#927 - Stell dir vor, da kommt ein Photon an

Veröffentlicht 22 January 2026

Audioplayer

Jetzt hören

#927 - Stell dir vor, da kommt ein Photon an

Veröffentlicht 22 January 2026 · Länge 2:01:32

0:00-0:00
Lautstärke
Geschwindigkeit

Transkript
Boris

Happy Shooting Folge 920 7. Stell dir vor, da kommt ein Photon an. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Villa Geister.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Foto-Podcast.

Boris

Hast du das Haus abgerissen oder was war das jetzt?

Chris

Ich bin gerade beim Hampeln gegen was dagegen gedingst.

Boris

Gelengelt.

Chris

Was also passiert?

Boris

Rumgedingelst.

Chris

War nur eine Batterie, die auf den Boden gefallen ist.

Einspieler

Oh.

Boris

Und ein paar Kabel und so.

Chris

Da ist jetzt Staub dran. So, ist alles gut. Wir sind's. Happy Shooting, der Fotopodcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris. Und zusammen auch, ja.

Chris

Machen wir hier. Das ist so ein bisschen Galgenhumor heute. Ich weiß ja auch nicht. Gut, was machen wir denn hier? Foto. Wir reden über Fotografie.

Boris

Im weitesten Sinne.

Chris

Haben viele bunte Themen für euch zusammen gesammelt und das machen wir auf happyshooting.de und auf den, Videoströmen und Audio-Strom und donnerstags immer im Podcatcher eurer Wahl und so weiter. Alles auf happyshooting.de Und wenn ihr irgendwelche Fragen, Hinweise oder sonst was für uns habt, dann dürft ihr die uns bei happyshooting.de, reinwerfen und Und das haben diverse Menschen gemacht, wie da zum Beispiel der Rolf, alias Wassererpel. Es ging um das Thema Lochkamera bei dir doch vor ein paar Sendungen, war das?

Boris

Nicht bei mir, es kam als Vorschlag für nicht perfekte Bilder.

Chris

Genau, von mir kam der Vorschlag an dich, hast du dankend abgelehnt. Aber es kamen so ein paar Posts dazu noch rein, zum Beispiel eben von Rolf, der sagt, habe auf Insta eine Lochkamera, die 72 Löcher im Kreis hat gefunden. Damit lässt sich mit einem Blitz eine Rundumaufnahme erstellen. Nee, das macht, glaube ich, was mit dem Bokeh hauptsächlich. Beziehungsweise es gibt auch noch diese Photonensiebe.

Boris

Ja, guck dir mal das Beispiel an. Ich glaube, das ist eher eine Kamera, die wirklich in einem großen Kreis angeordnet ist, wo ein Motiv sich in der Mitte befindet. Das ist hier so Matrix-Effekt mäßig.

Chris

Ich kann es mir nicht angucken, weil das ist ein Link nach Instagram und ich bin nicht auf Instagram.

Boris

Also da siehst du halt eine Szene, wo so ringsrum so, ähm, Matrix mäßig halt. Also viele Auslösungen gleichzeitig. Deswegen wahrscheinlich Lochkamera. Dunkle Szene, einmal Blitzen von allen Seiten gleichzeitig aufgenommen und dann ganze Spaß mit haben.

Chris

Sehr schön.

Boris

Dann meldet sich Heiko. Musst du dann 35mm-Film irgendwie zwei aneinander kleben und einmal rings rumspannen oder keine Ahnung, wie ich mir das vorstellen muss. Aber ja, okay.

Chris

Es gibt ja diese Panoramakamera von Lomo, die sich so dreht.

Boris

Ah, ja. Ja, stimmt, die gibt's auch.

Chris

Und den Filmstreifen, das ist so wie so eine White Looks, nur in 360 Grad. Haben wir ja auf dem Workshop, also auf dem Analog-Workshop auch schon mitgespielt. Die gibt's auch.

Boris

Die macht's halt genau andersrum. Die müssen man die White Looks so groß bauen, dass man sich in die White Looks stellt und sie nach innen fotografiert. Dann hättest du das gleiche Prinzip, aber jetzt kann mir keiner mehr folgen, deswegen machen wir einfach heute.

Chris

Heute in Zeiten des 3D-Drucks und des Maker-Turms Es ist doch total einfach, sich deine Vorrichtung... Also egal. Der Heiko hat auch auf happyshooting.de gepostet. Und zwar schreibt er, ich höre gerade Episode 923, Luftdüdelchen, mit dem Lochkamera-Bildern. Und Boris sagt, das wäre eine Nikon ZF-C, also Kleinbild. Korrektur. Die ZF-C ist eine APS-C-Kamera. Die Kleinbild-Version heißt ZF ohne das C-Groß. Heiko. Hat er recht, oder?

Boris

Hat er recht. Danke, Heiko. macht meinen Punkt aber eher noch dramatischer. Also je kleiner das Format, desto schwieriger ein, Also die Bilder werden nicht besser, wenn...

Chris

Sprich ruhig weiter.

Boris

Ich weiß nicht, wie ich es noch ausdrücken soll. Die Bilder werden nicht ansehnlicher, wenn der Sensor kleiner wird. Es gibt einfach Probleme dann, weil das Loch nicht im gleichen Maße kleiner wird. Deswegen, wenn Lochkamera, dann lieber so Mittelformat, Großformat.

Chris

Also das Verhältnis Bilddiagonale und Lochgröße ist schon wichtig.

Boris

Auf der anderen Seite rollen jetzt alle die Augen und sagen, ja, aber er wollte doch unperfekte Fotos haben. Ja, habe ich ja gesagt, aber nicht so. Ich bin euch noch Beispiele schuldig. Ich habe noch nichts gesammelt. Ich bin auch schon wieder auf einen neuen Trip. Dazu vielleicht später mehr.

Chris

Dazu später. Zum Thema Bilder vom letzten Jahr, das Lieblingsbild, haben jetzt tatsächlich noch ein paar in ihrer Kiste gegrabbelt. Und der Bernhard aus Graz hat uns das geschickt. Mein Lieblingsbild 2025 und zugleich mein aufwendigstes Bild. Ich zeige es euch dann auch gleich. Brandy 40 Euro, Zigarre 20 Euro, New York Times 7 Euro, Versand 42 Euro, Holzfass selbst gebaut und das ist das hier.

Boris

Also für alle, die jetzt nur den Audio-Podcast hören, wir versuchen das in die Shownotes zu packen, das Bild. Also zumindest zu verlinken. Müssen wir mal gucken. Schauen wir mal. Genau, kriegen wir irgendwie hin. Ja, wir sehen ein sehr stimmungsvolles, sehr warmes Bild. Den Untergrund, Schrägstrich Hintergrund bildet quasi ein Holzfass, von dem wir die Kante sehen. Ein querformatiges Bild. Und auf diesem Holzfach liegt eben die New York Times mit an American Pope als Aufmacher, also amerikanischer Papst. Rechts daneben ist ein Kristallglas Aschenbecher mit einer rauchenden Zigarre da drauf. Und dahinter eben die Brandy-Flasche mit einem Brandy-Glas und noch ein bisschen Nüsschen zum Knabbern.

Chris

Mit Nüsschen und so, genau. Und das Ganze wirklich so im abgedunkelten... Genauso im schummrig beleuchteten Raum die Reflexion auf der Flasche. Also da ist alles beabsichtigt, da ist nichts aus Versehen passiert in dem Bild. Ja, aufwendig. Aber New York Times direkt aus USA kommen lassen?

Boris

Mit 42 Euro Versandkosten?

Chris

Kriegt man die nicht am Bahnhofskiosk oder so?

Boris

Hätte ich jetzt auch gedacht irgendwie?

Chris

Aber gut, vielleicht muss das genau diese Ausgabe sein. Ja, wahrscheinlich wegen des Aufmachers.

Boris

Aber Respekt, also was für ein Aufwand und ein sehr, sehr gutes Ergebnis. Ich habe ja auch mal ein Bild mit relativ viel Aufwand gemacht. Ich müsste es mal in der Küche abhängen, dann könnte ich es in die Kamera zeigen. Es ist relativ groß ausgedruckt auf Leinwand, wo ich ein bisschen Kaffeebohnen hingelegt habe, eine Handkaffeemühle, also so eine manuelle Kaffeemühle. Und meine, es ist nicht die Karlsbadener Kanne, es ist die Bayreuther Kanne, also diese Gratlinige. zum Aufgießen von dem Kaffee. Und habe das so ein bisschen mit Licht in Szene gesetzt vor einem dunklen Hintergrund und auch auf so einem alten Tischchen, den ich von meiner Oma geerbt hatte und so. Und das gefällt mir auch extrem gut. Und von daher weiß ich, was dahinter steckt. Also dein Aufwand ist noch Größenordnungen größer als bei mir.

Chris

Aber der hat sich ein Holzfass dafür gebaut.

Boris

Ja, also Respekt. Und das ist aber auch wirklich ein sehr, sehr stimmungsvolles Foto. Das stelle ich mir wirklich auch schön an der Wand vor. Also schön wirklich auf Leinwand gedruckt. Toll. Klasse.

Chris

Dann hat sich gemeldet, noch auch mit einem Bild, der Jens, in Klammer Hoff, Knipser und das ist dieses Bild hier.

Boris

Ah, geil.

Chris

Und schreibt dazu, hallo, ihr habt einen kleinen Fotorückblick 2025 gemacht und gemeint, man soll euch sein Foto schicken. Wir waren jedes Jahr um Weihnachten mit dem Camper in der Alten Heimat unterwegs, da wir zwei Hunde haben und beide Hunde Wasserfreak sind. Da findet meistens ein Ausflug auf Krautsand statt, wo immer das auch genau ist. Aber es ist am Meer, ganz offensichtlich. Ich freue mich schon auf viele Fotos von der nebligen Dezemberstimmung und hatte noch keinen Fuß auf den Sandstrand gesetzt, als ich nur ein Wow aushauchte und die Kamera hochfahren. Und die Kamera hochfahren beim Blick durch den Such ein zweites Wow von mir gab. Zusätzlich hatte ich noch viele Fotos von den Hunden wenigstens eines der Top 10 das ist ein sehr langes Post obwohl wir jetzt 25 Rumänien, Ungarn, Österreich, Niederlande waren, das.

Boris

Ist Elbe oder? das ist ein großer Dampfer irgendwann ist der Schnappschuss die Gegend hat mich geprägt Containerdingsbums das.

Chris

Sieht aus wie ein großes Schiff hinten.

Boris

Dran das sieht aus wie ein Containerschiff ich tippe jetzt mal irgendwie so auf Elbe oder irgendwas in der Art. Und wir sehen halt ganz, ganz schmal im Vordergrund noch so ein bisschen von einem Strand und eine Person, irgendwie auch warm angezogen, in der Silhouette vor dem Wasser. Und dann bis zur Hälfte des Bildes horizontal ist dann quasi die Wasserfläche. Und Jochen bestätigt gerade, Krautsand ist eine Elbinsel, also Elbe. Und dann auf dieser Wasseroberfläche, Oberfläche, also wie es wirkt, als sei es am Horizont, taucht so die sich im Hintergrund dieser riesen Containerschiffer auf, so sehr frontal oder eben direkt von hinten, man sieht also den Ausleger von der Brücke obendrauf noch, aber alles nur so sehr, sehr schemenhaft und ich finde, das vermittelt ein unfassbares Gefühl der Größe von diesem Schiff, weil wenn man sich jetzt in seinem Kopf vorstellt, das sieht ja sehr weit weg aus und die Person vorne ist zwar nicht groß, Aber das Schiff wirkt noch so viel größer, obwohl es so viel weiter weg ist. Ähm, Das ist eine fantastische Perspektive. Mag ich total, das Bild.

Chris

Und ja, Krautsand, habe ich auch gerade geguckt, liegt so ungefähr in der Mitte zwischen Cuxhaven und Hamburg. Oder von Hamburg aus.

Boris

Wieso war ich denn da noch nicht drauf?

Chris

Die Elbe runter. Da gibt es viele Orte, die man vielleicht nicht kennt. Es ist auch keine Insel. Es ist ein Ort auf der Südseite der Elbe, so wie es aussieht. Wenn die Karte stimmt. Ja, aber cool. Also danke fürs Scheren. Und das war es dann auch erst mal mit euren Fragen Dicke Dankeschön.

Boris

Ich gucke mir gerne Fotos von euch an und so ein Rückblick auf 2025, so euer liebstes Bild, was euch am meisten gegeben hat oder bewegt hat. Toll, genau das. Ich liebe das, ich mag diese Community. Schön.

Chris

Und wo wir schon beim Fotos zeigen sind, du hast gestern Abend gegen 22.30 Uhr gepennt, oder?

Boris

Ja, aber tief.

Chris

Also, heute ist der 20. am gestern, war also der 19. Januar und irgendwie so ein Tag vorher ist bei der Sonne eine kräftige Sonneneruption rausgegangen. Und zwar genau in unsere Richtung und die braucht dann auch so einige Stunden, bis die da ist. Und was passiert dann? Es.

Es gibt mehr Auroras, also Nord- und Südlichter. Und das war gestern Abend, am 19. der Fall. Und das Ganze auch wirklich in ganz Deutschland. Also nicht nur so ein bisschen im Norden. Teilweise auch wirklich mit einem bloßen Auge gut sichtbar. Aber...

An vielen Stellen, wo es nicht mit dem Auge gut sichtbar war, ist es dann doch zumindest auf den Telefonen gut sichtbar gewesen, weil es ist immer wieder spannend, wie gut die Kameraphones heute sind, auch im Punkto Nachtaufnahmen und so weiter. Also ich erinnere mich davor nicht allzu langer Zeit, da hast du Nachthimmel mit Sternen, hast du vergessen können. Heute siehst du halt die Sternbilder und alles und eben auch die Nordlichter und dann bin ich dann um so gegen elf bin ich dann nochmal kurz rausgegangen, nachdem ich auf den Social Media plötzlich immer mehr Posts gesehen habe. Ich habe das tatsächlich mitbekommen, dass diese Eruption gekommen ist. Ich habe dann auch bei spaceweather.com nachgeschaut und da kannst du dann sehen, so vorhersagen, wann der Sonnensturm dann ankommt und dann habe ich mir die Abdeckung angeguckt und dann dachte ich so, das kommt nicht bis zu uns runter und dann haben plötzlich angefangen Leute aus Süddeutschland Fotos von Auroras zu posten. Und da bin ich halt noch eine halbe Stunde kurz in die Nacht rausgegangen. Das hier habe ich ein bisschen angezogen in den Kontrasten, aber im Prinzip war das so, also unten grün und weiter nach oben rot.

Ja, also ich bin dann so einmal kurz raus Richtung Felder gegangen und da sieht man also teilweise echt noch gut Struktur drin. Es ist nicht nur diffuses Licht, sondern auch so abgegrenzte, eben diese Nordlichtervorhänge, die man dann so sieht. Ich habe sogar habe ich das jetzt hier, kann ich das zeigen ich glaube ich habe noch irgendwo ein Video gedreht, ah ne das kann er nicht hier, das kann der Browser nicht abspielen, also es war dann tatsächlich, oh hier zum Beispiel diese Vorhangsstrukturen hier oben, das Phone war sogar in der Lage ein halbwegs brauchbares Video davon zu drehen und wenn ich mir überlege wie das vor einigen Jahren noch war da hast du deine, Spiegelreflex hoffentlich Vollformat auf ein Stativ gestellt, hast irgendwie lauter Einzelbilder gemacht und dann musstest du die hinterher zu einem Video zusammenrechnen und dann konnte man nicht sehen, ob das jetzt Echtzeit war oder ob das jetzt ein Zeitraffer dadurch wurde und heute, hebst du dein halbwegs modernes Smartphone hoch und schießt ein Video und da ist sogar eine dünne, nicht so kräftige Aurora ist dann irgendwie gut zu sehen. Also das hier habe ich ein bisschen angeknallt. Das war nicht ganz so hell mit dem Auge, aber ja.

Es war echt cool. Ich glaube, DLR hat so, eine Web-Plattform. Die haben so eine Deutschlandkarte, wo sie dann so, Community-Bilder zeigen und die war wirklich bis ganz runter nach Süddeutschland war die gefüllt mit Bildern. Völlig abgefahren.

Boris

Tanja kam heute direkt zu mir, als ich aus dem Badezimmer gekommen bin. So direkt vom Frühstückstisch, sagt sie, hey, guck mal, wir haben es wieder voll verpennt und dann zeigt sie Bilder hier von unseren ganzen Stallkolleginnen, die waren wohl irgendwie noch wach und wirklich bei uns am Stall raus konntest du das sehen und hier von einem anderen befreundeten Stall, die haben auch Fotos geschickt und ich glaube, ein Bild war dabei, hier auch von der Plesseruine, wo wir ja auch schon mal Workshop gemacht haben, auch eine sehr schöne Kulisse dann im Vordergrund mit der Aurora dahinter, also einige sind dann wirklich noch, haben sich ins Auto gesetzt und sind dann wirklich noch gefahren, um dann auch ein schönes Motiv zu kriegen. Also unglaublich. Aber wie gesagt, das war halb elf, elf. Da war ich im Tiefschlaf.

Chris

Ich war hier so ein bisschen am Zusammenräumen und hab dann gesagt, na gut. Hab mir dann hier die Crocs angezogen, eine Jacke übergeworfen und wieder in die Kälte raus. Nur gut, also das fand ich doch ganz spannend.

Boris

Wenn jemand sagt, der zieht sich die Crocs an, dann zuck ich immer. Weil für mich ist Crocs so ein belegtes, warmes Baguette.

Chris

Ja, wenn das warm gewesen wäre, wäre das an den Füßen angenehm gewesen. Aber nee, ich habe so ein paar Winter Crocs mit so Fütterungen drin. Das ist ganz angenehm dabei. Na gut.

Boris

Nice, nice.

Chris

So, gucken wir nochmal, was die News so hergeben. Unter anderem ist da ein Ding, Moment, ich muss hier nochmal meinen Markdown öffnen. Ist da ein Ding jetzt die Tage rausgefallen und zwar Apple Creator Studio.

Boris

Ja, Tatsache. Apple hat ein Bundle geschnürt aus Software. Und wir können das fast mal gleich vorweg aufmachen als Abo.

Chris

Ja, als Abo. Wir reden da von den üblichen Verdächtigen. Das ist also Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro. Haben sie ja gekauft vor ein paar Jahren. Und machen da jetzt mal was mit. Motion, Compressor, Mainstage in ein Abo-Modell. Das heißt, gut, über Preise reden wir gleich noch. Dann haben sie tatsächlich die eigentlich nix kostenden Keynote-Pages, Numbers, ähm, auch mit in dieses Bundle, in dieses Bezahl-Bundle reingenommen, aber dafür kriegen die auch KI-Features. Das heißt, das scheint jetzt das Modell zu sein, dass die KI, die auf dem Server laufen muss, die irgendwie kostenverursacht, dann eben durch ein Abo finanziert wird.

Boris

Legitim, ein Stück weit.

Chris

Es ist ein Stück weit, weil dann der Aufwand auf den Servern doch, glaube ich, nicht unerheblich ist. Vor allem, wenn dann irgendwie zigtausende Leute da gleich mal drauf losgelassen werden. Außerdem kommt noch Freeform dazu, das ist auch so ein Apple Design Tool.

Boris

Eigentlich auch kostenlos, aber wahrscheinlich dann auch irgendwelche KI-Tools.

Chris

Aber eben auch mit KI-Funktionen. Außerdem haben sie dann eben in diese Final Cut Pros und so weiter, haben sie dann auch noch so ein paar KI-Features reingebaut, dass du zum Beispiel über deine Video-Timelines jetzt das Audio nach Text durchsuchen kannst. Oder tatsächlich auch nach Inhalten durchsuchen kannst. Also nach sowas wie, was weiß ich, Frau geht Treppe hoch oder Auto fährt von links nach rechts durchs Bild.

Boris

Da gab es glaube ich auch schon Plugins, die man kaufen konnte, die das dann machen. Aber dann haben sie es jetzt selbst eingebaut. Weißt du, ob das mit der lokalen KI läuft?

Chris

Mit Sicherheit nicht. Das glaube ich nicht. Das ist zu aufwendig. Kann ich mir nicht vorstellen. Also die lokale KI, die kann das Thema, also deine Fotos suche, die auch nach Inhalten sucht, wie Gebäude, Hund, Katze, Maus, die läuft lokal. Dafür haben sie ja tatsächlich vor einiger Zeit diese lokalen Modelle mal so gebaut, dass das dann auch zum Beispiel auf deinem Phone nachts passiert, während das Ding lädt.

Boris

Weil es dann an Strom hängt.

Chris

Weil das halt Energie braucht. Dann kommt Pixelmator Pro auch auf das iPad zum ersten Mal. Optimiert auch für Pencil und Touch und so weiter. Ja, und das Ganze soll jetzt am 28. Januar verfügbar sein für 12,99 Euro im Monat bzw. 129 Euro im Jahr. dann gibt es noch ein Bildungsabo, das kostet deutlich weniger, da reden wir glaube ich so von 3 Euro im Monat für den ganzen Dingens und ja, was meinst du?

Boris

Also grundsätzlich verstehe ich jetzt jeden, der sagt scheiß Abo, geh mir weg damit, das kann ich erstmal nachvollziehen, ich muss aber sagen also das mit diesen kostenlosen Dreingaben, die dann KI-Features haben, so ganz, verstehe ich das so vom Modell her nicht, aber ich bin da beruhigt, weil Pages, Keynote und so weiter, das wirst du wohl weiterhin auch so bekommen, dann eben ohne diese KI-Features. Ja, meine Güte, sei es drum. Alles fein. Aber ich bin zum Beispiel Nutzer von Final Cut, also Final Cut Pro und das habe ich mir seinerzeit gekauft und das waren so um die 300 Euro. Das war ein Einmalkauf und seitdem habe ich nie wieder Geld bezahlen müssen, weil Apple hat ja kein Modell in seinen Store eingebaut, um Updates zu verkaufen. Also ist es immer um neue Funktionen erweitert worden. Die haben mich manchmal gefreut und manchmal geärgert, weil ich sie dann nur mit einem neuen Betriebssystem bekommen habe und ich das Betriebssystem aber noch nicht hatte. Aber dann ist es eben so. Es läuft ja dann trotzdem auf dem alten System, in dem alten Stand weiter.

Chris

Also du kannst diese alten Sachen noch kaufen als Einzelversionen ohne Abo.

Boris

Das gibt es auch weiterhin noch. Aber jetzt überlege ich mal, nur das Final Cut Pro hat 300 Euro gekostet. Und wir reden hier von einem Abo-Preis von 130 Euro im Jahr.

Chris

Vor irgendwie zehn Jahren habe ich das gekauft oder so ähnlich.

Boris

Da war es teurer.

Chris

Und habe seitdem nie wieder auch nur einen Cent reingeworfen.

Boris

Ja, ich glaube damals war es sogar, oder bei mir ist es wahrscheinlich auch schon so lange her, aber vorher hat das irgendwie mal über 1000 gekostet, dann ist es mal günstig geworden, war irgendwas über 300. Das können auch genau diese 330 gewesen sein oder so, weil wenn ich jetzt hier rechne 130 Euro, wenn du da jetzt drei Jahre nimmst, dann bist du irgendwie bei 390 Euro, dann bist du irgendwie knapp über dem ehemaligen Neupreis nach drei Jahren. Dafür hast du jetzt aber die Möglichkeit, und das ist jetzt wieder, finde ich, den Vorteil bei Apple mit den Abos. Du kannst ja bei Apple in dem Store tatsächlich sagen, ich habe jetzt hier ein Abo abgeschlossen und mache das monatlich. Und jetzt kündige ich das wieder. Und dann wird das eben zum nächsten Intervall gekündigt. Dann ist das weg. Und wenn du dann fünf Monate später sagst, jetzt will ich es wieder, dann schließt du es wieder ab. Das sind wirklich, also wahrscheinlich tatsächlich genau drei Mausklicks oder so. Das geht wirklich, wirklich einfach. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich könnte mir jetzt ein Final Cut Pro und ein Logic Pro oder sowas für eine Produktion für ein, zwei, drei Monate mal klicken, um die Produktion fertig zu machen und dann kündige ich das Abo wieder.

Chris

Du kriegst ein kostloses Probeabo einen Monat lang auch noch.

Boris

Auch das noch. Jochen sagt gerade Final Cut Pro liegt gerade bei 350 Euro.

Chris

Ja, also wie gesagt, ich habe das vor zehn Jahren mir gekauft, zu welchem Preis auch immer damals, habe seitdem nie wieder was reingeworfen. Gut, jetzt ist Final Cut Pro aber auch seither nicht so dramatisch upgedatet worden. Also klar, wieder hier ein Feature, da ein Feature, aber nicht irgendwie so.

Boris

Sie haben es sehr hängen lassen.

Chris

Ja, das kann man so sagen. Was kriegst du noch dazu? Premium-Vorlagen und ein Content Hub für Keynote, Pages und Numbers. Das ist, glaube ich, so Stock-Foto-Zeug oder sowas. Egal. Aber was das genau ist, weiß ich nicht. Das einzige Problem, also ich finde es generell so vom Preis her, wenn du das mal, gut, du kannst die Sachen jetzt nicht mit der Funktionalität von Adobe-Apps vergleichen, aber vom Preis her ist das schon auch ein Stück weit ein Angriff auf Adobe, mit Sicherheit. Ich frage mich nur, natürlich braucht man die denn alle? Also ich habe ein Final Cut Pro, ich habe was anderes, um Audio zu bearbeiten, was nicht von Apple ist, was aber sehr gut für mich funktioniert. Ähm, Also Final Cut Pro, das spricht so eine bestimmte User-Kategorie an. Das sind so die Creator, würde ich sagen.

Boris

Viele YouTuber.

Chris

Logic Pro ist eher für die Musik-Bubble. Das ist auch sehr musikzentrisch. Das merkst du auch Mainstage genauso. Das sind Live-Effekte und solche Geschichten. Ich weiß nicht, wie viel Overlap es da ist. Aber wenn du ein Abo für den Preis, ist das erstmal so in der heutigen Landschaft nicht schlimm, finde ich. Vor allem, wenn man neu dazukommt. Wenn du jetzt eh schon die Hälfte hast, also ich werde zum Beispiel das Abo nicht abschließen, weil ich habe das Final Cut Pro und ich brauche jetzt diese KI-Features nicht. Wenn ich die brauchen würde, um eben zum Beispiel in Transkripten zu suchen oder eine visuelle Suche zu machen oder Beat-Erkennung zu haben, dann, was weiß ich, weil ich einen Job habe, der das verlangt, dann würde ich mir halt ein Abo schießen dafür, klar. Bernd schreibt, ich würde das Abo nehmen, wenn Aperture dabei wäre. Ja, das kommt nicht wieder. Das kannst du, glaube ich, vergessen. Das ist, das Pferd ist tot. Leider, weil alle, die Aperture benutzt haben, waren ja alle schwer verliebt in das Produkt.

Boris

Ich war die Aperture-User.

Chris

Aber ich wollte es immer benutzen.

Boris

Es war auf meinen Macs immer unfassbar langsam.

Chris

Ja, es war ein Ressourcenfresser, das Ding, ganz massiv.

Boris

Ich habe es auf anderen Macs gesehen, da ist es gerannt, aber auf allen Macs, die ich hatte, ist es wirklich fast eingeschlafen. Insofern kam das für mich nicht in Frage, aber die Konzepte, die Aperture hatte, die waren tatsächlich wirklich, wirklich gut und die würden heute immer noch richtig gut mithalten. Da sind wirklich ein paar sehr einmalige Ideen drin gewesen, wie man damit umgehen kann. Aber das wird nicht mehr wiederkommen. Also der Stecker ist gezogen.

Chris

Ja.

Boris

Aber wie gesagt, der Preis ist eigentlich gut. Wie du schon sagst, wenn du jetzt ein Projekt hast, was du machen musst und kannst die Features dafür gebrauchen, dann klickst du dir das ein, zwei Monate und dann klickst du wieder auf Kündigen.

Chris

Ja, also die Menschen, die hier zuhören, die werden wahrscheinlich hauptsächlich hier von Pixelmeter Pro erstmal profitieren, das mit Apple Pencil Unterstützung kommt. Also für die, die diesen iPad Workflow haben, ist das mit Sicherheit interessant. Bildaufbereitung, da sind dann auch so Funktionen wie Super Resolution und automatisches Zuschneiden und so weiter da. Ich denke, das hat dann mit je nachdem, was dein Outlet ist, ob du viel Social Media machst oder sonst was. KI-gestützte Auswahl, Maskierungswerkzeuge sollen da auch drin sein, also Thema Retusche ist damit möglicherweise schnell. Das wird kein Appertür werden, aber es kann mit Sicherheit mehr als in Apple Fotos. Jetzt müssten sie nur noch die Fotos-Bilddatenbank, die ja eher so ein großer Eimer ist, in dem er alles reinwirft und was dir dann per KI wieder Sachen nach oben spült, die müsste eigentlich mal eine ordentliche Fotoverwaltung werden. Der Grundstein dafür ist gelegt, aber so richtig verwalten in Projekten, mit ordentlichen Suchfiltern und so weiter, das wäre schon ganz nett und dann könnte das vielleicht irgendwie dann auch mal eine Alternative zu was anderem werden. Traue ich ihnen aber auch nicht zu, weil das ist ja nicht die Zielgruppe. Wobei sie mit den anderen Pro-Apps natürlich schon auch Pros ansprechen. Ah, na gut.

Boris

Und ich glaube, bei Pixelmator ist eher so das Problem, genau was du sagst, man braucht ja gar nicht alles davon, sondern du interessierst dich wahrscheinlich für eine Anwendung, vielleicht für zwei. Und wenn es Pixelmator ist, dann glaube ich, sind tatsächlich viele ein bisschen, angefressen, weil das brauchst du vielleicht jetzt nicht mal für ein Projekt, sondern übers Jahr immer mal wieder. So, und dann zahlst du quasi 130 Euro für einen Pixelmeter jedes Jahr, Da kannst du dich jetzt natürlich auch nach Alternativen umgucken. Es ist jetzt ja nicht so, dass es keine Bildbearbeitungssoftware gäbe und auch gute Bildbearbeitungssoftware gäbe. Da muss, glaube ich, schon großer Wille dafür da sein, sich in ein Abo-Modell zu begeben. Und ich glaube, jetzt muss Apple mal beweisen, ob sie für das Abo denn jetzt auch richtig mal Updates rausschießen und Funktionalität rausschießen. Weil für das Geld will ich dann auch was sehen.

Chris

Tja. Na gut, also 12,99 im Monat, Studententarif 2,99 im Monat. Lasst uns doch mal wissen, ob das für euch so interessant ist. Ich denke jetzt schon, dass das Adobe ein bisschen unter Druck setzt. Also der Preisschock von hier 13 Euro im Monat gegen irgendwie was so bei Adobe mit All-In bezahlt 70 im Monat. Ja, das Zeug kann mehr, aber die Zielgruppe ist eine andere. Auch der Studententarif kostet hier ein Dreier im Monat gegen 25 im Monat bei Adobe. Also es ist ein Zehntel fast vom Preis. Was natürlich Apple damit auch macht, ist so ein bisschen so ein Ökosystem-Login. Die bundeln hier Video, Audio, Bild, Produktivitätstools. Alles sehr tief in die eigene Hardware integriert. Mit M-Chips und so weiter.

Wenn man dann schon so Mac und iPad hat, dann kann man viele Sachen damit auch schon hinbekommen. Also es sei denn, du brauchst wirklich ganz, ganz spezielle Pro-Workflows oder diese Dateiformate müssen wirklich Industriestandards bestimmen. Da hat Adobe immer noch die Nase vorn. Und der Einmalkauf bleibt ja. Also zumindest ohne dann manche von diesen neuen Funktionen. Das heißt, und Adobe hat das nicht. Also insofern...

Boris

Da bin ich auch gespannt, wie lange das bleibt mit diesem Einmalkauf.

Chris

Und die große Schwäche ist halt kein Lightroom-Konkurrent. Foto-Workflows.

Boris

Haben sie nicht.

Chris

Du hast auch kein InDesign Tool drin. Ja, schon so, wenn du ganz einfache Layouts machst, dann kannst du dich auch mit Pages machen. Aber da bist du trotzdem...

Boris

Auf der anderen Seite kann ich mir auch vorstellen, dass Leute jetzt sagen, ach weißt du, dann gucke ich mir mal DaVinci Resolve an. Das soll ja auch ganz gut sein. Oder für die Layout-Geschichten und Pixel-Bearbeitung, dann gucke ich jetzt eben doch mal hier bei Affinity Canva und schieß mir mal das kostenlose, den kostenlosen Account und installieren wir mal das Triple. Dann habe ich Vektorgrafiken, die habe ich hier nicht. Habe Pixelgrafiken, die habe ich dann und ich habe ein Desktop-Publishing-Tool, was weit über das hinausgeht, was Pages kann. Pages ist simpler zu bedienen und du kannst mit Pages auch einfach Text schreiben, Fließtext, also als Brief. Aber wenn du jetzt wirklich ein bisschen in die Gestaltung gehen willst oder sowas, bist du mit Pages auch inzwischen schnell am Ende. Das war früher mal mächtiger.

Chris

Ja.

Boris

Von daher. Also ich könnte mir auch vorstellen, dass der Schuss nach hinten losgeht.

Chris

Ich weiß nicht. Also ich denke, dass Adobe schon reagieren muss. Adobe muss reagieren, glaube ich. Das ist trotzdem, auch wenn es nicht auf dem gleichen Funktionalitätslevel wie Adobe ist, haben halt doch viele Leute bisher, weil es irgendwie so ein Bundle nicht gab von woanders halt zu Adobe gegriffen. Die müssen da was tun bin ich mir sehr sicher, das ist Druck im Consumer-Bereich oder im unteren Pro-Segment und das spüren die, ich meine die spüren eh sehr viel wir werden nachher nochmal kurz über Dolby reden aber ja, gut, Lasst uns mal wissen, was ihr davon haltet. Holt ihr euch das?

Boris

Ja, gerne.

Chris

Wie gesagt, 28. also in der Woche ist das Ding dann. Zum Klicken. Du hast...

Boris

Chris ist weg. Da ist er wieder.

Chris

Es ist doch alles kaputt hier.

Boris

Alles kaputt.

Chris

Alles kaputt hier. Ich habe nichts getan. Das ist wahrscheinlich die VPN, über die ich hier gerade gehe.

Boris

Das ist der Nachruf. Ich habe nichts getan.

Chris

Du hast eine neue Kamera gedingst.

Boris

Gesehen, aber noch nicht gekauft.

Chris

Ach so, da hättest du die schon.

Boris

Nein, nein, nein. Von Rico GR, die GR4, da sprachen wir ja schon von. Da gab es eine Version, dann gab es eine neue Version mit diesem HGF-Filter, mit diesem Diffusor.

Chris

Mit diesem Highlight-Diffusor, genau.

Boris

Ja, genau. Und jetzt gibt es eine weitere Variante, nämlich die Monochrom, die GR4 Monochrom. Und das ist halt genau wie die anderen GR4-Kameras, also gleiches Gehäuse, gleiches 28mm Objektiv, APS-C-Sensor, 25 Megapixel, 5-Achsen-Stabi, also alles wie man es gewohnt ist, 53 GB interner Speicher. Ja, aber es fehlt vor dem Sensor eben dieses Farb, dieses Bayer-Array, sodass also wirklich...

Chris

Das fehlt, das klingt, als ob das ein Mangel wäre.

Boris

Ja, das ist bei der Produktion verloren gegangen und man sagt, man macht jetzt eine monochrome Kamera.

Chris

Haben sie aus Versehen eine komplette Charge, wo die die Filter vergessen haben und haben sie gesagt, was machen wir damit jetzt?

Boris

Sie haben da den Auszubildenden herangesetzt, hier hast du eine schmale Fräse, hier ein Tausender Schleifpapier, machen wir Filter runter. Und dann hat der da Filter. Wie auch immer, da ist halt kein Filter davor. Deswegen hast du jeden Pixel... Von diesen 25 Megapixel ohne Interpolation. Das verspricht halt bei diesen reinen monochromen Kameras immer eine sehr, sehr scharfe Detailauflösung. Aber eben nur monochrom. Also Graustufen. Und weil der Bayer-Filter fehlt, ist auch die maximale Empfindlichkeit gestiegen um eine Blendenstufe. Also statt 200.000 hast du 400.000 ISO am maximalen Ende. Das spricht also für weniger Rauschen auch in den unteren ISO-Bereichen.

Chris

Also es ist kein Filter drauf, der irgendwie Licht wegnehmen könnte, was da wieder verstärkt werden müsste.

Boris

Und ein Problem, was ich ja immer, was heißt Problem, aber so ein Hinweis, den ich immer ganz gerne gebe, hier zum Beispiel bei der Leica Monochrom oder auch bei der Pentax Monochrom, da sage ich, ja okay, aber wenn du keine Farbinformationen auf den Pixeln hast, dann ist das schon was anderes, als wenn du aus einem Farb-Raw-Bild ein Schwarz-Weiß-Bild entwickelst in Lightroom oder in Capture One. Weil dann hättest du im letzten Fall, im letztgenannten Fall, hast du ja Farbinformationen und kannst bei der Schwarz-Weiß-Konvertierung sagen, wie hell willst du denn welche Farben haben. Wenn du diese Informationen aber nicht hast, dann hast du nur hell-dunkel-Werte, so wie sie durchs Objektiv gefallen sind. Und plötzlich wird es wichtig, mit Filtern zu arbeiten, also Farbfilter zu haben. Wenn du zum Beispiel sagen willst, du willst einen kontrastreichen Himmel haben oder helle Hauttöne haben oder irgendwelche Strukturen herausarbeiten in bestimmten Farbbereichen. Also in der Schwarz-Weiß-Fotografie hat man ganz gerne verschiedenfarbige Filter, um eben bestimmte Effekte zu erreichen.

Und da ist jetzt natürlich Rico hier ganz vorne dabei, weil die GR4 hat ja ein einschwenkbares Filter und bisher eben ein ND-Filter oder eben dieser HGF-Filter. Und hier bei der Monochrom ist es ein Rotfilter. Das heißt, du kannst optional ein echtes Rotfilter mit reinschwenken und hast dann eben genau das, was ich gerade gesagt habe, du hast einen kontrastreichen Himmel. Also alles, was rot ist, wird hell dargestellt, alles, was nicht rot ist, wird dunkel dargestellt und im blauen Himmel ist relativ wenig rot, deswegen wird der dunkler, du hast bessere Wolkenkontraste, Hauttöne sind ein bisschen angenehmer, die haben einen etwas höheren Rotanteil, die werden ein bisschen heller dargestellt, sieht ein bisschen schöner aus. Also das ist eigentlich ein ganz netter Filter so für Porträt und Landschaft.

Chris

Der ist nicht eigentlich ganz nett, der ist essentiell, weil du hast ja, wenn du Farbe fotografierst, alle Farbkanäle und dann kannst du problemlos einfach irgendwie das Blau runterziehen, also dunkler machen. Und bei Schwarz-Weiß-Fotografie, bei echter Schwarz-Weiß-Fotografie hast du ja gar keine andere Wahl, wenn du die Kontraste beeinflussen möchtest im Bild, das über Farbfilter zu machen. Also der klassische Schwarz-Weiß-Fotograf hatte eigentlich immer irgendwie ein Gelb, ein Orange, ein Rotfilter in der Tasche, damit du dann entsprechend steuern kannst, wie das hinterher rauskommen soll. Und das musst du dann halt hier auch so machen. Es sei denn, du hast natürlich eine schlaue KI, die erkennt, was Himmel ist, aber das ist im Schwarz-Weiß-Bild wahrscheinlich noch schwieriger als im Farbbild. Insofern, ja, ist das notwendig. Und das Geile ist halt, Es ist eingebaut.

Boris

Es ist drin.

Chris

Damit hast du keinen Filter, der verdrecken kann. Dass sie gleich mit einem relativ kräftigen Rot rangehen. Ja, du willst halt auch gleich einen ordentlichen Effekt sehen.

Boris

Genau.

Chris

Und den geben die dir damit.

Boris

Man hätte Orange nehmen können, aber Rot. Ja, warum nicht? Kann man machen.

Chris

Mich juckt diese Kamera sehr. Ja, ich habe nur gerade nicht dieses nötige Kleingeld rumliegen dafür.

Boris

Bevor wir zum Preis kommen. Es gibt natürlich auch digitale Features. Bildstile gibt es natürlich auch. bei Monochrom. Was willst du da groß machen? Klar, du kannst mit Kontrasten spielen. Deswegen gibt es zum Beispiel einen Solid-Modus für sehr harte Kontraste. Es gibt einen Grainy-Modus. Da wird dann ein Filmkorn simuliert. Also gilt dann wahrscheinlich fürs JPEG. Und gibt wohl auch noch ein paar andere Modi, die man da wählen kann. Das Gehäuse ist komplett in Mattschwarz gehalten. Finde ich auch ganz nett. So ein bisschen so ein Stealth-Look. Und der Preis. Der könnte jetzt für viele ein Haken sein. Also ab Februar 2026 soll das Ganze kommen für 1800 Euro. Das sind 350 bis 400 Euro mehr als für die Farbvarianten, die es da gibt. Die GR4 HDF, die wir vorgestellt hatten, die liegt gerade so um 1450. Da sind wir also 350 Euro günstiger.

Puh, das heißt 350 Euro für eine reine monochrome Kamera mit einem einschwenkbaren Rotfilter. Aber, jetzt muss man auch sagen, Preis hin, Preis her, es gibt eigentlich keine echten Alternativen, wenn man eine reine monochrome Kamera haben möchte, für die es durchaus Gründe geben kann. Denn die Alternativen sind eigentlich ja nur bei Leica, eine M11 Monochrome oder eine Q3 Monochrome. Beide haben zwar das größere Sensorformat, also ein Kleinbildformat, sind aber viel teurer und auch größer und schwerer als eine Ricoh GR4. Oder eine Pentax K3 Monochrom, da haben wir dann aber eine DSLR und auch die ist natürlich wieder größer. Also für APS-C-Sensor, klein, kompakt, jackentaschentauglich, da gibt es nicht viel. Also insofern reizen sie das auch aus.

Chris

Ich hätte so gerne diese Kamera.

Boris

Was reizt dich jetzt besonders daran?

Chris

Naja, also zum einen hast du einfach eine super Bildqualität, die Brennweite, was ist das ungefähr? 35, was du da bekommst?

Boris

Ja, 28 mal 1,5.

Chris

Fixes Objektiv, der Rotfilter, die Limitation, die kreative Einschränkung. Du hast eine schwarz-weiße Kamera, du kannst nichts anderes mit machen. Wenn du überbelichtet bist, ist es überbelichtet. Du hast dann hinterher keine Möglichkeit mehr, da noch irgendwas zu retten. Es wird ein bisschen mehr von dir verlangt und damit musst du dich auch dem Thema besser widmen. Das ist nicht so mit, ich nehme mal schnell das iPhone hoch und mache ein Bild und so, sondern Und das Gerät kümmert sich schon drum, sondern ... Bilder, die daraus fallen, haben, glaube ich, gefühlt einen höheren Wert.

Boris

Ja, und du hast halt nicht im Hinterkopf dieses, ich könnte es ja auch noch in Farbe machen, wenn ich es dann haben will. Oder ich kann es ja noch anpassen. Oder wenn du es anpassen willst, dann musst du wirklich mit Maskierungen dann arbeiten.

Chris

Das ist ein Kreativthema. Ganz klar ein Kreativthema. Und ich, ja. Also Bock hätte ich. Geld habe ich nicht.

Boris

Aber Bock hätte ich.

Chris

Ja, na gut.

Boris

So schaut's aus.

Chris

Gut. Wir haben hier über diesen Lofig-Sensor gesprochen, diese Smartphone-Sensoren, die demnächst wohl auf den Markt kommen sollen. Das war dieses Thema 20 Blendenstufen Dynamikumfang bei 200 Megapixeln im Smartphone. Ja, Das ist spannend. Was jetzt gerade auf der CES in den USA, auf der großen Tech-Messe rausgefallen ist, ist der Spatt-Sensor von Canon. Hast du schon mal von SPAD gehört? Wahrscheinlich nicht. Nein. Ist ein Thema, ist eine Sensortechnologie, die auch nicht super neu ist. Die gibt es wohl auch schon einige Jahre. Und mit denen tatsächlich viele von uns auch schon Berührung haben. Also wenn du ein iPhone hast, was nicht gerade irgendwie zehn Jahre alt ist, dann kennst du das. Das ist nämlich in dem LiDAR drin. Dem Ding, was dir quasi den Laser ins Gesicht pulst und dann anhand der Zeit, die das Signal zum Zurückkommen braucht, wieder feststellen kann, wie die Tiefe ist, also Tiefinformation.

Boris

Wie weit ist das weg?

Chris

Und dieses SPAD oder S-P-A-D, SPAD, ähm, ist ein Single-Photon-Avalanche-Diode-Sensor. Das sind Sensoren, die können tatsächlich einzelne Photonen sehen oder messen. Also stell dir vor, da kommt ein Photon an und dieses Photon ist so ähnlich, also wenn du weißt, wie ein Geigerzähler funktioniert, so ein Geiger-Müller-Zählrohr, da kommen auch so diese einzelnen Entladungen, also diese Zerfälle kommen da an und erzeugen dann eine Lawine und da wird quasi durch das, wie das gebaut ist, wird das verstärkt. Also es werden mehrere Partikel irgendwie losgetreten und dann kann das gemessen werden. So ähnlich ist das hier auch. Einzelne Photonen können gemessen werden und.

Das ist natürlich für Lowlight Performance ist das total spannend, weil du hast dann quasi ja, du kannst quasi bei Null Licht fotografieren mit sowas. Ähm.

Es ist nur technisch sehr aufwendig, weil so ein einzelnes Photon kommt an, das erzeugt diese Lawine, die dann gemessen werden kann, dann muss das resettet werden, also je Pixel quasi muss das resettet werden, um das nächste zu messen und so misst du dann quasi hintereinander ganz viele Photonen und weißt dann, wie hell es da ist. Also das ist ein Riesenaufwand, das Ding. Und Canon hat jetzt auf der CES den ersten SPAD-Sensor so als Tech-Demo präsentiert. Also kommt jetzt noch nicht gleich ein Produkt raus, aber wir reden tatsächlich von so Einsatzmöglichkeiten, die bisher eh so im industriellen Bereich waren, aber jetzt eben auch in Consumer-Kameras. Und dazu haben sie einen 1 Megapixel Spreadsensor vorgeführt, mit hier 3D gestackter BSI Architektur, also da muss viel Elektronik drauf, das wird wieder so hintereinander gestackt irgendwie und kriegen damit einen Dynamikumfang von 119,5 dB hin, also das sind ungefähr 20 Blendenstufen sind das 20 Blendenstufen also statt viele Photonen über eine Zeit zu integrieren werden quasi einzelne Photonen gezählt, und Und ja, ein Megapixel haben sie schon. Die können auch, die sind auch brutal schnell. Die können auch so Bewegungen in Größenordnung von 100 Picosekunden erfassen. Und ja.

Boris

Das ist ja fast so schnell, wie Bruce Lee mit seinen Händen war.

Chris

Genau, wir reden also tatsächlich so von Industrieanwendungen, autonome Fahren mit Kameras im Auto, Robotik, Industrie, Wissenschaft, aber eben möglicherweise auch dann doch mal in den Konsumerkameras. Das ist so, ja, also dafür ein Megapixel hinzubekommen. Es gibt einen anderen Sensor tatsächlich schon mit 3,2 Megapixel. Der wird aber nicht im Consumer-Foto-Bereich eingesetzt, sondern in anderen Bereichen. Und ja, Einsatzbedingungen ab 0,1 Lux. Das ist nicht viel. Also es heißt ja, dass man damit bei Nacht einen Fußgänger auf 120 Meter erkennen könnte.

Boris

Unglaublich. Also wenn ich im Dunkeln anfange, Photonen zu zählen, werde ich wahrscheinlich einschlafen.

Chris

Wahrscheinlich. Sind auch relativ viele. Also muss man auch sehr schnell zählen. Aber gut, also dieses Low-Fig ist nicht das Einzige, was mit sehr hohen Dynamikumfängen klarkommt. Wobei das wahrscheinlich schon produktreifer ist für die Konsumerfotografie. Dieses Spat hätte dann den Vorteil, dass es noch mit deutlich weniger Licht auskommt. Aber dafür muss es halt auch erstmal irgendwie gebaut werden. Aber ja, neue Sensoren sind am Horizont. Irgendwann werden wir sie sehen. Und das sind die Kanonen ja nicht die einzigen, die neue Sensoren bauen.

Boris

Das ist ein gutes Stichwort. Ja, denn Leica, munkelt man, wird auch wieder eigene Sensoren bauen.

Chris

Sowas.

Boris

Tja, was kommt denn da? Also Leica hat zuletzt, so sagt man, selber bestätigen sie das natürlich nicht, mit Sony Sensoren gearbeitet oder Sensoren von Sony.

Und Leica sagt natürlich, sie haben als Ziel einen Sensor zu bauen, der exakt auf das M-System zugeschnitten ist. Und da haben sie natürlich ein Stück weit einen Punkt, weil sie sagen, wir brauchen für das M-System zum Beispiel keinen Autofokus. Das heißt, wir müssen keinen Platz verbrauchen für irgendwelche Phasenpixel oder ähnliches. Sie brauchen auch keinen Highspeed beim Auslesen, weil sie auch keine Videofunktionen haben. Also das sind alles Dinge, die so ein Sensor kann und natürlich dafür gewisse Einschränkungen anbieten muss. Wie sagt man? Einschränkungen hinnehmen muss, sagt man, glaube ich. Und sie können eben das alles weglassen und können das eben dahin stattdessen kompromisslos auf Bildqualität optimieren. Sagt Laika.

Ich frotze halt ein bisschen rum und sage, na ja, man möchte sich natürlich zum einen abheben mit seinem Sensor am Markt, mit den Kameras, aber man möchte natürlich auch die Vergleichbarkeit aushebeln. Nicht, dass es dann so wie jetzt heißt, na ja, das ist ja im Prinzip eine Sony A7R IV, aber die Sony ist viel günstiger und hat den gleichen Sensor. Warum viel Geld für eine Leica ausgeben? Das will man wahrscheinlich auch ein Stück weit loswerden an dieser Stelle. Aber ich denke, also ich gebe Ihnen den Punkt, weil ich glaube schon, dass auf dem Sensor eine Menge los ist, auf den verschiedenen Schichten, wo wenn du darauf verzichten kannst, du vielleicht eine bessere Bildqualität hinbekommst. Die Frage ist, ist das jetzt ein Problem gewesen bisher, was zu lösen ist?

Das kann man natürlich mal so dahingestellt lassen. Und unklar ist auch so ein bisschen noch, was mit der eigenen Entwicklung gemeint ist. Also wahrscheinlich keine komplette Eigenentwicklung, sondern wahrscheinlich eher eine Anpassung eines bestehenden Designs. Weil so einen Sensor, den schüttelst du auch nicht mal eben aus dem Ärmel. Wissen wir aber nicht. Vielleicht auch tatsächlich eine Eigenentwicklung. Es ist auch jetzt nicht bekannt, wer die dann fertigen wird. Also sicherlich nicht Leica selbst, sondern da gibt es Fertiger, die sich mit diesem Silizium auskennen. Das sind gar nicht so viele Firmen. Also mal schauen. Bisher stand hier in dem Bericht, hatten sie eben verschiedene Partner. Also damals zum Beispiel von Kodak Sensoren, M8, M9, ME. Bei der Q2 und SL2 dann vermutet man ein Panasonic nahes Design und bei der SL2S eben ein Sony nahes Design. Naja, und der neue Sensor kann ich noch dazu geben, wird für die M12 erwartet, also 2027. Das ist jetzt nichts, was jetzt gerade mal eben passiert.

Chris

Aber ist das aber, ist es noch alles Gerücht oder haben die da tatsächlich selber was dazu erzählt?

Boris

Ja, sie haben schon was dazu gesagt, aber man weiß jetzt halt nichts Genaues. Also Leicard hat nur gesagt, man möchte halt sich auf die Qualität konzentrieren. Vielleicht ist es ihnen auch einfach zu teuer, Sensoren einzukaufen, wenn sie die Features dann nicht benutzen davon. Vielleicht kann man den ja auch tatsächlich günstiger produzieren.

Chris

Ja, ja. Es ist halt auch so, dass heute Sensoren ja nicht mehr einfach irgendwelche Fotodioden sind und dann wird das ausgelesen und fertig, sondern, ein Sensor ist ja heute eine komplette, also da ist ja Processing drauf mit Rauschen und sowas. Das ist eh der Standard, aber da hast du heute hast du halt diese Multilayer-Geschichten, diese 3D-gestackten Sachen, wo du dann alles mögliche draufpacken kannst, irgendwie nochmal ein komplettes neues Layer an Speicher, damit du dann irgendwie ein Global Shutter hinbekommst oder eben diese Lofig-Geschichte oder diese Spat-Geschichte oder oder oder, und wenn du was von der Stange nimmst, dann nimmst du was von der Stange und das mag halt auch das Beste sein, aber du hast am Ende halt wie du sagst, vielleicht Sachen drin, die du gar nicht brauchst und es ist nicht so maßgesteidert und vielleicht hast du ja selber einfach, also vielleicht hat Leica da selber auch irgendwelche, Ja, irgendwelche Pläne, die halt die zukünftigen Sensoren von Sony nicht mitmachen.

Boris

Denkbar.

Chris

Und was ganz Eigenes ist natürlich schon auch fein, weil du hast halt viel mehr Kontrolle darüber, dass das genau dem entspricht, was du brauchst.

Boris

Mhm.

Chris

Also finde ich jetzt, ja.

Boris

Ja, bei Apple haben wir gesehen, das ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Die Prozessoren, die sie gebaut haben, eigenes Design, genau angepasst auf das, was das Gerät tun soll. Und plötzlich haben wir Geräte, die bei sehr, sehr geringem Stromverbrauch enorm viel Leistung bringen. Und das könnte sich natürlich auch auf eine Leica auswirken, wenn du, was weiß ich, dann Stromsparender zum Beispiel bist, längere Akkulaufzeiten, wenn du bestimmte Dinge nicht brauchst und so. Und wer weiß, was dann noch kommt. Ja, interessant kann das sein. Frotzeln kann man trotzdem, es könnte auch sein, dass es einfach ein simplerer Sensor wird für die teurere Kamera und man ist nicht vergleichbar und die Leica-Fans können weiterhin sagen, wir haben den besten Sensor, die beste Bildqualität.

Chris

Also im Happy Shooting Slack schreibt David, den Leica-Fotografen, den ich persönlich kenne, habe ich noch im Ohr, als der bei ISO 800 was von High ISO erzählte. Danach war das Rauschen zu stark. Damals, damals ist es also schon eine ganze Weile her, damals war das alles andere als gut verglichen mit der 5D Mark II und so. Also da reden wir jetzt von Zeitraum 2010 oder so, also 15 Jahre her. Mittlerweile sind die ja da deutlich besser. Also Leica ist nicht mehr verschrien für irgendwie schlechtes Rauschverhalten, ganz im Gegenteil.

Boris

Wie gesagt, in der Regel wahrscheinlich Sony-Sensoren da drin. Und das ist schon fein.

Chris

So, noch ein Stück News, was jetzt vor ein paar Tagen irgendwie bei mir durchgerauscht ist, beziehungsweise was ich so immer wieder im Blick habe, ist, wie es denn so dieser großen Firma geht, die lange das Monopol auf Kreativsoftware hatte. Ich rede natürlich von Adobe. Und wir hatten ja schon lang keinen Adobe Rant mehr. Finde ich jetzt aber auch nicht angebracht, sondern eher so ein Uiuiui, wie geht es euch denn gerade? Wenn man sich gerade mal den Adobe Aktienkurs anschaut, Dann sieht der nicht so toll aus. Ich habe das hier mal auf den Bildschirm geworfen. Also wir haben hier die letzten 1, 2, 3, 4, 5 plus Jahre Adobe Kurs und der war ein paar mal sehr hoch, aber dann auch eben wieder sehr weit unten und der ist jetzt gerade weiter unten, als er in den letzten 6 Jahren jemals war.

Und das hängt halt, also Aktienkurse spiegeln ja jetzt nicht unbedingt die reelle Geschichte eines Unternehmens wieder, sondern das Vertrauen, das die Anleger in so ein Unternehmen haben. Und das ist gerade nicht so hoch. Und das hat natürlich damit zu tun, dass jetzt gerade Adobe sehr knabbert, was zum Beispiel das Konkurrieren mit KI angeht. Du hast die haben ja sehr viel Geld investiert in ihr Firefly und so weiter.

Aber das reicht wohl nicht aus die Wall Street Analysten haben die Aktie auf ihr niedrigstes Rating seit 2013 herabgestuft die machen ja da immer so Ratings und sagen kaufen, nicht kaufen, behalten, abstoßen und so weiter.

Und ja es wird angeführt dass das Betriebsumfeld gerade schwierig wäre, eine inkonsistente Produktausführung und eine schwächere Wettbewerbsposition als Risiken, die den Trend der Aktie einschränken. Die Herabstufungen spiegeln die breiteren Bedenken der Anleger hinsichtlich der KI-Disruption wieder, die sich auf Softwareunternehmen auswirken. Also da kommt natürlich so Sachen wie Affinity dazu, die einfach funktionieren. Genug können für viele Leute, aber nichts kosten oder günstigere Abo-Preise von jetzt Apple zum Beispiel. Wie gesagt, im hyperprofessionellen Umfeld wird sich da nichts tun, aber so im Konsumerbereich ist das wahrscheinlich schon so ein echtes Thema. Was meinst du?

Boris

Ich habe keine Aktien. Ich hasse Aktien.

Chris

Ich habe von Adobe auch keine Aktien.

Boris

Also die Idee, ich mag die Idee von Aktien, wie sie ursprünglich mal gedacht war. Ganz ursprünglich, damals mit den Schiffen, weißt du, und Gewürze transportieren und ich habe nicht genügend Geld und du gibst mir Geld und ich beteilige dich am Umsatz. Das waren noch Zeiten. So verstehe ich das. Aber das, was in den letzten, weiß ich nicht, zig Jahren mit diesen Börsen und den Aktien gemacht wird, sobald irgendwie ein Unternehmen an die Börse geht, dann sage ich, jetzt seid ihr verloren. Weil ab jetzt habt ihr die Pflicht, irgendwie alle Quartale irgendwie eine Steigerung zu machen. Es geht nur nach oben. Und wenn ihr nicht den Umsatz irgendwie mindestens verdoppelt zum nächsten Jahr, dann verkaufen die Großanleger sofort ihre Aktienpakete und schnell noch Gewinne mitnehmen, bevor sie alles verlieren. Alles ganz, ganz schrecklich. Das spiegelt überhaupt nicht mehr wider, ob es einem Unternehmen gut geht oder schlecht geht. wie du schon sagst, das ist eine reine Bauchgeschichte und bei diesen Kursentwicklungen...

Chris

Was aber schon immer im Prinzip.

Boris

Ja, in der Regel jetzt aber eben bei diesen großen Unternehmen ja auch nicht von uns Kleinanlegern, sondern ja von den großen, den ganzen Großinvestoren und, die immer so viel Ahnung haben von dem, was da am Markt passiert, das kann man auch manchmal ganz vorsichtig infrage stellen. Ich weiß das nicht, ich kenne da niemanden von persönlich, aber manches ist schon, ich habe mich mal eine Weile damit beschäftigt, weil ich mal, investieren wollte und dann auch habe und da habe ich damals auch gesagt, ihr wollt in diesen RAM-Hersteller investieren, ist euch eigentlich klar, was die PC-Hersteller machen, wenn sie teuren RAM kaufen sollen? Die werden einfach anderen RAM produzieren, haben sie dann auch gemacht. Damit war die Firma wieder tot. Trotzdem ist das Ding gehypt worden. Und also gut, Adobe geht jetzt hier runter. Jetzt wird hier geschrieben, es liegt an KI. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der KI bei Adobe. Ich mache aber auch keine Fotogenerierung oder per Ansage eine komplette Überarbeitung wie hier irgendwie Nano-Banana. Und das ist auch nicht mein Anspruch, das mit der Adobe-Software zu tun. Ich habe da ja einen ganz anderen Anspruch an meine Bearbeitung. Und ich finde, das macht Adobe sehr gut. Und insofern verstehe ich das alles nicht. Ich kann das alles nicht verstehen. Das ist mir alles viel zu hoch. Mir hat mal jemand gesagt, wenn die Kurse fallen, dann musst du kaufen. Aber hört nicht auf mich. Ich bin kein Börsenexperte.

Chris

Naja, es zeigt zumindest, dass es der Firma gerade nicht so gut geht, wie es ihr mal vor einiger Zeit gegangen ist. Und das sind zumindest die Gründe dafür.

Boris

Es ist ja auch kein Bargeld. Es ist ja nur irgendein Marktwert. Das heißt nur, wenn Adobe jetzt irgendwelche Milliarden bei einer Bank aufnehmen will, etwas schwierigere Verhandlungen führen muss, als vielleicht noch vorher. Aber es ist ja kein Geld, was ihnen zur Verfügung steht. Stell dir mal vor, du hast so viele Aktien verkauft und hast jetzt hier eine, Milliardenbewertung und sagst, prima, dann habe ich Milliarden, dann nehme ich mir die jetzt und mache was Schönes damit. Versuch das mal. Überraschung geht nicht. Alles totaler Kappes. Totaler Kappes. Wir reden darüber, dass es der Firma nicht gut ist. Das ist totaler Blödsinn.

Chris

Nimm mal deine Tabletten, alles ist gut. Das ist gut scheiße.

Boris

Lass uns doch mal über was in den Nanosekundenrhythmen da kaufen und verkaufen über einen großen Teich und extra Leitungen legen, damit das noch eine Nanosekunde schneller geht. Ihr habt doch alle ein Rad an. Also wirklich.

Chris

Wir reden jetzt über die zwei neuen Workshops, die wir aufgemacht haben.

Boris

So nämlich.

Chris

Die letzten beiden noch nicht veröffentlichten Workshops sind jetzt öffentlich. Der Villa Geister Workshop. Das lange Intensivwochenende Interviewfinder Villa zweieinhalb Tage Projekte Übungen und Flow vom 14. Bis 16. August und den Experimente mit Filmen, Pushpool und Wilde Chemie die Spielwiese für Analogfotografen und Analogfotografen mit Entdeckerfreude das ist Anfang Oktober die zwei sind jetzt online damit haben wir sechs Villa Workshops hier vor Ort für dieses Jahr offen einmal Klostergeister in Inzikofen, Ein bis zwei Plätze noch frei. Ihr dürft tatsächlich. Und einmal Villa Workshop Online, der jetzt dann losgeht. Der Thema Fotografie ohne Technik.

Boris

Ja.

Chris

Und da wollte ich jetzt mal ganz kurz, reinhauen. Oder wann geht es los? Noch neun Tage. Heute ist der 20. Januar. In neun Tagen geht es da los.

Also Fotografie ohne Technik. Und ja. Also eigentlich wollte ich für die, also die, die sich da angemeldet haben, ihr wartet schon ganz sehnlich auf Info von hier und dann dachte ich, Mensch, mache ich doch mal so ein Begrüßungsvideo, man muss ja ein paar Tage vorher schon mal den Discord aufmachen, wo das dann stattfindet und einfach den Leuten nochmal ein bisschen sagen, ja, wir machen das jetzt mal im Discord. Auf Dauer ist das nicht die Lösung, aber das war jetzt irgendwie so, weil du da so Rollen vergeben kannst und Zugriffe managen kannst und so weiter, war das erstmal die Plattform, auf der das funktioniert und dann dachte ich, jetzt mache ich dann mal so ein Willkommen-Video und dann irgendwann wollte ich das gestern machen und dachte ich, Mensch, Moment mal, wir haben da diese Sendung, warum mache ich das nicht einfach in der Sendung?

Dann können vielleicht so die einen oder anderen das auch noch mitbekommen. Ich werde das dann hinterher hier rausschnibbeln und den Leuten dann schicken, falls sie die Sendung jetzt nicht gesehen haben. Also irgendwie morgen sollten dann bei euch E-Mails eintreffen. Und ich wollte einfach mal kurz so ein bisschen drüber reden, was erwartet euch denn in diesen sechs Wochen? Also das ist ein Online-Workshop, der findet, wie gesagt, jetzt ab dem 29. Januar statt, geht bis zum 5. März, sechs Termine jede Woche Donnerstag ab 19 Uhr, 30 glaube ich, oder ab 19 Uhr, ihr werdet es mitbekommen.

Gibt es ein Thema und die Philosophie ist Sehen lernen statt Technik lernen. Es ist also kein Technikkurs. Wir reden nicht über Blende, über ISO oder welche Kamera die bessere ist. Es geht um das Sehen, wie wir die Welt wahrnehmen und wie wir das in Bilder übersetzen. Und jede Kamera ist willkommen. Smartphone reicht vollkommen aus. Das Ziel ist am Ende, habt ihr alle eine kompakte Serie und ein klares Verständnis über eure eigene Bildsprache. Das ist so kurz zusammengefasst. das Thema, weil Fotografie ist weniger eine Frage der Technik, sondern Frage des Sehens. Wie gesagt, 29. Januar bis zum 5.3. 6 Live-Sessions. 19 Uhr geht es jeweils los am Donnerstag. Dauert diese Live-Sessions, also Live-Video-Sessions 90 Minuten jeweils. Es gibt dann noch Replays, das heißt die Sendungen werden aufgezeichnet. Die könnt ihr später nochmal nachgucken und daraus ergibt sich dann über diese 6 Wochen so ein wöchentlicher Rhythmus.

Wie gesagt, die Live-Sessions mit Input, mit Bildbesprechung, mit Aufgaben und weiterführenden Dingen sind donnerstags 19 Uhr, dann, Dann bearbeitet ihr eine Wochenaufgabe, die ihr bekommt. Das könnt ihr flexibel über die Woche machen. Dann reicht ihr die Bilder ein bis 24 Stunden vor der nächsten Session. Ich brauche da ein bisschen Zeit, um die runterzuladen und die zu sichten und mir da Notizen zu machen. Und jederzeit in diesem Discord könnt ihr dann auch natürlich oder sollt ihr auch Peer-Feedback, also untereinander Feedback geben in der Gruppe zu euren Bildern, und Zeitaufwand ist so zwei bis drei Stunden pro Woche neben diesen Sessions her. Das ist relativ realistisch und plant diese Zeit bitte ein. Ganz wichtig.

Ihr habt dafür einen sechswöchigen Workshop bezahlt, nutzt das und macht mit, weil ihr müsst da aktiv mitmachen. Und es geht eben darum, zu fotografieren, auszuwählen und eben Feedback zu geben und zu bekommen. Wir haben sechs Grundthemen, die aufeinander aufbauen. Das fängt an mit Sehen und Reduktion, Thema Figur, Grund, Negativraum und so weiter. Zweite Woche Thema Licht, Lesen, Richtung, Qualität, Schatten. Dann Thema Perspektive und Nähe. Thema Distanz als Stilmittel. Dann in der Vierter Woche Geschichte und Reihenfolge, das erzählerische Denken, wichtiges zentrales Thema. Danach nochmal Farbe und Schwarz-Weiß, das bewusste Entscheiden. Und als letztes Thema Auswahl und Präsentation, die finale Serie, das Künstlerstatement. Und das Ganze, wie gesagt, baut aufeinander auf. Was bekommt ihr? Alles, was ihr braucht. Das sind ein wöchentliches Briefing als PDF, druckfähig, sehr klar formuliert, also mit wirklich ganz konkreten Dingen. Da ist nichts Wischiwaschi.

Ihr kriegt auch einen Kritikleitfaden. Wie gebe ich denn Kritik? In einer strukturierten Form. Weil lernt ihr nämlich beim Kritikgeben am meisten. Das ist immer wieder die große Erkenntnis überhaupt bei Happy Shooting Workshops, dass Kritik empfangen ja schön ist, aber wenn man sich mal Gedanken über Bilder von anderen Menschen macht, dann passiert da was ganz anderes. Ihr bekommt die Replays mit den Kapiteln, ihr bekommt am Schluss natürlich einen Abschluss PDF mit allen finalen Serien. Opt-in, also wer das nicht möchte, muss auch nicht. Was müsst ihr mitbringen? Ja, eure eigene Neugier, Offenheit, wichtiger als jede Kamera ist das, zentrales Thema.

Aber eine Kamera müsst ihr auch schon haben, da wie gesagt reicht ein Smartphone, digital hilft, ist aber nicht Pflicht. Also wer sich den Aufwand machen möchte, darf das auch gerne analog machen. Was müsst ihr noch mitbringen? Stabilen Internetzugang für Live-Sessions und für Discord. Und optional, aber sehr, sehr hilfreich, ist noch ein Notizbuch für Gedanken, Reflexionen. Also was euch dann quasi schriftlich noch diese sechs Wochen ein bisschen begleitet. Ich habe auch eine Erwartungshaltung an euch, weil letztendlich bestimmt euer Einsatz euren Erfolg, das heißt, Ihr solltet diese Zeit wirklich einplanen, diese zwei bis drei Stunden pro Woche. Packt die in euren Kalender, in Stücken irgendwie, dass ihr das auch wirklich tut. Ich erwarte das wöchentliche Fotografieren. Nehmt diese Aufgaben ernst, selbst wenn manche davon erstmal einfach erscheinen. Nehmt aktiv teil, gebt Feedback. Das ist, wie gesagt, mindestens genauso wichtig wie Feedback bekommen. Und versucht rein zu bleiben. So sechs Wochen sind sehr, sehr, sehr schnell rum und deshalb am Ball bleiben ist da sinnvoll. Was ich nicht erwarte, ist eine teure Ausrüstung oder viel technisches Vorwissen oder perfekte Bilder. Ganz im Gegenteil, wir wollen ja gemeinsam lernen und wachsen.

Die Plattform, die wir verwenden, das ist unsere Homebase, ist wie gesagt ein Discord. Das ist so unser Baumhaus da läuft, die gesamte Kommunikation drüber, so ein Discord ist ähnlich wie ein Slack, sogar ein bisschen einfacher an manchen Ecken, weil du hast dann, bei Slack ist das mit dem Login immer so undurchsichtig du hast da einfach ein Discord-Login und kannst verschiedene Server einloggen, in Zukunft, könnte es durchaus was anderes werden, aber im Moment ist das halt nochmal so das Ding gibt es für Windows, für Mac, für Android, iOS, sogar wenn man die Nucs hat, kann man da drauf und ihr kriegt wahrscheinlich morgen, also am 21. einen Einladungslink per E-Mail.

Guckt dann morgen Abend, wenn ihr es noch nicht habt, mal in euren Spam. Ich zeige euch den Discord mal eben schnell, weil, ja, kann ich den hier sharen? Ja, den kann ich hier sharen. Einfach, dass ihr mal kurz seht, wie das Ding aussieht. Warte mal, ich mache es mal ein bisschen schmaler, dass es hier hinpasst. So, wie gesagt, Villa Workshop Online Discord, da gibt es auch eine Reihe Kanäle, wie ihr das aus dem Slack kennt, einen Willkommenskanal, ein Thema Ankündigung, eine Vorstellungsecke, wo man ein bisschen was über sich sagen kann. Also ich versuche so ein bisschen auch so ein Vorort Workshop abzubilden, kleine Vorstellungsrunde, damit man sich gegenseitig so ein bisschen kennen kann. Es gibt die Villa-Küche, das ist quasi, also wer mal hier in der Villa einen Workshop gemacht hat, die Küche ist immer so der Treffpunkt zwischen den, Geschichten. Da macht man sich einen Tee, holt sich einen Kaffee.

Boris

Die besten Partys in einer Küche. Überall.

Chris

Holt sich ein paar Kekse und so. Also Villa-Küche ist quasi so unser ja, auf dem Slack wäre das irgendwie die Sofa-Ecke. Also da wird alles bequatscht. Das ist unser zentraler Hangout. Es gibt dann eine Untergruppe wöchentliche Aufgaben. da kommen dann je Woche kommt ein eigener Kanal dazu, Mein Bild sehe ich jetzt gerade nicht mehr von dem Slack. Siehst du den noch? Von dem Discord? Okay, der ist gerade hier bei mir verschwunden. Okay, da kommen dann Kanäle dazu. Also erstmal gibt es hier einen kleinen Hausaufgabekanal. Es wird nämlich noch eine kleine Vorabaufgabe für euch geben vor dem ersten Termin. Für jede Woche kommt ein eigener Kanal dazu, wo ihr eure Bilder hochladen könnt, wo ihr was dazu schreiben könnt, wo ihr eure Bilder auch gegenseitig diskutieren könnt. Und das ist die Ecke, wo ihr euch gegenseitig Feedback gebt. Am Schluss werden wir hier eben diesen Hausaufgabe plus sechs Wochen Kanäle haben. Dann habe ich hier noch so ein paar, die nenne ich mal Private Lounges. Es gibt ja mehrere Level, auf denen man sich anmelden kann mit verschiedener Menge Betreuung, die man da bekommt.

Und das sind so Kanäle für diese einzelnen Level. Ja, ihr seht da quasi euren eigenen Kanal. Dann könnt ihr reingehen. Dann gibt es ja noch einen kleinen Tech-Support-Kanal. Und dann gibt das Ganze hier, ganz wichtig, das Villa Kino. Das ist die Villa Leinwand. Und auf dieser Villa Leinwand finden diese entsprechenden Videos statt. Also das passiert wie gesagt alles hier im Discord und ja da so ein paar interne Geschichten aber das ist im Prinzip so, wie das Ding aussieht und wie gesagt deshalb also ihr bekommt eine Anleitung wie das funktioniert wie das.

Einzurichten ist ihr bekommt einen Invitation Link also jede, teilnehmende Person bekommt einen persönlichen Link, über den ihr dann auch in diesem Discord landet. Und ja, das ist mal so der Einstieg. Ich freue mich total drauf. Ich bin sehr gespannt. Das ist das erste Mal, dass ich sowas in dieser Form mache. Also ich werde auch noch einen kleinen Test machen. Und zwar habe ich den geplant für den kommenden Sonntag. Das ist der 25. abends um viertel nach acht weil.

Ja wenn man das vielleicht einmal kurz durchtesten möchte also dürft ihr gerne, dazukommen, müsst ihr nicht aber wenn da so ein paar Leute mit dabei sind, dann können wir noch so ein paar letzte Fehler im Setup irgendwie aus, auskrabbeln ja aber so sieht dieser Online Workshop aus und Und also nochmal Recap, macht aktiv mit. Das ist kein passiver Konsumkurs, sondern ihr lernt beim aktiven Mitmachen am meisten. Bleibt dran, die sechs Wochen bauen aufeinander auf. Falls ihr mal eine Woche nicht könnt, dann macht zumindest online mit während der Woche und schaut euch dann das passende Replay dazu an. Die versuche ich so zeitnah wie möglich quasi nach der Donnerstagssession dann euch zur Verfügung zu stellen. Und ja, nächste Schritte, ihr kriegt eine Mail mit dem persönlichen Discord-Invite, und ihr könnt dann schon mal dem Server beitreten, ihr könnt euch schon mal umschauen, ihr könnt vielleicht schon mal eine kleine Vorstellung schreiben über euch, wenn ihr das möchtet, einfach mal Hallo sagen und schon mal so die anderen in der Gruppe beschnuppern, und ja, dann werden wir mal sechs spaßige Wochen miteinander haben. Soweit zum Villa-Workshop online.

Boris

Bin ja sehr gespannt.

Chris

Wie gesagt, die zwei anderen sind jetzt auch online. Das heißt, jetzt ist das komplette Menü quasi ausgebreitet. Und ihr dürft euch jetzt, ich glaube tatsächlich, gestern habe ich die Workshops aufgemacht. Ich glaube, wir haben zwei Anmeldungen schon auf dem Villa-Geister-Workshop.

Boris

Ja, guck.

Chris

Sehr schön. Und der Seewerkstatt-Workshop ist schon fast voll. Da sind schon, ich glaube, acht Anmeldungen da.

Boris

Cool.

Chris

Also schlagt zu und ja, ich freue mich auf euch und wir freuen uns auf euch.

Boris

Aber hallo.

Chris

Alles klar. Also bis dann. Checkt eure Mail und den Spam.

Boris

Ja, bin sehr gespannt. Habt viel Spaß dabei.

Chris

Ja.

Boris

Ja, nicht so viel Spaß dabei. Gibt es beim Kampf gegen Nutzung von eigenen Fotos mit der KI. Du erinnerst dich vielleicht noch an Robert Kneeschke. Den hatten wir hier auch bei Happy Shooting schon im Interview. Müsstet ihr über die Webseite finden, wenn ihr mal nach Kneeschke, K-N-E-S-C-H-K-E Kneeschke, wie man es spricht, sucht. Der ist Stockfotograf, verdient damit also noch sein Geld. Und auch sehr erfolgreich dabei. Und jetzt ist Folgendes passiert. Es gibt einen gemeinnützigen Verein namens LION.

Chris

LION.

Boris

LION.

Chris

L-I-O-N.

Boris

Genau, Large Scale Artificial Intelligent Open Network.

Chris

Genau, von dem haben wir tatsächlich hier auch schon mal geredet. Und zwar anfangs, als das mit diesen Bildgeneratoren plötzlich abging. Dieses DALI Version 2 oder 3 oder so, wo das so richtig so einen Urknall-Moment hatte und dann alle irgendwie ständig Bilder von anderen Künstlern gemacht haben. Und Lion war da maßgeblich mit drunter, nämlich als Datenquelle.

Boris

Richtig, die haben nämlich einen Katalog und zwar brauchst du für diese KI-Trainings sehr, sehr, sehr viel qualifiziertes Material, wonach so eine Maschine lernen kann. Wir reden hier von Milliarden von Foto-Text-Kombinationen, also das ist wirklich wertvoll und der ist veröffentlicht worden, dieser Katalog, also man kann den einsehen.

Chris

Du kannst die Bilder selber nicht einsehen, sondern sie haben da quasi die Texte zu den Bildern und Links zu den Bildern. Sie sammeln nicht die Bilder ein, sondern haben Links zu den Bildern.

Boris

Ja, genau. Und wie auch immer man das dann durchsuchbar macht, aber ich nehme an, über die Links ist das eben denkbar. Und Robert Kneeschke eben als professioneller...

Chris

Download-Skripte und Zeug, ne?

Boris

Robert Kneeschke als professioneller Stockfotograf hat eben auch entsprechende Mittel, um eben zu überwachen, ob Fotos von ihm irgendwo verwendet werden, ob dann eben auch die Rechte eingehalten werden von der Agentur, über die er das vertreibt, missbräuchliche Nutzung oder fehlende Nennung seines Namens und so etwas. Also wenn du damit Geld verdienst, dann muss man da einen gewissen Aufwand reinstecken. Da gibt es auch Unternehmen, die einem dabei helfen. Und Robert macht sowas auch. Hatte er damals auch im Interview, glaube ich, darüber berichtet. Und... Ja, nun hat er eben eines, also mindestens eines seiner Bilder in diesem Katalog gefunden und sagt, naja, das kann aber nicht sein, weil die Fotos werden über die Bildagentur vertrieben und die Nutzungsbedingungen dieser Bildagentur sagen ausdrücklich, Zitat, eine automatische Auswertung ist untersagt. Also der Klausus ist noch ein bisschen länger, aber eine automatische Auswertung ist untersagt. Da fragt man sich, wie kann das jetzt in so einer KI-Training-Datenbank sein? Weil was, wenn nicht eine automatische Auswertung steckt denn dann dahinter? Und dann hat er geklagt dagegen, gegen diese Nutzung. Aber das Gericht meint nun, naja, sehen wir schon ein, dass das da steht. Aber es fehlt halt ein expliziter Vorbehalt gegen das sogenannte Text- und Datamining, kurz TDM.

Und dann gibt es noch zwei Paragraphen, auf die sich das Gericht bezieht. Da steige ich dann aus, da bin ich dann nicht so firm drin. Und Zitat, weil Lion als nicht kommerzielle Forschungseinrichtung eingestuft wurde, sah das Gericht die Nutzung als zulässig an. Und da hätte ich jetzt so einen WTF-Moment, den Robert wahrscheinlich auch hat. Denn was ist jetzt, also eine automatische Auswertung ausschließen. Warum muss ich denn jetzt noch alle Variationen einer automatischen Auswertung explizit nennen? Vor allen Dingen solche, die ich vielleicht zum Zeitpunkt der Nomenklatur noch gar nicht kenne.

Also das, plötzlich sollst du das Data Mining explizit ausschließen. Das finde ich ein bisschen merkwürdig. Und jetzt geht es ja noch weiter, weil Robert hat dann zum Beispiel auch eingeworfen dem Gericht gegenüber, naja, auf den Servern gibt es auch eine sogenannte Robots-TXT. Wer sich jetzt mit dieser Netzwerkgeschichte nicht auskennt, man kann halt auf seinem Server in bestimmte Verzeichnisse diese Robots TXT schmeißen und kann dort eben hineinschreiben, ob die Seiten und Unterseiten und welche von anderen Diensten automatisch ausgewertet und analysiert werden dürfen. Da geht es zum Beispiel um Suchmaschinen. Wenn du sagen willst, ich möchte nicht, dass bestimmte Verzeichnisse in den Suchmaschinenindex aufgenommen werden, dann kannst du eine Robot TXT erstellen und kannst die Verzeichnisse ausnehmen lassen und diese Crawler, die diese Index erstellen, halten sich normalerweise da dran und lassen das dann eben auch raus. Das hat ja, also ursprünglich hat das erstmal den Hintergrund, dass du die Indexe nicht verunreinigen willst mit irgendwelchem Quatsch, der irgendwo steht. Aber heutzutage hat das natürlich auch noch tiefere Gründe. Das Gericht ist zum Beispiel darauf nicht explizit eingegangen.

Chris

Tja, aber das ist ja auch so, dass, also die Robots TXT, die gab es schon seit... Relativ kurz nach Beginn des Webs.

Boris

Die ist sehr alt.

Chris

Die war auch immer nur eine Übereinkunft. Die hat nie irgendwas rechtlich Bindendes gehabt. Und deshalb, dass die ignoriert wird, ist halt heute so, weil die Daten sind nun mal ja, das Gold.

Boris

Das ist halt jetzt die Frage, was ist rechtlich bindend und was? Nicht. Es ist ein Gentleman's Agreement gewesen mit dieser Robots TXT, aber jetzt es geht ja noch weiter. Es gäbe ja ein Opt-out.

Chris

Bei Lion kannst du dein Bild ausopten, genau.

Boris

Aber das kannst du natürlich erst machen, wenn du es gefunden hast. Eigentlich willst du ja verhindern, dass es überhaupt reinkommt. Und die Agentur hat eben in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen diesen Opt-out auch formuliert. Aber das Gericht meint, na na, das ist schon auch gut und das erkennen wir auch an, aber es muss in maschinenlesbarer Form vorliegen. Weil man jetzt ja nicht erwarten kann, dass alle Leute sich mit den AGBs von ihren Quellen auseinandersetzen, sagt man.

Chris

Und dafür gibt es wieder keinen Standard.

Boris

Und da sage ich jetzt WTF2, weil jetzt nimm mal wieder diese Robots-TXT. Das ist eine maschinenlesbare Form, die sagt, bitte lass diese Verzeichnisse außen vor. Das ist maschinenlesbar. Also was denn jetzt bitte noch?

Chris

Wie du es gerade genannt hast, bitte lass sie außen vor und nicht hier ist zu und abgeschlossen. Ich will das überhaupt nicht schön heißen oder gut heißen. Ganz im Gegenteil, da ist unglaublich viel Schindluder passiert.

Boris

Das ist sehr frustrierend. Ich habe hier noch ein Zitat zum Abschluss. Ähm, Das Gericht meint halt, ein Hinweis in den Geschäftsbedingungen, den nur Menschen lesen können, reicht demnach nicht aus. Welche technischen Anforderungen ein wirksamer Opt-out konkret erfüllen muss, liest das Gericht allerdings offen. Kneschke kritisiert diese Auslegung scharf, da sie Urhebern faktisch keine praktikablen Möglichkeiten lasse, die Nutzung ihrer Werke zu widersprechen. Und das ist halt ein Problem, weil wenn du es in den AGBs stehen hast und das reicht nicht und du hast eine Robots-TXT, die wirklich eindeutig jedem Crawler sagt, lass die Finger davon, und das reicht aber auch nicht, dann muss man jetzt auch mal sagen, liebes Gericht, dann sagt euch jetzt mal, was bitte reicht. Dann leg jetzt mal fest, was reichen soll. Da muss jetzt mal ein Techniker hier oder Technikerin ran und muss sagen, so definieren wir das jetzt. Das muss auf dem Server liegen oder das muss am Dateinamen stehen oder irgendwas. Jedenfalls wurde Revision bereits eingelegt, auch mit Hilfe der VG Bildkunst an dieser Stelle, hat das Gericht auch zugelassen, also hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und ich finde das tatsächlich gerade katastrophal, was da entschieden wird bisher.

Chris

Ist es auch. Und ich habe, als das vor ein paar Jahren eben so explodiert ist, habe ich tatsächlich ja mal versucht, von Lion jemand zum Interview zu bekommen. Da war das noch, da war der Aufschrei über, oh Gott, sie meinen unsere Bilder und machen dann unsere Kunst nach, war ja noch gar nicht das Thema, sondern es war erst mal dieser Wow-Moment, dieses, oh geil, guck mal, was man plötzlich alles machen kann. Und dann habe ich versucht, die zu bekommen und die haben sich einfach nicht zurückgemeldet. Also ganz offizielle Interviewanfrage gestellt. Keine Rückmeldung. Ich weiß auch von ein paar anderen, die das auch versucht haben. Also die haben sich sehr bedeckt gehalten. Wahrscheinlich, weil die antizipiert haben, dass das dann doch mal ja, dass es da doch mal Probleme gibt und ich finde das gut, dass das jetzt mal vor den Bundesgerichtshof kommt und dass das, mal höchstgerichtlich oder was kann ich, was ist noch irgendwas überm buntes Gerichtshof?

Boris

Kein Anwalt, keine Ahnung.

Chris

Ich glaube, dass auf jeden Fall mal von einem höheren Gericht auf jeden Fall geklärt wird. Was dabei rauskommt, ich weiß es nicht, es gibt ja viele dieser Prozesse, die anhängig sind, in USA ganz viele im Moment, die alle jetzt, also die teilweise tatsächlich für die Kläger gut ausgehen, aber dann kommen da teilweise eben auch Vergleiche raus, also sprich eine Geldzahlung oder sowas und die Verpflichtung nicht drüber zu reden. Ich weiß nicht, wie viel Versprechen das ist, aber ich finde es gut, dass sich jemand da mal dahinter klemmt. Ich frage mich, warum er es jetzt tut. Wahrscheinlich, weil er vorher noch nicht richtig reingeguckt hat oder läuft das schon eine Weile? Das war vorher, glaube ich.

Boris

Nicht so öffentlich oder es war nicht einsehbar.

Chris

Ah, nee, nee, nee, nee. Du hattest auf Lion schon von relativ früh, weil als die erste Kritik kam, haben die relativ schnell die Möglichkeit eingerichtet, nach seinen Bildern zu suchen.

Boris

Kann auch sein, dass sein Bild jetzt reingerutscht ist. Das kann ja sein, dass es bisher nicht drin war. Also er hat jetzt das Bild gefunden. Und Lion war nun mal.

Chris

Am Anfang war Lion nun mal die Quelle. Das war quasi, also du hattest da diese Datenbank mit Bildern und Text dazu. Also nicht Bildern, sondern Bilder links und Text dazu. Und dann gab es aber tatsächlich auch Skripte, die du dann darauf loslassen konntest und die haben dann über... Ich weiß nicht, je nachdem wie schnell deine Leitung ist, haben die halt versucht, möglichst viele von den Bildern tatsächlich lokal runterzuladen. So haben die Firmen das dann verwendet und haben dann darauf trainiert. Ja, ich weiß gar nicht, ob Lion noch gepflegt wird oder nicht aber das war zumindest eine der ursprünglichen, Datenquellen und ich ja, sollen sie mal machen, also in USA wie gesagt sind schon einige dieser Prozesse am Laufen da werden auch jetzt noch verschiedene, Rechtsprechungen dazu kommen, die werden auch jetzt in diesem Jahr glaube ich ein Teil dieses Jahr erwartet, ja, aber Deutschland, Bundesgerichtshof, ah, der Debit sagt, EuGH ist noch höher als der Europäische Gerichtshof. Also kann man das nochmal in der Instanz weiter hochschubsen quasi?

Boris

Klar. Also aus dem Newsbericht, da steht noch drinnen, der Fotograf Robert Kneeschke entdeckte, dass auch eines seiner Fotos in diesem Datensatz gelandet war, und zwar ohne seine Erlaubnis. Also die werden ja auch weiter Daten sammeln und wahrscheinlich ist es da jetzt, also zum Zeitpunkt vor der Klage eben mit aufgenommen worden. Und da kann man sich schon die Frage stellen, okay, wo kommt es denn her und warum werden dann die Maßnahmen, die es gibt, nicht berücksichtigt. Und ich denke, das ist gut, das mal zu klären. Und ich persönlich habe kein Problem damit, wenn meine Fotos zum Training herangezogen werden. Ich tue nichts aktiv dagegen. Ich profitiere auch von den KIs. Ich habe da noch eine relativ neutrale Meinung dem gegenüber. Aber meine ganz klare Meinung ist, wenn ich Bilder ausnehmen wollte, Viele unserer KollegInnen wollen das, dann muss es eine klare Regel geben, wie dies zu tun ist. Ich verstehe, dass das in Textlächer für Menschen lesbarer AGB-Formen schwierig zu machen ist. Wir reden hier über Milliarden von Datensätzen, die für solche Trainings erforderlich sind. Wenn du da jemanden zumutest, zu jeder Quelle die AGBs zu recherchieren, dann können wir das Thema auch gleich stecken. Und da würde ich jetzt auch wieder sagen, auch keine so gute Idee.

Also maschinenlesbare Formen, ja, ist in Ordnung. Aber dann muss es jetzt mal eine verbindliche Regelung geben, wo es heißt, und wenn es ein Dateiname ist, wo drin steht No KI oder sowas, und dann hat sich da so ein System dran zu halten, verdammt nochmal. Also irgendetwas. Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Also Robert, ich drücke dir ganz fest die Daumen an dieser Stelle. Bleib da gerne dran. Ich finde das gut.

Chris

Tja. Ach ja. Das wird noch eine Weile die Leute beschäftigen.

Boris

Auf jeden.

Chris

Was die Leute auch beschäftigt, das fand ich ja dann doch allerliebst. Mir wurde so mehrfach von verschiedenen Seiten wurden mir Fotos in den in die Timeline gespült wegen der Schneekatastrophe in Kamtschatka. Vielleicht ist das euch auch untergekommen. Da sind eine ganze Menge Fotos unterwegs von und auch Aussagen unterwegs, dass hier Wohnblocks bis ins neunte Stockwerk unter Schnee versinken und ähm, Es ist da mit Sicherheit ziemlich dramatisch, aber das war mir nicht so ganz plausibel. Und dann habe ich mir mal diese Bilder angeguckt und ich habe mir mal so zwei, drei von den Bildern hier mal mitgebracht. Also hier ist eins davon. Also man sieht da hinten so russische Wohnblöcke und wie gesagt Schneewehen, die das alles bis in.

Boris

Sieht wie so aus einem Emmerich-Film aus. New York, was im Schnee und Eis versinkt.

Chris

Genau. Ja, hier ist nochmal eins, was ich auch, also da siehst du auch vorne so verschüttete Autos und dann dahinter eben, wie gesagt, Schneewehen, die irgendwo hier in fünften, sechsten Stock hochgehen. Und ich bin dann natürlich relativ schnell erstmal ein bisschen, naja, also ich habe viel Zeit in sehr verschneiten Gebieten verbracht, ich war im Winter in Sibirien, ich war im Winter in Hokkaido, das sind alles Gegenden, wo es viel schneit, wo es sehr kalt ist und ich habe dann so ein bisschen an der Plausibilität gezweifelt. Und ich habe mir überlegt, wie kann man sich die Dinger denn mal ein bisschen besser angucken. Ich habe mir dann diese Fotos auch tatsächlich erstmal angeschaut. Bin dann da so im Detail mal, habe mal reingezoomt und habe dann relativ schnell tatsächlich auch so KI-Artefakte gefunden. Weil das ist ja heute der erste Verdacht, ist das KI-Artefakte.

Und bin dann relativ schnell eben auch auf verschiedene Presseberichte gestoßen, die teilweise in Mainstream-Medien waren da teilweise Berichte drin, die gesagt haben, ja hier ist fünfter Stock, sechster Stock, zehnter Stock irgendwo und die Bilder wurden dann auch geteilt von manchen Mainstream-Medien, weil das so ein Impuls ist. Erst mal so, oh, um Gottes Willen, das ist ja ganz schlimm und alles. Und nochmal, ich will das Thema Klima nicht schönreden. Wir haben ein ernstes Problem mit dem Klima. Aber man sieht dann relativ schnell, wenn man mal reinguckt, dass zum Beispiel irgendwelche Laternen an Stellen aufhören mit den Lichtern, wo sie eigentlich nicht aufhören oder eine Laterne, die im Schnee eingegraben ist, deren Mast geht dann irgendwie versetzt weiter. Also du siehst einfach, wenn du es genau anschaust, nee, das ist alles nicht ganz plausibel. Und habe dann tatsächlich hier an mehreren Medienberichten aus Kamtschatka mitbekommen oder gelesen, dass sie schon auch mit sehr viel Schnee kämpfen und sie haben im Durchschnitt eben über manche Städte irgendwie 1,50 Meter oder mehr Schnee. Was ordentlich ist. 1,50 Meter fällt und in manchen Gegenden 2,50 Meter Schnee. Wenn du dir mal so ein Stockwerk in so einem.

Wohnblock anschaust, dann sind die halt irgendwie 2,50 bis 3 Meter hoch. Also 15 Meter hoch gegen 2,50 Meter. Das ist schon noch ein Unterschied. Es ist ziemlich, viel Schnee dort gefallen. Wie gesagt, meterhohe Schneemassen, also zwei Meter oder mehr. Da musst du auch Autos ausgraben und so weiter. Also wenn du dich mal hinstellst mit 1,80 Meter höher und dann neben ein Auto stellst, dann bist du höher. Zumindest bei den meisten Autos. Da ist schon richtig viel, was da abgeht. Aber ich möchte dafür plädieren, Leute, wir leben jetzt in einer Zeit, wo ganz viel solche Sachen irgendwo so ja, das nennen wir so Rage-Farming. Dieses, guck mal, ich will Klicks haben, dann nehme ich doch ein Bild, was irgendwie die Katastrophe herauf beschwört. Und das tut der Sache nicht gut, weil wir müssen über das Klima reden, wir müssen aber auf eine Art und Weise drüber reden, die nicht mit Fake arbeitet, weil das schadet der Sache nur. Und schaltet den Kopf nicht aus, wenn ihr sowas seht.

Recherchiert mal ein bisschen. Nicht einfach Bilder gleich so weitergeben, sondern guckt doch mal erstmal in euch rein und sagt, ist das denn plausibel? Kann das denn sein? Ihr findet tatsächlich bei solchen Bildern heute immer noch Artefakte. Die KIs sind, wenn man nicht wirklich unglaublich Aufwand betreibt, nicht perfekt. Immer noch nicht. Insofern lasst euch da nicht gleich zum Scheren verleiten, sondern denkt kurz drüber nach, bevor er das tut. Ist meine Bitte.

Boris

Ja, Wolf zum Beispiel schreibt, Bilder wurden auch in der Tagesschau gezeigt, sowie Filmaufnahmen. Wenn du diese gefakten Bilder und Aufnahmen meinst, dann wäre das halt einer der Punkte, wo auch eine ARD mal angehalten wäre, ein bisschen genauer hinzuschauen oder einen Faktencheck zu machen, statt erstmal alles zu verbreiten, weil natürlich auch die Glaubwürdigkeit dieser Medien darunter leidet. Naja.

Chris

Tja. Schwierig. Es wird immer schwieriger werden, solche Sachen tatsächlich von Realität zu unterscheiden, aber dann ist es wichtig, die grauen Zellen zu verwenden und andere Recherchewege auch mal zu überprüfen.

Boris

Monsieur Pyrrho, die kleinen grauen Zellen.

Chris

Genau. Ja, das, waren unsere Themen.

Boris

Deine Schneeschaufel ist kaputt gegangen und ich habe eine neue bestellt. Wollte ich bei dem. Gelegenheit. Ist der UPS-Fahrer gekommen und hat es mit einer Schneeschaufel, die verpackt war, aber eindeutig eine Schneeschaufel war, rausgekommen. Hab ich gesagt, was da wohl drin ist?

Chris

Na gut, wir schauen mal kurz auf die Termine, weil wir haben ja mittlerweile unseren wunderhübschen Terminkalender. Ich glaube, ich muss die Kalenderansicht zum Default machen. Aktuell ist es immer noch diese Balkenansicht, aber ich glaube, die ist tatsächlich sinnvoller. Und da seht ihr schon, da sind immer mehr Termine verstreut. Und ich finde das faszinierend, weil es tatsächlich, ja, es kommt an. Es ist ein Thema, was jetzt gerade jetzt, also wir haben jetzt neue Termineinreichungen. Die sind jetzt mehr geworden. Die sind jetzt tatsächlich auch, wir haben die Beschreibungen schon ein bisschen eingekürzt, damit die hier überhaupt noch vorlesbar sind. Irgendwann werden wir da mal Schwerpunkte festlegen müssen. Wir können dann irgendwann die Termine nicht mehr alle vorlesen. Aber ja, es sind Termine drin und wir gucken jetzt mal in die aktuellen Termine und die sind sortiert nach, wann sie denn aufhören. Die, die jetzt am kürzesten noch laufen, werden auch als erste genannt.

In Color, Brian Adams in der Leica Galerie in München endet in vier Tagen. Die Fotoausstellung In Color von Brian Adams präsentiert eindrucksvolle farbintensive Porträts, internationale Ikonen aus Musik, Mode und Kultur, die durch den Einsatz von farbigem Plexiglas eine einzigartige visuelle Sprache entwickeln. Danke, Jürgen.

Die Kreativität lebt. Die Jahresausstellung Fotoclub Mattersburg endet in elf Tagen. Die Ausstellung zeigt im Januar in der Artbox des Kulturzentrums lokale Fotokunsten ist seit über 40 Jahren ein Fixpunkt für Kunst und Fotografie. Begeisterte auch da. Danke Jürgen. Jürgen ist übrigens unser Haupteinreicher.

Die nächste Ausstellung von Moni eingereicht. Bachelor arbeiten 2026 in der Galerie für Fotografie in der Eisfabrik in Hannover. Endet in zwölf Die Fotoausstellung präsentiert 16 Bachelorarbeiten, die mittels präziser und sensibler Fotografie und Film, menschliche Lebenswelten, gesellschaftliche Veränderungen sowie politische und historische Prozesse untersuchen und bestehende Narrative hinterfragen. Jürgen hat uns die Retrospektive von Daido Moriyama in der Foto-Elysée in Lausanne hier eingetragen, endet in fünf Wochen. Daido Moriyamas Fotoausstellung präsentiert das revolutionäre Werk eines Künstlers, der über sechs Jahrzehnte hinweg die japanische Nachkriegsgesellschaft und die Natur der Fotografie selbst durch seinen unverwechselbaren, bildgewaltigen Stil dokumentierte. Und hinterfragte nochmal von Jürgen Angrenzen, Abgrenzen, fotografische Perspektiven im Historischen Museum Saar in Saarbrücken. Die Sonderausstellung Angrenzen, Abgrenzen präsentiert in eindrucksvollen Fotografien die vielschichtigen und wechselvollen Bedeutungen von Grenzen in der Geschichte des Saarlandes und der Gegenwart. noch sechs Wochen.

Eve Arnold Capturing Compassion, auch von Jürgen? Im Freiraum für Fotografie in Berlin, noch sechs Wochen die Fotoausstellung präsentiert, rund 140 einfühlsame und wegweisende Arbeiten der bedeutenden humanistischen Fotografin Eve Arnold, die sich durch ihre präzisen Porträts und Dokumentationen von Menschen aus allen Lebensbereichen auszeichnen. In sieben Wochen endet eine Ausstellung, Ich weiß nicht, wie man den Namen ausspricht, Ocampo Rangel, Memory of Colors, eingereicht von Matthias im Museum LA in Baden-Baden. Die Fotoausstellung Memory of Colors ist ein umfassendes 20-jähriges künstlerisch-dokumentarisches Projekt.

Jamie Ocampo-Rangel, das die visuelle und symbolische Bewahrung der Tradition, Identitäten und spirituellen Hinterlassenschaften bedroht der indigenen Kulturen weltweit dokumentiert. Von Jürgen New York, Thomas Höpker im Leica Store in Heidelberg. Höpkos Fotoausstellung präsentiert New York als lebendigen Organismus voller Gegensätze und alltäglicher Geschichten, wobei seine Bildsprache eine seltene Mischung aus Nähe, Klarheit und tiefem Verständnis für den urbanen Menschen offenbart. Dann läuft auch von Jürgen im österreichischen Verband der Fotografie LV Kärnten die Ausstellung zur Landesmeisterschaft 2025 noch bis März diesen Jahres im Gemeindeamt in St. Georgen am Längensee zu sehen. Ähm, Andi hat uns eine Ausstellung reingegeben in der Leica-Galerie. Konstanz äh, Marco Ronconis Fotoausstellung interpretiert das Ciaro Ciaroscuro philosophisch neu. Ciaroscuro ist, glaube ich, hochkontrastreiche Kunst, in dem sie durch extreme Vereinfachung und die Betonung der Leere einen kontemplativen Dialog zwischen Licht und Schatten, Präsenz und Vorstellung schafft. Die nächste lese ich nicht vor, weil ihr uns Jürgen dann gleich noch selbst vorliest.

Dietmar Roller aus allen Schatten. Die Fotoausstellung von Dietmar Roller, einem Menschenrechtsexperten, beleuchtet eindringlich die Schicksale von Menschen, die weltweit für ihre Würde kämpfen und macht die unsichtbaren Realitäten globaler Unrecht. Gerechtigkeit sichtbar in der Leica-Galerie in Wetzlar. UNICEF Foto des Jahres. Die Fotoausstellung im Willy-Brandt-Haus präsentiert die prämierten Bilder und Reportagen des UNICEF-Wettbewerbs Foto des Jahres, die das Leben und die Persönlichkeit von Kindern dokumentiert. Auch hierfür danke Jürgen. Dann haben wir noch die Sonderausstellung Frankfurt Went West von Micky Bohnacker. Fotografien 1945 bis 65. Die Fotoausstellung zeigt Bonackers Nahaufnahmen aus dem Nachlass, die 80 Jahre nach Kriegsende, die facettenreiche Amerikanisierung, Frankfurts und den Wandel der jungen Bundesrepublik von der Nachkriegszeit bis zur modernen Metropole dokumentierten. Danke fürs Einreichen. Wieder an Jürgen. Dann hat Dirk eingereicht. Shot by Adams Fotografien. Fotografie by Brian Adams. Hessisches Landesmuseum in Darmstadt. Die Ausstellung Shot by Adams im Hessischen Landesmuseum Darmstadt präsentiert ausgewählte Werke aus vier bekannten Serien des Fotografen Brian Adams. Oh, die Musik ist, das kommt davon.

Boris

Wie kommt der da noch?

Chris

Ich glaube noch zwei Gauchos Argentiniens. Von Jürgen, Riverside Seminar und Eventhotel in Gladfelden in der Schweiz. Fotografin Evelyn Harlacher zeigt in ihrer Ausstellung kraftvolle und berührende Einblicke in das ursprüngliche Leben der argentinischen Gauchos, geprägt von Freiheit, Weite und tiefem Vertrauen zwischen Mensch, Pferd und Natur. Und dann noch die Imaging World 2026, die Imaging World im Messezentrum Nürnberg, das große Festival für Foto, Video und Concert Creation. Das neueste, eine Content-Creation, das neueste Technik-Workshops und inspirierende Erlebnisse bietet. Auch da danke Jürgen. Und jetzt darf er noch selber ran.

Einspieler

Die Fotoausstellung der Woche kommt diesmal aus der Schweiz. Genauer gesagt aus Grins bei Luzern. Als ich über die Ausstellung gestolpert bin, dachte ich mir erstmal, banal. Da fotografiert jemand Pilze. Nicht so mein Genre, nicht so meine Ausstellung, die ich normalerweise besuchen würde. Mittlerweile habe ich aber festgestellt, das Ding lohnt sich.

Es passiert mir ganz häufig, dass ich über Ausstellungen im Anschluss nach dem Eintrag in den Kalender nochmal lange recherchiere. Über den Fotografen, über bisherige Ausstellungen und bei der Pilzfotografie von Fred Waldvogel habe ich nochmal lange nachrecherchiert. Fred Waldvogel war von 1922 bis 1997 ein Werbefotograf aus Zürich, der sein Talent in seiner Freizeit bevorzugt dazu einsetzte, Pilze abzulichten.

Er selbst bezeichnete sich gerne als Fotografiker, was im Stil seiner Aufnahmen augenfällig wird. Auf dem Repro-Tisch in seinem Studio gestaltete er sorgfältig drapierte Arrangements und erschuf damit eine Art lebendes Gemälde, welches er anschließend mit seiner Kamera festhielt. Durch die gekonnte Inszenierung der Vielfalt von Farben, Strukturen und Morphologien und nicht zuletzt die herausragende Fotoqualität, war er ein Kenner seines Werkes. Und es gelang ihm damit auch, die Maßstäbe in der Fotografie über Pilze zu setzen.

Wenn man etwas länger recherchiert, findet man, dass seine Fotografien in den bekannten Werken Pilze 1 und Pilze 2 von 1972 illustriert wurden, im sogenannten Silva Verlag. Das sind Handbücher für Pilzliebhaber und natürlich ein Bestimmungsmerkmal. Und das Herausragende seiner Fotografien war, dass er es geschafft hat, die bestimmten Merkmale einer Art von Pilz in einem einzigen, eindrücklichen Bild zu vereinen. In der Ausstellung in Kriens sind eine Auswahl seiner Fotos zu sehen. Hinterlassen hat er uns über 1000 Fachdias, meistens 4x5 Zoll, sorgfältig beschriftet, wissenschaftlich geordnet und akribisch aufbewahrt. Die Sammlung befindet sich heute in der Universitätsbibliothek in Zürich, Abteilung Pflanzenwissenschaften. Wo könnt ihr die Ausstellung sehen?

Im Museum im Bellpark, Luzerner Straße Nummer 21, in 6.0.11, Grins. Und damit gehen Grüße raus an alle Naturfotografen. 3, 2, 1, happy shooting!

Chris

Ja, cool. Wahnsinn. Also der, tolle Ausstellung, klasse Zeug und viermal fünf Dias sind mit das Geilste, was es überhaupt nur gibt an Fotografie und diese Bilder von diesem Fred Waldvogel sind wohl auch in ganz, ganz vielen Fachbüchern und so weiter einfach, das sind die Bilder. Das sind die Pilzbilder. Wenn man heute Pilzbilder sucht, dann ist das quasi, sind das die Standards sozusagen. Ja, sehr schön. Der Red Knight schrieb hier gerade im Slack noch, vielleicht sollte Jürgen einen Ausstellungspodcast machen. Hey, mach uns denn Jürgen hier nicht abspenstig, der macht hier einen super Job mit den Ausstellungen. Das ist wahnsinnig gutes Material. Und nochmal, wie gesagt, bitte, bitte tut es euch an, dass der Kalender hier auf kalender.happyshooting.de macht es jetzt sehr, sehr einfach, wenn ihr wissen wollt, wo in der Nähe gibt es eine Ausstellung. Ihr könnt ja auf Wo bin ich klicken und dann kriegt ihr eure Location hier eingetragen. Ihr seht, wie viele Ausstellungen es wo gibt. Also wer es zum Beispiel in der Nähe von Hamburg wäre, der klickt dann einfach mal hier auf die drei bei Hamburg und sieht dann, was da gerade aktuell läuft. Die Farbcodierung zeigt, wie lange noch, das heißt, wie viel Zeit ihr noch habt oder ob ihr euch beeilen müsst.

Und das ist schon, das ist, glaube ich, das hat das Zeug, eine richtig gute Ressource zu werden, wo ihr auch relativ schnell rauskriegt, was in eurer Nähe, stattfindet und wie sehr ihr euch beeilen müsst. Das kann ich euch nur ans Herz legen. kalender.happyshooting.de Und wie gesagt, wir sind auf jeden Fall sehr, sehr erfreut, wenn ihr uns wieder Sachen reintut. Der Rainer kümmert sich wieder drum, der hat sich davor auch schon drum gekümmert und macht hier quasi als Community Contribution hier noch eine... Du wackelst mit dem Finger.

Boris

Ja, bring den Satz noch zu Ende.

Chris

Ja, also der Rainer kümmert sich im Hintergrund darum, als Helfer das Ganze hier zu pflegen und die von euch eingereichten Sachen zu reviewen, nochmal zu schauen, ob dann auch die Location stimmen, die Pins drauf zu werfen und so weiter. Also da nochmal ganz großes Danke an den Rainer. So, jetzt darfst du.

Boris

Worüber wir uns auch freuen ist, wenn ihr uns berichtet, wenn ihr in einer Ausstellung wart, denn das ist hier passiert. Katrin hat nämlich ein Feedback geschickt, die war nämlich in einer der Ausstellungen und das zeigt sehr eindrucksvoll, wie unterschiedlich eben bestimmte Dinge wahrgenommen oder erlebt werden. Und das würde ich euch gerne vorspielen, denn für dieses Feedback bin ich auch sehr dankbar.

Einspieler

Hallo Boris, hallo Chris, hallo Außen-Korrespondent Jürgen und hallo Community. Hier kommt ein kleiner Bericht von der Ausstellung von Philipp Montgomery in den Deichtorhallen in Hamburg. Sonja und ich haben uns letzte Woche dort getroffen und nun ja, wir sind nicht vollends begeistert von dieser Ausstellung gewesen. Es gab einige sehr gute Bilder, es sind insgesamt vier verschiedene Serien vorgestellt, die aber auch sehr unterschiedlich schlüssig auf uns gewirkt haben.

Sodass wir am Ende mit eher Fragezeichen aus der Ausstellung rausgegangen sind, als zu sagen, hey, das war eine richtig gute Ausstellung, die können wir wundervoll weiterempfehlen. Vielleicht als Beispiel eine dieser Serien, da geht es um Porträts und es sind sehr viele, sehr scharfe Bilder da drin, von Privatpersonen, aber auch von berühmten Menschen, dazwischen ein, zwei völlig unscharfe Porträts, zum Beispiel von Barack Obama. Dann kommt aber auch ein Foto von einem Zweig oder von einem Kohlekraftwerk und das hängt alles irgendwie so durcheinander und, Die Beschreibungstexte dazu sagen nur, was man auf diesem Bild sieht, wer der Mensch ist, der man ist oder ob man jetzt gerade was für einen Zweig oder was für ein Kraftwerk man da gerade sieht. Also es wirkte irgendwie, nun ja, ein bisschen zufällig und vielleicht hätten wir die Führung von der Kuratorin uns anhören sollen, aber nachdem wir fertig waren, durch die Ausstellung zu gehen, hatten wir dafür keine Energie mehr. Genau. Ja, insofern nicht unbedingt eine Empfehlung, sich das anzuschauen, aber vielleicht macht ihr einfach selbst eine bessere Ausstellung. In diesem Sinne, 3, 2, 1, happy shooting.

Boris

Demnächst in den Deichtorhallen, happy shooting, die Fotorausstellung.

Chris

Hey, das wäre doch mal was. Naja, aber das ist natürlich klar, also in der Ausstellung muss nicht immer andocken, vielleicht auch ganz bewusst, einen mit einem Fragezeichen, hinterlassen, weil ihr denkt ja wahrscheinlich im Nachhinein, wenn ihr Fragezeichen habt, auch nochmal über diese Ausstellung nach. Da wäre aber vielleicht möglicherweise tatsächlich eine Führung von einer Kuratorin, cool gewesen, weil dann lernst du ja noch ein bisschen was über den Künstler in diesem Fall und vielleicht auch, warum das so ist, was die Hintergründe sind.

Boris

Auf jeden Fall eine gute Information, dass es das gibt. Das gibt es glaube ich auch nicht bei jeder Ausstellung so etwas. Von daher ist das ja vielleicht jetzt für euch, wenn ihr jetzt diese Ausstellung euch als auch mal neugierig anschauen wollt und sagt, was haben die denn da gesehen oder nicht gesehen? Vielleicht wäre das dann mal, wenn ihr jetzt noch hingeht, ein Grund zu sagen, okay, ich melde mich auf jeden Fall mal für die Führung an und starte vielleicht mal damit. Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse oder man geht damit doppelt so viele Fragezeichen raus. Wie es auch immer ist, wenn ihr das jetzt gemacht haben solltet, nehmt doch auch mal einen kurzen Audiokommentar auf und schickt ihn uns an happyshooting.de slash hi. Also sowas finde ich halt immer spannend. Das muss ja nicht immer ein positives Feedback sein. Man kann ja auch mal mit Fragezeichen aus so einer Ausstellung rausgehen.

Chris

Ganz genau. Also, Katrin, tausend Dank für deinen Kommentar. Fand ich geil. Und ja, auch davon mehr. happyshooting.de slash high ist der richtige Platz, um dann auch mal so einen Kommentar hier reinzuwerfen.

Boris

Ja, auf jeden.

Chris

Auch als Audio. Sehr schön. Dann haben wir noch, Was haben wir denn noch? Wir haben noch Aufgabe auflösen. Eine Aufgabe auflösen, genau.

Boris

Ja, die Rückblickaufgabe nämlich.

Chris

Und wie viele Leute haben wir mitgemacht? Zehn qualifizierte Zehn qualifizierte Bilder dann werde ich das mal auf den, Bildschirm werfen da sind sie.

Boris

Der Spannung wegen.

Chris

Mach das doch mal und ich mach hier noch kurz unser internes Ding auf so, dann darfst du heute mal anfangen 19. Von 10. Nee, das reicht nicht. Das reicht nicht. 15. Ich nehme den Hunderter dann.

Boris

4.

Chris

Die 4. Die 4. Also Rückblick war die.

Boris

Rückblick.

Chris

Rückblick war die Aufgabe. Und die 4 müsste dann das Bild hier sein. Wassererpel. Wassererpel. HSB. Rückblick. Wenn man hinten keine Augen hat. Was sehen wir denn da? Wir sehen eine Person. Diese Person, ach ist das cool, also die Person trägt einen hochgerollten Rollkragen, da oben einen gelben Bauhelm, so einen Baustellenhelm und dann hinten am Nacken unter dem Helm festgemacht eine Dashcam wahrscheinlich und die nach hinten schaut und vorne siehst du dann noch wie die Person, die wir nicht sehen können, der Gesicht wir nicht sehen können, aber sie schaut in diesen Rückspiegel, diese Rückfahrkamera.

Boris

Also es schaut quasi auf einen Monitor, der das Bild anzeigt, was hinter seinem Rücken zu sehen ist.

Chris

Was ich jetzt noch cool gefunden hätte, ist, wenn man auf dem Monitor jetzt deutlich den Fotografen sehen könnte mit der Kamera. Das sieht man nämlich da jetzt nicht. Der ist wahrscheinlich so vom Bild her und von der Hintergrundunschärfe wahrscheinlich mit dem Tele ein gutes Stück weit weg und versinkt dann halt auch in dieser Unschärfe. Da hätte ich gerne noch so ein 24 Millimeter nah dran und dann sieht man den noch groß in der Kamera. Das wäre noch so das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Das ist eine hübsche Idee, oder?

Boris

Ich finde das eine starke Idee.

Chris

Das ist vor allem ein Foto, wo auch ein bisschen Aufwand drin steckt. Es sei denn, sie läuft gerne mit dem Helm und der Rückfahrkamera.

Boris

Das wissen wir nicht, genau.

Chris

Wir kennen ja den Kontext nicht. In diesem Fall ist es tatsächlich ein Bild, wo man kurz dran hängen bleibt.

Boris

Ich glaube nicht, dass die Person immer so rumläuft, aber die Idee ist gut.

Chris

Kennst du die Person? Kennst du die Person? Vielleicht hat die so ein Sicherheitsbedürfnis, dass sie dann von hinten immer so schön sehen möchte, was hinten ist.

Boris

Ich kenne den Nickname jetzt nicht oder kann mich zumindest nicht daran erinnern.

Chris

Nee, ich auch nicht. Ansonsten fotografisch nicht herausragend.

Boris

Da geht es um die Idee.

Chris

Da macht aber die Story einfach einiges Wett wieder.

Boris

Ja, da geht es rein um die Idee. Schön. Ein anderes Bild, was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Nummer 3 von Mittelabgriff 2026 HSB Rückblick. Da sehen wir einen Baumstamm, also einen geschnittenen Baum und offensichtlich auch ein relativ breiter Baumstamm und einen Finger, der so Nähe der Mitte dieses Baumstammes dann auf eine bestimmte Stelle zeigt. Und ja, man kann ja eben an diesen Baumringen eben die Jahre dieses Baums abzählen, habt ihr bestimmt auch schon mal gemacht beim Wandern oder Spazieren, wenn irgendwo ein Baumstamm gelegen hat, so als Kind habe ich da gerne mal neugierig ausgeharrt und geduldig gezählt, aber man kann eben auch Ereignisse im Leben dieses Baumes und damit eben auf diesem Planeten durchaus nachvollziehen, wo also großes Wachstum oder geringer Wachstum war, War es also sehr trocken oder war es sehr sonnig?

Sehr nass, meine ich, sehr regnerisch. Oder gab es irgendwelche Katastrophen und so? Oft kann man sowas da eben dran erkennen. Und das fand ich ja auch eine schöne Idee für dieses Thema HS-Rückblick. Das ist ein Schwarz-Weiß-Bild im quadratischen Format. Und dieser, naja, ich nenne ihn mal runden Baumstamm. Der hat natürlich ein bisschen Kontur und außen die Rinde macht einen schönen schroffen Rand. Der führt eben so von rechts oben im Bogen nach links unten durchs Bild. Und damit sind die Ringe ganz schön positioniert. Und der Finger, der unten so reinkommt und auf eine bestimmte Stelle zeigt, das finde ich noch ganz süß. Und jetzt wäre es natürlich noch interessant zu erfahren, worauf denn dieser Finger zeigt. Jetzt weiß ich nicht.

Chris

Dass da in den...

Boris

Auf dem Ring für sein eigenes Geburtsjahr. Zum Beispiel.

Chris

Auf dem Ring für sein eigenes Geburtsjahr wäre doch cool. Ich habe auch noch eins, was ich kurz rauspicken möchte. Und zwar von OB Penn. Rückblick im Fotoalbum. Ist ein quadratisches Bild. Und das ist ein Foto von einem Foto. Und zwar ist das so ein Bild, so ein Blick in ein altes Fotoalbum. Und da siehst du, das ist halt so ein selbstreferenziertes Bild quasi. Ein Foto von einem Foto. und du siehst halt dieses altmodische mit diesem, strukturierten Rand, also mit so einer Strukturschere geschnitten Bild, was also quasi am Rand so einen organischen, leicht ausgefransten Look hat. Wie gesagt, da gab es damals spezielle Scheren dafür, die also nicht nur zickzack geschnitten haben, sondern irgendwie so eine fast schon wie so eine ausgerissene Struktur schneiden. Man sieht das Bild selber nicht, sondern nur diesen Rand. Das Bild hat einen Rahmen, das heißt es ist außen weiß und innen, also es ist mit einer Maske quasi drauf belichtet worden. Das hat er gespiegelt in dem eigentlichen Foto, was er hier zeigt, das auch einen weißen Rand hat, aber diesmal einen digitalen weißen Rand. Und dann liegt da oben drauf noch so ganz leicht angehoben so eine... Ja, wie nennt man die? Also so ein Pergaminblatt, was aber eine Struktur drauf geprägt hat.

Boris

So diese Trennblätter zwischen den Seiten, damit die Fotos nicht aneinander kleben oder so.

Chris

So ein Criss-Cross-Pattern, was aber auch so ein organisches Ding hat. Das würde ich am ehesten mit so einer Badezimmerfensterscheibe, so einer 80er Jahre Badezimmerscheibe irgendwie gleichsetzen vom Gefühl her. Ja, was das Bild auch schon durchscheinen lässt, aber was genau dafür da ist, dass das Bild geschützt ist, also das Foto und sich nicht irgendwie abreibt oder abfärbt oder sonst was. Das war mal so Standard in Fotoalben früher und ich finde es halt schön, weil das Bild selber quasi in seiner, also das digitale Foto hier quasi das Foto so ein bisschen nachahmt und doppelt, aber eben nicht ganz, nicht richtig. Das ist ein bisschen ein echter Rückblick, der auch noch mit dem Thema Fotografie zu tun hat fand ich klasse und vom Foto her ist es ein relativ simples Foto, aber genau das macht es auch schon wieder interessant das weckt Erinnerungen, weil meine Oma hatte solche Fotoalben, ich kann hinter.

Boris

Mir ins Regal greifen.

Chris

Auch so gezackten Rand, sowas die gezackten das war eher tatsächlich Oma Opa, mit diesen komischen Zwischenblättern und so, naja.

Boris

Also die Zwischenblätter sind hier drin.

Chris

Ist gut, ich glaub dir das. Ich glaub dir das. Ich glaub dir das wirklich.

Boris

Das bin ich.

Chris

Oh, da ist aber kein Blau mehr drin.

Boris

Da ist kein Blau mehr drin. Und hier ist sie.

Chris

So, bevor wir uns verabschieden, habe ich hier noch ein, eine, eine, ja, Eingabe von Rudolf aus Wien. Der hat uns noch einen Post auf happyshooting.de slash hi geschickt. Was ich jetzt einfach mal so hier zum Nachdenken da lassen möchte. Hallo meine beiden liebsten Fotopodcaster. Die Welt wird derzeit immer unberechenbarer. Habt ihr schon mal überlegt, welche Tools ihr für eure Fotografie und Kommunikation verwenden könntet, wenn aus irgendeinem Grund US-amerikanische Software und Hardware nicht mehr verfügbar wäre? Ich habe meine Tools mal durchgesehen und war erschüttert bzw. Erschrocken, wie hoch meine Abhängigkeit ist. Die Abstriche bei Funktionen und Bequemlichkeit, zum Beispiel Bildbearbeitung, Kommunikation, wären enorm, vor allem wenn man chinesische Software ebenfalls ausschließt. Liebe Grüße, Rudolf aus Wien. Ist ja tatsächlich gerade ein Thema, das ist auch jetzt über den CCC-Kongress am Jahresende wieder hochgespült worden, diese digitale Digital Independence Day, die digitale Unabhängigkeit von großen amerikanischen Konzernen.

Mit ein Grund, warum wir da jetzt den Kalender von Google getrennt haben, aber auch wir hängen natürlich bei ganz vielen Sachen drin. Restream, über das wir hier den Stream machen, ist eine ukrainische Firma, aber die Plattformen, auf denen wir streamen, sind YouTube und Twitch. Wieder amerikanisch. Also ist tatsächlich, es gibt viele Abhängigkeiten und so Stück für Stück kann man sich da tatsächlich von freimachen. Aber das lassen wir jetzt einfach mal so stehen. Wir sind da nämlich mit Sicherheit alles andere als clean und das würde.

Boris

Ich auch nicht.

Chris

Behaupten. Lassen wir jetzt mal so als Diskussionsgrundlage einfach mal für euch. Vielleicht habt ihr da auf happyshooting.de uns was dazu zu sagen.

Boris

Ich gebe noch einen hinten drauf, also Betriebssysteme Windows und Macintosh, dann bleibt dann noch Linux da weiß ich jetzt nicht so genau wie man das dann einordnet, könnt ihr ja auch gerne mal einen Kommentar dazu schreiben ansonsten erinnere ich mich das ist jetzt aber auch schon ein paar Wochen her gab es bei Bits und so ein Spezial da haben sie sich genau mit diesem Thema auseinandergesetzt, ich weiß leider nicht welche Episode das war, vielleicht, können die Shownoter da nochmal recherchieren und das finden und wenn nicht müsst ihr mal bei Bits und so danach suchen ist ein paar Wochen her jetzt. Und ja, das ist eine gesamte Sendung, weiß ich nicht, anderthalb, zwei oder mehr Stunden gewesen, wo sie mal wirklich auseinandergelegt haben, weil das sind wirklich da auch die Technik-Nerds. Was nutzen wir eigentlich an Diensten und was wären überhaupt Alternativen und wie realistisch ist das eigentlich? Und kleiner Spoiler, es ist ein bisschen frustrierend.

Chris

Ist es mit Sicherheit. Wobei da möglicherweise kleine Dinge ja auch schon was helfen können. Da könnt ihr mal auf euren Social Media unter dem Hashtag DID für Digital Independence Day oder DUT für Digitalen Unabhängigkeitstag einfach mal gucken, was da so läuft. Ansonsten freuen wir uns auch da über eure Eingaben und sind damit, glaube ich, für heute durch mit der Sendung und wünschen euch eine hübsche Woche. Und wir sehen uns dann demnächst mal wieder und Villa Workshop Online in neun Tagen. Bis dann, macht's gut.

Boris

3, 2, 1 Happy Shooting!

Shownotes

Hausmeisterei

Aus der Preshow

  • Unterseite, Und sie ritten gemeinsam in den Sonnenuntergang, Mac Update

HS Workshops

Statt Werbung

DANKE an alle Spender

HSFeedback

Themen

  • Sonneneruption in unsere Richtung und somit Auroren in Deutschland
  • HOWTO Onlineworkshop
  • Fotos/Schneebilder aus Kamtschatka

News

Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen):

#HS-Aufgabe (Alle anschauen)

Hausmeisterei II


» Neue Folgen per E-Mail erhalten