#947 - Das Ende des Bildkreises ist erreicht

Veröffentlicht 2 July 2026

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#947 - Das Ende des Bildkreises ist erreicht

Veröffentlicht 2 July 2026 · Länge 1:35:46

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Boris

Happy Shooting Folge 947. Das Ende des Bildkreises ist erreicht. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...

Chris

Von Hannes.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Ja, einen schönen guten Tag nach Hannover aus dem etwas abgekühlteren Nordheim.

Chris

Ja, es ist auch hier nicht mehr so ganz so schlimm.

Boris

10 Grad kühler.

Chris

Vor ein paar Tagen war, es war dramatisch.

Boris

Jetzt haben wir so 24, 26, das reicht aber.

Chris

Guck mal, keine Schweißperle.

Einspieler

Eure Moderatoren, Boris und Chris.

Chris

Ja nee, das ging ja gar nicht. Hannes darf heute Sponsorspielen, weil dem wollen wir einfach mal wieder ganz liebe Grüße schicken in Gute Besserung und alles. Der ist gerade ein bisschen geplagt und im Krankenhaus und so weiter und Und ich weiß, dass der hört, vielleicht nicht live, weil schlechter Empfang, aber er hört auf jeden Fall und guckt wahrscheinlich auch und der fotografiert auch. Und das finde ich total interessant, was da gerade passiert, weil er schmeißt uns in den Slack immer wieder so Fotos von seiner Umgebung, Zimmer und von irgendwelchen Details und so. Und da passiert was, was ich fotografisch total spannend finde. Und das ist dieses Thema, wie der Leerlauf uns beflügelt. Du kennst das, wir haben da auch schon in diversen Workshops drüber gesprochen, dass zu viel Input die ganze Zeit, also wir haben ja heute keinen Leerlauf mehr. Jede halbe Minute, die wir an der Supermarktkasse oder sonst wo stehen, wird nochmal kurz gescrollt oder sonst was getan, also gehen wir mit dem Hund raus, dann muss da ein Podcast auf den Ohren laufen, selbst unter der Dusche hast du eigentlich heute keinen Leerlauf mehr. Also es gibt.

Und dieser Leerlauf ist wichtig. Der ist ganz wichtig, damit da im Kopf was passieren kann, was nicht durch Ablenkung unterdrückt wird. Nämlich dieses, ja früher hat man so Tagträumen genannt, dieses Verknüpfen von Dingen, die du sonst halt nicht verknüpft bekommst. Also Zusammenhänge erkennen, Ideen durchspielen im Kopf, das sind alles ganz zentrale Dinge für die Kreativität und bei Hannes sehe ich das gerade in den Fotos, die er mit seinem Smartphone fotografiert, von da wo er es fotografieren kann. Aber es sind ganz präzise, saubere Bildkompositionen, Minimalismus, nur das Wichtige. Und ich glaube schon, dass das damit zu tun hat, dass er da halt jetzt nicht besonders viel Input bekommt, wo er da ist.

Und da kann dann plötzlich was anderes passieren. Früher, also ich sag mal so, die, die hier zuhören und sich daran erinnern an die Zeit vor dem Dauerinternet in der Hosentasche, da war das Thema so ein bisschen Langeweile war schon ein Thema. Wenig Fernsehprogramme, keine Podcasts, kein Unterhaltungsgerät in der Tasche oder wenn, dann irgendwie ein Rockman mit einer Kassette oder so oder ein Discman.

Und vor allem keine Algorithmen, die ständig genau das Ziel haben, deine Aufmerksamkeit zu kapern, Und da sind einfach, die Menschen früher waren kreativer, ganz klar. Und das kommt daher.

Boris

Früher hattest du halt dann irgendwie deine Zeitung oder deinen Comic oder sowas, der dann in der Woche neu rauskam. Aber der war ja endlich. Und heutzutage kannst du immer endlos scrollen. Es geht immer weiter, immer weiter.

Chris

Ein Magazin oder sowas. Also ich weiß nicht, wir hatten immerhin zwei Tageszeitungen. Und, Ich glaube, ich hatte ein oder zwei Zeitschriften abonniert, die dann monatlich kamen. Und dann hast du den, also Entschuldigung, die Jüngeren, die zuhören, Opa erzählt vom Krieg. Aber, das ist eine ganz grundsätzlich unterschiedliche Geschichte, wenn du in diesem Magazin jetzt nicht nur die drei Artikel liest, die gerade so in dein Beuteschema passen, sondern aus Langeweile halt dann doch noch mal anderes Zeug liest. Also du konfrontierst dich dann auch mit anderen Sachen, weil die halt da sind, und hast dann das Magazin irgendwie zum fünften Mal durchgeguckt, ob du noch was vergessen hast oder so. Also diese Bereitschaft, sich mit anderen Viewpoints zu beschäftigen, die war früher einfach notwendigerweise größer, weil es, also aus heutiger Sicht würde man sagen, damals gab es ein Medienvakuum, aber aus der Sicht von jemandem, der in der Zeit aufgewachsen ist und damit aufgewachsen ist, kann ich eigentlich nur sagen, dass das so richtig war. Also, dass das meine Kreativität durchaus gut getan hat.

Boris

Ja, früher hatte man Quelle-Katalog und Shampoo-Flaschen zum Lesen.

Chris

Also, ich meine, das ist der Klassiker, die Shampoo-Flasche auf dem Klo. Wann hast du das letzte Mal dir die Zutatenliste einer Haarwasser-Flasche angeguckt?

Boris

Schon ein paar Jahre her.

Chris

Also, ich habe damals schon gelernt, was da für typische Sachen drin sind.

Boris

Stefan sagt auch Milchtüten. Wir haben stattdessen Dinge gebaut. Man hat halt Dinge getan damals.

Chris

Aber nochmal, früher war alles besser. Das stimmt natürlich auch nicht. Aber, in mancher Hinsicht ist das schon so. Burkhardt schreibt gerade im Slack, ich bin zwingend auf diese Freiräume für mein metalles Gleichgewicht angewiesen.

Boris

Ja, das ist wichtig.

Chris

Es gibt im Kopf ja tatsächlich ein Netzwerk, das heißt das Default Mode Network, das DMN, was aktiv wird, wenn du mal so 10 Minuten Leerlauf gehabt hast. Also wenn man sich 10 Minuten irgendwo einfach mal auf eine Bank setzt und guckt, oder eine Routinetätigkeit macht. Für mich sind das die Autobahnfahrten. Wenn ich da weder Radio noch Podcast laufen habe, sondern einfach mal das Ding ausmache, einfach nur fahre und das Auto fährt eh fast alles von selber, dann komme ich nach einer Weile in diesen Modus und dann fließen da plötzlich die Ideen, dann kommen da Sachen. Auf die Weise ist das aktuelle Buchprojekt entstanden. Also die Form, die es jetzt hat, ist auf einer Autobahn. Ich kann sagen, bei Fulda A7 nordwärts, da ist die Idee fürs Buch entstanden und die habe ich dann ins Handy diktiert.

Boris

Ja, Wahnsinn.

Chris

Also das Buch würde nicht existieren oder nicht bald existieren, wenn ich da einen Podcast gehört hätte oder Radio gehört hätte. Naja, also auf jeden Fall, Hannes, du machst gerade viel richtig und wir freuen uns, wenn du dann da auch bald wieder raus bist.

Boris

Natürlich, also da drückt man die Daumen, baldige Genesung und bis dahin mach gerne weiter Bilder und zeig sie uns im Slack.

Chris

Auf jeden Fall. Das ist ein starkes Projekt. Das ist ein Fotoprojekt und das, gehört eigentlich auch irgendwie gedruckt und ausgestellt so für das nächste das Klostergeister oder so.

Boris

Ja, zum Beispiel.

Chris

Ich habe noch was. Eine Ausstellung.

Boris

Ja, hatte ich hier eben schon gelesen und komplett missverstanden.

Chris

Im Zoo. Im Zoo. Also die Ausstellung heißt im Zoo.

Boris

Aber sie war nicht im Zoo.

Chris

Sie war nicht im Zoo. Also folgendermaßen, Moni und ich haben hier am Samstag, am 27. Juni geächtzt, so wie alle in Deutschland, weil es irgendwie draußen knapp 40 Grad hatte und hier in der Villa die dicken Wände das auch nicht mehr aufgehalten haben, also es war einfach ganz schwer auszuhalten und, wir haben uns dann zwar mit Kühlschrankkühler Wassermelone gestopft und, nasses Handtuch in den Nacken gelegt und was weiß ich alles, aber, irgendwann kam mir dann so die Idee, Mensch, wir könnten nochmal in eine Ausstellung gehen, lass uns doch mal den Happy Shooting Kalender aufmachen kalender.happyshooting.de und dann gucken wir da mal, was so im Umkreis von x Kilometern stattfindet und Hannover.

Boris

Ist eine Menge los.

Chris

Ja gar nicht so viel also bei uns im Kalender waren gar nicht so viele drin, aber diese Ausstellung im Zoo künstlerische Perspektiven des 20. Jahrhunderts diese Ausstellung hat Werke von Max Sleefugt und Candida Höfer gegenübergestellt und zwar wie gesagt zum Thema Tiere und Zoo und so weiter. Jetzt muss man sagen, also Candida Höfer ist eine ganz wichtige Vertreterin der Düsseldorfer Fotoschule. Sie ist bekannt mit ihren großformatigen, sehr streng komponierten Fotos geworden von Innenräumen, öffentlichen Räumen, Bibliotheken, Museen, Theater, Opernhäuser und so weiter, aber eben auch Zoos. Also sie hat den Hannoveraner Zoo fotografiert und dann tatsächlich die Tiere, also, Das Elefantenhaus, aber hinter den Kulissen, da siehst du dann halt Betonsäulen und drei Elefanten, die da aber fast schon nicht mehr.

Wie Tiere aussehen, weil die da einfach so von der Architektur fast erschlagen werden oder die Giraffen oder, oder, oder. Und das Ganze gegenüber von den Malereien von Max Lefock, das ist ein großer deutscher Impressionist und seine Bilder leben dann eher so von Bewegung, von Licht, von, also in den Tierdarstellungen geht es dann weniger um das Zoologische, als mehr so um Haltung, Energie, Spannung und solche Geschichten.

Boris

Impressionist halt.

Chris

Genau, und die Sachen gegenübergestellt, im Landesmuseum Hannover und noch ein Grund, warum wir da dann auch hingefahren sind, war die haben sicher Air Condition.

Boris

Ja, wir hatten ja gerade die Phase hier mit 36 Grad und so.

Chris

Richtig und wir sind dann tatsächlich, also hier ist zum Beispiel ein Foto, Kandida Höfer Zoologischer Garten Hamburg 3 von einer künstlichen arktischen, Betonlandschaft, die weiß angemalt ist, damit sie so ein bisschen nach Eis aussehen. Also fantastisches Zeug, was da ausgestellt war.

Wir haben das quasi gesagt, komm, also wenn uns jetzt nicht auch noch irgendwie die Hitze ins Museum bringt, dann, was wenn nicht das? Und dann sind wir da hingefahren und es war klasse und es war tatsächlich nicht überall kühl da drin, aber da wo dann, also wir sind da noch ein bisschen so in andere Bereiche des Museums gegangen, die haben da drei Stockwerke. Das mittlere Stockwerk war richtig schön kühl, weil die da Exponate haben, die auch die Hitze nicht abkönnen. Bei der Fotoausstellung ging es einigermaßen und es war aber fotografisch ein tolles Erlebnis und überhaupt mal wieder in einem Museum gewesen zu sein und das auch noch in einem großen Museum, wo also wirklich, auch kulturhistorisches Zeug drin ist und so weiter. naturhistorisches Zeug auch. War cool, war klasse. Auch viel Malerei gesehen und so. Also kann ich nur, auch wenn es nicht draußen heiß ist, ich kann es nur empfehlen, geht mal in eine Ausstellung kalender.happyshooting.de ist der richtige Platz dafür. Knapp 400 Ausstellungen aktuell deutschlandweit. oder dachweit.

Boris

Schon cool.

Chris

Tja. Ähm... Ansonsten, wir haben Einsendungen bekommen von Menschen, die auf happyshooting.de geklickt haben. Da, wo ihr Fragen, Hinweise und Storys reintun dürft, da hat sich Tobias zum Beispiel gemeldet. Und zwar sagt er, vielleicht hätte Boris nach dem Anschauen des verlinkten Videos seine Leica selbst reparieren können. Tiki Resurrection of a Dead Legend, Leica M4 Complete Restoration. Also hat jemand eine M4 komplett zerlegt und restauriert.

Boris

Beeindruckend.

Chris

Ich habe es mir nicht angeguckt, aber du hast es gesehen, oder?

Boris

Ja, ist halt eine wirklich alte Kamera. Ich weiß nicht, was mit der passiert ist. Aber die sieht auch schon wirklich benutzt aus. Ich weiß nicht, ob die die aus dem Wasser gezogen hat oder so. Ja, dann wird die halt einfach mal, also im Prinzip, wie Uhrmacher innen das auch machen, komplett zerlegen, reinigen, wieder zusammenbauen und funktioniert. Und ja, dazu muss man sich halt schon ein bisschen auskennen oder beim Zerlegen halt lernen. Also ich nehme mal an, die Person kannte sich aus. Ne, so weit würde ich allerdings nicht gehen, dass ich das getan hätte. Ich muss sie auch noch einschicken, habe ich jetzt auch noch nicht gemacht, weil ich komme gerade die Tage irgendwie zu gar nichts mehr und abends habe ich dann keinen Bock mehr. Aber ich werde sie einschicken. Ich möchte sie reparieren lassen. Ich werde euch auf den Laufenden halten, wie das da weitergeht. Also bei Leica hatte ich sie ja wieder abgezogen, weil der Kosten vor den Schlag mir zu hoch war, mit über 1000 Euro. Und jetzt habe ich eine zweite Option und da werde ich sie dann hinschicken. Inzwischen ist sie auch wieder da. Und dann schauen wir mal. Du hast übrigens gerade keinen Ton mehr.

Chris

Das ist immer dieser Knopf. Es ist alles immer kaputt. Das liegt an der Hitze.

Boris

Diese Technik.

Chris

Ich schiebe jetzt alles auf die Hitze. Der Rüdiger hat uns auch noch auf happyshooting.de, geschrieben. Ihr wolltet doch wissen, ob man etwas über die stereoskopische Gesellschaft wissen möchte. Ja, das würde mich interessieren. Ich habe als Kind ein Handwerkbuch geschenkt bekommen. Da stand auch eine Erweiterung für eine Kamera drin, mit der Stereobilder aufgenommen werden konnten. Dafür musste ein Bild gemacht werden, dann die Kamera über eine Vorrichtung ein wenig verschoben werden und dann das zweite Bild gemacht werden. Ein passender Betrachter war da auch aufgeführt. Da ich damals handwerklich und fotografisch nicht so bewandert war, habe ich es auch nicht nachgebaut, weil zwei linke Hände fand es aber trotzdem ganz spannend. Heute mit dem technisch möglichen komme ich gerade auch wieder ins Planen, wie sich das umsetzen ließe. In Klammer ESP-Cameras, Raspberry Pi und so weiter. Mit freundlichen Grüßen, Rüdiger. PS, Boris, die Flasche ist angekommen und wird auch schon benutzt. Ah, der hat die Flasche gewonnen.

Boris

Sehr schön, das freut mich.

Chris

Das ist tatsächlich ein völlig gangbarer Weg. Die Kamera, solange sich das vor der Kamera nicht bewegt, also Architektur und so weiter, geht das problemlos, wenn man die Kamera tatsächlich parallel verschiebt. Und zwar um den Augenabstand, der liegt irgendwo zwischen 6 und 8 cm irgendwo. Ähm ... Dann kriegt man da stereoskopische Bilder hin und die kann man dann auch über entsprechende Betrachter anschauen. Das muss ja nicht digital sein. Da gibt es auch diese Lupenbetrachter, die man so vor das Auge hält, wo man vorne so eine Fotokarte reinmacht.

Boris

Du musst halt dafür sorgen, dass jedes Auge nur ein Bild sieht. Da hast du in der Regel so eine Sperre dann vor der Nase, damit du dann eben die Bilder siehst in der entsprechenden Entfernung auch beide scharf. Du kannst auch den Abstand ein bisschen größer machen als den Augenabstand.

Chris

Wollte ich gerade da hinkommen.

Boris

Dann hast du so einen Hyperrealismus. Da gibt es auch so Ferngläser, die das tun.

Chris

Wollte ich gerade hinkommen. Das muss natürlich sehr schön und gut registriert sein und so weiter. Also ein bisschen Spielerei, ein bisschen ausprobieren. Aber wir hatten ja mal, also ich hatte mal auf Tipps from the Topfloor, hatte ich mal jemanden, dessen Vater damals beim Bau des World Trade Centers, sich einen Helm aufgezogen hat, auf die Baustelle gelatscht ist, auf den bereits fertigen Turm oben, also während er noch Baustelle war, ganz nach oben gefahren ist. Und der hat dann New York-Bilder gemacht von, und zwar stereoskopische New York-Bilder von der linken und der rechten Ecke. Also der ist dann quasi ganz bis ans Ende des Gerüsts gegangen und hat dann mit riesen Abstand diese Bilder gemacht. Und der Effekt ist dann tatsächlich so ein bisschen, als ob du King Kong bist. Also ob du riesengroß bist. Weil dein Augenabstand ja dann plötzlich ein riesiger ist. Und dann sieht dieses New York plötzlich sehr nach Puppenstube aus. Es ist faszinierend.

Boris

Weil du bis in die Entfernung tatsächlich noch einen 3D-Effekt hast, den du so mit normalen Augen halt nicht mehr wahrnimmst, weil die Parallaxe nicht mehr groß genug ist. Ja, das ist spannend. Wie gesagt, Ferngläser, normale Ferngläser machen das ja auch, dass du halt da, wo du durchguckst, natürlich so weit wie deine Augen auseinander sind, sonst könntest du ja nicht durchgucken. Aber da, wo du wieder rausguckst, sind sie halt weiter auseinander, damit du in der Entfernung eben auch noch eine Plastizität hast. Und dann gibt es auch so spezielle Betrachter, die dann tatsächlich nochmal wirklich den Abstand deutlich vergrößern, damit du noch viel weiter weg dann fokussieren und eine Entfernung einschätzen kannst. Schon spannend, sowas auf jeden Fall. Und wo ich das gerade gehört habe, mit dieser Vorrichtung und einer Kamera verschieben, da klingelt irgendwas ganz tief in meinem Hinterköpfchen. Vielleicht erinnert sich ja irgendjemand der Hörenden an so etwas, ob es sowas mal in einem Yps-Heft oder in einem Mickey-Maus-Heft oder sowas als Bastelanleitung gab. Ich kann mich irgendwie dunkel erinnern, auch mal was gebastelt zu haben, was ganz Flimsiges und hatte dann irgendwie auch so Pseudo-3D-Bilder selbst gemacht. Ob das irgendeine Bastelanleitung in einem dieser beiden Hefte war.

Chris

Aber da waren ja nie Kameras dabei und sowas.

Boris

Nein, die Kamera natürlich von meinem Vater genommen, das ist ganz klar. Aber so eine Bastelanleitung, was man tun muss und irgendwie so ein Bildbetrachter mit so einem Bildhalter für 9x13 Fotos oder sowas. Irgendwas klingelt da bei mir. Aber wie gesagt, das sind die beiden Zeitschriften, Yps und Mickey Mouse, die ich damals viel konsumiert habe. Vielleicht erinnert sich da jemand.

Chris

Ich als eiserner Yps-Leser und Bastler, erinnere mich daran nicht, dann muss es, wenn dann Mickey Mouse gewesen sein.

Boris

Wenn dann Mickey Mouse oder es war was völlig anderes?

Chris

Für Mickey Mouse war ich zu alt.

Boris

Was ich etwas später hatte, war irgendein Physik-Technik-Magazin, ich erinnere den Namen nicht mehr.

Chris

Na gut, weiter nochmal zum Thema 3D. Der Andi hat noch geschrieben, happy shooting, ich habe schon mal 3D-Fotografie gemacht mit der Cha-Cha-Methode, genügt dazu eine normale Kamera. Gruß Andi. Boris, erklär doch mal, was die Cha-Cha-Methode ist.

Boris

Ich würde es eher die Rumba-Methode nennen. Da geht es eben auch darum, dass man zwei Fotos macht mit einer ganz normalen Kamera. Auch das funktioniert natürlich bei statischen Motiven und da ist die Idee eben, dass du dich, normal gerade hinstellst, also Beine so ein bisschen schulterweit auseinander, und dann verlagerst du dein Gewicht erst auf das eine Bein, machst ein Foto, hältst die Kamera möglichst präzise gerade, während du dein Gewicht aufs andere Bein verlagerst und machst dann noch ein Bild. Und damit hast du eben eine Parallaxe aufgebaut, musst halt aufpassen, dass du die Kamera nicht verkippst dabei und dann hast du eben auch dieses Stereo. Cha-Cha ist halt eher so ein Doppelschritt, ja, bei Rumba ist es eher dieser Wiegeschritt, aber die Methode heißt offensichtlich Cha-Cha-Methode.

Chris

Also google das mal, wenn ihr Cha-Cha-Methode googelt und das Wort Fotografie oder Fotografie oder so dazu packt, dann kriegt ihr damit Sicherheit.

Boris

Auf jeden Fall.

Chris

Passendes Ergebnis, ja, ähm, Wie kommen wir jetzt von Cha-Cha in die News? Also erstmal danke allen, die geschrieben haben. Ihr seid toll und macht das ruhig weiter. Happyshooting.de Da gibt es, ein Formular, wo ihr eure Fragen reinwerfen dürft.

Boris

Der Übergang könnte sein, dass sowohl Cha-Cha als auch Rumba für viele ja durchaus eine Herausforderung darstellen.

Chris

Oh, das ist dann doch... Okay, lassen wir mal gelten. Erinnerst du dich an die Vesuvius-Challenge?

Boris

Ich glaube nicht.

Chris

Okay. Als der Vesuv damals ausgebrochen ist und viele Städte unter sich begraben hat, hat er unter anderem auch Herkulaneum begraben. Und Herkulaneum ist unter anderem die Stadt, in der es auch eine ganz wichtige Bibliothek gab, in der Schriftrollen waren, auf Papyrus.

Boris

Ja, es klingelt wieder.

Chris

Wir haben vor ein, zwei Jahren mal, glaube ich, drüber geredet. Diese Papyrusrollen sind in der geschlossenen Bibliothek quasi zu Holzkohle geworden durch die Hitze. Und ja, sind damit quasi, dachte man, unwiederbringlich verloren. Dann haben, dann Leute versucht, solche Rollen tatsächlich mal irgendwie aufzudröseln. Aber wenn du dir mal vorstellst, Holzkohle, also Papyrus in Holzkohle-Format, wenn du das anfasst, das ist wie Blättertag.

Boris

Das fällt einfach aus. Das zerfällt aus. Es gibt so ein ähnliches Problem auch tatsächlich mit so Kupferrollen oder sowas. Und wenn du die dann aufmachen würdest, würden die halt komplett zerfallen. Und dann ist halt die Frage, kann man die irgendwie mit CTs, Röhren, Scannern und so weiter in die Tiefe analysieren und digital auseinandernehmen. Da hat man mal drüber gesprochen, dass da Projekte waren.

Chris

Genau. Und dann gab es irgendwann, nachdem das oft und viel nicht gut ging, gab es diese Vesuvius Challenge. Da hat jemand richtig viel Geld ausgelobt, also einen Preis für diejenigen Teams, die als allererste diese Rollen entziffern können und haben dazu hoch aufgelöste CT-Scans zur Verfügung gestellt. Also ein CT-Scan, dreidimensionaler Röntgenscan. Und das kleine Problem Dabei ist aber, dass die Tinte, die da verwendet wird, holzkohlebasiert ist.

Boris

Ach, wie blöd, wenn der Rest auch Holzkohle ist.

Chris

Also weißer Adler auf weißem Grund. Kannst dir vorstellen, wie gut das geht.

Boris

Ja, super.

Chris

Und deshalb haben sie also nicht nur ... Also die erste Challenge war, diese Rollen so 3D zu scannen und sie dann digital aufzurollen.

Boris

Das alleine ist ja schon irgendwie mindblown.

Chris

Die sind ja nicht präzise, sondern die sind ja auch noch zu erknautscht. Also das ist ein echt komplexes Problem. Das wurde gelöst. Dann kam das nächste Problem, wie lesen wir diese Texte und da war dann ursprünglich erstmal so ein einzelner, was weiß ich, 20 Worte oder so als Challenge und das hat dann auch eine Weile gedauert, bis dann irgendjemand rausgefunden hat, dass es wohl durch die Tinte, dass wohl das Papier, eine ganz leichte Riffelung bekommen hat oder so. Und dann sind die dann natürlich jetzt mit ganz viel Trainingsmaterial, mit KI an das Thema rangegangen und haben in trotzdem noch sehr viel Kleinarbeit jetzt die erste Rolle komplett entziffert. Also der Text ist jetzt komplett lesbar, beziehungsweise nicht ganz komplett, wenn man hier das Bild ansieht. Da sind also schon Ecken, wo es noch nicht ganz ist. Das liegt aber daran, dass mit dieser Rolle schon mehrfach Öffnungsversuche gemacht wurden. Dass also der äußere Bereich der Rolle quasi schon stark beschädigt war. Aber wenn man sich die Bilder hier anschaut, das ist also nicht einfach so von der Geometrie her überhaupt erstmal. Und dann ist es jetzt also quasi belegt. Die erste Rolle ist gescannt.

Boris

Eindruckend.

Chris

Gibt tatsächlich, genau, im Oktober 23 haben sie das erste Wort entziffert. Muss man also vorstellen. Die haben erstmal ein Wort entziffert. Und 23 war dieser Grand Prize, ausgeschrieben worden. Ich gucke gerade parallel, wie hoch der war. Na, ist auch egal. Auf jeden Fall, genau, die 700.000 Dollar für den ersten Platz, 100.000 für den zweiten und 50.000 für den dritten. Das war... Die Idee hier, Fotos von dieser Rolle, also ich weiß auch nicht.

Boris

Es sieht im Prinzip aus wie so ein aufgerolltes und zerknautschtes Handtuch. Und jetzt muss man sich vorstellen, das digital auseinander zu holen.

Chris

Und dann noch zu entziffern, was also auch ganz schwierig war.

Boris

In Kohle auf Kohle. Also du musst ja erstmal die Schrift überhaupt sichtbar machen. Ich wollte eben aus Scherz schon sagen, naja, wahrscheinlich gibt es durch Schreiben eine Vertiefung. Du musst ja nur digital mit so einem breiten Bleistift ganz sanft drüber rubbeln, damit du dann mit dem Bleistift den Text wieder sichtbar machst. Und wahrscheinlich ist das auch so ähnlich passiert.

Chris

Ich kann es nicht sagen, was ich sagen kann ist, die haben tatsächlich, um das zu scannen, haben die Zeit gebucht auf dem stärksten, ich weiß nicht, stärksten Infrarotlaser oder sowas, also so ein Beschleuniger, wo dann quasi hinten nicht Röntgenstrahl irgendwie hinten rauskommt. Also das war auch noch richtig teuer wohl, das kriegt man nicht einfach so, sondern da wird also, das war quasi wie am Fließband, hab's irgendwo in einem Bericht gelesen von einem, der da Techniker war.

Boris

Haben sie die Rolle einmal im CERN durchbeschleunigt und dann.

Chris

So ähnlich und als sie dann quasi fertig waren, stand schon die nächsten Wissenschaftler da mit ihrem Experiment, also das geht dann so zack, zack, zack. Ist wohl nicht so jetzt automatisch. Du kannst also nicht einfach nur sagen, schieben wir da alle Rollen durch. Es sind über 200 Rollen, die da jetzt noch, aus der Antike kommen und nicht lesbar waren. Es ist die besterhaltende Bibliothek, bis auf das kleine Holzkohle-Problem halt. Sondern das ist trotzdem noch harte Arbeit und mal schauen, ob es mit anderen auch geht und vor allem wäre das auch bezahlt und so weiter. Aber ja, und dann sind da so philosophische Texte und so Geschichten drin. Sachen, die man für verloren geglaubt hat.

Boris

Ja, diese Gegenüberstellung hier gerade A, B, also auf A, da siehst du im Grunde genommen halt ein Scan, so ein graues, zerfasertes Papier, da ist aber nichts drauf. Und in B ist dann plötzlich Tinte sichtbar.

Chris

Aber auch nicht wirklich viel. Egal, das ist auf jeden Fall spannend, dass da weitergeht. Und dass es jetzt innerhalb von knapp zwei Jahren von einem Wort auf eine ganze Rolle gegangen ist, lässt natürlich auch so ein bisschen Rückschluss zu, auf was da so an Entwicklung stattgefunden hat seither.

Boris

Tja, stark.

Chris

Ja, sehr, sehr stark.

Boris

Gar keine Entwicklung stattgefunden hat im Bereich der Abmahnindustrie. Das muss man leider so festhalten.

Chris

Ja, uns hat es nicht getroffen, aber es hat den Füt getroffen. Fyyd.de, der Christian Wettnarek, hat selbigen betrieben. Das war ein sehr wichtiges deutsches Podcastportal mit sehr viel Liebe und Handarbeit auch gemacht. Und also ich habe dann immer Christians Posts auf Mastodon verfolgt, wie er mal wieder irgendwelche, KI Slop-Geschichten da nicht reingelassen hat und so weiter. Also er hat das von Hand kuratiert und es war super, auch von den Features her, du konntest ja da eigene Feeds aus anderen Feeds zusammenbauen und so weiter. Wirklich gut. Jetzt ist der Christian gerade irgendwie erkrankt. Das heißt, der muss sich jetzt erstmal um sich selber kümmern und hat dann parallel dazu eine Abmahnung von der DPA erhalten für das Logo eines NDR Podcasts. Also ich weiß nicht genau, was da passiert ist, aber der hat natürlich, weil Podcastportal hat ja natürlich Podcastlogos da drin. Ganz klar.

Boris

Die werden zwangsläufig auftauchen, weil er natürlich da auch die Feeds ausliest und die Episoden ausliest.

Chris

Richtig und in dem NDR Podcast Logo war dann irgendwie das dpa-Logo drin offensichtlich und die dpa hat ihn dann abgemahnt, und das ist gerade nicht möglich sich darum zu kümmern, obwohl er da wahrscheinlich rechtlich okay dran wäre und mit Sicherheit auch, über die entsprechenden Kanäle Beistand bekommen würde, rechtlichen, aber der muss erstmal gucken, dass er gesund wird und das ist einfach, nichts, also macht er jetzt den Feed zu das Portal wird jetzt geschlossen wenn man einen.

Boris

Rechtsstreit machen musste, das Problem ist ja immer, Und derjenige, die oder der, die ja irgendetwas in Anführungszeichen Böses will, in diesem Fall hier sein Recht verteidigen möchte, hat halt die Möglichkeit, das ist relativ einfach noch, eine Abmahnung zu schicken. Und zwar gleich eine kostenpflichtige Note. So, das ist schnell gemacht, die ist geschrieben, da haben die gerade große Firmenagenturen, die Profis auch, haben halt da entsprechende Abteilungen dafür und dann ist das relativ schnell erledigt. Das wird automatisch auch passiert sein, da wird niemand genau hingeguckt haben, das ist einfach Schema F, die haben Suchmaschinen, da taucht irgendwas auf und dann geht das raus, zack, peng, fertig. Und wenn du jetzt als Empfänger von so einer Post dagegen vorgehen willst, dann hast du wirklich was vor dir. Dann darfst du nämlich, also selber machen kann ich schon mal gleich gar nicht empfehlen, da kannst du es eigentlich nur falsch machen. Also musst du dir erstmal anwaltlichen Beistand suchen und dann find mal irgendwie jemanden, der sich auch in diesem Bereich auskennt, weil einfach irgendein Anwalt aus dem nächsten Büro, das kannst du eigentlich auch nicht empfehlen, weil die fragen dann erstmal, was ist eigentlich ein Podcast? Das ist schon mal ganz schwierig. Du brauchst irgendjemanden, die oder der sich auch in diesem Bereich moderne, an Anführungszeichen, Medien auskennt.

Chris

Moderne Medien, Podcasts sind jetzt auch schon 100 Jahre alt ungefähr.

Boris

Aber du weißt es ja. Also du musst erst mal jemanden haben, die oder der sich mit sowas wirklich auch auskennt und dann bereit ist, was zu tun. Also wie gesagt, finde die Person erst mal, beschreib das Problem, dann lass die eine Antwort formulieren und dann schwingt immer so eine Kostennote mit. Klar, wenn du gewinnst, dann zahlt der Gegner das, es ist alles fein, aber wenn nicht, dann zahlst du das. Und das weißt du halt vorher nicht, wie es ausgeht. Und das ist scheiße. Und wenn du dann mental sowieso gerade angegriffen bist, das kannst du nicht machen. Und von daher verstehe ich, dass das er gesagt hat, auch wenn das keine horrende Summe war, die da aufgerufen wurde. Also es liegt auch mal im Auge des Betrachters, aber wir reden hier nicht von tausenden Euros. Aber dennoch, ich kann das verstehen, dass er sagt, ich habe auf diese Scheiße keinen Bock und hat das Ding erstmal zugemacht. Und das ist wirklich, wirklich traurig.

Chris

Weil, warum das jetzt bei uns hier gerade auf dem Fotopodcast landet, wir sind Mitpodcaster der ersten Stunde. Wir haben das Medium, als es neu war, haben wir uns da quasi sehr früh mit reingeklingt. Also, nicht umsonst sind wir der längste Fotopodcast hier im deutschsprachigen Raum. und, ja, das Medium liegt unserem Herzen, ist uns wichtig und solche Plattformen, die das dann verbreiten und die helfen, dass Leute das finden können, dass sie es benutzen können, dass sie es auch weitergeben können und so weiter, solche Plattformen sind wichtig und das, vor allem wenn das Indie-Plattformen sind und nicht jetzt die großen, also siehe Spotify und Co., dann ist das überlebensnotwendig für Podcasts. Deshalb ist das besonders bitter und besonders traurig, dass das jetzt nicht mehr ist. Hier, Rainer schreibt im Slack, ich habe euch über Fit entdeckt. Ja, siehst du?

Boris

Genau, war nämlich auch eine Suchmaschine, thematische Suchmaschine etc. Ja, genau. Das ist wirklich, wirklich schade. Also erstmal gesundheitlich alles Gute. Ich wünsche da gute Besserung. Ich verstehe das komplett. Über Mastodon hatte er auch einen Link geteilt, wo man dann ihn auch unterstützen konnte. Da habe ich natürlich auch sofort mitgemacht. Und ja, kommen erst mal wieder auf die Füße und dann mal schauen, wie es weitergeht. Vielleicht, schauen wir mal. Weil er sagt auch, da jetzt jemanden anderen mit an Bord zu holen, der jetzt hilft bei der Webseite, ist für ihn dann genauso mental belastend, weil du musst das alles koordinieren und steuern.

Chris

Ja, vor allem, wenn du ein Tool geschrieben hast, was du für dich alleine geschrieben hast, also von der Bedienerseite her, dann ist es völliger Blödsinn da jetzt, also du müsstest es umbauen auf der Admin-Seite.

Boris

Damit es irgendwie funktioniert. Also ich verstehe den Schritt komplett, aber man soll ja die Hoffnung niemals aufgeben, wir wissen ja, dass wir eine relativ große Reichweite hier haben und vielleicht ist ja irgendjemand dabei, der im NDR, irgendwie im Marketing oder in der Rechtsabteilung jemanden kennt oder in der DPA-Abteilung also beim NDR könnte man mal sagen, hey hier wegen des NDR-Podcasts hat der DPA hier FIT abgemahnt, oder wenn ihr jemanden bei der DPA kennt ich glaube nicht.

Chris

Dass das was passiert Ich glaube es nicht.

Boris

Aber man sollte ja niemals die Hoffnung aufgeben. Vielleicht kennt ja jemanden, der jemanden kennt, der dann mal sagen könnte, du, Das war jetzt irgendwie, das macht doch gar keinen Sinn, wenn das da irgendwo, im Podcast ausgespielt wird. Dann müsst ihr damit leben, wenn das irgendwo angezeigt wird.

Chris

Das wirst du der Rechtsabteilung dort nicht beibringen können.

Boris

Aber wahrscheinlich ist die Rechtsabteilung auch eine Rechtsabteilung, die sagt, was ist eigentlich ein Podcast? Der hat das Bild da angezeigt, das darf der nicht.

Chris

Ich habe übrigens gerade nach hinten geguckt, weil es gerade dunkler wurde. Und ich glaube, das ist ein Hitzeproblem. Ich habe hier so eine, für mein Kantenlicht, die habe ich hier so eine LED-Fläche da hinten.

Boris

Die hat also abgeregelt.

Chris

Die hat nicht abgeregelt. Ich werfe gerade mein Bild in den Slack. Sie ist zur Hälfte ausgefallen. Okay. Sieht toll aus, oder?

Boris

Die hat abgeregelt. Die hat einfach die Hälfte abgeschaltet.

Chris

Nee, guck doch mal, das ist noch nicht mal die Hälfte. Das sind einzelne LEDs, die da komplett fehlen und so.

Boris

Das ist ab Werk genau kalibriert, dass sie genau wissen, welche LEDs sind die wärmsten und die schalten wir dann aus. Das ist alles Absicht. Ganz klar. Also Stefan sagt, er hat den NDR angeschrieben. Die wussten von nichts. Weil es wahrscheinlich über DPA direkt gelaufen ist. Und der Justiziar wusste, was ein Podcast ist. Also immerhin.

Chris

Naja, aber wissen, was ein Podcast ist.

Boris

Aber beim NDR.

Chris

Weil der Öffentlich-Rechtliche abdenkt anders als Podcaster. Ja, die machen Podcasts, aber sie nutzen das Medium halt als Ausspielweg. Und Podcast ist ja nicht nur ein Medium, Podcast ist auch eine Kultur und so weiter. Manche Leute sagen, ich weiß Podcast, was Podcast ist und gucken sich dann auf YouTube Shows an, wo zwei Leute sich unterhalten. Und zwar nur das und darf keinen Audio-Ausspielweg haben, dann ist das für mich auch kein Podcast.

Boris

Und wie gesagt, wenn ich es richtig verstanden habe, der NDR hat ja nicht abgemahnt, sondern es war DPA. Wegen eines NDR oder bezüglich eines NDR-Podcasts.

Chris

Ist auch egal.

Boris

Ich meine nur nicht, dass wir hier in Shitstorm gegenüber NDR lostreten, weil NDR macht ja selbst Podcasts. Also die werden sehr wohl wissen, was das ist. Und die haben da auch ihre Finger natürlich nicht im Spiel. Es wäre jetzt eben nur vielleicht die Idee, wenn man da jemanden kennt, dass die auf DPA zu gehen, nach dem Motto, ihr habt für unseren Namen oder in unserem Namen oder wegen unseres Podcasts und hier no, no, no, no. Das ist, wenn überhaupt unser Fehler, dass wir hier ein Logo eingebaut haben, was wir nicht dürften oder so.

Chris

Egal.

Boris

Also irgendwie ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Chris

Das ist übrigens auch das Problem, warum ich auf kalender.happyshooting.de keine Bilder habe.

Boris

Ja, um diesen Mist gleich von vornherein auszuschließen.

Chris

Die ganzen Webpages mit den Ausstellungen, die da verlinkt werden. Wir verlinken ja Ausstellungsseiten.

Boris

Ja, klar.

Chris

Und viele dieser Seiten haben Open Graph Bilder. Also das, was du, wenn du eine Website auf Social Media sharest oder auch per Messages oder so, da wird ja noch ein Bild mit eingeblendet. Das definiert diese Website selber. Das nennt sich Open Graph. Und das könnte man jetzt ganz einfach nehmen und sagen, ja, nimm das Open Graph Bild und zeig es da an. Da hat man schöne Icons und so weiter. Es ist aber das Problem, dass natürlich in dieses Open Graph die Menschen, die diese Website betreiben, reintun können, was sie wollen. Das heißt, die können dann auch zum Beispiel ein Foto von einem Bild, was da ausgestellt wird, reintun. Das passiert auch ganz oft. Das heißt, du hast da plötzlich, keine Ahnung, in deiner Website ein Picasso.

Den du vielleicht da nicht reproduzieren darfst oder ein sonst wie geschütztes Werk, was du da nicht hingetan hast. Jetzt ist die Alternative zu sagen, ja gut, dann werden wir das auf unserer Webseite nicht runterladen und einbinden, sondern jedes Mal, wenn jemand auf unsere Webseite kommt, dann holt sich dessen Browser alle die Bilder von den ganzen Webseiten und dann hast du plötzlich eine... Herzlichen Glückwunsch. Dann hast du eine Website, die im Zweifel eine DDoS auslöst bei diesen ganzen Systemen. Es geht einfach nicht sauber, rechtlich sauber. Viele Ausstellungswebsites machen es aber trotzdem. Haben ganz einfach Bilder da drin. Da wird halt dann der Picasso und so weiter ausgestellt. Quasi auf der eigenen Website mit dem Beitrag zur Ausstellung. Und ich habe so das Gefühl, wenn man dann irgendwie groß genug ist, ist man plötzlich auch ein fettes Ziel und dann kommt eine Abmahnung.

Boris

Wo kein Kläger, da kein Richter. Du musst halt aufpassen, dass du nichts dpa-geschütztes drin hast, offensichtlich.

Chris

Und wir sind mit teilweise 400 und mehr Einträgen jetzt nicht mehr ganz klein, was unser Kalender angeht.

Boris

Nee.

Chris

Deshalb keine Bilder. Ich könnte, theoretisch, das Ding ist schon so weit vorbereitet. Ich könnte mit einem Knopf könnte ich es anschalten. Aber ich habe mich bisher ganz bewusst dagegen entschieden, Bilder reinzunehmen. Sorry. Wäre schöner, wäre angenehmer mit Bildern. Wäre besser zu navigieren und alles. Das hätte nur Vorteile. Bis auf die rechtliche Gefahr für uns. Naja, reden wir weiter, beziehungsweise zurück zur Fotografie. Willkommen im neuen Leica-Podcast. Wir wollen jetzt eine neue, also der Herr hier drüben, der möchte jetzt eine neue Kamera vorstellen. Und ich übergebe mal das Mikrofon an Herrn Nienke.

Boris

Ja, ich habe sie nicht, das schicke ich gleich mal voraus. Es geht um die SL3P. Von der SL3, da gibt es eben die SL3. Das ist das bisherige Flagship gewesen von Leica. Also spiegellose Kamera mit Autofokus, Videofunktion etc. Und Wechselobjektive. Und Wechselobjektive.

Chris

Ohne Wechselobjektive, SL mit Wechselobjektive.

Boris

Ja, genau. Also moderne Kamera halt. Und die SL3 war eben die große Variante mit 60 Megapixeln. und es gab auch eine SL3s. Das war dann, oder ich verwechsel die beiden jetzt hoffentlich nicht, das war dann die mit den 24 Megapixeln. Und jetzt gibt es eine SL3p. Und SL3p, normalerweise P bei Leica, zumindest bei den M-Modellen, eigentlich immer für dieses Professional mit irgendwelchen Spezialitäten und Extras und so weiter. Hier bei der SL3-Serie, Müsst ihr selbst entscheiden. Ich finde irgendwie, sie ordnet sich so ein bisschen zwischen die SL3S und die SL3. Gleichzeitig übertrumpft sie aber beide. Gucken wir mal, was wir hier haben. Wir haben also erstmal einen klassischen SL3 Body. Der hat sich auch nicht wirklich geändert, so von der Formgebung her. Sehr kantig, sehr schwer, aber sehr gut zu greifen. Ich hatte jetzt schon zweimal eine auch tatsächlich in der Hand.

Chris

Könntest du, bevor du erklärst, was die Kamera so kann, auch mal kurz gleich mal sagen, was die so kostet, dass man sich so von vornherein überlegen kann, ob man die haben möchte oder ob man es Interesse halber nicht anhört hat?

Boris

Ich habe die Preise nicht notiert. Also als Leica-Kunde sind die ja nicht mehr so interessant, diese Preise. Aber wir reden hier von Kameras, die so bei 6.000 Euro oder sowas anfangen, glaube ich, in der Größenordnung. Ich müsste es mal googeln, die SL3. Ich schaue mal parallel. Die SL3. Ab 6.000.

Chris

Steht hier.

Boris

Und die SL3, die normale?

Chris

Ähm, dann muss ich jetzt mal kurz ...

Boris

Die SL3S ist, glaube ich, die günstigere. Die SL3 Live-Recherche, damit wir gleich wissen.

Chris

6300.

Boris

Ja, okay.

Chris

Teurer. Wie gesagt, ich habe keine Recherche gemacht. Also don't ask me. Ich habe jetzt nur mal in den Suche eingegeben. Also bevor ich jetzt Quatsch erzähle.

Boris

Lasst mich das kurz suchen. Das habe ich tatsächlich nicht gemacht, weil ich im SL3-System noch nicht so wahnsinnig gut zu Hause bin. Also die SL3S wird tatsächlich die sein mit den geringeren Auflösungen. Da sehe ich hier Angebote so um 4600 Euro roundabout. Und die SL3 die sehe ich hier, mirrorless um 36 herum 5000, also wahrscheinlich je nach Zustand. Aber das ist so diese Größenordnung und die SL3P jetzt eben so um die 6000. Ja, und bei der SL3P liegen wir halt auflösungstechnisch genau zwischen den beiden bisherigen SL3s, nämlich mit 44 Megapixeln.

Da haben wir eben mehr als diese 24, aber eben weniger als die 60. Das habe ich gerade noch mal kurz nachgerechnet. Und für viele kann eben diese 44 ja auch durchaus mehr als genug sein, weil 60 Megapixel ist schon ziemlich krass. Habe ich bisher auch eigentlich mit hohem Interesse verfolgt, weil das dieser Sensor ist, der eben auch RAW in 18 und 36 Megapixeln machen kann. Das kann man sich dann eben einstellen. Und 60 klingt halt sehr faszinierend. Ich muss jetzt allerdings sagen, seit ich tatsächlich relativ viele Bilder gemacht habe mit der Leica M8.

Mit 11 Megapixeln, die aber eben ohne dieses Anti-Aliasing-Filter sehr, sehr kristallklar rüberkommen nach der Konvertierung, das ist schon recht beeindruckend. Also ob ich mit diesen 11 Megapixeln oder mit 20 Megapixeln von der R6 arbeite, macht auf die Motive, die ich üblicherweise fotografiere, keinen so wahnsinnig großen Unterschied. Und ob du jetzt mit 60 Megapixeln oder wahrscheinlich 44 Megapixeln arbeitest, das dürfte auch nicht so den wahnsinnigen Unterschied machen. Denn ob du hinterher irgendein Öffnungszeitenschild irgendwo weit weg im Hintergrund, ob du das wirklich klar entziffern oder nur erahnen kannst, welchen Unterschied macht das? Also das ist ja nicht dein Motiv. Der einzige Unterschied ist halt die Möglichkeit, extreme Ausschnitte zu machen. Das war ja für mich ein Argument, dass ich dann mit weniger Brennweite näher rankomme ans Motiv und dann noch eine gute Auflösung habe.

Das ist aber im Prinzip auch fast hinfällig, weil wenn etwas so weit weg war, hast du auch wieder viel Luft dazwischen und auch keine gute Komposition. Inzwischen bin ich da gar nicht mehr so geil auf 60 Megapixel. Und 44 halte ich für sinnvoll. Kleinere Dateien, schnellere Verarbeitung, weniger Platz für Backups. Also die Entscheidung finde ich tatsächlich gut. Der Autofokus, der ist hier deutlich überarbeitet worden bei der SL3P. Da hat man natürlich neuere Chips drin und neuere Algorithmen drin und so weiter. Und der soll eben deutlich besser sein. Also das Tracking, Autofokus im Video- und im Fotobereich soll deutlich zugelegt haben. Da gibt es hier in diesem verlinkten Video auch einen Actionfotografen, der das auch bestätigt. Wobei man eben sagen muss, besser als die bisherigen SL. Da hatte Leica auch immer Luft nach oben. Also ob sie jetzt auf dem Niveau von einer Canon R5 oder R6 sind oder einer aktuellen Sony A7R irgendwas, das kann ich nicht sagen. Das müssen andere Plattformen vergleichen. Ich habe die Kameras halt nicht zum Vergleich.

Ähm, das Display wird ein bisschen kritisiert. Es ist für fotografische Geschichte im Querformat sehr praktisch, weil es schwenkt nicht raus, sondern lässt sich eben ganz klassisch, herunterklappen, sodass du eben bei einer tiefen Position dann von oben aufs Display schauen kannst und von einer erhöhten Position, glaube ich, auch ein bisschen von unten. Aber wenn du jetzt hochkant fotografierst, kannst du dasselbe nicht tun. Also das Ding hat eben nur diese zwei Achsen zum Klappen, aber nicht wie bei einem Schwenk-Klapp-Display, dass du eben auch im Hochformat noch Vorteile davon hast. Das hast du hier eben nicht, sondern eher so wie wir es früher hatten, als die Displays mal beweglich wurden. Die Bedienung allerdings soll wieder gut gelöst sein. Also sie ist noch ein bisschen minimalistischer als die SL3-Geräte, das bisher schon waren. Also ein bisschen weniger Schalter und Knöpfe tatsächlich noch. Diese aber wohl relativ intuitiv bedient, was ich da so raushöre. Es gibt zum Beispiel auch keinen Ein-Aus-Schalter, sondern es gibt hinten einen Knopf. Und wenn du den lange drückst, dann geht es an oder es geht aus.

Und das Menü, also die Kamera ist voll auf Swipe-Bedienung tatsächlich auch ausgelegt, also ein schnell reagierendes Touch-Display. Und du kannst, wenn du eben dir das Menü anzeigen lässt auf der Kamera, kannst du durch Swipen zur einen oder zur anderen Seite umschalten zwischen Foto- und Videomodus. Also wieder eine Sache, wo du dir eine Taste oder einen Hebel sparst, weil das stellst du einfach ein Menü ein, swipes kurz zur Seite und dann hast du eben auch andere Menüpunkte in diesem Modus, wo du immer alles sehen. Es interessiert einem ja mal nur eines. Und das Menü selbst haben sie auch mehrstufig gelöst. Also es gibt eine Menü-Taste. Und wenn du draufdrückst, hast du dieses klassische Quick-Menü mit den essentiellen Einstellungen, auf die du schnell Zugriff haben willst. Drückst du nochmal den Menü-Button, dann kommst du eben in das klassische Menü mit allen Details. Also wozu mehrere Tasten haben, wozu eine Q-Taste und eine Menü-Taste. Also wieder eine Taste gespart. Und der Doppeltab tut eigentlich auch nicht wirklich weh. Ich finde das clever. war. Und ja, jeder Knopf, der noch da ist, da gibt es eben so ein paar unbeschriftete Knöpfe tatsächlich, was natürlich den minimalistischen Look noch erhöht. Und die Knöpfe kannst du selbst belegen, indem du ihn einfach lange drückst. Also Tap and Hold quasi. Und dann kannst du im Menü wählen, was du da drauflegen möchtest. Und so kannst du die Kamera eben zu deiner machen. Ganz nett. Tja, und.

Sie werben halt ganz groß damit und das wird hier im Video auch gesagt mit dem Wesentlichen, also das Wesentliche, Reduktion auf das Wesentliche. Das ist natürlich ein Claim, den kann man jetzt mitgehen oder ihn als Schwurbel abtun, aber ich denke, wenn man sich die Kamera anguckt, die ist wirklich, wirklich clean designt. Sogar der rote Punkt ist weg, das ist allerdings wieder sehr typisch für P-Modelle, dass eben kein roter Punkt drauf ist, sondern das Ganze mehr so im Stealth-Modus läuft und nicht schreit, Hallo hier, ich bin Leica.

Wobei wer sich ein bisschen auskennt, erkennt schon an der doch eher klobigeren Bodyform, dass das eine Leica ist. Und klobig meine ich hier nicht abwertend. Also die ist halt nicht einfach auf kleiner und kompakter getrimmt, sondern so, dass man sie auch mit größeren Händen gut packen kann. Und das ist für viele auch ein Kriterium. Ob du die Kamera, wenn du die ein paar Stunden im Einsatz hast auf einer Reportage, ob du dich verkrampfst in der Hand oder ob du sie entspannt tragen kannst. Ich habe das zum Beispiel früher an der Canon, an der 5D auch geliebt, dass die ein bisschen größer war vom Griff. Bei der R6 habe ich dann doch immer wieder die Not mal umzugreifen oder sie anders anzupacken oder wirklich loszulassen und um die Schulter zu hängen. Die 5D konnte ich den ganzen Tag in der Hand halten. Also das ist schon ein Unterschied. Ja und dieses Wesentliche, das ist eben das, was Leica hier hervorheben möchte, dass eben die Kamera sehr viel Technik und sehr viel Funktion bietet, aber du sollst sie nicht wirklich nutzen.

Nicht wirklich wahrnehmen. Sie soll dir nicht im Weg stehen, sondern sie sagen eben bei deiner kreativen Arbeit, du sollst dich auf deine Arbeit konzentrieren, auf das, was du damit machen möchtest. Und die Technik soll dich dann eben ganz intuitiv dabei unterstützen. Und das finde ich einen guten Ansatz. Ob das hier bei der SL3P noch mal besser gelungen ist als bei den SL3-Geräten bisher, das können jetzt nur diejenigen von euch beantworten, die da Klientel sind. Und dann einfach mal berichten. Wenn ihr sowas mal ausprobiert habt, würde mich interessieren. Ich bin allerdings, sagen wir mal, bisher nicht in der Zielgruppe für diese Kameras, weil ich habe eine sehr, sehr gute, moderne Kamera mit der Canon R6, mit der ich sehr, sehr zufrieden bin. Da sehe ich jetzt keine Not, in dieser Region auf eine Leica umzusteigen und noch mehr Geld auszugeben. Sollte ich Geld übrig haben, dann werde ich wahrscheinlich eher in meinen M-System zu investieren. Ja, so schaut das aus.

Chris

Mach ruhig. Tu ruhig.

Boris

Investiert hat ja auch Adobe. Adobe hat nämlich gekauft und zwar hat Adobe Topaz Labs eingekauft.

Chris

Und das haben die dringend notwendig gehabt, weil das Upscalen bei Adobe im Vergleich...

Boris

Topaz Labs kennen wir als KI-Tools. Die waren schon sehr früh dabei, sehr früh mit selbst trainierten Modellen für Upscaling, also eben Auflösung vergrößern von Bildern. Das war teils recht beeindruckend damals schon und ist auch immer besser geworden. Gigapixel, Topaz-Foto, das sind so die Geschichten. Aber Gigapixel hat hauptsächlich skaliert, Topaz-Foto macht noch mehr, macht noch andere Bildoptimierungen, Farboptimierung, also Farbanpassung, Weißabgleich.

Schärfung, Entrauschung und sowas, das ist alles in diesem Topaz-Foto drin und es gibt auch ein Videotool und so weiter. Und man muss diese Tools, also ich habe Topaz-Foto glaube ich, habe ich, man muss diese Tools schon auch immer mal wieder bremsen. Die können schon relativ viel, aber die Default-Einstellungen sind auch schon eher so gefühlt auf 11 gedreht. Da kommen dann schon sehr wachsmalerige oder sehr künstlerisch anmutende Ergebnisse bei raus. Da muss man schon immer mal die Regler ein bisschen zurückfahren und sagen, machen wir ein bisschen weniger von einem. Aber dann kommen da ganz spannende Sachen dabei raus. Ich hatte damals berichtet, dass ich ja versucht hatte, von meinen alten Schottland-Negativen selber abzufotografieren, also zu scannen und dann schöne Entwicklungen zu machen für eben Drucker auf gutem Papier. Und das habe ich dann aufgegeben, weil ich nicht in der Lage war, anständige Scans hinzukriegen, die besser sind, als die Bilder, die ich damals aus dem Labor hatte. Das Labor hatte mir damals auf CD eben JPEGs gemacht und die gefielen mir und gefallen mir immer noch von der Farbanmutung und der Schärfe am besten. Der Haken war nur, die waren relativ niedrig aufgelöst, weil zu der Zeit, wo ich das gemacht habe, Das war irgendwie 2002 oder davor.

Da hatte man nicht so hohe Auflösungen. Heutzutage ist das so gefühlt am Monitor eine Briefmarke. Aber ich habe das dann mit Topaz Foto tatsächlich hochskaliert. Musste auch ein bisschen rumfummeln. Hat ein bisschen gedauert, bis ich so die Einstellungen gut hinbekommen hatte. Und dann hatte ich sehr, sehr gute Ergebnisse, die mir deutlich besser gefallen hatten als das, was ich selbst abfotografiert hatte. Ja, also insofern, man kann damit schon was erreichen. Und ja, Adobe hat eben gesagt, dass sie die Modelle, die sie da eben von Topaz haben, in ihre eigene Software-Suite übernehmen wollen. Und ein Vorteil dabei könnte nicht nur die Qualität sein, wie du schon sagst, Chris, das Upscaling, das haben sie nötig. Aber ein Vorteil könnte auch sein, dass die Modelle lokal laufen oder lokal laufen können. Es gibt da relativ große Modelle, die lokal laufen. Und das ist natürlich auch eine Win-Win-Situation. Für die Kunden natürlich ganz angenehm, weil sie müssen keine Tokens kaufen und für Adobe einen Gewinn, weil sie müssen dann nicht einen großen Zoo an Rechner, zur Verfügung stellen. Auf der anderen Seite...

Chris

Sie müssen aber genügend RAM und Platte und so weiter haben, weil wir reden dann ja wieder von gigabyteweisen Modellen und so.

Boris

Ja, so groß sind sie nicht. Also sie laufen schon lokal. Dann natürlich nicht so schnell möglicherweise. Ja, aber ich bin gespannt. Ich meine, es ist natürlich auch ein Geschäftsmodell, aber ich hatte jetzt noch nicht den Eindruck, dass Adobe unbedingt auf das Geschäftsmodell setzt, die Rechenleistung zu verkaufen. Das fühlte sich so notgedrungen an, weil sie halt echt Kosten haben auf der Seite.

Chris

Im Moment hast du ja aber auch genau das Problem, dass die RAM-Kapazitäten von den ganzen großen KI-Brechenzentren weggekauft werden.

Boris

Es explodiert.

Chris

Und dann Adobe, das sich vielleicht einkaufen muss irgendwo und dann wird es wieder teuer. Also insofern kann ich es schon verstehen, aber es ist natürlich... Natürlich interessant, weil Topaz ist ein Profitool. Das wird von Menschen benutzt, die, also Menschen, die Topaz haben, um zum Beispiel abzuscalen und zu schärfen, die werden nicht Adobes Algorithmen dafür verwenden, weil die nicht so gut sind, die von Topaz. Das heißt, sie haben sich damit im Prinzip Expertise reingekauft und heute, wo Adobe sehr unter Druck steht von Canva, von allem möglichen anderen, bleibt ja nicht viel anders übrig, als da das Spiel auch mitzuspielen und sich selbst zu verbessern. Also das ist ganz gut, weil Adobe ja doch, ich sag mal, recht konkurrenzlos, sein Monopolistendasein fristen konnte. Mittlerweile ist der Adobe Börsenkurs wieder so weit unten, dass man schon deutlich sieht, dass die kämpfen. Und Konkurrenz belebt das Geschäft, ganz offensichtlich hier.

Boris

Ja, aber blöderweise ist es eben so, dass Topaz war halt ein Mitbewerb in diesem Bereich, in diesem speziellen Bereich. Und es ist jetzt natürlich schade, wenn Adobe das aufkauft, dass da ein Mitbewerber einfach mal so entfällt.

Chris

Richtig.

Boris

Das ist halt wirklich, also grundsätzlich, ich verstehe die Entscheidung von Adobe. Das ist für Adobe sicherlich ein sinnvoller Schritt. Aber mir blutet so ein bisschen das Herz, weil das war halt wirklich ein starker Spieler am Markt, der sehr bekannt war. Wenn man an sowas gedacht hat, ist einem sofort Topaz eingefallen. Ich bin mal gespannt, was jetzt mit den Topaz-Lizenzen passiert. Aber wie gesagt, ich habe ja eine. Mal gucken, wie das damit weitergeht.

Chris

Sie sagen, dass Sie erst mal weiterhin diese Software auf der Website unabhängig laufen lassen. Aber das ist die Frage, wie lang. Immerhin scheint es hier so zu sein, dass nicht einfach nur ein Wettbewerber weggekauft wird und der verschwindet dann in der Versenkung, was ja oft genug passiert, sondern sie wollen die Algorithmen haben, das heißt sie wollen die Technologie haben, weil sie die brauchen also insofern wird was von Topaz weiterleben, dumm, dass es dann hinter der Adobe Paywall stecken wird.

Boris

Das könnte halt passieren, dass sie eben sagen, ja eine Weile läuft das noch weiter, dann wird es wahrscheinlich irgendwann auslaufen und keine Updates mehr geben, ich spekuliere jetzt wild, hat keiner gesagt. Und dann wird es wahrscheinlich so kommen, dass wenn sie es noch als eigenständiges Produkt weiterlaufen lassen, dass es dann wahrscheinlich in der Creative Cloud irgendwo aufgeht. In irgendeinem dieser Abo-Modelle. Mhm. Das ist so ein bisschen meine Befürchtung, die ich da gerade habe. Schauen wir mal, was tatsächlich passieren wird. Aber da werden wir wahrscheinlich, also wie ich diese Aufkäufer so kenne, werden wir jetzt mal mindestens ein halbes Jahr, dreiviertel Jahr abwarten müssen, wie sich das entwickelt.

Chris

Logisch, dieser Deal wird auch nicht vor Ende des Jahres durch sein. Das ist jetzt nicht so, dass die jetzt shoppen waren und alles ist gut, sondern das muss ja alles noch durch. Ich glaube, das ist noch nicht mal von der Kartellbehörde genehmigt worden. Also im Zweifel kann das sogar noch abgesägt werden.

Boris

Was ich nicht glaube. Einmal kurz durch den Drive-In. Guten Tag, Ihre Bestellung bitte. Ja, ich hätte gerne einmal Topaz Labs komplett mit Soße und mit Schaf. Dankeschön. Sehr schön, dann fahren Sie bitte zum Fenster 1.

Chris

Erinnerst du dich an das Legacy Survey of Space and Time?

Boris

Legacy Service?

Chris

Legacy Survey of Space and Time, LSST.

Boris

LLST, ja.

Chris

LSST, ist klar, oder?

Boris

Natürlich.

Chris

Vera Rubinstein Observatory. Das Observatorium mit dieser Kamera. Du erinnerst dich vielleicht an diese Kamera, die 3,2 Gigapixel aufhängt.

Boris

Ja, ja, ja.

Chris

Die da installiert wurde. Also großes Objektiv. Das ist kein Teleskop in dem Sinne, sondern das ist eine fette Kamera mit hinten so diesen ganzen Teils. Mit so einem R-A-A-Sensor dahinter. Mit einem riesen Area, also wie gesagt, 3,2 Gigapixel, dass diese Kamera mit einem relativ weiten Blickfeld vom Himmel aufnehmen kann. Das haben wir so ein bisschen begleitet in unserer Space-Ecke, weil es halt fotografisch auch ist. Also das Ding sieht aus wie ein ganz normales Objektiv, ist aber so groß, wenn du da guckst, wie groß das ist. Also da steht eine Person daneben, das ist so hoch wie ein Mensch.

Boris

Ja, irgendwie so zwei Meter oder so roundabout.

Chris

Und das kann diese 3,2 Gigapixel halt bang in einem Schuss quasi aufnehmen. Oder 40 Sekunden, alle 40 Sekunden gibt es ein neues Bild. Da müssen ja unglaubliche Mengen an Daten abtransportiert werden. Und das ist jetzt offiziell in Betrieb gegangen. Das steht in Chile.

Boris

Oh, jetzt? Ich hätte gedacht, das läuft schon längst. Okay, krass.

Chris

Nein, das haben die aufgebaut und getestet und was weiß ich, vorbereitet. Das geht jetzt in Betrieb und zwar für zehn Jahre. Und, das Abgefahrene daran ist, dass das nicht einfach nur jetzt Bilder vom Himmel macht, sondern dass das alle 40 Sekunden ein neues 3,2 Gigapixel Bild vom Himmel macht. Da entstehen 10 Terabyte jede Nacht und, die haben im Testbetrieb in sechs Wochen, das ist das Interessante, du hast normalerweise ein Teleskop und damit machst du ein Foto, also ein Teleskoppild und dann hast du aber erstmal das Bild und fertig, jetzt können die quasi einen Film drehen.

Boris

Das ist Wahnsinn, ja.

Chris

Also du brauchst ja, um irgendwas zu sehen, was sich bewegt, in der Regel dann doch irgendwie zwei oder mehr Bilder.

Boris

Ja, so machen sie das ja auch bei der Asteroidenerkennung, dass sie halt mehrere Bilder von derselben Stelle machen und dann immer so Ping-Pong gegenüberstellen.

Chris

Und, genau das machen sie damit. Asteroiden erkennen und finden, die ja teilweise früher halt von Hobby-Astronomen noch so gefunden wurden. Im Testbetrieb hat das Ding innerhalb von sechs Wochen 11.000 neue Asteroiden gefunden. Darunter 33 erdennahe Objekte.

Boris

Ja, Wahnsinn.

Chris

Die vorher nicht bekannt waren.

Boris

Ja, Wahnsinn.

Chris

Und da geht es natürlich darum, dass, Vorsicht, hier kommt was auf die Erde zu. Also du musst ja sowas möglichst früh erkennen. Bisher war das eher Zufall. Hier wird es eher systematisch gemacht. Ja, krass. Also es geht, um die Möglichkeit, dynamische kosmische Ereignisse in nie zuvor gesehener Detailtreue zu dokumentieren und zu analysieren. Und das geht nur, weil diese Kamera alle 40 Sekunden ein Bild macht. Es ist wild, oder?

Boris

Es ist wild.

Chris

Das heißt, wenn die in sechs Wochen 33.000, neue Asteroiden gefunden haben, dann werden wir jetzt mal schauen, was für ein Zoo das da oben jetzt wirklich ist. Weil das wissen wir bisher halt noch nicht wirklich.

Boris

Ja, faszinierend finde ich ja immer, dass wenn sie so ein paar Aufnahmen haben und dann haben sie so ein kleines Wackelbild und sehen dann so, okay, das ist so. In diese Richtung bewegt sich dieser Punkt, dass sie dann daraus auf die Umlaufbahn schließen können. Also das finde ich auch immer schon sehr faszinierend. Aber gut, da bin ich nicht so dran.

Chris

Das ist ja Brot und Butter für die Astronomen.

Boris

Ja, offensichtlich.

Chris

Natürlich hat das Ding noch andere wissenschaftliche Ziele, sogar die Hauptziele. Das geht um die Untersuchung von dunkler Energie, dunkler Materie, Entdeckung neuer kosmischer Phänomene. Wir wissen ja, dass da oben viel mehr ist, als man eigentlich glaubt. Man sieht es nur nicht. Und da können natürlich die Bewegungen von Dingen Ausschluss drüber geben, ob das jetzt irgendwo überall gleich ist oder ob sich das an manchen Stellen häuft und so weiter.

Boris

Meine Theorie dazu übrigens, ihr habt sie hier zuerst gehört, ist ja, dass es dunkle Materie ja gar nicht gibt, sondern dass es mehr Dimensionen gibt, als wir wahrnehmen. Und in den anderen Dimensionen sind eben Dinge, die Einfluss nehmen auf unsere. Als ob ein Magnet oder ein Kräftefeld oder sowas aus einer anderen, Dimension eben da ist, was interagiert, ganz normal aber wir nehmen es halt nicht wahr und sehen es nicht also das ist meine Theorie und wenn das mal irgendwelche führenden WissenschaftlerInnen sagen, hier habt ihr es zuerst gehört.

Chris

Jetzt wissen wir auch warum Boris Nienke podcastet und nicht Astronom geworden ist.

Boris

Mich fragt ja keiner.

Chris

Du schaust zu viel Dr. Who wahrscheinlich liegt es daran.

Boris

Ich bin mir sehr sicher.

Chris

Dass das ist. Alle astronomisch gebildeten Menschen, bitte alle in die Kommentare.

Boris

Alle Phänomene und Erscheinungen kann ich damit erklären. Zum Beispiel übrigens auch im, na gut, wir sind ja nicht der Physik-Podcast, sondern an einer anderen Stelle passieren. Die kleinsten Teile, wo sie immer sagen, die tauchen auf aus dem Nichts und verschwinden wieder. Ja, die tauchen nicht auf, sondern die wandern eben durch die andere Dimensionen durch. Und dann sind sie bei uns plötzlich sichtbar und dann verschwinden sie wieder. Weil sie halt in einer anderen Ebene. Stell dir vor, stellt euch, Ich sag zu viel.

Chris

Dr. Hu. Schreibt es uns in die Kommentare, schickt uns Infos über happyshooting.de was ihr da so dazu wisst. Hier gibt es was Neues, Interessantes.

Boris

Keiner nimmt meines Theorien ernst. Ich prangere das an.

Chris

Doch, ich nenne das total ernst. Du hast recht.

Boris

Siehste, so nämlich. Ich danke.

Chris

Fusion Getty Shutterstock.

Boris

Und noch eine Fusion. Ja, wurde groß angekündigt.

Chris

Die wurde groß angekündigt. Wir haben ja von 3,7 Milliarden Dollar Kaufpreis geredet. Also Getty hätte Shutterstock gekauft. Das Ganze ist auch irgendwie in den USA quasi schon durchgefunden worden. Also können es auch machen, ist gut. Aber es gibt ja nicht nur dort diese Behörden, sondern, es gibt auch die UK und die UK hat gesagt oder UK Watchdog hat gesagt, nee, nö, finden wir nicht so gut, weil es dann doch irgendwie mit Competition und Markt, macht und so weiter ein bisschen schwierig wird und, ihr dürft das machen, wenn ich es richtig verstehe, wenn ihr euer redaktionelles Business da, dann verkauft dafür und, Also da, wo News gemacht werden und so.

Boris

Okay.

Chris

Und jetzt scheint es so, als ob dieser Deal abgesagt wird. Also wir reden von einem 3,7 Milliarden Dollar Merger, der jetzt wohl abgesagt wird. Nachdem diese News rausgekommen ist, ist erstmal der Getty-Börsenkurs um 8% eingebrochen. Shutterstock noch viel mehr. also dieser Artikel, der ist jetzt von heute und der Shutterstock Börsenpreis, der ist warte mal, 30% heute gefallen und übers Jahr gesehen sind es jetzt schon 48%. Also das Ganze ist, ich verstehe das ja alles nicht.

Boris

Ich kenne den Börsenkurs von vor der Ankündigung nicht, wenn er jetzt einfach nur auf das Niveau wieder zurück pendelt, dann ist ja alles fein.

Chris

Ich kann das nicht sagen.

Boris

Es ist eh kein echtes Geld.

Chris

War die Beendigung dieser Fusion für den 6. Juli geplant und jetzt haben sie wohl relativ kurzfristig gesagt nö, machen wir nicht ähm ja, ja ich weiß jetzt nicht was das mit uns zu tun hat, also ob uns das in irgendeiner Form beeinflussen wird oder nicht, aber ja, es ist glaube ich erwähnenswert zumindest.

Boris

Tja hat halt mal jemand drauf geguckt, hat gesagt, das wird zu groß.

Chris

Keine Ahnung, was da und warum da, aber gut.

Boris

Ist denn die neue Kamera groß?

Chris

Ja, ist sie. Also ich habe sie hier gefunden, und du bist ja immer ganz heiß auf neue Gadgets und so. Und da gibt es jetzt eine neue Kamera von, halte ich fest, Godox.

Boris

Die machen ja sonst eher Blitze. Also, da kannte ich sie. Haben sie jetzt eine Kamera in den Blitz eingebaut? Also nicht mehr den Blitz auf die Kamera, sondern die Kamera auf den Blitz?

Chris

Nee, haben sie nicht. Sie haben eine Kamera gebaut in einem neuen, interessanten Formfaktor.

Boris

In einem Blitzgehäuse?

Chris

Nein.

Boris

Auch nicht.

Chris

Hier ist sie, die Godox C100.

Boris

Okay, das sieht so ein bisschen aus wie so ein alter iPod Nano oder sowas.

Chris

So in der Form ungefähr, nur dass das, was du da als Fenster siehst, tatsächlich auch ein Fenster ist. Du guckst da durch. Stell dir so einen alten iPod Nano vor und das Display ist durchsichtig.

Boris

Ja, also einfach ein Loch am Gehäuse, wenn du so willst.

Chris

Ja, nicht ganz, sondern das ist ein Display, das siehst du also quasi irgendwie so einen Rahmen.

Boris

LC-Christals eingeblendet wie diese alten Computerspiele, die man so hatte.

Chris

Richtig, da siehst du also dann hier Batterie und Einstellungen und so weiter und vorne hast du unten hast du dann so einen Knopf und damit fotografierst du und du schaust dann also quasi, der Sucher ist quasi dieses Fenster, durch das du durchschaust.

Boris

Aber nicht wirklich, oder? Da ist doch wahrscheinlich dann eine normale Handylinse irgendwo, die dann das Foto macht und...

Chris

Ja, also man sieht auf den Fotos, hier siehst du es, dass oben über diesem Fensterchen so ein kleiner schwarzer Doppel ist.

Boris

Da hast du die eigentliche Kamera, okay.

Chris

Da ist also keine große Kamera drin, sondern das ist eine kleine, also Minikamera quasi. Und ich bin mir auch nicht ganz, also jetzt überlegt man sich natürlich so als Nerd, denkst du jetzt, Moment mal, Parallaxe und so.

Boris

Ja und wie weitwinklig ist es denn? Wie nah vor die Nase hältst du es denn?

Chris

Also Kimme und Korn funktioniert ja nur, wenn beides da ist, Kimme und Korn. Das heißt, du musst ja irgendwo das Auge an einen fixen Punkt bringen, damit du dann auch den richtigen Bildwinkel hast, der sich durch den Abstand definiert. Und die richtige Richtung, also die Parallaxe keine Rolle spielt. Und in diesem Fall ist das halt wohl ganz offensichtlich nicht so und dann dachte ich schon so, boah, da ist sicher irgendwie fette Technologie drin, die gucken, wo dein Auge ist und so und schauen dann, dass das quasi das Bild so verschoben wird, dass das dann mit deinem Auge übereinstimmt. Dann habe ich den Preis gesehen.

Boris

Die Entfernung messen anhand der Entfernung zum Auge und dann mehr zoomen und so, nein, nein, glaube ich nicht.

Chris

Nee, ist es mit Sicherheit auch nicht so, also der Preispunkt ist dann tatsächlich erstaunlich, nämlich 29 Dollar.

Boris

Ja, okay, alles klar.

Chris

Und damit ist es halt eindeutig, im Bereich des Spielzeugs gelandet.

Boris

Hochauflösende Game Boy Kamera quasi.

Chris

Ich hab jetzt, also sie werben damit, dass das Avantgarde Design Fenster hier 50% Lichtdurchlässigkeit hat, also das ist ein Flüssigkristall, der hat halt, wenn er durchsicht wichtig ist, schluckt er halt Licht.

Boris

Fehlt halt die Spiegelgeschichte dahinter, aber guck's halt durch.

Chris

Genau. Also hier, das wird mehrfach in dem Artikel, die Lichtdurchlässigkeit beträgt 50%. Das Display zeigt Belichtungsinformationen, aktuellen Rahmen. Also du kannst da wohl auch irgendwie zoomen, da wird der Rahmen größer und kleiner, wenn ich das richtig verstehe. Die Batterielaufzeit, du kannst Aspect Ratio verstellen, 6 zu 9, 4 mal 3, 3 mal 2, 1 zu 1.

Boris

Also wie bei APS-C Analogkameras den Crop-Faktor wählen.

Chris

Genau, das Ding kann...

Boris

Wird geschnitten?

Chris

Ja, natürlich wird es geschnitten. Das Ganze unterstützt bis zu 128 GB Micro SD.

Boris

Ah, in SD-Karte, okay.

Chris

Kann anderthalb Stunden Video aufzeichnen. Hat USB-C für Daten und Strom, also du kannst das da auch noch laden. Ich glaube auch die anderthalb Stunden sind zwar theoretisch möglich, aber ich vermute, dass die Batterie da drin auch nicht so lange durchhält.

Boris

Aber du ganz ehrlich für 30 Dollar oder was das jetzt waren das.

Chris

Sieht doch cool.

Boris

Aus das Ding.

Chris

Das sieht erstmal natürlich das ist cool mit dem Ding du wirst wahrscheinlich halt lernen müssen dass du es gerade hältst und nicht irgendwie von der Seite rein gehst ja natürlich, für 30 Dollar würde ich mir das auch holen tatsächlich das ist wohl in Japan erstmal raus ich würde es mir für 30 Dollar das ist doch ein Gag ist doch toll.

Boris

Ist doch ein witziges Ding, genau. Ist so eine kleine, wahrscheinlich auch noch etwas ältere Handykamera da drin. Macht halt klassische Weitwinkelfotos und fertig.

Chris

Kannst du mal nebenher googeln, obwohl das ja jetzt keine Rolle spielt, aber was das für eine Auflösung hat, das Ding? Ich glaube, dass ich kann es nicht sagen. Die Preview-Bilder scheinen so zwischen 320 und 570 Kilobyte zu haben. Also Auflösung ist, glaube ich, nicht bekannt. Kann nicht wirklich groß sein. Und wie gesagt, 199 Yen, ungefähr 30 US-Dollar. Was das auch immer hier macht, aber, es ist ein Spielzeug.

Boris

Also man weiß es nicht genau, wie viel. 320 Kilobyte, 500 Kilobyte. Ja, meine Güte, lass es irgendwie 2, 3 Megapixel sein. Wenn überhaupt.

Chris

Ich nehme an, da ist ein kleiner Standardsensor drin.

Boris

Wenn der Video macht, vielleicht macht er halt 2 Megapixel HD-Auflösung. Und dann war es das.

Chris

Da ist wahrscheinlich so eine umgebaute Dashcam oder sowas drin. Ist ja auch egal. Also das hat einen echten, also ich haben will, ich will das Ding haben, auch einfach nur, weil es lustig ist und weil das das Thema Fotografie nochmal so ein bisschen, ich weiß auch nicht, ich finde das cool, so ein Fenster zum Durchgucken. Du musst halt überlegen, welches Auge du nimmst, weil sonst hast du vielleicht, wenn du beide Augen auf hast, kriegst ja vielleicht Stereobilder, ich weiß es nicht. Das wär's doch noch, oder?

Boris

Ist jedenfalls lustig. Soll übrigens auch als, Belichtungsmesser funktionieren. Zeig dir auch noch, also kannst du es so benutzen, weißt du, wie die iPhone-Apps, die es so gibt, um halt eine Belichtungsmessung für deine Analoge zu machen. Dadurch, dass er eben die Daten hier anzeigt mit ISO-Wert und Blendenwert.

Chris

Dann ist es aber, dann ist es aber für, wenn das präzise genug ist.

Boris

Dann wird es ja tatsächlich... Das wird ganz präzise sein, natürlich. Ey, machst du das nicht lustig? Mach ich nicht.

Chris

Das ist Godox, hallo?

Boris

Images, Auflösung 1,3 Megapixel.

Chris

1,3 Megapixel?

Boris

Ah, Moment. Nee, das ist die Escura-Version.

Chris

Das wäre ein bisschen wenig, oder?

Boris

Escura Instant Snap hat 1,3 Megapixel. Hm, hm, hm, hm. Damit vergleichen sie das so ein bisschen. Naja, aber es wird sich so in dieser Größe. Also erwarte jetzt nicht irgendwie 8 Megapixel oder sowas.

Chris

Toi, toi, toi, toi.

Boris

Ja, aber Design gefällt mir. Ist schick.

Chris

Ja, ich würde auch sagen, hey.

Boris

So ein Stück Seife zum Durchgucken halt.

Chris

Spielzeug. Ja, so ein iPod zum Durchgucken. Das ist endlich dieses, es gab doch mal diese Gerüchte-Serie, dass irgendwie ein neues iPhone, ein transparentes, durchsichtiges iPhone auf den Markt kommen sollte.

Boris

Ja.

Chris

Vor einigen Jahren war es mal so ein Ding und das ist quasi, das ist wahrscheinlich von Apple so ein Testballon unter der Marke Godox. Ey, wir haben hier Objektive umgebaut im Haus.

Boris

Ja, habe ich wohl verfolgt eure Fotos. Ich war schwer überrascht, als ich den finalen Umbau gesehen hatte. Ich hatte das Größenverhältnis komplett unterschätzt.

Chris

Also ich erkläre mal ganz kurz, worum es geht. Pass mal auf, ich mache mich mal kurz größer hier. Das hier ist ein Großformat-Objektiv.

Boris

Das muss jetzt für alle Hörerinnen beschreiben.

Chris

Ich erkläre das jetzt. Hat in der Mitte eine Platte, die ist in diesem Fall aus Carbon, die gibt es aber auch aus Holz und Metall. Die ist quadratisch oder ungefähr quadratisch und hat erstmal keine besonderen Features und das Großformat-Objektiv besteht aus zwei Hälften, beziehungsweise eigentlich aus drei Teilen. Du hast einen vorderen Teil, der quasi eben nach vorne zeigt. Du hast einen hinteren Teil, der in die Kamera rein zeigt. Die sind in der Regel einigermaßen symmetrisch. Und dann hast du dazwischen noch den Verschluss. Und dieser Verschluss, der macht dann, Das ist dann Spannen mit einer Feder und Auslösen.

Boris

Und das Konstrukt sieht so ein bisschen aus wie so eine Sanduhr oder so.

Chris

Genau. Und da stellst du quasi dann die Belichtungszeit ein und die Blende an diesem Verschluss und das war jetzt eine halbe Sekunde. Und das ist so klassisch Großformat. Die gibt es in verschiedenen Größen. Je nach Kamera sind diese Platten unterschiedlich groß.

Es gibt so ein paar Standards, die sich rauskristallisiert haben, zum Beispiel von Toyo also diese Kamera, die Moni hat, die Chamonix, die ist kompatibel mit der Toyo-Platte und, man kann sich die aber auch im Zweifel, wenn man möchte, mit einer Laubsäge zusammensägen, aussägen und das ist dann relativ, wurscht, also es ist nicht so wie ein Kamerabajonett, wo dann quasi irgendwie, Nasen und Wülste dran sein müssen. Es gibt Kameras, wo diese Platte noch so eine Auskerbung hat. Da hat die Kamera ein entsprechendes Stöpsel an der Stelle, dass man dann so, ein bisschen so einen Bajonettversuch gibt es. Aber in der Regel sind ganz normale simple Platten. Die können aus Sperrholz sein, aus Metall, aus Carbon, aus was weiß ich auch immer. Und Moni hat sich ein ein weitwenkliges Objektiv gekauft für ihre Großformat, nachdem wir in Stralsund waren vor diesen Müttergebäuden, von diesen Betonschalengebäuden, haben wir darüber erzählt, weil das dann doch mit ihrem Objektiv, ich kann jetzt nicht genau sagen, was sie hat, aber es ist glaube ich ein Nikon.

Was keinen allzu großen Bildkreis hat. Also der deckt schon diese Diagonale von ungefähr 15 Zentimetern in einem Großformat-Kamera deckt das schon ab. Aber jetzt bist du mit so einem Weitwinkel natürlich... Gezwungen zu shiften, weil gerade vor Gebäuden, wenn du da die Kamera kippst, dann hast du halt diese stürzenden Linien, wo dann irgendwelche vertikalen Parallelen nicht mehr parallel sind, sondern zusammenlaufen und das sieht nicht aus in der Architektur. Das heißt, du willst die parallel halten. Das heißt, die Kamera habe ich mit der Wasserwaage ausgerichtet und dann schiebst du die Frontstandarte und wenn du diese Frontstandarte parallel verschiebst, dann ist halt irgendwo dann das Ende vom Bildkreis erreicht und dann hast du auf deinem Film nachher so dunkle Ränder. Und genau das ist ihr passiert. Und das hat sie nicht gesehen, weil das Objektiv, was sie da hatte, das war dann doch ein bisschen... Ja, nicht so ganz so lichtstark, vor allem mit dem Sonnenlicht drumherum.

Boris

Das war ja auch knallhell.

Chris

Als ihr da unterwegs war. Es war knallhell, es war pralle Sonne. Und sie hat das einfach, mir wäre das genauso gegangen, auf der Mattscheibe nicht ganz klar gesehen, wo dieser Bildkreis aufhört. Also hat sie hinterher ihre Großformatbilder dann halt beschneiden müssen, weil das nicht ausgesehen hat. Da bricht einem schon so ein bisschen so ein Zacken aus dem Krönchen. Das ja das ist schon das geht an die Ehre geht das und dann hat Moni sich umgetan und hat erstmal geschaut was gibt es denn für großformatige, Weitwinkelobjektive es ist dann bei einem Schneider ich glaube Schneider Kreuz nach Super Angolon XL 67mm gelandet, wenn ich mich nicht täusche aber es ist auf jeden Fall eines dieser Objektive, die man haben will, wenn man weitwinklig arbeitet, weil das einen großen Bildkreis hat.

Boris

Ja, vor zwei, drei Sendungen war sie ja hier. Da hatte sie ja erzählt von der Fototour und dass sie da was ins Auge gefasst hat und ich war ganz überrascht. Irgendwie schon ein paar Tage später sagt sie, oh, ein Objektiv im Zulauf.

Chris

Ja, so wie bei dir die Leikas, weißt du?

Boris

Hat sich einfach ergeben.

Chris

Das ist genau so. Zack. Und dann kam das tatsächlich und wie gesagt, ich zeige ja noch mal diese Plattengröße, man sieht sie auch im Bild, also die ist so 10 Zentimeter, aber ich kann es abmessen, ich habe hier ein Maßgerät. Diese Platte ist 9,5 Zentimeter auf knapp 10 Zentimeter ungefähr. Und, jetzt kam das auf einer Platte, zwar mit dem richtigen Loch, weil da gibt es auch noch verschiedene Lochgrößen. Ich glaube Copal 0. Und das war so eingebaut in eine Platte, aber die Platte, die war halt irgendwie, Nicht so groß, sondern irgendwie so groß. Also ganz eindeutig war das vorher halt auf einer Kamera. Für 8x10 war das und nicht für 4x5. Weil die den Bildkreis abdecken kann. Also der Bildkreis ist enorm für so einen Weitwinkel. Ja, und dann haben wir das mal zerbastelt. Also sprich umgebaut. Und das ist das Schöne bei Großformat.

Stell dir vor, du hast einen Spiegelreflex, du hast ein Sony-Objektiv. Das passt nicht auf deine Canon oder auf deine Leica. und jetzt willst du da irgendwie das Bajonett umbauen oder so. Ist 4x5 Volker, ja. Das geht natürlich nicht. Das kannst du nicht machen. Hier brauchst du einfach eine passende Platte. Die hatte Moni noch. Mit dem richtigen Loch hatte Moni. Und dann machst du folgendes. Dann nimmst du dieses Objektiv. Ich mach dich ruhig mal kurz. Ich mach mal ein bisschen größer. Pass mal auf. Dann nimmst du dieses Objektiv und dann schraubst du auf der Rückseite den Objektivteil ab. Die sind nämlich einfach nur aufgeschraubt und wenn du das ordentlich abgeschraubt hast, dann kannst du das abnehmen. Da hast du den Hinterteil vom Objektiv. Hier ist der Verschluss zu sehen. Das ist noch so ein kleiner Distanzring. Das ist einfach für die Kalibrierung quasi ein sogenanntes Schimm. Und ich lege das mal auf die Seite. Und jetzt hast du hier so ein Ring, der um dieses um diesen Teil vom Objektiv drum geht und diesen Ring den kannst du mit dem passenden Werkzeug aufschrauben, weil der ist einfach auch nur aufgeschraubt und zwar mit einem, Objektiv-Schlüssel.

Boris

Das hat so Schlitze. Das ist quasi wie ein Schraubendreher, nur mit einer sehr, sehr langen Schlitz. Oder in diesem Fall hast du so einen geteilten Schlitz.

Chris

Schraubenzieher mit zwei Schlitzen, die du einfach in der Größe hier aufmachen kannst. Kannst du dann hier mit der ganz einfachen Flügelschraube festmachen. Und dann brauchst du einfach nur noch zwei von diesen Schlitzen. Also du musst es so einstellen, dass es auf diese zwei Schlitze passt. Und dann kannst du damit diesen Ring aufdrehen kannst ihn wechseln, kannst es auf die andere Platte tun, den Ring wieder aufschrauben und gut ist. Das ist relativ simpel. Muss dann noch gucken, dass das quasi richtig rumgedreht wird, also dass du dass du Bedienelemente, du hast ja diese Spannhebel, du hast einen Hebel für die Blende, du hast einen Auslöser und so weiter. Die sollen ja an der Stelle sein, wo sie hingehören, weil du möchtest ja möglichst, bei allen Objektiven das ähnlich haben, dass du nicht jedes Mal mal den Drahtauslöser von unten, mal von der Seite, mal von oben rein machen musst. Ja, und dann haben wir das eben umgebaut und das ist dann auf dieser Kamera, das hat auf den Fotos erstmal nicht so groß ausgesehen. Wir saßen davor, wir haben schon gesehen, wie groß das Ding ist.

Boris

Ja.

Chris

Das Ding ist so groß. Wir sehen hier die Chamonix. Normalerweise kannst du halt locker die komplette Platte sehen, wenn da ein Objektiv drauf ist. In diesem Fall ist halt die halbe Platte nicht mehr da, weil das Objektiv so und dermaßen großen Teller vorne hat. Auch gewichtstechnisch ist das ordentlich. Das heißt, du musst jetzt aufpassen, dass du auch alle Schrauben ordentlich anziehst, damit das Ding nicht irgendwann runterrutscht. Ja, und jetzt müssen wir mal gucken, wo wir das nächste Mal fotografieren gehen, wenn das Wetter ein bisschen kühler geworden ist, weil das willst du jetzt bei 40 Grad nicht tun, unter so ein schwarzes Tuch verschwinden und dir deine Hirnzellen wegbrennst.

Boris

Aber diese Größe von diesem Objektiv, das ist der Hammer. Wie gesagt, du hattest die Fotos ja gezeigt oder Moni hatte, glaube ich, gepostet. Und auf der ursprünglichen Platte, was ich nicht wusste, ich hatte natürlich im Kopf, dass ihr 4x5 habt und hatte schon das Objektiv gesehen. Und ich hatte schon den Eindruck, na, das ist aber schon auch ein großes Objektiv. So rein so von, aber mir noch nichts Großes dabei gedacht. Und dann hast du geschrieben oder sie war es, dass ihr umgebaut habt und dann das Foto mit dieser 4x5-Platte. Ich denke, wo ist die Platte? Was für ein Monster. Wahnsinn. Also da bin ich auch echt schon auf die Ergebnisse gespannt. Da wünsche ich euch schon viel Spaß beim Ausflug.

Chris

Ich weiß jetzt nicht, ob ich es finde. Doch, da ist es. Ja, Wahnsinn. Die Platte, die Platte, also das sieht jetzt normal aus.

Boris

Ja, genau.

Chris

Aber ich habe Banana Force Geld daneben gelegt, weil Weil diese Platte tatsächlich groß ist. Also das Objektiv sieht normal aus. Wenn du das dann aber in der Hand hältst, dann siehst du schon, dass diese Platte einfach viel, viel größer ist als das, was normalerweise hier so unsere 4x5 Objektive haben. Ja, also es ist ein Oschi, aber es ist geil. Also das hat jetzt den Bildkreis, der ist jetzt unglaublich. Also du kannst jetzt quasi fast bis zum Anschlag schieben und du siehst keinen Bildkreis. Damit kannst du Architektur einfangen und 67 mm ist sehr weitwinklig auf einer Großformatkamera. Wir reden ja von einem Faktor von, drei. Also ein Drittel musst du das. Das heißt, wenn du es umrechnen willst, das sind dann irgendwie so 20, 22 Millimeter. Aber du hast einen Shift. Das heißt, eigentlich ist es noch viel weitwinkliger.

Boris

Ja, eben der Effekt ist ja ein anderer.

Chris

Du kannst ja den Teil des Bildes, Weißt du, wenn du mit einem super Weitwinkel an der Spiegelreflex oder an der spiegellosen Gebäude fotografieren möchtest, ohne dass die Linien kippen, dann musst du so weit zurückgehen, damit die Kamera nicht gekippt werden muss, damit die Linien gerade bleiben. Hier musst du das nicht tun, hier schiebst du einfach und du hast einfach diesen riesen Bildkreis.

Boris

Es ist schon abgefahren.

Chris

Es ist schon abgefahren. Es ist schon klasse. Und ich freue mich schon so dermaßen auf unseren Großverbat-Workshop, weil der wird einfach gut. 11.12. Es gibt noch einen Platz. Also wer möchte, meldet euch.

Boris

Einmalige Chance, dieses Objektiv mal zu erleben.

Chris

Wir werden auch mit diesem Objektiv spielen. Und das ist...

Boris

Ja, sehr schön.

Chris

Das ist wirklich schön. Also, ab geht's.

Boris

Apropos ab geht's, wo gehen wir denn so hin? Da hast du doch bestimmt was im Angebot.

Chris

Ich habe so ein, zwei Kleinigkeiten im Angebot. Und zwar ...

Es gibt wieder Termine. Allerdings ist die Schlagzahl gerade runter. Es gab nämlich in den letzten sieben Tagen nur acht neue Termine von Jürgen und Gerhard. Dankeschön fürs Eintragen. Ich glaube, das hat mit den Temperaturen zu tun. Wobei jetzt ja gerade die Leute neue Ausstellungen mit Klimatisierung brauchen. Ich habe mal fünf rausgesucht. Im Fokus. Echt jetzt. Fotografien, Retusche, Deepfakes. Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart. Eine sehr aktuelle Ausstellung über die Frage, wie glaubwürdig Fotografien eigentlich sind. Von historischen Retuschen bis zur KI-Manipulation geht es um Bilderwahrheit, Täuschung und unseren Umgang mit visuellen Beweisen. Dann Helen Levitt im Fotomuseum Winterthur. Eine große Schau über Helen Levitt, eine der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Street-Photography. Ihre Bilder aus New York verbinden Alltag, Poesie, Humor und einen sehr wachen Blick für kleine menschliche Szenen. Dann im Stadtmuseum Jena. Fotografieren, Alltags- und Amateurfotografie in Jena. Die Ausstellung schaut auf Fotografie nicht nur als Kunst, sondern als Alltagsmedium. Es geht um private Bilder, Erinnerungen, lokale Geschichte und darum, wie Amateurfotografie unser gesellschaftliches Gedächtnis prägt.

Als vorletztes. Ihr denkt, wir waren anders. Fotografien aus Ost und West von 1945 bis 1989 im Kunstmuseum Ahrenschob. Fotografie aus Ost und West werden einander gegenübergestellt. Spannend ist nicht nur der historische Vergleich, sondern der offenbar humorvolle und menschliche Blick auf das, was Menschen trotz politischer Trennung gemeinsam hatten. Und last but not least im Stadtarchiv Bochum Licht und Schattenfotografien des Bochumer Vereins für, Gussstahl Fabrikation 1860 bis 1945 historische Industriefotografie aus dem Ruhrgebiet Arbeit, Technik, Fabrik, Architektur und Selbstdarstellung eines großen Unternehmens. Besonders interessant für alle, die Fotografie auch als Zeitdokument und Machtinstrument lesen. So, das waren mal ein paar der Ausstellungstipps und dann hat Jürgen uns noch eine Ausstellung geschickt.

Einspieler

Hallo Community! Unsere kleine Reise zu verschiedenen Urlaubsregionen führt uns heute nach Bayern. Genauer gesagt nach Aschaffenburg. Dort stellt Isabella Burkhardt ihre Fotografien aus Japan aus. Jetzt wäre das schon ausreichend genug, dass man sich Fotos von Japan anschaut. Nein, es gibt noch eins mehr. Sie stellt ihre wunderbaren Fotos an den Stationen der Haltestellen der BOB-Bahn aus. Und zwar auf den Haltestellen Grünbrücke, im Park Schöntal, im offenen Schöntal, in der Riesengasse und am Mainufer. Eine wunderbare Fotoausstellung über eine Reise nach Japan, dessen Kultur und Sprache und Denkweise sie in wunderbaren Fotos festgehalten hat. Ich finde ein Kleinod, was sich lohnt, zu sehen ab heute, 1. Juli bis zum 31. August. Und damit gehen meine besten Wünsche wieder in Richtung Schweiz und wir sagen durchhalten und weiter Fotos machen. Lieber Hannes, bleib gesund und bis demnächst. 3, 2, 1, happy shooting!

Chris

Tja, vielen Dank. Das ist eine starke Idee.

Boris

Eine Ausstellung an den U-Bahn-Stationen. Das ist wahrscheinlich dann auch eine Linie, nehme ich mal an. Das heißt, du kannst dann in die U-Bahn von Station zu Station, kannst die dann abklappern, aussteigen, Ausstellung genießen und dann zur nächsten weiterfahren. Das finde ich aber eine tolle Idee. Super.

Chris

Ja, cool. Sehr cool. So, dann ich möchte ein Ding, warte mal.

Boris

Wir haben noch eine neue Aufgabe zu vergeben.

Chris

Ach stimmt, wir haben noch eine neue Aufgabe zu vergeben. Die suchen wir jetzt kurz raus.

Boris

Ich habe schon rausgesucht. Du hast schon alles vorbereitet.

Chris

Sonst hätte ich jetzt eine aus dem Ärmel geschüttelt.

Boris

Ja, ich habe schon, ich habe aus meinem nicht vorhandenen Ärmel geschüttelt. Und zwar ist das eine Aufgabe, aber die läuft vom 2.7. bis zum 16.7. und heißt Umbau. Und lautet mit dem Tag HSB Umbau dann eben für Flickr. Der Satz nimmt kein Ende. Das bedeutet jedenfalls, dass ihr im Zeitraum vom 2. bis zum 16. Juli loszieht, ein neues Foto macht zum Thema Umbau. Das Ergebnis dann bei Flickr hochladet, dort in die Happy Shooting Gruppe stellt und den Tag vergebt HSB Umbau. Da bin ich mal gespannt.

Chris

Sehr schön. Sehr, sehr schön. So, dann wären wir jetzt in der Theorie am Ende und bedanken uns schon mal bei euch, die mir mitmachen, euch, die auf die Workshops kommen, die uns sonst unterstützen. Happyshooting.de für mehr Informationen und ja, ihr seid klasse. Und Jürgen bestreitet heute das Ende dieser Sendung, weil es gibt noch ein kleines One More Thing, was er uns geschickt hat und, schreibt, das ist ein Ding, das kein Mensch braucht und trotzdem ist es witzig, es gibt Filme zu Ehren von Paul und Reinhold. Wer ist Paul und Reinhold? Paul und Reinhold sind die Gründer von Rollei. Steht hier, feiere mit uns 100 Jahre Rollei. Im Jahre 1920 gründeten Paul Franke und Reinhold Heidecke das Unternehmen Rollei. Und 100 Jahre später, im Januar 2020, feiern wir das Jubiläum, also es ist auch schon wieder ein paar Jahre her, dieser ikonischen Marke mit dem limitierten Doppelpack Paul und Reinhold. Ganz so limitiert kann er nicht sein, weil er ist immer noch zu haben. 16,88 Euro. Ja was sehen wir der ist streng limitiert auf 300.000 Stück wahrscheinlich, 35mm Film, zwei Rollen, auf der einen steht Rollei 100 Paul und Rollei 100 Reinhold, ja das dürfte der Standard Rollei 100 sein, der da drin steckt mit einer anderen Bedruckung obendrauf.

Was interessant ist, wir haben ja in diesem also das Gebäude, was man hier auf dem Bildschirm sieht da haben wir ja Workshops gehalten Also wir kennen das alles sehr gut und waren im Büro von Reinhold Heidecke. Da haben wir den Analogworkshops angefangen hier. Also historischer Grund. Und wer das möchte, wer Bock drauf hat, den Schwarz-Weiß-Film zu kaufen, ich habe keine Ahnung, was da genau für ein Film drin steckt. Das ist wahrscheinlich auch wie so ein Wein für Firmenfeiern. Da kannst du ja auch Wein bestellen mit einem Etikett drauf von deiner Firma. Vielleicht ist das so ähnlich. macht mal Paul und Reinhold drauf. Weiß nicht. Der Film wird nicht dafür gesondert gemacht worden sein, sondern das wird ein bestehender Standardfilm sein. Im limitierten Doppelpack, der seit sechs Jahren auf dem Markt ist. Damit wünschen wir euch alles Gute. Hier oben seht ihr noch den Ticker mit den Titeln. Wir machen nachher dann gleich die Titelwahl hier in der Postshow über unseren Slack. Und freuen uns, dass ihr dabei wart und wünschen euch ein zünftiges 3.

Boris

2, 1 Happy Shooting!

Shownotes

Aus der Preshow

Bass rausnehmen, Fußballignoranz, Laufdingensheimer

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  • Aktuelle Aufgabe "Prozess" mit dem tag "hsbprozess" vom 18.6.2026 bis 2.7.2026
  • Neue Aufgabe "Umbau" mit dem tag "hsbumbau" vom 2.7.2026 bis zum 16.7.2026

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