#925 - Workshop im Ohr

Veröffentlicht 8 January 2026

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#925 - Workshop im Ohr

Veröffentlicht 8 January 2026 · Länge 1:26:11

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Boris

Happy Shooting, Folge 925, Workshop im Ohr. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...

Chris

Von 2026.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Chris

Tag auch. Ich musste gerade mal das Neujahr featuren.

Boris

Willkommen in 2026, genau. Erste Sendung, 6. Januar. So schaut's aus.

Chris

Ja, wobei die erste Sendung eigentlich, also für die Leute, die gehört haben, eigentlich stimmt also nicht ganz.

Einspieler

Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

Ich wollte schon wieder ausholen, da musste ich dir mal die Musik lauter machen. Erzähle.

Chris

Ja, ist okay. Ah ne, weil die erste Sendung war ja aufgenommen im alten Jahr, aber die hat glaube ich am 1. Januar gespielt oder so.

Boris

Ah, stimmt.

Chris

Aber trotzdem, offiziell jetzt ist live und heute ist der 1. nee, der 5. Januar und wir sind oder 6. Also siehst du, das ist alles nicht so einfach heute.

Boris

4. 5. 6. Wurzterunterschied.

Chris

Wir freuen uns auf jeden Fall, dass ihr immer noch dabei seid. Es ist Januar 2026, die erste offizielle Sendung in diesem Jahr und wir sagen hallo, wir sind Happy Shooting, der Fotopodcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und ja, auf happyshooting.de findet ihr mehr. Mehr zu unseren ganzen, wie sagt man da, auf ihre Shenanigans. Unser Blödsinn und so. So, ich gucke mal ganz kurz ad hoc rein, was wir für Feedback bekommen haben, weil wir haben welches bekommen und zwar einmal von Rüdiger, der schreibt warte mal, ich mache immer noch das richtige, die richtige Caption hierhin, Fragen, Hinweise, Kommentare an happyshooting.de slash hi so, Rüdiger schreibt hallo, frohes neues Jahr, frohes neues Jahr erstmal, mir ist da gerade eine Website über den Weg gelaufen, dort wird die Optik und die Kamera.

Bildaufnahme ganz gut erklärt die kann ich jetzt gar nicht ganz vorlesen, weil sie so lang ist, aber ich habe es zwar nur überflogen, aber was ich gesehen habe, war gut erläutert. Okay, wir packen das einfach mal in die Shownotes für eine gute Erläuterung zum Thema, wie Kameras funktionieren. Und dann haben wir noch bekommen von Horst, der Mann im Mond fotografiert mit Hasselblatt. In diesem Video, was er uns verlinkt hat, werden einige Verschwörungstheorien über die Bilder und die erste Mondlandung analysiert, beziehungsweise aufgeklärt, die Bilder entstanden mit einem modifizierten Hasselblatt. Vielleicht ist das von Interesse für den einen oder anderen Gruß aus Aachen von Horst. Auch das packen wir in die Shownotes. Debunking von...

Von Verschwörungstheorien finde ich immer super. Und dann hat Wilhelm uns noch ein Video geschickt, beziehungsweise einen Link zu einem Video vor Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Analogfotografie ist jetzt doch der neueste Trend. Und da ist was über Analogfotografie, ich glaube das war diese Geschichte in der ARD, da lief im Tagesschau, Tagesthemen tatsächlich, um die Weihnachtszeit rum war so ein Beitrag, so ein 3 Minuten Beitrag, wie sie die manchmal haben, über Analogfotografie und was das für ein toller neuer Trend sei und so.

Boris

Aha, okay. In der ARD?

Chris

Fand ich interessant. Genau. Ja, das war's von euch.

Boris

Also siehe Shownotes, ne?

Chris

Genau, siehe Shownotes, falls ihr Fragen, Hinweise oder ähnliches habt, meldet euch einfach. Wir bringen solche Sachen natürlich immer gern in die Sendung. Ansonsten, ja, hast du einen guten Vorsatz?

Boris

Mache ich schon seit Jahren nicht mehr.

Chris

Das lohnt sich nicht, oder?

Boris

Ich bin halt, wie ich bin und so werde ich bleiben.

Chris

Ja. Ich habe auch keinen. Ich bin auch eher so auf der Seite, ja, ich mache immer alles gut, also brauche ich auch keine Vorsätze.

Boris

Ist eh alles perfekt. Ich sollte mir vielleicht mal vornehmen, mich weniger über Dinge aufzuregen, die in den Nachrichten und in den Social Media passieren, aber das werde ich nicht schaffen und insofern versuche ich es auch gar nicht erst.

Chris

Hm.

Boris

Was ist, ist so diese Stimme in meinem Kopf, die sagt, denk immer dran, du kannst sie nicht alle töten. Und das wird einfach so weitergehen.

Chris

Sehr schön. Ja, damit steigen wir ein in die aktuellen Themen, bevor Boris hier irgendwie schlimme Dinge tut.

Boris

Ich tue keine schlimmen Dinge.

Chris

Das hoffe ich doch. Und gucken mal, was wir hier so an Follow-ups haben. Du hast einmal...

Boris

Es geht um ein Follow-up zu den RAW-Formaten. Wir sprachen hier über Darktable und da gab es aus dem Off noch die Meldung, dass von der Nikon Z8 das High-Efficiency-Raw noch nicht supported würde. Und da hatte ich ja den Tipp gegeben, schick doch mal ein RAW-File hin, so ein High-Efficiency-Raw, weil die Community ist ja auch immer bedachter drauf, dann Reverse-Engineering zu machen und das entsprechend eben zu unterstützen in dieser Open-Source-RAW-Engine. Ich weiß jetzt gerade nicht, wie sie heißt.

Und jetzt gab es ein Feedback von Bernhard, warum eben das genau nicht funktioniert und auch die Begründung, warum es noch nicht unterstützt wird. Denn High-Efficiency-RAW schreibt er, basiert auf der patentierten Tico-RAW-Technologie von Intopix, die Nikon lizenziert hat. Also Nikon hat Geld dafür ausgegeben, um dieses effiziente, also komprimierte RAW-Format zu schreiben. Patente decken die Kompression ab, nicht nur das Dateiformat selbst. So, und dann hat er noch ein paar Links dazu geschrieben. Wenn euch das interessiert, könnt ihr danach lesen. Ja, und das heißt natürlich, wer das jetzt reverse-engineert und zugänglich macht, würde da natürlich gegen Patentrecht verstoßen oder müsste halt Lizenzen bezahlen. Und das ist für ein Open-Source-Projekt schwierig bis unmöglich. Also wird das der Grund sein, warum das eben nicht unterstützt wird. Ist interessant, war mir so auch nicht bekannt. Also Bernhard, danke für die Informationen.

Chris

Es ist CES.

Boris

Die Consumer Electronics.

Chris

Consumer Electronics Show in den USA. Das ist so ein bisschen die internationale Funk-Ausstellung, aber auf amerikanisch. Oder die CeBIT oder was weiß ich. Oder die Fotokina. Egal, das ist so eine Mischung aus allem, was halt so an Endkunden, Elektronik und so weiter ist und, da kommen natürlich neue Kameras und so weiter, aber ich habe gedacht, wir picken einfach mal zwei Sachen raus und zwar aus dem Themenbereich, der für uns Menschen mit der Kamera auch nicht immer ganz unwichtig ist und das sind Mikrofone. Du willst ja vielleicht was aufnehmen, was sich bewegt und dann ist der Sound halt, Zum Beispiel, der Sound ist halt wichtig und ja, die Geräte sind an sich schon ganz gut mit den eingebauten Mikrofonen, aber man kann es immer noch mal eins weiter treiben.

Boris

Naja, das eingebaute Mikro an der Kamera zum Beispiel, also beim Vloggen habe ich das ja ein Jahr lang gemacht, das funktioniert schon, weil du natürlich in die Kamera sprichst und die Kamera eigentlich auch direkt vorm Gesicht hast. Das ist allerdings auch wenn du in lauteren Umgebungen bist, also im Straßenverkehr oder so, ist das schon schlecht, weil dann lässt dann die Verständlichkeit schon deutlich nach, wenn du Wind hast sowieso deswegen hatte ich mir die Puschel auf die Kamera geklebt gegen den Wind, aber wenn du so Situationen hast, dass du dich auch mal von der Kamera entfernst, sowas hatte ich ja dann durchaus auch, wenn man mal irgendwie einen Autofokus vom Objektiv demonstrieren wollte, während man sich selbst vor der Kamera die auf dem Stativ steht, bewegt, Oder wenn die Kamera wirklich mal weiter weg ist, weil man sich mit dem Tele aufnimmt, des Effekts wegen. Oder eben, wenn man eine Interview-Situation hat und man sitzt selbst auch vor der Kamera mit einem Interviewpartner oder Partnerin, dann hast du plötzlich die Situation, dass das Kameramikro viel zu weit weg ist und du brauchst irgendwas lokal. Und da sind gute Lösungen immer gefragt.

Chris

Und das, wo ich jetzt hierüber rede, hat damit überhaupt nichts zu tun, weil es ist nämlich tatsächlich zum einen ein Mikrofon, was es schon gibt, was jetzt abgedatet wurde. B, ein Mikrofon, was für Smartphones gemacht ist. Und C, kein Funkmikrofon.

Boris

Ja, muss ja auch nicht. Also wenn es ein Smartphone ist, ist das auch super, weil das Smartphone zum Beispiel kannst du ja auch vor dich auf den Tisch legen und kannst ja eine zweite Spur aufnehmen, die du hinterher synkst.

Chris

Genau, das tickt jetzt Boxen, die anders funktionieren als die übliche Streuung von Funkmikrofonen, Funkmikrofon, weil davon gibt es beliebig viele mittlerweile. Ne, und das ist von Shure, das MV88, was ich schon mal getestet habe und was an sich ein ganz brauchbares Mikro ist, das gibt es auch schon eine ganze Weile. Und was vom Sound her völlig handfest ist, aber das gab es halt bisher nur irgendwie in Nicht-USB-C-Versionen und die haben das jetzt auf USB-C gehievt und das fand ich interessant, weil das ist schon ein paar Jahre auf dem Markt und scheint sich so zumindest in manchen Kreisen etabliert zu haben. Hat so ein im Prinzip ein Einstecken, Auto-Level, sie haben irgendein D-Neuser noch eingebaut, damit du quasi auch in lauteren Umgebungen Sachen aufnehmen kannst. Das Ganze liegt in Deutschland, glaube ich, oder soll in Deutschland um die 170 Euro kosten. Davor war das teurer, also die haben den Preis auch nochmal gesenkt. Fand ich einfach mal so ganz interessant, weil diese kleinen Funkknöpfchen, die sind halt doch nochmal irgendwie anders ähm, Tja.

Boris

Als du das getestet hast, erinnerst du dich noch an die Software? Weil das sieht ja so aus, dass es am iPhone unten angesteckt wird und wenn man dann das iPhone auf dem Kopf hält, hat man quasi ein Mikro, wahrscheinlich kein konkretes Mikro.

Chris

Kannst du auch noch ein Puschel drauf machen, genau.

Boris

Genau, aber dann hast du das Mikro in der Hand, was du auch jemandem so vor das Gesicht halten könntest und dann wieder dir so im Wechsel. Jetzt wäre es natürlich interessant, ob die Recording-Software dann auch auf dem Kopf steht, sodass man sie wieder beobachten kann.

Chris

Das habe ich nicht mehr in Erinnerung. Das ist auch schon zu lange her.

Boris

Ja, wäre interessant. Ja, pfiffig, vor allen Dingen, weil es nicht viel Platz wegnimmt. Das passt so in die Westentasche quasi.

Chris

Jetzt ist aber natürlich auch so Zeug wieder rausgekommen. Also zum Beispiel SmallRig hat jetzt auch wieder so ein Wireless Microphone System rausgebracht. Da reden wir jetzt von 89 Dollar. Also auf dem eh schon breiten Markt, der Knöpfchen, die man sich irgendwo ans Revier klipst und dann halt eine Funkverbindung hat, ist jetzt Small Rig auch noch aufgetaucht.

Boris

Das muss irgendein Standardmodul sein und alle anderen bauen sich nur eh Gehäuse drumherum. Das ist so auffällig.

Chris

Ich habe da mittlerweile auch so das Gefühl, wobei die das dann auch noch mal ein bisschen anders machen im Sinne vom Design. Die haben dann eben das Empfangsteil, das mit dem richtigen Hardwareknopf und Drehen und Zeug. Also vom Design ist das noch mal eine andere Baustelle. Aber ich bin mir auch relativ sicher, dass Hersteller, die bisher anderes Zeug gemacht haben, da einfach auch herstellen lassen, wobei Small Rig ja auch im Audiobereich unterwegs war. Und die unterscheiden sich jetzt dadurch, dass sie bei diesem Clip-Mikrofon, da ist so ein Bügel zum Anclipsen, dass man den jetzt noch farbig anpassen kann auf das, was drunter ist. Also wieder so ein Ding, was ja auch Rode gemacht hat mit dem Anstecker. Nee, Rode hat es mit dem Anstecker ja auch gemacht mit ihrem Mikrofon, dass sie quasi das Ganze mit verschiedenen Farben zur Auswahl haben. Also auch die versuchen jetzt das Mikrofon so zum Modeartikel hoch zu stilisieren.

Boris

Ja, aber schau mal.

Chris

Weil Mode veraltet ja und dann musst du irgendwann ein neues kaufen.

Boris

Schau mal, der Clip scheint wirklich das Mikro zu sein oder das Mikro in diesem Clip. da drin zu haben. Das ist natürlich schön unauffällig. Dann hast du da nicht so einen riesen Klotz irgendwo am Hemd oder am T-Shirt kleben. Das ist ja wirklich ganz nett.

Chris

Also in dem Bereich ist auf jeden Fall noch lange keine Ruhe. Natürlich kommen sie mit einer eigenen Software und natürlich unterstützen sie auch so Sachen wie zum Beispiel Safety Track. Da gibt es ja diese Möglichkeit, dass du noch eine zweite Spur mit weniger Gain aufnimmst, falls dann irgendwie laute Geräusche kommen, die das übertönen und so weiter. Also es ist auf jeden Fall in dem Bereich lustigerweise immer noch Musik drin. Da passieren immer noch Dinge. Das fand ich sehr sehr bemerkenswert, fand ich das. Naja.

Boris

Interessant.

Chris

Und dann habe ich noch mir eine App angeguckt, die auch gerade irgendwie so ein bisschen durch die News getrieben wird und dachte mir, da müssen wir mal kurz drüber reden. Und zwar hast du von Wayshot gehört?

Boris

Ich glaube noch nicht.

Chris

Also Wayshot ist eine iPhone App, die ist wieder mal nur iOS, wobei...

Boris

Nee, dann habe ich noch nicht von gehört.

Chris

Das sollte jetzt keinen irgendwie in Verzweiflung stürzen, weil ich habe sie getestet und dann auch wieder gelöscht. Aber ich musste mir das Ding mal angucken. Also was macht WayShot? WayShot ist eine KI-gepowerte App. So weit, so gut.

Boris

Welche App ist das heutzutage? Nicht.

Chris

Beziehungsweise eine iPhone-Kamera, die KI-gepowert ist und wir reden jetzt nicht davon, dass diese App einfach deine Bilder irgendwie mit KI verändert, das tut sie auch, sondern sie gibt dir Voice Guidance. Sie unterhält sich mit dir. Das ist eine sprechende Kamera und in dieser sprechenden Kamera machst du dann, lass mich das mal scheren, ich habe hier mal so ein paar Screenshots gemacht, machst du dann Fotos und kannst dich nebenher mit diesem Ding unterhalten und das gibt dir dann Tipps, was du vielleicht anders machen könntest. Also ich habe hier, das erste Bild so, ich habe hier so ein Laptop fotografiert auf dem Küchentisch unter schlechtem Licht und dann, mich mit der Kamera unterhalten und die Kamera dann so, ja, kannst du mal gucken, dass der Hintergrund schön, leer ist, willst ja ein Produktfoto machen und das wäre super, wenn da im Hintergrund kein Müll wäre und so und vielleicht guckst du mal, dass du es ein bisschen im Winkel drehst, damit das ein bisschen hübscher aussieht und so.

Und dann ja, guidet dich das quasi per Sprache so, das ist wie so ein kleiner Workshop im Ohr, so. Erst mal nicht ganz uninteressant und dann machst du irgendwann das Bild und dann geht das Ding noch her und macht aus dem Bild noch, per KI, das benutzt, ich glaube Nano Banana Pro, also das Google Bildmodell, und macht dann aus dem Bild noch was anderes. Schau dir mal dieses Bild an, das ist also irgendwie so ein unmotiviert aufgenommener Laptop auf dem Bildschirm, die Videogucker sehen das jetzt und jetzt gehe ich eins weiter und das kam dann raus.

Boris

Ist aber ein völlig anderes Bild.

Chris

Der Laptop ist im Prinzip noch der gleiche. Der Bildschirminhalt ist identisch. Der Tisch ist der gleiche. Der Rest ist anders.

Boris

Der Tisch ist sehr ähnlich, aber der Hintergrund ist natürlich anders. Der Blickwinkel ist anders. Das Licht ist anders.

Chris

Andere Winkel, anderes Licht.

Boris

Die Tastatur ist plötzlich. Na gut, schwarz ist sie bei dir auch.

Chris

Im Original ist das Ding angeschnitten. Hier ist es ganz drauf. Und das ist vom Licht her irgendwie ein bisschen cooler. Es ist ein anderes Foto. Also es ist ein komplett anderes Foto, klar, aber mit den gleichen Inhalten. Das ist eben so KI umrechnen. Dann habe ich mal so ein unvorteilhaftes Selfie von mir gemacht mit der Selfie-Kamera so von schräg unten gegen die Zimmerdecke. Da habe ich dann gar keine Guidance genommen, sondern einfach mal so draufgehauen, klick. Da hat das dann, das Licht und die Farben geändert. Das Bild ist im Prinzip das Gleiche. Das Bild ist das Gleiche.

Boris

So ein bisschen Konturlicht dazu gepackt.

Chris

Genau, Konturlicht auf die Schultern, von oben, von hinten. Die Farben ein bisschen hübscher gemacht, ein bisschen knackiger. Das sieht man vor allem an dem Hoodie.

Boris

Ist aber auch kein besseres Bild geworden dadurch.

Chris

Naja, ich gucke halt genauso bescheuert.

Boris

Du hast immer noch kein Licht in den Augen zum Beispiel. Es ist immer noch eine unvorteilhafte Position.

Chris

Aber hier Haarlicht und so, da sind ja manche Leute ganz scharf drauf, sowas hinzubekommen. Und dann, also ich habe mit dem Ding so ein bisschen gespielt, so hin und her gespielt, habe mir auch mal die Inhalte eingeguckt. Ich sage mal so, diese Voice Guidance, also das Ding muss quasi, ich vermute mal ab und zu halt irgendwie Bilder von der Kamera dann nach Google schicken und so. Ist ziemlich hakelig, ziemlich weiß ich nicht, also es braucht seine Zeit, es ist langsam, zumindest war das heute beim Testen langsam. Die Stimme ist dann doch relativ monoton, also du merkst so, das ist halt doch eine Maschine. Und, Das, was das Ding da tut, ist im Prinzip so eine Mischung aus Bildern und Prompts, die man auch selber in Nano-Banana reinwerfen könnte. Also du könntest das Bild jetzt nehmen, da reinwerfen und sagen, hey, mach mal hier, mach es mal hübscher. Ob die nochmal die Farben.

Boris

In der App wird irgendein System-Prompt hinterlegt sein, der das Ding schon in eine vernünftige Richtung stolpert. Wenn du das selber machen willst, musst du ja auch drüber nachdenken, was du willst. und das wird dir das Ding abnehmen.

Chris

Genau, das Ding hat dann noch so ein paar Features, die man noch auswählen kann. Vibe Shift nennt sich das eine. Das ist dann so tatsächlich explizites Nachbearbeiten und Reframing. Da wird also dann das Framing noch geändert, so wie was du bei dem Laptop gesehen hast.

Boris

Kann man das kostenlos testen oder kostet das gleich Geld?

Chris

Ich habe das jetzt kostenlos getestet. Zum Preis kommen wir gleich. Dann gibt es noch Perfect Frame. Auch das ist Reframing und Hintergrund-Cleanup, dann ist noch ein Feature, das heißt Spotlight, das heißt das Subject hervorheben, auch wieder mit Licht und so. Das war das mit dem Haarlicht, glaube ich. Und dann noch eins, das heißt Crystal Clarity, was dann auch noch Verwackelungen fixt und so weiter. Im Prinzip ist alles das Gleiche, da wird halt umgeframed und der KI gesagt, mach mal hübsch. Das Ganze kostet in der Woche 10 Dollar.

Boris

In der Woche.

Chris

In der Woche. Weekly 10 Dollar, 9,99. Oder man kann ganz toll sparen, indem man im Jahr irgendwie 70 Dollar draufwirft.

Boris

Das ist deutlich günstiger.

Chris

Dann habe ich es dann auch wieder gelöscht. Hätte ich sowieso gemacht. Aber ich finde den Ansatz erstmal relativ interessant. Du hast da eine, wenn auch nur eine Maschine, aber die guckt dir über die Schulter, die gibt dir gefühlt Standard-Tipps, also Hintergrund aufräumen, nach interessantem Licht suchen und so weiter. Ist das natürlich schon interessant, weil das ist so, ich sag mal für Leute, die anfangen, ist das so ein Workshop in a Box? Guckt dir quasi über die Schulter beim Fotografieren und vielleicht ist das auch in Zukunft, wenn du so On-Device-Models hast, die also direkt im Phone gerechnet werden, ist das möglicherweise auch schneller und zuverlässiger. Aber dann habe ich mir auch die Frage gestellt, brauchen wir überhaupt so eine Guidance, so eine, Stimme, die uns immer sagt, was wir tun müssen, wenn wir mal unseren eigenen Stil finden wollen oder wird das dann alles in Zukunft gleich aussehen, weil die Leute halt so einen Knopf im Ohr haben, der was erzählt. Ja. Ich fand es auf jeden Fall total spannend. Aber irgendwo hat es mich jetzt auch nicht wirklich erschreckt oder umgeworfen. Das war mehr so ja, da will jemand mit KI halt irgendwie ordentlich Geld verdienen. Weiß nicht, ob das fliegen wird. Aber sie haben in BetaPixel einen Artikel bekommen, immerhin.

Boris

Also ich habe es hier gerade mal installiert, weil ich mal gucken wollte.

Chris

Kriegst du dann erstmal so ein Intro-Video, wo dir erklärt wird.

Boris

Was das tut. Ein ewig langes Intro-Video und Erklärung und so weiter, pipapo, sicherlich, wenn man das jetzt aber du hast es mir ja schon erzählt, das ist jetzt ein bisschen lästig, weil man es nicht überspringen kann.

Chris

Also dem Intro-Video geht das auch alles völlig reibungslos und klingt überhaupt nicht monoton und so, also da wird dir quasi noch was vorgegaukelt, was dann nicht ganz so ist.

Boris

Aber ich habe jetzt gar nicht erst gestartet, weil die sieben Tage kostenloser Test, ist halt direkt mit dem Jahresabo verbunden, das heißt wenn man dann nicht rechtzeitig kündigt ist es nicht.

Chris

Du kannst rechts oben X klicken und dann kannst du loslegen mit dem Ding also hast du schon auch gratis Features da drin, aber ich weiß nicht, ob du dann nach 5 Minuten Voice dann nicht mehr weitermachen kannst, weil dann sagt, jetzt ist aber dein Free Trial aufgebraucht oder so, sowas in der Richtung, aber ja, aber es ist es ist schon so ein bisschen auch so eine, Ja, so ein Zeichen dessen, was da noch so kommen mag. Das ist nicht gut, das Ding. Das ist überhaupt nicht gut. Das war eher, naja, ich habe da ein bisschen gegähnt, aber das ist ja nur so ein erster Schuss in die Richtung. Also da wird noch mehr kommen, das ist ganz klar.

Boris

Ja, die Idee kann ich schon nachvollziehen. Also wenn man sich mit den generativen KIs befasst und sieht, was so möglich ist mit den entsprechenden Prompts und den Inputs, da kommst du schon auf Ideen, wo du halt interessante Dinge mitmachen kannst oder spaßige Dinge mitmachen kannst und so. Von daher, ja, das wird so weitergehen. Der Haken ist halt immer, ja, das funktioniert halt noch nicht in einer guten Qualität mit den lokalen Modellen, die auf den Geräten sind, seit iOS, was ist es dann, 26? Da hast du ja ganz gute, ganz gute in Anführungszeichen, lokale Modelle unter iOS, aber eben diese Bildgestaltenden nicht auf diesem Level. Und das heißt, du brauchst dann halt Gemini oder ChatGPT und wie sie nicht alle heißen. So viele gute gibt es dann auch nicht. Und die kosten dann halt Geld, weil die Tokens, irgendjemand muss die bezahlen. Und damit hast du halt sofort diese Abo-Modelle und wer auch immer das entwickelt. Also.

Ich weiß, dass man Abos nicht mag, aber wenn man solche Sachen machen möchte und dann auf Drittanbieter angewiesen ist, dann musst du zum einen eine gewisse Sicherheit einkalkulieren, weil die Drittanbieter werden eher teurer und nicht günstiger. Mit neuen Modellen wird das eher in der Regel teurer, vor allem wenn du gute Ergebnisse haben willst. Und zum anderen musst du diese Software ständig hinterher pflegen, weil dann Gemini oder ein ChatGP Team neue Modelle bieten. Dann, wenn Kunden das haben, wollen die natürlich mit den neuen Modellen die besseren Ergebnisse haben, also musst du die unterstützen, also musst du die Schnittstellen dafür einbauen und, und, und.

Chris

Ich glaube, die Kunden, die das nutzen, die wissen das nicht, dass da drunter schon wieder neues Zeug möglich ist.

Boris

Nee, die wissen nicht, dass da ein neues Modell hinter ist, aber die wollen natürlich immer die beste Qualität haben. Und du willst das natürlich, wenn du ein Abo hast, den Kunden auch bieten, aber dann musst du ständig hinterher programmieren und die Entwicklung ist da gerade echt rasend schnell.

Chris

Also meine Hoffnung ist, dass das so ähnlich versandet wie das, was Kodak damals mit den Point & Shoots gemacht hat, mit den digitalen. Du erinnerst dich, wo dann hinten drauf auf dem Display so Kompositionsvorschläge drauf waren, hast du eingestellt, Gruppenbild und dann hat dir das so ein paar Silhouetten von, Menschen gezeigt oder Sonnenuntergang, dann hast du irgendwie eine horizontale Linie für den Horizont und einen Kreis, wo die Sonne reinkommt und so. Ist im Prinzip sowas ähnliches gefühlt, Nur, dass das eher kontextbezogen jetzt ist und erkennt, was du da tust oder zumindest, vermeintlich erkennt, was du da tust. Also ich habe noch ein bisschen Hoffnung für die Menschheit, zumindest für das nächste halbe Jahr noch, ob das danach dann, ich weiß es nicht.

Boris

Man wird sehen. Und du hast natürlich den Gegenpol.

Chris

Du hast den Gegenpol der komplett generativen KI natürlich, wo du einfach gar nicht mehr fotografierst, sondern, also stell dir vor, du zeigst mit deinem iPhone irgendwo hin und drückst auf Auslösen und es fliegt sofort so ein optimiertes, neu geframetes, geschärftes Bild ohne das Original noch siehst, weil das Neue ist doch eh das, was du willst.

Boris

Ich könnte mir vorstellen, dass das so wie es jetzt ist, ist halt, würde ich erstmal mit einstimmen, das ist halt ein Effekt, aber irgendwann hast du es dann hast du halt irgendein Bild in einem anderen Blickwinkel und hast eben doch nicht die Situation, die du da haben wolltest. Aber was ich mir vorstellen könnte, also wenn ich das jetzt programmieren würde, würde ich da zum Beispiel verschiedene Stiles einbauen. Und wenn schon Abo, dann halt gegen entsprechende Pakete, die du dann buchen kannst. Und dann hättest du zum Beispiel einen bestimmten Comic-Style oder einen bestimmten Handpuppen-Style oder einen bestimmten Zeichentrick-Style, sodass du halt die Fotos machst und das Ergebnis dann eben in einem Style, in einem Stil rauskommt. Und dann hast du halt irgendwie einen Party-Gag oder sowas. Warum nicht? Wird sich auch abnutzen auf die Zeit. Irgendwann werden die Modelle lokal laufen und dann wird das, glaube ich, wieder interessanter.

Chris

Naja, gut.

Boris

2026 hat ja gerade erst angefangen.

Chris

Ja, ist ja auch noch nichts passiert in diesem Jahr. Und dann hast du diese eine Geschichte, die dann versucht, dir irgendwie deine Bilder immer perfekter zu machen. Und dann kommt Instagram und möchte gerne mehr Dreck.

Boris

Dann sollen die einfach mal am Stall ausmisten.

Chris

Hier. Genau. Das ist also faszinierend. ich glaube, die haben die sind ein bisschen desperate, was das Thema Nutzer angeht auf Instagram. Anders kann ich mir das nicht erklären. Also der Chef von Instagram hat, sich, ja, ich weiß nicht, sich beschwert hat. Also er hat auf jeden Fall gesagt, dass die Kamerafirmen, die Kamerahersteller in die falsche Richtung gehen.

Boris

In welche Richtung gehen sie denn?

Chris

Naja, also die versuchen, Adam Mosseri heißt der Mann, die arbeiten halt darauf hin, dass Bilder immer besser werden und er sagt, nein, wir brauchen mehr Rohheit, wir brauchen mehr, ich hab's Dreck genannt, wir brauchen mehr Rawness in den Bildern, mehr Echtheit und nicht so dieses glatte, perfekte, was halt heute so rauskommt. Natürlich auch im Kontext von AI-Slop natürlich auch.

Boris

Da bezieht er sich auf Smartphones nämlich an, auf die Smartphone-Kameras. Da sprachen wir ja auch schon drüber. Er sagt Camera-Companies. Er spricht von Camera-Companies. Nee, sorry, aber wenn jemand in dem Alter bei Instagram heute über Kameras spricht, dann meint er die Kameras im Smartphone. Da bin ich 100% überzeugt. Und da haben wir auch schon drüber philosophiert, dass die zu viel optimieren, zu viel HDR-isch da rein machen und waren eigentlich ganz glücklich, dass so Hersteller wie Haylight oder sowas daherkommen und das Ganze mal wieder zurückdrehen und ein bisschen fotorigere Fotos machen. Und da würde ich durchaus zustimmen.

Chris

Was ja erstmal interessant ist, aber wenn du dir dann die Kommentare drunter anguckst, was ist mit Instagram passiert? Instagram war mal diese Plattform, wo Menschen Bilder mit anderen Menschen geteilt haben. Du hast so Fotos reingeworfen.

Boris

Das scheint aber vorbei zu sein.

Chris

Das ist vorbei und das nehmen halt immer noch ganz viele Leute Instagram übel, dass es eigentlich eine Markenplattform geworden ist, die hauptsächlich aus Werbung und Markenpräsentation besteht und dass tatsächlich persönliche Fotos halt auch, niedriger priorisiert werden. Also du siehst die halt fast nicht mehr oder gar nicht mehr. Wenn du es nicht machst, Und die Druckhofs, die Kommentare, da sind halt wirklich einer nach dem anderen, sagen wir hier, the head of Meta-Platform has done more to ruin the art of creating images and videos. What a perfect example of an executive who could be replaced by a chatbot and nobody would notice. Pointless, the very last sentence has one merit, otherwise it's an emperor has no clue article. Der nächste hier oh, you want authenticity? Okay, strip out the crappy AI-Nonsense you've loaded into the app. Die Leute sind wütend und lassen das jetzt hier auch richtig schön raus if all of meta vanish tomorrow, the world would be a better place.

Boris

Ich war neulich in der Instagram-App drin, weil ich hatte eine Information bekommen über, heißt das da Reel oder so also jedenfalls irgendwie ein Update von einer mir bekannten Person, deswegen habe ich da mal draufgeklickt, hab mir das angeguckt, war nett, war halt ein Gruß an die Freundinnen und Freundinnen dieser Person, wunderbar. Und dann hab ich mal wieder auf das Häuschen geklickt, auf mein Homefeed und hab da mal gescrollt und ich hab überhaupt kein einziges Foto gesehen in den ersten, weiß ich nicht, 20, 30 Bildern, die ich da durchgescrollt oder Einträgen, die ich durchgescrollt habe, von irgendwem, von dem ich wüsste, dass ich der Person folge. Stattdessen hab ich da irgendwelche Videoclips gesehen, Werbeclips gesehen. Ich glaube, ungelogen, mindestens jeder dritte Beitrag war ein Werbeclip, ein Videoclip, die dann auch automatisch gespielt haben. Habe ich weitergescrollt, habe ich irgendwelche Shortclips von Leuten gesehen, denen ich wahrscheinlich auch folge oder auch nicht. Ich weiß es nicht. Ich habe das Ding wieder zugemacht. Ich bin kurz davor, das Ding einfach zu löschen. Brauche ich nicht mehr. Ich poste da nichts mehr und ich habe da keinen Bock mehr reinzugucken.

Verstehe schon, warum die Leute wütend sind. Auf der anderen Seite habe ich jetzt aber bei Mastodon gehört von jemandem, der durchaus Instagram benutzt und sagt, das passiert halt, wenn man sich nicht um sein Feed kümmert, wenn man sein Feed kuratiert, also eben sagt, was man mag, was man nicht mag, was man sehen will, was man nicht sehen will, welche Abos man hat und so weiter, dann wäre der Feed halt besser. Ja, aber ich hab doch, ich hab das doch nicht um Tamagotchi zu haben, ich will doch hier mein Feed nicht babysitten, also ich weiß nicht, ich bin da raus aus dem Spiel.

Chris

Ja, ich also bei Meta sowieso schon, ich hab keine, ich hab Meta schon lang gelöscht. Also ich verstehe auch nicht, warum man das haben möchte. Okay, ähm, naja, also man sieht aber, die Reaktion ist nämlich deutlich.

Boris

Finde ich auch.

Chris

Und ich find's auch sehr verständlich, ja. Na gut. Kommen wir mal wieder zur Essenz dieser Sendung zurück. Fotografie und da auch was ganz Interessantes, da sind wir beide drüber gestolpert und haben beide einen Artikel, also einen Eintrag in unser Tool hier gemacht, weil es so spannend ist. Und zwar ist die Frage, was sieht denn so ein Sensor, so ein Kamerasensor? Also wenn wir ein Bild sehen, was wir gerade gemacht haben auf dem Display der Kamera, dann hat das mit dem, was der Sensor gesehen hat, quasi nichts zu tun. Es ist was völlig anderes, also zumindest weitgehend, weil... Weil Kamerasensoren halt anders funktionieren als unser Auge und was da für Purzelbäume geschlagen werden müssen, damit das dann von dem, was der Sensor sieht, so umgewandelt ist, dass wir es dann so sehen, wie wir die Welt wahrnehmen. Das ist faszinierend. Das ist faszinierend und spannend.

Boris

Wir haben ja mal gesagt, das RAW-Format ist ja das, was der Sensor gesehen hat. Das sind die rohen Daten aus dem Sensor-Output. Der Sensor ist ein Bauteil, wo Analogspannungen erzeugt werden durch einfallendes Licht. Das wird dann ausgelesen, wird dann in digitale Werte konvertiert, zum Beispiel in einen 14-Bit-Bereich, also Zahlenwerte von 0 bis 16.300 irgendwas und dann gespeichert. Und dann muss ja aber mit diesen rohen Daten irgendetwas passieren, denn das sind ja erst mal nur Werte. Die haben noch keine Farbe und nichts. Das ist ja das, was wir jetzt auch schon seit Jahren sagen. Es gibt kein unbearbeitetes Bild. Also in dem Augenblick, wo man auf seinem Kameradisplay ein Bild sieht, ist es eine Interpretation dieser rohen Daten. Und ich kann mich erinnern an Uhrzeiten. Da hatte ich gerade die 350D neu. Da gab es tatsächlich unter Windows ein Tool, wo man sich die rohen Daten anzeigen lassen konnte. Der hat also dieses RAW-Format ausgelesen, hat einfach nur Pixel für Pixel die rohen Daten angezeigt. Und das ohne das Raster zu Demosaiken oder sowas, sondern einfach nur Länge mal Breite und den Helligkeitswert in der Graustufe dahin.

Und das war so ein bisschen die Vorstufe von dem, was wir jetzt hier gleich, erzählen und dann auch im Video zeigen also hier lohnt es sich tatsächlich den Videostream anzugucken oder in den Shownotes auf den Link zu klicken und dann zu folgen.

Und das fand ich damals schon faszinierend, aber das ging nicht so weit wie das, was jetzt hier passiert.

Chris

Richtig. Und da hat eben dieser Mensch, dessen Name ich auf dem Blog leider nicht rausfinden konnte, hat einfach mal in sehr vereinfachter Version einfach mal gezeigt, was da so passiert und fängt da halt an und zeigt so ein paar Bilder und sagt, hier ist ein Bild von meinem Weihnachtsbaum, so wie mein Kamerasensor das sieht. Und was sehen wir? Wir sehen eigentlich ein Bild, was fast nur aus irgendwelchen dunklen Grautönen besteht und ein paar Lichter dazwischen. Also wenn man Fantasie hat, kann man einen Weihnachtsbaum erkennen, aber da sind keine Farben zu sehen, da ist fast kein Licht drin, das ist total dunkel alles.

Boris

Und interessant ist, es ist nicht schwarz, sondern es ist einfach eine graue Suppe. Einfach alles.

Chris

Es ist eine graue Suppe, genau. Eine dunkelgraue Fläche. Das nimmt der Kamerasensor auf. Und jetzt sagt er, okay, das ist noch nicht mal black and white, das ist gray and gray. Und das liegt daran, weil der Analog-Digital-Converter, also diese analogen Werte werden nach digital verwendet. Weil der eben einen größeren Bereich abdeckt als das, was vom Sensor kommt. Und wenn wir jetzt mal das, was am dunkelsten ist im Bild, als schwarz definieren, das, was am hellsten ist als weiß, dann kriegt man zumindest mal ein bisschen besseren Kontrast. Dann säuft diese graue Suppe aber so richtig ins schwarz ab. Dann ist fast gar nichts mehr da.

Boris

Jetzt ist fast alles schwarz. Also er hat jetzt quasi im Histogramm den schwarz- und den weiß-Punkt angepasst. Und jetzt ist aber fast alles gleich schwarz. Ganz wenig ist dunkelgrau. Und dann eben diese sehr, sehr hellen Lichtpunkte von dem Weihnachtsbaum.

Chris

Und da ist das ganze Bild bereits drin, nur das sehen wir noch nicht.

Boris

Wir sehen es noch nicht.

Chris

Und es geht erst mal jetzt um die Farben, weil das ist erst mal nur monochrom, du hast Helligkeiten und das war es auch schon. Und dann geht er erst mal her und sagt, okay, wir müssen jetzt erst mal das Bild, ja, was man so als Demosaik bezeichnet, wir müssen jetzt erst mal das Bild quasi, wir müssen erst mal die roten Pixel nach Rot färben, die blauen nach blau, die grünen nach grün. Und wenn man das tut, also wenn man dieses Bayer Array drauflegt.

Boris

Ja, das ist halt spannend. Das ist das, was ich von früher kenne. Also dieses obere Bild, was du siehst, da siehst du ja so ein Raster, wie so eine gerasterte Zeitung, so ein Foto in der Zeitung, wenn das so, aufgerastert wird, nur eben mit gleich großen Punkten, helle und dunkle und graue Punkte. Und das ist eben jeder einzelne Bildpunkt unter jedem einzelnen Farbfilter. Und wenn man jetzt sagt, an jeder Stelle weiß ich halt, ob da ein grüner, ein roter oder ein blauer Filter drüber liegt, dann kann man genau dieses Raster eben mit Rot, Grün und Blau einfärben. Das hat er dann darunter getan. Aber was du ja eigentlich tun musst, ist, dass du ja die benachtbarten Pixel, also immer vier Stück miteinander, zu einem Farbwert dann interpolierst, weil du hast ja nicht rein Rot, Grün und Blau.

Chris

Und das hat er dann eben auch gemacht. Er hat das vereinfacht. Er hat das ein bisschen vereinfacht alles. Hat dann so Durchschnitt gemacht. Und jetzt sieht das Bild auch schon so ein bisschen...

Boris

Er hat die benachbarten Pixel verrechnet. Und dann kriegt er halt diesen farbigen Blob, wo du eben Mischfarben hast.

Chris

Eben. Und das sieht man jetzt in den Lichtchen, dass die schon ein bisschen farbiger sind. Der Rest ist deshalb nicht heller geworden.

Boris

Genau. Die Helligkeit hat sich nicht geändert. Aber die Lichtflecke sind jetzt farbig.

Chris

Genau. Und jetzt geht es halt weiter. Das Bild ist immer noch viel zu dunkel und das liegt halt dran, dass die Verteilung in diesem, die Helligkeitsverteilung in diesem Bild einfach eine komplett andere ist, als wir sie haben. Unser Auge sieht anders und deshalb musst du jetzt anpassen.

Boris

Also das fand ich eine spannende Aussage, weil er sagt halt, wenn man die Helligkeit technisch gleichmäßig verteilt von dunkel nach hell, dann ist das was anderes als das, was wir empfinden würden, was doppelt so hell oder so ist. Und deswegen haben Farbräume eben einen angepassten Helligkeitsverlauf und er demonstriert das hier eben mit zwei Helligkeitsverläufen wo man im ersten Verlauf sagen würde okay von schwarz nach mittelbrau das ist ein Riesensprung und ab da werden die Sprünge immer kleiner ja aber es ist halt irgendwie, technisch gesehen eben doch, ein linearer Verlauf.

Chris

Also Fakt ist, das was rauskommt aus diesem Sensor ist einfach fast schwarz für uns.

Boris

Das meiste spielt sich im Dunkeln ab.

Chris

Wenn wir das entzerren, dann kommt da langsam Helligkeit rein. Und so ist das dann auch. Dann wird das plötzlich heller. Und du siehst den Raum und du siehst den Baum und du siehst die Wand und alles. Sehr schön, sehr toll. Aber halt leider mit einem fetten Grünstich. Warum? Weil wir halt auch Farben nicht linear sehen.

Boris

Ja, und weil er noch einen Fehler gemacht hat beim Demosaiking, weil du hast eben doppelt so viele Grün Punkte in deinem Mosaik, um die Empfindlichkeit im Grün zu erhöhen. Und das musst du halt beim Interpolieren berücksichtigen, damit das nicht ganz so grünstichig wird.

Chris

Genau, wir haben ja RGBG, also Rot-Grün-Blau-Grün für jedes Pixel im Prinzip. So, also wird das jetzt korrigiert? Hat das nochmal in diesem dunkleren Dingens korrigiert?

Boris

Ja, du musst es ja an der Basis Den Farbstich musst du an der Basis rausmachen, bevor du die nicht-lineare Helligkeitskurve drauf rechnest. Das muss also vorher passieren.

Chris

So, und jetzt machst du das wieder und machst die Helligkeitskurve da drauf, hast dann quasi das Grün rausgerechnet, was zu viel war, weil zu viele grüne Pixel drauf sind und dann hast du plötzlich ein Bild und wenn du das mit dem JPEG vergleichst, was aus der Kamera fällt, also dann sieht das schon sehr ähnlich aus.

Boris

Es ist ähnlich, genau. Was am JPEG natürlich noch zusätzlich passiert ist, sind irgendwelche Kontrastgeschichten und der Weißabgleich wird ein bisschen pfiffiger und präziser sein als das, was er in seinem Test gemacht hat. Weißabgleich ist eben auch eine Sache, wo er sagt, muss man machen. Also zum einen, das doppelte Grün muss berücksichtigt werden. Das war sein Fehler. Aber du musst halt ein Weißabgleich machen. Das heißt, du musst jeden Pixel mit einer bestimmten Konstante noch mal multiplizieren, damit du dann eben sagst, okay, das Ganze ist ein bisschen bläulicher oder ein bisschen grüner oder ein bisschen mehr Magenta oder was auch immer bekommen. Da muss man sich halt rantasten. Und ja, das hat er hier mal gezeigt. Und das ist tatsächlich, also ich finde es wirklich faszinierend. Und er hat jetzt ja wirklich einen ganz einfachen, sehr direkten Weg genommen, die rohen Daten über das Demosaiking, über die Farbkurve, über den Weißabgleich zu einem Bild zu machen.

Und er beschreibt dann ja auch, dass man das Spiel jetzt noch weiter treiben kann. Das hat er jetzt hier nicht mehr in Bildern gezeigt, aber er sagt, man kann jetzt zum Beispiel die nicht-lineare Kurve für jeden Farbkanal einzeln machen, statt auf der Summe. Was dann zu entsättigten, hellen Bereichen, also Highlights führt. Sagt er, was durchaus ästhetisch aussieht und so ein bisschen mehr nach Filmcharakter aussieht. Also sich mehr nach Film anfühlt. Aber du hast dann eben auch eine Entsättigung in Bereichen, die du nicht haben willst. Und sagt er, jetzt kann man natürlich auch dahergehen und kann die Kurve unabhängig von Helligkeits- und von Farbwert machen. Das kann man mich rechnerisch trennen voneinander, den Farbwert und die Helligkeit. Und also da habe ich so gedacht, genau, das erste ist erstmal so ein Experiment, wie komme ich eigentlich zu einem Foto aus diesen rohen Daten und dann fängt der Spaß eigentlich an, was man jetzt alles damit machen kann, wenn du diese Daten hast, wie verwurstest du das?

Und das sind ja so Sachen, die eben in der Kamera ja stattfinden, je nachdem, was du für Einstellungen gemacht hast und natürlich vor allem in den RAW-Convertern, wo dann der ganze Spaß losgeht und ja, ich finde hier an dem Beispiel, da erklärt er eben ganz gut, warum eben bestimmte Dinge in einer bestimmten Reihenfolge laufen sollten, zum Beispiel entrauschen hat er jetzt ja auch nicht drin in seinem Algorithmus, das sind ja dann auch schon wieder so kleine Zaubereien, die man dann machen muss und Hotpixel rausrechnen und so weiter und so fort. Es ist schon geil.

Chris

Tja. Ja, es ist interessant. Und wenn man dann natürlich noch, ich meine, das ist jetzt im Artikel nicht mehr drin, aber wenn man dann noch guckt, was... Was mit einem RAW-Bild alles passiert, bevor es dann als RAW-Bild auf einer Karte landet. Da ist ja noch viel mehr, was damit passiert. Da sind noch mehrere Level an Entrauschung und sonst was drin. Ja, dann macht man sich Gedanken, ob RAW wirklich RAW ist. Aber es ist spannend.

Boris

Es ist schon faszinierend auf jeden Fall.

Chris

Es ist auf jeden Fall spannend.

Boris

Naja, und wenn man jetzt überlegt, wenn wir halt über neue Kameras reden, wo dann in diesen Ausleseprozessen dann mit zwei analog-digital-Wandlern parallel gearbeitet wird, um dann pro Pixel zu entscheiden, welchen Wert du nimmst und welchen, ist das jetzt rauschen oder nicht. Also was da alles unter der Haube jetzt auch noch vor dem Speichern dieser rohen Daten stattfindet. Also wow. Ja, man kann schon ein bisschen Demut zeigen vor dem, was so eine Kamera macht.

Chris

Auf jeden Fall. Aber wovor man auch Demut zeigen kann, ist, ja, ich sag mal, das Gegengift zu der Geschichte, weil jetzt haben wir sehr, sehr technisch geredet, aber letztendlich wissen wir alle, dass die Technik ja nicht das Foto macht. Also technisch schon, aber ein Foto, was hinterher in irgendeiner Form andockt beim Empfänger oder bei der Empfängerin, das ist halt nun mal, da ist die Technik nicht so wichtig. Du kannst auch mit einer alten analogen Kamera Bilder machen, die einen berühren, die einen mitnehmen, die einen abholen Und dazu gehört halt Gestaltung. Und für alle, die mal jetzt in den letzten Jahren hier auf dem Workshop waren, Gestaltung ist immer ein Thema, ist ein sehr wichtiges Thema, ein sehr zentrales Thema. Und deshalb hat es mich besonders gefreut, dass tatsächlich Peter Pixel, eine unserer Quellen hier, jetzt über Weihnachten ein Ivor Rackham zu Wort hat kommen lassen als Autor, der sich mit solchen Themen beschäftigt hat.

Boris

Gestaltung ist Gestaltung ein englisches Wort.

Chris

Gestalt wird im Englischen verwendet. Das ist ein deutsches Wort, aber es wird im Englischen genauso verwendet. Und die Gestalttheorie ist eine ganz wichtige Geschichte. Die wurde so 1910 in Deutschland entstanden. Und es geht um Wahrnehmung, es geht darum, wie wir die Welt sehen und wie wir Sinn aus der Welt machen. Wir haben visuelle Informationen und da nehmen wir halt Dinge wahr im Kontext, als Formen. Wie gesagt, es wird jetzt hier kein Workshop, das ist doch nur ein kurzer Abriss, aber letztendlich geht es darum, wie bauen wir Sachen zusammen? Also warum passiert es und wie passiert es, dass wir Dinge als zusammengehörig wahrnehmen, obwohl die eigentlich gar nicht wirklich zusammengehören? Wie können wir diese Gesetzmäßigkeiten, die es da gibt, nutzen, um Bilder zu machen, die dann am Schluss auch beim Empfänger andocken und da irgendwas auslösen oder eine Wiedererkennung haben? Also es geht darum, wie strukturiere ich Bilder, um entsprechend harmonisch oder ansprechende Fotos zu schaffen?

Es geht auch darum, Aufmerksamkeit zu steuern. Auch das sage ich schon seit Jahren. Als Menschen mit Kamera ist eine unserer Aufgaben natürlich, oder eine unserer Wünsche natürlich, dass wir die Aufmerksamkeit der Betrachter steuern wollen. Wo gucken die hin auf ein Bild? Wie erfassen die das Bild? In welcher Reihenfolge erfassen die Dinge im Bild? Weil damit kann ich ja Geschichten erzählen. Damit habe ich die Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken und das ganz bewusst zu tun. Und die Gestalttheorie, die funktioniert da, die hilft dabei. Und ja, hier wird eben so ein bisschen drüber gegangen, na gut, was sind die Ideen? Also wie gesagt, es gibt verschiedene, ich mache immer sehr große Luftkommas darum, Gesetzmäßigkeiten, das sind einfach Dinge, die... Die funktionieren in dem Kontext, also hier das Law of Simplicity.

Da geht es darum, dass unser Gehirn möchte gerne die kognitive Last reduzieren und damit vereinfachen wir Dinge. Und wenn wir vereinfachte Dinge zeigen, dann ist das für die Empfänger einfacher, das auch wahrzunehmen. Es gibt ein sogenanntes Law of Proximity, also Sachen, die nah beieinander stehen, erscheinen als Gruppe, gehören zusammen. Der Autor demonstriert das ja immer so mit Bildern aus dem Vogelreich. Hier ist so ein Vogelschwarm zu sehen. Es gibt Law of Similarity, also ähnliche Elemente werden als zusammengehörig wahrgenommen. Law of Continuity, also Kontinuität, fließende Linien werden bevorzugt, also Linien, die oder Dinge, die Linien bilden, da werden wir mit dem Auge entlang gehen und dann möglicherweise irgendwo landen. Law of Closure also dass wir fehlende Teile ergänzen im Bild wir sehen auf diesem Bild hier zwei Dreiecke, aber da ist eigentlich nur ein Dreieck und drei Kreise mit rausgeschnittenen Kuchenstücken und so weiter die sich so gegenüberstehen.

Boris

Dass sie ein virtuelles schwarzes Dreieck ergeben wenn man denn die offenen Münder miteinander verbinden täte und das tun wir in unserem Kopf.

Chris

Ja, wie gesagt, wir machen das auf unseren Workshops meistens noch ein bisschen ausführlicher, machen da auch gute Übungen dazu. Aber hier ist mal ein ganz guter Überblick nochmal. Und es hat mich einfach unglaublich gefreut, dass so eine Publikation wie Peter Pixel, die schon auch natürlich viel hier neues Gear featuren und manchmal dann auch relativ technisch werden, dass die auch mal so der Sache tatsächlich ein bisschen Raum geben, die eigentlich viel wichtiger ist für das Bild. Nämlich loszugehen und sich zu überlegen, wie gestalte ich dieses Bild, dass das hinterher bei den Menschen irgendwie sich festbeißen kann. Also deshalb lohnt es sich zu lesen und sich überhaupt mal mit dem Thema zu beschäftigen, Gestalttheorie, Gestaltung und wie wir das nutzen können.

Boris

Ja, finde ich gut.

Chris

Um bessere Bilder zu machen. Nicht wahr?

Boris

Gibt es ja einige Seiten dazu im Internet, aber das bei PeterPixel zu sehen, stimme ich dir erstmal zu. Das ist ein schönes Signal. War ungewöhnlich.

Chris

War ungewöhnlich. Also hatte ich ja, hatte ich nicht erwartet, aber gut.

Boris

Aber das sind dann so die kreativen Dinge, die man mal umsetzen kann mit der neuen Kamera, die man sich da so geholt hat. Insofern, sehr gut.

Chris

Tja, du hast eine technische Entdeckung gemacht, die auch mit Gestaltung bzw. Im weitesten Sinne damit zu tun hat. Es geht um Licht.

Boris

Es geht um das Licht, die LED am iPhone, vor allen Dingen an den neueren Modellen. Ich habe hier ein iPhone 14 Pro und ich hatte mitbekommen, dass mit irgendeiner iOS-Version eine UI dazu gekommen ist, wenn ich an dem iPhone das Licht einschalte.

Natürlich geht sie dann wieder aus, wenn ich das Handy von mir wegdrehe ich versuche es ganz kurz zu zeigen dann gibt es eine UI, die da oben so ein.

Schematisches Licht mit einem Lichtkegel darstellt, so eine Taschenlampe mit Lichtkegel und dann kann man mit den Fingern nicht nur die Helligkeit dieser LED steuern sondern auch.

Den Streuwinkel, also den Fokus des Lichtes. Ein engerer Lichtkegel oder ein weiterer Lichtkegel. Die Farbe kann das Ding auch anpassen, aber da gibt es keine UI dafür. Jedenfalls nicht, dass ich es gesehen hätte. Das macht die Kamera dann, wenn man Fotos oder Videos macht, automatisch, um das Umgebungslicht anzupassen. Aber diese Sache mit diesem Streuwinkel, die war mir damals neu. Das hatte ich wohl mitbekommen. Aber mein iPhone konnte das nicht. Ich glaube, das ist mit iOS 16 ausgeliefert und da ging das nicht. Und jetzt weiß ich nicht, ob das mit iOS 17 oder mit iOS 18 gekommen ist. Jedenfalls kann mein relativ, also ganz neu ist es nicht mehr, mein älteres iPhone 14 Pro kann das jetzt plötzlich. Und da habe ich erst mal gestaunt, weil ich dachte, okay, das kann ja nicht funktionieren, altes Gerät. Und selbst wenn, wie soll das gehen? Da sind ja keine beweglichen Teile drin. Wie soll der denn das Licht fokussieren? Ich habe es aber ausprobiert und es geht. So, und das ist jetzt aber auch schon wieder ein Jahr her oder so. Doch, und jetzt war ich über einen Beitrag gesteuert von jemandem, der hat sich jetzt mal interessiert, wie das geht. Was genau passiert denn da? Mit dem Finger rauf, runter, die Helligkeit verstellen, das kann man noch einigermaßen verstehen. Da wird halt einfach die LED heller oder dunkler leuchten gelassen. Das kennen wir alle von dimmbaren Lampen.

Chris

Ich glaube übrigens, dass es auch bei manchen Android-Phones mittlerweile gibt.

Boris

Bestimmt.

Chris

Dass du die Breite des Strahls verändern kannst.

Boris

Bestimmt geht das. Also das wird nicht iOS, wahrscheinlich gab es das bei Android schon länger, würde ich jetzt sogar mal vermieden.

Chris

Wahrscheinlich, ja.

Boris

Also jetzt bei ausgewählten Geräten natürlich. Das ist bei Android ja immer ein bisschen weiter gestreut am Markt. Ja und wenn man den Finger halt auf dieser UI nach links und rechts bewegt, dann kann man eben von weit nach engen. Das ist auch nicht schlagartig, sondern geht so ein bisschen stufenlos. Das kann man wirklich justieren. Und tatsächlich ist es so, wenn man es enger macht, diesen Lichtkegel, wenn man es also stärker fokussiert, dann wird es auch auf größere Distanz wirklich heller. Also das ist nicht einfach nur eine Spielerei, sondern die Energie wird auf einen engeren Punkt fokussiert und hat dann eben einen helleren Lichtkegel, der eben halt schmaler ist. Ja, wie geht denn das jetzt? Und in diesem Beitrag ist dem mal jemand auf die Spur gegangen. Derjenige hat dann tatsächlich mal seine LED an dem iPhone versucht zu fotografieren oder zu filmen, während er das ändert. Er hat das aber nicht so gut hinbekommen, sagt aber, es ist ihm einigermaßen klar, was da passiert. Nämlich, es ist unter der Linse, die man da sieht, eine größere Fläche. Und es ist nie die ganze Fläche an, sondern verschiedene Bereiche, nämlich entweder ein mittlerer Bereich oder ein äußerer Bereich und die eben in einer wechselnden Intensität zueinander. Und dann hat er aber Marketingmaterial gefunden, das sehen wir hier gerade im Videostream, wir werden den Beitrag aber auch verlinken, das könnt ihr also über die Shownotes erreichen.

Und da ist es halt sehr deutlich zu sehen, dass wenn man, In der Mitte von diesem Licht-Array, wenn die Mitte leuchtet, dann gibt es eben einen sehr gebündelten Strahl, der eben viel Energie nach vorne schickt. Und wenn der komplette äußere Kreis leuchtet, aber nicht die Mitte, dann wird eben breit gestreut. Das wird eben passend zu der Optik sein, die vor diesem Licht-Array liegt. Das eben von außen wird gestreut und von innen wird gebündelt. Und dann gibt es eben noch einen Zwischenwert, dass eben der äußere Ring leuchtet, aber nicht die ganz äußeren Ecken und dann hat man eben so ein Zwischending und ich denke mal, dass diese drei Bereiche in unterschiedlicher Helligkeit zueinander eben für diesen stufenlosen Übergang sorgen.

Das finde ich höchst faszinierend und dann wird hier noch gesagt, dass es wohl keine normalen LEDs seien, sondern es sei Laserpumped Phosphor, also das wird, halt diese Technologie sein, dass dass eben ein Laserlicht diese Phosphorschicht zum Leuchten anregt und damit das Lichtamt gegeben wird. Technische Details kenne ich da nicht. Und es ist also jedenfalls kein normales LED-Array, was sich darunter verbirgt, also einfach Pixel-LED, sondern es sind verschiedene Lichtquellen, die in einem bestimmten Array angeordnet sind, die dann eben leuchten. Da gibt es auch weiter unten auf der Webseite gibt es wohl die Patentmeldung dazu. und ich denke, in der Realität wird das noch ein bisschen feiner umgesetzt worden sein. Also... Ich finde es super faszinierend, was da geht.

Chris

Und der Effekt ist halt tatsächlich interessant, dass dann durch das Aussuchen verschiedener Matrix-Teile, dass das dann wirklich so aussieht, als ob du einfach, also wenn du das auf eine Wand im Dunkeln strahlst, dass das dann so einfach, dass der Kegel größer wird. Was logisch ist, weil die Geometrie da hinter sich ändert. Aber das ist ein ganz spannender Effekt. Auf jeden Fall. Und dazu kommt ja noch, dass diese LEDs dann auch noch gedoppelt sind, damit sie die Farbe wechseln können. Die können ja auch in verschiedenen Warmtönen sich noch äußern.

Boris

Da weiß ich technisch nicht genau, wie es funktioniert. Das hieß damals, als das anfing, dass sie denen die Farbtemperatur anpassen konnten. Das hieß es nicht nur, das konnte man auch von außen sehen. Das waren halt zwei LEDs oder zwei Leuchtflächen in verschiedener Temperatur, eine kühle und eine warme, die dann in der Intensität zueinander zusammen oder einzeln geleuchtet haben. Ob das jetzt immer noch so ist oder ob da jetzt eine andere Technik sich dahinter verbirgt, weiß ich nicht, aber ich würde es mal vermuten, dass es immer noch so ist, dass es halt gedoppelt ist.

Chris

Viel, viel Technik da hinten.

Boris

Und das auf so einem winzigen Raum und so, wenn man so von außen drauf guckt, sieht das halt aus wie ein kleiner Lichtpunkt und dass da so ein Effekt daraus kommt.

Chris

Und was man damit nicht hinbekommt, ist natürlich, die Fläche des Lichts kann man damit nicht vergrößern. Die Fläche bleibt klein. Das heißt, Schatten bleiben nach wie vor genauso hart wie vorher. Nur das, was dann halt ausgeleuchtet wird an Fläche, das ist entsprechend anders groß.

Boris

Und das ist total sinnvoll, weil wir haben ja auch gerade in dem Pro inzwischen drei Kameras von Weitwinkel bis Tele. Und wenn du jetzt eher teelich ein Foto machst oder ein Video drehst, dann musst du nicht die ganze Fläche ausleuchten, sondern das, was du siehst. Dann brauchst du einen engen Strahl mit viel Energie nach vorne. Und wenn du weitwinklig arbeitest, dann musst du nicht die Entfernung ausleuchten, weil in der Regel die Person, die du ausleuchten willst, wahrscheinlich irgendwo da vorne ansteht oder Personen, aber eben in einem größeren Radius vor dem, ne, größeren Winkel vor der Kamera. Dann brauchst du es breit. Also, ja, also faszinierend. Wie gesagt, ich hatte gesehen, dass es geht und Chris, du hast dich auch schon gewundert, ne, das iPhone 14, die Technik muss da drin gewesen sein und ich bin mir relativ sicher, dass ich, diese UI hatte ich früher nicht, das ging früher nicht. Ob das jetzt mit iOS 17 oder 18 gekommen ist, weiß ich nicht. Also faszinierend. War alles schon drin. So ein bisschen wie bei Tesla, die hatten auch schon Matrixlicht drin und das kam erst mit einem Software-Update. Ja.

Chris

Tja, ich habe noch was Interessantes gefunden und zwar so im weitesten Sinne von, pass auf, dass du dich nicht zu sehr an Regeln klammerst, die irgendwo stehen. Es gibt ja immer wieder Blogs und Videos und auch irgendwelche Workshops, die erzählen, so ist richtig und so ist falsch und ich mache das immer so und ich bin mir da immer treu und so weiter.

Boris

Porträts immer mit 85 mm Blender 1.8. Das ist Pflicht.

Chris

Zum Beispiel, dieses Objektiv muss man immer weit offen schießen oder es darf auf keinen Fall nie irgendwas hinten aus dem Kopf raus wachsen, Hintergrund und so weiter. Es gibt einfach Regeln und manchmal muss man die brechen.

Boris

Der Hintergrund muss immer unscharf sein.

Chris

Man muss sich manchmal einfach auch über seine eigenen Regeln hinwegsetzen und wo das jetzt jemand mal zusammengetragen hat, es geht um ein ganz bestimmtes Foto und zwar Henri Cartier-Bresson, berühmter Street-Fotograf, hat ein sehr bekanntes Foto gemacht hinter dem Gare Saint-Lazare. Das ist dieses Bild, wo dieser Mann über so eine, Wasserfläche springt und drin reflektiert und Und Cartier-Presson war eigentlich bekannt dafür, dass er Bilder halt so schießt, wie er sie schießt und die dann auch ungeschnitten, unverändert veröffentlicht. Und da war er auch immer sehr stolz drauf und hat das auch immer wieder betont. Und hat aber dummerweise bei diesem Bild festgestellt, wir sehen auf der linken Seite das Original, also das Bild ist schon so entstanden, also das ist nicht jetzt irgendwie gestellt und er hat das durch einen Zaun fotografiert und er hat quasi das Objektiv gerade so durch den Zaun gepasst. Und ja, was er dann aber erst hinterher natürlich auf dem Negativ oder beziehungsweise nach dem Entwickeln gesehen hat, war halt, dass der da links irgendwie einen Teil von dem Zaun drin hat und im Vordergrund auch irgendwas Großes hat und das hat er dann gekroppt und.

Wer Cartier-Bresson kennt, der weiß halt, dass er das eigentlich nicht gemacht hat. Und ich finde es eine ganz gute Erinnerung daran, dass man sich vielleicht doch nicht immer religiös an irgendwelche Regeln halten muss, sondern dass man die auch gerne mal über einen Haufen werfen kann, wenn es dem Bild nutzt, wenn es der Geschichte nutzt. Und in diesem Fall ist halt dadurch eine ganze Menge, es ist mehr Klarheit ins Bild gekommen, ist eine ganze Menge an Ablenkungen rausgefallen. Und ich glaube, was wir da sehen, ist sogar, dass er sogar noch das Seitenverhältnis verändert hat durch den Crop.

Boris

Ja, wahrscheinlich.

Chris

Da kenne ich jetzt genügend Leute, die sehr religiös sagen, nee, der Sensor hat drei auf zwei, dann wird das auch alles drei auf zwei gekroppt. Das kann ja nicht anders sein. Und das ist natürlich in diesem Kontext nicht so ganz hilfreich. Also ich finde etwas mehr Freiheit und etwas mehr Lockerheit an der Stelle ist, glaube ich, ganz gut.

Boris

Solche Kontaktabzüge, da gibt es einen ganzen Band davon und eine Arte-Serie erleben wir immer wieder gerne. Solche Gegenüberstellungen, wie war es denn eigentlich auf dem Film und wie ist es hinterher veröffentlicht, die finde ich eigentlich immer spannend. Und in diesem Fall ist es auch so, wo ich sagen würde, ja, der Crop hat dem Bild schon gut getan, weil alles andere ist wirklich nur ablenken und ja auch nicht so geplant. Also wie du sagst, wenn er da durch den Zaun fotografiert hat und dann siehst du hinterher, dass eben doch ein Stück vom Zaun das Objektiv da noch abgeschattet hat. Warum willst du denn das so veröffentlichen? Das ergibt ja nun gar keinen Sinn. Und ja. Und das Ändern des Seitenverhältnisses finde ich auch immer interessant.

Ich erlebe das bei mir ja auch. Bei mir hat das dann eher den technischen Hintergrund, wenn ich mehrere Bilder auf einer Webseite zeigen möchte, damit die dann eben auch irgendwie bündig untereinander stehen oder es nicht so wackelt. Das ist dann schon ganz angenehm. Oder wenn man sie drucken will und hat halt leicht große Bilderrahmen, die man an die Wand hängen will, dass das irgendwie optisch zueinander passt. Aber gerade bei den Bilderrahmen ist es so, dass wir ja seit zig Jahren unsere Fotos beim Fotografen, Fotografin vergrößern lassen auf bestimmte Formate. Dann gehen wir entweder bei der Fotografin ins Regal oder im Baumarkt oder im Supermarkt oder wo auch immer so dann diese Bilderrahmen rumstehen. Und die meisten Bilderrahmen kommen mit vorgefertigten Passepartouts. Und dann schaut euch mal an, welche Seitenverhältnisse die Rahmen haben und welche Seitenverhältnisse die Passepartouts haben. Und ihr werdet überrascht sein, dass die nicht immer identisch sind. Und das sind keinesfalls immer 3 zu 2 Formate oder sowas, auch wenn das aus eurer Kleinbildkamera rausgefallen ist. Wir haben schon immer Fotos vergrößert, in vorgefertigte Passepartoutrahmen gepackt und damit zugeschnitten. Das war völlig normal. Also ich finde, da muss man nicht so sklavisch sein. Das kann man schon mal machen.

Chris

Genau. Dann sollten wir, glaube ich, jetzt mal noch ein paar Bilder besprechen.

Boris

Ah, wir haben eine Aufgabe aufzulösen. Genau, die Schaleaufgabe. Da habe ich hier, ich refreshe mal 10 Bilder, ich glaube dabei bleibt es aber, Ich mache aber noch mal einen Refresh.

Chris

Ich versuche mal hier aufzumachen. Ja, zehn Bilder sind es geworden.

Boris

Du darfst anfangen mit Würfeln.

Chris

Das finde ich schön. Ja, lass erst mal kurz einen Blick auf die Bilder werfen. Die Schale-Bilder, die Schale-Bilder. Und jetzt muss ich bei mir noch hier was anderes aufmachen. Ja, dann fange ich jetzt mal an.

Boris

Da sind schon sehr gedehnte Begriffe von Schale dabei.

Chris

Naja, ist ja immer so. Das ist auch gut so. Ich mag das ja.

Boris

Wenn die Leute Völlig in Ordnung. Ich muss da immer schon schmunzeln.

Chris

Gut, hier, der 20er-Würfel wird es richten und zwar würfel ich hiermit eine 7. Fertig.

Boris

Perfekt.

Chris

Und die 7 ist, Moment, ich schau mal, das ist, ah, das ist dieses Bild hier, ähm, Titel HSB-Schale von Wassererpel. HSB-Schale mit meinem alten 105mm 2.8 Nicomagro. Ja, was haben wir? Wir haben Eierschalen und Mandarinen-Schalen. Und aus diesen Eierschalen kommen die Mandarinen raus. Also so eine komische Mischung aus verschiedenen Dingen, die eigentlich so gar nicht zusammengehören. Aber das ist eine lustige Idee.

Boris

Ja, das ist eine schöne Idee.

Chris

Und von der Umsetzung finde ich es auch spannend, weil wir haben das Orange der Mandarinen, wir haben von den braunen Eierschalen auch so einen Warmton und dann liegt das Ganze auf einer spiegelnden Fläche, die an sich farblos ist, aber der Hintergrund, der blau ist, der spiegelt sich dann da auch darin. Also das ist so eine Primärfarbkontrastgeschichte hier.

Boris

Ja, das Blau, das ist ja genau komplementär farbig.

Chris

Das Bild ist sehr, sehr absichtlich so geschehen. Da ist kein Zufall dabei. Fokus liegt da. Ich hätte vielleicht von den, Ja, von den Mandarinen-Teilen, die links im Bild vorne sind, hätte ich vielleicht auch noch ein bisschen mehr Schärfe gerne gesehen. Aber ja, das geht schon so.

Boris

Ja, oder mehr Unschärfe, dass mehr das Augenmerk auf dem vorderen Trippel da ist. Die Farbe übrigens ist witzig. Ich hatte nämlich gerade gestern den Effekt, wir hatten bei uns ja am Fernseher die Mediathek offen von ZDF. Und dann gibt es dann so eine Übersicht A bis Z oder sowas. Und dann hast du immer so ein Titelbild für jeden Buchstabenbereich. Und die sind in der ZDF-Mediathek alle sehr orange-lastig. Also diverse Motive, aber sehr orange-lastig, eindeutig. Und du hast die ganze Seite in diesem ZDF-Orange. Ich denke, das ist ja mal pfiffig gemacht eigentlich, weil jedes Motiv für sich ist ein normales Motiv, aber die Serie macht halt ganz klar hier bis in der ZDF-Mediathek diese Farben. Und daran erinnert mich jetzt dieses Bild mit diesen Orangenschalen. Das würde da sehr gut reinpassen. Hier ist es allerdings durch das Blaue im Hintergrund auch noch ein ARD-Bild, weil ARD hat ja nun gerade ihr Blau. Das ist eigentlich ein öffentlich-rechtliches Foto hier.

Chris

Das ist total spannend, weil die Assoziationen, ich, der ich ja quasi kenne, kaum noch TV konsumiere, dann irgendwie habe ich diese Assoziation nicht.

Boris

Ja, und ich habe sie, weil ich gerade gestern diese Mediathekübersicht gesehen habe und mich eigentlich freudig gewundert hatte über dieses CI, was sie da durchziehen mit einzelnen Bildern. Ja, und das hier passt so ein bisschen in diese Reihe. Sehr schön.

Chris

So, was haben wir denn dann noch? Ich möchte gerne noch ein, zwei Bilder nochmal kurz aus der Nähe angucken. Das hier fand ich ganz spannend erstmal dachte ich dass, was ist das denn? Ist das denn Luftaufnahme?

Boris

Das hier musst du natürlich beschreiben für die Hörenden mache.

Chris

Ich ja gerade, auf der linken Seite ist irgendwie was braunes und da sind aber so komische ja, so Ästehaare was weiß ich, wie gesagt, zuerst hatte ich da so das, dachte ich, das ist ein Luftbild von irgendeinem komischen Strand mit grünem Wasser weil rechts ist so grün.

Boris

Luftaufnahme oder Satellitaufnahme oder Oder sowas.

Chris

Aber dann habe ich gedacht, nee, das sieht doch zu sehr nach was kleinem Organischem aus und das ist von OB Pen und das ist eine Kiwischale im Makro aufgenommen und ja, so habe ich eine Kiwischale noch nicht gesehen, also von angeschnittenen Kiwi. Man sieht auf der rechten Seite das Fruchtfleisch und links eben die Schale. Das Ganze quadratisch, das strahlt damit eine schöne Ruhe aus und ist von der Seite angeleuchtet. Also auch da ein bisschen reingesteckt.

Boris

Das rote ist die Schale?

Chris

Hast du noch nie eine Kiwi gegessen?

Boris

Die ist so bräunlich. Das ist jetzt wahrscheinlich durch die Farbkontraste, dass das so ins Rögel gekippt.

Chris

Das ist durchaus eine Kiwischale, natürlich. Was hast du gedacht, was das ist?

Boris

Ich hätte keine Ahnung gehabt, was das heißt. Jaja, dass es schon Kiwischale heißt, aber ich habe das jetzt nicht sofort mit einer Kiwi assoziiert.

Chris

Natürlich, das ist ein Makro von einer Kiwi.

Boris

Ganz klar.

Chris

Ganz logisch. Ansonsten interessante Perspektive. Obstschale von Klaus. Das ist eine auf einem Glastisch offensichtlich oder auf einer Glasscheibe stehende Obstschale. Die ist also aus der Perspektive einer Ameise fotografiert, fotografiert, die auf dem Tisch liegt oder sitzt, also direkt quasi über dieses Glas drüber und ist damit und weitwinklig und es ist damit sehr sehr, ja sieht aus wie ein großes Gebäude oder so, wenn da jetzt nicht noch oben Bananen, Orangen und Zeug drin wäre, dann wäre das schon fast so ein Gebäude oder irgendwas.

Boris

Bei der Perspektive fällt natürlich auch sofort irgendwie Staub und Verunreinigung auf dieser Glasfläche sofort auf.

Chris

Natürlich, natürlich. Das ist dann eigentlich immer besser, wenn man es vorher putzt. Richtig. Ja, hast du noch was, was du angucken möchtest?

Boris

Also, mir hat natürlich die Nahaufnahme von der Banane gut gefallen, von Haimiebe.

Chris

Was schreibt denn da so? Tigerbanane?

Boris

Genau, es ist schon eine etwas bräunliche Banane.

Chris

Also da, wo sie gerade so richtig gut schmeckt, nicht wahr?

Boris

Ja, sie wird dann halt süßlicher, wenn sie bräunlich ist. Mir wird sie dann eigentlich schon wieder zu süß.

Chris

Und matschiger. Und dann mit Quark. Oh, so ein Bananenquark mit so einer richtig alten, halbverwesten Banane. Das ist doch der Wahnsinn.

Boris

Ja, Wahnsinn. Und das fand ich jetzt auch eine schöne Nahaufnahme, weil auch so ein bisschen mit Kantenlicht, so schräg von hinten beleuchtet. Das Licht ist interessant.

Chris

Ja.

Boris

Wirklich ein sehr, sehr schönes Bananenporträt. Und es scheiden sich natürlich die Geister, auf welcher Seite wird die Banane denn korrekterweise geöffnet? Hier ist sie an der Stelle geöffnet, wo der Stängel dran ist. Ich kenne genügend Leute.

Chris

Die öffnen sie auf der anderen Seite. Ich kenne Leute, die öffnen die Banane, indem sie sie in der Mitte durchbrechen.

Boris

Das kann man auch machen.

Chris

Musst du schnell machen, dann geht das. Was das Erste ist, Wolkenschale, das habe ich noch nicht, Ausblick vom Fernsehturm in Dortmund von Klarname. Ja, wobei, wenn man die Erde jetzt so als Kugel wahrnimmt, dann ist das natürlich eine Schale drumrum, die Atmosphäre. Das ist schon, vielleicht ist das damit gemeint.

Boris

Naja, und natürlich könnte man jetzt auch sagen, die Wolken bilden die Schale, in der dieser Wolkenkratzer drin steht, liegt, schwimmt, wie auch immer. Kann man schon mal. Ja, sehr weit gedehnter Begriff. Da gab es noch einen von Franz Fennhaus. Da sehen wir einen Vogel von unten, Und was das mit Schale zu tun hat, da musste ich dann auch erstmal lesen, da geht es eben darum, dass hier gerade Futter zu dem Nachwuchs in die Schale, also ins Nest gebracht wird. Weiß ich nicht, ob man zu dem Nest in Voglerkreisen Schale sagt. Keine Ahnung.

Chris

In Voglerkreisen. Das ist auch noch nie gehört. Also Uwe sagt, Bananen müssen teils grün sein. Der Jürgen wundert sich über das Wort Bananenporträt. David schlitzt sie seitlich auf und entmantelt sie.

Boris

Oh, das habe ich noch nicht gesehen.

Chris

Und Andi sagt es perfekt, um sie mit Schinken zu umwickeln und in Rührei anzubraten. Also gebratene Banane ist ja auch... Banane? Banane? Oh, Banane anbraten tatsächlich. Sie haben eine kulinarische Entdeckung vor sich.

Boris

Okay.

Chris

Ganz klar. Ich bin gespannt. Also, ganz, ganz klar. Ja, gut.

Boris

Super.

Chris

Dann haben wir aber noch eine aktuelle Aufgabe laufen.

Boris

Ja, die aktuelle Aufgabe ist die Rückblickaufgabe. HSB-Rueckblick. Läuft noch bis zum 15. Januar 2026. Also wie immer macht ein Foto zum Thema Rückblick bei Flickr hochladen in die Happy Shooting Gruppe und den Tag HSBRueckblick also Rückblick mit UE, wisst ihr eh Bescheid genau.

Chris

Sehr schön. Also dann.

Boris

Oh, du hast was Neues gebaut.

Chris

Wir kämen jetzt eigentlich zum Kalender, aber eigentlich kommen wir jetzt dann zuerst mal kurz zum Kalender. Also, was heißt das? Wir haben ja diesen Happy Shooting Kalender unter happyshooting.de Kalender und da könnt ihr Bilder oder konntet ihr, da konntet ihr Bilder, eintragen und dann konntet ihr auch gucken, Kalender auswählen, Wochenende, wo ihr Zeit habt und dann gucken, was da für Ausstellungen laufen.

Das war aber immer so ein sehr, sehr, ich sag mal so ein ruckeliges System, weil das ist in ein Google Spreadsheet gegangen und Google ist eh böse, braucht man nicht, und ich möchte schon gar nicht alle, die da was eintragen wollen, immer gleich nach Google schicken und also wollte ich das mal schon länger loswerden Und dann musste das bisher immer von Hand dann in einen Google-Kalender übertragen werden und dann musste das von diesem Google-Kalender über ein Plugin auf der Website und so weiter. Also das war alles sehr, ja, war mir zu Google-lastig jetzt im Zuge des Digital Independence Day. könnt ihr mal nachgucken, was das ist. Es ist ganz gut, mal so ein bisschen die großen amerikanischen Konzerne mal langsam, aber sicher so ein bisschen loszuwerden. Deshalb gibt es jetzt einen neuen Trommelwirbel-Kalender. Und zwar sieht der so aus. Das ist erstmal ein bisschen überraschend. Also wenn ihr auf die Kalender-URL geht oder einfach auf kalender.happyshooting.de das ist nämlich noch einfacher, dann bekommt ihr so eine tja, so ein, Kalender mit Balken und die Balken sind Termine. Also was sehen wir? Wir sehen.

Ganz viele von diesen blauen horizontalen Balken und jeder von denen, dass es ein Zeitstrahl läuft, wenn ich hier mal so rumscrolle, dann sieht man, da ist so ein rotes Ding, das heißt heute, also das ist der heutige 6. Januar und dann könnt ihr sehen, was an diesem Tag alles gerade für Ausstellungen aktiv sind. Die sind untereinander aufgelistet und wenn ihr dann auf eine draufklickt, klickt, dann fährt so von rechts so ein Fensterchen rein und da sind dann die Details, wann das genau ist, wer das, wo das ist. In diesem Fall das Schweizer Kameramuseum in WWI Swiss. Ein Link zu der Website, eine Beschreibung und dann könnt ihr einfach mit einem Klick dann zu der entsprechenden Website gehen und gucken. Ihr könnt oben ein bisschen filtern. Da habt ihr einmal einen Knopf, wo ihr quasi, wenn ihr euch da irgendwie verlaufen habt und so weit rumgescrollt habt, so ich scrolle jetzt mal in den März zum Beispiel, einfach auf heute klicken, dann landet das wieder in der Mitte.

Dann in der Mitte sind so drei Knöpfe, einmal alle, also zeige ich mir alle Termine oder die bald endenden Termine. Das zeigt die Termine, die innerhalb der nächsten 14 Tage, dann vorbei sind. In diesem Fall sind es nur noch zwei, vier, sechs, acht, neun Stück. Das heißt, falls ihr gucken wollt, was ihr vielleicht bald nicht mehr sehen könnt, also zum Beispiel von Klaus Polowski, visuelles Tagebuch eines Reisenden in der Leica-Galerie in Konstanz geht nur noch bis zum 10. Januar. Also da müsst ihr euch jetzt ranhalten, dass ihr das noch sehen könnt. Dann gibt es einen dritten Knopf, Neue. Was ist denn in der letzten Woche neu dazugekommen? Wenn ich da draufklicke, seht ihr jetzt fast alles, weil ich habe den Kalender erst frisch gefüttert mit den Sachen. Also das wird sich dann einrenken.

Boris

Das wird sich für die Zeit, ja, ja, wird sich das ein bisschen eindrucken. Ganz genau.

Chris

Und dann gibt es noch eine Suchbox und in der Suchbox da geben wir jetzt mal, was weiß ich, Berlin ein zum Beispiel und dann filtert der das nach den entsprechenden Geschichten. Also wer in Wien gucken möchte, tippt da Wien ein. Großkleinschreibung ist egal und dann werden Alle Einträge, die entweder im Titel oder auch in der Beschreibung das Wort haben, werden dann einfach unten aufgelistet. Und wem diese Balkenansicht ein bisschen zu überfrachtet ist, rechts kann man noch zwischen Balken und Liste umschalten. Also wer auf Liste umschält, der bekommt dann einfach... Die ganzen Sachen nochmal in der Liste untereinander. Momentan ist das sortiert nach Startdatum der Ausstellung. Ich werde da wahrscheinlich noch ein, zwei Filterchen einbauen, damit man das noch anders sortieren kann. Ich werde das auch noch ein bisschen für mobil entschärfen, weil momentan ist das auf mobil ziemlich voll. Aber ich hoffe mal, dass diese Balkenansicht mit der Zeitleiste, wo die ganzen Sachen einfach parallel zu sehen sind. Ja, hoffe ich, dass das funktioniert für euch.

Boris

Ja, gebt mal Feedback.

Chris

Lasst uns mal wissen. Genau, gebt mal Feedback, happyshooting.de slash high. Da ja, sehen wir dann. Sehen wir dann, was ihr davon haltet. Wenn ihr einen Termin einreichen wollt, rechts oben, einreichen, klick und dann könnt ihr da das, ja, eure Veranstaltung oder die Veranstaltung die ihr da gefunden habt, eintragen mit Name, Start, Enddatum. Also das ist jetzt hier auch, wie sich das gehört, mit draufklicken, Datum auswählen, welche Galerie oder Museum das stattfindet, wo das ist, in welchem Ort, Link zur Veranstaltung, kurze Beschreibung, Name rein und abschicken. Und dann ist das jetzt alles so ein bisschen ein integriertes System für uns. Und das macht es einfach viel, viel einfacher. Und ich hoffe, dass das dann auch hilft, euch hilft, dass ihr da entsprechend.

Finden könnt besser oder auch einen besseren Überblick habt, was da kommt. Also ich zum Beispiel gehe jetzt tatsächlich hier und sage, okay, am übernächsten Wochenende, 17. und 18. Januar, da hätte ich Zeit, da gucke ich jetzt mal, was ist denn da alles und scroll mal rum. Die Namen der einzelnen Termine bleiben auf dem Bildschirm, solange wie der Balken sichtbar ist. Also ihr könnt dann quasi runtergucken, Name ist da immer und der Ort. Das heißt, ihr könnt euch relativ gut orientieren. vielleicht gibt es irgendwann in der Zukunft auch nochmal je nach Art der Veranstaltung noch eine Farbcodierung der Balken. Das wird sich noch ein bisschen verändern, das System. Aber lasst uns mal wissen, happyshooting.de was ihr davon so haltet. Und was wir auch tun können, das ist, wir können dieses System auch hier intern jetzt nutzen, um damit zum Beispiel die Termine vorzunehmen.

Zum Beispiel gibt es hier die Ausstellung Helga Paris für uns Fotoausstellung, eingereicht von Moni. Die Ausstellung ist vom 6.9.2025 bis zum 25. Januar 2026 in der Fotografskia in Berlin-Mitte. Mit ehrlichen, ungeschönten und intimen Fotografien hielt Helga Paris die Geschichte der Menschen fest, die innerhalb des kollektiven Systems der DDR lebten. In Paris fotografierte Häuser und Straßenszenen, aber auch FabrikarbeiterInnen, Müllfahrer, Kinder und ganz gewöhnliche Bürger. Vielen blieben diese Menschen unsichtbar, doch durch ihren Blick erhielt sie besondere Würde und wurde zudem kunstwürdig. Sie porträtierte ihre Motive mit tiefem Respekt, Integrität und Empathie, indem sie den Fokus auf individuelle Geschichten legt. lädt sie uns dazu ein, eine intimere Verbindung zu Ihnen aufzubauen. 6. bis 9. Bis zum 25. Januar.

Dann Ostblicke Fotografien von Sophie Kirchner und Philipp Baumgarten. Eingereicht von Jürgen vom 2.10. Bis zum 12.04.2026 im Museum in der Kulturbrauerei in Berlin. Was bewegt die Menschen in Ostdeutschland? 35 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigt die Ausstellung zwei Fotoserien, die aus ostdeutscher Perspektive aus Ostdeutschland blicken. Sie gehen der Frage nach, wie Menschen zu ihrer Heimat stehen, wo Spuren der DDR sichtbar bleiben und sich Orte verändern. Die Berliner Fotografin Sophie Kirchner porträtiert in ihrer Serie Bleiben seit 2021 junge Männer in den ostdeutschen Bundesländern und lässt sie zu Wort kommen. Eintritt frei bis zum 12.04. in Berlin.

Nochmal eingereicht von Jürgen Amazonia Fotografien von Sebastiao Salgado vom 29.10. Bis zum 15.03.26 im Rautenstrauch-Jöstmuseum in Köln. Das Rautenstrauch-Jürstmuseum zeigt die Deutschland-Premiere der Ausstellung Amazonia von Sebastiao Salgado, einem der weltweit renommiertesten Fotografen. Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Leila Wannik-Salgado. Die Architektin und Urbanistin war über Jahrzehnte seine künstlerische Partnerin und Ehefrau. Und jetzt ganz zum Schluss, damit Jürgen auch mal wieder selber zu Wort kommt, hier die letzte Ausstellung von Nürnberg.

Einspieler

Hallo Community. Die Fotoausstellung der Woche kommt diesmal aus Nürnberg. Als ich den Text zur Ausstellung zum ersten Mal gelesen habe, kam mir spontan die Erinnerung an mein privates Weihnachten. Gezeigt wird das Zusammenspiel von Licht, Raum, Körper und Zeit. Man kann das völlig anders interpretieren und nicht in den weihnachtlichen Kontext setzen und kann damit Fotos zeigen zum Thema Beton und Begegnung. Das Ganze ist zu sehen in der Ausstellung im Künstlerhaus in Nürnberg, Königstraße 93, in 90402 Nürnberg, noch bis zum 31. Januar. Zu sehen sind visuelle Begegnungen, die sich zu stillen kleinen Erzählungen über das urbane Leben zusammenfügen. Momentaufnahmen urbanen Lebens. Einfach schöne Streetfotos.

Damit wünsche ich allen Hörerinnen und Hörern weiterhin noch einen guten Einstieg in unsere nächste Sonnenumrundung und Grüße gehen raus an Chris und an Boris. Danke für den tollen Podcast, auch 2026. In diesem Sinne weiterhin viel Spaß und viel Vergnügen mit dem Podcast. Liebe Grüße, Jürgen.

Boris

Ja, super. Grüße zurück.

Chris

Dankeschön. Wir freuen uns, dass... Dass dir das gefällt, was wir machen. Und danke, dass du immer schön uns tolle Sachen hier durchgibst. Also kalender.happyshooting.de Ja, tragt ein, dass das ein richtig großes, tolles Ding wird. Ich glaube, dafür haben wir jetzt den Grundstein hier gelegt und da kann doch vielleicht noch ein bisschen mehr draus werden.

Boris

Cool.

Chris

Es ist einfach schön, wenn sowas dann so ein bisschen reibungsloser flutscht und das tut es jetzt dann.

Boris

Ja, ich finde das stark.

Chris

Ja, dann, sind wir eigentlich durch, ne?

Boris

Wir sind durch. Reicht ja auch.

Chris

Wir sind eh durch. Erste Sendung im Jahr und wir sind durch. Ihr seid hoffentlich nicht durch und habt über die Tage ein bisschen Energie getankt. Auch reichlich Zucker. Ein bisschen Lebkuchen und so. Lebkuchen, Marzipan, Schoki. Wir sind dann bald wieder da, wahrscheinlich nächste Woche. Bis dann. Macht es gut.

Boris

Ich kann jetzt gleich den letzten Schoko-Nikolaus in eine Suppe tunken gehen oder so. Mal gucken, irgendwie kriegt ich ihn schon auch noch vernichtet.

Chris

Genau. Und in diesem Sinne ein zünftiges 3-2-1.

Boris

Happy Shooting.

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Hausmeisterei

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  • Schließfächer, komische Bearbeitung, digitaler Boost, scheint Feiertag zu sein, Das Regal

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