#945 - 2 Wochen mit der Muschel verbringen
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Happy Shooting, Folge 945. Zwei Wochen mit der Muschel verbringen. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...
ChrisVon Ulrich Mütter.
EinspielerHier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.
BorisJa, herzlichen Glückwunsch. Willkommen, meine Damen und Herren. Ich begrüße Sie zu einer illustren Fotorunde hier bei Happy Shooting. Heute mit dabei ein Spezialgast. Den werden wir euch noch genauer vorstellen. So lange müsst ihr euch noch gedulden. Und ich sammle jetzt, bis George wieder drankommt. Macht's mal gut.
EinspielerUnd hier sind eure Moderatoren Boris und Chris.
BorisWas sagst du?
ChrisDoch die roten Pillen, oder? Doch die roten Pillen. Meine Güte, nochmal. Ja, wer Ulrich müder ist, erfahren wir später. Wir sind Happy Shooting, der Foto-Podcast. Heute zu dritt. Boris, ich bin der Chris, da ist der Boris. Und da ist die Moni.
BorisDie Moni ist wieder da.
ChrisHallo. Guten Tag. Party. Guten Tag. Ja, wir reden nachher mit Moni über ein Thema. Oder über zwei Mal schauen. Und wer sind denn in der Vergangenheit, habe ich gehört.
BorisJa, weil heute Dienstag ist.
ChrisAch, weil heute Dienstag ist. Ja, ja, ja. Gut, okay. Ignorier diesen Slack. Das bringt nur durcheinander. Nicht reinschauen. Weil die haben nämlich einfach jetzt nur ein Ziel, uns hier durcheinander zu bringen. Super. Klappt ja auch manchmal. Ja, wir sind ein Fotopodcast. Wir reden über Fotografie einmal die Woche. Heute ist der 17.6.2026. Und heute haben wir.
News und ein paar Themen hier so zum Erzählen. Außerdem haben wir eine direkte Feedback-Leitung von euch. Und die kommt über happyshooting.de. Wenn ihr da mit eurem Webbrowser hingeht oder in den Shownotes auf den richtigen Link klickt, könnt ihr uns da eine Nachricht hinterlassen oder Fragen stellen oder, oder, oder. Und das haben heute gemacht zum Beispiel der Jürgen, der möchte wissen, hallo Chris, hallo Boris, meine Frage, ist der richtige Export aus Lightroom oder wahlweise auch einem anderen RAW-Entwickler? Das ist eine Technikfrage. Ab und zu will man ja seine Fotos weiterreichen an Freunde, an eine Website, an einen Druckdienstleister etc. Dafür benötigt man unterschiedliche Angaben beim Export unter Dateieinstellungen. Häufig bekomme ich die Rückmeldung, die Datei ist zu groß für E-Mail oder für den Druckauftrag beschränkt auf zum Beispiel 50 Megabyte beim Hochladen. Wie stelle ich beim Export die Qualität der Teilgröße richtig ein oder bei Bildgröße im Bildschirm einpassen? Lange Kante, Auflösung und so weiter. Ich bin sicherlich nicht der einzige Öre und nicht Nerd, der unsicher ist, was braucht man wirklich. Könnt ihr gegebenenfalls da mal kurz drauf eingehen? Wäre super nett. Grüßle an die Nerds. Jürgen, kurz drauf eingehen.
BorisAlso ich hoffe, das Upload-Limit sind dann 50 KB und nicht Megabyte gewesen, weil 50 Megabyte zu knacken mit dem Export, das muss man auch erst mal schaffen.
ChrisAlso was können wir dazu sagen? Es ist wichtig beim Export von Bildern zwischen zwei Sachen zu unterscheiden. Das eine sind die Maße, also sprich wie viel Pixel hat das Ding quer oder hoch, und das zweite ist die Kompression. Wie stark ist das Ding komprimiert? Und diese Kompression, je stärker die ist, desto schlechter wird die Qualität von dem Bild. Und, diese Kompression, dieser Regler dafür heißt in der Regel nicht Kompression, sondern Qualität. Und da habt ihr die Wahl zwischen 100% Qualität, das ist dann quasi keine oder ganz wenig Kompression, bis runter zu, keine Ahnung, je nach Tool bis zu 0%, Qualität, dann sieht es furchtbar aus. Ich habe da immer eine Faustregel. Und die Faustregel ist, bei dieser Qualität, irgendwo zwischen 60 und 80 zu bleiben. Das ist für mich immer so ein Wert, wo man die Kompression nicht sieht. Also wo man schon auf Pixelebene piepen muss, um Qualitätsreduktion dadurch zu sehen. Also 70, 70, Qualität, 70 ist für mich so ein ganz völlig normaler Wert, wenn ich was exportiere.
BorisJa, da stehe ich auch oft und dann regle ich halt das Endergebnis über die lange Kante und sage dann eben lange Kante, 2000 Pixel, 1000 Pixel oder irgendwas dazwischen. Das Problem ist aber tatsächlich, dass du vorher oft nicht siehst, ich weiß jetzt gar nicht, wie es im Exportdialog von Lightroom ist, ich glaube, da gibt es keine Vorschau, dass man vorher nicht sieht, wie viel Kilobyte wird denn das Ergebnis haben. Und dann machst du halt einen Export und dann guckst du da hin und dann hast du...
ChrisDu kannst in Lightroom beim Export einstellen, wie groß sie maximal sein soll, die Datei, wie viel Kilobyte. Das geht.
BorisIst das tatsächlich ein neuer Parameter? Ich habe lange nicht geguckt.
ChrisNee, das ist schon immer da gewesen.
BorisDann passt da die Qualität dann, glaube ich, entsprechend an.
ChrisDann macht der quasi dynamisch die Qualität.
BorisDas ist nämlich die Herausforderung bei vielen Programmen. Deswegen hatte ich früher tatsächlich für Windows mal sogar ein Tool geschrieben, den JPEG Size oder sowas, damit man sagen kann, hier ist ein Bild und mach mir das jetzt mal bitte auf eine ganz bestimmte Größe, also Kilobyte-Größe Maximum, eben wegen dieser Upload-Limits. Und dann hat er versucht, die beste Qualität zu finden, um möglichst nah an diese Grenze zu kommen, in mehreren Durchgängen. Wenn das jetzt bei Lightroom schon drin ist, dann musst du die Option mal aktivieren. Ich hätte es jetzt nicht gewusst, weil ich benutze es schon lange nicht mehr, ich habe solche Upload-Limits nicht mehr von daher.
ChrisÜbrigens, wer Lightroom benutzt unter der Haube, macht Lightroom auch tatsächlich nur, ich glaube, 10 Kompressionsstufen oder 9. Redknight hat das gerade nämlich geschrieben, war JPEG-Kompression nicht nur 9 Stufen oder so. Ja, ist es oder war es zumindest früher immer bei Lightroom. Also ob ich jetzt 52 oder 58 einstelle bei Lightroom beim Exportieren, ist genau das gleiche. Also das ist so fein überhaupt nicht sinnvoll das so fein zu regeln, Ja, das ist mal so ein kurzer, knapper Überblick über das Thema. Falls da noch irgendwer was Cooles hat, wo es noch ein bisschen mehr Infos dazu gibt, pack das doch irgendwie in die Kommentare oder so.
BorisDer Export wird wahrscheinlich ein bisschen länger dauern, wenn du eine Kilobyte-Größe vorgibst, weil er gegebenenfalls eben mehrere Durchläufe machen muss, um zu ermitteln, wie groß er wird. Aber auf heutigen Rechnern wird das wahrscheinlich nicht mehr ins Gewicht fallen.
ChrisJa. So und der Udo ja genau, der Udo sagt, er kriegt eine Fehlermeldung. Ich höre meine Podcasts seit kurzem über Overcast. Dort wird euer Logo nicht angezeigt. Ähnlich sieht es mit Castro aus. Ich habe früher Pocketcasts verwendet, da war alles okay. Es scheint ein Problem mit der Formatierung der Grafik zu geben. Trotzdem Happy Shooting Gruß, Udo.
BorisMit der Grafik ist alles in Ordnung. Das Problem ist, sie muss natürlich...
ChrisAuf wen können wir es denn schieben?
BorisJa, immer auf mich. Im Zweifel immer auf mich.
ChrisGut.
BorisMit der Grafik ist alles in Ordnung, aber damit die Grafik in Ordnung angezeigt werden kann, muss sie natürlich erstmal in der Episode auch drinnen stecken, also Embedded. Und ich hatte halt immer ein Preset. Wir machen ja mit Auphonic, bügeln wir ja nochmal so ein bisschen die Audioschäden raus, die da gegebenenfalls entstanden sein könnten und machen die Kapitelmarken damit rein. Und in der Vorlage war eigentlich auch immer ein Podcast-Bild, dieses quadratische Bild, was die Player dann eben anzeigen. Und da hat sich aber die UI geändert bei auf Phonik, die haben irgendwas umgestellt, und es scheint mir so, dass dabei dieses Bildchen aus dem Preset rausgeflogen ist. Ich habe es jetzt wohin extra nochmal ins Preset gespeichert. Also bitte schau doch mal bei der Episode 945 ist es jetzt, die wir gerade aufnehmen, ob da denn jetzt wieder ein Bild angezeigt wird. Weil die Aussage, früher habe ich, deutet darauf hin, dass das eben früher eingebettet war und jetzt bei den letzten Episoden dann eben fehlt. Das müsste so seit 5, 6 Episoden vielleicht sein.
ChrisJa, das hat mich bei The Future of Photography auch gebissen, dass die da irgendwie ihre Presets umgestellt haben. Da ist mir nämlich auch was rausgefallen und muss da ein bisschen nacharbeiten. Aber gut, wir arbeiten dran.
BorisGenau. Also ich habe es jetzt wieder eingebaut. Feedback wäre aber hilfreich. Also wäre ich dankbar dafür, sagt man. Genau.
ChrisStefan, das schreibt, das ist bei anderen Podcasts auch passiert. Viele benutzen Auffornik und vielleicht haben andere genau das gleiche Problem gehabt. Wahrscheinlich. Gut, das waren erstmal eure Fragen und Hinweise. Vielen Dank dafür. Falls ihr auch irgendwo jetzt mal was hier in die Sendung bringen wollt, happyshooting.de slash hi.
BorisImmer eine gute Anlaufstelle, auf jeden Fall.
ChrisIst immer gut und wenn wir was nicht wissen, dann geben wir es weiter.
BorisJa.
ChrisSo. Dann haben wir noch Danke zu sagen und zwar hat Alexandra uns was geschenkt.
BorisAuf Phonik-Zeit nämlich, wo wir gerade dabei sind.
ChrisYes!
BorisUnd hat noch kommentiert dazu, damit wir auch in Zukunft euren wohlklingenden Stimmen lauschen dürfen. Liebe Grüße, Alexandra. Alexandra, herzlichen Dank. Das hilft bei der Produktion.
ChrisUnd dann klingen nicht nur wir toll, sondern auch Moni.
BorisRichtig.
ChrisNicht wahr? Macht auf Phonik auch Frösche im Hals weg?
BorisJa.
ChrisHast du einen Frosch im Hals?
BorisDie machen dann kleine Entchen da draus.
ChrisUnd wie klingen die dann?
BorisRecht ähnlich.
ChrisOkay. So, wir haben einen Park.
BorisRiver wird dann Nat, Nat, Nat.
ChrisJa. River?
BorisJa.
ChrisDas ist doch Ribbit, Ribbit.
BorisRibbit kannst du auch machen. Aber bei der Muppet Show hatten sie mal einen Frosch, der hat immer River und dann hat sie einen Song gesungen oder mehrere Songs gesungen und immer wenn das Wort River im Song vor... Müsst ihr euch angucken, ist lustig.
ChrisKönnen wir jetzt endlich zu den News kommen?
BorisSehr gerne. Apple hat was gemacht und zwar hat... Also es gibt in der Apple Software vor allem im Mac OS gibt es einen RAW-Converter. Der ist ins System eingebaut, unterstützt eine ganze Fülle an Formaten und ist zum Beispiel damals auch benutzt worden von der Aperture-Software. Das war quasi die Software um diesen RAW-Entwickler herum oder um diese RAW-Engine herum. Gibt es ja leider schon länger nicht mehr. Die Fotos-App von Apple nutzt dieses auch. Und jede Anwendung, die man programmiert unter macOS, kann eben diese RAW-Engine benutzen. Ich habe mir da auch schon mal was programmiert. Und die ist soweit okay, aber die ist schon seit einiger Zeit wirklich nicht mehr auf der Höhe. Also der Mitbewerb ist da deutlich besser geworden, was die RAW-Qualität betrifft. Also Details, Schärfe, Entrauschung und so weiter.
Und Apple hat jetzt nachgelegt mit Apple RAW 9. Da gibt es wohl eine Vorabversion zum Ausprobieren und das haben auch einige schon getan. Und vor allem gibt es einen schönen Talk, wo das vorgestellt wird. Und relativ am Anfang gibt es ein paar sehr beeindruckende Beispiele, was diese Engine in der Lage ist zu tun. Inzwischen haben das auch entsprechende Webseiten schon ausprobiert mit ihren ganz klassischen Beispielprogrammen. Und wir sehen hier gerade im Videostream, das lohnt sich jetzt wirklich, sich das mal anzuschauen, da sehen wir halt ein völlig farbverrauschtes High-ISO-Bild und wie es eben bisher aussah mit dem Endrauschprozess. Und danach sehen wir ein Bild, wie das mit dem RAW-9-Prozess aussieht. Und wenn man sich das anguckt, glaubt man nicht, dass das dasselbe Ausgangsmaterial war. Es ist aber so. Und unterstützt wird auch nicht nur das Bayern-Array.
Das Farb-Array vor dem Sensor, sondern eben auch dieses spezielle Raster von, Fuji, also konkret die X-T5 wird bereits unterstützt. Und da gab es bisher auch das Problem, das ist das Beispiel, was du hier gerade im Video zeigst mit so Wollknäueln.
ChrisSo ganz feine Strukturen.
BorisEs sind so feine Strukturen.
ChrisDas sind strenge, Boris.
BorisEs sind strenge. Ja, bitte, Dankeschön. Aber das Konzept bleibt das gleiche. Die feinen Strukturen, die gehen so ein bisschen verloren. Man denkt immer noch, es sieht eigentlich ganz gut aus. Aber wenn man dann das Nachherbild sich anguckt, dann denkt man plötzlich, alter Schwede, plötzlich hast du eine Brille auf, plötzlich siehst du feinste Details. Muss man ein Stückchen weiterscrollen. Ich glaube, da kommt dann noch das Nachherbild.
ChrisJetzt ist das Nachherbild.
BorisJa, genau. Plötzlich ist es gestochen scharf. Du hast Mikrokontraste. Du hast keine Farbverfälschungen mehr in den Schwarz-Weiß-Kontrasten.
ChrisDas hier sind schon ziemlich starke Zooms, die man hier sieht.
BorisExakt, ja. Das ist echt beeindruckend.
ChrisUnter der Haube geht es voran. Es ist ein guter, ein gutes Indiz dafür, dass man vielleicht möglicherweise eventuell so alte Bilder nicht gleich wegwirft. Das haben wir ja früher schon gelernt, beim Panorama-Stitchen. Ich habe da alte Panoramen, die früher einfach nicht gesitscht wurden, weil, keine Ahnung, Algorithmen nicht gut genug und so. Und dann Jahre später die Quellbilder nochmal einfach zum Testen in so einen Algorithmus reingeworfen und plötzlich ging das und war perfekt. Und so ist das hier auch. Das macht jetzt mit Sicherheit nicht nur Apple, andere tun das auch. Auf Android passieren solche Sachen mit Sicherheit auch unter der Haube. Aber hier wird es mal sichtbar gemacht, was da so gebastelt wird. Da steckt auch eine Menge KI drin jetzt, um diese Details da wieder quasi aufzufüllen.
BorisAlso ich glaube nicht, dass hier in Echtzeit irgendwelche Machine Learning Modelle laufen, aber ich denke schon, dass die Algorithmen, die jetzt da angesetzt werden, durchaus auch über die KI mitgebaut oder trainiert wurden.
ChrisDer sagt da in dem Vortrag was darüber, dass da auch KI mitmischt.
BorisAlso schaut euch das mal an, das ist beeindruckend und was ich halt besonders spannend dabei finde, ist, dass es eben wieder integraler Bestandteil vom Betriebssystem ist, Schrägstrich wird. Das heißt, jede Software, die eben den RAW-Entwickler von Apple nutzt, kann dann eben auch diese Version 9 benutzen und neue Software dann eben auch. Und da kann einiges Schönes auf uns zukommen. Das finde ich gut.
ChrisUwe sagt, DxO hat das auch. Ja, das haben viele und ich glaube, dass das Interessante ja ist, dass quasi der komplette Bildbestand dadurch potenziell einfach besser wird, den man eh schon hat. Dass das quasi transparent unter der Haube liegt. Wie gesagt, ich bin mir sicher, da ist Apple jetzt nicht der Einzige, der sowas tut. Nur hier sieht man es halt mal, dass da unter der Haube wirklich ähm, So nach und nach ein paar Sachen verbessert werden.
BorisGenau.
ChrisJa. Boris, hast du schon genügend Leikas?
BorisNein.
ChrisNicht.
BorisIch fange ja gerade erst an.
ChrisHier gibt es eine Möglichkeit, eine Leika zu gewinnen.
BorisJa, und zwar eine ganz besondere. nämlich von dem recht bekannten Fotografen Ralph Gibson. US-amerikanischer Fotograf, viel schwarz-weiß. Recherchiert gerne mal, findet ihr bestimmt was, was ihr kennt. Ja, und der verlost jetzt in Zusammenarbeit, oder andersrum wahrscheinlich MPB, also dieser Händler, der amerikanische Händler, verlost in Zusammenarbeit mit ihm seine Leica M Monochrom. Das ist die Typ 246, also das ist die Leica M, Typ 240, worüber wir jetzt mal sprachen, nur eben in der Monochrom-Variante, also ohne Farbfilter. Schon eine ältere Kamera natürlich. Ja, und das ist halt seine und die wird verlost. Und alles, was ihr dazu tun müsst, ist bei dieser Verlosung teilnehmen. Und wir verlinken mal den originalen Blogbeitrag, da steht noch ein bisschen mehr darüber. Aber ansonsten klickt ihr auf den Link, dann landet ihr bei MPB. Und alles, was die wissen wollen von euch, ist halt ein Name und eine E-Mail-Adresse und dann müsst ihr bestätigen, dass ihr halt aus einem Land kommt, was berechtigt ist mitzumachen. Deutschland gehört in diesem Fall dazu. Und ihr braucht nichts abonnieren, ihr braucht nichts kaufen, ihr schließt da keine Verträge ab und nichts... Also ich habe direkt mal mitgemacht. Da werde ich jetzt wahrscheinlich nicht einer von zehn sein, sondern da werden viele mitmachen. Aber wer nicht mitmacht, hat von vornherein verloren. Also hey.
ChrisJa, ist natürlich eine klasse Methode, für die nicht nur eine ganze Menge an Adressen einzusammeln. Wobei die Checkbox für Newsletter erhalten nicht vorausgewählt ist. Das muss man Ihnen schon mal anrechnen. Aber sie machen natürlich auch sichtbar, dass es sie gibt, weil MPB, kauft ja Kameras an und verkauft gebrauchte Sachen. Insofern, ist das mit Sicherheit halt auch eine Werbeaktion, aber vielleicht gewinnt es ja einer.
BorisAlso die Kamera an sich hat tatsächlich einen Gebrauchtmarktwert. Ich habe ja in letzter Zeit viel nach Leica M Kameras gesucht, bei Kleinanzeigen und bei Ebay. Und diese Geräte, die gehen so gerade im Angebot für 2.800 bis 3.800, je nach Zustand und so. Also das ist so die Preisspanne, in der man sich bewegt mit so etwas. Und da ist dann aber kein Objektiv dabei. Ich glaube, in diesem Fall ist auch noch ein Objektiv von ihm dabei. Also ja Leute macht da mit und solltet ihr sie gewinnen und nicht gebrauchen können ich melde schon mal Bedarf an.
ChrisDu hast ja erst irgendwie drei oder vier Stück.
BorisJa, aber die eine ist ja noch bei Leica. Die hatten mir ja ein Angebot gemacht für die Instandsetzung, aber haben da einen riesen Katalog drauf geschrieben.
ChrisWas ich jetzt gerade interessant fand, ist, Boris, du hast bei dem Wort vier nicht gezuckt. Wie viel hast du denn jetzt gerade?
BorisDrei.
ChrisWie groß ist denn die Sammlung schon?
BorisDrei habe ich, aber zwei nur hier. Wie gesagt, die dritte ist ja bei Leica. Und das Reparaturangebot war halt recht hoch und irgendwie ein Komplettpaket inklusive Belederung. Und da habe ich jetzt aber zurückgeschrieben, Ich habe gesagt, ich will nicht neu beledert haben. Ich will, dass dieser Pinöppel sich wieder bewegt. Und habe gesagt, ruft mich auch gerne an. Hier ist die Telefonnummer. Aber bisher habe ich noch nichts gehört. Jetzt mal gucken, wann die sich melden.
ChrisJa, da kommst du sofort hinten an die Schlange. Wenn du nicht das große Paket nimmst, dann... Pinöppel ist ein Pinöppel-großes Paket. Das ist ein sehr kleines Paket zum Pinöppel-Paket. Ja, Moni, du hast ja auch gerade eine Kamera, die reparaturbedürftig ist. Ich habe eine Kamera, die reparaturbedürftig ist und ich habe Gas. Aber das ist vergleichbar gleich zu Boris viel kleineres Gas. Nein, es ist großes Gas, aber kleiner. Du verstehst, was ich meine. Also bei dir, das kann man kurz erzählen, bei dir ist die Kamera vom Stativ gefallen, die Großvormannkamera. Ja, die habe ich den ganzen Tag mit mir rumgeschleppt und nichts ist passiert. Und dann war ich fertig mit Fotografieren, habe gedacht, wenn ich bis zum Auto, lege ich mir das Stativ über die Schulter. Ja, so klassisch so, hey ho, hey ho, Let's off the work we go und so. Auf einmal macht es Rappel und Rappumpel und zack lag die schöne Chamonix auf dem Waldweg.
BorisWie konnte das passieren?
ChrisIch weiß nicht, ob ich an den Hebel vom Stativ gekommen bin. Also bei den Manfrotto-Stativplatten muss man ja so ein Hebelchen runterdrücken, damit man es entriegelt beim Rausholen. Ob da irgendwas dazwischen war, ob der nicht richtig eingerastet war. Aber ich meine, wie gesagt, ich hatte da gerade erst zwei Stunden mit gearbeitet. Also wenn es nicht richtig fest gewesen wäre, hätte es mir vorher auffallen müssen. Auf jeden Fall lag sie dann da und sah aus wie eine Acht. Ja, jetzt übertreibe ich.
BorisEine Acht. Eine Charmonie?
ChrisEs ist erstaunlich wenig kaputt gegangen. Die ist quasi auf die obere Kante der Frontstandarte seitlich gefallen. Das Objektiv hat nichts abbekommen. Die Mattscheibe auch nicht. Die Frontstandarte, also wenn man das jetzt, so zwei parallele Sachen, wo dann die Frontstandarte zwischendrin läuft. Und diese zwei Dinger, die sind leicht in eine Richtung gebogen jetzt.
BorisAlso so geschert quasi. sie.
ChrisGenau, das ist aber wirklich... Dieser Metallrahmen, der ist so ein kleines bisschen... Das macht zum Fotografieren nichts. Ich habe danach auch noch ein Bild gemacht. Auch der Balgen ist noch ordentlich dran. Balgen hat auch offensichtlich kein Loch, sonst wäre das andere Bild nichts geworden. Nur ist halt... Die war halt vorher sehr hübsch. Jetzt ist sie sehr hübsch mit einer Macke. Ja, aber die Macke ist wirklich handlich und wir müssen jetzt einfach nur mal noch die Zeit haben, das mal kurz abzuschrauben, diese Seitenteile und sie gerade zu biegen. Das ist nur ein Biegen, das ist keine große Geschichte.
BorisDu musst doch nur auf die andere Seite fallen lassen, dann ist wieder gut.
ChrisGenau. Naja, gut ist, dass das Objektiv nichts abbekommen hat.
BorisIst doch schon mal super.
ChrisWenn das was abbekommen hätte, dann hätte ich jetzt noch einen besseren Grund, Gas zu haben. Aber ich habe ja nur so Gas. Das Nikon, 75 mm war drauf.
BorisWas für ein Gas hast du jetzt?
ChrisIch kann mal sehen, wie robust Nikon ist. Jaja, also ich habe jetzt Gas nach einem Weitwinkelobjektiv mit einem größeren Bildkreis, damit ich mehr shiften und fallen. Also in dem Fall war es ein Fall, der aus dem Bildkreis tanzte, weshalb ich manche Bilder mehr kroppen musste, als mir lieb war. Weil jemand, der mich kennt, weiß ja, wenn ich kroppe, fällt mir so ein Zacken aus der Krone. Und in dem Wochenende sind mir so ein paar Zacken gefallen. Also meine Krone ist jetzt schwer beschädigt.
BorisJa.
ChrisJa, und ich hätte jetzt total gerne das Schneider 72 Millimeter Super Angolon XL. Das wollen viele. Oh, das gibt es schon. Das ist schon verfügbar. Und es ist nicht so toll wie ein Leica von Boris. Es wird irgendwo, zwischen 900 und 1300 gehandelt, gebraucht.
BorisIst aber nur knapp unter meiner Leica.
ChrisAber ich muss sagen, das tickelt mich schon sehr. Ich glaube, ich habe noch nicht zugeschlagen, weil ich noch nicht weiß, wo. Aber ich bin mir relativ sicher, das läuft mir zu. Na gut. Reden wir nachher noch ein bisschen mehr drüber. Genau, wir reden nachher noch ein bisschen mehr drüber. Zuerst mal müssen wir kurz über Canon reden. Und zwar soll da ein neues Objektiv kommen, nicht wahr?
BorisJa, man weiß so richtig ja wahrscheinlich noch nicht was für eins, aber es wird gerüchtelt. Und zwar hatte Canon geteasert vor einiger Zeit, sie werden ein Objektiv bringen, was es so noch nicht gab. Ein Objektiv, was es noch nie gab. Das kann natürlich alles sein, nicht wahr? Und jetzt wird gerüchtet, ob es denn wohl ein 24-70mm werden könnte mit durchgängiger Blende 2.0, also sehr lichtstarkes 24-70mm. Ja, ich melde erstmal vorsichtige Zweifel an, weil es gibt ja schon einen Zoom in diesem Bereich mit Lichtstärke 2 von Canon, nämlich das 28 bis 70 2 und das ist ein Trumm, das wiegt über 1,4 Kilogramm, das hat einen riesen Durchmesser, also das ist richtig so ein mächtiges Teil. Viele schwören drauf und sagen das ist, was weiß ich, ein Hochzeits Allrounder, weil schönes, cremiges Bokeh und toller Bereich und hin und her und andere sagen ja, ist schon irgendwie toll, aber das Gewicht, Halleluja, also, und wenn ich die Freistellungsunterschiede dann nur im AB-Vergleich sehe und dem Kunden das am Ende auch egal ist und Freistellung, ja, wird Moni auch bestätigen können, nicht alles in dieser Welt ist.
Ja, also ich melde Zweifel an. Es wird zwar auch gerüchtelt, dass es leichter sein könnte als das 2870. Also klar, neue Entwicklungsmethoden, neue Materialien und weiß der Geier, was da kommen könnte. Ich sag mal so, lass uns mal abwarten. Ansonsten ist da meine Meinung dazu, mehr Blende macht natürlich mehr Spaß. Das sehe ich schon ein. Gerade weitwinklig auch mal was freistellen zu können, ist bestimmt nett. Und wie gesagt, gerade im schummrigen Licht, so bei Veranstaltungen, Reportage, Hochzeit etc. Da kämpft man wirklich um jede Blende. Das verstehe ich schon. Aber mehr dick ist eben auch nicht so angenehm, so zu halten. Und mehr schwer ist auch nicht so schön. Und mehr teuer macht auch nur bedingt Spaß, weil billig wird sowas nicht werden. Und wenn ich mir mal so überlege, was mir mein 24-70 mit Blende 2.8 schon gute Dienste geleistet hat, so schlecht ist das auch alles nicht. Und wenn ich dann noch an mein altes Rad zurückdenke, das 24-105 mit einem größeren Bereich, mit Blende 4 am Vollformat, das hat mir eigentlich auch sehr, sehr viele Jahre sehr, sehr gute Dienste geleistet.
ChrisDas war eigentlich ein ziemlich cooles Objektiv, auch wenn das eine ganz interessante Verzeichnung hatte.
BorisDas hatte seine Fehler, aber es hatte Charakter, also schöne Fehler, wie ich finde.
ChrisIch finde es immer so lustig, auf so Verzeichnungen zu gucken und Badezimmerkacheln zu fotografieren, wo wir ja wirklich alles andere als wissenschaftlich arbeiten, sondern kreativ arbeiten.
BorisIch finde das auch witzig, weil ich hatte mal eine Zeit lang tatsächlich in Lightroom ein Preset, was dann eben Objektivkorrekturen automatisch angewandt hat. Und dann habe ich mich bei dem 24105 Blende 4 in dem alten EF-Objektiv immer wieder dabei erwischt, wie ich das mal testweise weggenommen habe, diese Korrektur. Und dann so gelassen habe. Und irgendwann habe ich das Preset geändert und habe die Korrektur wieder ausgeschaltet, weil ich wollte die Fehler haben.
ChrisAlso es gibt dann durchaus schon einzelne Bilder, wo ich dann sage, hm, das ist mir jetzt aber zu krumm an der Stelle. Und dann kann man das korrigieren, aber alle anderen Bilder funktionieren einfach auch so. Bei den meisten fällt es ja sowieso nicht auf.
BorisWenn es mal wirklich so eine Architektur ist und du brauchst es wirklich ganz clean und sauber, ja, aber dann aktivierst du es halt. Meine Güte.
ChrisManchmal ist das gerade die Würze am Bild. Mhm. Absolut.
BorisAlso von daher, ich bin mal gespannt, was da kommt. Wenn es wirklich das sein sollte, wäre ich aufgrund dieser pompösen Ankündigung von Canon eigentlich eher enttäuscht. Auch wenn es sicherlich technisch ein Meisterwerk sein wird. Aber vielleicht bin ich auch aktuell nicht ganz der Maßstab dafür.
ChrisJa, du, ich ja auch nicht im Moment. Ich habe auch noch ein Objektiv mitgebracht.
BorisJa.
ChrisAlso ein Bericht über ein Objektiv. Und normal bringe ich ja so Sachen eher nicht hier mit, weil mir ist es in der Regel wurscht, was gerade auf dem Markt ist. Aber das hier ist eins, das ich dann doch ganz lustig finde.
BorisDas muss erst mal bescheiden.
ChrisHat für 99 Dollar ein 28 4.5 L-Mount Objektiv gebracht.
BorisAlso 28 Millimeter Blende 4.5 für L-Mount.
ChrisGenau. Was wir hier sehen ist, ich glaube Autofokus, das AF steht für Autofokus. Was wir hier sehen, ist nicht der Objektivdeckel. Sondern das gesamte Objektiv. Also das ist ein Superpancake quasi. Das ist also so viel Pfannekuchen, habe ich beim Objektiv schon lange nicht mehr gesehen.
BorisAlso das ist dieser schmale L-Mount-Bajonett-Anschluss, der da dran ist auf der einen Seite. Und ziemlich genau die gleiche Stärke noch mal vorne vor ist das Objektiv. Also das Ding ist quasi nichts.
ChrisDas Ding ist so dünn, das kannst du gar nicht manuell fokussieren. Da weißt du ja nicht, wo du dran anfassen sollst.
BorisJa, aber wirklich.
ChrisDoch, doch, du kannst ein bisschen, du musst halt mit spitzen Fingern, so mit Fingernägeln.
BorisGuck mal, vorne ist so ein vorstehender Pinöppel, wahrscheinlich kannst du da dran drehen. Oder das ist für die Blende, ich weiß es nicht, aber das ist ja der Hammer.
ChrisIch weiß es nicht, also das ganze Ding ist auf jeden Fall für L-Mount jetzt verfügbar, das gab es wohl schon für E-Mount und Z-Mount, und ich glaube X-Mount und ja, jetzt ist es eben für L da, 99 Dollar, also ein Hunni in den USA zumindest mindestens. 60 Gramm. Da wiegt manche Brille mehr. Und 13,2 Millimeter tief ist das Ding. Damit kriegst du die Kamera dann fast wieder in die Hosentasche. Wenn du eine Herrenhose trägst. Dafür hat es keinen Filtergewinde. Also kriegst keinen Filter drauf. Also es sei denn, du hast einen, den du vorhältst. Aber was da passieren kann, werden wir nachher auch.
BorisDas ist so ein kleines Löchlein da vorne, da kannst du wahrscheinlich dir auch einen Filter zuschneiden und einfach mit einem Teser davor kleben.
ChrisJa, das Objektiv hat, weil da einfach auch kein Platz drin ist, eine feste Blende, nämlich 4,5. Also kannst nichts dran ändern.
BorisAh, nicht beweglich.
ChrisUnd, nö, das nicht. Was der Hebel vorne tut, weiß ich nicht, aber er stellt irgendwie zwei Sachen um, ähm, Und ja, passt halt jetzt auf so Kameras drauf, wie hier eine, was haben sie hier, eine Lumix-
BorisJa, alles mit L-Mount halt.
ChrisWie ist das? Klar, alles mit L-Mount, aber sieht halt lustig aus auf so Kameras.
BorisNimmst eine Leica SL3 und dann packst du das Ding da vorne drauf.
ChrisSie haben es tatsächlich geschafft, sechs Elemente da rein zu quetschen. In sechs Einzelgruppen und zwei asphärische Elemente. Und die sind aber entsprechend klein natürlich. Also wenn man sich die Linsen durch anguckt, die haben dann auch wirklich kaum Durchmesser. Tja, und passt natürlich dann auf so Kameras wie so eine Witzig. Lumix S9 war es oder eine Sigma BF natürlich. Ich finde es echt schick, so von der Größe her. Dann haben sie noch Beispielbilder. Da sieht man dann schon, dass sie da den einen oder anderen Kompromiss natürlich machen mussten. Also das Objektiv ist dann nicht ganz so sauber vergütet wie andere. Man sieht, dass das dann zum Blooming neigt. Aber das ist ja gerade schön. Manche wollen das ja.
BorisIch finde das gerade im Augenblick. Also es würde mich triggern. Also so ein bisschen Gegenlichteffekte, ein bisschen Störer da reinbringen. Könnte mir Spaß machen tatsächlich.
ChrisCool.
BorisWitziges Teil. Wolf schreibt übrigens, gibt es auch von Olympus 8 oder 9 Millimeter. Also da gibt es wohl was ähnlich Kleines, Kompaktes. Ja, spannend. Ja, witzig. Warum nicht?
ChrisVon der Größe her gehen die schon so in die Richtung, in die auch diese Objektivdeckel-Pinholes gehen. Die sind auch nicht viel kleiner oder viel flacher. Tja.
BorisSehr schön.
ChrisVerfügbar soll das Ding jetzt sein und wer einen L-Mount hat, hat da möglicherweise auch Spaß dran.
BorisUnd wer einen M-Mount hat, Da habe ich ja im Augenblick ein paar davon. Der könnte sich vielleicht oder die könnte sich freuen über Vogtländer Ultron Objektive, die jetzt wieder neu aufgelegt sind oder wieder verfügbar sein sollen. Nämlich das Ultron 28 mm und das 35 mm. Beide mit Blende 2. Also es sind voll manuelle Objektive, eben für Leica M-Mount. Ich habe mir hier notiert, waren die denn weg? Ich habe das also nicht verfolgt, was den Neumarkt angeht. für Leica M Objektive, aber ich habe natürlich für meine Leicas mich informiert nach Objektiven, weil ohne Objektiv ist das auch mit einer Leica M schwierig zu fotografieren. Aber ich habe mich natürlich auf dem Gebrauchtmarkt umgeschaut und habe mich da bedient und da habe ich natürlich auch Vogtländer Ultrons gefunden. Von daher habe ich jetzt gar nicht gemerkt, dass es die nicht mehr gegeben haben soll. Aber dem ist wohl so und jetzt sind sie wieder verfügbar und das finde ich erstmal eine sehr schöne Nachricht, denn das sind sehr kompakte Objektive. Sie sind sehr lichtstark und obwohl sie ebenso lichtstark sind, sind sie sehr kompakt. Das ist sehr, sehr schön, wie ich finde. Und die Vogtländer Objektive zeichnen sich eben auch aus durch eine sehr, sehr angenehme Haptik. Also der Fokuslauf ist schön gedämmt. Wie sagt man gedämmt? Gedämpft? Also so weich. Wie sagt man denn?
ChrisGood knob feel sagen manche Podcaster.
BorisSo soll es sein. Also es ist nicht so klapperig und so, sondern Und das hat so einen schön schmatzigen Widerstand, wo es so ganz geölt drin läuft. Das ist sehr, sehr angenehm. Butterig, genau.
ChrisAlso schmatzig würde ich das nicht finden.
BorisNee, aber weißt du, wie ich meine? Absolut, ich weiß genau.
ChrisWas du meinst.
BorisSo ein ganz angenehmer Widerstand beim Fokussieren, aber nicht so sehr, dass es dich irgendwie stört. Also ich bin beeindruckt, was Vogtländer da so hinzaubert mit ihren Objektiven. Und ... Ja, das macht halt Spaß und sie haben eben auch diese Griffmulde zum Fokussieren im Gegensatz zu vielen Zeiss Objektiven, die halt so einen Höcker haben. Also diese Vogtländer haben quasi ein Kamel und die Zeiss haben ein Dromedar, wenn ihr versteht, was ich meine. Und ich mag eher das Kamel, wo man so zwischen die Höcker greift und bewegen kann. Ich finde das ganz angenehm.
ChrisDas sind komische Bilder in meinem Kopf hier. Das schreibt zwischen die Höcker.
BorisFür deine Gedanken kann ich nichts.
ChrisDoch kannst du.
BorisHier sind also zwei Objektive, die mir beide viel Spaß machen würden. Ich bin sehr interessiert. Die Preise sind eben auch für Leica M Objektive sehr, sehr angenehm, wie ich finde. Das 28er Ultron wird hier mit 850 Euro bepreist und das 35er Ultron mit 750 Euro, wohlgemerkt, für neue Exemplare in Schwarz und in Silber verfügbar. Aber an dieser Stelle auch noch mal der Tipp, schaut euch auch gerne auf einen Gebrauchtmarkt um. Weil an diesen Objektiven passiert in der Regel nichts. Und die sind dann gebraucht, tatsächlich noch mal einen Zacken günstiger zu bekommen.
ChrisUnd man kriegt zwei Höcker fürs Geld. Also das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unbeschlagen.
BorisRichtig. So ist es nämlich. Das sind quasi die Kamelobjektive. Ich finde die sehr angenehm.
ChrisDie Kamelobjektive. Übrigens, heute zeigt sich wieder mal, warum wir denn einen Slack haben. Der Kai hat nachgeguckt, was dieser Pömpel bei diesem Pancake-Objektiv macht, dieses Hebelchen da vorne. Das ist der eingebaute Objektivdeckel.
BorisAh, das ist dann der Deckel. Und Jochen sagt, man nennt das gedämpft. Also wie bei einem Stoßdämpfer.
ChrisIch will das mit dem eingebauten Objektivdeckel, will ich jetzt überall haben, bitte, bei allen Objektiven.
BorisKönnte aber nicht.
ChrisNicht, dass mir Objektivdeckel wichtig wäre, aber wenn man das einfach einbauen kann mit so einem Hebel. Ja, aber dann hast du da irgendwann Sand drin und dann knirscht das und ich weiß nicht, ich bin Typ, kein Objektivdeckel. Naja, das Objektiv hat ja, du hast ja auch Gewinde beim Objektiv, da kann ja auch Sand rein, also das ist kein Argument, glaube ich.
BorisObjektivdeckel Also ich finde so ein manueller Objektivdeckel gehört schon dazu, der muss sich so ein bisschen verklemmen, der sitzt nicht auf Anhieb, der fällt dann auch nochmal runter, der muss dann nochmal im T-Shirt abgewischt werden, das muss man schon mal auch haben.
ChrisStell dir vor, Kanon hätte das so gemacht wie mit dem Rückdeckel, dass du den Objektivdeckel nur irgendwie auf einer Richtung aufs Augen, um Gottes Willen du, da kriegst da kriegst, da kriegst, da kriegst, Kretze kriegst da, also wirklich.
BorisHaben sie aber nicht sie haben ja jetzt, also Canon hat ja seit einigen Jahren sogar auch die Objektivdeckel, wo du halt innen greifen kannst, um sie zusammen zu drücken, um zu lösen und zu festigen das mag ich ja.
ChrisDas ist ja das besser das hat ja früher.
BorisNikon hat das schon immer gehabt glaube ich, und ich hatte mir ja damals für meine Canon Objektive auch einige Nikon Deckel geholt, weil das einfach praktischer ist aber inzwischen machen sie das auch, Ist irgendjemand wahrscheinlich aus dem Unternehmen ausgeschieden und dann durften sie es plötzlich oder irgendjemand ist über seinen Schatten gesprungen. Man weiß es nicht.
ChrisOder da ist irgendein Patent abgelaufen.
BorisAuch denkbar. Aber ich mag Lästern.
ChrisKann man das patentieren?
BorisKann man auch mal Lästern.
ChrisNaja, ist auch egal.
BorisMan kann alles patentieren.
ChrisWir haben noch eine Info aus den USA. Und zwar, naja, eigentlich aus China. DJI und Insta360 behaken sich ja dann doch immer wieder. Die ganze Zeit so. Und jetzt kommt der nächste Schlag, weil Insta360 jetzt wieder DJI verklagt. Vorher hat DJI Insta360 verklagt. Wegen Patentverletzungen.
BorisNatürlich.
ChrisDas ist wieder so ganz interessant, weil wenn man sich das anschaut, besonders was das Timing angeht, dann könnte man auf den Gedanken kommen, dass das halt aus anderen Gründen gerade jetzt passiert. Es gibt irgendwie von Insta360 eine neue Luna Ultra, das ist so eine Handheld-Kamera, wenn ich das richtig verstehe. Und die hat jetzt gerade irgendwie bald Markteinführung und deshalb kommt jetzt also DJI rechtzeitig bevor das Ding eingeführt wird und, klagt, damit sie ausgebremst werden. Das ist aber nicht die Hello Kitty, ne? Ne, das ist nicht die Hello Kitty, die kommt auch noch irgendwann. Und offensichtlich ist das auch gar nicht.
Hat DJI das auch erwartet, weil sie waren glaube ich sehr schnell auch mit entsprechenden, Gegenaussagen am Start. Also im Moment sind die beide glaube ich gerade in Habachtstellung. Vermutlich ist das für beide ein echter Faktor bei den Verkäufen. Das ist ein Marktfaktor, ganz klar. Es gibt keine schlechte Presse und wenn man sich gegenseitig behakt, dann ist man zumindest mal, Wie das so schön heißt im Relevant Set für die Leute. Ja, aber das ist natürlich für eine Firma der Gewinn, wenn die andere dann irgendwie, was weiß ich, einen Monat lang nicht in den USA verkaufen darf, weil da gerade irgendein Patent angefochten wird oder so. Also es sieht für mich tatsächlich so mehr nach Marktstreit aus und das Timing weist da einfach sehr deutlich drauf hin. Frage ist dann natürlich auch die ganzen Features, die da irgendwie angemalt werden, ob die wirklich patentierbar sind und so weiter und so fort. Also da werden wir mit Sicherheit auch noch ein bisschen mehr drüber hören. Ich finde es wieder spannend, was da so, bei den Großen passiert, die sich gegenseitig dann auch schon teilweise doch sehr ähnliche Produkte machen. Tja.
BorisFunfact zu dem Ausdruck Habachtstellung, den du gerade benutzt hast, als Kind habe ich immer Halb-Acht-Stellung verstanden und dachte immer, was ist denn eine Halb-Acht-Stellung? Habe ich immer überlegt, wie das wohl aussieht.
ChrisIch sag nur Ohr schenken. Axel Hacke fällt mir da auch ein. Guck doch mal Ohr schenken. Ja. Der Erdbeer Schorsch. So, lass uns. Was? Der Erdbeer Schorsch. Der Erdbeer Schorsch, genau.
BorisJa.
ChrisDürft ihr alles selber googeln.
BorisDas sind ja schon sehr kreative Wortfindungen hier.
ChrisKann man so sagen. Kann man so sagen. Was man auch sagen kann ist, dass wir jetzt mal mit Moni reden und zwar über so ein, zwei Sachen. Wir sind kürzlich am Küchentisch gesessen und haben, so ein bisschen über das Thema Kreativität sinniert. Ich bin gerade irgendwie dabei, so Dinge in ein Schreibprogramm zu schreiben. Und Moni und ich waren ja in Stralsund und auf Rügen und haben da fotografiert. Und dann fiel von Moni so dieser Satz, ich bin ja eher so eine Prozesskreative.
BorisWas ist denn eine Prozesskreative?
ChrisWas das ist? Also ich hole mal ein bisschen aus, wo ich das Wort zuerst her hatte, war aus der Woll-Community, also von den Leuten, die stricken und spinnen. Da wurde immer darüber philosophiert, ob man nun mehr wegen des Ergebnisses, dieses Handwerk so mag und ausübt oder ob man es aufgrund des Prozesses macht. Und mal abgesehen davon, dass ich warme Socken schön finde, hatte ich da schon den Eindruck, dass es mir eigentlich mehr um den Prozess geht. Also beim Handarbeiten ist es halt, finde ich, unsäglich beruhigend, sag ich mal so. Aber mir fiel es, als wir so über Rügen und unseren Ausflug nachgedacht haben und auch über das, was ich danach so mache, also die Bilder nehmen, irgendwann so Stück für Stück entwickeln und dann gucken, wie sie mir gefallen. Da ist mir klar geworden, das mit dem Prozess, das stimmt total. Ich habe unheimlich Spaß daran, wenn Dinge lange dauern. Wir müssen sagen, wir haben im Vorfeld, eigentlich wollten wir beide mit der Großformat los. Das haben wir ja schon oft gemacht. Aber da passiert dann immer wieder eines, dass wir beide mit sehr ähnlichen Bildern zurückkommen. Das ist einfach, das passiert dann einfach, weil, gewisse Architektur oder gewisse Landschaften einfach quasi.
Ein bisschen entscheiden und bestimmen, wie man sie fotografiert. Also ein ganz klassisches Ding sind zum Beispiel so Zentralperspektiven. Also wenn wir uns mal ein Bild angucken, das ist ein sehr typisches Großformatbild hier. Genau, es ist weniger die Landschaft. Ich glaube, weil das Großformat so Zentralperspektiven so liebt, will man die erstmal aus dem Weg schaffen. Also wenn du mit einer Großformat irgendwo ankommst, dann ist das allererste im Regelfall, was du machst, bevor du das Motiv weiter erkundest, ist, du suchst dir erstmal die...
Die Bullseye-Perspektive, also diese richtig schöne Zentralperspektive und nimmst dir die Zeit, die mal so ganz, ganz sauber dahin zu zirkeln. Weil wenn du die nicht hast, ärgerst du dich hinterher. Und da hätten wir uns schon auf den Füßen gestanden, an der Stelle, wenn wir beide mit der Pussermann da gewesen wären. Vielleicht auf den Füßen gestanden, aber es wäre dann das passiert, was dann halt auch passiert, dass hinterher ganz automatisch auch so ein bisschen eine Vergleicherei stattfindet. Dieses, du guck mal, ich hab das auch und du hast es auch und du hast es aber ganz anders geschiftet und du hast es ja anders belichtet und was weiß ich. Und ich hab dann auch ein Stück weit aus Faulheit gesagt vorher so, du, ich mach doch kein Großformat. Ja, ich glaub, das hast du nicht nur gemacht, um mich zu schonen, du hattest irgendwie auch nicht mehr so richtig Verlust. Ich nehm ne Spiegelreflex, mit und ich nehm das Smartphone mit. Und das war dann, also erstmal hast du dann sagt, ja, brauche ich aber auch keine Großformate und so, aber ich sage, nee, jetzt mal ganz genau.
Eigentlich ist das jetzt sogar besser, weil wir uns überhaupt nicht prozesstechnisch auf den Füßen stehen. Ich hatte natürlich den kleinen Vorteil, dass ich Bilder auch relativ schnell dann irgendwo raushauen konnte. Das ist was, was mich dann immer ganz hebelig macht. Also in Social Media, aber jetzt guck mal an, also du hast hier die, also das hier ist in Sassnitz auf Rögen die die.
Kulturmuschel von Ulrich Mütter. Das ist ein Bauingenieur, der vor vielen Jahren, damals in der DDR eine ganze Menge so Bauten designt hat, die aus relativ dünnen Betonschalen bestehen. Das heißt, da braucht man relativ wenig Baumaterial. Und die Formen, das ist einfach hochinteressant. Und das ist ja so Kuhmuschel, da kann man wahrscheinlich Musik drunter spielen. Ich nehme an, dass das dafür möglicherweise da ist. Es sieht auf jeden Fall total geil aus. Es ist ein völlig abgefahrenes Gebäude und das steht da halt einfach so rum an der Strandpromenade und da waren auch nicht viele Leute drumherum und dann hatten wir quasi das Ding fast für uns. Und ich habe halt dann.
So was hier rausgehauen. Das ist ein völlig extremes, anderes Bild mit ganz anderen Kontrasten. Und das hat halt mit dem, was Moni da gemacht hat, quasi nichts gemeinsam. Hat was für sich, aber ist ein ganz anderes Ding. Und dann haben wir eben hinterher über dieses Thema Prozess geredet. und Moni meinte dann, du meintest dann, dass für dich der Prozess einfach viel zentraler ist und da ist auch was passiert während dieser Zeit, also Moni braucht dann für so ein Bild 10 Minuten, Viertelstunde, ich mache Schnippschnapp und habe meine Bilder und habe mir dann auch, also ich habe dann nicht ungeduldig nebendran gewartet, ganz im Gegenteil, ich bin dann einfach so ein bisschen rumgelatscht, habe rumgeguckt und habe dann auch noch ein paar andere Bilder gefunden, die ähm, die ganz automatisch im Prinzip fast entstanden sind, weil ich einfach mehr Zeit hatte, mehr Aufmerksamkeit.
Anwenden konnte, weil, ich war halt quasi so im Genießmodus. Ich geh mal hier gucken. Das war ein anderes Ding. Du konntest ja auch zwischendurch mal einfach so ein paar Bilder machen, weil du gewusst hast, du kannst ja noch tausend andere machen. Also mir ist es zum Beispiel so gegangen, Als Beispiel, ich habe auch einmal hinter der Kurmuschel gestanden und, habe währenddessen, sind wahnsinnig viele Leute zwischen diesen Nebengebäuden und der eigentlichen Muschel durchgekommen und immer so, oh, stehen wir im Weg? Und ich so, nee, nee, nee, ist alles gut, machen Sie, gehen Sie einfach nur weiter. Und mir ist in dem Moment schon klar geworden, dass ich eigentlich auch mal gerne ein Bild hätte, wo dann so ein Street-Effekt ist, wo ich einfach stehe und warte und in dem Moment, wo einer den Kopf rausstreckt, drücke ich ab. Aber ich wollte erstmal diesen einen Schuss richtig im Kasten haben. Und für mich ist es jetzt so, ich müsste jetzt noch mal wiederkommen und sagen, ich gebe mir noch mal einen Nachmittag, weil die zentralen Schüsse habe ich. Ich gucke mal mich jetzt noch um die anderen. Wie viele Bilder hast du insgesamt gemacht während dieses Tages? An dem Tag habe ich gedacht, ich hätte sechs gemacht. Es waren nur fünf, weil in einer Kassette ein Sheet-Film fehlte.
Upsi. Ja, also ich beneide dich komplett um solche Bilder. Ich habe ein ähnliches Bild gemacht. Und wenn man die jetzt mal vergleicht, bei dir ist diese Grauverteilung auf dem Film wunderschön, die ganzen Details, die da drin sind. Ja, und wenn ich meins daneben halte, das ist halt ein Klopper, das ist halt in your face, das ist schwarz und weiß und so. Und dann schaust du dir dieses filigran gezeichnete Bild mit der Großformat-Kamera da ist schon noch was, da passiert schon noch was ganz ganz anderes.
BorisIch mag hier tatsächlich die weichen Kontraste, weil sie zu den weichen Formen passen, die diese Muschel hat. Das ist sehr schön.
ChrisDabei ist es eigentlich gar nicht so ein weicher Film, aber du hast halt auf dem großen Format und deshalb liebe ich das so, du hast halt unendlich viel Platz, finde ich, nur für Schärfeverläufe, die darauf unheimlich cremig werden, weil du hast ja quasi den Bereich einer Postkarte, um einen Schärfeverlauf zu verteilen oder um einen Grauverlauf zu verteilen. Und wenn man das mal am Bildschirm, wenn man das gescannt hat und man guckt da mal drauf, man kann sich an den kleinsten Grauverläufen kann man sich wirklich richtig ergötzen. Du sitzt dann davor und denkst, oh, wie schön ist dieses Korn an der Stelle, wie schön ist das Grau. Das ist wirklich ein Zauber, den muss man mal gesehen haben. Der macht was mit einem.
BorisHast du den einzelnen Körnern auch schon Namen gegeben?
ChrisNoch nicht ganz. Aber ich möchte sie eigentlich alle einzeln hüten.
BorisJa, natürlich.
ChrisUnd ich möchte auch unbedingt noch mal hin irgendwann, um all die Bilder zu machen, die ich nicht gemacht habe. Also ich könnte wahrscheinlich auch zwei Wochen mit der Muschel verbringen. Zwei Wochen mit der Muschel verbringen. Wir haben einen Sendungstitel. Ja, jetzt ist aber natürlich die Frage, also die Herangehensweise, Prozess als Fokus oder Ergebnis als Fokus. Beides, du hast den Prozess, der dich ja dann zum langsamen Arbeiten zwingt. Wir werden das ja im Juli noch auf dem Großformat-Workshop hier zelebrieren und üben. Wer da noch dazukommen möchte, ist übrigens noch ein Platz frei. Ein kleiner Plug hier aber das Ergebnis, also du hast Prozess und du hast Ergebnis hier, das finde ich so faszinierend, weil, was macht denn so ein Prozess mit einem, also ein Prozess, der einen quasi zwingt, jetzt langsamer zu sein, anders hinzugucken.
Ja, so quasi sich das Bild hart zu erarbeiten da passieren ja Dinge Es macht was, also zum einen, wenn man geduldig genug ist, macht es natürlich was mit der Sorgfalt. Also ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, die Kamera ins Wasser zu stellen. Richtig schön, dass alles wirklich, alle Wasserwagen schöne Mittelausrichtung sind. Und ich habe fokussiert, komponiert, noch mal fokussiert, noch mal komponiert. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, dass das Ding aber auch nicht mehr korrigiert werden muss in Lightroom, sondern dass es einfach alle Linien, alle Perspektiven, alles, das stimmt. Und was es mit mir wirklich auch macht, ist, dass es sehr stark von meinem inneren Auge schon sein Ergebnis projiziert. Je länger ich mich damit beschäftige und je langsamer der Prozess ist, desto mehr habe ich eine quasi Prävisualisierung von dem, was ich möchte, dass da rauskommt.
Und auch bei anderen Dingen, ich meine, ich fotografiere ja nicht nur, je mehr Zeit ich habe, desto mehr überlege ich auch, gibt es was anderes, was ich schon kenne, was ich darauf anwenden kann. Also permanent die ganze Zeit dieser Feedback-Loop zwischen dem, was ich gerade sehe und meinen Erfahrungen und meinem Wissen, was ich schon habe. Also Schnellschüsse passieren dann quasi nicht und die würde ich auch gerne nicht haben wollen, weil wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich mir ganz oft auch überhaupt nicht über den Weg traue. Also wenn ich eine Idee habe, die kann ja nicht so gut sein. Oder das Bild kann ja nicht so gut sein. Für mich ist diese Distanz, die ich dadurch schaffe, zwischen dem, was ich erschaffe und dem, was ich vor mir sehe, auch absolut notwendig, um hinterher das Ergebnis gut finden zu können. Also ich brauche die Distanz, um auf mein Wissen zugreifen zu können, auf meine Erfahrungen zugreifen zu können, um das Beste rauszuholen und am Ende auch, um es zu mögen. Das ist ganz verrückt.
BorisEine Frage dazu, weil ich das gerade ganz spannend finde. Weil das ist etwas, was ich bei mir in anderen Bereichen beobachte, jetzt nicht so zwingend in der Fotografie. Deswegen mag ich da lieber so das Kleinbild, das etwas Schnellere. Also auch mit Kleinbild kann man sich Mühe machen und ich arbeite auch gern mit Filtern und Langzeitbelichtung. Und da musst du dir vorher auch überlegen, was du tust. Aber das mache ich halt, weiß nicht, einmal im Jahr oder so.
Aber in anderen Bereichen bin ich schon auch so pingelig. Und da merke ich eben auch, was du gerade sagst, wenn man sich auch mal ein Stück weit zwingt, mal einen Schritt zurückzutreten und das Ganze zu betrachten und zu überlegen, wie mache ich das jetzt genau? Bei mir ist es zum Beispiel UI-Design oder Software-Design, Funktionen, und dann noch mal überlegen, wie mache ich das denn jetzt? Dann komme ich an so einen Punkt, wo ich dann sage, irgendwann macht es so Klick im Kopf und wie soll ich es beschreiben? Man denkt nicht mehr über das, nicht nach, was da ist, sondern man denkt darüber nach, was einem wichtig ist, also was du gerade sagst, also du prävisualisierst, also warum mache ich das hier überhaupt, warum will ich das jetzt ändern, also in deinem Fall vielleicht, warum will ich denn die Kamera noch ein Stück nach links schieben, weil du dann eben beim langsamen Arbeiten gesagt hast, nee, ich will hinterher nicht kroppen und ich will hier die Zentralperspektive, aber schau mal, da links, das ist noch nicht ganz gerade oder so, ist mir das wichtig, also du achtest plötzlich auf Dinge, auf die du vorher nicht geachtet hast. Das passiert mir dann auch. Aber hast du dann nicht auch so diesen Feedback-Loop im Kopf, dass es irgendwann dann manisch wird und du dann gar nicht zum Ende kommst, weil du immer noch was siehst und noch was siehst und noch was siehst? Das ist so eine Falle, in die ich dann immer tappen kann.
ChrisIch glaube, da schlägt dann meine natürliche Faulheit zu. Oder vielleicht auch, das Alter, dass mir irgendwann der Rücken wehtut und ich mich nicht noch mal unter das Dunkeltuch bücken möchte. Also ich habe es noch nicht. Also ich habe bisher den Weg raus immer noch gefunden, weil ja noch, sind ja noch mehr Sachen, die locken. Aber ich weiß dann zum Beispiel schon genau, wie ich es gerne entwickelt haben möchte. Also ich habe dann so nachher das Gefühl, das möchte ich eigentlich, dass es so und so rauskommt und so muss es eigentlich werden, also mache ich dann X oder so oder den Entwickler oder so. Also diese Sachen verfestigen sich dann total. Ich habe nicht mehr einen Moment überlegt, wie das Ding am Ende, also wie ich das durch die Suppe ziehen will.
BorisDa hilft dann die Erfahrung, dass du weißt, welcher Entwicklungsprozess führt denn zu dem Ergebnis, was dir vorschwebt.
ChrisAlso ich finde es ganz spannend, weil diese Art von Arbeiten, dieser Prozess erzeugt Reibung. Und verlangt dir auch Entscheidungen ab. Das sind also alles Entscheidungen, die du vorm Auslösen machen musst. Ein paar davon liegen noch am Ende, also das Entwickeln, wie du, aber du sagst ja selber, du hast in dem Moment, wo du dir das so vor Augen führst, eigentlich auch den Rest des Prozesses, du hast dich schon dafür entschieden, wie das Bild nachher weiter behandelt wird. Das heißt, du fügst diesem Bild einfach noch eine weitere Ebene hinzu, also die Prozessebene.
Und die sieht man jetzt vielleicht nicht unbedingt, aber ich glaube, dass man sie spürt, dass man diese Sorgfalt in dem Bild auch irgendwie spürt, zumindest du, aber andere möglicherweise auch.
Sie hat ja sogar noch vor dem Fotografieren angefangen. Ich habe mich ja zum Beispiel auch ganz bewusst dafür entschieden, ein paar meiner Kassetten mit einem superpanchromatischen Film zu laden. Weil ich genau wusste, dass wir, weil wir gerne lange frühstücken und spät aufstehen, in Lichtsituationen unterwegs sein würde, wo die Kontraste brutal hart sind. Und ich im Grün und in den Schatten noch irgendwie Zeichnung will. Weshalb ich einen Film genommen habe, der eine erhöhte Infrarotsensibilität aufweist, zum Beispiel. Solche Dinge. Und den dann auch bewusst genommen habe. Ich habe auch noch andere Kassetten dabei gehabt, aber genau gewusst, für die Situation nehme ich dann auch den Film. Also die Überlegung war im Grunde schon vorher gefallen. Und da ist der Unterschied auch sehr deutlich. Also wenn man sieht, was meine harten Kontraste hier mit dieser Muschel machen. Und wenn man das dann vergleicht mit dem, was bei dir dann entsprechend rausfällt. Da sind andere Empfindlichkeiten auf dem Film. Also er sieht anderes Licht. Und das passt in diese harte Situation. Weil das war ja, beim Schatten sieht man ja, wie hart diese Sonne war. Ja, es war pralle Sonne zur Mittagszeit. Das war Mittagssonne. Ja, wo man eigentlich nicht unbedingt rausgeht. Genau, da wo man sagt, da bleibe ich mal drin. Nein, ganz im Gegenteil. Da kannst du mit so einem Film auch andere Sachen rauskitzeln.
Was ich auch spannend finde, ist, dass der Prozess natürlich die Beziehung, die man zu seinem Werk hat, nochmal verändert.
Weil du da Investitionen tätigst. Du gibst dir Mühe, du brauchst mehr Zeit, du schleppst mehr mit dir rum. Damit ist ja ganz automatisch dann auch die eigene Zufriedenheit mit sowas höher. Das ist ja wie eine selbstgekochte Marmelade schmeckt auch besser als eine die man gekauft hat und, das Ikea Möbel, das ist der Ikea Prinzip da gibt es psychologische Untersuchungen dazu in dem Moment, wo du ein Schränkchen selber aufgebaut hast, ist dir das mehr wert, als wenn du es fertig gekauft hast. Also es ist einfach so Und dieser Prozess hier, da ist dann auch irgendwie eine kleine Macke ist dann auch nicht unbedingt ein Fehler, sondern eher so ein... Ja, so eine stolze Narbe, eine Spur. Ja, ein Zeichen dafür.
BorisDass es hat gemacht ist.
ChrisIch meine hier, Beispiel, Moni, erzähl doch mal zu diesem Bild hier.
BorisDieses völlig misslungene Bild, was wir hier sehen.
ChrisDieses völlig misslungene Bild, genau. Man muss dazu sagen, wenn man mit dem Großformat unterwegs ist, irgendwas lernt man immer, weil der Prozess ist halt vielstufig. Die Kamera nimmt einem ja nichts ab, aber auch wirklich rein gar nichts. Man lernt eigentlich mal, wie viel einem moderne Kameras abnehmen, wenn man Großformat fotografiert.
BorisEs stellt ja nicht mal die Wirklichkeit richtig rum dar. Meine Güte. So nämlich.
ChrisEs stellt sich auch noch verkehrt rum dar. Gut, und hier bei dem habe ich überlegt, als ich das dann gemacht habe, beziehungsweise nicht als ich es gemacht habe, da habe ich erst als ich es gemacht habe, habe ich gedacht, Mensch, pass immer schön auf, dass du den Rotfilter, gut nah ans Objektiv hältst, weil du machst ja Weitwinkel. Starkes Weitwinkel. Also Rotfilter macht die Blautöne im Himmel dunkler, damit der Kontrast stärker wird. Oder in den Schatten, dunkler. Zum Beispiel. Weil Schatten sind ja auch bläulich.
Also ich wusste schon, wenn ich nicht aufpasse, fotografiere ich meine Füße mit. Also das ist übertrieben. So weit ist das Weitwinkel auch nicht. Aber es ist weitwinkelnd, wenn du das aufpassen. 75, genau. Das ist richtig ordentlich weitwinklig. Also Normalbrennweite auf der Großformat ist 150. Das heißt, du bist schon deutlich im Super-Weitwinkel bist du da. Genau. Also ich hatte das schon auf dem Schirm. Dann habe ich dieses Foto hier entwickelt und gescannt und denke so, verdammt ich, zum ersten Mal, was ist denn das für eine komische, eckige Vignette? Und obwohl ich ja... Man sieht links oben so eine Ecke, ne? Und obwohl ich irgendwie ja beim Machen drüber nachgedacht hatte oder bei generell, ich habe da fast alle Bilder mit einem Rotfilter, also viele davon mit einem Rotfilter gemacht... Bin ich erstmal gar nicht drauf gekommen, dass das das Problem sein könnte, sondern erstmal vermutet, mein Balgen wäre eventuell im Weg, weil wenn du sehr weitwinkelig fotografierst, dann brauchst du am Großformat irgendwann so einen Balgen, der komplett aus dem Weg geht, weil der sonst mit auf dem Bild ist, der so reinragt, dann gibt es diese Großformat Balgen, die Weitwinkel Balgen, die sehen aus im Grunde wie große Säcke.
Und da habe ich überlegt, ob der vielleicht doch bei 75 Millimeter schon der Balgen im Weg sein könnte, obwohl ich so ein Universalbalgen habe, der dann im Weitwinkelbereich auch so ein bisschen weiter ist. Bis Christan irgendwann sagte, nee, guck mal, hier sind deine Finger. Also man muss dazu sagen, der Rotfilter, den du hier verwendest, das ist keiner, den man typischerweise aufschraubt, sondern das ist ein rechteckiger Filter. Der hat einen Rahmen, da hält man ihn fest und dann hält man ihn vors Objektiv. Und zwar in der Regel so auf leichten Kontakt, damit dann das gesamte Bild durch diesen Filter durchbelichtet wird. Das hast du auch gemacht. Und möglicherweise bin ich einfach beim Abdrücken, dann gehe ich ja hinter die Kamera, habe den Drahtauslöser in der einen Hand, habe vorher alles klar gemacht, habe dann halt den Filter davor und vielleicht bin ich in dem Moment ein bisschen nach vorne gegangen, weil eigentlich dachte ich, ich hätte immer auf Kontakt gehalten. Jetzt sieht man halt tatsächlich ganz genau, wo dieser Filter aufhört. Das ist nämlich der Rahmen. Und man kann links sogar meine Finger so an. Einen Finger. Einen Finger. Und Mann, oh Mann.
BorisAlso es ist ein quadratisches Filterglas.
ChrisEs ist ein quadratisches Glas, das ist so ein Folienfilter. Und ich habe mich wahnsinnig geärgert. Das ist, wenn du dir so viel Mühe gibst und wenn du so lange daran tüftelst und dir passiert sowas Doofes, dann ärgerst du dich schon sehr. Aber hat ja keiner bemerkt. Interessanterweise habe ich das Bild dann auf Mastodan gepostet und dachte, alle anderen sollen ruhig merken, dass ich auch richtig doof sein kann. Und habe mal dazu geschrieben, hier Fehler gemacht und so. Und es gab echt Feedback, wo Leute gesagt haben, wo ist dein Problem mit dem Bild?
BorisWenn ich nichts gesagt hätte.
ChrisHätten die Hälfte der Leute nicht gemerkt, dass das ein Fehler drin ist. Obwohl ich mich wahnsinnig geärgert habe oder auch über die Tatsache, dass ich einmal, obwohl ich Stein und Bein schwören könnte, ich habe sechs Sheets von diesem Film geladen, eins offensichtlich leer gelassen habe. Ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte. Ich habe mich wahnsinnig geärgert und trotzdem sage ich dir, in diesem Prozess, in diesem Langen, genieße ich das wahnsinnig, in diesem Lernmodus zu sein. Das macht total Spaß, sich mit so einem großen, etwas ehrfurchtgebietenden Kameramonster irgendwo hinzustellen und dem Fotos zu entlocken. Diese Lernreise macht auch total Spaß, obwohl es mich jedes Mal fuchst, wenn ich dann da drin so ein Lapsus habe, weil ich auch weiß, wie viel Zeit das gekostet hat. Andererseits, ich glaube, der Fehler passiert mir nicht nochmal. Der hat sich echt eingebrannt.
Aber irgendwas ist immer. Also dieser blöde alte Spruch, irgendwas ist ja immer, der trifft auf Großformat absolut zu. Ja, aber andererseits, also ich persönlich lerne eh am besten aus Fehlern. Insofern ist das, ja, ist eigentlich ein bisschen doof, dass du den Fehler gemacht hast und erst irgendwie ein, zwei Wochen später dann gesehen hast, dass du den Fehler gemacht hast. Also dieser Lernloop, der ist ein bisschen langsamer und nicht nur hast du den Fehler zwei Wochen später erst bemerkt, sondern auch einige hundert Kilometer entfernt bemerkt. Ja, ich konnte nicht mal eben so gehen. Aber damit haben wir ja schon eine Entscheidung getroffen, dass wir da nochmal hin müssen, weil, da lässt sich noch viel mehr rauskitzeln.
Unter anderem gehe ich dann mit einem anderen Objektiv dahin. Während du da die Viertelstunde dir den Prozess gegeben hast, bin ich halt rumgelatscht und habe dann unter anderem so plötzlich Sachen bemerkt. Also es hat meine Aufmerksamkeit gut getan. Ich habe Sachen bemerkt, die ich sonst wahrscheinlich nicht bemerkt hätte. Also hier zum Beispiel, wie die harte Sonne von der geraden Wand auf diese bauchigen Wände von der Muschel irgendwie ein geiles Licht macht, und dieser Durchgang, wo dann einfach Leute durchlatschen und dann kannst du mal jemanden abfangen, der dann da quasi schön im Rähmchen steht.
Das ist mein Lieblingsbild von dem Tag. Kannst du den Quartier Bresson geben? Wahrscheinlich, ne? Ja, aber das war so vom Licht und von der Geometrie und von den harten Schatten und von der naja, auch Einordnung der Relationen durch die Person und so, fand ich das, also das hat mir total Spaß gemacht und das ist ein Smartphone-Shot. Da ist kein Film im Spiel und gar nichts, sondern da habe ich einfach faul wie ich bin, dann einfach das Hosentaschengerät dafür verwendet. Und da bin ich auch sehr, sehr zufrieden damit, weil ich diese Zeit hatte. Ich glaube, das habe ich daraus gelernt mal wieder, dass es schon sehr sinnvoll ist, nicht irgendwo hinzugehen, ein Foto zu machen, noch eins, noch eins und dann wieder weiterzugehen, sondern sich einfach mal Zeit zu lassen. Einfach mal irgendwo ein bisschen rumzugehen, ein bisschen zu gucken von allen Seiten, mir mal irgendwo hinsetzen.
BorisJa, mal würgen lassen und mal den Blick schweifen lassen.
ChrisDa passieren Dinge, die sonst nicht passieren und dann steigt die Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit ist einfach ein total zentrales Thema in der Fotografie, weil wenn wir nicht aufmerksam sind, sehen wir es nicht und dann wird da auch kein Bild draus. Und der etwas längere Weg zum Ergebnis ist halt manchmal nicht nur der, wo man mehr versteht, sondern der, wo man auch einfach was bekommt, was man vielleicht sonst nicht bekommen würde. Ich fand es auf jeden Fall sehr schön, dass du dich so gut beschäftigen konntest. Es macht was mit allem, wenn man weiß, man kann sich die Zeit auch nehmen. Das war wirklich, aus meiner Sicht, die Angst, die du ursprünglich hattest, war ja eher so, dass ich dann so hippelig nebendran sitze und da gehe ich jetzt weiter.
BorisDas ist das Brutalste. Wenn du unterwegs bist, gerade mit Familie oder sowas.
ChrisKommst du jetzt?
BorisMeistens weiß die Familie das und sagt, naja, mach in Ruhe deine Fotos, ist alles gut, nimm dir die Zeit. Aber man selbst sagt dann doch, ja, das haben sie jetzt schon gesagt, aber eigentlich wollen sie ja doch weiter und so.
ChrisNicht verbale Kommunikation.
BorisUnd es ist halt noch ein Unterschied, nimm dir die Zeit, die du brauchst, drei Minuten oder nimm dir die Zeit, die du brauchst, eine halbe Stunde. Und ich kenne dieses Gefühl, dass man mal an irgendeiner Stelle ist, in einer bestimmten Gegend und sagt, also hier möchte ich mich jetzt eigentlich nur mal eine halbe Stunde hinsetzen oder einfach nur mal rumlaufen und einfach nur mal gucken und wirken lassen. Und das sind nämlich diese Dinge, genau Chris, wie bei dem Bild, was du da gerade gezeigt hattest, solche feinen Lichtverläufe, die fallen einem halt normal nicht auf, wenn man einfach nur so durch die Gegend geht, weil dann würdest du halt durchgehen und sagen, naja gut, es ist halt jetzt nicht ganz dunkel, aber so diese Details, die fallen einem dann eben erst auf, wenn man das, wenn du keinen Zeitdruck hast und wenn du es mal wirken lassen kannst. Und deshalb muss ich Moni danken. Das war in diesem Fall Win-Win. Moni, du hattest dann Zeit in Ruhe, dich um die Komposition zu kümmern und das Motiv dann auch bei dir im Kopf wirken zu lassen. Und Chris hatte die Zeit, einfach mal ganz neue Winkel sich zu erlaufen an der Stelle. Nebenbei hatte ich auch noch Zeit.
ChrisMit den Leuten, die vorbeikamen, noch zu philosophieren. Was haben sie da für eine Kamera?
BorisDas sieht man ja nicht so oft, so eine Großformat-Kamera.
ChrisDu wirst dann garantiert angesprochen, Vor allem, wenn dann ein paar Touristen unterwegs sind. Und die Frage ist ja dann immer, ist das eine alte Kamera?
BorisGenau.
ChrisDie Leute staunen dann immer und sagen, nö. Also insgesamt hat sich Rügen als fotogen erwiesen in vielerlei Hinsicht. Nicht nur im Bereich Architektur, auch Natur. Nicht nur im Bereich, genau, Architektur, Natur und so weiter. Aber wir sind dann also schon mit dem Ziel hin, ein bisschen mehr noch von dem Herrn Mütter zu finden. Der hat ja wie gesagt auch andere Sachen gebaut und auf Rügen hat er eine ganze Menge gebaut. Und auch so ein paar eher so ikonische Gebäude, zum Beispiel den sogenannten Mütterturm in Binz. Der ehemalige Wachtturm der Strandwache 1. Genau, da steht am Strand auf einer Stelze, also mein Bild ist wieder mit dem Holzhammer drauf, das ist eher so BÄM, steht am Strand auf einem Pfosten, auf einem mittleren.
Ja wie nennt man das, so ein Pfosten ist es nicht, ein Pfeiler eher, steht dann dieses Ding. Im Architekturdeutsch ist das eine Stütze. Und auch hier, also das sieht aus wie ein UFO und das ist oben auch aus so Betonschalen gemacht. Also das hat der Herr Mütter so gemacht, wie er die anderen Sachen auch gemacht hat. Und heute sind da Stühle drin und es ist ein Standesamt, also eine Außenstelle vom Standesamt. Da kann man drin heiraten. Und das steht da so einfach so in der Gegend rum und es ist einfach faszinierend, wie... Ja, wie, was da so für Zeug rumsteht. Erwartest du nicht, dass da plötzlich in der Landschaft so ein Ding steht. Und dass wir direkt nebendran einen Parkplatz gefunden haben, war auch noch schön. Stimmt, der hat wirklich quasi davor geparkt.
BorisSehr bequem. Genau.
ChrisUnd es ist dann später noch zugetragen worden, dass es also durchaus noch viel, viel mehr Gebäude gibt, die der Herr Mütter gebaut hat. Also allein deshalb, ich meine, die wollen wir eigentlich nicht vollständig abgrasen, aber so drei, vier, fünf Highlights davon kann man sich sicher noch geben. Das heißt, wir werden da mit Sicherheit schon mal zurückkommen. Ja genau, Kai schreibt, der Strandturm hat was von den Jetsons. Ja, hat er, hat er absolut. Das passt da genau rein in diese 60er Jahre Ästhetik, die da so ein bisschen vorgezeigt wird. Ja, das gibt aber diese Kugelhäuser auch noch. Die sind ja auch gefühlt so ein bisschen so ähnlich. Das gerade aber nicht von wem wir sind. Gibt es in Holland welche, glaube ich.
BorisDas ist so eine Retro-Sci-Fi-Geschichte aus heutiger Perspektive. Damals natürlich einfach sehr futuristisch.
ChrisAlso ich muss auf jeden Fall nochmal hin, ich habe ja den Schuss über Eck nicht bekommen, weil die Filmkassette leer war. Ach so, ja. Also diesen eher plakativen Schuss, den ich hatte, der ist naheliegend. Weil aus anderen Perspektiven ist es schwierig, weil da ist total viel Hintergrund von der anderen Seite und irgendwann ist auch die Treppe im Weg. Und es steht immer einer davor rum. Oh, große Güte. Was man hier kaum sieht, ist, dass so Fahrräder an das Geländer von der Treppe gekettet sind. Was ich ja persönlich ein komplettes Verbrechen finde. Wer, ehrlich gesagt, fährt dahin, um dann seine Fahrräder an dem architektonischen Highlight ... An einem fotogenen Spott. Ja, das wissen die Leute halt nicht. Den möchte es ja echt so ein Arschloch-Schildchen aufs Fahrrad kleben. Ehrlich, also das geht gar nicht. Also das heißt, wir müssen unbedingt in unsere Fototaschen nicht nur die Dynamitstange, mit der man so Gebäude wegsprengt, und die Kettensäge, mit der man Bäume fällt, sondern hier vielleicht auch noch, so einen Bolzenschneider, um dann die Fahrräder da abzuknipsen, oder? Sowas in der Art, genau. Naja, und dann sind wir da noch an ein paar anderen Stellen unterwegs gewesen.
Das hier ist das, was war das, Schloss? Schloss Dwasiden, obwohl es eigentlich ein Schloss war. Das ist, glaube ich, hier der Marschstall, also nicht das Schloss selber. Da ist auch nur noch Ruine übrig im Wesentlichen. Das steht da irgendwo im Wald und man muss irgendwie ... In den Ruinen einer Kaserne steht das. Ja, in den Ruinen einer Kaserne, die da auch mal war, die drumherum gebaut wurde sozusagen. sagen.
Ja, auch wieder Prozess, das war so, Längeres hin und her, wo stehe ich jetzt? Da war Wildnis drumherum im Prinzip. Wo ist der Baum im Weg? Wie viele Zecken sammle ich einen bei dem Versuch, das aufzunehmen? Ja, und Licht halt. Das war wirklich auch ganz derbe. Also das ist mit einem anderen Film gemacht und der Film hat eigentlich nur klare und tief schwarze Stellen, wenn du den anguckst. Der kennt nur fast ausgerissen und fast abgesoffen. Weil das Licht so brutal war. Das war allerdings jetzt ein 320er, sehr klassischer Film gewesen. Der hat das Gott sei Dank einigermaßen weggeatmet. Es war der Berger Pankro, der Kai, der im Chat ist, der mag den ja auch ganz gerne. Also Irrsinn, was man da teilweise mit Lichtsituationen zu kämpfen hat, aber war auch schick. Und da haben wir uns durchgekämpft, wir sind nämlich von der falschen Seite auf dieses Schloss zugerannt und sind erstmal noch eine halbe Stunde quer durch den Wald gestapft und andere Leute sind da so vor dem Parkplatz fünf Minuten hingelaufen und es waren dann auch wahnsinnig viele Leute da, die, plötzlich im Bild waren oder aus dem Fenster geguckt haben. Oder hat einfach nur dumm rumstanden. Auch das gab es. Also moderne Ruine quasi von der Bauform her. Ja, und dann sind wir noch...
BorisGanz kurz, die Fenster, die wir da sehen, in der oberen Etage, sind das Spiegelung, also Reflexion?
ChrisNee, das ist nur noch eine Fassade.
BorisAch, nur noch Fassade.
ChrisDa wachsen Bäume drin und so.
BorisVerstehe.
ChrisGenau. Und dann sind wir noch in den Wald gefahren und haben noch richtig geile Bäume gefunden. Waldpark, wie hieß denn der noch? Semper. Semper, genau. Waldpark Semper. Da gibt es diese Sündelbuchen, die so genetisch so krumm und schief wachsen. Und auch da, da haben sie mal irgendwann halt so einen Kreis von so Buchen gepflanzt und, das wächst dann oben drüber zu so einem domartigen Blätterdach und du hast diese abgefahrenen Bäume, heißt auch Hexenwald und warum weiß man dann spätestens, wenn man da mal steht und sich das Zeug anguckt.
BorisSieht so sehr märchenhaft aus, total gruselige Art und Weise.
ChrisHat es hart was davon. Das ist so ein Park, wer mal in Inzighofen war, der weiß, dass der Naturpark Obere Donau oder der Park rund um Inzighofen mit der Teufelsbrücke und allem, das ist ja gestaltete Wildnis, das ist ja nicht so passiert. Das hier ist es auch. Und das ist es auch, der Waldpark zu Semper ist auch etwas, was mal gestaltet wurde. Hier ist die Smartphone-Version davon. Da hat sich ausgezahlt, dass da ein 13 Millimeter mitkommt.
BorisEinmal weit weg.
ChrisAuf dem Chat von Frau Stenke sind das Sündelbuchen. Genau, das sind sie. Ja, wie in Bad Nendorf. Ich glaube, Bad Nendorf hier um die Ecke gibt es auch so welche. Naja, also, das Interessante ist, ich erinnere mich dann, wenn du sagst, man müsste ja dann nochmal hin. Das ist tatsächlich ja das, wo ich mal so ein bisschen Angst vor hatte. Damals bei der zweiten Himalaya-Tour, die wieder die gleiche Strecke hatte, wo ich einfach das Gefühl hatte, Mensch, willst du da noch irgendwas Neues finden? Mittlerweile habe ich da völlig, habe ich mein Verhältnis dazu völlig umgedreht, weil mir geht es genauso. Ich habe da so viel Zeug gesehen, wo ich hinterher dann gedacht habe, hm, Da müsstest du eigentlich noch mal hin. Also vermutlich war das nicht das allerletzte Mal, dass wir dort waren.
BorisJa, es wird wahrscheinlich so sein wie so oft. Es ist ja auch, wenn du irgendwelche Fotoshootings oder sowas hast, dann kommst du irgendwo hin und bist auf einer Location. Und dann hast du natürlich die Klassikideen direkt im Kopf. Also so die No-Brainer, die sichere Bank. Die fotografierst du natürlich weg. Aber dann ist man halt erst mal ja auch schon fertig. Aber wenn du dann ein zweites oder drittes Mal an dieselbe Location kommst und du hast keinen Bock, dich ständig zu wiederholen, dann fängst du an. Und dann findest du gute Perspektiven. Und dann wirst du kreativ. Und ich glaube, das ist so dieser Trick.
ChrisDann fällt dir auch mehr auf.
BorisNatürlich. Weil du kennst ja eigentlich schon alles, denkst du. Und plötzlich kommst du um irgendeine Ecke rum und sagst, wann haben sie das denn gemacht? Das war schon immer da, aber du hast es halt nie gesehen. Oder noch nie von dieser Seite und so weiter und so fort. Und das sind, glaube ich, genau die Momente, da stimme ich zu. Also einen Ort nochmal zu besuchen, und nochmal neu erleben, das kann nochmal ganz neue Bilder bringen.
ChrisAuch zu einer anderen Jahreszeit. Ich bin mal irgendwann, ich glaube im Oktober, auf Bornholm gewesen. Das ist ja von Rügen gar nicht mehr so weit. Das ist ja nur nochmal einmal ein Stückchen über die Ostsee. Und da hast du dann halt einfach im Herbst auch unheimlich spektakuläre Himmel. Klar, oft wechselndes Wetter, aber dann halt so Mischungen von Gewitterwolken, Sonne. Also alleine die Himmel sind es schon wert, fotografiert zu werden. Und ich glaube, den Mütter, den gebe ich mir nochmal im Herbst.
BorisFür Himmel habe ich auch gerade ein Fable.
ChrisIrgendwann müssen wir das tun. Also es war spannend. Es war auch spannend, weil wir gerade aus zwei völlig unterschiedlichen Ansätzen uns das angeguckt haben. Also da habe ich Sachen gesehen, die ich, die Moni gesehen hat, die ich erst hinterher dann gesehen habe bei Moni. Und ich dachte, Mensch, Mist. Und umgekehrt wahrscheinlich genauso, wo ich Sachen gesehen habe, wo Moni genau das Gleiche gedacht hat. Immer so. Dieser Ansatz, Mensch, boah, da muss aber jetzt frontal drauf gehalten werden, weil Großformat ist völlig legitim. Aber dieses, ich gucke jetzt einfach mal für eine Viertelstunde hier rum und, lasse es erst mal auf mich wirken und so, ist auch legitim. Also beide Seiten waren total spannend, die so nebeneinander zu sehen. Also das hat Laune gemacht. Wir haben Links zu diesen ganzen Sachen, zu den Bildern und so, haben wir jetzt mal in die Shownotes gepackt. Ich habe noch ein Bild gemacht, was nicht frontal ist. Genau eins. Ist das hier mit dabei? Ja, das ist auch eins von der Kurmuschel, wo ich unter dem Dach gestanden habe. Ich muss gucken.
BorisChris sucht das schnell nochmal aus.
ChrisDas habe ich jetzt nicht gehört. Ah ja doch, natürlich, das hier. Das hier, meinst du? Das ist das mit den Graustufen, an denen ich mich immer so ergötze. Das ist aber auch heftig, weil du hast ja, Mit sehr viel Weitwinkel, also 75er auf Großformat gearbeitet. Und dann hast du hier auch noch einen Shift hingelegt, mit dem quasi das Dach vorne, also das sieht ja aus, als ob das einfach gar nicht aufhört. In der Tat. Läuft da weiter und hat eine ganz andere Proportion, wie wenn man da steht und, drunter stehen würde. Man sieht das mit dem Auge anders. Du hast quasi die verschobene Standarte genutzt, um auch die Komposition noch mal in eine andere Richtung zu schieben. Ja, und dafür jetzt das Super Angolon. Also ich meine, was mir ja passiert ist, dass ich so weit gestiftet habe, dass ich unten eine Vignette bekommen habe. Keine von denen, die du so magst, Boris, sondern so eine richtig krasse. Nicht Vignette, du hast den Bildkreis gesehen.
BorisAch so, das mag ich auch nicht.
ChrisNee, das fand ich auch überhaupt ganz dumm. Deshalb habe ich hier ja koppen müssen. Deshalb ist ja meine Krone kaputt.
BorisAch, verstehe.
ChrisUnd das Super Angolon XL, das hat drei Millimeter mehr in der Brennweite. Das macht da viel aus. Ich glaube, drei Zentimeter mehr, also signifikant mehr Verstellweg, also größeren Bildkreis. Sorry, aber das Bild brauche ich nochmal.
BorisJa, hilft ja nichts.
ChrisIn richtig, genau.
BorisDas nutzt ja alles nichts, da musst du dann durch.
ChrisMoni ist nur dann glücklich, wenn sie bei so einem Bild die die schwarzen Ränder ums Negativ auch noch mit drauf hat, um zu zeigen, dass das auch tatsächlich das vollständige Bild ist und nicht nur ein Kropp davon. So habe ich das gelernt.
BorisAlso das 75 entspricht ja ungefähr einem 25er, also irgendwie so 24, 25 Millimeter roundabout am kleinen Bild.
ChrisJa, wobei...
BorisUnd wenn du jetzt noch weitwinkliger wirst, das ist schon...
ChrisJa, ne, wobei du ja durch das Shiften dann auch so weit an den Rand des Bildkreises es kommt, dass du nochmal ganz andere Verzeichnungen reinbekommst.
BorisEben, es lässt sich nicht direkt vergleichen.
ChrisDu hast eigentlich einen größeren Winkel in eine Richtung, in die du schiebst.
BorisJa.
ChrisDeshalb kannst du es nicht direkt vergleichen.
BorisDas ist so ein bisschen, als wenn du dann was, was ich wahrscheinlich vergleichsweise mit 16 oder 18 Millimeter oder sowas und dann oben den Ausschnitt von nimmst oder sowas. Das sieht sehr, sehr wild aus tatsächlich.
ChrisShift ist was total Tolles. Kann ich nur jedem empfehlen. Ja, auf jeden Fall.
BorisQuasi ein bisschen mit der Perspektive gemalt.
ChrisIch sollte den Weitwinkel-Workshop nochmal machen.
BorisDen Tilt-Shift-Workshop.
ChrisJa gut, aber es sind meine ganz speziellen sind die Sachen, die mir gut gefallen. Muss ja nicht jeder mögen. Ja, also war schön, war cool, hat Spaß gemacht und auf jeden Fall wieder.
BorisWir waren früher viel auf dem unser Pferd ist von Rügen.
ChrisStimmt. Und nur um jetzt den Plug noch mal kurz zu beenden hier. Wir machen am 11. und 12. Juli ein Großformat-Workshop hier in der Villa. Und wer da noch mitmachen möchte und das alles lernen möchte, darf das gerne tun. Wir haben hier, genügend Kameras. Also ihr könnt hier auch ohne eigene Kamera teilnehmen. Wer das mal erfahren möchte und erleben möchte, wird da, also Großformat ist ein guter Lehrer. Das heißt, wer damit schon mal gearbeitet hat, wird an der Stelle auf jeden Fall richtig viel für die eigene Fotografie dazulernen. Auch für die Kleinbildfotografie, auch für die Smartphone-Fotografie. Da bleibt unglaublich viel hängen. Also wen es interessiert, 11. oder 12. Juli 26, wir packen den Link mal in die Shownotes. So, Werbeblog Ende. Ah, wo wir gerade bei Filmen sind. Ich habe noch ein Filmthema.
BorisUnd was für eins.
ChrisUnd was für eins. Ich war begeistert. Es geht um Tested. Tested, der YouTube-Kanal von Adam Savage, ehemaliger Mythbuster. Und die haben, der macht da immer wieder so Maker-Videos. Also er hat dann gezeigt.
Der zeigt immer wieder, wie man Sachen macht in der Werkstatt. Und diesmal hat er so ein One-Day-Bild gemacht, also wo er versucht, in einem Tag irgendwas zu machen, der aber nicht wie üblicherweise mit der, ja, mit so entsprechenden Video- und Spiegelreflexkameras und so weiter gefilmt wird, sondern mit einer ARRI 2C. Das ist eine 35mm Filmkamera und mit Kodak Vision 3 das ist ein Filmstock der typisch ist für Kinofilme, also das was man auch sieht wenn man halt auf Film gedrehte Kinofilme sieht, und dieses Ding ist dann letztendlich zu einem, paarminütigen Video geschnitten worden, und die technische und.
Handwerkliche Herangehensweise an sowas ist halt eine andere, als wenn man einfach, einfach mal die digitale laufen lässt und hinterher irgendwie sich die Sachen zusammen macht, sondern da hast du halt Magazine, in die passen halt ein paar Minuten Film rein, was da oben auf der Kamera drauf ist. Das ist endlich. Und zwar deutlich endlicher als das, was du halt bei den Digitalen hast. Die Farben sind irgendwie so schön. Du musst planen. Genau, die Farbe ist natürlich auch ein Thema, was die da haben ist tatsächlich unbearbeitet, das heißt aus der Kamera gescannt, also direkt vom entwickelten Film gescannt, Und ja, das ist so ein bisschen eine Mischung aus Behind the Scenes und dem eigentlichen One-Day-Bild-Video, was dann hinten rausgekommen ist.
Der Joey Fameli heißt er, der quasi da diese Foto- und Videogeschichten macht, der ist halt auch so ein richtiger Nerd, der sich so Sachen mal richtig gründlich anguckt. Was schön ist, sie haben ganz viele von den Übergängen drin gelassen. Also da, wo am Ende der Film quasi rausflutscht und dann so ein bisschen Light Leaks reinkommen, was dann immer bei Anfang und Ende von dieser Kassette passiert, haben sie relativ viel drin gelassen. Auch alte Objektive verwendet, die teilweise eben so einen Glow haben, so einen Bloom haben, wo dann die Lichter auch so ein bisschen überstrahlen. Und das ist, also die Herausforderungen sind halt nicht nur, du hast relativ wenig Material, mit dem du arbeiten kannst, sondern das Ding ist auch noch scheißen laut.
BorisJa, das macht richtig krass.
ChrisSo der Arri 2C ist so eine klassische Kamera, die auch früher viel, auch so in Indie-Filmen und so verwendet wurde, aber du hast damit tatsächlich das Problem, dass die richtig viel Radau macht, und Und du musst dann entweder mit so einem sogenannten Blimp drehen, das ist dann so, eine große Soundkapsel, wo die Kamera drin steckt, oder du musst halt den Film vertonen und das haben sie hier gemacht.
BorisDas fand ich so faszinierend. Sie zeigen ganz am Anfang, da macht er ein Intro davon und da hörst du den Originalsound von dieser Kamera, was das Ding für einen Krach macht. Das ist also indiskutabel, damit kannst du das Ding nicht durchdrehen mit Ton, das kannst du vergessen. Also musst du ohne Ton das Ganze machen. Aber ich habe mir dann diesen One-Day-Bild angeguckt und dachte, naja gut, sie haben ihn jetzt ohne Ton gedreht, aber wo kommt jetzt der Ton her? Und dann denkst du dir, naja gut, so wie früher, ist halt nachvertont. Und die haben das ganze Sounddesign hinterher gemacht, wie man das früher beim Film gemacht hat und er hat auch einen Part hat er nochmal drüber gesprochen oder drüber gelacht, wo er sich gefreut hat oder sowas so mit seinem, dass seine Originalstimme auch dabei ist, also wirklich nochmal Tonstudio Arbeit hinterher und das klingt halt irgendwie saukool und dieses Zusammen, also diese diese analoge, Farberscheinung die dabei ist, diese Light Leaks, die entstanden sind. An einer Stelle ist auch tatsächlich ein Defekt passiert, den haben sie auch drin gelassen, fand ich auch recht cool. Und eben diese Nachvertonung, die halt natürlich klingt, aber natürlich nicht realistisch ist, sondern das ist dann auch überzeichneter Sound und sowas. Aber das gibt eben so eine echte Filmästhetik, wie man eben so Filme kennt.
ChrisDas ist so geil gemacht.
BorisJa, natürlich. Aber auch der Ton halt nicht original ist, sondern eben auch überzeichnet.
ChrisUnd trotz Streulichblende hast du auch permanent diese Lensflares drin oder sowas, das hat dann schon so ein bisschen J.J. Abrams Ja.
Was ich dann auch schön finde an diesem Video ist, dass der Joey, der das gedreht hat, dann hinterher auch die Technik erklärt. Hat er wohl auf dem anderen Kanal sogar noch ein richtig langes Video dazu gemacht, das habe ich mir da nicht mehr angeguckt, aber hier ist halt, über insgesamt 20 Minuten erklärt der das, was da passiert, warum er manche Sachen gemacht hat, welche Entscheidungen, welche Probleme, was für Objektive da nicht funktioniert haben und welche doch funktioniert haben. Und wie sie mit Licht, also man muss einfach ganz anders beleuchten, als sonst irgendwie so eine Szene beleuchtet haben. Brauchst mehr Licht, klar. Ja, wie gesagt, das Atlanta Film Lab hat da geholfen. Also die kriegen auch noch ein bisschen einen Plagg natürlich, weil das so ein Filmmaterial kostet viel Geld. Und was da teilweise an Linsen zum Einsatz kommt und so, das ist schon natürlich keine Stabilisierung. Also da sind ein paar Handheld-Shots dabei, aber die sind dann auch Handheld, das merkst du auch, weil da natürlich keine Sensor-Stabilisierung oder sonst was oder Objektiv-Stabilisierung stattfindet. Tut's nicht. Also hast du halt dann auch wirklich so dieses Handheld-Feeling, was du sonst heute kaum noch hast, weil so heute alle mit Gimbals oder sonst was arbeiten. Guck dir diese Linse an. Ich meine, hallo.
Und zwar mit natürlich Anflanschmöglichkeiten für irgendwelche Fokuspuls und solche Geschichten. Das Ganze auf dem Turret, also diese Kamera hat vorne auch drei Objektivplätze, wo du, wenn du nicht geradezu so dicke Oschis drauf machst, kannst du halt schnell mal die Brennweite wechseln, indem du einfach schnell mal das Objektiv wechselst. Also rotierst einfach ein neues Objektiv und ein Revolver.
Das ist Kodak Vision 3, ne? Das ist dasselbe wie Cine-Still, meine ich. Das ist Cine-Still, genau. Also ganz viele dieser Cine-Filme basieren auf Kodak Vision 3. Also es ist auf jeden Fall faszinierend zu sehen, zu hören. Der das jetzt erklärt, auch noch mit einem Kollegen zusammen, genau, wie das, was sie da machen mussten, der hatte erstmal die Kamera wieder in den Stand gesetzt, weil die ewig nicht gelaufen ist, also musste man die erstmal zerlegen und irgendwie das Übliche, das kennen wir von den analogen, Standbildkameras, ein bisschen Verschlussgymnastik, da sind Öle drin, die verharzen mit der Zeit, also muss man die irgendwie rauswaschen, ersetzen oder die Kamera aufwärmen, dass dann diese Öle wieder fließen und, dass der Staub und Dreck aus dem Getriebe irgendwie rauskommt. Also es ist schiefstelig. War an der Klappe da gerade Z und A? Wie zu und auf? Weiß ich nicht. War da gerade Z und A? Z und A dran.
BorisKönnte sein, ja.
ChrisAriflex Z. Das ist zu und auf. Made in, warte mal, Moment. Western Germany. Made in Western Germany. Made in Western Germany, ja dann ist das zu und auf, ganz genau. Kannst mal sehen.
BorisStark.
ChrisJa.
BorisAlso wer sich nur ein bisschen für Kino-Produktion, für Filmtechnik, Filmproduktion interessiert, dies ist das Video für euch. Das ist das, was man in vielen Making-ofs gerne mal sehen möchte. Hier wirklich mal, ich fand es einfach beeindruckend.
ChrisUnd die Arbeitsweise, auch da kommen wir wieder auf den Prozess zurück, weil die Arbeitsweise, die dir dieses Filmarbeiten aufzwängt, bremst dich aus. Du musst planen, du musst Entscheidungen treffen und zwar vorher. Das ist heute auch noch so. Also wenn heute ein Spielberg filmt, dann arbeitet der tatsächlich, dann hat der vorher den Film durchgeplant, dann hat er eine Shotliste, dann wird da nicht irgendwie viel improvisiert, sondern, dann wird das Material entsprechend, für ein, zwei, drei Takes verwendet und dann ist gut. Machst du keine 20 Takes oder so. Dunkelzelte, sagte ich schon, dass ich Dunkelzelte echt unangenehm finde. Ich mag es, ja. Ja, also es ist faszinierend. Es macht Spaß, dieses Video anzugucken. Für nicht nur Nerds, sondern einfach für Menschen, die mal so ein bisschen hinter die Kulissen. Also er erklärt es schon kompatibel. Es ist nicht alles auf höchstem Nerd-Niveau, das nicht. Ja, mit Film, ne?
BorisStarkes Video-Film.
ChrisIst es, ist es auf jeden Fall. So, und wo wir jetzt gerade, das habe ich schon wieder, ich habe es schon wieder nicht offen hier. Es ist doch unglaublich, weil wir kommen jetzt ja zu den Terminen, nicht wahr? Und zwar zu denen hier.
Und zwar haben wir aktuell 417 Termine in unserem Kalender auf kalender.happyshooting.de Ihr seid ja der absolute Wahnsinn. Da haben der Klaus mitgemischt, der Jürgen, der Carsten und der Heiko. Vielen, vielen herzlichen Dank, wer da mitmischen möchte. Falls ihr Termine habt, die noch nicht drin sind, dann guckt doch mal auf kalender.happyshooting.de. Das Ding checkt dann übrigens beim Eintragen auch, ob der schon da ist, der Termin. Also es gibt schon die Gefahr von Duplikaten, aber das haben wir, glaube ich, ganz gut im Griff. So, und ich lese jetzt alle 400, nein, mache ich nicht. Ich lese wieder sieben Stück vor, die ich vorhin ausgewählt habe, die ich für interessant halte. Da wären zum Beispiel in Husum Joachim Lichtenberger Blütenmeere, Der Physiker und Fotograf Joachim, Lichtenberger erkundet in seinen mittels Scenographie geschaffenen floralen Kompositionen das Spannungsfeld zwischen Barocker, Vanitas, Symbolik, ästhetischer Naturbeobachtung und der visuellen Darstellung, menschlicher Emotionen. Scenographie. Spannend.
In Tübingen, analog, zweite ZAF-Ausstellung. Das 2023 gegründete Tübinger Kollektiv präsentiert neben einer Auswahl analoger Fotografien eine Live-Portrait-Session, bei der die Aufnahmen direkt vor Ort mit einer Großbildkamera erstellt und in der Dunkelkammer entwickelt werden. Ich nehme an, Sie meinen damit die Großformatkamera. In Berlin, Walter Schels, 16 Grad Fische, Retrospektive. Anlässlich seines 90. Geburtstages präsentiert CO Berlin eine, umfassende Retrospektive, die mit über 300 Arbeiten das sieben Jahrzehnte umspannende Schaffen von Walter Schels würdigt und dabei insbesondere dessen bisher wenig beachtete experimentelle, Seite beleutet. 70 Jahre Fotografie, holy shit.
In St. Louis, Close Enough Perspectives by Women Photographers of Magnum. Diese Schau zeigt fotografische Arbeit von zwölf Magnum-Fotografinnen, die das Konzept der Nähe über das rein räumliche hinaus als emotionales und soziales Verhältnis hinterfragen. Dann in Föhr, 25938 Föhr, Art, Science, Fiction, Alexandra Hans, Sjörd Knibbeler, Sophia Pompere und Ulrike Schmitz, vier Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und den Niederlanden erforschen in dieser Schau an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst mittels experimenteller Fotografie und Installationen die Grenzen unseres Wissens. In Heidelberg, Reframe, ist das neue Fotofestival in Heidelberg. Ein Ort, an dem fotografiebegeisterte Profis und Marken zusammenkommen. Zwei Tage voller Inspiration, Austausch und Leidenschaft für das Bild. Veranstaltet zum Jubiläum von 70 Jahren Foto Franz Kehl. Das ist in drei Tagen zu Ende. Also da müsst ihr schnell sein. Und last but not least auf Ruhe suche in Bitterfeld-Wolfen. Fotografien, Cyanotypien, verborgener Rückzugsorte in Berliner Parks und der Goizsche See vom Berliner Fotografen und Autor Henning Kreitel. Das, Sind die Termine und dann hat, glaube ich, der Jürgen uns auch noch einen geschickt.
EinspielerHallo Community. Die Fotoausstellung der Woche könnte Spuren von Schaf enthalten. Jedenfalls in der näheren Umgebung könnten Schafe auftreten. Wir befinden uns heute in Husum in der Nähe von Pellworm. Dort findet ihr das Haus der Fotografie. Das Museum für zeitgenössische Fotografie. Und dieses zeigt noch bis Mitte August drei verschiedene Ausstellungen. Einmal Joachim Lichtenberger, Blütenmeere oder Simone Sander, Stille Welten oder die Themenausstellung Barrieren begreifen, Brücken beschreiten. Wunderbare Fotoausstellungen ich kann es euch nur empfehlen auf der Homepage sieht es toll aus und von daher gehen alle Grüße raus an Chris das ist mal eine Ausstellung mit Schaf für dich.
ChrisSehr schön, Chris du bist gemutet, Ich sagte danke, Jürgen. Vielen, vielen Dank fürs Audioschicken. Ich habe jetzt so ein Bild vor mir. Moni, wenn du und ich wieder mal nach Pellworm gehen, dann nehmen wir mal die Großformatkamera mit auf den Deich und schleichen uns an diese Schafe ran. Die müssen nur stillhalten, bis dann komponiert und fokussiert. und, naja. Aber vielleicht nimmt man da die Graflex mit. Da kann man ja auch Sport fotografieren. Ich sehe schon Mone mit der großen Graflex hinter Schafen herrennen auf dem Deich. Aber so ein paar Motive gibt es schon auf Pellworm, die großformatwürdig wären.
BorisUnd dann machst du auf Pellworm eine Ausstellung Schafe von hinten.
ChrisWeil du rennende Schafe hast. Genau. Du, wir sind ja zu zweit, weißt du?
BorisEiner treibt von hinten, die andere Fotografie von vorne. Sehr schön.
ChrisSonst wird es nämlich die Ausstellung Scharfärsche.
BorisMusst du einen Fokuspull machen. Das Bild muss ja nicht scharf sein. Es sind ja Schafe drauf. Schenkelklopfer.
ChrisScharfes Bild, ja super. Na gut. Wir sind noch nicht durch. Es gibt noch eine neue Aufgabe.
BorisRichtig. Es gibt eine neue Aufgabe. Denn die aktuelle Schmutzaufgabe, die läuft ja nur noch bis zum 18.06. Wenn ihr das hier hört und das ist auch der Tag, wo ihr anfangen könnt mit der neuen Aufgabe, die nämlich vom 18.06. bis zum 2.07. läuft und lautet Prozess. Das bedeutet also, dass ihr im Zeitraum vom 18. Juni bis zum 2. Juli losziehen könnt, also 2026, ein neues Foto macht zum Thema Prozess. Das Ergebnis, das eine Ergebnis, ladet ihr dann hoch bei Flickr, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt dem Tag HSB Prozess. Alles zusammengeschrieben.
ChrisKomisch, wie wir heute auf Prozess kommen. Ich weiß auch nicht.
BorisSchwer nachzuvollziehen, aber wer aufmerksam gehört hat, könnte eine Idee haben. Man weiß es nicht.
ChrisUwe hat den besten Vorschlag gehabt, Betäubungsgewehr in die Fototasche.
BorisIch weiß ja nicht.
ChrisIch weiß ja nicht. Gut, damit sind wir aber, glaube ich, durch. Vielen Dank, Boni, dass du hier mal wieder uns besucht hast, beehrt hast. Sehr gerne. Tolles, tolles Thema. Links zu allen Bildern und so weiter haben wir in die Shownotes gepackt, da könnt ihr gerne noch mal näher reingucken ansonsten natürlich wieder tausend Dank für alle, die hier mitmachen die zuhören, die überhaupt ja, eigentlich den Podcast auch so ein bisschen möglich machen weil hier so viel läuft, dass wir zum Beispiel unsere Extended Memory im Slack immer ganz gut nutzen können mit Inputs direkt live in die Sendung, Shownoter, Kalenderbetreuer und so weiter. Und wie gesagt, schaut euch mal den Großformat-Workshop an. Im Juli werden wir hier in einer sehr kleinen Gruppe ganz tolle Dinge machen mit diesem großen Format. Dann wäre es das, glaube ich, für heute. Dann wünschen wir euch eine schöne Woche und bis dann. Drei.
BorisKai sagt noch Großformat mit Sie.
ChrisEins.
BorisDrei, zwei, eins. Happy Shooting.
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