannst oder halt auch nicht. und deshalb bist du der winzigste Teil vom Bild. Du entscheidest überhaupt nichts, ob das Bild gut ist oder nicht, sondern du kannst das bewusst machen, indem du weißt, was dein Empfänger was, indem du den Empfänger gut kennst.

Boris

Wenn du weißt, wie die Zielgruppe tickt, dann kannst du das natürlich ein bisschen steuern.

Chris

Du musst immer für eine Zielgruppe schießen, wenn dein Ziel ist, dass das Bild dann auch andockt. Ja und für einen selbst bei dir mag das ja bei einem selbst mag das Bild durchaus andocken, wenn es besonders scharf ist und so weiter weil einem das wichtig ist, aber die Erfahrung zeigt halt, dass, 98% der Menschen da draußen, denen ist das völlig egal.

Boris

Oder eben genau auch nicht. Und das meine ich eben mit diesen Emotionen wiedererwecken. Also diese Bilder von den Seeadlern, die sind technisch nicht besonders brillant.

Chris

Aber sie bedeuten was für dich.

Boris

Sie bedeuten mir etwas. Und wenn ich diese Bilder angucke, und die sind, glaube ich, im Januar, Februar gemacht. Ich müsste noch mal gucken. Also jedenfalls früh im Jahr. Es war scheiße kalt noch. Und ich kann mich jetzt noch genau erinnern, wo ich da langgegangen bin, wo ich da gestanden habe, welche Handschuhe ich anhatte, wie sich das angefühlt hat mit diesen zwei Kameras und den langen Teles da rumzulaufen, wie ich da gestanden habe, wie ich hin und her gewetzt bin, um den richtigen Blickwinkel zu kriegen, bevor sie dann weggeflogen sind. Das alles habe ich noch komplett abrufbereit, wenn ich diese Bilder wieder sehe. Und das kann ich nicht von vielen meiner Fotos sagen. Ich weiß bei allen ungefähr, wo es war, aber so eine emotionale Verbindung habe ich nur mit diesen Bildern in diesem Jahr. Deswegen könnte man fast sagen, das ist mein bestes Bild, auch wenn es technisch das miserabelste ist.

Ganz interessant. Ist übrigens auch etwas, was Jürgen gemacht hat für seine Ausstellung in Frankreich mit diesen Strandbildern, quasi mit den Streetfotos am Strand. Das hat er ja uns an einer kleinen Gruppe von Leuten beim Workshop bei Klostergeistern, hat er uns die Bilder gezeigt, so seine Vorauswahl und hat einfach mal wirken lassen und hat Kommentare entgegengenommen. Welche Bilder haben bei uns angedockt als Empfänger? Und das war interessant, weil bei vielen Bildern war es tatsächlich so, dass er das vorausgesehen hat, das glaube ich, das wird ankommen, das wird nicht ankommen, aber es waren auch Überraschungen dabei und das sind dann die Momente, da haben sich interessante Diskussionen dann um die Inhalte, um die Bilder, um die Machart, um die Situation ergeben. Das war sehr, sehr spannend. Also das kann ich empfehlen. Also Jürgen, das war eine super Idee und ich glaube, wer mal vor hat, eine Ausstellung oder sowas zu machen, geht mal in euren Bekanntenkreis und präsentiert mal eine größere Auswahl und fangt mal ehrliches Feedback ein. Das kann spannend sein.

Chris

Und jetzt ist ganz wichtig, das was wir sagen, ist nicht, dass Technik unwichtig ist für ein Bild, sondern Technik ist dann wichtig, wenn du ein Bild hinbekommen möchtest. Du brauchst eine Grundlage dafür, die Technik steht im Dienste deiner Idee, deiner Vision. Und manchmal ist es sogar ganz wichtig, dass man technisch wirklich gut drauf ist, zum Beispiel, wenn man mal sowas wie eine Sonnenfensternis fotografieren möchte. Und da haben wir eine Frage bekommen dazu und zwar von, wer war es?

Boris

Daniela?

Chris

Genau. Und zwar hat sie gesagt, da ich mitten in der Urlaubsplanung bin, würde ich mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit nochmal über Fotos bei Sonnenfinsternis sprechen würdet.

Boris

Und ich so, ja können wir ja machen, aber was hat das jetzt mit der Urlaubsplanung zu tun? Und dann habe ich erstmal eine Suchmaschine bemüht und habe erfahren, ach, 2026, am 12. August haben wir eine totale Sonnenfinsternis.

Chris

Nee, wir haben die nicht. Wir haben die nicht.

Boris

Dieser Planet hat sie sehr wohl und immerhin in Europa, denn in Spanien ist sie zu sehen, allerdings auch in Island und in Grönland. Aber ich denke mal, dass Daniela plant, nach Spanien zu fahren.

Chris

Weißt du doch nicht.

Boris

Ich vermute es.

Chris

Weißt du doch nicht.

Boris

Daniela kann ja mal schreiben. Grönland wäre doch ganz cool. Genau. Warum nicht? Wir verlinken mal die Wikipedia-Seite zur Sonnenfinsternis. Da kann man sich dann, wenn du da ein bisschen weiter runter scrollst, dann siehst du so eine, wie soll ich sagen? eine Landkarte, sagt man. Und da, wenn du da klickst, dann siehst du den Totalitätsbalken ganz gut. Genau. Da muss man ein bisschen verschieben. Sehr große Karte. Aber auf der Wikipedia-Seite, wenn ihr das mal selber aufmacht, da seht ihr den Balken bei dir jetzt da links oben.

Chris

Ich glaube, das ist diese ... Ich kenne mich mit ... Das ist Wikipedia. Schau mal, so sieht sie aus.

Boris

So wird sie aussehen. Ja, also da kann man sehen ...

Chris

Ach, hier oben, da. Das da oben jetzt.

Boris

Ja, und dann geht das in so einen Bogen da runter. und streift dann über Spanien. Du müsstest jetzt quasi irgendwie nach rechts scrollen.

Chris

Ich kann nicht scrollen. Es ist alles kaputt. Kann ich nicht, wenn ich hier irgendeine Taste... Das geht, nein. Ah, ich kann es mit der Tastatur machen. Ah, jetzt.

Boris

Jetzt sehen wir da über der Landkarte eben diesen Totalitätsbalken, wo eben diese Sonnenfinsternis zu sehen ist. Du siehst da unten am unteren Zipfel, da ist es über Spanien zu sehen. Und das alles zwischen 18 Uhr und 19 Uhr, zumindest da in diesem Bereich Spanien.

Chris

Ich nehme halt den Link von David. David hat gesagt, der machte uns mal hier.

Boris

Ja, sehr schön. Einmal an der Ostküste von Grönland entlang, dann streift es Island und dann knallt es einmal quer über Spanien rüber. Also ich nehme an, dass irgendwo in diesem Bereich da möchte Daniela hin. Und ja, der Ort ist eben auch schon einer dieser wichtigen Aspekte, wenn man eine Sonnenfinsternis fotografieren will. Ich hatte ja nur einmal die Chance, ich glaube es war 1999, wo wir das hier in Deutschland hatten, in Süddeutschland. Das war auch ein Akt, da hinzukommen, weil die Straßen dann völlig verstopft waren, je näher man dieser Totalitätszone gekommen ist. Und man möchte ja, wenn man eine Sonnenfinsternis erlebt, auch eben die totale Sonnenfinsternis erleben, weil, das musste ich auch lernen oder auch selbst erleben.

Egal wie stark diese Sonne angeknabbert ist und wenn sie wirklich nur eine hauchdünne Sichel am Himmel ist, ist es trotzdem taghell. Das ist zwar beeindruckend, dass man nur so eine brennende Sichel am Himmel hängen hat, aber ich sage euch Leute, wenn die Sonne dann komplett verdeckt ist, Diese letzten Mühe bei der Abdeckung, wenn ihr da zum Horizont guckt und ihr seht den Schatten auf euch zurasen, wenn ihr irgendwie die Gelegenheit habt, dass ihr irgendwie ein weites Tal habt, in das ihr gerade gucken könnt, was ich zu dem Zeitpunkt glücklicherweise hatte, das ist einfach ein Erlebnis, das bringt Gänsehaut schon, wenn man wieder dran denkt, wie ich jedenfalls. Und diese totale Sonnenfinsternis, die ist eben nur in einem ganz schmalen Korridor zu sehen. Da muss man wirklich genau gucken auf solchen Karten, auf solchen Vorhersagen, wo wird das genau durchlaufen. Und ihr solltet versuchen, so dicht wie möglich in die Mitte von dieser Totalität zu kommen. Nicht nur ganz an den Rand, dann habt ihr für ein paar Sekunden eine totale Sonnenfinsternis, hübsch, aber mitten rein. dann könnt ihr so eine Minute, anderthalb Minuten, ich glaube bis zu zwei Minuten, tatsächlich eine totale Sonnenfinsternis erleben. Und das ist einfach schwer beeindruckend. ja.

Chris

Das ist es und ich habe hier, es gibt ja so zwei, drei Videos von Smarter Every Day. Wir verlinken mal eins in den Shownotes von Destin, der so Nerdsachen macht und der hat das eben auch getan, hat eine, fotografiert und hat dann also wirklich, ich glaube, vier Kameras jongliert und mit Stativen und Timer und was weiß ich und ein Riesending mit einer Gruppe von anderen Menschen, die auch mit ihren Teleskopen, mit Sonnenfiltern und so weiter unterwegs waren. Ja, Der hat ganz schön geschwitzt und hat am Ende gar nicht so viel Erlebnis gehabt, sondern mehr so, oh Gott, kriege ich das jetzt alles hin und hat auch Fehler gemacht dabei und was weiß ich. Aber da kriegt man viel mit über die Technik, die man da vielleicht einsetzen kann oder möchte.

Boris

Das ist vielleicht ein Tipp, den man auch noch geben kann, weil für die meisten von uns wird so eine totale Sonnenfinsternis ein einmaliges Erlebnis sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass man es in seiner Nähe nochmal erlebt, die ist eher gering. Von daher könnte ich vielleicht auch sagen ja, wenn ihr es fotografieren wollt dann versucht es halt aber genießt den Augenblick also ich habe mir die Fotos von damals die ich da gemacht habe gar nicht mehr wirklich angeguckt die sind qualitativ nicht besonders toll die Kameras waren damals nicht so wirklich auf der Höhe, aber ich erinnere mich gerne an diese Zeit und von daher genießt diesen Augenblick und wenn ihr es halt fotografieren wollt dann übt es vielleicht vorher einfach mal, das kann man ja auch ohne, dass es eine Sonnenfinsternis gibt, kann man ja mal üben. Also wie fotografiere ich?

Chris

Die Sonne fotografieren mit den richtigen Filtern und so.

Boris

Genau, wie fotografiere ich denn in die Sonne rein? Weil ihr wollt ja dann nicht nur die Totalität fotografieren, sondern ihr wollt ja eben auch den Weg dorthin vielleicht begleiten. Und ganz wichtig, schaut niemals ohne irgendeinen ausreichenden Schutz in die Sonne. richtet auch niemals ohne irgendeinen ausreichenden Schutz eure Kamera direkt in die Sonne. Es gibt spezielle Filter dafür, die sind nicht teuer. Es gibt einfache Folien dafür, solche Sonnenfotofolien.

Chris

Der David hat sich mit dem Thema sehr intensiv beschäftigt und schreibt Bader Sonnenfilter, nichts anderes nutzen. B-A-A-D-E-R Sonnenfilter. Geben wir mal so weiter hier.

Boris

Geben wir so weiter, ungetestet. Für eure Augen auf jeden Fall gibt es schon günstigen Schutz. Diese einfachen Pappbrillen mit dieser Schutzfolie drin, diese spiegelnde Folie. Das ist auf jeden Fall wichtig für euch. Und schützt eure Kamera bitte entsprechend. Da informiert ihr euch bitte. Das muss nicht super teuer sein. Das ist kein super Hightech.

Chris

Also hier die Bada Planetarium Sonnenfilter sind hier Folien. Die kannst du hier vor ein Teleskop machen für ein paar und 20 Euro. Da gibt es sicher auch nochmal unterschiedliche aber so Sicherheitsfolie, die dann halt entsprechend das sind dann diese Silberfolien, die man auch von diesen Sonnenfinsterns Brillen kennt im Prinzip. Die bringen dann schon die Ehrlichkeit so runter, dass man das dann dadurch anschauen kann und auch der Kamera nicht wehtut damit oder dem Sensor nicht wehtut damit.

Boris

So ist das. Wenn die Totalität dann erreicht ist und ihr dann wirklich nur noch außenrum diese Corona habt, diese Sonnenausbrüche und sowas, dann könnt ihr den Filter kurzzeitig abnehmen. Nein, keine Rettungsdecke nutzen.

Chris

Schreibt David. Keine Rettungsdecke. Die sieht auch so aus, aber ist was komplett anderes.

Boris

Ja, auf keinen Fall vor die Augen nehmen und dann da durchgucken. Ich habe es vor der Kamera schon gemacht mit der Rettungsdecke, weil es einfach ein starker Filter war. Das hat dann auch funktioniert, aber nicht mit dem Auge da durchgucken. Ja, wenn die Kamera am Arsch gewesen wäre, wäre es halt meine Schuld gewesen.

Chris

Ja. Hör auf David. Hör auf David.

Boris

Genau. Also hört nicht auf mich, hört auf David. Nimmt nicht die Rettungsdecke, nimmt diesen zum Beispiel Bader. Sucht einfach da. Ihr findet die wirklich überall. Das ist nicht teuer. Und Augenlicht kaputt oder Kamera zerstört, beides schlechte Optionen.

Chris

Aber eine schlechter als die andere.

Boris

Nicht so schön. Ja, und Motive gibt es natürlich einige zu holen an der Stelle. Also natürlich ganz offensichtlich kurz vor und kurz nach der Totalität. Wenn der Mond den Blick auf die Sonne wieder etwas freigibt, dann hast du halt an einem Punkt an diesem Kreisradius die Sonne hervorblitzen. Und dann sieht das Ganze eben aus wie so ein Diamantring. Das sind natürlich beliebte Motive. Das ist natürlich eine Frage des Timings. Da habt ihr wirklich nur ein paar Sekunden dafür. Also da müsstet ihr euch dann bereithalten. Dann natürlich bei der vollständigen Totalität, dann kannst du eben am Ring außen diese Sonnenausbrüche beobachten. Das hängt allerdings von der Brennweite ab, die du dabei hast. Aufs Kleinbildformat bezogen mit 2000 mm, also 2 m Brennweite, habt ihr die Sonne bildfüllend, also vollständig auf dem Bild. Und bei 1000 Millimeter, so ein klassisches Super-Tele, Da bräuchtet ihr dann halt eine Micro Four Thirds Kamera, dann ist sie auch da bildfüllend. Ansonsten halt ein bisschen mehr Wolken drumherum, die ist immer noch groß. Aber ich denke so deutlich unter 1000 Millimeter, wenn ihr diesen Ring haben wollt, würde ich sagen, ist schon schwierig. Lässt sich natürlich alles mit höherer Auflösung wettmachen, das ist klar.

Und mit weniger Brennweite könnt ihr natürlich den Verlauf protokollieren. Also wie die Sonne eben über den Himmel den Bogen zieht und dabei immer weiter angeknabbert wird, bis sie vollständig weg ist und dann wieder freigegeben wird. Da könnt ihr halt im Abstand von einigen Minuten eben Fotos machen und dann hinterher auswählen, welche ihr zusammentun wollt. Und dann habt ihr eben noch ein bisschen Vordergrund mit dabei, ein bisschen Landschaft. Das glaube ich ist erstmal schwer vorher zu planen weil das wichtigste Ziel ist ja erstmal wo fahre ich denn eigentlich hin um möglichst im Kernschatten zu sein, und sich jetzt den gesamten Weg über den Kernschatten auf der Karte anzugucken um zu schauen wo denn vielleicht eine interessante Fotolocation ist, Kann man machen, wäre ich wahrscheinlich zu faul dafür, aber wenn ihr vor Ort irgendwie ein paar Optionen habt und ihr habt die Option irgendwie in der Straßengasse zu stehen oder vielleicht doch mal ein paar Meter aus der Stadt oder aus dem Dorf raus zu gehen auf einen erhöhten Standpunkt, wo ihr irgendwie ins Tal blicken könnt oder wo ihr eine schöne Kirche im Vordergrund habt oder irgendwie so etwas oder ein Baum oder weiß der Geier, was euch halt dann gerade auffällt und was gefällt.

Das wäre natürlich eine Möglichkeit sich noch einen schönen Vordergrund dazu zu holen und die Sonne eben etwas kleiner zu haben, aber auch da ist es jetzt wenig hilfreich mit 12 oder 24 oder 35 Millimetern zu arbeiten weil dann ist sie wirklich so klein im Bild dass ihr gar nichts mehr erkennt, also ihr solltet schon eine gewisse Entfernung zu eurem Vordergrund haben, damit ihr eben auch noch mit einem Tele von sagen wir mal vielleicht 300-400 Millimetern arbeiten könnt, damit ihr noch etwas habt von der Sonne, was dann eben auch nach Verfinsterung aussieht. Ansonsten ist natürlich die Alternative zu sagen, ihr macht ein schönes Bild von einer Landschaft, die euch gefällt in der Gegend. Muss nicht direkt in der Totalität sein, einfach irgendwo da vor Ort. Und dann beobachtet ihr mit einem langen Tele die Sonne in den verschiedenen Stadien von angeknabbert über die Sichel bis zum Ring und wieder zurück und setzt das hinterher in Photoshop zusammen. Kann man auch machen. Aber cool ist natürlich schon, wenn man das alles in einer Aufnahme kriegt. Du bist stumm übrigens gerade.

Chris

Ich sage, das ist eher die Norm, würde ich sagen, dass man da hinterher noch bearbeitet und Komposite macht und so weiter.

Boris

Na klar. Gibt halt auch Leute, die das analog machen, in einer Aufnahme. Kann man schon machen. Aber da zählt dann wieder das, was ich eingangs gesagt habe, wenn das eure erste Sonnenfinsternis ist, die totale, dann genießt die Situation und macht weniger Technik an der Stelle.

Chris

Das war schon klasse. Ich habe eine miterlebt, tatsächlich ohne Wolken, ohne alles auf einem Berg mit vielen Leuten drumrum und, da geht die Sonne weg und dann bleibt plötzlich die Natur stehen, die Vögel hören auf zu singen, das wird ganz ruhig, der Wind bleibt stehen, also es ist so richtig so, oh hoppla, was passiert?

Boris

Ja und zwar sehr schnell. Das ist tatsächlich so. Das ist schon beeindruckend. David sagt es auch nochmal, ich hatte es vorhin erwähnt, aber ich sage es nochmal, Filter davor, auf jeden Fall, wenn ihr in die Sonne fotografiert und in die Sonne schaut, wenn die Totalität dann eingetreten ist und ihr nur noch so einen schmalen Kranz habt, wo ihr dann die Sonnenausbrüche da sehen könnt, dann den Filter runternehmen, weil sonst habt ihr halt ein schwarzes Foto. Also da könnt ihr dann ohne Filter arbeiten, macht ihn nur rechtzeitig wieder drauf. Ähm, Und dann geht es dann weiter. Und das habe ich hier noch notiert, wird auch gerne vergessen, haltet, also die eine Kamera sollte auf dem Stativ stehen, wenn ihr die Sonne da beobachten wollt, aber habt eine zweite Kamera dabei und wenn es euer Smartphone ist und dreht euch um, weil ihr werdet mit hoher Wahrscheinlichkeit dort nicht alleine sein, weil das ist einfach ein Happening, das ist ein Ereignis und an den Stellen, wo man hinkommt, von Straße, Bahnhof oder Flughafen aus. Da werden viele Menschen sein.

Chris

Fotos von Menschen mit Pappbrillen auf dem Gesicht, die nach oben schauen.

Boris

Das Ganze dokumentieren, wie sie in den Himmel gucken, wie sie staunen, was da vielleicht für eine festive Veranstaltung ist. Das Equipment, was überall aufgebaut ist, dokumentiert das. Das ist super. Oder kurz bevor es total wird, wenn die Sonne eine ganz schmale, eine wirklich feine Sichel ist, dann guckt mal, ob ihr die Schatten seht von Bäumen. Wenn ihr irgendwie Bäume in der Nähe habt mit Blattwerk und so weiter, macht Fotos von den Schatten, die dann plötzlich alle so gekringelt sind. Das ist sehr, sehr beeindruckend. Oder wenn ihr die Möglichkeit habt, über den Horizont, also zum Horizont zu schauen, in ein Tal hinein zu schauen, dann versucht mal ein Video zu machen, wie der Schatten auf euch zugeflitzt kommt oder von euch wieder wegflitzt. Das ist auch sehr beeindruckend, wie es dann plötzlich wieder hell wird Oder wenn es eben gerade total ist, ist es ja eigentlich Nacht. Es ist wirklich dunkel, Straßenlaternen gehen an etc. Aber wenn ihr zum Horizont schaut, ist es eben doch nicht Nacht, weil am Ende von Schatten scheint ja die Sonne. Und das ist tatsächlich sehr beeindruckend, diese Lichtverhältnisse. Und es lohnt sich da mit einer zweiten Kamera eben auch nochmal drauf zu halten. Das solltet ihr nicht vergessen. Daniela, jetzt habe ich schon fast Bock mitzukommen.

Chris

Genau. Na gut, lassen wir das mal.

Boris

Machen wir ein Vier-unter-Deck-Treffen in Spanien.

Chris

Boris, du kennst doch sicher Lateral Overflow Integration Capacitors, richtig?

Boris

Selbstverständlich. Habe ich zwei Stück von hier liegen, aber gebe ich nicht wieder her. Ganz klar. Was ist es?

Chris

Lateral Overflow Integration Capacitor ist ein Kondensator, der an einen Pixel auf dem Sensor angeflanscht wird, und der speichert zusätzliche Ladung, die so eine Fotodiode bei einer Überbelichtung nicht mehr aufnehmen kann. Zusätzlich?

Boris

Ach, ich erinnere mich.

Chris

LOFIC heißt das Ding. L-O-F-I-C, LOFIC-Sensoren. Sind Sensoren, die was können, was andere nicht können. Das Problem. Das ist total spannend. Das Problem ist so, seit den 2000er Jahren sind die Sensoren immer kleiner geworden und je kleiner diese Sensoren werden, desto kleiner werden die Pixel. Und dann rennen sie in ein grundlegendes physikalisches Problem und zwar, dass so ein kleiner Pixel halt schneller voll ist mit Ladung als ein großer Pixel.

Boris

Ja.

Chris

Wenn da Licht draufkommt, entsteht da Ladung oder werden da Photonen in Ladung umgewandelt und dann ist das immer schnell voll und damit hast du einen geringeren Dynamikumfang. Das heißt, du hast eine schnellere Überbelichtung. Ganz einfach, kleiner Eimer wird schneller voll als großer Eimer, also weniger Dynamikumfang. Und das ist der große, wichtiger Unterschied zwischen kleinen und großen Sensoren oder kleinen und großen Pixeln. Smartphones haben dann angefangen, Wir erinnern uns an die Anfänge der Computational Photography, die haben angefangen gegen diese Physik zu kämpfen und zwar mit ganz wilden Purzelbäumen, um das zu kompensieren. Die machen dann irgendwie fünf bis zehn Bilder in verschiedenen Belichtungen ganz schnell hintereinander und rechnen die zusammen und damit wird der Dynamikumfang natürlich wieder höher. Und mittlerweile machen die Smartphones ja automatisch HDR. Das kannst du bei den meisten gar nicht mehr an und ausschalten. Das ist einfach so. Hat aber natürlich einen Nachteil. Die Bilder werden hintereinander gemacht. Eins nach dem anderen. Und damit hast du eine Zeitkomponente drin. Und wenn sich was bewegt, hast du potenziell ein Problem. Es muss zumindest sehr viel getan werden von dem Smartphone, damit das nicht das Problem wird. Und deshalb ist eigentlich der Traum immer schon, dass du mit einem einzigen Schuss ein HDR-Foto machen kannst. Das ist auch bei uns mit den großen Kameras so.

Boris

Klick, klick, klick. Das wäre schon cool.

Chris

Das ist halt was anderes als Klick.

Boris

Na klar.

Chris

Und da gab es immer verschiedene Ansätze, um diesen Dynamikumfang bei den kleinen Pixeln zu vergrößern. Zum Beispiel gibt es Sensoren mit zwei unterschiedlichen Pixelgrößen. Also du hast gemischte Größen. Damit kannst du gleichzeitig zwei Belichtungen mit unterschiedlicher ISO machen und die dann zusammenrechnen. Super, klasse. Aber auch wieder blöd.

Boris

Weil natürlich auch wieder Fläche verloren geht.

Chris

Auflösung. Das hat sich dann auch nicht durchgesetzt, beziehungsweise wahrscheinlich war es auch nicht billig, das zu produzieren. Dann gab es mal zwischendurch dieses Thema Modulo-Sensoren. Das sind Sensoren, die quasi zählen, wie oft die Pixel vollgelaufen sind.

Boris

Und dann den Pixel wieder leeren. Eigentlich auch clever.

Chris

Eigentlich auch clever, ist aber auch nirgendwo hingegangen. Wahrscheinlich ist das schwierig zu messen, während des Belichtens, wann der Pixel voll ist. Keine Ahnung.

Boris

Wahrscheinlich auch sehr aufwendig. Rolling-Shutter-Probleme und so.

Chris

Außerdem gab es bei den frühen, vor allem CCD-Sensoren, ein Problem des sogenannten Bloom. Das ist, wenn bei sehr hellen Belichtungen die Pixel volllaufen und dann diese Ladung irgendwo hinüberläuft, nämlich in Nachbarpixel. Und dann hast du so Ausstrahlung von überbelichteten Bereichen auf die Nachbarschaft. Und um diesen Bloom zu kontrollieren, haben die damals schon diese überlaufende Ladung abgeleitet. Also sie haben in die Chips was eingebaut, was diese überlaufende Ladung einfach irgendwo, wie so einen kleinen Blitzableiter, da wird dann das Pixel, wenn es überläuft, wird das geleert.

Boris

Aber dann könnte man doch das, was überläuft, messen.

Chris

Warum nutzt man das nicht? Genau das war das. Und zwar so ab den 2010ern ungefähr haben dann die Japaner, ich vermute Sony, dann ganz intensiv daran geforscht, diese überschüssige Ladung nicht einfach abzuleiten, sondern sie zu speichern. Dann kann man die hinterher messen. Und daraus ist diese Idee von Lofig entstanden. Also ein angeflanschter, sie nennen es Integrationskondensator, der bei Annäherung an die Sättigungsladung aus der Fotodiode übernimmt und speichert. Also das, was rüber schwappt, wenn die voll ist, soll gespeichert werden. Da gibt es auch so Modelle, ich versuche mal kurz...

Boris

Aber für jeden einzelnen Pixel. Das ist ja dann quasi wie nochmal ein zweiter Sensor hinter dem Sensor, der den überlaufen misst.

Chris

Also hier sieht man so eine schemenhafte Zeichnung. Das ist teilweise auch mehrstufig.

Boris

Die Zeichnung sieht aus wie so mehrere miteinander verbundene Wannen, die mit Wasser vorlaufen.

Chris

Kannst du dir einmal vorstellen, die dann in neue Eimer überlaufen. Und da links ist immer der Pixel und rechts sind dann so verschiedene Low-Fig-Stufen. Also letztendlich sind das Kondensatoren, die dann den Überschuss aufnehmen. Wie gesagt, so ab den 2010ern ging das los. Die überschüssige Ladung wird gespeichert und dann kannst du hinterher messen. Das Problem dabei war aber, dann muss ja mehr Elektronik auf diesen Sensor und dann hast du wieder dieses Problem, dass die lichtempfändliche Fläche kleiner wird.

Boris

Ja, wohin damit?

Chris

Sowas Blödes, aber wenn du wieder zurückguckst, um diese Zeit rum hat Sony auch dann langsam gelernt, wie man wie man Stacked-Sensoren baut. Also ein Sensor, der quasi in mehreren Ebenen einfach mehr Elektronik auf so Huckepack quasi hinten auf den Pixeln drauf hat.

Boris

Übereinander statt nebeneinander.

Chris

Und das haben die da quasi gelernt und perfektioniert und heute sind Stacked Sensoren mit.

Zusatzspeichern, damit man die schneller auslässt kann. Global Shutter geht nur mit Stacked Sensor, weil du einfach nochmal einen kompletten Sensor brauchst, der diese Ladung aufnimmt, während der eigentliche Sensor wieder weiter Licht sammelt. Also haben sie gelernt, wie man mehr Bauteile aus so einem Sensor packen kann, ohne dass die lichtempfindliche Fläche deutlich kleiner wird. Ist das nicht cool? Und das kommt dann alles zusammen. Und so Ende der 2010er tauchen dann diese Lofig-ähnlichen Strukturen in Patenten auf. Und dann tatsächlich auch bald in Sensoren, in Produkten. Initial erstmal so für Spezialanwendungen. Wir reden zum Beispiel für Kameras in Fahrzeugen. Nicht alles sind Lofig-Kameras, aber da sind schon welche drin, weil die muss ja dann Wenn du so eine, hier Thema Autonomie und so weiter, dann hast du eine Kamera, die guckt dann raus und die Sonne steht tief und du weißt, was passiert, wenn die Sonne tief steht, du siehst nichts mehr, knippelst die Augen zusammen, aber so ein Sensor, der kann dann durchaus noch, weil er so einen riesen Dynamik oder größeren Dynamikumfang hat durch den Überlauf, immer noch was sehen. So sieht das aus und vor fünf Monaten, im Mai glaube ich irgendwann diesen Jahres, kam dann auch tatsächlich ein Patent raus Mitte 2025 und zwar von Apple für einen... Sensor, der diese Technologie anwendet, mit, halte ich fest, 20 Stufen Dynamikumfang.

Boris

Das wäre viel. Also wir reden ja gerade von der Sony-Kamera, die vorgestellt wurde, wo sie vollmundig von 16 Stufen geredet haben. Aber wenn man mal nachmisst, auch schon unter sehr kontrollierten Bedingungen, dann ist man schon froh, wenn man so die 14 halt wirklich mal hält in den niedrigen ISO-Bereichen. 20. Also jede Stufe ist eine Verdopplung des Lichtwertes.

Chris

Und zwar 20 bei Pixelgrößen von Smartphones. Also, hat das auch substanzt. Dass diese Dinge, dass da ein Patent rauskamen, das wusste ich. Aber wir sind dann auch hier extra nicht näher drauf eingegangen.

Boris

Weil wir wissen, dass Patente ständig rauskommt. Du brauchst ja ein Tone-Mapping dann hinterher. Ich stelle mir gerade vor, so ein Clown-Kotze-Filter. Also Clown-Kotze mit einem Maus-Klick. Also mit einem Finger-Tab.

Chris

Ja, aber du kannst ja auch schön machen. Also du musst ja nicht Clown-Kotze machen.

Boris

Ich hoffe, dass Apple da ästhetische Werte reinbaut. Alan Dye ist ja nicht mehr da. Also insofern.

Chris

Damit hat das eine Chance, gut zu werden.

Boris

Ja. Entschuldigung.

Chris

Du musst das jetzt Alan Dye ins Spiel bringen.

Boris

Nein, das habe ich gar nicht gesagt. Entschuldigung.

Chris

Ja, aber die Frage ist jetzt natürlich, hat das Substanz? Also wie gesagt, Apple bringt viele, viele Patente raus und es gibt Websites, die das tracken und dann guckst du und dann wird, oft ist das nur, damit man die Punition hat, falls dann jemand anders irgendwie einen angreifen möchte als Gegner. Egal, ist es wurscht. Da ist viel Politik dahinter, Patente werden nicht zwangsweise zu Produkten, aber hier gibt es jetzt tatsächlich eine ganze Menge Leaks und Gerüchte. Zum Beispiel, also Fakt ist, es gibt zwei Sensorenhersteller, SmartLens und Omnivision, die arbeiten beide an.

200 Megapixel Smartphone-Sensoren mit Lofig-Technologie und das Gerücht Das würde ich dir bei Samsung verorten hinterher. Naja, nochmal, das ist noch nicht Apple, das ist erstmal einfach nur SmartSense und Omnivision, die eben an diesen Sensoren arbeiten und das Gerücht ist, dass die 2026 in Flagship Phones erwartet werden. Also stell dir vor, du hast ein Flagship Samsung, keine Ahnung was, Phone mit einem 200 Megapixel-Sensor, der auch noch einen entsprechenden Dynamikumfang hat. Weiterer Fakt, Sony hat neue mobilen Sensoren, die Lythia LYTIA-Reihe. Da wurden jetzt neue mobile Sensoren vorgestellt mit 50 Megapixeln und 16 bis 20 Stops. Je nachdem, wie man es rechnet, auch 16 wären für ein Smartphone schon sehr interessant.

Boris

Vor allem in einem Schuss und nicht aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt.

Chris

Genau. Und ein Gerücht sagt in dem Kontext, dass mehrere 2026er-Modelle von zum Beispiel Vivo, von Oppo, von Xiaomi und von Honor, H-O-N-O-R habe ich noch nie gehört, sollen mit diesen neuen 200 Megapixel-Sensoren Omdivision oder zumindest mit hohen Dynamik-Range-Sensoren von Sony, die werden mit denen in Verbindung gebracht. Es gibt also ein Leak zum Xiaomi 17 Ultra zum Beispiel. Das soll einen 1-Zoll-Lofix-Sensor haben von Omnivision, den OV50X und eine Periskop-Optik, die auch 200 Megapixel auflösen kann. Wie gesagt, das ist ein Leak. und es gibt noch ein Gerücht über das Oppo Find X9 Ultra, was auch auf ein sehr starkes Kamerasetup hinweist und zwar mit mehreren 200 Megapixel Sensoren. Weil du kannst ja wahrscheinlich mehrere Brennenweiten. Drei Kameras oder so.

Und dann ist in dem Rahmen noch ein Gerücht rausgefallen und zwar, dass Apple intern jetzt eigene Lofix Sensoren entwickelt, weil die machen ja mittlerweile ihre Chips auch selber, warum nicht auch eigene Sensoren. Und wie gesagt, die haben das Patent angemeldet für einen Bildsensor mit 20 Blendenstufen Dynamikumfang. Stacked Sensor steht im Patent wohl drin. Und ja, die scheinen den wohl gerade zu designen. Das ist das Gerücht. Also wir haben vier Sensorhersteller, die diese Lofix Sensoren machen sollen. Das ist einmal Sony, das ist Omnivision, das ist SmartSense und das ist Apple. Und die bewegen sich im Dynamikumfang zwischen, Also hier wird mit Dezibel 100 dB angegeben, das sind so ungefähr 16 bis 17 Stops und bis zu 120 dB, das sind 20 Stops. Und deshalb ist einfach mal so aus dem Bauch raus, wenn da irgendwas dran ist an dem Zeug und da ist zumindest schon mal einiges an Rauch, vielleicht ist da auch Feuer, könnte 2026 ein ziemlich explosives Jahr für den Dynamikumfang in kleinen Smartphone Sensoren werden. Dann müssen die halt plötzlich nicht mehr diese Purzelbäume schlagen.

Boris

Bin ich sehr gespannt vor allen Dingen, wie sie denn damit umgehen, weil den hohen Dynamikumfang zum Beispiel in einem JPEG speicherst du ihn nicht mehr ab, aber wir haben ja inzwischen auch neue Bildformate, die das dann ja auch erlauben. Hike zum Beispiel.

Chris

Aber überbelichten kannst du dann halt auch nicht mehr. Das heißt, du kannst über Tonmapping kannst du eine Menge dann erweichen. Das heißt, du kannst die Belichtung oder das Gerät kann die Belichtung auf die Schatten so machen, dass die Schatten noch Detail haben und die Höhen dann über Tonmapping aus dem Lofic-Kondensator rausziehen. Wie gesagt, was dann da genau draus wird und was das mit unserer, Fotografie macht, keine Ahnung, aber es ist schon spannend, aus technischer Sicht ist es spannend, wenn das funktioniert und die Gerüchte sind, die Gerüchtelage ist ziemlich intensiv gerade. Trotzdem, erhobener Zeigefinger, mehr Dynamikumfang macht nicht unbedingt bessere Fotos. Also denkt daran, was ein gutes Foto ist. Allein an der Technik wird eure Fotografie nicht besser werden. Das funktioniert leider nicht.

Boris

Die Schwierigkeit ist ja bei einem richtigen HDR, also High Dynamic Range Bild, die sind ja am Smartphone schon möglich. Also nicht nur am iPhone. Ich weiß jetzt nicht, bei welchen Pixeln und Samsungs.

Chris

Ja, durch ein, Durch mehrere Bilder?

Boris

Natürlich, genau.

Chris

Und Verrechnung?

Boris

Das kannst du schon machen. Und die werden dann auch entsprechend dargestellt. Und das sehe ich eben am iPhone zum Beispiel, wenn ich durch manche Bilder eben durchswipe, dass mich manche Bilder eben richtig anleuchten, weil eben die hellen Bereiche dann auch heller dargestellt werden als die UI drumherum.

Chris

Weil die Displays das mittlerweile auch besser können.

Boris

Genau. Und auch viele Desktop-Displays können das inzwischen. Und auch viele Fernseh-Displays können das, wenn man dann die Bilder dort darstellt mit den entsprechenden Viewern. Und dann strahlen dich diese Bilder an. Das ist auch alles fein. Jetzt darf man noch nicht vergessen, wenn man sie dann mal drucken möchte, weil man dieses schöne strahlende Bild an der Wand haben möchte, dann könnte das zu Enttäuschungen führen.

Chris

Und deshalb wird sich dann ein neuer Markt entwickeln von ganz dünnen, flachen Leuchtkästen, wo du dann quasi, die heißen digitale Bilderrahmen und dann haben die HDR-Displays drin und dann siehst du plötzlich andere Dynamikumfänge.

Boris

Und zwar nicht mit Leuchtkästen wie in den 80ern, mit irgendwelchen Neonröhren an der Seite, sondern tatsächlich mit einer Matrix, also mit einem schwarz-weiß Monitor dahinter, um eben ganz gezielt...

Chris

Nee, das nennt man Bildschirm. Das nennt man OLED-Bildschirm.

Boris

Aber eben nur hell und dunkel, Also ohne die Farbschicht, nicht wahr?

Chris

Wieso? Nein. OLED-Bildschirm fertig, digitaler Bilderrahmen und dann hast du plötzlich echtes HDR.

Boris

Nein, nein, das ist was ganz Spezielles. Das kostet auch extra dann. Das ist ganz speziell.

Chris

Jochen sagt, der Drucker braucht Leuchtfarbe, genau der Drucker druckt ab jetzt auch weiß und das aber in selbst leuchtend, da kommt dann bei dem Bild auch noch so eine da wird dann noch so eine Schicht gedruckt mit, radioaktiven Partikeln die das dann alles immer schön antreiben, weißt du, naja Ja Jürgen.

Boris

Das nannte man mal die ja, aber da sind ja auch die Schatten dann beleuchtet gewesen, das was du heute machst ist nicht mit einer großen Glühbirne durch die Folie leuchten, sondern mit einem Monitor, der nur die Stellen hell macht, die hell sein sollen.

Chris

Und die schwarzen Stellen sind echt schwarz. Deshalb hast du dann einen riesen Kontrastumfang. Ja, ja.

Boris

Das werden spannende Zeiten.

Chris

Ich denke, dass da noch was auf uns zurollt und dass wir noch lange nicht die Megapixel und Dynamikumfang sau durchs Dorf getrieben haben. Da wird noch einiges passieren, auch vor allem in den Smartphones. Und da müssen sich dann die mit den großen Pixeln echt mal noch warm anziehen. Die haben eh schon zu kämpfen, aber holy shit, wenn das wirklich kommt. Dann haben die Großen eigentlich nur noch einen Vorteil und das ist die Fläche des Sensors, weil die nämlich natürlich auch maßgeblich wichtig ist für die Brennweite und damit für die Schärfentiefe und die Kontrolle darüber. Und die kriegst du durch einen kleinen Sensor eben auch nur künstlich hin. Der muss dann einfach von der Fläche größer werden, damit er das optische Prinzip der Schärfentiefe auch wirklich echt gut kann.

Boris

Wobei die Künstliche auch schon immer besser wird. das muss man schon sagen.

Chris

Ach nein, das ist alles.

Boris

Nein.

Chris

Richtige Schärfentiefe ist durch nur durch noch mehr richtige Schärfentiefe zu ersetzen.

Boris

Wird eh alles überbewertet. Ja, ich bin gespannt.

Chris

Aber das, ja, warten wir mal. 2026 könnte interessant sein. Da ist dann auch bei mir wieder mal ein neues Phone fällig, also schauen wir mal.

Boris

Ja, ich habe dieses Jahr ja auch ausgesetzt, von daher. Ich habe ja hier noch meinen 14er habe ich ja hier noch mit den kleinen Kameras, weißt du?

Chris

Och, wie süß! Wie goldig! Ja, wir haben eine neue Aufgabe.

Boris

Ja, ganz genau. Aktuell läuft ja noch die Aufgabe Schale. Nee, noch Schale. Schale ist die aktuelle Aufgabe, die läuft noch bis zum 1.1. Da bin ich mal gespannt. Und ab dem 1.1., also frisch ins neue Jahr, 1.1.2026 bis zum 15.1.2026 heißt das neue Thema Rückblick. Das heißt, im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. Januar 2026 zieht ihr los, macht ein neues Bild zum Thema Rückblick. Ladet das dann bei Flickr hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSBRückblick. Also Rueckblick. Also Ü mit O-E.

Chris

Verstanden.

Boris

Rückblick. HSBRückblick.

Chris

Ja wunderbar. Dann bleibt uns eigentlich nur noch das hier. Die Termine.

Boris

Yay!

Chris

Der Jürgen war mal wieder fleißig und hat uns hier 1, 2, 3, 4, 5, 6 Termine reingegeben. Der erste ist im Foxy, P-H-U-X-X-I, Haus der Fotografie in Hamburg. Und zwar vom 28.11. Bis zum 10. Mai 2026. American Cycles, Philip Montgomery. Der mexikanisch-amerikanische Fotograf Philip Montgomery ist bekannt für seine fotojournalistischen Arbeiten, in denen er die Gesellschaft der Vereinigten Staaten, ihre Konflikte und Allianzen in Schwarz-Weiß-Bildern porträtiert. Von Donald Trumps erster populistischer Kampagne bis zur Black Lives Matter Bewegung über Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, bis hin zu Wirtschaftskrisen und deren Auswirkungen auf die Menschen, zeigt die Ausstellung über 100 Arbeiten.

In der Albertina in Wien vom 30.10. diesen Jahres bis zum 22. Februar 2026 Lisette Model Retrospektive, die aus einer jüdischen Wiener Familie stammende Lisette Model, ich weiß nicht, wie man sie ausspricht, bis 1983 hat sie gelebt, gilt als eine der einflussreichsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Ausstellungen in der Albertina zeigt eine umfassende Retrospektive ihrer wichtigsten Werkgruppen von 1933 bis 1959. Neben ikonischen Fotos wie Coney Island und Café Metropol sind auch selten gezeigte Arbeiten zu sehen. Dann im Fotoforum Dresden vom 6.12. Bis zum 10. Januar 2026 auf Augenhöhe. Mit dieser Ausstellung präsentiert das Forum für zeitgenössische Fotografie Dresden zum siebten Mal in Kooperation mit dem Vonovia Award für Fotografie. Künstlerische Werke, welche unter den Einreichungen zum Dachthema Zuhause besonderen Augenmerk hervorgerufen haben. Die drei Beiträge mit ihren jeweils sechs Werken vereint der Blick auf die, die in unserer Menschheit der nächsten Generation angehören und alle schon individuell eine Last mit sich tragen.

In der Leica-Galerie in Frankfurt am Main, 25.10. bis zum 23. Januar 2026 eine Chronik in Bildern. Zehn Jahre Leica Frankfurt zu ihrem zehnjährigen Jubiläum in diesen Räumlichkeiten widmet. Die Leica Galerie Frankfurt, eine Ausstellung ihrer eigenen Geschichte. Unter dem Titel Eine Chronik in Bildern, zehn Jahre Leica Frankfurt, werden Fotografien gezeigt, die in den vergangenen Jahren die Ausstellungslandschaft geprägt haben. Die Schau vereint Werke internationaler Fotografen wie Elliot Irwitt, Thomas Höpker, Werner Bischof, Walter Vogel, Martin Parr und vieler weiterer KünstlerInnen. Und im Kameramuseum Grand Palace in VW, Swiss, 18.09.2025 bis zum 22. Februar 26, Blitzlicht, eine kurze Geschichte der Fotografie, was bewirkt der... Der Blitz für das Bild in unserer Wahrnehmung der Welt mit zahlreichen bedeutenden Werken von den ersten Blitzversuchen von Felix Nadar über die ikonischen Arbeiten des Amerikaners Ouija bis hin zu den zeitgenössischen Werken des Breten Martin Parr untersucht diese Ausstellung auf einzigartige Weise einige der wichtigsten visuellen Veränderungen, die durch den Blitz hervorgerufen wurden. Und dann meldet sich der Jürgen noch selbst zu Wort.

Einspieler

Hallo Community. Die Fotoausstellung der Woche kommt diesmal aus Berlin. Die kommerzielle Galerie Camera Work widmet sich in einer Gruppenausstellung von verschiedenen Fotografen dem Genre der Modefotografie, der Porträts und der Aktfotografie. Und dies aus der Sicht eines Supermodels und ich rede diesmal jetzt nicht von unserem geschätzten und geliebten Supermodel Kai, sondern von Cindy Crawford. Cindy Crawford wird übrigens am 20. Februar 2026 bereits 60 Jahre. Und wer so wie ich in den 80er, 90er Jahren angefangen hat zu fotografieren, kam an den Fotos von Cindy Crawford nicht vorbei. Die großen Fotografen der damaligen Zeit, Michael Comte oder Russell James, Peter Lindbergh, Herb Ritz usw. Haben natürlich Cindy Crawford in ihren vielfältigen Facetten in ikonischen Schwarz-Weiß-Porträts eingefangen und das Ganze in absolut toller Galeriequalität bezeichnet.

Ich finde, allein schon auf der Homepage kommt rüber, welche Qualität die Fotografien haben und wenn ihr in Berlin seid, wird sich das Ganze sicherlich lohnen. Ansonsten ein Blick auf die Ausstellung und auf den Link und Vorsicht, es gibt ein bisschen nackte Haut. Ansonsten wünsche ich euch ein schönes, gutes neues Jahr und ich grüße das geliebte Foto-Model Kai321. Happy Shooting!

Chris

Ja, Kai jetzt hast du deinen Platz in der Geschichte Kai, Cindy Crawford.

Boris

Wo ist der Unterschied.

Chris

Eben Alles prima Wir sagen danke, dass ihr dieses Jahr mit uns wieder verbracht habt, Danke Jürgen, danke allen, die Shownoten, die Bots bedienen, die am Kalender frickeln und und und ich habe wieder die Hälfte vergessen, aber was für ein Jahr.

Boris

Alle, die uns regelmäßig mit Spenden, Daueraufträgen versorgen. Ganz fantastisch.

Chris

Sowieso, ihr seid alle die Besten und ja, jetzt kommt gut in das nächste Jahr. Knallt nicht so viel. Wenn es blitzt, dann vielleicht doch lieber das mit der Kamera. Wir bedanken uns und sind für dieses Jahr raus und sehen uns dann im nächsten Jahr wieder. Nämlich in so einer Woche ungefähr. Bis dann.

Boris

20, 26.

Chris

Macht das gut. 3, 2, 1.

Boris

Happy Shooting.

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Hausmeisterei

Aus der Preshow

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  • Aktuelle Aufgabe "Schale" vom 18.12.2025 bis 01.01.2026 mit dem tag "hsbschale"
  • Neue Aufgabe "Rückblick" vom 1.1.2026 bis 15.1.2026 mit dem tag "hsbrueckblick"

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