#929 - Milchtütenkonfetti

Veröffentlicht 5 February 2026

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#929 - Milchtütenkonfetti

Veröffentlicht 5 February 2026 · Länge 1:52:37

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Boris

Happy Shooting Folge 920.9 Milchtütenkonfetti. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Klostergeister. Weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast. Schönen guten Tag.

Chris

Guten Tag.

Boris

Chris.

Chris

Hallo.

Boris

Und liebe Moni. Oh, neue Stimme. Oh, neue Stimme.

Chris

Was denn? Was ist hier passiert? Wie kommst du denn hier rein? Also bitte. Ich bin normal nur das Maskottchen, aber ich habe mich aus dem Südflügel zugeschaltet. Und hier sind eure Moderatoren.

Boris

Boris und Chris. Und Moni.

Chris

Ja, wir haben eine Gästin heute mal dabei, weil sie auch ein Thema hat. Und dann dachten wir so, Moni ist selten genug da, wir nehmen sie mal für die komplette Sendung mit rein. Hallo Moni.

Boris

Hallo Moni.

Chris

Hallo zusammen. Und ich musste mein Mikro abstauben dafür. Das wusste ja gar nicht mehr, wie es geht. Das war gut eingestaubt. Wir sind hier beide in der Viewfinder-Villa auf zwei unterschiedlichen Stockwerken und casten heute mal gemeinsam einen Pott. Boris, du bist in der Unterzahl.

Boris

Ja, alles gut.

Chris

Nicht wahr? Also ... Das kommt drauf an, wie man es rechnet. Ich bin ja auch in der Unterzahl. Stimmt, da sind wir schon wieder bei der Gestaltlehre und Gruppierungen und so. Na super. Ja, wir sehen uns Happy Shooting, der Foto-Podcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und ich bin die Moni. Und ja, wir machen heute wieder Dienstag am 3. Februar 2026 eine Live-Sendung. Die landet dann wie immer donnerstags in euren Podcast-Playern und falls ihr ein bisschen mehr darüber wissen wollt, happyshooting.de ist unsere Homebase und ansonsten ihr findet uns, wo immer man so Sachen halt findet. Dann haben wir selbstverständlich auch diesmal wieder Fragen, Hinweise bekommen unter happyshooting.de. Da hat sich Volker gemeldet und sagt, er hat noch einen Tipp zum Thema Filmpreise. Wir hatten ja über Filmpreise letztes Mal geredet. Hat uns noch den, Nordfoto.de geschickt mit ein paar Preistipps. Also ich sag mal so, die sind jetzt, also wir hatten irgendwie, ich hatte meine Preise hauptsächlich bei Foto Impacts nachgeguckt. Die sind jetzt nicht dramatisch anders, aber wenn man so bestimmte Filme sucht, kann man sicher hier oder da noch das eine oder andere Centchen sparen. Also für Shoppen gilt einfach guckt rum, ihr habt das Netz, da stehen diese Preise drin. Gesundheit, Boris.

Schön, dass du dich gemutet hast. Das wissen jetzt nur die Leute, die zuschauen. Dann hat sich noch anonym gemeldet, hat nur Gruß drunter geschrieben zum Thema Digital Independence. Da haben wir ja drüber geredet, dass wir zum Beispiel für den Kalender jetzt uns mal von Google verabschiedet haben und dass das überhaupt in letzter Zeit so ein bisschen ein Thema ist, von den amerikanischen Corporations wegzukommen. Schreibt die Person, die anonyme Person zum Thema Digital Independence. Wollt ihr nicht mal weg vom Slack? Ich war früher in etlichen Slack-Workspaces, aber in der Zwischenzeit ist Happy Shooting der Letzte. Alle anderen sind zu Discord geschwächelt. In letzter Zeit kommt ja auch noch dazu, dass es bei mir im Browser immer wieder zu Problemen führt. Daher mal der Gedanke. Okay, also hat jemand persönlich mit seinem Browser Probleme, den Slack zu betreiben, den man im Browser betreiben kann? Kann ich verstehen. Gut, Discord ist nun auch kein europäisches Produkt, aber die Nachteile im Slack mit den ausgeblendeten Nachrichten und so weiter überwiegen mittlerweile, aber ich wäre auch bereit, was rein europäisches auszuprobieren, aber dies soll nur ein Anstoß sein, mal über die Zukunft auf Slack nachzudenken, groß. Wir denken drüber nach. Da ist nur noch nichts spruchreif, aber das Problem ist, von Slack auf Discord rüber zu gehen.

Boris

Ist letztendlich keine Lösung.

Chris

Weil Discord ist eine amerikanische Firma, Und hinter Discord, die kommen aus der Gamer-Szene, aber eigentlich ist es wie in Slack.

Ja, die haben jetzt gerade irgendwie auch einen dicken Venture-Kapital-Einlauf bekommen. Und was passiert mit Firmen, die viel Geld bekommen, die versuchen dann irgendwann auch wieder viel Geld zurückzubekommen. Also auf Discord würde ich mich langfristig auch nicht verlassen wollen. Nicht nur, weil da die Daten irgendwo dann auf dem amerikanischen Server liegen, sondern weil es einfach so rundum, sagen wir mal so eine relativ große Chance hat dann früher oder später auch dieser sogenannten N-Certification anheim zu fallen. Das heißt wir sind am rumgucken, es gibt tatsächlich Alternativen, die von den Featuren vielleicht jetzt nicht so ausgeklökelt sind wie ein, Slack oder Discord aber die durchaus alles das abdecken, was wir hier auch, was wir brauchen nämlich Gruppenchannels um zu diskutieren und ein paar Bilder zu sharen, viel mehr ist es ja im Prinzip nicht ähm, Das müssen wir aber noch ein bisschen testen und dann ist das große Problem immer so eine ganze Community umzuziehen. Das ist ja alles sehr historisch gewachsen und wer da mitkommt und wer nicht mitkommt und wer schon wieder ein neues System und da muss man schon wieder eine neue App installieren.

Also es ist nicht ganz so, wir switchen jetzt rum und fertig und deshalb ist das keine wirklich kleine Aktion. Aber du kannst versichert sein, wir gucken da schon eine ganze Weile in Alternativen rein und möglicherweise ist da irgendwann in den nächsten Monaten auch irgendeine Veränderung angesagt. Aber wie gesagt, wir schauen noch. Wir sind noch dabei.

Boris

Die Prioritäten steigen bei gewissen Themen ja so langsam.

Chris

Das ist richtig, ja. so, dann hat uns der Wolf noch was geschrieben, hallo Happy Shooter ich möchte nachfolgend noch etwas zu den gezackten Rändern alter Fotos anmerken, ich habe vor einigen Jahren ein 10er Set an Konturenscheren, gekauft im Web auch unter, Kreativscheren, Schmuckrandscheren oder Zierrandscheren zu finden für etwa 10 Euro damit hatte ich seinerzeit diverse Fotos mit Schmuckrändern versehen, Die Scheren haben leider nur eine sehr kurze Schneide, 4,5 Zentimeter. Das heißt, man muss mehrfach neu ansetzen, um zum Beispiel ein CMR15-Foto zu beschneiden. Dabei gilt es aufzupassen, dass man an der richtigen Stelle wieder ansetzt, sonst stimmt das Muster nicht mehr. Und dann hat er hier noch ein paar Fotos reingetan. Ich share die mal eben. Das sind diese Scrapbooking-Scheren, ne? Das sind diese Scrapbooking-Scheren. Warte mal. halt.

Boris

Und das ist genau etwas in der Art, kenne ich von früher, nur eben in groß, in lang, so richtig schwer, wie so eine Schneiderschere, nur eben mit gezackten Rändern. Aber im Vergleich zu dem, was wir letzte Woche gesehen haben, mit diesem Papiercutter, der wirklich ein wirklich gutes Büttenpapier-Imitat geschnitten hat, sind das hier halt sehr regelmäßig und sehr saubere, wiederkehrende Muster.

Chris

Das sind jetzt auch Bastelscheren, im besten Sinne. die sind nicht besonders hochwertig und für ab und zu mal ist das ganz okay, aber du siehst die ja genau, dass die regelmäßige Muster und eben nicht so ein zufällig ausgeprägtes Muster, aber trotzdem ein toller Tipp.

Boris

Also für diese Scrapbooks oder sowas, wenn man da ein bisschen Spaß dran hat und Fotos in verschiedenen Größen einfach, was weiß ich so ein bisschen so ein Tagesbuch so ein Journal, wie sagt man Tagebuch, ein Tagebuch ein schönes Tagesbuch, ein Tagesbuch führt. Also, ist doch witzig. Ich finde das cool. Und ohne großen Aufwand kann man ein bisschen Abwechslung da reinbringen. Schöne Sache. Aber vorsichtig, wenn ihr, sag schnell hier, wie heißen, ich hab heute ein bisschen, mein Hirn ist schon leer geblutet. Diese Sofortbilder. Instax.

Chris

Instax oder Polaroid?

Boris

Polaroid und Instax. Aber Instax sind gerade so die gängigen. Wenn ihr sowas habt, passt auf, wenn ihr da mit der Schere beigeht. Das würde ich lassen.

Chris

Ja, wenn die ordentlich durchgetrocknet sind und da zwischen kein Flüssig gepaste mehr ist, dann ja. Na gut, ähm, Schön. Das, wie gesagt, waren eure Hinweise. happyshooting.de dürft ihr gerne selber auch Hinweise und Storys und solche Sachen reinwerfen. Wir freuen uns immer sehr drüber. Dann tauchen wir jetzt mal bei den News ein, nicht wahr? Apple hold Haylite an Bord. Was für eine Meldung.

Boris

Eigentlich ja nicht Haylite, sondern einen der Entwickler, nicht wahr?

Chris

Richtig. Also wir hatten Bei Apple hatten wir bisher, warte mal, ich muss hier mal ganz kurz, so sieht das besser aus. Bisher, ich sag mal so, das Thema User Interfaces bei Apple, das ist gerade ein sehr kontroverses Thema. Dieses neue Liquid-Glas-Design und auch die Usability und User Experience und so, das ist alles nicht überall auf allen Plattformen ganz rund und das hat man auch so ein bisschen dem Alan Dye in die Schuhe geschoben, der das quasi über Jahre, ja, er war der Chef von der Dianze, was hier User Interfaces angeht, Der ist jetzt gegangen, durch einen alten Hasen ersetzt worden, dessen Name mir gerade nicht einfällt, der aber aus dem Bereich kommt. Also die Hoffnung steigt schon wieder so ein bisschen, dass es vielleicht besser wird.

Die Relevanz hierfür ist jetzt dass sie sich jetzt Sebastian DeWitt geholt haben der Mensch ist einer der zwei Menschen die hinter Haylight stehen und Haylight ist eine bekannte IOS Kamera App mit, sehr sehr fein ausgeklügeltem Design mit sehr gut durchdachtem Design ist eine Bezahl App, kostet ein Abo, Aber da steckt jemand dahinter, der Mensch, der hat auch früher schon mal, glaube ich, Freelance-Sachen für Apple gemacht im Designbereich. Und ja, der ist jetzt, der geht jetzt zu Apple. Sebastian De Witt geht ins Human Interface Design Team und damit kommt jemand, der eigentlich so auf unseren Smartphones für eine Kamera App bisher zuständig war, kommt jetzt in Richtung Betriebssysteme.

Boris

Und hat hoffentlich einen gewissen Einfluss auf mehr Leute dort, sodass er eben jetzt nicht nur auf einer bezahlten Kamera-App für ein Design verantwortlich ist, sondern vielleicht auch ein bisschen Einfluss hat auf so ziemlich alles, was wir so sehen, was da von Apple kommt.

Chris

Das ist die Hoffnung, dass das jetzt irgendwie, also für die Leute, die Apple-Zeug benutzen und die User-Interfaces gerade nicht so toll finden, ist das jetzt wirklich ein Hoffnungsschimmer, dass das jetzt in die richtige Richtung geht wieder.

Boris

Wie sagt man so schön? Ein Silberstreifen am Horizont.

Chris

Naja, und wie gesagt.

Boris

Die Hoffnung nicht auf.

Chris

Kamera-App ist die eine Sache natürlich, aber da ist ja noch viel mehr. Die gesamte User Interaction und solche Geschichten sind ja alle so ein bisschen fraglich im Moment.

Boris

Der Bezug hier zur Fotografie oder eben zur Kreativität ist halt der, dass Apple eigentlich damit sehr lautstark rausgegangen ist und hat gesagt, die neue UI in den 26er Betriebssystemen soll sich halt zurücknehmen und den Platz auf die Inhalte freimachen, sodass man sich eben als kreativer Mensch um seine Inhalte kümmert und die Bedienung aus dem Weg geht. Tatsache ist aber, dass mehr oder weniger das Gegenteil passiert ist, dass alles das, was du brauchst, um deinen Inhalt zu bedienen, versucht unsichtbar zu sein, dabei aber so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und den Inhalt, den du eigentlich bearbeiten willst, schwer lesbar oder sichtbar macht an entsprechenden Stellen. Und an vielen Stellen eben die UI auch so stark ablenkt von den Inhalten durch irgendwelches Schischi und Bling-Bling. Das ist halt einfach, also ich persönlich finde das sehr, sehr unangenehm. Und werde das auf meinen privaten Geräten, soweit ich es nur irgendwie kann, verzögern. Ich meine, das mache ich sowieso. Das kennt ihr ja von mir.

Chris

Jetzt hast du aber eine Ausrede.

Boris

Ja, aber ich bin hier tatsächlich wirklich versucht, das auszusitzen, bis da vielleicht das nächste Jahr das Betriebssystem kommt. Ich werde ja updaten müssen, schon aus Softwareentwicklungsgründen. Aber ich versuche auch da tatsächlich, solange es geht, mit alten Softwareversionen zu entwickeln. Deswegen, weil mich das einfach wirklich nervt. Und ich habe da wirklich Hoffnung, dass da was passiert. Weil wenn jetzt Leute eingestellt werden im Bereich Softwaredesign, dann habe ich die Hoffnung, dass das Problem auch intern durchaus nicht totgeschwiegen wird. Und dass man sowas jetzt nicht immer innerhalb von ein paar Wochen oder zwei Release-Zyklen, also Punkt-Release-Zyklen, alles auf links dreht oder zurücknimmt, das ist auch verständlich. Und ich denke, die grundsätzliche Richtung, die man gesagt hat, die man machen will, die ist auch in Ordnung. Nur an der Umsetzung, denke ich, scheitert es einfach bisher. Und da freue ich mich drauf, dass da Leute ins Team kommen, die da Erfahrung haben auf diesem Bereich und auch ein ästhetisches Grundempfinden mitbringen. Also ich freue mich da drauf.

Chris

Ist ja fast schon schade, dass er nicht für die Kamera eigentlich zuständig ist. Weil an die Art und Weise, wie Apple mit Bildern umgeht, die aus der Kamera fallen, da hätte ich ja auch noch so ein paar Anmerkungen. Also wissen wir nicht, was er genau tut. Wir wissen nur, dass er von Apple jetzt angehört wird, aber wo genau er dann den Finger drauf hat? Du meinst jetzt tatsächlich den Look, das was hinterher da aus der Kamera HDR-mäßig und sowas rauskommt. Genau, es gibt ja viele Leute, die sich zu Haylight gewandt haben, weil sie auch dieses Overprocessing, was Apple mit den Bildern tut, auch nicht so gut finden. Also wenn du was einigermaßen, ich sag mal, Nacktes haben willst, Nacktes natürlich immer in großen Luftkommas zu sehen, dann hast du lieber mit Haylight gearbeitet. Und was mich persönlich wahnsinnig ärgert, vor allem wenn ich an den Bildern noch ein bisschen was machen möchte, ist, dass wenn du reinzoomst in so ein Apple-Processed-Picture, dann siehst du einfach jede Menge Grütze. Auf den ersten Blick sieht es super aus, wenn du reinzoomst, kriegst du die Krise. Kontrastkanten ohne Ende, komische Aquarelleffekte. Finde ich ja persönlich, verdirbt einem so ein bisschen den Spaß daran, mit dem Telefon zu fotografieren, was ich eigentlich super gerne mache. Tja. Ja, wir werden sehen, wie gesagt, was da genau passieren wird. Vielleicht werden wir auch nicht erfahren, was er genau macht, aber vielleicht sehen wir die Änderungen.

Boris

Ich hoffe, wir werden es erleben, ja.

Chris

Es gibt interessante News aus Südkorea. Und zwar ist da seit Ende letzter Woche ein neues Gesetz in Kraft. Und zwar der sogenannte AI Basic Act.

Boris

Der heißt wahrscheinlich anders dort.

Chris

Der heißt AI Basic Act. Frag mich nicht, wie der dort heißt, aber so wird er übersetzt. Ist ein neues Gesetz zur Regulierung von KI allgemein und im Besonderen auch von Bildern.

Boris

In welcher Hinsicht?

Chris

Kennzeichnungspflichten.

Boris

In welcher Form?

Chris

Die sind jetzt die ersten, also weltweit die erste Gesetzgebung, die das jetzt mal einigermaßen klar reguliert, so wie ich das sehe. Und zwar geht es zum einen um sogenannte Invisible Watermarks, also nicht sichtbare Wasserzeichen für so Sachen wie Cartoons und so weiter. Und sichtbare Labels für Deepfakes. Das heißt, wenn ich jetzt den Boris, den Kopf von Boris auf, keine Ahnung, irgendwas Kompromittierendes drauf deepfake, dann muss ich das, wenn ich das mit KI mache, markieren. Vielleicht, wenn ich es nicht mit KI mache, weiß ich nicht, bin ich mir nicht sicher. Das Ganze beinhaltet auch Risikobewertungen für medizinische Diagnosen, auch für Sachen im Bereich von Hiring, also Anstellungen, Kreditgenehmigungen und so weiter. Also Sachen, die teilweise schon von so einer KI automatisch abgewunken werden. Strafen sind bis zu 30 Millionen Won. Das sind, wenn ich es richtig sehe, so Größenordnung 20.000 bis 30.000 Dollar. Also ist nicht ganz wenig wobei 20.000 Dollar, wobei ich jetzt nicht weiß, ob das in irgendeiner Form pro Verstoß ist oder ob das allgemein ist.

Boris

Aber das wäre jetzt auch die Frage gewesen, weil das ist ja dann erstmal freiwillig also du machst irgendetwas und dann hast du die Pflicht es zu markieren, wenn du es öffentlich machst, aber du musst es ja trotzdem selbst tun, das passiert ja nicht automatisch, aber das erklärt dann, das heißt, es ist Es ist unter Strafe gestellt, es ist nichts zu tun.

Chris

Das Ganze erst mal für ein Jahr eingekündigt. Also es ist nicht sofort, sondern es gibt noch so eine Grace-Period über ein Jahr.

Boris

Das gilt dann auch rückwirkend für alles, was online ist. Also nachträgliche Kennzeichen.

Chris

Kann ich dir nicht sagen.

Boris

Das könnte relativ viel Arbeit werden.

Chris

Und wo ist da die Grenze? Ab wann gilt es als KI generiert, KI manipuliert?

Boris

Wenn du einen Baum mit KI entfernt hast und die KI das aufgefüllt hat?

Chris

Ich... Ich weiß es nicht. Das steht auch hier nicht wirklich im Detail drin. Wahrscheinlich muss sich sowas auch erstmal dann, also es ist ja ganz oft so, dass Sachen vorgegeben werden und dann werden sie sich durch die eigentliche Rechtsprechung manifestieren. Dann gibt es Präzedenzurteile und so weiter. Ich vermute, dass sich das noch einrütteln wird. Ich finde es interessant, dass es überhaupt jetzt mal ein Land gibt, was das macht, weil ich wüsste jetzt nicht, ob das jemand anders schon mal irgendwo getan hat.

Boris

Man wird Dinge versuchen müssen. Aber was hast du gesagt, wenn mit KI manipuliert wird, dann ist es eine unsichtbare Kennzeichnung und Deepfake dann sichtbar oder wie rum war es jetzt?

Chris

Es steht hier, dass es für, also hier steht zum Beispiel, wenn es ganz klar künstliche Sachen wie zum Beispiel Cartoons sind oder stilisierte Kunstwerke, dann muss zumindest so ein unsichtbares Wasserzeichen drin sein und mehr realistische Deepfakes müssen sichtbar gelabelt werden.

Boris

Dann könnte ich mir vorstellen, dass es für den ersten Fall und für den Fall, dass du halt Retuschearbeiten hast oder sowas wahrscheinlich genügt, wenn es an dem Bild die Bearbeitungshistorie hat. Also Photoshop und ähnliche Schreiben ist ja durchaus in die Metadaten mit rein. Wenn du sie nicht rausfilterst, dann steht das da drin, welche Werkzeuge du angewandt hast oder dass du ein solches Werkzeug angewandt hast. Das wird dann wahrscheinlich reichen und bei einem Comic oder halt offensichtlich Azifazi-Bild ist das glaube ich dann auch nicht weiter schlimm. Und ja, wenn es dann wirklich eine Imitation oder sowas ist, dann muss wahrscheinlich das deutlich dabei stehen, wie auch immer das damit sichtbar gemeint ist.

Chris

Ich finde es interessant, weil ich glaube, dass es ein Stück weit tatsächlich auch ein Künstlerschutz ist, weil wenn du dir jetzt vorstellst, du bist ein Großunternehmen und du brauchst Assets für deine Werbung, für deine PR, was auch immer und du musst es plötzlich dran schreiben, wenn du es durch eine KI hast erzeugen lassen, dann macht das was mit deiner Reputation. Weil wenn du alles nur mit KI machst, wissen die Leute, die sich das angucken, genau, du willst kein Budget ausgeben oder du hast keins oder was auch immer. Das heißt, du überlegst dir das im Zweifel zweimal, ob du ein Bild, was eine große Verbreitung hast, über eine KI machen lässt. Und das könnte sich wieder positiv auswirken für die Leute, die normalerweise ihr Geld mit sowas verdienen. Stell dir vor, auf deiner Homepage große Firma Management-Riege steht da irgendwie und präsentiert sich und drunter steht dieses Bild, wo eine KI generiert. Das wäre tatsächlich ein Rufproblem, glaube ich.

Boris

Ja, noch blöder wäre es, wenn du ein Unternehmen hast, was Visualisierungen für Unternehmen anbietet, was ich Baustellen vorschau. Also wie wird ihr Bau in Zukunft aussehen auf dieser Baustelle? Und dann schreibst du drunter mit KI generiert. Kann man schon machen. Kann ja sein, dass dein Unternehmen darauf setzt. Aber wenn du damit prallst, dass du halt die besten Grafiker in deinem Haus hast, dann solltest du vielleicht kein KI-Bild dahin laden. Also ja, stimme ich mir nie zu. Kann was machen in den Köpfen.

Chris

Das wird stehen und fallen mit der Umsetzung, mit der Detection, mit dem Enforcement und so weiter.

Boris

Und vor allem das sichtbare Kennzeichnen. Da sehe ich halt ein Problem. Weil wie willst du das machen? Mit einem sichtbaren Wasserzeichen. Der Nächste schneidet das ab. Und wer hat jetzt Schuld?

Chris

Also mal gucken, wie es wird. Da sind viele Sachen ungeklärt. Und wir werden sehen, wie es sich nachher dann auch wirklich auskristallisiert. So. Noch eine News. Canon. Interessante Meldung. Canons Business ist letztes Jahr wieder gewachsen und zeigt auch...

Boris

Und das, ob ich keine Kamera gekauft habe.

Chris

Und zeigt auch laut Peter Pixel kein Zeichen von langsamer werden. Dieses Wachstum. Wir haben jetzt kürzlich ihre 2025er Financial Results gehabt und es sieht zumindest mal relativ positiv aus. Die Total Sales für das Imaging Business sind im Vergleich zu letztem Jahr hochgegangen.

Hier steht die Total Sales der Imaging Business Unit, wo alle Kameras und Objektive drin sind, ist um 12,5% seit letztem Jahr gestiegen. Oder seit 2024 im letzten Jahr. Ja. Und ja, also es scheint sich in irgendeiner Form zumindest stabilisiert zu haben. Und das ist erstmal nicht uninteressant. Was ich auch interessant fand, dass es bei Kanon an der Spitze jetzt auch wohl irgendwie nochmal eine kleine Veränderung gibt. Was heißt klein? Hier steht Massive Leadership Announcement. Der Executive Vice President Katsuto Ogawa, Spitzname Kevin, Katsuto Kevin Ogama, wird der neue Präsident and Chief Operating Officer von Canon. Der Mann ist 67 Jahre alt. Also bei Canon kommen keine jungen Leute oben dran.

Und der wird die Rolle übernehmen von dem Current President, CEO und Chairman Fujito Matarai. Der ist 90.

Boris

Verstehe.

Chris

Das heißt, der 67-Jährige ersetzt den 90-Jährigen. Es wundert mich auch nicht mehr, dass Canon so Trends eher nicht hinterher rennt, sondern dass die einfach immer sehr bedächtig sind, was ihre Entscheidungen angeht.

Boris

Du kannst jetzt ja hochrechnen, wann Dinge, die heute so modern sind, dann drankommen. So in 30, 40 Jahren.

Chris

Naja, ich meine, das ist natürlich interessant, weil Canon ist jetzt tatsächlich ja nicht bekannt dafür, jeden Trend hinterherzurennen.

Boris

Was aber durchaus auch positiv gesehen werden kann.

Chris

Genau, die sind auch natürlich schon gebeutelt, gebeutelt, aber die sind so gebeutelt wie alle anderen auch gerade, weil einfach der Markt irgendwie nicht so viel hergibt. Ähm, Und das ist erstmal, ja, also es zeigt, dass da auch die alte traditionelle japanische Herangehensweise vielleicht was Gutes hat. Das ist ein bisschen mehr Beständigkeit und so. Das mögen ja manche Kunden auch gerne.

Boris

Ich finde es ja auch stark. Ich meine, wir werden alle, oder alle ja nicht, aber viele von uns, also die Menschheit als solches, wird älter und ist gesünder dabei. Das ist ja, wenn ich mir so angucke, wie meine Großeltern aussahen in unserem Alter, dagegen sind wir quasi gerade Vorschulmenschen. Das finde ich schon sehr faszinierend und dass da in Japan dann offensichtlich eben auch Menschen in diesem Alter dann noch in die Führung gehen, um dann die ganz Alten dann endlich mal abzulösen, weil die vielleicht sagen, ach jetzt mit 90 will ich nochmal reisen oder so, keine Ahnung. Aber ich finde das einfach beeindruckend. Weißt du, hierzulande heißt das dann schon, wenn du irgendwie mit Ende 50 noch einen Job suchst, da gibst du auf, die stellt sowieso keiner ein. Aber statt einfach mal zu sagen, das sind Leute, die haben vielleicht auch Erfahrung, die haben schon viel gesehen und haben vielleicht auch eine gewisse Ruhe, um auch schwierige Themen anzugehen. Also so eine Expertise, die kaufst du dir halt mit reiferen Menschen ein. Ich finde das gut. Und Canon muss sich, glaube ich, im Augenblick auch keine Vorwürfe machen lassen. Also ich finde, rein technisch im Kamerasektor sind sie wirklich ganz, ganz vorn dabei. Was ich gesehen habe hier bei Hahnemühle, die testen ja mit Epson und mit Canon-Druckern ihre Papiere auch. Die haben fantastische Drucker und auch einen sehr guten Support, soweit ich das da mitbekommen habe. Also.

Ich glaube nicht, dass Canon da gerade viel falsch macht und insofern muss man da auch nicht jedem modernen Trend hinterherrennen. Und auch 67-Jährige können durchaus moderne Trends verfolgen, denke ich mal.

Chris

Ich meine, was sie natürlich schon trendy gemacht haben und was mit Sicherheit auch mit dazu beiträgt, dass es ihnen ganz okay geht, ist, dass sie ihre Kompaktkamera-Produktion wiederbelebt haben. Und da gibt es einfach eine starke Nachfrage. das ist also ein paar Prozent ist das auf jeden Fall schon wieder gewachsen und sieht auch nicht aus, als ob das so schnell wieder aufhört und dann, ist denen wohl die R6 Mark 3 richtig gut gelungen und das zeigt sich auch in den Verkäufen, also das sind so die zwei Beispiele, dafür, dass sie schon ein paar Sachen richtig gemacht haben, ja.

Boris

Auf jeden Fall.

Chris

Tja.

Boris

Sind wir mal gespannt, was da kommt.

Chris

Genau. Dann, wir reden ja hier gerne mal über neue Kameras, unter anderem über die Pixie Max haben wir schon mal geredet. Das ist diese neue Rangefinder-Kamera, die schlichten Design daherkommt und die hat zumindest so die eine oder andere Augenbraue gehoben als Alternative, weil sie ein bisschen günstiger ist. Im Vergleich zu einer Leica zumindest und attraktives Design. Ja, aber Peter Picks hat sie getestet und steht auf dem Video drauf, it's not good. Okay. Also, Rangefinder an sich ist ja mal so ein Konzept, was ich cool finde und was Leica leider bei der letzten M ja nicht mehr tut. Also Rangefinder im Sinne von optischer Sucher, der sich an der Seite der Kamera befindet und wenn du dann die Kamera quasi so, wenn du so in die Kamera schaust, dass die dann frei ist, dann hast du auch einen freien Blick nach vorne, und dazu noch das manuelle Scharfstellen mit dieser sehr kurzen Hub, wo du dann auch wirklich schnell fokussieren kannst und so weiter.

Boris

Und das Doppelbild halt, also ein Messsucher.

Chris

Und der Messsucher macht eben genau diese Überlagerung von zwei Bildern und wenn die sich genau in der Mitte treffen, also wenn die nicht, wenn du keine Doppelbilder siehst, dann ist da auch scharf.

Boris

Weil den Rest hat die neue Leica auch. Die hat halt an der Stelle einen elektronischen Sucher. Da guckst du auch an der Seite vorbei, hast auch einen kurzen Fokusweg, aber du hast halt keinen Messsucher-Doppelbild, sondern einen ganz klassischen elektronischen Sucher. Aber die Pixi hat halt das Konzept gebaut.

Chris

Messsucherprinzip, genau.

Boris

Design ist ganz hübsch.

Chris

4.500 kostet sie aber immerhin. Also günstiger ist sie auch nicht. 24 Megapixel BSI-Sensor. M-Mount Bayonet. Also kannst du auch mit Leica Objektiven betreiben. Ja, und sie ist halt irgendwie so nach den Aussagen, die ich da jetzt gesehen habe und gelesen habe, ergonomisch gar nicht toll. Also sie macht, fühlt sich hakelig und so weiter Batterielaufzeit scheint wohl richtig schlecht zu sein, obwohl da eine Sony FW50 drin ist ähm, Tja, und das ist alles so ein bisschen, keine Dioptrien-Anpassung hast du, also das ist auch noch ein bisschen problematisch. Also sie kommt nicht so an, zumindest. Ist ja eh nur eine Kamera eigentlich für Rechtsäuger, wie die meisten Rangefinder. Es ist gut, dass wir dich haben, du bist nämlich Linksäugerin.

Also für mich ist das richtig schwierig, weil dieses schöne gleichzeitig durch den Sucher gucken mit dem anderen Auge, das die Umgebung wahrnehmen, funktioniert für mich halt nicht, weil ich mit links durchgucke. Und ich kann mich auch nicht umgewöhnen, das sagen mir immer Leute, ja probier es halt andersrum, aber es geht nicht, es ist einfach nicht machbar. Ich habe schon Probleme bei einer Kamera, die da den einen Ausschalter hat. Also bei meiner alten analogen Nikon habe ich immer den Schalter im Auge, weil der immer so ein bisschen absteht, wenn er an ist. Da kann man auch noch drum rumarbeiten. Aber beim Rangefinder entgeht einem ja das Beste, wenn man nicht vorbeigucken kann. Ja, und dann hast du im Zweifel halt immer die Nase auf dem Display hinten drauf. Ja, Story of my life. Damit kann man arbeiten. Muss man halt häufiger putzen. Also, ja, und Rechts-Linksäugigkeit ist tatsächlich ein Ding. Also so wie die meisten Menschen Rechthänder sind, sind die meisten Menschen auch Rechtsäuger, glaube ich. Und so ist halt dann die Ergonomie. Es gibt ja Scheren für Linkshänder, aber ich habe noch nie eine Kamera für Linksäuger gesehen. Ich glaube, das ist einfach zu teuer, oder? Der Markt ist, glaube ich, nicht da. Ich weiß es nicht.

Boris

Gehen wir mal auf eine Untersuchung an. So wie Autos, die ist ja auch mit Lenkrad auf der rechten Seite für die Länder.

Chris

Ja, aber da gibt es ja weltweit viele Märkte, die das unterstützen. Naja, also Pixi, da ist kein Daumenrest dran, kein gescheiter Grip, der fehlt den Leuten wohl. Es fühlt sich nicht so ganz zu Ende gedacht an. Was ist noch? Der Rangefinder-Patch, also das Doppelbild, was man da sieht, ist ziemlich duster und deshalb kann man es auch nicht so einfach verwenden. Und dann sind die Bilder wohl auch noch, also bei ISO über 2500 hast du wohl im Schatten auch noch richtig viel Bending, Treppchenbildung und so also da ist noch ein bisschen Arbeit reinzustecken Ja.

Boris

Ich könnte mir vorstellen, dass du einige der Probleme mit dem Firmware-Update in den Griff kriegen kannst, also es gab ja auch bei anderen Kameraherstellern schon Firmware-Updates, wo dann auch Batterielaufzeiten verbessert wurden, weil einfach intern das Management verbessert wird Und da besteht Hoffnung. Aber wenn du jetzt halt optische Probleme hast mit der Sucherqualität oder Ähnlichem, da wird sich dann natürlich irgendwie nichts ändern lassen. Aber, Mai, es ist eine im Vergleich zum Markt ansonsten verfügbaren Messsucher, günstige elektronische digitale Messsucherkamera.

Chris

Fünf günstig, 4.500?

Boris

Ja, das ist ein Drittel von der Leica oder so, ne? Roundabout.

Chris

Nee, Leicas gibt es doch schon unter 12.000. Also unter 10.000 kannst du schon eine Leica kriegen.

Boris

Naja, was du kriegen kannst.

Chris

Wir reden ja vom halben Preis, nicht vom Drittelpreis. Also da muss präzise sein, bitte.

Boris

Für 8.000 kriegst du keine. Jürgen, such mal raus, was kosten gerade aktuell so Leicas, die man so haben will. Nicht die alten M8 oder so.

Chris

Was modernes Digitales natürlich. Mit ordentlichem Messsuche. Das ist nämlich wichtig.

Boris

Richtig. Da macht Laika natürlich so schnell niemand was vor. Das muss man schon sagen.

Chris

Naja, die haben es ja gefunden. Also das wäre noch lustiger. Aber sie haben es ja jetzt zumindest bei der neuesten nicht mehr. Also naja. Na gut. Lassen wir es mal mit den News. Das reicht jetzt mal.

Lass uns mal über... Drucken reden? Moni, du bist doch die mit dem Drucken. Also ich muss das mal ganz kurz hier einleiten. Frame das doch mal bitte. Ich frame das doch mal bitte.

Letztes Jahr Klostergeister. Also alle, die bei Klostergeister schon mal waren, wissen, Moni ist dabei. Moni sagt aber selber immer von sich, sie ist eher so das Maskottchen und nutzt die Woche eigentlich immer gerne um sich selber, für die Selbstpflege. Also ich erinnere mich daran, die ersten paar Mal, da hattest du immer noch dein Spinnrad dabei und hast dann draußen vorm Gewölbe im Garten irgendwie Wolle gesponnen. Was hast du noch alles gemacht bevor du dann mit der Druckerei angefangen hast ich habe Wolle gesponnen, ich habe Füller mitgebracht, genau solche Sachen auch furchtbar mit Tinte rumgekleckert die Älteren unter uns erinnern sich noch, ja ich habe auch fotografiert du hast natürlich viel fotografiert genau und letztes Jahr, nee war das vorletztes Jahr nee vorletztes Jahr hat die Katrin das Thema Monoprint mit der Gelplatte mitgebracht. Exakt. Also ich zeige mal sowas. Hier ist zum Beispiel ein Foto, was, also es geht hier ums Drucken. Monoprint heißt, es ist ein Druck, der einmalig ist. Also du druckst und dann hinterher kannst du das nicht einfach wiederholen.

Boris

Sondern das ist ein Prozess.

Chris

Es ist ein Unikat, es ist ein Prozess. Und Gelplatte ähm, da kann man quasi mit, mit, äh, Mit Acrylfarben, Fotovorlagen übertragen und dann wieder drucken auf Papier und dann kombinieren mit anderen Druckschichten und so weiter, so ungefähr. Genau. Man kann viel Spaß mit Layern haben. Was andere in Photoshop machen, das kannst du auf der Gehplatte sehr analog tun.

Boris

So eine Art flächiger Farbtransfer oder sowas.

Chris

Ja, und das hat vorletztes Jahr die Katrin mitgebracht und danach war hier im Haus sehr viel Gelddruck. Also Boni hat sich dann da wirklich sehr tief reingekniet und hier noch eine Gelplatte gekauft und da noch Farben und viel probiert und manchmal so einfach für ein paar Stunden verschwunden. Ich bin mal weg. Mit lautem Fluchen von oben. Ab und zu mal laute Flüche, weil es da nicht so geklappt hat. Also du hast dich da richtig tief reingefuchst in das Thema und hast dann letztes Jahr auf Klostergeister...

Ja, ich habe einfach beschlossen, dass ich das nochmal machen will. Die Woche genutzt, um dann im Werkraum, weil da kann man ja schön mit Farben kleckern und so. Und hast dann das nicht nur genutzt, sondern es haben noch zwei Leute aus dem Workshop gesagt, hey, da mache ich jetzt mal keine Fotografie, sondern ich mache da mit. Und das ist auch ein Thema, wo man mitmachen muss. Das ist nicht so, ich mache jetzt mal eine halbe Stunde und so. Nee, wenn du dabei bist, bist du dabei. Und das haben zwei Leute gemacht. Und die haben mit dir zusammen im letzten Klostergeister dann die komplette Zeit, und zwar wirklich intensiv. Also meine Wahrnehmung war so, ah jetzt machen wir eine Gruppensession und dann zack waren die aber schon wieder sofort weg, weil sie mussten gleich weiter drucken. Wir haben sehr viel Farbe verbraucht. Sehr viel Druckertone auch. Die mussten ja Vorlagen drucken. Das stimmt. Wir haben eigentlich permanent, es hat auch viel nicht geklappt, aber wir haben auch super schöne Ergebnisse gehabt. Also wir haben uns vorwärts.

Failing forward. Failing forward, genau. Da kann man sehen, wenn man ganz, ganz viel macht, kriegt man auch irgendwann gute Ergebnisse. Naja, das ist ja bei solchen Sachen, Gerade bei Gelplatte ist so mein Eindruck, dass du tatsächlich ganz viel experimentieren musst, um überhaupt dann auch gute Ergebnisse zu kriegen. Das dauert einfach, das braucht viel Erfahrung. Das sind einfach viele, viele Parameter, an denen man schrauben kann. Und sei es, wie lange jetzt die Farbe drauf ist, bevor man versucht, ein Foto abzuziehen. Oder wie lange man das wieder drauf lässt, bevor man mit einer anderen Farbe die nächsten Schichten macht oder sowas. Da kann man viel probieren, viel experimentieren. Tolle Wege gehen, aber man kann halt auch, also ich habe auch schon sehr viel Ausschuss generiert. Ich finde es so faszinierend.

Boris

Dass es da so wahnsinnig viele Parameter gibt. Also ich habe ja auch ein paar Sessions mal beobachtet und geguckt, was ihr so tut und zweimal das gleiche gemacht, führt noch nicht zum selben Ergebnis und dann habt ihr dann gerätselt, war das jetzt irgendwie zu lange, war das zu kurz, war das zu warm, war das zu kalt?

Chris

War es die falsche Farbe?

Boris

War es zu dick, genau. Reagiert diese Farbe anders? Oder war das ein anderes Papier? Und ihr habt das ja nicht nur einfach durchgespielt und gesagt, dann mache ich das nochmal. Sondern ihr habt das ja auch noch im Kopf behalten und habt euch gemerkt, jetzt habe ich hier 30 Sekunden länger das. Oder jetzt habe ich hier dreimal länger mit der Rolle so. Oder ich habe so mit der Rolle oder so mit der Rolle und doller gedrückt und weniger doll gedrückt. Irre.

Chris

Ja, es macht schon so ein bisschen Bums im Gehirn, wenn man da dran arbeitet. Ich habe inzwischen ganz viele Tuben markiert, so farbige Punkte drauf. Funktioniert zum Abkopieren von Fotos, funktioniert nicht, funktioniert mittelgut. Also ich habe mein komplettes Farbenset jetzt auch schon farblich kodiert mit den entsprechenden Sachen, um genau zu wissen, wonach muss ich greifen, wenn ich mal eben schnell eine Magazinkopie oder sowas machen möchte. Da kann man schon sehr nerdig werden darüber. Was ich dann auch interessant finde, ist, ähm, Also dieser Fototransfer funktioniert ganz oft über Fotokopien. Das heißt, du benutzt einen schwarz-weißen Ausdruck von einer kontrastreichen Version dieses Bildes. Ein Laserausdruck. Und Laserdruck muss das sein, weil das quasi ja, dieser Toner ist quasi ja Kunststoff, der dann auf Papier geschmolzen wird. Und der hat dann wieder andere Farbauaufnahmeeigenschaften als das Papier drumherum. Und das nutzt man dann, um irgendwie dieses Bild zu transferieren.

Und das war aber dann noch nicht alles, sondern Gelplatte. Irgendwann habe ich so das Gefühl gehabt, jetzt ist es durchgespielt. Und dann bist du da in noch ein ganz anderes Loch reingefallen über das letzte Jahr so ungefähr, oder? Also von der Gelplatte weg, meinst du? Ja. Für mich hat es ja generell hat es mich ja schon zur Gelplatte gezogen, weil ich wissen wollte, was kann ich mit meinen Fotos noch machen? Man hat ja immer Fotos, die für sich alleine funktionieren und andere Fotos und man denkt, die sind vielleicht auch grafisch total interessant oder spannende Vorderhintergrund.

Und spannendes Vor- oder Hintergrundverhältnis. Und das hat mich irgendwie nicht losgelassen. Dann habe ich einen Kurs hier gemacht in der Kunstfabrik, der hieß experimentelle Radierung. Ich habe gedacht, mal gucken, könnte eine neue Methode sein, mal was mit den Fotos zu machen. Radierung ist Tiefdruck, by the way. Und da bin ich dann hingegangen, auch mit einem Stapel von meinen Fotos bewaffnet, wo ich dachte, damit könnte man vielleicht arbeiten. Ja, und das hat mich dann in das nächste Kaninchen noch geschmissen, weil danach wollte ich eigentlich gar nicht mehr Gelplatte. Oder zumindest nicht für den Zweck wie vorher, ich benutze immer noch sehr viel. Aber danach wollte ich halt lieber Tiefdruck machen.

Boris

Erklär mal, warum das Radierung heißt und was ein Tiefdruck ist.

Chris

Warum das jetzt genau Radierung heißt, ist eine gute Frage. Was ein Tiefdruck ist, kann ich dir aber erklären. Es gibt grundsätzlich, es gibt mehrere Druckverfahren, Hochdruck und Tiefdruck.

Boris

Hochdruck ist dieser Kartoffeldruck.

Chris

Hochdruck, stell dir vor, du hast einen Legostein, so einen dicken Duplostein. Und du machst oben auf die Nupsis Farbe drauf und drückst dann Papier drauf. Dann hast du das, was erhaben ist, was hochsteht, zum Drucken benutzt.

Boris

Klassischer Stempel.

Chris

Ergo Hochdruck, genau. Wenn du jetzt die Kerben zwischen den Nupsis schwarz machen würdest und würdest ein Papier draufdrücken, das sich dann so in die Kerben reinlegt und die Farbe aus den Kerben holst, dann hättest du Tiefdruck.

Boris

Das ist dann das, was mit den Kupferplatten gemacht wird. Der Kupferstich, da wird halt sehr, sehr stark das Papier auf die Kupferplatte gedrückt, damit quasi aus diesen Vertiefungen die Tinte dann aufs Papier übertragen wird.

Chris

Genau, bei Hochdruck nimmst du quasi alles weg, was kein Motiv ist. Nur so Linol, das hat vielleicht der ein oder andere auch schon mal in der Schule gemacht, so Linol-Druck. Du hast sowas auf so eine Linoliumplatte gemacht und dann wird alles, was du nicht haben willst, wird dann wieder so weggeschnitten. Und der Rest, der dann noch da ist, den druckst du dann. Also quasi ein Stempel. Lenodruck ist Stempel in beliebig komplex sozusagen. Und ja, Tiefdruck ist das Gegenteil. Genau, ich finde den Vorgang, wie man es macht, ganz interessant, weil ich glaube, ich vermute, dass da auch das Wort Radierung herkommt, weil du hast dann quasi die Platte, also wenn ein Kupferstich wären, das wäre da so eine scharfe Spitze, mit der ritzt du da deine Sachen rein, dann kommt da mit so einer Walze Farbe drauf, aber jetzt hast du ja in den tiefen Bereichen, also den Ritzen und nebendran auch Farbe und jetzt musst du die Farbe von den hohen Bereichen abnehmen, die wird weggewischt. Und das könnte ich mir vorstellen, ist das Radieren, dass da irgendwie die Farbe nochmal weggemacht wird, behaupte ich jetzt mal.

Boris

Man muss ja die Platte erstmal wieder sauber machen, damit nur in den Vertiefungen die Tinte bleibt.

Chris

Genau, es sei denn, du möchtest Hochdruck und Tiefdruck kombinieren, das kannst du auch, dann wischst du nicht mehr so gut, aber generell ist es so, beim Tiefdruck machst du alles bunt und nimmst das, was du nicht brauchst, wischst du wieder runter und in den Ritzen bleibst du dann drin. Und jetzt, also Moni hat jetzt mittlerweile oben eine Presse, so eine Walzenpresse. 2500 Kilo Anpressdruck. Genau, also zweieinhalb Tonnen. Das sind zwei so Stahlwalzen, die aufeinander sitzen und mit so einem ganz großen Rad vorne zum Drehen. Da wird gedruckt, aber Moni, also wir haben früher bei uns in der Schule, haben wir das auch mal gemacht und da haben wir so Radierung gemacht in so durchsichtige Plastikplatten. So Kunststoffplatten. Das ist für Kaltnadelradierung. So was habe ich auch. Sieht ein bisschen aus wie ganz dünnes Plexiglas. Was sich auch relativ gut biegen lässt und notfalls auch mit einer Schere schneiden. Hat den Vorteil, du kannst das einfach auf eine Vorlage legen. Das ist ja durchsichtig. Ach, durchpausen. Du kannst es durchpausen. Das macht man dann mit so einem mit so was Kratzigem. Ich zeige das hier mal in die Kamera für die Leute, die das auf YouTube gucken. Das ist quasi ein Holzstift, wo vorne so eine Nadel, so eine sehr stabile sehr speziell drin ist, Und mit der kratzt du es dann rein. Und dann kannst du das genauso bunt machen, abwischen, in die Presse legen und drucken.

Boris

Und worauf gradierst du dann, wenn du das durch eine 2,5-Tonnen-Presse drückst?

Chris

Ich will an dieser Stelle sagen, wenn wir gemeinsam frühstücken oder so und dann eine Milchtüte leer wird, dann heißt es immer, wirf die nicht weg. Ich habe jetzt hier oben einen wunderschönen Stapel, weil dieser Workshop hieß ja auch experimentelle Radierung. Und ich glaube, er hieß sogar nachhaltige experimentelle Radierung. Also es gibt viele Radierverfahren, die auch mit Ätzungen funktionieren. Das ist natürlich eine ziemliche Umweltschweinerei. Aber es gibt halt, wie gesagt, diese Kaltnadelplatten. Da braucht man nicht ätzen, da muss man nur kratzen. Oder das beste Material haben wir eigentlich täglich im Einsatz. Also das ist nicht das beste, aber vielleicht ein experimentelles Material und das, was ich am schönsten finde. Und das ist tatsächlich der gute alte Tetra Pak. Also das hier ist ein Karton von einer alternativen Milch. Ich will mich jetzt hier nicht mit dem Bauernverband anlegen. Ich darf das ja nicht Milch nennen, ein milchähnliches Du darfst das schon Milch nennen. Ein milchähnliches Pflanzengetränk ist da normalerweise drin. Und das hat halt von innen in der Regel so eine silbrige Beschichtung. Es gibt die auch beige, ist aber die Farbe ist im Prinzip egal, aber die silbrige Beschichtung hat den Vorteil, dass man gut sehen kann, was man tut. Und das ist ja so ein oben hast du eine silberne Schicht, so ein Alu irgendwas, Laminat und unten drunter kommt dann irgendwann Pappe. Das ist so ein Mehrschicht Vielen Dank.

Compound sozusagen. Und die lässt sich wahnsinnig leicht bearbeiten. Du könntest rein theoretisch dieses Ritzen sogar mit einem Kugelschreiber machen.

Und weil das Zeug auch nichts kostet, kannst du auch beliebig probieren, ohne jetzt einen großen finanziellen Schaden anzurichten. Weil ich sag mal, Tomatenmark, so passierte Tomaten, Milch, Apfelsaft, diese Tüten hast du halt ständig im Haus. Und du musst sie nur spülen und schon hast du...

Boris

Ja gut, teuer ist das, wenn du den gesamten Inhalt wegkippst, weil du nur die Tüte brauchst. aber praktisch ist es, wenn man den Inhalt sowieso verbraucht.

Chris

Jetzt ist die Frage, wie oft, huch, jetzt ist Moni gerade, jetzt ist Moni gerade kurz rausgefallen. Du bist schon wieder da. Wie oft kann man jetzt so eine, genau, zeig uns doch erstmal kurz so eine Ritzung. Du hast doch sicher ein Beispiel da liegen. Ich habe hier zwei Beispiele. Also das wäre, muss ich mal richtig machen, das ist die eine. Kann man mal sehen. Also wir schauen jetzt auf eine Milchtüte mit der entsprechenden Einritzung und mit schon einer Färbung. Und die ist schon gedruckt, genau.

Da sieht man, dass man Kratzer sieht, die so für die möglichen normalen Konturen sind. Also zum Beispiel den Kranz von der Jacke oder die Kontur vom Kopf. Und dann sieht man auch Stellen, die so ein bisschen Mitteltöne haben, so grau. Da habe ich die Oberfläche mit dem Schmirgelpapier bearbeitet. Ach, das macht Schattierung und dann durch Anschmür. Ich habe inzwischen eine fette Sammlung von verschiedenen Schleifmaterialien, beliebig breit und beliebig dick. Und dann gibt es noch diese schwarzen Stellen. Da habe ich mit einem Cutter die Form angeritzt und dann diese Silberfolie abgezogen. Und dann kommt da drunter die Pappe raus. Und wenn man die nachher anfärbt, die gibt die Tinte nie wieder her. Also schon, aber beim Drucken. Aber beim Drucken, also man kriegt sie nicht mehr raus. Sie gibt es beim Drucken her. Genau, und dann sind das die Tiefen. Also was man schon sieht ist, wenn man hier mit einem Foto arbeiten möchte, dann muss man eine gute Tontrennung hinkriegen oder sich das überlegen, wie man das gerne hätte. Weil sehr viele verschiedene Grautöne kann das Ding nicht. Ich kann Grautöne entweder mit Schmirgelpapier, Cutter und Kratzern hinbekommen. Und wenn ich halt ein bisschen komplexeres Ding habe, kann ich es auch schraffieren. Das machen ja klassische Radiermeister auch. Die legen dann Cross-Schraffuren an. Das kannst du natürlich auch im Tetra-Pack machen. Das habe ich hier zum Beispiel mal gemacht. Da kann man das ganz gut erkennen bei dem Knaben hier.

Die Karos in der Hose, die sind nicht alle schwarz. Die sind teilweise einfach schraffiert. Und dadurch kriegt man natürlich auch Mitteltöne hin. Also so sieht zum Beispiel eine Druckplatte aus. Und jetzt die Frage, das ist jetzt ja kein so hartes Material wie Kupfer oder auch so eine Kunststoffplatte.

Das heißt, wenn du damit hier zweieinhalb Tonnen Anpressdruck irgendwie druckst, dann wird es doch platt, oder? Es wird relativ platt. Ich sage mal so, was das Plattmachen mit der Presse angeht, würde ich sagen, kriegt man schon so zehn Durchgänge, wird man schon kriegen, vielleicht auch ein bisschen mehr. Das Problem ist, dass du die Dinger ja regelmäßig wieder neu einschmieren musst mit Farbe und wieder neu abrubbeln. Und so ein Tetra-Pack wird ja an vielen Stellen echt zerstört durch diese Ritzungen und durch diese Stellen, wo ich die Alufolie abgezogen habe. Und das sind Stellen, die leiden halt bei jedem Wischen. Man wischt das normalerweise mit so einem Wischgarze, das ist so ein starker, gestärkter Baumwollstoff, so einen sehr groben, mit dem man das dann auswischt. Und danach mit Wattestäbchen und mit all dem, so bis man die Töne so hat, wie man sie haben will. Und ja, dann kann es halt mal passieren, wenn die Platte zum fünften Mal eingeschmiert worden ist und ausgewischt, dass dann halt Teile davon sich auflösen oder abgehen. Und dann ist es natürlich blöd fürs Motiv, wenn plötzlich irgendwie so ein Karo von der Hose stiften geht oder so ein Auge rausfällt, so ein Highlight vom Auge plötzlich nicht mehr da ist, dann wird die Figur so ein bisschen tot. Und das ist dann schade, aber man kann schon mal probieren.

Boris

Da fällt dann halt mal so ein Auge aus dem Tetra-Pack.

Chris

Ich habe die Moni schon Milchtüten-Konfetti machen sehen, damit sie dann wieder so runde Dinger hat, die sie dann als Highlights wieder für die Augen verwenden kann, wenn die mal rausgefallen sind. Genau, ich habe so eine Stanzzange, die so kleine runde Sachen rausstanzt und die benutze ich dann, wenn mir ein Highlightstift gegangen ist. Die kennt man so vom Gürtelstanzen und so. Nee, so eine feinere, die ist wirklich für Postkarten gedacht. Und dann mache ich da so kleine silberne Nupsis mit und die klebe ich dann wieder auf die Augen, wenn mir mal so ein Highlight abhanden gekommen ist. Und hier, so sieht dann so ein Druck zum Beispiel aus. Warte mal, ich mach dich noch mal groß. Also das ist jetzt ein Beispiel. So kann es aussehen. Ich weiß nicht, ob man es erkennen kann. Ich habe es nämlich vor dem Kopf. Oder auch, wenn man möchte, auch mal so zum Beispiel. Ich geh mal ein bisschen näher zu dir. Der jetzt sieht man Farbe. Ja, das ist jetzt ein Trick. Weil eigentlich ist Drucken einfarbig. Du schmierst das mit einer Farbe ein. Und druckst es ab. Hier habe ich beim Drucken ein Papier aufgelegt, was ich schon mal gemacht hatte, mit der Gelplatte übrigens, was so einen Kupferton hatte. Und dann wird dann die Oberseite mit Kleber beschmiert von dem Papier, damit in dem Moment, wo später das Papier beim Drucken draufkommt, das dann kleben bleibt, während es ausgedruckt wird. Also so Mixed Material dann quasi. Genau.

Boris

Das heißt, die schwarzen Linien sind gedruckt und das Kupferfarben ist quasi draufgeklebt.

Chris

Genau, das ist ein Papierchen, was ich quasi während des Druckvorgangs aufgeklebt habe. Vorher passend zugeschnitten, eingeschmiert, draufgelegt und dann gehofft, dass es nach dem Drucken noch da liegt, wo ich es haben wollte. Und dann kann ich damit auch Farbe, Struktur, andere Materialien in so einen Druck reinbringen. Da kann man sich schon da kann man am Wochenende schon gut befüllen jetzt noch kurz die Frage, wie funktioniert das Übertragen von so einem Foto das ist jetzt ja auch nicht du hast jetzt ja nicht irgendwie ein Foto da und links dann die Milchtüte und dann wie eine Leinwand malst du das einfach ab, ne, also ich bin natürlich auch ich bin bei weitem nicht so gute Zeichnerin wie ich fotografieren kann, also ich konnte mal zeichnen, aber habe ich wieder verlernt, ich nehme ein Foto, was ich glaube das taugt, druckt das verkehrt rum aus, seitenverkehrt, weil natürlich jeder Druck ja auch seitenverkehrt ist. Und dann nehme ich ganz ordinäres Kohlepapier, wie man das so von früher kennt. Die heutigen Kohlepapiere kann man oft tausendmal benutzen. Also ich schmeiße es nicht jedes Mal weg, sondern ich habe schon Kohlepapiere, wo 15 Fotos mit kopiert worden sind. Das klebe ich dann alles als Schichtung auf diesen Karton, paus mein Bild durch oder die Linien, die ich von dem Bild haben will. Das ist ja oft auch ein sehr selektiver Prozess, wo man sich gut überlegen muss, negativer Raum. Motiv, wie passt das alles zusammen, was sieht gut aus.

Ja, und dann pause ich das ab und dann habe ich die Kohlelinien auf dem Titrapack und dann gilt es darum, die dann quasi in Schraffur, in Ritzen, in Schwärzen, alles mögliche umzusetzen. Also dann kommt in der Regel entweder das da, also die Radiernadel oder das Scalpell, das ist mein Lieblingsgerät beim Schraffur. Beim Radieren kommen dann zum Einsatz. Ja, du hast auch noch so, die sehen aus wie Wattestäbchen, aber statt dem Puschel vorne dran ist dann so was, ist dann so ein Schleifschmirkel vorne dran. Ja, ich habe irgendwie sehr, ich habe einfach gedacht, es müsste Schleifstäbchen geben und dann habe ich mal Schleifstäbchen gegoogelt und siehe da, es gibt sie. In verschiedenen Körnungen, so bis 3200 oder so gibt es solche Sachen und damit kannst du natürlich sehr schön Graustufen machen.

Tja, und jetzt und jetzt, also das geht ja echt ab im Haus, das ist Wahnsinn und tolle, tolle, wahnsinnige Sachen, also wer Modi auf Mastodon folgt Nahlinse dort, sieht immer wieder mal so Bilder und dann hatten wir hier mal die Diskussion am Küchentisch, wie das denn also es hat sich ja so parallel zu Klostergeister quasi etabliert Und so ein, ja, da passiert noch was anderes. Und dann war die Diskussion, nimmt das was weg mit unserem Workshop?

Oder tut es dem gut oder nicht? Und wir sind relativ schnell gelandet bei, na ja, der Workshop ist ein Fotoworkshop. Klostergeister ist ein Fotoworkshop. Und das soll es natürlich auch bleiben. Aber was das so an, ich nenne es mal so eine Art Zusatzfarbe mit reinbringt. Da ist noch eine bildende Kunst, die was anderes macht, auch mit Fotografie zu tun hat und so weiter. Das finde ich immer unglaublich, was dann da nochmal so an neuer Nuance, an neuem Muster hinzukommt. Ich sage mal so ein gutes Hintergrundrauschen, was dann so nebenher passiert, ob man sich auch schön als Fotomotiv eignet. Aber Moni ist nicht als Dozentin da. Moni ist immer noch als... Maskottchen dabei. Das ist also jetzt nicht so, dass das jetzt plötzlich ein Druckradierungs Gelplatten Workshop werden würde. Aber.

Da wir das letztes Jahr ja gesehen haben, wie das dann auch dem Gesamtding irgendwie ganz gut tut, habe ich dann Moni gefragt, sag mal, kannst du dir vorstellen, dass du da dieses Jahr wieder so ein, zwei Leute unter deine Fittiche nimmst. Weil sie will das machen. Sie will sich mit diesem Tiefdruck weiter beschäftigen und die Woche dafür auch nutzen. Weil Kloster, wie gesagt, du hast den Werkraum, du kannst da dreckeln und schmieren, wie du möchtest.

Und es gibt vor allem im Kloster auch Tiefdruckpressen. Das war ja meine erste Frage, glaubst du? Es gibt im Kloster Tiefdruckpressen. Und Christo, frag doch mal. Es gibt drei Stück. Und eine davon wird dann halt im Werkraum stehen. Und da jetzt von denen, die hier so in unserem Klostergeisterkanal unterwegs sind, wir haben ja hier so einen Slackkanal, wo noch keiner eigentlich sich geregt hat dieses Mal, dachten wir, wir machen das jetzt mal so als Angebot an die Menschen, die zuhören. Wir haben nämlich noch zwei Plätze frei für Klostergeister und die könnte ich mir ganz gut vorstellen und Moni auch, dass also bis zu zwei Personen dann quasi da, Eine Woche lang mitspielen mit Moni. Das ist, wie gesagt, Moni ist da nicht als Dozentin und sie wird schon helfen und so weiter, dass man da reinkommt. Aber letztendlich ist es eine Woche ausprobieren, experimentieren und spielen.

Boris

Ein gemeinsames sich nach oben scheitern. So wie mit den Gelplatten ja auch. Einfach experimentieren.

Chris

Das haben wir letztes Jahr ja auch gemacht. Wir haben viel voneinander gelernt, und einfach gemeinsam probieren. Ich meine richtig oder falsch in dem Sinne, gibt es eh nicht.

Boris

Und das ist doch das Geile, oder?

Chris

Du kannst nicht scheitern.

Boris

Wenn du mit anderen Leuten arbeitest, auf was für Ideen die noch kommen, wo du sagst, das ist so naheliegend, wieso habe ich da noch nicht dran gedacht? Lass mal ausprobieren. Und dann hast du so ein Brainstorming und kommst auf ganz neue Techniken vielleicht.

Chris

Ich habe einen Monat nach diesem ersten Workshop gleich wieder so einen Druck-Experimentär-Workshop gemacht. Und das war faszinierend, an was ich noch nicht gedacht hatte. Und interessanterweise auch andersrum. Also die Frau, die einen Workshop gemacht hat, ist eine Künstlerin, die seit Jahren hauptberuflich Kunst unterrichtet, Kunst verkauft. Und die hat sich manche Sachen anguckt und hat gesagt, Schleifstäbchen? Habe ich ja noch nie gesehen. Aber großartig, will ich auch mal probieren. Und was mal mit Tetra Pax? Ich habe immer nur so damit rumprobiert, aber da kann man ja richtig Sachen mit machen. Und die kam und meinte, danke, ich habe voll viel von dir gelernt. Und ich meine, ich war die Anfängerin. Aber einfach, weil...

Boris

Aber das ist es ja genau.

Chris

Das ist das Hummelprinzip. Also ich weiß ja nicht, ob ich fliegen kann und wenn ja, wie es geht. Und wenn ich es nicht kann, weiß ich es auch nicht. Und ich probiere es halt einfach aus. Wir sind alle Hummel.

Boris

Das Hummel-Konzept finde ich gut.

Chris

Wir sind alle Hummel, genau. Nee, ist wirklich klasse. Also ich lade, ich sehe es als Projekt. Ich lade zwei Leute ein, mit mir rumzuprobieren. Ich habe schon 50 Tetrapaks. Vielleicht kommen bis dahin noch ein paar mehr dazu. Wir haben fleißig gesammelt in den letzten Monaten. Also da ist fast keiner mehr in den Müll gewandert oder in den gelben Sack. Das heißt, Material ist da. Wie das dann im Einzelnen genau mit Farben und vielleicht noch einen Unkostenbeitrag oder sowas, das wird man dann sehen. Das Auto wird wieder leiden, wie beim letzten Mal. Das heißt aber, das wäre quasi, also wer das machen möchte, wie gesagt, es sind gerade noch zwei Plätze frei bei Klostergeister, die sind dafür, ja, also wer möchte, müsste sich ganz normal bei Klostergeister anmelden. Und dann aber bitte dazusagen, ja eigentlich nichts dazusagen, das können wir dann intern regeln. Ganz nochmal anmelden beim Kloster, der Link ist auf jeden Fall in den Shownotes und ja, das wäre eine Woche gemeinsames Erarbeiten von, Der Jochen fragt Moni, ob du zu Tetra Pak Spenden aufrufen möchtest. Nee, brauchen wir nicht. Nee, ich glaube, es tut nicht Not. Notfalls können wir vorher in der Küche Bescheid geben. Ich kann mir vorstellen, dass die auch möglicherweise noch Tetra Pak besonderer Größenordnung eventuell haben. Wäre auch nicht schlecht für extra große Drucker. Wir können auf der Presse nur bis A3, glaube ich, drucken. Mehr geht nicht. Ja, viel größer.

Boris

Uwe hat schon gefunden, auf milchkarton.de gibt es auch den Alu-Karton, den Alu-PE-Karton auf Rolle zu kaufen.

Chris

Aber weißt du, Uwe, ich mache das ja absichtlich auf etwas, was ohnehin anfällt, weil das ist auch eine Art von Upcycling. Ich nehme sogar inzwischen im Büro die Tetrapaks mit an der Kaffeekarte. Super.

Boris

Stehst dann schon da. Brauchst du noch ein bisschen Milch? Auch noch Milch. Komm, trink mehr Milch. Trink mehr Milch.

Chris

Man könnte es sogar noch mit anderen Schachteln machen, weil ich habe zum Beispiel auch Alu-Klebeband und rein theoretisch kann man auch einen Seifenkarton nehmen und dann klebt man überall da, wo man Highlights haben will, einfach Aluklebeband drauf. Und man kann mit ganz, ganz vielen Verpackungsmaterialien drucken, wenn man möchte. Und es ist wirklich sagenhaft, wie man da dann mit eigenen Fotos Dinge tun kann. Und das ist durchaus nicht jetzt nur irgendwie Farbe, sondern da gehört auch so ein klein bisschen Digitales dazu. Die Bilder müssen vorbereitet werden. Die brauchen eine gewisse Vorbereitung in den Kontrasten Und du machst dann quasi im Vorfeld schon mal auch Dinge raus, die nachher beim Druck eh nicht nötig sind. Und dann wird das übertragen. Und dann hast du ja nochmal dieses Ritzen. Und so wie ich das sehe, ist das halt auch nochmal in sich schon mal ein sehr künstlerischer Vorgang. Weil dieses Ritzen, du entscheidest ja beim Ritzen jetzt, wo kommen die Schraffuren hin, wo kommen die Highlights hin. Also du hast quasi, das ist so ein bisschen wie mit dem fotografischen Negativ zu arbeiten. Du hast ja quasi die inverse Sache vor dir und bist dann da entsprechend.

Also es ist auch so ein Stretching. Auf jeden Fall, es hat auch ganz viel mit Gestaltung zu tun. Erstmal zu sehen, welches Foto würde sich eignen. Was muss ich vielleicht weglassen, damit es funktioniert? Also dieses Vordergrund-Hintergrund-Thema. Habe ich irgendwo eine besonders schöne Kante? Wie ist die Bildaufteilung? Und dann das Thema Schraffuren. Also man lernt wahnsinnig viel über den Zusammenhang zwischen Vordergrund, Hintergrund, negativer Raum, Motiv. Was man auch noch machen kann, ist dann den Hintergrund eventuell nur als Collage anzulegen. Das heißt, auch noch Dinge, die du aufs Bild kollagiert hast, am Ende mit dem Druck in Verbindung zu bringen, wenn du möchtest. Also man kann da beliebig wild werden. In dem Moment, wo man das kollagiert und druckt, ist es ja auch wieder ein Monoprint, weil du dann nie zweimal den gleichen Druck hinbekommst. Also du kannst eigentlich am laufenden Band, das klingt jetzt komisch, aber du kannst am laufenden Band Unikate schaffen. Ist eine ganz tolle, macht wahnsinnig viel Spaß. Und man, es muss auch nicht immer komplex sein. Also dieses Bild, was ich hier auch gehalten habe, dieses durchstrafierte kleine Puppenmonster. Das ist jetzt eine sehr komplexe Platte. Man kann aber auch ganz einfache Sachen tun und die sehen auch großartig aus. Also man muss nicht drei Stunden ritzen, sondern man kann auch mit wenig viel erzielen.

Boris

Ja, man wird ja wahrscheinlich auch mit einfachen kleinen Dingen anfangen, um ein Gefühl dafür zu kriegen und sich dann an das nächste Projekt wagen.

Chris

Genau. Erstmal vielleicht Texturen ausprobieren. Mal sehen, wie wirken Schraffuren, wie wirken Löcher. Was kann man da so machen? und vielführende Farben mitbringen. Und auch so zumindest ein Grundstock an Tetrapaks. Papier muss ich mal schauen, weil zum Drucken braucht man halt auch auf jeden Fall ein Papier, was voluminös genug ist, dass es, wenn es nass gemacht wird, weil das muss es, damit es sich richtig in die Ritzen reinlegen kann, was dann halt auch noch gut funktioniert. Das heißt, wir reden in der Regel über ein Büttenpapier von einer gewissen Stärke. Deshalb kann es unter Umständen sein, dass man vielleicht eine Materialpauschale mal haben muss, Weil Papier, also Farben ist noch das eine, aber Papier kann halt auch sehr aufwendig werden. Aber ich muss mir das mal angucken. Also letztes Mal habe ich auch wahnsinnig viel Material mitgebracht. Und es war dann am Ende Spende in die Klosterkasse. Genau. Ich werde das mal durchgucken. Also wir haben uns entschieden, dass das eine Bereicherung für den Workshop ist. Moni ist in den Druckkessel gefallen und muss das jetzt ausleben und nimmt dann noch zwei Leute, maximal zwei Leute. Das wird schon so ein bisschen aufwendig mit unter ihre Fittiche. Und ich finde das total cool. Und wie gesagt, das gibt dem Workshop so eine Zusatzfarbe. So ein weiteres Ding.

Boris

Farbe, verstehen Sie?

Chris

Also, schaut mal rein. Das ist auf happyshooting.de slash Workshops. Habe ich da auch noch einen? Nee, da habe ich keine Bauchbände dafür gerade. Ja, geht einfach in die Show Notes und schaut mal rein und vielleicht finden wir da ja noch zwei Leute und für Moni, Moni freut sich auf jeden Fall drüber und ich habe sie nicht gezwungen, Das ist richtig.

Boris

Ich bin schon jetzt gespannt, wie sich das entwickelt.

Chris

Das Kloster ist wie immer willens, so ein Spagat auch mitzumachen, finde ich ganz großartig. Das fand ich ja schön. Du hast da angerufen, dann haben die dort nachgeguckt. Und ja, wir haben drei Pressen. Ja, die können wir benutzen. Eine reicht dann für euch auch dort im Werkraum. Und ja, das ist ...

Boris

Sind das auch solche Rollenpressen? oder so, wie man sich das vorstellt, oben zuzwirbeln und dann platt runterdrücken.

Chris

Ja, so ein bisschen, also die sind so vom Durchmesser so groß, diese Walzen ungefähr, so Durchmesser 10 Zentimeter, bisschen mehr vielleicht. Oder 15 Zentimeter und dann hast du oben, rechts und links zwei so Schrauben, mit denen du quasi die Walze so parallel nach unten tust. Dann hast du einen Drucktisch, der ist in der Regel, also früher war das ein Stahlding, deshalb kannst du auch viele Pressen, die du gebraucht bekommst, kaum die Treppe hochtragen, weil die gut und gern auch eine Tonne wiegen können. Aber jetzt ist es meistens eine Multiplexplatte und dann eine verzinkte Stahlplatte obendrauf. Als Drucktisch, genau.

Boris

Bin gespannt.

Chris

Genau, das ist ziemlich cool. So.

Boris

Herrlich, herrlich.

Chris

Dann kommen wir jetzt noch zu was Technischem. Dieses Thema hat mich ja auch wieder abgeholt. Du erinnerst dich dran, Boris, Moni vielleicht auch. Wir haben mal vor Jahren schon, als IBIS kam, also die In-Body Image Stabilization, das Bewegen des Sensors, damit die Vibrationen von der Hand und vom Körper korrigiert werden. Das wurde ja immer bekannter, berühmter. Und dann so 2015, 16 kam dann so Olympus OM System, die EM1 Mark II. Und die hatte plötzlich erst mal fünfeinhalb Stops, also fünfeinhalb Blendenstufen IBIS. Und in Kombination mit dem Objektiv, mit der Objektivstabilisierung 6,5 Blendenstufen, was ja revolutionär war.

Boris

Was übrigens, wer sich darunter nichts vorstellen kann, bedeutet, dass du mit einem angesetzten 300mm Objektiv, was also ein Bildwinkel von 600mm auf dem Kleinbildformat ist, freihändig zum Mond zeigst, dadurch schaust und ein Video drehst oder eine Belichtung machst und du siehst nicht, dass du das Ding frei handhältst, sondern es ist ein ruhiges Bild. Das ist unfassbar.

Chris

Ja, also wir haben das jetzt, Ammonia, als wir da an der Ostsee waren, ich erinnere mich an das eine Bild von diesen Stangen, die ins Wasser gehen und den Löwen drauf und dann war es schon Abend und es wurde dunkler und dann war das irgendwie eine zwei Sekunden Belichtung, auch damit das Wasser sich bewegt im Bild, damit das Wasser verschwommen ist und das hat die halt mal eben aus der Hand gemacht. Also 6,5 Stops und damals haben wir diese Diskussion gehabt, weil Olympus sagte, 6,5 Blendenstufen, da ist ein Schluss, das geht nicht.

Boris

Ja, sie haben glaube ich nicht gesagt bei 6,5, aber sie sind nah am Ende, weil sehr viel mehr ginge nicht, weil dann kommt irgendwann die Erdrotation dazu und dann müsste man die auch noch ausgleichen und das wird dann schwierig. Genau.

Chris

Thema Erdrotation. Und das ist tatsächlich wohl das Ding gewesen, die längste Zeit. Hasselblatt sagt jetzt, uns doch egal, wir machen 10 Blende Stufen.

Boris

Also jede Stufe ist ja nochmal eine Verdopplung, nicht wahr?

Chris

Genau. Also von 6 bis 10, das ist 7, 8, 19, 2, 4, 8, 16 mal so lang. Von 6 Stufen bis 10 Stufen. Und ... Ja, wir haben dann damals versucht rauszukriegen, ob das wirklich begründet ist und warum das so ist und wo diese sechseinhalb Stufen herkommen. Und ja, das ist wohl so, dass ab einer gewissen Länge die Erdrotation problematisch wird. Das kann man sich so ein bisschen vorstellen, wenn ich es richtig verstehe, wie, ihr kennt vielleicht das Foucault'sche Pendel. Also wir machen ein Pendel, ein ganz langes Pendel irgendwo hin und lassen das einfach schwingen und dann bleibt das nicht in der Ebene, sondern die Erde dreht sich ja drunter.

Boris

Und wird im Pendel weg quasi.

Chris

Das sieht dann für uns aus, als ob das Pendel seine Schwingrichtung dreht, aber in Wahrheit dreht sich die Erde drunter weg. Und das ist ja wohl so ein ähnlicher Effekt. Die Erde rotiert Und der Sensor kriegt das halt mit. Das ist zwar eine winzige Bewegung, aber die wird da halt auch irgendwie abgebildet.

Boris

Die kumuliert sich vor allen Dingen über die Zeit. Also wer schon mal versucht hat, Sterne zu fotografieren ohne besondere Maßnahmen, wird gemerkt haben, dass schon so ab 20, 30 Sekunden leichte Linien entstehen. Und bei 10 Stops sind wir dann plötzlich bei relativ langen Belichtungszeiten. Ich weiß jetzt nicht genau, wie das gemessen wird, bei welcher Belichtungszeit man startet, aber was weiß ich, fang bei einer hundertsten an und dann zählt das mal hoch. Also das ist schon was.

Chris

Ja, und das funktioniert ja so, dass in den Kameras quasi diese IMUs drin sind, also diese Inertial-Motion-Geschichten, also die Gyroskope und was weiß ich alles, die quasi ja deine Bewegung merken, aber die eben auch die Erdrotation bemerken. Aber es scheint wohl so zu sein, dass das dann tatsächlich noch länger geht. Und zwar zeigt uns das Hasselblatt mit der X2D Mark 210, äh 100C. Die sagen, wir können 10 Blendenstufen und zwar in der Mitte des Bildes mit nur einem bestimmten Objektiv. Also die haben das natürlich im Labor bis ins Extrem getrieben. Und was sie dazu aber brauchen, ist auf jeden Fall dein Längen und Breitengrad, also sie müssen genau wissen.

Boris

Wo du da bist. Tatsächlich.

Chris

Ja, brauchen die.

Boris

Haben sie denn noch ein GPS drin oder musst du den von Hand eingeben?

Chris

Ne, du hast dann die Focus Mobile Version 2, also die App dazu und die holt sich das dann übers Phone.

Boris

Die hat es natürlich über das GPS.

Chris

Aber nicht nur das, sondern der Kompass in der Kamera zeigt, in welche Richtung die Kamera zeigt.

Boris

Das ist ja das, was Pentax gemacht hat Zum Beispiel für so ganz lange Belichtung von Sternen.

Chris

Genau, also Pentax macht das im Prinzip auch. Nur nicht, um damit irgendwie die Belichtungszeit zu verlängern, sondern um den Sensor zu bewegen und die Erdbewegung auszugleichen, damit du eben Astrofotos machen kannst. Ja, aber Hasselblatt sagt, ja, nee, das können wir. Das hilft auch, dass wir mittlerweile bessere Bewegungssensorik haben, also bessere Accelerometer, bessere Gyroskope haben. Also da gibt es ja auch einen Fortschritt, die werden präziser. Und damit lässt sich dieser zu erwartende Erdrotationsanteil in der Belichtung quasi modellieren und rausrechnen als Gegenbewegung in den Sensorshift. Der Sensorshift wird quasi durch diese berechnete Gegenbewegung. Wie gesagt, sie haben also bis zu 10 Stops bei einem bestimmten Objektiv und nur in der Bildmitte. Am Rand sind es nur noch 8 Stops. Na klar, da ist eine Verzerrung. Ähm.

Und sie sagen, also wenn du die GPS-Position hast über die Focus Mobile App, dann ist die ungefähr vier Stunden stabil und danach musst du sie wiederholen, sonst stimmt es wieder nicht und dann, wie gesagt, wird der Kompass noch verwendet. Und wenn du zwischendurch einen sogenannten signifikanten Standortwechsel hast, wobei nicht klar ist, wie groß der sein muss, dann musst du auch nochmal das GPS neu machen. Und du hast gerade recht, also der Astro-Tracker von Pentax, der macht sowas auch. Das heißt, der holt sich auch von einem externen GPS-Modul die GPS-Koordinaten und macht dann daraus mit der Richtung der Kamera, also mit dem Kompass, entsprechend dieses Astro-Tracking. Das funktioniert auch gut, aber jetzt kommt es, es gibt ein neues Astro-Tracking von Pentax, Type 3 nennt sich das, es gibt es seit 2023, und dann brauchst du das externe GPS-Modul nicht mehr. Ich sehe dich.

Boris

Weil der die Sternenkarte liest?

Chris

Exakt.

Boris

Nein.

Chris

Das Ding macht irgendwie Kalibrierungstest Frames, muss die Sterne dabei sehen und kann dann daraus berechnen, wo du bist.

Boris

Da muss aber die Uhrzeit zumindest wissen.

Chris

Kann auch nur von Pentax kommen. Die Uhrzeit müssen sie wissen, die muss natürlich stimmen. Muss die stimmen?

Boris

Sonst weißt du nicht, wo die Sterne stehen, oder? Wobei der Winkel von den Sternen ist entscheidend und nicht die Höhe über dem Horizont.

Chris

Ich glaube, das ist ein totaler Crossover mit diesen modernen Smart-Teleskopen, die ja vielleicht auch kein GPS haben, sondern sich die Sterne einfach angucken.

Boris

Ja, definitiv. Die orientieren sich an den Karten.

Chris

Über eine Bilderkennung wissen die dann, oh nee, das ist da, das ist da und dann bin ich da. Und wenn du dann irgendwie eine gewisse Zeit später nochmal ein Bild machst, dann siehst du, wie die sich relativ bewegt haben und kannst dann dadurch wahrscheinlich recht genau sagen, wo du bist. Das heißt, die Kamerahersteller, zumindest Pentax, geht tatsächlich wieder zurück zu Navigation per Sextant vom Schiff so früher. Werden die Sterne angeguckt und dann schaut sich das Ding die Sterne an und weiß dann, wo es ist. Das heißt aber auch, dass das bei Bewölkung nicht gut funktioniert.

Boris

Aber da willst du auch keine Sterne fotografieren. Aber bei Pentax kommt das in der neuen Kamera oder ist das über ein Update oder wie haben sie das jetzt gemacht?

Chris

Ich habe keine Ahnung. Also dieses Feature heißt Astro Trigger Type 3 und ist seit 2023 verfügbar. Ich vermute, das ist ein Software Update, weil das ganze Software abbilden.

Boris

Die Sternen, das muss ja alles irgendwo hin. Ich finde das faszinierend.

Chris

Ich vermute, du musst dem Ding schon ungefähr sagen, was für eine Jahreszeit du gerade hast, weil da sieht man andere Sternbilder und vielleicht ob du auf der Nord-Süd-Halbkugel bist.

Boris

Hat das jemand von euch da draußen? Berichtet gerne mal, wenn ihr wisst, wie das technisch funktioniert.

Chris

Also unser Staubsauger, unser Staubsauger ist in der Lage, rein visuell festzustellen, wo er sich in der Wohnung befindet. Weil das vorher eine Karte angelegt hat und dann per LiDAR weiß der, ah, wenn da und da die Wände und Türen sind, dann muss ich wohl da und da sein.

Boris

Ich würde mich jetzt aber wundern, wenn der Staubsauger erst mal ans Fenster geht und rausguckt, um festzustellen, in welchem Haushalt er ist.

Chris

Ich wollte nur sagen, auf Basis von ...

Boris

Ah, Planet Erde, ich weiß, was ich tun muss.

Chris

Auf Basis von visuellen Informationen kannst du ... Ich meine, du kannst das ja auch. Du guckst dich um und dann sagst du, ah, ich bin im Flur. Also die visuellen Informationen?

Boris

Bin ich erst Butze, muss ich nehmen mit einer Düse einatü.

Chris

Genau. Du hast so viel Hörtichie. Hörtichie. Also, dieser Fortschritt kommt aus besserer Mechanik und genaueren Motion-Sensoren und smarterer Software und ja, also 10 Stopps im Idealfall. 10 effing Blendenstufen. Und wenn du vorhin auf den Kopf bekommst, siehst du noch ein paar Sterne mehr, schaffst du zwölf Blendenstufen.

Boris

Fantastisch. So ist der Plan. Und noch ein Schlag mehr ist dir eh alles egal.

Chris

Kriegt er eine auf die Rübe. So, du kannst, Boris, du darfst jetzt übernehmen. Du hast noch ein Thema reingeworfen.

Boris

Ja, ich habe ein Thema reingeworfen, denn ich, ich habe es mir zumindest vorgenommen, wie ich es schaffe, weiß ich nicht. Und zwar möchte ich wieder mehr schwarz-weiß machen. Allerdings nicht analog, sondern eben digital.

Chris

Ich würde gerade sagen, guck mal hier.

Boris

Ja, aber ich möchte nicht mehr filmen, ich möchte digital. Aber digital geht ja auch schwarz-weiß. Und da brauche ich jetzt ja nicht mal eine rein schwarz-weiße Kamera dafür, zumindest mal für den Anfang, um zu gucken, ob das jetzt dauerhaft bei mir tragen könnte, zumindest als Seitenprojekt. Ich kann ja die Kamera auf schwarz-weiß umstellen. Und der Grund, das zu tun, war eben bei mir zum einen, wir sprachen darüber, Fotos vielleicht etwas weniger perfekt zu machen, wobei perfekt jetzt wahrscheinlich das falsche Adjektiv dafür ist.

Einen anderen Weg zu beschreiten, also mal wieder was Neues auszuprobieren. Früher habe ich ab und an mal schwarz-weiß fotografiert mit der Kamera, aber hauptsächlich eben, um ISO-Probleme zu kaschieren oder so etwas. Also auf irgendwelchen Veranstaltungen. Irgendwann hast du abends auf schwarz-weiß umgeschaltet und dann sah das auch gut aus. Ist heutzutage alles kein Thema mehr, deswegen mache ich eigentlich nur noch Farbe. Und jetzt eben mal wieder schwarz-weiß. Und das ist für mich tatsächlich eine Herausforderung in meinem Kopf, weil ich Farbe sehr gern mag, habe auch einen schönen Farbdrucker hier und ich mag auch meine Farbbearbeitungen, um den ganzen irgendwie einen bestimmten Look zu geben. Da habe ich sehr viel Spaß dran. Und mich jetzt zu zwingen, das alles, was ich mir da angeeignet habe, erst mal wieder zu vergessen oder nicht zu vergessen, sondern zur Seite zu legen und mich jetzt auf andere Dinge zu konzentrieren. Also eben auf die Kontraste, auf die Kanten, auf die Flächen.

Wir sprachen ja schon ein paar Mal darüber. Also die Kamera auf Schwarz-Weiß umzustellen, selbst wenn man Farbfotos macht, hilft eine ganze Menge dabei, sein Motiv überhaupt zu analysieren, zu erkennen, nach Wichtigkeit zu entscheiden. Klar kann Farbkontrast helfen in bestimmten Situationen, aber auch ein Farbbild wird besser, wenn es von der flächigen Aufteilung her schon gut komponiert ist. Und das ist so ein Ding, da glaube ich, da fehlt mir noch ein bisschen was so in meinem Rückenmark, da kann ich noch besser werden. Und das möchte ich mal versuchen, indem ich einfach gesagt habe, vielleicht mache ich 2026, zumindest meine privaten Fotos, Wenn auch nicht überwiegend, aber mehr schwarz-weiß. Und ich habe die Kamera jetzt eben erst mal auf schwarz-weiß gestellt. Der nächste Schritt wäre auch beim Import in Lightroom einfach direkt ein schwarz-weiß-Preset zu wählen. Das habe ich jetzt beim ersten Mal noch nicht gemacht. Das mache ich dann, wenn ich...

Chris

Schwarz-weißes JPEG, bitte.

Boris

Das wäre dann die Königsdisziplin tatsächlich. Aber erst mal sind wir noch...

Chris

Das ist total einfach. Du musst nur ein Setting in deinem Menü umstellen.

Boris

Das ist richtig. Ich kann sogar Farbfilter einstellen in der Kamera.

Chris

Du kannst es auf ein persönliches Preset legen und dann brauchst du einfach nur Klick machen und dann ist das drin.

Boris

Also noch bin ich bei RAW tatsächlich. Das heißt nicht, dass das so bleibt, weil auch da sprachen wir ja schon davon, dass man vielleicht gerade bei seinen privaten, schnellen Bildern die Bearbeitung auch nicht bis in den Exzess treiben muss, sondern vielleicht einfach schnell ein Ergebnis haben möchte. Und das wäre bei Schwarz-Weiß tatsächlich ein Weg, den man gehen könnte. Denn da kann man tatsächlich einiges einstellen in der Kamera. Also so ein bisschen, wie gesagt, Farbfilter kannst du ja wählen, weil die Kamera sieht ja Farbe, der Sensor sieht ja die Farbe und du kannst dann mit einem Orange oder mit einem Rotfilter oder so etwas arbeiten, wenn du das möchtest. Du kannst das auch digital wechseln natürlich. Ich muss jetzt nicht echte Filter mit mir rumschleppen und Kontraste und so etwas oder irgendwelche Kurven kannst du in der Regel auch einstellen und von daher das ist nicht so weit weg. Aber wie gesagt, noch bin ich bei RAW und wenn ich importiert habe, mache ich halt Command-A und stelle erstmal auf schwarz-weiß um Und man muss die Bilder dann schon ein bisschen bearbeiten, weil das eine ist halt, wie gesagt, dann eher mit einem Gelbfilter schöner, das andere eher mit einem Rotfilter oder das eine verträgt mehr Kontrast, das andere gerade eben nicht. Da bin ich gerade so ein bisschen am Ausbaldovern.

Das Problem wird natürlich sein, dass in meinem Bekanntenkreis viele Leute ja meine Fotos kennen und auch wertschätzen. Und wenn ich dann Fotos über diverse Social Media Kanäle oder Chatkanäle teile oder auch so mal als Ausdruck verschenke, dann werden die wahrscheinlich weiterhin das Farbbild bevorzugen. Und da weiß ich noch nicht, wie lange ich Lust habe, alles zweimal zu bearbeiten. Wobei man muss ja auch nicht alles zweimal bearbeiten, sondern dann eben die fünf Bilder, die man weitergibt.

Chris

Du kannst dich auch erst mal mehr um dich kümmern als um die anderen. Weil am Ende profitieren die ja davon, wenn du deinen Schwarz-Weiß-Muskel trainiert hast, sagtest du ja selber, wären vielleicht deine Farbbilder besser.

Boris

Ja. Und das ist jetzt so ein bisschen der Plan. Und jetzt fand ich es ganz gut, dass Moni dabei ist. Weil ich weiß, Moni, du machst relativ viel Schwarz-Weiß. Und was hast du denn zu meinem Ansatz zu sagen oder hast du Tipps, die du uns allen im Allgemeinen und mir im Besonderen da mitgeben kannst?

Chris

Gute Frage. Und fühle ich mich total unter Druck. Mein erster spontaner Gedanke war, an den Tagen, wo du mal nicht mit deiner großen Kamera unterwegs bist, nimm doch einfach das iPhone und Agentum und arbeite mal damit.

Boris

Guter Tipp.

Chris

Weil da sind, erstmal sind da natürlich schon verschiedene Filter drin. Du kannst also ein bisschen den Look, den du gerne im Schwarz-Weiß hättest, vorbestimmen. Willst du eher, ich sag mal, ein moderates, mehr ein feiner Art oder mehr ein gepushtes Schwarz-Weiß haben. Und ich finde Agentum dafür wirklich eine super Lösung. Also wir haben das ja mal in einem langen Wochenende nur damit gemacht und da gibt es Fotos, die gefallen mir heute noch, die damit entstanden sind. Das ist super, um so dieses Schwarz-Weiß-Szenen so zu trainieren.

Boris

Das Argentum. Ja, ich sehe gerade, ich habe es.

Chris

Vor allem ist es ja auch total wichtig in dem Moment und deshalb ist es glaube ich ganz gut, du sagst, du schießt ja dann trotzdem Farbe und musst das hinterher noch ändern und so weiter. In dem Moment, wo du dich zwingst, wo du dir diesen Ausweg, dieses Hintertürchen, wegnimmst, geht es um was, dann zählt es. Davor zählt es nicht. Davor ist es mehr so, oh ne, ich kann ja noch hier ein bisschen und da ein bisschen Gelbfilter, Rotfilter. In dem Moment, wo du dich im Moment des Fotografierens entscheiden musst und dann kommt hinten ein JPEG raus und das ist fertig und da kannst du nicht mehr groß was verändern. In dem Moment zählt es und in dem Moment hast du ganz einfach.

Gehst du anders ran, vom Bauch her, das funktioniert dann anders. Du hast auch eine andere Beziehung zu den Schwarz-Weiß-Bildern. Also gerade wenn ich jetzt an die Sache mit Agentum denke, mir passiert das immer, wenn ich mich da festgelegt habe, aber ich will jetzt heute mit dem, keine Ahnung, Ansel Adams Filter arbeiten, ich hätte gerne schwarzen Himmel oder so, keine Ahnung. Ich gucke mir, ich sehe hinterher in der Camera Roll, außerhalb von Agentum sehe ich ja auch das unbearbeitete, also das nicht schwarz-weiße Bild. Aber dazu, im Regelfall mag ich das überhaupt dann nicht. Also das ist wirklich das, was ich in der Agentum gesehen habe, wo ich mich bewusst für entschieden habe, ist am Ende auch das Bild, was mir besser gefällt. Die ganzen Farbversionen davon, da gehe ich nachher ganz groben Löschfinger durch und mache das weg und behalte wirklich in der Regel nur die Schwarz-Weiß-Aufnahme davon. Also das würde ich für eine gute Idee halten, dass damit einfach mal... Da verlierst du nichts.

Boris

Das kannst du auch nochmal testen. Also Agentum ist erstmal ein super Tipp. Guck und kostet was.

Chris

Das ist nicht geschenkt, das Ding.

Boris

Gab es nicht eine Demo-Version oder irgendwie ein, zwei Filter?

Chris

Ich glaube, einen Filter kriegst du für lau. Auch nicht mehr so ganz. Aber du bist jetzt hier irgendwo bei... Ein Monat kostet dich 4 Euro. Ein Jahr kostet dich 23 Euro. Kann man ja mal für ein Jahr...

Boris

Man kann das ja mal machen. Die Abos bei Apple sind schnell gekündigt, wenn man wieder möchte.

Chris

Eben, das kannst du auch schnell kündigen. weil das hat dann schon so ein bisschen was, wie auch bei Filmen, es kostet was, es ist nicht umsonst. Und damit zählt es auch wieder anders. Damit hat es auch eine andere Dringlichkeit. Und dann kannst du einfach sagen, das muss ja nicht irgendwie ewig sein, aber sagst mal, ab jetzt mal eine Woche nur schwarz-weiß mit dem iPhone, nur mit dieser App. Ich nehme die Kamera, du kannst ja sogar den Kamerabutton auf dem Display umbelegen mittlerweile. Sagst du, da kommt jetzt diese App drauf und das ist meine Hauptkamera. Und wenn ich es nicht tue, dann gibt es keinen Nachtisch oder so.

Boris

Ich könnte mir vorstellen, das an meiner Canon mal als Soft-Entry zumindest so einzustellen, dass ich sage, ich stelle mir das schwarz-weiße JPEG ein auf die eine Speicherkarte, auf meine Hauptspeicherkarte. Und das RAW eben dann auf die zweite Speicherkarte, wenn du eben doch in der Szene bist, wo du sagst, da willst du hinterher den Bekannten ein Farbbild von machen.

Chris

Denk doch nicht immer an die Bekannten, Boris. Hinter Türchen ist verboten. Das funktioniert nur, wenn du keine Hinter Türchen hast. In dem Moment, wo du so ein kleines Trap Door hinten hast, zählt es nicht. Und dazu kommt auch noch, du wirst vielleicht schwarz-weiß andere Sachen fotografieren. Bilder, die du normalerweise, du wirst Sachen, die du in Farbe machst, möglicherweise in Schwarz-Weiß nie machen, weil sie darin dir nicht passend erscheinen oder sie einfach nicht so gut aussehen. Du wirst andere Sachen fotografieren, möglicherweise sowieso das Beuteschema deiner Bekannten verlassen. Also an der Stelle würde ich die Bekannten aus... Wenn du auf mich hören wollen würdest, also ich selber.

Boris

Deswegen frage ich ja. Ich muss ja nicht drauf hören, aber ich will den Input haben.

Chris

Ich würde die Bekannte sein lassen an der Stelle und sagen, du willst ja dich fotografisch weiterentwickeln. Also würde ich es auch für dich machen.

Boris

Diesen Ausschnitt habe ich extra für euch rausgesucht.

Chris

So.

Boris

Nur so mal profil.

Chris

Ja, dann kriegst du jetzt von uns auch extra Haue. Das ist einfach jetzt so.

Boris

Nein, nicht für euch, sondern das ist jetzt für unsere Bekannten, wenn ich dann das rausschnitte.

Chris

Und das andere, was ich vielleicht tatsächlich machen würde, wenn dich das interessiert, Ich würde tatsächlich mich mal in ein paar schwarz-weiße Fotobücher vertiefen und dir mal genau angucken, was denn so Bilder sind, die dich anspringen, wo du sagst, das gefällt mir und warum gefällt mir das. Also wenn du schon Farbe nimmst, dann würde ich Saul Leiter empfehlen, weil ich finde, der fotografiert in Farbe wie andere schwarz-weiß. Aber ansonsten, ja, der macht die farbigsten, geilsten Schwarz-Weiß-Bilder, die ich kenne. Aber sonst tatsächlich so mal so Schwarz-Weiß-Klassiker aus dem Leica-Universum gibt es ja viel und da einfach mal, auch im Feierabend wenn du nicht fotografierst, mal drin versinken und dich so ein bisschen Schwarz-Weiß marinieren, sage ich jetzt mal weil dann wirst du deinen Blick aufs Motiv einfach ändern Ja.

Boris

Das ist ja ein genereller Tipp den wir auch häufiger geben sich Bilder anderer Leute anzuschauen und nicht nur drauf zu schauen, sondern für sich selbst eben versuchen zu verstehen, warum gefällt mir das, warum gefällt mir das nicht, um dann halt irgendwie zu erkennen, wo man hin will. Das habe ich übrigens auch schon mal gemacht. Chris wird sich noch erinnern an Tübingen. Da hast du mir mal so eine Handvoll kleiner ... Bücherchen, Prospektchen mitgegeben. Feinart waren das. Da waren sehr viele schwarz-weiße Feinart-Bilder drin, die mir sehr, sehr gut gefallen haben. Und da habe ich einige hier von bei mir noch im Regal stehen für genau solche Zwecke. Weil da gibt es Bilder, die mir gefallen und Bilder, die mir nicht gefallen. Das ist ein guter Hinweis nochmal. Da werde ich nochmal neu einsteigen und nochmal wirken lassen, was es denn ist, was mir gefällt. Also ist es die Simplizität oder sind es die feinen Nuancen oder sind es die Strukturen?

Chris

Ja, aber im Zweifel, also im Zweifel, ja, berieseln ist gut, aber tun. Tun und kein Hintertürchen auflassen. Kein Hintertürchen auflassen. Das ist Gift. Das ist wirklich Gift in dem Moment. Wenn du was Neues wirklich lernen möchtest, auch eine andere Sichtweise lernen möchtest, dann ist ein Hintertürchen nicht hilfreich. Ganz im Gegenteil, das blockiert. Ja, da bin ich bei Chris. Und da du leider keinen Film machen würdest, kann ich dir den letzten Tipp nicht geben.

Boris

Den Film möchte ich nicht machen.

Chris

Der wäre nämlich, nimm ein Großformat, weil ich finde, das Beurteilen eines Bildes auf dem Kopf, das ist was, was dir so viel für die Verteilung von Formen, Linien, Strukturen, Grauwerten im Bild beibringt. Das kriegst du.

Boris

Das mache ich dann, wenn ich in Rente bin.

Chris

Das kriegst du ganz selten hin, wenn du ein Bild so anguckst, wie du ständig abgelenkt bist, weil du ein Bild normalerweise sofort erkennst, dann bist du auch sofort abgelenkt von anderen Dingen. In dem Moment, du es auf dem Kopf siehst, erkennst du es nicht und guckst einfach anders an. Aber gut, willst du nicht, kannst ich dir also nicht geben. Im Chat heißt es ja auf Formen achten und auf Licht und Schatten das ist richtig, aber das machst du natürlich das machst du bei Schwarz-Weiß vielleicht noch viel mehr aber in dem Moment wo du in Farbe siehst musst du dich da halt drauf trainieren, Und da ist halt aus meiner Sicht das, was Chris sagt, ich würde tatsächlich auch, wenn du kannst, ich würde auch das Display umstellen.

Boris

Das Display habe ich schon umgestellt. Das ist das Erste, was ich gemacht habe.

Chris

Und kannst du den Sucher auch so?

Boris

Ja, ja, der ist dann auch schwarz-weiß.

Chris

Also irgendwann brauchst du es nicht mehr. Also ich sehe echt jede Szene schwarz-weiß. Ich kann gar nicht gut Farbe fotografieren. Ich habe nur noch das andere Problem.

Boris

Da kann ich dir Tipps geben. Ja, das ist interessant. Also, ja, wie gesagt, Bilder werde ich mir definitiv angucken. Das mache ich sowieso immer mal wieder. Das ist ja auch eins, was ich sagte. Ich habe jetzt noch nicht angefangen zu sammeln, weil ich jetzt gerade in den letzten Tagen mehr programmiere und weniger Foto mache. Aber diese bestimmte Art von Bildern, die eben nicht perfekt bis in jede Ritze sind, das ist etwas, was mich reizt. Und wie gesagt, perfekt ist das falsche Adjektiv.

Chris

Ja, Schwarz-Weiß-Bilder sind an sich perfekt.

Boris

Ich habe noch nicht das richtige Wort dafür gefunden. Aber es gibt zum Beispiel diese Feinart-Bilder, die sind halt wirklich perfekt. Du hast also alle Nuancen von schwarz bis weiß, du hast alle graue Stufen, alles ist perfekt im Bild. Die finde ich langweilig. Die können schön sein, aber ich finde sie langweilig. Und dann gibt es eben diese Bilder, wo ich lange drauf gucke oder die mir richtig gut gefallen. Und ich kann das noch nicht so in Worte fassen, was es ist, was ich daran nicht perfekt finde. ob das dann ein Anschnitt ist oder ob das ein erhöhter Kontrast mit Schwarz ist. Ich kann es noch nicht genau sagen, was es ist, aber ich möchte mal mutig gegenüber mir selbst sein, um das zu erkunden. Und entweder finde ich es oder ich lasse es wieder.

Chris

Und deshalb machen, die Hintertüre weglassen und dann gucken.

Boris

Was du gemacht hast. Also den Tipp nehme ich auf jeden Fall mal mit. Ich werde die Kamera auf JPEG stellen. Nicht auf RAW und JPEG, sondern ich werde sie mal wirklich auf JPEG stellen. Das mache ich mal einfach ein Wochenende und mache dann wirklich nur JPEG. Vielen Dank. Dann schaue ich mal, was passiert.

Chris

Schwarz-Weiß und harte Kontraste reindrehen und dann einfach mal gucken, was passiert.

Boris

Wie gesagt, das ist ja an den Kameras, hast du ein paar Stellschrauben für schwarz-weiß. Da werde ich so ein bisschen meine Präferenz, die ich im Augenblick habe, die wird sich wahrscheinlich noch ändern, aber erst mal einstellen, klar. Und ich nehme schon mal zur Kenntnis, dass du gesagt hast, dass ich mir eine schwarz-weiß Kamera kaufen muss, weil das sonst nicht geht.

Chris

Das hat Chris gesagt, oder?

Boris

Ich glaube, das habe ich so verstanden.

Chris

Also eine Ricoh GR4 Monochrom.

Boris

Die ist ja gerade ausverkauft.

Chris

Die kostet aber auch nur so 17, 1800 Euro. Das ist ja quasi geschenkt.

Boris

Ich meine, guck dir mal an, was eine Leica Monochrom kauft.

Chris

Ja, du brauchst dann aber eine zweite Fototasche, weil die muss ja dann größer sein, damit du die Backup-Farbkamera noch mittragen kannst.

Boris

Chris hat ja gesagt, kein Backup.

Chris

Da können wir das ganze Podcast-Geld kannst du jetzt endlich mal ordentlich verpulvern damit, weißt du?

Boris

Ja. Ich habe schon gesagt, einfach das Geld anlegen und von den Zinsen kaufen. Ich brauche nur einen Gönner, der mir das Konto auffüllt, damit ich das von den Zinsen kaufen kann.

Chris

Du willst doch gar nicht ausgeben, du willst nur die Zinsen haben.

Boris

Ich will nur die Zinsen haben, das Geld kriegt ihr wieder. Wir kriegen das hin. Nee, guter Input, danke schön dafür. Ich werde das beherzigen und werde das dann jetzt in den nächsten Tagen und Wochenenden einfach mal ausprobieren.

Chris

Und Accountability, vielleicht machst du hier eine offizielle Ankündigung, bis wann du uns wie viele Bilder zeigst hier in der Sendung und dann werden wir dich mal zerlegen.

Boris

Darf ich euch eins schon jetzt zeigen? Dann könnt ihr mal was dazu sagen vielleicht.

Chris

Auf Klostergeister-Workshop eine Werkschau, Boris Schwarz-Weiß.

Boris

Ich schalte hier mal um. Da zeige ich euch gerade mal eine Collage an Fotos. Da hatte ich meinen Vater besucht. Er hatte Geburtstag im Heim. Und das war meine Ausbeute.

Chris

Finde ich große Klasse übrigens. Doch, Klasse, ja. Das ist so eine richtige Reportage-Anmutung.

Boris

Ja, das ist das, was ich gerne mache. Reportagen auf Veranstaltungen und Ähnlichem. Und da habe ich eben, wer jetzt noch nicht zuguckt, Video wird sich jetzt lohnen. Das ist eine Collage aus vier Bildern. Im Querformat links oben ein Querformat mit einem Porträt von meinem Vater, der sich gerade irgendwie so gedanklich am Kopf kratzt und mich dabei verschmitzt anlächelt. Unten rechts eben auch ein Querformat von meinem Vater am Essenstisch im Pflegeheim, wie er gerade von einer sehr netten Pflegerin einen Blumenstrauß des Hauses überreicht bekommt, wo er sich sehr gefreut hat. Rechts oben ist ein hochformatiges Bild das ist eins seiner Lieblingsstatuetten die er hat von so einem japanischen Samurai-Kämpfer steht auf einem Tisch und davor so ein Oldtimer-Auto-Modell weil er auch so ein Autofan ist und Oldtimer-Fan ist und links unten vor sehr hellem Fenster so eine Zeichenpuppe so eine Holzgliederpuppe im Gegenlicht mit sehr harten Kontrasten, weil er früher eben sehr, sehr künstlerisch aktiv war, hat sehr viel gezeichnet und auch viel fotografiert, also ich habe sehr viel von dem, was ich tue, habe ich tatsächlich von ihm gekriegt, und das kann er jetzt alles nicht mehr nach seinen Schlaganfällen und er hat sich aber trotzdem dazu entschlossen das als Deko auf seinen Tisch zu stellen und deswegen finde ich das sehr wichtig für ihn.

Chris

Dieses Bild Cool, finde ich, gefallen mir alle vier total gut, wir passen auch super zusammen Ja.

Boris

Ja.

Chris

Ja. Das ist schon klasse. Gut, dann mach doch mal.

Boris

Ja, ich zieh das mal durch.

Chris

Überleg mal, wann du uns hier in der Sendung mal irgendwie so eine, ja, so ein selbst, so eine eigene Aufgabe ankündigen kannst und dann kommen wir alle, die wir jetzt zuhören, kommen dann zu dem entsprechenden Termin, den du uns gibst, sagen so und jetzt aber Butter bei die Fischirmen hier Ausstellung los.

Boris

Genau. Ich gehe dann zu Jürgen und dann drucken wir das in schwarz-weiß.

Chris

Zum Beispiel. Da hat der Jürgen sicher Bock drauf.

Boris

Aber hallo. Ja, schauen wir mal. Also ich werde das beherzigen und mal gucken, ob es bei mir klickt. Ob ich dabei dann für längere Zeit bleibe. Aber ich kenne das ja, wenn man Dinge ändert. War bei meiner Ernährungsumstellung auch so. Man muss das mal konsequent irgendwie sich wirklich mal zwingen für einige Wochen auch.

Chris

Keine Hintertür.

Boris

Genau. und dann gucken, ob es irgendwo einen Schalter umlegt. Das werde ich machen. Also danke für euren Input.

Chris

So, und jetzt machen wir einen anderen Input, nämlich wir haben eine Aufgabe aufzulösen.

Boris

Oh.

Chris

Das ist die Batterieaufgabe. Die Batterieaufgabe, ja. Menschen haben Batterien fotografiert. Ich mache hier mal kurz den Share auf.

Boris

Acht Bilder haben wir. Hat Moni auch einen Würfel?

Chris

Ich habe keinen Würfel. Moni würfelt ausnahmsweise mal nicht mit. So. Ja, acht Menschen haben mitgemacht. Das wäre jetzt witzig.

Boris

Wenn Chris jetzt einfach hochläuft im Stockwerk und plötzlich bei Moni auf ein Kamerabild auftaucht und ihr gemeinsam würfelt.

Chris

Werden wir jetzt nicht tun. Aufgrund von Zeit. Ja, acht Stück und du darfst einmal würfeln.

Boris

Oh, jetzt ist Chris erstmal weg. Jetzt läuft er doch zu dir hoch und wirfeln.

Chris

Nee, war ich gerade weg? Ja, du warst direkt weg. War etwas kaputt? Das ist wieder irgendwie der Gerät. Okay. Nee, also acht Bilder haben wir bekommen zum Thema Batterie, den unterschiedlichen Ausführungen. Und da werden wir jetzt einfach mal drauf wirfeln.

Boris

Alles klar, dann fang ich an. Zehn.

Chris

Das ist nicht richtig. Ich habe eine 20.

Boris

5.

Chris

Du hast eine 5 gewürfelt und die 5 ist bei uns.

Boris

Ich gucke auch gerade Heimiebe, die Legebatterie.

Chris

Die Legebatterie, das ist ja mal eine.

Boris

Das ist ja geil.

Chris

Der Titel ist das Beste. Sehr schronter. Kreative Herangehensweise. Wir sehen eine Mehrfachbelichtung von einer Doppel-A-Batterie, die ja quasi so Bewegungsphasen zeigt. Auf dem einen Bild steht sie, dann überlagert so 45 Grad diagonal, wie sie gerade umfällt und das dritte, was dann eben auch nochmal drüber überlagert, ist dann die liegende Batterie, also die Legebatterie und im Hintergrund damit man auch noch ein bisschen, für die Stimmung im Bild, also es ist ein ordentlich komponiertes Bild, ordentliches Licht und so, liegt noch eine 9 Volt Block Batterie, Nehme ich zumindest an.

Boris

Ja, das sieht so aus.

Chris

Das ist Aufwand.

Boris

Ich kann die 9-Volt-Batterie schmecken.

Chris

Jetzt britzelt es die ganze Zeit. Das können wir doch alle.

Boris

Wirklich, wenn ich daran denke, ich spüre es auf der Zungenspitze.

Chris

Also, wir sehen ein Konzeptbild, ein erarbeitetes Bild. Und ja, das ist cool.

Boris

Das ist stark gemacht. Und ich mag sowohl die Beleuchtung, das ist so sehr, sehr streiflichtig, und ich mag die Farben, weil wir sehen eben blaue Batterien, auch im Hintergrund der 9 Volt ist so eine blaue Batterie und der Untergrund und damit auch der Vordergrund, wo die Batterien drauf liegen, ist auch wirklich nur im vorderen Teil beleuchtet, ist so ein Holztisch, der eine sehr warme, orangefarbene Tönung hat, was ein schöner, jetzt sind wir wieder bei Farbe, Komplementärkontrast zu den blauen Batterien ist. Sieht sehr schön aus.

Chris

Ja, ich habe auch noch eins, was ich kurz hier besprechen möchte, weil es auch so eine schöne Einfachheit hat von Op-Pen, eine Batterie von Batterien. Also was sehen wir? Wir sehen so ein umgekehrtes Dreieck aus Batterien gebaut, also vier, drei, zwei und eine Batterie mit der spitzen Seite nach vorne. Und das ist ein hübsches Produktbild. Wir haben das schön angeschnitten von der Komposition her. Die Schärfe liegt auf der vorderen Batterie und wird nach hinten unschärfer. Es spielt sich alles von der Reflexion her wahrscheinlich in so einer Art Lichtzelt ab. Also es ist eine große, helle Fläche, die das Ganze beleuchtet. Keine Schatten, sondern sehr weiches Licht. Also so würde ich so ein Produktbild für meine Batterien irgendwie machen. Das gefällt mir. Schön symmetrisch, schön aufgeräumt. Das Marketing würde sagen, man sieht zu wenig von der Batterie. Aber es ist ein schöneres Bild, als Marketing das hätte haben wollen. Wenn das Marketing dann was zu sagen hätte, dann müsste da noch ein dickeres Logo und viel mehr Schärfe rein und so. So nämlich. Aber immerhin ist es überall hell. Das ist ja schon mal gut.

Boris

Ja, und es wird nicht so sehr unscharf nach hinten, dass man gar nichts mehr erkennt. Sondern der Kontext ist ganz klar trotzdem. Ich habe noch ein Konzeptbild, was ich auch einfach vom Aufwand her stark fand. Das ist bei uns die Nummer zwei von User Wassererpel. Da sehen wir ein Rohrsystem, wo obendrauf ein Wasserhahn ist und da fallen Batterien heraus in einen großen Eimer. Und dieser Wasserhahn, das ist halt ein eine, oder das nennt man auch ein Einhebel-Mischbatterie. Und das ist auch ein schönes Wortspiel. Und ich meine, das muss man auch erst mal alles aufbauen, was er da aufgefahren hat.

Chris

Aber wirklich. Jetzt wäre natürlich interessant, also das Ganze steht noch auf einer Autobatterie, einer 12-Volt-Batterie mit Anschlüssen und so.

Boris

Ja, irgendwo müssen ja die Batterien rauskommen.

Chris

Aber das ist ja eine Mischbatterie. Jetzt hätte ich ja gerne da unterschiedliche Batterien. Aber da unten im Eimer sind ja auch Unterschiede.

Boris

Das sind 9 Volt und Doppel-A's.

Chris

Sehr schön. Ja, sehr cool. Sehr, sehr cool.

Boris

Also sehr, sehr kreativ. Super. Also Thumbs up. Ja, aktuelle Aufgabe Spiel läuft noch bis zum 12. Februar. Könnt ihr noch ein neues Bild machen, wie ihr das Thema Spiel fotografisch interpretiert bei Flickr hochladen in die Happy-Shooting-Gruppe stellen und den Tag HSB Spiel da dran vergeben, quasi. Bin gespannt.

Chris

Sehr schön. Gefällt. Ja. Dann, kommen jetzt gleich die Termine. Wir haben, also keine Sorge, ich lese die nicht an den Vorgaben. Von letzter Woche bis diese Woche haben wir 18 Termine bekommen.

Boris

Alter. Aber das neue Tool ist auch genial, um sich die auf der Karte anzeigen zu lassen.

Chris

Das neue Tool waren wir noch nie. Das neue Tool ist sehr, sehr gut.

Boris

Ich weiß, Eigelob steht und ich werde dich auch wieder lüften, aber Chris, das hast du echt geil gemacht.

Chris

Ja, ich habe mir helfen lassen. Aber das ist wirklich so von der Bedienung und vom Finden und vom Gucken, wo sind denn jetzt Ausstellungen, wie lange sind die noch offen. Die roten zeigen, was jetzt dann bald abläuft, nämlich hier steht in fünf Tagen ist rum, also schnell hin. Die gelben sind so innerhalb von 14 Tagen, glaube ich, beendet. Und die Grünen, die laufen noch eine Weile. Also man sieht relativ schnell, wo die sind und was da so ist. Und wer dann mehr so einen Überblick haben will, es gibt natürlich eine Listenansicht, es gibt so eine Balkenansicht, wo man so Zeitstrahlen hat über die nächsten Monate, wo man das alles nochmal im Kontext sehen kann. Also es ist wirklich ein Tool und das scheint jetzt tatsächlich auch anzukommen. Von den 18 Stück, also der Jürgen hat hier uns einige davon reingeworfen, Heiko, Rolf, Eik, Moni und Felix. Ich habe jetzt mal so eine Handvoll ungefähr ausgesucht und da machen wir jetzt mal kurz ein Reinhören.

20 endet in sieben Tagen in Zürich. Das ist eine der wichtigsten Schweizer Werkschauen für Fotografie, die jährlich die Vielfalt des aktuellen Schaffens präsentiert und als zentraler Treffpunkt für Austausch und Inspiration dient. Die Fotokunstmesse Anziehen in Rotterdam endet, die läuft noch ein Weichen in acht Wochen erst, kehrt als kuratierte Sektion vollständig integriert in die Art Rotterdam zurück, um zeitgenössische Fotografie zu präsentieren und durch Synergien mit der breiteren Kunstszene sowie ein Rahmenprogramm inklusive der Eröffnung des neuen Dutch Photo Museum die Aufmerksamkeit für das Medium zu stärken. Dann in Berlin im Haus am Kleistpark Fotografin Christa Meyer. Die Fotoausstellung präsentiert das über vier Jahrzehnte entstandene Werk der Fotografin Christa Meyer, das sich hauptsächlich auf Porträts und Landschaften konzentriert und ihre Bekanntheit durch berührende Langzeitporträts aus der Psychiatrie begründet.

In Berlin, Fotoausstellung James Nachtwey Memoria. Die Ausstellung zeigt die Arbeit von James Nachtwey, einem der bedeutendsten Konfliktfotografen unserer Zeit. Robert Kaper in Monschau im Fotografieforum der Städte. Die Fotoausstellung präsentiert rund 100 Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Robert Kaper, die seine prägende Rolle im Bildjournalismus durch seine humanistische Perspektive auf den Menschen verdeutlichen. Die World Press Photo 2026 in Zürich im Schweizerischen Nationalmuseum. Das Landesmuseum Zürich präsentiert parallel zur Swiss Press Photo 26 die Ausstellung World Press Photo 26 mit rund 160 preisgegrönten, eindrucksvollen Pressefotografien des vergangenen Jahres, die aktuelle globale Ereignisse aus neuen Perspektiven beleuchten.

Das 19. Umweltfotofestival Horizonte Zings, die Fotoausstellung in Zings im Jahr 2026, bietet ein umfassendes Programm mit Workshops, Shows und Gesprächen an verschiedenen Orten, das in einer gemeinsamen Feier am Strand ausklingt. Und last but not least, die Collecting Memories from Turtle Island. Die Fotorausstellung untersucht, wie historische und gegenwärtige Bildtraditionen indigene Narrative sichtbar machen, indem sie das Sammeln zirkulieren und Beschriften von Fotografien als kulturelle Technik kritisch beleuchtet, die Machtverhältnisse und die Konstruktion von Erinnerungen offenlegt. Ja, das waren die Ausstellungen. Wie gesagt, es sind noch deutlich mehr, also wenn ihr, oh, wo ist denn der Boris geblieben? Warum ist denn der Boris plötzlich weg? Hallo? Der will auch nicht wieder auf den Bildschirm kommen. Doch, da ist er. Ja, aber dann geht er auch gleich wieder weg. Da ist er. Komisch.

Boris

Ja, ich hatte eine kurze Unterbrechung hier. Ich habe nur erstmal gewartet, bis das Audio von den Terminen durch ist.

Chris

Wir freuen uns total, dass der Kalender so gut läuft. Wie gesagt, insgesamt 18 Termine. Das waren jetzt ungefähr 6 oder so. Und ja, haut rein. Also, falls ihr jetzt Termine sucht, geht auf kalender.happyshooting.de und guckt euch da um und findet Ausstellungen, geht hin. Und solltet ihr bei einer Ausstellung gewesen sein, dann schickt uns gerne einen kleinen Kommentar schriftlich oder auch per Audiokommentar auf happyshooting.de. Wir freuen uns immer über Rückmeldungen von den Ausstellungen.

Boris

Genau, eure Eindrücke, wie war es, wie habt ihr es empfunden?

Chris

Genau. Mach das, kalender.happyshooting.de. So, stark. Damit sind wir jetzt eigentlich am Ende.

Boris

Wenn da nicht.

Chris

Wenn da nicht noch eine kleine Sache wäre. Da bin ich ja, das dachte ich ja auch, das ist interessant. Eishockey, wir alle kennen uns sehr gut aus mit dem Thema Eishockey, richtig?

Boris

Ich weiß, dass sie, glaube ich, in Dritteln spielen. und so ein kleines schwarzes Ding in so ganz kleine Tore rein muss.

Chris

Die Detroit Red Wings haben gegen die Washington Capitals gespielt und haben 53 Sekunden vor Schluss noch ein Tor erzielt. Und die Fotografie hat dabei geholfen. Also wenn man sich so eine Eishockey-Rink, genau, der Bernd Slack fotografiert Eishockey, der wird das mich gleich korrigieren. Aber wenn man sich so ein Eishockey-Rink anschaut, Das ist ja so länglich-pillenförmig quasi, also hat zwei runde oder abgerundete Hinterseiten und die Bande ist natürlich ein wichtiger Bestandteil des Spiels, also die wird eingesetzt, um da wegzubouncen und außerdem ist rundherum eine Plexiglasscheibe, um das Publikum zu schützen. Und diese ist aber fürs Fotografieren nicht gut geeignet, weil die ist verkratzt und wellig. Also wer schon mal versucht hat, aus einem kleinen Flugzeug raus zu fotografieren durch eine Plexiglashaube, weiß, dass das nicht besonders gut geht. Also gibt es sogenannte Cutouts. Das sind so Löcher in diesem Plexiglas, wo man so ein Objektiv durchstecken kann. In diesem Fall hier ist sogar so ein kleiner Schieber davor, dass man das also zumachen kann.

Und ja, diese Detroit Red Wings, die haben also so als strategischen Move, man kann nicht nur von der Bande abprallen, sondern man kann den Puck auch entlang von diesem runden Teil, auch dieser Plexiglaswand quasi so schleifen lassen, damit man dann so hinter das gegnerische Tor kommt zum Beispiel. Das haben die gemacht. Und dann macht er es plöpp und hat dieses Kamera-Cutout den Puck abgewehrt oder abgefälscht und dann ist das Ding direkt ins Tor gegangen. Und dann haben die da erstmal irgendwie fünf Minuten lang rumdiskutieren müssen, ob das jetzt gilt oder nicht. Der Fotograf guckt ein wenig betröppelt. Aber ja, also das Kamera-Cutout für den Fotografen hat quasi nachher ein Tor geschossen und das ist auch zugelassen worden. War also ein gültiges Tor. Und ja, so kann es gehen. Passiert, glaube ich, ganz, ganz selten. Bernd sagt, das Löcher gibt es nur in einigen Stadien. Bei den meisten DEL-Vereinen eher nicht. Na gut, aber dort auf jeden Fall in dem Stadion gibt es welche. Und das war auf jeden Fall wohl nachher fast schon spielentscheidend. Also Fotografie.

Boris

Ob die beim Training jetzt einen neuen Move lernen, um den Puck auf Höhe der Plexiglasscheibe dort. Cutouts treffen. Ja, genau.

Chris

Cut-outs treffen, Fotografen abschießen.

Boris

Um als Ablenkung zu nutzen?

Chris

Weiß ich jetzt nicht. Beim Eishockey sind jetzt nicht nur die Schiedsrichter Luft, sondern auch die Cut-outs. Wenn das vom Schiedsrichter abprallt, ist es ja auch ein Tor. Tja, also das hat auf jeden Fall gegolten und vielleicht können wir das mal austesten.

Boris

Ah, David Safas, ich glaube, das habe ich sogar mal auf dem Video gesehen. Beim Snooker gab es mal einen Ball, der oben auf der Bande entlang gelaufen ist. Also ist halt nicht runtergefallen, sondern der Bande entlang gelaufen und dann ins Eckloch gefallen. Hat auch gegolten.

Chris

Da hat aber keine Kamera mitgespielt. Das gilt also nicht.

Boris

Aber es sagte auch mal ein Moderator vom Snooker, dass es völlig egal ist, wo der Ball lang kullert. Also du musst halt mit der weißen Kugel dann eben eine bunte Kugel, die richtige bunte Kugel treffen. Ob die Kugel dann den Tisch und die Halle verlässt und einmal um das Stadion drum rum geht und zurück auf den Tisch kullert und ins Loch spielt keine Rolle. Hauptsache die Reihenfolge stimmt.

Chris

Sehr schön. Und Bernd sagt, sein neues Lebensziel ist, als Fotograf mal ein Tor zu schießen. Ja, in diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Woche. Wir sind dann nächste Woche wieder da mit mehr. Bis dann. Macht's gut. Drei, zwei, eins.

Boris

Happy Shooting.

Shownotes

Hausmeisterei

Aus der Preshow

  • MysterySpecialGuest, Lehne zum Lümmeln, Dimmen aus der Ferne

HS Workshops

Statt Werbung

DANKE an alle Spender

HSFeedback

  • #hshi von Volker: Nordfoto.de für gute Filmpreise
  • #hshi von Anonym zur digital independence: Wollt ihr mal von Slack weg?
  • #hsfeedback von Rolf: Konturenscheren / Kreativscheren / Schmuckrandscheren

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