#949 - In der näheren Ferne

Veröffentlicht 16 July 2026

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#949 - In der näheren Ferne

Veröffentlicht 16 July 2026 · Länge 1:31:39

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Boris

Happy Shooting, Folge 949, in der näheren Ferne. Die heutige Folge wird euch präsentiert von...

Chris

Von Wolfgang.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Ja, einen schönen guten Tag aus dem windigen und leicht gewittrigen Nordheim nach Hannover.

Chris

Wir haben ja so Schwein gehabt. Gestern ist Hannover unter Wasser gestanden. Wegen Gewitter und Sturzregen. Bei uns nix. Also es hat geregnet und ein bisschen gedonnert.

Einspieler

Aber so richtig ging es nicht an.

Chris

Normal ärgere ich mich immer, wenn das Wetter so um uns rum gelotst wird, weil das passiert ganz oft, da kommt Regen auf uns zu und, du schaust so in dieses Radar und siehst es exakt auf dich zukommen hier und dann kommt der Regen nicht und dann schaust du und dann macht der genau so.

Boris

Splittet sich auf und geht rum.

Chris

Splittet sich in der Mitte wie Moses das Meer und, wir sind happy shooting.

Boris

Genau, das sind wir. Lächel erstmal los.

Chris

Der Fotopodcast. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und wir reden hier über das Thema Fotografie. Über das Wetter, über Fotografie, über Überschwimmungen und so weiter.

Boris

Ich mag ja grundsätzlich das etwas schlechtere Wetter, also so regnerisch bewölkt oder Gewitter in der näheren Ferne viel lieber. Also auch aus fotografischer Sicht. So Landschaftsfotos machen mir viel mehr Spaß mit dramatischem Wolkenhimmel als dieses langweilige Blöden da oben.

Chris

Für mich könnte es gefroren bleiben. Eiszeit. Komm, die nächste Eiszeit muss her.

Boris

Nee, das möchte ich nicht so.

Chris

Ich denke immer noch sehr wehmütig an diese Sibirien-Geschichten zurück. Wo ich ja mehr als einmal war und wo ich in meinem Leben wahrscheinlich nicht mehr optimisiert nicht mehr hinkommen werde. Das ist schon, das ist schon, das war schon geil. Ah, na gut. Ähm, Wir machen hier Sendung live dienstags, 18 Uhr. Das ist es jetzt auch. Und wir haben, wie es sich gehört, eure Fragen, Inputs von euch, die könnt ihr hier reinwerfen unter happyshooting.de slash hi. Und dort begrüßt euch jetzt dann unser brandneues Formular mit brandneuem Redaktionssystem und mal schauen, Wie sehr das heute wackelt. Ja, und da haben jetzt mitgemacht unter anderem der Tim, der hat uns geschrieben, hallo zusammen, ihr berichtet immer wieder über Firmware-Updates von Kameras. Das finde ich einen guten Servicebeitrag. Mir ist die Tage aufgefallen, dass Sony für ihre Alpha 7 Mark III, die wurde im April 2018 released, im April 2026 noch ein Firmware-Update zur Stabilitätsverbesserung veröffentlicht hat. Ich finde das durchaus beachtlich wenn man das Alter der Kamera bedenkt und dass es mittlerweile sowohl die Mark IV als auch die Mark V gibt. Grüße an den besten Fotopodcast und die Community von Tim, Acht Jahre später?

Boris

Ja, cool.

Chris

Das ist klasse.

Boris

Das feiere ich tatsächlich. Aber Tim, an dieser Stelle ganz, ganz großes Dankeschön für dieses Feedback, weil ich habe tatsächlich bei den letzten Firmware-Updates mich ein bisschen zurückhaltender verhalten, weil ich mir dachte, ja, wir erzählen hier Firmware-Updates, wir haben die Kameras selbst nicht, wir können zu vielen Features, die da eingebaut und verbessert wurden, auch überhaupt nichts sagen. Und dann dachte ich mir mal, interessiert das überhaupt irgendjemanden, wenn wir sagen, hier gibt es einen Bugfix oder eine neue Funktion. Und offensichtlich ja, also zumindest Tim hat sich gefreut. So ein Feedback, das hilft uns tatsächlich weiter, um eben auch zu entscheiden, welche Themen nehmen wir mit rein oder welche lassen wir raus. Wenn es nur nervt, dann können wir es halt auch weglassen. Aber wenn es hilft, dann kann ich gerne zukünftig weiter, wenn ich drüber stolper, zumindest einen kurzen Hinweis auf ein Firmware-Update für verschiedene Kameramodelle machen. Mache ich sehr gerne.

Chris

Ja, und der Wolfgang aus Landau hat noch einen kleinen Hinweis hinterlassen, nämlich ein kurzer Hinweis zu den ersten Fotoverfahren beim Thema riesiges Großformat. Chris sagte da, er zitiert mich jetzt wörtlich, die ersten Fotoverfahren waren alles Unikatverfahren. Dass du irgendein Negativ mit einem Licht wohin projizierst und das dann wieder umkehrst und größer machst, die gab es ja ganz lange nicht. Das heißt, ganz viele dieser Bilder waren Unikate. Das Vervielfältigen mit Fotopapier ist dann erst viel später gekommen. Wolfgang dazu. Vergrößerungen kamen später. Das stimmt, aber Vervielfältigung auf Papier kam eher früher. Fox Talbot hatte schon 1835, also vier Jahre, bevor er selbst in England und, Nieps und Daguerre in Frankreich ihre jeweiligen Verfahren veröffentlicht haben, ein Negativverfalt. Erker-Fensters von Leckhock Abbey hergestellt und im Kontaktverfahren ein Positiv erzeugt.

Davon hätte er auch viele herstellen können. Und 1844 hat er das mit seinem Buch The Pencil of Nature auch gemacht. Dieses gilt als erstes Fotobuch. Die Kontaktabzüge wurden jeweils einzeln eingeklebt. Also mehr das Panini-Prinzip im Vergleich zu den heute im Duoton oder ähnlichen Verfahren gedruckten Fotobänden. Noch dazu, nee, noch früher hat Anne Atkins mit ihrem Cyanotypie-Bändern als erste Bücher mit einem fotografischen Verfahren illustriert. Herzliche Grüße vom alten Besserwisser aus Landau.

Boris

Ja, aber das ist sehr gut.

Chris

Moment, ich möchte gerade mal ganz kurz den Unterschied zwischen einem Besserwisser und einem Besserwisser loswerden, weil da gibt es tatsächlich einen Unterschied, und der definiert sich über das Verhalten. Also Also darüber, ob jemand andere bloßstellen möchte oder es immer das letzte Wort haben muss. Aber jemand, der was besser weiß, Und dass auch der Situation hilft, in diesem Fall der Sendung, der soll das bitte auch unbedingt sagen. Also Wolfgang, du darfst es besser wissen, in diesem Fall weißt du es besser. Also Vergrößerungen gab es später, aber Vervielfältigungen gab es schon ganz, ganz früh. Ist doch cool, oder?

Boris

Den Vorgänger des Panini-Buches offensichtlich auch. Und das fand ich jetzt am geilsten.

Chris

Das war jetzt sicher kein Sammelband, wo man sich so Bilder gekauft und eingeklebt hat, sondern die hat man halt bei der Produktion da eingeklebt.

Boris

Ja, aber das ist doch cool. Das ist doch genau das Prinzip.

Chris

Weil das halt nochmal ein separates Papier und Verfahren war. Das gibt es übrigens auch bei Büchern. Du erinnerst dich so aus unserer, ich sag mal Jugend. Da gab es ja Bücher, die teilweise Text hatten und dann in der Mitte so 10, 15 Farbseiten mit Bildern, also weil die einfach vom Produktionstechnischen her das nicht mischen konnten, weil die quasi schwarz-weiß für den Text genommen haben und dann die Fotoseiten separat gedruckt haben. Das ist heute auch meistens ein bisschen anders.

Boris

Die Mickey Mouse lustige Taschenbücher, die hatten früher immer abwechselnd schwarz-weiß und Farbseiten, aber ich glaube, das hatte nur Kostengründe.

Chris

Wahrscheinlich ist das so. Ja, und dann hast du jetzt noch was repariert bekommen.

Boris

Ja, und zwar sprachen wir ja in der letzten Episode, in der 948, darüber, dass ich die Leica, meine M-Typ 240 zum CC-Surf nach Köln geschickt hatte. Und dass ich ja auch herausgestellt hatte, dass dahinter genau eine Person steckt. Und wie ich inzwischen aus persönlichem Kontakt weiß, soll ich einfach Kuba sagen. Denn so heißt er auch. Er hat offensichtlich einen Doppelnamen und Kuba möchte er gerufen werden. Also Kuba ist der Mensch hinter diesem Cologne Camera Service, also CC Surf in Köln. Und ja, dem habe ich ja die Kamera geschickt. Und die hatte ich am letzten Montag, dem 6.7. Losgeschickt. Und dann hatten wir berichtet am Dienstag in der Sendung. Und am Mittwoch... Da textet er mich an und sagt, ach übrigens, die Kamera wäre fertig. What? Die ist doch gerade erst losgeschickt.

Chris

Das ist doch Sonderbehandlung von weltberühmten Podcastern hier, oder was?

Boris

Ja, wahrscheinlich. Nein, glaube ich nicht. Aber ich sage auch, bist du Rakete oder was bist du? Ja, war sehr lustig. Und natürlich war ich neugierig, was denn nun eigentlich war damit. Also wir erinnern uns, das Messsucherbild hat halt gehangen. Das heißt, wenn ich auf nah ran fokussiert habe, dann lief der Messsucher noch mit, also dieses Doppelbild. Und wenn ich wieder auf Entfernung fokussieren wollte, Richtung unendlich, dann blieb er halt irgendwo stehen. So, irgendwann ging es dann wieder und dann hing er wieder. Das war das Problem.

Und ja, dann sagt der Mensch, können wir mal telefonieren? Ist einfacher als hin und her schreiben. Und dann haben wir ein sehr launiges Telefonat am sehr späten Abend noch geführt. Das war sehr lustig. Ich hatte gerade eigentlich das Handy weggestellt, wollte mich gerade fertig machen fürs Bett und dann klingelte es noch. Aber alles fein. Also da hatte ich zumindest Zeit. Das hat gut gepasst. Ja, also war sehr interessant. Er hat mir auch erklärt, was es war. Gehe ich auch gleich darauf ein. Vorher möchte ich noch einen kleinen Plug für ihn rausschicken. Er ist nämlich Mitveranstalter der Analog Art Affair. Die ist auch bei uns im Kalender zu finden. Die ist schon eingetragen. Ich glaube, Jürgen hatte sie eingetragen. Hatte mir vorhin nachgeguckt. Und das ist ein Tag mit freiem Eintritt, wenn ich das richtig gesehen habe und da treffen sich eben viele Analogfans aus der Region und wahrscheinlich auch überregional zu Ausstellungen und, Vorträgen und einzelnen Tischen und ja, also so ein bisschen Messe, Ausstellung, Vortragssituation, alles in einem, Getränke, Pipapo.

Wollte ich an dieser Stelle mal weitergegeben haben. Das ist am 9. September, ist also noch ein bisschen hin. Aber bereitet euch schon mal gerne darauf vor. Da wird er auch vor Ort sein. Wird sicherlich auch auf der Bühne irgendwas erzählen. So, aber zurück zum Problem der Leica M240. Was war denn das Problem? Er sagt, die Lösung war, die richtige Menge, Spoiler, sehr, sehr wenig, von richtigen Fettschmiermittel an die richtige Stelle, an diese Hebelapparatur von diesem Messsuchergeber. Da ist halt so eine Rolle, wenn man eine Leica M hat und macht die vorne auf, dann guckt einem so eine Rolle aus diesem Loch Kasten. Es ist ja nicht der Spiegelkasten, wie sagt man denn dazu? Der Kasten.

Chris

Der Kasten, wo der Messsucherkasten Ja.

Boris

Der Messsucherkasten ist weiter oben, aber da wo es Bajonett ist und vor dem Verschluss da guckt halt so eine Rolle am Bajonett vorbei. Nennst den Kasten Das ist halt der Kasten und wenn du halt am Fokusring drehst, dann hast du so eine ich nenne es mal Schnecke also in dem Augenblick drückt halt etwas gegen diese Rolle die Rolle bewegt dann so ein Doppelarm Mechanismus oder sogar ein Trippelarm Mechanismus nach innen ins Gehäuse. Das wiederum überträgt sich dann auf dieses Messsucherbild und diese Einspiegelung wird verschoben. Sehr heiße Technik. Und wenn du wieder auf unendlich fokussierst, dann geht dieser Schneckentrieb vom Objektiv wieder raus und dann muss die Rolle eben durch so einen gefederten Mechanismus wieder mit nach außen gedrückt werden.

Chris

Das klingt jetzt als ob der so kleine Flügelchen hätte, ein gefederter Mechanismus.

Boris

Ja genau, ein gefederter Mechanismus.

Chris

Der bei einer Feder gedrückt wird.

Boris

Genau. Ist ja gefedert und nicht gefiedert. Das ist ein großer Unterschied. Viele wissen das nicht. Und, Das hing halt fest und da sagt er ja auch, ja, diese Mittel, die das Ganze eben schön fluffig halten, die können eben im Laufe der vielen, vielen Jahre witterungsbedingt und nutzungsbedingt sich auch verflüchtigen.

Chris

Und ein bisschen Dreck kommt rein und so.

Boris

Genau, da muss das mal sauber gemacht und wieder ein bisschen geschmiert werden. Aber ganz, ganz wichtig, auf keinen Fall, da kamen ja auch schon so Tipps, WD-40 irgendwo drauf machen oder irgendwelche anderen Kriechöle. Weil, sagt er, Kriechöl hat eben die Eigenschaft zu kriechen und zwar immer fort und du willst nicht, dass das überall in diesem Mechanismus und in die Kamera und in diesen Messsucher reinkriecht dann.

Chris

Hast du nachher geöltem Lamellen und so.

Boris

Zeug weil dann kannst du es wahrscheinlich wegwerfen also finanziell, weil das kriegst du wahrscheinlich nicht mehr sauber, also das nicht, sondern du musst schon das richtige Mittel in der richtigen Menge an die richtige Stelle packen, also das erfordert halt ein bisschen Erfahrung auch an der Stelle und ja lustig war, ich habe hier gerade ein Gewittertierchen, was durch meinen Monitor krabbelt. Schön.

Chris

Hinter Glas.

Boris

Ich dachte gerade, wieso wandert jetzt dieser I-Punkt? Na gut, egal.

Chris

Tripsi, so toll.

Boris

Also es hat sich bei ihm bestätigt, den Verdacht, den er hatte. Ich hatte ihm das ja per E-Mail geschildert und auch ein Video geschickt, wie sich das Ganze verhält. Und da hatte er schon Verdacht und das hat sich dann eben bewahrheitet. Und deswegen war er relativ schnell fertig damit und sagt, ach, wo ich schon dabei war, dein Sucher war dejustiert auf unendlich. Ich habe das mal gerade gezogen. Das heißt, er hat mir auch noch netterweise den Messsucher justiert und sagt, das war im Grunde genommen die aufwendigere Geschichte. So, danke. Hat er gleich mal mitgemacht. Jetzt habe ich also einen funktionierenden Messsucher, der auch noch neu justiert ist. Wie geil ist das denn? Und zu den Kosten. Vielen Dank. Die 350, die er geschätzt hat, dass er die nicht überschreiten wird per E-Mail, die hatte ich in einem letzten Podcast schon genannt. Deswegen, Kuba, das ist kein Geheimnis mehr. Das war eine grobe Schätzung, da kann man natürlich niemanden drauf festnageln an dieser Stelle.

Chris

Das ist aber im Vergleich zu dem, was Leica da aufgerufen hat, deutlich günstiger.

Boris

Komme ich auch gleich noch dazu, zu dem Unterschied. Ich sage jetzt nicht, was ich dann tatsächlich bezahlen musste. Und ich gehe davon aus, das ist kein Sonderpreis für Happy Shooting, sondern ein normaler Preis bei ihm. Weil er sagt auch, er ist halt so ein bisschen so ein Verrückter auch. Er macht die Dinger halt einfach gerne wieder heile und freut sich, wenn sie benutzt werden. Es war weniger. Sagen wir es mal so. Es war weniger und ich sage jetzt hier auch absichtlich nicht den tatsächlichen Preis, weil ich weiß ja, dass selbst wenn das Fehlerbild ähnlich sein sollte, die Ursache auch eine viel schlimmere sein könnte. Und ich will jetzt vermeiden, dass irgendjemand sich bei Kuba meldet, bei CC Surf und sagt, ja, aber Boris hat ja nur XY bezahlt, wieso wird das bei mir so teuer? Das hängt natürlich immer davon ab, was da nun wirklich für ein Schaden vorliegt und was er da machen muss und machen kann. Deswegen sage ich das nicht, aber ich kann sagen, es war weniger. Ich habe mich sehr gefreut und ja, Ich sage mal so, ich habe ja hier noch eine M8, wo das Sucher ein ganz klein bisschen verstellt ist. Vielleicht sehen wir es auch.

Chris

Geht er jetzt auch dahin?

Boris

Ich weiß es noch nicht, ich muss mal gucken. Vielleicht kann er mich ja auch per Telefon anleiten. Ich habe keine Ahnung, was weiß denn nicht. Schauen wir mal. Also, warum ist das jetzt so viel günstiger als bei Leica? Da habe ich natürlich mit ihm auch gesprochen. Und er hatte große Angst, hier bloß kein Leica-Bashing. Ich sage, das mache ich gar nicht. Ich bin ja selbst auch Geschäftsmensch. Und arbeite in einem größeren Unternehmen. Ich weiß ja, wie das ist und ich habe da ja auch Verständnis dafür. Es ist halt so, bei Leica und bei Kuba, das sind ja ganz unterschiedliche Zielgruppen, Anforderungen und Motivation dahinter. Das ist ähnlich, wie wir ja sprachen, auch bei deiner in Anführungszeichen zerstörten 5D, wo der Speicherslot kaputt war, weil ein Pin verbogen war. Natürlich kannst du die Motivation haben, und sagst, du willst einen Neuwertiger haben und schickst sie zu Canon, dann ist sie wochenlang weg. Aber deine Motivation war, ich habe jetzt hier den Fotoworkshop, ich brauche jetzt eine funktionierende Kamera und hier ist eine Hinterhof- Klitsche, die kann mir hier einfach irgendeine Platine austauschen. Wie geil ist das denn?

Chris

Und die sauber repariert hat, fertig.

Boris

So. Reicht. Du willst dir hinterher nicht als Neuwertig verkaufen oder ähnliches. So und dann bist du dankbar, dass es schnell geht und dass es günstig ist. Und das ist hier ganz ähnlich. Er sagte mir nämlich tatsächlich, dass Leica in Wetzlar quasi die einzige Reparaturwerkstatt für alle Leicas ist. Das heißt, die kriegen tatsächlich aus aller Welt Leicas zum Reparieren. Es gibt wohl noch so eine Handvoll kleinere Werkstätten, so ein paar Standorte, die so ein paar Dinge halt machen können, dass nicht alles bei Leica passieren muss, also hier in Wetzlar. Aber die können halt auch nicht alles machen. Und wenn es da wirklich ans Eingemachte geht, dann sind das die. Das heißt, die haben gar nicht so wahnsinnig viel Zeit, sich intensiv mit jedem Einzelfall zu beschäftigen, um zu schauen, kann man irgendwo ein einzelnes Teil tauschen oder gangbar machen oder ähnliches. Sondern die gehen halt nach Schema F vor und sagen, okay, hier ist ein Problem im Messsucher. Bevor wir hier lange ein Teil suchen und fixen und dann das nächste Problem auftritt, das kann ja auch alles altersbedingt sein, dann schmierst du die eine Stelle und zwei Monate später klemmt die nächste. Wer weiß denn das? Deswegen sagen die halt, nee, Problem im Messsucher, dann tauschen wir den Messsucher. Und wie wir schon aus der Diskussion um die EV1 wissen, wo in diversen News-Tickern, spekuliert wurde, wie viel günstiger müsste sie denn sein ohne Messsucher. So ein Messsucher kostet so um die 800 Euro plus minus.

Und damit hast du schon mal irgendwo so eine Preismarke gesetzt. Und dann muss ja noch jemand ran und daran auch arbeiten. Und wenn du den Messsucher tauscht, dann musst du ihn ja auch wieder justieren. Und diesen Messsucher tauschen, da sagt er auch Kuba, das ist auch jetzt mal nicht so irgendwie oben abreißen und dann das nächste Modul draufstecken, sondern das ist eben schon auch Arbeit. Also auch von qualifizierten Fachpersonal Arbeit. Und wenn du dann noch eine Kamera hast, wie die modernere, also auch die M-Typ 240, wo Leica aus Designgründen die Schrauben zum Öffnen, des Gehäuses oder des Zugangs für den Messsucher unter die Belederung versteckt hat, damit da keine Schraube offen rausschaut, ja, dann musst du halt das Leder aufreißen und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du halt hinterher neu beledern musst, wenn du es eben gut machen willst. Also das ist der Grund, warum es bei Leica teurer ist. Aber du hast hinterher im Prinzip was Neuwertiges. Da ist ein neuer Sucher, da ist eine neue Belederung drauf, da ist alles picobello. Du zahlst das dann halt auch.

Und Kuba hat ja eine ganz andere Motivation. Der sagt sich halt, ich habe die Zeit, mir das anzugucken, ob das mit einem kleinen Eingriff zu lösen ist. Und ich habe ja die Motivation, eine sehr günstig geschossene, gebrauchte Kamera nicht über die Gebühren mit Reparaturkosten zu versehen, sondern sie mit einem schlanken Taler wieder benutzbar zu machen. Und wenn sie mir in einem Jahr wieder ausfällt, entweder kriegt er sie wieder zum Ölen oder er sagt, okay, jetzt ist es eine teurere Stelle, jetzt hast du Pech gehabt. Kann ja sein. Aber ich habe jetzt nicht die Motivation, das Ding jetzt als neuwertig zu verkaufen. Also, so. Man muss immer gucken. Ich bin so dankbar an die Community. Ich weiß wirklich nicht, wer mir diesen Tipp gegeben hatte, mich bei CC Surf zu melden. Ich bin so, so dankbar für unsere Happy Shooting Community. Ich wäre da im Leben nicht drauf gekommen. Ich hätte da nie nach gesucht.

Mir war klar, das ist eine Leica, die schickt man halt zu Leica. Und oh, meine Güte, wurde ich eines Besseren belehrt. Und meine Güte, ist der Kuba ein feiner Kerl. Es hat so einen Spaß gemacht und ich glaube, der hat so viel zu erzählen und der kann auch so gut erzählen. Wie gesagt, er ist ja Mithost von dem Exposure Analoge Fotografie Podcast. Stefan war es. Stefan, vielen Dank, schreibt er hier gerade im Slack. Echt vielen, vielen Dank, Stefan. Das ist großartig. Und sowohl Kuba als auch ich, wir sind so begeistert, wie wir zueinander finden konnten. Chris, du hattest noch gefragt, ob er das Analoge Fotografie Buch kennt. Jetzt ja, er hat sich direkt eins gekauft. Das ist so geil. Ich glaube, wir müssen da mal was machen. Er wollte uns auch bei der letzten Podcast-Aufnahme noch grüßen an Happy Shooting. Die hatten aber eine Live-Aufnahme von einer Veranstaltung. Da hat das nicht mehr geklappt. Da haben sie uns hier noch einen Audio-Kommentar gemacht. Das ist jetzt völlig ungeplant, Kuba. Ich darf das einspielen, oder? Ich mach das einfach mal. Ich halte das mal hier kurz ans Mikro. Ich finde das, glaube ich, gleich auf die Schnelle. Hallo Boris, wir hatten eben eine Podcast-Aufzeichnung und die mussten wir dann irgendwie aus zeitlichen Gründen irgendwie ein bisschen zusammenstauchen im Sinne von, das war halt ein Live-Podcast. Und am Ende hat dann, hat man schon so Signale bekommen, Uhrzeit, Uhrzeit, weil wir waren halt in Ausstellungsräumen und da ging es halt auch um diese Ausstellung. und dann.

Sollten wir halt zu Ende kommen, weil die Ausstellung dann eröffnet wurde. Und dabei ist leider untergegangen, dass wir euch mal grüßen und dass wir nochmal von euch sprechen. Und ja, dafür wollte ich mich schon mal prophylaktisch entschuldigen und Masi auch. Achtung, Masi. Sorry. Wir reden ganz, ganz, ganz viel in der nächsten Folge über euch und über unsere lustige Zusammenkunft. Die sind aber lieb.

Chris

Die sind aber sowas von lieb.

Boris

Und damit geht der Gruß hier nochmal doppelt raus an euch. Und wie gesagt, alle Exposure-Analoge-Fotografie in der nächsten Folge, dann werden sie dann über uns reden.

Chris

Das heißt, wir machen jetzt so Ping-Pong oder jetzt immer gegenseitig über uns.

Boris

Also ich habe auch schon gesagt, wir müssen mal gucken, dass wir irgendwas zusammen machen oder sowas.

Chris

Ein Bierchen trinken oder sowas.

Boris

Ja, wir müssen da mal, irgendwas wird sich da finden, auf jeden Fall. Also das lassen wir nicht mehr fallen. Das ist ein geiler Kontakt.

Chris

Das ist okay.

Boris

Kuba, vielen Dank. Ich habe schon gesagt, die Kamera ist gut angekommen. Ich habe sie hier schon mit dem Gurt versehen und sie wird jetzt ausgeführt werden und getestet werden. Ich freue mich riesig drauf.

Chris

Und endlich scharfe Bilder bei unendlich.

Boris

Ja, genau.

Chris

Das ist doch auch was wert.

Boris

Ja, sehr geil.

Chris

Das ist doch auch was wert.

Boris

So mag ich das. Und apropos mögen, ihr habt ja auch richtig Spaß gehabt am Wochenende, oder?

Chris

Hatten wir, hatten wir. Wir hatten einen Großformat-Workshop. Tat, tat, tat, tat. Und da waren zwei Podcaster da, der Falk Frasser und der Tobi Bayer.

Boris

Das gibt es ja nicht. Auch so ein Podcast-Treffen. Was ist ein Universum gerade los?

Chris

Und Monet podcastet ja auch und ich ja auch und irgendwie war das total lustig und so. War eine sehr kleine Veranstaltung, weil Großformat immer eine kleine Veranstaltung ist. Aber wir haben uns trotzdem auf die Fahne geschrieben, das weiter zu machen, Auch wenn da nur zwei, drei oder vier Leute kommen, weil dieses Thema einfach weiter beackert werden muss, weil es so grandios toll ist.

Boris

Verstehe ich sehr gut.

Chris

Das hat sich dann auch tatsächlich, also ich habe noch so ein bisschen natürlich dann den beiden auch nochmal kurz ein Mikrofon ins Gesicht gehalten. Ich spiele jetzt nichts, ich spiele jetzt nichts, das machen wir dann irgendwann mal. Ja, die Sender wird eh schon lang genug, aber ich habe die auf Halde und die werden hier schon noch kommen, diese zwei Gespräche, weil es da sehr aufschlussreich war, wie sehr beide am Ende so ... Ja, so beseelt dann waren. Also Tobi ist jetzt, bei Tobi, also der Falk, der hat eine Linhoff Technica geschenkt bekommen, ist eine 4x5 Zoll Kamera, die wir dann hier erforscht haben, wie die funktioniert, was sie kann, was sie nicht kann und so weiter. Das ist ein Bolide, der ist aus dem Vollen gedreht. Bayerische oder fränkische Feinarbeit. Also wirklich so mechanisches Wunderwerk, das Ding. Aber wenn du da im Park überfallen wirst nachts, dann kannst du dich damit auch verteidigen. Also das ist ein schweres Stück Metall. Und der Tobi, der hatte das noch nicht in der Hand, so was. Und der hat, glaube ich, so ein, ich würde ja fast behaupten, so ein kleines Erweckungserlebnis gehabt.

Der ist jetzt gerade sofort am Suchen. Er braucht unbedingt eine 8x10. Ich habe dann sehr, sehr dringend versucht, ihm das auszureden, weil wenn du mit einer 8x10 unterwegs bist, dann... Ist das nicht nur schwer, sondern auch richtig teuer. Also da reden wir von zig Euro für ein Bild und solche Geschichten. Da kannst du richtig arm werden. Aber ja, der hat da was entdeckt. Und wir machen auch einen Großformat-Workshop wieder nächstes Jahr. Auch wenn der klein wird, ist mir völlig wurscht.

Boris

Ein kleiner Großformat-Workshop.

Chris

Naja, du hast natürlich dann auch schon mehr Zeit füreinander. Der ist schon auch intensiv, der Workshop.

Boris

Aber ich glaube, du brauchst auch Zeit.

Chris

Die brauchst du auch. Und ich habe die zwei, also es sind jetzt gerade noch für dieses Jahr, ist noch Villa-Geister im August, Mitte August. Da sind auch noch irgendwie zwei, drei Plätze frei. Also wer den Poster-Geister, drei Tage, Freitag, also zweieinhalb Tage. Wir fangen Freitag an und sind dann bis Sonntag fertig. Wer da mitmachen möchte, intensiver Workshop, Kreativwochenende hier in der Villa, also es ist mehr so ein Retreat im Prinzip, so eine Auszeit hier und das ist, ja so das Beste aus dem Klostergeister Workshop, also der ist noch aktiv, findet im August statt, Mitte August, also im Monat ungefähr, dann haben wir im Oktober noch den Experimente mit Filmen, unseren Push-Pull und die wilde Chemie, der findet im Oktober statt und dann haben wir jetzt den nächsten ein Großformat-Workshop angekündigt für Mitte März 2027. Der ist jetzt noch nicht buchbar, aber wer da hinkommt und da mal draufklickt, der kann statt dem Buchen-Button hier so ein Newsletter-Button anklicken. Dann kriegt ihr nämlich per E-Mail Bescheid, sobald der buchbar ist. Und da steht dann auch noch der, wo ist er denn, der Klostergeister-Workshop? Jetzt habe ich gerade auf den falschen Link geklickt.

Boris

Das ist ein neues Werkzeug, wir üben noch.

Chris

Ja, ich habe da auch dran rumgebastelt. Genau, Klostergeister 2027 ist da jetzt auch schon drin. Natürlich auch noch nicht buchbar, aber nur auch da, damit ihr mal eine kleine Erinnerung habt. Der findet ja Ende September nächstes Jahr erst statt. Im Herbst ausnahmsweise, aber auch hier könnt ihr euch einfach ein Newsletter schießen und dann, bekommt ihr Bescheid, wenn sich was tut und so füllen wir jetzt so in den nächsten, ich würde fast sagen in den nächsten Wochen bis nächsten Monat füllen wir mal für nächstes Jahr auch schon so Workshop Slots hier auf, dann habt ihr ein bisschen mehr Zeit euch da was zu klicken und da wird es dann auch mit Sicherheit den Lichtgestalten Workshop geben, über den wir ja schon geredet haben. Also Gestaltung, Lichtmensch in einem Workshop und noch ein paar andere. Und falls ihr da konkrete Wünsche habt, happyshooting.de da sind wir auf jeden Fall offen für eure Inputs. Nicht wahr?

Boris

Tja.

Chris

Also happyshooting.de slash workshops, da findet ihr das.

Boris

Cool.

Chris

So, lass uns mal kurz in den News reingrätschen. Boah, das war jetzt alles bisher noch Follow-up, ne?

Boris

Quasi. Aber es ist ja, wir sind ja so ein bisschen von der digitalen Leica, wo ein analoges Teildefekt war, über einen analogen Workshop in das Analogthema gerutscht. Und jetzt willst du mir sagen, es gibt auch noch zwei neue Filme.

Chris

Ja, es gibt noch zwei neue Filme und zwar von Reflex Lab. Die haben nämlich gerade im Prinzip die Menge der verfügbaren 110er Filme verdoppelt. Ich glaube, da gab es bisher ein oder zwei.

Boris

Das klingt großartig verdoppelt. Ach, das sind diese Hartplastik-Dinger, die in diesen Ritschratsch-Dingern und sowas drin waren. Ja, ja, ja, ja, ja, diese ganz schmalen, fertigen Kassetten.

Chris

Die gab es auch mal in Kleinbild, diese Kassetten, aber das sind so für diese kleinen 110er-Format und Reflexlab hat jetzt zwei Farbnegativ-Filme rausgebracht.

Boris

Weil da gibt es ja wirklich noch so ein paar alte Kameraschätzchen, wo man halt immer sagt, da gibt es ja keinen Film mehr.

Chris

Zum Beispiel sowas wie so ein Pentax 110. glaube ich, die kleinste Spiegelreflexkamera der Welt. Also da sind auf jeden Fall zwei Stück raus und die haben, ich weiß nicht warum, wahrscheinlich weil es eine weil man die nicht mehr so einfach kriegt oder es sich nicht lohnt da Spritzgussformen herzustellen sind die Gehäuse dann die Patronen 3D gedruckt.

Boris

Ach! Das ist ja mal eine geile Idee.

Chris

Und sie haben kein Belichtungsfenster. Eines der Markenzeichen von diesen Kassetten war, dass die früher hinten so ein Fenster drauf hatten, so ein kleines, mit der Nummer. Die hatten innen auch so ein Rückpapier, so wie ein Mittelformatfilm. Da hast du quasi durch das Fensterchen die Zahl auf dem Rückpapier gesehen. Ich vermute, dass die sich das Rückpapier da sparen und deshalb geschlossene Kassetten haben. Das heißt, die Kamera braucht dann halt irgendwie ein Zählwerk oder sowas.

Boris

Oder du merkst halt, wenn es voll ist. Ja, genau.

Chris

Dann merkt er, wenn es voll ist. Und sie empfehlen das Ganze eindeutig für hochwertigere Kameras, also nicht für Spielzeugkameras, wobei, Warum auch nicht? Ganz günstig sind sie nicht. Der C200, den sie da haben, der kostet 20 US-Dollar und der 100R ist für 25 Dollar.

Boris

Sind aber auch 36er, oder? Oder 24er?

Chris

Das ist jetzt eine sehr gute Frage. 24.

Boris

Das ist dann preisintensiv. Aber gut, 3D-gedrucktes Gehäuse, wenig Stück.

Chris

Die Alternative wäre möglicherweise halt diese alte Kamera nicht mehr benutzen zu können.

Boris

Verstehe.

Chris

Insofern tja. Es ist auf jeden Fall spaßig.

Boris

Kannst du das ganz normal ich sag jetzt mal in der Drogerie abgeben und entwickeln lassen? Machen die das? Runder Szener?

Chris

Also ich denke mal, Lomo entwickelt sie ganz sicher, weil die haben nämlich noch so einen Film im Angebot. Ich würde mal vorher anfragen Also die Entwicklungsmaschine, in die man es einfach reinwirft, die wird es nicht können, weil die Spule falsch groß ist und so weiter. Für die meisten Spulen zu Hause gibt es, also für die meisten Entwicklungsdosen zu Hause gibt es jetzt keine passenden Spulen. Also, wie das jetzt konkret gelöst wird, kann ich dir nicht sagen. Aber ich finde es erstmal gut, dass jemand diese Filme konfektioniert hat. Also im Prinzip kauft ja so ein Hersteller den Film in breiteren Spulen und dann wird er zerschnitten und auf die richtige Länge gebracht und aufgewickelt. Perforiert muss er werden und so weiter. Also das ist jetzt nicht einfach so, ich kaufe mal Kleinbildfilm von irgendwo und schneide den einfach die Hälfte. Ich glaube, so funktioniert es nicht.

Boris

Nee, außer du machst es selber. Ja, spannend. Aber apropos selber machen, wo ich gerade frage, wegen entwickeln. Es gibt ja die Möglichkeit, also jetzt normale 35mm Filme, die entwickeln zu lassen und dann auch scannen zu lassen. Hast du damit mal Erfahrung gesammelt, was da für Angebote gibt und welche Auflösung und sind das dann Downloads oder brennen die dir immer noch CDs oder wie machen die das?

Chris

Also heute in der Regel Downloads, je nach Anbieter. Also in der Regel werden die einfach durchgescannt und du kannst sie nachher von so einem Portal runterladen. Nicht immer in super Auflösung, weil letztendlich scannen die auch standardmäßig nur in der Auflösung, die sie brauchen, um das nachher auf dem Fotopapier auszubelichten. Und das ist keine so hohe Auflösung, die sie da brauchen aber dann gibt es natürlich so Services wie Mediafix und so weiter die dann für dich natürlich auch eine hohe Auflösung scannen können.

Boris

Aber das sind ja eher Archivierungsqualität.

Chris

Die machen auch kleine Auflösungen, wenn du möchtest Ich weiß gar nicht.

Boris

Ob die auch entwickeln, müsste ich direkt mal gucken Die entwickeln nicht.

Chris

Nee, nee Den schickst du dann negativ Du musst.

Boris

Halt zweimal hin und her schicken.

Chris

Aber das ist schon Standard heute dass du bei so einem auch beim DM-Markt oder sowas, dass du nachher die Möglichkeit bekommst, die Bilder runterzuladen.

Boris

Also, Aufruf geht auch mal raus an die Community. Wenn ihr mit sowas Erfahrung habt, also Farbfilm oder Schwarz-Weiß-Film, 35 mm entwickeln lassen und direkt scannen lassen, sodass ihr direkt mit den Scans zu Hause weiterarbeiten könnt in einer annehmbaren Qualität. Muss ja kein 40 Megapixel-Bild sein. Das würde mich mal interessieren.

Chris

Ja. Dann gibt es News von Capture One. Capture One hat sich ja lange geweigert, Hasselblatt zu unterstützen. Sie unterstützen jetzt zum ersten Mal nativ das 16-Bit-Raw-Format Punkt 3fr von Hasselblatt. Das heißt, für so diverse 100 Megapixel-Mittelformat-Kammer und so weiter, kannst du jetzt die Dateien direkt in Capture One bearbeiten, ohne da irgendwie auf einen alternativen RAW-Workflow angewiesen zu sein.

Boris

Klingt sinnvoll.

Chris

Abgedeckt sind die X2D Mark II 100C und die X2D 100C und die CFV, 100C und du brauchst Capture One 16.8.3 oder die mobile Version 3.3.4 und später im Jahr soll dann auch noch Tethered Capture folgen.

Boris

Okay, also, Entweder hat irgendjemand bei der Capture One Abteilung sich eine Hasselblatt gekauft oder die haben irgendeinen Deal.

Chris

Ich weiß es nicht, ob das auch mal irgendwie noch so ein bisschen so markenpolitisch war oder nicht, weil Capture One mit eigener Hardware und so. Aber ja, also es werden zumindest die wichtigsten Sachen dann unterstützt und das ist ja schon mal gut. Ich habe noch was drüber gestolpert. Tete Artisan Kennen wir ja, nicht wahr?

Boris

Jawohl.

Chris

Deren 89 Dollar teures 50.1.8, hast du von dem gehört? Also die haben 50.1.8.

Boris

Was ja ich glaube, der Stand ist sogar mal, das ist doch, war das nicht sogar so ein Nachbau oder sowas?

Chris

Weiß ich jetzt nicht. Irgendwas klingelt da bei mir. So ein Nifty Fifty und, du kannst dir jetzt customisen. Und zwar, wie du möchtest my first Fisher Prize, also was sehen wir, wir sehen, Wir sehen Customizations in Form von Schalen, die man drumherum machen kann und Hüllen.

Boris

Kommen die nochmal, auf das schwarze Objektiv nochmal drumherum? Also wird das denn dicker?

Chris

Ich gehe davon aus. Also eher so wie Armor, wie so eine Rüstung quasi drumherum. Die kannst du dir selber 3D drucken, die Dinger.

Boris

Wie geil.

Chris

Das heißt, du kriegst da quasi die Dateien und wenn du einen 3D-Drucker hast, dann kannst du dir halt ja, also es sieht ja schon irgendwie geil aus, oder? Mit den Farben.

Boris

Also es ist sehr sehr bunt, hat so eine 60er, 70er Ästhetik irgendwie.

Chris

Aber du kannst dir auch andere Sachen, ne? Aber auch sehr starke.

Boris

Muster mit so.

Chris

Einer Drachenhaut, Drachenschuppen, Oder halt Ah nein, kein Sound bitte.

Boris

Ich meine, das macht das Ding natürlich in Summe schon ganz schön groß, also vom Radius, vom Umfang her, aber es sieht schon cool aus.

Chris

Also Anpassungsmöglichkeiten durch 3D-Gedruck, durch Schalen, ich meine, das ist eine andere Art des Ausdrucks. Weißt du, wenn du Kinder fotografierst oder so, dann könnte das doch durchaus auch, aber vielleicht auch bei Erwachsenen, stell dir mal das Gegrinse vor.

Boris

Wenn du auf diesen Objektiven herkommst. Absolut. Das muss ich, glaube ich, mal gucken, ob ich das auch über die Leica-Objektive ziehen kann. Dann hat das gleich den richtigen Stil.

Chris

Wenn du die drauf... Nee, geht nicht. Wenn du diese Schalen drauf machst, dann kannst du nicht mehr manuell fokussieren. Dann musst du dich auf den Autofokus verlassen.

Boris

Man müsste die Schalen mehrteilig machen, dass sich ein Stück der Schale mitdreht.

Chris

Damit bist du raus.

Boris

Leider.

Chris

Tut mir leid.

Boris

Aber das ist schon sehr grell. Das ist eigentlich eine naheliegende Idee. Und jetzt wahrscheinlich einfach mal offiziell von einem Anbieter des Objektivs, als Download angeboten, aber wahrscheinlich hast du auch schon vorher solche Sachen in den 3D-Download-Portalen gefunden, wenn du danach gesucht hättest, nehme ich mal an.

Chris

Der Uwe sagt, der helle Rand macht Streulicht. Boah, weißt du das? Hast du es schon ausprobiert? Also die Chancen für Streulicht steigen dadurch mit Sicherheit. Aber ob es das wirklich macht, du kennst so die Qualität von diesem Objektiv gar nicht, vielleicht korrigiert das das einfach weg.

Boris

Vielleicht ist das Streulicht dann weg, ganz genau.

Chris

Kann ja sein. So, jetzt kommen wir noch zu einem traditionsreichen Namen, der, ja, den ich schon etwas länger nicht mehr gehört habe. Kennst du noch Praktika?

Boris

Praktika. 20 Prozent auf alles, außer auf Tiernachung. Achso.

Chris

Mit K vorne, dann ein C und ein A am Ende. Praktika.

Boris

Verstehe.

Chris

Alte DDR-Kamera-Geschichte. Das, waren so Kameras, die, glaube ich, auch viel im Westen verkauft wurden damals.

Boris

Ja, ich glaube, wir haben sogar eine hier. Ich müsste direkt suchen.

Chris

Praktika kommt jetzt wieder zurück.

Boris

Mhm.

Chris

Aber leider nur die Marke. Wir reden von der Praktica VF212. Eine extrem einfache 35mm Kamera aus Plastik. Sieht eher wie so eine Einwegkamera aus.

Boris

Ja, so ein Ding, was wir früher im Handschuhfach hatten, um bei Unfällen Fotos zu machen.

Chris

So ähnlich vor den Smartphones. Die ist wiederbefühlbar.

Boris

Immerhin.

Chris

Ich meine, traditionsreicher Name, einfache Technik, sehr niedriger Preis, wie gesagt, 37 Euro.

Boris

Ja, in China krache halt.

Chris

Aber könnte das vielleicht so eine Einstiegsdroge ins analoge Fotografieren sein? Weil ich schäume mich ja immer ein bisschen vor den Wegwerfkameras. Weißt du, da hast du immer gleich so viel Plastikmüll.

Boris

Ja, aber es ist ja nicht Wegwerf. Du kannst da ja einen neuen Film reintun. Also es ist eine amtliche Analogkamera.

Chris

Ich sage ja, ich schäume mich vor den Wegwerfkameras, also vor den Einwegkameras, die ja zum Wegwerfen gemacht sind.

Boris

Das ist hier nicht der Fall. Ist doch geil. Ja, glaube ich schon. Wir hatten ja schon andere Kameras hier mal vorgestellt, die gerade so ein bisschen die Runde machen bei analogen Geschichten, wo du dann was einstellen kannst zwischen nah und fern für den Fokusbereich. Ganz einfaches Ding eben. Aber ja, klein, kompakt, einfach auslösen, Schnappschuss machen, ein schönes Bild, weil du hast halt hinterher immerhin ein 35-Millimeter-Bild. Und wie wir alle wissen, kann das sehr, sehr gut aussehen, auch mit einfachen Optiken vorne dran. Also ich glaube schon, dass das eine Einstiegsdroge sein kann. Aber Jochen schreibt ja auch gerade, mit 30 Euro kostet sie so viel wie eine gebrauchte echte Praktika mit Objektiv. Und da wüsste er dann schon, was er vorziehen würde. Ja, also rein vom Preislichen ist das sicherlich im Vergleich zu den Gebrauchten nicht attraktiv, da würde ich Jochen zustimmen, aber diese hier wird halt sehr einfach sein, das ist halt eine Schnappschusskamera. Und würdest du dir eine echte, alte, gebrauchte Praktika ins Handschuhfach werfen, um bei Unfällen Fotos zu machen? Weiß ich nicht.

Chris

Aber heute macht man das doch eh nicht mehr, weil jeder ein Smartphone in der Tasche hat.

Boris

Naja, aber als richtiger Retro-Fan machst du bei Unfällen natürlich.

Chris

Machst du auch richtige, echte Retro-Unfälle, oder? Wo man dann noch so vom Lenkrad aufgespießt wird.

Boris

So was.

Chris

Und hinterher aus der Fahrgastzelle nicht mehr rauskommt, weil man eingeklemmt ist. Ja, genau.

Boris

So wie ein Nussbaum-Lenkrad.

Chris

Genau, so in den Rippen drin, hey, super. Dann prägt der aber dann eine kompakte Knipse im Handschuhfach auch nichts mehr. Heute haben die Autos gar keine Handschuhfächer mehr.

Boris

Meins geht zumindest auf Sprachkommando auf.

Chris

Angeber. Wir müssen über RAW-Fotos reden.

Boris

Ja, müssen wir. Es gibt einen neuen Anwärter auf einen neuen RAW-Konverter. Also es soll was Neues geschrieben werden.

Chris

Es ist was Neues geschrieben worden, weil seit ich das hier drin hatte, war das am Anfang noch eine Mailing-Liste mit hier E-Mail und dann sagen wir Bescheid. Jetzt gerade geguckt, haben sie es tatsächlich raus. Es ist draußen.

Boris

Wir haben es noch nicht getestet.

Chris

Nee, wir erzählen jetzt nur mal, was da so steht. Das ist ein RAW-Foto-Editor speziell für den Mac. Und das Ganze soll so, also sie sagen filminspirierte Farben, handgefertigte Looks für analoge Authentizität. Ich zitiere nur.

Boris

Ja, es ist glaube ich auch einer der Entwickler von ehemals VSCO dabei, VSCO. Daher kommt wahrscheinlich dieser Touch zum analogen Look.

Chris

Genau und diese Beispiele, die man sieht, die sind auch tatsächlich, die zeigen sowas Filmartiges, also vom Feeling her siehst du halt hier ein bisschen mit der Sättigung und wie mit den Farben umgegangen wird, ist es alles so ein bisschen Film-like. Was genau das bedeutet. Ich würde sowas gerne mit eigenen Bildern sehen. Das kann man auch. Es gibt so ein 14-Tage-Trial.

Boris

Ah, okay.

Chris

Kannst auch irgendwie noch, glaube ich, eigene Settings machen. Hat auch LUT-Unterstützung.

Boris

Sehr gut.

Chris

Sie nennen es Cinema-Effekte. Das ist, wie gesagt, nur für Mac. Und sie werfen mit so Begriffen rum wie moderne Farbwissenschaft und eine Lux-Bibliothek und, natürlich so für RAW, Rauschen reduzieren, Hervorhebungen wiederherstellen, Linsenkorrekturen für viele Kameras und Cinema-Effekte, Cornhalation und Diffusion ähm, Ja, wie gesagt, das kann man vorher testen. Das ist ja schon mal ganz gut. Ich weiß es nicht, wie detailliert man da tatsächlich an den Bildern arbeiten kann. Ich habe so das Gefühl, es geht eher darum, einfach die Bilder im Gesamten zu ändern und jetzt nicht irgendwie noch irgendwelche Belichtungskorrekturen reinzumalen oder sowas. Ich vermute, dass das da erstmal nicht geht.

Boris

Zumindest habe ich es nicht gesehen. Und das ist jetzt die erste Version, nicht wahr?

Chris

Genau, es geht um analoge Ästhetik in einem digitalen Workflow, und bearbeitet Raw Builder, weiß auch nicht, was da alles unterstützt wird, aber sie haben auf jeden Fall diese Gratis-Version. Und sie locken natürlich jetzt mit, also das Ding kostet ein Hunni in Dollar, 99 Dollar für eine Lizenz. Sie haben und zwar pro Jahr. Also 99 Dollar kannst du das glaube ich kaufen ohne Abo. Dahinter steht durchgestrichen 199 Dollar, also da wird ein bisschen Druck aufgebaut, jetzt doch bitte schön auszugeben, du weißt ja nicht, wann es teurer wird.

Boris

Ja klar.

Chris

Und dann hast du hier noch so einen Haken, keep me updated after the first year, also sprich zahl jedes Jahr ein Huni und dann kriegst du auch alle Updates.

Boris

Und wahrscheinlich, wenn du das jetzt schon klickst, dann zahlst du halt fürs Update 99 und dann nicht 199, wenn du es erst später machst.

Chris

Ja, so funktioniert das ja auch bei so typischen Kickstarter-Geschichten und so weiter. Da kriegst du halt einen angeblich günstigen Preis und sie schreiben halt nebendran einen, doppelt so teuren Preis, damit du dann ein bisschen geschubst wirst. Wie gesagt, probiert es aus. Das ist, glaube ich, das Beste. Ihr könnt hier ein 14-Tage-Trial runterladen. Und wenn es interessiert, ich bin mit meinen Brawl-Möglichkeiten aktuell noch sehr zufrieden damit.

Boris

Und das ist halt kein Abo. Also nach dem Jahr läuft die Anwendung weiter, solange das Betriebssystem das eben unterstützt. Also wenn irgendwann mal das Betriebssystem irgendwelche Voraussetzungen schafft, die diese App nicht erfüllt und nicht mehr starten oder crashen sollte, dann ist es halt Pech. Aber solange es eben läuft, läuft es. Und diese 99 Dollar, die genannt sind für ein Jahr, heißt eben, dass in diesem Jahr alle Updates enthalten sind. Also in dem Zeitraum bekommt ihr Updates. Und wenn ihr danach nicht verlängert, bekommt ihr halt keine Updates mehr. Und das ist halt so ein Lizenzmodell, was ich persönlich extrem fair finde. Dass man eben sagen kann, okay, wenn ich es eh nur casual nutze oder ich nutze es dann nach dem Jahr gar nicht mehr, dann brauche ich auch nicht weiterzahlen und solange es eben läuft, läuft es und dann freut man sich. Und wenn man es dann doch mal verlängern will, dann kauft man halt wieder ein Update. Also man kann dann eben auch mal ein Jahr aussetzen oder sowas. Das finde ich tatsächlich sehr fair. Also kann man durchaus unterstützen sowas.

Ich bin auf jeden Fall neugierig, bin überlegen, ich habe halt im Augenblick wenig Zeit für solche Experimente, aber ich möchte auf jeden Fall mal so eine Testversion ausprobieren. Ich muss mal gucken, ob ich das in absehbarer Zeit mal hinbekomme. Weil wie du schon sagst, Man will sowas mit eigenen Bildern ausprobieren und gucken, was das macht. Weil ein tolles Bild aus der Wüste sieht halt aus wie ein geiles Bild aus der Wüste oder weiß ich nicht, irgendwelche Sehenswürdigkeiten von der ganzen Welt. Die sehen für mich auch unbearbeitet halt beeindruckend aus. Aber mein Bild von der St. Sixtikirche oder so, gewinnt das oder verliert das damit? Das würde ich halt gerne mal ausprobieren.

Chris

Aber du hast doch eh schon tolle Farben. Du hast doch diese Leica.

Boris

Ja.

Chris

Also diese Like As, mit Plural bitte. Da ist doch bei der M8 zumindest, fallen doch eh schon richtig gute Farben raus.

Boris

Ja, das ist so. Also ich kann es nur mal wiederholen. Ich bin total schockverliebt in die Bilder, die aus der M8 rausfallen. Wohlgemerkt in die RAW-Daten mit Lightroom Classic bearbeitet. Ich habe es auch mit dem RAW-Entwickler vom Mac geöffnet. Da gilt im Prinzip das gleiche. Nuancen sind ein bisschen anders, aber im Großen und Ganzen das RAW einfach entwickeln und ich habe einen Farblook, der mir einfach gefällt. Und das wird halt gerne in der Community auf den CCD-Sensor zurückgeschoben, geworfen, wie sagt man? Das ist daran geführt.

Chris

Zurückgeführt.

Boris

Ja, deutsche Sprache.

Chris

Schwierig.

Boris

Und da ist halt ein sehr alter CCD-Sensor drin, wo wir alle wissen, dass der halt von, also CCD hat man damals weggelassen, weil die in der ISO-Leistung nicht so prickelnd sind, also so ab 400 wird es dann auch schon körnig und solche Geschichten und nicht besonders schnell, pipapo. Aber dieser hier soll eben von Kodak oder zusammen mit Kodak entwickelt worden sein, hat 11 Megapixel in der M8 und eben einen Farblook, den ich sehr mag. Und dann heißt es ja die M9, die eigentlich in wahrscheinlich allen Belangen gegenüber der M8 die etwas bessere Leica ist, die digitale. Sie ist ein bisschen schneller. ESO-Wert lässt sich besser verstellen. Das Spannengeräusch, was dabei ist, klingt einfach, wie soll ich sagen, komisch.

Besser, satter, zuverlässiger, überzeugter, optimistischer. Bei der M8 klingt das immer so ein bisschen so wie, war es das letzte Mal oder kann ich nochmal? Und bei der M9 ist das so, jo, das Bild haben wir, bereit fürs nächste. Also es ist ein Riesenspaß mit dieser M9 auch loszuziehen. Mit der M8 auch, aber mit der M9 glaube ich nochmal einen Zacken drüber. Aber da ist auch ein CCD-Sensor drin und da wird auch geschwärmt von eben diesen Leica-Farben und dem Farblook von Leica und nur die alten Kameras hatten das ab CMOS, ist das weg. Das ist so die Aussage, die so in den Foren kursiert. Und nun passierte es, dass ich ja zu meiner M8 auch eine M9 bekam. Und jetzt war ich ein paar Mal mit der M9 unterwegs, halt bei etwas anderem Wetter. Hier ist es jetzt gerade sehr sonnig draußen, sehr warm draußen. Und die sehr geilen Bilder, die ich sehr mochte mit der M8, die sind eher so an bewölkten Tagen entstanden. Also schon ein bisschen anders.

Aber ich kam mit den M9-Bildern dann nach Hause, habe die auch in Lightroom geöffnet und dachte so, hmm, kickt nicht so. Und ich musste sie bearbeiten. Und dann dachte ich erst, es liegt an mir, so an meiner Stimmung, so genervt von der Hitze und so. Und vielleicht ist es auch einfach zu hell. Keine Ahnung. Ich war so ein bisschen merkwürdig. Aber ich hatte sie nie im direkten Vergleich. Deswegen, das kann immer auf viele Ursachen zurückzuführen sein. Und jetzt hatte ich neulich einen Augenblick Zeit und habe gedacht, jetzt nimmst du sie mal beide mit, stellst dich mal an ein Motiv, was du gut kennst, auch von den Farben her, und machst hintereinander Vergleichsaufnahmen mit der M8 und mit der M9. Und das habe ich gemacht.

Chris

Links ist die M8?

Boris

Links ist die M8, genau.

Chris

Das ist dramatisch anders.

Boris

Das ist dramatisch anders.

Chris

Mit Standard-Einstellungen oder hast du auch irgendwelche Profile und sonst was drin?

Boris

Also es ist ja sowieso nichts mit Profil, weil es sind RAW-Bilder. Also in Lightroom Classic einfach das RAW-Bild, das DNG geöffnet.

Chris

Das heißt, Lightroom Classic macht dann aber natürlich auch irgendein Profil drauf.

Boris

Natürlich. Irgendwas machen die, da habe ich keinen Einfluss drauf. Aber es ist erstmal die Erfahrung, die ich halt habe. Und was ich gemacht habe, ist, ich habe beide Kameras vom Weißabgleich her fix auf Tageslicht gestellt. Du kannst also eine Vorauswahl treffen, was du haben willst.

Chris

Also nicht auf die Kelvin, sondern auf das Tageslicht-Setting.

Boris

Auf das Sonnensymbol, wenn du so willst. Na, hier heißt es halt Tageslicht beziehungsweise Daylight, je nachdem auf welcher Sprache sie steht. Und dann habe ich Aufnahmen gemacht. Die erste Aufnahme, die du hier im Bild siehst, wir müssen aufs Video verweisen, oder auf meinen Blog, wir verlinken das auch, ich habe das auch geblockt. Also die obere Reihe ist mit automatischer Belichtung entstanden. Blende war 5,6 fix eingestellt. Wie gesagt, Weißabgleich und der niedrigste ISO-Wert. Das ist bei der M8 160. Bei der M9 müsste ich nachgucken, könnte sein. wenn es es dann 200 waren oder sowas.

Aber vergleichbar. Ja, und dann eben die erste Aufnahme mit automatischer Belichtung, um zu gucken, wie belichtet sie denn, wenn sie es automatisch tut. Die zweite Aufnahme mit einer fixen Belichtungszeit von einer 500 Sekunde. Und das dritte Bild, da habe ich, was habe ich da noch gemacht? Habe ich auch beschrieben irgendwo.

Was habe ich denn da gemacht? Da hatte ich glaube ich alles auf automatisch. Genau, da hatte ich dann auch den Weißabgleich noch auf automatisch gestellt. Also Belichtung und Weißabgleich, alles auf automatisch. So, und dann habe ich mir die Bilder mal im Vergleich angeguckt und ich war bass erstaunt, denn Tageslicht für die M8 sind 5600 Kelvin. Da gehe ich mit. Also so irgendwas in die Größenordnung so von 5400 bis 6000 oder sowas würde ich als Tageslicht interpretieren. Interpretieren. Bei der M9 sind es 4700, also fast 1000 Kelvin weniger, die bei der Voreinstellung Tageslicht benutzt werden. Und da verstehe ich nicht warum, das halte ich fast für einen Bug in der Firmware.

Das Ergebnis ist erstmal per se ein bläulicher, ein kühleres Bild. Ich weiß nicht, ob das Absicht ist bei der M9, aber das erklärt schon mal einen großen Unterschied in dem, was du halt siehst. Und das kann man hier bei diesen drei Beispielbildern auch sehen. Interessant ist dann der automatische Weißabgleich. Da haben wir bei der M8 fast das gleiche. Da sind wir bei 5400 gelandet. Also ein ganz kleines bisschen kühler gemacht, aber deutlich Tageslicht. Und die M9 hat aufgeholt und geht dann auf 5050. Also die geht dann deutlich rauf. Aber eben bei weitem nicht so weit im spektrum wie das die m8 tut fand ich erstaunlich, generell hat die m9 auch die etwas dunklere belichtung gemacht hat also alle bilder ein wenig dunkler belichtet obwohl beide ansonsten exakt gleich konfiguriert waren wie gesagt der iso wert leicht abweichend weil er sich nicht exakt gleich einstellen lässt aber.

Aber auch die Farben sind halt wirklich anders. Ich habe tatsächlich dann den Weißabgleich bei den M9-Bildern manuell dann angeglichen in Lightroom und habe die eben alle auf die 5600 hochgezogen. Und selbst da sieht man eben zum Beispiel, das siehst du hier auch in dem Video, was du gerade zeigst, die Vergleichsbilder. Bei der M8 ist halt das Himmelsblau tatsächlich in ein Zyren gerutscht. Das ist nicht realistisch. Das ist kein echtes Himmelsblau, was ich da an dem Tag hatte, aber es ist eben dieser Farblook, den ich in Summe mit den anderen Farbverschiebungen eben so mag. Und bei der M9 ist es aber auch nicht realistisch. Da hat sie nämlich so einen Hang ins Lila, was diese Blautöne angeht. Das ist so etwas, was man, wenn man drucken möchte, eigentlich eher versucht, dann wieder zu korrigieren mit Profilen. Also die Wahrheit, der echte Himmel lag irgendwo so dazwischen. Und beide Kameras bedienen halt so unterschiedliche Extreme hier. Und dann habe ich mir gedacht, naja gut, das Blau rutscht ins Lila, das Grün ist selbst, wenn ich den Weißabgleich angeglichen habe, immer noch kühler. Also so ein bläulicheres grün und auch kräftiger von der Sättigung. Rottöne sind wärmer und auch kräftiger und haben mehr so einen Hang ins Pinke.

Alles, was so neutral ist, was so einen Hang so zum Grau hat, der geschotterte Weg, ja, der ist nicht ganz grau, der ist schon eher ein sandiges Grau, aber es gibt im Hintergrund da auch so eine Wand, die eher so ein grauer Holzton ist. Die sind bei der M9 auch alle eher ins Warme gezogen tatsächlich. Und dann habe ich gedacht, naja, ein Unterschied ist ja, bei der M8 habe ich einen Infrarotsperrfilter drauf, weil dieser Filter vorm Sensorglas fehlt. Und wenn du mit der M8 ohne dieses Sperrfilter fotografierst, dann hast du abenteuerliche Farbverschiebungen, gerade bei Sonne. Also da musst du mit diesem Filter arbeiten. Bei der M9 nicht, weil das halt vor dem Sensor sitzt. Ich habe aber gedacht, na gut, bist du fair und machst den gleichen Sperrfilter auch bei der M9 drauf, habe den also einmal rüber geschraubt und habe dann einen Vergleich gemacht. Das ist das zweite Bild, das kannst du ja mal zeigen.

Da sieht man halt oben einmal das Bild von der M9 ohne den Sperrfilter und unten von der M9 mit dem Sperrfilter. Und wenn ihr genau mal in den Himmel achtet, das beschreibe ich für alle, die zuhören, bei dem Bild ohne Sperrfilter ist es himmelsblau wirklich deutlich in einen lila Ton gerutscht. Mit dem Sperrfilter wird es schon eher blau. Es wird nicht so züren, wie es bei der M8 züren wird, aber es ist auch nicht mehr so ganz extrem lila. Also dieses Sperrfilter macht auch bei der M9 sehr wohl noch einen Unterschied.

Müsste man jetzt also, wenn man fair ist, auch alle Vergleichsbilder eben bei der M9 mit diesem Sperrfilter machen. Aber auch wenn es hier im Himmel relativ deutlich zu erkennen ist, die töne beim dach ja sie sind nicht ganz so sehr ins pink aber immer noch sehr pinkisch das grün ist immer noch eher ein kühles grün und relativ kräftig also ja sperrfilter macht hier einen unterschied aber es erklärt nicht den kompletten unterschied, es ist ein kleiner baustein immerhin dass ich darauf gekommen bin hat mich dann auch gefreut, Und dann habe ich tatsächlich eine relativ heftige Bearbeitung gemacht. Ich glaube, das ist das dritte Bild. Und habe wirklich versucht, das M9-Bild so zu bearbeiten, dass ich die Farben von der M8 möglichst reproduziere. Das ist mir nicht zu 100% gelungen. Wenn man hier genau hinguckt, dann sieht man, der Himmel ist nicht ganz so züren. Da müsste man noch ein bisschen an der Händigkeit...

Chris

Das ist aber schon so schlecht nicht hier.

Boris

Ich denke mal, als Laie würde man sagen, das ist das gleiche Bild.

Chris

Also wenn ich den nicht direkt nebeneinander sehen würde, dann würde ich da keinen Unterschied sehen.

Boris

Ja, deswegen sage ich als Laie, siehst du den Unterschied nicht. Als jemand, der ein Gefühl hat, wenn er das Bild öffnet, schon. Da ist halt die Sättigung vom Grün, die stimmt noch nicht. Der Grüntor stimmt auch noch nicht so ganz. Der Haken daran ist nur, das ist eine wirklich heftige Bearbeitung. Ich habe da im Lightroom Classic an der Kalibrierung gespielt. Ich habe an den einzelnen Farbreglern gezogen. Ich habe an dem Weißabgleich gezogen. Also dass ich die Gradationskurve nicht in den Farbparametern angepasst habe, ist noch ein Wunder. Damit würde ich wahrscheinlich die letzten Zentimeterchen hier noch hinkriegen. Das möchtest du nicht machen. Und das ist jetzt auch nichts, was du als Preset speichern könntest, weil ich bin da felsenfest von überzeugt, auch wenn ich es noch nicht getestet habe, abwarten, bis wir anderes Wetter haben und ich mit beiden unterwegs bin. Ich bin relativ sicher, dass du diese Bearbeitung nicht einfach pauschal auf alle M9 Bilder angleichst und hast dann den Look von der M8, sondern das ist jetzt eine Anpassung, die hier in diesem Licht bei diesem Motiv funktioniert. Und wenn es dann bewölkt ist oder Kunstlicht ist, dann wirst du andere Regler brauchen.

Ja, also die Erkenntnis für mich war erst mal, okay, ich spinne nicht. Ich hatte halt immer großen zeitlichen Abstand jetzt zwischen den beiden Kameras und war dann immer nur so, irgendwie kickt es nicht. Jetzt weiß ich warum, weil also schon der Weißabgleich nicht passt. Ich werde also als nächstes tatsächlich mal bei der M9 dahergehen und werde dann wirklich einen festen Kelvin-Wert reinschreiben, statt Tageslicht zu wählen und mal gucken, was dann passiert.

Ja, aber auch sonst hat die M9 halt einen Hang.

Ein Hauch in Richtung mehr echte Farben, wo die M8 noch dahergeht und bestimmte Farbtöne eher entsättigt oder verschiebt. Das Spannende ist halt, dass die M8 nicht dahergeht und sagt, ich nehme mal hier den Rotton und mache den blasser. Sondern das hängt schon davon ab, welcher Rotton und wie hell ist der oder wie kräftig ist der. Das gleiche beim Grün, das gleiche beim Blau. Also es ist nicht so, dass da jemand gesagt hat, ich gehe mal hier auf den Sensor und wenn wir blau machen, entsättigen wir ein bisschen und machen züren. So ist es nicht. Das hängt also wirklich schon von so einer Gradationskurve wahrscheinlich ab, wie die, bei welcher Helligkeit und welcher Sättigung eines Farbtons sich eben in der Wiedergabe verhält. Das ist faszinierend. Und ich kann nur wiederholen, wenn man diesen Farbblock der M8 mag, kauft euch eine M8 und scheißt drauf, dass es nur 11 Megapixel sind. Die sind rattenscharf, diese 11 Megapixel. Das macht einen Riesenspaß.

Die M9 kriegt mehr als diese eine Chance, weil sie macht halt generell sehr, sehr viel Spaß, diese M9. Weil alles, was ich eingangs gesagt habe, gilt einfach. Das macht einen ganz, ganz großen Spaß. Ich schaue mal. Aber wenn ich anfangs dachte, ich behalte meine M8 auf jeden Fall für die Schwarz-Weiß-Fotografie, weil ohne das Sperrfilter vorne drauf, gerade bei Sonne, kriegst du so viel Zeichnung in die Schatten rein im Schwarz-Weiß. Das ist einfach geil.

Jetzt würde ich sagen, ich behalte sie auch für die Farbfotos. Ich mag sie einfach. Und wenn ich das Ding in Lightroom öffne und das Bild ist fertig, was will ich denn mehr? Ist doch alles da. Und wo ich jetzt natürlich gespannt bin, jetzt wo ich sie wieder in den Händen halte, die M, die Typ 240, die hat ja einen CMOS-Sensor. Das ist die erste Leica mit CMOS-Sensor. Und die wird auch immer wieder benannt für ihren Farblook. Übrigens, häufig kontrovers. Es gibt Einträge in Foren, die sagen, ja, die hat beschissene Farben. Da musst du ganz viel in der Raw-Erarbeitung machen. Und es gibt Stimmen, die sagen, die hat geile Farben. Und das kommt wohl daher, dass es irgendwann in der Historie von dieser M ein Firmware-Update gab, was wohl Probleme mit der Farbwiedergabe behoben hat. Also es kann sein, dass da auch was geändert wurde. Und ich habe ja jetzt hier die aktuelle Firmware drauf, auf meiner. Und ich werde den Vergleich, den ich mit der M8 und der M9 gemacht habe, sicherlich auch nochmal wiederholen mit der M8 und der M. Und da bin ich sehr gespannt. Ich hatte ja schon ein paar Aufnahmen, wo wir bei einer guten Freundin waren. Da hatte ich ja Fotos gemacht mit ihr und ihrem Pferd. Und da war ich eigentlich eher positiv überrascht. Und von daher, bleibt das alles sehr, sehr spannend.

Chris

Ach ja.

Boris

Aber meine Kamera muss ich ja noch tragen und zielen und auslösen. Und du willst mir jetzt sagen, das könnte ich auch einfacher haben?

Chris

Natürlich. Du kannst ja so eine Lifestyle-Drohne kaufen, die um dich rumfliegt und die Haare mit dem Gebläse verpustet und Radau macht und so weiter. Oder du machst das, was hier eine Firma auf Kickstarter, der es gemacht hatte, die haben jetzt, auch sowas wie eine Lifestyle-Drohne gebaut, namens Beni, aber das Ding fliegt nicht, das Ding fährt. Und das, ja.

Boris

Also fahren im Sinne von Skateboard oder im Sinne von Geländegängig oder worüber?

Chris

Ich zeig dir das mal. Ich bin natürlich wieder unglaublich zynisch, was das Ding angeht. Ich finde ja immer in diesen Videos sieht man dann diese glücklichen Menschen, die ganz toll Sport machen und ein Leben haben, was der absolute Wahnsinn ist und die haben da natürlich auch ganz, ganz tolle Freunde und alles und das müssen sie alles filmen, wofür weiß ich nicht genau, wahrscheinlich für ihr Vlog, was sie nicht haben. Und die kaufen sich dieses Ding natürlich. Also du musst dir vorstellen, einen kleinen zweirädrigen Roboter mit einem lustigen Gesicht, der hat so ein bisschen was von Wall-E oder so, hat zwei rote Öhrchen, zwei große, große Klubschaugen, also da wird gleich das Kindheitsschema noch bedient und, dieses kleine Ding fährt also mit dir mit und springt und filmt dich, kann bis zu 10 Zoll, also 25 Zentimeter hoch, Hinternisse hoch springen. Kann mit knapp 28 kmh fahren, also 17,9 mph. Hat Smart Auto Following, was immer das auch bedeutet.

Boris

Wird dich halt tracken und hinterher fahren.

Chris

Ja, macht 4K Video und dann noch irgendein KI-Feature, Auto-Edited Highlights, also dieses ich schneide ja das dann auch noch, die coolen Sachen schneide ich zusammen, das Ding kannst du noch irgendwie customisen, kannst eben noch Hütchen aufkleben und so.

Boris

Cowboy-Hütchen, okay, I'm sorry.

Chris

Ähm, Naja, und es ist halt so ein Ding, was dann auf Bodenhöhe, also Froschperspektive quasi fährt, auch hier auf dem Rasen in dem Video und im Wald und so. Also das ist auch so ein bisschen geländegängig. Und also dieses Video verspricht einfach nicht nur einen kleinen Freund, der auch noch total lieb ist und der Hund mag ihn wohl auch, der Corgi, sondern, ist das ein Corgi? Ich glaube, sondern er hat halt auch noch Personality, also macht noch irgendwie Tricks, der kann also auch so Jumps machen und, irgendwie so ein bisschen tanzen und so, was halt so ein kleines zweirätriges Self-Balancing-Ding tun kann. Kann auch ein Salto rückwärts machen und so weiter. Also, und du kannst dann auch gleich Tennis spielen, wie du siehst, oder hast ganz viele Freunde, wenn du das Ding hast. Und ja, das Ding ist am, lass mich nicht lügen, am 8. Juli gestartet. Heute ist der 14. Also nicht lange her. Die wollten 43.000, Euro umgerechnet haben.

Boris

Was ja nichts ist eigentlich.

Chris

Sie haben natürlich nicht. Das ist reines Marketinginstrument. Sie haben knapp 1,5 Millionen Euro mittlerweile bekommen von 2.693 Leuten und das Ding ist noch 53 Tage offen auf Kickstarter. Ähm.

Hat so Hinderniserkennung, kann auch an Schrägen. Du warst da am Deich, wenn die Schafe so auf der einen Seite kürzere Beine haben. Also an solchen Flächen kann das Ding auch fahren. Unter vier Pfund Gewicht und fängt mit einem Supporterpreis mit Super Early Bird für 550 US-Dollar an. Die meisten Leute haben sich das All-You-Can-Eat-Paket bestellt mit Ersatzreifen und hier noch ein Trecker und da noch irgendwas. Und angeblich soll der erwartete reguläre Verkaufspreis bei 800 US-Dollar sitzen. Also die fahren jetzt nicht diese harte Tour von wegen, das Ding kostet nachher viermal so viel, sondern das bleibt im reellen Rahmen. Und natürlich bietet ein Crowdfunding oder birgt ein Crowdfunding natürlich immer die typischen Risiken, was Termine oder Fertigung oder Qualität angeht. Das weißt du vorher nicht. Und solche Videos, die sind natürlich nicht wirklich repräsentativ für das, wie das Ding nachher funktionieren wird.

Ich würde nicht sagen, die lügen, aber ich würde sagen, die haben natürlich die tollsten, coolsten Sprünge und Sachen gezeigt und die positivsten Bilder, wie ich das wahrscheinlich auch machen würde. Dann habe ich mir aber gedacht, Warum haben die jetzt fast anderthalb Millionen Euro eingesammelt? Was passiert da? Also wie funktioniert das psychologisch?

Boris

Also ich finde das Ding absolut süß.

Chris

Es hat einen totalen Goldig-Faktor, richtig?

Boris

Ja, aber total. Das ist voll der Baby-Faktor mit diesen großen Augen. Das ist dieser Wally-Faktor. Den hast du einfach sofort lieb. Und dann kann der auch noch Kunststücke und flitzt hinterher. Also der hat einfach eine Persönlichkeit. Und dann setzt ihm noch einen lustigen Hut auf.

Chris

Richtig. Die haben jetzt auch schon, glaube ich, alle möglichen Influencer da mit an Bord und so, wie sich das heute gehört. Und ja, dann bin ich einfach so durchgegangen. Also ich glaube, das hat mehrere Gründe, warum das Ding so abgeht. Und da kann man natürlich was daraus lernen, falls ihr mal was verkaufen wollt. Dann überlegt euch mal, ob ihr vielleicht euch einfach an sowas ein Beispiel nehmt. Also das Erste ist, es ist super einfach erklärt, was das Ding ist. Du musst nicht irgendwie Technik und so. Nee, das ist ein Roboter, der mir folgt und mich filmt.

Boris

Punkt.

Chris

Das ist super einfach.

Boris

Und auch noch den fertigen Videoschnitt macht.

Chris

Genau. Und das suggeriert einem natürlich, dass Menschen natürlich gerne so einen privaten Kameramann hätten, der immer dabei ist. Und da muss man jetzt niemanden fragen, sondern man hat ja diesen kleinen Roboter und der macht keinen Radau. Also zumindest lange nicht so viel Radau wie eine Drohne. Das heißt, der hat nicht diesen Pflüber-Nerv-mich-nicht-Faktor oder andere Nervenfaktor. Hat er nicht. Du musst auch kein Stativ dafür aufstellen, so wie das die Vlogger heute alle machen. Und er hat halt Persönlichkeit. Und diese Art der Persönlichkeit, dieses zweibeinige, rätrige Ding, das erinnert unglaublich an diese kleinen Disney-Roboter.

Boris

Ja, tierisch.

Chris

Die zwar gehen und nicht rollen, aber trotzdem auf so zwei Beinen und ein bisschen lustige Persönlichkeit. Das hat schon was. Das mit dem Hütchen aufsetzen, das ist natürlich mit Absicht in dem Video.

Boris

Nummer 5 ist gerollt, Rolli rollt. Kette, aber hier halt auf Rädern.

Chris

Und es ist ja eigentlich nur eine Kamera auf Rädern, aber dieses Ding bewegt sich halt nicht wie ein Tool, sondern wie ein Tier. Das ist lebendig. Das springt, das steht wieder auf, wenn es umgefallen ist. Das folgt dir wie ein Hund. Das macht so, also wenn du das siehst, wenn das so fährt und dann zur Seite guckt, das wirkt neugierig. Das hat kleine Öhrchen, Diese roten Dinger da oben. Also das heißt, du hast sofort eine emotionale Bindung zu dem Ding und, Dann hat es auch noch, also mit Sicherheit wirst du dem gleich mal als erstes noch einen Namen geben müssen. Also wir haben ja auch einen Staubsaugerroboter, der hat auch einen Namen.

Boris

Natürlich.

Chris

Und dann sagst du auch nicht, hast du den Staubsaugerroboter losgeschickt, sondern hast du Uwe losgeschickt. Ja, Entschuldigung, Hörer Uwe, unser Staubsaugerroboter heißt so, weil ich zu schreibfaul war.

Boris

Und so heißt Fluffy.

Chris

Genau. Dann wirkt der Preis dann doch nicht so teuer. Das ist jetzt nicht so, wenn du sowas siehst, denkst du, naja, das sind 2000 Schlappen. Nee, es sind, das liegt so im Bereich von 1500, im Bereich von 500 bis 800, 900 gefühlt.

Boris

Das ist jetzt auch nicht unbedingt Impulskaufpreis, aber es ist schon überraschend günstig für so ein selbstfahrendes Ding.

Chris

Es liegt auch so gefühlt in diesem Drohnen, Flugdrohnen-Bereich, DJI und GoPros und so, das ist so, geht es in die Richtung.

Boris

Die günstigeren, ja.

Chris

Sie reden hier, und das wird komplett über Emotionen verkauft, das Ding. Die reden hier auch, glaube ich, nicht oder zumindest reden sie nicht offensiv darüber, was da eigentlich an Technik drin ist. Was ist das für ein Sensor? Wie viele Frames pro Sekunde?

Boris

Kannst du irgendwas konfigurieren?

Chris

Ich habe nicht gefunden. Habe ich nicht gefunden. Oder was, du konfigurierst da irgendwelche Auflösungen, Frames pro Sekunde und so weiter. Also da wird keine Technik verkauft, da wird ein Gefühl verkauft. Und das machen die richtig gut mit dieser Seite.

Boris

Ist es HD?

Chris

Ist es 4K?

Boris

Kann es Zeitlupe?

Chris

4K kannst, das steht drin.

Boris

Keyspacks, da steht was.

Chris

Ja, Battery Life, Weight Dimensions, Kamera 4K, 30 Frames pro Sekunde, 3K 60 und 1080p mit 100 Frames pro Sekunde.

Boris

Immerhin.

Chris

Aber was da jetzt für ein Sensor drin ist, also von den Videos, die man sieht, gehe ich mal von aus, dass das so eine Handy-Kamera ist, maximal.

Boris

Reicht ja auch weitwinklig, eh alles scharf.

Chris

So ungefähr. Ja, also es ist so ein ziemlich, ziemlich abgefahren, finde ich das. Ich will das überhaupt nicht haben, aber das mal zu analysieren, warum das so klickt bei den Leuten, das ist natürlich die Frage. Also da sind ja wieder tausend Fragen offen. Also alle, die jetzt sagen, oh geil, will ich haben, oh wie süß, eididei. Ihr habt keine Ahnung, ob das Trekking gut funktioniert. Und darum geht es ja bei dem Ding. Weiß ich nicht, wenn du am Gebüsch vorbeiläufst. Es ist schon irgendwie cool, dass das Ding auch so eine Bodenperspektive hat. Die ist ungewöhnlich. Sie macht es interessant.

Boris

Aber sie hat halt auch nur die.

Chris

Aber sie hat halt nur diese Bodenperspektive. Das heißt, es wird euch, wenn ihr irgendwo mit eurer Frisbeescheibe draußen rumrennt, auch hauptsächlich gegen den Himmel Filmen. Wie gut das wird? Keine Ahnung. Das ist eine extrem kontrastige Situation. Was auch nicht klar ist, auch wenn du natürlich Videos hast, wie schlägt sich das Ding auf Schotter, auf Sand im Wald? Das wissen wir nicht.

Boris

Sie zeigen zumindest Beispiele, dass es einigermaßen geländegängig ist. Und die Räder sind verhältnismäßig groß.

Chris

Ich finde es interessant, dass das Kit, was man dann kaufen kann, dass das auch irgendwie mit mehreren Ersatzrädern kommt. Also vielleicht sind die auch verschleißt, weiß ich nicht.

Boris

Das wird mit Sicherheit so sein. Also wenn die über Schotter pesen oder sowas oder auch über Asphalt hier in so einer Haftpap oder sowas, das wird schon abnutzen.

Chris

Wer hält länger? Die Motoren, die Aktuatoren, die die Beine bewegen oder die Rollmotoren? Naja, wissen wir nicht. Wie laut sind die Motoren? Ich habe das nirgendwo gehört bis jetzt.

Boris

Sagt Jochen auch, auch Modellautos können laut sein.

Chris

Richtig. Wie gut die Kamera tatsächlich ist, wissen wir nicht. Wie lange der Akku im Alltag hält, wissen wir nicht. Und wenn du das halt in einer entsprechenden Umgebung benutzt, dann tritt vielleicht auch mal einer drauf. Also wie robust ist das Ding nach einem Jahr? Und letztendlich natürlich, wie gut wird die Software gepflegt? Also ist das so schnell Geld einsammeln und dann hört man nie wieder was von uns? Wissen wir alles nicht. Ist da eine Cloud drin? Werden die Sachen irgendwo hochgeladen und dann dort editiert? oder ist dieser automatische Schnitt lokal auf deinem Gerät? Also es gibt einfach eine ganze Menge... Fragen dich.

Boris

Aber süß ist das Teil. Und es ist halt endlich, was heißt endlich? Es ist ein Gerät, was angeboten wird, was dieses Versprechen einlöst, was man uns seit Jahren schon sagt. Sodass du halt einen Kameraroboter oder einen Haushaltsroboter hast, der dir irgendwie Volk der Persönlichkeiten hat. Da gab es auch vor ein paar Monaten oder sowas ein Video, was aus so einem Apple-Forschungslabor rausgefallen ist, wo sie am Experimentieren sind, wie man eben mithilfe von, KI oder bestimmten Algorithmen es hinbekommt, Dinge halt lebendig erscheinen zu lassen. Einfach um den Umgang damit weniger technisch zu machen. Und da hatten sie, das fand ich so lustig, als Beispiel eben auch ein Gerät gemacht. Ich glaube, ein Licht war es. Das hat mich sehr an diese Pixar-Lampe dann erinnert von dem ganzen Erscheinung- und Bewegungsablauf her.

Chris

Luxor Junior. Genau.

Boris

Und da war das auch so, dass die sich halt immer minimal mal bewegt hat, mal ein bisschen das Gewicht nach links oder nach rechts verlagert hat. Oder wenn du die KI dann gefragt hast, so wie wird denn das Wetter? Dann hat sie dich halt erstmal angeguckt, so was hat dann aus dem Fenster geguckt, so als ob es kurz überlegt hat, dich wieder angeguckt, hat also quasi die Antwortzeit überspielt mit pfiffiger Bewegung, die halt Emotionen und irgendwie Lebendigkeit vermitteln. Und hier haben wir quasi ist auch generell nichts falsch dran nein natürlich nicht, es soll ja auch die Angst vor der Technik nehmen und da irgendwie einen guten Umgang damit ermöglichen oder einen natürlichen, intuitiven Umgang ermöglichen und hier ist so ein kleiner Follow-me-Roboter der eigentlich das tut ähm, Wir hatten auch schon so andere Geräte in der Vergangenheit, die mal vorgestellt wurden, wo dann so mit blinzelnden Augen, also mit Bildschirmen, mit blinzelnden Augen was gemacht wurde. Ich glaube, es gibt auch ein Fahrzeug. Ist das irgend so ein chinesisches Fahrzeug, wo die KI drin, so zwei Augen sind, die dann halt auch ein bisschen situationsbedingt reagiert. Hier ist was, was wir alle unterstützen könnten und kaufen wollten, wenn wir es denn bräuchten. Meine Bedenken dabei sind ...

Chris

Und wenn es denn funktionieren würde.

Boris

Wenn es denn funktioniert, da gehen wir jetzt mal von aus.

Chris

Ich gehe da nicht von aus.

Boris

Naja, diese Follow-Me-Drohnen haben auch ganz gut funktioniert.

Chris

Haben sie das wirklich?

Boris

Ja, doch, auf jeden Fall. Und das Problem ist nur, du hast halt eben nur diese eine bodennahe Perspektive. Das heißt, selbst wenn du jetzt YouTuberInnen bist oder InfluencerInnen bist und willst da Videos machen, ist das höchstens ein Baustein oder ein Baustein mehr für die Videos. Das kann hüpfen.

Chris

Du kannst 25 Zentimeter hochhüpfen. Das heißt, du kannst auch Bilder aus 25 Zentimeter höher machen.

Boris

Für einen kurzen Augenblick zumindest.

Chris

Ja, das sieht sicher cool aus im Video.

Boris

Oder halt eine Mauer langfahren lassen. Mal gucken, wie lang das Gerät darauf balanciert.

Chris

Ja, gut. Ja, das ist so die Technik für zu Hause. Und wenn das sich jemand von euch kaufen sollte, bestellen sollte, dann haltet uns mal auf den Laufenden. Finde ich nicht ganz unspannend. Was hier jetzt passiert ist.

Boris

Wenn wir aber von der bodennahen Perspektive zum genauen Gegenteil kommen.

Chris

Bravo, tolle Überleitung. Wir gucken uns das Ganze mal von ganz weit oben hoch droben an. Und zwar, hat jemand, Sean Doran, ein Filmemacher, hat Aufnahmen von der ISS zusammengeworfen und zwar 5.234 Fotos, welche zusammen eine Timelapse ergeben, die die Polarlichter zeigt. Und das fängt ganz harmlos an, also du siehst dann so ein bisschen vorne und links so ein bisschen Teil von der ISS und oben diesen, Canadian Arm und diese Polarlichter, wie gesagt, 5234 Einzelbilder aus der ISS Cupola und das Video, was wir da jetzt sehen, das läuft in vierfacher Echtzeit und ich gehe mal so ein bisschen vorwärts, nur dass ihr mal so ein bisschen Eindruck bekommt, wie das aussieht.

Boris

Also wirklich übers Polarlicht geflogen quasi von oben.

Chris

Ja und wie sich das faltet und schlingt und was es halt so tut.

Boris

Die Magnetfelder halt.

Chris

Der hat natürlich jetzt aus den vielen Einzelbildern noch Frames interpoliert. Das geht heute recht einfach. Ich kann nur aus Erfahrung vom Boden sagen, das sieht dann trotzdem so aus. Und er hat insgesamt irgendwie nochmal 33.946 zusätzliche Frames interpoliert. Natürlich wurde das dann noch ein bisschen der belichtung angepasst und farb korrigiert also so wie es halt wie man was man halt tut mit so bildern, Und ja, es ist meditativ, es ist absolut mitreißend, wenn man das so von oben sieht.

Boris

Könnte so, wie es ist bei Space Night laufen.

Chris

100 Prozent und dann die Musik dazu. Ich weiß gar nicht, was da war. Ich mache mal kurz den Sound an, Vorsicht. Das ist eher so Harfe, Andreas Vollenweider oder sowas.

Boris

Kann man machen.

Chris

Passt auch dazu. ja und hat damit quasi aus den Bildern, die halt von der NASA eben zur Verfügung gestellt werden. Das ist ja so, dass die ganzen Bilder, die die NASA macht, sind ja frei. Wie heißt das? Open Source? Nee, das heißt nicht mal Creative Commons. Public Domain. Public Domain. Und hat das eben dann, zusammengeschnitten und bearbeitet und das ist was richtig Geiles daraus geworden. Also ist wirklich, wirklich beeindruckend. Also hier an dieser Stelle hätte sich jetzt das Video gelohnt oder ihr geht mal und schaut euch mal dieses Video auf der Website an.

Boris

Und das Ganze ist auch in 4K oder was? Also lohnt sich auch zu Hause am großen Monitor?

Chris

Das ist dann noch 4K, ja genau. Die Bilder sind eh größer, aber das ist jetzt hier 4K. Wow. Ist das schön. die haben da oben halt irgendwie einfach mal die Kamera, an die Cupola geklebt oder genapft oder sonst was und haben gesagt, so, wir machen mal Bilder. Lassen wir mal das Intervallometer mitlaufen und das hier ist draus geworden. Ist cool, oder?

Boris

Es ist wirklich beeindruckend.

Chris

Ich finde es auch, es ist sehr, sehr beeindruckend. Ja, was auch beeindruckend ist, ist der Kalender. Wir haben nämlich schon wieder tolle, tolle Bilder bekommen von euch, äh, Bilder, Events bekommen von euch. Das ist ja immer so, ne? Also eigentlich ist das so ein bisschen Sisyphus-Arbeit, ne? Man macht da Events rein und schwupp, fallen sie auch schon wieder raus, wenn sie rum sind.

Boris

Ja, so ist das. Events gehen vorbei, Ausstellungen werden beendet.

Chris

Es wird immer neu, in Englisch nennt man das den Churn, also es wird immer durchgemischt quasi. In den letzten sieben Tagen sind wieder 30 eingereicht worden und wieder auch ein paar rausgegangen. Also wir sind immer noch so Größenordnung 400 Stück. Und ja, da gucken wir jetzt mal rein. Der Klaus hat 23 eingereicht, der Jürgen noch 5. Jürgen, du lässt nach. Der Gerhard und der Stefan jeweils auch nochmal. Und ja, wir machen jetzt mal das hier.

Ich habe mal wieder sieben Ausstellungen ausgewählt, aus denen, die neu dazugekommen sind. Da wären zum Beispiel in Ulm Black Cowboys ein fotografisches Langzeitprojekt über schwarze Cowboys und Cowgirls in den USA, das einen kaum bekannten Teil amerikanischer Geschichte sichtbar macht. In Salzburg Selections, Alex Webb zeigt in der Leica-Galerie seine komplexen, farbstarken Fotografien aus über drei Jahrzehnten weltweiter Reisen. Ein Highlight für Fans anspruchsvoller Street- und Dokumentarfotografie. Terra Extract, Spuren der Menschen in Gengenbach. Tom Hagen dokumentiert mit präzisen Luftaufnahmen den menschlichen Einfluss auf Landschaften und macht die Spuren unserer Zivilisation eindrucksvoll sichtbar. In Husum, ganz oben im Norden, Guido Klumpe, Urban Essence, eine ungewöhnliche Sicht auf die Stadt. Guido Klumpe übersetzt seine durch eine Sehbehinderung geprägte Wahrnehmung in poetische, abstrakte Street- und Architekturfotografie.

Boris

Das ist spannend.

Chris

Das ist geiles Zeug. Höxter Wege der Migration. Das Forum Anja Niedringhaus verbindet internationale Pressefotografie mit Datenvisualisierungen zu Flucht und Migration und würdigt zugleich das Werk der renommierten Kriegsfotografinn. Dann haben wir in Dringenberg das Jahresprojekt Fotografie verrückte Perspektiven mit einem Bindestrich dazwischen. Experimentelle analoge Schwarz-Weiß-Fotografie und historische Druckverfahren zeigen, wie ungewöhnliche Perspektiven unsere Sehgewohnheiten herausfordern können. Und last but not least, ja, wir haben sie vorhin schon kurz erwählt, die Analog Art Affair 2026 in Köln. Die eintägige Veranstaltung in Köln bietet von Mittag bis Abend ein analoges Erlebnis mit Fotografie, Film, Print und Technik, bei dem Besucher Kameras, Kunstwerke und analoge Schätze entdecken sowie Gleichgesinnte treffen könnten.

Boris

Im September dann.

Chris

Im September. Falls steht alles im Kalender. Auf kalender.happyshooting.de da findet ihr unsere ja, unsere Ausstellungsevent Kalender mit Distanzsuche und automatischer Integration in euren Kalender und so weiter. Schaut euch da gerne mal um. Kalender.happyshooting.de und da dürft ihr auch gerne neue Ausstellungen einreichen. Und last but not least, hat natürlich der Jürgen uns auch mal wieder eine Ausstellung, die uns ans Herz legen möchte.

Einspieler

Hallo Community. Die Fotoausstellung der Woche ist ein besonderes Kleinod in Tübingen. Im Kunstmuseum in Tübingen sind weltbekannte Werke zu sehen. Wir machen mal eine kleine Bildprobe. Augen schließen. Ihr stellt euch vor, ein afghanisches Mädchen schaut euch an, mit stahlgrünen Augen, grüner Hintergrund, dazu kontrastierend ein rotes Kleid. Es ist, glaube ich, klar, um welches Foto es geht. Welcher Fotograf? Auch ganz einfach, Steve McCurry. Dieser stellt im kleinen Kunstmuseum in Tübingen vom 19.07. bis zum 4.10.2026 aus. Ich finde das eine fabelhafte Gelegenheit, sich das schöne Tübingen anzuschauen und das Ganze mit einem wunderbaren kleinen Besuch einer Fotoausstellung zu verbinden. Ich jedenfalls werde das tun. Mein Dank gilt dieser Woche dem lieben Klaus, der unermüdlich wirklich hunderte von Einträgen macht. Macht. Ich komme kaum mehr hinterher mit Freischalten. Toll, dass es auch noch weitere Leute gibt, auch die ab und zu mal eine Ausstellung, einreichen. Ich bin total begeistert. Ich wünsche euch eine schöne Ferienzeit und in diesem Sinne, 3, 2, 1 Happy Shooting!

Chris

Ja, und natürlich gilt unser Dank dir, Jürgen, dass du das Projekt so vor dir her treibst und jetzt war ich gerade die letzten Tage nicht ganz so aktiv, weil hier Workshop war und so, aber, ich verspreche dir, ich helfe wieder ein bisschen beim Freischalten und beim Aufräumen und so weiter. Ja, also die abgelaufenen Ausstellungen müssen gelöscht werden, es muss geguckt werden, sind auch überall die Links drin, stimmen die Geokoordinaten und so. Das ist, das passiert nicht automatisch, also da macht Jürgen echt viel und dafür auch von unserer Seite mal ein riesiges, riesiges Danke.

Boris

Richtig, richtig toll.

Chris

Ja, wir haben, Eine neue Aufgabe, glaube ich.

Boris

Richtig, denn die aktuelle Aufgabe, die jetzt noch bis Donnerstag läuft, das ist, jetzt muss ich tatsächlich scrollen, die Umbauaufgabe, die läuft jetzt noch bis am Donnerstag, also zum 16.07. Und danach langweilt ihr euch ja bestimmt. Deswegen brauchen wir natürlich eine neue Aufgabe. Und die neue Aufgabe läuft vom 16.07. bis zum 30.07. und heißt Rollen. Wie kommen wir denn bloß auf Rollen? Ich habe keine Ahnung. Rollen ist die Aufgabe. Das heißt, dass ihr im Zeitraum vom 16. bis zum 30. Juli 2026 loszieht, ein neues Foto macht zum Thema Rollen. Das Ergebnis ladet ihr dann bei Flicker hoch, stellt es dort in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSB Rollen. Alles zusammengeschrieben.

Chris

HSB Rollen, oder?

Boris

H ist Brollen. Ganz genau.

Chris

Ja, wunderbar. Macht mit, macht mit. Es gibt gerade aktuell, glaube ich, nichts zu gewinnen, aber es gibt auf jeden Fall eine Erwähnung und eine Besprechung hier im Podcast und das ist ja auch was wert, oder?

Boris

So schaut's aus.

Chris

Nicht wahr? Dann sind wir dann, glaube ich, jetzt aber durch. Letzte die erste Sendung mit dem neuen Redaktionssystem. Erstaunlich gut gelaufen.

Boris

Hat ganz gut geklappt.

Chris

Noch ist es nicht abgestürzt. Ist nicht abgestürzt und gar nichts. Wir sagen danke euch natürlich, dass ihr mit, dass ihr hier zuhört, dass ihr mitmacht. Der Podcast ist Arbeit. Wir haben keine Sponsoren in dieser Sendung, deshalb gerne einen Blick in die Shownotes. Da gibt es Möglichkeiten, uns zu unterstützen. Wir sagen danke allen.

Boris

Die mitgeholfen haben.

Chris

Ja, genau. Danke alle, die das tun. Auch danke an die, die sonst mithelfen. Die helfen, helfen die Shownoter, die Kalenderbetreuer, die Slack-Einlader, hier Live-Recherche parallel im Slack und überhaupt alle, die zuhören. Schaut auch mal auf unsere Workshops. Wir hatten jetzt gerade Großformat im August Villa Geister, im Oktober Experimente mit Film, die wilde Chemie und, dann nächstes Jahr wieder Großformat und Klostergeister und so weiter. Wir sind raus und wünschen euch was und sagen zünftig drei.

Boris

Zwei, eins, für die Shooting.

Shownotes

Hausmeisterei

Aus der Preshow

  • Verzögerungen im Betriebsablauf, Verletzungen, keine 80 kilo

#hsfeedback

HS Workshops

Statt Werbung

News

Themen

#HS-Aufgabe (Alle anschauen)

  • Aktuelle Aufgabe "Umbau" mit dem tag "hsbumbau" vom 2.7.2026 bis zum 16.7.2026
  • Neue Aufgabe "Rollen" mit dem tag "hsbrollen" vom 16.7.2026 bis 31.7.2026

Termine

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Hausmeisterei II


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