#941 - Die Luft ist blau
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Happy Shooting, Folge 940.1. Die Luft ist blau. Die heutige Folge wird euch präsentiert von Villageister. Happy Shooting, der Fotopodcast. Moin Chris, da sind wir wieder.
ChrisIch weiß nicht, wie ging das nochmal? Ich muss jetzt auch was... Hallo. Hallo!
BorisIch musste auch erst mal gucken, ob hier alles noch funktioniert.
ChrisGuten Tag!
BorisAlles eingestaubt hier. Musik, eure Moderatoren, Boris und Chris. Ich hatte tatsächlich so, ich hatte hier alles hochgefahren und geguckt und lese noch in Ruhe hier durch unsere Shownotes durch und habe noch ein paar Sachen ergänzt und denke so, mal gucken, wann sich Chris meldet. Ich denke, oh, vielleicht sollte ich noch den Browser starten hier mit unserer Live-Verbindung, damit ich auch mitkriege, wenn du dich meldest. Ja, man ist ein bisschen raus.
ChrisEs war ein wilder Ritt hier und die Sendung musste zweimal ausfallen und jetzt sind wir aber wieder da und, wir sind Happy Shooting ich muss echt überlegen gerade wir sind Happy Shooting, der Fotopodcast wir senden hier wir nehmen hier einmal die Woche einen Podcast auf und das machen wir auch live auf Video auf den üblichen Portalen und ihr könnt uns auch zugucken kommt dann einfach mal auf happyshooting.de oder live.happyshooting.de und da könnt ihr dann auch dabei sein. Außerdem reden wir über Fotografie. Ich glaube, das habe ich noch nicht dazu gesagt. Fotografie ist das Thema im weitesten Sinne. Und ich finde das übrigens immer sehr lustig, wie uns der George Nussbaumer, unser Sprecher, ankündigt. Hier sind eure Moderatoren. Das klingt so unglaublich förmlich. Fühlst du dich als Moderator?
BorisIm weitesten Sinne ist das so.
ChrisIch weiß nicht. Ich weiß nicht, wie moderat wir sind.
BorisJa, aber so diese englischen Begriffe, Podcast, Host und so, das muss auch alles nicht sein.
ChrisAuch doof, ne?
BorisIst schon, das passt schon. Wir moderieren.
ChrisWir haben es ja damals ihm quasi so aufgeschrieben.
BorisNa klar.
ChrisEr hat sich das nicht einfach ausgedacht, das kommt ja von uns.
BorisEs ist klassisch, das muss so.
ChrisJa, das habe ich auch nicht vor, das zu Ende. Gut, heute mit, ja, wir müssen ein bisschen was aufholen. Wir haben ja so viele Themen. Die letzte Sendung, die wir hier gebracht haben, ist von vor drei Wochen, die, 940 aus dem Kloster gewesen, die Live-Sendung, also die live aufgenommene Sendung mit Publikum. Ja, Seitdem hat es diverse Kleinigkeiten gegeben. Wir werden jetzt nicht drei Wochen News aufarbeiten hier. Das ist, glaube ich, sinnfrei, wenn wir jetzt einfach irgendwie einen einstündigen News-Blog machen würden. Das meiste, was so gegangen ist. Wir haben uns noch ein paar Sachen rausgepickt.
BorisJa, ich habe ein paar Sachen rausgesucht, die mich interessiert haben. Und ansonsten ist bei mir vor allen Dingen eine Menge passiert. Etwas wurde ja auch schon auf Klostergeister gesagt, falls ihr die Folge nicht gehört habt.
ChrisSpoiler euch hier nicht. Wir müssen noch mal über Boris Leiker reden.
BorisAber es wird einen Leica-Blog geben.
ChrisJa, das ist auch gut so. Ja, und dann haben wir natürlich beim Klostergeister-Workshop, da sind wir jetzt in der Sendung noch nicht so drauf eingegangen, habe ich am Abschlussabend auch noch mal so ein bisschen was aufgenommen. Also einfach noch mal ein paar O-Töne aufgenommen. Wir haben auch Video gedreht und da ein bisschen was draus gemacht. Zeigen wir gleich. Ne, zeig mal jetzt, wie wäre das, wenn man das jetzt kurz eindingsen, da muss ich hier noch kurz wechseln, ja, weil, also, um es kurz einzuleiten, also, ich habe alle möglichen Leute ein paar Fragen gestellt, so mit dem Mikrofon vorm Gesicht. Und da war unter anderem auch eine Person dabei, die zwar mit dem Klostergeister-Workshop verbunden ist, aber nicht teilnimmt. Und das ist die Frau von Jürgen, die Judith. Und die hat mir halt mal erzählt, wie das von außen ist, so als Nicht-Teilnehmerin. Und ich fand das so schön, dass ich dann quasi das, was sie so erzählt hat, als Grundlage für diesen Schnitt hier genommen habe. Und das gucken und hören wir uns doch mal an. Also da ist auch ein Video dabei.
Flostergeister ist ein großes Geschenk für meinen Mann und irgendwie auch für mich. Ich bin Judith, die Frau von Jürgen, der schon sehr, sehr, sehr lange Happy-Shooting-Fan ist und schon sehr viele Jahre Klostergeister-Fan. Ich habe erst verstanden, als ich hierher gekommen bin ins Kloster, was dieser Ort für euch bedeutet. Eine Woche Auszeit, eine Woche nicht funktionieren müssen, eine Woche kreativ sein, eine Woche Verbündete finden, Gleichgesinnte finden. Ja, ein bisschen komisch, aber mein Highlight war, zum ersten Mal einen Film zu entwickeln und mit einer analogen Kamera draußen rum zu stehen und erst mal überlegen zu müssen, welche Knöpfe muss ich jetzt bedienen. Ja, ich habe Dinge gelernt und zwar Dinge, die ich auf anderen Workshops nicht gelernt hätte. Und Jürgen kommt jedes Mal total tiefenentspannt nach Hause, hat Lust auf Fotografie und hat nochmal verstanden, was dieses Hobby ihm bedeutet, nämlich seinen Blick auf die Welt zu schärfen. Ja, eindeutig weniger techniklastig. Mehr Bildbesprechung, mehr im Fokus stehend. Das, was uns am meisten interessieren müsste, das Foto.
Und da ist eben der Mensch hinter dem Objektiv, der Mensch hinter der Kamera und das sehende Auge und nicht nur Technik. Das macht einfach ziemlich viel Spaß und du siehst hinterher ein Ergebnis, was du selber gemacht hast und es ist null wertend, man braucht keine Angst zu haben, dass irgendwie jemand ankommt, das sieht blöd aus, mach das nochmal, sondern es wird einfach das angeguckt, was existiert.
Und das dann so ein Hobby in Gemeinschaft zu erleben, weil man ist ja ganz oft alleine hinter seiner Kamera, das ist das, was meinem Mann, glaube ich, besonders Spaß macht. Und er kommt immer inspiriert und mit verrückten Sachen zurück. Hat mich auch immer sehr gefreut, egal ob das alte Hasen sind oder Häsinnen oder neue Teilnehmende, die sind alle immer sofort eine Gruppe. Das ist niemand draußen, alle werden mitgenommen, jeder lernt was. So viel Zeit, sich wirklich mal um die Fotografie zu kümmern, ein Thema zu kümmern, mal auszuprobieren, egal was man machen wollte, ein Thema, ein Genre, ein Objektiv, eine Technik, beste Gelegenheit einfach. Und Kloster ist natürlich immer eine Reise wert, es ist ja fast wie Urlaub hier. Und manchmal kommt er auch mit total verrückten Sachen hierher, wie gesammelten Sardinendosen oder einem Getränkewagen als Riesenkamera oder ich weiß nicht, was er noch alles gemacht hat. Heute hat er einen Drucker mitgebracht, der eigentlich ein Farbdrucker ist, aber super Schwarz-Weiß-Brüder druckt. Und allein dieses Einfachmachen und Spaß haben, das ist das, was Klostergeister ausmacht.
Ja, auf jeden Fall. Komm her, guck's dir an. Ist toll. Machen, ganz klar. Einfach machen, es lohnt sich, macht Spaß. Machen, einfach kommen und machen. Das ist einfach ein fantastischer Ort. Diese Ruhe, die hier ist, das ehrt es, glaube ich, total.
Hach. Das erdet. Ja, also Judith, an dich nochmal ein dickes Danke. Das war echt, du hast da sehr viel zusammengefasst, wo uns da manchmal die Worte fehlen, weil wir es halt schon Millionen Mal gemacht haben. Also war es, glaube ich, das 17. Jahr.
Da sieht man so Dinge gar nicht mehr. Weißt du, dass das eben... Und dass sich da eben eine Gruppe quasi von ganz allein bildet. Also dieses Jahr war es ja wieder eine Altersspanne mit Sophia als Jüngste. Die hat also den Schnitt gut runtergezogen. Und das hat aber trotzdem alles so prächtig funktioniert. Ähm, also auch dass das neue quasi Schwupps Teil dieser Gruppe sind, ähm, diese Gemeinschaft spielt da echt eine riesengroße Rolle, keiner bleibt außen vor und wie Peter gesagt hat, ist fast wie Urlaub, also es ist ja fast so dort und dass man dann nach Hause kommt und erstmal so ein bisschen auf Wolke 7 schwebt, also ich hab früher mal gesagt, das ist wie eine Vitaminspritze die halt irgendwie noch ein paar Monate lang vorhält ähm, Ja, und dann das Kloster als Ort mit seiner Ruhe, mit dem, wie Judith so schön gesagt hat, du musst nicht funktionieren, weil das drumherum, das funktioniert halt einfach. Du kriegst was zu essen, du kannst schlafen und du hast Fotografie ansonsten. Das ist wirklich Oh und im Slack schreibt genau, unter Jürgens Account, hier schreibt Judith, vielen Dank für diesen tollen Film, das ist ein echter Gänsehautmoment, das zu hören Ein wunderschönes Geschenk für unsere heutige Silberhochzeit. Oh, Gratulation!
BorisGratulation!
ChrisJaja Jaja, also Klostergeister war echt runde Woche dieses Mal, das kann man glaube ich nicht anders sagen, es ist faszinierend, wie sich dieser Workshop über die letzten, Also verändert sich hier eh ständig, aber über die letzten zwei Jahre wirklich nochmal so eine ganz intensive Transformation hingelegt hat.
BorisWas mir ja aufgefallen ist, und das hatte ich ja auch unten in der Runde gesagt, als wir im Gewölbe saßen, wir haben ja immer auch Gespräche mit den anderen Kursen. Da finden ja zeitgleich mit uns noch andere Kurse statt. Diesmal waren es wieder die BildhauerInnen, die dabei waren, aber es war auch ein Englischkurs dabei mit Menschen, die einfach gerne nochmal ihr Englisch frisch halten wollen oder aufpolieren wollten. Die hatten auch sehr viel Spaß mit diversen Themen. Und ich habe so mit einigen zusammengesessen am Mittagstisch und am Abendbrotstisch und auch beim Frühstück und so. Und die haben natürlich auch gefragt, was wir denn so machen. Und sie hätten ja auch eine Kamera, aber eben ja nur so eine einfache. Die eine hat auch gesagt, sie hat auch so eine Spiegelreflexkamera mit einem ganz guten Zoom-Objektiv. Aber sie wollten sich jetzt irgendwie was Besseres und so weiter. Aber sie kennt sich halt nicht so aus so mit Blende und mit, Belichtungszeiten und so und da ist mir dann, das hat dann einmal so Klick gemacht und da habe ich dann gesagt naja, also das war dann glaube ich am Mittwoch oder Donnerstag ich sage, über solche Themen haben wir auch diese Woche noch gar nicht gesprochen weil die gerade für das Thema, was wir da angegangen haben eigentlich sehr irrelevant ist und ich sage, die Leute könnten diesen Kurs auch mit einem Smartphone machen.
ChrisHaben ja schon welche.
BorisJa, und plötzlich hatte ich sie im Gespräch und ach, erzählen sie mal so oder wie kommt denn das? Und ja, Aber Technik ist halt nur die eine Seite.
ChrisRichtig, aber der war natürlich früher schon noch techniklastiger. Aber es ist ja nicht nur die Technik besser geworden, sondern die Leute sind ja auch mitgewachsen.
BorisEs sind ja viele dabei, die zum wiederholten Mal dabei sind.
ChrisDass wir jetzt irgendwie lauter 20-Jährige auf dem Workshop hätten. Also die wachsen ja mit, die kommen ja mit, die werden fotografisch auch besser. Das ist auch immer wunderschön zu sehen, wenn Leute wiederkommen, was da für eine Entwicklung stattfindet. Und das heißt, der Klostergeister-Workshop, wie auch viele andere Workshops, müssen sich natürlich auch weiterentwickeln, müssen natürlich auch Themen anbieten, wo die Leute noch was lernen können und die wenigsten von denen müssen noch lernen, wie man, Blende oder eine Belichtung einstellt. Ja, kann man alles machen, aber du musst heute eigentlich nicht mehr wissen, wie das mit dem, mit der Einstellung von Zeit und Blende und so funktioniert, wenn du einfach anders belichten möchtest, weil du bei den Kameras heute natürlich über eine Belichtungskorrektor arbeitest. Du kannst das schon lernen. Das kann man bei uns auch kriegen, aber es ist nicht mehr so maßgeblich, wie es früher mal war, weil früher hattest du dann halt ein schlecht belichtetes Bild, fertig. Das passiert heute nicht mehr so oft.
BorisJa, wenn du mit Blitzlicht arbeitest, ist es halt tatsächlich noch relevanter. Aber das war eben dieser Kontrast, der mir auch aufgefallen war. Bei unserer kurzen Blitzsession, die ich ja wieder gemacht habe, da musste man plötzlich über diese Dinge sprechen, weil plötzlich war das wichtig, welchen der Parameter du jetzt veränderst, wenn du das Blitzlichtbild heller oder dunkler haben willst und so. Plötzlich ist das relevant. Und da habe ich gedacht, ey, das ist krass. Wir haben jetzt sehr, sehr viel in diesem Workshop vermittelt und gemacht. Und ja auch experimentiert und nichts davon hatte damit zu tun, wie weit muss ich die Blende auf oder zu machen und das war schon echt stark das war mal wirklich, ja auch für mich sehr erfrischend tatsächlich.
ChrisTja und jetzt ist großes Wehen und Klagen in der Klostergeister Community weil wir haben ja das neue Datum angekündigt und wir sind jetzt ja jahrelang immer so im Frühjahr unterwegs gewesen, Mai April Nein. Nächster Termin nimmst du halt im September nächstes Jahr. Das ist noch herbstlange hin. Und es war ein großes Zetern und ein großes, wie soll ich die Zeit denn rumkriegen bis dahin. Also wir sind natürlich schon am überlegen wie man das überbrücken kann wir haben, möglicherweise machen wir zwischendurch nochmal irgendwie ein Fotowalk langes Wochenende oder so, irgendwo in der irgendwo in Deutschland kriegen wir möglicherweise was hin dann kamen wir vorhin in der Pre-Show noch dieses ja Moment mal, ihr macht doch da noch so einen kleinen zweiten Workshop in die Richtung was wir tatsächlich tun, Also hier, das ist die Workshop-Website, die verlinken wir natürlich auch in den Shownotes. HappyShooting.de.
BorisSlash Workshops.
ChrisGenau, Klostergeister ist hier noch grün, eigentlich sollte der schon rum sein. Wir haben im Juli jetzt noch einen Workshop, diesen Fotoprojekte realisieren Workshop, da geht es um das Thema weg vom Einzelbild hin zur kuratierten Serie. Da tauchen einige dieser Themen von Klostergeister natürlich wieder auf. Der ist nicht uninteressant, der wäre im Juni und dann haben wir, einen Villageister-Workshop, der eigentlich ins Leben gerufen wurde, weil wir so, naja immer das im tiefen Süden unten machen, bei Sigmaringen im Donautal, unser Klostergeister und dann haben wir überlegt, ob wir hier im Norden vielleicht auch nochmal sowas in die Richtung gestemmt bekommen und haben dann diesen Villageister uns ausgedacht. Ist nicht ganz Klostergeister, weil bei Klostergeister bist du halt eine Woche lang mit allen irgendwie unter einem Dach. Das geht hier schlecht, aber wir machen hier so einen Intensivworkshop, der nicht nur Wochenende ist, sondern noch einen halben Tag dazu. Also fängt am Freitag, Mittag fängt der an und geht dann bis Sonntagabend.
Wo wir auch so ein paar der wirklich guten Elemente vom Klostergeister-Workshop rüber retten, quasi hier in die Viewfinder-Villa. Da geht es also um Projekte, da geht es um viele Bildbesprechungen und so weiter, die ja auch jetzt dank neuer Technik auch ganz gut funktionieren. Also das Thema Bildbesprechungen geht halt jetzt auch einfacher mit Self-Service und so weiter. Da haben wir also schon einiges gedreht. Ja und dann wäre da so der Villa-Geister-Workshop. Also der findet statt im August, Mitte August. Das ist als Hinweis. Also Link in den Shownotes dazu, falls ihr da Bock habt, Interesse habt und ansonsten, wie gesagt, schauen wir mal, ob wir da vielleicht irgendwie so im Herbst nochmal irgendwie so ein ungezwungenes Wochenende nicht als Workshop, sondern einfach als Meetup irgendwo hinbekommen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass da was geht. Aber ansonsten packt es euch in den Kalender, denn 20. bis 25. September 2027 ist der nächste offizielle Klostergeistertermin. Das sind auch gute Chancen, da reinzukommen. Die Anmeldung ist noch nicht offen, das kommt erst noch. Geben wir hier Bescheid.
BorisMit den Arbeitgebern schon mal klären, wie das mit dem Urlaub ausschaut.
ChrisDas ist das eine. Das andere ist, wir hatten ihn dieses Jahr ja tatsächlich nicht ganz voll, aus verschiedenen Gründen, unter anderem, weil hier in meinem Umfeld so viel Stress war, der dann auch ein bisschen dafür gesorgt hat, dass ich nicht so viel Energie in dieses Thema stecken konnte. Aber vielleicht ist ja da für euch dann auch ein Platz nächstes Jahr.
BorisBestimmt.
ChrisJetzt aber genug.
BorisJa, ein paar News haben wir natürlich trotzdem.
ChrisWir haben übrigens auch Fragen von euch, aber die, weil die Sendung heute, glaube ich, länger wird.
BorisPacken wir in die nächste Sendung. Ja, ja, das räumen wir dann auf.
ChrisGenau, also ein paar News-Items haben wir. Du darfst mal einfach reingrätschen. Ich versuche mal nebenher die Webseiten aufzumachen, wenn ich mich erinnere, wie das geht.
BorisVersuch mal. Also von Canon ist vorgestellt worden die EOS R6V. Wohlgemerkt V und nicht 5 ich war nämlich auch erst irritiert und dachte eine R6 5, es ist doch gerade erst eine R6 Mark 3, rausgekommen, müsste dann nicht erst eine 4er kommen, bevor eine 5er kommt aber nein, das V steht hier tatsächlich für Video, ist also quasi, wenn ihr so wollt rein technisch gesehen, eine Canon R6 Mark 3 aber auf Video spezialisiert, als Video Variante, das ist daran zu erkennen dass sie zum Beispiel keinen Sucher hat. Das Gehäuse ist also etwas flacher, etwas kompakter. Also Bildkontrolle nur übers Display.
Dadurch etwas schlanker das Ganze. Hat eine aktive Kühlung drin. Ist also ein Lüfter eingebaut, damit man eben auch lange bei hohen Auflösungen oder Bildwiederholraten drehen kann, ohne dass abgebrochen wird wegen Überhitzung. Es ist der Sensor, der R6 Mark III drin, Also Vollformat, 32 Megapixeln, hat den gleichen Bildstabilisator wie die R6 Mark III, die Motiverkennung, Autofokus-Tracking etc. Also alles, wie ihr das von der Kamera kennt. Video macht sie bis 7K bei 60 Bildern die Sekunde. 4K bis 120 und 2K bis 180, also für Zeitlupeneffekte oder sowas bei 4K schon ganz nett, bei 2K dann nochmal einen Tacken besser. Und Open-Gate-Aufnahme, das heißt die gesamte Sensorfläche ins Video aufnehmen geht auch, sodass man dann später im Schnitt eben zuschneiden kann, wie man möchte. Das ist ja auch immer beliebter geworden an der Stelle. Und soweit ich das verstanden habe, kann man auf beide Speicherkarten nacheinander aufnehmen. Das heißt, wenn man sehr lange Video aufnehmen möchte, dann splittet wohl automatisch die Kamera das Video-File. Und wenn die eine Karte voll ist, wird auf der anderen weiter aufgezeichnet.
Schaut nochmal nach in den technischen Daten, ob ich das richtig verstanden habe. Aber ich meine, so war es gemeint. Außerdem ist 4-Kanal-Audio möglich. Das fand ich ganz spannend. Weiß ich jetzt nicht, ob das für Surround gedacht ist oder ob man da halt Ambient-Sound mit Stereo aufnehmen könnte und dann noch eben Protagonisten aufnehmen könnte. Zwei Stück davon. Da kann man hinterher dann vielleicht zusammenmischen, wie viel Ambiente man drin haben will. Aber wahrscheinlich kann man es nutzen, wie man will. Wenn man vier Kanäle hat, kann man damit ja anstellen, was man mag.
ChrisUnd der Burkhardt sagt so eine Art Nikon ZR. Ich denke, das ist schon so der Bereich, in dem die spielen sollen.
BorisNa klar, das wird eine der Antworten sein von Canon an dieser Stelle, genau. Fotos kann man natürlich auch machen damit, wie bei einer R6 Mark III eben auch, mit 32,5 Megapixeln bis 40 Bildern die Sekunde mit elektronischem Verschluss, mit Pre-Continuous, also schon beim Halbdurchdrücken schon irgendwie eine Sekunde aufzeichnen, dass man den Moment vor dem Bild auch noch eingefangen hat. Ja, relativ leichtes Gehäuse, Unter 700 Gramm, 688 steht hier geschrieben. Es gibt ganze zwölf programmierbare Tasten, wo man sich dann diverse Funktionen drauflegen kann. Der USB-C-Anschluss kann auch genutzt werden, um die Kamera als Webcam zu benutzen. Und es gibt einen vollwertigen HDMI-Anschluss, also volle Größe. Das wird auch viele freuen. So bekommen ist sie jetzt ab, na jetzt heute noch nicht, wo wir das hier aufnehmen, aber ab dem 24. Juni 2026 für zweieinhalb tausend Euro nach Liste.
Neues Objektiv ist auch noch vorgestellt worden, ein 20 bis 50 mm durchgängig Blende 4 mit einem integrierten Power-Zoom für Foto und Video. Da kann man dann entweder gleichmäßige Zoom-Fahrten mitmachen oder ein sogenanntes Zoom-By-Wire machen, also sehr sanft auch manuell zoomen, wenn man das möchte. Da wird man dann bei 1500 Euro liegen. Gleicher Termin, 24. Juni 2026. Also eine, wie ich finde, sehr spannende Videokamera. Aber jetzt als Fotokamera, Man kann sie dafür benutzen, aber ohne Sucher weiß ich nicht. Wenn ihr gerne über das Display komponiert, könnt ihr das sicherlich machen, aber wozu braucht ihr dann aktiven Lüfter? Also ich denke, wenn ihr Fotos machen wollt, dann werdet ihr, wenn ihr bei Canon seid, immer noch zur R6 oder R5 greifen.
ChrisIch finde das lustig, weil Canon Lüfter hat und die ZR hat keinen. Das ist schon spannend, dass die einen brauchen, offensichtlich und Nikon das ganz problemlos hinbekommt.
BorisIch kenne sie beide nicht. Ich mache kein Video, schon gar nicht in diesen Regionen, wo eine Kühlung notwendig wäre. Da reden wir ja dann auch über längere Aufzeichnungen mit hoher Auflösung und hoher Bildrate.
ChrisDa muss der Prozessor richtig viel arbeiten.
BorisIst absolut nicht mein Metier. Selbst wo ich mal ein Jahr lang Vlogging gemacht habe und die Kamera, auch die R6 durchaus, mal für Video dann auch schon eingesetzt hatte und getestet hatte.
ChrisAber nicht eine Stunde lang oder so.
BorisAber da machst du minutenlange Clips. und ich habe sie in Full HD gemacht. Also das kann man jetzt wirklich überhaupt nicht miteinander vergleichen. Von daher, da sollten sich mal Leute melden gerne, wenn ihr die ZR benutzt, die Nikon ZR oder jetzt eben dann, wenn es verfügbar ist, die Canon R6V. Wenn ihr sowas einsetzt, wie sind eure Erfahrungen damit? Also taugt das als Video oder sagt ihr, das ist alles Marketing-Schmarren und dann nimmt man lieber echte Videokameras, was auch immer das dann ist? Aber würde mich mal interessieren aus der Praxis heraus. Also es muss ja Leute geben, auch Leute, die hier zuhören, die andere Leute kennen, die wirklich professionell Videodokumentation, Film, Fernsehen machen. Da wird sowas doch eingesetzt werden, oder? Also mich würde mal ein Blick aus der Praxis da interessieren, wenn ihr da jemanden kennt oder selbst jemand seid. Meldet euch doch mal bitte.
ChrisMit Sicherheit. So, dann gibt es eine neue Kamera. Die ist aus dem Gerüchtestadium raus, die Sony A7R Mark VI, richtig?
BorisRichtig, die ist raus. Das ist ja bei der Canon eben ist ja auch die Frage, eine R6V. Das heißt, Canon hat nicht vor, eine R6 Mark V zu machen? Fragezeichen. Naja, wir werden es sehen.
ChrisAber hier ist es eine Mark VI, das ist keine VI, oder?
BorisNein, Sony ist weiter und hat die A7R jetzt tatsächlich in die Version VI gehoben. Geschrieben VI, also römisch VI. Und das ist mal wieder ein Technikmonster. Also Sony kann es halt. Wer Technikfan ist, der wird hier bedient, wie ich finde. Wir reden hier von 66,8 Megapixeln. Ich werde jetzt einfach 66 sagen. Interessant dabei ist, dass sie nicht mehr diese Triple-Auflösung anbietet. Also nicht die Wahl zwischen, was waren es, 62 oder sowas oder 36 oder 18 Megapixeln. Das meine ich, ging bei dem Vorgänger noch. Das gibt es hier nicht mehr. Also hier gibt es nur volle Auflösung, 66 Megapixel. Es ist ein neuer Stacked-Sensor. Den gab es bisher nur bei der A1 und der A9 bei Sony. Jetzt also auch in der A7-Klasse. Das bedeutet eben, dass er sehr schnell auslesen kann und eben Blackout-frei fotografieren kann. Wir haben einen Fünf-Achsen-Stabilisator bis achteinhalb Stufen in der Bildmitte, also wir sind hier einfach am technisch machbaren Limit.
30 Bilder die Sekunde mit einem elektronischen Verschluss bei 14 Bit Farbauflösung und das eben ohne Blackout, das heißt da wird halt nur ein Rahmen irgendwo flackern oder sowas, aber man kann das Motiv weiterhin verfolgen, 10 Bilder die Sekunde mechanisch, finde ich auch ganz in Ordnung das Ganze dann, wenn man es mechanisch macht, bis 16 Blendenstufen Dynamikumfang sagt Sony.
Wahrscheinlich auch irgendwelche Messwerte in irgendwelchen Labors, Auch Pre-Capture gibt es hier eine Sekunde vorher mit 30 Bildern die Sekunde und wem das zu viel ist, kann hier runterregeln. Ich glaube bis auf ein Bild, also 0,03 Sekunden vor Auslösung. Also könnt ihr alles fein einstellen hier, sehr feine Geschichte. Der elektronische Sucher mit 9,4 Millionen Punkten, wie beim Vorgänger, sehr hoch aufgelöst. Wobei ich meine, da gab es auch, es waren nicht immer 9,4 Millionen, die gezeigt wurden. Da gab es irgendwie auch einen Twist in der Geschichte. Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau, aber es war nicht so scharf, wie man vermutet hat. Ich weiß nicht, wie es jetzt hier bei dieser Kamera ist. Es soll hier nämlich ein neues OLED-Display drin sein. Bis zu dreimal heller, wird hier gesagt. Und ein besserer Farbraum und unterstützt tatsächlich 10-Bit-HLG-HDR. Das heißt, es ist bei Sony der erste elektronische Sucher, der auch wirklich eine HDR-Vorschau bietet. Das ist natürlich faszinierend und das dürfte dann eben einen Blick durch einen echten optischen Sucher noch näher kommen, wenn man tatsächlich einen höheren Dynamikumfang im Sucher hat das ist etwas, was mir bei meiner Canon R6 tatsächlich auffällt wenn man ja draußen ist und einen sehr sonnigen Tag hat, dass das Bild, also gerade der Himmel, sehr matt wirkt und das ist wahrscheinlich eben der Tatsache geschuldet dass da dieser Dynamikumfang nicht da ist.
Display ist neig und schwenkbar, kennen wir schon. Beleuchtete Tasten hat die Kamera jetzt. Das fand ich interessant. Das ist nämlich gerade, wenn man in der Dämmerung oder abends unterwegs ist, spannend. Natürlich kannst du lernen, die Kamera blind zu bedienen, aber manchmal ist es doch hilfreich.
ChrisDass die weißen Inschriften auf den Tasten jetzt leuchten können. Sehe ich das richtig?
BorisJa, vor allen Dingen die auf der Rückseite. Ich weiß nicht genau, ob die außenrum beleuchtet sind oder ob die Beschriftung leuchtet. Ich habe noch kein Foto gesehen, wie es beleuchtet ist. Aber du kannst vorne mit einer Lichttaste oder mit oben gibt es eine Lichttaste, die kannst du drücken und dann kannst du die Beleuchtung hinten aktivieren. Und das Ganze auch noch in drei Stufen, das heißt, damit du dann eben, wenn es wirklich dunkel ist, nicht geblendet wirst. Das könnte ein praktisches Feature sein.
ChrisUnd wieder eine Ecke, wo du dann halt keine Skill mehr brauchst. Also ich habe ja sehr viel Stolz, dass ich meine Kamera bisher alle im Dunkeln und rückwärts auf dem Kopf bedienen konnte. Auf dem Kopf vor allem. Auch schon musste. Und da immer genau weiß, welche Taste was macht. Aber das wäre da tatsächlich hilfreich gewesen. Ja, natürlich. Das ist eine super Frustvermeidung.
BorisWenn du mit der Kamera nicht jeden Tag drei Stunden unterwegs bist, dann kann das schon hilfreich sein.
ChrisNatürlich.
BorisEtwas unglücklich vielleicht für alle, die jetzt schon eine A7R haben. Es gibt einen neuen Akku. Es gibt jetzt den NPSA 100. Das ist ein neuer Akku. Der hat mit 2670 mAh etwa 27% mehr Kapazität als vorher. Wird wahrscheinlich alles gebraucht für neuer Sucher, neue Auflösung, neue Performance etc. Pp. Und die Tastenbeleuchtung ist etwas größer.
ChrisDie macht wahrscheinlich am meisten aus.
BorisIst ein bisschen größer, hat eine höhere Spannung und soll eben nach diesem ZIPA-Standard 710 Aufnahmen, über den LCD-Monitor oder 600 über den Sucher ermöglichen. Also sagen wir, mit dem Akku könnt ihr sehr viele Fotos machen. Der hält sehr viel lange und länger als vorher. Und interessant, es liegt nicht nur ein Ladegerät dabei im Auslieferungszustand, sondern ein Doppelladegerät. Ihr könnt also zwei Akkus auf einmal laden. Das ist nicht so üblich.
ChrisDas ist natürlich aber auch eine Aussage zum Thema, dass diese Spiegellosen nach wie vor Batteriefresser sind. Also du brauchst es einfach auch.
BorisJa, die brauchen Batterien, na klar. Aber nett, dass sie gleich einen Doppellader dazu tun, ist sonst halt auch ein Markt für ein Zubehör. Und hier greifen sie es gleich selber ab. Es sind übrigens zwei USB-C-Ports dabei. Einer oben für eine schnelle 10 Gigabit-die-Sekunde-Datenübertragung. Also schnell die Kamera auslesen, ohne die Karte aus dem Gehäuse nehmen zu müssen. Und unten gibt es einen USB-C-Port, der auch Power-Delivery-kompatibel ist. Das heißt, da könnt ihr entweder ein starkes Netzteil anschließen oder einen Akku, der Power Delivery bietet, um dann eben längere Laufzeiten zu ermöglichen oder die Kamera bzw. Den Akku dann irgendwie mal wieder aufzuladen. Auch ganz interessant. Also ein Technikmonster mit vielen Anschlüssen.
ChrisUnd selbst diese Kamera hat noch die am längsten verfügbare, am längsten laufende Buchse, nämlich den PC-Sync-Anschluss, um dann Blitz anzuschließen. Ich finde das so faszinierend, dass das immer noch Standard ist bei Profikameras.
BorisIch liefere hier gerade mal ein Live-Feedback nach von Clemens. Der hat nämlich ein Datenblatt gefunden, wo drin steht, dass es wohl weiterhin drei Auflösungen geben soll. Hier steht halt das L für 66 Megapixel, ein M für 28 Megapixel und ein S für 17 Megapixel. Ich weiß jetzt nicht, ob sich diese Angabe auf das RAW-Format bezieht, Clemens, das weiß ich nicht. Früher war das so. Wenn sie das jetzt noch kann, dass sie also eine Triple-Raw-Auflösung hat, das wäre fein. Dann ziehe ich das zurück. Vielleicht kann das nochmal jemand bestätigen. Weil, ja, könnte auch die JPEG-Auflösung sein, wissen wir nicht so genau.
Na gut, Video kann sie auch. 8K kann sie bis 30 Bilder die Sekunde, ganz ordentlich, aber dann mit einem 1,2-fach-Crop, also nicht die volle Sensorfläche. Wahrscheinlich passt das mit der Anzahl der Pixel auf der Zeile nicht oder die CPU schafft es nicht. 4K kann sie ohne Crop bis 120 Bilder die Sekunde. Und es gibt einen sogenannten Dual-Gain-Aufnahmemodus für erweiterten Kontrastumfang. Da ist man ein bisschen eingeschränkt, was die Bildwiederholrate betrifft. Aber das ist etwas, was Sie bei dieser Kamera mit diesem Stacked-Sensor gemacht haben. Das ist nicht ein Stacked-Sensor wie bei der A1 oder bei der A9 mit irgendwelchen Auslesezellen hinter dem Sensor, sondern der ist stackt in einer Form, dass Sie jeden Pixel zweimal verstärken können oder verschieden verstärken können. Und dann gibt es eben diesen Dual-Gain-Modus. Wie auch immer, der jetzt technisch genau funktioniert, aber er soll gerade im Videobereich für einen höheren Kontrastumfang sorgen. Spannende Sache irgendwie. Also Sony probiert sich da immer wieder ein bisschen aus mit diesen Sensoren, das scheinen sie ganz gut zu können. Finde ich spannend. Aber eben ein absolutes Technikmonster ist verfügbar jetzt ab Juni 2026 für 5100 Euro.
Listenpreis, ja. Wer Spaß an Technik hat, der wird hier, glaube ich, auf seine oder ihre Kosten kommen.
ChrisJa, und jetzt hast du die Sony, jetzt möchtest du da auch noch was vorne drauf machen.
BorisOh ja, und zwar ein Objektiv.
ChrisGenau.
BorisUnd das ist jetzt eins, was ich mal rausgesucht habe, weil das auch so ein bisschen mein Beuteschema ist. Es ist ein 100 bis 400 Millimeter, tatsächlich durchgängig mit Blende 4.5, also relativ lichtstark für so ein Telesoom. Und interessant ist auch, dass es ein Innensoom ist. Das heißt, die Gehäuselänge von diesem Zoom-Objektiv bleibt fix bei 32,8 Zentimetern. Das ist die Länge und die bleibt auch so. Es ist sehr kompliziert gerechnet und aufgebaut. Klingt immer so langweilig, 28 Linsen in 20 Gruppen, aber diese Zahlen sagen, dass das ein sehr komplexes Layout ist. Und so ein komplexes Layout spricht in der Regel für sehr, sehr gute Korrekturen und Abbildungsleistungen. Und hier beim Zoom eben wahrscheinlich über den gesamten Bereich würde ich mal so denken heutzutage. Es sind vier Motoren drin. Der Autofokus soll also bis zu dreimal schneller als beim Vorgänger sein. Vier Motoren, die da irgendwie das Glas bewegen. Es ist aber tatsächlich schwerer als der Vorgänger. Es wiegt nämlich 1,8 Kilogramm statt 1,5 wie bisher. Es soll sich aber laut den ersten Testenden trotzdem leichter anfühlen und sich sehr, sehr gut auch frei Hand noch handeln lassen, weil es wohl sehr, sehr gut ausbalanciert sei.
Das wird so ein Effekt sein, wie ich das hier mit meinem Canon 200 bis 800 habe, was ein Monster ist, aber was sich trotzdem gut bedienen lässt, weil es irgendwie eine gute Balance hat. Und das wird hier wahrscheinlich ähnlich sich anfühlen. Interessantes Detail ist noch der Einschubfilter. Also man kann im Kameranähe am Bayonettanschluss einen 40,5 mm Filter einschieben. Das spart natürlich Kosten, wenn man jetzt einen Graufilter oder sowas da reinsetzen möchte. Ansonsten hat man vorne ein 95 mm Gewinde. Das ist dann schon ganz ordentlich. Und ansonsten, es ist halt ein Sony-Objektiv. Auch hier ist Technik großgeschrieben. Wir haben vier belegbare Tasten. Wir haben diverse Schalter, um Dinge ein- und aus- und umzuschalten. Und das ganze Ding ist auch noch kompatibel mit dem 1,4- und dem Zweifachkonverter, was ich sehr, sehr geil finde. Das heißt, damit kommt ihr im Prinzip bis auf 800 mm mit dem Zweifachkonverter. Und ich würde mal vermuten, dass auch diese komplexe Berechnung in diesem Objektiv, auch im Hinblick auf die Converter gemacht wurde. Sonst könnte ich mir nicht vorstellen, warum man so viel Aufwand betreibt. Der Preis ist allerdings auch nicht gerade geschenkt. 5000 Euro werden fällig, auch ab Juni 2026.
Es ist nicht wenig, aber es wird schon ein sehr, sehr geiles Telezoom sein. Also wer sowas wirklich regelmäßig benutzt, auch vielleicht für einen Job.
Ist schon toll. Ich mag die Brennweite.
ChrisDas ist doch super. Das ist doch alles super. So, und jetzt hast du Bilder gemacht, das willst du ja auch bearbeiten. Boah, da habe ich Brücken parat.
BorisDas ist unglaublich.
ChrisUnd womit bearbeiten wir? Naja, unter anderem vielleicht mit Affinity. Und die haben eine neue Release rausgehauen. Die April 2026 Release. Ich glaube, die heißt auch nicht anders. Also das ist so offiziell deren Benamsung. Und da ist mal eine Menge Zeug reingekommen. Also nach dem ersten Wurf mit ein bisschen Updates haben sie jetzt nochmal so einen richtigen Feature-Banger hinterhergehauen. Ich picke mal so ein paar Sachen raus.
Zum Beispiel eine Brand-Kit-Integration. Also Brand-Kit heißt, was ist ein Brand-Kit? Das ist jetzt im Prinzip eine zentrale Sammlung von Markenelementen, Logos, Farben, Schriften, Designvorlagen und so weiter. Da greift also jetzt Affinity auf zentral gespeicherte Brandkits zu, zum Beispiel aus Canva und so weiter. Dann haben wir weitere KI-Geschichten und zwar eine KI-Automatisierung mit Claude, also mit Affinity, mit Anthropics Claude. Im Prinzip sowas, was wir mit Photoshop gesehen haben, nur nochmal ein bisschen mehr advanced kommt mir das so vor, getestet habe ich es nicht, wo du im Prinzip beschreibst, was du, was du tun möchtest sowas wie exportieren wir alle Bilder in 1200 Pixel Breite als JPEG und dann fallen die entsprechend raus, man kann also Sachen quasi automatisieren damit.
Affinity ist jetzt kompatibel mit DaVinci Resolve, also du kannst Inhalte aus Affinity direkt in Resolve öffnen. Das hat ein kompatibles Format. Da geht es dann um Sachen wie Overlays, Titelkarten oder Endscreens und so Zeug, die man halt dann im Video entsprechend brauchen kann.
Genauso kannst du wohl jetzt auch Capture One Sachen in Affinity editieren. Also da haben sie auch so eine Kompatibilitätsbrücke gebaut. Dann haben sie, was haben sie, einen neuen Filter, einen Texture-Filter, einen Multi-Band-Sharpen-Filter, also einen Mehrband-Schärfungsfilter, mit dem du unten wohl sehr fein regulieren kannst, wie Dinge geschärft werden. Verbesserungen im Raw-Image-Processing. Also da gibt es jetzt neue Maskentypen, Tonkurvenmethoden, Auswahl, Schärfungstonkurven, Einstellungen. Du kannst jetzt ein paar Panoramen mergen und Stacking über einen aktuellen Entwicklungsprozess laufen lassen.
Dann Verbesserungen im Astro-Bereich, also Astrofotografie. Da gibt es jetzt... Für Leute, die mehr so im Nachthimmel unterwegs sind, das Auto-Stretch bekommt neue Optionen, Tone-Stretch beim Stacking, automatisches Colour-Mapping von Ebenen für korrekte Farbzuordnung und allgemein mehr Kontrolle über den Stacking-Workflow. Was haben wir denn noch alles? Also es hört gar nicht auf, es ist ein ganzer Sack voll Features. Ja, wen es interessiert, runterladen, beziehungsweise wenn ihr findet, die Benutzseite wahrscheinlich ist schon aufgefordert worden, das zu installieren. Beim Businessmodell ändert sich aktuell nichts, das heißt, ihr braucht einen Canva-Account und könnt dann entsprechend das Ding gratis ohne die KI-Features nutzen und wenn dann KI-Features, die bei Canva gerechnet werden müssen, dazukommen, dann kostet es irgendwie, glaube ich, ab ein Fünfer im Monat und, ja, ist immer noch ein ganz guter Deal und ich benutze es immer noch regelmäßig, allerdings auch fast nur für Kleinigkeiten, also große Sachen mit großen Kompositen und Layers und so Zeug, nicht so oft, brauche ich gar nicht so oft.
BorisJa, ich habe ja die neue Version noch nicht installiert. Ich habe ja noch die alte drauf, Affinity, Fotodesigner und nee, wie heißt das? Fotodesign, Publisher. Genau, in der Version 2.
ChrisJa, für Bücher machen und so Zeug.
BorisHabe ich jetzt aber auch noch nichts mitgemacht. Also, mit dem Publisher. Die neue Version habe ich immer noch nicht installiert. Vielleicht, mal gucken.
ChrisNaja, also ist auf jeden Fall raus. Das Update hat, glaube ich, in der Zwischenzeit sogar noch mal ein kleines Nach-Update bekommen. Also ich vermute, die haben da noch mal ein paar Bugs gefixt. Ich habe es installiert. Ich habe aber von den Features jetzt noch keins wirklich gebraucht. Aber manchmal ist ja haben besser als brauchen, nicht wahr?
BorisDas ist mein und wichtig finde ich halt immer, wenn diese neuen Features kommen, gehen die alten denn noch? Oder sind die komplizierter geworden? Weißt du, das ist mal meine größte Sorge bei solchen Updates.
ChrisAlso ich benutze es tatsächlich hauptsächlich jetzt für hier Thumbnails zu machen für Podcasts und so und das ist also, da sind ein paar Köpfe drauf, also das komplexeste ist da tatsächlich sind die Future Photography Thumbnails, da sind Farbzusammenfassungen, mehrere zusammengefassten Ebenen im Hintergrund mit Muster und Färbung und Texte drauf und, ein paar, so ein paar Guides, um dann irgendwie sauber Sachen platzieren zu können, aber so richtig komplex, es ist so halb komplex und Und das, was ich da benutze, funktioniert alles noch ganz gut. Also nichts dann auszusetzen im Moment. Aber wie gesagt, ich bin jetzt nicht der Power-User, was das angeht. Gut, wir haben Feedback bekommen.
BorisJa, und zwar von Florian. Der hatte geschrieben, hey, ihr beiden, vor allem Boris. Ist übrigens schon eine Weile her, dass das Feedback kam. Ganz angetan war ich von der Überlegung, eine Leica oder ähnliches Konzept zu erwerben.
ChrisDas ist jetzt noch nicht der Leica-Blog übrigens.
BorisDen leiten wir gerade ein damit.
ChrisAch, den leiten wir ein, okay.
BorisEr schreibt, da ich beide Kameras kenne, Also Leica oder ähnliches. Da ich beide Kameras kenne, weil besessen. Leica Q2 und Fuji GFX 100 RF. Die Fuji ist definitiv kein Klopper. Die Q2 wirkt eher größer im Vergleich, weil das Objektiv viel länger ist. Und Flexibilität ist bei Fuji tatsächlich gegeben. Simpel ist das Konzept aber nicht. Im Gegenteil, es gibt viele Funktionen. Und bis ich mit der Custom-Belegung fertig war, hat es schon lange gedauert. bei der Fuji. Die Leica Q hingegen war simpel, weil fast nichts zu personalisieren da ist. Viel Spaß weiterhin. Ich bin gespannt, wohin es führt. Liebe Grüße, Florian. Der übrigens schon auf Workshops war. Grüße an Florian. Ja, tatsächlich Florian, ich habe ihm auch schon geschrieben, vielen, vielen Dank für dieses Feedback, weil ich finde es immer toll, wenn ihr uns korrigiert an dieser Stelle, denn ich besitze ja nun nicht alle Kameras und bei der Fuji GFX100RF hatte ich tatsächlich was völlig anderes in meinem Hinterköpfchen gespeichert, aber die GFX100RF ist tatsächlich extrem kompakt, die ist also von der Größe sehr, also von der Gehäusegröße sehr vergleichbar mit einer Leica Q, Q2, Q3, die haben alle die gleiche Größe.
ChrisQ ist die Full-Frame Leica mit fixem Objektiv.
BorisJa, ganz genau. Die hat wahlweise ein 28 oder ein 40, 45, 42. Also irgendwas in den 40er Millimetern Objektiv. Und genau. Und die sind von der Gehäusegröße tatsächlich sehr vergleichbar. Und tatsächlich hat die Q eher das größere Objektiv. Also mit der GFX100RF ist man schmaler. Das Gehäuse selbst ist ein bisschen dicker, aber durch das kürzere Objektiv ist das Ganze etwas schmaler.
ChrisAlso das GFX 100RF-Gehäuse ist vor allem ein bisschen höher.
BorisEin bisschen höher.
ChrisVon vorne eher quadratisch, das Gehäuse.
BorisEs ist etwas höher, aber es steckt ja auch ein größerer Sensor drin. Es ist nämlich das digitale Mittelformat, also hier ein 44x33mm Sensor. Das ist ein Crop zum Vollformat von 0,8, also eben größer. Und die macht etwas über 100 Megapixeln. Die Leica Q macht 60 Megapixeln. Und wie gesagt, Gehäusegröße ist vergleichbar im weitesten Sinne. Ich habe ja auch mal einen Link rausgetan, Camerasize.com, falls ihr den noch nicht kennt. Lohnt sich immer mal ein Blick, wenn man mal Kameras vergleichen möchte vom Gehäuse her.
Ja, aber eben die Fuji GFX, die kommt halt eher technisch daher, auch so von ihrem Erscheinungsbild. Schon ein Retro-Look, aber eben schon eher technischer Retro-Look, also mit vielen Einstellrädern und so. Die Leica Q kommt da deutlich reduzierter daher vom Erscheinungsbild. Die GFX, wie gesagt, im Mittelformat mit 0,8er Crop, hat ein fixes 35mm Objektiv mit Blende 4. Und das finde ich erstaunlich, denn sie verspielt damit eigentlich ihren Mittelformat Vorteil. Denn umgerechnet entspricht das auf einem Vollformat einem 28 mm mit Blende 3.5. Und das ist gerade was Freistellung und Licht angeht nicht unbedingt überragend heutzutage. Die Leica zum Beispiel hat ein 28 mm drauf mit Blende 1.7 und stellt damit dann die Motive sogar besser frei, wenn man denn möchte. und hat zum Beispiel auch einen Makromodus. Da weiß ich nicht, ob die GFX das hat. Das weiß ich nicht, habe ich jetzt nicht recherchiert.
Nichtsdestotrotz, also Florian, erst mal danke dafür. Da hast du erst mal in meinem Kopf das Bild wieder klar gerückt, was die GFX 100 RF betrifft. Bin ich sehr, sehr dankbar dafür. Aber ich bin quasi von beiden Kameras weg, weil wer die Episode gehört hat bei den Klostergeistern, ich bin tatsächlich bei Leica M gelandet. Also beim manuellen Fokus. und noch viel weniger Technik im Gehäuse. Und wahrscheinlich ist das der Weg gewesen für mich an dieser Stelle. Und ja, schauen wir mal, wie es da noch so weitergeht.
ChrisDu hast ja lang genug Zeit gelassen, dich auf den Weg einzulassen.
BorisAuf jeden Fall, ja. Obwohl für meine Verhältnisse ging es am Ende dann doch ganz schön schnell.
ChrisAlso überrascht war ich auf jeden Fall, als du dann bei Kloser Geister plötzlich mit einer Leica aufgetaucht bist. Und ich dachte, der hat sich irgendwo geliehen. Nein, ist deine. Also du hast eine M8.
BorisJa.
ChrisUnd ja, bist quasi von ich will über alles Kontrolle haben und ich möchte hinterher jeglichen Parameter nochmal ändern können. Bist jetzt bei einer Kamera gelandet, aus der halt, erst mal mit manuellem Fokus und einer Brennweite, die du jetzt dafür hast, irgendwie halt Bilder rausfallen und das noch nicht mal in schnell.
BorisRichtig, also die M8, die ich habe, das ist die erste digitale Leica, die gebaut wurde von Leica, üblicherweise.
ChrisWer bist du und was hast du mit Boris gemacht, war meine Frage.
BorisUnd sie macht sehr viel Spaß, das kann ich schon mal vorweg schicken. Ich hatte ja auch bei Klostergeistern, hört da gerne mal rein. Schon drüber gesprochen, aber es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir hier darüber reden, denn die begleitet mich gerade sehr, sehr häufig tatsächlich. Ich habe schon sehr viele Fotos damit gemacht. Und was ich jetzt hier habe, ist quasi der Teil 2 von Kauf Boris eine Leica? Fragezeichen, die wir jetzt schon mit Ja beantworten können. Aber...
ChrisDie haben wir letztes Mal vor drei Wochen schon beantwortet.
BorisGenau, das ist quasi geteasert worden. Genau. Wäre es eine reguläre Sendung gewesen, dann wäre das der überraschende Effekt geworden. Aber es ging dann tatsächlich schneller, als ich es auch geplant hatte, weil ich in Anfang ein sehr gutes Angebot bekommen habe und da konnte ich dann nicht Nein sagen. Aber falls sich jetzt noch jemand dafür interessiert oder sich vielleicht für die Entscheidung interessiert, ich habe mal zusammengeschrieben Leica M und Leica Q. Was gibt es da eigentlich aktuell zu kaufen und was sind eigentlich so die Unterschiede und was war so meine Gewichtung? dabei. Denn ich habe mir halt zum Beispiel von dieser Leica M8, das war halt die erste digitale, die es gab, mit einem CCD-Sensor drin, der damals von oder mit Kodak entwickelt wurde. Da habe ich mir DNG-Files schicken lassen von Usern, die das hatten und war sehr überrascht. Also DNG, eben das RAW-File-Format, weil ich.
Die Bildqualität erstaunlich gut war, also die Detailschärfe einfach sehr, sehr gut war und aber auch die Farben. Also wenn ich das DNG in Lightroom geöffnet hatte, war das im Grunde genommen fertig, ohne dass ich an irgendeinem Regler gezupft hatte, weil dieser CCD-Sensor, so wie sie ihn damals entwickelt haben und wie er halt auch ausgelesen und in der Kamera verarbeitet wird, der hat schon von sich aus einen Look. Also das ist keine moderne Kamera, sondern die hat schon eine Färbung.
ChrisAlso du meinst, es ist wie wenn da ein Film eingelegt wäre im Prinzip?
BorisIch persönlich würde so weit nicht gehen, das auszusprechen, weil mir dazu der Vergleich fehlt. Das müsste jetzt jemand beurteilen, die oder der tatsächlich mit verschiedenen Farbfilmen unterwegs ist. Aber es ist nicht so, wie wenn du aus einer modernen Kamera, inklusive einer modernen Leica, das RAW-File nimmst und es eher flach ist und auf eine Bearbeitung und Entwicklung wartet, sondern du hast Es hat Charakter. Es hat Charakter, es hat Kontraste, es hat eine Definition in den Farben, die man entweder mag oder nicht. Und ich mag sie.
Das hat mir also sehr gut gefallen. Sie hat 10,8 Megapixel, aber die schärfsten 10,8 Megapixel, die ich je gesehen habe, und das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sie keinen Anti-Aliasing-Filter hat. Das heißt, es sind wirklich die nackten Pixel. Da wird nicht vorher mit einer feinen Unschärfe auf die Pixel verteilt oder sowas, um irgendwelche Morée-Effekte oder sowas zu vermeiden. Nö, das sind einfach knallscharfe 10,8 Megapixel. Und das ist der Wahnsinn, wirklich. Und.
Und wie gesagt, das Ding in Lightroom öffnen ist fertig. Es ist halt alte Technik. Es ist auch bei diesem Sensor, bei der M8 so, dass dieser Sensor empfindlich für Infrarot und UV-Licht ist. Das heißt, wenn man keinen Sperrfilter davor schraubt, das war damals halt so ein Ding, da hat Leica dann nachgebessert und hat jedem Käufer und jeder Käuferin zwei Filter kostenlos zur Verfügung gestellt. Da muss man nur sagen, welche Durchmesser man gerne haben möchte. Wenn man keinen Sperrfilter benutzt, dann kannst du Farbaufnahmen einfach mal vergessen. Weil du hast einfach einen Magenta-Stich drin, schwarze Kleidung kriegt eher so einen Violett-Stich und so weiter. Das kannst du einfach vergessen. Also du brauchst, wenn du Farbe machen willst, einen Sperrfilter vorne drauf. Habe ich mir auch gekauft. Und dann ist das alles fein. Wenn du aber schwarz-weiß arbeiten möchtest und du weißt vorher, dass du schwarz-weiß arbeiten möchtest, dann nimmst du den Filter runter. Und dann sieht die Kamera eben bei Sonnenlicht auch noch im Infrarot-Bereich. Und das ist einfach brillant, was du da an Schwarz-Weiß-Fotografien rausziehen kannst. Das macht einfach eine unglaubliche Freude.
Also ganz tolles Ding. Wie gesagt, alte Technik. Das Ding ist 2006 bis 2009 gebaut worden. Das ist schon wirklich lange her. Das ist eine Zeit, da reden wir von, vergleichbar bei meiner Canon, von der EOS 350D seinerzeit mit 8 Megapixeln. Und es ist tatsächlich, wie damals auch bei der Canon, es ist ein Crop-Sensor drin. Allerdings kein APS-C, sondern ein APS-H. Das heißt, wir haben einen Crop-Faktor von 1,33.
Damals gab es auch eine sehr teure Canon EOS. Ich weiß nicht, welche war EOS 10 oder sowas. Die hatte das glaube ich auch ein APS-H. Ja, also sie ist langsam. Sie hat ein super schlechtes Display. Draußen bei Sonne kannst du es eigentlich auch abschalten. Da siehst du sowieso nichts drauf. Und wenn du mal was drauf siehst, dann reicht das eher dafür aus, um zu sagen, er hat sie aufgenommen. Also im Grunde genommen benutzt du das Display nicht. Aber es ist diese Langsamkeit, die irgendwie gerade für mich sehr spannend ist hier auch. Naja, ich habe halt viele YouTube-Videos mir angeguckt. Ich habe viele Blogs gesehen. Und wenn ich schon nicht analog fotografieren will, habe ich mir gesagt, mit der M8 bin ich am dichtesten dran an diesem analogen Gefühl. Langsam in der Performance. Display, was man sowieso nicht benutzt, weil Schärfe kannst du da eh nicht drauf beurteilen. Und du hast einen Shutter-Sound. Wir hatten das auch schon bei den Klostergeistern.
ChrisDer tut gut, oder?
BorisDas ist einfach, das macht Spaß. Und ja, der Bildlook, der einfach toll ist und messerscharfe 10 Megapixeln. Es ist geil. Man bekommt sie gebraucht so um 1800, 1500 Euro. So diese Größenordnung. Ich habe meine tatsächlich für 1400 Euro bekommen in einem sehr, sehr guten Zustand. Da war ich sehr froh. Da konnte ich dann halt auch nicht Nein sagen, aber da könnt ihr nicht zwingend drauf bauen. Wenn ihr so etwas sucht, ab 1500 kann man in die Verhandlung gehen an der Stelle. Viele werden angeboten halt so für 1800 Euro, aber dann sollte man ein bisschen verhandeln.
Die Nachfolger Leica ist die M9 gewesen und da sagen viele, das ist tatsächlich die erste richtige digitale gewesen von Leica die ist 2009 bis 2012 gebaut worden sie ist wie die M8 mit einem CCD Sensor ausgestattet ich glaube auch der wurde von Kodak entwickelt aber im 35mm Format, das heißt das war die erste digitale M-Vollformat mit 18,5 Megapixeln, auch deutlich höher aufgelöst auch ohne Anti-Ali-Icing-Filter. Aber sie hatte ein Problem. Korrosion. Das Deckglas über dem Sensor, also wahrscheinlich das Filterglas, das konnte korrodieren. Das heißt, im Laufe der Zeit haben sich dort Flecken gebildet und die konnte man auch nicht wegwischen. Die waren da drauf. Und ja, es gibt einige Aufnahmen, die haben schon mehr Korrosionsflecken im Bild als Bild.
Das ist dann sehr unglücklich. Es gab damals ein Austauschprogramm von Leica, da konnte man die Kamera einschicken. In den ersten Jahren wurde es allerdings gegen denselben Sensor getauscht, weil wahrscheinlich noch gar nicht klar war, was ist da eigentlich passiert? Ist das nur eine Charge? Hat sich herausgestellt, die sind wieder korrodiert und später wurden sie dann ersetzt gegen einen Sensor-Stack, der das Problem nicht mehr hatte. Das sind die sogenannten ID 15 oder 16, das kann man auslesen in den technischen Daten. Die sollen dann nicht mehr korrodieren. Es gibt auch noch neuere Sensoren. Die haben dann so irgendwie ID in den 50er-Bereichen. Da wird aber gesagt, dass auch die Farben nicht mehr so sind wie bei den originalen M9. Und der Grund, sich eine M9 zu kaufen oder eine M8, wären eben die Farben, so wie sie aus der Kamera fallen. Und da möchte man keinen super modernen Farblook da haben. Also es ist nicht so einfach, sich eine M9 zu kaufen, Weil du musst halt immer gucken, was für ein Sensor ist drin. Im Gebrauchtmarkt ist das aber bekannt. In der Regel schreiben die Anbietenden das dazu oder machen ein Foto von dem Systemmenü, wo das drin steht. Aber man muss eben schon sehr genau hingucken und zwischen den Zeilen lesen oder sich mal ein RAW schicken lassen.
Es ist schwierig, sich eine M9 zu kaufen, auch weil sie relativ teuer ist. Wir reden hier von Kosten um 3.800, 3.600 Euro für eine alte Leica von 2009 bis 2012, die auch langsam ist, die auch kein besonders gutes Display hat und so weiter und so fort. Und man kann auch 2400 Euro bezahlen, hat dann aber einen defekten Sensor, der schon sehr korrodiert ist oder ein Sensor, der nur noch eine Bildhälfte anzeigt oder solche Späße, wird alles angeboten, das ist, es ist wirklich absurd wirklich, aber es ist, eine M9 ist ein Liebhaberstück, das wird gesucht, wer eine gute hat, verkauft sie nicht, alternativ könnt ihr auch suchen nach einer Leica ME vom Typ 220, Das war halt die Zeit, wo es ein bisschen kompliziert war. Die ME Typ 220 ist eine M9, aber im grauen Gehäuse. Aber auch die kosten so 3.400 Euro. Es ist der Wahnsinn. Aber eine M9 habe ich auch, also ich suche danach aktiv, weil mir gefällt dieser CCD-Sensor und ich hätte schon gerne ein Vollformat.
ChrisAh, okay, daher wie das. Aber dann würdest du die jetzt wieder verkaufen, oder?
BorisNein.
ChrisDu machst jetzt einen Zoo auf, sehe ich das richtig?
BorisNaja, also die M8 würde ich schon alleine für schwarz-weiß behalten, also Filter vorne runter und schwarz-weiß, das kriegst du mit der M9 nicht hin denn die M9 ist nicht mehr empfindlich für diese Bereiche, da haben sie das korrigiert, also das würde ich auf jeden Fall behalten und ich habe inzwischen ja auch mehr als ein Objektiv für die Kamera, also das macht ja dann auch Sinn, mehr als ein Body zu haben das ist ja sonst Quatsch, also, verstehst du?
ChrisJa
BorisWenn man jetzt kein CCD-Sensor haben möchte, weil einem die Farben nicht gefallen oder weil man sagt, ich möchte schon ein bisschen eine modernere Kamera haben, aber nicht gerade mit einer ganz, ganz teuren Leica einsteigen. Damals war der Einstieg in die Leica M-Welt für viele tatsächlich die Leica M. Das war ein Zeitpunkt, wo Leica keine Nummern mehr vergeben wollte, sondern einfach das M-System verkaufen wollte und dann mit einer Typenbezeichnung das Ganze ergänzen wollte, die halt nur auf dem Papier irgendwo steht, aber nicht auf der Kamera selbst. Und da gab es eben die Leica M vom Typ 240 und vom Typ 260-2. Also 240 und 262. Und das war so der Bereich 2012 bis 2019. Das war ein CMOS-Sensor. Hier hatte man dann einen modernen Sensor drin mit 24 Megapixeln. Es gab 1 GB internen Speicher und tatsächlich damals, gerade für Leica, ganz neu moderne Funktionen. Es gab zum Beispiel Live View bei der 240, ein Live View mit Fokuspeaking. Das ist natürlich sehr interessant, wenn man ein Objektiv verwindet, was sehr nah fokussieren kann, weil dieser Messsucher, der kann halt nur bis irgendwie 70 Zentimeter oder sowas. Wenn man näher ran will und ein Objektiv hat, was das kann, dann möchte man halt schon gerne vielleicht ein Live-View oder einen Aufstecksucher haben. Beides geht bei der M vom Typ 240.
Und man konnte sogar Video aufnehmen. Zwar nur mit Monoton, aber man konnte Video aufnehmen. Hat zwar niemand gebraucht, war aber drin, weil war halt damals so die Zeit und man dachte sich wahrscheinlich, wenn wir eine Digitalkamera rausbringen und verkaufen wollen, dann brauchen wir auch moderne Features. Kam bei vielen Kunden aber gar nicht so gut an und deswegen gab es dann auch eine Typ 262, was im Prinzip die gleiche Kamera ist, aber ohne diese Features, also kein Live View, kein Video, sondern wieder eine reine Fotokamera, dafür ein bisschen günstiger.
Das Ganze gab es dann auch noch mit einem P hinten dran, also eine MP. Die hatte ein bisschen mehr Speicher intern und Saphirglas und keinen roten Punkt und so weiter. Aber diese M, Typ 240, war für viele tatsächlich der Einstieg in diese Leica-Szene. Das Gehäuse ist ein bisschen pummeliger, es ist ein bisschen dicker. Die einen sagen, das geht ja gar nicht, das muss so dünn sein wie eine analoge Leica. Und die anderen sagen, ja, lässt sich aber ganz angenehm tragen. Und vor allen Dingen in der Leica M Typ 240 und auch in der 262 ist ein gigantisch großer Akku drin. Und dieser Akku hält einfach mal ewig. Also ich habe da jetzt schon viele Blogs gelesen und mir Videos zu angeguckt und alle haben übereinstimmend gesagt, sie haben sich mal einen zweiten Akku gekauft, war nicht nötig, den haben sie nie benutzt, weil das Ding hält tagelang. Also vor allen Dingen, wenn du die Videofunktion nicht nutzt. Wenn du Video nutzt, natürlich, dann geht auch der Akku runter. Wenn du das Ding aber als Fotokamera benutzt, ja, dann hast du die ganze Kapazität, die für Live-View und Video gedacht ist, hast du für deine Aufnahmen und kannst da Tage und einige eben auch wochenlang damit Fotos machen, ohne den Akku zu laden.
Das ist der Grund, warum auch die in meiner Suche ist. Die ist tatsächlich schon günstiger zu bekommen. Und die kriegt man so für um die 2000 Euro tatsächlich. Also das ist vergleichsweise günstig. Man kriegt sie auch schon drunter, so für 1900, für 1800. Da muss man aber gucken, wie die in Schuss ist. Teilweise sind die ganz schön abgerockt.
Und dann kam die erste, ich nenne sie jetzt mal moderne Leica M-Digitalkamera, die von vielen so als die erste echte Digitale bezeichnet wurde, die M10. Da hat Leica einen Sprung gemacht, da ist das Gehäuse nämlich wieder dünner geworden, vergleichbar dünn wie bei den Analogen, das kam bei sehr vielen sehr gut an. Es ist auch ein CMOS drin, wie eben bei der M auch schon, aber das Bedienkonzept wurde jetzt überarbeitet. Ich habe ja hier bei meiner M8 auf der Rückseite 1, 2, 3, 4, 5 Knöpfe untereinander, da auf der Rückseite neben dem Display. Und bei der M ist es glaube ich noch ein Knopf mehr, weil es da auch eben noch die Video- und die Live-View-Taste gibt. Also da gibt es links neben dem Display eine ganze Reihe von Buttons. Und bei der M10 hat Leica aufgeräumt und hat gesagt, no, wir machen drei Buttons, drei große Buttons mit einem richtig guten Druckpunkt und damit bedienen wir die Kamera auf der Rückseite. Natürlich hast du jetzt auch das Daumenrad oben rechts und du hast noch irgendwo eine Funktionsbutton oder so oben drauf. Reicht dann aber auch. Und du hast ein Steuerkreuz an der Seite, da hast du in der Mitte auch noch eine Set-Taste. Also es gibt schon mehr als diese drei Knöpfe, Aber rein visuell hast du neben dem Display nur noch diese drei Knöpfe und nicht mehr ein Zoo von Buttons. Das macht sie einfach sehr, sehr schick, auch von der Rückseite. Ähm...
Dann gibt es bei der M10 auch die Möglichkeit, den ISO zu wählen mit einem eigenen Wahlrad, wie bei der M11 auch. Also gibt es oben am Gehäuse, wo früher der Aufzieher war für den Film, gibt es dann halt einen ISO-Wahlbutton und sowas. Bei der M10 haben wir jetzt 24 Megapixel und da sagen eben alle, das Ding hält heute noch mit jeder modernen Kamera mit. Und auch diese 24 Megapixel ohne Anti-Aliasing-Filter, also gestochen scharf. Bei der M10 haben wir jetzt auch WiFi an Bord, das heißt Unterstützung für die Leica-App gibt es. Damit kriegt man eben, ich weiß nicht, ob man sogar ein Live-View hinbekommt über die App, aber auf jeden Fall kannst du die Einstellungen darüber steuern und du kannst auch Bilder runterladen, direkt von der Kamera aufs Smartphone zum Beispiel.
Aber eben wie bei der M auch, kein CCD-Sensor mehr. Und bei der M, die M hat auch eine Färbung, was die Farben angeht. Viele mögen die Farben bei der M nicht. Das Rot soll wohl ziemlich eklig sein, hörte ich. Ich habe noch keinen RAW davon gesehen. Aber hier bei der M10 ist man jetzt wirklich auf dem modernen CMOS Sensor man hat einen modernen Farblook also einen Nicht-Farblook wahrscheinlich eher, der bearbeitet werden will, wenn man RAW arbeitet, dafür wahrscheinlich jetzt mehr Einstellungen, ich habe es noch nicht gesehen, im Menü für JPEGs und ähnliches man hat jetzt Dynamikumfang man hat ISO-Bereiche bis weiß was ich wohin, was bisher alles so sehr schnell sehr verrauscht war, hier geht das jetzt alles. Das ist eine moderne Digitalkamera. Aber die M10, auch wenn sie schon relativ alt ist, 3600 Euro ist so der Einstiegskurs. Kann auch über 4000 gehen, wenn man sie gebraucht sucht. Aber auf 3600 sollte man sich einstellen, wenn man sie drunter kriegen kann, Schnapper. Also das ist schon, Und Privatverkauf, Kleinanzeigen, Risiko mit Versand und sowas. Also vielleicht sucht man sich lieber irgendwas in der Nähe, wo man sie sich anschauen, ausprobieren und dann direkt mitnehmen kann.
Ja, und das modernste ist gerade die M11. Das ist das, was gerade aktuell verkauft wird. Haben wir auch bei Klostergeistern gesehen, zwei Stück. Die M11 ist die erste digitale Kamera, die keine Bodenplatte mehr hat.
ChrisGanz Leica typisch bisher.
BorisAlle Vorangegangenen haben eine Bodenplatte. Da hat man auf der Unterseite der Kamera, hat man wie bei den Analogen, so einen kleinen Hebel, den man rausklappen kann. Und dann kann man die Bodenplatte abnehmen, um an den Akku und an die Speicherkarte zu kommen, früher eben um den Film einzulegen. Das hat jetzt die M11 nicht mehr. Manche lieben es, manche hassen es.
ChrisEs sorgt natürlich für ein cleaneres Äußeres. Du hast keine komischen Klappen und keine komischen Einschübe, sondern die sind alle gut wegversteckt. Aber das ist natürlich so im täglichen Umgang ein bisschen fummeliger.
BorisNa klar. Und bei der M11 hast du natürlich jetzt, wenn du das auch wirklich im harten Einsatz bei einem Shooting hast, dann kannst du schneller den Akku wechseln, weil du nicht irgendwie eine Klappe abnehmen musst, die du erstmal wieder irgendwo einstecken oder hinlegen musst. Sondern dann machst du einfach Hebel auf, Akku kommt raus. Allerdings, die Speicherkarte sitzt hinter dem Akku. Also ganz so einfach hat es Leica einem dann doch nicht gemacht. Das heißt, wenn du die Speicherkarte rausnehmen willst, musst du erst den Akku rausnehmen. Und da muss man auch erst mal wissen, wie es geht. Also so ganz, ganz ohne Tücke oder ohne, wie soll ich sagen, ohne Erlebnis ist es nicht. Der Akku ist jetzt auch größer geworden als bei der M10. Das war wohl so ein bisschen ein Manko bei der M10, dass er dann nicht so lange hält.
Bei der M11 ist er wieder großzügig dimensioniert. Es ist die neueste Technik drin. Es ist ein Touch-Display drauf. Wi-Fi und Bluetooth ist an Bord. Die Verbindung zu der Leica-App auf dem Smartphone ist ein Traum. Geht schnell und zuverlässig. Es ist USB-C drin. Es ist interner Speicher drin. Sie hat 60 Megapixel, die du optional auf 36 und auf 18 bei voller Fläche RAW-File runterziehen kannst. Der Preis ist halt ein Preis. Du kriegst sie auch gebraucht, aber um 5.800 Euro musst du rechnen für eine gebrauchte M11. Für mich absolut indiskutabel, habe ich halt nicht. Geht nicht. Und ich bin mir inzwischen auch gar nicht sicher, ob das überhaupt mein Beuteschema wäre, weil du hast ganz viele Menüeinstellungen, du kannst Dinge damit machen, hin und her, pipapo. Und das kannst du alles hier bei dieser M8 nicht. Da ist zwar auch ein Menü, aber das hat genau eine Ebene.
Da gehst du eigentlich auch nur hin, um die Uhrzeit einzustellen und die Karte zu formatieren. Und ansonsten gibt es noch das Set-Menü, wo du einfach mal eben schnell den ISO ändern kannst. Und fertig bist du eigentlich auch. Den ganzen anderen Quatsch will ich gar nicht mehr haben, glaube ich. Jetzt jedenfalls erst mal nicht. Aber M11, die modernste, natürlich die MEV1, Das hatten wir auch mal vorgestellt mit dem, kein Messsucher mehr, sondern mit einem elektronischen Sucher. Die habe ich jetzt aber mal absichtlich nicht mit aufgezählt. Und wer sich jetzt fragt, was sind diese ganzen Variationen? Das ist erstmal nur die Historie gewesen. Es gibt immer eine aktuelle Kamera, die anderen eben immer nur gebraucht. Und dann gibt es die Variation mit Strich D. Das sind die Versionen ohne Display. Da gibt es eben tatsächlich die M ohne Display. Es gibt die M10 ohne Display und die M11 ohne Display. Aber die Preise sind schon echt abgefahren. Müsst ihr mal auf dem Gebrauchtmarkt gucken. Das günstigste ohne Display ist tatsächlich die alte MD vom Typ 240. Die heißt dann halt 262.
Da wollen die Leute noch um 5.000 Euro für haben. Wahnsinn. Aber gut, Sammlerstücke halt. Dann gibt es eine P-Version. Das ist so die Professional-Version. Da ist dann kein roter Punkt vorne dran, sondern nur eine schwarze Schraube. Da steht auch vorne der Name von der Kamera nicht in weiß drauf, sondern im Zweifel steht da gar nicht drauf. Dafür gibt es dann oben auf der Deckplatte irgendwie einen Leica-Schriftzug und ein Saphir-Glas auf dem Display, dass das ein bisschen robuster ist und nicht so schnell zerkratzt und solche Geschichten. Und meistens ein bisschen mehr interner Speicher, wenn es welchen gab. Also halt von allem ein bisschen mehr und ein bisschen unauffälliger, will ich mal so sagen. Und von der M10 gibt es noch eine R-Version. Die hat eine höhere Auflösung mit 40 statt 24 Megapixeln. Die Monochrom gibt es noch. Die macht halt nur Schwarz-Weiß-Bilder. Und dann gibt es noch so Limited-Editionen wie eine Safari, die dann halt in grün kommt. Und eine weiße Version und eine Disney-Version. Weißergeil.
ChrisIch finde das so faszinierend, wie tief du dich in das Thema reingenördet hast, ganz offensichtlich. Das macht mir gerade richtig Freude. Weil ich kenne diese ganzen Details nicht. Aber ich finde das jetzt gut, jemanden zu kennen, der sich da im Produktsortiment auskennt. Das ist gut.
BorisWenn ihr Fragen habt, fragt ihr gerne. Also das ist halt die Historie und wie gesagt, ich habe mich jetzt schon für die M8 entschieden. Das eine war das Preisargument, weil ich sie halt für 1400 bekommen konnte. Das war für mich erschwinglich. Und die Farben sind einfach, ich liebe sie. Es macht einfach eine reine Freude.
ChrisDie Farben, die du jetzt bei der M8 im DNG rauskriegst, wenn du jetzt eine M11 hättest, würde das so nicht funktionieren. Dann müsstest du wieder nachbearbeiten.
BorisDu müsstest nachbearbeiten.
ChrisIst das richtig?
BorisJa, ist so. Ja, das ist halt so. Und ich wollte ja nicht bearbeiten. Und jetzt kann ich plötzlich RAW schießen und muss nicht bearbeiten. Wie cool ist das denn? Du warst kurz weg.
ChrisDa bist du aber wieder.
BorisJa, also es ist faszinierend, was dabei rauskommt. Es sind 10 Megapixel. Wenn du da reinzoomst, du siehst da Details. Das ist einfach Wahnsinn. Macht Spaß.
ChrisJa, das ist das Interessante. dass 10 Megapixel durchaus locker reichen für eigentlich alles, was man braucht.
BorisAlso ich habe damit A3 Plus gedruckt. Völlig problemlos. Überhaupt gar kein Thema. Ja, und bei der Leica Q war ich ja auch am Gucken. Als kompakte Kamera mit Autofokus. Da gibt es im Prinzip nur drei Modelle. Nämlich die originale Q, die etwas modernere Q2 und jetzt die aktuelle Q3. Also das ist halt einfach hochgezählt worden. Bei der alten steht halt keine 1 dahinter, weil da wusste man es ja noch nicht. Die alte läuft dann unter dem Typ 116. wenn ihr danach mal suchen wollt die kam 2015 mit 24 Megapixeln und hat auch noch diese 5 Button Bedienung auf der Rückseite wie die alten M's, und mit der Q2 kam dann tatsächlich die 3 Button Bedienung, das kam 2019, also wie die M10 eben dann auch mit 3 Buttons auf der Rückseite die ist dann wettergeschützt, hat 47 Megapixel, besseren Autofokus und so weiter und die Q3 kam jetzt relativ aktuell 2023 mit 60 Megapixeln mit dieser Triple-Auflösung-Technik, mit Klapp-Display und so weiter. Und die Preise liegen halt so ab 1.700, ab 2.600 und ab 4.500 bis über 5.000 für diese Version. Also auch da käme für mich eher die alte Leica Q, die Typ 116 in Frage, 24 Megapixel, völlig ausreichend. Und was ich so höre und sehe auf Videos von Leuten, die diese alte Leica Q haben, soll die sehr, sehr traumhaft sein, auch in der Bedienung, schnell genug.
ChrisAlso mein Los Angeles mit Podcaster Jeremiah, der hat eine Kuh, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher welche, aber das ist seine Lieblingskamera. Und der hat viele Kameras. Der hat wirklich alles, was man haben möchte quasi.
BorisJa, bei der Kuh muss man sich halt darauf einlassen, dass es ein festes 28 objektiv ist. Bei den neueren gibt es dann wahlweise irgendwas im Bereich von 40 mm. Da muss man mit leben. Und die 28 mm sind auch eher 26 mm, also es ist eher weitwinkliger. Aber die Leica Q hat einen Trick eingebaut. Man kann nämlich auch in Kamera schon croppen, also mit einer geringeren Auflösung einen engeren Bildausschnitt wählen, was natürlich im Prinzip Quatsch ist. Man kann es auch hinterher am Rechner machen. Aber wenn man eben zum Beispiel JPEG schießt, dann kann man schon in der Kamera direkt croppen auf eine virtuelle größere Brennweite, also den Bildwinkel einschränken an der Stelle. Und je nachdem, wie modern sie ist, geht es halt enger. Bei der Q3 kann man am weitesten reinkroppen, weil es eben am meisten Pixel gibt, ist klar. Aber wie gesagt, die Q ist bei mir gerade erst mal raus. Ich habe zwar noch eine Suche aktiv laufen danach, aber was für eine Kamera mit Autofokus habe ich, ja? Ich bin tatsächlich gerade auf dem M-Trip.
ChrisDavid fragt, ob dann im Teil 3 die M-Objektive kommen.
BorisWenn ihr mögt, kann ich gerne mal einen kleinen Abriss machen, da bin ich allerdings nicht so tief drin in dem Spiel ich kann euch aber schon vorab sagen, dass ich kein einziges Leica Objektiv gekauft habe weil die Preise für mich tatsächlich echt absurd hoch sind, die haben schon eine gute Qualität, das ist indiskutabel, das ist so, aber Vogtländer zum Beispiel oder Zeiss haben auch verdammt gute Bildqualität, und kosten einen Bruchteil von einer Leica-Optik. Und ich habe hier tatsächlich Vogtblender, zwei Stück und ein Size-Objektiv. Und die sind fantastisch und bedienen sich genauso gut, haben genauso einen weichen Fokuslauf, Also, sorry, ich werde keine multiplen 1000 Euro für ein Objektiv ausgeben.
ChrisSag mal nicht nie, also.
BorisJa, ich sage natürlich nicht nie, aber ich halte es halt für Quatsch. Ich habe mir auch da tatsächlich viele Webseiten angeguckt, die wirklich mal sehr, sehr gut Aufnahmen gegenüberstellen von einem Vogtländer und dann, was weiß ich, einem Sumikron oder sowas. Wenn du den Bildschirm vergrößern musst und musst dann A-B-Vergleich machen und übereinander legen und hin und her switchen und sagen, ja das Bokeh sieht an dieser Stelle ein kleines bisschen anders aus, aber sie sind auch mit zeitlichem Abstand entstanden, also war der Ast jetzt ein Müh weiter vorne.
ChrisAber es steht doch nicht Leica drauf.
BorisIst aber egal. Weißt du, das ist das Tolle. Der Pixel weiß das nicht.
ChrisAber du weißt es doch.
BorisDass das kein Leica Objektiv.
ChrisWar dass das nicht durch Leica Glas gegangen ist.
BorisAber Vogtländer und Vogtländer hat eine Tradition und Zeiss Zeiss ist zum Beispiel auch einer der Hersteller Leica und Zeiss, die haben ja auch viel zusammen gemacht oder machen ja viel zusammen und Zeiss hat Leica immer gezwickt und da ist das völlig in Ordnung wenn man sich ein Zeiss Objektiv holt und hier so ein schönes schickes Vogtländer ich bitte dich, also hallo das ist doch einfach nur ein Sahnestückchen, Es ist einfach traumhaft. Es macht Spaß. Ja, kann man schon mal machen. Und wie gesagt, ich bin am überlegen, weil es wird definitiv ein zweiter Body kommen. So viel kann ich euch schon voraussagen. Es ist nur noch unklar, was für einer. Es wird entweder ein M9, weil ich die Farben mag und gerne ein Vollformat hätte, damit ich das 50er, was ich habe, auch als 50er benutzen kann. Oder es wird eine M, weil sie für mich erschwinglich ist und weil ich neugierig bin auf den dickeren Body. Weil ich meine, ich mag auch die Enterprise 1701D und die ist auch ein bisschen pummelig. Also warum nicht eine M kaufen? Mal schauen. Und die anderen sind, glaube ich, schon wieder raus. Die sind viel zu modern für mich.
ChrisUnd nur als kleiner Hinweis, ich lache darüber, aber ich meine das eigentlich immer nur sehr nett.
BorisIch lache doch selbst.
ChrisIch finde das ja sehr schön, dass du so ein Erweckungserlebnis hattest.
BorisIch bin auch mein größter Kritiker, was das betrifft.
ChrisDas ist schon alles sehr wohlwollend gemeint. Ganz im Gegenteil, ich freue mich total, dass du so, ja, dass du da was entdeckt hast für dich, was dir jetzt auch den Bock auf die Fotografie wiedergebracht hat. Das ist ja das Interessante. Du hattest ja so einen Mojo-Verlust, so einen Durchhänger, so, na nee, weiß nicht. Mehr so going through the motions. Ich mach's halt so, weil man's halt so macht. Und, dann hast du diesen, Schubs mitgenommen Richtung jetzt nimm halt mal hier JPEG und mach mal nur schwarz-weiß.
BorisMach mal weniger.
ChrisDann hast du dir diese Pappkamera gekauft, über die ich auch gelacht habe, aber natürlich auch eher mit einem wohlwollenden Auge. Irgendwie hat es ja dann doch an dir gearbeitet. Es ist ja dann so Stück für Stück irgendwie zusammengekommen. Und das ist cool, das ist klasse.
BorisIch habe viel darüber nachgedacht.
ChrisEgal, was man jetzt über Laika denkt, aber, So eine Geschichte hat ja dann doch das Potenzial, einfach grundlegend was in einem zu verändern, was das Thema Fotografie angeht. Und das muss nicht über eine Leica geschehen, das kann auch über andere Wege passieren. Also für mich ist es die analoge Fotografie. Wo ich dann also diese Entschleunigung ja quasi pur habe, weil ich die Bilder dann hinterher noch irgendwie, naja, das liegt an meiner eigenen Faulheit, wann ich die Bilder sehe. Und dann ist es auch sehr interessant, tatsächlich mal die Betrachtung der Bilder von dem Machen der Bilder zeitlich deutlich getrennt zu haben. Also es kann schon sein, dass da mal hier zwei, drei Kameras irgendwie mit Filmen voll sind und dann einen Monat später oder zwei erst entwickelt wird. Dann hast du so eine Kompletttrennung von diesem Moment, in dem du fotografierst. Also da passieren dann nochmal andere Dinge. Aber deshalb ich kann das sehr gut nachvollziehen was da so gerade bei dir sich, verändert und wo es klickt und wo es arbeitet und rumort und das formt sich ja immer noch alles, das braucht ja seine Zeit das ist ja nicht alles plötzlich da, und dann sowas zu finden und das Gefühl zu haben, ja das ist richtig, ja, das ist cool, das ist absolut cool.
BorisUnd das Interessante ist, ich mache hier mal eine neue Kapitelmarke, wer jetzt nämlich diese ganze technische Übersicht zu langweilig findet, wie ich eigentlich auch, aber vielleicht, wenn jemand Interesse hat, dieses Kapitel gerne mal verlinken, dann muss man sich nicht irgendwie wochenlang da selbst reinnerden. Dann könnt ihr das mal alles nachlesen oder fragt mich gerne noch mal.
ChrisHast du das noch irgendwo in schriftlicher Form zusammengetragen?
BorisNee, bisher nicht.
ChrisMach das doch bitte.
BorisIch habe keinen Bock gehabt zu bloggen.
ChrisNimm das Transkript, wirf das irgendwo rein zum Transkribieren.
BorisMach doch mal.
ChrisLass mal zusammenfassen. Mach das mal, weil Leute möchten sowas lesen. Das Hören ist immer so schwierig, aber das einmal durchgelesen zu haben ist das cool.
BorisDas Transkript ist auf der Webseite. Schreibt gerne drunter. Fauler Sack. Fauler Sack. Was ich nochmal sagen wollte, dieser Thema Leica-Effekt, der so gerne genannt wird. Ich erlebe den so ein bisschen jetzt und ich habe den als Mythos abgestempelt oder als sich das schönreden, die Ausgabe schönreden oder sich schlechte Bilder schönreden oder sowas, aber es ist anders. Es ist also zum einen wirklich so, dass du mit so einer Kamera, also ich kann jetzt nur von dieser sehr alten Leica, dieser M8 sprechen.
ChrisAlso wir reden jetzt mal generell von einer sehr reduzierten Kamera.
BorisEine sehr reduzierte Kamera, manueller Fokus, Messsucher, also wie ein Schnittbildindikator, nur anders, mit überlappenden Bildern und so. Du guckst eigentlich auch mit einem Auge an der Kamera vorbei und so. Die Kamera ist dir quasi nicht im Weg beim Fotografieren. Das ist erst mal ein ganz witziges Gefühl. Und du schaust halt auch nicht durchs Objektiv. Das war auch so witzig, als ich ein neues Objektiv hatte. Ich schnall das drauf, guck durch den Sucher und denk, hm, sieht der genauso aus. Ja, denke ich. Sieht genauso aus. Weil ich gucke ja gar nicht durchs Objektiv. Ich gucke ja durch den Sucher. Das war lustig. Nee, aber du machst wenig Fotos, deutlich weniger Fotos, weil du hast nicht auf dem Tastendruck sofort irgendwie mehrere Bilder pro Sekunde, die du machen kannst. Du hast nicht einen Autofokus und ziehst, wenn jetzt ein Pferd auf mich zukommt oder irgendwo da steht, du ziehst nicht irgendwie mit dem Tracking mit und machst dann 10, 20 Fotos oder sowas. Sondern du machst dann eins oder zwei oder vielleicht auch keins, weil du dir sagst, Ist jetzt eine schöne Situation, die erlebe ich jetzt gerade, aber ist jetzt kein Foto.
Und dann kommst du nach Hause, oder ich jetzt zumindest, und komm mit sehr viel weniger Fotos nach Hause. Mit sehr wenigen Bildern. Also wir reden jetzt von einem Verhältnis von vielleicht vorher 200, 300 von einem Nachmittag. Und jetzt komme ich nach Hause mit 10, 20, vielleicht 30 Bildern, wenn es denn überhaupt so viele waren. Wenn ich aber aussortiere, bleiben mehr von diesen gemachten Bildern übrig. Also ich behalte mehr von diesen Bildern, weil sie mir gefallen. Also ich habe weniger Bilder gemacht, aber für mich weniger gute, also mehr gute im Verhältnis.
ChrisWeniger Ausschuss.
BorisWeniger Ausschuss produziert. Ich muss weniger aussortieren, mir gefallen mehr Bilder davon.
ChrisDu bist zufriedener mit dem, was du da machst.
BorisGenau, aber weil ich eben viele Bilder auch gar nicht erst gemacht habe und weil ich Bilder, die ich gemacht habe, bewusster gemacht habe, weil ich, also du bist ja auch langsamer, also manche Bilder machst du einfach nicht, weil ich dann einfach noch zu langsam bin mit dem Autofokus, da lerne ich auch gerade da schneller zu werden. Aber wenn du sie dann machst dann entscheidest du dich auch und dann guckst du halt und sagst, Mensch, jetzt wie dieses Pferd hier auf dem Hügel steht, vor diesem dramatischen Wolkenhimmel und dann guckst du, Dann weiß ich ja, was mich an diesem Bild jetzt interessiert und dann sage ich, okay, ich stelle das Pferd genau an die Stelle, also im Bild. Ich komponiere mir das im Sucher so ungefähr hin. Präzise kannst du sowieso vergessen, weil du hast eh eine Parallaxe. Auf größere Entfernung passt das so einigermaßen, aber ansonsten hey. Und dann sage ich, okay, so ungefähr will ich das haben. Ich will mehr Himmel, will ich mehr Boden. Und dann mache ich ein Bild. Und vielleicht mache ich noch ein zweites. Und dann kannst du aber auch von ausgehen, wenn du nach Hause kommst, dieses Bild werde ich behalten, weil es ist halt geworden. Ich brauche dann nicht 20 Variationen davon, weil wie viel soll ich der Geschichte denn noch hinzufügen? Es ist der Himmel drauf, das Pferd ist drauf, das Licht stimmt, passt, bin fertig. Und das ist schon geil. Und dann gibt es einen Effekt, Den hatte ich so nicht bedacht. Ich habe sie ja nur noch nicht lange. Wie lange ist jetzt her, Klostergeister? Drei Wochen?
ChrisDrei Wochen.
BorisIch bin in der Zeit viermal angesprochen worden, wenn ich mit dieser Kamera unterwegs war. Ich bin einmal in der Stadt unterwegs gewesen. Da war hier Nommod. Das ist so eine Ausstellung in Nordheim, wo viele Automobilhäuser ausstellen, aber auch, was weiß ich, Herrenausstatter und so weiter. Karussell, ein bisschen Show halt in der Innenstadt. Dann bin ich rumgelaufen, weil ich gerade beim Optiker war und habe halt ein paar Fotos gemacht. Und zwei Leute haben mich direkt angesprochen, ob ich von der Presse bin. Gut, das ist mir mit der Canon auch schon mal passiert. Aber einer kam direkt zu mir und sagt, vorsichtig, nicht erschrecken, guckt. Ah, schicke Kamera. Ja, ich habe ja auch früher mit einer Leica fotografiert. Dann hatten wir erst mal ein Gesprächsthema.
ChrisSehr schön.
BorisSo, und dann eben unterwegs, wenn ich so war, Leute, die mich ansprechen, sagen, ah, der Boris, bist du jetzt mit der Leica unterwegs? Ja, ich habe ja eine R zu Hause und so. Also die Leute kommen, du hast sofort irgendwie ein Gesprächsthema. Das ist ganz, ganz interessant. da hatte ich irgendwie nicht so mit gerechnet, drei Leute waren gerade am ausreiten von unserem Stall, da habe ich spontan ein paar Fotos gemacht als ich die unterwegs getroffen hatte und dann, oh das ist ja eine schicke Kamera, ist die noch mit Film also das sofort irgendwie, ganz erstaunlich macht auch irgendwie Spaß, mal gucken wie sich das entwickelt, ja sehr nett ja wie gesagt, mal gucken was der zweite Body sein wird und wann der kommen wird. Schauen wir mal. Die M9 ist mir eigentlich zu teuer gebraucht, aber sie ist schon geil. Naja.
ChrisSo, das mit der Leica ist jetzt aber nicht dein einziges Thema, was du heute in die Shownotes, in unsere Tipps geschrieben hast.
BorisIch versuche das andere Thema kurz zu halten. Das wollte ich aber unbedingt auflösen. Und zwar hatte ich darüber gesprochen, dass ich ein Problem hatte nach diversen Software-Updates mit dem Drucken. Ich drucke ja mit dem Printfab-Druckertreiber von Cedonet und bin damit sehr, sehr, sehr zufrieden. Also was der aus meinem Drucker rausholt, hat mir immer gut gefallen. Aber jetzt hatte ich ja das Problem, ich berichtete, dass die Kontraste nicht mehr stimmten, der Schwarzwert nicht stimmt, das sah alles flau aus, die Farben passten irgendwie nicht so richtig, alles irgendwie merkwürdig. Obwohl ich eigene Profile benutze.
Ja, und mein Verdacht war, ja, entweder Betriebssystem-Update oder, weiß ich nicht, Druckertreiber-Update, keine Ahnung, irgendwas war schief. Und da hatte ich Kontakt aufgenommen mit Cedunet, die eben Printfab herstellen. Ich hatte ja ins Forum geschrieben, das Problem geschildert. Und die haben sich tatsächlich im Forum gemeldet und haben gesagt, dass sie noch ein paar Daten für die Analyse brauchen. Da habe ich dann Screenshots gemacht und Fotos gemacht von den Ergebnissen und habe das alles geschickt und die ICC-Datei hingeschickt und so weiter und habe am nächsten Tag, am nächsten Tag eine Antwort bekommen. mit einer Erklärung. Und zwar haben sie gesagt, dass sich im Printfab-Druckertreiber in der Version 1.98-2, den ich einsetze, etwas im Treiber geändert hat. Nämlich, dass die hellen Grautöne bei dem Drucker, den ich habe, dem, was ist es hier, Epson 8550 oder sowas, glaube ich, dass die hellen Grautöne jetzt mit der Grautinte gedruckt werden und nicht mehr mit Zyran, Magenta und Gelb gemischt werden, wie das vorher der Fall war, als ich meine Profile erstellt hatte.
Und wenn man jetzt sonstige Drucker-Medien druckt, dann wird auch Pigment schwarz benutzt, aber das ist für den Fotodruck irrelevant.
Also Grau statt CMY könnte das das Problem sein. Und da haben sie mir auch direkt in der E-Mail eine mögliche Antwort, eine mögliche Lösung gegeben. Haben nämlich gesagt, sie könnten mir erklären, wie ich den alten Druckertreiber in das neue System hinein kopiere. Da hätten sie mir also einen Download gegeben und eine Anleitung, wie das geht. Fand ich erst mal fair. Ich meine, welcher Softwareanbieter sagt dir, ich sage dir mal wieder auf die alte Version kommst. Das machst du normalerweise aus Supportgründen nicht so was. Aber die haben es mir angeboten. Oder Variante B, neue Farbprofile erstellen. Ich habe von meinem Kauf noch zwei Stück frei. Also im Kauf waren zwei Profile mit Inklusive, die ich bisher nicht genutzt habe. Und sie hätten mir noch einen dritten mit angeboten. Also kostenlos noch ein zusätzliches Profil. Das fand ich ganz nett vom Angebot her und dachte mir so, okay, ist schön, dass hier der Support so einen technischen, individuellen Support liefert, also auch eine Antwort gibt, mit der ich als Softwareentwickler und technisch begeisterter Mensch was anfangen kann und das irgendwie nachvollziehen kann. Und ja, jetzt kostenlos noch ein drittes Profil machen zu lassen, fand ich jetzt irgendwie auch nett und hatte dann überlegt, ob ich das mache.
Und da habe ich gedacht, Mensch, ich kann die doch mal ein Profil machen lassen, aber ich habe ja ein eigenes Profilmessgerät, also ich kann mir auch selbst ein Profil erzeugen, Und dachte, ich könnte das hier für die Show einfach mal gegeneinander antreten lassen. Deren Profil und mein. Ich habe es jetzt nicht gemacht, weil ich zu faul war. Ich habe ein eigenes Profil gemacht. Und das fand natürlich auch Tage später statt. Wir hatten ja aber keine Sendung aufgenommen. Deswegen kommt Teil 3 jetzt direkt hinterher. Weil ohne Dreiteiler geht es ja nicht.
ChrisDas ist aber ein bisschen geschummelt, oder?
BorisDas ist ein bisschen geschummelt. Aber wie lange wollen wir es ziehen? Also, pass auf. Ich habe ein neues Profil erstellt. Auf dem HP Akarella-Papier, was ich hier habe, weil damit hatte ich das schlechte Ergebnis gesehen. Und ich hatte einen Originaldruck von früher, wo ich wusste, wie es aussehen soll. Deswegen habe ich das genommen. Also mit dem ColorChecker Studio ein neues Profil eingemessen. Das geht relativ schnell. Und dann damit gedruckt und dachte mir so, ja gut, das sieht jetzt ein kleines bisschen besser aus, aber richtig geil ist es trotzdem nicht. Also immer noch flau, immer noch keine Tiefen im Schwarz, alles ein bisschen merkwürdig. Und dann habe ich Makroaufnahmen davon gemacht, zum Vergleich, weil wir sind ja hier ein Fotopodcast, wir wissen ja, wie man Makros macht und wie man leuchtet und so. Also das schön verglichen, wie eben der alte, der gute Druck, so ganz feine CMY, also Zyran, Magenta, Gelb, Punkte hat in bestimmten Bereichen, in diesen Schattierungen. Und der schlechte Druck eben weniger. Aber das war ja auch die Aussage, dass er da eben mit Grau druckt. Na gut. Dann habe ich gedacht, okay, da schicke ich denen jetzt alles mal. Aber vorher probiere ich mich jetzt mal durch die Printfab-Einstellung. Weil ich ja immer auch noch im Kopf hatte vielleicht ein Problem mit dem Drucker-Treiber-Einstellung der unter macOS auch nicht mehr zuverlässig ist und sich da ständig wieder verstellt.
Also Imprint-Verdruckertreiber, wenn man den aufmacht, da gibt es auf dem zweiten Tab eine Einstellung, wie die Farben angepasst werden sollen. Per Default steht das auf Wahrnehmungsgetreu oder sowas in der Art. Das ist so das Übliche, was man macht, wie man eben die Farben, die man auf dem Bildschirm hat, aufs Papier präsentiert. Wahrnehmungsgetreu, weil es sollte für den Menschen gleich aussehen. Ich habe das mal geändert auf den Typ optimales Foto. Und siehe da, das Ergebnis war so kontrastreich, fast wie früher.
Also fast eins zu eins der gleiche Print plötzlich, mit einem kräftigen Schwarz und pipapo. Und da habe ich gedacht, war das jetzt die Ursache? Habe ich früher mit optimales Foto gedruckt und das war in meinen Druckeinstellungen so gespeichert und ich habe das nie geändert und deswegen war mir das vielleicht nicht mehr bewusst? Weiß ich nicht. Vielleicht war das im alten Treiber auch der Standard? Weiß ich nicht. Also habe ich jetzt die Erkenntnisse mit den Makroaufnahmen und eben wahrnehmungsgetreu versus optimales Foto an Cedonet geschickt und habe zwei Werktage später eine Antwort bekommen und jetzt halte ich fest. Und das finde ich einfach so geil. Also sorry, die supporten uns hier nicht, wir kriegen keine Kohle von denen, aber ich finde diesen Support einfach überragend. Die Antwort war, Zitat, Ihre Beobachtung mit Fotooptimal anderes Ergebnis brachte mich darauf, das Problem nochmals näher zu untersuchen. Es stellt sich heraus, dass in Printfab 2.99 eine Änderung im ICC-Lademodul vorgenommen wurde, wodurch bei manchen ICC-Profilen der Schwarzpunkt zu hell gesetzt wird, was ihrer Beobachtung Flower Druck angehobenes vorgibt. Schwarzwerte entspricht. Bei Farbzielfoto optimal ist dieses Problem nicht vorhanden.
Das heißt, der Support hat aufgrund meines Ergebnisses gesagt, oh, wir haben hier eine Änderung im Druckertreiber bei manchen Profilen. Und jetzt kommt's, Zitat fortgesetzt. Ich habe deshalb eine korrigierte Version 2.99-3 zusammengestellt mit Downloadlink. Als Unterschied gegenüber Version 2.981, das war der alte Treiber, bleibt der Schwarzaufbau, also Grau statt CMY für helle Grautöne. Durch Neuprofilierung sollte das kompensiert sein, die Ausdrucke also hoffentlich identisch wirken, mit freundlichen Grüßen. Ja, WTF, zwei Werktage später hat er das nicht nur untersucht, dieses Phänomen, sondern hat eben eine Ursache im Druckertreiber gefunden und hat eine neue Version kompiliert und erstellt und mir zum Download angeboten. WTF, ich habe sie dann runtergeladen, tatsächlich noch kurz vor den Klostergeistern, und habe tatsächlich mit dem neu erstellten Profil dann gedruckt. Ich habe mir dann auch noch mal ein neues Profil gemacht mit dem neuen Druckertreiber. Und tatsächlich, wenn ich jetzt wieder mit wahrnehmungsgetreu drucke, kommt ein kontrastreiches, sattes Bild raus mit guten Farben, wie ich es vom Bildschirm auch erwarte. Wow!
Der Wahnsinn. Wahrscheinlich kann ich jetzt meine alten Profile sogar benutzen. Es ist der Wahnsinn. Nicht schlecht. Sorry jetzt für diese zwei Teile noch hinterhergeschickt, aber diese Geschichte fand ich als Softwareentwickler einfach zu geil. Weil das ist eine super schnelle, super persönliche und super hilfreiche Reaktion gewesen. Wahnsinn. Also es lohnt sich manchmal wirklich mit den Herstellern zu sprechen und es lohnt sich manchmal wirklich, sich eine Software zu kaufen, die ein paar Euro mehr kostet. Das ist ein Traum. Und das sage ich eben als Softwareentwickler, um auch mal euch auch mal brennen lassen dafür, dass Software auch mal was wert sein kann. Also wirklich, wirklich geil. Dickes, dickes Dankeschön hier an Cedunet, falls das jemand ausschneidet und hinschickt oder sowas. Bin begeistert.
ChrisSehr, sehr cool. Tja, hm.
BorisSo ist das.
ChrisDas war jetzt der Druck-Dreiteiler.
BorisJawohl, da musstet ihr jetzt durch.
ChrisDa musstet ihr jetzt durch. Ich habe ja, lass mich mal kurz hier den anderen Browser aufmachen. Moment, wir haben es gleich. Ich habe hier noch ein Stück Video gefunden. Ist jetzt schon ein bisschen her, aber trotzdem noch mal ganz kurz zurück zu Artemis. Weil, also der Mondmission weil ich das so schön fand, hier ist ein Video weißt du, du, weißt ja, die hatten irgendwie die 5D da oben und irgendwelche moderneren Nikons noch, und haben im Prinzip dann, viel fotografiert auf dieser Mission und eine Sache, die sie eben auch warte mal, ich muss das hier noch sharen kommst du her, Aber manchmal ist halt das ganz einfache Ding irgendwie auch das, was aus der Hosentasche funktioniert. Und hier ist der Commander, wie heißt der Wiseman? Reed Wiseman. Und das ist jetzt ein Stück Video, wo er...
Mal eben aus dem Fenster raus den Erduntergang filmt mit seinem iPhone. Also Erde geht hinter dem Mond unter und statt jetzt irgendwie zu sagen, wir brauchen hier die dicke Kamera und es muss irgendwie alles vierfach gut sein und so weiter. Nee, er nimmt halt sein iPhone und filmt dann, wie die Erde untergeht. So die, was er stabilisiert und wahrscheinlich mit 4K und wahrscheinlich mit 60 Frames und natürlich in HDR. Also das und das muss, es ist jetzt keine iPhone-Geschichte, eine gute Android-Kamera, ein gutes Smartphone-Kamera, jetzt geht die Erde und so.
BorisDieser Moment.
ChrisUnd es ist halt es ist halt heute, was wir heute für affenstarkes Zeug in den Taschen haben, was halt, sowas macht in der Qualität, die einfach auch für sowas völlig okay und gut und ausreichend. Das ganz im Gegenteil, das ist gute Qualität. Da wirst du klar mit einem dicken, großen Sensor wirst du wahrscheinlich noch mehr können, aber nicht mal eben schnell, sondern dann musst du halt anfangen zu überlegen, wie stelle ich das ein, was mache ich hier, ist die Framerate richtig und so weiter. Und hier hast du halt ein Gerät. In dem Moment, wo diese Erde untergeht hinter dem Mond, dann brauchst du einfach ein Gerät, was jetzt tut und fertig und dafür sind halt die Smartphones das Richtige.
BorisJa, das ist schon beeindruckend. Wobei man jetzt natürlich fairerweise sagen muss, um so eine Aufnahme hinzukriegen, brauchst du natürlich außer dem Smartphone auch noch eine Raumkapsel, eine Rakete, ein bisschen Training. Ja, super Kleinigkeiten.
ChrisJetzt sei mal nicht pingelig hier.
BorisEin bisschen Ballistik und so.
ChrisJa, das ist ja alles nur nebensächlich.
BorisJa.
ChrisJa. Und dann habe ich noch ein kleines cooles Ding.
BorisAlso übrigens, was ich ja faszinierend finde, ist, die sind ja im Prinzip da oben durch ihre Beschleunigung, durch den Weg, den sie zurücklegen, schwerelos, richtig? Die sind in der Kapsel schwerelos.
ChrisSie sind in der Kapsel schwerelos, genau.
BorisUnd trotzdem scheint die Bildstabilisierung von diesen Geräten zu funktionieren. Und da hätte ich jetzt gedacht, dass das nicht funktioniert, dass die irgendwie auf Erdanziehungskraft geeicht sind, um irgendwie zu stabilisieren. Aber offensichtlich funktioniert das mit den Lagesensoren anders und eben auch in der Schwerelosigkeit. Wahrscheinlich, weil sie die Beschleunigung vom Gerät selbst messen. Und dann fand ich jedenfalls erstaunlich, dass das so funktioniert hat.
ChrisJa, ich frage mich gerade, warum es nicht funktionieren sollte oder was für Gründe gäbe, dass es nicht funktionieren sollte.
BorisIm Prinzip ist es ja ein Kreisel, also drei Kreiselstabilisatoren.
ChrisIm Prinzip, aber da dreht sich natürlich nichts drin.
BorisDas ist natürlich alles Solid State.
ChrisDa schwingt was, ja.
BorisAber wahrscheinlich, weil es die eigene Beschleunigung des Gerätes misst. Und dann ist ja auch egal, ob es eine Grundbeschleunigung gibt.
ChrisJa.
BorisKleinigkeiten. Fand ich schön.
ChrisUnd die AMU, also die Lagesensoren, die funktionieren natürlich weiterhin. Die haben ja mit der Schwerkraft erstmal nichts zu tun.
BorisAber die Lagesensoren...
ChrisJa, die brauchst du doch. Also die Rotationssensorik brauchst du doch, um die Rotation des Phones festzustellen. Und da hat jetzt die Schwerkraft ja nichts mit zu tun. Ganz im Gegenteil, die Schwerkraft stört ja dabei eher.
BorisIch kann mir halt vorstellen, dass die Beschleunigung um alle Achsen, dass du die messen kannst durch den Gyros.
ChrisAlso Jochen schreibt, Massenträgheit haben sie auch da oben. Und das ist, glaube ich, der Schlüssel dazu.
BorisAber der Lagesensor beim Rotieren, also welche Seite oben ist. Das ist eben nicht der Lagesensor.
ChrisSondern es ist der Gyros.
BorisDer Gyros, ja genau, der wird funktionieren.
ChrisDer Gyros mit Schaf und Soße, der ist ja das, wo man dreht, weißt du?
BorisDer wird es tun, genau. Aber wahrscheinlich, wenn sie das Telefon auf die Seite machen.
ChrisDa habe ich mir überhaupt keinen Gedanken drüber gemacht. Hauptsache es tut, ist doch scheißegal.
BorisWenn sie das Telefon auf die Seite legen, das wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Interessant. Ja, hilft ja nichts, dann müssen wir mal mitfliegen nächstes Mal.
ChrisJa, können wir mal. Jetzt reservieren.
BorisHowever.
ChrisFrage, warum ist der Himmel blau?
BorisMeines Wissens, weil ja das volle Lichtspektrum an den Molekülen gestreut wird und dann das blaue Licht übrig bleibt.
ChrisIch bin über so ein Short gestolpert und zwar von WaitButWhy, und der schaut sich mal dieses Thema an, warum der Himmel blau ist und geht dann über die klassischen Dinge, die man natürlich an der Stelle immer auspackt. Ah, das ist das Rayleigh Scattering, also Also die Partikel in der Luft, die streuen das blaue Licht weg und lassen das warme Licht durch und dann sieht der Himmel deshalb blau aus. Und das ist ja im Prinzip richtig. Das ist ja im Prinzip alles korrekt, physikalisch korrekt. Und er stellt die ketzerische Frage, die mir sehr gut gefallen hat. Ob vielleicht die bessere Antwort wäre, weil Luft blau ist?
BorisDas glaube ich eher nicht, ehrlich gesagt.
ChrisAlso was wir tun bei diesem Thema ist ja...
BorisWenn die Luft jetzt blau wäre, dann könnte ich jetzt zum Beispiel nicht hinten an meine gelbe Wand schauen, sondern dann hätte ich jetzt ja nur blau vor Augen, wenn die Luft blau wäre.
ChrisAber guck doch mal, was passiert, wenn du in die Ferne guckst.
BorisJe weiter weg, desto blauer wird es. Es wird blau, ja schon klar.
ChrisAlso er begründet es folgendermaßen. Er sagt, statt aufzuzählen, dass alle möglichen physikalischen Phänomene dafür verantwortlich sind, wir machen das bei anderen Sachen auch nicht. Also zum Beispiel, warum ist die Freiheitsstatue grün? Du sagst noch, na gut, das ist dieses Kupferkarbonat, was da entsteht, wenn das Kupfer zu lange draußen im Freien ist, macht das solche Verbindungen und die sind halt grün. Du sagst dann nicht, diese Verbindungen interagieren mit Licht, dass die Wellenlängen, die nicht grün sind.
BorisAbsorbiert werden. Alle Partikel außer Grün werden geschluckt.
ChrisDu sagst nicht, sondern du sagst, Kupferkarbonat ist halt grün.
BorisJa, aber dann ist ja nicht die Luft blau, sondern der Himmel ist blau. Und das sagt man schon.
ChrisNee, die Luft ist blau.
BorisNein, ich gehe nicht mit.
ChrisWir packen diesen Ding zu diesem Short mal in die, in die Shownotes. Übrigens, David, jetzt Kupferoxid. Da kommt kein C für Karbonat her. Es sind aber viele Verbindungen. Unter anderem Kupfer-Karbonat-Verbindungen. Natürlich. Ich hatte mal Chemie-LK. Aber darum geht es hier.
BorisKeine Leichtes-Groß hier. Hallo.
ChrisChemie-LK hier. Und noch gut abgeschnitten. Ist interessant, dass wir bei Luft einfach sagen, das ist hier dieses Phänomen und das und so. Also wir gehen da tief in die Physik und eigentlich könnte man sagen, Luft ist blau. Schaut euch mal dieses Short an. Ich fand das ein sehr interessantes Gedankenexperiment. Also ich glaube, ich sage ab jetzt, Luft ist blau.
BorisLuft ist blau.
ChrisOkay. Ist so, guck mal, wie weiter du guckst, desto blauer wird's.
BorisAber nicht immer.
ChrisDie Berge sind blau und da oben doch...
BorisMal mehr, mal weniger. Meinst du erst mal mehr und mal weniger Luft?
ChrisNein, das hat aber dann mit Winkeln und so weiter zu tun.
BorisJetzt kommen wir nicht mit Winkeln.
ChrisPhysikerklärungen, nein.
BorisLuft ist doch kein Winkel, also jetzt hör mal auf. Ich hatte meist Mathe-Leistungskurs, da war aber kein Winkel in der Luft. Hören Sie mal, ich hatte Leistungskurs.
ChrisDiskutiert das doch mal bitte in den Kommentaren, dieses Thema. Ich werfe das jetzt einfach mal so als kleines Bömbchen in die verschiedenen Kommentarspalten.
BorisIch ziehe gleich mal ein bisschen Luft aufs Glas, hier aufs Einwegglas, und dann gucke ich mal, wie blau das ist. Ist gar nicht blau.
ChrisEs kommt der Kai mit Kupfer 2-Acetat. Ja, es sind viele Verbindungen. Das, was da mit Kupfer passiert, da ist viel drin. Das ist nicht nur eine Verbindung, die da entsteht.
BorisDer Michel in Hamburg hatte auch eine grüne Kuppel zu meiner Kindheit. Und dann ist er restauriert worden. Jetzt ist er wieder kupferfarben.
ChrisJa, wie lang?
BorisJa, mal gucken, wie lang.
ChrisLackiert haben wir den sicher nicht.
BorisWeiß ich nicht.
ChrisNee, nee, nee, nee.
BorisJa, ich weiß es wirklich nicht. Keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, wie lang der vor meiner Kindheit nicht grün war. Keine Ahnung. Weiß ich nicht. Ich habe ihn halt nur grün kennengelernt. Und plötzlich war er eingerüstet. Und als er wieder abgerüstet war, da war er dann plötzlich in diesem kupferrot-braun-Ton. Fand ich gar nicht so schön. Ich fand den grün viel hübscher. Aber so ist es nun mal. Naya, Blaue Farbe wird üblicherweise dadurch gewonnen, indem man Luft filtriert. Ja, genau, Jochen.
ChrisAch, Kinder, ihr versteht das nicht. Grüne Farbe zum Anstreichen kriegt man doch auch nicht daher, dass man Kupferdächer abkratzt. Also bitte. Also wirklich, seid doch mal ein bisschen ernsthaft hier.
BorisUwe sagt, wenn der Käsemond Blauschimmel ansetzt. Da kommt das nämlich her.
ChrisGrünspan oder spanisches Grün? Kupfer 2-Azetat.
BorisSiehst du? Siehst du?
ChrisHast du jetzt mal eben schnell auf Wikipedia nachgeguckt.
BorisKai hatte nämlich Farbleistungskurs. Jawohl.
ChrisKai hatte Google-Leistungskurs.
BorisUnd hat sogar gut Kupfer abgeschnitten offensichtlich.
ChrisLass uns doch einfach mal...
BorisLass uns mal was Kreatives nennen. Und zwar, du hast mich mal gefragt...
ChrisGenau, wir wollen mal Fotos gucken.
BorisDu hast mich mal gefragt, als ich sagte, ja, weniger perfekte Fotos, irgendwie unscharf, aber nicht unscharf oder schlecht, aber nicht schlecht. Weißt du, was ich eigentlich meine? Und ich habe gesagt, ich werde mal sammeln, wenn ich wieder drüber stolpere. Und jetzt bin ich drüber gestolpert. Und zwar die chinesische Fotografin Xiang Hu... Ich kann es nicht aussprechen. Xiang Huinen. So wird man es wahrscheinlich aussprechen. Und die hat einen sehr, sehr ruhigen, sehr, sehr langsamen Bildstil.
Sie schafft es also in Landschaften oder in Szenerien Muster zu sehen und den Bildausschnitt so zu wählen, dass es halt auf dieses Muster ankommt, auf die Bewegung oder auf das Licht ankommt. Sie schafft es in sehr, sehr komplexen Szenen sehr stark zu vereinfachen durch den Zeitpunkt, den sie eben wählt, durch das Licht, was da herrscht, durch das Wetter, was da herrscht, durch den Ausschnitt, den sie wählt. Und das ist sehr, sehr faszinierend. Und das sind Fotos, die natürlich für sich genommen sehr perfekte Fotos sind. Wo aber auch viele Leute vielleicht, wenn sie draufgucken, sagen würden, ja, ist das meist ja unscharf oder verschwommen oder verrauscht oder so. Und es gibt ein Video dazu auf YouTube, wo halt einige Aufnahmen vorgestellt werden und auch mit einer sehr ruhigen Stimme narratiert werden, wo halt beschrieben wird, wie zumindest auf den Macher dieses Videos diese Bilder wirken. Wir verlinken aber auch die Webseite von ihr, weil da sieht man die Bilder dann eben nochmal in einer guten Auflösung, wie man sich das selber eben anschauen kann. Und ich finde diese Bilder einfach sehr, sehr beeindruckend. In ihrer scheinbaren Einfachheit. Und eben doch so hohen Komplexität.
Also ja, also ich bin einfach sehr, sehr baff, wenn ich diese Bilder sehe.
ChrisReduktion nennt man das. Reduktion und, einbringen von Bedeutung durch Komposition, durch Anordnung, durch Weglassen vor allem.
BorisDie Bilder haben schon was sehr Reduziertes, also oft in dem, was eben die Farbpalette zum Beispiel betrifft.
ChrisOder die Anzahl der Elemente.
BorisDie Anzahl der Elemente, aber sie sind eben gleichzeitig sehr fein strukturiert.
ChrisTexturiert.
BorisSie haben mehrere Ebenen.
ChrisDas sehen wir hier ganz deutlich.
BorisOft wird mit der Bewegung gespielt, manchmal eben mit dem Ausschnitt. Ja, also das ist eine sehr, sehr eigene Art zu sehen mit der Kamera. Und das finde ich sehr bewundernswert tatsächlich. Tja, kann euch diese Seite nur ans Herz legen. Stöbert da mal ein bisschen drinnen rum. Lasst euch inspirieren. Vielleicht habt ihr neue Ideen für ein neues Fotoprojekt, wenn ihr da rauskommt. Also das ist so eine dieser Seiten, wo ich sage, das sind so Bilder, die mir sehr gefallen und die sehr anders sind als das, was ich sonst so mache. Das habe ich euch versprochen, wenn ich über sowas stolpere, dann werde ich euch das hier zeigen, das war jetzt der Anfang. Teil 1, wenn ihr so wollt.
ChrisEs ist gut so, das ist richtig so. Also passt auf jeden Fall. So, ich mache mal eben schnell. Wir müssen jetzt noch ganz schnell, oh Gott, ist heute spät. Aufgaben auflösen.
BorisWir wären ja jetzt auch schon fertig, wenn wir jetzt nicht noch Aufgaben aufzulösen hätten. Aber das wollen wir natürlich machen. Deswegen schnappen wir uns einen Würfel und eine Unterlage.
ChrisIch versuche gerade noch hier mein Flickr-Login, weil ich natürlich jetzt im falschen Browser bin. Und alles ist anders. Ich sag's dir, du.
BorisWir haben die Gerichtaufgabe. Da haben tatsächlich nur sechs Leute ein Bild eingereicht. Leute, was ist los mit euch? Mögt ihr keine Fotos mehr machen?
ChrisSeit es hier keine abgefahrenen Preise mehr zu gewinnen gibt, wollen die Leute das nicht mehr. Vielleicht müssen wir auch weg von Flickr.
BorisVielleicht haben die Leute einfach nur keinen Flickr-Account. Stört euch, dass es Flickr ist? Würdet ihr mitmachen, wenn es kein Flickr ist? Dann meldet euch mal.
ChrisNicht fragen, anbieten. Wir müssen einfach mal gucken. Aber es ist auch wurscht. Wir haben hier sechs Bilder. Das sind, lass mal schauen. Genau, hier sind es auch sechs, dann passt das ja zusammen. Ja, das war die Aufgabe.
BorisGericht.
ChrisGericht.
BorisUnd sie wurde auch in ihrer Doppeldeutigkeit verabschiedet. Wahrgenommen. Das eine verstehe ich nicht. Da muss ich jetzt gerade mal gucken, ob da ein erklärender Text dazu steht.
ChrisSehen wir dann. Wir würfeln jetzt mal zwischen 1 und 6, das Gewinnerbild. Das fange ich mal an heute.
BorisJa, mache ich gerne an.
ChrisSo, eine 12.
BorisDas ist zu viel. Eine 9.
ChrisAuch zu viel. Eine 15.
BorisEine 17. Wir könnten auch einen Sechser-Würfel nehmen.
ChrisEine Zehn.
BorisNö. Nö. 14.
ChrisSag mal. Oh, runtergefallen. Ah, Moment. Ganz unter den Tisch, ganz nach hinten.
BorisWas ist es?
ChrisEs war eine 15.
Boris15. 19.
Chris40.
BorisAlso die zweistelligen haben wir jetzt aber mal durch hier. 17 schon wieder.
ChrisUnd wir wissen ja, wenn man Würfel einmal die Zahl gewürfelt hat, kommt die nicht mehr. Die 5.
BorisIch habe eine 5.
ChrisIch habe eine 5.
BorisDie 5 ist...
ChrisOh ja, ist das Bild hier. Gericht. Michael hat einen Huhn, was ist das? Ein Huhn, was aus Stoff ist und einer Feder und so, auf einen Teller gesetzt. Das Ganze schwarz-weiß. Ja, also hübsches Bild, schön komponiert.
BorisSchön... Ich finde das Licht auch toll gesetzt.
ChrisDas Licht ist cool. Also schwarz-weiß ist mir nicht ganz klar, warum, aber es vereinfacht zumindest die ganzen Strukturen so ein bisschen. Vielleicht wäre es sonst zu bunt gewesen.
BorisGefällt mir eigentlich ganz gut, weil jetzt ist die Farbe vom Huhn egal und so. Und du hast jetzt dadurch, dass es schwarz-weiß ist, vielleicht auch noch deutlicher, dass eben oben das Huhn halt den Kontrast zum Hintergrund hat. Genau, zu dem dunklen Tisch und so.
ChrisWenn das Licht nach hinten abfällt auf dem Tisch, aber im Vordergrund das Huhn noch beleuchtet ist, dann hast du halt ganz automatisch einen ordentlichen Kontrast nach hinten.
BorisUnd das wird vielleicht auch irgendwie so einen roten Schopf oder gelbe Beine oder was weiß ich gehabt haben und das lenkt jetzt halt alles nicht ab. Also insofern gefällt mir eigentlich ganz gut. Ja, sowas.
ChrisJa, was haben wir denn da noch? Lass mal schauen. Da ist Back to Search. Gehen wir das nochmal kurz durch. Es sind ja nicht so viele. Kostanza Frauenpfahl. Was das jetzt mit Gericht zu tun hat, verstehe ich nicht.
BorisWeiß ich auch nicht.
ChrisDas ist das, was ich nicht verstehe. Insider. Dann haben wir von Dietmar Blutgericht auf dem Galgenhügel. Ich hoffe mal, dass das nur zu...
BorisJa, wir sehen halt ein Galgen.
ChrisZu Reenactment-Zwecken da steht.
BorisWollen wir es mal hoffen.
ChrisWollen wir es mal hoffen. Ja, Komposition, Vordergrund, noch ein bisschen Unschärfe. Schön eingebettet und so. Und der Galgen selber, also das Seil und alles eher so in der Silhouette, das hat natürlich auch schon ein bisschen was.
BorisMan sieht erst auf dem zweiten Blick, dass da mehr als ein Seil hängt. Links an der Seite nämlich auch noch eins.
ChrisDann haben wir Schwurgericht von Obe Penn. Ja, eine Hand auf einem Buch. So klassisches Einschwören vor einem Gericht. Finde ich insofern spannend, weil es ja im Prinzip alles weglässt. Du siehst nicht, was das für ein Buch ist. Die Hand ist nur zum Teil zu sehen. Das Ganze ist schwarz-weiß. Also das hat ganz wenig Informationen, aber einfach durch unsere Konditionierung. Ich habe sofort Gericht gedacht. Du hast so eine Hand auf dem Buch liegen normalerweise nur, wenn du irgendwo eingeschwört wirst.
BorisSo würde man es nicht aufheben. Das ist einfach eine andere Haltung an die Stelle. Könnte hier fürs Foto jedes Buch sein. Das ist wahrscheinlich auch. Aber die Haltung macht es aus und es ist gerade so viel von der Hand zu sehen, als die Haltung zu erahnen ist.
ChrisDann Klaus, eingeschränktes Gerichtsfeld im Gesichtsgebäude in Tübingen. Also hat mit Gericht und Gesicht gespielt und hat eine, schaut durch eine Brille, aber die ist in der Mitte irgendwie, ja, fehlt da was. also das ist mehr so, Mehr so, wie man es sieht. Du siehst ja nicht die Brille, wenn du durchguckst.
BorisDas ist so eine durchgängige Brille.
ChrisNein, das ist halt so nicht. Das ist so gebastelt. Aber er hat mit den Worten Gesicht und Gericht gespielt. Ein eingeschränktes Gerichtsfeld am Gesichtsgebäude in Tübingen. Sehr schön. So, dann das Huhn von Michael und von Tanja. Ein spannendes Gericht, oder? ASD Safe Food. Das weiß ich nicht, wofür ASD steht, aber das ist ein Bild von Essen.
BorisJo. Das sieht auf jeden Fall lecker aus. Könnte noch ein bisschen heller belichtet sein oder so, aber es ist immer schwer.
ChrisIst von den Farben ein bisschen...
BorisDas sieht so trist aus, ne?
ChrisSo ein bisschen. Das liegt natürlich oft an den Leuchten, die drüber sind. Die Kunstbeleuchtung, da kommt dann nicht alle Kameras gut mit klar.
BorisEs ist wirklich nicht leicht, ein leckeres Gericht auch gut zu fotografieren.
ChrisEs ist wirklich nicht leicht.
BorisAber ich kriege schon ein bisschen Appetit, wenn ich das sehe. Obwohl ich nicht weiß, was es ist. Ich würde es probieren.
ChrisDanke fürs Mitmachen. Und jetzt wird eine zweite Aufgabe aufgelöst. Und zwar die Kisteaufgabe. Da haben wir hier 10, wenn ich das richtig sehe.
BorisGenau, bei der Kisteaufgabe gibt es 10 qualifizierte Bilder. Ich gucke auch mal gerade durch hier. Schöne Kisten habt ihr auf jeden Fall gefunden. Das finde ich ja wirklich spannende Sachen dabei.
ChrisNee, du bist jetzt dran.
BorisOder? Bin ich jetzt dran, ne? Du hast ja die 5 gewürfelt gerade.
ChrisMach mal.
BorisSehr schön, dann fange ich mal an. Eine 1.
ChrisSehr schön, okay. Die 1 ist die Fotokiste. Fotokiste. Ja, was sehen wir? Auf einem Holztisch ein Foto, ja, was ist so eine Art Fotoalbum, Foto, da sind so Plastikhüllen, in die man Fotos reinschiebt und sie dann zumacht und drumherum ist dann so eine Plastikkiste irgendwie.
BorisUnd in den Folien sehen wir Polaroids.
ChrisGenau.
BorisEinmal von einem Schloss und einmal von einem Rettungsring. Ja, aber eine Fotokiste. Ich frage mich, ob das wirklich eine Fotokiste ist oder ob da mal andere Sachen drin waren.
ChrisDas sieht mir aus wie so eine CD-Box.
BorisSchon irgendwie.
ChrisDu siehst das nämlich auf der linken Seite hier, wie da so eine Rundung eingedrückt ist. Da waren mal CDs drin. Da bin ich mir doch fast sicher.
BorisAber ich finde das eine gute Nutzung, muss ich dir jetzt tatsächlich mal sagen, weil diese CD-Sammelboxen, die kenne ich ja von früher auch noch. Ich habe allerdings viele davon jetzt wirklich weggeworfen, aber da kleine gedruckte Fotos reinzumachen, das ist eigentlich so naheliegend in so eine Klarsicht.
ChrisIch weiß aber nicht, wie archivfest solche Sachen sind. Kunststoffe, die dampfen ja nach Möglichkeiten oder irgendwas aus.
BorisJa, es muss ja jetzt nichts für die Ewigkeit sein, aber weißt du, wenn man einfach so ein paar Bilder hat, oder sei es nur, man verschenkt mal ein paar Bilder oder so.
ChrisAndi bestätigt im Slack, dass es eine CD-Box ist. Passt aber perfekt.
BorisJa, super. Ist eine tolle Idee. Gerade jetzt für die Polaroids da.
ChrisJa, vom Foto her ist es eher ein Schnappschuss.
BorisJa, dokumentarisch würde ich sagen. Es ist schon sauber hingelegt auf dem Tisch.
ChrisJa, aber das hättest du dann auch nochmal anders ausrichten können. Das ist jetzt nicht besonders beleuchtet.
BorisKein Vordergrund, kein Environment, also keine Umgebung, in der es jetzt wirklich liegt oder sowas. Also jetzt kein, was weiß ich jetzt, ich spinne mal rum, kein Gartentischchen mit irgendwie Bäumchen, Schatten oder in der Hängematte liegend und blätternd oder so. Es ist dokumentarisch, ist okay. Aber die Idee finde ich tatsächlich super. Also jetzt nicht nur von dem Bild, sondern die Nutzung der CD-Kiste als Fotokiste.
ChrisSo, dann haben wir von Erich, Kiste vor Wiese, schwebende 1993 selbstgebaute Schatzkiste vor unscharfer Blumenwiese. Das hätte ich tatsächlich, glaube ich, noch irgendwie eine Blende dunkler gemacht.
BorisJa, das überstrahlt oben sehr stark.
ChrisDa passiert das, was gerne passiert, wenn man vor so einem dunklen Rasen oder sowas fotografiert, dass eine Kamera sieht viel dunkel und macht es dann einfach automatisch zu hell. Und dann reißt dann halt oben der Oberteil von der Kiste einfach aus. Da wäre schon noch ein bisschen Detail schön gewesen.
BorisDer vordere Teil, der wahrscheinlich eher im Schatten liegt, ist tatsächlich gut belichtet. Also mit der Verzierung, die in Goldfarbe hier ausgestattet ist und die Messinggeschläge und so weiter. Das ist tatsächlich alles gut belichtet. Ich finde das eine sehr kreative Schatzkiste. Aber es wäre wahrscheinlich dem Thema Schatzkiste so ein bisschen mystischer, glaube ich, ganz gut zugute gekommen, wenn sie vielleicht ein bisschen schräg ins Licht gedreht wäre, dass man vorne diese Verzierung im Streiflicht hat und eben obendrauf keine Überbelichtung, den Hintergrund ein bisschen dunkler. Da wäre noch was gegangen. Aber die Entscheidung, dass hier so frontal oder schräg von oben frontal dann zu machen, ist durchaus eine, die man gehen kann. Mache ich auch gerne so. Perspektive ein bisschen rausnehmen. Ja, schön. Die andere Kiste aber hier von Elisabeth Patchwork, hast du die gesehen? Die ist noch vor dem Flugzeug. Was ist denn das für eine Kiste? Die sieht auch so irgendwie zusammengebaut aus. Du bist übrigens gerade stumm.
ChrisJetzt aber, oder?
BorisJetzt bist du wieder da.
ChrisDas ist eine lasergeschnittene, aus lasergeschnittenem Sperrholz. Das ist so, das sieht mir aus wie so eine Kiste mit Mechanismus, mit irgendeinem, äh, ja, Puzzle-Mechanismus.
BorisSo mit Zahnräder?
ChrisRätselbox, schreibt der Jochen, genau. Das siehst du ja auch dann am Rand. Und so. Auch das hätte ruhig noch einen Ticken dunkler sein dürfen. Das finde ich eh, das Problem ist dann oft, dass die Kameras das gerne mal zu weit hochziehen, weil sie alles zeigen wollen, aber viele Bilder können davon profitieren, wenn dann doch das ein oder andere Detail vielleicht nicht überbelichtet oder zu sehr belichtet ist. So ein bisschen Sachen verstecken ist manchmal ganz cool.
BorisAuch das ist halt eher dokumentarisch. Es ist schon gut, ne? Für ein Produktfoto vielleicht ein bisschen zu wenig Schärfentiefe, da müsste die hintere Seite auch noch mit scharf sein, oder es wäre zumindest angenehm. Aber ja, gerade für so eine Rätselbox oder sowas, das dürfte schon auch ein bisschen...
ChrisAber die Kiste ist schon abgefahren.
BorisDürfte geheimnisvoller belichtet sein. Aber ja, ich finde die sehr spannend. Vielleicht ist das ja auch so ein kaufbarer Bausatz oder sowas.
ChrisMöglicherweise. Schön finde ich die Werkzeugkiste von Ope Pen. Das ist eine alte Werkzeugkiste von der Seite.
BorisIn schwarz-weiß, ja.
ChrisDie hat halt irgendwie, da siehst du, die hat halt irgendwie ihre 80 Jahre auf dem Buckel irgendwie so aus gefaltetem Metall und diesen Klappmechanismus, wo du dann oben diese zwei Oberteile rechts und links rausklappen kannst.
BorisIch kann sie hören.
ChrisDu kannst sie hören, ich kann sie riechen.
BorisJa, das alte ölige Werkzeug.
ChrisMein Opa hatte da nämlich so in der Werkstatt, also die hat dann auch so nach Öl gerochen und so.
BorisGanz genau.
ChrisUnd das Ganze wirklich reduziert durch den Schwarz-Weiß, durch die Wahl des Schwarz-Weißen und dann frontal drauf, also das ist schon irgendwie, das weckt Erinnerungen, das dockt bei mir ganz gut an.
BorisHolen wir mal den Zwölfer.
ChrisGenau. Ja. Ja, dann haben wir natürlich logischerweise von Frank eine Kiste in Adlerperspektive. Also eine Kiste mit Plopflaschen. Wie nennt man die denn? Bügelflaschen. Also Bier in der Kiste. Und du siehst dann auch tatsächlich, dass das wohl, da sind noch mehr Kisten. Also man sieht durch die Löcher am Rand auch noch andere Kisten. Also das steht wahrscheinlich in einem großen Haufen irgendwo. Ja, schön gerade gezogen und ich habe auf die Art und Weise, wir haben bei uns in der Küche, das kennst du, die sind Eierständer, das ist so ein Holzständer mit auch zwölf Löchern, wo man dann so Eier reinstellen kann und so ein Bild habe ich von oben gemacht und dann sind die auch natürlich so perspektivisch auseinander gelaufen und ich wollte aber die so ein bisschen trotz Weitwinkel, dass die ja nicht ganz so weit auseinander spreizen und dann habe ich einfach die Eier außen so ein bisschen nach innen gekippt. Also ich habe quasi die Geometrie des Bildes geändert und dann hat das hinterher völlig normal ausgesehen. Aber wenn man es sich von der Seite angeguckt hat, war das Ding halt komplett umgestellt. Geht bei Bierkisten schlecht.
BorisSchwierig, ja.
ChrisSchwierig. Schön. Und dann noch die Bananenkiste natürlich.
BorisNatürlich, aber ohne Bananen. Die gehört natürlich dazu.
ChrisVon Klaus Flimmerkisten in der Bananenkiste.
BorisAlte Filme oder sowas.
ChrisDinge für die Flimmerkiste.
BorisSieht aus wie so Super-8-Filme oder irgendwie sowas.
ChrisIrgendwie so Zeug. Ja, danke fürs Mitmachen. Wir freuen uns immer über eure Bilder und es gibt dann, glaube ich, auch, Eine neue Aufgabe. Es gibt natürlich wieder Bilder machen.
BorisJa, eine neue Aufgabe, selbstverständlich. Die läuft jetzt vom 21.05. Bis zum 4.06. und heißt blau. Wer hat sich die wohl ausgedacht, die Aufgabe?
ChrisKann ich mir nicht vorstellen.
BorisBlau heißt die Aufgabe. H ist blau das Tag. Und das bedeutet für euch, dass ihr im Zeitraum vom 21. Mai bis zum 4. Juni 2026 loszieht, ein neues Foto macht zum Thema Blau. Das Ganze dann hochladet, jetzt kommt die Motte, hochladet bei Flickr, dort in die Happy Shooting Gruppe stellt und das Tag hsbblau vergebt, hsbblau zusammengeschrieben. Da schauen wir mal.
ChrisDa schauen wir doch tatsächlich mal. Und wo wir auch schauen, warte mal, muss ich doch hier wieder was ändern.
BorisSag bloß, du hast noch Termine für uns.
ChrisJetzt. Lass mich doch mal meine Vorbereitung hier machen.
BorisSehr geil.
ChrisNatürlich gibt es wieder Termine. Wir haben reihenweise neue Termine natürlich in den letzten drei Wochen bekommen und auch Termine, die abgelaufen sind. Ich glaube, wir sind schon wieder so um die 350 oder sowas. Also es ist fleißig da und es ist immer neues Material da. Und wenn ihr in den Kalender geht, dann macht ruhig mal so eine Umkreissuche auf euren Wohnort und dann könnt ihr immer sofort sehen, ob es im Umkreis von x Kilometern, das könnt ihr euch aussuchen, dann entsprechend bei euch irgendwo Ausstellungen gibt, neue. Oder ihr könnt sogar im Kalender auftauchen lassen, vollautomatisch. Wir haben hier, ich habe sechs ausgewählt aus den 150 Neuen, die seit hier irgendwie reingerutscht sind. Ja, das ist Wahnsinn. Also der Durchsatz ist riesig. Lass mal schauen.
Unter anderem in Luzern die Ausstellung unpublished, das ist total spannend, vorläufig Entwürfe von Fotobüchern, sogenannte Dummies, als Einblick in den kreativen Prozess mit Werken von 13 Schweizer Fotokünstlern, darunter Kim Damotta und Patrick Blank. Also in Fotobücher, die noch nicht fertig sind. Das ist doch spannend. Dann gibt es in Wien die Ausstellung Fotobrü, B-A-U-T, die über vier Jahrzehnte gewachsene Sammlung des französischen Filmemachers Bruno Descharmes präsentiert rohe und unpolierte Werke von Outsider-Künstlern, die abseits des etablierten Kunstbetriebs entstanden sind. Und dann in der Galerie Camera Work in Berlin, Peel Off vom 28. März bis zum 6. Juni, präsentiert die Galerie Camera Work eine exklusive Sammlung von 100 einzigartigen Sofortbildern international renommierter Fotokünstler, die durch ihre intime Entstehungsgeschichte und ästhetische Authentizität bestechen. Dass hier die dass hier die Ansicht jetzt nicht kommt das liegt irgendwo am Web Human Footprint in Dortmund läuft gerade im Dortmunder Naturmuseum die Ausstellung thematisiert die massiven Eingriffe des Menschen in die Erdoberfläche und deren ökologischen Folgen anhand von Satellitenaufnahmen wird der Kontrast zwischen ästhetische Orte.
Umweltzerstörung verdeutlicht. Dann in Aachen im Raum für Kunst in Instatu Nascendi. Ich glaube, so spricht man es. Der Aachener Fotograf Bernd Radtke präsentiert seine Ausstellung Instatu Nascendi im Werdenbegriffen. Nach jahrzehntelanger Arbeit mit technisch perfekter Fotografie widmet er sich hier der Visualisierung flüchtiger Bildideen und dem Prozesshaften. Boris, nach Jahrzehnten der technisch perfekten Fotografie. Das kommt jetzt gerade alles bekannt vor. Und last but not least im Museum Volkwang in Essen. Die endet tatsächlich schon in drei Wochen. L is for Look. Fotobücher für Kinder und Jugendliche. Diese interaktive Ausstellung beleuchtet anhand von rund 100 internationalen Werken die 100-jährige Geschichte des Kinder- und Jugendfotobuchs und verdeutlicht daher den Wandel pädagogischer Konzepte sowie die gesellschaftliche Vorstellungen von Kindheit. Ja, das war es heute mit den Ausstellungen. Wie gesagt, es gibt 150 neue. Viele sind auch wieder abgelaufen. Und falls ihr da irgendwo mal Interesse habt, schaut rein. Ja, Jürgen, falls von dir noch eine Audio-Ausstellung in den Beiträgen ist, dann wird die nächste Woche kommen.
BorisGenau. Wir hatten ein paar Audio-Beiträge, das machen wir dann alles nächstes Mal.
ChrisDas machen wir alles nächstes Mal. Wir haben jetzt schon eh schon kräftig überzogen.
BorisWir waren lange weg, jetzt gibt es auch lange was auf die Ohren für euch. Ihr wollt es doch auch.
ChrisWir wollen Danke sagen, nämlich natürlich Danke an allen, die überhaupt diesen Podcast hier mit ermöglichen. Da steckt Arbeit drin und ohne eure Hilfe ist das gar nicht so einfach. Deshalb alle, die hier tatkräftig mithelfen, die Shownoter, die Reinrufer im Slack natürlich und den anderen Kommentarspalten und so weiter. Ihr seid alle super toll und wir sind in der Woche wieder da. Bis dann. Macht es gut. 3, 2, 1, Happy Shooting!
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