#934 - Toolhopping
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Happy Shooting, Folge 934, Toolhopping. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...
ChrisBilla Workshops.
EinspielerHier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.
BorisSo, so, sie warten nur auf mich, wissen aber selbst noch nicht mal, wer die Sendung überhaupt präsentiert. Mensch, kam das zu überraschend.
ChrisIch kann auch spontan.
BorisJa, wenn es vorbereitet ist. Finde ich immer gut. Herrlich. Fantastisch. Guten Tag. Hallo.
ChrisGuten Tag.
BorisProfessor, das Publikum ist hier vorne.
ChrisEs kam gerade was rein, das konnte ich kurzfristig nicht ignorieren. Ja, wir sind wieder da. Happy Shooting, der Fotopodcast. Ich bin der Chris.
BorisIch bin der Boris.
ChrisUnd gemeinsam sind wir happy shooting und jeden Dienstag live und jeden Donnerstag in der Konserve auf all den üblichen Plätzen, wo ihr so Podcasts und Zeug findet oder auf YouTube und Twitch. Alles in den Shownotes. Da findet ihr uns. Ich hatte letzte Woche, ich hatte im Donnerstag die letzte Sendung, nicht die letzte Sendung, die letzte Runde von Villa Workshop Online.
BorisAh.
ChrisWollte ich nur mal ganz kurz erwähnen, so am Anfang. Ohne Kapitelmarke dafür. Es war echt ein tolles Experiment. Sechs Wochen, sechs Termine zu sechs Themen rund um Fotografie ohne Technik. Mit Video-Sessions, Live-Sessions, mit, Austauschplattformen, Bilder sharen, Bilder einreichen, Bilder-Reviews und so weiter. Ist gut, war gut. Und, Dafür, dass ich das in dieser Form quasi zum ersten Mal gemacht habe, bin ich ganz, ganz, ganz zufrieden, wie das gelaufen ist. Das wird es in dieser Form oder in ähnlicher Form sicher nochmal geben.
BorisNa cool.
ChrisMöglicherweise auch nochmal mit anderen Inhalten, vielleicht sogar das gleiche Thema Fotografie ohne Technik nochmal mit einer anderen Gruppe, muss man schauen. Das geht jetzt so weit, dass die Gruppe, wir haben das über einen Discord gemacht, dass die Gruppe dann irgendwann angefangen hat zu fragen, ja und was passiert jetzt mit dem Discord, wenn das rum ist? Wir würden ganz gerne, dass das hier irgendwie weiterläuft.
BorisDass wir uns hier gemeinsam.
ChrisDass wir hier einen Stammtisch machen können oder so. Also da ist tatsächlich so im Kleinen eine richtige Community entstanden.
BorisAh, das ist schön.
ChrisMacht mir ein warmes Gefühl. Das war toll doch.
BorisJa, das kann ich gut nachvollziehen.
ChrisDie ihr da mitgemacht habt, danke nochmal. Ich habe da echt viel Spaß bei gehabt. Habe selber viel beigelernt und ja, vielleicht sehen wir uns ja bei einer Fortsetzung oder so. Ansonsten Workshops auf happyshooting.de slash Workshops. Da gibt es ja nämlich auch noch ein paar Präsenzgeschichten. Also hier in der Viewfinder Villa. Da ist nämlich jetzt in ein paar Wochen geht es los mit dem, mit der Seewerkstatt. Da ist jetzt einer ausgefallen wegen Krankheit. Da sind es aktuell acht Leute, die angemeldet sind und zehn können wir nehmen. Also zwei wären so ganz kurzfristig.
BorisWenn noch jemand spontan kommen möchte.
ChrisWas war es? Wochenende 28. 29. glaube ich.
BorisJa, 28. 29.
ChrisVor den Toren Hannovers. Unterkünfte sind ja immer relativ günstig, wenn gerade keine Messe ist.
BorisVerpflegung ist gut.
ChrisÄhm, Verpflegung ist toll. Also kommt doch einfach mal her und, äh, zwei Tage gemeinsam mit Präsenz, weil das ist dann nochmal was anderes als online. Vielleicht hat da noch jemand Bock dazu. So, jetzt aber mal kurz an euer Feedback, weil wir haben ja hier die Inbox, happyshooting.de slash hi. Und da sind wieder massenweise Sachen reingekommen. Ähm, fangen wir mal ganz kurz an. Marco schreibt, habe soeben den neuen Kalender mit seinen ganzen Feinheiten bewundert und einen inhaltlichen Fehler entdeckt. Die Ausstellung Remix-Fotografie in Bremen im Kalender ist mit Enddatum 7. März angegeben. Sie wird aber, das genaue Enddatum ist nirgends klar genannt bis in das Frühjahr 27 Strecken. Ich denke, es lohnt sich, wenn das im Kalender noch entsprechend gefixt wird. Ja, also danke für den Hinweis. Ich wollte den einfach mal stellvertretend Und für nochmal zwei andere Sagen, die auch so kleine Unstimmigkeiten entdeckt haben, nochmal der Hinweis, dieser Kalender ist ein Community-Projekt, das wird also von Freiwilligen gemanagt. Die Termine werden von Freiwilligen eingereicht und hier hinter den Kulissen auch von Freiwilligen verwaltet und es klappt einfach nicht. Ihr werdet nachher sehen, wenn wir heute am Ende der Sendung den Kalender vorlesen, wie viel da mittlerweile reinkommt.
Wenn da was reinkommt und es ist nicht irgendwie, wenn die Daten nicht so vollständig sind ist es manchmal nicht so einfach dann quasi das noch zu fixen oder so aber, Lasst uns das gerne wissen. Das ist schon wichtig, dass die Sachen da drin korrekt sind.
BorisIch finde den Input wichtig. Wer weiß, vielleicht kriegt der Kalender ja irgendwann mal noch eine Funktion, dass wenn jemandem was auffällt, dass man es direkt am Kalender melden kann.
ChrisDas könnte durchaus sein, dass da noch so einen kleinen Meldeknopf gibt oder so. Aber generell, wir haben ja tatsächlich die Ortsdaten relativ dünn gehalten. Also wir haben keine Straße, keine Hausnummer drin, sondern nur den Ort und den Namen des Museums. Und ganz wichtig, den Link zu der Veranstaltung. Das heißt, wenn euch da eine Veranstaltung auffällt, die euch interessiert, dann klickt einfach auf den Link und guckt es euch direkt auf der Webseite an. Da sind die verbindlichen Daten. Bei uns ist ja im Prinzip auch nur so eine Hinweisgeschichte.
BorisJa, aber der Hinweis, wenn das Enddatum nicht stimmt und das tatsächlich noch bis 27 läuft, finde ich schon wichtig. weil danach richtet sich ja ein bisschen die Farbe von dem Eintrag und wie lange man es überhaupt zu sehen bekommt.
ChrisDas ist super Feedback, vielen, vielen Dank. So, dann hat Detlef geschrieben und zwar geht das an dich. Boris, du sprichst mir aus der Seele, mein 70 bis 200 Telezoom muss irgendwie zaubern können. Was dieses Objektiv abliefert, ist einfach großartig. Beim Reisen und beim Wandern habe ich es zusammen mit einem 20 bis 70 Beiß dabei und rate mal, welche Linse häufiger drauf ist. Da ich hier zugunsten der Kompaktheit auf 2.8 verzichte, passt auch alles gut in meine mittelgroße Billingham-Tasche. Und weil hier auch noch Makrofähigkeit, Naheinstellgrenze 26 bis 42 hinzukommt, vermisse ich auch in diese Richtung nichts. Das ist doch alles eine kleine Spende wert, nicht wahr? Siehe Überweisung vom 4.3. Ähm... Danke, Titlef. Also für die Überweisung, aber auch fürs Feedback. Boris, das ist an dich gegangen. Also nicht das Geld, das geht an uns beide.
BorisAber das Feedback ist an dich gegangen. Das nehme ich einfach. Das ziehe ich mir ab. Ne, alles gut. Ja, finde ich klasse. Also das ist ein tolles Feedback, weil das war ja auch so ein bisschen meine Frage, ob ihr eben auch ein 70-200 hattet oder habt und da ähnlich empfindet wie ich. Ich habe halt früher lange gehadert. Ich hatte eher längere Brennweiten. Das 100-400, damit hatte ich angefangen und habe dann mit kleineren Brennweiten nach unten hin ein bisschen aufgestockt. Aber als ich jetzt eben diese R6 mir geholt hatte und ich mich dann getraut habe, auf das 70-200 zu gehen, zu lasten des 400er, weil ich gesagt habe, ich kann es ja adaptieren, wenn ich es brauche. Da muss ich sagen, also der einzige Fehler war, das nicht früher gemacht zu haben. Ich weiß nicht, was es ist, aber diese 70, 200, das ist einfach, Es ist ein Traum, wirklich. Und ja, auch mit Blende 4 ist das einfach ein fantastisches Teil und dann natürlich noch mal kompakter und leichter, um gut mitzunehmen. Also ja, Dittliff, danke für das Feedback. Fühlt sich gut an. Vielleicht können wir ja einen 70-200-Club aufmachen oder so. Mal schauen.
ChrisEin Club rund um ein Objektiv. Dann hat uns der Jürgen noch geschrieben, Hi Chris, hallo Boris. Immer diese Schauspieler, die auch fotografieren. Da ging es um den Herrn Rodel von letztem Mal. Gleich zu Beginn der Internetseite der Firma Silver Bridges wurde nun ein Bild von Jeff Bridges gemeinsam mit seiner Frau gepostet. Gemeinsam packen sie einen Pappkarton aus. Das ist nicht nur ein Bild, das ist genau ein Video. ist das. Das habe ich auch gesehen. Die packen einen Pappkarton aus und holen einen goldenen Prototyp, so wird das Exemplar mit der Seriennummer 0002 herausgegeben. Nundenfalls was für die Sendung. Leider Golden, nicht Silber, daher nichts für Boris. Och, der Boris kann auch mit. Außerdem ist das kein Gold, sondern es ist Messing, glaube ich.
BorisMessing ist in Ordnung.
ChrisAlso White Lux mit 2X, das ist ja dieser Nachbau der White Lux, der japanischen, die es schon lange nicht mehr gibt. Und die bauen die ja quasi im Detail nach und also nicht Herr Bridges und seine Frau, sondern nicht Jeff und Susan Bridges, sondern, eine deutsche Firma, die Kameras herstellt und mit denen zusammenarbeiten und Jeff Bridges ist ja ein Whitelooks-Fotografierer und der hat, Der ist ja gerne mit dabei, weil diese alte Kamera, die wird halt nicht mehr hergestellt, die Ersatzteile werden knapp und wäre doch schön, wenn es da ein neues Modell davon gibt und dann packen die die da in dem Video aus und sehen quasi die ersten zwei Exemplare, die auch funktionieren und da wird auch mit fotografiert und so und also das kommt dem Markt etwas näher, dieses Produkt, es geht voran und das ist schon irgendwie spannend. Klasse. Dann hat Detlef noch was geschrieben und zwar Moin zum Minilabor Link in 933. Da hatten wir diesen Insta-Link gepostet mit dieser Künstlerin, die so Miniaturen macht und die hat dieses Miniaturfotolabor in eine Kamera eingebaut. Und zwar nicht nur das, sondern sie hat das auch so.
Perspektivisch verzerrt gebaut, dass man, wenn man dann quasi so in diese Kamera reinguckt, dass es quasi noch tiefer wirkt. Also sie hat perspektivisch gebaut, was sowieso Freihand irgendwie völliger Wahnsinn ist. Und dann schreibt er, ich hatte richtig Spaß beim Zuschauen des Laboraufbaufilmchens und was mir sofort in den Sinn kam, habt ihr, Chris, nicht auch so einen coolen Schachbrett Fußboden in einem Labor? Ich kann mich irgendwie nur schwach erinnern. Genau, weil das in dem kleinen Mini-Miniatur-Laborchen gibt es so einen Schachbrettartigen, Fußboden. Und ja, so einen haben wir hier auch. In der Dunkelkammer. Das ist ein Schachbrett.
BorisSpielt ihr da häufig?
ChrisWollen wir mal aufpassen. Wir haben auch selten irgendwie so Bischöfe und so da, die man dann so durch die Gegend schieben kann. Auch Könige und Königinnen eher wenig und Bauern sind auch selten bei uns in der Dunkelkammer.
BorisPferde wenig.
ChrisPferde kriegst du nicht hoch, die Treppe ist zu schmal.
BorisDas ist schwierig.
ChrisAlso insofern einen Turm könnte man vielleicht bauen aus alten Filmschachteln oder so.
BorisAber dann pass auf, dass du nicht Reiskorn auf die eine Kachel legst, weil sonst hast du ratzfatz die ganze Bude dann voll.
ChrisOh nee, nee, wo will ich mit dem ganzen Scheiß hin?
BorisJa eben, muss auch fast.
ChrisDas geht ja nicht. Dann hat uns der Jürgen noch einen Hinweis geschickt. Hi, in Nürnberg gibt es eine kleine Gruppe sehr aktiver Street-Fotografen, das Nürnberg Unpost Collective. Jetzt wurde auf der Homepage ein Filmprojekt, nochmal, ein Filmprojekt über das Kollektiv veröffentlicht, ein Film mit dem Titel Between Frames, ein Projekt der Fachhochschule Ansbach in Zusammenarbeit mit dem Nürnberg Unpost Collective. Ich finde es ziemlich gut zum Themenkreis der Street-Fotografen. Ja, habe jetzt keine Zeit gehabt, mir den anzugucken, aber wir packen den einfach mal in die Shownotes.
BorisGerne.
ChrisUnd sagen dann vielen Dank dafür. Ja, das war's. HappyShooting.de Habt ihr auch irgendwelche Inputs, Fragen, Hinweise, Sachen, die sich auf eine alte Sendung beziehen oder irgendwas Cooles gefunden, dann werft es uns hier über den Zaun, happyshooting.de und wir freuen uns immer sehr über solche Sachen.
BorisJawohl.
ChrisNews. Foto News. Photoshop bekommt, Einen Plauderassistent.
BorisWas ist denn ein Plauderassistent?
ChrisEin Ding, mit dem du labern kannst.
BorisIm Dialog dann bearbeiten? Also KI-Bearbeitung im Dialog?
ChrisGenau, so sieht es aus. Ich bin noch nicht so ganz klar, wie das jetzt funktionieren soll. Also wie das genau funktioniert. Sie nennen das Moment, hier noch uns beide ins Bild. So sieht das besser aus. Adobe rollt so einen neuen AI-Assistent aus in Photoshop, Web und Mobile. Und irgendwelche frischen Firefly-Werkzeuge. Firefly ist ja deren generatives Modell. Und dann tippst du oder sprichst deine Wunschbearbeitung da rein und die KI macht dann so ein paar Sachen, so Retusche, Hintergrundtauschen, Farbänderungen und so weiter. Das ist jetzt irgendwie in der Beta, ist das jetzt wohl verfügbar, ich habe es nicht getestet, weil ich auch kein Photoshop mehr am Laufen habe, ich habe es nicht mal mehr installiert aber hier ist so ein Beispiel Make the Background more Vibrant, das wird sicher auf Deutsch funktionieren, Das ist interessant Das ist das Ding, was ja eigentlich auch in ChatGPT schon eingebaut ist oder zumindest fühlt es sich ähnlich an du kannst ja mittlerweile auch Photoshop als Tool connecten und kannst dann so Bilder, bearbeiten, was dann im Hintergrund an dieses Photoshop Webding weitergereicht wird und dann dort ausgeführt wird und das Bild da wieder zurückkommt oder so. Ja, also.
BorisAlso ich weiß nicht, wie sie es implementiert haben, weil grundsätzlich hast du ja mal zwei Möglichkeiten, KI-Bearbeitung zu machen. Das eine ist halt, du lieferst das Bild und die KI rendert das gesamte Bild nochmal neu und versucht dabei eben die Bereiche, die dir wichtig sind, möglichst unverändert zu lassen. Also eben zum Beispiel Gesichter, Gebäude etc.
ChrisDas ist generell immer das Problem bei diesen KI-Bearbeitungen.
BorisDas wäre dann die generative Bearbeitung, das ist das, was man so von Nano-Banana und Konsorten halt kennt? Und von JetGPT, wenn man da so Dinge macht. Was ich mir bei hier vorstellen könnte, wenn das in Photoshop läuft, ist, dass das Tool basiert läuft. Das funktioniert bei der KI im Prinzip so, dass du eben per Sprache ein Kommando schickst und die KI, also das Large Language Model, eigentlich nur die Semantik analysiert, um dann zu entscheiden, welches von dem der KI bekannt gemachten Tools genutzt wird. Sodass du, wenn du jetzt sagst, mach mal den Hintergrund ein bisschen dunkler, dann wurde der KI gesagt, hey, liebe KI, wenn der User irgendwas mit dem Hintergrund machen will, ich habe hier übrigens ein Tool, mit dem kann ich Hintergrund separieren. Und ich habe übrigens ein Tool, da kann ich hell-dunkel mitmachen oder Kontraste anheben. Und dann kann das Large Language Model quasi die Semantik erkennen, liefert als Antwort nur eine Toolchain, also eine Bearbeitungskette zurück, die sinnvoll ist. Und der Rest läuft wieder direkt im Lightroom. Das heißt, du musst dafür nicht mal ein Bild an die KI hochladen, sondern nur deine Semantik in Tools übersetzen. Und das ist halt der Schritt, wo du sagst, statt Mausklick eben sprechen. Und das ist ein sehr, sehr interessanter Ansatz, wenn sie das so gemacht haben, weil das eben zum einen datenschutzkonform ist, weil deine Bilder nicht durch die Luft fliegen und auch schnell ist, weil eben deine Bilder nicht durch die Luft fliegen.
Und das extrem anpassungsfähig ist, weil du eben die ganze Fülle, die dir lokal an Bearbeitung in dem Werkzeug zur Verfügung steht.
Eben durch die KI triggern lassen kannst. Und das ist wirklich ein interessantes Konzept.
ChrisUnd das ist, glaube ich, auch der Ansatz, den sie hier fahren, weil sie stellen das gleichzeitig vor mit neuen Firefly-Tools. Also im Firefly-Image-Editor gibt es jetzt auch einen generativen Fill.
BorisKlar, da wird natürlich wieder hochgeladen, damit du dann.
ChrisKontext-Aware füllen kannst und so weiter. Und sie sagen auch, dass dieser AI-Assistent über 25 verschiedene Modelle unterstützt, unter anderem Google Nano Banana und OpenAI-Image-Gen und so weiter in einem Workflow. Das heißt, die haben da wohl nicht nur Firefly drin, sondern auch andere Modelle von anderen Anbietern.
BorisDas klingt dann wirklich nach Toolchain und dann sind eben auch solche generativen Modelle mit in der Bearbeitungskette möglich.
ChrisRichtig. Bis zum 9. April für die Leute, die ein Abo haben, unbegrenzte Generations und für die Gratis-User gibt es 20 zum Ausprobieren, zum Anfixen sozusagen. sagen. Ja, neue Tools und, da ändert sich viel, ja. Auf jeden Fall.
BorisDas ist auch eine sehr schöne Anwendung tatsächlich von KI. Ich experimentiere mit sowas gerade für unsere Apps, und das ist wirklich sehr spannend, weil du da keine Daten irgendwie dem Large Language Model bekannt geben musst, sondern eben nur die Daten, die du lokal hast, nutzt. Aber du musst natürlich vorher programmieren, welche Abfragen es gibt, also was überhaupt möglich ist, das ist schon klar. Aber wie der User danach fragt, das musst du halt nicht hart vorgeben und du kannst viele Tabs durch die Apps dir ersparen, wenn du halt direkt Abfragen machen kannst, ohne dem User ein kompliziertes Interface zu geben, sondern das alles über die Sprache steuern zu lassen. Das ist tatsächlich ein sehr mächtiger Ansatz, den diese Large Language Models da inzwischen erlauben. Das ist ganz cool.
ChrisJa, dann hast du News gebracht über Digicam. Was ist Digicam nochmal?
BorisDigicam ist eine Fotoverwaltung, schrägstrich RAW-Bearbeitung. Das ist so ein bisschen ein Lightroom-Ersatz im weitesten Sinne. Das wurde mir auch damals empfohlen, sich das mal anzugucken. Es ist Open Source, da kannst du halt deine RAW-Files und JPEG-Files reinwerfen, wie bei Lightroom auch.
ChrisSchreibt sich Digi-K-A-M mit K.
BorisGenau, DigiCam mit K-A-M geschrieben. Open Source kannst deine Bilder verschlagworten, bewerten, aussortieren, aber eben auch RAW-Bearbeitung machen. Das Ganze eben Open Source auf Linux, Windows, Mac. Und das ist tatsächlich ganz interessant, sieht halt an einigen Stellen je nach Plattform eben nach Open Source und wenig UI-Liebe aus, aber es entwickelt sich weiter und wenn man da drüber hinwegsehen kann oder sagt, weiß gar nicht, was du willst, sieht doch gut aus.
Dann ist das ein ganz spannendes Tool. Cool. Wir hatten das hier bei uns auch ein bisschen in der Auswahl, als Tanja was gesucht hat als Alternative für ihr Lightroom. Da stand auch Digicam an. Tanja hatte sich dann aber auch der Optik wegen dagegen entschieden und weil das für sie zu kompliziert erschien, ist es aber wahrscheinlich gar nicht. Es ist halt einfach ein ähnlicher Ansatz. Importieren, verwalten sieht halt nur ein bisschen anders aus vielleicht.
Ja, und da gibt es jetzt eben eine neue Version, nämlich die Version 9.0.0, die Codebasis auf QT6. Das muss einem nicht viel sagen. Die Auswirkung ist, dass es jetzt schneller und besser und stabiler laufen soll auf den verschiedenen Plattformen. Das könnte zum einen dafür sorgen, dass es nicht mehr ganz so nach Open Source aussieht, sondern nach einer in sich stimmigen Anwendung. Ich habe die neue Version jetzt noch nicht auf dem Mac mehr angeguckt, aber es klingt ganz gut. Und sie haben auch auf eine aktualisierte RAW-Engine gesetzt, auf die Lib-RAW-Engine. Und das bedeutet, dass jetzt eben auch aktuellere Kameramodelle und RAW-Formate unterstützt werden. Jetzt ist zum Beispiel die Canon R1 dabei, die R5 Mark II ist dabei, die Fuji GFX100S Mark II ist dabei und diverse andere Fuji-Modelle sind dabei und aktuell ist von Leica, Sony und Nikon eben auch. Also lohnt sich da mal einen Blick reinzuwerfen, wenn eure Kamera da bisher noch nicht mit dabei war. Und dann haben sie halt einen ganzen Batzen an funktionaler Erweiterung eingebaut. Und Farblabels gab es vorher schon, aber jetzt kann man eigene Bezeichnungen hinterlegen. Also was meint man denn mit einem roten Farblabel zum Beispiel? Kann auch ganz hilfreich sein für die Verwaltung.
Die Anzeige von Datum und Uhrzeit lässt sich jetzt anpassen, inklusive Sekunden. Die Filteransicht ist auf mehrere Reiter, also auf Tabs aufgeteilt, um da ein bisschen mehr Übersichtlichkeit und Klarheit reinzubringen. In der Vorschau gibt es jetzt mehr Tools wie Zoom und Belichtungsindikatoren und Trackpad-Gesten werden unterstützt. Also ganz spannend und dann hier ein Zitat von der Webseite. Weitere Neuerungen für den Arbeitsalltag ist das Survey-Tool. Es ermöglicht das Sichten von Bildern in einem separaten Fenster, was sich gut für den Einsatz auf einem zweiten Monitor eignet. Das Tool synchronisiert sich mit der Hauptansicht und erlaubt das direkte Bewerten, Verschlagworten und Prüfen der Schärfe, ohne den eigentlichen Katalog zu verändern. Und das stelle ich mir ganz praktisch vor, wenn man so ein Dual-Display-Setup hat. Nette Sache. Also da wird fleißig dran gearbeitet und das möchte ich mir mal als sehr, sehr positiv hervorheben. Das sieht mir nach einem sehr, sehr schönen Projekt aus. Das sollte man definitiv im Auge behalten, wenn man plant, von Lightroom, Capture One und Ähnlichem wegzukommen, also von den Abo-Modellen wegzukommen. Lohnt sich ein Blick.
ChrisTja, ganz cool. So, dann hast du die Nikon D5 ausgegraben. Das ist ja mal eine verhältnismäßig alte Kamera.
BorisSchon.
ChrisUnd die soll jetzt offiziell irgendwo hinfliegen?
BorisJa, um den Mond herum mit der Artemis 2 Mission. Jaja, die sollte ja eigentlich schon gestartet sein. Ist ja dann aber wegen eines Lecks, weiß nicht was es war, gestoppt worden im April.
ChrisDie ist doomed. Also irgendwie ist die eher manchmal. Es ist ein bisschen schwierig. Bisschen schwierig und teuer und alles mögliche. Aber gut.
BorisJa, aber es ist ja in Ordnung, wenn irgendwo ein Leck ist und es wird erkannt, dafür sind die Prüfungen ja da.
ChrisSehr wichtig, dass das nichts nachher startet.
BorisExplodiert und dann findet die nächsten 20 Jahre wieder gar nichts statt. Das wollen wir auch nicht. Und den Leuten wollen wir auch hoffen, dass sie wohlbehaltend zurückkommen. Also so viel mal dazu. Aber ich freue mich drauf. Also im April ist das nächste Startfenster wohl, sobald ich gelesen habe. Ja, und mit an Bord wird eine Nikon D5 sein. Und das fand ich natürlich spannend. Ich meine, wir hatten sowas schon mal erwähnt. Ich weiß aber nicht, ob das im Rahmen dieser Mission war, weil sie ja schon relativ alt ist. Aber auch wenn sie jetzt sich nicht konkret geäußert haben, warum es diese Kamera ist, weil man könnte ja auch sagen, als die Mission geplant wurde, war das halt die aktuelle Kamera und dann bleibt man dabei. Weiß ich nicht.
Aber eine der Möglichkeiten, warum man diese Kamera gewählt hat und nicht eine Z9 oder so etwas, die ja auch auf der ISS schon unterwegs ist, ist eben die sehr, sehr gute ISO-Leistung bei sehr wenig Rauschen. Wir reden ja hier von dem Flug, der auch weit außerhalb der Erdatmosphäre stattfinden wird. Also das ist ja, dagegen ist die ISS ja in der Nachbarschaft. Die ist ja quasi vor der Haustür. Und die wollen um den Mond fliegen. Das ist nochmal ein ganz anderer Schnack. Da haben sie es mit ganz anderen Strahlungen und so weiter zu tun. Und auch mit anderen Lichtverhältnissen. Und insofern könnte ich mir vorstellen, dass das durchaus realistisch ist. Der Dynamikumfang soll sehr gut sein bei der D5. Das hatten wir, glaube ich, damals, als die rausgekommen sind, auch erwähnt. Und ja, wenn du halt mit sehr dunkler Umgebung zu tun hast und dann einem sehr hell beleuchteten Mond oder so, den du vielleicht fotografieren willst, dann brauchst du Dynamikumfang. Und es ist natürlich eine abgehangene Technik, die gut zu beherrschen ist.
ChrisJa, es ist eine abgehangene Technik. Es ist auch im Vergleich zu heutiger Technik, ist das auch von den ganzen Größen der Sachen, die auf den Chips stattfinden.
BorisAlles noch ein bisschen gröber. Alles noch ein bisschen größer tatsächlich. Damit vielleicht etwas weniger fällig für die Strahlung.
ChrisWas macht denn mein Netz hier gerade wieder? Das ist alles spannend. Da hast du dieses Thema Anfälligkeit gegen kosmische Strahlung oder kosmische Teilchen. Je kleiner die Strukturen sind, desto eher geht auch was kaputt, wenn was getroffen wird. Und das kann ja möglicherweise mit einer der Gründe sein, wir wissen es wirklich nicht genau, warum da so eine verhältnismäßig alte Kamera mitgenommen wird, aber, Es wird schon Gründe geben.
BorisDavid sagt, die Lichtverhältnisse auf dem Mond sind gleich. Der ist taghell. Ja, das ist korrekt. Aber wir reden ja davon, dass sie vielleicht den Mond fotografieren wollen und die schwarze Himmelsnacht dahinter haben, wo dann Sternchen drin zu sehen sind. Oder dass sie halt im Vordergrund irgendwie eine beleuchtete Kapsel haben und draußen glüht der Mond.
ChrisAber von der Sonne entfernt ist Mond und Erde ungefähr gleich weit. Also insofern sind die Lichtverhältnisse da jetzt nicht anders.
BorisJa, wenn du nur den Mond hast. Ich rede von dem Kontrast, also von dem Unterschied vor dem dunklen Himmel dann, wenn du jetzt noch die Sterne sehen willst und so. Keine Ahnung. Also ich stelle mir das schon ein bisschen spannend vor. Also wer mal versucht hat, den Mond zu fotografieren.
ChrisIch glaube eher, es ist so die robustere Technik, die da einfach dahinter steckt. Kann ich mir zumindest gut vorstellen.
BorisVielleicht auch schon fertiges Zubehör dafür. Vielleicht hat man auch tatsächlich damals schon gesagt, das soll sie sein und hat dann entsprechende Gehäuse und Umwandlungen gemacht, keine Ahnung, dass sie das mit ihren Raumanzügen, die sie dann wahrscheinlich anhaben werden, auch bedienen können. Und vielleicht war man dann einfach fertig und wollte das nicht nochmal umbauen. Das kann ja auch sein. Wer weiß.
ChrisKann doch auch sein.
BorisAber spannend finde ich das. Also eine Nikon wird definitiv auf Reisen gehen, wenn Artemis 2 denn startet. Und da bin ich sehr gespannt drauf.
ChrisSo, jetzt machen wir einen ganz kurzen Abstecher in die Analog-Welt und zwar in das Digitalisieren von Negativen. Das ist jetzt ein Thema, was uns hier nicht fremd ist und was wir auch schon öfter besprochen, auch schon gezeigt haben, was wir auf den Workshops schon gemacht haben und so weiter. Und wenn, wie viele so aus unserem Dunstkreis, wenn man sowas wie Lightroom Classic verwendet, dann ist das ja immer so ein bisschen ein, ich sag mal, Gemurkse. Du musst ja relativ viel Tool-Hopping machen, App-Hopping machen. Wenn du negativ, frisch gescanntes Negativ oder abfotografiertes Negativ in Lightroom wirfst.
BorisSchwarz-Weiß geht, Farbe wird böse.
ChrisHaben sie es in, selbst dann ist es nicht gut, haben sie es in 19 Jahren, ich glaube Lightroom ist jetzt 19 Jahre alt, hat Adobe es nicht geschafft, in Lightroom eine der grundlegendsten Funktionen einzubauen, die es überhaupt gibt, nämlich invertieren. Und das hätten sie ja für Schwarz-Weiß tatsächlich ohne Stress machen können. Für Farbe ist es ein bisschen schwieriger bei Farbfotos, das muss man anders behandeln, also reicht reines Invertieren nicht. Aber zumindest im Schwarz-Weiß-Bereich, es ist einfach so easy, das zu machen. Und sie haben es nicht getan. Also wie ist der Workflow bisher in Lightroom? Wenn man das machen möchte, entweder man macht es direkt in Lightroom, dann muss man die Kontrastkurve um, 90 Grad invertieren und dann kann man das auch direkt in Lightroom machen, aber dann sind die ganzen Regler falsch rum, die ganzen Helligkeitsregler und so weiter.
BorisLeider ja eben nicht alle. Genau, es sind die Regler, die sich mit der Helligkeit beschäftigen, die sind falsch rum und andere bleiben aber. Also das ist dann schon verwirrend.
ChrisDas ist ein Gemurkse und ich nehme das Adobe schon lange übel, dass sie das nicht irgendwie hinbekommen haben. Oder du machst es halt, dass du extern mit einem externen Tool bei Schwarz-Weiß-Bildern eine Invertierung machst. Also sprich, du hast dann gescannte TIFFs, du invertierst die, speicherst die neu ab und dann lädst du die in Lightroom rein und bearbeitest sie weiter. Aber dieses Airpopping, das ist halt einfach...
BorisUnd bei Farbe natürlich erst recht, also fast unmöglich, das in Lightroom zu machen mit den Kurven, weil du die Orange-Maske ausgleichen musst und die verschiedene Intensität der Farbschichten.
ChrisOder hast du ein Tool, was mit Lightroom integriert, aber das ist auch irgendwie aber.
BorisDann hast du auch.
ChrisApp-Hopping Tja, das Thema wird jetzt gerade von Capture One beackert.
BorisWeil Capture One.
ChrisJetzt native Filmentwicklung in ihr.
BorisCapture One einbaut Das ist natürlich für alle Analogfotografinnen praktisch und für Farbe, wie ich sehe auch.
ChrisAuch für Farbe, also natives Natives Tool, das ist jetzt glaube ich aktuell noch in der Beta. Natives Tool, also eingebaut, der Prozess eingebaut mit dem Negativ quasi direkt in der Software digitalisieren sogar. Tethered Shooting und so kannst du natürlich damit machen. Brauchst keine externen Plugins oder irgendwelche anderen Standalone-Apps. Brauchst dafür also entweder natürlich einen Scanner oder ein Makroobjektiv, ein Reprostativ das haben wir ja alles schon mal durchgekaut eine Leuchtplatte zum Durchleuchten der Negative, ein Tethering Kabel also sprich ein USB Kabel, zur Kamera hin, und kannst das dann im Live View ausrichten, Mit den entsprechenden Kameraeinstellungen und dann kannst du konvertieren mit dem Weißabgleich auf die Filmbasis, mit dem Zuschnitt auf das Bildfenster und dann mit einem Knopf, das Tool heißt Convert Negative, Halleluja. Und damit wird dann das Bild invertiert und das Ganze bleibt in Capture One als nicht destruktive RAW-Datei mit vollem Zugriff auf alles, Kontrast, HDR, Farbediting und so weiter. Das ist also ein Workflow.
BorisEs muss nur mal einer machen.
ChrisJa, das muss halt mal einer machen und das Ganze kannst du dann, du kannst dann auch noch Stile natürlich drauf anwenden, Presets, auch für bestimmte Filmtypen nochmal, die da hinterlegt sind. Und du kannst das wohl auch irgendwie schon während der Aufnahme konvertieren, dass du quasi ein Preview irgendwie richtig rum siehst. Bin mir jetzt nicht sicher, wie das genau funktioniert. Und da dieser Edit nicht eingebrannt ist, sondern halt tatsächlich nicht destruktiv arbeitet, bleibt dann die komplette Bearbeitungsfreiheit dieser Datei für dich erhalten. Sie sammeln momentan Feedback für Optimierungen. Also wer das hat, der ist wie Beta verwendet, kann da Feedback dazu geben. Sie partnern auch, wenn man auf deren Webseite schaut, tatsächlich mit einem Hardwarehersteller. Also du willst ja in irgendeiner Form eine ordentliche Filmbühne haben, von der du abfotografierst. Du willst das ja irgendwie vernünftig hinbekommen.
BorisEs muss planliegen, nicht sauber beleuchtet sein, fleckenfrei.
ChrisGenau, es muss planliegen. Der Transport, du willst das vielleicht mit so einem kleinen Rädchen durchziehen und nicht mit dem Finger durchschieben müssen und so weiter. Also da gibt es aber auch beliebig viele. Du bist nicht festgelegt auf dieses Tool, aber sie haben einen Partner, wo sie dann vielleicht auch irgendwie, den sie zumindest empfehlen an der Stelle. Ja, und damit gibt es dann endlich mal ein Tool, mit dem dieser komplette Prozess, nicht destruktiv in einem Tool abgebildet wird. Und das ist so geil, dass das endlich geht. Jetzt bitte Adobe, bitte nachziehen, weil ihr wisst genau, dass jetzt gerade viele Menschen, die Lightroom vielleicht noch haben, sich jetzt überlegen, ob sie das nicht vielleicht mal irgendwann machen. Geben, an den Nagel hängen.
BorisOh ja, und gerade Farbnegative vernünftig invertieren.
ChrisJa, und das ist jetzt aber, also das ist jetzt natürlich für unsereins ist das mit den Standardtools schwierig, weil du musst da, es reicht nicht aus, einfach invertieren und eine Farbkorrektur zu machen, du musst ein bisschen anders rangehen, aber für so Leute, wie sie bei Adobe arbeiten, Farbwissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sollte das eigentlich kein Problem sein.
BorisDas sollte bekannt sein, wie es funktioniert. Es muss halt nur mal jemand machen. Es muss halt eingebaut werden. Und ja, tatsächlich kann das direkt auf einem RAW passieren, weil es ist ja nur eine Farbverschiebung. Da werden halt die verschiedenen Farbbereiche entsprechend angepasst und bearbeitet. Und das kann natürlich selbstverständlich non-destruktiv sein. Das konnte es nur bisher in Lightroom eben nicht mit den externen Tools, weil es eben keine Möglichkeit gibt, sich in die Bearbeitungskette von Lightroom einzuklinken als Plugin. Und deswegen muss halt immer irgendwie ein DNG oder irgendwie ein PNG oder ein TIFF oder irgendwas erzeugt werden. Aber du hast dann eben nicht mehr das RAW, das Uneditierte, sondern immer mit einer Kopie zu tun.
ChrisJochen hat gerade in dem Video die Filmbühne gesehen, die sie da vorschlagen und schreibt, die sieht sehr interessant aus, aber auch sehr teuer. Ja, das ist sicher nicht billig, das Ding. Und wir wissen, dass man eine Filmbühne zur Not auch aus einer schwarzen Pappe bauen kann. Sie ist ja noch nicht ganz so komfortabel und vielleicht nicht so 100% präzise, aber das lässt sich ja dann, die Planlage lässt sich ja auch ein bisschen durch die Größe der Blende korrigieren. Also da, glaube ich.
BorisDa passiert, glaube ich, nicht so viel. Wie viel Negative fotografierst du so in der Woche, wie viel Spaß willst du damit haben? Da ist ja immer Luft nach oben. Also schlimm fände ich das jetzt nicht, wenn da was Schickes kommt, dann darf das auch was kosten.
ChrisWenn es, also das muss ja jeder dann sich überlegen, ob es ihm das wert ist. Sachen sind ja immer nur so viel wert, wie dann auch die Leute bereit sind, dafür zu bezahlen.
BorisWir haben schon Spaß. Und die meisten, die uns hier zuschauen und zuhören natürlich auch. Wir haben schon Spaß, uns irgendwie in der Community zu unterhalten. Hey, welches Backlight nimmst du denn? Wie viel Abstand machst du zu dem Licht? Geht das mit dem iPad als Licht und wie viel Abstand? Und wie hältst du den Filmplan? Und zeig mal, erklär mal. Guck mal, ich habe auch die Mittelformat-Negative hier seinerzeit einfach einen Karton genommen. Also einen Karton aufrecht hingestellt auf die Oberseite. ein Loch reingeschnitten, das von unten einfach einen Scheinwerfer reingeleuchtet hat, hier so ein LED-Strahler. Das geht schon auch alles, aber mehr Spaß. Also wenn ich das regelmäßig machen wollte, dann würde ich hier schon auf dem Schreibtisch irgendeine fixe Station haben, die ich einfach schnell benutzen kann, weil sonst hätte ich auch schon wieder keinen Bock dazu.
ChrisErinnerst du dich an Klostergeister, als ich damals diesen Sack voll Boxkameras mitgebracht habe?
BorisJa.
ChrisDa hat auch eine Gruppe einen Scanner gebaut aus einer Schachtel mit einem Pergamentpapier und Kamera drüber und unten LED-Licht rein und so. Das hat wunderbar funktioniert.
BorisJa klar, du hast ja da quasi eine Filmbühne.
ChrisEben.
BorisWarum nicht? Ja, ja, schön. Nee, ich finde das gut. Also da soll mal mehr kommen und vernünftige Negativ-Konvertierung machen, auch wenn ich jetzt raus bin aus dem Spiel. Aber ich habe natürlich hier noch in den alten Alben irgendwelche Farbnegative.
ChrisDu bist jetzt wieder auf JPEG gelandet und du bist bald wieder bei Filmen, ganz sicher. Das ist, it's a slippery slope. Du bist dann so ganz langsam in so einen Trichter. Kennst du diese Spinnen, die so Trichter bauen und dann kommen so Insekten und die gehen dann in diese Trichter und die rutschen dann in dem Rand so ab und immer tiefer bis ins Loch und so. Das blüht dir auch. Ich sag das vorher. Im halben Jahr bist du wieder bei Filmen.
BorisAlso dieser Trichter also auf mich bezogen wäre eigentlich das richtige Äquivalent eher das schwarze Loch, weil ich mich sehr für Astronomie und solchen Spaß interessiere. Also es ist quasi der Ereignishorizont meinst du, dem ich mich nähere und dann gibt es kein Zurück mehr.
ChrisIch meine destruktiv sind sie beide für das, was da reinfällt.
BorisJa, absolut. Bei dem einen wissen wir es, bei dem anderen wissen wir es nicht.
ChrisDieser Vergleich hinkt natürlich, weil das soll ja nicht, das soll ja konstruktiv sein. Es hat noch keiner ausprobiert. total happy damit sein.
BorisHat noch keiner ausprobiert.
ChrisDas mit dem Film hat noch keiner ausprobiert?
BorisNein, das mit dem schwarzen Loch.
ChrisDas weißt du nicht.
BorisEs ist noch keiner zurückgekommen, um davon zu berichten. Sagen wir mal so.
ChrisAlso ich weiß nicht, wie viele Zivilisationen das in diesem Universum schon gab und wie viele davon schon in schwarze Löcher gehüpft sind. Das ist alles nur Spekulation.
BorisAlles nur Spekulatius. Aber meinst du, ich soll mich jetzt nicht nach einer Schwarz-Weiß-Kamera umgucken, sondern warten, bis ich eh beim Film bin? Dann ist Jürgen auch glücklich, wenn ich mir einfach eine alte Leica schieße.
ChrisEs muss nicht Leica sein. Es gibt da total viele Alternativen. Außerdem brauchst du vielleicht gar keine Filmkamera, um ein wichtiges, ganz wichtiges Filmfeature aus den 90ern wiederzubekommen, Boris.
BorisErzähle. Achso, ich weiß.
ChrisDas war eine Überleitung für dich. Die Nikon ZF Digital bringt ein Feature zurück, was ja quasi unsere Kindheit geprägt hat.
BorisJa, 90er, 2000er. Ende 90er, Anfang 2000er. Das Feature, dass man sich das Datum in das Negativ einbelichten lassen kann. Das war mal so ein Ding, das kostete extra. Das gab es sogar zum Nachrüsten für Kameras, dass man die Rückklappe, dass man die austauschen konnte gegen ein Modell mit einem Datum, was man einstellen konnte.
ChrisEin sogenanntes Datenrückteil.
BorisEin Datenrückteil, ganz genau.
ChrisDas hieß so.
BorisUnd das hat halt das Datum, das konnte man dann einstellen. Und ich glaube, das lief dann auch mit einer kleinen Knopfzelle oder sowas. Das wurde dann eben auf die Rückseite vom Film projiziert und war deshalb so rot-orange im Bild zu sehen. Und das war mal wirklich ein Trend. Und tatsächlich muss ich sagen...
ChrisNee, das war einfach nur ein Feature, das war kein Trend. Das war einfach da und viele Leute haben es eingestellt.
BorisJa, also es war zumindest in der Familie, in meinem Familienumfeld ein Trend. Also das war ein Ding. Und tatsächlich muss ich sagen, wenn man jetzt in bestimmten alten Alben stöbert und trifft dann auf solche Bilder, mein Schwiegervater hat sowas noch, dann siehst du eben schon anhand des Fotos, ja wann dieses Bild wirklich genau gemacht wurde. Und das ist schon interessant. Ob das immer schön ist in dem Bild, das sei mal dahingestellt. Aber wenn wir mal ehrlich sind, sind die Fotos damals auch eher so dokumentarische Schnappschüsse gewesen. Zumindest in dem Umfeld bei mir.
ChrisAlso das ist ja eigentlich, im Prinzip ist das sowas wie Exif, aber halt direkt sichtbar. Wenn ich mir das Foto anschaue jetzt hier, dann sieht das schon so nicht so aus wie damals.
BorisDas ist nur die Vorschau auf dem Kamerarückbild. In dem Bild wird das anders aussehen. Du musst das ja nur irgendwie lesen können. Ja, da bin ich mir sehr sicher.
ChrisIch habe da kein Foto von gesehen. Aber ich habe ein Video gefunden.
BorisIch bin aber sehr sicher, dass das nicht so groß eingeblendet wird. Aber ja, es ist dieses Feature. Es wird gesagt, dass Nikon das wohl nachbilden möchte. Das wurde gesichtet in einem Prototypen auf einer Messe. Und es passt zur ZF, weil die hat zum Beispiel ja auch so eine Filmkorn-Simulation, die du dazu schalten kannst. Also die Kamera hat diesen Retro-Look und sie tun eben auch Dinge, um im Retro-Look auch ins Bild zu bekommen. Und warum nicht ein Datum einblenden?
ChrisIch bin gespannt, wie gut sie es hinbekommen, weil ich habe mich daran erinnert, dass Applied Science, ein YouTube-Kanal, das mal erklärt hat, wie das denn genau funktioniert hat. Der hat nämlich tatsächlich mal Kamera zerlegt und sich das exakt angeguckt, wie das aussieht. Und damals waren die tatsächlich so rechts unten im Bild üblicherweise eingeblendet mit so sieben Segmentzahlen in Orange, ganz typische Farbe. Und ja, der hat das mal zerlegt, wie das funktioniert und was da genau passiert und das ist ziemlich fasziniert, muss ich sagen, wir verlinken das Video mal. Zum einen waren das tatsächlich komplett eigenständige Module, die da verbaut wurden, also die waren, nur sehr begrenzt mit der Kamera verbunden, deshalb hatten die auch eine eigene Knopfzelle und da lief also eine eigene Uhr drin mit und im Prinzip hat die Kamera, nur beim Auslösen dem Ding Strom geschickt. Also das wurde einfach quasi so, wie wenn du auslöst und der Blitz irgendwie dann halt gezündet wird. Nur, dass dann die Kamera da irgendwas, irgendwie ein bisschen Spannung hingeschickt hat. Und dann wusste das Ding, jetzt muss ich kurz das Datumsbild einblitzen.
Das heißt das Timing die Belichtungszeit für das Ding kommt tatsächlich vom Datenmodul selbst und, das Ding ist, weißt du kannst dir ja vorstellen, das ist so eine Siebensegmentanzeige und die leuchtet und dann ist die so quasi direkt auf der Filmbühne und dann, wenn man das aber anguckt, dann ist das überhaupt nicht so, sondern da ist ein kleiner Projektor drin, und zwar ein Projektor ohne Optik. Da denkst du dir so, wie, was jetzt? Hä? Wie? Ja, da ist ein kleines Lämpchen drin, also es gibt so kleine.
Reiskorngroße, so, es ist eine Glimm- oder eine Glühlampe, auf jeden Fall genug, um den Film zu belichten. Eine kleine punktförmige Lichtquelle und davor ist eine durchsichtige LCD-Optik.
Das heißt, du hast ein Lämpchen und dann hast du LCD und du hast das schon mal gesehen, wenn man dann den, also LCD ist entweder dunkel auf hell, die Zahlen, oder hell auf dunkel, je nachdem, wie rum man die Polfilterfolie davor drauf tut. Und wenn man hinten den Reflektor wegmacht, ist es durchsichtig. Das haben wir gesehen bei dieser Blende, wo sie sich eine gebaut hat aus einem LCD. So, das heißt, die haben da ein durchsichtiges LCD und das ist sogar noch ein ganz spezielles, weil das optimiert für sehr hohen Kontrast. Das ist auch nicht schnell das Ding, muss auch nicht sein, sondern es ist einfach sehr, sehr dunkel an den Stellen, wo es dunkel ist, dass da also nichts durchkommt. Und da, wo dann die Buchstaben beziehungsweise Zahlen stehen, da kommt das dann durch. Und dieser Projektor, der funktioniert also so, dass es im Prinzip, also das LCD ist irgendwie so drei, vier Millimeter weg von dem Film. Hinter dem LCD ist ein 45 Grad Umlenkspiegel und das Lämpchen ist dann relativ weit davon entfernt. Und durch diese Entfernung, das weißt du, wenn du mal so mit der Hand, mit der Taschenlampe Schatten gemacht hast, wenn die Hand nah an der Taschenlampe ist, hast du ein Riesenbild an der Wand, ein Riesenschatten und hier ist es so, dass sie halt weit weg ist, dass dieser Schatten möglichst hart auf das Bild fällt.
BorisAlso es ist eigentlich ein Schattenspiel, was gemacht wird über das LCD.
ChrisEs ist ein Schattenspiel, da ist keine Linse.
BorisNichts drin.
ChrisDas ist einfach nur ein Schattenspiel von diesem LCD. Und der Lichtpfad ist relativ lang, damit das funktioniert. Also mit einem kleinen Spiegelchen. Da brauchst du dafür aber keine Linse. Und brauchst natürlich auch nur eine Lichtquelle.
Und so funktioniert das. Und dann hast du noch... Und das war ein komplett eigenständiges Modul. Auch deshalb, damit man es in beliebig viele Kameras einbauen konnte. Das war also jetzt massenproduziert und wie du sagtest, dann gab es halt Rückteile, die das drin hatten und das konnte man dann halt wirklich billigst produzieren. Und das, was der da bei Applied Science hat, das ist von 19, also das Datum, der Datumrange, den man einstellen kann, ist von 1990 bis 2019 und hört dann auf, geht dann wieder auf 1990 zurück. Also die haben nicht geglaubt, dass das länger irgendwie in Betrieb sein wird. Und was noch spannend ist, die Farbe. Dieses Orange, was du da siehst, Das kommt nicht von der Lichtquelle, die irgendwie orange ist oder so, sondern das kommt davon, dass bei Farbfilmen das von hinten belichtet wird. Das ist im Prinzip das, was wir schon mal besprochen haben mit dem Redscale-Film. Also der wird quasi umgekehrt, von der Rückseite her wird der durchleuchtet und damit wird die Rotschicht näher am Licht und wird damit am meisten belichtet. Und deshalb ist das dann so rot-orange, weil das Licht halt von hinten auf den Film fällt.
BorisEs kann ja nur von hinten kommen, weil es von der Rückklappe ja auf den Film strahlt und nicht vorne durchs Objektiv durch. Und es muss natürlich, das ist eine interessante Information, das wusste ich noch nicht, wie das gelöst ist, weil es leuchtet natürlich nicht dauerhaft, weil erstens würde es an der Strelle den Film völlig überbelichten und zum anderen wäre die Batterie sofort leer. Also es muss ja getimt einmal nur kurz hinblitzen, was weiß ich für eine hundertstel Sekunde da irgendwie die Zahlen da draufstempeln.
ChrisDas wird eine Standard dauernd die gleiche Belichtungszeit sein das reicht dann schon irgendwie aus und das muss ja passieren bevor der Film dann transportiert wird, Und jetzt wüsste ich gerne, ob die ZF, die Nikon ZF, wenn die das Datum ins Bild stempelt, ob die diese Ästhetik auch hoffentlich einigermaßen realistisch reproduziert. Das ist ja Software.
BorisAlso sie schreiben, dass es so rot-orange sei und ich gehe davon aus, das, was du in den Bildern gesehen hast, ist nur die Vorschau, dass du als User siehst, dass es aktiv ist, weil wenn du das in Originalgröße auf dem kleinen Display zeigen würdest, könntest du das nicht lesen, glaube ich. Das wird schon so sein. Und Andi hat hier geschrieben, viele seiner Digitalkameras hatten das früher schon als Software drin. Also das ist auch jetzt nichts Einzigartiges. Es ist halt nur interessant, dass es in einer Nikon ZF, die ja schon auch eine hochwertige Kamera ist, dass da solche Spielereien in Anführungszeichen eben Einzug halten. Ich finde es aber lustig. Und warum denn nicht? Es ist Software. Kann man doch machen.
ChrisWollte ich gerade sagen, du hast ja jetzt nicht irgendwie da hinten im Sensor irgendwie noch eine Lampen drin oder so.
BorisSpannend wäre es, wenn sie das auch ins RAW einbelichten, dass es wirklich nicht rauszukriegen ist. Dass es wirklich drin ist, auch bei RAW, nicht nur bei JPEG. Das wäre natürlich cool, aber das weiß ich nicht, ob sie das machen.
ChrisMal gucken.
BorisAber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sowas kommt, weil wie gesagt, die Filmkorn-Emulationen haben sie auch eingebaut. Warum nicht so etwas? Ist doch witzig.
ChrisWarum nicht sowas? Ja, hier ist noch eins, wo ich auch, wo ich mir nicht ganz sicher bin, über die Sinnhaftigkeit. Und zwar gibt es von einer Firma aus Hongkong, Eskura, ein Kickstarter, was gerade durchgelaufen ist, was gerade auch gebackt wurde. Also sie hatten irgendwie Kickstarter-Ziel 5000 und haben irgendwie 24.000 erreicht. Und das ist eine Kamera, die du dir auf den Hotshoe packst.
BorisEine Kamera auf der Kamera oder was?
ChrisKleine Digital Twin Kamera, also eine Zwillingskamera. Eine kleine Kamera, die du oben auf den Hotshoe draufpackst. Das ist ein kleines Würfelchen. Wofür? Mit einem kleinen Display hinten dran. Und diese Kamera wird über den Blitzkontakt ausgelöst. Das heißt, wenn du ein Foto schießt, schießt die auch ein Foto.
BorisOkay, ja, gut.
ChrisSo. Soweit so gut. Das Ganze ist technisch relativ simpel. Also wir Benutzt den Mittenkontakt? Benutzt den Mittenkontakt, genau. Das ist die eigentlich smarte Idee daran. Jetzt ist nur die Frage, die Anwendung, was bringt mir sowas? Und es bringt dir natürlich, also es bringt dir Folgendes, das ist ein 12 Megapixel Sensor, 1440x1440, mit 30 Frames pro Sekunde, macht Fotos, kann auch Video, das heißt, du kannst das natürlich verwenden, um beim Fotografieren Video zu schießen.
BorisDer ist tatsächlich quadratisch, der Sensor?
ChrisOffensichtlich steht da 1440x1440.
BorisOkay.
ChrisDas ganze Ding hat eine Festbrennweite von 3,2 Millimeter. Es steht nichts von Äquivalent drin. Aber es dürfte jetzt auch nicht...
BorisIrgendwas inzwischen 28 und 35 wird es wahrscheinlich sein.
ChrisIrgendwas in dem Rahmen wird das wahrscheinlich sein. Das Ding wiegt 40 Gramm, hat einen LED-Sucher. Soll dann, wenn es mal fertig als Retail-Produkt rauskommt, 167 Dollar kosten.
BorisGeht.
ChrisUnd kannst du auch als Standalone-Mini-Kamera verwenden. Und außerdem hat sie noch so Filter drin, sie nennen das Time-Capsule-Filter. Das sind also Filter, die so Vintage- Looks von 1950 bis 2010 irgendwie nachbauen. Und ähm, Sie preisen es an für Analog-Fotografen, die nochmal ein digitales Backup haben wollen.
BorisAh, jetzt verstehe ich. Okay, das heißt, wenn du mit der Filmkamera unterwegs bist, dass du quasi nochmal ein Protokoll der Fotos hast, die du gemacht hast, nur mit einer völlig anderen Brennweite.
ChrisWahrscheinlich, die wirst du auch nicht ändern können. Ja, du hast halt quasi ein digitales in Anführungszeichen Duplikat es ist kein Duplikat, aber es ist das gleiche Ding am gleichen Ort einfach nochmal digital mitfotografiert, es ist aber jetzt nicht so dass das irgendwie aufzeichnen würde, was du bei deiner Analogen eingestellt hast, ich kenne das ja so von manchen digitalen Belichtungsmessern, die also im Handy irgendwie laufen, wo du dann quasi ein Foto machst und dann die Belichtungsdaten, also Belichtungszeit und ISO und Brennweite, nicht Brennweite, Blende, mit in den Daten drin hast und hinterher dann die gleichen Daten, wenn du die auf deine Kamera eingestellt hast, hast du dann quasi ein Duplikat der Exif-Daten oder digitale Exif-Daten dazu. Das ist das nicht, sondern es geht einfach nur darum, synchronisiert mit dem Auslösen deiner Analogen, die natürlich einen Hotschuh haben muss, der auch entsprechend funktioniert. Es gibt ja durchaus ältere Analoge, die das noch nicht haben. Ja, entsprechend, entsprechend ein Duplikat machen oder ein, Simultan Foto machen. Sie haben hier, schreiben hier noch Specs, das Ding hat 125 Sekunde Shutter und 100 bis 1600 Ja.
BorisDas hat mit Duplikat nichts zu tun.
ChrisEine Micro SD, USB-C Laden und ein 17 mm Filtergewinde für ND oder Farbfilter. Immerhin.
BorisJa, es ist mehr ein Protokoll. Was habe ich fotografiert?
ChrisIm Prinzip ist es ein Protokoll und ob das also wie viel Sinn das jetzt macht, ist die Frage. Ich glaube, ich hätte nichts davon, Aber ich kann mir schon vorstellen, dass wenn so ein Ding mal da ist und wie gesagt, die Innovation ist tatsächlich dieses, ich löse die Kamera über den Blitzschuh aus.
BorisJa, Synchron.
ChrisDann wird sich schon auch irgendwie eine Anwendung finden, ganz sicher.
BorisBestimmt. Also ich glaube, wenn man da ein bisschen drüber nachdenkt, fällt einem bestimmt auch irgendein Projekt ein. Weil, guck mal, wenn du jetzt mit einer anderen Brennweite unterwegs bist, mit näher ran oder wie auch immer, dann hast du quasi mit der digitalen so einen Überblick der Szenerie, die vielleicht gar nicht so spannend ist, aber auf deinem analogen Bild hast du dann halt den genauen Ausschnitt, den du fotografiert hast. Dann kannst du sagen, guck mal, so sah es da aus. Das ist da entstanden. Ist doch ganz nett. Also könnte ich mir schon vorstellen, dass man da was mit anfangen könnte. Witzige Idee.
ChrisKleines Fotoprojekt, Gegenüberstellungen und so.
BorisLustig. Aber quadratischer Sensor finde ich gerade lustig. Kann natürlich auch sein, dass es ein normaler Sensor ist, der gecroppt wird. Das wissen wir jetzt nicht. Aber am Ende ist ja egal. Es kommt ein Quadrat raus.
ChrisKeine Ahnung. Quadratische Sensoren, die sind... Die gibt es klar. Wahrscheinlich gibt es jetzt halt auch irgendwie günstiger oder so. Kann ich mir nicht anders vorstellen.
BorisVielleicht ist das wirklich ein normaler Handysensor und sie croppen das einfach, weil es ist halt witzig.
ChrisSie gehen ja mit so einer Knipszange hin und machen so Knick.
BorisGenau so funktioniert das. Ja, ja. Genau so.
ChrisMit einem Cuttermesser. Ja, gut.
BorisHab ich auch gemacht. Bei meinen Schwarz-Weiß-Fotos. Ja, ja, ich hab einen Crop gemacht von meinen gemachten Schwarz-Weiß-Bildern und mich geärgert, dass ich es nicht exportieren konnte. So einfach. Was ist passiert? Ich war wieder unterwegs mit der Kamera. Hab ein paar Schwarz-Weiß-Fotos gemacht. Diesmal tatsächlich das RAW abgeschaltet in der Kamera. Ich hatte also nur JPEGs.
ChrisNein, das Hintertürchen zugemacht.
BorisBoris!
ChrisApplaus. Und wie hat es sich angefühlt?
BorisKomisch.
ChrisWarst du kribbelig? Bist du zittrig geworden? Hast du angefangen zu zucken mit dem linken Auge oder so?
BorisDas nicht, aber ich habe mich durchaus ertappt, die Belichtung zweimal mehr zu kontrollieren.
ChrisDas ist ja mit einer der Gründe, warum man es tut.
BorisIst halt sonst bequem.
ChrisPräziser und besser arbeiten.
BorisIst halt sonst bequem, so plus minus zwei Blendenstufen, who cares, aber wenn du JPEG machst, guckst du schon. Also ich habe tatsächlich den Spotmeter...
ChrisDas ist technisch anspruchsvoller gearbeitet.
BorisDas weiß ich jetzt nicht, aber ich habe genauer hingeguckt, kann man vielleicht sagen.
ChrisDas ist ja schon mal was.
BorisIn der Kamera habe ich mir wieder eingestellt, dass ich den zentralen Spot-Belichtungsmesser habe, sodass ich halt, wenn ich einen bestimmten Punkt anvisiere und den Belichtungsmesser starte, dass ich im Sucher die Belichtungswaage eben an diesem Punkt sehe, auf einem relativ kleinen Bereich, sodass ich eben auch mal einen hellen Bereich an der Wand oder auf dem Shirt oder im Himmel anmessen kann, wo ich da gerade liege und dann einen Bereich im dunkleren Bereich, dann kann ich gucken, wie ist der Kontrastumfang hier, da verschätzt man sich als Mensch dann doch gern mal. Und dann eben zu entscheiden, so welcher Bereich ist mir jetzt wichtiger. Es ist mir egal, dass es weißer ausbrennt oder es mir egal, dass es schwarzer absäuft, worum geht es mir hier in diesem Bild? Und dann habe ich das eben festgelegt und dann eben Fotos gemacht. Interessant, dass ich gar nicht so viele Auslösungen pro Bild gemacht habe. Also ich habe dann auch nicht gesagt, dann mache ich halt eins heller und eins dunkler oder so, sondern ich habe mich schon für eins entschieden. Das war, Fällt mir jetzt ein, wo ich drüber spreche. Das ist mir vorher nicht jetzt so aufgegangen. Also ich habe mir auch kein Backup gemacht, indem ich dann zwei oder drei Belichtungen oder eine Belichtungsreihe geschossen habe. Das wäre ja auch geschuldet.
ChrisAlso du hast vor Ort eine Entscheidung getroffen und hast die dann auch durchgezogen.
BorisKorrekt, genau. Die habe ich halt zwei oder dreimal extra noch mal kontrolliert. Das ist das, was man früher immer gemacht hat, weil die Kontrastumfänge der Sensoren ja nun auch nicht so großartig waren wie heute. Aber wenn du jetzt halt JPEG-Arbeitest, dann willst du hinterher nicht die Schatten nochmal hochziehen, nur weil du dich irgendwie vermessen hast.
ChrisEin bisschen geht da auch noch.
BorisEin bisschen geht schon, ja. Es jammern auf hohem Niveau, aber wenn man weiß, wo man hinguckt, dann, Will man es auch mögen.
ChrisUnd ist das jetzt so, dass du das Gefühl hast, brauche ich nicht nochmal? Oder ist das mehr so ein, oh nee, das war schon irgendwie ganz spannend, weil es hinterher so entspannt war, weil ja alles im Prinzip dann schon entschieden war. Du musst ja dann hinterher nicht mehr groß nachbearbeiten, sondern du hast ja diesen Berg an Bildern, den du hinterher noch bearbeiten musst, hast du ja nicht mehr in dem Moment.
BorisDas entspannt doch, oder? Zu dem komme ich auch gleich und das ist auch so. Das war ja auch eins der Ideen, dass ich bei meinen privaten Fotos nicht mehr so viel, wie soll ich sagen, in der Softwareentwicklung sagt man, digitale Schuld habe. Also nicht mehr so viel Berg an Extraarbeit, die ich glaube, zeitnah erledigen zu müssen. Und wenn ich sie vor mir hinschiebe, dann sowieso nur noch Stress verursacht bei mir gerade.
ChrisDie dann so im Hinterkopf so kognitive Last machen. Immer so ein bisschen da sind und so ein bisschen so Und das ist ganz besonders blöd.
BorisWenn man gerade sehr intensiv in völlig anderen Themen steckt und dann sich, belastet mit Dingen, die einem eigentlich Freude machen sollten. Und da hatten wir drüber gesprochen und eins der großen Ergebnisse war mein langes Tele. Da freue ich mich auch schon drauf, das das nächste Mal auszuführen. Also das war eine ganz gute Entscheidung. Also mit Gas kann man sein Gefühl durchaus auch unter Kontrolle bekommen. Also ich jedenfalls. Und das andere ist jetzt tatsächlich mach doch mal JPEG. Und schwarz-weiß hilft mir dabei, weil JPEG-Farbe hilft mir persönlich nicht. Weil Farbe habe ich schon eine sehr konkrete Vorstellung, wie das Bild aussehen soll, welchen Look es haben soll. Und das kriege ich an der Kamera so nicht eingestellt. Deswegen bräuchte ich eine Kamera.
ChrisWo ich Lutz hochladen könnte. Da kannst du es dann super einstellen.
BorisJa, oder eine Sony. Fuji macht das ja richtig gut. Oder eine Sony oder eine Leica. Also irgendwo, wo ich einen LUT reinladen kann. Dann könnte ich das mal ausprobieren. Vielleicht teste ich das irgendwann mal. Aber jetzt bin ich bei schwarz-weiß. Und ich habe mich da schon zu committed. Ich habe noch kein Enddatum festgesetzt. Aber den März will ich das auf jeden Fall durchziehen. Ich weiß nicht, wie oft ich damit rauskomme. Und wenn ich jetzt nur selten damit rauskomme, werde ich das auch noch länger durchziehen. Also das will ich jetzt mal machen, schwarz-weiß. Tanja hat mich schon gefragt, ob ich schwarz-weiß Wochen habe. Ich sage eher Monate. Also ich habe mich da jetzt erst mal festgelegt. Werde ich machen.
ChrisIch finde es cool. Also wirklich fühl dich auf die Schulter geklopft.
BorisJa, dankeschön. Das wird noch eine spannende Erfahrung werden. Oder ist es jetzt auch schon. Jetzt ist das Problem nur dabei. Oder sagen wir mal erst mal, was sehr, sehr toll war. Ich komme dann nach Hause. Das waren jetzt auch nicht wahnsinnig viele Fotos. Aber Lightroom aufgemacht, Kartenleser, Speicherkarte rein und auf Import gedrückt. Und da da jetzt nur JPEGs drauf waren, waren die halt ratzfatz in der Bildanzeige.
ChrisDrin.
BorisUnd die waren quasi in Echtzeit importiert. Also das war quasi in Nullzeit. Also das war schon ganz toll. Aussortieren ging jetzt nicht schneller als vorher auch. Also das da Slide Room Classic tatsächlich schnell, also auch bei den RAWs, da durchblättern und dann bewerten und so. Da komme ich nicht drum rum. Ein paar Stichworte vergeben, das ist halt so. Das mache ich halt, solange ich da keine bessere Lösung für habe. Ja. Was dann aber schade war, weil ich wollte jetzt diese Bilder oder eine Auswahl davon, wollte ich auf Mastodon teilen, weil da läuft gerade der Monochrome-March, wo einfach neue Fotos, die in Schwarz-Weiß gemacht werden, mit dem Tag gepostet werden. Und da wollte ich ein paar Bilder posten. Und da habe ich einfach die Bilder, die ich nehmen wollte, per Drag & Drop gezogen. Ich habe da so ein Tool bei mir auf dem Mac, das nennt sich Yoink, mit Y-O-I-N-K, Yoink. Wenn man irgendwo eine Dreckaktion ausführt von einer Datei oder sowas, dann geht ein kleines Fensterchen am Rand vom Bildschirm auf, da kann man das dann hinlegen und dann kann man damit Dinge machen.
ChrisDas ist so ein Drag-und-Drop-Zwischenablage quasi.
BorisSuper praktisch. Und dann habe ich halt den Stapel Bilder da, sachrechte Maustaste, Teilen über Airdrop und dann habe ich es ratzfatz auf dem iPhone gehabt. Das ging ganz gut. Aber, wenn du Drag & Drop aus Lightroom heraus machst, und das wusste ich eigentlich, dann ziehst du halt die Originaldatei raus. Und das mache ich natürlich nie mit RAW-Dateien. Da ich jetzt aber JPEGs hatte, und ich ja die JPEGs haben wollte, dachte ich, ach, dann nehme ich die doch gleich, brauche ich ja nicht exportieren. Allerdings hatte ich die Bilder durchaus teilweise bearbeitet. Also ich habe den Crop noch ein bisschen angepasst, wenn mir irgendwas nicht gepasst hat, weil ich das im Sucher dann so nicht gesehen habe, weil eben doch ein Stückchen irgendwie mehr drauf war, als ich wollte, habe ich halt ein bisschen gecropped und ich habe auch bei zwei Bildern noch die Kontrastkurve ein bisschen angezogen, weil so starken Kontrast konnte ich in der Kamera nicht kriegen. So, und dann wollte ich eben diese bearbeiteten Bilder natürlich auf meinem iPhone haben. Und da habe ich mich ja an die Stirn geschlagen, habe gedacht, jetzt musst du dann doch die Bilder nehmen, obwohl sie schon JPEGs sind und musst einen Export machen und einen Ordner dafür wählen und dann aus dem Ordner den Drag & Drop machen aufs iPhone.
Das, ich hatte so im Kopf, ganz früher hatte ich mal eine kurze Zeit lang Apple Aperture und ich meine, dass das eins der Feature war, dass du, wenn du einen Dreck und Drop aus der Bibliothek gemacht hast, immer das bearbeitete Bild gezogen wurde und nur optional das Original, wenn du wolltest, meine ich. Vielleicht erinnere ich es aber auch falsch. Ich habe es nicht lange benutzt.
Ja, also mein Ziel war, die bearbeiteten JPEGs schnell aufs iPhone bekommen. Und da wollte ich hier mal die Plattform nutzen und ein Shoutout machen, ob da irgendjemand im Zusammenhang mit Lightroom Classic einen schnellen Weg weiß, wie ich die Bilder aufs iPhone bekomme.
ChrisAlso trecken und droppen kannst du es nicht das ist richtig, Aber möglicherweise, ich denke jetzt mal so ein bisschen laut, du kannst dir natürlich so ein Export-Preset machen, was die zum Beispiel einen bestimmten Ordner dann wirft. Das ist dann dein Export-to-XYZ-Preset. Das heißt, du wählst die aus und exportierst dann mit diesem Preset und den Ordner kannst du auf macOS überwachen lassen und da zum Beispiel dann einen Shortcut feuern, der auf die Files in diesem Ordner was ausmacht. Also die dann irgendwo hinschickt oder so. Diese Möglichkeit gibt es durchaus. Das wäre dann zwar so um eine Ecke weiter, aber automatisieren lässt sich das damit in irgendeiner Form ganz sicher. Automator gibt es immer noch und der kann das genauso. Der kann Folder überwachen und kann damit was anstellen.
BorisDer auch das Scheren anstoßen kann. Aber im Zweifel könnte ich mir ein Programm machen, was das Scheren anstößt.
ChrisDu kannst ja einfach den Roboter fragen, ob er für sich sowas bauen kann.
BorisJa, auch so ein kleines Tool kriege ich schon noch hin.
ChrisIch denke, so ein Airtrop anschubsen, das müsste doch in irgendeiner Form, müsste das sich doch automatisieren lassen.
BorisWie gesagt, vielleicht weiß da draußen jemand was und macht sowas schon. Vielleicht gibt es ja schon solche Toolketten oder irgendein Plugin für Lightroom Classic, um dann direkt zu sagen, hier Export. Also es gibt ja auch diese Exports, die du in Lightroom Classic direkt machen kannst, automatisiert, dass du sagst, mit einem bestimmten Stichwort und Bewertung sammle die Bilder und mach einen Export auf Flickr und so. Dann gibt es so ein paar, die du automatisiert machen kannst. Vielleicht kann man darüber was machen, vielleicht gibt es da ein Plugin, um direkt ein Share-Sheet zu öffnen, wo ich dann mein iPhone drinne wählen kann oder sowas auf dem Mac. Mir ist übrigens, das wollte ich noch dazu sagen, mir ist schon klar, dass ich natürlich einen Export machen könnte nach Apple Fotos. Dann hätte ich es in der Fotobibliothek. Das würde aber voraussetzen, dass ich die Fotosbibliothek vom iPhone mit dem Mac synchronisiere. Und das tue ich aus verschiedensten Gründen nicht. Also dieser Weg scheidet bei mir aus.
ChrisJa, das ist aber dann vor allem auch ein Weg, der nicht instantan ist. Weil du willst ja dann jetzt auf dem iPhone haben und nicht erst in fünf Minuten oder so.
BorisDas ging aber schon schnell, glaube ich. Der Sync ist relativ flott, aber...
ChrisJa, mal so, mal so. Ja, das ist wieder so ein Akkusparthema, wo die dann quasi solche Sync-Operationen auch so ein klein bisschen zumindest delayen, wenn es gerade, um dann irgendwie so mehrere Aktionen zu bündeln, damit sie da ein bisschen Batterie sparen und nicht ständig ihre Netzwerkhuchen runterfahren. Also das kann dann schon eine Minute dauern.
BorisIch habe es halt nicht, weil ich möchte nicht meine gesamte Bibliothek, die ich auf dem iPhone habe, auf dem Mac synchronisiert habe. Schon aus reinen Platzgründen will ich das nicht. Und ja, insofern scheidet der Weg aus. Aber meine Güte, da muss doch was geben. Muss ich denn alles selbst programmieren? Sag mal Bescheid, ob es da nicht schon irgendwas gibt. Das würde mich freuen. Ansonsten war das eine schöne Erfahrung. Ich habe ein paar abstrakte Bilder gemacht, während ich am Schnelllader war. Bin ich ein bisschen spazieren gegangen. Und ja, mal gucken, was da noch passiert. Sehr cool. Ich habe auch nur das 50mm drauf, das alte 50er.
ChrisDu hast dich auch noch reduziert, was das beschränkt auf eine Brennweite. Wie bitte?
BorisDas 50mm Mark 1.
ChrisSneaker Zoom, echt jetzt?
BorisDas EF mit Adapter. Echt jetzt? Und dadurch, dass es über den Adapter dransetzt, auch nicht optisch korrigiert. Also alle Verzeichnungen, alles original.
ChrisNaja, wenn das eh schwarz-weiß JPEG ist, dann kannst du das auch noch mitnehmen.
BorisAlles dabei.
ChrisIch sag dir, du bist nur ein halbes Jahr längstens, dann bist du bei Film wieder. Dann hast du eine Kamera von 1965 mit einem Objektiv, was überhaupt nicht korrigiert ist und mit diesen Suppen nichts mehr zu tun haben.
BorisDas ist immer alles zu suppig.
ChrisDu musst das nicht selber entwickeln. Es gibt schon auch Menschen, die das gegen einen kleinen Obolus tun für dich.
BorisUnd dauert alles viel zu lange. Das bin ich nicht. Nee, ja, schön. Also, wenn jemand eine Idee hat, wie kriege ich meine JPEGs, die bearbeiteten JPEGs, aus Lightroom Classic, schnell aufs iPhone. Da wäre ich dankbar. Am Mac. Schön. Dann haben wir eine Frage von Jürgen bekommen. Die ist relativ aktuell in unserem Slack aufgetaucht und die fand ich interessant. Leider fehlen uns ein paar Details, aber ich lese mal vor. Es geht um große Ausdrucke und die Qualität. Er schreibt, ich habe eine Fotografie bei Saal Digital eingereicht. Sehr groß. 100 mal 70 Zentimeter, also Meter mal 70.
ChrisAlso er hat die Fotografie nicht in 100 mal 70 Zentimeter eingereicht, sondern er wollte sie in der Form ausbelichtet haben.
BorisJa, ganz genau. Eine Aufnahme, die in der Größe ausbelichtet sein soll oder gedruckt werden soll. Leider war das Ergebnis nicht wie erwartet.
ChrisEin Meter mal 70, boah.
BorisDas ist ganz ordentlich. Wie geht ihr mit Upscaling um? Vermutlich liegt das Problem bei meinem Workflow. Den Knopf bei Saal verbessern. Also diese automatische Verbesserung war aus. Das ist in der Regel ganz gut. wenn man selbst vorher sein Bild bearbeitet hat weil sonst wird es zweimal bearbeitet, dann schreibt er ich verwende Photoshop und Lightroom kenne mich eigentlich ganz gut aus aber aus dem alten Olympus RAW der damals kleinen M10 war es mir nicht möglich alles rauszuholen in den Foren wird oft über die Reihenfolge in Lightroom als Fehlerquelle gesprochen wenn schärfen dann in Photoshop wechseln etc. Toll wäre eine Rückmeldung über euren Workflow Ich hatte dann nochmal nachgefragt, was das Problem war und er sagt, dass man eben Verpixelung gesehen hat an Kanten und so weiter und er tippt schon, dass es vielleicht überschärft gewesen sein könnte und das wäre jetzt auch so ein bisschen mein Verdacht, aber ich habe das Ganze mal durchgerechnet und ein bisschen zerlegt. Also, okay, bist du bereit?
ChrisJa, mach mal.
BorisAlles klar. Also 100, also ein Meter mal 70 Zentimeter, das ist eher groß. Und ich würde erst mal die Grundannahme treffen wollen, dass der Betrachtungsabstand auch größer sein wird oder sollte bei so großen Bildern.
ChrisDa gehst du nicht mit der Nase ran, sondern da stehst du einen Meter oder zwei davon weg.
BorisSo, das wäre erst mal die Grundannahme. Und wenn du da einen Meter oder zwei von weg stehst, dann ist das wahrscheinlich gar nicht so dramatisch wie das, was man sieht, wenn man das Bild auspackt und quasi mit der Nasenspitze betrachtet. Also das erstmal so als Grundvoraussetzung, wie pingelig will man sein. Ob das aber auffällt oder nicht, ist natürlich davon abhängig, ob der Betrachtungsabstand so groß sein wird. Du kennst hier unseren Flur bei uns zu Hause, das ist ein relativ schmaler Flur und wenn da große Bilder an der Wand hängen, wir haben da so Filmposter hängen, da stehst du schon.
ChrisWeit zurücktreten.
BorisNein, da bist du schon nah dran. Also da, ich habe Tanja noch nicht davon überzeugt bekommen, die Filmposter gegen andere Sachen auszutauschen, aber wenn ich etwas eigenes in der Größe dorthin hängen wollte, dann müsste die Auflösung schon ein bisschen angepasst sein. Also insofern kann ich das verstehen. Das hängt jetzt natürlich auch ein bisschen vom Motiv ab. Also normalerweise würde man jetzt sagen, detailliertes Bild braucht mehr Auflösung, das stimmt aber nur bedingt. Also ich habe zum Beispiel auch Fotos wo halt Wald im weitesten Sinne, also es ist schon ein Wald, aber du siehst jetzt nicht jedes einzelne Blatt, sondern es ist erst, der Wald oder das Blattwerk eher so als flächiger Hintergrund, als ein bisschen strukturierter Hintergrund oder so. Und da brauchst du auch nicht so wahnsinnig viel Auflösung. Und wenn es sehr flächige, sehr grafische, sehr geradlinige Bilder sind, auch nicht, weil es dann eher um die Fläche und nicht um die feinen Linien geht. Ich habe auch manchmal den Eindruck, das kann ich aber nicht aus eigener Erfahrung jetzt quantifizieren, dass Farbbilder da mehr verzeihen als Schwarz-Weiß-Bilder. Also bei Schwarz-Weiß, da sind wir wahrscheinlich einfach trainiert, die Kontraste dann zu erkennen und sehen dann sofort störende Treppchen oder so etwas. Bei Farbbildern wird das wahrscheinlich oft verschwimmen. Also das mal nur so Grundannahmen, die ich so habe. Und dann habe ich mal durchgerechnet, weil ich habe hier bei uns im.
Im Treppenhaus, im Haustreppenhaus, habe ich ein Bild hängen, das habe ich damals auf A4 gedruckt und das ist aus einer 3 Megapixel Kamera rausgefallen. So, 3 Megapixel auf A4 ist wirklich überhaupt kein Problem. Das geht absolut als Foto durch, also auch wenn man mit der Nasenspitze davor steht, weil du hast umgerechnet so eine Auflösung von 200, 220 dpi. Das ist völlig ausreichend. Aber was bedeutet das? Wenn ich jetzt zwei A4s nebeneinander lege, habe ich ein A3, dann brauche ich die doppelte Auflösung dafür, bin ich schon bei 6 Megapixeln. Wenn ich jetzt zwei A3s nebeneinander lege, dann habe ich A2 mit 12 Megapixeln. Mache ich das nochmal, bin ich bei A1 mit 24 Megapixeln. Und mache ich das nochmal, bin ich bei A0 mit 24 Megapixeln. Ich denke, soweit ist eine einfache Rechnung.
100 mal 70 ist von der Fläche her irgendwo zwischen A0 und A1. Das ist so, A0 ist irgendwie 1,4 mal größer, A1 ist 0,7 davon. Also irgendwo so dazwischen würde rein rechnerisch eine Auflösung so von 30, 36 Megapixeln bedeuten, wenn du davor stehend keine Treppchen sehen möchtest. Also wenn du so deine 200, 220 DPI haben willst. Und die hat die Olympus MC nicht. Jürgen sagte, die hatte 12 Megapixel. Ich bin auch nicht ganz sicher, ob die alte 12 oder 16 Megapixel hatte, aber das ist dann auch obligatorisch. Also in der Größenordnung unterhalten wir uns. Und da kommen wir jetzt eben zu dem Thema, wie bearbeitet man sowas, wenn es gut aussehen soll, wenn man auch noch davor steht. Der erste Schritt bei mir wäre da auf jeden Fall das Bild sanft zu entrauschen, wenn es erforderlich ist. Weil alles, was du an störenden Rauschen und Korn da drin hast, was du nicht haben willst, wird bei einer Skalierung unangenehm auffallen, potenziell. Weil das eben auch vergrößert wird und in der Regel nicht ästhetisch. Also erstmal etwas entrauschen.
Dann würde ich wahrscheinlich die Auflösung erhöhen. Und jetzt ist aber, da bin ich auch unsicher von der Reihenfolge. Das wäre früher sicherlich anders als heute. Früher war es in Lightroom so, diese Super-Resolution, die du aktivieren konntest, wo auf RAW-Basis die Pixel so miteinander verrechnet hast, dass du eine vierfache Auflösung bekommen hast. Das ist schon ganz gut. Das führt zu ganz guten Ergebnissen. Und das hätte ich wahrscheinlich relativ früh in meinem Arbeitsprozess gemacht und dann auf der Basis eben weiter bearbeitet. Du kriegst ja dann eine Kopie davon und dann weiter bearbeitet. Jetzt ist es aber so, bei den aktuellen Lightroom Classics, dass diese Super Resolution ein Bearbeitungsprozess im RAW-Modul ist, den du jederzeit an- und ausschalten kannst. Und da könnte es sinnvoll sein, das eher zum Ende hinzumachen, weil es Zeit spart. Und soweit ich weiß, findet diese Super-Resolution dann automatisch in der Bearbeitungskette sehr früh statt und dann kommt die Bearbeitung obendrauf.
ChrisIch glaube, dass Super-Resolution findet in der Kette dann statt, wenn du es auswählst.
BorisBin ich halt nicht ganz sicher.
ChrisIch glaube, dass da was reingerechnet wird.
BorisBin mir fast sicher. Müsste man mal ausprobieren. Weil dadurch, dass das jetzt in dieser Bearbeitungskette ist, das ist von ein paar Versionen reingekommen, da ist das nämlich so, wenn du bestimmte Bearbeitungen machst nachträglich, dann hast du da so ein kleines Ausrufezeichen dran und dann heißt das, aktualisier das mal. Und dann muss er das nämlich nochmal neu machen, weil er dich dann in deiner Bearbeitung nicht hemmt, sondern du musst es dann hinterher nochmal anstoßen, damit das nochmal alles neu durchgerechnet wird auf der vollen Auflösung. Weiß ich nicht. Kann man ja aber mal beides machen und einen Export machen und vergleichen. Das dürften aber, ich behaupte mal, Nuancen sein, die hier nicht wichtig sind. Wichtiger ist eher, dass du mehr Auflösung hast, also feinere Details hast. Und zum Schluss kannst du sicherlich nochmal sanft schärfen, wenn es nötig ist. Und ich bin aber extrem zurückhaltend beim Schärfen, weil wenn man zu stark schärft, und das geht sehr schnell, dann ist auch dieser Fotolook weg. Und das sieht halt sofort sehr künstlich, grafisch übertrieben aus.
ChrisAlso zum Schärfen habe ich noch eine Anmerkung.
BorisJa, erzähl mal.
ChrisDu hast in Lightroom ja die Auswahl zwischen unterschiedlichen Schärfungsstärken und für glatt, ne Quatsch, für matt oder für glänzend oder so. Bei der Ausgabe. Bei der Ausgabe. Das Problem dabei ist, was macht denn eine Schärfung? Eine Schärfung macht eine Erhöhung der Kontraste an den Kanten. Das heißt, es macht bei Kontrastkanten, also sprich bei hell-dunkel Kanten, macht es die helle Seite ein bisschen heller, die dunkle ein bisschen dunkler und das in verschiedenen Größen und Stärken. Und das im Prinzip sind für diese Auswahl, die man da hat, sind da verschiedene Größen und Stärken hinterlegt. Vielmehr tut es nicht. So, jetzt hast du eine Vergrößerung dieses Bildes. Und was passiert mit diesen Kontrastkanten? Die werden natürlich mit vergrößert, weil diese Auswahl in Lightroom hat überhaupt keine Ahnung, auf welche Größe du das nachher drucken lässt. Wird das ein 10x15 Bild? Wird das ein A4 Bild? Wird das ein A0 Bild? Das weiß Lightroom nicht in dem Moment. Das heißt, es macht einfach sein Standardding und fertig. Jetzt hast du beim Dienstleister dann halt irgendwie noch einen RIP, einen Raster Image Processor, also sprich deren in Anführungszeichen Druckertreiber, der das aufbereitet. Ja, und der macht das dann halt entsprechend groß und macht da vielleicht noch sein eigenes Spielchen mit. Dann hast du dort möglicherweise.
Je nachdem, was du bestellst, hast du entweder einen Tintenstrahldruck vielleicht, der irgendwie anders gehandhabt wird. Ist möglich. Möglicherweise ein Rasterdruck. Das ist dann so HP Indigo und solche Geschichten. Das ist ja auch im Einsatz.
BorisJe nach Produkt und Anbieter.
ChrisRichtig. Oder du hast eine Ausbelichtung, sowas wie so ein Durst-Lambda-Belichter oder sowas, der auch nochmal andere Sachen macht, der wird dann auf richtiges Fotopapier mit dem Laser ausbelichtet. Und die handeln alles ganz unterschiedlich. Und wenn du solche extremen Vergrößerungen machst oder solche großen Sachen ausdrucken möchtest, Dann gibt es eigentlich aus meiner Sicht nur eins, weil das ist teuer, das kostet nicht wenig, sowas machen zu lassen. Da würde ich es nicht auf ein Experiment ankommen lassen, sondern da würde ich anrufen, die haben einen Support. Dann sagst du, das und das möchte ich machen. Wie soll ich das bitte schön vorbereiten? Und dann werden die dir sagen, guck mal auf unsere Website, hier ist das beschrieben. Oder die werden dir sagen, mach es wie immer, aber um Himmels Willen, lass dieses Schärfen am Schluss weg.
BorisMöglicherweise, ja.
ChrisJa, und dann, und weil deren Bestreben ist es ja auch, dir ein gutes Bild, ein tolles Produkt, mit dem du zufrieden bist, zu machen. Und die machen das jeden Tag so Zeug. Das heißt, die wissen auf Anhieb, wissen die bei der Frage, die Frage habe ich heute schon viermal beantwortet. Das kann ich aus dem FF. Weil du weißt nicht, was dann exakt für Technik dahinter steht. Du weißt nicht, wie die vorbereitet sein muss und so weiter. Das ist eine Support-Anfrage. 100 Prozent. Ich würde da anrufen für sowas.
BorisAlso das ist auf jeden Fall ein guter Tipp. Also da sollte man sich nicht scheuen. Und gerade bei Saal glaube ich auch, dass man da kompetente Antworten bekommt. Weil, wie du schon sagst. Mit Sicherheit. Das ist, Ich sage es einfach mal, die gehören auch wirklich zu den Guten. Das ist jedenfalls mein Eindruck.
ChrisJa.
BorisAber was du natürlich auch machen kannst, ist, du kannst natürlich auch kleinere Exemplare bestellen. Also einen Ausschnitt von dem Bild nehmen und das auf einem kleineren Format bestellen, sodass du die Vergrößerung simulierst.
ChrisWenn das dann die gleiche Maschine ist und so. Genau.
BorisMan muss halt auch dann auf eine Leinwand bestellen, aber vielleicht nicht gleich auf 100 mal 70, sondern das, was gerade im Angebot ist. Und dann rechnet man sich das aus, welche Vergrößerung ist das und dann simuliert man das mit einem Crop. Das kann man machen. Geht auch. Hast halt irgendwie dann Kunst am Bild oder irgendwas zum Heizen. Aber Fragen ist da sicherlich wertvoll. Was ich noch sagen wollte, ist, wie ich es gemacht habe tatsächlich und mit einem Ergebnis, mit dem ich extrem zufrieden bin. Bei mir ist es nicht 100 mal 70, sondern es müsste 90 mal 60 sein, also eine Stufe kleiner. Ich hatte nämlich ein Bild genommen aus Schottland und das ist damals analog gemacht worden. Und ich hatte versucht, wir hatten vorhin das Thema, das Negativ selbst zu scannen und zu negieren, also wieder in ein Positiv zu wandeln. Und ich habe das nicht zu meiner Zufriedenheit hinbekommen. Zu meiner Zufriedenheit heißt, ich habe ein JPEG gehabt von dem Dienstleister damals. Das war so ein kleines Minilabor, wo ich den Film damals hingebracht hatte und die konnten irgendwie gegen einen kleinen Aufpreis eine CD mit JPEGs machen. Die originale CD habe ich nicht mehr, aber ich hatte das JPEG noch. Das sah von den Farben her gut aus. Das war so, wie ich mir das vorgestellt habe und so sahen auch die Abzüge aus, weil das ja aus derselben Maschine gefallen ist. Aber für heutige Maßstäbe war die Auflösung dieses JPEGs eher so Briefmarke.
Das taugt halt für immer auf der Webseite zeigen, aber so auf heutigen Monitoren ist das, das verschwindet eher.
ChrisOkay. Und damals konnte man auch nicht mal einfach per KI was hochskalieren.
BorisDamals sowieso nicht. Nein, nein. Aber jetzt, jetzt ja. Weißt du, jetzt wollte ich ja dieses Bild haben. Und ich habe wirklich, ich habe Dinge ausprobiert. Ich habe die Super Resolution in Lightroom ausprobiert, wobei die auf dem JPEG halt jetzt auch nicht so wahnsinnig gut läuft. Und ich habe dann aber auch, weil das habe ich mir mal gekauft, hier diesen Topaz Photo AI genommen. Der kann halt auch vergrößern in verschiedenen Stufen und mit verschiedenen Einstellungen. Und das ist halt so eine echte KI-Vergrößerung, die wirklich Dinge dazu erfindet. Also die nicht einfach nur die Pixel größer macht und glättet, sondern die wirklich die Details ergänzt. Also stell dir vor, du hast ein Foto von einer Burgruine mit ganz viel Stein und mit Gras im Vordergrund. und das Stein, da ist Flechtwerk und Moos drauf und das Gras ist halt fein geschnitten und so weiter. Im Himmel hast du Wolken und da hast du halt Korn von dem Film und so weiter. Und dieses Topaz-AI geht eben daher und macht jetzt nicht einfach das Filmkorn größer, sondern ergänzt es beim Vergrößern. Und macht nicht einfach die Flechten auf dem Stein größer, sondern ergänzt sie.
ChrisDaten werden da zugefügt.
BorisGenau, es wird erfunden. Aber es macht es eben so, dass das Originalbild für dich als Mensch immer noch dein Originalbild ist. Also es ist nicht plötzlich eine andere Burgruine in einem anderen Licht oder mit anderen Steinen oder einer anderen Anzahl von Steinen.
ChrisAber Details in den Steinstrukturen können natürlich anders sein.
BorisDie können anders sein. Das siehst du, wenn du halt so kleine Schilder hast. So für die Touristen gibt es kleine Schilder, wie heißt das oder sowas. Und da kannst du schon auf dem Negativ kannst du nicht wirklich lesen, was da drauf steht, weil das so weit weg ist. Und wenn das plötzlich vergrößert.
ChrisSchreibt er da was drauf?
BorisNee, du kannst das immer noch nicht lesen, aber du hast den Eindruck fast.
ChrisDa müsste man dann noch so einen Prompt mitgeben und sagen, ich hätte da gerne folgende Schriftzüge drauf oder so.
BorisJa, stell dir vor, das war in Schottland, was steht denn da drauf? Hast du da nicht...
ChrisIrgendwer fragt, ob dann auch ein Burgfräulein ergänzt wird.
BorisNee, eben genau nicht. Also, das war halt der Schritt, weil ich wusste, wenn ich das auf dieses Format drucken will, brauche ich eine gewisse Auflösung. Und die habe ich damit tatsächlich hinbekommen. Ich kann jetzt nicht mehr aus dem Kopf sagen, wie viele Megapixel das waren, aber es war relativ groß dann hinterher. Ohne, dass es irgendwie künstlich aussieht. Ich habe da viel rumgespielt mit den Einstellungen und so weiter. Und da muss man eben auch, Topaz Photo AI macht dann natürlich auch irgendwelche Beleuchtungsverbesserungen und Farbverbesserungen. Das musst du alles wieder zurückdrehen, wenn du deinen Fotolook haben willst. Und ich habe das Foto hinterher auch tatsächlich in Lightroom weiter bearbeitet, um dann eben wieder an den Farben, an den Kontrasten und so weiter wieder ein bisschen zu regeln, dass es halt nicht zu poppig ist, sondern eben wieder diesen Fototouch bekommen hat. Und das habe ich dann ausbelichtet. Und jetzt habe ich da ein großes Bild, 90x60 hängen.
Also ich bin begeistert. Das ist genauso, wie ich es haben wollte, wie das kleine Bild aussah, was ich irgendwie so 13x18 irgendwie in dem Bilderrahmen mal hatte. Das ist fantastisch. Also, was ich damit sagen will, wenn du nah ran willst an so großes Format, dann wirst du wahrscheinlich um eine Auflösungserhöhung nicht herumkommen. Und wenn du ein RAW hast, würde ich es tatsächlich mal mit Lightroom Super Resolution versuchen in der Bearbeitungskette. Da hätte ich jetzt auch ehrlich gesagt keine Angst, wann ich das anschalte. Wahrscheinlich jetzt, wo es in der Bearbeitungskette ist, erst relativ spät, so aus Performancegründen. Schärfen würde ich ganz behutsam machen, falls überhaupt. Vielleicht sogar eher negativ schärfen, so ein ganz kleines bisschen eine Unschärfe an die Kontrastkanten drüber legen, damit das auf dem großen Format nicht zu knackig wirkt, sondern diesen Fotokarakter behält. Ja, und dann, ja, bisschen... Hoffen. Hat funktioniert bei mir.
ChrisMit Hoffnung. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ja, aber das ist schon extrem, sowas aus dieser Kamera auf diese Größe zu bringen. Aber Jürgen schreibt, ihr seid klasse, gute Idee mit dem Support. Schreibt doch hier im Slack, ich gebe euch mal Rückmeldung nach meinem Gespräch.
BorisJa, gerne.
ChrisFrag doch mal an.
BorisUnd solltest du noch mal Zugriff auf das Bild bekommen, weil das ist ja schon weggegeben, das war ja ein Geschenk, solltest du noch mal Zugriff darauf kriegen, mach doch gerne mal ein Detailfoto von der Problemstelle, dass wir besser uns vorstellen können, was das gewesen sein könnte, was da schief gegangen ist.
ChrisIch glaube, dass Schärfung und Pixelation...
BorisAber Schärfung und Vergrößerung, das geht selten gut zusammen.
ChrisDa muss man tricksen, mit Sicherheit.
BorisOder einfach bleiben lassen. Einfach weniger ist oft mehr, tatsächlich.
ChrisDas stimmt. Manchmal macht die Maschine das auch richtig, aber das weiß dann der Support.
BorisHugo Egon Baldern wusste schon zu sagen, lass es einfach weg.
ChrisIm Zweifel weglassen. So, wir haben eine neue Aufgabe.
BorisIst nicht wahr.
ChrisDoch, das steht hier.
BorisJa, haben wir auch tatsächlich, denn die aktuelle Aufgabe ist die Brettaufgabe. Die läuft jetzt am Donnerstag, am 12. März 2026 aus. Deswegen gibt es eine neue Aufgabe vom 12. März bis zum 26. März. Die heißt Datum. Und der Tag ist HSB Datum. Das bedeutet, dass ihr im Zeitraum vom 12. bis zum 26. März 2026 loszieht, ein neues Foto macht, wie ihr das Thema Datum bildlich umsetzt. Das Ergebnis ladet ihr bei Flickr hoch, stellt es in die Happy-Shooting-Gruppe und vergebt das Tag HSB-Datum. Da bin ich mal gespannt. Kriegen wir lauter Fotos mit eingeblendetem Datum wahrscheinlich.
ChrisMit Sicherheit. Mit absoluter Sicherheit. Wir haben mal wieder, Eine kleine Kalenderlesung. Ich bin ja schier...
BorisJetzt nicht alle hunderten Termine vorlesen.
ChrisUmgefallen. Nee, hundert sind es nicht ganz, aber so richtig weit weg davon sind wir ehrlich gesagt auch nicht. Da hat doch irgendwer, hat doch hier, es ist da ein bisschen eskaliert, würde ich jetzt mal sagen. Nett gesagt eskaliert. Und hat uns, also ich muss ja mal, warte mal, ich blende mal ganz kurz den Kalender ein, dass wir den auch sehen. Moment, das ist das Falsche. Es sind zu viele Sachen auf dem Bildschirm. Ich, ich, hier, man sieht, die bunten Punkte sind schon relativ vielfältig. Naja, wir haben in den letzten sieben Tagen 59 Einreichungen bekommen, neue. Eine davon hat Peter eingereicht, einen Termin hat Steffen eingereicht und 57 davon kommen von Jürgen. Jürgen, wir müssen mal miteinander reden.
BorisWir müssen reden, Jürgen.
ChrisWir müssen reden, Jürgen. Nein, es ist ja sagenhaft. Es ist ja der absolute Wahnsinn.
BorisJa, die Karte lebt davon, auf jeden Fall.
ChrisDie Karte lebt davon. Also reicht bitte alle ein. Und ich habe auch keinen Stress damit, wenn irgendwie 200 in der Woche reinkommen. Das kriegen wir schon gemanagt. Es geht schon irgendwie. Macht mal, macht mal. Das Projekt lebt und das ist das Wunderbare an der Geschichte. Und ja, wie gesagt, ihr könnt euch eine Umkreissuche um eure Postleitzahl einrichten in diesem Kalender und dann einfach benachrichtigen lassen oder nur die Sachen in direkter Umgebung anschauen, was weiß ich, was in 20, 30, 50 Kilometern ist in einem Umkreis oder ihr könnt das in euren Kalender automatisch eintragen lassen und so weiter. Es ist tatsächlich ein ganz ein ganz, Tolles Projekt, weil auch toll mitgearbeitet wird. Und Jürgen kriegt da immer so eine Krone von uns oder so ein Badge oder sowas. Oder sowas, was man sich, so Lametta, was man so Leuten gibt, so einen Orden.
BorisGut, aber. Gibt es doch bei Burger King zum Kindergeburtstag.
ChrisOder? Nee, so ganz so billig muss es nicht sein. Vielleicht ein Pokal oder so. Gibt es noch so Läden, wo man Pokale kaufen lässt?
BorisOh ja, das gibt es natürlich. Kann es auch gravieren lassen. Ja, das gibt es.
ChrisGibt es die noch. Ja, Jürgen schreibt, es haben ein paar Ausstellungen in der Fläche gefehlt. Ja, es ist tatsächlich Wahnsinn. Ich habe mir mal so eine gute Handvoll rausgepickt, die ich jetzt auch mal vorlesen möchte.
BorisRainer, fahr das Band ab.
ChrisIn Reboglokum findet die Ausstellung Frauen leben Landwirtschaft statt. Sie zeigt eindrückliche Aufnahmen von Frauen im Alltag landwirtschaftlicher Betriebe in den ländlichen Regionen Deutschlands. In Winterthur in der Schweiz von Karrieren und Kindern. Archive als Abbild der Lebensrealitäten von Fotografinnen. Die Ausstellung beleuchtet anhand von Fotoarchiven wie Ausbildung, Arbeitsbedingungen und familiäre Verpflichtungen, die Lebensrealitäten von Karrieren von Fotografinnen prägten. Lina Scheinius Intimacies in Leipzig. Die Ausstellung präsentiert die Werke einer international bekannten schwedischen Fotografin, deren intime Bildsprache von Körper und Nähe auf digitalen Plattformen regelmäßig zensiert wird. Und somit die Spannung zwischen künstlerischer Freiheit und den Machtstrukturen sozialer Medien. thematisiert.
BorisSpannend.
ChrisAusstellungen, das ist alles spannend. Ausstellung Jessica Buckhaus, Shadows Might Dance, die Ausstellung präsentiert in Frankfurt am Main, die Ausstellung präsentiert, Umfassenden Überblick über 25 Jahre künstlerischer Entwicklung, in denen die Fotografin durch eine lyrische Bildsprache, die von Form, Farbe und Licht geprägt ist, emotionale Themen erforscht und die Grenzen zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst auslotet. Und in Wetzlar, Different Women, One Love, die Ausstellung präsentiert vielfältige fotografische Arbeiten von Frauen, die persönliche Bildsprachen und individuelle Geschichten durch unterschiedliche Genres wie Dokumentation, Porträt und Reportage erkunden und so die Bedeutung unterschiedlicher Perspektiven in der Fotografie hervorheben. In München und zwar in der Mineralogischen Staatssammlung in München Alchemie der Zeit der Berliner Fotografin Elena Ternorvaia. Die Ausstellung im Foyer des Museums der Mineralogie präsentiert ab dem 16. Dezember, das läuft noch bis Mitte Mai, Fotografien, die als Chemigramme auf Fotopapier entstanden sind und zusammen mit Mineralien gezeigt werden. Das klingt doch auch spannend. In Winterthur Esther von Plon, Flügelschlag, die Ausstellung präsentiert Fotografien, die als Memento Mori die Fragilität und Vergänglichkeit scheinbar unberührter Naturlandschaften in Graubünden dokumentiert und zur Reflexion über die Beziehung zwischen Mensch und Mensch.
Umwelt anregen und last but not least in St. Gallen Licht und Gegenlicht. Die Ausstellung präsentiert Fotografen von Virgin Vabre, die das Spiel mit Strukturen, Farben und Schatten thematisieren und stellt diese den abstrakten grafischen Werken von Giuseppe Santomaso gegenüber, inspiriert von der Architektur Venedigs. Und dann haben wir noch Jürgen himself mit einem Ausstellungshinweis.
EinspielerHallo Community. Die Ausstellung der Woche kommt diesmal aus der Schweiz in Taingen und feiert einen runden Geburtstag. Ich liebe ja die kleinen und regionalen Fotoausstellungen. Diesmal feiern wir 90 Jahre Bruno und Erik Bührer, ein Zwillingsleben für die Fotografie. Bruno und Erik Bührer haben ihr reichhaltiges fotografisches Schaffen nicht nur in der Zeitung, sondern auch an einem rund Dutzend Ausstellungen für Fotografie gezeigt. Die bislang letzte und bedeutendste Präsentation fand 2022 im Sternenstadt, das ist ein Kulturzentrum. Die Gemeinde kaufte damals die ausgestellten Fotografien.
Leider ist Bruno Bührer 2024 schon verstorben. Die besten Ausstellungen der Zwillingsbrüder werden am Samstag, den 14. März, aus Anlass des 90. Jahrestages des Zwillingsbruders Erik, in ihrem Geburtsort im Rostal nochmal ausgestellt. In der Wirtsstube findet ein Apero statt und in der großen Stube eine Würdigung der Menschen und Fotografen Bruno und Erik Bührer. Ich fand es klasse. Und wer das Ganze ein bisschen auch nachvollziehen möchte, es gibt einen wunderbaren Videofilm auf der Homepage der Ausstellung. Und vielleicht, wenn das die Shownoter verknüpfen, können auch die anderen schnell darauf zugreifen. 30 Minuten unglaublich touching. Mich hat es total mitgenommen und ich fand es klasse. Eine wirklich wunderbare Dokumentation über die beiden fotografierenden Zwillingsbrüder Bruno und Erik Bührer. In diesem Sinne 3, 2, 1, happy shooting!
BorisCool.
ChrisJa Wahnsinn, das ist doch mal wieder ein Geheimtipp. Irgendwie müssen wir glaube ich auf der Kalenderseite oben noch so einen Balken mit so Geheimtipps machen, die einem so direkt anspringen, wenn man da reinguckt.
BorisWir können hier noch nachtragen. Rainer hat sich hier noch gemeldet im Slack. Ich war dank des tollen Tools letzte Woche bei New York. Thomas Höpke im Leica-Store. Und das war ganz toll. Danke dafür. Ja, sehr gerne. Und Klaus sagt, er war in Tübingen im DAI. Bilder waren toll. Menge etwas enttäuschend. Waren so circa 15 Bilder. War aber auch gratis. Ja, ist doch schön. Wenn die Bilder immer toll waren, ist doch schon mal gut.
ChrisDas DAI ist das Deutsch-Amerikanische Institut.
BorisUnd Dieter fragt noch, wo er denn Dreckfuhler, eingeschlichtene Dreckfuhler melden kann. Also Druckfehler.
ChrisAlso im Moment am besten über happyshooting.de, Es wird in absehbarer Zeit wahrscheinlich im Kalender irgendwo ein Problem melden. Problem melden. Das macht wahrscheinlich die Sache ein bisschen einfacher, wenn man das gleich so in die in die Verwaltungsebene mit einbaut.
BorisJa, das denke ich auch.
ChrisToll, also happyshooting.de slash Kalender, da findet ihr Termine, da könnt ihr Termine eintragen und wie ihr seht, ja, lebt das Projekt. Klasse.
BorisFinde ich stark. Ja, vor allen Dingen, dass jetzt auch vermehrt eben Meldungen von Leuten kommen, die sich das angucken und sagen, hey, ich habe einen kleinen Fehler gefunden. Hier zum Beispiel eine Ausstellung in Marburg findet angeblich in Marbach statt. Also wahrscheinlich irgendein Zuordnungs- oder Tippfehler. Ja, cool. Ja. Du wirst es erweitern, das Tool. Da bin ich jetzt schon von überzeugt.
ChrisDas Tool wird wahrscheinlich noch ein bisschen erweitert werden müssen. Ansonsten wird das schwierig, das alles zusammenzuhalten. Und wenn das so weiter wächst, ist das ja schön. Wir sind jetzt bei knapp 200 Terminen, die gerade aktuell laufen. 200 Termine in diesem Kalender.
BorisUnd sie sind alle durchstöberbar und entdeckbar.
ChrisUnd umkreissuchbar und so weiter.
BorisUnd so wie jetzt gerade hier spontan im Slack gemeldet, wenn ihr eine Ausstellung gefunden habt über den Kalender und besucht habt und wollt ein kleines Feedback geben, macht das. HappyShooting.de oder könnt auch eine kurze Audio-Nachricht drüber schicken. Einfach 30 Sekunden Minütchen. Einfach mal kurz, wo wart ihr? Wie war es? War gut? War schlecht? Empfehlenswert oder nicht? Gebt das ruhig weiter. Also ja. Wirklich freuen.
ChrisJa, damit sind wir dann, glaube ich, aber für heute durch. Wir sagen nochmal danke allen, die helfen, allen Shownotern, allen Kalenderbetreuern, Kalendereintragern, Slack-Helfern und überhaupt alles, was hier wuselt und so. Ihr seid die Besten. Denkt auch an unsere Workshops auf happyshooting.de slash Workshops. Ende März, wie gesagt, Seewerkstatt, noch zwei Plätze frei. Ansonsten im April den ersten Filmworkshop dieses Jahr. Ende April dann Klostergeister. Da ist auch noch ein Platz frei geworden. Gute Besserung an Marco an dieser Stelle. Und so weiter. happyshooting.de und natürlich unser unregelmäßiger Gratis-Newsletter auf happyshooting.de Damit sagen wir Tschüss, macht es gut, bis zum nächsten Mal.
Boris3, 2, 1 Happy Shooting.
Shownotes
Hausmeisterei
Aus der Preshow
- Wir werden sehen, das laute, mehr Action in der Bildsprache, Sprechdurchfall
HS Workshops
Statt Werbung
HSFeedback
- Marko: Hat den Kalender bewundert und meldet einen Fehler
- Detlef: Das 70-200/2.8 ist großartig! (mit Überweisung)
- Jürgen: Jeff Bridges und Frau unboxen einen Prototyp der WideLuxx
- Detlef: Minilabor in Kamera
- Jürgen: Unposed Nürnberg
News
- Photoshop mit Plauder-Assistent
- digiKam 9
- Auf der Artemis-2-Mission fliegt eine Nikon D5 mit
- Capture One Negativ-Scanner
- Nikon Zf will Datum ins Bild stempeln, Wie funktionierte das damals?
- Ligar: 12-MP Rettungswürfel
Themen
- Boris berichtet weiter von Schwarzweiß-Fotos
HSFrage
- Jürgen: Wie geht ihr mit Upscaling für große Drucke um?
Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen).
Aktuell 42 Neueinreichungen.
#HS-Aufgabe (Alle anschauen)
- Aktuelle Aufgabe "Brett" vom 26.02.2026 bis 12.03.2026 mit dem Tag "hsbbrett"
- Neue Aufgabe "Datum" mit dem Tag "hsbdatum" vom 12.03.2026 bis 26.03.2026
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