#935 - Pok pok pok pokcasten

Veröffentlicht 19 March 2026

Audioplayer

Jetzt hören

#935 - Pok pok pok pokcasten

Veröffentlicht 19 March 2026 · Länge 1:41:58

0:00-0:00
Lautstärke
Geschwindigkeit

Transkript
Boris

Happy Shooting, Folge 935, Pock, Pock, Pock, Pock, Podcasten. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Seewerkstatt.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Hallo, liebe Freunde von Norden bis Süden, von Ost bis Westen, von A bis Z, von 1 bis 100. Wir ist wieder euer schöner, alter, guter, alter Podcast Happy Shooting. Chris? Alt? Ja.

Chris

Hast du mich alt genannt?

Boris

Ich mich für mich alt.

Chris

Hast du mich alt genannt?

Boris

Ja. Du bist älter als ich und damit bist du per Definition alt.

Chris

Sack. Ich bin schwer getroffen, tief getroffen und Wir hatten in der Prie-Show schon die Operazität.

Boris

Du weißt.

Chris

Ja, das ist egal. Ja, wir sehen es. Happy Shooting, der Fotopodcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und gemeinsam pokk-pok-pok-pok- pokk-kasten. Podcasten wie hier. Einmal die Woche, meistens dienstags abends lang.

Boris

Geht gut los.

Chris

Ansonsten findet ihr uns jede Woche ab Donnerstag in der Konserve auf den üblichen Stellen, wo man sowas findet. Ja, Seebergstadt. Es sind noch Warte mal, wann geht es los? Am 28. Ist also noch eine gute Woche, eine gute 10 Tage. Wenn das hier rauskommt, sind es nicht mehr ganz 10 Tage. Und kommt reichlich. Also ich glaube, es sind von den acht Plätzen, das ist glaube ich jetzt noch eine Folge geworden, ein Workshop über das bewusste Sehen, über Wahrnehmung und Absicht in der Fotografie. Du lernst aus Wahrnehmung und Aufmerksamkeit fotografische Intentionen zu formen und aus dem Alltäglichen etwas Besonderes zu gestalten und aus dem, was dir sonst entgeht, Bilder mit Tiefe und Bedeutung zu schaffen. Wird während des Workshops relativ klar, was das bedeutet und hinterher könnt ihr besser fotografieren. Es ist ein sehr, sehr, ja, ein Workshop zum Anfassen. Also da wird viel gemacht, da werden viele Dinge gemacht. Wir schubsen euch aus eurer Komfortzone raus und am Ende wird das zu einem, wie sagt man da, zu einem neuen Werkzeug oder zu vielen neuen Werkzeugen im Werkzeugkasten im Kreativen. Das ist so die Idee dahinter. War letztes Jahr schon klasse.

Boris

Und tatsächlich einige Übungen dabei, sorry, dass ich dich unterbreche, die ich auch gerade selber anwende.

Chris

Jetzt bist du nämlich mitten in dem Ding drin, ne?

Boris

Ganz genau.

Chris

Jaja. Also da könnt ihr noch, also ich glaube eine Person kann noch, macht mal, haut rein. Und ansonsten auf happy-shooting.de gibt es noch eine ganze Menge andere Workshops, zum Beispiel dann im April unser Pixel-Workshop. Unser Film- und Pixel-Workshop.

Boris

Cool. Tja, wenn ihr mal wissen wollt, wie wir wirklich sind, dann kommt und schaut. Ich weiß ja nicht.

Chris

Ob das so zieht. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das Leute anlockt. Ja, ansonsten haben wir hier natürlich auch unser happyshooting.de slash hi. Da könnt ihr Fragen und Anekdoten und sonstige Dinge reinwerfen. Und da hat die Ulla eine Frage reingeworfen. Hallo Chris, hallo Boris. Ich bin erst kürzlich nach langer Pause wieder auf Happyshooting gestoßen. Gratulation zu der tollen Community und dem immer wieder interessanten Podcast. Eine Frage bitte. Ich nutze bis jetzt immer noch Lightroom 6 Standalone und habe ca. 15 Jahre Fotos, also 30.000 Stück darin mit Schlagworten, Edits etc. Nur als Hobby, ich verkaufe meine Bilder nicht. Nun ist es wohl endlich Zeit für ein Upgrade, wobei ich normalerweise 98% meiner Edits aus Lightroom mache und Affinity für die seltenen Fälle nutze, wo ich mehr brauche. Ich würde gerne die monatliche Miete für Lightroom Classic vermeiden, weil ich es dafür viel zu wenig nutze. Nun suche ich also einen Raw-Converter und einen neuen Katalog, in dem ich meine Fotos managen kann. In einer der letzten Sendungen habt ihr auf Digicam 9 hingewiesen. Und dabei erwähnte Boris, dass Tanja sich wohl auch für eine Lightroom-Alternative entschieden hätte. Wenn ihr da in letzter Zeit ausführlicher drüber gesprochen habt, könnt ihr mir bitte die Folge nennen.

Apropos, der Terminkalender ist super klasse. Vielen Dank und weiter so. Ulla, 3 zu 1, happy shooting.

Ja, Boris, was rät man Menschen, die jetzt genau dieser klassische Fall, vorher Lightroom 6, alles noch standalone, jetzt kommt irgendwie der neue Rechner oder das Betriebssystem passt nicht mehr dazu und dann... Will man aber nicht in das Abo rein. Gibt es da einen leichten Umstieg auf was anderes? Verständlich.

Boris

Also einen Umstieg gibt es erstmal gar nicht.

Chris

Diese Edits und Metadaten, die man da drin hat, die sind da drin. Die kriegt man so mit weiterer Editierbarkeit schlecht raus. Man kann aber alles exportieren als fertige Bilder.

Boris

Das würde ich sowieso vorschlagen, wenn du das Lightroom 6 zur Seite legen willst, dann ziehe in Betracht mal einen kompletten Export deiner Bilder zu machen. Falls du jetzt nicht sowieso eine strukturierte Ablage von Exporten hast. Du könntest zum Beispiel auch sagen, ich mache einen kompletten Export als TIF-Dateien zum Beispiel. 30.000.

Chris

Stück, ja.

Boris

Dass du deine Bearbeitung drin hast. Man kann das machen, man muss das nicht. Du kannst ja, solange die Betriebssysteme das unterstützen, kannst du auch weiterhin den Katalog noch öffnen.

Chris

Aber dieser Export, der backt dann die Bearbeitungen fest rein. Das ist dann fest.

Boris

Du verlierst ja die RAWs nicht. Die hast du ja trotzdem da. Du kannst dir auch zusätzlich aus Lightroom diese Sidecar-Files erzeugen lassen. Da markierst du die Bilder, die du haben willst. Ich glaube, es ist STRG S oder so was. Schau mal oben im Menü nach, wenn du in der Bibliotheksansicht bist. Ich vergesse immer, ob es der Bibliothek- oder der Fotos-Menü-Button ist, aber da gibt es irgendeine Kombination mit der S-Taste und dann erzeugt er dir diese XMP-Dateien, die neben das RAW-File gelegt werden.

Chris

Ich glaube, das ist ganz normal entweder Ctrl-S oder Command-S. Ich glaube, das ist einfach das Speichern-Kommando, was dann diese Sidecarp-Files schreibt, weil die Bilder selber, die Bearbeitung musst du ja nicht speichern. Die merkt sich leider drumherum.

Boris

Ganz genau. Und dann hast du diese Dateien zumindest da liegen und dann steht in einer maschinenlesbaren und auch für Menschen durchaus lesbaren Datei drin, welche Bearbeitung du angewandt hast. Und da stehen die Chancen schon mal gut, dass irgendwann auch noch andere Programme kommen, die sich da bedienen können. Aber du wirst nie eine 1 zu 1 Bearbeitung hinkriegen. Aber kommen wir zum Umstieg. Tanja ist erstmal wenig Maßstab. Ich glaube, sie hat wirklich seitdem ich darüber berichtet habe, das Programm noch nicht wieder geöffnet gehabt. Also so viel zur Häufigkeit, wie Tanja irgendwie sich RAW-Fotos anguckt. Das geht also nahe null. Deswegen habe ich auch davon abgesehen, da ein erweitertes Abo abzuschließen, weil es lohnt sich halt nicht. Ist ja auch nicht schlimm. Da gibt es halt andere Prioritäten. Und ansonsten hat Tanja sich für das On-One-Foto-Raw entschieden. Also O, N und eine Eins, On-One.

Da gibt es immer wieder Angebote, das kostet dann irgendwie so um die 50 Euro oder sowas. Und dann kannst du gucken, da gibt es alle möglichen Upsell-Angebote mit irgendwelchen Templates und Looks. Und hast du nicht gesehen. Mach das erst mal nicht. Hol dir die Testversion davon. Ich glaube, es ist eine 30-Tage-Testversion. Und guck nach, ob das was für dich ist. Du kannst da mit dem Katalog arbeiten, also genau wie bei Lightroom auch, mit dem Import und dann auf dem Katalog arbeiten. Es gibt aber, glaube ich, auch die Option, direkt auf den Verzeichnissen zu arbeiten. Das Digicam 9 hatten wir angesprochen. Das ist jetzt gerade neu. Das war vorher halt noch eine Version 8. irgendwas. Und das ist halt die Open-Source-Variante. Die soll sehr, sehr mächtig sein. Ist eben auch eine Bibliothekverwaltung und eine RAW-Bearbeitung, wenn das für dich taugt. Das ist ja nicht mal eine Testversion, das ist die Vollversion, die kannst du einfach installieren und dir mal angucken, das lohnt sich. Und dann gibt es noch einen Vertreter, dessen Namen mir immer wieder entfällt, wie heißt denn das Ding mit diesen ganzen KI-Dingern da drin, der in der Vergangenheit sich fünfmal umbenannt hat?

Chris

Ähm... Dingens.

Boris

Chat.

Chris

Neo.

Boris

Ja, sowas in der Art.

Chris

Dingens. Da siehst du mal, wie selten wir solche Software ausprobieren.

Boris

Luminar Neo.

Chris

Luminar. Luminar, ganz genau.

Boris

Da hatte ich in der Vergangenheit keine so gute Meinung davon, weil das Unternehmen halt die Produkte nicht sehr lange gepflegt und stattdessen lieber umbenannt und neu verkauft hat. Auch wenn es jeweils ein geringer Preis ist, ist es trotzdem jedes Mal ein Wechsel. Ich muss jetzt aber gestehen, dass das Luminar Neo, also das Luminar schon ...

Chris

Die sind stabiler geworden.

Boris

Das ist sehr stabil. Das gibt es jetzt schon relativ lang. Und die sind auch relativ weit vorn dabei, was diese ganzen Bearbeitungen angeht. Also mit einem Klicken, guten Look hinkriegen und die Intensität noch anpassen. KI-Bearbeitung, also Sprich-Separation, Vordergrund, Hintergrund, Entrauschung, nur an bestimmten Stellen und so was. Also da sind die sehr weit davor. Das kann auch einen Blick wert sein. Das hängt sehr davon ab, wie du deine Bilder bisher bearbeitet hast. Das wären die drei, die ich empfehlen würde. Also Luminar Neo, Digicam 9 und On1 Photo Raw. Die sind allesamt sehr günstig bis kostenlos und sehr, sehr mächtig. Damit würde ich starten. Und ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher. Ich glaube, Luminar Neo hatte auch eine Importmöglichkeit von Lightroom. Ich hoffe, ich bringe da nichts durcheinander, die dann versucht haben, eben über ihre KI-Technologie und über ihre Anpassung die Bearbeitungen möglichst gut auf deren RAW-Modell zu übernehmen, sodass du halt einen Großteil deiner Bearbeitung übernehmen kannst. Und das nahezu so aussehen soll wie vorher. Ich meine, OnOne hatte sowas auch mal gemacht, da bin ich aber nicht ganz sicher, ob das drin ist oder ob das nur ein Experiment war. Da müsstest du mal schauen.

Das sind dann halt so Routinen, die dann sagen, ja, also die können alle einen Lightroom-Katalog lesen, der ist offen, das ist jetzt kein Geheimnis, das ist eine SQLite-Datenbank, das kann jemand, der Software kennt, lesen und das können die anderen Hersteller auch und die können in der Regel die Kataloge übernehmen, das heißt, eine ganzen Stichworte und Verwaltung und so weiter, das können die in der Regel alle übernehmen. Und einige haben eben gesagt, okay, wir lesen auch zumindest die grundlegende Bearbeitung, also Kontrastbearbeitung, Lichter, Schatten, Gradationskurve, ein bisschen Farbkanäle und sowas. Also die wissen dann, okay, in Lightroom reagiert der Regler ungefähr so und bei uns ungefähr so und dann können die das so ein bisschen angepasst übernehmen. Das ist nicht 100% identisch, aber unter Umständen ausreichend. Also die drei.

Chris

Sehr schön. Dann hat Tobias uns noch geschrieben, in Folge, 1934, Thema Liga, 12 Megapixel Rettungswürfel. Das war diese kleine Kamera, die man sich oben auf den Hotshoe tun kann und die dann mit irgendwie 12 Megapixeln filmt und irgendwie ein paar Fotos machen kann und so. Oder nee, das war die, die ausgelöst wird durch den Mittelkontakt vom Hotshoe. Schreibt er dazu, ich stand selber schon vor dem Problem mit zwei Kameras gleichzeitig fotografieren slash filmen zu wollen. Zunächst hatte ich eine Lösung mit Hotschu. Warte mal, ich packe das mal hier kurz auf den Bildschirm. Und zwar müsste das hier sein.

Boris

Wir sehen eine etwas größere Kamera, also wie ein Spiegelreflexgehäuse mit einem Teleobjektiv dran. Und oben auf der Kamera, auf dem Hotschu ist eine zweite, kompaktere, aber auch durchaus nicht kleine Kamera mit einem kleineren Objektiv dran. Und obendrauf auf dem Hotshoe ist ein Mikrofon.

Chris

Das sieht schon so ein bisschen prekär aus, vor allem wenn man sich die Verbindung zwischen den zwei anguckt mit so einem kleinen Adapterchen. Also die ist nicht ganz fix, sondern das ist quasi nochmal so ein kleiner Minikugelkopf oder sowas dazwischen. Also er schreibt, er hatte diese Lösung. Das war aber zu heikel. Deshalb bin ich zu einer Lösung gewechselt, bei der die Videokamera sich mit einem Klemmstativ mit Schwanenhals am Einbeinstativ festhält. So sieht das aus. Zu den Kameras und Objektiven, das ist eine D500 mit Nikkor 70-200, hier hallo Boris, und eine D3300 mit Nikkor 5018 plus rote Mikrofon, so konnte ich die Fußballspiele meines Sohns fotografieren und gleichzeitig, filmen. Ja, das wird auch, wenn du das machen willst, mit den Kameras vermutlich nötig sein. Ich glaube, dass viele, viele der etwas neueren Kameras tatsächlich während des Filmens auch Fotos machen können, ohne dass das Filmen dadurch gestört wird. Das ist meines Wissens mittlerweile bei vielen aktuellen Kameras Standard. Aber ob es jetzt bei denen geht oder nicht, wahrscheinlich nicht, sonst würdest du es ja so nicht machen.

Boris

Ich möchte hier kurz eine Kapitelmarke für einen Nachtrag setzen, weil ich bin gerade ja begeistert.

Chris

Lass mich kurz gucken. Was hast du nebenher gegoogelt?

Boris

Raw Bearbeitungen zwischen Programmen austauschen, nenne ich das jetzt mal. Der Dank geht hier gerade mal raus an Bernd. Der hat nämlich ein Produkt gefunden, das nennt sich CYME. C-Y-M-E.io ist die Webseite. Und das ist ein Conversations, ein Conversion, ein Umwandlungstool, sagt man. Ein Conversion, ja, wie sagt man denn?

Chris

Avalanche.

Boris

Also es transportiert Bearbeitungen aus einer RAW-Bearbeitungssoftware in eine andere RAW-Bearbeitungssoftware. Und dieses Tool kann offensichtlich eine ganze Fülle von Bearbeitungstools lesen. Dazu gehört OnOne, da gehört Lightroom Classic dazu, da gehört Luminar Neo dazu und noch eine Reihe anderer. Und da ist jetzt das Interessante, die lesen also dann tatsächlich Bearbeitungen aus einem Katalog und übertragen dann diese Bearbeitungen in ihrer eben Wertigkeit auf das Ziel. Also wenn du sagst, du hast irgendwie in Capture One oder sowas ein Foto bearbeitet oder hier in Aperture noch ist ein schönes Beispiel, hast in Aperture noch, in Apple Aperture noch irgendwelche Bearbeitungen und willst die nach Lightroom übernehmen. Denn der Import macht halt erstmal alles Standard und mit diesem Konvertierungstool von Avalanche, da hast du eben deine Bearbeitung wieder und da berücksichtigen sie halt Farbanpassungen, Gradationskurve, Zuschnitt und Rotation und Schwarz-Weiß-Umwandlungen weiter. Sie sagen hier preserve all your edits und das Ganze ist natürlich auch ein bisschen, was heißt ein bisschen, die werden ja auch mit Machine Learning und AI gearbeitet haben. Es gibt auch Limitierungen, da muss man mal gucken, was eben geht und was nicht geht. Aber das klingt interessant, wenn man jetzt das Produkt wechseln möchte.

Chris

Und zwar Kostenpunkt, wenn du so eine Einzelversion willst, um nur einmal quasi auf deine Zielsoftware hin umzuwandeln, dann kostet es irgendwie 60 Euro, also nach Lightroom, nach Capture One oder nach Luminar. Es gibt auch eine Beta-Version für Apple Photos, die kostet ein bisschen weniger. Oder du holst dir die Unlimited, die kostet 109 Euro. Und sie geben dir noch eine Testversion.

Boris

Die nichts kostet. eine Anzahl von Bildern mal mit testen. Also das wäre nochmal ein Nachtrag-Tipp, wenn man sich jetzt für eine Zielsoftware entschieden hat und diese Software, diese Zielsoftware unterstützt, dann wäre das vielleicht mal ein Blick wert, mit der Demo-Version ein paar Bearbeitungen zu testen, ob das taugt, das funktioniert und wenn man sagt, oh wow, da kriege ich meine Edits so gut, wie ich sie eben brauche hier rüber, also mir wäre das 60 Euro wert, wenn ich 30.000 Bearbeitungen konvertieren könnte in einer anderen Software.

Chris

Auf jeden Fall, wenn da viele Edits sind und alles mit Metadaten und so weiter und das wirklich so One-Click ist, dann...

Boris

Wenn es gut funktioniert und du hast wirklich so ein Fire and Forget und kannst sagen, okay, dann lege ich jetzt das Lightroom 6 gehackt und mache mit einer anderen Software weiter und muss nicht mehr zurückgucken und irgendwas öffnen, sondern ich habe meine RAWs und immer noch meine verlustfreien Bearbeitungen dann in der neuen Software. Mir wäre es das wert. Also super, Bernd, danke für den Tipp. Coole Sache.

Chris

Das ist wirklich ein guter Tipp, ja.

Boris

Weil das sind so Sachen, wo Machine Learning mal wirklich glänzen kann bei solchen Dingen.

Chris

So, solltet ihr auch Fragen, Hinweise, Storys haben, ist die halbe Sendung schon rum hier. So viel Zeug. Normalerweise sind wir da schneller durch. Dann geht auf happyshooting.de slash hi und vielleicht kriegt ihr auch so eine ausführliche Antwort. Das ist jetzt richtig cool. Also ich bin sehr begeistert. Gut. Dann haben wir noch Danke zu sagen.

Boris

Ja, danke.

Chris

Zum Thema Community. Zum Thema Community.

Boris

Ja, danke an Klaus gehen raus. das reimt sich und was sich reimt ist gut Hurra, der hat uns nämlich ein bisschen Auphonic Zeit, gespendet, das heißt wir klingen hier eigentlich nur deshalb so gut weil wir eben cheaten wir benutzen Auphonic.

Chris

Sonst würde mir total furchtbar klingen so piepsig und so.

Boris

Ja ganz schrecklich, stimmbuchmäßig und so und das macht alles Auphonic sauber und die Kapitelmarken werden damit reingebacken, also ich erzeuge die hier schon Aber dass die in dem MP3 drin sind und in eurem Podcatcher angewählt werden können und so weiter, das ist alles dank des Services von Auphonic. Das Transkript, was ihr auf der Webseite sehen könnt, in dem ihr mitlesen könnt oder ich glaube sogar drinnen suchen könnt, das ist alles dank Auphonic. Und ja, das muss man bezahlen. Das ist ein Bezahldienst, das tun wir auch gerne und ab und zu spendet uns jemand hier eben Bearbeitungszeit bei Auphonic, so ist es jetzt wieder geschehen. Danke Klaus, ganz, ganz toll.

Chris

Ja, damit sind dann doch mehrere Sendungen wieder soundtechnisch gesichert und wenn ihr auch Happy Shooting mit einer kleinen milden Gabe unterstützen wollt, happyshooting.de, auf der Website gibt es oben einen Eintrag unterstützen und das freut uns dann auch immer. So, kommen wir zu den News.

Boris

Nikon hat gerade ein Problemchen, beziehungsweise ihr, wenn ihr bestimmte Nikon-Geräte habt, da geht es nämlich darum, dass bestimmte Bauteile Chargen von Defekten betroffen sein können. Also es geht um bestimmte Bauteile. Nikon äußert sich nicht spezifisch dazu, welche das sind. Aber es gibt Bauteile in bestimmten Kameras, die entsprechen nicht dem Qualitätsstandard, den sie gerne hätten. Und sie können ausfallen und das kann im schlechtesten Fall zum Totalausfall der Kamera führen. Und deswegen gibt es eine Aktion zum Einschicken, reparieren lassen, Teile austauschen lassen und wenn Schäden entstanden sein sollten oder jetzt noch entstehen, dann wird auch nach der Garantiezeit noch repariert und die Teile ausgetauscht. Betroffen sind hier die Nikon Z5 Mark II. Die Z5 Mark II. Betroffen ist die Nikon ZR. Die jetzt schon etwas ältere videospezifische Kamera. Und die Nikon Z6 Mark III, wobei wohl schon gesagt wurde, Geräte, die in Europa offiziell verkauft wurden, also für den europäischen Markt, sollen nicht betroffen sein.

Wenn ihr jetzt aber eine Kamera übers Ausland bezogen habt, dann solltet ihr mal gucken. Wir verlinken die Seite hier zu Photographics Magazine und die haben in ihrem Beitrag das nochmal ausführlich erklärt und die haben auch Links drinnen zu Nikon, wo ihr für die jeweils betroffenen Modelle mal die Seriennummer-Bereiche checken könnt mit eurer Kamera, ob ihr betroffen seid oder nicht.

Also finde ich eine gute Aktion, wenn man Fehler erkennt, dann offensiv da rangehen. Wie viele Geräte betroffen sind, haben sie auch nicht gesagt. Schauen wir mal, aber wenn sie so eine Aktion starten, werden es mehr als fünf sein, vermute ich.

Chris

So ist gut. Es gibt mal wieder eine Meldung über unsere Lieblingsfirma, die mit dem großen A vorne dran. Die haben sich mal wieder nicht so richtig mit rumbekleckert.

Boris

Das ist aber auch eine Bergguntalfram bei denen.

Chris

Ja, ja, gut. Im Moment ist ja eh Börsenkurs in den Keller und so, weil KI und viel, viel Attacke von außen von anderen. Der Fall hier ist, es geht um Gerald Carter, der ist Gründer der Agentur Diversity Photos, das ist eine Bildagentur, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Fotos von verschiedenen Menschen in verschiedenen Farben aus verschiedenen Kulturen etwas stärker in der Stockbibliothek von Adobe vertreten zu sehen. Also die haben da Bildmaterial geliefert, 12.000 Bilder insgesamt. Die hatten da eine Abmachung mit Adobe, dass Adobe die Bilder ausliefern darf, also über deren Stockdienst. Und da gab es halt irgendein finanzielles Agreement und so weiter.

Adobe hat dann, obwohl es offenbar nicht so im Vertrag stand, da ging es eben nur um das Ausliefern der Bilder, hat dann das komplette Archiv in Firefly zum Training reingekippt. Und da ist Karte jetzt vor Gericht gegangen, weil er das nicht gut findet und das Ding ist, also wenn ich das richtig lese, wird hier halt mit relativ, interessanten Bandagen gekämpft, nämlich es gibt im Prinzip die Möglichkeit, das über irgend so ein Schiedsgericht weiterzutreiben, also in der ersten Instanz ist das irgendwie rausgeflogen. Also Carter hat nicht recht bekommen und jetzt gibt es so ein Winkelzug, so ein amerikanisches Rechtssystem-Winkelzug, nämlich er müsste quasi, um jetzt den nächsten Schritt gehen zu können, müsste er eine Schiedsgebühr von 24.000 US-Dollar bezahlen. Das kann er nicht und deshalb muss er jetzt aufgeben. Das heißt, es ist hier und es geht letztendlich um, Also es ging letztendlich irgendwie um, also Adobe hat ihm für die Trainingsinformationen, für die Bilder dann nachträglich irgendwie 1173 Dollar und 93 Cent geboten.

Boris

Insgesamt für 12.000.

Chris

Bilder. nicht pro Bild, sondern insgesamt und das war halt dann doch ein bisschen ein bisschen nicht so ganz im Sinne des Erfinders und, das ist so eine Sache, also hier wird's erzählt über Respekt und Respektlosigkeit im Umgang mit dem Material und so weiter. Wie gesagt, über die rechtlichen Details kann ich nicht viel sagen, außer dass äh, Dass Adobe wieder mal nicht gut dasteht.

Boris

Das wundert mich, weil ja Adobe eigentlich gerade auch damit Marketing macht, dass sie ja Firefly eben mit lizenziertem Material trainieren.

Chris

Ja, und wenn sie da jetzt dann eben das Recht bekommen, beziehungsweise behalten, dann ist das ja genauso weiterhin.

Boris

Naja, aber wie kam es überhaupt dahin?

Chris

Also wir haben hier natürlich das Recht an dem Material, was wir haben. Wie das zustande gekommen ist, ist ja dann eine ganz andere Frage. Also es fühlt sich so ein bisschen an, als ob Adobe in die Kicksdose gegriffen hat und jetzt das quasi gerichtlich irgendwie weggebügelt hat. Nun ja.

Boris

Bedauert nicht.

Chris

Dazu schon irgendwie, aber nochmal, also ich kenne nicht alle Details dazu.

Boris

Ja.

Chris

Aber es ist zumindest kribbelig genug, dass Peter Pixels sagt, ja da berichten wir jetzt drüber.

Boris

Natürlich, ist doch gut. man fragt sich halt, wie es dazu kommt also, gibt es da eine offene Lizenz von den Bildern, also, bei anderen hätte ich jetzt gesagt, naja, da sind Bilder öffentlich dann werden die halt trainiert, aber wenn Adobe, die ja offensiv da mit Marketing machen, das eben gerade nicht so zu tun.

Chris

Dann da zugreifen die Bilder wurden ja über Adobe Stock vertrieben also Adobe Stock war ja die Vertriebsplattform davon aber reicht das?

Boris

Und wie gesagt, da kennen wir jetzt die Hintergründe nicht. Da wissen wir jetzt das Kleingedruckte nicht. Ist ja durchaus denkbar, dass dann darüber ja, Schwierig. Das Problem ist halt, wenn sie irgendwo eine Entschädigung anbieten, dann müssen sie ja irgendwo einen Grund haben, da Ruhe reinzubringen. Also kann es ja vielleicht doch nicht so richtig gelaufen sein.

Chris

Auf der anderen Seite.

Boris

Wenn die irgendwie, ich sage jetzt mal abgerundet 1000 Dollar anbieten, das ist ja irgendwie beim großen Adobe Paket nicht mal eine Jahreslizenz. Also irgendwie, ich finde das ein bisschen merkwürdig.

Chris

Sollte jemand im Publikum da sich besser auskennen, lasst uns doch einfach wissen.

Boris

Vielleicht hat jemand da schon mehr Hintergrundwissen dazu und sagt, eigentlich hat Adobe schon recht. Oder sagt, eigentlich ist komisch, eigentlich sollte er weiterklagen und hier läuft eine Spendenaktion oder so. Lass es uns gerne wissen. Das finde ich jetzt schon interessant. Weil das war ja auch immer so die Begründung. Ja, Firefly ist jetzt nicht ganz auf dem Level, aber dafür haben sie halt lizenziertes Material und das machen sie halt anders als die anderen. Yada, yada. Wenn sie natürlich so an die Lizenzen dann kommen. Schauen wir mal.

Chris

Ja. Du musst mir jetzt was erzählen über Canva Magic Layers.

Boris

Das fand ich pfiffig. Das ist eigentlich eine Konsequenz aus den Techniken, die wir so haben. Canva hat Magic Layers eingeführt. Stell dir vor, du hast ein fertig bearbeitetes Element wie eine Titelseite von einem Magazin. Das musst du nicht mit Canva gemacht haben, das hast du irgendwo her. Das ist eine hochauflösende Grafik, da ist ein Titeltext drauf.

Chris

Untertiteltext.

Boris

Also ein Tiff oder irgendwie sowas. Ja, ein Anreißer, da sind bildgebende Elemente drauf, Hintergrund, Grafiken etc. Grafische Elemente wie Linien. Und jetzt willst du das anpassen, Weil du, was weiß ich, die Ausgabennummer anpassen willst oder das Motiv austauschen möchtest oder, oder, oder. Ja, das war bisher halt relativ viel Aufwand. In der Regel war es schneller, das ganze Ding nochmal komplett nachzubauen. Und jetzt hat Canva halt eine Ein-Button-Lösung, einen magischen Zauberstab. Und der analysiert das Ding eben, die einzelnen Elemente, zerlegt also die Elemente, stellt sie frei und packt sie auf einzelne Layer und benennt sie auch einigermaßen intelligent. Also erkennt, was das bildgebende Motiv ist, was eine Überschrift ist, was ein Subtitel, also eine Unterüberschrift ist, was ein Hintergrund ist. Und dann hast du das Ding quasi alles freigestellt, zerlegt auf einzelnen Ebenen und kannst sagen, okay, jetzt passe ich hier das Titelbild ein bisschen an, ich passe den Text an oder ich mache die Farben anders und, und, und. Also im Prinzip nichts, was man nicht schon auch jetzt in mehreren Einzelschritten hätte tun können, aber das Ganze eben jetzt als eine Einklicklösung.

Chris

Finde ich höchst interessant. Mich wundert es, dass das erst jetzt in eine große Software kommt, weil zum Beispiel bei Musik gibt es das dann schon eine Weile, dieses Entmixen. Du hast, wenn du ein MP3 von was hast, dann hast du ja eine Mischung aus Bass und Gitarre und Schlagzeug und Gesang und so weiter und Keyboard und es gibt durchaus KI-basierte Software, die das mittlerweile relativ gut entmischen kann, also rausfinden kann, was ist der Bass und dann so eine Einzelspur liefert und eine Einzelspur fürs Schlagzeug und für den Gesang und so. Da sind ja auch immer wieder so Videos mit irgendwie, wo dann der Gesang raus operiert wurde und dann hörst du plötzlich Michael Jackson ohne die Musik singen und so. Das ist ja für Bilder gefühlt nicht wirklich, also ich habe immer gedacht, für Audio ist das viel schwieriger als für Bilder.

Boris

Hätte ich auch gedacht.

Chris

Und natürlich musst du, wenn du einen Vordergrund irgendwie raus operierst in ein eigenes Layer, dann muss der Hintergrund entsprechend aufgefüllt werden, weil die Information ist im Bild ja nicht da. Ja, auch das war früher, weißt du, wenn der klassischer Videotrick, wenn du eine Dokumentation machst, eine Doku über irgendwas und du hast ein Foto, irgendein altes historisches Bild und damit das dann visuell ein bisschen interessanter aussieht, hat man da schon längst irgendwie in After Effects dann die Vordergrund, die Person ausgeschnitten, den Hintergrund irgendwie aufgefüllt und konnte dann so eine leichte Parallaxenverschiebung machen, damit das ein bisschen interessanter aussieht.

Boris

Auszieht.

Chris

Richtig. Und das hier macht das ja voll automatisch. Und offenbar ganz ordentlich. Ich habe jetzt das nicht getestet. Ich habe auch die Ergebnisse davon nicht gesehen.

Boris

Das Werbevideo, das wird natürlich funktionieren. Das ist schon klar.

Chris

Natürlich, das wird schon auch seine Schwierigkeiten haben an manchen Ecken. Das Beispiel hier, da hast du natürlich jetzt einen sehr einfarbigen Hintergrund. Wenn da jetzt hinten irgendwie ein Gebüsch ist oder sowas, dann hast du wahrscheinlich nachher Probleme, da die Haare genau zu unterscheiden. Aber eine KI macht dann doch ein paar Dinge.

Boris

Besteller sind schon ja auch besser geworden, das muss man schon sagen.

Chris

Das ist richtig. Also insofern, ja, das ist ein interessantes Feature, weil bisher, also, bisher war es noch so, naja, du willst mit Photoshop oder so, willst du halt irgendwie noch ein Bild breiter ziehen und dann kannst du halt einfach sagen, okay, dann extend mir das mal, also mach da mal eine Erweiterung des Bildes ran, wenn ich es umgropfen möchte, von horizontal auf vertikal und so weiter. Dann ist das heute ja alles problemlos möglich. Aber nicht unbedingt so, dass du jetzt einfach einzelne Teile aus dem Bild per Track und Drop rausziehen kannst. Oder ist da was an mir vorbeigegangen und das ist mittlerweile da auch so möglich.

Boris

Ja, wie gesagt, der Witz ist ja, die Einzelschritte sind ja alle da. Also wer sich jetzt fragt ja, was ist denn jetzt der große Zauber? Naja, also in diesem Beispiel stellt euch eine Magazinseite vor, wenn ihr jetzt gerade das Video nicht seht. Einfach eine Magazinseite, da ist eben ein orangener Titel und da sind drei Läufer innen drauf, die laufen da so einen asphaltierten Weg entlang, im Hintergrund ist ein Strand und ein blauer Himmel und so weiter und so fort.

Chris

Und Text oben drauf.

Boris

Text ist drauf und noch irgendwelche Balkenlinien, so als optische Elemente, so als Trenner. Alles fein. So jetzt stellt ihr vor, oder stellt euch vor, ihr wollt jetzt den Text austauschen und aus einem Wort zwei machen oder ein längeres oder ein kürzeres.

Chris

Wird der Text auch in editierbaren Text umgewandelt?

Boris

Ja, korrekt.

Chris

Ehrlich?

Boris

Du kannst den Text bearbeiten, ja.

Chris

Was? Das ist nicht wahr, oder?

Boris

Und was ihr dann aber eher auch bedenken müsst, ist genauso, wenn ihr jetzt sagt, okay, und jetzt von diesen drei LäuferInnen, da will ich jetzt einen ein bisschen weiter nach links oder nach rechts verschieben oder komplett löschen, da muss ja der Hintergrund aufgefüllt werden, weil da war ja vorher nichts, da war ja jemand im Weg vor dem Hintergrund. Das heißt, bei dieser automatischen Freistellung, wenn da der Hintergrund freigestellt ist, dann muss der ja komplett aufgefüllt werden, so als wenn da kein Text, keine Balken, keine LäuferInnen davor sind. Und diese Funktionalitäten kennen wir alle in Einzelschritten. Man kann ja jetzt auch in Photoshop und in einigen anderen Programmen auch sagen, markier mir hier dieses Objekt, dann wird das Objekt markiert, dann kann man das freistellen, dann kann man sagen, entferne mir das und fülle das intelligent auf, Dann wird der Hintergrund intelligent aufgefüllt. Und das funktioniert auch schon ganz gut in den meisten Fällen. Und der Witz ist halt hier zum einen, dass das mit einem Klick alles automatisiert passiert. Also eine vollständige Analyse des Inhaltes, was sinnvoll freigestellt werden könnte, was sinnvolle Elemente sind. Also so wird jetzt hier wahrscheinlich im Hintergrund nicht der Strand und der Himmel und das alles getrennt gemacht. Ich weiß es aber nicht, vielleicht auch ja.

Und du hast jede einzelne Ebene in sich vollständig oder eben freigestellt und du kannst den Text noch bearbeiten, also das ist, das ist schon cool, ich habe mir halt so gedacht was bedeutet das so für die Fotobearbeitung wir haben ja in der RAW Bearbeitung jetzt auch schon die Möglichkeit zu sagen, markiere mir das Motiv oder wenn das eine menschliche Person ist macht da halt nur die Haare oder die Haut oder Gesichtsbehaarung und Pipapu, so alles einzeln irgendwie und dann kann man das auch bearbeiten oder man sagt, markier mir den Himmel oder markier mir die Landschaft, wenn man die bearbeiten möchte. Aber was wäre denn jetzt, wenn man auch in einer Raw-Bearbeitung so eine Ein-Klick-Vordergrund-Hintergrund-Separation hätte? Wir haben ja zum Beispiel auch schon Analysen über die Tiefe. In Lightroom zum Beispiel gibt es das, dass dann die Tiefe per KI berechnet, schrägstrich erraten wird, sodass man dann eben Vordergrund und Hintergrund zum Beispiel getrennt färben oder tönen oder was auch immer machen kann. Wenn es jetzt künftig in der Raw-Bearbeitung auch so ein Ein-Klick-Element gäbe dass man verschiedene Ebenen hätte, dass Hintergründe automatisch aufgefüllt würden, dass man also Motive verschieben, freistellen, wegmachen kann, also quasi nicht die Mülltonne dann einzeln anklicken, sondern sagen kann hier so die Gruppe jetzt mal komplett runter, ach nee doch nicht oder nur ein bisschen dunkler machen oder ein bisschen heller machen.

Ich glaube, das ist nur noch ein kleiner Schritt, der da fehlt. Die Technik scheint da zu sein. Ist schon irre.

Chris

Ich habe da mal parallel gerade ein Bild reingeworfen.

Boris

Ja.

Chris

Ich bezahle es ja keinmal nicht, aber da gibt es halt so ein paar Kredits, kriegt man da. Und er macht jetzt hier so eine Wusch-Animation über mein Bild und analysiert das jetzt. Keine Ahnung, ob das jetzt schnell geht oder nicht.

Boris

Hast du da noch andere Elemente drauf oder ist das nur ein Foto?

Chris

Das ist ein Haus. Das ist ein Foto. Das ist einfach nur ein Foto. So, da haben wir jetzt also ein Haus. Ah ja, das Haus. Dann habe ich hier vorne so einen Kreisverkehr. Dann habe ich hinten noch mal ein Haus. Ja, das setze ich jetzt oben auf den Berg.

Boris

So, und da unten, wo das Haus war, ist jetzt aber die Landschaft ergänzt worden.

Chris

Richtig, das mache ich jetzt mal klein und setze es oben auf den Berg. So. Das Haus hier, das kann weg. Das hier muss noch ein bisschen größer. Ja, also Hintergrund und so. Das hier, das wird jetzt einfach richtig groß. Das sieht natürlich jetzt völlig scheiße aus, aber der Kreisverkehr vorne, oh, den, ah nee, warte mal, was ist das denn jetzt? Jetzt kann ich hier schieben, da passiert nichts. Ist das, kann das weg? Ah, hier der obere Teil von Ukraine, gut, den hat er nicht ganz rausgeholt, aber den verdoppel ich jetzt hier mal. Wenn das jetzt ein Bild wäre mit Personen drauf und so, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass das das hier, das muss hier hin und das kommt jetzt oben auf den Berg so. Der Berg, der muss jetzt natürlich auch nach vorne. Layer bring forward. Weil das kann ja nicht so. Das guckt dir so hinterm Berg vor.

Boris

Jetzt hat er ein Haus, was vorher im Vordergrund groß unten links war. Perspektivisch völlig überhaupt nicht mehr. Nach hinten, hinter dem Berg vor, luken lassen. Also wir sehen das Prinzip.

Chris

Also kannst du Spaß haben. Da kannst du richtig, das hier muss natürlich weg.

Boris

Das ist schon witzig.

Chris

Zur Qualität kann ich jetzt so viel nicht sagen.

Boris

Das ist jetzt ein schneller Test.

Chris

Ich zoome jetzt hier mal rein. Das Bild war ja schon ganz gut scharf. Gut, aber das war ein JPEG. Also man sieht jetzt hier schon.

Boris

Ja, die JPEG-Artefakte sind hier schon.

Chris

Aber der Ausschnitt hier, der sieht relativ gut aus. Hier bei dem Haus.

Boris

Du hast jetzt halt stark vergrößert.

Chris

Ja, natürlich. Ach ja.

Boris

Also das ist schon.

Chris

Da ist jetzt die Schwerkraft kaputt in dem Bild. Aber ansonsten.

Boris

Das ist jetzt für die, die zuhören, gerade nicht so wahnsinnig. Spannend, aber Chris verunstellte hier quasi ein Bild.

Chris

Was man eben in einzelne Layer geschoben ist. Also früher hat man da sehr lange dran arbeiten müssen, um so viel Spaß zu haben. Also alle Achtung, das ist schon, beeindruckend. Vor allem, weil es halt so easy geht. Du musst ja nichts können. Ich benutze das Feature zum ersten Mal. Der Berg, da kann ich auch weg. Hinter dem Berg, da wird es dann ein bisschen schwierig.

Boris

Ja, da weiß er nicht genau, was er machen soll. Das ist dann, ganze Landschaft wegmachen ist wahrscheinlich ein bisschen schwierig. Da gibt es dann andere Werkzeuge, mit denen das wahrscheinlich besser geht.

Chris

Offensichtlich. Der Himmel kann auch weg. Oh, da ist noch ein ganz anderer Himmel dahinter.

Boris

Ja, da ist ein schönerer Himmel.

Chris

Und jetzt warte mal.

Boris

Und Alpen dahinter.

Chris

Was hat denn der da hinten noch rangeholt? Aha. Jetzt habe ich hier quasi, oh, da ist jetzt, oh wow, hier werden ja Layer gemacht ohne Ende. Guck mal, das ist jetzt plötzlich doppelt.

Boris

Lass uns weiter machen. Das ist für die Zuhörenden, ist das nicht so spannend. Also wir sehen, es funktioniert. Ja, aber wir haben Spaß.

Chris

Das ist wichtig.

Boris

Und da kann ich mir schon vorstellen, wenn du da klare Separation hast, dass du halt Text hast von Motiv vor Hintergrund, also wenn du wirklich das Ganze im Magazin oder im Marketingumfeld hast, das wird dir eine Menge Zeit sparen.

Chris

Vor allem, wenn du heute selbst wenn der Ausschnitt nicht perfekt ist, du machst heute ganz viel Medien für kleine Bildschirme, da ist das nicht wichtig, dass das 100% ist. Aber ich meine, guck dir mal die Detailqualität unserer YouTube-Thumbnails an. Die sind alles andere als gut aufgelöst, aber es ist in dem Kontext nicht wirklich super wichtig.

Boris

Es passt schon. Nun, jetzt stell dir aber mal vor, du hast hier, musst irgendwie, was weiß ich, für eine Marketingaktion oder sowas, da sagt dir der Chef, ja dann machen wir hier das von da hatten wir doch vorletztes Jahr hier bei der Veranstaltung XY hatten wir da was, das nehmen wir, das machen wir genauso und dann nehmen wir jetzt das neue Produkt mit rein. So, und jetzt hat niemand die Originaldaten aufgehoben, weil es vielleicht noch mit einer Software gemacht ist, die du gar nicht mehr hast. Du hast nur noch den Export, den du an die Druckerei geschickt hast. Das schmeißt du da jetzt rein, zerlegst es wieder und dann tauschst du die Grafik aus und bist fertig.

Chris

Das Problem habe ich regelmäßig, weil wenn du ein Videoprojekt gemacht hast, gut, da muss man das noch auf Bewegtbild machen, aber bei manchen Projekten sind die Quelldaten einfach so dermaßen groß, dass du jetzt, Das zahlt dir ja keiner, wenn du da jetzt irgendwie 20 Jahre Archive machst oder so. Genau, also hast du zum Schluss eine ordentliche Master-Version, die alles zusammenbackt und da ist das dann drin, das Zeug. Und hier kannst du dann tatsächlich damit auch weiterarbeiten.

Boris

Vielleicht nicht.

Chris

Aber elegant genug.

Boris

Ich finde das witzig. Und wie gesagt, ich bin gespannt, was wir in der Hinsicht noch zu erwarten haben, was unsere Fotobearbeitung dann betrifft. Das könnte noch sehr spannend werden.

Chris

Ja, mit Sicherheit. Na gut. So, ich, F-Stoppers hat einen Artikel geschrieben, über eine Veränderung in der Fotolandschaft, beziehungsweise über eine Veränderung, darin, wie Fotografie, was gerade mehr zählt in der Fotografie? Wir haben typischerweise haben wir eine, Heuern wir jemanden an für Fotografie und dann gehen wir davon aus, dass diese Person richtig ordentliches Equipment hat und genau weiß, was sie tut und perfekt gestochen scharfe Bilder abliefert, die perfekt belichtet sind und so weiter. Und F-Stoppers sagt hier, Authentizität ist die wichtigste Ästhetik in Fotos aktuell. Das heißt, in einer Welt, wo eine Kamera auf 30 Meter Entfernung mal locker irgendwie Gesichtserkennung machen kann und KI-Retusche halt Gesichter perfekt machen kann und die Farben, die früher halt jemand Professionelles machen musste, macht halt heute einen Klick irgendwie, damit die stimmen und alles läuft automatisch auf deinem Telefon.

Bei allen, alle diese Sachen sind... Ein Ding, nachdem sich ja viele, viele Profis die Finger lecken, die Möglichkeiten heute, aber diese Möglichkeiten hat halt heute jeder und deshalb gibt es tatsächlich mittlerweile wohl nach diesem Artikel einen Move, dass Firmen, die Aufträge vergeben, mehr einen Look möchten, der zum Beispiel aus einer Wegwerfkamera kommt.

Und dass Hochzeitskunden Fotografen anheuern, die versprechen, dass sie authentisch vom Rand her fotografieren und nicht irgendwie zwischendrin stehen und sagen, jetzt mal die hier und da und du ins bessere Licht und so weiter, sondern eher so eine authentische, ungefilterte Candid-Ästhetik, die gerade wohl immer, immer wichtiger wird. Was natürlich dazu passt, dass die Kids irgendwie ihre Digicamps wollen von 2005 und dass Produkte, die alles andere als perfekt sind, boomen, dass die Leute die Perfektion nicht mehr wollen. Dass die gerade ein absolutes Gegengewicht auch im professionellen Umfeld bekommt, durch.

Durch das Unfertige, durch das Echte sozusagen oder was halt als echt empfunden wird in dem Kontext. Auch Stockplattformen, das Zeug mit viel Korn und schräg komponiert und vielleicht auch noch ein bisschen technisch nicht ganz scharf und so. Das Zeug läuft besser als das glattgeleckte Material, was bisher immer da gelaufen ist. Und diese Perfektion, also die Authentizität wird zur Währung. Also Leute, das ist jetzt die Chance für euch aus eurer Bibliothek mal alle zwei Sterne Bilder rauszuholen. Vielleicht sind die tatsächlich mehr wert, als ihr glaubt. Also der Suchtrend, wenn man sich so mal diese Stockplattform anguckt, also gesucht wird, in einem Monat ging das Schlüsselwort anfiltert, um 100% nach oben. Nicht schlecht, oder?

Boris

Also ich habe Fotos gesehen aus dem fotografierenden, also aus dem professionellen fotografierenden Umfeld im Bereich der Hochzeitsfotografie. Wozu auch vielleicht mal ein Polterabend zum Beispiel gehört oder ähnliches. Und, Bilder habe ich da gesehen, wo ich jetzt doch glaube, die sind sehr authentisch, die sind vom Rande fotografiert, die sind nicht geschönt, die sind ungefiltert, aber ich glaube, das, was die Leute meinen, was sie hier wollen, wäre das nicht. Also ich glaube, auch da gibt es noch feine Abstufungen. Also nicht damit getan, mit einer teuren Kamera hinzugehen und ohne Sinn und Verstand einfach draufzuhalten und unsortiert CDs abzugeben. Ich glaube, das ist noch nicht das, was gemeint ist.

Chris

Nee, das ist es nicht und das ist natürlich auch so eine Funktion dessen, dass die Menschen, die die Fotografie kaufen, dass die halt auch durchaus nicht, oftmals nicht in der Lage sind zu artikulieren, was sie eigentlich genau wollen, weil sie einfach das nicht kennen. Die haben das Vokabular gar nicht. Aber es also Stock Agencies haben jetzt halt taggen jetzt halt immer aktiver so Candid und Film Grain und solche Geschichten, weil die Sachen besser laufen, weil die Leute zumindest danach suchen, ob sie es dann auch wirklich kaufen oder nehmen, das ist noch eine andere Frage, aber, Observational ist ein wichtiges Schlüsselwort gepost wird nicht mehr, sondern Candid ist jetzt in, Und dazu gehören gezielte Unschärfen und analoges Korn und entsprechende Farbstiche, das Publikum. Hat immer mehr so eine KI-Antenne. So ein kleines KI-Radar. Und zu glatte Bilder weisen heute manchmal, zumindest für manche Leute, darauf hin, dass da eine Künstlichkeit drin ist, die sie nicht wollen. Motion Blur läuft auch gut.

Boris

Selbst wenn es nicht stimmt, übrigens.

Chris

Natürlich, darum geht es nicht.

Boris

Die Abneigung geht schon so weit, dass auch wirklich gut gemachte Fotografie dann eben abgewertet wird.

Chris

Und diese Abneigung kam ja schon, bevor diese KI, die generative KI so dermaßen abging, war das ja schon ein Ding, dass diese Perfektion, also die Kids sind schon vorher vom Smartphone weg, bevor die KI das alles super konnte.

Boris

Ja, wir haben schon vorher darüber gesprochen, dass die Smartphones dann schon zu sehr die Bilder optimieren und verbessern. Das ist dann schon drüber.

Chris

Das heißt aber auch, dass du möglicherweise heute als Fotograf mit Film punkten kannst. Ich meine, wir sehen das hier jetzt noch nicht bei unseren Film- und Pixel-Workshops. Da können sich noch ein paar Leute anmelden, aber generell...

Boris

Investiert in eure Zukunft. jetzt.

Chris

Natürlich, aber generell Filmerfahrung ist ein Vorteil. Echtes Korn schlägt dann auch irgendwelche Presets, die so tun, als ob sie Korn wären, weil es halt echt ist. Und wenn du das noch nachweisen kannst und denen noch deine Dunkelkammer zeigen kannst oder so, dann hast du wahrscheinlich heute mehr Punkte.

Boris

Wenn du je nach Auftrag auch deine Negative mit anbietest, dann haben die sogar in ihrem Fotoalbum da noch Negativstreifen, wo sie sich dann Abzüge von machen können.

Chris

Das Ganze gibt... Aber das musste teuer werden, weil Raws gibt man ja auch nicht so einfach her.

Boris

Ist eine Frage des Geschäftsmodells, klar.

Chris

Natürlich und aus ökonomischer Sicht steht hier, wenn Perfektion gratis wird, dann steigt der Wert des Seltenen, also der echte Moment. Wenn man Perfektion einfach quasi auf Knopfdruck erzeugen kann. Und das wirkt sich langsam aus. Und das finde ich schon bemerkenswert. Vielleicht werden wir noch richtig groß und berühmt mit unseren analogen Geschichten hier.

Boris

Ja, ich drücke euch die Daumen.

Chris

Ja, Bernd schreibt, in der Computergrafik wird jede Menge Aufwand betrieben, um Imperfektionen wie Distortion, Lensflare und so weiter zu berechnen. Naja, natürlich. Auch was Textures angeht bei 3D-Geschichten, da werden Stäubchen und Gratzaun, was weiß ich, alles eingebaut, damit das dann echt aussieht. Ich kann es einfach direkt echt fotografieren.

Boris

Kann man machen.

Chris

Wenn du willst, auch in unscharf, das kriege ich hin.

Boris

Ach, tatsächlich. Musst du dich aber anstrengen. Es ist schon eine starke Entwicklung. Aber wie gesagt, ich glaube, damit ist halt nicht gemeint, einfach irgendwie nur draufzuhalten, koste es, was es wolle, sondern es kann auch sehr viel Mühe da drin stecken. Ein Bild halt, wie soll ich sagen, typische Reportage, da steckt schon Aufwand dahinter, dass man die Leute echt erwischt, ungestellt. Und das ist ein Wunsch, den ich nachvollziehen kann. Das ist ja auch das, was ich bei den Hochzeitsreportagen versuche, dass ich die Leute in ihren echten Momenten erwische. Dass sie nicht mich beobachten oder für mich posieren, sondern dass ich eben die Freude und die lockere Unterhaltung zwischen den Menschen festhalte. Und das mögen die Leute. Also ich kann das verstehen, das ist halt typisch Reportage. Aber da gibt es ja durchaus, gerade im amerikanischen Umfeld, wenn man sich da Hochzeitsreportagen anguckt, das sind ja streckenweise wirklich absolut überproduzierte Hochglanzproduktionen.

Chris

Richtig.

Boris

Und da kann ich schon verstehen, dass da ein Trend sich auch wieder zurückentwickelt.

Chris

Also ich würde es wahrscheinlich journalistischer, einen journalistischen Einsatz nennen. Also Street-Fotografie-artig aus einer beobachtenden Warte. Und sollte für euch tatsächlich, solltet ihr in dem Bereich tatsächlich vom Business her unterwegs sein, dann das mit dem Film, das könnt ihr bei uns lernen. Film und Pixel. 11. oder 12. April. Kleiner Plug. Aber das kriegt man hier vermittelt.

Boris

Schön.

Chris

Also schon, das ist schon, das ist, ja.

Boris

Also überleg mal, wie lange wir jetzt diesen Podcast machen und diese Entwicklung, die Pendeln. Das ist schon echt spannend zu beobachten.

Chris

Dass es Pendelbewegungen geht, das ist schon lange bekannt. Also das sieht man ja schon allein in der Mode. Dass du dann irgendwann in den 90ern konntest du die Klamotten aus den 70ern von den Eltern irgendwie rausholen und warst bestens gekleidet. Aber Mode ist ja das was wir hier tun in der Fotografie unterliegt ja auch Moden, ganz klar also schau dir geh mal zu Hause an den Küchenschrank und nimm mal ein Kochbuch aus den 70ern und eins aus den 80ern und eins aus den 90ern raus, und schau dir einfach nur mal die Fotos an, Und das ist jetzt nicht alles aus technischen Gründen so, wie es ist, sondern das ist auch ganz bewusst eine stilistische Entscheidung. Das ist der Zeitgeist, genau. Und jetzt ist das hier vielleicht so eine Mischung aus, und der Zeitgeist entsteht ja schon auch oft aus technischen Einschränkungen. Du hast irgendeine Einschränkung und die macht auch eine gewisse Ästhetik und dann wird das plötzlich cool und dann machen das alle, obwohl sie es eigentlich nicht mehr müssten, weil mittlerweile die Technik besser ist. Und hier sehen wir vielleicht was ähnliches. Der Zeitgeist, der wird ja beeinflusst eben durch die KI-Entwicklung, durch die generativen Sachen, durch die One-Click-Fix-it-with-One-Click.

Boris

Das One-Click-Wonder.

Chris

Ja, ich habe aus Dresden, als ich die Osteuropa-Tour gemacht habe, habe ich ein Bild gemacht, was wirklich cool war, Aber im Hintergrund waren zu viele Leute und ich habe dann relativ, einfach da Leute rausgeworfen aus dem Bild und hatte dann, mein Subjekt und das war so ein Bild, wo ich gesagt habe, hey, jetzt ist es so, wie ich es eigentlich möchte. Und dann habe ich es mir am nächsten Tag nochmal angeguckt und sagte, nee, das ist völlig scheiße langweilig, das Ding auf einmal. Tja.

Boris

Ist zwar clean, aber nichts wegen besser.

Chris

Zu clean.

Boris

Ja, ich verstehe.

Chris

Tja, also ich finde das faszinierend, diese Entwicklung zu beobachten.

Boris

Absolut.

Chris

Und die, die, also für uns, viele von uns sind ja Hobbyisten und Hobbyistinnen, da kann man sich das schon mal aus so einer Außenwarte anschauen, aber wenn du in dem Bereich Profi bist und da bist du ja gerade im Moment echt….

Boris

Da

Chris

Ist das ja Erdbeben da musst du dich echt irgendwo festklammern anders geht das ja gar.

Boris

Nicht das könnte ja schon eine Ausstellungsidee sein für so eine kleine feine Kunstausstellung dass du quasi Motive fotografierst also jetzt nicht einfach wahllos geknipst sondern schon Motive fotografierst so wie du gerade sagst das wäre so ein schönes Beispiel und das stellst du aus also schon auch bearbeitet mit deinem Look oder in einem bestimmten Stil das kann ja ein roher Stil sein dann analog, so wie es halt aus der Entwicklerdose gefallen und dann gescannt ist, kann ja sein. Und dann halt eine Variante, die eben bearbeitet, aufgeräumt, optimiert in Anführungszeichen ist. Jetzt bin ich nur überlegen, würde man solche Bilder nebeneinander ausstellen, dass man sagt, so das ist das Original und das ist die Bearbeitung und der Betrachter oder die Betrachterin kann entscheiden, was gefällt mir besser. Oder wäre das ein Effekt, dass man sagt, okay, man startet mit den clean Bildern und weiterhin in der Ausstellung kommen die gleichen Motive nochmal ohne diese ganzen Optimierungen. Dass man dann überlegt, das kenne ich schon, aber das ist jetzt spannender.

Chris

Den direkten Vergleich finde ich ja auch interessant.

Boris

Schon. Das müsste man direkt mal überlegen.

Chris

Das könnte ein Klostergeisterprojekt werden.

Boris

Das könnte ein Projekt werden.

Chris

Zum Beispiel.

Boris

Spannend. Ja, schön. Notiert das mal jemand.

Chris

Oder macht das mal jemand. Also Klostergeister ist ja jetzt übrigens, an dieser Stelle kannst du noch mal kurz eine Kapitelmarke einschieben. Im Klostergeister ist ja dann Ende April, die letzte Aprilwoche, die in den Mai übergeht und ich glaube, es ist noch ein Platz oder zwei frei, aber das ist jetzt gar nicht das Thema, sondern der Jürgen hat mich vorhin angeschubst, ich möge doch bitte und das tue ich hiermit sehr, sehr gerne, mal darauf hinweisen, dass wir natürlich Anfang vom Klostergeister-Workshop wieder eine Bilderschau machen. Das heißt, wir werden Bilder betrachten. Es geht ja nicht nur um technisches Spielen, sondern es geht um Fotografie, um Sehen, um Gestaltung, um Fotoserien, um Ausstellen auch ein bisschen. Und da machen wir das, wie wir es bisher jedes Jahr gemacht haben, die alten Hasen wissen es, die neuen, die dazukommen, wissen es noch nicht. Jede sollte drei Bilder mitbringen. So ungefähr in A4-Größe auf Papier. Also ausgedruckt. Drei Stück. Wir sind jetzt diesmal nicht mehr ganz so streng. Oder auf Forex-Platte. Das kann Forex-Platte sein. Das kann ein stabiles Papier sein.

Boris

Aber halt nicht digital. Also nicht am Beamer geworfen, sondern halt wirklich anfassbar. Begreifbar.

Chris

Stefan schreibt, ha ha ha, drei Bilder. Und ein Lachsmiley dahinter. Ja, drei Bilder ist das Minimum, weil das brauchen wir einfach, um uns mal so gegenseitig so ein bisschen, um uns warm zu gucken.

Boris

Also ich gehe einen Schritt weiter. Es ist gerade das Ziel, sich auf drei Bilder zu begrenzen. Ihr könnt mehr mitbringen, dazu gleich mehr, aber es geht darum, euch für drei Bilder zu entscheiden, die ihr eben in der Runde, die wir dann sein werden, also für uns intern, ausstellt. So dass wir alle diese Bilder anschauen können und das ist durchaus Teil der Übung euch für drei eurer Lieblinge zu entscheiden, und ihr könnt mehr mitbringen, weil wir werden natürlich im Kloster die Möglichkeit haben auch mehr Bilder zu präsentieren und auszustellen und häufig werden die am letzten Tag dann auch an alle die in diesem Kloster sind, also auch an die anderen, Teilnehmer der anderen Kurse, durchaus vergeben gegen eine kleine Spende fürs Kloster, das werden wir dann aber vor Ort alles klären, also wenn ihr mehr mitbringen wollt, macht das Aber es geht darum, euch für drei zu entscheiden, die dann hier eben für uns intern präsentiert werden.

Chris

Richtig. Ja, ansonsten werden wir dieses Jahr wieder das machen, was wir schon seit einigen Jahren machen, nämlich wir werden das Kloster in eine Galerie verwandeln. Das heißt, bringt ruhig mehr mit. Also für mich ist so die Hausnummer immer so rund zehn Stück, aber es ist okay, wenn ihr nur drei mitbringt. Und wie gesagt, am Schluss machen wir dann die Abschlussveranstaltung und während der ganzen Woche stellen wir im Kloster unsere Bilder aus. Die werden dann auf Fensterbänke gestellt. Deshalb auch ein stabileres Papier, damit die auch irgendwie an der Wand stehen können.

Hängen mit Schnüren an Lampen und so weiter. Es ist ganz cool, weil das ganze Kloster wird ja von den anderen Kursen auch begangen. Da gibt es Essen und man geht durchs Kloster zu seinem Kursraum und so weiter. Das heißt, da ist ja immer auch Fußverkehr. Und das heißt, die Leute gehen dann auch regelmäßig an euren Bildern vorbei, gucken die an und haben dann tatsächlich diese ganze Woche Zeit, sich auch in so einzelne Bilder zu vergucken. Also dieses, das ist ein ganz interessantes Phänomen, weil am Ende, wie du sagtest, machen wir das ja dann ganz gerne, dass wir einfach um dem Kloster auch nochmal ein bisschen was Gutes zu tun, sagen, ja, wer möchte, darf sein Bild zum Verkauf freigeben oder zur Abgabe gegen Spende freigeben. Und dann sagen wir in der Regel alle, die anwesend sind, das könnt ihr sein, das können auch andere Kursteilnehmer sein, werft einen Fünfer in die Spendenkasse fürs Kloster und dann klopft. Schreibt hinten drauf, wer ihr seid, möglichst auch noch irgendwie mit einer E-Mail-Adresse oder so, damit man euch erreichen kann oder damit die Leute wissen, da oben ist das Bild mit dem Elefanten von Michael. Wer ist denn dieser Michael?

Sonst gibt es immer so viel Raterei ja und das ist halt ja so ganz cool wenn man dann auch so sein eigenes Bild, plötzlich ja das ist für viele die erste Ausstellungserfahrung und die erste, jemand fand mein Bild gut genug um es gerne mit nach Hause nehmen zu wollen Erfahrung das ist eine wichtige Erfahrung für viele dieses oh hoppla, ich habe eigentlich noch nie Bilder irgendwie öffentlich gezeigt. Ich habe mich auch noch nie getraut auszustellen, weil ich irgendwie unsicher bin. Da mag das jemand. Ich finde es toll, aber ich bin sehr defensiv, was das angeht und plötzlich kommen da Leute und sagen, also das mit dieser Blume, das hat mich umgehauen. Das möchte ich haben. Das ist schon ganz cool.

Boris

Da sind schon lustige Szenen entstanden.

Chris

Bringt drei Bilder mit.

Boris

Andere Kursteilnehmer dann schon beim Frühstückstisch gefragt haben, das Bild da, was da und da steht, wer hat denn das gemacht? Wer ist denn die sowieso? Oder wer ist denn der sowieso? Und dann haben wir das vermittelt.

Chris

Das möchte ich mir gerne jetzt schon reservieren.

Boris

Die haben quasi schon mal so den feuchten Finger dran gedrückt und haben gesagt, das ist bitte schon mal meins. So, Dankeschön.

Chris

Einmal draufgespuckt sozusagen.

Boris

Ja, oder es entstehen witzige Fragen. Ich weiß, da war mal eine Teilnehmerin, die hat gesagt, ist das da oben in Schottland? Wir hatten das gemacht. Und dann kam dann ein Gespräch und dann, ja, da war ich auch schon und dann wurden Bilder ausgetauscht. Also da sind schon tolle Geschichten entstanden.

Chris

Ich finde es auch immer total spannend, was meine eigenen Bilder angeht, die ich ja alle durchaus gut finde, sonst würde ich sie ja nicht vorzeigen wollen, die aber an vielen Stellen, musste ich auch bei Klostergeister lernen, einfach nicht mainstream kompatibel sind.

Boris

Nicht.

Chris

Die sind dann teilweise, also manchmal schon, aber teilweise sind das Bilder, die sind dann irgendwie zu high concept oder so. Wo ich dann merke, naja, also die Bilder sind, die Bilder und die Zielgruppe passt ja nicht gut zusammen. Vielleicht sollte ich nächstes Mal halt doch mal nur die Katzenbilder mitbringen. Ich will jetzt niemandem Unrecht tun, aber das wäre möglicherweise, vielleicht mache ich das, vielleicht bringe ich Katzenbilder mit.

Boris

Ich hatte auch schon schöne Pferdebilder, sind alle stehen geblieben und dann wird irgend so ein Bild von so einem Windrad ist weg plötzlich.

Chris

Also das kann auch dem Ego ganz schön tiefschlag verpassen.

Boris

Da darf man alles nicht so ernst nehmen.

Chris

Ne, aber das ist eine ganz wichtige Erfahrung und das ist auch Klostergeister. Da könnt ihr diese Erfahrung machen und viele andere.

Boris

Und den Doppeldecker in klein und komplett verrauscht, ich glaube den stelle ich jetzt jedes Jahr hin, bis ihn jemand mitnimmt.

Chris

Ja.

Boris

Das könnte auch eine Taktik sein.

Chris

Das ist jetzt die Frage, ob das funktioniert.

Boris

Nach 35 Jahren hat endlich jemand dieses Bild mitgenommen. Was das mit dem Doppeldecker, das hat der Hausmeister entsorgt. Egal, es ist weg.

Chris

Nun ja, also. Aber jetzt habt ihr gerade gelernt, vielleicht sind es die Unperfekten. Vielleicht sind es die mit dem Grain.

Boris

Mein Doppeldecker, der wird jetzt kommen. Das ist jetzt das Jahr des Doppeldeckers.

Chris

Yashica. Wir reden kurz über Yashica.

Boris

Früher hat man noch gepfiffen, wenn man das Thema gewechselt hat.

Chris

Nee, ich wechsle es, ich grätsche jetzt einfach rein. Yashica, wir sind immer noch bei dem Thema Unperfektheit.

Boris

Jawohl.

Chris

Hat einen neuen Camcorder. Auch das ist so ein Phänomen.

Weißt du, wir haben richtig gute Videokameras in der Hosentasche, in unseren Smartphones oder unsere Spiegelreflex und unsere Mirrorless-Kameras, die können alle supergeil Video heute. 4K und 60 Frames und was weiß ich. Was kaufen die Leute? Sie gehen zu Yashica und kaufen den neuen 4K Camcorder. Der, Ja, genau das hat den Formfaktor an des Camcorders. Also du hast so ein Ding, wo du halt so ein Rausklapp-Display hast und wie halt so ein Camcorder aussieht. Und die greifen damit quasi so den Camcorder-Hype wieder auf und präsentieren mit der Journey, so heißt die, ein 167 Gramm Leichtgewicht, das mehr Nostalgie als High-End bieten will. Der 8 Megapixel, 1 durch 2.8 Inch Sensor und dreimal optischer Zoom erinnern an frühe Mini-DV-Zeiten, während Wifi und USB-C modernes Sharing sichern. Also immerhin ist Wifi drin. Und das Objektiv, also 4K30p nativ, 4K60p interpoliert, also die machen eine Zeitinterpolation bei der schnelleren Framerate.

Was haben wir denn noch genau Fokus auf Distraction-Free Filming, also, sprich einfach, nicht viel Menüs und so eben so ein Flip-Touchscreen, der ist 270 Grad drehbar, also den kannst du auch nach vorne drehen hat es Zeit drauf ein 3,5 Millimeter Mikrofoneingang, was immerhin, immerhin das ähm, Kein Stabi, sondern shaky Ästhetik als Feature. Also man kann es auch so verkaufen.

Boris

Fürchterlich.

Chris

Und Zielgruppe Gen Z Vlogger, die analog Look ohne Kassetten wollen.

Boris

Wackel, wackel. Bitrate geht hoch, wenn es wackelt und zugucken will da auch wirklich keiner. Also es gibt ja ästhetisches Wackeln, aber das ist glaube ich nicht das hier.

Chris

Was hattest du gerade noch gefragt?

Boris

Zeitraffer, so wie damals Super 8 oder so?

Chris

Nicht, dass ich wüsste. Das Ganze wird H.264 komprimiert, hat interne Filter, so schwarz-weiß und.

Boris

Aber Zeitraffer kannst du in der Post machen.

Chris

Das ist ja heutzutage kein Problem. Das kriegst du auch auf deinem Phone hin mit CapCut oder sowas. Ja.

Boris

Toll.

Chris

Aber wird unstabilisiert zum neuen Vintage in Social Clips. Das ist halt die Frage. Passt das zu dem, was wir vorhin über die Profifotografie gelernt haben?

Boris

Wahrscheinlich schon ein Stück weit.

Chris

Ach ja, und der Kostenpunkt 268 US-Dollar.

Boris

Wie viel?

Chris

Und kommt jetzt dann auf den Markt. 268 US-Dollar. Also das Ding wird hier wahrscheinlich 250 bis 300 Euro kosten.

Boris

Ist schon auch nichts.

Chris

Dafür ist das nicht günstig. Tja.

Boris

Ja gut, sieht witzig aus. Du hast eine Möglichkeit, es auf ein Stativ oder auf ein kleines Dreibein, so auf ein Tischstativ oder sowas zu machen, wenn du es ein bisschen stabiler haben willst. So wie früher ja auch. Mit unseren Camcordern hatten wir auch kein Stabi drin. Da musstest du auch entweder ruhig halten oder halt ein Stativ nehmen. Also insofern, ja, das ist schon ein Retro. Kann man schon so verkaufen. Warum nicht?

Chris

Ich gucke jetzt gerade mal, hier sind so ein paar Demovideos noch auf der Website. Ja, da sieht man schon das Wackeln. Aber wie gesagt, wahrscheinlich sind wir einfach viel zu technisch perfekt.

Boris

Das ist jetzt definitiv vom Stativ geschwenkt.

Chris

Ja, aber auch das ist nicht glatt geschwenkt, sondern eher manuell halt.

Boris

Klar.

Chris

Ja, wie gesagt, da geht es aber dann eben auch wirklich nicht um Perfektion, sondern es geht um das Feeling.

Boris

Aber die Bildqualität sieht jetzt besser aus, als das, was ich jetzt gedacht hätte nach der Beschreibung. Also das ist schon ein amtliches Video. Also da kannst du schon mit arbeiten.

Chris

Ja, das schon.

Boris

Also von daher. Jammern auf hohem Niveau und dafür passt das schon.

Chris

Und sie haben es über Kickstarter gestartet und Early Backers bekommen es für 188 Dollar.

Boris

Das ist wahrscheinlich der Preis, den es kosten sollte.

Chris

Wahrscheinlich ist es das, ja.

Boris

Ja.

Chris

Ich will mich da auch nicht drüber lustig machen, ehrlich gesagt, weil das scheint ja durchaus eine Zielgruppe zu finden.

Boris

Ja. Und ich meine, es ist günstiger als ein Smartphone. Ein Android-Smartphone kriegst du wahrscheinlich in der Preisklasse dann auch schon. Da kriegst du dann auch, naja. Probier jetzt aus.

Chris

Du willst ja kein, ne? Ein Phone ist ja genau kontraproduktiv.

Boris

Ja, ich weiß, ich weiß, ich weiß.

Chris

Ding! Notification. Bling, ding. Ablenkung. Düdlüdlüm. Willst du nicht haben in der Kamera?

Boris

Ja, und High-8-Bänder weiß ich gar nicht, wie gut man die noch kriegt. Also wenn man jetzt tatsächlich retro machen will.

Chris

Also ich hab hier hinten noch eine Schachtel im Schrank mit lauter Mini-TV-Kassetten von damals. Mit Mini-DV-Material. Also die könnte man auch mal, das ist das Problem Mini-DV. Du kannst ja Mini-DV nicht einfach so Copy-Paste, sondern du musst das ja in Echtzeit quasi rüber digitalisieren.

Boris

Du musst das Gerät anschließen. Dann über USB oder Fire war ja damals.

Chris

Und dann braucht das halt so lange, wie die Kassette ist, bis das dann im Rechner ist.

Boris

Genau. Eine Stunde Film, eine Stunde transportieren.

Chris

Und da ist noch nicht alles davon rübergeholt, sondern wirklich nur das, was wichtig war. Oi, oi, oi. altes Archiv, aber da ist auch nichts wirklich Wichtiges drin. Also hätte ich Kassetten. Genügend. Aber den Workflow will ja keiner mehr haben, weil das ist ja inconvenient.

Boris

Ja, es ist halt, das muss man jetzt nur gut vermarkten. So mit Zeit und Ruhe und Entschleunigung.

Chris

Also wir können euch das auf den Workshops auch zeigen, wie man verwackelte Videos macht und unscharfe Bilder und so. Das sind ja richtig gut.

Boris

Kann man eigene Workshops anbieten. Das ist überhaupt gar kein Problem.

Chris

Ach ja.

Boris

Herrlich, herrlich, herrlich. Ja, cool.

Chris

Gut.

Boris

Bernd hatte eine Frage und hatte im Slack gefragt, ich lese mal vor. Ich habe meine Lightroom-Bibliothek und die Bilder auf einer SSD. Also lokal auf dem Rechner. Da ich pro Jahr recht viele Bilder mache, ist die SSD so langsam voll. Ich habe noch eine große Festplatte mit älteren Bildern und auch einer Bibliothek. Die Sammlungen kann ich als neue Bibliothek exportieren und in die andere Bibliothek importieren. Wie kann ich aber sicherstellen, dass die Bilder auch alle auf der anderen Festplatte landen? Das habe ich sicher schon mal gemacht, aber wieder vergessen, Adobe könnte gern mal Funktionen zur Organisation von Bibliotheken einbauen. Haben sie.

Chris

Haben sie, das geht schon. Das ist auch einfacher, als man glaubt. Man muss es nur wissen.

Boris

Es gibt da mehrere Wege, damit umzugehen. Und der erste Weg ist erstmal, Bernd, den du auch schon angefangen hast, nämlich deine Sammlungen, die du hast, als Kataloge exportieren.

Chris

Nicht so exportieren, sondern als Katalog.

Boris

Als Katalog exportieren, ganz genau. Da gibt es einen Menüpunkt dafür, Export als Katalog. Hast du ja auch beschrieben. Und dabei kann man eben sagen, dass das inklusive der Bilder geschehen soll. Und dann kann man sagen, dort ist ein Zielverzeichnis und da soll der Katalog und die Bilder hin. So könnte man zum Beispiel Sammlungen auf andere Festplatten auslagern, inklusive der dazugehörigen Bilder. Das kann man machen.

Chris

Und in diesem Verzeichnis ist dann alles drin, was man braucht. Also der Katalog und die Rohdateien, die Bilder. Das kann man also quasi dann auf eine externe Platte packen und hat alles beieinander, was man braucht.

Boris

Ganz genau. Das wäre schon mal ein Ansatz.

Chris

Also nicht in einer Datei? Sondern in einem Verzeichnis. Da sind viele Unterverzeichnisse und Zeug, dass man auch noch an die Bilder rankommt. Aber es ist beieinander, ja.

Boris

Ganz genau. Das kann man machen. Und so kann man eben Sammlungen als eigenständige Kataloge exportieren und dann damit glücklich sein. Wenn man da mal reingucken will, dann öffnet man den entsprechenden Katalog mit den dazugehörigen Bildern. Da kümmert sich Leitrum dann darum.

Jetzt kann man aber auch das machen, was du gesagt hast. Man kann so einen exportierten Katalog wiederum in einen anderen Katalog importieren. Wenn man jetzt also sagt, ich habe aber extern schon einen großen Katalog, meinen externen Sammlungen-Katalog. Jetzt möchte ich nur eine neue Sammlung dort hinzufügen. Dann kann man das auch so machen. Dann macht man einen Export mit den Bildern auf ein Ziel. Zum Beispiel, dann hat man das gleich auf seinem Backup-Ziel liegen oder so. Und dann öffnest du deinen anderen externen Katalog und sagst, importiere mir diese Sammlung, die ich gerade exportiert habe, von diesem anderen Verzeichnis, Und dabei gibt es dann die Möglichkeit zu sagen, ich möchte die Bilder in diesen Katalog, in dem ich gerade bin, übernehmen. Und da muss man dann eben sagen, dass man die Bilder von dem Katalog, den man importiert, dass man die kopieren möchte an ein neues Ziel und nicht von dort verlinken möchte, wo sie liegen. Das ist eine Option, die kannst du wählen. Und dann sagst du, ich will sie an dieses Ziel, auf diese externe Festplatte, möchte ich diese Bilder in diese Verzeichnisstruktur übernehmen. Das ist wie beim Import-Dialog. Und dann sagst du, da sollen sie hin. Und dann werden sie dahin umkopiert und dann sind sie da verfügbar.

Chris

Dazu muss man sich diesen Import-Dialog mal gründlich angucken, weil dieses Kopieren oder Hinzufügen ist irgendwo oben in den Tabs. Also das ist alles so ein bisschen verteilt in diesem Dialog. Und deshalb gründlich angucken. Und ja, kopieren tut dann das, was es behauptet zu tun, nämlich es kopiert die Bilddateien rüber, ja.

Boris

Genau. Es gibt bei dieser Methode keine Möglichkeit, einen inkrementellen Export zu machen. Also man wählt halt eine Sammlung aus und exportiert, was da jetzt drin ist. Man kann auch Bilder markieren und sagen, ich will nur diese Bilder exportieren, aber man kann jetzt nicht sagen, ich habe jetzt hier einen Export gemacht und nächsten Monat möchte ich den gleichen Export auch nochmal machen, aber nur die Änderung in diese Zielsammlung direkt rein, also sodass das Ziel langsam wächst. Sowas geht halt nicht, sondern eben nur auf dem beschriebenen Weg eine Sammlung exportieren oder eine Anzahl Bilder exportieren als Katalog und dann auf der anderen Seite importieren und dabei sagen, wo die Bilder hinkopiert werden sollen. Das ist der Weg.

Chris

Der Bernd schreibt gerade noch, mein größtes Problem ist, dass die Bilder von der SSD verschwinden sollen. Ich brauche da ja auch den Platz für neue Bilder.

Boris

Wir kommen dazu. Ich baue das didaktisch auf.

Chris

Das ist schön.

Boris

Also erstmal hast du einen Export gemacht und einen Import gemacht. Wer hindert dich jetzt aus dem originalen Katalog, wo es vorher war, lokal die Sachen zu löschen? Wenn sie jetzt an einem neuen Ziel liegen, dann hause raus. Das geht nicht automatisch, das musst du dann schon manuell machen. So eine andere Möglichkeit ist halt ein Export ohne die Bilder zu machen. Dann wählst du halt, ich will hier Bilder exportieren, aber sagst, ich will nicht die Fotos woanders hin kopieren, sondern du exportierst quasi nur eine Bibliothek. Aber die Verweise zeigen immer noch auf die originalen Fotos. Dann hast du halt einen Katalog, wenn du so willst, an einer externen Stelle liegen, kannst den Katalog sichern, aber deine RAWs liegen immer noch auf deiner originalen SSD. Das heißt, die Fotos fehlen dir erstmal an dem exportierten Ziel. Jetzt kannst du aber die Fotos auch manuell kopieren. Das heißt, du gehst in den Finder oder in den Windows Explorer, dorthin, wo die Fotos liegen. Wenn du deine Sammlung zum Beispiel benannt hast, dann hast du Unterverzeichnisse mit deinem Sammlungnamen. Wenn für dich eine Sammlung ein bestimmter Monat oder ein ganzes Jahr ist, dann nimmst du halt deine Verzeichnisstruktur und kopierst sie außerhalb vom Lightroom an ein neues Ziel. Du sagst, ich will sie hier nicht mehr, die sollen da hinten hin.

Und am neuen Ziel, wenn du also deine externe Bibliothek dann öffnest, die du gerade exportiert hast ohne die Fotos, wenn du die öffnest, dann wird er dir Vorschauen anzeigen, weil die Vorschauen hast du in deinem exportierten Katalog mit drin, wenn du das gewählt hast. Und da sind dann kleine Ausrufezeichen an dem Vorschau-Bild, weil er sagt, ich finde das Bild nicht. Und wenn du da dann draufklickst und sagst, dieses Bild findest du jetzt an dieser Stelle auf der externen Festplatte oder auf der externen SSD und die Struktur ist die gleiche, weil du die ganze Unterverzeichnisstruktur an eine andere Stelle verschoben hast, dann brauchst du nur ein Bild auswählen, das Richtige sinnvollerweise und alle anderen Bilder werden automatisch auch gefunden. Was du dann gemacht hast, ist, du hast einen relativ schnellen Export, weil dieser Katalog-Export mit den Metadaten, der geht sehr schnell. Du hast die Möglichkeit, in deinem Dateisystem, wenn du dich da drin auskennst mit deinen Bildern, mit Tools deiner Wahl verhältnismäßig schnell die Bilder an eine andere Stelle zu kopieren. Und kannst dann, wenn du den Zielkatalog öffnest, mit zwei, drei Mausklicks die ganzen Bilder wieder neu verknüpft haben. Das wäre auch eine Variante. Auch hier gehst du anschließend wieder in deinen ursprünglichen Katalog auf deiner lokalen SSD und sagst, die Bilder lösche ich jetzt.

Chris

Du kannst natürlich die Quellbilder, die dahinter stehen, auch einfach rübermoven, also sprich auf der alten Quelle.

Boris

Genau, einfach direkt verschieben. Dann sind sie nur noch auf dem Ziellaufwerk. Lokal fehlen sie dann. Wenn du dann deinen SSD-Katalog öffnest, dann wird dir der SD-Katalog sagen, hier fehlen Bilder. und du sagst, ist mir egal, ich schmeiße dich jetzt sowieso weg. Markierst die Bilder, sagst aus Katalog entfernen und erledigt. So ein bisschen der halbmanuelle Weg. Und jetzt gibt es aber noch eine Variante und das ist ein Weg, den ich im Augenblick halt verfolge. Du lässt die Bilder einfach alle in deinem Stammkatalog auf deiner SSD, also in dem Katalog. Du sorgst nur dafür, dass die schweren RAW-Bilder nicht mehr auf der SSD liegen, sondern woanders. Und das geht auch mit Lightroom. Dann lässt du die Bilder alle da, wo sie sind. Und in der Bibliotheksansicht, also mit G in der Übersicht der Bilder, da gibt es links an der Seite so Paneele, so Kacheln, die man aufklappen kann. Und da gibt es eine Folder- oder Ordnerkachel. Da siehst du die Ordner von deinem Katalog, auf dem du gerade arbeitest.

Chris

Die Ordner, die auf der Festplatte sind.

Boris

Die Ordner auf deiner lokalen SSD, wo du gerade drauf arbeitest. Die siehst du da. Du kannst dort aber auch andere Ordner einblenden lassen. Also kannst zum Beispiel sagen, ich glaube, externe Platten, wenn die angeschlossen sind, tauchen sowieso auf. Wenn du Netzwerklaufwerke hast, kannst du dir irgendwie hinzufügen. Da gibt es einen Plus-Button. Und dann kannst du dir quasi deine externe SSD oder externe Festplatte oder dein Netzwerklaufwerk kannst du dir auch dort anzeigen lassen. Kannst du auch aufklappen.

Und dann kannst du in Lightroom sagen, von der lokalen SSD, Da gibt es zum Beispiel, wenn du das jetzt nach Jahren sortiert hast, so wie ich das mache mit Jahr, Monat, Tag, dann gibt es einen Ordner 2026, 02 und darunter mehrere Ordner für die Tage und dann sagst du, du nimmst jetzt den 02 Ordner und schiebst den in Lightroom. Per Drag & Drop von deiner lokalen SSD auf das Ziellaufwerk. Und da hast du sinnvollerweise auch einen Ordner 2026. Dann schiebst du den da rüber und dann wird die zwei dort angelegt. Wenn es die zwei da schon gibt, dann nimmst du halt die Unterverzeichnisse mit den Tagen, die du da noch nicht hast und schiebst die rüber. Und wenn es die auch schon gibt, dann gehst du im Zweifel eben auf den Ordner von deinem Tag, markierst die Bilder, die du haben willst und ziehst die per Drag & Drop aufs Ziel.

Wichtig ist nur, dass du in Lightroom dieses Drag & Drop machst. Und dann wirst du links oben der Fortschrittsanzeige sehen, wie diese Bilder verschoben werden. Das wartest du geduldig ab. Je nachdem, wie schnell das Ziellaufwerk ist, dauert das eben länger oder weniger lange. Und anschließend hat sich nichts geändert. Du hast immer noch dein Katalog mit allen deinen Bildern. Und solange das externe Laufwerk angeschlossen ist, hast du auch Zugriff auf die RAW-Dateien. Du kannst jetzt aber diese externe Platte abziehen. Du hast den Platz auf der lokalen SSD frei, weil die schwergewichtigen RAW-Files nicht mehr drauf liegen. Und du hast sogar den Effekt, dass du die Vorschaubilder noch da hast. Die kosten halt ein bisschen Platz, aber weit weniger als die RAWs. Das heißt, du kannst immer noch stöbern in deinem gesamten Katalog, kannst filtern, kannst mal jemanden Bilder raussuchen, kannst dir die markieren für einen späteren Export, wenn du wieder zu Hause bist und die Platte anschließen kannst. Und dann schließt du die Platte wieder an, hast wieder vollen Zugriff auf alles und kannst exportieren, bearbeiten und was auch immer tun.

Und das ist eigentlich ein ganz cleverer Weg, wie ich finde, weil dann musst du nicht mit mehreren Bibliotheken jonglieren. Du hast immer alles im Überblick, wenn du das brauchst. Und sollte jetzt auch der Platz für die Vorschauen zu groß werden, das können auch mehrere Gigabyte werden, dann hast du die Wahl, diese Gigabyte große Datei mit den Vorschauen einfach komplett zu löschen aus dem Katalogverzeichnis. Da hast du gar keine Vorschauen mehr. Und wenn du das nächste Mal dein Lightroom-Katalog startest, dann werden die Vorschauen von den Bildern, die dir die Bibliothek anzeigt, relativ schnell wieder berechnet und angezeigt. Und wenn du suchst, dann werden dir die angezeigt und wenn dir gerade die externe Platte fehlt, dann hast du die Vorschaubilder jetzt eben nicht zur Verfügung. Das stört dich aber in der Sekunde wahrscheinlich auch nicht.

Chris

Und kleiner Tipp Bernd, das übst du an einem kleinen Subset deiner Bilder und nicht an allen auf einmal, sondern das probierst du mal aus.

Boris

Ach Quatsch! Gleich all in. Was soll da schon schief gehen? Es ist tatsächlich ganz okay.

Chris

Ich kenne so Situationen von den Rechnern anderer Menschen.

Boris

Und einmal beim Dreck und Drop das falsche Ziel gewählt und dann suchst du hinterher, wo deine Bilder sind. Wo ich ein bisschen zur Vorsicht rate, ich weiß nicht, ob Lightroom das inzwischen behoben hat oder ob das an meinem Netzwerk liegt. Wenn das Ziel ein Netzwerklaufwerk ist, dann bin ich vorsichtig mit dem Verschieben von Verzeichnissen.

Chris

Sehr.

Boris

Da mache ich dann folgendes, da gehe ich in Lightroom zu dem Zielverzeichnis, was ein Netzwerklaufwerk ist und wähle dort oder lege dort die Verzeichnisstruktur an, die ich haben möchte, und dann gehe ich wieder auf meinen lokalen Katalog und wähle die Fotos, also in der Thumbnail-Übersicht wähle ich die Fotos, das geht auch mit Command A oder Steuerung A unter Windows, dann sind alle markiert. Und dann ziehe ich die Fotos in den Zielordner, den ich vorher angelegt habe. Dann werden die Fotos verschoben. Dabei ist mir noch nie was schiefgegangen. Und dann lösche ich lokal in Lightroom die leeren Verzeichnisse dann weg. Das ist ganz okay, weil ich hatte ansonsten, gerade wenn ich mehrere parallele Aktionen hatte, dass ich mehrere Verzeichnisse verschoben hatte, immer mal wieder das Problem, dass was hängen geblieben ist, liegen geblieben ist, nicht angelegt wurde. Und das ist dann ein bisschen lästig, da manuell hinterher zu arbeiten, kann aber an meinem Netzwerk liegen. Da will ich jetzt Leitrum keine Schuld pauschal in die Schuhe schieben. Aber prinzipiell easy.

Chris

Prinzipiell easy.

Boris

Man muss es immer relativ ausführlich und lange erklären. Aber wenn man es zeigt, ist es eigentlich einfach.

Chris

Deshalb gibt es jetzt die Aufzeichnung. Und Bernd, du kannst dir das alles jetzt nochmal in Ruhe anhören, wenn die Konserve raus ist.

Boris

Ich glaube, Bernd, du kommst ja auch zu den Klostergeistern, wenn ich das richtig verstanden habe.

Chris

Ich glaube, ja. Möglicherweise wäre das vielleicht auch mal noch so eine Session am Rande vielleicht interessiert es da noch ein paar andere. Gut.

Boris

Schön.

Chris

Wir kommen zur Aufgabe. Wir haben die, wir hatten die Brettaufgabe, die ist jetzt zu Ende und wird heute aufgelöst und, das sind 10 haben wir. Diese Bilder, 10 Stück von euch aufgabe brett hsb brett war der tag und ja ich sehe bretter doch ich sehe durchaus bretter heute darfst du mal wieder würfeln heute.

Boris

Würde ich ich nehme auch für unseren großen 20er würfel.

Chris

Macht das das aber nur 10 würfeln.

Boris

Eine Zwanziger und habe eine Zwölf. Ja, schade.

Chris

Das ist zu viel.

Boris

Ist das dann Überlauf? Ist das dann die Zwei?

Chris

Nein, ich nehme jetzt den Zwanziger-Würfel und ich würfel eine Fünf. Die Fünf hat geworden. Es gibt eine Bildbesprechung für dieses Bild.

Boris

Die Hundis.

Chris

Hallo, ich klicke da drauf. Ah, jetzt. Das hat nur gedauert. Ja, wir haben Hunde von Jens Hof Brettspiel. Was sehen wir? Ja, wir sehen zwei Hunde auf einer Parkbank und das ist ein Brett. Und da sind diese zwei Hunde und die sind da so ein bisschen wie...

Boris

Sowohl die Sitzfläche als auch die Lehne. Sind halt Bretter.

Chris

Richtig. Und die Hunde stehen da so wie so am Tresen irgendwo und warten darauf, dass sie eine Brust kriegen oder so. Oder beobachten, was ganz aufgeregt. Das hat was sehr Menschliches, finde ich. Da kann man sich sehr gut mit identifizieren. Das ist echt so sehr, sehr menschliche Verhaltensweise. Ja, ansonsten Hintergrund ist ein bisschen unter Unschärfe und da ist auch nichts, was komisch rauswächst und so. Also das passt, die sind so ein bisschen in den Bäumen eingeframed. Das Bild ist sehr zentriert. Also die Bank ist rechts, links fast symmetrisch und auch gerade, also parallel zum unteren oberen Bildrand. Also das Bild ist sehr bewusst, sehr frontal fotografiert oder gerade gezogen.

Boris

Die Hunde leicht rechts von der Mitte.

Chris

Genau, das gibt dem Bild so ein, ja, sowas Bewusstes. Das ist kein geknipster Schnappschuss, sondern das ist ein Foto. Das fühlt sich mehr an wie ein bewusstes Foto und eine bewusste Entscheidung getroffen, dass die Bank eben als symmetrische und als stabiles Ding quasi dasteht. Und das tut sie auf jeden Fall. ja und ansonsten Gesichtsausdruck priceless ja, Ja, cool. Auch so wie der eine Hund die zwei Pfoten so über den...

Boris

Ganz lässig.

Chris

Die Lehne drüber hängen lässt, also das hat schon was. Das hat schon...

Boris

Ist ein toller Moment.

Chris

Klasse. Super.

Boris

Hübsche Tino.

Chris

Ja, ansonsten kann man nicht viel sagen. Ich meine, das Bild ist in der direkten Sonne entstanden. Das heißt, wir haben so ein bisschen Ausfransung hier, was an der weißen Stelle. Das ist halt... Ja, das passiert dann halt, wenn es an der Stelle überbelichtet ist, aber das tut dem Bild eigentlich keinen Abbruch. Ich gucke gerade noch, die Augen sind relativ dunkel. Das wäre noch so eine Geschichte. Aber das kannst du in dem Schnappschussmoment auch nicht wirklich machen.

Boris

Licht von oben. Ist dann schon so. Nö, also die Pose ist einfach, ist der Hammer. Einmalig, ne? So ein Motiv einfangen und es ist halt nicht einfach nur ein Schnappschuss, weil wie du schon sagst, das ist schon sehr gut ausgerichtet, das Ganze, das passt. Sehr schön. Ich hätte jetzt persönlich die Tendenz, den Hintergrund unschärfer zu machen, also das mehr ins Portrait, in den Portraitlook zu holen, aber dann sind wir wieder genau bei dem Moment, wäre es dann schon wieder zu perfekt? Ist es nicht genau das? Gibt es nicht auch Kontext von der Szenerie?

Chris

Es ist eine R7, das Bild ist zwar bei Blende 2.8 geschossen, aber mit dem 24er, Das heißt, viel unschärfer hättest du den wahrscheinlich nicht in den Hintergrund.

Boris

Ja, kriegst du in der Bearbeitung noch so was hin. Aber wie gesagt, warum? Also auf den ersten Gedanken wäre das halt so für mich, weil dann hat man so ein bisschen hinten die Zaun-Situation vielleicht noch entschärft und nicht so deutlich. Auf der anderen Seite sticht die auch nicht so ins Auge, weil das Motiv so anders und so groß ist. Und dann hast du noch den Kontext mit dem Wasser im Hintergrund.

Chris

Und das Bild erzählt halt eine Geschichte, nämlich du willst als Betrachter natürlich jetzt wissen, schauen die sich da an. Sind die da auf einer Sportveranstaltung oder ist da hinten eine Wurstbude oder sonst was? Also das ist durchaus, da steckt Story drin.

Boris

Gucken die gerade beim Frisbee zu oder so. Genau.

Chris

Beispiel.

Boris

Also ich finde es gelungen.

Chris

Sehr schön. Was haben wir denn noch zu Brett? Also wir haben jemand, der hier Planking betreibt, der Franz, also der hier quasi das Brett macht. Was haben wir noch? Brett vorm Kopf.

Boris

Ja, das Ding ist natürlich der Härtefall.

Chris

Wassererpel mit der analogen Kamera und dem Brett vorm Kopf. Ja, das, sprichwörtliche Brett.

Boris

Also das gibt definitiv einen Bonuspunkt. Weil das muss man sich ja auch erstmal hinkonstruieren, dass man hier mit Brett vor Kopf fotografiert.

Chris

Und dann haben wir hier ein, ja, so ein analog Hackbrett.

Boris

Wie sagt man dazu?

Chris

Wie nennt man die denn? Ein Breadboard, also eigentlich nennt man sie Breadboard, also wie Brotbrett, also quasi so ein Frühstücksbrett. Das sind diese, Elektronik, Plastik-Bretter mit so vielen Löchern drin, wo man so Kontakte, Chips reinstecken kann und LEDs und Widerstände und Kabel, um sich dann quasi eine Schaltung, bevor man sie richtig umsetzt mit einem PCB, da quasi mal vorher aufbaut und entwickelt. Das ist so für die Mikroprozessor-Entwicklung und so weiter wird das typischerweise eingesetzt. Deshalb also Brett-Board, aber hat nichts mit Brett zu tun, sondern mit Brett. Ja, ihr habt alle tolle Sachen gemacht, ein Balancierbrett. Da ist der Hintergrund so in der Unschärfe, wie es dir gefällt, Boris.

Boris

Ja, auch da ist es ja gar nicht so wahnsinnig unscharf. Aber hier passt es wieder gut, weil der ist halt sehr aufgeräumt. Du hast noch diese weiße Handel im Hintergrund, die sich so fast mit dem Hintergrund vereint, aber eben durch den Schatten hervorsteht, also durch die Schattierung hervorsteht und du hast eben den Kontext, dass es halt eine sportliche Tätigkeit ist. Genau.

Chris

Oder eine Physio-Geschichte. Man weiß es nicht genau. Ja, toll, dass ihr mitgemacht habt. Wir haben aktuell noch eine Aufgabe laufen, oder?

Boris

Richtig, und zwar die Datumaufgabe. Die läuft jetzt noch bis zum 26. März. Habt ihr noch Zeit, ein Bild zum Thema Datum zu machen? Das Ganze bei Flickr hochzuladen, in die Happy Shooting Gruppe zu stellen und den Tag HSB Datum zu vergeben.

Chris

Wunderschön. Dann kommen wir gleich zu den Terminen. Davor gibt es aber noch ein kleines Kalender-Update. Und zwar gibt es zwei Neuigkeiten. Die erste Neuigkeit ist, ihr könnt jetzt Fehler melden.

Boris

Ah.

Chris

Wir hatten ja dieses Thema, was mache ich denn? Ich habe hier irgendwo einen Termin und dann habe ich was, dann habe ich das falsche Datum gesehen oder wir hatten jetzt einen konkreten Fall tatsächlich, dass da Marburg statt Marbach stand. Hier gibt es so ein kleines Fehlermelden-Dingens und wenn man da drauf klickt, dann kriegt man ein kleines Eingabefeld und da könnt ihr dann eben mal schnell ohne Namensangabe einfach so reinschreiben, Datum falsch, nochmal checken. Ort passt.

Boris

Wäre natürlich nett, wenn die Korrektur da mit drin stehen würde.

Chris

Das wäre nett, da passen auch ein paar Zeichen rein, also schreibt da ruhig, eure Geschichte rein, das ist durchaus sinnvoll.

Boris

Wenn da nur drin steht, nee, stimmt nicht, dann ist das wenig hilfreich, weil was stimmt denn da nicht?

Chris

Genau, und es, nee, nee, also ihr solltet schon sagen, was da falsch ist, das wäre natürlich sehr, sehr hilfreich. Ansonsten, die zweite Neuigkeit ist, wir haben ja einen, also Wir haben dieses Mal wieder tolle, tolle Termine bekommen. Da ein Danke an den Andi, an den Christian, den Frank, die Moni und den Simon, die alle was eingetragen haben. Und der dickste Dank geht wieder mal an den Jürgen, weil der hat die meisten Termine eingetragen. Und dann habe ich mir mal den Jürgen geschnappt und gesagt, du sag mal, bevor du jetzt die Termine einträgst und wir sie immer noch mal korrigieren müssen und veröffentlichen müssen, weil wir reden jetzt tatsächlich in einer Woche, hat der Jürgen schon wieder 35 Termine reingeworfen.

Boris

Ja, ey, ey.

Chris

Da dachte ich, ich kippe mal ein bisschen Öl ins Feuer und mache den Jürgen einfach zum Mitadmin. Das heißt, neben dem Rainer hat der Jürgen dankbar Ja gesagt und sich gefreut und ich habe ihm das dann erklärt, wie das funktioniert. Und alle neuen Termine, die Jürgen eingetragen hat und auch die anderen, die hat dann glaube ich der Jürgen diesmal auch tatsächlich selber veröffentlicht. Ob das eine gute Idee war, ob das jetzt hier irgendein ungesundes Suchtverhalten fördert oder sonst was, weiß ich nicht. Jürgen sagte, er hat alleine durch die Terminsuche und Eintragung hat er mindestens zwölf neue Fotografen in einer Woche kennengelernt. Also ich glaube, es tut ihm gut Und uns tut es auch gut, weil wir haben jetzt wieder deutlich über 200 Termine im Kalender aktuell. Wie gesagt, mit Umkreissuche, mit allem drum und dran. Und ich habe mir eine kleine Handvoll... Ich glaube, ein bisschen mehr sein, ich glaube, sechs oder sieben Termine rausgesucht, die ich jetzt mal gleich noch vorstelle.

Es gibt wieder Ausstellungen, zum Beispiel in Osnabrück, die Ausstellung Spiegel der Wirklichkeit. Fotografien von Zoe Peelke. Die ist allerdings schon fast rum. Also da solltet ihr ganz, ganz schnell sein. Dann Ursula Edelmann in Frankfurt. Die endet in 13 Tagen. Die Retrospektive in der Pan Gallery beleuchtet das umfassende fotografische Werk einer Künstlerin, das durch genaue Beobachtung und Komposition aus der Frankfurter Nachkriegszeit bis zur Stadtentwicklung wichtige visuelle Zeugnisse schuf. Dann Something Old, Something New, Mareike Föcking in Düsseldorf in der Leica Galerie. Die Ausstellung präsentiert mehrteilige, raumgreifende Fotoinstallationen, die das zunehmende Ineinandergreifen realer und digitaler Bildwelten sowie die veränderte Bildkultur unserer Zeit thematisieren. In Beckham, 59269 Beckham, Neil Preston, das Auge des Rock'n'Roll Hurricanes.

Die Fotoausstellung präsentiert eine Auswahl ikonischer und seltener Aufnahmen aus fünf Jahrzehnten Rockgeschichte, die die Essenz legendärer Live-Momente und intimer Backstage-Einblicke einfangen. Dann noch in Wien, Grain Light Silence. Die Ausstellung präsentiert durch den chemisch einzigartigen Lith-Printing-Prozess entstandene Fotografien, die durch ihre körnige Textur, besondere Lichtführung und eine Atmosphäre stiller Kontemplation bestechen. Noch zwei Stück in Leipzig Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg, zwei Ausstellungen das sind tatsächlich gleichzeitig zwei Ausstellungen für Fred Stein und ein Rahmenprogramm würdigen das Werk des in Leipzig ausgebildeten und als Pionier der Kleinbildkamera geltenden Fotografen der das Leben im Exil und den Widerstand gegen den Faschismus, dokumentierte und last but not least, Robby Schoen, Höhlenwelten.

In Zingst, eine Open-Air-Foto-Ausstellung in Zingst, noch bis Ende Februar nächsten Jahres. Die steht also lange da. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl beeindruckender Fotografien, die die verborgenen, oft gefährlichen und fragilen geologischen Unterwelten der Erde dokumentiert, während wissenschaftlicher Expeditionen in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit festgehalten. Wir sagen danke und jetzt kommt auch nochmal der Jürgen zu Wort.

Einspieler

Hallo Community, die Fotoausstellung der Woche findet ihr in Potsdam, in Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte. Hinweisen möchte ich euch, dass die Ausstellung Das Weitesuchen Fotografien der späten DDR und frühen 1990er Jahre verlängert worden ist, bis zum 14.06.2026. Zu sehen sind Werke von zwölf Fotografinnen und Fotografen, die diese Umbrüche in tollen Fotos festgehalten haben. Von daher, lieber Boris, falls du die Möglichkeit hast, nach Berlin oder Brandenburg zu kommen, dort könntest du das Weite suchen, auch in der Schwarz-Weiß-Fotografie. Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei. In diesem Sinne. 3, 2, 1. Happy Shooting.

Chris

Ja.

Boris

Unwahrscheinlich.

Chris

Aber danke Jürgen. Ich glaube, der Boris ist gerade auf seiner ganz eigenen Schwarz-Weiß-Reise im Moment.

Boris

Ganz am Anfang.

Chris

Bist du noch? Bist du aber noch, oder?

Boris

Ja, definitiv.

Chris

Jürgen meldet sich übrigens gerade live, weil ich sagte Öl ins Feuer und so. Er sagte, keine Angst, ich rede mit meinem Therapeuten. Ja, gut so. Sehr schön. Ja, dann kommen wir wieder.

Boris

Und es gibt noch einen Nachtrag zu dem Hundebild. Da gab es hier im Chat, meldet sich der Fotograf und sagt, bei den Hunden auf der Bank mit dem APS-C-Sensor und dem eigentlich starken Sigma 70 bis 40 nicht mehr Unschärfe hinbekommen und den Zaun hätte ich gerne weggeflext. Hatten wir damals, erinnerst du dich noch, in Tübingen bei dem Workshop, da hatten wir mal eine Liste gemacht.

Chris

Die Dinge, die man in der Fototasche haben sollte.

Boris

Fotografinnen, Dynamit, eine Flex, solche Geschichten. Also immer einen kleinen Rollcontainer mit Werkzeug dabei und dann einfach wegflexen.

Chris

Heute ist das tatsächlich ja noch machbarer, weil so eine Flex, die gibt es ja heute auch mit Akku. Die gab es damals, als wir das hatten, noch nicht mit Akku, die Sachen. Also heute kann man die tatsächlich mitnehmen. Und ja, dazu gehört auch die Sondergenehmigung auf der Autobahn rechts auf dem Standstreifen zu fahren weil das nicht so geil ist oder eine Vollsperrung zu machen je nachdem also die Erlaubnis.

Boris

Sollte man immer dabei haben ein bisschen Absperrband, Kuckuckskleber und sowas, sollte man immer alles dabei haben ein.

Chris

Bisschen Flatterband auf die Autobahn einmal quer rüber.

Boris

Und wenn jemand sagt das hast du doch hinterher weggestempelt dann kannst du sagen, nee Ach, lüge doch nicht. Und dann sagst du, doch, kannst du morgen in der Zeitung lesen.

Chris

Genau. So, wir sind jetzt aber am Ende dieser Sendung. Wir sagen danke an allen, die hier mithelfen. Shownoter, Kalenderbetreuer, Slack-Einlader, Jürgen und alle, die hier so bei unserer Live-Recherche mithelfen. Ihr seid super. Denkt an unsere Workshops auf happyshooting.de slash Workshops. Ende März die Seewerkstatt dürfte noch ein Platz frei sein. Und im April dann Film und Pixel. Werdet zukunftssicher und lernt, wie man heute Bilder auch mit Korn machen kann. In echt. Das verkauft sich dann bald richtig gut. Ansonsten, abonniert unseren äußerst unregelmäßigen Gratis-Newsletter auf happyshooting.de slash news. Wir sagen Tschüss, bis zur nächsten Woche. Bis dann. 3, 2, 3, 2, 1, Happy Shooting. Happy Shooting und so. Tschüss.

Shownotes

Aus der Preshow

  • zuverlässig Dienstags, warum ist der Hintergrund nicht blau, Kekssuche, Bruchware ist Fake

HS Workshops

Statt Werbung
DANKE an alle Spender

News

HSFrage

  • Bernd: Ich möchte Bilder von SSD auf HDD verschieben und sie in Lightroom Classic behalten.
  • Ulla: Ich suche einen RAW-Converter und einen Katalog. Gibt es besprochene Alternativen?

#HS-Aufgabe (Alle anschauen)

  • Aktuelle Aufgabe "Datum" mit dem Tag "hsbdatum" vom 12.03.2026 bis 26.03.2026
  • Alle Bilder zur Aufgabe “Brett”
  • Gewinnerbild von Jens: Brettspiel
  • Bildbesprechung: Brett vorm Kopf, D1 mini

Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen).
Aktuell 47 neue Termine

Hausmeisterei II


» Neue Folgen per E-Mail erhalten