#930 - Fahrenden Dingen hinterherfliegen

Veröffentlicht 12 February 2026

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#930 - Fahrenden Dingen hinterherfliegen

Veröffentlicht 12 February 2026 · Länge 1:25:26

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Boris

Happy Shooting, Folge 930, fahrenden Dingen hinterherfliegen. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Villa Workshops.

Chris

Hier.

Boris

Von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Chris

Villa Workshops.

Boris

Villa Workshops.

Chris

Villa Workshops.

Boris

Kommen Sie her, lernen sowas. Kommen Sie rein, können Sie rausgucken.

Chris

Ey, der erste offizielle Villa-Workshop ist schon quasi außerhalb. Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Boris

So schaut's aus.

Chris

Tja, das ist hier Happy Shooting. Ihr seid zufällig hier bei zwei Menschen gelandet, die was mit Fotografie machen.

Boris

Kann ja mal passieren.

Chris

Einmal die Woche drüber reden. Wir machen das einmal die Woche und das Ganze heißt Happy Shooting. Und ihr könnt hier, wenn ihr wollt, warte mal, ich mache mir hier noch die Banderole an, so könnt ihr hier reinhören und auch euren Senf dazugeben. Dazu gibt es unter anderem die Livestreams auf YouTube und auf Twitch, aber natürlich auch unseren Haus-Chat auf unserem Slack. Da sind heute Bernd, Burkhardt, Jürgen, Clemens, David, Uwe, ich scrolle, ich scrolle, ich scrolle, Clemens haben wir schon, Rainer ist da und so weiter. Also macht mal, tut mal so interaktiv oder eben hier so im Chat da mit Dingsen. Wolf ist zum Beispiel im Chat, der Hoffknipser ist da, hi, hi, hi. Quo hier und ich Quo Corico ist auch da. Und Mappache. Also wir, ja.

Boris

Sagt gerne weiter in eurem Freundeskreis, Bekanntenkreis.

Chris

Das macht eh niemand. Das macht eh niemand.

Boris

Kommt alle her.

Chris

Kommt alle her, hier gibt es nichts geschenkt. Wir haben mal wieder ganz viele tolle Sachen hier reingesucht. Heute unter anderem natürlich euch, die uns hier immer Fragen und Hinweise gebt unter happyshooting.de slash hi. Da ist unsere Inbox und da ist diesmal gelandet zum Beispiel der Martin, der sagt Kommentar zur letzten Folge, ladet Moni gerne öfters ein, die ist nett und eine Spur ernsthafter. Drei anstatt zwei Personen macht die Sendung noch etwas abwechslungsreicher und lockerer, wie auch immer macht weiter so. Wie du hast gesagt, die ist nett und dann schreibst du und eine Spur ernsthafter Doppelpunkt ich finde das ist total ernsthaft, wenn jemand schreibt, dass Moni nett ist, nicht wahr, Moni fand es übrigens auch nett und ich habe ja auch gesagt, sie kann hier jederzeit wiederkommen, wenn sie mal ein interessantes Thema hat oder auch nicht.

Boris

Oder einfach Bock hat mit zu philosophieren hier ja.

Chris

Ja, das ist halt immer so ein Zeitthema aber das werden wir wahrscheinlich hinbekommen, weil das hat ihr nämlich auch Spaß gemacht hier.

Boris

Ja, schön. Würde mich freuen.

Chris

So, und dann hat mir noch der Jürgen was geschickt. Auf der Suche nach analogen Filmen fand ich den 120er Redskill-Roll-Film, falls noch nicht bekannt. Ja, das ist der, Red von Hamann und den gibt es tatsächlich seit einiger Zeit. Ein Redskill-Film ist ein Farb-Negativ-Film, der falschrum aufgerollt wurde. Das machen die mit Absicht weil dann das Licht nicht von vorne durch die Schichten fällt, so ein Film besteht aus Schichten, sondern von hinten, wo eigentlich gar nie Licht herkommt und damit hast du, also Red Scale heißt der Rotverschiebung, das heißt der hat quasi eine absolut hammerhart tolle Rotverschiebung so Apokalypse Bilder bei einem normalen Fotografieren quasi, so als ob gerade irgendwie.

Boris

Was weiß ich weil halt die Schicht plötzlich das meiste Licht bekommt, die sonst eigentlich das wenigste bekäme.

Chris

Oh, das ist die rote Schicht. Tja. So, dann, also ihr könnt hier auch so, happyshooting.de slash hi, einfach Feedback reinwerfen und dann kommt es in der Sendung. Dann hat der Frank noch auf YouTube drunter geschrieben, ich kann das Linksäuger-Thema sowas von nachvollziehen, habe darüber aber noch nie nachgedacht, dass das nicht normal ist, bis heute. Ja, also, Die Händigkeit, ich glaube es heißt Schirralität, also die Rechts-Links-Händigkeit, die gibt es auch in anderen Bereichen. Das ist einfach in der Natur so, dass auch bei Pferden, die wackeln lieber mit dem rechten als mit dem linken Ohr oder Hamster essen gerne lieber aus dem rechten als aus dem linken Töpfchen und so weiter. Also es gibt so Bevorzugungen einer Richtung.

Boris

Also bei Pferden ist es eher so, dass die Pferde lieber linksrum als rechtsrum abbiegen oder umgekehrt, also eine Kurve bevorzugen.

Chris

Zum Beispiel, genau.

Boris

Bei Menschen ist es aber tatsächlich zum Beispiel auch mit den Füßen oder den Beinen so. Als ich mal angefangen hatte, mit dem Longboard zu lernen, da hatte ich einen Arbeitskollegen gefragt und der hatte sich das Longboard angeguckt, ob das was taugt und sagt, das ist okay, gerade für den Anfang. Dann sage ich, ja, wie rum stelle ich mich denn jetzt drauf? So linkes Bein nach vorn oder rechtes Bein nach vorn? Und dann sagt er, das finden wir ganz schnell raus. Und sagt er, stell mal Füße zusammen, stell dich hin, mach die Augen zu. Und dann hat er mich von hinten angetippt, dass ich nach vorne einen Ausfallschritt machen muss, um das auszuleihen. Sagt er, das Bein, was jetzt vorne ist, das stellst du nach vorne. Und da hat tatsächlich jeder Mensch ein anderes Bein, das er nach vorne nimmt.

Chris

Das ist auch beim Posen so, wenn man fotografiert. Du sagst den Leuten, ja, stell mal ein Bein nach vorne und nehm da mal ein bisschen Gewicht drauf und dann hat die Person ein Bein vorne. Und das ist das bevorzugte Bein. Also eigentlich immer. Bei den Augen ist es halt auch so.

Boris

Morgens beim Hose anziehen. Überleg mal, mit welchem Bein ihr als erstes ins Hosenbein steigt. Und versuch das mal morgen andersrum zu machen. Ohne Quatsch. Versucht mal.

Chris

Das weiß ich jetzt gar nicht. Ich versuche das gerade nachzudenken. Ich muss mal morgen darauf achten.

Boris

Achte mal drauf.

Chris

Das ist witzig. Wir gucken halt bevorzugt durch ein Auge. Das ist tatsächlich bei vielen Leuten, aber bei den meisten Leuten glaube ich das rechte und das links. Das hat sich in den Kameras auch so gebaut. Zum Beispiel die, Sucherkameras mit dem, Guckloch links, damit man das dann ans rechte Auge halten kann, ohne dass man sich ständig mit der Nase das Display zerschmiert. Ja, also Herr Clemens schreibt, Merke, morgen Hose anziehen. Ja, genau.

Boris

Zum Üben.

Chris

Einfach mal eine Hose anziehen. Das Podcaster macht sowas eh nicht, deshalb weiß ich das auch nicht. Na gut, also recht und rund.

Boris

Dass das Videobild nur bis hier geht.

Chris

Ist ein Ding, aber ich vermute, das ist einfach nicht ausgeprägt genug, dass es dann ausreicht würde, dass die Kamerahersteller da irgendwie drauf eingehen. Stell dir mal vor eine Leica mit dem Sucher auf der rechten Seite. Das wäre schon komisch. Da musst du mit links auslösen, weißt du?

Boris

Ja, aber wenn ich es einer Firma zutrauen würde, dann sicherlich Leica, weil das ist ohnehin Nische in der Nische.

Chris

Gut, dann machen die so 50 Kameraserie.

Boris

Ja, Sonderedition oder sowas.

Chris

Sonderedition und dann und dann kostet das aber dann irgendwie das Vierfache oder so.

Boris

Nein, das doppelt ja höchstens.

Chris

Doch, weil das Werkzeug, das muss ja einiges Werkzeug neu entwickeln und so.

Boris

Muss ja nur andersrum einbauen, das ist doch ganz einfach. Was ist das?

Chris

Beim Auto genauso. Wenn du für UK ein Auto baust, musst du auch nur das Lenkrad auf der anderen Seite an.

Boris

Es ist doch so, dass die Gangschaltung trotzdem gleich ist. Erster Gang links oben oder so.

Chris

Ja, das ist so.

Boris

Das ist ja nicht umgedreht.

Chris

Ja, ansonsten ist es total einfach.

Boris

Auch Gaspedal ist doch weiterhin auf der rechten Seite, oder?

Chris

Das ist genau. Ja, ja, das ist alles richtig rum.

Boris

Das ist Quatsch. Alles totaler Quatsch. Dann kann man auch die Kamera einfach andersrum bauen.

Chris

Apropos totaler Quatsch. Ich wollte noch mal ganz kurz erzählen, was wir tun hier, weil momentan läuft gerade der Villa Workshop online, Fotografieren ohne Technik, der 6-Wochen-Live-Kurs. Der ist jetzt, ja, diese Woche kommt die dritte Session schon. Ist eine spaßige Sache, ist eine super interessante Sache, mit einmal die Woche quasi sich treffen, im Video über Sachen quatschen, Bilder angucken, Bilder besprechen und Aufgaben austauschen und dann Bilder hochladen, sich gegenseitig zugucken. Da kommen total Interessantes, was wir auch auf Klostergeistern bei anderen Workshops immer wieder haben, diese Erkenntnis, die anderen sehen die Welt anders als ich.

Boris

Ja.

Chris

Und das ist so, für uns beide ist das, Ja klar, logisch, aber für manche ist das tatsächlich eine Erkenntnis, weil viele halt auch noch nicht so routiniert sind, ihre Bilder auch mal an oder zu zeigen. Und sich auch manche auch wirklich zum ersten Mal richtig ordentlich Gedanken drüber machen. Ja, was sehe ich denn da? Und wie kann ich denn damit eine Geschichte erzählen? Wie kann ich das denn darstellen, dass das dann auch eine Wirkung hat und nicht nur einfach irgendwie auf dem Bild ist? Also da sind wir gerade dran. Das ist eine ganz spannende Geschichte. Der nächste Workshop, der hier einschlägt, ist dann im März der Seewerkstatt-Workshop. Der ist quasi, ich glaube, ein Platz ist noch frei. Also wer da mitmachen möchte Ende März.

Sollte jetzt noch schnell zuschlagen. Da geht es auch ums bewusste Sehen, um Wahrnehmung, um Absicht in der Fotografie. Also wie erzähle ich eine Geschichte? Im Prinzip ist die Seewerkstatt und der aktuelle Online-Villa-Workshop sind relativ ähnlich von den Inhalten her, nur dass die Seewerkstatt noch so ein paar Komponenten dabei hat, die man in so einem Online-Workshop nicht unterbringen kann, weil es einfach nur geht, wenn man in der Gruppe beieinander irgendwie ist, also im gleichen Raum sich befindet. Aber ja, also Ende März zwei Tage hier in der Villa, ja, dann diverse andere Sachen Fotoprojekte realisieren Villa Geister, Ende August, Mitte August ist jetzt offen, wir haben die ganzen Analog-Workshops offen, Film und Pixel.

Großformat und Experimente mit Film guckt euch mal um, happyshooting.de slash Workshops, da findet ihr alles zu den Workshops, Und wir freuen uns, wenn ihr kommt.

Ja, lass uns mal die nicht so guten Nachrichten angucken. Wir hatten letztes Mal darüber gesprochen, dass Canon an sich wieder ein bisschen Aufschwung hat und dass es dem relativ gut geht. Denk geht es gut. Nikon nicht so sehr im Moment. Die haben wohl ziemlich Geld liegen lassen. Also wir reden von erheblichen Verlusten im dritten Quartal 2025. Deren sparte Imaging Products ist wohl immer noch profitabel, aber nicht mehr so sehr. Der Wettbewerb, der drückt wohl ganz schön auf die Kosten und, deshalb wird auch davon ausgegangen oder Firmen machen ja so Projektionen, wo sie sagen, wo es hingehen wird preislich oder vom Aktienkurs und so. Da haben sie ein bisschen ihre Erwartungen gesenkt.

Boris

Okay. Und Ich finde das immer so erstaunlich, weil für mich ist Nikon und Canon, vielleicht noch zusammen mit Sony einfach so absolut an der Spitze. Und ich hätte gedacht, die nehmen sich einander nicht viel. Die teilen sich das so in Dritteln auf, aber die Realität ist eine völlig andere.

Chris

Also was wohl gerade gut läuft, ist tatsächlich die ZR. Okay. Also die videofokussierte Kamera.

Boris

Ja.

Chris

Die scheint wohl relativ gut zu gehen.

Boris

Die hat relativ viele Features zum guten Preis. Sehr professionell.

Chris

Genau, und sie gehen auch davon aus, dass die Z5 Mark II und die Z50 Mark II wohl ziemlich stark an den, an dem Umsatz teilhaben werden. Aber sie haben ihre Vorhersagen haben sie runterfahren müssen, ein gutes Stück weit. Ja, also was wir jetzt daraus für Lehren ziehen, weiß ich nicht. Ich gehe mal nicht davon aus, dass die jetzt in irgendeiner Form gefährdet sind. Das ist eher unwahrscheinlich, dass die jetzt deshalb in irgendeiner Form vor die Hunde gehen, ist es sehr unwahrscheinlich sogar. Es gibt immer wieder Auf und Ab-Quartale für die Firmen.

Boris

Sie haben ja auch die Aufgabe, wenn sie voraus projizieren können, dass die Umsatzzahlen sinken werden. Das kann viele Gründe haben. Es kann ja auch sein, dass größere Projekte geplant sind, die sie jetzt nicht im Quartal veröffentlichen können oder sich aus Gründen verschiebt. Wir wissen zum Beispiel, dass gerade der Speichermarkt hart umkämpft ist etc. Und wenn du dann höhere Kosten vielleicht sogar hast im Einkauf, aber die Preise nicht anheben willst. Sie sind ja verpflichtet, als Börsenunternehmen darauf hinzuweisen, um die Anleger da zu informieren. Also insofern normale Meldung, denke ich.

Chris

Sie sind ja natürlich, sie sind auch optimistisch, was die längerfristige Entwicklung angeht. Aber ja, also was für mich natürlich interessant ist, bei solchen Meldungen ist immer, wird sich dieser, also der starke Wettbewerb, wie wird der sich auf die Preise zum Beispiel auswirken? Also wie weit müssen die runter, damit sie ihre Verkäufe wieder ankurbeln können? Und wollen sie das? Ja.

Boris

Also ich glaube eher, dass sie ein abgespecktes Modell oder sowas bringen, um sich breiter aufzustellen. Aber ich glaube nicht, dass sie die Preise senken. Die Tendenz geht ja eher dazu, die Preise anzuheben.

Chris

Ja, da bin ich mir eben nicht so sicher, ob das jetzt dabei bleibt oder ob sich das irgendwie ändern wird.

Boris

Wir werden es erleben. Also ich hoffe ja auch, dass die Preise mal wieder runtergehen. Auf der anderen Seite muss man sagen, bei aktuellen Kameras, die man jetzt so neu am Markt kaufen kann, was du da bekommst, das ist auch wirklich, also man muss sich überlegen, ob man das wirklich braucht oder ob man es will. Und wenn man es will, dann wird man es halt auch bezahlen müssen. Und ansonsten kann man wirklich guten Gewissens sagen, hol dir halt eine alte, also eine alte von vor fünf Jahren oder so. Das ist auch eine hammergeile Kamera. Und das wird sicherlich auch mit dazu beitragen, dass die Umsätze nicht ganz so stark sind, weil du musst einfach nicht mehr so oft irgendwas ersetzen, weil die Dinger sind einfach gut genug.

Chris

So, auch eine nicht ganz so positive Meldung ist die von der Washington Post. Die Washington Post gehört Herrn Bezos und die haben jetzt kürzlich irgendwie kräftig Leute entlassen. Nämlich 300 von 800 Journalisten und Journalistinnen arbeiten da nicht mehr.

Boris

Das ist signifikant.

Chris

Das ist signifikant und das hat wahrscheinlich auch noch irgendwo eine politische Dimension.

Sie haben jetzt unter anderem die Sportabteilung geschlossen und die internationale Berichterstattung reduziert. Und das ist natürlich ein Verlust für die Fotojournalismusbranche im Großen und Ganzen, weil Washington Post schon richtig gute Fotografinnen und Fotografen hatte. Es waren insgesamt immerhin neun Vollangestellte und einige Fotoeditoren, also Menschen, die das Fotodesk beleben und dann eben Bilder auch bearbeiten und Bilder koppen und was weiß ich, also die halt dann auch Auswahl treffen und so. Davon ist auch die Hälfte rausgeflogen. Du erinnerst dich, vor einigen Jahren gab es das schon mal so relativ groß hier in den Medien, die Chicago Sun Times, auch eine große, große Zeitung in USA, die damals auch alles entlassen hat und wo dann quasi die Redakteure, ein Training bekommen haben, wie sie mit ihrem iPhone selber Bilder machen können. Ja, genau, hat man hier auch besprochen. Ja, das ist jetzt halt nochmal so ein Ding, und das ist natürlich ist natürlich generell ein Problem, weil Fotografie natürlich auch heute noch eine wichtige und eigentlich zentrale Rolle bei so Dokumentationen von der Realität einfach ausmacht. Also.

Du kriegst halt visuell teilweise Geschichten deutlich besser erzählt oder wie sagt man so schön, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Also das Geschichten erzählen über Bilder ist halt dann doch nochmal ein anderes, als wenn man alles immer noch schreibt. Die Frage ist jetzt, worauf werden sie setzen? Mit Sicherheit natürlich auf Bilder, die sie irgendwo anders herbekommen. Wie viel dann da KI mitspielt oder nicht? Keine Ahnung, weiß ich nicht, wo das hingehen wird. Aber immerhin, Washington Post, das tut besonders weh, weil da halt viele auch Pulitzer-Preisträgerinnen und Träger waren, viele preisgekrönte Fotojournalisten, die schon Größen waren in dieser Branche. Und es ist natürlich die Frage, wie sich dieser Fotojournalistenverlust dann auf die Berichterstattung von der Washington Post auswirken wird.

Boris

Ja, wird man sehen. Und ob das schon gemacht.

Chris

Und letztendlich auch die Frage, welche Alternativen gibt es jetzt für die Menschen, die da nicht mehr arbeiten. Ich meine, die haben jetzt teilweise so einen Ruf wie Donnerhall. Möglicherweise werden die kein großes Problem haben. Aber jetzt guckst du dir mal die Menschen an, die irgendwo in der Lokalzeitung fotografieren. ähm, Ich habe zumindest in meiner Entwicklung noch einige Lokalblätter gesehen, die sich noch einen eigenen Fotomenschen gehalten haben, um Sachen zu dokumentieren. Heute ist das auch mehr so Richtung Redaktion gewandert, weil es halt Geld kostet. Und es ist irgendwie eine etwas unschöne Entwicklung. Uns direkt wird das nicht wirklich tangieren, weil wir, ich sage mal, die wenigsten von uns hier, sind professionell. Ich würde sagen, der Großteil der Menschen, die hier zuhören, sind wahrscheinlich eher so im gehobenen Amateurbereich angesiedelt und müssen damit kein Geld verdienen.

Boris

Und wenn selbstständig, dann wahrscheinlich jetzt nicht unbedingt in der Zeitungsreportage.

Chris

Naja, also ich würde tatsächlich mal, ich mache mal einen Aufruf hier und schickt uns doch mal, wenn ihr in irgendeiner Form tatsächlich Geld mit der Fotografie verdient oder Haupteinkommen mit der Fotografie verdient, dann lasst uns doch mal wissen, ob ihr in eurem Umfeld da Auswirkungen seht, was jetzt im Moment eben durch KI und sonstige Sachen oder einfach nur durch Sparmaßnahmen irgendwo vielleicht wegfällt, weil es als nicht so wichtig angesehen wird. Also für mich wäre das ganz interessant, mal so ein bisschen auch, ja, vielleicht auch mal ein bisschen mehr über unser Publikum hier zu erfahren.

Boris

Ja, meldet euch gerne.

Chris

Wer hört denn eigentlich zu?

Boris

Ja, wäre mal spannend.

Chris

Wir wissen das nämlich gar nicht mehr so genau. Das letzte Mal, dass wir so eine demografische Erhebung gemacht haben, das ist Jahre her. Das ist echt lange her.

Boris

Ja, wir wissen ja anhand der Downloadzahlen, dass sehr viele von euch uns hören, aber sehr wenige melden sich bei solchen Umfragen zurück. Das ist immer sehr schade. Aber vielleicht macht ihr das mal. happyshooting.de schreibt mal ganz kurz nur, wenn ihr mögt, in welcher Branche ihr eben seid. Und ja, was Chris gerade gesagt hat, welche Erfahrung habt ihr in den letzten Monaten.

Chris

Genau.

Boris

Wäre mal ganz spannend zu erfahren, ja.

Chris

Das wäre es auf jeden Fall. So, auch spannend. In der Vorsendung habe ich gesagt, also mit Sport habe ich nicht viel am Hut. Jetzt ist ja gerade Winter-Olympiade. Aber ein Teil davon ist natürlich, dass sich auch da die Bildsprache ändert, wie Sachen fotografiert werden, wie Events fotografiert werden. Und ein Ding, was da gerade sehr, sehr intensiv eingesetzt wird, das sind First-Person-View-Drohnen, FPV-Drohnen, also Drohnen, die schnell klein sind und dann irgendwelchen Dingen hinterherfahren oder fliegen oder fahrenden Dingen hinterherfliegen und das ist schon so vom Visuellen her ist das schon.

Boris

Das ist der Hammer.

Chris

Also die FPV-Leute, das ist ja wirklich auch so ein Schlag Menschen, die da wirklich seit Jahren wirklich auch Zeit und Aufwand investieren, um irgendwelche Drohnen zu bauen, die besonders klein und besonders beweglich sind. Ich mach hier den Sound weg. Und jetzt hast du hier halt wirklich so Linearevents, also Events, wo dann eben Abfahrt, Skiabfahrt zum Beispiel hier auf dem Bildschirm, wo du bisher immer so an so Knotenpunkten, an so Ecken und Kurven hattest du dann die Kameras stehen, die dann mit dem Dele irgendwie dir mal einfallen.

Boris

Und dann halt umgeschwenkt.

Chris

Und dann hast du halt so, was weiß ich, fünf Kameras auf der ganzen Abfahrtstrecke. Und ja, in diesem Fall hast du jetzt halt zusätzlich noch so eine FPV-Drohne, die hinterher rast und quasi...

Boris

Das sieht aus wie aus einem Videospiel.

Chris

Ja, wie ein Videospiel. Und, Das ist natürlich schon so ein Ding, da gibt es auch ein bisschen Kontroverse drum, weil das ist natürlich jetzt so ein kleines, was irgendwie den Leuten ziemlich auf die Pelle rückt. Das siehst du dann teilweise bei so Skateboard-Events, wo dann irgendwie über irgendwelche Schanzen gesprungen wird und so große, große Sprünge, wo dann diese Drohnen ja teilweise so auf Zentimeter fast rankommen. Was allerdings ja aus diesem Sport kommt, so diese Bildsprache, das ist ja das, wo es eigentlich herkommt, da gibt es dann schon auch Kontroverse unter Fotografen und Zuschauern wegen dieser, auch wegen der Geräusche so Drohnensound mag mancher nicht.

Also das wird diskutiert aber es ist halt auch interessant, was dann, also dieses Foto zum Beispiel, sorry, aber das ist ein geiles Bild Da siehst du den Skispringer oder den Abfahrer, der gerade so in der Luft springt und der irgendwie so einen Schnee hochgewirbelt hat und dieser Schnee macht dann wieder Kontrast für die Drohne. Da siehst du auch, was da für Drohnen im Einsatz sind. Das sind wirklich Custom-Dinger, die halt klein, leicht und flott sind und entsprechende 4K-Kamera und Übertragungstechnik an Bord haben, damit du dann auch das Live-Bild irgendwo herbekommst. Also das ist schon technisch cool und ich finde es ja vor allem cool für die Leute, die sich mit dem FPV immer so als Hobby beschäftigt haben, weil dann doch einige wahrscheinlich davon, die sich über Jahre Fähigkeiten antrainiert haben, also diese Fähigkeit in Zentimeter Abstand, um was rumzufliegen, was sich schnell bewegt oder so.

Boris

Ja.

Chris

Die dann plötzlich auch tatsächlich anwenden können und damit vielleicht sogar Geld verdienen können. Das ist schon irgendwie ganz cool.

Boris

Also ich war auch relativ überrascht, weil ich hatte natürlich auch reingeschaltet in die Olympischen Spiele. Und da war gerade Skispringen. Und dann waren so die klassischen Kameraperspektiven und eben genau seitlich auf den Absprung, so mit so einem Mehrphasenbild, dass halt die Sprungphase so in Mehrfachbelichtung quasi gesehen hast. Das kannten wir schon aus den vergangenen Jahren. Und dann schwenken sie plötzlich um und zeigen halt eine Aufnahme von hinter der Springerin. So quasi mitgeflogen, wie eben wie so ein Computerspieler.

Chris

Du springst mit.

Boris

Du möchtest quasi jetzt mit den Schultertasten, möchtest jetzt quasi den Sprung eigentlich selbst auslösen in dem Augenblick. Und wenn man sich überlegt, dass die unten am Absprung irgendwie 88, 89 kmh drauf haben und bei der Landung über 100 und das Ding fliegt da eben, wie du schon sagst, auf relativ kurzer Distanz mit Respekt. Und beim Skiabfahrt ja genauso. Die haben ja auch ein Mordstempo drauf. Und dann da hinterher, die Kurven da lang und so.

Chris

Naja, es sind neue kreative Möglichkeiten, die sie damit haben.

Boris

Die Bilder sind beeindruckend.

Chris

Die Bilder sind beeindruckend, dramatisch sind die. Und ich sehe ja fast so eine Parallele zu, was so als Film neu war, also Kinofilm neu war. Das Bewegtbild, was Neues war. Das waren ja am Anfang Riesenkästen, die schwer waren und die einfach fix irgendwo hingestellt wurden. Und irgendwann hat dann jemand Und die mal so klein bekommen, dass man die plötzlich auf eine Schiene stellen konnte und damit rumfahren konnte. Also der Moment, wo sich die Kamera bewegt hat, das war ein ganz wichtiger Moment in der kreativen Entwicklung des Mediums. Und später dann, als die noch leichter wurden, konnte man die so auf Kräne tun und dann damit plötzlich durch die Luft fliegen. Also zumindest mal einen Meter oder zwei hoch und rechts und links. Also diese Kamerakräne, wo früher noch der Kameramann mit drauf saß. Das sind immer so große Schritte in der Kreativität, in der Möglichkeit, die technischen Möglichkeiten.

Boris

Ja und der Bildsprache dann hat sich sehr gewandelt.

Chris

Genau und bestimme dann auch die Sehgewohnheiten, das ist ja das Nächste, du hast dann irgendwann, hast du dich dran gewöhnt und irgendwann gehört das dazu und wenn es dann nicht mehr so ist, dann fehlt dir wieder was. Also wenn du heute einen Film drehst und hast immer nur die Kamera starr auf dem Stativ stehen.

Boris

Dann ist schon eher ein Kunstfilm dann wahrscheinlich.

Chris

Dann hast du, das ist schon eher, da musst du dann so französisches Slam-Poetry dazu erzählen oder irgendwas.

Boris

Ja. Wahrscheinlich.

Chris

Ja, also es ist spannend.

Boris

Es lohnt sich, die Olympischen Winterspiele mal einzuschalten hinsichtlich der Bildsprache der Kameraführung. Das ist tatsächlich recht beeindruckend, was da geboten wird. Das stimmt.

Chris

Ist es auf jeden Fall. Ist es unbedingt.

Boris

Jetzt warte ich noch, ob das auch bei Formel 1 eingesetzt wird. Es gibt ja diese schnellen Drohnen. Die sehen ja aus wie Raketen mit Propeller. Ob sie sich da trauen, da mitzufliegen. Also im echten Rennen und nicht bei einer Demo.

Chris

Du hast zumindest, was jetzt Apple angeht, hast du ja plötzlich so Custom-Kameras, die mit guten Sensoren und Objektiven teilweise in den Rennwagen verbaut sind.

Boris

Die dann auch schwenkbar sind und so weiter.

Chris

Du hast ja schon die Möglichkeit, da auch qualitativ hochwertiges Zeug zu machen.

Boris

Das stimmt.

Chris

Aber wir reden jetzt noch nicht von Live-Berichterstattung. Da ist es tatsächlich... Es ist spannend. Und es gibt Drohnen, die richtig schnell sind.

Boris

Ja, ja.

Chris

Ob die dann auch filmen können, aber das weiß ich nicht.

Boris

Bei YouTube gibt es ja, wenn ihr da mal nach Formel 1 und Drohne sucht, da gibt es eben sehr, sehr schnelle Drohnen, also auch Custom-Made, die dann einem Formel-1-Wagen dann halt hinterherfliegen. Also technisch kriegt man das schon hin.

Chris

Ja.

Boris

Aber ich glaube nicht, dass sie das machen, weil die Gefahr, dass das Ding dann doch irgendwo gegenknallt und dann irgendjemanden verletzt oder im Weg liegt.

Chris

Wieso? Die Gefahr ist doch jetzt auch nicht größer, wenn du jetzt irgendjemandem, der gerade Skiabfahrt macht, hinten reinfliegst, dann hat der auch irgendwie Schnitte vom Propeller im Genick oder so.

Boris

Ja, aber wenn du halt so eine schnelle Drohne auf eine Formel-1-Strecke fallen lässt und da ein Splitter in den Reifen kommt, dann hast du unter Umständen gleich Tote. Das ist dann auch nicht so angenehm.

Chris

Ich bin ja relativ, ich glaube nicht, dass das die abhält, wenn sie da voll...

Boris

Oder hast eine rote Flagge und dann muss das Rennen unterbrechen und so. Also bei der Skiabfahrt, da ziehen sie ja den Verletzten einfach runter und dann fährt der Nächste.

Chris

Ja, apropos Technik in der Fotografie, auch die traditionellen Kamerahersteller bauen wieder interessante Sachen. OM System zum Beispiel mit der OM3, da gibt es jetzt die Astro-Version.

Boris

Gab es in der Vergangenheit auch schon, astro-spezifische Kameras.

Chris

Richtig, also was sie gemacht haben, ist erstmal natürlich wieder an den Filtern geschraubt. Sie haben an den Filter geschraubt. Der Infrarot-Cut-Filter ist jetzt durchlässiger, damit du halt die Infrarot-Strahlung von irgendwelchen Nebeln besser aufnehmen kannst. Es gibt neue Farbprofile für Astro- und Landschaftsfotografie. Sie haben auch modifiziert, dass du diese H-Alpha-Wellenlängen, diese H-Alpha-Geschichten, die auch wichtig sind im Astro-Bereich, quasi jetzt 100% tatsächlich auf den Sensor bekommen kannst. Es geht auch um Funktionen wie zum Beispiel diverse Komposite-Funktionen, die Olympus ja eh schon an Bord hat, die aber jetzt da noch ein bisschen spezialisiert sind. Sind zum Beispiel Starry Sky, also dass du quasi Himmelskomposite hinbekommst mit dem Live-Dingens, was also quasi Live-Komposite-Modus hast, aber auch andere Komposite-Modi, mit denen du dann irgendwelche Sternspuren und so besser aufnehmen kannst.

Parallel dazu haben sie auch neue Filter noch released, also Filter, die man tatsächlich auf die Kamera tut. Da reden wir von... Ja, BMF LPC-01 Body Mount Light Pollution Suppression Filter, also der Lichtverschmutzung ein bisschen rausfiltert.

Boris

Da wird wahrscheinlich ein schmales Band an gelblichem Licht oder sowas gesperrt.

Chris

Ich vermute, dass du sowas machst, genau. Und noch den SE-01, der auch irgendwas macht. Was macht der Body Mount Soft Filter, Designed to Slightly Blur and Highlight Point Light Sources. Also dass Sterne ein bisschen, gerade in so Überblicksbildern, ein bisschen.

Boris

Dass es nicht so digital aussieht wahrscheinlich.

Chris

Genau, dass sie ein bisschen weicher werden und damit einfach auch wahrscheinlich größer im Bild auftauchen. Also das hast du ja bei digital oft, dass du dann einfach so Punkte hast, die dann vom Entrauschalgorithmus fast schon wieder weggemacht werden.

Boris

Ja, das stimmt.

Chris

Ja, das Ganze soll im März für zweieinhalbtausend Dollar in den USA verfügbar sein. Wie viel das hier wird, weiß ich nicht, aber das gibt zumindest mal einen Anhaltspunkt, wo das hingeht. Ja.

Boris

Ja, nett. Ja, spezialisierte Kamera für Astro, wenn ich an seinem Sensor rumfummeln will, um irgendwelche Filter vom Sensor abzupoolen, kriegt halt hier eine fertige Kamera.

Chris

Es gibt auch einen Handheld Hi-Res Mode, wo sie quasi neun Bilder schießt, die dann hinterher zusammengerechnet werden. Das kann sie sowieso. Handyartig, das wusste ich nicht, dass du irgendwie so 50 Megapixel aus der Hand schießt.

Boris

Das macht Olympus schon sehr, sehr lange. Das hatte damals angefangen, weil die haben halt diesen sehr, sehr guten Bildstabilisator. Ich werde nicht müde, das zu sagen. Das ist meiner Meinung nach der beste Bildstabilisator, den es derzeit so gibt. Also für uns käuflichen Kameras. Und die haben damals angefangen schon damit, hier bei der EM1, also die allererste, die ich hier auch hatte, dass das vom Stativ ging. Und ich glaube, ab der 2, bei der 1 bin ich nicht ganz sicher, aber die Mark 2, da ging das dann los, dass das auch freihand ging mit etwas weniger Auflösung. Und bei den neueren ist das, glaube ich, weiß nicht, ob da noch ein Unterschied ist. Da bin ich jetzt gerade nicht so ganz auf dem Laufenden. Und du kriegst RAW. Also das ist nicht ein gestichertes JPEG, sondern das sind RAW-Files mit voller Farbtiefe. Das ist echt interessant.

Chris

Also 12 Bilder machen sie hier und das Ganze 50 Megapixel. Ja, das haben die sich doch beim Smartphone abgeguckt.

Boris

Wahrscheinlich, ja. Also wie gesagt, das haben sie damals schon gemacht mit so leichten Pixelshift auf dem Sensor, um dann eben auch die Detailauflösung zu erhöhen und das ist schon wirklich beeindruckend, was da passiert. Ja, ganz cool. Ja, ist spannend. Für mich wäre das jetzt wahrscheinlich keine Kamera, weil ich kein Astro mache. Das habe ich mal eine Zeit lang ausprobiert, aber hat mich nicht gefangen, so in dunklen Stunden möglichst bei Kälte rausgehen, viele Stunden und dann Fotos machen. Das war dann doch nicht so mein Hobby, was ich weiterführen wollte. Aber wer das gerne macht und ich finde die Ergebnisse, die man damit erreichen kann mit absolut bezahlbaren Mitteln heutzutage als Hobby-Astrofotograf in, das ist wirklich schwer beeindruckend. Denn was man ja oft vergisst ist, du brauchst ja gar nicht ein super Teleobjektiv. Du brauchst nur die Auflösung. Du kannst mit einem Tele-Objektiv natürlich weiter weg gucken, wenn du irgendwelche kleinen Galaxien groß haben willst. Also ganz ohne Tele wirst du vielleicht nicht unbedingt klarkommen. Aber wenn es dir um die naheliegenden Nebel gibt, wir haben hier diesen Andromeda-Nebel. Ist das der Andromeda-Nebel? Also dieser große Nebel, der hier auch ein Beispiel zu sehen war.

Chris

Das ist die nächste Galaxie zu uns, ja.

Boris

Das ist größer als der Mond von der Fläche. Also man braucht nicht ein wahnsinniges Tele. Also mit 100, 300 bis 600 Millimeter ist man schon fleißig dabei, kann tolle Bilder machen. Und mit Weitwinkel oder Fischauge eben auch beeindruckende Landschaftsaufnahmen mit eben Sternenhimmel und Nebeln am Himmel und so weiter. Das ist schon toll, was heutzutage geht. Und von daher ist das wahrscheinlich eine gute Kamera, weil die einfach mehr durchlässt als eine Standardkamera. Ganz gut. Wie das jetzt mit so einer OM3 Astro allerdings aussieht, wenn man normale Landschaft oder Porträtfotografie macht, Da wirst du wahrscheinlich einen Infrarotsperrfilter davor machen müssen, sonst wirst du wahrscheinlich mit Farbverschiebungen zu tun haben, schätze ich. Sehr ein Versuch wert.

Chris

Da ich auch nicht Astro mache, kann ich es dir nicht genau sagen. Ja, und wenn du nicht unbedingt am Himmel große, tolle Milchstraßen und Dinge fotografieren willst, dann vielleicht ein bisschen was auf der Erde, dann bietet sich im Frühling ja immer in Japan das Cherry Blossom-Fest an. Die haben dieses Kirschblüten-Dingens, wo Japan ja sehr bekannt dafür ist. Unter anderem gibt es da einen Ort, der heißt Fujiyoshida in Japan und da gibt es ein großes Festival, wo in der Vergangenheit so 200.000 Leute jedes Jahr hinkommen, um dort die Kirschblüten zu fotografieren. Das ist ein Ort oder ein Dorf eigentlich, also eine Kleinstadt die direkt unter Mount Fuji liegt, also du hast dann quasi, den Mount Fuji und entsprechend davor die Kirschblüten und was halt so Japan alles hergibt, das ist für 2026 jetzt abgesagt worden Wieso dieses? Die Offiziellen in Fujiyoshida haben das Festival gecancelt, Weil es zu viele Touristen sind.

Boris

Ah, überlaufen quasi.

Chris

Es ist so überlaufen, dass jetzt, also das ist eines von Festivals, das ist jetzt natürlich nicht der einzige Ort dort, aber das ist wohl ein sehr bekanntes, wie gesagt, es kommen da so 200.000 Leute hin. Und ja, das ist einfach zu viel.

Boris

Okay.

Chris

Wir reden da von, also Peak Season ohne das Festival. Kommen da so ungefähr 10.000 Leute am Tag hin. Also es ist wirklich so, das ist quasi Instagram verseucht. Und das ist ein Ort, der 50.000 Leute hat. Und wenn da jeden Tag 10.000 Leute kommen, die dann einfach, Naja, Menschen sind halt nun mal teilweise nicht so ganz nett und rennen da in der Gegend rum. Also Touristen können schon einiges anrichten.

Boris

Touristen können anstrengend sein.

Chris

Von in Gärtenkacken über was weiß ich alles. Also die Infrastruktur kann das nicht und die Leute können es auch nicht mehr. Und die Anzahl der Beschwerden ist dann so groß geworden, dass die halt jetzt den Stecker gezogen haben und gesagt haben, nö, machen wir dies ja nicht. Es kommen trotzdem noch Touristen. Du kriegst die immer noch, du kannst da immer noch hinfahren. Aber das Festival mit, was weiß ich, was da halt alles so drumrum noch stattfindet, ist offiziell abgesagt.

Boris

Ja, schau. Das ist krass, ja. Aber gut, wenn du halt da zunehmend schlechte Erfahrungen mit dem Tourismus hast, ist ja immer so eine Abwägungssache. Touristen bringen dann vielleicht auch das Geld dahin und viele Jobs hängen dann vielleicht auch von den Touristen ab. Aber wenn du sagst, da sind sowieso sehr viele Leute regelmäßig da, dann braucht es wahrscheinlich nicht noch ein Festival, wo dann der Ort oder die Stadt dann völlig überrannt werden.

Chris

Möglicherweise, ja.

Boris

Ja, spannend. Aber könnte mal wieder, sollte jeder und jede selbst mal drüber nachdenken, wie man sich so verhält, wenn man irgendwo zu Gast ist als Tourist. Ich nehme jetzt an, dass die Leute, die uns hier zuhören, sich anders verhalten. Ja.

Chris

Ja, also es ist auch so ein Ding, was ich eigentlich früher so ein bisschen auf meiner Bucketliste gehabt habe, so dieses, oh, da will ich auch nochmal hin, aber so in den letzten zehn Jahren eigentlich nicht mehr, weil das hat man schon so ein bisschen mitbekommen. Also es ist da teilweise in dem Ort so, da gibt es also wohl auch so Instagram-typisch so ein, zwei Ecken, von denen aus möchtest du das fotografieren, weil da hast du genau den richtigen Blickwinkel, da stehen die Leute teilweise stundenlang an, um dann dieses eine Foto zu machen.

Boris

Und dann machen alle das gleiche Foto.

Chris

Und dann machen natürlich alle das gleiche Foto, klar. Aber wie schon Karl Valentin sagte, es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.

Boris

Genau, gilt ja auch bei den Fotos.

Chris

Tja, ja.

Boris

Ist ja auch ein Stück weit so.

Chris

Und jetzt gehen wir nochmal zurück nach Olympia, weil Drohnen sind nicht das Einzige, was hier dieses Jahr interessant ist. Es gibt hier so ein Trio Fotografen von Getty. Images, die haben jetzt mal angefangen, mit Wärmebildkameras zu arbeiten.

Boris

Okay.

Chris

Also die mal eine ganz andere Wellenlänge hier mit reinbringen. Und das ist, ich meine, diese Wärmebildkameras, die sind heute relativ gut verfügbar und auch nicht teuer. Also wir reden von so einer Kamera, die du an dein Smartphone klippen kannst. Die kostet halt noch irgendwie 200 Euro aufwärts. Und die machen dann in der Regel so eine Kombination aus dem sichtbaren Bild und dem entsprechenden Wärmebild.

Boris

Die Auflösung vom Wärmebild ist in der Regel deutlich geringer.

Chris

Die ist in der Regel deutlich geringer, aber was sie natürlich damit tun, ist, sie bringen nochmal so eine ganz andere Sichtweise der Dinge rein. Und ich finde interessant, dass es das auch, naja, vielleicht nicht direkt in den Mainstream geschafft hat, damit aber zumindest eine Sichtbarkeit bekommen hat, was auch interessant ist. Die sind nicht so schnell, diese Kameras. Das heißt, du hast dann tatsächlich auch so einen Zeitversatz drin, was natürlich für diese Fotografinnen und Fotografen dann auch so ein Kompositionschallenge ist oder vielleicht sogar eine künstlerische Note reinbringt. Also du hast dann diese Kombi, weil das Wärmebild nicht so gut aufgelöst ist, hast du in der Regel dann eben noch so ein kantengeschärftes Bild von der richtigen Kamera oder von der sichtbaren Kamera, was dann da überlagert wird und das ist halt, wenn da so ein schneller Bob oder ein Skifahrer vorbeifährt, hängt das Wärmebild halt hinterher.

Boris

Steht so ein bisschen in der Luft da.

Chris

Und hast halt damit aber auch irgendwie so ein interessantes Element, so ein zeitversetztes Wärmebild hinterher und siehst ja, ob das jetzt die Zuschauertribüne ist oder eben die Menschen hier im Spandex-Anzug auf dem Eis auf ihren Kufen, die dann noch warm rauskommen und das Eis fast schwarz oder irgendwelche Springwettbewerbe, wo du dann halt, ja, also ist halt ein warm-kalt Ding und dafür ist natürlich so eine Wärmebildkamera sehr gut, also hat eine ganz eigene Ästhetik, wirkt so ein bisschen futuristisch, hat aber auch natürlich so ein ist auch ein Storytelling-Element, das ist so ein bisschen... Auch was Neues, auch was Interessantes. Und ich habe jetzt echt tatsächlich gesehen, also du hast mittlerweile so kleine Wärmebildkameras, die du einfach hier an deinen Telefonanschluss dran clippst. FLIR heißt die Technologie dahinter. Und die kriegst du teilweise eben wirklich für 200 Euro oder so.

Boris

Ich habe es schon hier für einen Lightning Anschluss. Damals hatte ich mir geholt günstig. War das vielleicht ich meine hier sogar aus der Community hatte das jemand.

Chris

War es ein Kickstarter-Ding oder sowas?

Boris

Ne, war glaube ich hier aus der Community eine Kamera und hab Fotos von unserem Pferd gemacht und du kannst dann eben zum Beispiel sehen, wenn das Pferd irgendwo eine Entzündung oder eine Verletzung hat, eine gereizte Sehne oder sowas, dass es da wärmer ist, sowas kannst du sehen und witzig war dann auch mal, hörst halt irgendeinen Gezwitscher in den Büschen, siehst aber nichts, wenn du näher kommst, ist still und dann machst du mal eine Wärmebildkamera und dann siehst du die Punkte, wo die Spatzen sitzen. Das ist schon lustig.

Chris

Ja, aber es ist natürlich auch möglicherweise nützlich. Also ich weiß zum Beispiel, wenn du irgendwie viel Elektronik reparierst, dann hast du hoffentlich eine Wärmebildkamera, weil dann kannst du relativ schnell auf der Platine sehen, wo es heiß ist und wo vielleicht irgendwo, der Widerstand besonders hoch ist und dann irgendwie also man kriegt dann, möglicherweise damit halt, das ist ein Diagnosewerkzeug im Prinzip, ist auch so ein bisschen Physikunterricht. Aber in diesem Fall halt angewandt als kreatives Werkzeug. Finde ich spannend.

Boris

Interessante Idee auf jeden Fall.

Chris

Also Drohnen und Wärmebild in einer Olympiade. Was kommt nächstes Mal?

Boris

Ja, ist wahrscheinlich gerade jetzt bei den Winterspielen sehr spannend, weil du eben den Kontrast zwischen den warmen Körpern und dem kalten Untergrund hast. Im Sommer wird das wahrscheinlich nicht so beeindruckend sein.

Chris

Wahrscheinlich. Gut möglich. Und Kontrast ist natürlich das Thema in der Fotografie. Genau, Christian, Wärmebilddrohnen, gibt es mit Sicherheit auch schon. Diese Flir-Kameras, die sind nicht schwer. Das sind wirklich kleine Dinger mittlerweile und da geht schon was.

Boris

Ich weiß jetzt nicht auswendig, wo sie liegt, sonst könnte ich es in die Kamera zeigen. In irgendeiner Schublade.

Chris

Tja. Und, Nicht nur in Japan hat der Tourismus rund um die Fotografie überhand genommen. Auch in China. Und das ist eine Meldung. Es gibt jetzt den ersten Fotografie-Themenzug in China.

Boris

Okay.

Chris

Also, wenn ich es richtig verstehe, ist das eine Kombination von Reise. Da kannst du mitfahren, buchen. Da gibst du Geld quasi. und strukturierte Fotoshootings. Das heißt, an Bord sind eine ganze Menge an Profis mit der Kamera. Es gibt Sets an Bord, es gibt Kostüme an Bord und du hast dann quasi, während du da irgendwie in China rumfährst und zwar auch so in Wintergebieten, wo es wohl gerade irgendwie, wo man gerne hin möchte zur Urlaubszeit, mit Backdrops haben die da und eben Ausstattung für Fotostudios. Also sie haben quasi in diesem Zug irgendwie lauter Foto-Ecken, Studios und so weiter und Menschen, die, das fängt dann an mit, wenn du ankommst, auf dem Bahnsteig, also wird auch dokumentiert so ein bisschen und das Ziel ist, dass die Leute da quasi, hochwertige Fotografie bekommen und von sich und auch hier Bilder für ihre Social Media und Reiseerlebnisse dokumentiert haben und das Ganze wird betrieben von der China Railway Harbin Group.

Wer das immer auch sein mag. Ja, und die machen das tatsächlich, bieten das an. Und der ganze Zug, es geht nur um Fotografie. Wie lang die Reise geht, weiß ich nicht. Aber ja, das ist wohl jetzt schon unterwegs. Das ist am 25. Januar ist das Ding losgefahren. Keine Ahnung, wie lange das jetzt gedauert hat. Und Thema ist Eis und Schnee und, European Style.

Boris

Okay. Frag mich nicht, was da European Style bedeutet.

Chris

Wahrscheinlich mit Socken und Sandalen. Weiße Socken und Sandalen für die Deutschen. Keine Ahnung. Und es gibt an Bord 40 verschiedene Kostüme und Make-up und Haarservices und alles. Also du kannst dich dann auch richtig wichtig fühlen, weil es wird natürlich dann... Also es ist natürlich interessant, Weil das ist mal wirklich innovativ, sowas in den Zug zu packen. Das ist ja wie so eine Cruise quasi, wie so eine Kreuzfahrt.

Boris

Also kann ich mir das so vorstellen, dass da so verschiedene Sets und Studios an Bord sind?

Chris

So verstehe ich das, ja.

Boris

Die man dann wahrscheinlich zeitweise anmietet oder so.

Chris

Keine Ahnung, da wirst du wahrscheinlich irgendwie buchen können oder so. Wahrscheinlich ist in dem Fahrpreis was enthalten oder du kannst noch Extras dazu buchen. Da gibt es sicher Upsells und so. Also so stelle ich mir das vor. Und dann bist du natürlich da unterwegs in einer Landschaft, wo du selber auch fotografieren kannst. Also da reden wir jetzt von Landschaftsfotografie und solchen Geschichten. Und das ist schon interessant, weil es ist halt ein spezielles, spezialisiertes Reiseerlebnis.

Boris

Mhm.

Chris

Und erzeugt gleichzeitig natürlich auch eine, ja, also es ist auch eine selbstverstärkende Geschichte, weil wenn Fotografie das Thema ist, wirst du natürlich hinterher auch viel der Fotografie online sehen. Das heißt, da ist quasi die Rekrutierung neuer Passagiere ist da schon eingebaut irgendwie. Ja.

Boris

Interessante Idee.

Chris

Und es gibt natürlich Locations, wo die dann anhalten und da wird dann auch stationär fotografiert. Also es ist nicht nur alles im Zug. Und dann gucke ich da so durch und bin dann auch noch über einen Link gestolpert. Steht nämlich dann am Schluss noch der letzte Satz The Movie Highlights and the Increasing Interest in Photography Experiences across China and comes months after it emerged some of the country's most popular tourist landmarks, Genau, bei einigen der populärsten Touristenecken in China gibt es jetzt mittlerweile Attendance, die, mit der Stoppuhr dastehen, wenn zu viele Touristen da sind und sicherstellen, dass jeder sein Bild machen kann, also so eine Minute pro Bild bitte pro Tourist und dann der nächste, also da wird dann teilweise schon ganz hart durchgeteilt, dass die Leute auch wirklich dann ihre, Instagram oder wie das Zeug halt in China heißt, irgendwie ihre Instagrammable Bilder machen können. Das ist schon da ist es schon echt abgefahren. Meine Güte, ist das abgefahren.

Boris

Es nimmt Ausmaße an.

Chris

Aber ja, ein Fotozug. Ey, man, gibt dir das?

Boris

Ist erstmal eine witzige Idee. Ich meine, so ein Zug hat viele Abteile. Aus den Abteilen kannst du natürlich auch kleine Studios machen. Warum nicht? Oder in den Großraumabteilen machst du irgendwie ein, zwei größere Studios davon. Warum nicht? Also kann man schon machen, klar. Es gibt ja auch, ist das auch in China gewesen oder war es Japan? Da gibt es ja auch so, wie soll ich sagen, so Offices oder auch auf der Straße dann so kleine Video, wie soll ich sagen, abgesperrte Räumlichkeiten, wie sagt man denn, Kuben Cubes, Uts, also stell dir vor, du gehst eine Straße lang und dann hast du da nicht.

Chris

Ein Stand, ein Stand Ja.

Boris

Sowas, aber eben schon so ein bisschen mit einer Wand hingestellt. Und dann stehen die da oder sitzen die InfluencerInnen mit Schirm und Licht und Kamera und dann machen sie da ihre YouTube Shorts oder ihre Livestreams und so weiter. Aber wirklich eine und einer neben dem oder der anderen, Reihe an Reihe an Reihe an Reihe. Und das kannst du natürlich auch im Zug machen und dann irgendwie noch nette Zwischenstops irgendwie einplanen.

Chris

Also Bernd fragt, Happy Shooting Zug wann?

Boris

Also bewerfen wir uns mit großem Schein, dann kriegen wir auch einen Zug gemietet.

Chris

Ich meine, was man natürlich, also hier in Hannover könnte man zum Beispiel, da gibt es bei der Straßenbahn so einen Partywagon, den du mieten kannst. Und dann kannst du da mit, irgendwie da ist eine Bar drin und so und da kann man richtig Spaß haben und dann fährt man halt so lange mit der Straßenbahn durch die Stadt irgendwie.

Boris

Man kann auch bestimmt auch irgendwo eine Dresine mieten, oder?

Chris

Naja, aber so könnte man so einen Partywagen in Hannover und dann könnte man so einen Tag in der Stadt rumfahren und, ab und zu mal irgendwo zum Fotografieren aussteigen und dann machen wir so eine Studio-Ecke mit so einem Du baust so einen Schirm auf und einen, Remote-Trigger und dann haben wir den Fotozug, den Happy-Shooting-Fotozug Kostet dann aber Eintritt Kostet dann aber Eintritt, Richtig viel Eintritt, Warum nicht?

Boris

Ey, happyshooting.de.

Chris

Slash hi, lass uns wissen.

Boris

Warum nicht?

Chris

So einen transsibirischen Zug, das wird schwierig.

Boris

Ja, so Orient Express werden wir jetzt nicht hinkriegen.

Chris

Aber Geld verdienen mit Fotografie ist eh schwierig. Guck mal, dass ich einen schönen Übergang gefunden habe. Artikel in Peter Pixel, der mich dann gleich vom Hundertsten ins Tausendste gebracht hat. Und zwar, Moment, gab es da diese Meldung, dass 58 Prozent der Fotografen Geld wegen generativer KI verloren haben. Das ist ein Artikel, da geht es um die AOP. Die AOP ist eine Association of Photographers in den UK und die haben eine Umfrage gemacht und zwar unter ihren 3000 Mitgliedern. Es haben 20 Prozent, also nur 600 davon geantwortet, also ein Fünftel. Das heißt, wie repräsentativ das ist, kann man noch Fragen zu stellen. Aber zumindest diese Minderheit sagt, dass fast 60 Prozent sagen, wir haben Aufträge und Arbeit an generative KI verloren. Und dabei haben allerdings parallel dazu 10%, haben die Leute, die geantwortet haben, haben im Jahresvergleich 10% mehr eingenommen.

Boris

Oh.

Chris

Also frage ich mich, wie das funktioniert, aber okay. Was man aber wohl sieht bei denen, bei diesen 20%, ist ein deutlicher Rückgang der öffentlich sichtbaren Fotos, die sie online oder auf ihre Websites packen. Die Vermutung ist wahrscheinlich aus Sorge vom illegalen Scraping ihrer Arbeiten also dass die KI dann irgendwie das als Material nimmt, Ist möglicherweise so. Zwei Drittel, das ist ein großer Rückgang bei, wie gesagt, diesen 20 Prozent. Zwei Drittel weniger beauftragte, lizenzierte Bilder, also Fotoaufträge gehen zurück.

Und ja, so einiges, so Hiobsbotschaftsmäßig, jetzt weiß ich nicht, wer in dieser AOP drin ist, und wer diese AOP überhaupt ist, das habe ich da mal nachgeguckt, weil das war eher für mich das Interessantere, wer ist denn jetzt diese AOP eigentlich? Also die Association of Photographers, das ist eine britische Branchen- und Interessensvertretung für professionelle, viel, also eher kommerziell arbeitende Fotografinnen und Fotografen und für das Drumherum, also Thema Assistenten, Assistentinnen, Agenten, Service Provider, eigentlich ist es eine Industrievertretung und zwar von 3000 Leuten, aber das sind nicht nur die, die fotografieren, sondern auch das Drumherum, weil da hängt ja auch noch irgendwas dran. Die kommen eher so aus dem Markt, also die denken marktseitig, das ist eher ein Lobbyverband, Bei denen geht es eher so um Aufträge, Agenturen, Produktionen, Vertrags-, Lizenzpraxis, Nutzungsrechte und so weiter. Denen geht es nicht um Kunst und Hobby. Das ist eher so für die Menschen, die dann tatsächlich mit Fotografie ihr Geld verdienen. Wobei, wie gesagt, du weißt nicht, womit die Leute ihr Geld verdienen. Das können ja auch Stockfotografen sein. Die haben ganz sicher gerade einen Rückgang.

Also die Zahlen sind aus einer sehr businesszentrischen Perspektive. Die sind nicht repräsentativ für den gesamten Fotomarkt. Und außerdem, du kennst das aus Onlineforen, die, die laut werden, sind in der Regel die, die irgendwie Frust haben. Also Menschen, die einfach Spaß haben und viel arbeiten und so, die gehen nicht online und beschweren sich.

Boris

Wer einen Job hat, hat ja was zu tun, nicht wahr?

Chris

Wobei ich nicht in Abrede stellen möchte, dass da sich was verändert gerade, das auf jeden Fall.

Boris

Ja, aber die werden sich dann da nicht melden, das ist dann immer die Schwierigkeit dabei.

Chris

Und dann bin ich aber noch ein bisschen weiter ins Loch gefallen, weil, Wie ist das überhaupt mit diesen Branchenverbänden? Was gibt es da so für ein Netzwerk? Bin dann erstmal bei UK gelandet, weil ich weiß nicht, ob du diese Wahrnehmung schon mal hattest. Also ich habe schon seit Jahren, wenn ich mit Briten zu tun hatte, die professionell fotografieren, dann haben die ganz oft hinten an ihrem Namen, tragen die noch so einen Buchstabenkürzel LRPS, ARPS oder irgendwas.

Boris

Ich habe wenig mit britischen Fotografen QIS.

Chris

GIS und so weiter die haben ganz oft dann auf ihrer Businesskarte haben die dann noch so, Jack Smith und dann noch so ein paar Buchstabenkürzel dahinter und das sind tatsächlich so Titel die von den verschiedenen Verbänden kommen dort und, Und da ist das auch teilweise ganz wichtig, in diesen Verbänden zu sein. Es gibt also wie gesagt die AOP, das sind 3000 Leute. Dann gibt es in UK aber noch die Royal Photographic Society, die RPS. Die hat bis irgendwie 10.000, 11.000 Leute. Die sind auch tatsächlich offen für internationale Amateure bis Profis. Sogar Kunst und Wissenschaft. Und die haben tatsächlich so eine Struktur, so eine Struktur, wo man sich so Buchstaben erarbeiten kann. Also so, ja, wie wäre das heute? So Badges.

Boris

Das Ernstl. Das Ernstl möchte ich kaufen.

Chris

Hä?

Boris

Was?

Chris

Das verstehe ich nicht.

Boris

Andere verstehen das. Einfach weitermachen.

Chris

Alles klar. Dann gibt es noch die British Photography Council. Das British Photography Council. Das ist kein Mitgliederverein, sondern so ein Dachverband aus Organisationen. Da sind dann irgendwie 20.000 insgesamt drin, über 14 Mitgliedsorganisationen. Und es ist tatsächlich so, dass die ...

Dass diese Royal Photographic Society Qualifikationen hat, die sie rausgeben. Also da gibt es dann den Licensate RPS. Da musst du dann quasi bei einer Jury deine Bilder einreichen und die sagen dann, was du da für einen Titel dafür bekommst. Also da brauchst du dann so Mindestmaß an Professionalität und so weiter. Wenn du Associate werden möchtest, dann brauchst du ein Body of Work oder ein Project of High Standard and a Written Statement of Intent und Strong Technical Ability. Du musst also demonstrieren, dass du irgendwelche bestimmten Dinge hast oder du kannst auch Fellow werden. Das ist dann der FRPS und da kriegst du dann so richtig, da sind dann die wirklich großen Namen drin. Und da ist mir aufgefallen, sowas in der Richtung haben wir hier eigentlich nicht wirklich also wir haben schon so Barstrukturen wie in UK, aber dieses System mit hier Buchstaben hinter den Namen und so ist nicht so verbreitet, also, das was so diesem British Photography Council, diesem Dachverband am ehesten nahe kommt, ist wahrscheinlich der deutsche Fotorat, den gibt es aber auch noch nicht so lange den gibt es wohl erst seit 2021.

Und darunter verbergen sich sowas wie der Berufsverband Freier Fotografen, der BFF oder die Deutsche Gesellschaft für Fotografie oder die Deutsche Fotografische Akademie und auch der Fotojournalismusverband Freelance, über den höre ich zumindest am ehesten noch ein bisschen. Aber das hat so eine Branchenvereinigung und dann gibt es noch irgendwie so eine Bildagentur Geschichte, die BVPA das ist eher so ein Ding das sich mit Urheberrechten und Honorarempfehlungen beschäftigt, also das aus der Zeit kommt.

Boris

Wo halt einen Katalog von, wo man mal so marktübliche Preise finden kann für bestimmte Fotojobs, da gibt es glaube ich jedes Jahr eine neue Auflage.

Chris

Richtig, den gibt der BVPA raus, aber so Titel also die gibt es ja eher so aus dem staatlich-handwerklichen Bereich. Also einen Fotografenmeisterbrief kannst du heute wohl immer noch machen.

Boris

Mhm.

Chris

Aber das ist halt ein handwerklicher Meisterbrief und außerdem brauchst du den heute ja nicht mehr. Der Meisterzwang für ein Fotohandwerk, der ist ja 2004, glaube ich, gefallen. Also das ist schon länger nicht mehr notwendig, das ist eher so ein freiwilliges Qualifikationssignal. Also du kannst schon Meisterbrief an die Wand hängen und sagen, hier, ich weiß, was ich tue. Wie viel der heute wert ist, ist dann halt die nächste Frage. Ja, also so Kürzel werden hier nicht geführt.

Boris

Und also früher war Meisterbrief glaube ich zumindest erforderlich, wenn du selbst auch ausbilden wolltest und wenn du dann solche Geschichten machen wolltest.

Chris

Du musstest, wenn du, Fotograf bist und quasi kommerziell gearbeitet hast, musstest du, so wie heute auch, also hast du Meisterzwang und musstest dann tatsächlich in der Firma dann halt einen Meister haben.

Boris

Ja, ich weiß, wie gesagt, du kannst dann irgendwann selbstständig werden, auch ohne Meister. Ich weiß aber nicht, wie das mit der Ausbildung aussieht. Dabei kenne ich auch den aktuellen Stand nicht. Brauchst du jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr.

Chris

Die Ausbildung sieht ja heute noch mal anders aus in der Fotografie. Aber wie gesagt, du kannst schon noch eine Ausbildung machen. Nur was die dir heute noch bringt, ist eine Frage. So Titel gibt es heute, wenn dann eher so im Europäischen. Also es gibt den QEP, den Qualified European Photographer.

Boris

Den QOP, nichts überwechselt mit dem QED.

Chris

Nein, nein. Und dann MQEP von der FEP. Die Federation of European Photographers ist ein europaweiter Dachverband, der dann wieder die nationalen Berufsverbände von Fotografinnen und Fotografen bündelt. Also wenn man sich da qualifizieren will, QEP ist die... Das ist das Stichwort. So, und dann habe ich aufgehört, weiter in dieses Verbandsloch zu steigen. Ich fand es total spannend, mal zu gucken, wie sich das organisiert. Weil wir beide kommen nicht aus dem Bereich. Wir sind beide Autodidakten. Wir haben uns beide in dieses Ding über die letzten 20 Jahre oder länger reingefuchst. Ich bin seit über 20 Jahren selbstständig in der Fotografie. Und zwar dann genau, als dieser Meisterzwang gefallen ist und wo am Anfang noch nicht klar war, was passiert dir denn, wenn du dich Fotograf nennst und deshalb haben sich dann auch viele Fotodesigner oder sonst was genannt.

Boris

Fotoartists und was da nicht alles bei rausgekommen ist.

Chris

Genau, weil du den Titel Fotograf nicht führen durftest. Du durftest nicht auf deine Visitenkarte schreiben.

Boris

Das ist ja auch in Ordnung, also wenn das halt einen Meisterbrief erfordert, also zu dem Zeitpunkt, wo das so war, dass sich dann nicht jeder Fotograf nennen darf, das ist ja so in gewisser Weise auch ein Schutz, aber in dem Moment, wo es gefallen war, genau wie du sagst, das war halt dann so eine Phase, da war es dann unklar wie das jetzt weitergeht, deswegen steht bei mir auch nicht Fotografie oder Fotograf, sondern eben bei mir auch Fotodesign und, Mediendesign naja, damals habe ich das so angemeldet, ich wollte keinen Stress haben. Außerdem wollte ich nicht festgelegt sein, das kam dann noch dazu. Und ja, es gibt schon viele kreative Bezeichnungen dafür.

Chris

Tja. Na gut. Apropos kreativ. Hier ist auch ein kleines kreatives Projektchen, über das ich gefallen bin. Ein DIY-Prozent.

Boris

Ich höre dich, ich muss noch kurz was gucken.

Chris

Mach du, geh mal gucken. Die Little Stupid Camera. Es ist ein ganz hübsches, kleines Projektchen. Und zwar hat da ein... Ein Mensch überlegt in Zeiten, in denen gerade so Film und so relativ teuer geworden, aber trotzdem, man will ja noch fotografieren und dann hat, ich muss gerade mal gucken, wie der Mensch heißt.

Jenny List heißt sie, so ist das zumindest hier überschrieben, ja, der hat sich überlegt, was mache ich denn, wie kriege ich denn mehr Bilder auf den Film? Und hat dann angefangen, einfach mal hinten in der Kamera die Filmbühne abzukleben, also sprich einen kleineren Ausschnitt drauf zu machen und dann nach Methoden gesucht, wie dann auch der Filmtransport entsprechend verkürzt werden kann. Und da ist ein hübsches kleines Video, das ist doch ein R, gut ist ja wurscht, auf jeden Fall ja, man sieht es ja auf dem Bild, ich kann mal kurz das Video anmachen, Moment, ja, was hat er gemacht, er hat die Kamera ja, erstmal die Bilder halbiert, also quasi eine Half-Frame draus gemacht und dann irgendwann das so weit reduziert, dass am Ende dann.

Mit so einem Handgriff an der Kamera dann irgendwie 180 Bilder auf den Film passen. Könnt ihr euch ausrechnen, wie viel das pro Bild sind, also 5 bis 6 Bilder pro, ursprünglichen 35mm Bild. Das ist schon ein ganz interessantes Format und eigentlich auch total abgefahren. Also das ist Widescreen vom feinsten. Genau, 5x36 und ja, das ist einfach so ein kleines Video, was das erklärt, wie das funktioniert und warum das ja gar nicht so wild ist. Ich meine klar, du hast dann weniger Auflösung und so weiter. Also es ist nochmal eine andere Geschichte. Unter anderem der Versuch dann rauszufinden, wie man denn jetzt diesen Film am besten transportiert und hat dann tatsächlich, angefangen, nicht den Vorwärtstransport zu nutzen, sondern den Rückwärtstransport.

Boris

Weil du die Kurbel hast.

Chris

Jetzt hast du das Problem, dass du auf so einer Filmrolle natürlich, je nachdem, ob das am Anfang oder am Ende vom Film ist, hast du natürlich eine unterschiedliche Länge je Kurbeldrehung. War dann aber am Ende tatsächlich, also erstmal hier hast du Überlappungen und Zeug und am Ende war es aber dann ein schlichtes, einfaches, ich mach da so Sechstel Kreismarkierungen, das passt dann schon so einigermaßen.

Boris

Wenn die Abstände halt weiter dann zum Anfang gehen.

Chris

Genau, wir müssen das nicht wissenschaftlich mit einer Formel machen, sondern am Ende ist das gut genug, das pragmatisch zu machen und wie du siehst, sind das dann halt so Super-White-Bilder, die auch wieder ihren Charme haben, oder?

Boris

Ja, das ist halt Cinemascope oder so, also super weit.

Chris

Das ist mehr als...

Boris

Ja, aber stark. Die Idee ist cool.

Chris

Also ich finde es total cool, die Idee. The Little Stupid Camera heißt das Projekt und so viel Projekt ist es nicht. Also letztendlich ist es ein bisschen schwarzes Tape hinten auf der Filmbühne.

Boris

Könnte ein Klostergeisterprojekt sein, sowas. Es ist wahrscheinlich verhältnismäßig einfach zu bauen.

Chris

Wenn du eine Kamera hast, bei der du rückwärts transportieren und dann noch auslösen kannst. Das ist natürlich die Voraussetzung dafür. Das muss ja in irgendeiner Form passieren. Tja.

Boris

Du musst irgendwie spannen können, ohne Transport.

Chris

Genau.

Boris

Gibt es ja auch oft für diese Mehrfachbelichtung, dass du nochmal einen Hebel unten reindrückst und dann kannst du spannen ohne Transport.

Chris

Ich vermute, dass das auch so funktioniert, genau. Anders kann ich mir das auch nicht wirklich vorstellen.

Boris

Du darfst ja nur nicht vergessen, den Knopf zu drücken, weil sonst, ah, scheiße.

Chris

Tja. Noch ein interessantes DIY-Projekt. Die Digitalblende.

Boris

Was denn eine Digitalblende?

Chris

Naja, was hast du, du hast ja in deinem deiner Kamera, in deinem Objektiv hast du ja eine Blende, die da irgendwo drin sitzt und die mit Lamellen halt irgendwie das Loch groß und klein macht, nicht wahr? Hier hat jemand das Ganze digital gebaut und zwar aus einem LCD. Das LCD, also das Flüssigkristall-Display, das kann ja durch Strom, durchsichtig oder undurchsichtig gemacht werden. Also brauchst du noch ein bisschen Polfilter dafür und dann hast du aber hier so eine Glasfläche.

Boris

Das ist ein Gedankenfehler, den man halt häufig hat, weil man sagt, wieso denn durch einen LCD fotografieren? Aber es ist ja so.

Chris

Da wo es transparent ist.

Boris

Da kommt das Hintergrundlicht durch. Und wenn du kein Hintergrundlicht hast, dann hast du eine transparente Scheibe, wo dann Pixel drauf zu sehen sind oder nicht.

Chris

Genau das hat dieser Mensch hier gemacht. wie gesagt Polfilter und Zeug und dann hast du eben genau dieses Phänomen, dass du das Ding elektrisch auf und zu machen kannst und zwar in vielen Pixeln. Nicht nur einfach hell und dunkel, sondern an jeder Position.

Boris

Wo du willst.

Chris

Und du kannst da Formen machen und genau das hat dieser Mensch gemacht und hat jetzt eine kreative Blendensteuerung, also eine softwarebasierte Blendensteuerung, mit der du jetzt, also hier ist der ganze Bastelvorgang ist ja nochmal erklärt, das muss dann halt auch irgendwie ein Hoch-auf-3D-Druck muss dann auch irgendwie in dieses Objektiv eingearbeitet werden.

Boris

Natürlich.

Chris

Und ja, dann hast du halt irgendwie plötzlich diese.

Boris

Und muss ja dann auch angesteuert werden. Also muss auch Kabel ran und Strom ran.

Chris

Die Software, die kannst du heute Weibkonen.

Boris

Das ist kein Problem mehr.

Chris

Das ist kein Problem mehr.

Boris

Aber die ganze Hardware dafür.

Chris

Natürlich. Und hier mit den durchgeschleiften Kontakten irgendwie. Wie gesagt, du hast halt jetzt hier, genau. Also das ist jetzt die Blende. Und dann siehst du halt, wie du jetzt plötzlich mal eben schnell eine andere Form da. große kleine Blende natürlich machen kannst. Die werden so Lamellen simuliert jetzt, aber du kannst natürlich auch animieren. Du kannst die animieren und bewegen. Und, ist das geil oder was?

Boris

Wir sehen hier gerade halt so einen Blick auf diese Konstruktion und eine Blende, wo halt die Offenblende als Quadrat dann so Pingpong über den Sensor, also über die Fläche fährt oder von links nach rechts auf und zu geht.

Chris

Die sitzt jetzt zwischen Objektiv und Kamera und macht halt jetzt Sachen mit dem Bokeh. Und zwar tatsächlich interessanterweise, wenn du mal anschaust, wenn du jetzt mal diesen Streifen von rechts nach links laufen lässt, dass du oder so bewegst, dann hast du tatsächlich auch ein dreidimensionales Bild.

Boris

Ja, weil die Lichtstrahlen ja in verschiedenen Winkeln durchs Objektiv.

Chris

Du schaust durch die andere Bereiche des Subjektivs.

Boris

Je nachdem, welche Seite du abdeckst. Das ist ja das Prinzip gewesen von diesen Lightfield-Kameras.

Chris

Das ist genau sowas.

Boris

Die das auch zerlegt haben auf der Rückseite und hier siehst du halt immer ein Stück zur Zeit quasi. Ein Blickwinkel zur Zeit.

Chris

Aber es ist halt faszinierend, was da geht. Ja, das hat schon was sehr, sehr spannendes, sehr interessantes und, Ja, die haben was Hypnotisches, diese Bilder. Und jetzt hast du natürlich auch im Bokeh hier das Sternchen, die sich bewegen. Natürlich siehst du die nachher in den Punktreflektionen im Bokeh. Da liegen hier so Stahlkugeln, so verkromte Kugeln rum. Hier ist eine Blume, die sich dreht. Das taucht natürlich jetzt im Front- oder auch Back-Bokeh auf, je nachdem, wo die Schärfe liegt. Also du hast jetzt auch eine Animation aber nicht nur wie dieser eine Typ, der irgendwie Löcher in ein Blech gebohrt hat sondern hier kannst du halt, Pixel steuern und was hat er jetzt noch gemacht, also Blümchen hier ist irgendwie, Bokeh in einer Wasseroberfläche das sind jetzt irgendwie so wie so Bubbles, die sich da bewegen du siehst dann so Donuts, die größer werden.

Boris

Wie sowas im Spiegel Teleskop.

Chris

Im Prinzip, hier hat er so ein kleines Ausrufezeichen Icon drauf, also hier sind tatsächlich so kleine Verkehrsschilder jetzt im Bokeh durch die Gegend fahren. Irgendwo hat er dann auch noch so einen Drachen oder so, also kannst du halt dann spielen, ohne viel Aufwand. Das, was wir da früher irgendwie mit aus Pappe gemacht haben oder eben eine Animation, hier so eine Regenfall-Animation, die du natürlich dann auch im Bokeh willst.

Boris

Und im Bokeh sieht es dann aus, als ob der Hintergrund fällt. Als ob da in Zeitlupe dann Regen fällt.

Chris

Richtig. Also ist das ein abgefahrenes Projekt? Ich finde das so cool, weil das halt auch heute wieder, das ist durch diese Kombination aus, ich komme heute, durch an die Elektronik rankommen, auch die Informationen, wie du die ansteuerst rankommen.

Boris

Ja, die ganze Dokumentation und so.

Chris

Du kannst ja dann ein entsprechendes Board einfach machen lassen und das ist heute auch finanzierbar. Also in diesem Fall ist das ein rundes Board, was dann in diese selber 3D gedruckte Halterung reinpasst.

Boris

Jetzt ist der Chris kurz weg.

Chris

Jetzt ist der Herr Nienke gerade aus dem Stream gefallen. Jetzt ist er wieder da.

Boris

Ja, wir waren gerade bei dem kurz weg.

Chris

Ja, also du hast diese Möglichkeiten heute. Und das ist jetzt einfach ein kreativer Umgang mit den Möglichkeiten.

Boris

Das ist stark, wirklich. Also wer heute SchülerInnen ist und viel Zeit hat. Also ich weiß ja, was wir so gemacht haben. Früher, wenn wir nach der Schule nach Hause sind, Hausaufgaben fertig waren, was haben wir nicht alles so gemacht, auch so an kreativem Zeug, wir haben ja nicht nur gezockt, wir haben auch Sachen gebastelt und ausprobiert und damals kam dann das Modem und hat die Welt größer gemacht und so oder kleiner in diesem Fall, aber für uns erreichbarer. Und wenn ich überlege, was die Jugend heute an Möglichkeiten hat, ich finde es stark. Wirklich richtig, richtig stark. Tolle Projekte.

Chris

Stark und ja, das ist eine andere Art von Kreativität. Da ist einfach interessantes Zeug.

Boris

Wie David hier schreibt, mit dem Regeneffekt fetzt das. Ja, so ist das. Starke Idee. Also auch für Video eben gerade. Wirklich toll.

Chris

Na gut.

Boris

Stell dir das mal bei der Großformat vor. Mit einem großen Display. Was du da für einen 3D-Effekt kriegst bei der Animation. Puh.

Chris

Ja. Schon irgendwie, oder? Ach ja. Was übrigens auch natürlich ganz wichtig. jetzt kommt, ist das hier.

Boris

Termine.

Chris

Die Termine, es ist unglaublich, was da gerade geht. Wir haben aktuell 84 aktive Termine im Kalender. 84 aktive Termine. Seit letzter Woche sind wieder 11 Termine dazugekommen. Danke an alle, die was eingetragen haben. Vorne liegt Jürgen.

Boris

Scheint nicht ab, wir lesen sie nicht alle vor.

Chris

Nein, ich lese sie nicht alle vor, sondern nur fünf Stück, die ich ausgesucht habe. Die Fellbacher Fotobörse in der Schwabenlandhalle in Fellbach endet in zwölf Tagen. Findet in zwölf Tagen statt, ist nämlich nur ein Tag lang und die bieten eines der größten Angebote an gebrauchter analoger und digitaler Fotoausrüstung in Süddeutschland präsentiert von über 70 Ausstellern. Dann haben wir in Aarau im Stadtmuseum in der Schweiz die Plakatausstellung What the Fake. Diese Ausstellung konfrontiert Besucher mit Bildpaaren, die zu kritischen Auseinandersetzungen mit KI-generierten Bildern, Manipulationen und digitalen Gefahren anregt. In Tübingen im Stadtmuseum Fotografien von Ute und Werner Mahler. Die Fotoausstellung zeigt die tiefgreifenden gesellschaftlichen und baulichen Veränderungen in deutschen Kleinstädten und Dörfern, dokumentiert durch die Serien von Ute und Werner Mahler sowie das Langzeitprojekt Ein Dorf über Berger.

Dann in Winterthur Frauen fragen Fotoarchive. Die Ausstellung beleuchtet die bisher marginalisierte Geschichte sieben weiblicher Schweizer Fotografinnen zwischen 1900 und 1970, um deren Arbeitsbedingungen, gesellschaftliche Einflüsse und die Sichtbarkeit ihrer Archive zu untersuchen. Und last but not least, im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg, Günter Rössler zum 100. Geburtstag. Die Jubiläumsausstellung des Deutschen Fotomuseums präsentiert zeitlose und erotische Schwarz-Weiß-Akt-Fotografien des legendären DDR-Fotografen Günter Rössler. Der als Klassiker und Chronist seiner Epoche gilt.

So, außerdem gab es dann noch im Schnelldurchlauf Wolfgang Tilmers im Weltraum in Dresden, Fotofestival Lenzburg in der Schweiz, André Steinbach in Erfurt, Faszination Sport in Stuttgart, Daido Moriyama, die Retrospektive zieht weiter nach Wien, das ist eine Wanderausstellung und Modeinszenierungen in Berlin. Und in wenigen Tagen, die müssen schnell sein, Laufen aus, Ansichtssache Arbeit in Innsbruck, Habité Le Jour in Winterthur und An Instant of Time in Luxemburg. Ah, ist das schön mit diesen Ausstellungen. Also solltet ihr irgendwelche Dinge hier reintun wollen, es ist toll, es macht Spaß, es ist, warte mal, ich kann eigentlich nochmal ganz kurz den Kalender zeigen, weil, allein die Karte ist immer wieder einen Blick wert.

Boris

Weil die jetzt echt immer voller wird, die wächst.

Chris

Also solltet ihr da mal auf den Kalender schauen, kalender.happyshooting.de da habt ihr hier, die Anzahl Ausstellungen, die Farbe zeigt euch, ob es bald rum ist und dann könnt ihr draufklicken, könnt euch was aussuchen, bekommt dann entsprechend die Info mit Website und Datum und so weiter. Also einfacher geht es nicht mehr eine Ausstellung in der Nähe zu finden und, Fotoausstellungen sind so wichtig, sich Fotografie anzuschauen und sich damit zu beschäftigen ist so wichtig also für den nächsten Sonntagsausflug kann ich das nur empfehlen, und mit 84 Ausstellungen kalender.happyshooting.de ist dann schon auch glaube ich für alle irgendwas geboten.

Boris

Also wenn ich hier mal was in der Nähe sein sollte und ihr seht das und ihr wisst, dass es um die Ecke einen guten Pithagyrus gibt. Sagt mir Bescheid.

Chris

Oder ein Eiswagen für Boris. Alles für Boris.

Boris

Alles für Boris. Pitta für Boris.

Chris

Und dann? Gibt es noch eine neue Aufgabe?

Boris

Oh, ja. Denn, lass mich kurz die Kapitelmarke noch bereitstellen. Die aktuelle Aufgabe ist ja die Spielaufgabe. Die läuft jetzt noch bis zum Donnerstag, wenn ihr das hier live hört. Also bis zum 12. Februar. Und danach soll es ja weitergehen. Deswegen haben wir uns vor der Aufnahme dieser Sendung eine Aufgabe ausgedacht, die wie passend Astro heißt. Das heißt jetzt nicht, dass ihr Sternenhimmel fotografieren müsst, Aber könnt ihr natürlich. Astro lässt sich aber bestimmt noch anders auch definieren oder interpretieren. Das heißt, im Zeitraum vom 12.02. bis zum 26.02., also dem 12.02. Bis zum 26.02.2026, zieht ihr los, macht ein neues Foto zum Begriff Astro. Und das Ergebnis ladet ihr bei Flickr hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSB Astro. Und ich denke immer mehr darüber nach, etwas zu schaffen, um diese Flickr-Plattform abzulösen. Ich wüsste inzwischen, wie es geht. Ich muss mich nur noch entscheiden, wie ich das umsetzen möchte.

Chris

Tja, gut, dann wäre es jetzt ja am Ende, wären wir jetzt am Ende der Sendung angelangt, wenn dann noch heute eine Meldung gekommen wäre. Naja, du hast ja hier immer dieses Thema Essen und dein Pithagyros und dein Eis und dein was weiß ich alles. Das Essen, das Thema Essen kann man auch mit Fotografie verbinden. Ein italienischer Fotograf, der in Berlin lebt, hat jetzt die Fotografie mit Pasta verbunden. Also er hat eine Pinball-Kamera gebaut aus einem großen Ravioli. Die heißt dann auch Ravi-Hole-Kamera aus frischem Pastateig.

Boris

Was? Aber der ist doch weich.

Chris

Du kannst das trocknen, hast du noch nie getrocknet. Hast du noch nicht Spaghetti aus dem Karton geholt? Das ist getrocknet.

Boris

Ja, ich weiß doch jetzt nicht, was der gar gemacht hat. Ich habe das nicht gesehen. Ich kenne das nicht.

Chris

Ich weiß es auch nicht genau. Der hat doch Ravioli auf ein Holzbrett gebastelt. Ich weiß auch nicht, wie das...

Boris

Getrocknete Pasta, das würde natürlich... Ja, warum denn nicht?

Chris

Das muss man natürlich von innen wahrscheinlich schwarz anstreichen. Das größte Problem war wohl die Lichtdichtheit.

Boris

Im Augenblick sehen wir noch die Karte. Hast du ein Bild davon?

Chris

Ach so, habe ich das gerade nicht? Entschuldigung, dann ist ja das ganze Ding nur halb so lustig. Ähm, Wir werfen damit. Da ist er. Und die Karte kann jetzt...

Boris

Okay, das wird getrocknet sein, klar.

Chris

Mit Sicherheit ist das getrocknet. Du siehst aber auch gleich ein Bild davon. Also da kommt tatsächlich ein Foto raus.

Boris

Das ist ja witzig.

Chris

Ambrogi heißt der...

Boris

Wie hat er denn das Loch gemacht in die Pasta?

Chris

Naja, der hat da vorne wahrscheinlich ein Stück Folie reingemacht beim Loch.

Boris

Wahrscheinlich schon.

Chris

Anders kriegst du das nicht hin.

Boris

Das wird kein Pasta-Loch sein.

Chris

Genau.

Boris

So gesehen kannst du auch eine Lochkamera aus Salzteig machen. Du brauchst nur irgendwas, was die Folie hält.

Chris

Ach jetzt, nein, das geht nur mit Pasta. Das geht nur mit Pasta.

Boris

Oder mit gefrorenem Pita-Gyrus.

Chris

Genau, du kannst dann aus Gyrusscheiben dir eine Kamera bauen. Also es ist natürlich ein Hingucker und er hat es nach Pita-Pixel geschafft.

Boris

Super.

Chris

Ich finde die Idee schon sehr kreativ und Materialien sind Weizenmehl Eier, Pflanzen, Kohletabletten. Also er hat das von innen dann irgendwie geschwärzt mit Kohletabletten. Und ein Bierdosen-Pinhole. Aha, daraus hat er es gemacht. Die Pasta musste sieben Tage trocknen. Also das Pasta-Kameragehäuse musste sieben Tage trocknen. Und er hat Zukunftspläne für eine größere Pasta-Kamera und verschiedene Formen. Soweit, so gut.

Boris

Das ist ja dann mehr oder weniger die Außenverkleidung und die Abdunklung. Also schon das Gehäuse.

Chris

Da ist schon, hier mit Bauanleitung.

Boris

Alles gut, muss ja lichtdicht sein auf jeden Fall.

Chris

Das ist so geil. Also, lasst uns mal wissen, woraus ihr denn so eure Kameras bastelt. Wir sind auf jeden Fall dann erstmal raus und wünschen euch eine schöne Woche und bis zum nächsten dann. Macht's gut.

Boris

3, 2, 1, happy shooting!

Shownotes

Hausmeisterei

Aus der Preshow

  • Olympia und anderer Sport

HS Workshops

Statt Werbung

DANKE an alle Spender

HSFeedback

  • #hshi von Martin: Mehr Moni!
  • #hshi von Jürgen: 120er Redscale Rollfilm
  • #hfeedback von Frank: Linksäugigkeit ist ein Ding

News

Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen):
Fellbacher Fotobörse (Fellbach, → 22.02.2026), Plakat-Ausstellung «What the Fake?» (Aarau, → 01.03.2026), FOTOGRAFIEN VON UTE & WERNER MAHLER (Tübingen, → 31.05.2026), DAIDO MORIYAMA. RETROSPEKTIVE (Wien, → 10.05.2026), Frauen. Fragen. Fotoarchive. (Winterthur, → 14.06.2026), Günter Rössler zum 100. Geburtstag (Markkleeberg, → 09.08.2026)

#HS-Aufgabe (Alle anschauen)

  • Aktuelle Aufgabe "Spiel" vom 29.01.2026 bis 12.02.2026 mit dem tag "hsbspiel"
  • Neue Aufgabe vom 12.02.2026 bis 26.02.2026: Astro mit dem Tag "hsbastro"

#onemorething

Hausmeisterei II


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