#938 - Lizenzgebamsel

Veröffentlicht 9 April 2026

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#938 - Lizenzgebamsel

Veröffentlicht 9 April 2026 · Länge 2:13:00

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Boris

Happy Shooting Folge 938 Lizenzgebamsel. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Klostergeister.

Einspieler

Hallo, Kommi.

Boris

Die heutige Folge wird euch präsentiert von Klostergeister.

Chris

Drückt den richtigen Knopf.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Foto-Podcast.

Boris

Guten Tag, mein Name ist Boris, ich bin wach, mir geht's gut. Keiner fehlt Bedienung heute zu erwarten. Und du so?

Chris

Das haben wir jetzt auch nur 938 Mal gemacht. Irgendwann sitzen die Knopfdrücke eigentlich schon gut, oder?

Boris

Schlimm. Eigentlich geht's. Ich bin gut drauf. Ja, so schaut's aus.

Chris

Oh Mann.

Boris

Hier läuft alles geplant und koordiniert. Alles voll automatisch.

Chris

Wie sich das gehört. Ostern ist rum. Ja. Das Wetter heute war schön und wir sind immer noch happy shooting. Der Fotopodcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und gemeinsam podcasten wir hier über das Thema Fotografie. Heute ist Folge 938 live am 07.04.2026. Auch heute wieder die kleine Erinnerung am Anfang. Dieser Podcast hat keine Sponsoren im Moment. Und deshalb freuen wir uns riesig über eure Unterstützung. Falls ihr ein paar Euro übrig habt oder uns anderweitig helfen möchtet, dann schaut mal auf die Show Notes. Da gibt es unterschiedliche Wege, uns zu unterstützen. Wir haben ja letztes Mal die Inputs nicht alle oder glaube ich gar nicht vorgelesen, wegen Zeitgründen. Deshalb holen wir das heute nach unter happyshooting.de. Dürft ihr uns Fragen, Hinweise, Storys und sonstige Sachen schicken und das haben wieder ganz viele Leute getan. Und ja. Ja, da tauchen wir gleich mal rein, oder?

Boris

Lass uns starten mit dem Nachtrag zum Japanischen, weil da haben wir sonst einen schlechten Anschluss hinten dran.

Chris

Mache mal, ich versuche mal parallel das Bild dazu auf.

Boris

Sehr schön. Und zwar hat uns nämlich der Franz noch mal geschrieben zu dem Foto, was wir letztes Mal hatten, wo japanische Schriftzeichen drauf waren, wo ich gesagt habe, Japan benutzt ja auch chinesische Schriftzeichen. Das hat ja auch historische Gründe. Und da hat er nochmal dieses Bild von diesem Kalender und dem Messer gepostet und hat kleine Sprechblasen daran gemacht zu verschiedenen Abschnitten auf diesem Kalender, wo er erklärt, welche Schriftart das ist, wofür sie eben benutzt wird und was sie tatsächlich heißt. Sehr schön. Du siehst zum Beispiel ganz oben auf dem Kalender diese drei Zeichen, wo er sagt, das bedeutet in der ganzen Welt. Das dritte Zeichen ganz rechts ist das chinesische Zeichen für Mitte. Also im chinesischen und im japanischen irgendwas wie gesprochen. Und wörtlich ist das halt so viel wie mitten in der Welt. Und das Mitte ist quasi ein Appendix, um das eben zu verdeutlichen.

Chris

Kannst du mal sehen, Dinge, die wir so eigentlich nicht wissen. Und deshalb wieder ein Danke an die Community.

Boris

Auf jeden Fall. Ich gucke mal, dass ich das in die Shownotes verlinke. HappyShooting.de Folge 938 wird das sein. Da könnt ihr dann nachschauen und euch das nochmal angucken. Ich finde sowas immer faszinierend. Gerade diese Schriftart. Diese chinesischen und dann eben auch japanischen Schriftzeichen. Da steckt eben auch viel, ich weiß nicht, beinahe schon Philosophie dahinter, wie die funktionieren. Finde ich toll.

Chris

So, dann jetzt aber zu euren Hinweisen und zu eurem Feedback der Stefan. Schreibt, am Osterwochenende waren meine Frau und ich in Wetzlar angelockt durch den Happy Shooting Terminkalender und die Ausstellung von Arnold Crane Giganten. Was ich übersehen habe war, im Leitzpark gibt es noch so viel mehr, dass wir mehrere Stunden dort verbracht haben. Die Ausstellungen waren gigantisch. Nicht nur die Fotografien von Arnold Crane, der berühmte Fotografen porträtierte, sondern auch insbesondere die Ausstellung von Ragnar Axelsson, Where the World is Melting, war sehr beeindruckend. Und ganz nebenbei haben wir auch jede Menge über Leica Ernst Leitz und das Drumherum gelernt und ausprobiert. Wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort. Also vielen Dank für diesen Hinweis. Kalender, ja. kalender.happy-shooting.de Das lohnt sich, auch mit Umkreissuche. Dann haben wir noch Feedback. Du hast ja letztes Mal gefragt, ob wir eigentlich nochmal so einen richtigen, so einen handwerklichen Workshop machen sollen. Licht und Gestaltung und so weiter. Und dann sind wir bei Lichtgestalten gelandet. Was im Prinzip ja, also der Titel, den finde ich schon mal total geil, weil der ja beinhaltet ja Licht und den Menschen und Gestaltung.

Boris

Genau, ein toller Begriff.

Chris

Lichtgestalten, finde ich gut.

Boris

Ich weiß gar nicht, wer ihn jetzt gebracht hat. Bitte melde dich nochmal, der ist ja nicht auf unserem Mist gewachsen.

Chris

Ich weiß es nicht mehr, aber ja, auf jeden Fall Lichtgestalten, super Titel. Und die Frage dann an euch, habt ihr denn Bock auf sowas? Weil dieses Jahr machen wir ja schon Workshops, die so ein bisschen Handwerk haben, aber eher so ums Konzeptionelle, ums Drumherum gehen. Zum Beispiel, wie man eine Ausstellung zusammenstellt und die Sehwerkstatt, die sich auch auf das eine oder andere, ich sag mal, mehr advanced Thema wirft und die Frage war dann, wollt ihr einen Lichtgestalten-Workshop? Und Wulf schreibt, ja, Ausrufezeichen, sehr Ausrufezeichen, ich würde gern viel mehr oder überhaupt Menschen als Porträts fotografieren, das ist mein blinder Fleck in der Fotografie. Location wäre mir relativ egal, ist eh weit weg. Ich denke, dass die Villa nicht so geeignet ist, eher eine leere Fabriketage. Also ja, ich wäre dabei wohl. Also, du kennst die Villa vielleicht noch nicht, aber, ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass die sehr gut geeignet ist.

Boris

Haben wir schon auch gemacht, ja.

Chris

Ist auch jede Location für Porträt geeignet. Vielleicht hast du im Hinterkopf eher so diese Urban Exploration, Lost Places Porträts, wo man dann irgendwo in einer Ruine rumsteht und alles abgeranzt ist oder so.

Boris

Oder editorial so irgendwelche Intro-Bilder für Magazine oder sowas.

Chris

Beim Porträt geht es ja auch ganz zentral erstmal nur um den Menschen. Und den kannst du überall fotografieren.

Boris

Aber Interesse scheint da zu sein, das freut mich.

Chris

Genau, Paul fragt, hi, eine Frage zu Fotorucksäcken. Welche Fotorucksäcke könnt ihr empfehlen, die auch ins Handgepäckmaß der Fluggesellschaften passen. Habe bisher ein Flipside 400 AW, der passt aber schon etwas in die Jahre gekommen ist. Dankeschön, Paul. Ich bin nicht auf dem Laufenden, was das angeht. Gehen wir mal in die Community.

Boris

Ich habe immer noch mein Think Tank, Irgendwas mit Airport Airport oder Airport 2 heißt der, der ist ganz groß und der ist wohl so am oberen Limit dessen, was man so auf Flügen mitnehmen können soll, damals jedenfalls. Juckt mich nicht, weil ich damit nicht wirklich fliege und eigentlich generell nicht fliege. Von daher geben wir das gerne mal weiter, aber nur für den Fall, dass du suchst, also den von Think Tank, der wird bei mir nicht geschont und der ist immer noch heile.

Chris

Ja, also ich kann die Frage nicht wirklich beantworten, weil das, was ich habe, passt auf jeden Fall rein, das ist mein Foto-Rucksack, und wichtig ist, glaube ich, dass man also es gibt nicht den einen, internationalen Standard für wie groß darf Handgepäck sein, sondern das ist je nach Fluglinie nochmal ein bisschen anders, also vorher auf jeden Fall recherchieren wenn du da den kleinsten gemeinsamen Nenner nimmst dann wirst du wahrscheinlich an der einen Stelle, dann wirst du was zu Kleines haben und deshalb lieber mal noch ein bisschen recherchieren. Aber auch das, schreibt uns das in die Kommentare.

Boris

Ich bin da auch nicht auf dem Laufenden. Es gibt ja einen großen Markt. Bei Think Tank hatte mich eben damals überzeugt, dass die relativ wenig Platz verschwenden und trotzdem gut gepolstert sind. Die sind halt sehr kantig. Dadurch haben sie ein relativ großes Innenleben und sie sind nicht übertrieben ausgepolstert an der Außenkante, sondern eben ausreichend und damit blieb viel Platz innen. Das war damals mein Augenmerk, da hatte ich drauf geachtet, das kannst du ja mal vergleichen mit anderen Anbietern, die es im Augenblick so gibt.

Chris

Dann von Rudolf aus Wien. Hallo, meine liebsten Fotowaisen.

Boris

Welche jetzt genau?

Chris

Ich weiß nicht. Wo? Hier? Keine Ahnung. Ich habe eine Frage zu Lightroom Classic, da ich trotz Recherche keine Antwort gefunden habe. Links im Navigator kann ein Vergrößerungsfaktor ausgewählt werden. Das ist, wenn man reinzoomt, mit dem Maus klickt, kann man einstellen, auf wie viel. Ich habe nicht herausgefunden, worauf sich 100% beziehen, vielleicht habt ihr eine Antwort wir sind alt genug, dass wir diese Antwort haben, es gab mal Bildschirme, die hatten, sichtbare Pixel also Pixel, die man sehr gut mit dem Auge sehen konnte, die waren dann so auf irgendwie zwischen 70 und 90 DPI ungefähr, so von der Auflösung her.

Boris

96 war eine gängige Auch mal 96.

Chris

Gab aber auch welche mit 72. Also das waren wirklich Klötze. Die konnte man auch mit 50-jährigen Augen noch gut sehen. Und dann kam irgendwann Apple mit dem sogenannten Retina-Display, dann haben PCs nachgezogen mit High-DPI-Displays. Und diese 100% beziehen sich darauf, dass ein Pixel vom Bild, weil Bilder bestehen ja auch aus einzelnen Pixeln, einem Pixel auf dem Bildschirm entspricht.

Boris

Exakt.

Chris

Aber das waren die alten Pixel. Heute haben wir quasi, die Pixel sind quasi nochmal unterteilt in kleinere Pixel. Und ja, wenn man mit der Lupe rangeht, sieht man die noch. Aber so im normalen Alltag sind die Bildschirme heute halt mehr aufgelöst als früher. Deshalb muss man auch heute, habe ich jetzt kürzlich von einem gesehen, der so Zeug unterrichtet. Der meint die Kids heute, denen müssen wir tatsächlich Pixel beibringen. Die wissen das nicht.

Boris

Die wissen nicht, was Pixel sind. Dass es Pixel gibt. Ist aber bei Lightroom Classic tatsächlich immer noch so. Also zumindest am Mac, wenn du da, also heutzutage hast du halt ein Mac mit einem Retina-Display, da sind im Prinzip vier physikalische Pixel zum Quadrat angeordnet, die ein rechnerisches Pixel ergeben. Tatsächlich ist es aber so, dass Lightroom Classic diese echte hohe Auflösung nutzt bei der 1 zu 1 Darstellung. Und deswegen hast du zum Beispiel, wenn du ein 12 Megapixel Bild hast oder ein 16 Megapixel Bild hast und du klickst auf 100 Prozent, dann kann es dir sogar passieren, je nach Bildschirm, dass das Bild verkleinert wird, weil es eben 1 zu 1 dargestellt wird. Das heißt, wenn man heute die Vergrößerung haben will, die man damals hatte, wenn man auf 100% geklickt hat, dann muss man bei so einem Bildschirm auf 200% stellen. Dann wird es eben vergrößert in beide Richtungen.

Chris

Also Bildschirmauflösungen sind heute weitgehend virtualisiert. Du kannst einstellen, was du willst, das passt irgendwie. Deshalb ist das nicht mehr so aussagekräftig, sondern ist eher nur noch so, mach mal größer, mach mal kleiner.

Boris

Ja, aber darauf bezieht sich das, genau.

Chris

Genau. Arel hat uns geschrieben, Moin, kann es sein, dass der Workshop, in dem es um Bildsichtung, Vorbereitung zu einer Ausstellung geht, nicht mehr online ist? Ich finde ihn zumindest nicht mehr. Liebe Grüße. Doch, der ist online. Das ist der Workshop Fotoprojekte realisieren deinen Weg zur Ausstellung. 20. bis 21. Juni hier in der Viewfinder Villa. Was mich jetzt interessieren wird, aber der ist, wenn du auf happyshooting.de slash workshops gehst dann kommst du da hin und dann ist der da, jetzt würde mich interessieren ob der unter irgendwelchen Bedingungen manchmal nicht sichtbar ist oder so, also ich hoffe dass du einfach nicht an der richtigen Stelle geguckt hast, weil das wäre natürlich peinlich wenn wir Workshops haben, die irgendwie verschwinden oder so.

Boris

Oder nicht gesehen werden können.

Chris

Lass mal gerne wissen auch gerne nochmal über happyshooting.de .de slash hi.

Boris

Gegebenenfalls mal ein Screenshot dranhängen, dass wir sehen, wie die Webseite aussieht, falls irgendwas falsch dargestellt wird.

Chris

Weil eigentlich müsstest du hier eine Übersicht sehen, das verlinkt dann auf Discover the Topfloor, auf meine Workshop-Website und dann sind die hier und vielleicht ist der Titel einfach nicht klar genug. Und da sind die dann alle aufgeführt.

Boris

Oder abgeschnitten auf dem Smartphone. Also sag gerne nochmal Bescheid, Feedback hilft an der Stelle. Aber der Workshop ist da, wir verlinken den nochmal in den Shownotes.

Chris

Übrigens.

Boris

Lichtgestalten die Idee kam von Uwe Dankeschön Uwe.

Chris

Uwe ja dann Manuel bezieht sich nochmal auf was ich in der letzten Sendung gesagt habe was ja wo er recht hat Hallo ihr zwei ihr habt gerade in der aktuellen Folge, über Fotolabore gesprochen und Chris sagte dass leider das Fotolabor Studio 13 dicht gemacht wurde genau das war Studio 13 in Stuttgart, Und das war natürlich nicht ganz korrekt. Er schreibt nämlich, das wollte ich kurz ergänzen. Studio 13 ist vor einigen Jahren an den neuen Besitzer verkauft worden und die laufen heute unter ProLab Fotofachlabor. Ich schicke meine Filme immer dorthin und hoffe, dass es sie noch lange geben wird. Die Qualität ist sehr gut und für mich ist es quasi ein Labor, das um die Ecke liegt. Ja, das war so im Eifer des Gefechts. Ich wusste das. Wir haben auch schon hier drüber geredet. Das ist ja im Prinzip auch für uns die erste Anlaufstelle, wenn es mal darum geht, zum Beispiel farbige Großformate, überhaupt farbige Filme, also farbnegative oder Diafilme zu entwickeln. Das machen wir hier nicht mehr. Dann ist das ProLab in Stuttgart. Das ist im Prinzip der gleiche Laden. Der hat umfirmiert, ich weiß nicht, ob es jemand Neues macht. Ich glaube, das macht jemand Neues, aber es ist im Prinzip der gleiche Laden mit den gleichen Dienstleistungen.

Boris

Cool.

Chris

Also ProLab Stuttgart nur so.

Boris

Ja, aber danke für den Input. Also ich hätte es jetzt nicht auf dem Schirm gehabt, weil ich jetzt nicht so in der Analogwelt-Firmen bin. Und dann haben wir es hier nochmal deutlich gesagt.

Chris

Und ich hätte es ein bisschen müssen und habe es versemmelt.

Boris

Super.

Chris

So, dann Erik.

Hallo Chris und Boris, ich habe heute Morgen im Auto die Folge 933 gehört, wo es um das Thema Hintertürchen ging. Ich persönlich versuche so viel wie möglich ein JPEG zu fotografieren, um mir den Bearbeitungsschritt danach zu sparen. Ich habe mir aber angewöhnt, immer auch RAWs mitzuspeichern, um in manchen schwierigen Fällen doch noch etwas mehr aus einem Bild rauszuholen. Ich hatte mal ein Erlebnis in einem Urlaub auf La Réunion, wo ich die RAW vergessen hatte einzuschalten. Manche der Bilder wollte ich in groß ausdrucken und habe erst zu Hause gemerkt, dass die Belichtung an mancher Stelle nicht optimal war. Ich habe sie mir dennoch als Erinnerung ausgedruckt. Man kann damit leben, aber es wäre besser gegangen, das zu wissen, befreit mich auch mit JPEG eher noch herum zu experimentieren. Ja, ich habe da eine Antwort drauf. Also, dass ich dem Boris die Hintertürchen verbiete. Hintertürchen sind nicht gleich von vornherein immer nur schlecht, wenn du weißt. Also Hintertürchen sind schon auch okay, aber sie sind halt auch, wenn man sie sich verbietet, ein unglaublich gutes, ich sag mal kreatives Einschränkungswerkzeug. Weil wenn du weißt, dass du kein Hintertürchen mehr hast, dann gehst du anders an die Fotografie ran. Und das ist der Grund, warum ich, Boris sagt, nee, kein Hintertürchen. Ich pick's Boris gerne ab und zu mal.

Boris

Das macht er.

Chris

Und das funktioniert mit dieser Hintertürchensache. Und ich glaube, du kannst damit aber ganz gut im Moment jetzt.

Boris

Ja, vor allen Dingen, es hat ja bei mir noch einen zweiten Grund. Ich habe ja tatsächlich auch angefangen, mit dem RAW parallel zu arbeiten, um eben sicherzugehen, dass ich nicht zu viel verliere von dem, was ich gerne mag. Habe das aber komplett abgeschaltet. Einmal aus dem kreativen Aspekt, das, was Chris gerade gesagt hat. Wenn ich es nicht im Hinterkopf habe, dann muss ich bewusster fotografieren und komponieren oder mir von vornherein bewusst sein, kann ich eh wegwerfen. Aber dann weiß ich es auch. ähm, Das andere Problem bei mir ist ja aber, dass ich in meiner Freizeitfotografie, wo ich also kein Geld damit verdiene, sondern das mir Spaß an der Freude machen möchte, nicht den Ballast haben möchte mit der Verwaltung hintendran und mit der Entwicklung hintendran. Und wenn ich jetzt sage, ich stelle die Kamera auf einen JPEG, in meinem Fall sogar auf einen schwarz-weiß JPEG, dann habe ich weitestgehend ein fertiges Bild. Ich kann am JPEG vielleicht noch mal ein bisschen was an der Kontrastkurve machen, weil ich das nicht so einstellen kann in der Kamera, wie ich es gerne hätte. Das kann ich dann halt eben noch mal nachziehen, wenn ich das für nötig erachte.

Aber ich muss mich jetzt nicht noch zusätzlich um einen ganzen Sack voll RAW-Dateien kümmern. Und sei es nur, sie herauszusortieren und wieder zu löschen oder beim Import zu bestimmen, dass ich sie nicht haben will etc. Also dieser ganze zusätzliche Ballast, selbst wenn ich es auf zwei verschiedenen Speicherkarten hätte, hätte ich ja immer eine Speicherkarte, die ich mit aufräumen muss oder doch noch mal parallel mitsichern für den Fall der Fälle. Also weißt du, dieses Hintertürchen, dieses immer im Hinterkopf, aber da wartet noch was, das könnte auch in Farbe, das hat auch noch mehr Information. Es muss irgendwo hin.

Und das stresst mich so sehr, dass es mich vom Fotografieren abhält. Und deswegen habe ich das jetzt für meine Fotografie jetzt im Augenblick abgeschaltet, um mir da ein bisschen Seelenfrieden zu verschaffen. Aber sei dir gewiss, wenn ich auch privat unterwegs bin, im Urlaub oder so etwas, werde ich sicherlich wieder in RAW arbeiten. Weil wenn dann genau solche Dinge dabei rauskommen, wo ich dann doch mal eine extremere Bearbeitung machen möchte oder eine bestimmte Idee im Kopf habe, dann will ich das nicht missen. Das ist sicherlich so. Und bei Jobs sowieso raw. Da gibt es gar keine Diskussion.

Chris

Ja, ist aber dann eine andere Geschichte.

Boris

Ja, natürlich.

Chris

Gut, dann hat uns Rüdiger eine Website geschickt, die er gefunden hat, auf der alle 3D-druckbaren Kameras gelistet sein sollen. Die heißt printed.analogcamera.space die verlinken wir in den Shownotes und ja da hat sich jemand, macht sich jemand die Mühe und pflegt hier eine Datenbank von 3D-druckbaren Kameras und ich scroll da jetzt mal die man sich selber drucken kann, ich scroll da mal langsam durch.

Boris

Das sind jetzt nicht nur zwei oder fünf oder zehn.

Chris

Siehst du den Scrollbalken rechts?

Boris

Ja, das hört nicht auf.

Chris

Das hört nicht auf, also da sind alle möglichen...

Boris

Wir sind jetzt bei Schlanken 20 oder so?

Chris

Ja, also das sind locker 100 Stück da drin. Ob die alle gut sind, weiß ich nicht. Es sind auf jeden Fall überall die Links dabei. Es gibt also verschiedene Großformat, Mittelformat und so weiter mit Printfiles. Also du kannst dir dann dort auch die Website oder wenn es ein Video dazu gibt oder eben die Printdateien kannst du dir die entsprechend runterladen. Das hört gar nicht auf.

Boris

Es wird immer noch nicht auf. Sie dürften die 100 schon überschritten haben. Sie ähneln sich. Also es sind so drei, vier typische Formen, die sich wiederholen. Aber das ist glaube ich ja auch die Idee, dass du dir Files runterlädst, dass du sie weiterentwickelst oder anpasst und wieder zur Verfügung stellst.

Chris

Es gibt auch welche, die was kosten, also wo man die Printfiles kaufen kann, da sie sind dann hier auch entsprechend gekennzeichnet. Du kannst sie nach Namen sortieren, nach Datum, Filmformaten, die sind nach Filmformaten sortierbar, nach Objektivtypen, weil das Objektiv musste immer dazu, wenn es keine Pinhole ist, dann musst du halt irgendwie ein Objektiv dazu basteln oder bringen. Hier gibt es sogar Custom Lenses, also kannst du wahrscheinlich auch welche bauen. Keine Ahnung. Es ist auf jeden Fall für euch mit euren 3D-Druckern möglicherweise eine ziemlich coole Geschichte.

Boris

Aber Objektivdrucken geht noch nicht? Oder gibt es transparentes Filament, mit dem man Objektive drucken könnte?

Chris

Nein, nicht wirklich. Also das Problem hast du tatsächlich, also es gibt transparentes Filament. Aber so wie die Drucker dieses Filament aufbauen, beziehungsweise den Druck aufbauen, da werden ja so geschmolzene Plastikwürste aufeinander gelegt und da gibt es Lufteinschlüsse dazwischen. Und jetzt kannst du quasi schon die Menge an, also wie viel Filament da rausgequetscht wird, kannst du auch so einstellen und wie schnell gedruckt wird, dass diese Lufteinschlüsse minimiert werden. Und damit kannst du so glasähnliche Sachen tatsächlich drucken. Das ist aber ein Riesenaufwand, ist nicht zuverlässig und wird nicht wirklich 100% klar. Also insofern schwierig.

Boris

Vielleicht dachte so Fresnel-Linsen oder sowas, vielleicht wäre sowas ja möglich.

Chris

Muss man weiter aus Glas machen, tut mir leid. Aber vielleicht kommt das ja noch vielleicht geht das ja mit den, mit so Resin-Druckern oder solchen Geschichten mit höherer Auflösung. Keine Ahnung.

Boris

Ansonsten muss man sich halt noch eine CNC-Schleifmaschine anschaffen, um aus einem Cola-Flaschenboden sich ein schönes Objektiv zu drehen.

Chris

Ja sowieso natürlich. So, kommen wir mal zu Themen. Jürgen sagte schon, Mensch ihr müsst unbedingt. Ja wir reden jetzt über Artemis. Artemis sind gerade gestern am 6.

Boris

April sind sie um den Mond rum.

Chris

Die Schleife um den Mond jetzt hinter sich, sind schon wieder auf dem Weg zurück und die haben natürlich viel fotografiert und interessanterweise haben sie, viel fotografiert mit einer Nikon D5. Die Nikon D5 ist eine Kamera, die ist zehn Jahre alt und, hat 20 Megapixel und ist damit weit weg von dem, was heute so auflösungstechnisch irgendwie die moderneren Spiegellosen machen, aber sie ist bekannt dafür, dass sie eine der besten, wenn nicht die beste ist für, Für high ISO, für wenig Licht. Also fallen da oder sind da einfach Bilder hinten rausgefallen, die, ja, also ich sag mal ikonisch, man kann es ikonisch nennen, also zum Beispiel dieses Bild hier von der Erde, diese Blue Marble Geschichte, das kennt man so von 1973 oder so. Aber das ist halt jetzt hier so ein Nachtfoto, da schaust du an und dann fällt dir irgendwann auf, ne Moment mal das ist ja die Nachtseite der Erde.

Boris

Ist die Nachtseite.

Chris

Ja und das kannst du nicht mal eben hell blitzen oder so sondern da musst du das Licht nehmen, was da ist aber es ist auch fast Vollmond.

Boris

Der es zurückgeworfen hat eben.

Chris

Da ist der Vollmond, der das beleuchtet aber der ist ja auch sehr weit weg so viel Licht, kommt aber da nicht an und was an diesem Bild natürlich völlig bemerkenswert ist, also das ist zum einen, wie gesagt, mit der Nikon D5 mit ISO 51.200 geschossen worden, viertel Sekunde lang, und wenn man sich das mal anschaut ja, es rauscht, ja schon aber es ist wirklich für diese ISO ist das wirklich nicht viel, dann siehst du hier eine Aurora, und zwar an den beiden Polen Also das ganz kleine grüne Ding hier. Und ich glaube, der Nordpol ist hier links unten auf dem Bild. Dann auf der gegenüberliegenden Seite am Südpol auch nochmal natürlich Aurora. Dann ist da in der Mitte, das scheint wohl irgendwie ein Flair zu sein.

Boris

Das wird im Fenster gewesen sein.

Chris

Irgendwie. Und dann siehst du hier halt im Gegenlicht quasi, ich sage immer, Gegenlichtbilder sind die geilsten, weil du siehst jetzt, wie die Sonne dahinter gleich hochkommt.

Boris

Schöne Lichtkante.

Chris

Schöne Lichtkante und was da natürlich angeleuchtet wird, man sieht es überall so ein bisschen, man sieht halt diese dünne.

Boris

Die Atmosphärengrenze.

Chris

Interessanterweise ist das die 80 Kilometer hohe Natriumlinie, Sodium Line. Das ist eine Linie, wo Natrium-Ionen-Moleküle, keine Ahnung, korrigiert mich bitte, sich häufen. Das heißt, unser Lebensraum, also 81 Kilometer kannst du nicht mehr. Das heißt, du kannst so zwischen 5 Kilometer, da haben wir schon richtig Stress und über 10 Kilometer können wir schon gar nicht mehr überleben. Das heißt, von diesen 80 Kilometern, die wir da sehen, das dünne Häutchen, was wir da sehen, ein Zehntel davon ist unser Lebensbereich ungefähr. Also es ist noch viel weniger. Also das ist wie so eine Zwiebelhaut quasi, ist die Atmosphäre, mehr ist das nicht. Und interessanterweise, was ich auch noch an dieser Natriumlinie spannend finde, hast du mal gesehen, wie die so adaptive Teleskopoptiken, diese Teleskope, wo der Spiegel aus einzelnen Bereichen besteht, die dann piezomäßig bewegt werden können. Und da wird ja dann quasi atmosphärische Bewegung live ausgeglichen durch Aktuatoren. Und das machen die, indem sie so einen Laserstrahl da hochschicken.

Boris

Machen quasi einen künstlichen Stern, wo sie wissen, wie der aussieht.

Chris

Und das habe ich jetzt gelernt, weil ich habe mich mal gefragt, ja, wo ist der dann? Weil das ist doch ein Lichtstrahl, der geht doch einfach da weg irgendwie.

Boris

Wie weit geht das Lichtschwert? Wo hört das Lichtschwert auf?

Chris

Das hört bei der Natrium-Ebene da, bei diesem Natrium-Layer auf. Da wird der Lichtstrahl quasi, da glüht es dann. Das heißt, dieser künstliche Stern, der erzeugt wird, ist dann in 80 Kilometer Höhe. Das wusste ich bis vor kurzem noch nicht, das musste ich jetzt nachlesen.

Boris

Ich würde vermuten, dass der Lichtstrahl schon drüber hinausgeht, aber an der Schicht wird es reflektiert.

Chris

An der Schicht wird auf jeden Fall viel des Lichtes weggestreut, weil, also natürlich geht es da noch weiter, aber so richtig, naja. Ist auf jeden Fall total cool, finde ich. Das andere Bild, was ich noch irgendwie einfach vom Bildschirm gescreenshottet habe, das war so quasi, die haben da so außen so ein paar GoPros irgendwie festgeschraubt und haben jetzt hier das Bild, was über die Kapsel zurückguckt, der live, also wenn das da mal runtergeladen ist, der Livestream der war entsprechend weniger aufgelöst, weil die haben da, Da ist das Wifi nicht so gut, weil das so weit weg ist, weißt du.

Boris

Verstehe ich gar nicht.

Chris

Aber dieses Bild von der Kapsel, also über die Kapsel, über den Mond zur Erde, diese drei Sicheln quasi nebeneinander, das fand ich total geil in diesem Livestream. Aber da musste ich irgendwann schlafen gehen. Dann sind sie irgendwann hinter den Mond abgetaucht und dann musste ich endlich schlafen. Das war dann doch ein bisschen spät. Aber ja, also das ist schon ziemlich abgefahren, was da so fotografisch abgeht. Dann ist da in dem Kontext, in einem Interview auch nochmal Don Pettit aufgetaucht, der Astronaut, der älteste Astronaut auf der ISS, oder der es auf der ISS war, das war der, der mit diesen, Treckern irgendwie Bilder von der Erde gemacht hat, mit so einem Spezialtrecker, der schneller ist als die normalen 24-Stunden-Trecker Also das englische Tracker.

Boris

Nicht der, der auf dem Feld irgendwelche Spuren zieht.

Chris

Der Tracker, der hätte ich auf dem Tracker fahren. Was machst du den ganzen Tag? Tracker fahren? Nee, nee, Tracker natürlich. Und der hat im Interview, wurde auch gefragt, ob er dann denen, ob die dann auch mit ihm sich unterhalten hätten. Mit zwei von denen habe ich ganz viel geredet über Fotografie. Ansonsten, was haben wir noch? Ach ja, das ist ja ein Fest für Nikon, dieses ganze Ding. Diese komplette Geschichte. Nikon D5 ist eine Kamera, die da fleißig zum Einsatz kommt. Aber die sind da teilweise an drei Fenstern gleichzeitig mit Kameras gewesen, um zu fotografieren. Unter anderem schreibt hier Peter Pixel, dass die Crew hart gekämpft hat, in Last Minute noch eine Z9 mitzunehmen.

Boris

Okay.

Chris

Also die Z9 war irgendwie nicht geplant und die haben dann aber sehr, sehr intensiv dafür diskutiert, damit die dann auch noch mitkommt, weil sie halt irgendwie da noch eine andere Auflösung hinkriegen. Außerdem überhaupt mal so ein Ding im Space zu testen, weil das ist ja schon unter relativ harten Bedingungen da, was jetzt irgendwie Strahlung angeht und so weiter. Es ist ja nicht ganz ohne, was da so an kosmischen Partikeln durch die Gegend fliegt, weil du ja nicht unbedingt jetzt eine Atmosphäre hast, die dich entsprechend vor den Dingern schützen kann.

Boris

Und Z9 ist ja auch die, die keinen mechanischen Verschluss mehr hat, sondern die das elektronisch macht ausschließlich.

Chris

Bis jetzt scheint das ganz gut zu funktionieren, das Ding. und dann als letztes Ding noch, was ich sehr, sehr lustig fand, war ein Video, das hat uns der Red Knight hier verlinkt und das ist Christina Koch, die Astronaut, die dabei ist.

Boris

Ach, die Szene. Ja, die ist viral gegangen.

Chris

Im Hintergrund sieht man sie, wie sie gerade irgendwie an der Nikon irgendwas wechselt und die Batterieklappe aufmacht und, Und ohne Schwerkraft fliegt ihr dann halt einfach relativ flott geradeaus weiter, weil die Federkraft irgendwie stark genug ist. Und dieses Sprünge, musst du noch so einen Sound drunter legen, fand ich einfach nur sehr, sehr gut. Erfrischend, herzerfrischend.

Boris

Ja, es sind so die kleinen Pannen, die passieren. Und übrigens, auch Apple wird es sich nicht nehmen lassen, vermute ich, das zu vermarkten, denn es gibt ein sensationelles Foto, was mit dem iPhone gemacht wurde, aus dem Fenster, mit der Erde im Hintergrund. Das ist auch sehr schön geworden.

Chris

Es gibt so eine ganze Reihe von Fotos, die auch so, Also während, ich sag mal so, während auf dem privaten Tablet irgendwie Microsoft Outlook kaputt gegangen ist und das Klo verstopft war und alles mögliche, haben sie halt mit ihren iPhones hier so Bilder gemacht. Also es gibt hier so iPhone-Setten, genau dieses Selfie zum Beispiel. Was natürlich, klar, die haben da ihre privaten Devices mit oben irgendwie oder zumindest haben sie Devices mit oben. und natürlich machst du da dann irgendwie auch ein Selfie.

Boris

Ja, logisch.

Chris

Und dann gibt es noch das eine Bild von, ist das hier auch drin in dem Artikel? Nee, ist es nicht. Von diesem iPhone auf schwarz. Also du siehst irgendwie, da hat einer oder eine von denen ein Foto von der Mondoberfläche gemacht mit dem iPhone und zeigt dann das Bild auf dem iPhone und du siehst halt die Form und dieses Island oben irgendwie. Und das sieht aus wie, also erstmal dachte ich so, ein lustiges Kameracase mit Mondoberfläche drauf oder das war halt das Foto, was die da gezeigt haben. Also klar haben die natürlich ihre Hosentaschenkameras mit dabei und benutzen die natürlich auch, Es ist lustig und interessant und erst das Thema Fotografie hat mir dann so ein bisschen wieder, also ich habe diese Mission eher so, weiß nicht, muss das jetzt und so. Ich war da gar nicht so richtig hellauf begeistert, auch weil, naja, die Atem ist, die fliegt halt hoch und verfeuert quasi die letzten paar Shuttle-Triebwerke, die noch irgendwie da im Lager stehen oder gestanden sind und dann sind die hinterher aber weg. Und das ist so ganz schön teuer und alles mögliche und das war, hey, weiß auch nicht. Und jetzt aber mit der Fotografie und mit den Bildern, das hat mich schon, das habe ich dann schon auch noch mal ein bisschen abgeholt.

Boris

Das ist mal was Positives eigentlich in dieser Zeit.

Chris

Ja.

Boris

Ein sich erdender Blick auf unseren Planeten Sol 3. Finde ich eigentlich ganz schön. Jochen sagt, iPhones, da oben ist kein Netz. ja zum Fotos machen, brauchst du ja auch kein Netz. Ich bin nur gespannt, was für eine GPS-Position das Ding ermittelt.

Chris

Fotos, ja. Heute haben ja Smartphone-Fotos in der Regel auch eine GPS-Position drin.

Boris

Ich meine, das Ding sieht bestimmt mehr als drei Satelliten von da aus. Ich weiß nicht.

Chris

Aber so weit weg?

Boris

Keine Ahnung. Der Funk hört ja nicht auf.

Chris

Glaube ich. Das wäre eine interessante Frage.

Boris

Das wäre ganz lustig. Wenn die Höhenmeter da entsprechend an die 400.000 Kilometer gehen.

Chris

Wann ist denn dieser Punkt, wo Höhe in Abstand übergeht?

Boris

Gute Frage.

Chris

Erstmal hoch über der Erde, aber irgendwann bist du ja einfach nur noch weit weg von der Erde.

Boris

Wie ist die Definition? Wahrscheinlich, wenn man weiter weg ist, als die Erde Durchmesser hat, dann ist es wahrscheinlich Abstand.

Chris

Wahrscheinlich, wenn du aussteigst und fällst und dann halt nicht mehr zur Erde runterfällst, sondern zum Mond hinfällst. Schwerkrafteinfluss und so. Möglicherweise. Na gut, das mal schauen. Nächstes Thema. Genau, ganz kurz in eigener Sache noch. Heute ist der 7.

Boris

April.

Chris

Noch zweieinhalb Wochen bis Klostergeister. Oh ja. Und noch vier Tage bis Film und Pixel. Es ballen sich die Workshops jetzt. Und beide, falls jemand richtig spontan ist, beide haben noch einen Platz frei. Bei Film und Pixel jetzt am 11.12. Hybrid-Workflow vom belichteten Schwarz-Weiß-Film bis zum druckfertigen Bild. Gemeinsames entwickeln und digitalisieren und Workflow und Staubkontrolle und Tonwerte und so Zeug. Viel Hands-on hier in der Viewfinder-Villa und viel, Hilfestellung und Feedback und so weiter von Moni und mir.

Boris

Was für ein Format werdet ihr machen?

Chris

Kleinbild-Mittel-Format. Großformat, hat seinen eigenen Workshop.

Boris

Aber Mittelformat finde ich zum Beispiel persönlich sehr spannend. Das hatte ich ja damals auch ausprobiert und da war ich immer sehr beeindruckt, was da rauszuholen ist durch den Scannen oder durch das Digitalisieren generell.

Chris

Genau, du hast ja auch so Kleinbildformat, das kriegst du heute mit vielen Spiegelreflexen und Spiegellosen einfach hin. Auch für einen halbwegs finanzierbaren Preis, aber das Mittelformat ist halt für viele immer noch in ganz weiter Ferne. Und das lässt sich mit Film im Vergleich zum Digitalen halt unglaublich günstig und trotzdem qualitativ sehr gut machen. Also insofern Mittelformat ist mit Film total geil. Ja und dann Klostergeister, jetzt am 27. April bis zum 2. Mai, wir machen eine ganze Woche, geben wir alles und arbeiten mit täglichen Aufgaben und Bildbesprechungen und Projektarbeit in Kleingruppen und damit aus Ideen dann auch ganz konkrete Bilder werden. Dann spielt da ja sehr viel rein von den anderen Workshops, also die Sehwerkstatt oder das Thema Serien und Gestaltung und Kamera und Licht und Studio, also Licht gestalten, das kriegen wir da hin mit Sicherheit. Teilweise, je nachdem, was so die Gruppen wollen, auch bis analog und Video.

Und, Wichtiger als jetzt irgendwie viel Vorwissen sind da eher so die Offenheit, Neugier, Lust auf gemeinsames Entdecken und Arbeiten. Und das Kloster selber in Inzigofen ist ja nicht nur Unterkunft, das ist ja auch, ich sag mal, es ist ja Arbeitsraum mit Inspiration und Ruhe und Atmosphäre und Motiven direkt vor der Tür. Das ist ja dort das Schöne an dem ganzen Gebäude und drumherum und dem Park und der Donau und überhaupt.

Boris

Seit ein paar Jahren ja auch mit dieser phänomenalen Hängebrücke, dass man auf die andere Seite kommt und dann nochmal ganz neue Perspektiven kriegt.

Chris

Auf die andere Seite wärst du vorhin auch gekommen. Also Rolf hat das ja demonstriert.

Boris

Natürlich, mit entsprechender Körpereinsatz geht das.

Chris

Genau. Was für alle, die kommen, wieder Thema mitbringen, wir haben es ja schon gesagt, die Bilderschau-Bilder, bitte, also mindestens mal drei gedruckte Bilder, typischerweise bringen die Leute so um die zehn mit. Format ungefähr A4, am besten auf Pappe oder Forex oder ähnlichem. Wer das noch nicht gemacht hat, dann guckt am besten nochmal in den Kanal WS Klostergeister im Happy Shooting Slack, da wird viel vorbereitet und diskutiert und da werden auch Tipps ausgetauscht, wo man jetzt die besten Bilder die besten Bilderdrucke bekommt. Ansonsten, Worst Case ist immer noch einfach am, Am Montagvormittag, bevor es losgeht, irgendwie in Sigmaringen zum DM zu gehen und sich dann dort die Bilder ausdrucken zu lassen. Das geht auch noch zur Not. Aber besser ist es auf Pappe oder Forex, weil dann stehen die besser und dann kann man die an die Wand lehnen und wir können unsere kleine Ausstellung machen.

Zweites Ding, was wir weiterführen, ist die Bücherecke. Also bringt, wenn ihr könnt, euer Lieblingsfotobuch mit. Und wir wollen quasi während der Woche so eine kleine Ausleihecke machen, wo ihr dann euch auch mal die Bücher von anderen ausleihen könnt. Und labelt die Bücher, schreibt rein, wem es gehört. Nicht, dass irgendwas entweder liegen bleibt oder vielleicht sogar verschwindet. Ist noch nie passiert, aber Label rein ist gut. Und was wir auch machen wollen, was ja letztes Mal schon mal ganz so halboffiziell angefangen hat, ist ein kleiner Klosterflohmarkt. Also habt ihr, ich behaupte mal, viele von euch haben im Schrank so Fotozubehör und Dinge, die ihr... Nicht wirklich braucht. Oder die ihr mal in einem Anfall von, oh, Kickstarter, toll, gekauft habt und dann gemerkt habt, nee, ist dann doch nichts für mich. Oder, oder, oder, das können Kameras sein oder auch Bücher oder abgelaufene Filme oder was weiß ich alles, Zubehörzeug, Kameras, egal was. Und da wollen wir so einen kleinen, ja, auch so eine Ecke machen, so einen Klosterflohmarkt, wo ihr dann Sachen einander verkaufen könnt oder tauschen könnt oder, oder, oder.

Boris

Wie ihr das wollt, genau. Ob das als Spender ans Kloster geht oder ob ihr da einen kleinen Preis für euch haben wollt. Das bestimmt ihr selber, wie ihr das macht.

Chris

Wie auch immer. Auch die Sachen labelt die Bitte unbedingt, weil es ist öfters mal so. Man sieht den Sachen nicht unbedingt, an wem sie gehören oder wen man fragen muss. Also, äh, Also Bilderschau, Bilder, Bücher und Sachen für den Klosterflohmarkt. Ist natürlich immer am schönsten, wenn solche Sachen dann auch zum Beispiel zugunsten des Klosters kommen. Also wenn wir denen was spenden können, dann tut das letztendlich auch unserem Workshop gut.

Boris

Kann auch Privatverkauf sein, alles ist fein.

Chris

Genau. Ja, das mal dazu und jetzt gucken wir mal in die aktuellen Foto-News. Queen ist vor Gericht.

Boris

Das ist an mir völlig vorbeigegangen.

Chris

Ja, an mir auch.

Boris

Was hat das mit Fotografie zu tun? Also Queen, die Band, ist gemeint.

Chris

Queen, die Band ist gemeint und die, ja, wie viele Bands haben natürlich mit Fotografie zu tun und die müssen ja irgendwie ihre Ware vermarkten und Queen hat das ikonische Albumcover von Queen 2, das sind, die vier Köpfe drauf, Freddie Mercury unten die Hände so verschränkt und sehr viel schwarz und eigentlich nur die Gesichter so von ganz hart oben beleuchtet, dass die so richtig dreidimensional irgendwie.

Boris

Sehr ikonisches Bild oft zitiert.

Chris

Diese Visuals sind auch dann die Visuals im Bohemian Rhapsody Video, man sieht die ja da auch, wo dann quasi nur so die beleuchteten Gesichter sichtbar sind und das Bild wird, beziehungsweise also das Bild hat gemacht Mick Rock, das hat der 1974 fotografiert und der Mann ist gestorben im Alter von 72 Jahren 2021 ist er gestorben und, dessen Familie verklagt jetzt Queen auf hohe Summen wegen unzureichender Bezahlung.

Boris

Ach, jetzt schon.

Chris

Ach, jetzt schon. Also der Brian May, der Gitarrist von Queen, sagt, ja nee, der hat ordentlich Geld dafür bekommen. Die Familie ist aber wohl ziemlich aggressiv und klagt jetzt nachträglich posthum quasi für viel Geld, um da noch irgendwie was rauszuschlagen. Ich sag mal so was da jetzt genau passiert können wir nicht wissen wir kennen ja auch den Vertrag nicht.

Boris

Der hinter dem Foto steht ich würde damals mal sagen, dass das ein Festpreis war, der sicherlich ganz ordentlich schon war zu der Zeit, war Queen sehr bekannt der wird vergütet worden sein und ich würde jetzt annehmen, aber ich weiß es nicht, dass das jetzt kein Vertrag ist mit ich mach euch hier ein Foto und auf Lebenszeit kriege ich irgendwelche Tantiemen an euren Alben, das kann ich mir nicht vorstellen Also insofern weiß ich nicht, inwieweit man hier irgendetwas nachfordern sollte.

Chris

So läuft das typischerweise nicht und ich wollte das zum Anlass nehmen, einfach nochmal, ja vielleicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit dafür zu machen, dass es schon ganz sinnvoll ist, Verträge zu machen. Definitiv. Also Lizenzverträge, welche Nutzung ist für welches Geld okay für dieses Foto, was für Bedingungen sind dran geknüpft, weil so rechtliche Anfechtungen nach dem Tod von Fotografinnen und Fotografen sind nicht ganz ungewöhnlich wohl. So, das passiert schon mal. Deshalb sollte man sich schon, also das fühlt sich dann immer so ein bisschen schmutzig an, also wenn man das noch nicht gewöhnt ist, dass man sagt, ja, aber das machen wir jetzt nicht, weil du hast auf der einen Seite dieses Kreative in der Fotografie und willst ja eigentlich nur ein geiles Bild machen, bist vielleicht noch nicht so... Firmen dabei und traust dich dann vielleicht auch nicht, weil das könnte ja irgendwie abschreckend wirken, aber in dem Moment, wo es um professionelle Geschichte geht und um Nutzung von einem Medium irgendwo, ist ein Vertrag schon nicht ganz unwichtig. Und das sollte man relativ frühzeitig regeln, damit es dann später keine Streitigkeiten gibt.

Boris

Also klare Absprache ist immer hilfreich, also auch im kleinen Rahmen. In diesem Fall kann ich mir aber schon vorstellen, wenn das in den Mitte der 70er fotografiert wurde, das ist entweder vergütet worden zu der Zeit, sonst hätte der Fotograf ja schon längst irgendetwas einklagen können, denn schließlich ist Queen durchaus ja noch viele Jahre erfolgreich gewesen und da hätte er mit viel Medienrummel sicherlich sein Geld holen können. Also nehme ich nicht an, dass das gelaufen ist. Oder wenn tatsächlich zu wenig bezahlt worden sein sollte, was wovon ich wie gesagt nicht ausgehe, dann dürfte das inzwischen auch verjährt sein so meinem laienhaften Verständnis nach. Also ich glaube sicher keine Rechtsberatung. Nein, sicherlich nicht das ist nur Bauchgefühl und ich finde das hat wirklich ein Geschmäckle, wenn irgendwelche Erben jetzt anfangen hier solche Schienen zu fahren, das wirkt so ein bisschen wie so, hey die haben doch hier Millionen, da wollen wir jetzt was von abhaben, schließlich ist das Cover von meinem Vater oder meinem Opa oder was auch immer. Das finde ich tatsächlich nicht gut. Wie du sagst, es ist immer gut, wenn man so etwas regelt Ich habe in meiner Karriere bisher das Glück gehabt, dass ich sehr einfache.

Ich habe zum Beispiel keine Lust auf dieses Lizenzgebamsel. Viele FotografInnen verdienen ja durchaus auch ihr Geld und das ist legitim, indem man eben sagt, eine Firma bekommt eben die Nutzungsrechte für einen Zeitraum oder für eine bestimmte Nutzungsart, was weiß ich, für die Webseite. Aber wenn ihr das für Print machen wollt, müssen wir neu verhandeln. Oder wenn ihr das länger als ein Jahr benutzen wollt, dann müssen wir neu verhandeln und solche Späße. Da habe ich persönlich keine Lust drauf, weil ich als eine Person, die das nebengewerblich macht, da gar nicht die Chance habe, das alles im Blick zu behalten und zu beobachten. Und dann auch noch meine vielleicht guten KundInnen anzugehen und zu sagen, so war das aber nicht gemeint. Bei mir ist es relativ simpel und das wird im Vorgespräch bei mir auch gesagt. Bei mir gibt es einen Angebotspreis, das ist der Einmalpreis, da ist klar, welche Leistung drin ist. Ich lege in der Regel nicht die Anzahl der Bilder fest.

Also es gibt ja auch Leute, die sagen, also 20 Fotos sind inklusive und mehr kosten dann Geld. Ich sage immer, ich weiß nicht, wie viele Fotos das werden. Das können 50 werden, das können 500 werden. Das hängt jetzt ein bisschen davon ab, was die Situation ergeben und ich werde keine Bilder aus der Auswahl rauslassen, nur weil irgendein Limit definiert ist. Also bisher ist noch jeder glücklich gewesen mit dem, was er von mir bekommen hat. Und auf der Rechnung steht dann eben auch drauf, sinngemäß, dass die Bilder dann eben nach der Bezahlung nach eigenem Ermessen auf unbegrenzte Zeit verwendet werden dürfen. Mit einer Ausnahme, sie dürfen nicht weiter verkauft werden. Aber ich möchte eben, wenn ihnen eben einfällt, sie wollen jetzt doch einen Flyer damit machen, sollen sie das eben machen dürfen. Und wenn sie jetzt eben doch ein Fotobuch für die Angehörigen dafür drucken wollen, dann sollen sie das eben tun dürfen. Oder wenn eine Firma sagt, jetzt machen wir es eben doch auf die Webseite, dann sollen sie das auch tun dürfen. Also ich habe da wenig Hemmung an der Stelle.

Chris

Ja, was ich schon gemacht habe, ist tatsächlich, Also wenn du zum Beispiel für ein ganz klares Ziel fotografierst, zum Beispiel eine Firma, die für ihre Mitarbeiterzeitschrift was braucht und für die Website und so weiter, dass du vorher schon absprichst und sagst, wie viele Bilder braucht ihr denn nachher am Ende, die wirklich was taugen und dann legst du eine Zahl fest. Und dann leferst du natürlich mehr ab, dann kriegen sie eine Auswahlgalerie, dann dürfen sie sich da erstmal Sachen angucken und aussuchen. Und wenn du dann gut gearbeitet hast, dann können die sagen, scheiße, wir haben uns nur auf 10 Bilder geeinigt, da sind aber so viele richtig gute Bilder dabei, dass man dann nochmal nachverhandelt und sagt, eigentlich wollen wir 15. Und dann sagst du, ja, dann machen wir halt den Preis noch. Dann kommt auch durchaus schon die Frage, wie viel willst du denn für 15 haben? Wir haben 10 ausgemacht, hier ist der Preis. Wie viel willst du für 15 haben? Und dann bist du, kannst du das im Zweifel, wenn du davon leben musst, möglicherweise doch auch kann man machen.

Boris

So machen. Das ist mal eine Frage, wie viel Aufwand man eben nach dem Shooting machen möchte. Und das kann sich durchaus rechnen. Ich sage ja gar nicht, dass das schlecht ist. Das kann man machen. Für mich hat sich das bisher nicht rentiert. Ich spreche das lieber vorher ab. Da ist der Angebotspreis ein bisschen höher. Aber wenn klar ist, es sollen zehn Mitarbeitende fotografiert werden, dann gibt es nicht nur zehn Fotos, sondern es gibt von jeder Person mehr als ein Bild. Und das ist dann so. Aber ob es dann drei oder vier sind, das kann ich vorher nicht festlegen. Sicher ist erst mal, dass es von jeder Person ein Foto gibt, mal mindestens.

Chris

Und das ist ja auch, wenn du für jemanden fotografierst, der das nicht oft macht, so eine Dienstleistung sich einzukaufen, dann ist das nochmal was anderes. Aber da ziehe ich den Unterschied. Also wenn ich Corporate-Arbeit mache für eine Firma, dann wird das klar machen. Kannst du es anders machen, aber wie gesagt, das hängt komplett vom Anwendungsfall.

Boris

Du hattest ja schon durchaus größere Kunden auch. So große hatte ich nicht. Es waren immer eher kleinere Betriebe und Kleinstbetriebe. Und da spricht man auf Augenhöhe und dann alles ist fein. Aber wie du sagst, das Wichtigste ist festlegen, am besten schriftlich. Und dann gibt es auch nicht nach dem Tod des Fotografen noch irgendwelche Nachklagen oder so. Schlimm.

Chris

Gut, und wenn du so Bilder hast und gemacht hast und sie bearbeitest, dann bearbeiten ja viele ihre Bilder immer noch in Lightroom Classic.

Boris

Ja, ich zum Beispiel.

Chris

Und deshalb reden wir kurz über Adobe. Aber wir reden erst mal positiv über Adobe.

Boris

Wir haben heute beide Seiten.

Chris

Wir haben heute beides drin. Also kommt da nachher was ganz anderes.

Boris

Bleiben Sie dran. Es wird noch spannend.

Chris

Spoilen möchte ich nicht. Das wird sicher noch spannend. Nee, und zwar gibt es ein neues Feature. Und das halte ich für relativ cool. Du hast Fotos gemacht, du schmeißt die in dein Lightroom rein und du hast dann diesen Auto-Button und der geht dir erstmal her und schaut sich die typischen Basic-Slider an, also die, wo du Belichtung und Kontrast und Farbtemperatur und Highlights und Shadows und Whites und Blackpoint und Clarity und so weiter einstellst. Also das erste Panel im Entwicklermodul im Sidebar und das analysiert quasi das Bild und macht es schon mal so ganz gut.

Boris

Die einen sagen so, die anderen sagen so.

Chris

Ich komme auch nachher noch dazu, wo das bei mir gerade total schief gegangen ist. Aber es ist zumindest, wenn du dir nicht sicher bist und noch neu bist und so, ist das gar nicht so schlecht, da einfach mal drauf zu drücken.

Boris

Man kann es mal ausprobieren.

Chris

Du kannst es auch wieder abschalten.

Boris

Das ist einmal rückgängig und dann ist es auch wieder weg.

Chris

Eben, du kannst es einmal rückgängig machen und so. Und manchmal magst du auch nicht, dass alle Slider gleichzeitig irgendwie verändert werden, sondern vielleicht sagst du dir, nee, ich will aber nur einen automatischen Weißabgleich auf dem Bild haben oder ich will den Kontrast automatisch machen. Also basierend auf deren, was weiß ich, KI, Machine Learning, was auch da immer im Hintergrund abgeht. Und diese Funktion haben sie jetzt nachgerüstet und ich bin total happy. Also du kannst jetzt, also bisher hattest du in Lightroom, du kennst das, wenn du dieses Panel aufhast und ich sag mal, du hast jetzt irgendwie den Kontrast verstellt und du willst den wieder nullen, Du willst wieder zurückstellen. Dann machst du einen Doppelklick auf das Label.

Boris

Oder auf den Slider geht beides.

Chris

Oder auf den Slider oder oben, wenn du auf Ton, wie es immer auf Deutsch heißt, klickst, doppelklickst, dann werden alle Slider in diesem Panel wieder auf Null gestellt.

Boris

Das geht fast in jedem Panel.

Chris

Genau. Und wenn du jetzt auf Auto klickst, aus dem Knopf rechts daneben, dann werden halt alle von diesen, alle diese Slider werden irgendwie, bewegen sich irgendwie, dann passiert was. So, jetzt willst du das aber nur für einen machen. Jetzt machst du einfach ein Shift-Doppelklick auf das Label und dann wird auch nur dieser eine nach dem Auto-Algorithmus angepasst. Verstehst du?

Boris

Ja, ich verstehe, aber das ist neu.

Chris

Das ist jetzt ein neues Feature.

Boris

Ging nicht Shift-Doppelklick sowieso schon? Oder hat er bei den Schwarzwerten nur das Histogramm bis an den Anschlag gezogen? Ich meine, irgendwas ging da vorher schon.

Chris

Oder verwechsel ich das mit einer anderen Software?

Boris

Vielleicht verwechsel ich das. Ich will es nicht ausschließen.

Chris

Oder es ist mir neu. Ich habe es kürzlich hier gefunden. Vielleicht ist das auch kein neues Feature, aber vielleicht ist es nur mir neu. Ich bin auf jeden Fall total happy, dass ich das jetzt weiß. Also im Zweifel sagt es mir ruhig. Vielleicht ist das auch überhaupt nichts Neues. Aber ich bin, ich dachte so, egal, Mensch.

Boris

Ich meine, das war vorher schon, wenn du so ein flaues Bild hattest mit so einem engen Histogramm und du hast einen Shift-Doppelklick auf dem Schwarzwert gemacht, dass er das Histogramm wirklich bis auf schwarz gezogen hat. und bei Helen genau so.

Chris

Junge, ich habe mal so einen Video-Workshop zu Lightroom gemacht. Eigentlich müsste ich das wissen.

Boris

Ja, und ich bin mir jetzt nicht ganz sicher nach deiner Reaktion, ob das in Lightroom war oder ob das in einer anderen Software war.

Chris

Wahrscheinlich ist das...

Boris

Ich habe ja viele Programme durchgetestet mal eine Zeit lang. Bin nicht mehr ganz sicher. Bin ich auf euer Feedback gespannt.

Chris

David schreibt, was geht? Vielleicht solltet ihr genau sowas häufiger erzählen.

Boris

Also offensichtlich wissen das noch andere nicht.

Chris

Falls du dich jetzt auf die Lightroom-Slider beziehst, ähm, ja.

Boris

Also Bernd sagt, der Beitrag ist von 2018.

Chris

Ich sehe es auch gerade. Warum hat der sich dann bei mir reingedrängt.

Boris

Dieser Beitrag? Ja, aber es ist doch schön. Ich meine, guck mal, jetzt hast du und andere noch was gelernt. Und ich weiß das schon wahrscheinlich so lange, dass ich es schon ewig nicht mehr benutze, weil ich damit selten glücklich war. Ja, ist doch lustig.

Chris

Nee, also Wann ist denn dein Videotutorial?

Boris

War das vor 2018?

Chris

Ich ja, weiß nicht. Ist egal, ist egal. Ich weiß es nicht.

Boris

Finde ich jetzt gerade ganz gut.

Chris

Nee, ist doch schön.

Boris

Ja, aber probiert es mal aus. Das ist ja genauso, wie ich sage, an den Reglern in Lightroom Classic ziehen bei gedrückter Alt-Taste. Da passieren auch bei vielen Reglern ganz spannende Dinge. Probiert das mal aus. Das ist sehr nützlich in vielen Städten.

Chris

Das ist natürlich wieder so ein klassisches Feature. Wie nennt man das? Non-Discoverable. Also Features, die du eigentlich nicht entdecken kannst durch umklicken, sondern die du wissen musst. Und das ist natürlich immer für Leute, die neu dazukommen oder so Leute wie ich, die sowas einfach noch nicht wissen, ist es natürlich dann unsichtbar, bis es einmal jemand erklärt hat. Also ich habe es euch jetzt allen erklärt und falls ihr Lightroom Classic benutzt, wie es im Mobile Lightroom funktioniert, weiß ich nicht.

Boris

Geht auch bei Sättigung und Lebendigkeit. Da kannst du das auch machen.

Chris

Bei Sättigung und Lebendigkeit. Gut. Alles klar. Ja, dann kommen wir zum nächsten Thema. Project Hail Mary.

Boris

Ja, ich sagte dir schon in der Pre-Show, nie von gehört. Was ist das?

Chris

Ist ein Film, der gerade, der geht bei mir so durch die Social Media durch. Ryan Gosling spielt einen Wissenschaftler, der, irgendwie entdeckt, dass die Sonne immer dunkler wird und dann stellt sich raus, dass das irgendeine Alien-Mikrobe ist, die dann sich quasi um die Sonne rum irgendwie vermehrt und uns umbringt, wenn man da nicht jemanden hinschickt, der es wieder aufräumt und er ist dann unfreiwilliger Astronaut, der dann da hin muss.

Boris

Klingt so, als könnte mich das reizen.

Chris

Nach allem, was ich bisher gesehen habe, wie gesagt, da wird mir gerade links und rechts über meine Social Media Bubbles reingespült, scheint das ganz spannend zu sein. So ein Ding, was auch wissenschaftlich relativ, schlüssig ist. und.

Boris

Ich lese hier gerade, David, Dankeschön. Also das ist ein Buch von Andy, was, wie spricht er sich aus?

Chris

Andy Weir, genau, der auch Marzianer gemacht hat, geschrieben hat.

Boris

Den fand ich ja tatsächlich sehr gut und das Buch habe ich hier auch noch liegen, aber noch nicht angefangen.

Chris

Und Bernd sagt, das 3D-Modell von Rocky wurde mit unserer Software erstellt. Genau, da ist noch so ein zweiter Charakter drin, der aus Steinen besteht, der heißt Rocky und irgendwie, ja, sehr schön. Jedenfalls ist das ein Film, der gerade so in den Kinos ist und, ist auch wirklich finanziell sehr erfolgreich. Die haben relativ wenig CGI gemacht, wobei da kann man nichts drauf geben. Das behaupten ja alle, dass sie alles in echt machen und so. Also da ist mit Sicherheit trotzdem CGI dabei.

Boris

Wenn man es nicht sieht, ist es gutes CGI.

Chris

Genau. Und sie, nur ein kleines Detail. Du weißt, dass hier eines der visuellen Markenzeichen von J.J. Abrams sind Anamorpho Flares.

Boris

Ja, die horizontalen Lichtflares.

Chris

Das ist kein J.J. Abrams Film, also das nicht, aber dieser Film scheint sich gerade aufzuschwingen in eine, Ähnlich interessante Richtung, was das Visuelle angeht. Und zwar haben die in vielen Szenen, vor allem eben in diesen Weltallszenen, haben die so anamorph-anmutende Flares, aber in Regenbogenfarben. Das taucht auch in den Visuals, in den Plakaten und so weiter, taucht diese Regenbogengeschichte immer wieder auf. Ich glaube jetzt hier in diesen Bildern irgendwie nicht. Aber die Frage ist, wie haben sie die gemacht? Und in dem Artikel wird das nur so ganz lapidar kurz erklärt. Und zwar durch einen billigen Amazon Rainbow Streak Lens Filter.

Boris

Ja, eben wollte ich noch sagen, ich hatte solche Filter mal von Cooking.

Chris

Eben, also du musst dir so einen Filter vorstellen, der kostet dir 30 Dollar oder 30 Euro oder so und der hat so neben dem normalen durchgleichsigen Glas hat der bunte Linien drauf und was dann passiert ist, dass dann die, Ja, dass dann halt so Spitzlichter bekommen dann so eine verschmierte Farb, quasi quer zu den Linien gibt es dann so Farbstreaks, die dann so aussehen wie so ein anamorphes Lensflare, aber eigentlich glaube ich gar nicht wirklich sind, aber macht halt so Lichteffekte, die dann über diese Regenbogenfarben laufen.

Boris

Das ist halt wie ein Sternfilter, nur dass es eben keine Sternlinien in dem Filter sind, sondern einfach nur parallele, gerade Linien und dann werden punktförmige Lichtquellen eben zu Linien und dadurch, dass sie hier verschiedenfarbig sind, gehen sie dann eben durch dieses Farbspektrum, was vorgegeben ist auf dem Filter. Ja, spannend. Wie gesagt, ich hatte sowas von Kukin mal, der hat dann aus punktförmigen Lichtquellen so regenbogenartige Sterne gemacht. Das ist aber wahrscheinlich genau das gleiche Prinzip. Aber finde ich ja witzig, dass das in solchen Produktionen dann genutzt wird.

Chris

Genau, das finde ich auch so. Wenn es funktioniert, dann nimm es. Und wenn es 30 Dollar kostet, ist es auch scheißig. Also Hollywood arbeitet durchaus auch mit irgendeinem Billow-Kram. Der Bernd sagt noch, der Film heißt auf Deutsch Der Astronaut. Und Uwe sagt noch im Podcast, das Universum wird der Film besprochen ohne Spoiler. Und David sagt noch über die Bücher von Anti-Wear, die Bücher sind Engineering Porn analog zu Foodporn von Engineer an Engineer lesen sich für mich sehr gut, Nerd halt. Die Übersetzung des Films und Buchtitels ist wieder mehr als dumm. So uneindeutig, das ist wieder klassisch, deutsche Filmtitel, Don't Get Me Started, da kriege ich ja schon wieder einen Hals, aber, einfach kleiner Visual Effekt, der irgendwie total simpel, gemacht wird.

Boris

Ja, wie würdest du denn Hail Mary übersetzen? Das ist doch so ein Stoßruf, oder?

Chris

Ein Hail Mary ist so ein Stoßgebet. Also ein Hail Mary ist so dieses, jetzt springe ich da halt runter und gucke was passiert.

Boris

Ist das eher so ein Ach Scheiß drauf? Willst du das dann so übersetzen?

Chris

Ja, eher so. Das ist die letzte Chance, noch irgendwie was zu retten. So Hail Mary. Das ist so eigentlich so Todesfahrtkommando oder sowas. Du weißt nicht, ob du da rauskommst, du weißt nicht, ob du da rauskommst, aber du bist der Einzige, der irgendwo im Atomkraftwerk das Ventil schließen kann und ob du es überlebst, weißt du nicht. Es ist ein Hail Mary. Und das ist da auch so, von der Story her.

Boris

Übersetzt das mal auf Deutsch.

Chris

Dass er wohl aus irgendeinem filmischen Grund der Einzige ist, der da hochfliegen kann, um die Erde zu retten und die Menschheit.

Boris

Die haben da alle zusammengesetzt und haben eine gute deutsche Übersetzung gesucht und haben gesagt, scheiß drauf, es ist ein Astronaut, der fliegt zur Sonne. Den nennen wir jetzt den Astronaut.

Chris

Bernd sagt Ave Maria. Ja, das verwenden wir aber in diesem Kontext nicht wirklich. Also egal, der Film soll vor allem für Nerds ganz besonders gut funktionieren und den werde ich mir auch noch mit Sicherheit geben. Was gibt es Neues aus der Olympus-Ecke?

Boris

Olympus, da tut sich was. Da bin ich drüber gestolpert. Also OM Systems in diesem Fall. Und zwar ist bei OM Systems gibt es jetzt einen neuen Hauptaktionär. Und das ist der CEO Shigemi Sugimoto. Der war auch bisher schon CEO. aber jetzt ist der Hauptaktionär, also hat die Aktienmehrheit. Und damit ist der JIP, also Japan Industrial Partners, damit abgelöst. Die haben eben bisher die Mehrheit gehalten. Und das waren auch die, die das aufgekauft haben, dieses Fotobusiness, und dann eben diese OM Digital Solutions daraus geformt haben. Und die sind jetzt, ja.

Nicht mehr an der entscheidenden Position. Das finde ich erstmal interessant. Bei JIP haben sie hier geschrieben, gab es auch einen Wechsel in der Führung. Ob das jetzt Zufall ist oder ob das die Ursache ist, dass die JIP-Führung gesagt hat, komm raus da. Kann ja sein. Es sind keine Details bekannt. Also es ist jetzt nicht klar, ob der CEO mehr Aktien gekauft hat oder ob JIP so viele verkauft hat, dass jetzt der Hauptaktionär der CEO ist. Das ist nicht klar, weil offensichtlich sind sie nicht an der Börse.

Aber ja, so schaut es aus. Und ich finde das erstmal tatsächlich ein positives Signal, weil das schreiben sie ja auch, dass eben die große Chance jetzt ist, dass schneller agiert werden kann. Das heißt, wenn OM Systems jetzt eine Idee hat oder etwas realisieren und umsetzen will, dann musst du das nicht erstmal mit einem schwergewichtigen Partner besprechen und irgendwie durch tausend Gremien laufen, sondern jetzt können sie quasi in-house entscheiden, weil eben die Mehrheit beim CEO selbst liegt. Finde ich persönlich eigentlich eine ganz gute Sache. Und bei mir keimt wieder so ein kleines bisschen, ein Fünktchen der Hoffnung, dass wir jetzt vielleicht dann im Laufe des Jahres, weiß nicht, ob das so schnell geht, aber vielleicht im Laufe des nächsten Jahres da Auswirkungen von sehen könnten und vielleicht doch wieder ein bisschen innovativ gearbeitet wird. Bisher wirkte das alles sehr nach Sparkurs und Verwerten, was noch im Regal liegt. Ich hoffe, es geht mal wieder ein bisschen voran. fand ich nämlich sehr sehr schade weil dieses Micro Four Thirds System gerade jetzt eben aus dem Hause Olympus habe ich immer als sehr sehr innovativ wahrgenommen mit sehr sehr tollen Ideen für uns Fotografierende und ich hoffe das geht da weiter, ich denke da ist noch Potenzial und, vielleicht war ja tatsächlich JEP die Bremse, ich drücke da mal die Daumen.

Chris

Ich auch. Also Olympus beziehungsweise OM System hat ja einen Fanclub.

Boris

Das sind richtig gute Kameras, richtig gute Objektive. Also da gibt es nichts dran zu deuteln, wie ich finde. Aber sie sind halt stehen geblieben jetzt schon seit ein paar Jahren. Und das ist ein bisschen schade.

Chris

Tja, wer nicht stehen bleibt. Du wolltest ja eigentlich gar nicht in die Sendung reinnehmen. Ich sage, doch, wollen wir. Wollen wir. Und das ist I'm Back. Erinnerst dich an I'm Back Kickstarter. Das sind die, die so digitale Rückteile für analoge Spiegelreflex- Kameras machen. Und die haben eine sehr interessante Geschichte hinter sich.

Boris

Ich wollte dich heute noch sehen. Ja, sehr gerne.

Chris

Die haben gerade was Neues auf Kickstarter laufen und das ist schon deutlich überfundet, also braucht ihr kein Geld mehr einwerfen. Das I'm Back Roll. Und das kommt dem ursprünglichen Ziel, wenn es denn funktionieren sollte.

Boris

Es geht wieder um das Digitalisieren von Analogkameras.

Chris

Es geht um den Digital Umbau für Analogkameras und sie haben das wieder mit sehr viel Aufwand marketingtechnisch produziert, mit tollen Videos und einer unglaublich großen Geschichte. Die haben jetzt noch 37 Tage, läuft dieses Kickstarter, sie wollten 37.000 Euro und haben jetzt schon 370.000 Euro.

Boris

Ja, aber für 38.000 Euro produzierst du sowas auch nicht. Also das ist einfach als Marketingplattform genutzt.

Chris

Natürlich nicht, aber es funktioniert immer noch, das Muster funktioniert immer noch. wir bauen was und damit könnt ihr ganz sicher unbedingt eure analogen Kameras digitalisieren und jetzt aber echt jetzt aber echt sagen sie.

Boris

Was ist denn jetzt anders? Klär mich mal auf. Verkauf mir das jetzt mal.

Chris

Ich verkaufe dir das jetzt mal. Wir reden erstmal von APS-C, 26 Megapixel. Also schon mal nicht schlecht.

Boris

Also kein Handy-Sensor, sondern schon was Vernünftiges.

Chris

Es ist ein Sony IMX 571 drin, was immer das auch sein mag. Das ist, 26.

Boris

Ordentlich, okay.

Chris

Ist doch erstmal ordentlich.

Boris

Ja, klingt gut.

Chris

Das ist ein BSI-Sensor, APS-C und so weiter. Also alles, was man so gerne möchte.

Boris

Sensor klingt gut.

Chris

Genau. Und jetzt erinnerst du dich dran, ich mache mal kurz dieses Video hier an, die haben ja, das letzte war das Einberg Film, wo du quasi hinten in die Kamera irgendwie das digitale Teil einbaust und dann so ein Flachbandkabel rausführst und unter der Kamera schraubst du so eine Box fest, die hat dann ein Display mit Tasten.

Boris

Also im Prinzip hast du gar nicht mit der Kamera fotografiert, sondern mit einer ganz anderen Kamera und hast eigentlich nur Objektiv und Bajonett von dem Ding benutzt.

Chris

Genau. Und das war auch qualitativ echt schwierig, weil das mit vielen Kameras irgendwie nicht gut funktioniert hat und nicht scharf war. Und ja, jetzt machen sie den nächsten Schritt und zwar wollen sie jetzt ein Ding bauen, was tatsächlich nur noch aus dieser Filmrolle und einem so einem Streifen besteht, der dann diesen Sensor hat und der dann quasi komplett in der Kamera verschwindet, ohne Display, ohne zusätzliche Geschichten.

Boris

Also so wie ich mal gedacht war, wirklich den Sensor als Filmersatz, quasi wie eine Filmpatrone.

Chris

So wie ich es mal bei der Führung, bei der Privatführung im Eastman Vault, Tech Vault in Rochester, in der Hand hatte, den Prototypen von damals hatte ich ja mal in der Hand. Und so ist das ungefähr. Also du hast quasi eine Filmrolle und dann so einen Streifen, den man dann hinten quasi einlegt.

Boris

Bleiben bei mir weiterhin die Fragen, wie wird das Ding mit Strom versorgt? Wie wird es ein- und ausgeschaltet? Und woher weiß der Sensor, wann das Bild gemacht wird?

Chris

Richtig, dazu haben sie folgendes, also dieses I'm back, also die Filmrolle selber, das ist die Batterie, da ist auch Elektronik wohl drin, ein anderer Teil der Elektronik ist auf diesem Streifen, der ist aus Aluminium, also der dann hinten in der Kamera drin liegt und ist 4 Millimeter dick. Und damit behaupten sie, wäre es mit fast allen Kameras kompatibel man müsse nur bei manchen Kameras hinten die Andruckplatte raus machen.

Boris

Das war auch gerade mein Gedanke, da gibt es ja extra einen Abstandshalter, so eine gefederte Platte um die Filmführung plan zu halten, die kannst du aber einfach abschrauben und dann hast du...

Chris

Und dann kommt noch eine kleine Bluetooth Fernbedienung, die du dir hinten an die Kamera klebst also da wo dein Daumen noch hinkommt und wo du das Ding im Prinzip mit scharf schellst. Also du drückst auf den Knopf und dann hast du noch ein bis zwei Sekunden Zeit, um auszulösen.

Boris

So, Achtung, ich will ein Bild machen, dann schaltet er wahrscheinlich den Sensor scharf, dann machst du eine Auslösung, er empfängt das Licht und dann wird er wahrscheinlich sagen, oh, ich habe Licht gesehen, ich lese mich schnell aus.

Chris

So verstehe ich das. Eine Sonderversion davon wird es für die Leica M geben, weil die einfach passt nicht. Nur, du weißt ja, wie bei einer Leica M der Film eingelegt wird, da musst du eine Bodenplatte abmachen und dann den Film so seitlich rein schieben und deshalb hast du da irgendwie, also sie sagen, das wird dann eine Custom, ein Custom-Rückteil für die Leica M geben, mit dem Ding eingebaut, was dann speziell für M ist.

Boris

Ob sie den Sensor da in den Schlitz reinkriegen, ich bin skeptisch, aber gut, sie werden es ausprobiert haben.

Chris

Und dann haben sie ja nochmal ihre History, also die haben schon eine bewegte History, der erste Prototyp 2016, das war dieses bunte Ding, Dann 2018 die Pro-Version mit mehr Auflösung und dann eben 2023 das Einbergfilm und jetzt dann dieses APS-C. Sie werben auch damit, dass du dann sogar deine Nikonos, also diese Unterwasserkamera von Nikon damit betreiben kannst und so weiter. Und geladen wird das Ganze hier per USB-C und schreiben sogar Real Image drunter. Also nicht Render, sondern Real. Und also ...

Boris

Also ich war ja, als ich einen Back gesehen hatte, hatte ich ja schon weggeklärt.

Chris

Du hast schon wieder abgeschaltet.

Boris

Weil ich bin so enttäuscht gewesen von den bisherigen Ansätzen. Aber ich bin dir jetzt dankbar, dass du das reingenommen hast. Weil das, was ich hier sehe, ist das, was wir von Anfang an erwartet haben. Aber ich bin da bei Jochen. Ich glaube das erst, wenn man es kaufen kann.

Chris

So geht es mir auch. Übrigens, 256 Gig RAM on board. Vielleicht wird das das nochmal verteuern, weil im Moment ist RAM ja richtig teuer und hat WiFi und Bluetooth für die Kommunikation. Und sie werben dann auch damit, dass im Prinzip ja das Ökosystem drumherum, also mit Software und App und was weiß ich allem, ja schon da ist. Also das müssen sie nicht nochmal neu entwickeln, sondern da passen sie das Ding rein und so weiter. Kohletechnisch reden wir von ich glaube 400 Dollar oder sowas im Early Bird und mindestens ein Huni teurer, wenn es dann später gekauft wird wie gesagt, ich werde da keinen Cent reintun obwohl ich total gerne meine alte X700 in digital gehabt hätte mal, aber so dringend muss es dann doch nicht sein und ich warte erst mal ab. Außerdem, alte Spiegelreflexkameras sind alle Vollformat. Kleinbild. Das ist ein APS-C Sensor. Das heißt, alle deine Brennweiten sind länger am Ende. Das musst du wissen. Die sind alle gekroppt. Aber gut, wir werden sehen, ob es dann auch tatsächlich, also der Test vom letzten Ding, der hat ja tatsächlich gezeigt, nee, das passt eben nicht in jede Kamera rein. Wenn sie das auf 4mm Meter kriegen und dann die Andruckplatte, ich glaube 3,99 Dollar.

Boris

Das wäre aber okay.

Chris

Meine ich, warte mal, ich kann noch mal gucken.

Boris

Wahrscheinlich jetzt Early Bird oder...

Chris

Mal schauen.

Boris

Ich war noch so abgelenkt von den Bildern.

Chris

Back this here, Rewards. Gehen wir doch mal ganz kurz durch die Rewards.

Boris

Was müsste ich jetzt reinwerfen?

Chris

4,99 Discovery Kit. Das ist ein Special Early Prize. Dann gibt es, ah ne, Creator Kit 5,49. Ich habe da was günstigeres gesehen für Early Bird, aber vielleicht sind die auch schon Also 500.

Boris

550 Dollar so in der Größenordnung.

Chris

Hier ist das Creator Kit Leica M Edition für 5,49, US-Dollar sind. Das ist Master-Kit.

Boris

Ja, mein Gott, da ist ja hier noch ein Kabel.

Chris

Also du musst schon ordentlich Geld reintun.

Boris

Ja, aber sagen wir mal so zwischen 500 und 600 Dollar.

Chris

Du musst schon genug Geld reintun für eine Kamera, die eigentlich gar kein Gehäuse hat. Du kaufst ja eigentlich nur einen Sensor, eine Batterie und ein bisschen Funkverbindung und ein bisschen Speicher.

Boris

Es ist ein Endlosfilm, wenn du so möchtest. Es ist ein digitaler Endlosfilm im APS-C-Format. Überleg mal, nach wie viel Filmrollen und Entwicklung du den Sensor raus hast. Eigentlich ist das ein Schnapper.

Chris

Ich frage mich trotzdem, also ich frage mich jetzt mal rein technisch, wie soll das funktionieren? Weil den Sensor, du musst ja irgendwie eine ISO einstellen können oder sowas. Oder gibt es dann eine fixe ISO oder musst du das per App machen?

Boris

Deswegen hast du diese Fernbedienung.

Chris

Diese Fernbedienung hat drei Knöpfe auf dem Bild. Eins davon ist was scharf schalten, vielleicht ist eins davon, um irgendwie noch was zu bedienen. Aber ohne Display? Weiß ich nicht.

Boris

Hast du eine App? Wahrscheinlich Bluetooth ein- und ausschalten.

Chris

Ich hoffe, dass du da eine App hast.

Boris

Ja, die haben da eine App, na klar. Und da wirst du das Ding mit fernsteuern können, da gehe ich von aus. Du musst ja auch die Bilder auslesen können.

Chris

Weiß ich nicht, das hat so ein USB-Kabel, vielleicht steckst du es einfach an und hast dann eine entsprechende... Entsprechende Verbindungen einfach so. Könnte ja sein.

Boris

Ja, Jochen, es ist ja kein Vollformat. Es ist nur APS-C. Weil er sagt, in Verbindung mit einer 20-Euro-Praktika wäre es ein super günstiges Vollformat. Ja, ist halt kein Vollformat. Ist APS-C.

Chris

Ist APS-C.

Boris

Also, APS-C ist jetzt keine schlechte Sensorgröße. Das ist schon fein.

Chris

Und Jochen, natürlich, RAM war falsch. Es ist natürlich Flash-Memory. Aber das ist auch teuer. Lassen wir das mal. ich werde weiter darüber berichten, vielleicht auch negativ, keine Ahnung. Ich bin gespannt. Also irgendwie ist es auch schon nicht uncool, trotz allem, finde ich, wenn das so kommt, wie sie es versprochen haben.

Boris

Also wenn das so kommt und funktioniert. Also das wäre genau das, was ich immer erwartet habe. Einen digitalen Film hinten reinlegen. Nämlich einfach einen Sensor an die Stelle musst du halt einmal sauber ausrichten und dann wird das schon funktionieren. Ja, mal gucken, viele Bilder. Halt uns auf dem Laufenden, bitte. Am besten bestellst du mal eine Fassung. Aber apropos vielleicht auch negativ.

Chris

Ich habe es vorhin schon angekündigt, da war noch was. Wir müssen kurz über Adobe reden und ich hatte heute Mittag schon auch ein bisschen Hals, beziehungsweise kürzlich schon und dann habe ich es mir aber heute nochmal ein bisschen sauberer recherchiert und auch selber getestet und holy shit. Also, Adobe Creative Cloud verhält sich neuerdings wie Malware. Also Malware ist Software, die deinem System nicht unbedingt positiv gesondert ist. Wir wissen ja schon eh, dass Adobe relativ tief sich in so ein System eingräbt und dann läuft da irgendwelche Helper im Hintergrund und hier nochmal ein Dingschen und da nochmal eins.

Boris

War bei den Lightroom 5 und 4 und was weiß ich was Versionen auch schon so wegen des Kopierschutzes, ist da schon relativ tief ins System gegriffen worden.

Chris

Da sind die schon sehr, sehr restriktiv, um zum Beispiel irgendwelche Raubkopien und so weiter zu detekten oder zu umgehen, wie auch immer. Adobe möchte beim Besuch ihrer Website wissen, ob du die Creative Cloud installiert hast. Also du gehst auf deren Website, Und diese Website, aus welchen Gründen auch immer, kommen wir gleich noch dazu, was das für Gründe sein könnten, aber die wollen wissen, hat dieser Besucher, diese Besucherin Creative Cloud installiert? Und das haben sie bisher gemacht, indem die Website, wenn du sie aufgemacht hast, in deinem Browser ein Skript ausgeführt hat. Und das ist erstmal normal.

Boris

Kann man machen.

Chris

Messungen von Dingen, welche Bildschirmauflösung hat der User, welche Farbtiefe, was für ein Browser ist das. Das wird immer gemessen irgendwie und auch protokolliert oder ganz oft. Und das nutzen ja dann Anbieter von Webseiten, um ihre Webseiten darüber vielleicht ein bisschen zu optimieren und wenn die sehen, oh 80% sind mobile, dann sollten wir mal gucken, dass wir vielleicht die Website für mobil optimieren und so weiter. Also das ist der wohlwollendste Grund. Das wäre die wohlwollendste Begründung. Bisher haben sie es gemacht, indem eben die Adobe Website oder Websites, welche auch immer, ein Skript ausgeführt haben und das hat dann lokal auf Localhost geschaut. Da lief dann so ein kleiner Web-Server von Adobe, so ein interner Web-Server, das wird dafür verwendet manchmal, ob da ein bestimmtes PNG vorhanden ist. Weil wenn das vorhanden ist, dann war die Creative Cloud installiert.

Boris

Okay.

Chris

So weit, so gut.

Boris

Kann man machen.

Chris

Kann man machen, muss man nicht, ist aber immer noch irgendwie.

Boris

Kann aber für den User auch Nutzen bringen, wenn sie das bei der Anmeldung wissen, kannst du dir automatisieren.

Chris

Kommen wir gleich dazu. Das braucht aber lokal für das Skript, was in deinem Browser läuft, einen lokalen Netzwerkzugang. Seit Mitte 25 blockiert Google Chrome den lokalen Netzwerkzugang von Skripten. Aus Sicherheitsgründen.

Boris

Ich bin jetzt nicht unbedingt der größte Google-Fan, aber das kann man erstmal gut finden.

Chris

Das ist ein Sicherheitsfeature, was ich gefeiert habe, als es rauskam, weil das tatsächlich für Malware und Sicherheitslöcher verwendet wurde. Das heißt aber, dass seit der Zeit, zumindest wenn Chrome am Start ist, und Chrome ist nun mal der weit verbreitete Browser in verschiedensten Formen und unter verschiedensten Namen, dass Adobe dann nicht mehr zuverlässig auf der Website feststellen konnte, ob du auf deinem System Creative Cloud installiert hast. Also unzuverlässige Detection. Und das scheint Adobe, das rauszufinden und das zu wissen, scheint Adobe wichtig genug zu sein, dass sie jetzt einen anderen Weg eingeschlagen haben.

Boris

Sie installieren eine Extension.

Chris

Und zwar über deine Hosts-Datei. Jetzt mache ich mal eine ganz kleine Exkursion in die Technik. Vorsicht, das ist ganz einfach beschrieben.

Boris

Also als Techniker sage ich jetzt schon mal WTF.

Chris

Da kriegst du schon mal so Kribbeln im Nacken, nicht wahr? Ich erkläre das mal ganz kurz.

Boris

Die fasse ich schon nur mit der Kneifzange an die Datei.

Chris

Moment, lass mich erklären. Also das Internet läuft auf sogenannten IP-Adressen. Das sind so Zahlen, so 8.3.19.255 oder so.

Boris

Das sind die alten IP4-Adressen, aber das reicht zur Erklärung.

Chris

Es reicht zur Erklärung. Das sind Zahlen. Und wenn du aber in deinem Webbrowser jetzt adobe.com oder adobe.de oder Google oder irgendwas eingibst, dann fragt dein Browser beim sogenannten DNS-Server, das ist das Telefonbuch im Internet, fragt der nach, du, welche IP-Adresse gehört dann dazu? Und dann geht der Browser zu dieser IP-Adresse.

Boris

Genau, und welcher DNS-Server das ist, dass es in der Regel im Router hinterlegt.

Chris

Nicht zu kompliziert machen. Ich will das nur oberflächlich machen.

Boris

Oberflächlich?

Chris

Sonst springen uns hier die Menschen ab. So, jetzt gibt es seit Urzeiten, seit Beginn des Internets, gibt es auf jedem Rechner eine sogenannte Hosts-Datei. Das ist eine kleine Textdatei, die wirklich praktisch auf jedem Computer existiert und die ist sowas wie dein persönliches Telefonbuch fürs Netz auf deinem Rechner. Das heißt, normalerweise fragt der Rechner beim DNS-Server nach, aber bevor der das tut, schaut er mal ganz kurz in diese lokale Hosts-Datei und wenn da ein Eintrag für den entsprechenden Rechner drinsteht, dann gilt der sofort ohne Rückfrage. Und diese Host-Datei ist heikel. Weil wer dort schreiben darf, der kann auch bestimmen, wo dein Browser landet, wenn du eine bestimmte Adresse eintippst.

Boris

Also da kannst du auch reinschreiben, dass Amazon.de zu deiner Webseite wechselt.

Chris

Zum Beispiel. Aus diesem Grund braucht man auch Admin-Rechte. Man muss Administrator auf dem Rechner sein, um diese Host-Datei zu verändern. Und man sollte tunlichst wissen, was man tut.

Boris

Oh ja.

Chris

Und aus diesem Grund auch lassen seriöse Programme normalerweise die Finger von dieser Host-Datei.

Boris

Das ist auch gut so.

Chris

Wenn du jetzt Adobe Creative Cloud installierst, dann fügt der Installer in deiner Host-Datei einen Eintrag ein. Da steht dann Adobe Creative Cloud mit so einem Kommentarzeichen und dann die 166, 117 und irgendwas und da ein Detect-CCD-Creativecloud.adobe.com. Das heißt, die tragen sich auf deinem lokalen Rechner in der Host-Datei einen privaten Telefonbucheintrag ein. Jetzt ist wieder die Frage, warum tun sie das denn?

Boris

Das wäre jetzt meine nächste Frage.

Chris

Damit sie weiter herausfinden können, ob du Creative Cloud installiert hast. Das heißt, sie haben jetzt einen anderen Mechanismus, nämlich, dass der Browser versucht, diese Website zu öffnen. Und wenn du diesen Host-Eintrag hast bei dir, den die Creative Cloud ja angelegt hat, dann landet der Browser woanders, als wenn der nicht da ist. Und damit können sie sagen, Job hat Creative Cloud. Eine Änderung deiner Host-Datei ist ein massiver Eingriff in eine systemweite, sicherheitsrelevante Datei, die normalerweise nur Administratoren anfassen dürfen und auf die sich andere Tools verlassen, zum Beispiel Sicherheitssoftware, Entwicklertools, Netzwerk-Setups und so weiter.

Warum will jetzt Adobe das Besucher ihrer Website, warum will Adobe wissen, ob Besucher der Website Creative Cloud installiert haben? Also ich sage mal so, es gibt ja schon legitime Gründe, warum man das wissen möchte. Die gibt es. Also ich sage mal so, typischerweise, wenn du irgendwie, dass dein Login reibungsloser geht oder dass du einen Button kriegst, open in App und nicht install Creative Cloud und sowas. Oder fürs Marketing natürlich, wenn die jetzt einfach Besuchern, die keine Creative Cloud haben, andere Seiten zeigen als Besuchern, die sie schon haben. Also Bestandskunden werden dann einfach, die kriegen dann ein Upsell präsentiert und die Neukunden kriegen eine Einladung präsentiert oder so. Kannst du damit machen. Kannst natürlich auch Tracking und Analytics machen, also Fingerprinting und so weiter.

Boris

Das ist durchaus legitim, wenn du halt gucken willst, wie viele Kunden besuchen uns, wie viele Nicht-Kunden besuchen uns, solche Geschichten.

Chris

Wie gesagt, man kann das wohlwollend sehen, man kann das aber auch nicht wohlwollend sehen.

Boris

Die Art und Weise finde ich gerade nicht wohlwollend.

Chris

Thema Piraterie, Lizenzprüfung, du könntest damit so Sachen machen wie, passt denn die aktuell installierte CC-Version zum eingeloggten User, der sich auf unsere Website eingeloggt hat. Das ist Spekulation, aber so ein Host-Eintrag wäre zumindest ein Baustein dafür. Oder eine andere Erklärung könnte natürlich auch sein, Inkompetenz oder Bequemlichkeit der Entwickler. Weil vielleicht hat einfach beim Produktmeeting, wo das vorgeschlagen wurde, einfach niemand gesagt, dass das eine blöde Idee ist. Und was impliziert denn eine Änderung der Host-Datei? Was bedeutet das denn? Also zuerst mal ist das dem Benutzer gegenüber ein ziemlicher Vertrauensbruch, würde ich sagen. Die fasst man nicht an. Das tut man nicht. Das wird es geht nicht das ist eine Datei für Systemadministratoren.

Boris

Die sehr genau wissen welche Probleme sie damit lösen wollen.

Chris

Und das ist auch ein typisches Muster so eine Hoständerung ist ein typisches Muster was zum Beispiel Antivirensoftware sucht, Weil viele Malware genau solche Sachen machen. Das ist ein Sicherheitsrisiko, weil wer Einträge in eine Host-Datei setzen kann, der kann theoretisch deine Webaufrufe umlenken. Das ist eine Vergrößerung der sogenannten Angriffsfläche. Und das normalisiert vor allem auch, dass Apps in dieser Datei rumpfuschen dürfen.

Boris

Darf ich ganz kurz mal einschieben? Weil ich habe nämlich gerade live nachgeguckt hier auf meinem Rechner. Da habe ich die Einträge tatsächlich auch gefunden. Also wie du sagst, die sind hier reingeschrieben. Und ich war es nicht. Und bei der Gelegenheit habe ich einen Eintrag gefunden, den ich vor einigen Wochen hier mal reingetan habe der wieder raus muss, den hatte ich wieder vergessen und ich habe ich bin Administrator auf dieser Maschine ich bin gerade als Admin an diesem Rechner angemeldet und ich habe mir diese Hosts Datei aufgemacht in einem Editor und wenn ich sie ändern will dann fragt mich das System willst du sicher, dass du diese Datei entsperren willst, dann musste ich erst mal bestätigen, dass ich sie entsperren will als Administrator. Und als ich sie speichern wollte, hat das Betriebssystem nach meiner Authentifizierung, also hier sprich Fingerabdruck oder Passwort gefragt. Also so wichtig ist diese Datei. Und Adobe hat verdammt nochmal hier Einträge gemacht.

Chris

Die haben da nichts drin zu suchen.

Boris

Das gibt es doch nicht.

Chris

Also, das ist ein Sicherheitsrisiko. Sie umgehen damit eine bewusste Browserschutzmaßnahme. Chrome hat diesen Local Network Access nicht zum Spaß blockiert, sondern weil genau solche Tricks sind ein ganz bekannter Angriffsvektor. Also Thema CSRF gegen lokale Dienstle und so weiter. Das heißt, Adobe hat damit aktiv einen Workaround um eine Sicherheitsmaßnahme gebaut.

Boris

Für ihren ganz speziellen Sonderfall.

Chris

Genau, damit kriegst du natürlich auch so ein Browser-Fingerprinting durch die Hintertür hin. Das heißt, du identifizierst Nutzer, ohne dass sie zustimmen. Das ist datenschutzrechtlich in der EU zumindest mal sehr fragwürdig. Und dann hast du mögliche Kollateralschäden, ganz einfach. Das hat ja Auswirkungen, sei das jetzt beim Entwickeln oder bei Leuten, die Piehole benutzen oder sowas. oder Leute, die eigene Host-Setups haben, weil das ist ja für lokale Administratoren völlig legitim. Wenn da ungefragt fremde Einträge reingeschmuggelt werden, die auch bei jedem Update von CC wieder auftauchen können, ist das ein Problem und dann natürlich wirklich das Präzedenzfallproblem. Wenn Adobe damit durchkommt und das weiter tut, dann machen es andere irgendwann nach. Und dann ist deine Host nur noch so ein Mülleimer voll von Tracking-Eintragen von irgendwie 20 verschiedenen Apps. Sobald eine Software ohne meine Zustimmung systemkritische Dienste und Dateien manipuliert, um eine Sicherheitsmaßnahme von Webbrowsern zu umgehen, und mich potenziell damit zu tracken, haben sie zumindest mal so Malware-Verhaltensweisen.

Und ich weiß gar nicht, wie, also mir, nein, mir fehlen nicht die Worte, ich rede gerade drüber, aber ich bin heute davor gesessen und dachte mir, holy shit, das ist mal ein ganz neues Level von Vertrauensbruch. Adobe hat schon öfter mal Vertrauensbrüche begangen, wir wissen das. Das fing schon mit dem Abo-Zwang an und mit erschwerten Kündigungen und versteckten Gebühren und.

Terms of Use-Geschichten so von wegen KI-Training und Flash-Sicherheitsprobleme und Datenlecks und, du erinnerst dich an das Pantone-Debakel, wo dann plötzlich du Pantone nicht mehr als Farbauswahl in den Farbdialogen hattest, sondern Geld dafür bezahlen musstest und und und. Also es fühlt sich so an wie ein weiterer Baustein in dieser Kette von, Das ist Arroganz. Entschuldigung, aber mehr ist das doch nicht, oder? Das ist doch ein arrogantes Verhalten dem User gegenüber. Wir dürfen auf deinem System sicherheitsrelevante Dinge tun, die dir möglicherweise in anderen Kontexten deutliche Nachteile und Probleme bereiten. Was zum ...

Boris

Potenziell große Probleme verursachen. Also jetzt dieser konkrete Eintrag wahrscheinlich noch nicht, aber wenn Sie erst mal diesen einen Schritt da gehen ...

Chris

Also ich sage hier ganz offiziell an Adobe, Finger weg von meinen systemweiten Dateien, die nicht zu eurer eigenen Software gehören. Wenn ihr wissen wollt, ob euer Programm installiert ist, dann fragt den Nutzer einfach. Oder nutzt einen sauberen dokumentierten Mechanismus, was weiß ich, ein URL-Schema oder sowas, das der Browser kennt und das die Nutzer auch im Zweifel blockieren können und macht das bitte transparent, was ihr da tut. Und nicht irgendwo verstecken in irgendeinem Installationsdialog und irgendwo in den AGB dann im 47. Absatz irgendwo das Ding im Kleingedruckten verstecken oder so. An die Betriebssystemhersteller. Ich glaube, dass so ein Schreibzugriff auf sowas wie die Host-Datei nicht nur mit einfachen Admin-Rechten erkauft werden müssen. Also der Installer von Creative Cloud fragt dich ja nach deinem Passwort für den Rechner.

Boris

Das müssen viele Programme tun. Sonst kommst du ja an bestimmte Dateien.

Chris

Und darunter tut er das dann auch.

Boris

Ja, aber warum reicht das?

Chris

Sondern behandelt die doch mal anders nochmal mit einer separaten Berechtigung. Bitte.

Boris

So wie ich es gerade geschildert habe. Ich bin ja Admin auf dem System. Ich bin ja als Admin hier gerade angemeldet in diesem Fall, deswegen habe ich es extra ausprobiert und trotzdem muss ich noch mal extra bestätigen, dass ich diese Datei manipulieren will, wenn ich sie speichern möchte. Das hätte ich jetzt eigentlich schon auch erwartet, dass das während eines solchen, Installationsprozesses passiert, dass da noch mal eine Abfrage kommt, hier soll eine Host-Datei bearbeitet werden. Ich meine, die meisten User wissen damit wahrscheinlich wieder nichts anzufangen, verstehe ich ja auch, und werden dann einfach noch mal ihr Passwort eingeben. Ich weiß auch nicht, wie man sich davor schützen soll. Aber ich hätte es zumindest gesehen, dass es passiert ist.

Chris

Ja. Meine Bitte an Browserhersteller wie Google zum Beispiel, macht weiter so, das ist gut. Lokal Netzwerk-Access blocken. Und wenn dann Hersteller anfangen, das irgendwie über Umwege zu untergraben, dann gehört halt da der nächste Riegel vorgeschoben vom Betriebssystem. Ja. Das ist auch so, wenn man so die EU-Perspektive sich anschaut, ist das so ein gutes Beispiel dafür, warum so eine DSGVO und so ein DMA ziemlich zahnlos sind. Weil solange du da berechtigtes Interesse hinschreiben kannst und alles damit rechtfertigen kannst, haben die Werkzeuge keinen Biss. Und an alle, die jetzt sich fragen, oh, oh, oh, was mache ich denn jetzt? Schaut hin, fragt nach, macht Lärm. Dass sowas überhaupt aufgefallen ist, verdanken wir einem Reddit-Nutzer mit einem Texteditor, der das zufällig gefunden hat.

Boris

Mir wäre es wahrscheinlich in fünf Wochen aufgefallen, wenn ich wieder an die Hosts gegangen wäre.

Chris

Sagt das weiter, gebt den Link weiter, gebt von mir aus auch einen Link zu unserem Podcast weiter. Das braucht Öffentlichkeit. Das geht so gar nicht. Also ich bin total baff, was die sich da erlauben. Da habe ich so einen Hals. Der passt nicht mehr auf den Bildschirm. So breit ist der.

Boris

Das Problem ist jetzt halt, dass eine bestimmte URL, also das, was ihr im Browser oben eingebt, wenn ihr das, was weiß ich, eben hypyshooting.de oder sowas reinschreibt, dann wird das, wie Chris erklärt hat, aufgelöst zu einer IP-Adresse, also um den Server im Internet dann auch wirklich eineindeutig anzusprechen. Und diese Auflösung wird jetzt eben gemacht für eine spezifische Domain, also eine bestimmte Internetadresse. Da steht eben cc-blablabla irgendwas drin, also detect-cc, also wahrscheinlich eine Domain, die es so gar nicht gibt irgendwo. Die ist jetzt über die Hosts Datei direkt verknüpft mit einer IP-Adresse, mit also einem spezifischen Server von Adobe solange dieser läuft wird also der Aufruf dieser URL auf diese Adresse gehen und dann kann dort eben etwas passieren weil dann hast du ja einen Server aufgerufen dann können automatisch irgendwelche Index-HTMs aufgerufen werden und so weiter.

Chris

Ich will jetzt gar nicht so in die technischen Details gehen.

Boris

Ja, die Frage kam mir halt so und was jetzt halt passieren kann ist dass du auf die Adobe Webseite gehst, Die Adobe-Webseite prüft, ob du CC installiert hast, indem diese Domain aufgerufen wird über deine Hosts-Datei. Und jetzt ist die Frage, vertrauen wir diesem Server, dieser IP-Adresse, die dahinter steht? Und wenn das jetzt irgendjemand spitz kriegt, schafft derjenige es, diese IP-Adresse zu sich umzuleiten, indem man einen anderen DNS-Eintrag irgendwo ins Internet schleust oder ähnliche Späße macht? Und dann kann es dir passieren, dass du die Adobe-Webseite aufrufst und dann eine Umleitung bekommst irgendwo anders hin. Es ist nicht ausgeschlossen.

Chris

Ich, also für die, die jetzt irgendwie quasi innerlich abgeschaltet haben, weil das schon irgendwie zu komplex war, ihr braucht da jetzt nicht unmittelbar Angst haben. Euer System geht damit nicht kaputt und im Regelfall passiert da nichts.

Boris

Es ist eine Lücke mehr.

Chris

Es ist ein Präzedenzfall für, wir pfuschen dir an Stellen im System rum, an denen wir nichts zu suchen haben. Also es ist eher ein Vertrauensverlust Adobe gegenüber, dass die solche schattigen Sachen überhaupt versuchen und durchziehen. und das eiskalt auf allen Systemen tun. Auf jedem System, auf dem ein Creative Cloud Client läuft, ist die Host-Datei verändert und das geht schlicht und einfach nicht. Adobe, do better. Das ist echt die Höhe.

Boris

Wenn ich jetzt Malware wäre, wenn ich jetzt bei euch Schaden anrichten wollte, dann würde ich gucken, in irgendeine Software einzubauen, dass diese Host-Datei manipuliert wird und dort eine andere IP-Adresse eingetragen wird.

Chris

Und jedes Mal, wenn du bei Adobe auf die Website gehst, wird die Malware aufgerufen.

Boris

Zum Beispiel.

Chris

Es ist ein weiterer Angriffsvektor, den man auf verschiedenste Arten ausnutzen kann, wenn man das möchte. Und Adobe, es ist unverantwortlich, so was zu tun. Und ich habe Hals, ich habe Blutdruck.

Boris

Das ist gut so. Wir sollten alle ein Feedback schreiben.

Chris

Ich finde auch. Guckt mal. Ich hoffe, dass da auch mehr draus wird. Ich hoffe, dass das auch mehr Öffentlichkeit bekommt und dass Adobe den Shitstorm bekommt, den sie dafür verdient haben. Wir tun hier unseren Teil davon. Solltet ihr irgendeinen Blog haben oder einen Podcast über Fotografie oder sowas, dann weist da bitte auch drauf hin. Adobe muss dafür irgendwie ein bisschen Feuer spüren, finde ich.

Boris

Das darf gerne sein.

Chris

Und Publicity ist der einzige Weg, an der Stelle wirklich was auszurichten. Adobe darf da nicht wirklich so rauskommen, als wir haben ja nichts gemacht.

Boris

Ist doch gar nicht schlimm. Clemens bietet übrigens an, bei den Klostergeistern wieder eine Darktable-Demo zu machen. Das finde ich ganz gut. Weiß jetzt auch nicht, wie er da gerade drauf kommt, aber ich finde das ganz gut.

Chris

Positiveres Ding.

Boris

Ja, erzähl doch mal was Schönes. Du hast ein Foto gemacht.

Chris

Ostersonntag war ich im alten Schulhaus in Holtensen. Holtensen ist hier, wo auch die Viewfinder-Villa ist. Und da gibt es die alte Schule. Das ist ein, Altes Backsteingebäude mit zwei Stockwerken und einem Dachboden drüber und einem Keller drunter. Das war immer so ein bisschen kein so schöner Fleck im Ort, weil das ist ein altes, sehr zerfallenes Gemäuer. Das Dach ist undicht. Vorne ist schon mal bei Wind der Giebel runtergefallen. Das hat jemandem gehört, der so Schrotthandel betrieben hat und auch so viele Flohmärkte und so, glaube ich, bedient hat. Also es war eher so eine zerfallene Gerümpelkammer, so ein halber Horder, der das irgendwie hatte. Und draußen im Garten standen immer irgendwelche verrosteten alten Landmaschinen, die fünf Jahre nicht bewegt wurden und so. Also es ist schwierig. Und dann war es jetzt auch länger nicht bewohnt, sondern war eigentlich nur noch eine Abstellfläche für Zeug und war bis oben hin voll mit allem Möglichen. Und ich glaube, auf Englisch nennt man es Eyesore. Also man ist da dran vorbeigefahren und hat immer nur gedacht, das könnte so schön sein.

Und jetzt gibt es hier einen Verein im Dorf, die Dorfwerkstatt. Die haben das, ich glaube, gekauft. Und das wird jetzt dann, also der lebt, glaube ich, nicht mehr. Oder er hat es verkauft, weil er es nicht mehr bewirtschaften konnte. Jedenfalls gehört das jetzt hier quasi dem Dorf wieder und wird jetzt renoviert mit irgendwelchen Zuschüssen vom Land und so wegen Denkmalschutz und so weiter. Ja, damit das dann in irgendeiner Form nicht alles einfach nur so passiert, sondern dass auch noch was übrig bleibt, wurde dann der Dorffotograf Chris gefragt, ob er das nicht mal dokumentieren möchte.

Boris

Der Dorffotograf.

Chris

Naja, ich bin jetzt im Dorfleben nicht wirklich tief mit drin, aber man weiß schon im Dorf, dass hier einer wohnt, der fotografiert und das professionell macht. Und also sind wir, das Gebäude ist jetzt im Gerüst, steht jetzt im Gerüst und wir sind am Ostersonntag, sind wir da reingelatscht und bin mal so ein, zwei Stunden da in dem Gebäude unterwegs gewesen, um zu dokumentieren.

Und also Ziel, ganz klares Ziel, das soll dokumentiert werden. Also das sollte jetzt nicht irgendwie eine hochgradige Ausstellung werden oder sowas, sondern es geht darum, einfach das Projekt mal festzuhalten, wie es gerade ist und das vielleicht in ein paar Monaten oder einem halben Jahr oder so zu wiederholen, dass man so ein bisschen den Fortschritt hat. Und ja, dann war Wetter relativ egal, also für die Außenbilder das war ein bisschen trüb, aber okay und ja, dann habe ich was getan, was ich dachte, ich mache es mal auf die Faule, weil ich kann das eh nicht sauber durchdokumentieren innen drin, da bin ich, also das ist einfach ein riesen Arsch voll Arbeit, da habe ich mir überlegt, gut, dann nehme ich die 360 Grad Kamera mit, die Insta 360 X4, mit der kriegst du relativ einfach solche Sachen hin. Aber auch noch die Spiegelreflex, weil, Also letztendlich waren es zwei Durchgänge. Der erste Durchgang waren Bilder vom Innenleben. Ich werfe da mal so parallel so ein paar hier hin. Das.

Ist halt jetzt ein fast leer geräumtes altes Haus mit Löchern im Boden und Löchern in der Decke und abfallenden Tapeten und, irgendwelchen ausgebauten Sicherungskästen und mit Wänden und Sachen, die in einem sehr fragwürdigen Zustand sind, mit noch teilweise Gerümpel in den Ecken.

Boris

Hat streckenweise so 50er Jahre Charme irgendwie noch so.

Chris

Ja, das war dann damals auch noch bewohnt. Ich weiß nicht, wie viele Jahre es nicht mehr bewohnt ist, aber...

Boris

Wahnsinn.

Chris

Brauchst eine alte Kloschüssel, kannst du auch noch haben und so. Also was da vorher drin war.

Boris

Ein absolutes Lost Place jedenfalls von den Bildeindrücken hier.

Chris

Das ist ein Lost Place, allerdings mit hier für mich legalem Zugang. Da steht noch ein alter Flipper drin, den sich aber auch schon jemand reserviert hat. Ja, Tapete fällt ab. Die Elektroinstallation ist völlig nicht mehr zu gebrauchen. Deshalb ist da auch jetzt momentan kein Strom drin. Das ist alles abgedreht.

Boris

Ganz gut so.

Chris

Also es ist auf jeden Fall sicherer so. Aber es gibt natürlich viele schöne Eindrücke, viele schöne interessante Ecken. Und ich habe halt so ein paar Impressionen gemacht.

Boris

Hast du dich immerhin auf den Dachboden getraut, bei dem Fußboden?

Chris

Ja, aber auch nur ein bisschen. Nur ein bisschen. Ja, aber so sieht es halt ein Haus aus. Im Keller oder im Untergeschoss steht noch so eine alte Drehbank, die auch noch einer haben möchte und sich die wieder instand setzen möchte und so. Also es ist noch so ein bisschen Gerümpel ist noch drin, aber so generell braucht das Ding Arbeit und Liebe und stehen sogar noch so Strohblümchen am Fenster, damit es wenigstens einigermaßen hübsch aussieht. Wenn du alte Glühbirn noch brauchst, 40 Watt, kannst du da auch noch irgendwie abgreifen.

Boris

Vielleicht gehen sie ja sogar noch.

Chris

Es ist auf jeden Fall ein ganz spannendes Ding und naja, dann bin ich, wie gesagt, mit dem Spiegelreflex einmal durch für die Impressionen. Und dann habe ich mir erst überlegt, Mensch, wie dokumentierst du das eigentlich sauber? Naja, dann gehst du mal her und machst erstmal Außenbilder mit der 360-Grad-Kamera. Hab mir dann Panellum geholt als Viewer. Das ist so ein 360-Grad-Viewer, Open Source. Und damit kannst du halt relativ einfach so auch auf verschiedenen Plattformen dann das ganze Ding mal... Ja, so Kugelpanoramen rauslassen, die 360-Grad-Bilder, die exportierst du mit so einem Default-Format. Das ist dann so ein rechteckiges Format, so ein rechteckiges JPEG, was rausfällt, was dann aber diese 3D-Information hat und der Viewer macht dann da wieder eine Kugel draus. Das ist ganz cool, weil damit kannst du auch relativ einfach, also hier ist niemand drauf auf den Bildern, warum? Naja, weil ich mich selbst halt und die anderen, die noch dabei waren, halt weggeklont hab, weil das ist dann ein JPEG, da kannst du dann einfach mit KI klick weg machen und das funktioniert, egal ob das Bild jetzt irgendwie komische Geometrie hat oder nicht.

Boris

Kannst du die 3D-Panoramen im Bild miteinander verklicken? Dass du irgendwie so Zielpunkte hast, dass du durchwandern kannst?

Chris

Ja, das kann der Viewer, aber den Aufwand wollte ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht machen. Das ist richtig Aufwand, weil da musst du die Punkte definieren und die Koordinaten irgendwo in eine Datei eintragen und so weiter. Mir ging es jetzt einfach mal um, dass technisch möglich wäre das. Der Viewer unterstützt das, dass du dann auch so Punkte im Bild, die mitlaufen. Technisch möglich ist das, aber mit Aufwand. Diese ganze Website habe ich mir so zur Hälfte Vibe coden lassen, also sprich mach mir mal aus den Bildern ein Gitter, ein Grid, eine Übersicht und mach dann diese Vorwärts-Rückwärts-Knöpfe rein, die sind gecodet, die sind nicht in dem Viewer standardmäßig drin und dieser Thumbnail-Strip unten gehört eigentlich da auch nicht dazu. Das ist doch ganz bequem.

Boris

Kann man schnell durchblättern.

Chris

Jetzt komme ich ja zum spannendsten Ding. Wie macht man denn solche Innenbilder, ohne dass man selber drauf ist? Weil da ist halt rundherum auch niemand auf den Bildern.

Boris

Ja, am langen Stock in den Raum halten, oder?

Chris

Exakt. Du hast ja bei diesen Kameras diesen, sie nennen es immer so spannend, Invisible Tripod ist letztendlich einfach in einer Achse, wird das Bild so zusammengebastelt, dass das halt dann wegfällt. Und in allen diesen Bildern gibt es halt in der Nähe irgendwo, einen Türrahmen oder sowas und ich stehe halt hinter diesem Türrahmen und halte halt jeweils meine Hand mit dem Stock in den Raum, das hat ohne viel also wir haben quasi kein Kunstlicht gehabt oder so hat das tatsächlich auch in den dunkleren Räumen ganz gut funktioniert, also hier.

Boris

Kommen noch Vorschläge aus dem Slack das Ganze einfach aufs Stativ stellen und damit per App auslösen oder per.

Chris

Selbst auslösen viel zu aufwendig, mir ging es ja darum das irgendwie auch schnell zu machen das heißt ich habe mich tatsächlich immer einfach nur hinter so einen Türrahmen gestellt und habe dann am Ende meinen Ärmel noch rausgeklont oder so, und das hat echt erstaunlich gut funktioniert also ich bin da gesessen und habe hier ein Stündchen lang, nicht mal Ich habe ein halbes Stündchen lang, habe ich an Türrahmen Reste meiner, meiner Ärmel und meiner Hand irgendwie weggeklaut und es ist überall einfach problemlos hat das funktioniert.

Boris

Na schön, jetzt hast du quasi eine schwebende Kamera.

Chris

Ja, jetzt hast du quasi eine schwebende Kamera in diesem Raum. Wir sind dann auch noch runter in den Keller. Der war spannend.

Boris

Du hast ja hoffentlich genau gemerkt, wie du sie gehalten hast und wo, damit du, wenn du jetzt den Fortschritt dokumentierst, dann quasi butterweich überblenden kannst.

Chris

Nö, habe ich nicht. Als wir dann in den Keller runter sind, habe ich noch Moni dazu verdonnert, mit dem iPhone zu leuchten. Das heißt, deshalb siehst du auch den Schatten mit der Kamera hier drauf. Im Keller noch so alte Konserven, so alte Weggläser und solche Geschichten. Also das ist schon eine Zeitkapsel irgendwie.

Boris

Ach guck mal, das ist doch noch zu. Kannst du aufmachen, kannst mal kosten.

Chris

Kannst du noch alte Birnen und so. Und die Qualität, also dafür, dass dieses Bild, das ist natürlich jetzt heavy geglättet und so weiter, aber du siehst an dem Schatten von der Kamera, das ist eine iPhone-Lampe, die da leuchtet. Mehr ist das nicht, weil mehr hatten wir nicht dabei. Und dafür ist das, was hinterher rausfällt aus diesem Ding.

Boris

Das sieht schon los.

Chris

Ist schon erstaunlich gut.

Boris

Für so eine Doku völlig ausreichend.

Chris

Für Handheld, weißt du, das ist ja noch nicht mal, also die Ansprüche sind ja auch nicht besonders hoch, aber selbst die niedrigen Ansprüche, mit denen ich in das Projekt reingegangen bin, sind da wirklich durch die Hardware übertroffen worden. Was das da rausgekitzelt hat.

Boris

Ich finde es auch gerade eigentlich bei den Kellerbildern ganz schön, dass es nicht alles gleichmäßig ausgeleuchtet ist, sondern dass es eben den Charme eines dunklen Kellers behält.

Chris

Natürlich.

Boris

Das finde ich schon gut.

Chris

Da habe ich auch relativ wenig machen müssen. Also du siehst hier immer noch das Licht. Das Licht, klar. Da musste ich relativ wenig machen. Genau, das ist das Einzige, wo meine Hand drauf ist, nämlich im Schatten. Da musste ich relativ wenig machen. Da hat die Automatik sehr viel richtig gemacht.

Boris

Das ist schon erstaunlich, was es heutzutage geht.

Chris

Diese X4, die ist... Also die macht 8K insgesamt. Das heißt, ich glaube, zwei 4K-Halbkugeln, die da zusammengerechnet werden. Und die Qualität ist deutlich besser, als ich erwartet hätte.

Boris

Ist beeindruckend, auf jeden Fall. Ist ein schönes Projekt aber auch. Das ist schön, weil das ist mal so, da macht 360 Grad wirklich Sinn.

Chris

Da macht es total Sinn. Und wie gesagt, die Geschichte mit dem hinter der Ecke stehen und dieses Stativ da irgendwie reinzuhalten. Ich dachte erst, naja, das wird alles irgendwie verwackelt, weil da hast du auch nicht ganz die Ruhe dann. Du hältst ja am ausgestreckten Arm dann noch diese ausgestreckte Stange, wo dann am Ende diese Kamera mit ihrem Gewicht runterzieht. Das hat aber tatsächlich richtig gut funktioniert. Und du brauchst keinen Monopod irgendwie mit Stativchen, Stativchen, sondern das geht auch so für so ein Projekt auf jeden Fall völlig Selbstauslöser und Kameratossing.

Boris

Kam hier noch als Vorschlag. Also einfach getimt die 360 in den Raum schmeißen, ist auch noch eine Option.

Chris

Immerhin, das ist die X4, das ist glaube ich die erste von den Insta360 Kameras, wo du die Linsen tauschen kannst. Weil das Die sind schon sehr exponiert. Dieses Ding kommt mit so mit so, mit so Plaste Hüllen über den Linsen. Also du kannst da quasi auf die Linsen kannst du so Polycarbonat Dome drauf machen, die dann die Linse schützen sollen. Aber die sind optisch so schlecht, Also wenn du dann die Kamera ein bisschen drehst, dann siehst du, wie das Bild so ein bisschen wabert, weil die einfach optisch nicht richtig gut sind. Dann musst du in der Kamera noch irgendwas umstellen, in der Software, dass das berücksichtigt wird, weil das irgendwie wahrscheinlich ein bisschen ändert oder so. Also das Ding wird natürlich ohne diese Dinger betrieben. In der Hoffnung, dass ich sie nicht irgendwo hinfallen lasse. Immer schön ins Etui zurück und so. Ja.

Boris

Ja, mei.

Chris

Also es hat sich dafür auf jeden Fall sehr bewährt und ich bring das Ding auch mal zum Kloster mit.

Boris

Mach das mal.

Chris

Für allgemeines Spielen und so. Damit kann man auch schön Drohnen-Shots simulieren.

Boris

Machen wir.

Chris

Genau.

Boris

Ja cool, schönes Projekt.

Chris

Ja und wenn es da mal ein Update gibt, also wir packen mal den Link in die Shownotes, ihr könnt euch gerne die Bilder selber angucken.

Boris

Gibt es da schon ein verabredetes Intervall, in dem du da schaust? Oder sagen die dir Bescheid? So, jetzt ist wieder soweit, nächster Schritt?

Chris

Oder wie läuft das? Nee, das war jetzt mal der erste Schuss, der erste Wurf und ich, ähm, Keine Ahnung. Also das wird jetzt mindestens mal noch ein Jahr oder länger weitergehen, dieses Projekt. Das ist nicht so, dass da jetzt irgendwie ein Trupp anrückt und da in eine Hauruck-Aktion viel macht, sondern das wird so Stück für Stück langsam aber sicher erarbeitet. Also ich glaube, das geht vielleicht auch noch zwei Jahre oder so. Weiß es nicht genau.

Boris

Also machst du jetzt so wahrscheinlich gefühlt alle drei Monate mal ein Update oder so?

Chris

Ja, oder alle halbe Jahr oder so. Mal schauen. Oder wenn sich was Großes geändert hat. Wenn jetzt irgendwie, jetzt wird gerade die Außenwand geflickt.

Boris

Oder entrümpelt oder solche Geschichten.

Chris

Irgendwie so. Wird sich dann zeigen, da müssen Böden erneuert werden. Da muss richtig rennen.

Boris

Ja, haben wir ja gerade gesehen auf den Bildern.

Chris

Da muss richtig was passieren.

Boris

Insofern, wie man so schön sagt.

Chris

Genau. Tja, so sieht es aus.

Boris

Schon mal über Reisen und Neubauen nachgedacht. Mann, Mann, Mann.

Chris

Es gab tatsächlich von den ortsansässigen Landwirten den Vorschlag, man könnte es doch einfach, abreißen und Parkblaster hinmachen.

Boris

Das finde ich jetzt nicht so charmant.

Chris

Nee, ich auch nicht. Es geht ja darum, das Ding zu retten. Das ist ein altes, historisches Gebäude. Da sind viele, die im Dorf groß geworden sind, die da noch als Kinder vielleicht sogar noch zur Schule gegangen sind oder so.

Boris

Verstehe.

Chris

Das hat History und ist ein schönes Gebäude.

Boris

Und Emotionen halt und so. Ja, genau. Ich weiß, dass aus solchen alten Dingen richtig was werden kann. Wir haben das ja in Einbeck gesehen. Die haben die Innenstadt ja ganz fantastisch mit diesem alten Fachwerk restauriert. Und auch in Nordheim gibt es einige Gebäude, die sie wirklich richtig, richtig toll gemacht haben. Also man kann da was machen, aber da geht viel Arbeit rein.

Chris

Tja.

Boris

Schön apropos Arbeit, es gibt eine neue Aufgabe für euch, denn die Nameaufgabe läuft jetzt am 9. April aus und deswegen gibt es neues Futter, die neue Aufgabe, die heißt Gericht, Gericht. Mit Absicht etwas mehrdeutig gehalten. Die läuft vom 9.04. bis zum 23.04. und das heißt für euch, dass ihr im Zeitraum vom 9.04. Bis zum 23.04. Loszieht, ein neues Foto macht, wie ihr das Wort Gericht fotografisch interpretiert. Das Ergebnis ladet ihr bei Flickr hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSB Gericht. Alles zusammengeschrieben.

Chris

So, und bevor wir jetzt zu den Terminen kommen, weil die sind ja ganz, ganz wichtig, noch ganz kurz die restlichen Dinge, die wir über happyshooting.de slash high bekommen haben.

Boris

Noch mehr? Oh mein Gott.

Chris

Noch mehr, da sind nämlich noch ein paar. Der Detlef hat uns zum Beispiel geschrieben, Moin, bekanntlich ist guter Rat teuer, wenn zwischen Pest und Cholera zu wählen ist. Das ist jetzt etwas überspitzt formuliert, aber siehe weiter unten. Smartphones sind in der Vergangenheit bezüglich der Natürlichkeit der Bilder ja leider immer mehr ins Abseits gedriftet. Das ist eine relativ lange Mail. Ich habe sie mal ein bisschen gekürzt. Es geht um eine Entscheidung zwischen stark Software-Ki-basierten Smartphone-Fotos und den klassischen optischen Schwächen eines Teleobjektivs. Und Detlef geht es darum, es ist die Frage, welche Art von Bildfehlern für Fotografen schwerer wiegt. Und seine These ist, dass Smartphone-Fotos oft unnatürlich überbearbeitet wirken.

Kann durchaus sein er sagt, dass Tests meistens die Schärfe und Klarheit und Kontrast belohnen statt Natürlichkeit das halte ich für korrekt weil wir erinnern uns, ich habe ja schon mal diese Story, von Lothar aus Berlin gehabt, der war da mal Laborleiter und der meinte ja, die Leute beschweren sich am meisten, wenn die Kontraste und Farben nicht knallen und, Und das wollen die Leute, ja. Das ist aber nichts Neues. Das haben wir eigentlich schon immer gehabt. Dann schreibt er, dass Apple im Beispiel überraschend gut diese Lichtstimmung erhalten hat. Er hat zum Beispiel mit so einem Gegenlicht erwähnt. Und für ihn steht das Sony Xperia für sanftere und fotografisch natürlichere Bildaufbereitung. Er muss jetzt aber sein Xperia 5 ersetzen. Und iPhone kommt bei ihm nicht in die Tüte und deshalb fragt er, was ist schlimmer eine aggressive Computational Photography, wie es viele Smartphones machen oder eben diese optischen Schwächen eines echten, Teleobjektivs und sucht letztendlich, wenn ich das richtig interpretiert habe, nach so einer, markenfreien Einschätzung von uns und.

Ich habe jetzt weder Überblick über die aktuelle Landschaft was Smartphones angeht. Ich weiß, dass mit entsprechenden Apps durchaus an dem ganzen Optimiererei vorbei fotografiert werden kann. Also das bezahlte Haylight zum Beispiel bietet ein Zero Processing an.

Boris

Gibt es mit Sicherheit für Android-Plattformen auch sowas.

Chris

Das gibt es mit Sicherheit für Android-Plattformen auch. Das heißt, die eingebaute Software ist aber in der Regel halt auch die, die eher knallige Bilder macht, damit die Leute boah sagen, weil damit verkaufst du die Dinger. Das stellen wir jetzt einfach mal zur Diskussion, würde ich sagen.

Boris

Das geben wir gerne an die Community weiter. Es gibt so eine Fülle an Geräten da draußen mit verschiedensten Kameras und jeder behauptet von sich, die Beste zu sein. Und wie viel davon dann optisch das Beste ist und wie viel da die Berechnungen hinterher kommen. Dazu beitragen. Ich fand es bei dem Vlogger MKBHD, Markus Brownlee, das fände ich mal ganz interessant, der macht das, ich weiß nicht, ob das immer einmal im Jahr passiert, da lässt er halt die verschiedenen Smartphone-Kameras gegeneinander antreten und stellt die eben seiner Community zur Verfügung und dann gibt es immer ein Shootout, welches Bild ist das beste, dieses oder dieses, dieses oder dieses Und dann ist das halt so ein Eins gegen Eins und du weißt nicht, womit es gemacht ist, sondern du entscheidest nur. Und das ist zum Beispiel sehr interessant, dass die iPhones da generell nicht besonders gut abschneiden. Wahrscheinlich, weil sie eben einfach ein bisschen drüber sind. Die iPhones tendieren dazu, eher kühlere Bilder zu machen zum Beispiel und wärmere Bilder werden eher positiv wahrgenommen. Und ja, da gewinnen halt in der Regel irgendwelche Android-Geräte. Kannst du gerne mal nachsuchen, findest du auf YouTube oder findest du auch eine Webseite dazu, glaube ich, wo das gezeigt wird.

MKBHD, also Marcus Brownlee, MKB und HD, weil es halt HD ist, ein Kanal.

Chris

Das ist mehr als HD.

Boris

Ja, damit fing es damals an. Da findest du das. Vielleicht ist das für dich nochmal eine Entscheidungshilfe oder ein Kriterium? Ansonsten wie gesagt, Empfehlung aus der Community, aber ich werde vermuten, dass jeder sein oder ihr Gerät empfehlen wird, weil es gab ja eine Entscheidung, genau das Gerät zu kaufen. Von daher. Wenn du mich fragst, würde ich eher Einschränkungen verwenden, in der optischen Qualität in Kauf nehmen, weil in der Regel die Geräte heutzutage alle auf so einem Niveau sind, dass mich das wahrscheinlich nicht stören würde. Wenn dagegen die Computational zu hart zupackt und man zu viel Aufwand hat, das immer wieder abzudrehen, wird mich das wahrscheinlich mehr nervten. Das ist so, das war mein Bauchgefühl.

Chris

Tja. Gut, dann haben wir von Jürgen noch bekommen, ein Netzfund der letzten Fotofachgeschäfte mit echtem Tiefgang. Diesmal aus Dresden, herrlich analog und digital. Der Laden Görner. Das geben wir hier gerne weiter, weil Fotofachgeschäfte sind rar und selten. Heute gibt es vielleicht beim DM noch eine Fotoecke, wo man noch zwei Filme kriegt und sowas, aber wenn es darum geht, wirklich professionelle Unterstützung zu bekommen bei verschiedenen, Dienstleistungen und so weiter, dann sind solche Fachgeschäfte immer noch ganz wichtig und ganz toll. Also die sind in Dresden in der Königsbrückerstraße 70 und dann hat er uns gleich noch ein zweites hinterhergeschickt und sagte, ich bin mal wieder über einen kleinen und gestolpert, einen echten Fotoladen mit vollem Service. Gibt es seit circa 120 Jahren alles, was wirklich alles, was Fotografie ausmacht und zwar in Aarau in der Schweiz.

Das ist Fotoschatzmann. Und die haben sogar eine hauseigene Analog Kamerawerkstatt. Das heißt, die reparieren und ja, also Fotoläden sind auf jeden Fall, Cool und sollten weiter auch Kundschaft haben. Also Jürgen schreibt weiter, vielleicht mal eine kleine Serie über Fotoläden, ein Dreiteiler.

Boris

Wenn du mir die Reise finanzierst.

Chris

Eben, ich finde, ihr solltet auf jeden Fall, alle, die jetzt zuhören, solltet ihr in eurer Umgebung einen Fotoladen haben, der auch wirklich noch ordentlich Dienstleistungen anbietet und nicht nur irgendwie drei Kompaktknipsen im Schaufenster hat, dann ist es cool, wenn ihr das hier mal meldet. Das ist auf jeden Fall wert, hier drüber berichtet zu werden.

Boris

Ja, auf jeden Fall.

Chris

Damit ...

Boris

...

Chris

... ... ... Und damit kommen wir zu den Terminen und das ist heute mal wieder eine spezielle Termingeschichte, weil Jürgen ist nicht mehr alleine. Wir haben in den letzten sieben Tagen 67 Einreichungen bekommen. Wir sind jetzt deutlich über 300 Termine im Kalender. Da haben sich hervorgetan der Andi, der Hendrik, der Stefan, der Wolf und natürlich der Jürgen. und der Jürgen liefert sich jetzt gerade ein Kopf-an-Kopf-Renne mit dem Klaus, der nämlich fast genauso viel wie der Jürgen reingeworfen hat. Also wir haben jetzt zwei Power-Eintrager.

Boris

Stark, sehr stark.

Chris

Und es ist einfach abgefahren. Also Leute, ihr seid alle klasse und wir freuen uns total, wenn ihr das hier unterstützt.

Ja und deshalb fangen wir jetzt einfach mal kurz an mit ein paar ausgewählten Terminen. Also wir sind jetzt wieder bei, ich glaube sieben Termine habe ich rausgesucht. Das ist einmal eine Fotobörse und zwar eine Gebrauchtgerätebörse in Milbertshofen, 8089 Milbertshofen, falls ihr gebrauchte Geräte haben wollt. Dann eine Ausstellung Frauen leben Landwirtschaft im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Kiekeberg ist auch schön. Wie vielfältig die Leistungen und Rollen von Frauen in der Landwirtschaft sind, aber auch wo noch Knackpunkte liegen, zeigt die Fotoausstellung auf 18 eindrucksvollen Porträts. Dann in Berchtesgaden Waldameisen, Superheldinnen auf sechs Beinen. Im Berchtesgadener Nationalparkzentrum Haus der Berge gewährt der Tierfotograf Ingo Arndt noch bis zum 28. April in einer großformatigen Ausstellung faszinierende Einblicke in das komplexe Leben und die beeindruckenden Strategien von Waldameisen. Dann in Saarbrücken Doppelbelichtung Saarbrücken im neuen Licht, 28 Fotografien von Peter Bülder, die Saarbrücken in Zeitcollagen zeigen.

Ist das hier auf dem Bild? Leider ohne Bild, aber immerhin auf der Website. Eine Verschmelzung von Tag- und Nachtaufnahmen zu surrealen Stadtansichten.

Boris

Das finde ich eine tolle Idee.

Chris

Ich auch. Miriam Elburn, experimentelle Fotografie in Aarhaus. Untersuchung der Materialität von Bildern durch freigelegte Polaroidschichten und neu zusammengesetzte Fotografien. Auch das klingt sehr, sehr spannend. Dann in Dettenhausen, 72135 Dettenhausen, Kunst und Karambolagen. Das Schönbuchmuseum in Dettenhausen zeigt gleich zwei Ausstellungen, Fotos aus Polizeiarchiven und Werke von drei Künstlern. Fasziniert und gruselig zugleich.

Boris

Das ist mal eine starke Idee.

Chris

Es ist doch cool, oder? Und last but not least Studien nach der Natur in Dresden. 90 historische Fotografien von August Kotsch. Darunter Naturstudien wie große Kiefer mit Schnee, die international prämiert wurden. Unter anderem in der Weltausstellung Wien 1873. Alle sind auf Kolodium, Albumin oder Silbergelatinenpapier belichtet. Das waren die ausgesuchten Ausstellungen und jetzt sagt uns Jürgen noch was über eine Ausstellung.

Einspieler

Hallo Community! Die Fotoausstellung der Woche. Wir schauen nach Essen. Dort zeigt der Amateur und Hobbyfotograf Klaus Fritsche aktuell seine Schau zwischen Planung und Zufall. Facetten meiner Fotografie. Ich liebe einfach diese kleinen, aber feinen Ausstellungen. In 44 Werken präsentiert Fritsche im evangelischen Fachseminar für Pflegeberufe die ganze Bandbreite seines Schaffens. Von weiten Landschaften bis zu urbanen Momenten. Der Titel ist Programm. Die Ausstellung lotet den Spagat zwischen festem Konzept und dem flüchtigen Zufall aus, der oft erst vor dem kurzen Auslösen der Kamera entsteht. Beeindruckende Ausstellung.

Diese ist noch zu sehen. Von Montag bis Donnerstag immer von 9 bis 16 Uhr. Und ein absolutes Highlight kommt noch, die offizielle Vernissage. Am 17. April um 17 Uhr. Dort wäre es perfekt, um mit dem Fotografen persönlich ins Gespräch zu kommen. Und ein weiterer Tipp für alle Fotofans und Ausstellungsliebhaber. Die Werke gibt es nicht nur vor Ort zu sehen. Begleitend ist ein hochwertiges Dokumentation darüber entstanden für 18 Euro und auch in Kürze ein E-Book. Und wer sich die Motive nach Hause holen möchte, auch daran hat er gedacht, alle Bilder sind über Saal Digital online als hochwertige Drucke bestellbar. Hut ab vor dieser rundum gelungenen Präsentation. Als Amateur kann man nicht mehr machen. Deswegen gehen die Grüße heute raus, unbekannterweise an Klaus. In diesem Sinne 3, 2, 1, happy shooting!

Chris

Ja, Klaus als neuer Hyper-Submitter ist es tatsächlich auch in den Hintergrundgesprächen schon Thema gewesen. Mensch, muss man anschauen, wie viel der Klaus reingehauen hat. Also Klaus, dir noch ein ganz besonderes Danke. Du bist fast am Überholen schon. Und an dieser Stelle einfach nochmal der Hinweis kalender.happyshooting.de mit Umkreissuche um eure Postleitzahl mit entsprechenden Direktlinks oder Kalendereinträgen, die dann ganz automatisch aufpoppen, wenn es Ausstellungen gibt. Wir sorgen dafür, dass ihr keine Entschuldigung mehr habt, nicht in eine Ausstellung zu gehen. Das ist das Ziel, was wir mit diesem Kalender haben. So, damit sind wir.

Boris

Jochen weist noch darauf hin, das möchten wir hier als Termin auch noch kundtun. Am letzten Sonntag im April ist wieder Pinhole Day.

Chris

Richtig. Und der letzte Sonntag, was ist der letzte Sonntag im April?

Boris

Da sind wir bei den Klostergeistern.

Chris

Da sind wir bei den Klostergeistern. also da müssen wir auch noch eine Pinhole-Kamera mitbringen. Irgendwie müssen wir das doch glaube ich umsetzen. Also schauen wir mal, was wir da analog hinbekommen.

Boris

Danke Jochen nochmal für die Erinnerung.

Chris

Und wir sagen danke, dass ihr dabei wart heute und oder an einem anderen Tag aus der Konserve. Auch nochmal ganz vielen Dank an allen anderen, die uns helfen, diesen Podcast überhaupt zu machen. Eben so Leute wie Jochen, die jetzt uns tolle Hinweise geben oder Klaus und Jürgen und alle anderen, die in den Kalender eintragen oder die im Hintergrund anderweitig hier den Podcast unterstützen. Ihr seid die Besten.

Boris

Alle anderen.

Chris

Alle, alle, alle, alle.

Boris

Alle, alle, alle, alle, alle, alle, alle, alle.

Chris

Und natürlich auch danke, dass alle die, ich kann nicht mehr, danke allen, die tatkräftig hier mithelfen, die helfen, helfen, die Shownote, Kalender betreuen und ansonsten.

Boris

Alle, alle, bis bald, macht's gut, bis nächstes Mal.

Chris

3, 2, 1, Happy Shooting.

Shownotes

  • Video zur Episode
  • Text-/Audio-/Videokommentar einreichen
  • HS-Hörer:innen im Slack treffen
  • #hsfeedback

    • Nachtrag zu japanischen/chinesischen Schriftzeichen
    • von Stefan: Besuch im Leica Museum
    • Titel für einen neuen Workshop: LichtGestalten
    • von Paul: Fotorucksack, der in ein Flugzeug Handgepäck passt
    • Vergrößerungsfaktor in Lightroom
    • von Arne: Vermisster Workshop
    • von Manuel: Fotolabore
    • von Erik: Abspeichern als RAW und JPEG ohne Hintertürchen?
    • von Rüdiger: 3D gedruckte Kameras
    • von Jürgen: Fotofachgeschäft Görner in Dresden und Schatzmann in Aarau in der Schweiz

    Aus der Preshow

    • Kosten defekter Leicas

    HS Workshops

    Statt Werbung

    Themen

    News

    #HS-Aufgabe (Alle anschauen)

    • Aktuelle Aufgabe "Name" mit dem Tag "hsbname" vom 26.03.2026 bis 09.04.2026
    • Neue Aufgabe "Gericht" mit dem Tag "hsbgericht" vom 09.04.2026 bis 23.04.2026

    Termine (alle anschauen | neuen Termin eintragen).
    Aktuell 34 Termine

    Hausmeisterei II