#953 – hol dir ’ne Box

Veröffentlicht 13 August 2026

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#953 – hol dir ’ne Box

Veröffentlicht 13 August 2026 · Länge 1:52:54

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Boris

Happy Shooting Folge 953. Holt ihr ne Box? Die heutige Folge wird euch präsentiert von Vrind.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Ja, schönen guten Tag, Moni.

Chris

Hallo Boris.

Boris

Hallo und hallo Chris. Aber er wird sich gleich Hallo Boris. Wir stellen uns leider mal richtig vor. Weil George weiß das nicht.

Chris

Meinst du, das ist nötig?

Einspieler

Und hier sind eure Moderatoren. Boris und Chris.

Boris

Und Moni.

Chris

Er muss das ein bisschen Sonora sagen. Bisschen...

Boris

Und Moni. Ich habe so ein bisschen heiße Stimme. Und Moni.

Chris

Sehr schön. Ja, hallo. Guten Tag, hier ist Happy Shooting. mit zum Thema Fotografie. Und heute sind wir mal wieder zu dritt. Ich bin der Chris.

Boris

Ich bin der Boris.

Chris

Und ich bin noch immer die Moni. Genau. Moni hat mal wieder die Lust verspürt, hier bei uns mitzumischen und uns zwischen reinzuquatschen.

Boris

Haben wir sie noch nicht vergrault.

Chris

Also nur im positiven Sinne. Was?

Boris

Haben wir sie noch nicht vergrault. Sie traut sich noch. Finde ich gut.

Chris

Nee, das ist schon, glaube ich, ganz okay. Ich weiß ja nicht, wer hier wen vergrault, ehrlich gesagt. Schön, dass du da bist. Schön, dass du da bist. Und ja, wir reden nachher so ein bisschen über das Gesetz der Serie mit dir. Aber bei allem anderen darfst du auch mitquasseln.

Boris

Gesetze.

Chris

Es gibt Gesetze, ja. Gesetze, also alles nur Gesetze. Manche von uns sind sehr gesetzt. Vorgeschrieben. Ey, Vorsicht. Ja, es ist wieder Dienstag. Heute ist der 11. August 2026, Folge Nummer 593. Und wir haben wieder mal Feedback bekommen.

Boris

Es ist sogar Folge 953. Aber wir können die Ziffern in einer beliebigen Folge bringen, das passt schon.

Chris

Wenn du das magst. Wir haben wieder mal euer Feedback eingesammelt und zwar auf happyshooting.de. Da dürft ihr Sachen reinkippen und dann landen sie bei uns auf dem Tisch. Da hat zum Beispiel heute der Heiko was geschrieben. Und zwar zum Kalender. Kalender.happyshooting.de, da wo die Events drin sind, so wieder so um die 400 gerade aktuell. Also sind wie immer welche rausgefallen, aber auch wieder neue dazugekommen. Und da sagte Haya 2, die Funktion, alle Einträge des Kalenders als eigenen Kalender zu importieren, ist im Prinzip klasse. Also man kann da ja laut Postleitzahl buchen, wo man ist und dann im Umkreis von so und so Kilometern kriegt man quasi die Events in seinen Kalender. Mhm. Man darf nur nicht in Berlin wohnen, weil man dann jeden Tag zwischen 20 und 40 zusätzliche ganztägige Einträge im Kalender hat. Ja, das ist ein Luxusproblem weiter so. Ich liebe es, mich durch die Liste zu lesen und mehr Ausstellungen zu finden, als ich mir ansehen kann. Vielen Dank für den tollen Kalender, Heiko. Danke fürs Danke. Da sind wir immer noch extrem stolz auf unseren Kalender und, auch auf alle, die mithelfen, den so schön am Laufen zu halten. Da wird ja besonders, wenn es heiß wird, wieder sehr wichtig. Du meinst wegen Klimaanlagen in Museen und so.

Boris

Stimmt, guter Trick.

Chris

Das ist ein guter Tipp. Nee, aber das ist tatsächlich ein kleines Problem mit dem Kalender. Wir müssen da ja tatsächlich jede Woche zig Einträge reinmanagen. Und die werden eingereicht von euch über so ein Formular. Und da könnt ihr angeben oder da sollt ihr angeben oder müsst ihr sogar angeben, wie diese Ausstellung heißt, was sie für einen Link hat. Eine Webadresse ist ja ganz wichtig, um sich die weiteren Informationen zu holen. Eine Beschreibung dazu, den Ort und, und, und. Und dann haben wir auf der Karte ja diese kleinen Pömpelchen für die verschiedenen Orte. Und damit das jetzt nicht, wie zum Beispiel in Berlin, wenn dann da irgendwie 40 Ausstellungen sind.

Quasi 40 Pömpel hat, also die dann wirklich so total, da passt ja dann nichts mehr anderes auf die Karte drauf, war mal eine Entscheidung, dass wir einfach pro Ort einen Pömpel machen und da steht dann die Zahl 40 drauf. Dann klickt man sich da rein und dann kann man eine Liste sehen. Das ist sehr schön. Bei Orten, die nicht so viele Einwohner haben wie Berlin. Aber wir teilen es in Berlin tatsächlich ein bisschen auf. Also da ist es tatsächlich nicht so, dass wir für ganz Berlin einfach einen Pin haben, sondern da sind schon mehrere. Aber es sind nicht jetzt so viele, wie es Ausstellungen sind. Deshalb kann das schon vorkommen.

Boris

Dass da… Also ist es nicht bis auf die Straße runter?

Chris

Ist es nicht. Und eigentlich ist die Vorgehensweise, steht da auch so drin, man findet eine Ausstellung, wie gesagt mit der Umkreissuche, 5 Kilometer 10, also 5 ist glaube ich das kleinste, was man auswählen kann. Und also man findet die Ausstellung, sagt man, oh das interessiert mich, das ist nicht weit weg, dann klicke ich da drauf und gucke auf der Website von der Ausstellung, wo das genau ist. Am einfachsten und vor allem auch am aktuellsten, weil wir können nicht jeden Tag alle Ausstellungen durchgrasen und gucken, ob sich da vielleicht irgendwas geändert hat. Das passiert nämlich auch schon mal.

Boris

Aus dem sieht man dann auch Bilder.

Chris

Das ist doch auch schön.

Boris

Genau. Kannst ja auch nicht jede Einreichung auf Richtigkeit prüfen, ob dann die Hausnummer stimmt und so.

Chris

Dafür haben wir zumindest noch so ein Feedback-System. Auf jede Ausstellung kann man noch so klicken, so, hier ist was falsch. Wir haben uns auch schon mal vertan, dass der falsche Ort eingetragen war oder so. Aber ja, Heiko, sorry, in Berlin bist du tatsächlich an der Stelle so ein bisschen, in anderen Großstädten wahrscheinlich auch.

Boris

Wenn da viel los ist. Aber Berlin ist nun mal auch so ein Brennpunkt der Kunstszene und da gibt es natürlich einfach auch viele Ausstellungen.

Chris

Im Ruhrgebiet hast du auf ähnlicher Fläche genauso viel, nur dass sich das auf mehrere Städte verteilt.

Boris

Ja.

Chris

Es ist alles wahnsinnig eng und so.

Boris

Berlin ist halt sehr groß.

Chris

Du bist halt bei meinem Ruhrgebiet schneller über die Grenze nach Essen oder Duisburg, als du Papps sagen kannst. Tja.

Boris

Mach gut, wie sich das entwickelt.

Chris

Trotzdem ist der Kalender, glaube ich, sehr nützlich. Also zumindest ist das das Feedback, was wir sonst immer bekommen.

So, dann gibt es ein Follow-up und zwar ist das ein Follow-up von, wir haben letztes Mal über diese Kennzeichnungsverordnung gesprochen, KI-Kennzeichnung, und da gibt es mittlerweile dann doch noch das eine oder andere Stück mehr Info dazu. Also die Rechtsbelehrung zum Beispiel, hatten wir erwähnt, den Podcast Rechtsbelehrung. Die haben einen eine Stunde, 40 Minuten langen Podcast zu dem Thema gemacht. Und dann gibt es aber auch noch was Kürzeres und das ist der Übermedien-Podcast. Da gibt es so einen kleinen Podcast, der heißt Holger ruft an und da ist der Holger klein und der ruft oder spricht mit Menschen zu Themen, zu aktuellen Themen. Und in diesem Fall ist es tatsächlich die EU-KI-Verordnung oder AI-Act und was da kommt und wie schnell das geht und für wen es wichtig ist und so weiter. Da hat er sich einen Experten reingeholt und, das verlinken wir einfach mal in den Shownotes das lohnt sich, das ist jetzt auch nicht so lang, also da ist man glaube ich in 20 Minuten ganz gut informiert also geben wir so weiter, und dann haben wir noch was von, Kai bekommen Boris, lies doch mal kurz vor.

Boris

Es geht um die Canon Objektivdeckel, Und Kai hat geschrieben, hallo Boris, hallo Chris, hallo Chris, hallo Boris hat er sogar geschrieben. Ihr hattet mal über die neue Canon RF Objektivdeckel berichtet. Die neuen Deckel sollen in mehreren Positionen passen und nicht nur in einer Position, was bei den alten etwas nervt. Daraufhin habe ich direkt neue bestellt. Nun sind sie lieferbar und ich habe die bestellten bekommen. Die neuen Objektivdeckel passen in drei Positionen. Im Inneren fehlt ein langer Steg und ein anderer Steg ist etwas kürzer. Mehr nicht. Er hat auch Fotos geschickt, die zeigen wir gleich.

Aus einem Deckel der ersten Version habe ich einfach mal den langen Steg entfernt. Er funktioniert jetzt genauso in drei Positionen wie die neuen Version. Die anderen beiden Stege sind unverändert. Da hat er auch noch mal ein Foto gemacht. Happy Making und viele Grüße von eurem langjährigen Hörer Kai. Ja, da hatten wir drüber gesprochen, dass es ja schon Bastelanleitungen gibt, wie man aus seinen RF-Objektivdeckeln mithilfe eines Dremels oder ähnlichem Schleifwerkzeug einen Deckel machen kann, der in mehrere Positionen passt. Aber der Kai hat hier fantastische Fotos gemacht. Es lohnt sich jetzt also ein Blick ins Video hier so roundabout um die Minute neun oder zehn herum.

Wir sehen vor uns eine Draufsicht auf die Innenseite eines Canon RF Objektivdeckels, also den rückseitigen Deckel. Und da sehen wir links oben einen schmalen Steg. Wir sehen genau unten auf der 6 Uhr Position einen schmalen Steg. Und wir sehen rechts oben einen langen Steg, der ins Innere reicht. Das sind so drei Punkte, wo das Ganze befestigt wird. Und der Steg links oben ist tatsächlich etwas länger als der untere. Das ist bei den bisherigen Objektivdeckeln so. Das zweite Bild zeigt jetzt die neue Variante und da sehen wir jetzt unten einen Steg und links oben einen Steg. Der Steg links oben ist deutlich kürzer geworden zum vorherigen, zum alten Stand und rechts oben ist jetzt gar kein Steg mehr, da ist einfach nur die blanke Außenwand. Das heißt, der lange Steg wurde nicht einfach nur gekürzt, so kannte ich das bisher und so habe ich das mal zum Laufen gebracht, sondern er ist tatsächlich komplett weg. Das wundert mich, weil so hält er eigentlich nur noch an zwei Punkten und müsste eigentlich ein bisschen klappern.

Chris

Ja, aber zwei reichen doch.

Boris

Es reicht natürlich, aber es klappert so ein bisschen.

Chris

Und der sitzt ja an der anderen Stelle dann auch irgendwo trotzdem auf, ne?

Boris

Ja.

Chris

Für ein Gerät, was man eigentlich gar nicht braucht, hält das erstaunlich gut.

Boris

Ja, auf jeden Fall.

Chris

Was ist das dritte Bild hier?

Boris

Das dritte Bild ist ein bearbeiteter erster Deckel. Da sehen wir halt unten wieder den kurzen Steg, links oben den etwas längeren Steg. Den hat er nicht bearbeitet, weil das stört nicht weiter. Aber den langen Steg rechts oben hat er komplett weggefräst, sodass er wirklich nur bis auf die blanke Außenwand guckt. Und damit hat man genau den gleichen Effekt. Also es ist Kunststoff. Man kann das wegschleifen und mit einem drehmehrartigen Werkzeug geht das relativ einfach.

Chris

Ich finde es immer noch faszinierend, wie das da durchgehen konnte.

Boris

Absoluter Designfehler.

Chris

Erlauben konnte.

Boris

Das, ist wirklich kaum zu fassen. Aber Kai, das sind die besten Bilder zu dem Thema, die ich bisher gesehen habe. Vielen, vielen Dank dafür. Da wird es dann mal wirklich klar, was da los ist.

Chris

Sehr, sehr gut. Bin ich ein schlechter Mensch? Ich bin immer noch ganz schlecht im Objektivdeckel benutzen. Aber wir reden ja von den Rückdeckeln hier. Also die, die zur Kamera hinweisen. Die sind ja schon relativ wichtig. Ja, da bin ich auch nicht gut drin. Die vorderen sind nicht das Problem, sondern die, die man hinten aufs Objektiv drauf macht, wenn man es in die Tasche tut.

Boris

Ich mache da einfach eine Kamera drin.

Chris

Da mache selbst ich Deckel drauf. Ich stülpe irgendwas immer, was ich da gerade passend habe im Schrank. Ja, ich bin schlecht. Tja.

Boris

Aber du hast ja auch keine Canon 11, also das Problem hast du sowieso nicht.

Chris

Eben, und beim vorderen Deckel gebe ich dir komplett recht. Also der, der vorne auf der Frontlinse drauf ist, die weg von der Kamera zeigt, der ist unnötig. Wer braucht denn so einen Deckel? Der ist nur im Weg. Der steht nur zwischen dir und dem Foto.

Boris

Aber der schützt doch die Frontlinse.

Chris

Ja, vor was?

Boris

Vor allem. Vor allem vor Regenschlag.

Chris

Vor Hagelschlag. Vor Benutzung. Genau. Der schützt sie vor Benutzung.

Boris

Ja, genau.

Chris

Nein, nicht gut.

Boris

Denk doch mal an die ganzen Fotos, die da gefangen werden.

Chris

Wer denkt denn an die Kinder? Meine Güte.

Boris

So sieht es nämlich aus. Was hat das denn mit der Villa im Dorf zu tun?

Chris

Die Villa bleibt im Dorf. Wir haben, ich habe letztes Mal schon gesagt, dass der Tobi bei uns auf dem, also der Tobi Beyer, Podcaster, Einschlafen Podcast, bei uns auf dem Großformat-Workshop war und da Spaß hatte und also der hat Begeisterung mitgenommen und das ist wunderschön, weil er erzählt es halt auch so. Und da hat er es in seinem Einschlafen-Podcast erzählt.

Boris

Und erzählen kann er nicht.

Chris

Ja, aber der Einschlafen-Podcast ist natürlich, der ist ja Programm. Also wenn du Einschlafen-Podcast hörst, dann erzählt der die Sachen auch wirklich ausufernd und erklärt alles im Detail und das ist, also ich musste da zwischendurch ausmachen, weil ich sage, jetzt komm doch mal zum Punkt, aber das ist natürlich genau der Punkt.

Boris

Darum geht es ja. Du sollst ja einschlafen.

Chris

Genau, ganz genau. Und ich wollte halt Infos und deshalb war der Einschlafen-Podcast dafür nur so bedingt geeignet. Ich glaube, die meisten Leute, die den gehört haben, sind gar nicht bis zu dem großen Lob gekommen, weil die dann halt schon gepennt haben. und, es gibt es aber den Tobi noch woanders, nämlich auf dem Realitätsabgleich mit dem Holger zusammen. Realitätsabgleich ist wie gesagt ein Podcast, den die, ich weiß gar nicht, einmal die Woche machen, glaube ich. Und da reden die über, naja, sie gleichen ihre Realitäten ab, also die quasseln über Gott und die Welt im Prinzip. Das ist quasi die Ausrede, da irgendwo einfach mal eine Stunde sich zu unterhalten. Das tun die da auch. Und da hat dann der Tobi das doch ein bisschen gründlicher und ausführlicher erklärt und erzählt. Und da kommt er auch viel, viel schneller zum Punkt.

Und das hat einfach, das war Berichte über den Workshop und wer noch nicht so genau weiß, wie es da so abgeht und was da zu erwarten ist und so weiter, kann ich das jetzt empfehlen. Das geht nicht die ganze Folge drum, es geht wahrscheinlich so die letzte halbe Stunde geht es da drum.

Und ich kann nur sagen, ja, das ist schön. Fand ich total hörenswert. Vor allen Dingen, weil Holgi auch immer sich so ein bisschen, man kann das Fragezeichen über Holgis Kopf mit, warum macht man sowas eigentlich? Das kann man quasi, das vibet so durch den Podcast, das fand ich eigentlich ganz knuffig. Aber ja, das ist ja auch okay. Ich meine, der Holgi und der Tobi tun das natürlich auch, weil sie sich dann gegenseitig mal Dinge zeigen, die der andere vielleicht nicht so ganz nachvollziehen kann. Das ist ja wichtig, sich auch mit Sachen zu konfrontieren, die jetzt nicht unbedingt immer 100 Prozent auf deiner Wellenlänge sind. Und da fallen dann halt aber auch so wunderschöne Zitate, also ich dachte nur die ganze Zeit, hm, das ist schon das ist schon echt, das hat mich, das hat uns Moni und mir hat das sehr gut getan, dass er so Sachen gesagt hat, wie ich war auf dem Workshop und den kann ich nur empfehlen oder, und es war so geil, es hat mir so gut getan. Und das hast du auch gemerkt, dass Tobi da so richtig ähm, Der hat so richtig aufgemacht an der Stelle. Das hat mir gut getan. Der hatte auch wirklich richtig Zucht. Der konnte immer nicht schnell genug wieder eine Kassette in die Kamera schieben. Ja. Tobi selber, der hat ja so ein bisschen Analogfotografie auch im Blut. Das hat er auch schon früher gemacht. So wie wir ja auch. Wir haben das ja auch mitgebracht.

Aber das war halt für ihn so ein Thema, wo er schon immer mal Bock hatte, sich das anzuschauen, aber halt bisher irgendwie es nicht getan hat und das war jetzt für ihn die Gelegenheit. Und er sagte dann, wenn, also, falls ich da jetzt aufgrund des Einschlafen-Podcasts oder Realitätsabgleichs sechs Leute anmelden, weil das ist so bei uns so ein bisschen für den Großformat Workshop die Obergrenze, weil es halt einfach viel Betreuung braucht. Falls ich da sechs Leute anmelden, dann kommt er auch dazu.

Boris

Ah.

Chris

Also, machen wir dann ein Hörertreffen. Tobi, Hörertreffen draus, finde ich auch okay. Und der ist im März. Was auf jeden Fall dazu beigetragen hat, dass es dem Tobi so gut gefallen hat, ist natürlich mein Objektiv gewesen.

Boris

Will ich ja mal sagen.

Chris

Was das schöne Treppenbild gemacht hat. Müssen wir sagen. Also, der Tobi, haben wir letztes Mal kurz ein paar Bilder gezeigt.

Der hat ja mit deinem Objektiv fotografiert. Und das ist ein 110 Jahre, 105 Jahre altes. Zeiss Icon Tessar, 135 Millimeter. Und ist das nicht geil, ein Objektiv, was über 100 Jahre alt ist, und was einfach so funktioniert wie am ersten Tag? Mit Federmechanismus. Bis auf die ganz langen Zeiten, ja.

Ja, aber das müsste man dann theoretisch einfach mal aufmachen und ein bisschen den Dreck rausspülen. Deshalb habe ich ja neulich gemeint, ob der Kuba sowas wohl auch machen würde, dann könnte ich dem das Stück nachschauen. Ja, schade, dass es den Herrn Mewes nicht mehr gibt. Wir hatten ja in Braunschweig einen alten Kamera-Veteranen, der bei Rollei früher gearbeitet hat, der noch eine Werkstatt hatte, aber der war dann, als wir ihn kennengelernt haben, war der schon deutlich über 80 Jahre alt. Ja, die Werkstatt zumindest gibt es nicht mehr. Die gibt es nicht mehr, nee. Okay, tja, also Vintage-Reparaturen, aber das ist nichts anderes als ein Uhrwerk da drin, also eigentlich müsste ein Uhrmacher das auch hinbekommen. Ich mache das Ding nur auf, wenn es hinterher mindestens so gut rauskommt wie vorher, weil das ist so schön, das will ich mir auch nicht zerbasteln. Tja. Kommen wir ein bisschen zu den News. Ich kann es ja nicht lassen, immer wieder mal so.

Kickstarter Lifestyle-Drohnen hier reinzubringen.

Boris

Das ist so ein Ding für dich.

Chris

Ne? Naja, ich will ja sowas nicht.

Boris

Die bestellst du immer alle und dann probierst du die aus.

Chris

Genau. Und dann kehr ich sie so unter den Teppich, weil es mir peinlich ist, was ich mir da gekauft habe. Nee, die haben ja immer das gleiche Problem, die Dinger. Sie sind... Ja, sie kommen halt mit diesen hochglanzpolierten Videos daher und du siehst dann halt lauter glückliche Menschen, die ganz viele Freunde haben und gemeinsam, Sport machen und dann fliegt da die Drohne drumherum und hinterher hast du dann die tollen Videos von deinem glücklichen Leben und so weiter. Das ist ja alles höchst inszeniert, was du da siehst.

Boris

Na, hör mal.

Chris

Na, hör mal. Und wir haben schon mal sowas ähnliches gesehen. Und zwar erinnert ihr euch an diese Drohne, die so quadratisch ist und die man dann so in die Hälfte klappen kann, mit so einem Gitter drumherum.

Boris

Hatten wir sogar auf dem Klostergeister-Workshop.

Chris

Richtig. Jetzt kommt aber das Interessante oder zumindest Bemerkenswerte, deshalb habe ich die hier reingenommen und zwar die Hover Air von Versa. Die macht nicht nur Drohne, sondern die macht auch kompakte Pocket-Kamera. Ihr kennt diese kleinen Gimbal-Kameras, diese Osmo-Irgendwas, die man so im Handgriff hat und dann oben so diese kleine Kamera drauf ist mit dem Gimbal. Das haben die in eine Drohne gepackt. Vorsicht, ich muss mal kurz den Sound draus machen.

Boris

Aber das hat doch jede Drohne.

Chris

Ja, aber du kannst das Teil rausnehmen.

Boris

Ach so, du meinst als zwei Stück.

Chris

Du kannst dieses Kamerateil wegmachen. Da ist die Batterie für die Drohne drin. Da ist die ganze Elektronik drin. Und drumherum ist dann dieser Käfig, den kannst du da anflanschen und dann kann das mit diesem Käfig, wo die Flügel drin sind, die Propeller drin sind, kannst du dann fliegen.

Boris

Also quasi 2 in.

Chris

1 ein Handgimbal quasi mit so einem 3-Achsen-Gimbal mit einem kleinen Bildschirm drauf und dann kannst du wie so ein Transformer an die Flügel klicken und dann wird es jetzt zur fliegenden Kamera.

Boris

Von der Raupe zum Schmetterling und zurück.

Chris

Und zurück, genau ähm, Ja, was und wie, ob das wirklich funktioniert. Also es ist mal wieder sehr typisch. Wir sehen ein sehr, sehr produziertes Video mit glücklichen Menschen, die in einer sehr aufgeräumten Wohnung wohnen und, einen Hund haben und natürlich ein Selfie von sich und dem Hund gerne hätten. Also schickt man die Drohne im Wohnzimmer los und die macht dann dieses Selfie und ja, ich habe keine Ahnung, ob das funktioniert. Also es gibt wieder mal gar keine Details. Also Technikspezifikation steht noch aus, Preisinformationen stehen noch aus. Was für Bildqualität, Auflösung das Ding dann tatsächlich bietet. Ob das mehr als fünf Minuten fliegen kann mit einer Batterieladung oder nicht, das wissen wir nicht. Und dann ist halt die Frage natürlich wieder so, der Klassiker ist natürlich wieder, wird das Gerät, also so Universalgeräte, Multigeräte, die irgendwie 20 Sachen gleichzeitig können und in diesem Fall zwei wichtige Sachen gleichzeitig können. Bringen die dann das Beste aus beiden Welten mit oder eher das Schlechteste aus beiden Welten?

Boris

Weiß ich nicht. Also die Idee finde ich tatsächlich erstmal gar nicht schlecht, weil so ein Handgimbal, der ist dann schon wesentlich flexibler einsetzbar als nur eine Drohne. Oder wir hatten ja auch neulich dieses Ding, was gerollt ist und auch ein bisschen springen konnte, aber dann eben nur eine Perspektive von unten hat. Außer es hüpft erstmal eine Treppe hoch oder sowas.

Und hier hast du halt eine Drohne, aber eben auch eine Handkamera, die stabilisiert ist, so für das kleine Video zwischendurch. Das ist tatsächlich nicht schlecht. Die interessanten Punkte sind eher die, die du gerade genannt hast. Also über was für eine Bildqualität, welche Auflösung, welche Features, welche Sensorgröße, worüber reden wir denn hier eigentlich? Also was kannst du damit hinterher anstellen? Aber ich denke, so für das kleine Video zwischendurch, so hier bei Freizeit oder Veranstaltungen, Familientreffen und so, das finde ich ganz nett. Mal eben kurz die Propellerchen da dran klemmen, das Ding hochfliegen lassen, von oben Gruppenbild machen und solche Späße. Also die Idee finde ich gut. Und wenn das Ding so gut funktioniert, wie dieses was so ähnlich aussieht, was wir eben auf dem Workshop da hatten von einem Teilnehmer, das war schon okay. Vor allen Dingen ist es durch den Käfig ringsrum geschützt. Ich lese ja auch schon die höhnischen Texte in unserem Slack nach dem Motto, bei mir ist es so aufgeräumt, es würde in einem Feuerball zerschellen. Nee, das würde es nicht. Es würde vielleicht die Vase runter knallen lassen und die würde zerschellen, aber die Drohne selbst, die bleibt intakt. Und das ist dann schon interessant.

Chris

Ja, also wie gesagt, plausibel ist das schon, dass das funktioniert. Nur wie gut halt. Das ist die große Frage.

Boris

Wie gut ist die Frage, ja. Aber pfiffig. Also auch noch mit kleinem Display da dran, wenn du das Ding dann in der Hand benutzen willst. Dass du auch siehst, was du geframed hast. Ja, gute Idee. Aber ohne Preis und ohne technische Daten.

Chris

Aber hängt natürlich wieder von den Parametern ab. Das ist genau die Frage. Moni, willst du sowas in der Villa rumfliegen haben? Wasen haben wir nicht so viele, da kann nicht so viel passieren. Katzen auch nicht mehr, die es fangen würden. Ich bin ja bei diesen Drohnen generell skeptisch. Ich finde, wenn man sie mal in der Luft hat, dann ist ja doch manchmal ganz schick, was da rauskommt. Zumindest, Chris, wenn du damit losziehst. Aber wenn man sich mal überlegt, wie lange man die hat und wie wenig man sie steigen lässt, dann ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von Drohnen eher so semi. Ist eher so mit Mittel. Ich hab das, also meine Drohne, ich hab ja immer noch diese DJI Air irgendwas, ähm, Die verwende ich tatsächlich, die habe ich das letzte Mal wieder verwendet, vor einigen Wochen, weil unsere Dachrinne verstopft war. Und ich gucken wollte, wo da jetzt, was da los ist. Und dann bin ich halt mit dem Ding hochgeflogen und habe von oben geguckt und habe gesehen, da sind Blätter drin und habe dann dem Vermieter Bescheid gegeben. Und dann ist der gekommen und hat das mit einem Laubbläse rausgepustet irgendwie.

Und ansonsten habe ich die aber schon, also die habe ich so lange nicht mehr benutzt, die Drohne, dass dieses, ich habe so ein klassisches Flymore Bundle mir geholt, das sind diese mit Tasche und drei Batterien und Dingens, dass eine Batterie so tief entladen war, dass sie kaputt ist. Ich habe jetzt noch zwei Batterien. Ich finde die schönste Anwendung, also wo ich mich wirklich sehr gut daran erinnere, weil ich das auch aus dem kreativen Standpunkt her interessant fand, ist der Einsatz bei dem Video, was du in Neuseeland von Tom gedreht hast. Tom ist der Schaffarmer gewesen, der auf seinem Gelände selber Flugzeuge gebaut hat. Also so Nachbauten von ich glaube Wehrmachtskliegern. Das sind so Zweite-Weltkrieg-Flugzeuge, genau. Der war also in seinen 90ern damals und Und immer wenn der fliegen wollte, hat er die Schafe auf die andere Weide geschubst, hat das Flugzeug aus dem Hangar geholt und hat quasi sein eigenes Gelände als Abflug und Landeplatz benutzt. Und das hat Chris dokumentiert.

Boris

Eher erster Weltkrieg, würde ich sagen.

Chris

Erster Weltkrieg. Das ist eher erster Weltkrieg. Aber das selbstgebautes Flugzeug, man sieht es hier. Und du hast halt Drohnenflug quasi benutzt, um die Flugphasen von ihm nachzustellen. Ich habe das in ein Video geschnitten. Also das, was quasi mit Video, was dann so aussieht, als ob es aus dem Flugzeug fotografiert wäre, was aber eigentlich nur die Drohne war, die dann da quasi hinterher geflogen ist. Das ist halt fake, alles fake. Das ist tatsächlich, also fake ist es nicht, das ist schon echt geflogen, aber nicht im Flugzeug halt. Aber das hat natürlich schon, das war natürlich sehr sinnvoll, das so zu tun. Finde ich ein sehr kreativer Einsatz von Drohne. Das hättest du anders halt nicht hinbekommen.

Boris

Tja, schön.

Chris

Außerdem, also das Flugzeug ist dann auch entsprechend, ist auch nur ein Einsitzer. Das ist jetzt nicht, also selbstgebautes Flugzeug heißt auch, dass es jetzt nicht unbedingt eine richtig schwere Maschine ist. Wahrscheinlich hätte man das schon mit einer großen Kamera ein bisschen sehr belastet. Ich weiß es nicht genau. Aber es war schon geil. Mit über 90 oder mit 90 Jahren baut er noch sein Flugzeug. Ja, der hatte noch zwei angefangen im Hangar stehen. Also, beziehungsweise. In der Scheune, also was wir auch immer Das ist ein Hangar, das ist eine große Scheune. Da standen noch zwei Work in Progress Projekte drin.

Boris

Tja, naja.

Chris

Aber ja, das ist natürlich ein typischer Einsatz, aber das ist ja eine Produktion gewesen, die wir da gemacht haben. Also das war ja richtig mit, okay, wo ist ja jetzt geflogen, wo muss ich nochmal hinterherfliegen, dann muss das hinterher zusammengeschnitten werden, dann ist die Drohnen-Footage zu langsam gewesen, dann muss ich noch ein bisschen schneller machen und hier noch was ändern und da noch und die Farben anpassen. Also das war ja ein richtiger Aufwand. Das macht ja niemand zu Hause so mal eben schnell. Also, dass die Drohne halt, Für Spezialanwendungen geeignet, aber...

Boris

Ja, es war halt auch noch eine Zeit, wo man mit den Drohnen etwas unkomplizierter fliegen konnte. Und da, wo du geflogen bist, wahrscheinlich sowieso. Hier ist es auch so, ich hatte mir die Drohne geholt, wollte eigentlich auch viel mehr damit machen. Und dann fing das mit diesen ganzen Regulierungsgeschichten an. Und ich hatte einfach keinen Bock mehr darauf. Deswegen liegt meine hier auch in der Ecke. Das ist so eine Mavic Pro 2 oder so, keine Ahnung. Auch so ein Fly More Bundle habe ich ewig nicht benutzt.

Chris

Dann gucken wir, ob deine Batterien noch gut sind.

Boris

Ja, ist mir ehrlich gesagt egal, weil ich fliege sie ja nicht mehr. Und es ist schon auch ein gewisser Aufwand. Du musst das Ding nehmen, aufbauen, hier checken, da machen, dies machen.

Chris

Immer erst die Firmware updaten. Das kommt immer als allererstes.

Boris

Dann die App updaten und dann will die eine Internetverbindung haben, weil sonst weißt du ja nicht, ob du überhaupt fliegen darfst. Und dann hast du da aber keinen Empfang und das alles. Also ich hatte da keinen Bock mehr drauf. Und diese kleinen Drohnen, die du aber gerade angesprochen hattest, so in diesem kompletten Käfig, so etwas quasi Handflächen groß, das ist eben der Reiz an den Dingern, weil die kannst du erstens auch unkompliziert in einem Saal fliegen lassen und die kannst du auch unkompliziert mal draußen fürs kleine Gruppenfoto oder für den Kleinflug über die Gesellschaft machen lassen. Vor dem Ding hat niemand Angst, das Ding ist nicht bedrohlich, das verletzt niemanden. Ja, und du musst nicht groß ein Eck damit machen, weißt du, das Ding wahrscheinlich an USB-C angeschlossen und wenn es grün leuchtet, dann hast du halt ein paar Minuten Spaß damit und dann hast du da eine Aufnahme. Und das finde ich hat schon einen gewissen Reiz alles andere ist wie du schon sagst das ist dann eine Produktion, dann hast du auch wirklich ein Ziel und das kleine Ding das kannst du dir im Grunde genommen, mit in die Tasche stecken und wenn du auf einer Veranstaltung dann mal Bock hast oder es ergibt sich, dann mach halt.

Chris

Bei uns wäre das total praktisch, damit zu erkunden. Also Chris macht das ja gerne als Werkzeug, wie wir gehört haben, mit der Regenrinne. Man könnte so eine kleine Drohne benutzen, um festzustellen, wo wir ihn aber putzen müssten. Staubsuchtmodus. KI-Staubsuchtmodus. Oh, da wird das Ding super fündig, du. Überall.

Boris

Du könntest das Ding einfach bei euch in den Kanten langfliegen lassen, dann nimmt sie Spinnweben direkt mit. Das wäre doch auch ein Ding.

Chris

Oder es pustet sie in die Mitte, da kommt dann wieder der Staubsauger-Potter.

Boris

Ja, genau.

Chris

Super Idee. Die müssen nur miteinander reden können, die zwei.

Boris

Richtig. Ja, schön.

Chris

Die Drohne nennen wir Karlsson. Unser Roboter heißt Uwe und dann redet Karlsson mit Uwe.

Boris

So sieht's aus. Und wenn so eine Drohne mal ein bisschen weiter weggeflogen ist und man sie kaum noch sehen kann, was mache ich denn dann, Chris?

Chris

Dann braucht man eine sehr lange Linse. Da braucht man eine große Brennweite. Das war eine klasse Überleitung. Und zwar gibt es neue Vespera-Teleskope von Vaonis. Ha, jetzt werden alle sagen, wie bitte was?

Boris

Das sind so smarte Kisten, wo du sagen kannst, ich will jetzt den Orion-Nebel sehen und dann zoomt die sich dahin und sowas.

Chris

Genau, das sind diese Smart-Teleskope, da haben wir hier schon mal drüber geredet.

Boris

Das Ding sieht ja cool aus.

Chris

Kompakt zusammengeklappt, motorisiert.

Boris

Das Ding sieht, ich muss es mal beschreiben für die, die zuhören, Also wenn das zusammengeklappt ist, sieht das aus wie eine überdimensionale Pille, also wie so eine Medizinpille, wie so ein Zäpfchen.

Chris

Das ist aber sehr groß, du.

Boris

Und das ist ein sehr großes Zöpfchen. Das ist viel fortgeschritten.

Chris

Ich bin das Gehirnseife, bitte.

Boris

Und der überwiegende Teil ist quasi in der Mitte der Länge nach halbiert.

Chris

Es steht auf seiner Spitze.

Boris

Es steht auf der abgerundeten Pillen. Auf dem Pillenende steht es. Und dann ist so ein paar Zentimeter davon, also diese Abrundung, dieser Halbkreis oder diese Halbkugel in diesem Fall, die ist noch vollständig und der ganze Teil darüber ist der Länge nach halb geteilt und eine Hälfte davon kann dann eben in einem Winkel herausklappen. Die steht wie so ein Ärmchen dann ab und da wird dann wahrscheinlich das Teleskop drin sein und sich ausrichten und mit Rotation rauf, runter und dann eben im Kreis drehen auch folgen und tracken können, denke ich mal.

Chris

Mit Sicherheit. Also diese Dinge, die machen das ja so, also eigentlich sind das, machen die das, was die Smartphone schon länger machen. Du hast ja beim Smartphone so eine Mehrfachbelichtung, Zusammenrechnung, KI-Verhaspelung von 10, 15 Bildern, wenn du ein Foto machst, um dann daraus die Auflösung zu erhöhen und Schärfentiefe neu zu rechnen. Also im Prinzip versuchen die damit ja die großen Objektive, die optischen Unfähigkeiten der kleinen Sensoren und kleinen Objektive auszubügeln, ein bisschen näher an die Großen ranzukommen. Und das machen die Smartphone und das machen sie mit diesen Smart-Teleskopen, im Prinzip genauso. Das heißt, wir haben da, Trecker, das heißt, die finden sich erstmal zurecht im Himmel. Die gucken da so ein bisschen rum und dann erkennen die so irgendwelche Sterne und vielleicht haben die auch noch einen Kompass drin, da wissen sie ungefähr eh schon, in welche Richtung.

Boris

Ja, sie werden GPS und Kompass haben, dass sie schon mal die grobe Länge, Breite wissen.

Chris

Aber optisch ist ganz wichtig. Ganz optisch wird dann eben Detail nochmal angeguckt. Und damit können die dann im Prinzip mit einer riesen Datenbank, das Phone ist angekoppelt, kannst du dann im Prinzip alles anfahren, was du möchtest und hast dann alle möglichen Programme, die du da abfahren kannst. Und die machen dann eben auch mit ihren 10 Megapixeln groß, so ungefähr 10 Megapixeln, machen die halt dann auch viele gestackte Bilder und die machen das, was man eigentlich auch macht, wenn man, mit einer Spiegelreflex und einem langen Objektiv und einem Teleskop dann einfach Bilder stackt oder mit einer Webcam Bilder stackt, machen die das hier auch so, aber halt alles voll automatisch. Das heißt, du kriegst am Ende halt irgendwelche Nebel und Galaxien und so weiter. Kriegst du raus und.

Und das auch in urbanen Umgebungen. Also da, wo eigentlich ja das Problem immer ist, dass du zu viel Lichtverschmutzung hast, das rechnen die dann teilweise weg beziehungsweise haben dann halt irgendwelche, Filter, die sie noch einschwenken können und so weiter, um das ein bisschen zu mildern. Und das ist so genau ungefähr so dieser Anwendungsbereich. Das Ding stellst du draußen auf die Terrasse, du sitzt im warmen Wohnzimmer und lässt das Ding arbeiten. Ungefähr. Und Waunis hat jetzt neue Vespera rausgebracht, Vespera 3 und Vespera Pro 2, mit besserem Linsendesign und wenige Aberrationen und irgendwie so eine Anti-Blend-Schürze, damit das dann auch besser funktioniert, wenn drumherum Licht ist.

Haben jetzt den Dingern ein bisschen bessere Auflösung mit den Sensoren. Verschafft. Also das Vespa 3 hat 8,3 Megapixel und das Pro 2 hat sogar 12,5 Megapixel. Und ja, haben in den ganzen Farbbereichen haben sie die Empfindlichkeit gesteigert. Das ist wohl auch da relativ wichtig, also dass du da einfach weniger Rauschen in den Farben bekommst und damit klare Bilder bekommst. Und ja, das Ganze ist halt jetzt abgedatet sozusagen. Da ist jetzt viel Detail in diesem Artikel drin, da wollen wir gar nicht drauf eingehen, weil ich habe ja sowas auch selber nicht ähm, Ich glaube eher, dass dieser Artikel eher so eine halbe Werbung ist, so gründlich, wie der da drauf eingeht. Und die zeigen da auch diese ganzen Marketing-Bilder und so. Ich glaube eher, dass da Vespera an Peter Pixel Geld bezahlt hat.

Boris

Ich habe gerade mal geguckt. Also die Sensorauflösung klingt ja relativ gering. Die Vespera 3 mit 8,3 Megapixel und die Vespera Pro 2 mit 12,5 Megapixeln. Aber sie machen halt ein Mosaik. Also sie setzen eben mehrere Aufnahmen zusammen, ähnlich wie das ja so ein Olympus auch macht. Und da reden wir dann halt beim fertigen Bild von 24 beziehungsweise 50 Megapixeln. Das ist natürlich schon ziemlich cool.

Chris

Also die stacken und stitchen. Das ist also ziemlich, ausgeklügelt, was die Dinger machen. Aber wie gesagt halt viel über Software und die Möglichkeit, dass sich das Ding bewegt. Und ich weiß jetzt nicht, ob die Bilder tatsächlich alle da rauskommen, aber das ist schon beeindruckend. Man muss allerdings auch dann beeindruckendes Geld dafür ausgeben. Also das Vespera 2 kostet zweieinhalbtausend Dollar und das Pro sogar dreitausend Dollar. Was das dann hier kostet, wahrscheinlich entsprechend nochmal etwas mehr. Aber ja, also da tut sich immer noch was, dieser Bereich, dieses Segment ist immer noch ziemlich aktuell.

Boris

Ja und die Brennweite von der Optik hat wohl 245 Millimeter. Blende 5 etwa? Und da ist bei dem Vespera 3 ein 1 durch 1.2 Zoll Sony-Sensor dahinter. Also das gibt nochmal einen entsprechenden Crop-Faktor, natürlich eine entsprechende Verlängerung. Ist jetzt aber jetzt nicht so super irgendwie Deep Sky oder sowas, sondern eben tatsächlich so, dass du auch noch hier Nebel und Galaxiehaufen und sowas fotografieren kannst. Interessant. Also die Beispielbilder sind natürlich faszinierend. Mag ich auch glauben, dass das rauskommt, weil das haben wir hier schon gesehen. Wir haben ja ein paar Hörer, die sowas machen, hobbymäßig und die sehr, sehr viel Zeit damit verbringen, hunderte von Fotos miteinander zu stacken, mit spezieller Software miteinander zu verrechnen, nachträglich noch die Kolorierung anzupassen oder zu verstärken. Und dann kriegt man da schon echt beeindruckende Nebel raus mit sehr einfachem Equipment eigentlich, wenn man eben nur weiß, wie es geht. Und das glaube ich schon. Auf der anderen Seite, wenn ich dann solche Bilder sehe und ich denke, wenn ich jetzt so ein automatisiertes Teleskop habe, dann kann ich jetzt so für zweieinhalbtausend Dollar mir das Ding in den Garten stellen, auf den Knopf drücken und dann kriege ich ziemlich genau exakt dieses Bild daraus, wenn der Hinblickler schafft.

Chris

Naja, du hast ja auch keine Möglichkeit, irgendwo anders hinzugehen und damit auch einen anderen Blickwinkel zu bekommen.

Boris

Zu einer anderen Jahreszeit hast du ein bisschen anderen Blickwinkel, das wird dir aber nur im direkten AB-Vergleich auffallen.

Chris

Ja, mach das zufrieden, ist die Frage, die ich mir stelle. Wo du sagtest so, du hast da hart dran gearbeitet, normalerweise drölfzig Fotos zu stacken und nachzubearbeiten und das Gefühl, dann was rauszukriegen, was so aussieht, stelle ich mir total klasse vor. Also dieses Wow, habe ich gemacht.

Boris

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste rausholen oder jedes Mal nochmal ein bisschen was Besseres, um mehr Details rauszuholen.

Chris

Macht wahrscheinlich zufriedener, als wenn man einfach auf den Knopf drückt und hinten was rausfällt.

Boris

Also so ein Automatismus wäre ja eher für eine Langzeitbeobachtung interessant, wenn du sagst, ich beobachte immer die gleiche Region und dann mache ich halt ein langes Video davon, um zu gucken, wie hat sich die Region verändert. Habe ich da irgendwie, habe ich noch den zehnten Planeten gefunden, Planet X, oder habe ich einen Kometen entdeckt oder Meteoriten oder irgendwie sowas.

Chris

Also die Kometenentdeckungen, die waren ja schon auch gut Hobbyastronomen unterstützt.

Boris

Ist immer noch so.

Chris

Ja, aber jetzt gibt es das Vera C. Rubin und die haben halt in einer Woche mal eben 30.000 neue Kometen entdeckt. Das heißt, oder 30.000 neue bewegte Objekte entdeckt. Das heißt, da wird mit Sicherheit der Hobbybereich nicht mehr so zentral sein. Ganz einfach, weil es jetzt ein Werkzeug gibt, was das halt wirklich im Balk abgrast. Aber du, wie gesagt, wahrscheinlich ist das so ein bisschen wie so eine Drohne. Manche Leute haben ständig Anwendung dafür und sind total happy damit. Und für manche Leute wird es halt ein Briefbeschwerer.

Boris

Das ist halt so der Wow-Effekt. Und wenn du so die gängigen Motive, die es halt zu sehen gibt, wenn du die mal hattest, wirst du damit auf Entdeckungsreise gehen? Weiß ich nicht. Aber könnt ihr uns ja mal schreiben, ob das was für euch wäre, ob ihr da einen Anwendungsbedarf seht. Ich persönlich habe die Geduld nicht. Ich habe ja mal ein Teleskop geschenkt bekommen. Da könnte man auch eine kleine Kamera hinter montieren. Da gibt es noch so eine Erweiterung dafür. Die habe ich aber nicht. Und wir haben das ein paar Mal ausprobiert. Wir haben dann mal zum Mond geguckt, das war recht beeindruckend. Und wir haben mal zum Saturn geguckt, das war ganz witzig. Aber ich habe schnell gemerkt, so stabil ist das Stativ dann nicht. Und wenn du dann wirklich so einen Saturn beobachten willst, dann musst du schon manuell schon auch nachführen, weil die Erde dreht sich relativ schnell tatsächlich. Und dann wackelt das dann doch und wenn du es dann besser haben willst, dann musst du noch mehr ausgeben und wenn du wirklich gut sehen willst, dann, ich wohne ja schon auf dem Land, aber dann musst du dann doch noch mal ein bisschen weiter weg von der Stadt fahren, und dann muss es auch kalt sein und willst du bei Kälte raus und dann lange beobachten und wofür und dann dachte ich mir, nee komm, das machen andere deutlich besser als ich, dann gucke ich mir lieber eine Serie an.

Chris

Soll ja auf Pellwormgut funktionieren sowas, Weil es ja eine Sterneninsel ist. Stimmt.

Boris

Wenig Lichtverschmutzung.

Chris

Also was mich, also ich bin ja kein Teleskopkind. Also bei uns gab es früher, Teleskopkinder. Das waren dann welche, die so von Eltern so ein Hobby-Teleskop bekommen haben. Ich war ein Mikroskopkind.

Boris

Ja.

Chris

Ich habe mal für ein paar Monate das alte Mikroskop meines Großvaters gehabt. Das war so ein großes Messing-Ding. Da muss man noch richtig mit dem Licht arbeiten. Das war ein gutes Lernobjekt. Und die halbtote Fliege darunter, die war sehr, sehr gruselig.

Boris

Und das Licht zum Durchleuchten unten noch mit Spiegel. Tageslicht am Fenster und so.

Chris

Genau.

Boris

Kenne ich auch.

Chris

Gut. Kommen wir zu Nikon. Wir haben ja eine Nikonianerin hier. Und Nikon hat einen Patentstreit verloren in China gegen Viltrox. Das fand ich jetzt interessant. Viltrox hat Z-Mount-Objektive hergestellt. Nikon hat Patentbars geklagt. Genau. und, die haben jetzt die Klage verloren, die irgendwie, das Gericht hat entschieden, dass die Patente ungültig sind, das heißt Wildrocks darf weiterhin diese Z-Mount-Objektive herstellen und es gibt jetzt die Möglichkeit für Nikon das Ganze nochmal anzufechten aber da sind sie im Moment sehr zurückhaltend, was Aussagen dazu angeht also man weiß es nicht, im Januar haben sie geklagt und das Urteil ist jetzt tatsächlich raus und in China und sagt 25 Seiten lang, dass Nikons Patente nichts wert sind an der Stelle. Das könnte sich ganz gut durchribbeln, auch durch andere, weil da natürlich auch Kanon und so weiter, die sehr, sehr mauern.

Boris

Die möchten bitte sich auch mal mit Kanon streiten, vielleicht gewinnen sie da auch.

Chris

Also wenn das so dann tatsächlich stehen bleibt und auch bei einem höheren Gericht nochmal bestätigt wird, dann haben wir ja letztendlich, dann trauen sich vielleicht auch andere mal zu sagen, so Kanon, jetzt müsst ihr aber auch mal bitte rausrücken hier.

Boris

Wobei ich jetzt nicht das Gefühl hatte, dass es für den Z-Mount... Also ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass es für den Z-Mount so eng ist. Da gab es jetzt durchaus viele Drittanbieter-Objektive eben auch für den Z-Mount. Das ist ja eher Canon, die mit RF da extrem gemauert haben. Also weiß ich jetzt nicht genau, was jetzt jeder Fall ist. Es kann natürlich sein, dass alle anderen auch Geld bezahlt haben an Nikon und dass Viltrox das nicht wollte. Ich kenne da jetzt die Hintergründe nicht. Aber grundsätzlich finde ich das erstmal gut, weil mehr Angebot ist mehr gut für uns Fotografierende.

Chris

Ja, natürlich. Und ja, Nikon ist nicht so ganz so bekannt dafür, dass sie mauern. Also Canon sind schon die, die, glaube ich, am bekanntesten sind, dass sie einen sehr, sehr, sehr harten Deckel auf ihren Patenten halten und auf ihren neuen RF-Mount und so, weil sie halt da auch erstmal ihre Objektive verkaufen wollen und nicht gleich, die Third-Partys reinlassen wollen. Ich kann mir vorstellen, dass die schon in der Chefetage dann über so Dinge reden wie den Sigmas müsste man mal den Geldhahn abdrehen und so weiter. Und genau dafür, also das war ja mit ein Grund, warum sie diese neuen Mounts gemacht haben. Da geht es ja nicht nur darum, oh, der ist so wichtig und alles ganz neu, sondern die haben damit natürlich auch erstmal wieder ein neues Spielfeld, in dem sie sich so ein bisschen als Platzhirsch bewegen können. Wo sie Geld machen können Herrschaftswissen, genau das, ist der richtige Ausdruck dafür, also wir werden sehen ob das Auswirkungen hat, vielleicht wird das auch einfach von Nikon ein Gericht höher geschubst und das sagt dann, nö, Nikon hat recht, also wir wissen es einfach nicht, wo es hingeht aber das ist zumindest mal so ein erster Erfolg für die Third Partys und das finde ich ganz spannend.

Boris

Uns kann es nur recht sein, auf jeden Fall.

Chris

Eben, für Verbraucher ist das ganz interessant.

Boris

Apropos recht sein. Es gibt ja diese Brillen, diese Smartglases. Und die sind ja rechtlich ein Problem mit diesen ganzen Kameras und Mikrofonen und was da alles so dran ist.

Chris

Was heißt da rechtlich? Es gibt tatsächlich in Europa, glaube ich, noch keine ordentliche Einordnung für die Dinge. Gibt es nicht, ne? Wir reden von diesen, na ja.

Boris

Dann lass es mich anders formulieren. Es könnte auf jeden Fall recht gefährlich werden, wenn du damit erwischt wirst. Und dein Gegenüber ist kräftiger als du. Aber da gibt es eine Lösung dafür.

Chris

Es geht um Privatsphäre, es geht um Privacy und es geht um eben diese Meta-Raybends und so Zeug. Also Kameras in Brillen, Smart-Brillen, die dann halt in der Lage sind, Dinge zu filmen.

Boris

Was übrigens verrückt ist. Weil ich habe immer gedacht, bei einer Smart-Brille Es ist deswegen eine Smartbrille, weil ich dann nicht mit meinen Händen irgendein Gerät greifen muss, um zum Beispiel eine neueste Nachricht zu lesen oder eine zu verfassen oder ähnliches, sondern ich quasi ein eingespiegeltes Display habe oder, eine Zusatzinformation, dass ich per Sprache etwas fragen kann. Ich bekomme eine Zusatzinformation. An eine Kamera, also die wirklich filmt, etwas Bleibendes macht, habe ich damals nie gedacht, wenn überhaupt. Und das ist natürlich dann natürlich das nächste Problem. Wenn überhaupt, dann brauchst du natürlich eine Kamera, damit du sagen kannst, was ist denn das? Und dann muss das System natürlich wissen, was du gerade anguckst. Aber selbst wenn man darauf verzichten könnte, das Smarte für mich war eigentlich immer ein eingespiegeltes Display. Das finde ich so verrückt, dass es in der öffentlichen Wahrnehmung im Augenblick so ist, eine smarte Brille ist eine, die eine Kamera hat.

Chris

Ja, also die Kamera wird natürlich auf diese zwei Arten verwendet. Das eine ist, die KI zu füttern mit Informationen, mit Bildern, mit Daten und so weiter. Allein das ist ja schon ein großes Privacy-Problem. Und das zweite ist aber natürlich diese First-Person-Perspektive. Wenn du, was weiß ich, du machst hier irgendwelche Kochvideos und dann kannst du natürlich ganz schnell einfach mal aus deiner Perspektive zeigen, was du da tust. Das macht man heute, indem man sich irgendwie so eine kleine Kamera irgendwie an die Schirmmütze vorne dran klippt oder so. Das geht auch, aber wenn du das in der Brille hast, ist das toll. Und diese Dinge haben ein LED. Das heißt, wenn die Kamera aktiv ist, dann ist ein Licht an. Und das Schwierige an der Sache ist, dass es natürlich auch schon Anbieter gibt, die über Ebay und so weiter die anbieten diese Kamera diese LED zu deaktivieren, also dass man gar nicht sieht dass die Kamera an ist, und spätestens dann wird es echt problematisch davor auch schon Gesetzeslage ist so ein Thema aber, es ist ein potenzielles Problem und da haben wir, mit einem Tally Light weißt du immer noch dass.

Boris

Du direkt einen aufs Maul kriegen kannst aber.

Chris

Ohne ist natürlich Also es hat sich damals, als Google Glass zum ersten Mal rauskam, das war dieses Ding, was auf einer Seite vorm Gesicht ist und was dann auch Informationen eingespiegelt hat. Die wurden ja relativ schnell, die Menschen, die sowas getragen haben, wurden ja relativ schnell dann als Glassholes bezeichnet. Und heute werden diese Brillen ja auch, gerne mal als Pervert Glasses bezeichnet, weil du natürlich damit auch in kompromettierenden Situationen filmen kannst und wenn du die entsprechend modifiziert hast, dann kannst du das auch unbemerkt machen. Und das hat jetzt jemand genutzt, nämlich ein sehr Privacy-fokussierter Browser-Anbieter namens DuckDuckGo. Die haben jetzt eine Brille rausgebracht. Die DuckDuckGo Smart Glasses haben keine Kamera, keine KI und keine Elektronik.

Boris

Sind also eine Brille. Und wahrscheinlich nur eine Sonnenbrille, nicht mal geschliffene Gläser.

Chris

Das Produkt gibt es tatsächlich. Du kannst es in den USA bestellen. Das kannst du auch hier bestellen, nur zahlst du dann unglaublich viel Shipping. Für 35 Dollar sind natürlich deutlich günstiger als Metas Glases, die 300 Dollar kosten. Und das ist einfach eine dermaßen gute Werbekampagne, dass ich dir ein kurzes Werbevideo einfach mal kurz einspiele. Vorsicht, jetzt kommt Englisch. Also known as normal sunglasses. We're obsessed with innovation. So when big tech started putting cameras in smart glasses, we asked ourselves a radical question. What if we just didn't do that? These are the first smart glasses guaranteed to never record nude videos of you and send them to random people. I never thought I'd have to guarantee that, but here we are. These innovative sunglasses Die Sonne sind mit einem 360-degere Panoramic-Lens. All du musst du machen ist, in einem Cirkel zu sehen. In einem Cirkel. Ich habe noch gesagt, diese Sonne auch blocken die Sonne und machen dich gut als hell aussehen. Ich finde, das ist eine der geilsten Werbekampagnen seit langem, oder?

Boris

Aber wenn du mir gesagt hättest, das wäre von The Onion, hätte ich es auch geglaubt.

Chris

Ich habe tatsächlich geguckt, ob ich mir die hier bestellen kann, weil ich die Idee so geil finde. Aber zu den 35 Dollar kosten die irgendwie nochmal 25 Euro Versand und dann waren wir das doch ein bisschen zu wild. Aber ja, das ist, fand ich sehr lustig. Also, Dr. Go.

Boris

Die Anti-Bewegung hat gestartet quasi.

Chris

Absolut, absolut. Und ich fand das sehr, sehr lustig. Amüsant.

Boris

Das Schöne ist natürlich, dass du mit so einer Nicht-KI-Brille auch mal ganz entspannt mit anderen an einem Tisch sitzen kannst. Und Sony hat jetzt verraten.

Chris

Aber da nimmt man die Sonnenbrille doch eh ab.

Boris

Aber nicht, wenn es hell ist. Und Sony hat jetzt verraten, wer noch so alles mit am Tisch sitzt, oder?

Chris

Boris hat heute diese Überleitung aus der Welle. Das ist unglaublich, du. Das ist unglaublich. Boris, ja, Sony hat tatsächlich was verraten. Also die haben jetzt tatsächlich eine, offizielle Liste veröffentlicht von Objektivherstellern, denen sie wichtige technische Informationen zum E-Mount zugänglich machen. Also wir hatten das vorhin von Wildrocks und Nikon, dass die natürlich die Firmen erstmal eigentlich keinen Bock haben, ihre Patente hier zu verraten oder ihre Geheimnisse zu verraten, wie jetzt die Kamera genau mit dem Objektiv spricht. Da ist ein Protokoll, da sind ja Kontakte, da sind ja Datenleitungen, nicht nur Strom und so. Und das ist für die Objektivhersteller ist das immer so ein relativ großer Act, das rauszukriegen, was da genau an Kommunikation abläuft. Also Sigma ist nicht zur Kanon gegangen und hat gesagt, gebt mal eure Daten her, sondern die haben sich angeguckt, was da so hin und her gefunkt wird und haben dann daraus quasi das sozusagen reverse-engineert.

Boris

Und beim RF-Mount damals auf jeden Fall.

Chris

Beim RF-Mount hat Wildrocks das mit Sicherheit auch so gemacht. Sonst hätte es ja da keine Klage gegeben. Aber Sony ist da jetzt gerade auf einem ganz anderen Weg. Und zwar, sagen sie zumindest zu manchen Herstellern, sagen sie, ja, ihr dürft, hier sind die Daten, hier ist, was ihr tun müsst, damit es funktioniert. Haben sich in dem Rahmen auch gleich noch mal zum geplanten Kauf von Tamron geäußert. Dieser Deal ist immer noch in der Angebots- und Prüfungsphase, aber da ändert sich jetzt bald so ein bisschen die Landschaft. Und zwar haben sie genannt unter anderem Carl Zeiss, Cosina, Fujifilm, Kenko, Tokina und Cook, C-O-O-K-E. Kannte ich noch nicht als Objektivhersteller.

Boris

Ist mir auch wohl.

Chris

Und sagen selber, wir haben denen die grundlegende E-Mount-Spezifikation offengelegt. Und ich finde das recht spannend, weil Sony ganz offensichtlich damit auch ein bisschen Kontrolle abgibt und sagt, ne, wahrscheinlich sagen die Objektive sind nicht unser zentrales, soziale zentrale Cash-Cow. Wir wollen lieber die Kameras besser machen und wollen lieber das Ökosystem vergrößern. Oder? Wie seht ihr das? Ja.

Boris

Ja, vor allen Dingen, wenn sie jetzt ja auch, in ein Tamron einsteigen wollen, habe ich ja schon gesagt, wenn sie günstigere Marken anbieten wollen, dann wollen sie es sicherlich lieber selber machen und ja, meine Güte. Jetzt weiß ich natürlich nicht, was da an Geldern geflossen ist oder ob das aus reiner Herzensgüte passiert, aber auf der anderen Seite, es stärkt natürlich auch dein Kamerasystem, wenn du ein breit gefächertes Angebot hast. Ich meine, Canon ist dann mit Abstand der Platzhirsch und Nikon und Sony folgen dann. Ja, und wenn du irgendwie am Markt bestehen willst, dann, ja, je mehr Auswahl die Leute haben, desto besser.

Chris

Desto eher kaufen sie dein Body, also würde ich vermuten, wenn alles Glas, was du dafür kriegst, einfach nur im hochpreisigen Segment spielt, wirst du dein Gehäuse auch nicht an jedermann bringen und wenn man da nicht precious ist, wer mit seiner Kamera fotografiert, dann will man sich vielleicht einfach den Markt verbreitern durch sowas. Interessant ist natürlich das Ganze in dem Kontext, dass sie Tamron kaufen wollen. Also das heißt, sie wollen schon auch Objektive machen oder zumindest im Objektiv-Hersteller-Bereich tätig sein, ganz klar. Interessant finde ich aber auch, welche Namen da nicht genannt worden sind. Also nochmal, auf der Liste ist unter anderem Carl Zeiss, Cook, Cousine, Fujifilm, Kenku, Tokina. Und dann steht hier und weitere Hersteller, aber die sind wahrscheinlich nicht so zentral. Aber was da nicht vorkommt, ist Sigma oder Wildrocks oder Samyang. Das heißt, da sind schon auch Hersteller, die Namen haben, die wichtig oder vielleicht zumindest bekannt sind, die da nicht wohl mit am Tisch sitzen. Macht übrigens in Film Objektiven also für Motion Picture Spannend, Also ja es ist total interessant Christian ergänzt noch Samyang steht drin Samyang steht drin, okay alles klar dann stehen die unter weiteren noch mit drin, das ist okay gut zu wissen.

Ja.

Boris

Also würde ich sagen, deutet darauf hin, dass sie da den Markt stärken wollen für ihre Bodies.

Chris

Und heißt natürlich, dass sie damit auch ganz bewusst anders arbeiten als jetzt Canon oder Nikon. Die das so in der Form, zumindest nicht, dass ich wüsste, tun. Vielleicht machen sie solche Deals auch und sie machen sie im Geheimen.

Boris

Canon scheint es im Augenblick nicht nötig zu haben. Die sind ganz gut im Augenblick mit ihren Umsätzen und Gewinnen. Aber das mag sich auch rächen. Also lass die anderen mal gute Tilt-Shift-Objektive machen, lass die anderen mal gute Objektive anbieten. Im Spezialbereich, Moni, was du gerade gesagt hast, für Film, mit irgendwelchen, wie heißen sie, die gebogenen, zylindrischen, asphärischen Linsen. Ja, also von daher, wenn das System interessanter wird bei Sony oder interessant bleibt, warum sollten die Leute dann wechseln? Finde ich einen cleveren Schachzug. Da sollten sich andere gerne mal ein Beispiel von nehmen.

Chris

Erinnerst du dich an die Kamera, die Godox rausgebracht hat? Eine Godox, die ja eigentlich als Blitzhersteller bekannt ist.

Boris

Ja, wir hatten dieses Ding, wo du einfach so eine Art Glasscheibe hattest, durch die du durchgeguckt hast und unten drunter war so ein Mini-Objektiv mit wahrscheinlich einem Smartphone-Sensor dahinter.

Chris

Genau. War eine ganz witzige Idee. Peter Pixel hat sich die jetzt mal angeguckt. Also Chris von Peter Pixel, hat da mal irgendwie ein bisschen mit fotografiert und sagt, ja, ja. Das Ding ist kacke.

Boris

Das ist super.

Chris

Dieses Video, dieses 15-minütige Video kann ich nur jedem empfehlen. Wir haben ja auch schon uns gefragt, was bringt das? Weil du hast da im Prinzip diesen Rahmen und der hat unten so eine Elektronik drin und einen Knopf und ein paar Bedienelemente. Dann hast du eben dieses Fenster, das du durchgucken kannst. Das ist übrigens ein LCD. Das heißt, auf dem Fenster werden auch noch so ein paar Informationen eingeblendet. Und dann hast du oben auf der Rückseite hast du eine kleine Kamera eingebaut.

Boris

Also.

Chris

Die ist so.

Boris

Sieht halt aus wie so ein Miniatur iMac umgedreht, wenn man so will. Ich fand das ja designtechnisch eine witzige Idee.

Chris

Ja, aber jetzt hast du natürlich genau das Problem, was wir auch uns überlegt haben, was man da eigentlich mit haben müsste, nämlich dass du natürlich so Parallaxe und so, also du kannst nicht präzise mit dem Ding fokussieren.

Boris

Welche Brennweite du hast, das entscheidest du ja, wie nah du durch dieses Fenster durchguckst, aber das weiß die Kamera ja nicht.

Chris

Nee, das weiß die Kamera nicht.

Boris

Du kannst das Ding auch, siehst du halt weniger da drin, als wenn du es direkt vom Auge hältst.

Chris

Blendet dir das nicht auch ein? Nee, ne? Also... Nein, tut sie nicht. Und das Ding ist irgendwie viel, viel weitwinkliger, als man glauben sollte. Also da ist relativ, viel... Ja, also es ist einfach, Es nimmt viel mehr auf und dass es bei der Auflösung dieses Ding hat, die wohl auch nicht besonders gut ist, natürlich dann ein Problem, weil du hast dann überhaupt kein Detail mehr. Da hast du irgendwie so einen komischen Modusschalter, das ist der Ausschalter und der ist aber so hagelig, dass man, wenn man die anschält, dann quasi aus Versehen gleich in den falschen Modus rutscht und so Zeug. Also, es fällt dann auch schon mal in diesem Video der Begriff oder der Satz, Sinngemäß, die Kamera ist Mist. Also so deutlich habe ich die noch nicht gehört.

Boris

Sie sind ja sonst eigentlich immer sehr gutheißend solchen Produkten gegenüber.

Chris

Also er ist sehr grumpy, was diese Kamera angeht. Und das macht auch irgendwie Spaß, das zu sehen. Also das ist der Verriss des Jahrhunderts quasi.

Boris

Oh, da hat er aber ein paar schöne Fotos gemacht.

Chris

Ja, aber dann musst du mal im Detail. mal gucken.

Boris

Ja, den Crop, aber du weißt ja nicht, wie viel das wirklich ist. Also das ist, das macht er nicht abhängig davon.

Chris

Hältst du es nah dran und davon, genau. Allein schon das Bild zu sehen, ohne den Ton, ist so geil. Er hat so ein WTF auf dem Gesicht, aber so ein richtiges. Ja, das ist, das ganze Video ist so ein bisschen ein WTF. Und da geht es nicht darum, dass er ein Snob ist und irgendwie nur mit teuren Kameras fotografiert, sondern es ist einfach, es macht keinen Spaß mit dem Ding zu arbeiten. Es ist hakelig und es ist unpräzise. Der hat auch schon andere Sachen, auch so andere Spielzeugsachen sich angeguckt, wo er sagt, oh, das ist geil, das macht Spaß, das ist lustig. Aber hier hat er wohl so eine Frustration an der anderen.

Boris

Das wäre ja das, wo wir auch gesagt haben, wenn es denn Spaß macht, weißt du, es muss ja nicht das perfekte Bild rauskommen, aber wenn da sichtbare Bilder dabei rauskommen, also Also nimm die Pappkamera, die ich habe. Da machst du eine Doppel-A hinten rein und gehst einfach mal los. Und da guckst du auch nur durch Pappfenster durch und schießt so ungefähr in die Richtung. Aber da können ganz nette Ergebnisse dabei rauskommen. Wenn das hier natürlich nicht der Fall ist, na ja gut, dann ...

Chris

Ja, aber sie ist nicht rosa und man kann keinen Leica-Aufkleber drauf machen.

Boris

Och, das rosa kriegen wir bei denen, oder? Kleben wir das Fenster, habt ihr mit kurz drüber lackiert. Das ist ja nun kein Problem.

Chris

Das stimmt.

Boris

Ach, herrlich. Herrlich, herrlich.

Chris

Heute ist der 11.

Boris

Das ist korrekt. Der 11. August. Morgen ist Sonntag. Haben wir auch noch gar nicht drüber gesprochen. Aber wisst ihr eh alles schon.

Chris

Die ist ziemlich am Horizont. Da muss man dann schon sehr, also wenn man nicht gerade in Spanien ist.

Boris

Da ist die auch am Horizont.

Chris

Ja, heute ist der 11. Und am 14. am Freitag beginnt hier.

Boris

Spanien hat auch einen Horizont. Viele wissen das nicht. Aber auch da geht die Sonne.

Chris

Aber aus Deutschland musst du sehr gute Sicht haben. Am besten auf den Berg hochgehen. Ja, nee, Freitag geht hier was los. In der Villa. Wir haben einen Workshop. Und zwar den Villa-Geister-Workshop. Der findet jetzt statt.

Boris

Eine Premiere.

Chris

Ich freue mich tierisch drauf. Weil das ist ja tatsächlich Neuland, was wir da betreten. Also workshopliches Neuland, weil typischerweise gehen unsere Workshops ja von Samstagmorgen bis Sonntagabend. Dieser hier fängt schon Freitagnachmittag um 14 Uhr an. Das heißt, wir haben uns zur Aufgabe gemacht, den Klostergeister-Workshop ein bisschen zu beklauen, also was die Konzepte angeht und das, was hier so in der Villa machbar ist, dann auch hier reinzubringen. Zu bringen. Und das werden wir dann jetzt zweieinhalb Tage lang machen mit Aufgaben, mit.

Wechsel zwischen geführten Übungen und freien Projektarbeiten, Bildbesprechungen natürlich, experimentieren mit Licht und Farbe und Form und Rhythmus und so weiter. Das werden zweieinhalb intensive Tage und da freue ich mich tierisch drauf. Und, Moni hat schon gesagt, sie flüchtet dann, glaube ich, oder? Weil wir hier die Villa unsicher machen. Ich weiß es noch nicht, ob ich flüchte. Nein, erst mal bin ich sauer, dass ich am Freitag noch arbeiten muss. Das finde ich auch, ehrlich gesagt, blöde. Aber so ist das nun mal mit dem Geldverdienen. Nein, ich hatte ganz kurz überlegt, ob ich zur Maker Faire gehe. Die ist am selben Wochenende. Aber nicht, weil ich flüchten wollte, sondern einfach nur, weil es so blöd ist, weil da eine Maker Faire ist. Aber vermutlich werde ich das auch nicht machen. Wenn der Workshop nicht wäre, dann wären wir zur Make-A-Fair gegangen. In Hannover. Tja, aber wir machen uns die Make-A-Fair hier, weil wir werden ja viele Sachen basteln, machen, tun und so.

Boris

Fotos machen.

Chris

Fotos maken, nicht wahr?

Boris

Jawohl.

Chris

Ja, also freuen uns tierisch auf euch und werden natürlich von diesem Workshop auch berichten. Gerade vor allem auch, weil er halt was Besonderes ist. Was ist nächstes noch? Im Oktober dann Experimente mit Filmen. Es wird ein Wetter-Workshop online geben. Es gibt dann nächstes Jahr noch ein Großformat-Workshop, unseren Lichtgestalten-Workshop im April nächstes Jahr. Und ihr seht ja auf der Website mit den Workshops, da sind immer noch so ein paar orange, das, liegt daran, dass ich gerade noch mit was anderem sehr beschäftigt bin und deshalb, die wahrscheinlich dann irgendwann Ende nächster Woche online stellen werde, das heißt ihr könnt euch schon mal bereit machen, da so ein bisschen Termine.

Boris

Könnt ihr schon mal sichten.

Chris

Termine sind da, Inhalte sind auf jeden Fall schon mal da auf unserer Workshop-Webseite Urlaub schon.

Boris

Mal einreichen im eigenen Unternehmen und solche.

Chris

Geschichten.

Boris

Könnt ihr schon mal alles vorbereiten. Ja, ist bei mir mal ganz wichtig, dass ich das zeitig weiß, weil das ist auch mit dem Grund.

Chris

Warum wir diesmal tatsächlich so früh dran sind, weil damit wir alle irgendwie dann auch die Termine zusammen bekommen und wer noch nicht auf dem Newsletter ist, es gibt hier ein Newsletter auf der Website, da könnt ihr euch eintragen. Es gibt sehr, sehr sporadisch alle paar Monate mal irgendwie eine Mail zu einem neuen Workshop. Das heißt, die werde ich dann auch noch rausschicken. Da kriegt ihr also auf jeden Fall Bescheid, wenn da was Neues passiert.

Boris

Finde ich cool.

Chris

So.

Boris

Was ich ja auch cool finde, ist ja Eis. Eis kühlt ja gut ab. Vor allen Dingen Speiseeis.

Chris

Überleitungsspezialist, aber das ist jetzt ja, das war jetzt ja keine Überleitung. Das war ja ein neues Anreißen eines Themas. Ja, aber das lassen wir gelten.

Boris

Das lassen wir gelten. Es geht nämlich um Pinocchio-Becher. Aber Moni, erzähl doch mal was.

Chris

Naja, eigentlich geht es nur mittelbar um Pinocchio-Becher. Also wenn man bei uns momentan am Abendbrottisch oder am Wochenende beim Mittagstisch oder was auch immer sitzt, dann dreht sich relativ viel um bestimmte Konzepte in der Fotografie, die wir einfach rauf und runter diskutieren. Und gerade im Moment ist das das Thema Serie. Warum fotografiere ich in der Serie? Wie finde ich Serien überhaupt? Wie kann man die aufziehen? Und das hat natürlich bei mir die Aufmerksamkeit auf das Thema Serie gelegt. Und ich bin über ein Thema gestolpert, was ihr aber schon mal hattet tatsächlich. Was ich aber denke, kann man nochmal aufwärmen, weil sich das an einem ganz interessanten.

Phänomen der deutschen Eiskultur oder der italienisch-deutschen Eiskultur aufhängt, nämlich des Pinocchio-Bechers, den es in den deutschen Eisdielen immer noch für Kinder gibt. Manchmal, wenn man Glück hat, kann man den auch als Erwachsener bestellen, das klappt nicht in jeder Eisdiele. Und das ist glaube ich 2022 gewesen, also kurz nach der Pandemie sind zwei Leute, ein Fotograf und ein Autor losgezogen, um Deutschlands Bundesländer und deren Eisbecher zu bereisen. Also sprich, die sind durch alle Bundesländer von Deutschland und haben Pinocchio-Eisbecher bestellt, verspeist und dokumentiert. Und was man natürlich, also ich finde es ist ein Bildband dabei rausgekommen, die beiden sind Leonard Hieronymi und der Fotograf Christian Metzler, die hätten auch noch viel mehr gemacht, wenn der Christian Metzler seinen Jahresurlaub dafür hergegeben hätte, aber der hatte halt noch ein bisschen Geld verdienen müssen, also haben sie das Ganze sehr schnell gemacht, ich glaube, wie war das, in neun Tagen, 91 Becher oder so ähnlich.

Boris

Aber jetzt überlege mal, in neun Tagen 91 Becher zu zweit, das sind um fünf Becher für jeden.

Chris

Ja, die haben richtig was weggeklopft. Irgendwann Mangelernährung kriegst du da, weil du kannst ja dann tatsächlich nichts anderes mehr als Eisbecher essen, oder? Ja, ja.

Boris

Vor allen Dingen, wenn du morgens schon eine Pizza hattest, dann hast du abends ja keinen Bock mehr auf einen Burger.

Chris

Ich glaube, dann isst du keine Pizza und keinen Burger. Ich glaube, der Leonhard hat auch hinterher geschrieben, er hätte zwischenzeitlich Doppelherztabletten mit Nährstoffen nehmen müssen, weil er Mangelernährung gehabt hat. Also 91 Becher in neun Tagen. Das sind ja am Tag zehn Becher.

Boris

Fünf Stück, sie sind zu zweit gewesen, wenn sie zu zweit los sind.

Chris

Aber vielleicht haben sie sich auch öfter mal denselben bestellt. Jeder ein, um zu gucken, welcher besser ist. Wie auch immer. Was ich halt ganz spannend fand, neben der Tatsache, dass so Pinocchio-Becher sehr, sehr unterschiedlich aussehen können, von wirklich richtig gelungen und kreativ aufgebaut bis zu so Bechern, wo du dich gefragt hast, welches Gemetzel hat sich Pinocchio da über sich ergehen lassen müssen. Außerdem hat Pinocchio fast immer einen Waffelhut auf dem Kopf. Ich kann mich nicht entsinnen, dass im Original-Pinocchio-Film spitze Hüte für Pinocchio angesagt gewesen wären. Aber was die zwei natürlich auch gelernt haben, ist ganz viel über so Eisdielen-Kultur in Deutschland, wie funktioniert die, mit wie viel Liebe wird das gemacht, also du machst eigentlich ein Foto von, ich sag mal, einem kulinarischen, von einem kulinarischen Phänomen, ich stelle mir das Ganze auch für Toast Hawaii sehr spannend vor. Und was lernst du daraus? Du lernst halt ganz viel über die Orte, wo es das gibt, über die Eisdielen, wo es das gibt und ich glaube, das ist so ein generelles Thema beim Thema Serien. Du lernst viel, also das ist jetzt eine Dokumentation, das sind ja keine künstlerischen Bilder per se, sondern es ist eine Dokumentation eines Phänomens, also Reportage eigentlich, wo du viel, viel mehr lernst, als eigentlich auf dem Foto zu sehen ist.

Ich finde das vor allem interessant, weil es ist ja nicht nur eine Serie von, Bildern, sondern es ist ja das, was man eigentlich so als Typologie bezeichnet. Das ist eine Studie. Eine Studie über das gleiche Ding. Also ich habe da, warte mal, ich teile jetzt mal eiskalt hier ganz kurz einen Blick ins.

Manuskript von Abenteuerfotografie, dem Buch, an dem ich gerade arbeite. Da habe ich nämlich tatsächlich was über Typologien geschrieben. Das hier ist ein Bild von Pflanzen. Das hat ein Karl Bloßfeld 1928 veröffentlicht und zwar hat der Pflanzen gesammelt, am Bahndamm entlang und hat die dann mit einer selbstgebauten Kamera mit einem einen Meter langen Balgen irgendwie mit 30-facher Vergrößerung fotografiert, aber nicht um da Kunst zu produzieren, sondern weil er.

Für irgendwelche Gestaltungsstudenten Ansichtsmaterial haben wollte. Und die Pflanzen waren zu klein für die. Und dann hat er die eben vergrößert und hat die alle vor neutralem Hintergrund mit sehr viel Tageslicht und teilweise irgendwie eine Stunde Belichtungszeit oder so, damit das Licht möglichst gleichmäßig wird, fotografiert. Und es sind halt einfach hammergeile Pflanzenbilder rausgekommen. Und als das Ding dann rauskam 1928, das war auch eine lange Geschichte, bis das dann überhaupt so weit kam, dass jemand gesagt hat, na gut, dann machen wir das halt, wer will denn den Scheiß, hat er tatsächlich einen Weltbestseller damit gemacht. Das Ding ist dann in alle möglichen Länder gegangen und weil sowas hatte so noch keiner gemacht. Das ist eine der ersten Typologien von was und da ist quasi durch das Sammeln und durch das immer wieder gleich abbilden, ist Kunst entstanden. Und das gibt es ja bei den Bechers zum Beispiel, Ehepaarbecher, die diese Fördertürme fotografiert haben und Wassertürme und solche Geschichten. Und Hochöfen und solche Sachen. Und Hochöfen, die das ja quasi.

Zu einem Ding gemacht haben. Und auch die haben geguckt, dass immer der Hintergrund irgendwie, also sie haben teilweise gewartet, bis neblig ist, damit sie dann sowas fotografieren können und der Hintergrund nicht stört und so. Und haben da sagenhaftes Zeug draus gemacht, also eine Typologie. Und diese Pinocchio-Becher sind eine Typologie. Das ist faszinierend, ja. Und ich glaube, ich glaube auch, ich bin im Moment dabei, mich durch das Buch von Sally Mann zu wühlen. Ich weiß nicht, ob es jemand kennt. Artwork, also da beschreibt sie ihren kreativen Prozess und sie sagt auch manchmal, also erstmal gibt es etwas, was deine Aufmerksamkeit fängt, was aus deinen Erfahrungen raus einfach, was ist, worauf du immer wieder anspringst, in dem Fall.

Waren es Typologien oder Eisbecher und manchmal weißt du am Anfang noch gar nicht genau, auf was du da eigentlich hinarbeitest. Aber mit der Zeit, je mehr Dinge du dann machst, je mehr Bilder du machst, je mehr du an so einer Serie arbeitest, kristallisiert sich irgendwann für dich heraus, an welcher Geschichte du eigentlich arbeitest, welche Geschichte du zeigst. Und ich glaube, das ist so ein ganz typisches Beispiel dafür, dass man manchmal einfach auch nur anfangen muss und während man dann auf so einem Thema herum kaut und es immer wieder aus unterschiedlichen Gesichtspunkten, sich anschaut und vornimmt, irgendwann wird einem selber die Bedeutung klar. Also man merkt es beim Arbeiten, worauf man eigentlich hinaus will und das ist vielleicht ein gutes Zeichen dafür, dass man nicht immer den Sinn schon vorher suchen muss, dass man einfach mal anfängt. Manchmal kann sowas ja einfach auch aus Versehen passieren. Also ich hatte das in meinem, ich habe es in meinem Archiv rumgestochert und habe dann über.

Jahre mehrere Bilder gefunden von großen Teddybären. Also da war irgendwo in Rumänien, war in einem Restaurant, saß in der Ecke ein Teddybär auf einem Kinderstuhl, aber so richtig traurig, so in einer dunklen Ecke und du weißt ganz genau, der wird halt rausgeholt, wenn da Kinder sind. Aber der saß da so, als ob er gerade völlig verzweifelt gleich sich vom.

Vom Stuhl stürzt oder so. Und dann habe ich einen anderen Teddy fotografiert. Bei der nächsten Reise, da war ich dann in Budapest. Und da war dann irgendwo einer, der hing so von der Decke runter. Der war so mit Schnüren an die Decke und hatte noch so einen Schirm in der Hand. Das war bei irgendeinem Club oder sowas vor der Türe. Und dann habe ich in Kolmar auf dem Weihnachtsmarkt. Da sind diese Bären auch irgendwie so ein Ding. waren so Teddybären, die unten an so einem Weihnachtsbaum als ganze Familie mit Schlitten und so angebunden waren. Und da aber auch so ein bisschen seltsam rumhingen. Und die habe ich aber komplett unabhängig voneinander gemacht, diese Bilder. Die hatten nichts miteinander zu tun. Und ich habe auch bei keinem dieser Bilder gedacht, oh, schon wieder ein Teddy. Sondern, oh, ist ja interessant, das nehme ich mal mit, dieses Bild. Und habe dann erst beim späteren Gang ins Archiv gemerkt, oh, hoppla, du hast einen Teddy-Fetisch. Das kann ja wohl nicht sein. Du hast ein Ding mit Teddys, ja. Und das ist natürlich jetzt die Frage, warum? Also was sagt das über mich? Was sagt das über meine Fotografie? Was sagt das darüber aus, wie ich die Welt sehe?

Und ist das so, weil ich vielleicht früher auf der Kirmes irgendwie sehnsüchtig vor der Losbude stand und diese großen Teddys mir angeguckt habe? Oder ist es, weil ich halt einfach gerne skurrile Dinge finde? Also Sachen, die halt irgendwie seltsam sind. Du hast mal auf einem der Tracks, hast du mal Schuhe fotografiert, das weiß ich noch. Und zwar einzelne. Ich hatte auch mal vor, Einkaufswagen zu fotografieren. Als das so vor, weiß nicht, 20 Jahren so relativ epidemisch wurde, dass Leute halt Einkaufswagen mit nach Hause genommen haben und die dann irgendwo in die Ecke gepfeffert haben, Ist mir schon aufgefallen, Mensch, da gibt es unglaublich viele interessante Ecken, wo diese Einkaufswagen so liegen und stehen und zerbogen sind oder einfach aufgegeben wurden. Und ich dachte immer, müsste man mal, ich habe es ja nie getan, aber da war eine Typologie versteckt. Ich habe ja so ein Ding mit Puppen. Oder eine Serie. Bei mir sind es die schrägen Puppen. Du hast, genau, das war auch tatsächlich, ist das fast immer so, wenn wir irgendwo.

Beim, was weiß ich, bei irgendwo, bei einem Secondhand-Markt sind, Trödelmarkt sind oder sowas, da zieht es dich immer sofort zu den alten Puppen, die dann möglichst, je kaputter, desto besser, weil da wird Material draus, was du dann wieder in deine Drucke verwandeln kannst. Ja, am schönsten ist, wenn sie keinen Kopf mehr haben oder die eine, die wir gesehen haben, hat kein Auge mehr. Also solche Sachen, da geht mir das Herz auf. Wenn du Puppen, genau, Boris findet es gruselig, aber ich finde es ja sagenhaft.

Boris

Viele Puppen finde ich gruselig.

Chris

Jaja, sind sie auch. Ist das so? Also wirklich. Also die Pinocchio-Becher sind ein verdammt gutes Beispiel dafür.

Boris

Die sind auch streckenweise ganz schön gruselig.

Chris

Der eine oder andere sieht wirklich echt zermetzelt aus. Aber das Ding wird erst dadurch funktionierend, weil es, weil dann so viele davon plötzlich da sind. Das ist das Interessante bei so einer Der Einzelne ist total langweilig.

Boris

Sehr banal.

Chris

Das ist ein Handyfoto fertig, aber wenn du dann plötzlich 90 davon in einem Buch hast, dann passiert was, dann bekommt das eine ganz neue Bedeutung, das ganze Projekt. Plus, sie haben ja auch festgestellt beim Fotografieren, dass es schon Eisdielen gab, die den noch auf der Karte hatten, aber nicht mehr ausgeliefert haben, weil er seit 30.000 Jahren nicht bestellt wurde. Also der Pinocchio-Becher ist vom Aussterben bedroht. Insofern ist das auch noch gleichzeitig eine historische Dokumentation.

Boris

Die Nachfrage ist ja 2022 drastisch gestiegen offensichtlich. Du bist jetzt wieder ins Programm aufgenommen worden.

Chris

Ich habe den noch nie gegessen. Ich habe beschlossen, dass ich wirklich meine Eisdiele gehen muss und meinen Pinocchio-Becher essen.

Boris

Es gibt ja auch so Biene Maya und sowas.

Chris

Spaghetti-Eis. In den wenigsten Eisdielen kannst du Spaghetti erst mit Schokolade bestellen. Das finde ich eigentlich immer so schade.

Boris

Tja.

Chris

Dann wäre es doch Vollkornsprageti. Naja.

Boris

Ja, gut. Herr Neenke. Ja, das bin ich.

Chris

Sie haben fotografiert. Erzählen Sie.

Boris

Ja, es geschah am letzten Wochenende, dass eine ehemalige Kollegin und gute Freundin von Tanja, ihre Freundin geheiratet hat. Die beiden sind jetzt ein Paar. Und das haben wir natürlich gefeiert, indem wir überraschend, aber mit der Idee waren wir nicht alleine, beim Standesamt aufgetaucht sind und gesagt haben, überreichen wir doch persönlich ein kleines Präsent und ich mache eben ein paar Fotos vom Standesamt, weil war ja klar, dass da viele Freundinnen, Freunde, Bekannte, Familie und so weiter aufschlagen werden. Ich mache ein paar Fotos und das gibt es als Geschenk mit dazu. Ein kleines Fotoshooting geschenkt.

Und ich habe kurz mit mir gehadert und habe gesagt, traue ich mich, das komplett mit der Leica zu machen? Habe gesagt, nee, das machst du mal eben gerade nicht.

Da soll schon was bei rauskommen. Das war schon der Plan und ich wollte es nicht versemmeln. Also habe ich mir meine Canon R6 gegriffen mit dem 70-200, mein Lieblingsobjektiv an der Kamera. Außerdem war geplant, dass ich eben auch ein bisschen weiter wegstehe, weil wir sind schon davon ausgegangen, dass sie eine Fotografin oder Fotograf gebucht haben und dann will es halt auch nicht im Weg stehen, wenn da jemand seinen oder ihren Job tut. Also eher das Tele draufgeschnallt und ich saß noch so im Auto, ich hatte die Leica natürlich mit dabei, und als wir dann aus dem Parkhaus Richtung Standesamt aufgebrochen sind, habe ich noch so zu Tanja gesagt, ich sage, ich könnte mir die Leica ja noch über die Schulter hängen. Sagt sie, nein, lass das, du brauchst bloß das Tele. Dann sagt sie, gut, brauche ich nur das Tele. Bin losgegangen. Ich kann jetzt schon mal sagen, hört da auf sowas nicht, sondern vertraut eurem Bauchgefühl. Ich hätte sie einfach mitnehmen sollen. Es gab wirklich ein paar Situationen. Ach, ich hätte mir so gewünscht, die Leica dabei gehabt zu haben. Die M8 hatte ich dabei. Ich hätte gerne ein paar Bilder gemacht, aber so ist es nun mal. Naja, und ich habe natürlich vorher auch mit der R6 noch mal so ein kleines bisschen geübt. so mal 10 Minuten sie nochmal in die Hand genommen, weil ich hatte sie wirklich seit Klostergeister nicht mehr in der Hand. Hab die ganze Zeit alles mit der Leica gemacht. Und ja, ich, also ich sie das erstmal in die Hand genommen, hab ich erstmal geguckt, Einschalter. Ah ja, der ist hier links.

Chris

Du musst es sich komplett noch einlernen, oder?

Boris

Ja, und dann erst mal durchgucken. Okay, ich sehe ein Farbbild. Also habe ich sie schon mal irgendwann wieder auf Farbe zurückgestellt gehabt. Offensichtlich hatte ich schon mal irgendwas gemacht. Konnte mich aber nicht erinnern. Habe aber noch mal geprüft, ob sie auch wirklich auf RAW und nicht mehr auf JPEG steht, damit ich dann auch entsprechend nachbearbeiten kann. Weil ich wusste, es ist sonnig. Die werden wahrscheinlich helle Klamotten anhaben. Und es wird ein harter Schatten da sein. Also lieber RAW nehmen.

Ja, ein bisschen geguckt, so fokussieren und so weiter, hat alles geklappt. Alles klar, dann losgezogen. Und dann haben wir erst mal gewartet, weil die Trauung dauerte relativ lange. Es wurden immer mehr Leute draußen. Zwei Fußballvereine sind noch aufgetaucht, also Frauenfußballvereine. Die hatten auch noch eine schöne Aktion da geplant, mit kleinem Spielchen auf dem Rasen vorm Standesamt. So ein bisschen Making-of-Fotos gemacht, kennst du ja. Hier mal ein paar Details, da mal ein Aufbau, hier irgendwie ein sprudelndes Säckglas, was du so brauchst als Untermalung.

Und dann kamen sie irgendwann raus aus dem Standesamt. Und dann habe ich nichts anderes mehr mitgekriegt. Ich war wieder voll drin, habe Fotos gemacht, draufgehalten, eine Perspektive gesucht, über die Leute rüber. Weißt du, wenn du so schön aus der Entfernung mit dem Tele arbeitest, dass du so ein paar Köpfe im Schattenriss vorne hast, dass du siehst, es ist wirklich auch voll, da waren viele Leute. Und ich mag das ja, wenn du so Störer im Vordergrund hast und dann dahinter leuchtet dann das Brautpaar. Ach, herrlich, hat einen Spaß gemacht. Und dann dachte ich, als ich dann auf dem Weg war zu so einem Spalierbogen, da standen die so mit Röschen und dann sollten die da durchkommen, da bin ich hingelaufen und im Hinlaufen dachte ich noch so, da machst du mal jetzt die Blende ein bisschen weiter zu, dass du mehr Schärfentiefe hast, weil die werden nicht so parallel auf einer Ebene gehen. Und da habe ich die Kamera tatsächlich runtergenommen, habe vorne aufs Objektiv geguckt, weil ich gucken wollte, welche Blende ich eingestellt hatte. Und dachte, nee, aber dann war ich schon da und hab erstmal weiter fotografiert, und beim Fotografieren hat dann mein Hinterköpfchen gesagt, die Blende ist übrigens auf dem Zeigefinger und die kannst du da im Display ablesen. Hab ich die Blende dann versteckt.

Das war vielleicht geil und dann so am halben Weg durch, als die große Action durch war und dann halt so ein bisschen, kennst du Umarmung, Begrüßung und so weiter, habe ich auch ein paar Fotos gemacht, Da habe ich dann gedacht, irgendwie ist auch alles unscharf im Sucher. Weil bei der Leica guckst du ja durch einen optischen Sucher durch. Und da ist in einer gewissen Entfernung der Rahmen da. Aber wenn dich der Rahmen jetzt gar nicht so sehr interessiert, dann guckst du halt auf die Landschaft durch diesen optischen Sucher durch. Und da gucke ich, weil ich jetzt eine größere Brille habe als früher, mit der Brille durch. Das ist ein Gleitsichtglas, also oben ist die Fernsicht. Und dann kann ich halt oben durchgucken, in die Ferne schauen. Das geht soweit ganz gut. Und jetzt guckst du ja aber in einen Sucher auf ein Display rein und das war halt alles unscharf und da habe ich kurz überlegt, wieso ist denn jetzt alles unscharf und da ist mir erst mal aufgegangen, ja gut früher hattest du halt noch eine kleinere Brille, Das war gerade bei Klostergeister, wo das anfängt, dass ich eine größere Brille hatte. Früher hattest du eine kleinere Brille, da habe ich immer über die Brille rübergeguckt, und quasi ohne Brille in den Sucher geguckt. Und ich hatte, da ist ja eine Dioptrien-Einstellung an dem Sucher, die hatte ich halt so eingestellt, dass ich es scharf sehe. Jetzt kann ich nicht mehr über die Brille da reingucken, habe halt mit der Brille da reingeguckt, war alles unscharf. Aber nimm das Leica. Da drehst du ein bisschen an dem Rädchen und stellst es dir wieder scharf ein, sodass du es mit der Brille wieder scharf siehst. War tatsächlich ganz easy. Man musste erst mal drauf kommen, dass da ja ein Rädchen ist.

Chris

Da sind ja dann so Smart-Brillen mit so einem Bildschirm im Vorteil. Ja, da musste ich auch dran denken. Kannst du einfach von deiner Spiegellosen einfach den Output des EVFs einfach dann in der Brille ablaufen lassen?

Boris

Die Frage, die mich bei diesen Smart-Brillen interessiert, ist, kann ich das denn mit Fehlsichtigkeit überhaupt scharf sehen? Oder muss das auf meine Dioptrien eingestellt und produziert werden? Das wären mal so Fragen für solche Smart Glasses.

Chris

Das ist Magie. Das ist alles, das geht von selbst und tot. Das ist dann so ein Rädchen und da stellst du es einfach scharf, wohin das projiziert. So läuft das.

Boris

Und dann bin ich da am Fotografieren. Klick, klick, klick. Und dann sehe ich mit einmal im Sucher ja auch eine Akkuanzeige. So oben rechts ist eine Akkuanzeige. Und da waren plötzlich schon zwei Striche weg. Und der Akku war eigentlich voll. Ich meine, sie lag jetzt länger da, aber der Akku war nicht in der Kamera, der war außerhalb. Aber ich hatte sie reingesteckt und dann hatte sie volle Anzeige. Und die Canon-Akkus machen das ja auch irgendwie mit so Elektronik und so. Und dann war aber relativ schnell, waren da zwei Balken weg. Und ich denke, oh, der wird aber schnell leer. So, das kannte ich jetzt von der Leica so halt auch nicht so richtig. Da siehst du aber auch nicht so wirklich eine Akkuanzeige. Also diese Nervosität hast du da einfach nicht, weil sie geht halt einfach. Und dann dachte ich noch, das wäre jetzt auch gar nicht so unklever gewesen, noch einen zweiten Akku mit in die Hosentasche zu stecken. Hatte ich aber nicht. Und das war tatsächlich eine blöde Situation, weil auf der einen Seite war mir klar, das schaffst du auf jeden Fall. Also ist ja nicht meine erste Veranstaltung, die ich mit der Kamera fotografiere und das hält schon lange. Aber wenn du plötzlich wieder eine Akkuanzeige in deinem Gesicht hast, die nur noch halb voll ist, dann wirst du plötzlich nervös. Und dann beschränkst du dich plötzlich. Und dann machst du eben bestimmte Aufnahmen nicht, weil du sagst, nee, hab ich schon. Ist zu banal. Ich brauch den Akku bestimmt noch später für richtige Fotos. Das war schon doof. Also, da habe ich mich ein kleines bisschen...

Chris

So ein Patronengürtel voller Akkus oder so.

Boris

Du, einer in der Hosentasche hätte gereicht.

Chris

Und alles nur, weil du auf Tanja gehört hast.

Boris

Alles nur, weil ich auf Tanja gehört habe.

Chris

Ja, Chris hört nie auf mich, insofern.

Boris

Das war halt... Und ich hatte ja einen Akku dabei. Also im Auto lag ja noch ein Reserveakku. Habe ich halt alles nicht mitgenommen. Hey, wozu? Wir sind da irgendwie eine Stunde am Standesamt. Jetzt mal ehrlich. Dass das dann so lange werden würde, dass wir da wirklich lange, lange waren, weil erstens dauert es lange, dann viel Making-of, ein bisschen Dokumentations fotografiert, dann noch richtig viel hinterher mit richtig vielen Gästen und Beglückwünschungen. Das wusste ich ja vorher auch nicht. Aber normalerweise bin ich halt vorbereitet. Aber ich war jetzt halt nicht bestellter Fotograf. Das war jetzt Privateinsatz, aber schön. Was ich aber Positives mitgenommen habe, Das 70-200 ist schon sehr geil.

Chris

Das kannst du doch an die Leica adaptieren, oder?

Boris

Dann kannst du aber nicht mehr wirklich scharf stehen. Also an der M240 vielleicht mit einem Live-View, aber ansonsten...

Chris

Mit diesem neuen Adapter, weißt du, ne Moment, der geht umgekehrt.

Boris

Also die Brennweite ist schon geil. Also ich mag schon Tele. War mir aber klar, also so alle Brennweiten so ab 85, das mag ich schon sehr gerne. Ich habe jetzt an der Leica immer so ein Äquivalent von so, weiß ich nicht, 40, 45, sowas in der Größenordnung. Oder eben 50, je nachdem welche Leica. Ist auch gut. Muss ich viel lernen. Habe ich selten benutzt in den letzten Jahren. Aber jetzt das 70, 200, die Ergebnisse, ich mag sie wirklich richtig gerne. Das hat wirklich, wirklich Spaß gemacht. Es war nur allerdings so, dass es da dann doch enger war als erwartet. Und so ein 35 bis 200, weiß ich, ist ein... So eine Reporterlinse, wie Chris, wie du sie früher mal hattest.

Chris

35 bis 350 hatte ich mal.

Boris

Oder sowas, ja genau. Also das wäre schon noch perfekter gewesen. Aber hey, ich will mich nicht beschweren. Man macht die Fotos mit dem, was man hat. Und das klappt dann auch. Aber wo ich mich geärgert habe, ist, dass ich die Leica im Auto gelassen habe. Weil ich mag halt diesen Look von der M8 so gern. Und dann ist da plötzlich hinter mir, ich habe mich noch schnell umgedreht, ein paar Fotos gemacht, ist so ein alter VW-Bulli vorgefahren. Mit so einem cremigen beige-braunen Ton und oben weiß. Und komplett hergerichtet als Hochzeitskutsche quasi. So schön mit weiß geschmückt. Mit so pastelligen Blümchen an der Seite. Und diesen Vorhängen da drin. Und ich habe gedacht, also ... Das muss mit der Leica fotografiert werden und einem alten Objektiv. Also warum habe ich sie im Auto gelassen? Das wäre prädestiniert gewesen für diese Kamera. Aber sei es drum, hatte ich halt nicht. Auch die Ergebnisse mit dem 70-200 von dem Bus haben mir sehr gut gefallen.

Chris

Also es gibt ja für Leica auch Teles.

Boris

Ja, wie gesagt, ist mit einem Scharfstellen tatsächlich schwierig. Ich werde gucken. Also ich werde mich da sicherlich noch rantasten. Was ich aber auch gemerkt habe, ich habe ja die Fotos dann bearbeitet. Sind ja RAWs gewesen. Und ich habe ja für die Canon meine Presets, die ich liebe und die auch bei den Kunden sehr gut ankommen. Und dann habe ich die da drauf gesetzt und habe so gedacht, nee, ist zu viel.

Seit Klostergeistern, nur mit der Leica und wie gesagt, das meiste mit der M8 und das RAW, so wie es rauskommt, gefällt mir. Hat einen gewissen ein Farblook, ist nicht neutral, aber gefällt mir. Und dann habe ich angefangen und ein paar Bilder habe ich tatsächlich mit dem Preset gelassen, weil es gut funktioniert hat. Aber überall da, wo so Hauttöne waren, wo Grüntöne waren, ich habe alles wieder zurückgeregelt. Also nur ganz minimale Anpassungen gemacht, habe das immer weiter zurückgezogen, weil es war farbrächtig da. Es war viel Licht da, also da musst du nicht viel zaubern, das war schon alles fein. Alle tolle Klamotten, alle toll hergerichtet, da musst du nicht zaubern. Und ich mag schon so einen Farblook. Ich habe schon so eine gewisse Farbidee, die ich gerne haben möchte, so ein Color Grading. Aber ich habe das so weit zurückgefahren, dass ich gerade nur so die, meiner Meinung nach, die Schwachheiten von der Canon R6 von den Farben her, dass ich die ein bisschen ausbalanciert habe oder dass ich einen gewissen Farbkontrast zwischen Vordergrund und Hintergrund erreicht habe. Also Schatten ein bisschen eintönen oder sowas. Aber ich denke, ich werde mich mal irgendwann, wahrscheinlich dann nächsten Winter ransetzen und werde mir einen Satz neue Presets bauen, die sehr viel behutsamer noch rangehen.

Chris

Was ich ja nicht weiß, wenn du Leica-Bilder bearbeitest, hast du dann auch eine Vignette drin?

Boris

Wenn das Objektiv eins macht, ja, aber ich baue keins zusätzlich ein.

Chris

Ja, weil du hattest ja früher das T-Shirt, ohne Vignette ist das Bild nicht fertig.

Boris

Also im Preset ist eine Vignette dabei, natürlich. Aber die Leica-Bilder bearbeite ich halt nicht. Also ich habe ja eine ganz wichtige Frage.

Chris

Ich habe ja eine ganz wichtige Frage. Jetzt hast du mit der Leica lange fotografiert, dann hast du die Canon wieder in die Hand genommen und dann hast du gemerkt, oh scheiße, wie bediene ich die denn jetzt? Und jetzt hast du dich wieder an die Kanon gewöhnt. Das heißt, du hast jetzt zwei Bedienungen im Rückenmark. Greifst du jetzt immer daneben, weil da alles durcheinandergekommen ist?

Boris

Nee, tatsächlich nicht.

Chris

Kannst du das klar trennen?

Boris

Das kann ich trennen. Also witzig war es halt, dass ich nach langer Zeit zur Kanon zurück wirklich so dieses Gefühl hatte, das sind aber viele Knöpfe. Wo war jetzt nochmal Daumenfokus? Welcher? Ah, hier. Wo war nochmal der Center? Wo verstelle ich den Fokuspunkt? Wo sehe ich das in meinem Sucher? Wie war das noch im Schnellmenü? Wie navigiere ich? Wo komme ich zu meinem Formatmenü?

Chris

Das blockiert doch, wenn du schnell sein musst.

Boris

Es ist unglaublich viel los. Es ist ja viel wiedergekommen. Aber die Tatsache, ich habe an diesem Samstag, in den zweieinhalb Stunden, wo wir da waren, dreimal, ungelogen, dreimal die Kamera vom Auge genommen, habe vorne aufs Objektiv geguckt, weil ich die Blende verstellen wollte. Drei Mal. Danach nicht mehr, danach ging's. Aber drei Mal.

Chris

Deshalb bleibe ich bei einem System, da komme ich nicht durcheinander.

Boris

Ich musste wirklich lachen. Aber umgekehrt ist es halt nicht so. Und das ist halt das Interessante, weil dann nimmst du die Leica in die Hand, aber das gilt jetzt für alle reduzierten Kameras, dass die Leica jetzt ja nicht alleine, da kannst du auch eine beliebige Analoge jetzt nehmen. Es ist halt, da ist halt kein Knopf. Also du schaltest sie ein und hast einen Auslöser, vorne am Objektiv verstellst du die Blende. Oben ist ein Rädchen für die Zeit, die ISO ist fix. Also ich kann sie im Menü verstellen, aber du stellst sie halt einmal ein wie wenn du einen Film halt einlegst, dann ist es halt so.

Und dann war es das schon und du siehst nicht das Bild, was du hinterher bekommst, sondern du siehst so grob die Richtung in die du fotografierst mit einem groben Rahmen, was so ungefähr im Bild sein wird und, was mir da wieder direkt am nächsten Tag aufgefallen ist, als ich dann mit der Leica wieder unterwegs war als ich mit der Leica ganz neu war hatte ich schiefe Bilder gemacht, also so leicht gedreht, so ein paar Grad schief. Und dann dachte ich, na, das wird ja ein Ding, weil du siehst es ja nicht vorher im Sucher, ob es gerade, also du hast einen optischen Sucher, aber da hast du keine Orientierung, ob du das gerade oder schräg hältst. Und dann dachte ich, das ist ja ein Ding. Und als ich dann am Sonntag ein paar Fotos gemacht habe, Und ich die dann wieder importiert habe, habe ich gedacht, und das ist komisch, dachte ich so bei mir. Weil die ersten ein, zwei Tage oder so was hatte ich immer so ein paar gradschiefe Bilder. Und danach kein einziges mehr. Die sind alle im Wasser, sind alle gerade. Warum auch immer. Aber man gewöhnt sich da irgendwie eine Haltung an oder so. Die sind alle gerade. Bei der Canon R6 wiederum, bei dem Hochzeitsshooting, da habe ich ein paar Bilder gerade gerückt.

Chris

Ich kann dir empfehlen, wenn du Leica-Feeling und Steroids haben willst, so von wegen keine Knöpfe oder so, dann nimm eine Box. Nimm eine Box. Das funktioniert wunderbar. Du kriegst den Nienkind nicht mehr auf Film. Das schaffst du nicht.

Boris

Nee. Gib mir eine digitale Box.

Chris

Das geht nicht. Digitale Box, die Vorstellung. Aquasynchro digital. Digitale Box wäre genau das Richtige. Das ist aber schon die kleine Pappkamera, die hat. Das ist im Prinzip eine kleine Box, weil die hat genau einen Knopf und damit machst du Bilder und das war's.

Boris

Ja, für mich war das halt eine ganz interessante Erkenntnis, wieder so eine Hightech-Kamera in der Hand zu haben, die mir vorher nicht als solche aufgefallen wäre. Die kann eine ganze Menge, aber man kann sie wirklich gut und flüssig bedienen. Also Canon ist da wirklich gut, finde ich. Aber wenn du wirklich mehrere Monate so etwas nicht in der Hand hattest und hast nur mit etwas wie einer Leica oder irgendeinem Äquivalent davon fotografiert und du greifst dann wieder an so eine Kamera an, da wird einem plötzlich bewusst, was das für ein Unterschied ist. Und das hatte ich so nicht erwartet. Fand ich spannend, aber ich mag sie halt weiterhin. Also wie gesagt, den Look vom 70-200 liebe ich weiterhin. Ich werde das also weiterhin sehr, sehr gerne einsetzen. Aber ja, Auch mit der Bildbearbeitung, wie gesagt, dass du plötzlich einen ganz anderen Bezug zu deinen Bildern bekommen hast. Dass du plötzlich sagst, nee, die müssen anders aussehen. Das passt so nicht.

Chris

Also Jürgen sagt, wir kriegen den Nienke mit einer M3 auf Film. Versprochen.

Boris

Was er immer so sagt.

Chris

Genauso hast du reagiert vor zwei Jahren, was Laika angeht. Egal, lass uns mal noch eins weitergucken. Wir haben noch an happyshooting.de eine Frage bekommen über unser Feedback-Formular von Markus. Das ist eine Frage, die eher so in die technische Richtung geht und zwar zu Lightroom. Ich versuche das mal so grob zusammenzufassen. Hallo Boris, hallo Chris. Ich hätte da mal eine Frage zu Lightroom. Es geht um Folgen, dass ich nutze am Windows-Desktop Lightroom Classic und habe da meine Fotos synchronisiert, sodass ich am Smartphone ebenfalls Zugriff drauf habe. Also Hauptkatalog ist auf dem Windows Lightroom Classic.

Boris

Aber wenn er sagt, er hat das aus Classics so synchronisiert, dass er sie auch auf dem iPhone hat, dann heißt das doch.

Chris

Auf dem iPhone hat, das heißt, er hat es mit der CC synchronisiert, also mit der Creative Cloud.

Boris

Das kannst du ja in Lightroom Classic machen, dass du bestimmte Sammlungen halt synchronisierst mit der Cloud.

Chris

Richtig. So weiß ich das. Ich habe das mal gemacht, aber ich benutze das eigentlich nicht. Also vielleicht weiß ich es auch nicht so genau. Aber das geht auf jeden Fall. Dann kann er auf Smartphone die Mobilversion verwenden und kann dann darauf zugreifen.

Boris

Habe ich auf Klostergeistern auch schon mal gemacht. Ich bin aber auch nicht so fit drin, weil ich das so privat nicht benutze.

Chris

Also potenziell geben wir die Frage dann gleich an die Community weiter. Jetzt geht es weiter. Er würde gerne ab und zu auf seinem Windows Notebook Also das erste ist der Windows Desktop Ah.

Boris

Verstehe.

Chris

Jetzt hat er noch ein Windows Notebook und da wird er ebenfalls an den synchronisierten Fotos mit Lightroom arbeiten wollen. Und sagt jetzt, Lightroom Classic scheidet ja offensichtlich aus, da ich gelesen habe, dass der synchronisierte Lightroom-Katalog nur einmal quasi als Hauptkatalog verwendet werden kann. In meinem Fall auf dem Testbuchrechen. Das ist eigentlich auch so. Du hast einen Hauptkatalog. Da liegen die Bilder und das ist so, vom Design her ist das System so gemacht, dass du quasi einen Rechner als Hauptrechner hast. Das heißt, er kann jetzt nicht einfach den Lightroom, den Windows Notebook mit Lightroom da irgendwie dranhängen und dann ganz normal mitarbeiten. Das geht nicht, richtig?

Boris

Das ist eine gute Frage, die er da stellt. Also zum einen hat er natürlich die Möglichkeit, am Windows-Notebook auch die Lightroom-CC-Version zu installieren und eben unter Windows zu benutzen, so wie er das eben an einem Smartphone auf dem Tablet oder was weiß ich was machen kann.

Chris

Aber hat natürlich dann nicht alle diese Funktionen, die das Classic ihm bietet.

Boris

Nö, aber alle, die er auch am iPhone hat.

Chris

Das ist richtig.

Boris

Also das kann man dann...

Chris

Das müsste gehen, ne?

Boris

Mit Sicherheit geht das, ja. weil das ist nur ein weiterer Teilnehmer, der genauso an dem Sync teilnimmt wie die anderen auch.

Chris

Und das fragt er jetzt auch. Also Frage, könnte ich einem Notebook die Nicht-Klassik-Variante von Lightroom verwenden, die sich dann die synchronisierten Daten vom Adobe-Server zieht?

Boris

Ja, sehr sicher.

Chris

Was muss ich dabei beachten?

Boris

Da musst du wahrscheinlich gar nichts beachten. Das musst du einfach nur installieren, dich in deinen CC-Cloud einloggen und dann sind die Bilder da. Wie das mit den Lizenzen ist, was du wie oft wo benutzen kannst, das kann ich dir nicht sagen, aber das findest du schnell raus, wenn du das installierst.

Chris

Und dann fragt er noch, benötige ich dazu die Smart-Vorschauen? Ich glaube, die werden ganz automatisch im Hintergrund gebaut für diese Anwendung, weil die quasi dann verwendet werden von der Mobilversion und auch von ...

Boris

Ich glaube auch. Ich weiß nicht, ob das vollständige RAW da in die Cloud synchronisiert wird oder nur Smart-Preview. Das weiß ich nicht. Die technischen Details weiß ich nicht. Ähm ... Das geht auf jeden Fall. Die spannendere Frage wäre natürlich, ob es mit Lightroom Classic auch geht, dass man sagen kann, okay, ich habe jetzt zwar einen anderen Katalog, aber ich möchte hier am Sync einer Sammlung teilnehmen. Ich kann mir aber vorstellen, dass Lightroom Classic hier nur eine einzige zentrale Quelle sein darf, mit der synchronisiert wird und dass du nicht in einem zweiten Katalog dann als Client teilnehmen kannst. Wissen tue ich das nicht. Ich würde da tatsächlich mal den Adobe Support fragen. Das ist eine spannende Frage. Aber mit der Lightroom CC Version wird das auf jeden Fall gehen. Da kannst du so viele Clients teilnehmen lassen an dem Sync, wie du willst. Also wie die Lizenz nicht zulassen.

Chris

Genau, und das geht auch an die Community happyshooting.de Falls ihr das jetzt so aus dem FF wisst und sagt, nö, das geht so und so, dann schreibt uns das doch ruhig da rein oder schickt uns einen Audiokommentar. Nicht wahr? Ja, dann ist es mal wieder Zeit hierfür. Es ist mal wieder Kalenderzeit. happyshooting.de Das ist da, wo ihr eure Termine oder eure Fototermine eintragen könnt. Für Ausstellungen, für Fotoevents und ja, da haben wir jetzt wieder fast 400 Stück drin. In den letzten sieben Tagen gab es 27 Einreichungen von Klaus, von Jürgen, von Bubblefish, von Chris und von Zeugschläger. Und ich hab mal wieder die sieben spannendsten davon rausgesucht. Nicht alle, nur sieben.

Boris

Darf ich kurz sagen? dass ich Zeugschläger-Klasse finde.

Chris

Das ist super, ne? Ragnar Axelsson, Greenland im München. Seit über 40 Jahren dokumentiert der isländische Fotograf Ragnar Axelsson in eindringlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen das Leben der Menschen, Tiere und Landschaften in den entlegensten Regionen der Arktis und zeigt dabei eindrucksvoll deren Verwundbarkeit sowie deren dramatischen Wandel, ihrer Existenzgrundlage. Dann in Penzberg, das Ende als Anfang.

Bernd und Hilla Becher im Dialog mit Penzberg. Eine Ausstellung im Museum Penzberg verknüpft anlässlich des 60. Jahrestages der Bergwerksschließung die Industriefotografien von Bernd und Hilla Becher sowie zeitgenössische Werke von Lena Schabus mit der lokalen Geschichte des Strukturwandels und persönlichen Erinnerungen der Bürgerinnen, und Bürger. In Dresden findet statt. Was tun wir Bilder in Zeiten zerfallener Gewissheiten? Eine Werkschau von 25 Fotografinnen und Fotografen, des Kollektivs Ostkreuz beleuchtet in der Dresdner Robotron-Kantine anhand historischer und neuer Arbeiten die veränderte Rolle, Verantwortung und Bedeutung zeitgenössischer Fotografie angesichts globaler Krisen und gesellschaftlicher, Umbrüche. Laurie Simmons, Dollhouse Photographs in München. Die US-amerikanische Künstlerin präsentiert in einer Ausstellung im Deutschen Theatermuseum München ihre berühmte Serie von inszenierten Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Jahren 1978 und, 1979, in denen sie Puppen in häuslichen Interieurs als kritischen Kommentar zu den Stereotypen weiblichen Rollenbildern der amerikanischen Mittelklasse nutzt. Das kann ich mir sehr spannend vorstellen. In Stuttgart, Sonderausstellung Alles Surreal?

Eine groß angelegte Museumsschau präsentiert anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Fotografie rund 250 surrealistische Aufnahmen, in Dialog mit anderen Medien und beleuchtet deren subversive Bedeutung für die Kunst der Moderne. Vorletzter Termin in Frankfurt am Main. Lothar Wolle. Lichtbilder. Die Werksschau präsentiert mit charakteristischen Künstlerporträts, ikonischen Konzildokumentationen und abstrakten Farbfotografien das vielseitige Schaffen des bedeutenden Nachkriegsfotografen Lothar Wolle. Und last but not least im Willy-Brandt-Haus in Berlin Why the hell not Experimente-Fotografie, Der in Berlin lebende amerikanische Künstler John Schütz zeigt in seinem ausschließlich mit dem Smartphone in seiner Wohnung aufgenommenen, nuancierten Stillleben einen bewussten Gegenentwurf zum schnellen, digitalen Bilderkonsum in dem er jedes Motiv, als einmaliges physisches Unikat präsentiert, Da dachte ich, das muss ich unbedingt hier reinbringen. Und natürlich unser Außenkorrespondent Jürgen hat uns auch noch was geschickt.

Einspieler

Die Fotoausstellung der Woche findet ihr im Museum für angewandte Kunst in Köln. Dort stellt der international renommierte Architekturfotograf Hans-Georg Esch Noch bis zum 27. September 2026 eine umfangreiche Werkschau mit rund 130 Exponaten aus über 40 Jahren Schaffenszeit aus. Ich finde unglaublich tolle Architekturfotos. Und das ist auch der Grund, warum ich und viele andere hier Mitstreiter diesen Kalender pflegen und hegen. Weil wir dadurch in den Genuss kommen, Fotos anzuschauen auf Homepages, auf Verweise zu den Ausstellungen, die uns sonst normalerweise entgehen würden. Der Link ist sicherlich in den Shownotes und ich kann nur sagen, diese Homepage anzuschauen von den Werken von Hans-Georg Esch ist ein Gewinn. Damit verbleibe ich mit dem schönen Gruß in die Schweiz. 3, 2, 1, Happy Shooting und durchhalten, mein lieber Hannes. Durchhalten, durchhalten, durchhalten.

Boris

Jawohl.

Chris

Da schließen wir uns an. Da schließen wir uns an. Ja, solltet ihr auch Termine haben, dann geht doch auf kalender.happyshooting.de einfach so in den Browser rein oder auf happyshooting.de auf den Kalender-Link klicken und dann dürft ihr Termine eintragen. Und für den Fall, dass ihr was doppelt eintragen wollt, weil das kann schon mal passieren, sagt euch der Kalender tatsächlich auch selbstständig Bescheid.

Boris

Mit Dublittenprüfung.

Chris

Nicht mal einen Fehler machen. Ja.

Boris

Herrlich.

Chris

Das war es erst mal mit dem Kalender.

Boris

Das war es mit dem Kalender, aber das war es nicht mit unseren Aufgaben. So billig kommt ihr nicht davon, denn die Billigaufgabe, die läuft nämlich jetzt am 13.8. aus. Und da braucht ihr natürlich was Neues zu tun. Und die neue Aufgabe haben wir uns deshalb vor der Sendung überlegt und die lautet diesmal Patent. Jawohl, hatten wir nämlich noch nicht. Patent ist die Aufgabe, läuft vom 13.8. Bis zum 27.8. Was bedeutet, dass ihr im Zeitraum vom 13. August bis 27. August 2026 losziehen könnt, ein neues Foto macht zum Thema Patent. Das Ergebnis dann hochladet bei Flickr. Dort stellt ihr es in die Happy Shooting Gruppe und vergebt den Tag HSB Patent. Alles zusammengeschrieben. Na, da bin ich mal gespannt.

Chris

Hast du denn auch eine Patentante?

Boris

Ich habe keine Patent-Tante. Ich habe aber gesehen, wir haben im Badezimmer, tatsächlich etwas Praktisches stehen und zwar eine Toner-Depaste.

Chris

Eine Toner-D-Paste.

Boris

Ist vielleicht mal praktisch, wenn der Toner wieder geschmiert hat.

Chris

Und die steht direkt neben der Schachtel mit den Magenta-Blätten, nicht wahr? Natürlich. Wir sind raus. Wir wünschen euch was. Danke alle fürs Dabeisein. Danke fürs Dabeisein. Falls ihr uns unterstützen wollt, wir haben ja keine Sponsoren, dann dürft ihr gerne auf happyshooting.de mal bei Unterstützen reingucken. Wir danken allen Helfen, helfen, helfen, allen Shownotern, allen Kalenderbetreuern, Slack-Einladern und live mit Rechercheure hier und Rechercheurinnen. Denkt an unsere Workshops, Juli-Großformat, den hatten wir schon. Villa-Geister jetzt am Wochenende, also für die ganz schnellen, hätten wir noch einen Platz frei. Ansonsten Oktober, Experimente mit Film, im März dann Großformat und überhaupt nächstes Jahr wird ganz viel aufgemacht in den nächsten 14 Tagen. Holt euch den Happy Shooting Newsletter und wir sagen Tschüss, bis dann macht's gut, 3, 2, 1 Happy Shooting.

Shownotes

Hausmeisterei

Aus der Preshow

  • nur kurz den Staubsauger rein halten, gecrasht, Wer alles da ist, der kommende Samstag, weiter vorne – und hinten

#hsfeedback

  • von Heiko: zum Kalender, Importfunktion in den eigenen Kalender führt in Berlin zu sehr vielen Kalendereinträgen.
  • Followup zur KI-Kennzeichnungsverordnung: Holger ruft an (246) –
    Was bringt es, dass KI-Inhalte ab jetzt gekennzeichnet werden müssen?
  • von Kai: Canon Objektivdeckel, die neuen Deckel sollen in mehreren Positionen passen. Sie passen in drei Positionen.
  • #HSFrage von Markus: Lightroom Classic Katalog Sync mit Adobe Creative Cloud auf dem Desktop als Hauptrechner. Zusätzliche Synchronisation mit Notebook?

HS Workshops

News

Themen

HS-Aufgabe (Alle anschauen)

  • Aktuelle Aufgabe „Billig“ vom 30.7.2026 bis zum 13.8.2026 mit dem tag „hsbbillig“
  • Neue Aufgabe „Patent“ vom 13.8.2026 bis zum 27.8.2026 mit dem tag „hsbpatent“

Termine
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Hausmeisterei II



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