#954 – Die Tilt-Shift-Sau

Veröffentlicht 20 August 2026

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#954 – Die Tilt-Shift-Sau

Veröffentlicht 20 August 2026 · Länge 1:38:50

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Boris

Happy Shooting Folge 954, die Tilt-Schiftsau. Die heutige Folge wird euch präsentiert von?

Chris

Von Jürgen.

Einspieler

Hier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.

Boris

Ja, schönen guten Tag. Ja, ebenso.

Chris

Schönen guten Tag. Heute darf Jürgen mal Sponsor machen. Also beziehungsweise wir sponsern eigentlich ihn, aber es ist okay. Ist ja egal. Gegen Ende der Sendung werden wir was dazu hören.

Boris

Und sponsern. Wir werden sehen.

Chris

Naja, mal schauen.

Einspieler

Und hier sind eure Moderatoren, Boris und Chris.

Chris

Und erholt?

Boris

Ja, doch. Eigentlich schon.

Chris

Eigentlich schon, ne?

Boris

Eigentlich bin ich schon wieder müde, weil ich heute Arbeitstag hatte. Aber gestern war ich sowas von erholt. Ich konnte richtig mit dir schlafen.

Chris

Ja, wir hatten am Wochenende einen Workshop. Aber wir sind übrigens Happy Shooting der Foto-Podcast mit Chris und Boris. Und wir hatten am Wochenende hier in der Viewfinder Villa einen Workshop. Das ist richtig. Mit Menschen. Villa Geister.

Boris

Zum ersten Mal Villa Geister.

Chris

Und das war interessant. Und nicht nur interessant, sondern super geil. Also wir hatten zweieinhalb Tage. Wir haben quasi vom vom Klostergeister-Workshop so verschiedene Konzepte mit rübergetragen, unter anderem die Projektarbeit. Und das hat auch richtig gut funktioniert. Also der Freitag, halber Tag am Freitag mit quasi Einführung, Vorbereitung, schon mal so in das Thema Projekte einstimmen und gucken, wie das so mit den Gruppen funktioniert. Natürlich, das ist ein bisschen kürzer. Bei Klostergeister haben wir halt von Montag bis Freitagabend, bis die Projekte dann fertig sind. Beim Villageister hier zweieinhalb Tage nur. Aber das hat auch mit Reduktion interessant funktioniert. Da sind teilweise hinten Sachen rausgekommen, die bei Klostergeister fünf Tage gebraucht hätten.

Boris

Ja, in der Tat.

Chris

Es war echt spannend zu gucken, mit wie viel Vehemenz und Energie dann da diese Projekte beackert wurden. Was so viel bedeutet, wie es hat auch Spaß gemacht.

Boris

Richtig. Wir waren wirklich sehr, sehr motiviert dabei, die Bilder für die Aufgaben zu sammeln und umzusetzen und so. War schon stark.

Chris

Ja, wir haben uns auch so ein bisschen beschäftigt mit so ein paar, ich sag mal, neueren Sachen. Zum Beispiel Archäologie im Archiv.

Boris

Ja.

Chris

Also Ausgrabungen im eigenen Archiv. Natürlich Thema Aufmerksamkeit, ganz wichtig. Thema Arbeitsmodus. Es gibt so verschiedene Modi, in denen man fotografieren kann. Wie funktionieren die und wie hängen die mit den anderen Sachen zusammen? Storytelling, ganz wichtiges Ding. und ganz am Schluss dann quasi den letzten Tag uns intensiv mit dem Thema Serie und Sequenz beschäftigt. Also, Du hast ja so verschiedene Gruppierungen von Fotos und da gibt es eben die Sammlung, das ist quasi ein Haufen Bilder zu irgendwas, dann gibt es das Album, das Album ist schon ein bisschen tighter gefasst, aber, so richtig eine Reihenfolge und ein Spannungsbogen passiert eigentlich erst in der Serie. Dazu brauchst du Sequenz, dazu brauchst du Reihenfolge. Und wie das geht, wie du es richtig machst, da haben wir dann auch, richtig gebastelt. Also mit Papierschnippeln, auf den Tisch und hin und her schieben und testen, probieren. Das war eine komplett neue Erfahrung, aber die werden wir auch in andere Workshops reintragen. Die war gut.

Boris

Genau, das wollte ich nämlich sagen, weil wir haben relativ viel tatsächlich analog gearbeitet. Also nicht im Sinne von analog fotografiert, aber tatsächlich eben Bilder auch gedruckt, Bilderbegriffen, also wirklich zum Anfassen da gehabt, um sie zu legen, um Reihenfolgen zu bilden, um auch andere Leute Bilder wirklich mal anzufassen und zu bewegen, an andere Positionen zu verlegen und so weiter. Das war interessant zu sehen, wie intensiv sich die Teilnehmenden da wirklich mal eine Stunde mit Fotos befasst haben, sich wirklich damit beschäftigt haben und nicht nur oberflächlich betrachtet haben. Das war toll.

Chris

Und ich kann es nur noch mal wiederholen. Ich habe ja gestern schon mal eine Mail an alle noch verschickt. Es hat einen irrsinnigen Spaß gemacht mit euch. Vielen Dank, dass ihr auch so ein bisschen, naja, auch ihr wart wie der Versuchskaninchen für ein neues Workshop-Konzept. Und das hat einfach gut funktioniert. Ihr habt da in der Mail einen Link. Wir haben ein neues Feedback-Formular. Also das alte, das war zwar gut, aber das war viel zu lang. Das sind jetzt noch so circa zehn Fragen. Also das ist auch in fünf Minuten zu beantworten und wir würden uns sehr freuen, wenn ihr dieses Feedback-Formular kurz ausfüllen könntet, dürft ihr auch gerne anonym machen, weil uns hilft das dann auch, die Workshops besser zu machen. Das ist ja auch wichtig. Und, Wir hatten 50 Prozent Frauenanteil.

Boris

Ja, krass.

Chris

In diesem Umfeld, in dem normalerweise, ich sag mal, die Männer so mit, also deutlich dominieren, teilweise 80 bis 90 Prozent, glaube ich, können wir uns da schon so ein bisschen auf die Schulter klopfen.

Boris

Ja.

Chris

Dass wir durch alles mögliche Themenwahl oder, also es ist ungewöhnlich, dass dann der Frauenanteil so hoch ist. Aber sehr, sehr willkommen, weil das ändert die komplette Dynamik. Es war ein ganz anderer Workshop.

Boris

Also ja, neue Impulse. Und eine Teilnehmerin ist nicht einmal Happy Shooting Hörerin gewesen. Wahrscheinlich fällt es jetzt an. Ist also auch über ein Geschenk, glaube ich, reingekommen. Also grüß dich Ina. Ja, und sowas freut uns natürlich auch. Also wenn ihr sagt, das ist irgendwas, das macht Spaß mit den beiden da. Und auch Frauen sind dort gut aufgehoben, dann sagt das gerne in eurem Bekanntenkreis auch weiter und trommelt ein bisschen für uns. Es ist keine Voraussetzung, dass man Happy Shooting hört, wenn man zu den Workshops kommt.

Chris

Offensichtlich hat es ja auch ihr gut gefallen. Wir sind kurz davor, jetzt die Workshops fürs nächste Jahr aufzumachen. Da sind sogar noch zwei, die noch nicht auf der Website stehen. Der Villa Geister wird nächstes Jahr wieder stattfinden. Also so viel können wir schon mal sagen, der war klasse.

Boris

Da hätte ich drauf, das nochmal durchzuziehen.

Chris

Den möchten wir auf jeden Fall wieder machen. Und ich, nach allem, was ich so, ich warte es noch auf Feedback, aber nach allem, was ich so direkt vor Ort gehört habe, hat der auch gut gezündet. Also war gut. So, kommen wir zu eurem Feedback. happyshooting.de Hi, da haben sich wieder verschiedene menschen gemeldet unter anderem, Der Matthias, der hat ein Problem, das wir, glaube ich, an die Community weitergeben müssen, weil wir es beide nicht wissen. Hi ihr lieben Happy Shooter, mein M1-Bag hat keinen Platz mehr. Nun sehe ich, dass Adobe Bridge das zweitgrößte Programm ist mit 4,5 Gigabyte. Nach Lightroom Classic. Ich habe das Programm immer ignoriert. Ist das ein Fehler? Ähm, also dass es viereinhalb Gigabyte hat, ist wahrscheinlich kein Fehler. Manche von den Adobe-Sachen sind ganz schön groß.

Boris

Ähm. Aber viereinhalb Gigabyte, also das ist tatsächlich die Frage, was das ist. Ich habe Adobe Bridge bei mir tatsächlich nicht installiert, deswegen kann ich nichts dazu sagen. Und ich würde jetzt mal behaupten, wenn du es nicht benutzt, dann wirst du es auch deinstallieren können. Das wird doch, meine ich, auch über die Creative Cloud installiert und wirst du darüber auch wegwerfen können.

Chris

Ich denke auch, da sind zwar, glaube ich, so Sachen, die sich das Bridge auch mit dem Lightroom teilt, aber das ist nicht so, dass wenn die Bridge weg ist, das dann Lightroom nicht mehr tun würde. Das müsste theoretisch noch alles funktionieren. Also im Zweifel kannst du die Bridge einfach wieder neu installieren aus der Creative Cloud, also falls das irgendwas tut. Aber davon gehe ich jetzt mal überhaupt nicht aus. Insofern, ja.

Boris

Also ansonsten an die Community mal weitergegeben, wenn da jemand weiß, was da viereinhalb Gigabyte wegnimmt und ob man das vielleicht auch partiell aufräumen kann. Vielleicht gibt es da auch so was wie ein Thumbnail-Katalog oder so etwas oder irgendeine Einstellung, die permanent irgendwelche Bilder liest, die neu auf das Gerät kommen und dann Thumbnails erzeugt, Datenbanken anlegt. Vielleicht gibt es da auch irgendwas, was man abstellen kann. Ich würde es wahrscheinlich, wenn du es bisher ignoriert hast, einfach löschen an der Stelle. Auf der anderen Seite, wenn natürlich ein M1 Mac keinen Platz mehr hat, sind 4,5 GB auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei mir ist das eher so, dass das für mich Peanuts sind und ich muss dann eher gucken, habe ich irgendwo große Video-Files oder kann ich mal von Lightroom Classic die...

Chris

Ja, aber du weißt doch nicht, wie groß seine SSD ist.

Boris

Du kannst ja die Previews von Lightroom Classic zum Beispiel einfach mal komplett wegwerfen, dann werden die wieder neu generiert, die du brauchst. Das kann auch sehr schnell sehr groß werden. So, solche Sachen, da würde ich mal losgehen.

Chris

Ja, trotzdem, wenn du die 256, die kleinste SSD hast, dann ist die 4,5 GB relativ groß. Und wenn du 2,5 GB hast, dann ist es halt verhältlich. Im Verhältnis nicht so groß. Matthias, zur Synchronisation Lightroom zwischen zwei PCs. Ich synchronisiere seit Jahren zwischen zwei Macs mit Resilio Sync, dem Lightroom Classic Ordner, die Masters liegen auf beiden Macs, bla bla bla. Also im Prinzip hat er genau das gemacht, was du, oder tut genau das, was du auch tust. Du hast das ja schon ein paar Mal erklärt. Tat. Tust nicht mehr.

Boris

Na, schon lange nicht mehr.

Chris

Also generell, man kann zwei Lightroom-Installationen, zwei Lightroom-Classic-Installationen synchronisieren miteinander, indem man halt so ein Sync-Tool wie hier Dropbox oder Resilio Sync oder sonst was nimmt. Dann muss man aber Hölle aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf der einen Seite was ändert, während die andere gerade offen ist oder wenn man, also der Sync kann einfach total, in die Hose gehen wenn man nicht echt vorsichtig ist und nicht genau weiß, was man tut und selbst dann sollte man ohne drei Backups eigentlich nichts tun.

Boris

Also Laien brauchen jetzt gar nicht weiter zuhören und die, die sich auskennen, die wissen, was ein Resilio Sync ist, was ein R-Sync ist, was ein NAS ist, In Kurzform läuft das Ganze so, dass ihr einen Sync einrichtet und sagt, meine Lightroom-Datenbank oder meine Lightroom-Daten, liegen halt in einem Verzeichnis auf einem PC oder auf einem Mac, das über Resilio Sync mit einem NAS abgeglichen wird. Das heißt, wann immer sich dort was ändert.

Wird dieser Sync-Job angestoßen im Hintergrund. Resilio Sync macht das automatisch, immer on the fly. Und dann wird alles das, was ihr ändert, automatisch auf euer NAS ins Netzwerk geschubst. Sodass ihr eigentlich immer ein identisches Bild habt. Das kann natürlich mit ein paar Sekunden Verspätung im NAS ankommen. So weit, so gut. Und wenn ihr dann am ersten PC Lightroom wirklich beendet, wirklich zumacht, dann hat ja niemand Zugriff auf diese Datenbank. Und dieser Sync ist irgendwann fertig. Da müsst ihr darauf achten, dass dieser Sync abgeschlossen ist. Und wenn ihr dann an einen anderen Rechner geht und dort Lightroom Classic öffnet und das ist auch so konfiguriert, dass es eben diesen synchronisierten synchronifizierten das synchronifizierte Verzeichnis nimmt, wo die Lightroom Daten sind. Auf dem zweiten PC, auf dem zweiten Mac habt ihr auch einen Sync in ein lokales Verzeichnis eingerichtet, sodass es vom NAS dort herunterkopiert wird, wenn ihr den Rechner startet oder aktualisiert. Ihr müsst ja wirklich darauf achten, dass Resilio Sync das einmal runtergeladen hat und ihr auch wirklich jetzt den aktuellen Stand habt. Und wenn ihr euch da sicher seid, dann könnt ihr dort Lightroom Classic starten. Und immer hin und her.

Dramatisch wird es halt, wenn ihr an beiden Seiten Lightroom Classic startet, weil dann ist halt nicht mehr klar, was der letzte Stand ist. Dann habt ihr ein Problem. Da helfen dann nur Backups. Aber ansonsten ist es das, was ich viele Jahre sehr erfolgreich gemacht habe und eigentlich auch ohne größere Probleme. Ich habe dann aufgehört damit, weil ich halt hier an dem iMac 5K nicht mehr arbeite, weil der einfach zu langsam geworden ist, die Intel-Maschine und ich eigentlich mein M1 MacBook zum Hauptrechner gemacht habe und damit brauche ich das nicht mehr.

Chris

Ja, dann hat uns Frank noch, geschrieben und zwar sagt er, ein Freund, der auch Softwareentwickler ist, war beim Ausprobieren der üblichen Fokus-Stacking-Lösungen Serene-Stacker und Helicon-Focus nicht zufrieden mit den Ergebnissen und hat deshalb, in Airquotes mal eben eine eigene Lösung programmiert. Ausprobieren erwünscht, der würde sich über Feedback freuen. Link auf GitHub an bei Gruß Frank.

Boris

Stackeroni heißt es, fand ich sehr toll.

Chris

Genau, Stackeroni heißt das Ding. Und ja, Fokus-Stacking ist ja, wenn du mit einem Makro irgendwelche kleinen Sachen fotografierst und die zu wenig Schärfentiefe haben, dass du mit mehreren Fotos bei verschiedenen Entfernungen dann, ja, dass du dann irgendein Tool brauchst, was die zusammenrechnet, also immer nur den schärfsten Teil von jedem Foto nimmt und das seamless zusammenbaut. Und das Stackeroni auf GitHub, scheint das zu können. Und das ist gut. Aber nur für macOS sehe ich gerade, oder? Nee, warte mal, stimmt nicht. Stimmt nicht. macOS, Linux und Windows. Ha, ja.

Boris

Welche Systeme?

Chris

MacOS, Apple Silicon, Linux, und Windows.

Boris

Ja, den.

Chris

Also für überall und mit GUI und so und auch mit dem Command-Line-Interface.

Boris

Ja, die Kunst ist halt die Maskierung, dass man halt den Bereich, der in der Schärfeebene liegt, nutzt aus dem einen Bild und aus dem nächsten Bild den anderen Teil und da weiche Übergänge schafft.

Chris

Genau, das ist das Problem. Also er schreibt da, takes a photo of 16-bit TIF frames, shot at stepped focus distances. Also 16-bit TIF Dateien, die halt an verschiedenen Entfernungen geschossen wurden. And produces one image with everything sharp, aligning the frames, measuring where each is in focus and combining them without seams, halos or ghosting. Das ist das große Problem dabei. Dass die Übergänge dann zwischen den scharfen Bereichen so liegen müssen, dass sie, ja, dass sie dann halt entsprechend.

Boris

In dem Augenblick, wo du halt im Makrobereich den Fokus durchfährst durch das Objekt, ist es halt auch so, dass das Objekt sich etwas in der Größe verändert. Also vor allem die Bereiche, die dann nicht in der Schärfe sind. Und das dann eben sauber zu maskieren und überzublenden, das ist halt die Kunst.

Chris

Naja, es pumpt halt möglicherweise auch ein bisschen. Das heißt, du hast halt nicht, die sind halt nicht exakt deckungsgleich.

Boris

Und je nachdem, wie du das machst, kann es auch sein, dass tatsächlich dein Motiv in der Größe sich ändert, weil du zum Beispiel auf Makroschlitten auch näher ranfährst. Also das ist schon ganz interessant und wenn er da was gecodet hat oder hat Codenlasten mit Hilfe von KI, ist das eine spannende Sache und wenn das ein kleines schlankes schnelles Tool ist statt dass man irgendwelche große fette Software dafür benutzen muss ist das mit Sicherheit mal ein Versuch wert warum nicht, Olympus macht das zum Beispiel in camera.

Chris

Aber die Frage ist auch, wie gut sie es machen. Also wie präzise ist das? Wenn sie es gut machen, ist doch gut.

Boris

Also für mich gut genug, aber ich bin kein Makrofotograf. Also meine Aussage ist hier, mit einer Kanne Salz zu genießen.

Chris

Ist nicht maßgeblich.

Boris

Mit einem Bergbau Salz zu genießen.

Chris

Genau. So, dann haben wir noch einen ganz kurzen Nachtrag. Und zwar hatten wir letztes Mal über Tobi Beyer geredet, der auf Vrindt über den Großformat-Workshop geredet hat. Tobi Beyer als Podcaster, Podcast-Urgestein im deutschen Podcast-Umfeld. Es gibt noch einen Podcaster, der auch da war und das war der Falk Frasser von Fotografie tut gut. Und der hat auch in der Sendung über den Workshop geredet. Das ist die Fotografie tut gut 314. Wir verlinken die mal in den Shownotes. Weil, ja, das war quasi ein Podcaster-Fest dort bei uns in der Villa.

Boris

Also insofern ein quasi ein analoges Podstock.

Chris

Im Prinzip schon so ein bisschen.

Boris

Ja.

Chris

Aber wir machen auch Workshops für Nicht-Podcaster.

Boris

Nur dass das falsch verstanden wird.

Chris

Dass ihr das richtig versteht. So, dann haben wir noch ein Follow-up von, Bernd. Bernd schreibt, zur letzten Sendung habe ich so ein Smart-Teleskop. Ja, es fühlt sich ein bisschen wie Cheating an, aber ich habe das große Teleskop mit Kamera, Guiding-Teleskop und Guiding-Kamera, steuerbare Nachführung und Steuercomputer sehr selten aufgebaut.

Boris

Ja, das ist halt ein Aufwand.

Chris

Entweder ich hatte Zeit und es war wolkig oder es war klarer Himmel, aber ich hatte keine Zeit. Aufbau und Einrichtung kostet jede Menge Zeit und dann macht das Ding nicht viel anderes als die Smart Teleskope auch. Es trägt ein Objekt und macht Bilder. Die Astro-Kameras haben meist eine geringere Auflösung oder sehr hohe Kosten. Mit dem schlauen Teleskop mache ich viel eher mal Bilder, da der Aufbau meist nur ein paar Minuten kostet. Es macht Spaß, auf dem Balkon zu sitzen, in den Himmel zu schauen und ab und zu mal das aktuelle Bild anzusehen. Die Teleskope stacken das Bild auf dem Gerät, sodass man immer mehr Details sieht. Ah ja, du siehst es dann, während es quasi...

Boris

Also wie es wächst. Wie so ein Live-Komposit von diesen Olympus-Kameras.

Chris

Ja, und es wird dann auch schärfer mit der Zeit wahrscheinlich, wenn dann ja die einzelnen Bilder...

Boris

Oder du siehst den Nebel überhaupt erst, weil es dann erst durch mehrere Bilder entsprechend viel Licht fängt.

Chris

Ja, jetzt wollte ich hier gerade den Link zum Slack aufmachen, den er hat, aber der kriege ich jetzt gerade im Browser hier nicht auf. Tut mir leid. Die Sachen, die er da gepostet hat, sehen schon enorm gut aus. Also das kann man nicht anders sagen. Da schreibt er weiter, die Geräte erlauben auch meist eine automatische Bearbeitung, was super ist, um schnelle Ergebnisse zu erzeugen. Und die Bilder sind gut. Das Teleskop speichert die Daten aber natürlich auch als Einzelbilder, zum Beispiel im FITS-Format. So kann man dann seine eigene Bearbeitung machen. Astro-Bearbeitung ist recht komplex, sodass man froh ist, dass man schon mal ein Ergebnis hat und dann daran weiterarbeiten kann. Das ist wahrscheinlich so ein bisschen wie, wenn du mit RAW fotografierst und dann noch ein JPEG dazu rauslässt. Das JPEG hat dann schon mal so eine Grundbearbeitung und im RAW kannst du dann dich austoben. Hier ein paar meiner Ergebnisse mit dem 500 Euro Smart Teleskop. Teilweise von meinem Hinterhof in der Stadt. Meistens mehrere Nächte, um auf eine sinnvolle Belichtungszeit zu kommen. Hier ist das zwischen ein bis vier Stunden. Okay, das ist also dann schon nicht nur so, ich stelle das mal eine Viertelstunde auf den Balkon, sondern das muss dann.

Boris

Das wusste ich zum Beispiel auch nicht, dass das damit geht, aber ist ja eigentlich logisch. Also ich hätte auch gedacht, man muss halt in einer Nacht mit irgendwas fertig werden, aber du kannst natürlich jede Nacht wieder die gleiche Stelle anvisieren und weitermachen.

Chris

Die Galaxie da draußen, die ist ja jetzt in einer Nacht nicht plötzlich ganz anders.

Boris

Ist sie schon, aber das sehen wir von hier aus nicht.

Chris

Richtig und natürlich kann der dann auf die, was weiß ich wie viele hundert Bilder von der ersten Nacht noch mal ein paar hundert drauf machen oder so das war.

Boris

Mir gar nicht so bewusst, also das fand ich nochmal eine gute Information und Ergänzung weil vielleicht haben noch andere außer mir diesen Gedankenglitch gehabt.

Chris

Und es macht auch gar keinen Unterschied, ob du das jetzt, Auf die linke Seite oder auf die rechte Seite vom Balkon stellst du das Ding zwischen den zwei Tagen.

Boris

Ja, aber die Parallaxe, Chris.

Chris

Also die Parallaxe der Erdbewegung um die Sonne ist größer als alles, was du mit deinem Balkon dahin bekommst.

Boris

Das ist so.

Chris

Nee, aber es ist eigentlich ja in sich logisch. Also du darfst natürlich jetzt nicht irgendwie die einen Bilder im Sommer und die anderen im Winter machen. Das wird dann vielleicht möglicherweise, je nach Motiv wahrscheinlich. Weiß ich nicht, keine Ahnung, wie viel sich da wirklich bewegt.

Boris

Weiß ich auch nicht.

Chris

Also bei den Planeten ist es ganz sicher so, dass sie sich irgendwie bewegt haben.

Boris

Kannst du eine im Sommer und eine im Winter machen, dann hast du so eine Stereo-Aufnahme, die du mit diesem Betrachter dann wieder angucken kannst.

Chris

Gibt es ja tatsächlich so Tiefenmessungen, die halt zu verschiedenen Jahreszeiten mit großen Teleskopen passieren, weil du dann eine Parallaxe bekommst?

Boris

Gaia hat doch lange gemessen und die echten Entfernungen gesammelt. Es gibt eine Sternenkarte tatsächlich mit echter gemessener Entfernung. Das ist völlig beeindruckend. Aber das sind nicht diese Maßband ausgeworfen so ein Rollmaßband, Und das ist aber nicht das, was diese kleinen Teleskope ja machen, natürlich nicht. Aber ja, fand ich eine interessante Information. Und für 500 Euro, ja klar, wenn man Spaß an solchen Aufnahmen hat, warum nicht?

Chris

Genau, dann schreibt er noch weiter. Während der Sonnenfinsternis lief das Smart-Teleskop auch und hat die Sonne verfolgt und Bilder gemacht. Und dann greift er noch eins auf. Und zwar hat Kai eine kleine Verschwörungstheorie ausgebreitet, die nicht ganz unbegründet ist. Du erinnerst dich an diese Samsung-Phones, die, wenn du den Mond ganz groß, super herangesoomt hast, dann irgendwie vielleicht möglicherweise so ein Stockbild von Mond dahin geblendet haben.

Boris

Nicht nur möglicherweise.

Chris

Kai hat dann im Slack geschrieben, ich weiß nicht, ob die Smart-Teleskope nicht irgendein Scam sind, ein paar Motoren bewegen das Ding und dann ruft es gerendete Bilder aus dem Internet ab.

Boris

Aber Bernd hat einen guten Einwand dazu?

Chris

Einen sehr guten Einwand wäre dann etwas Aufwand, aber man könnte natürlich Satellitenspuren, die man auf Einzelbildern sieht, einzeichnen. Man kennt ja die Position und die Satellitenbahnen und Sonnenflecken können natürlich auch von einem Sonnenteleskop irgendwo kommen. Sehr schwierig wird es aber bei Wolken vor dem Objekt. Ich musste auch mal eine Bildserie abbrechen, da nach einiger Zeit ein Baum ins Bild kam und sich vor den Nebel geschoben hat. Also ich glaube, das wäre schon relativ aufwendig, das so hinzufaken. Also da wäre der Aufwand, das hinzufaken, wahrscheinlich so groß wie es einfach so zu bauen, dass es auch funktioniert, würde ich jetzt mal behaupten.

Boris

Bernd ergänzt dir übrigens gerade im Slack, dass es eine neuere Version noch gibt von dem Teleskop und das erlaubt es, dass du andere Leute, die das gleiche Teleskop haben, eingeladen werden können, damit dann Leute gleichzeitig dann Aufnahmen machen und die Aufnahmen alle miteinander verbrechen.

Chris

Das ist immer cool.

Boris

Das ist so eine schöne...

Chris

Also virtuelles Teleskop aus irgendwie 100 verschiedenen Teleskopen, die alle halt... Also die Software-Version ist das neu.

Boris

Die Software-Version, ja, okay, alles klar.

Chris

Cool.

Boris

Jetzt gibt es ein Update dafür, der Firmware-Update. Ja, quasi Crowd-Photography, wenn du so willst. Finde ich schön.

Chris

Aber dann ist natürlich die Frage, kannst du dann noch sagen, ich habe ein Foto von der So-und-So-Galaxie gemacht?

Boris

Eher ein Wir, ne?

Chris

Das ist dann das kollektive Wir. Dann sind wir bei den Borg irgendwie.

Boris

Das ist dann eher ein Wir. Nebel wird fotografiert. Resistance is futile.

Chris

Oder schreibt er noch bei einem Mosaik mehrere Teleskope nutzen.

Boris

Achso, dass man dann quasi Winkel dann, ne?

Chris

Das ist cool.

Boris

Interessant.

Chris

Stell dir vor, du hast dann so eine zentrale Master Control Units, die dann alle Teleskope steuern, die machen dann von selber so Sachen und am Ende hast du irgendwie am Ende rechnet es Bitcoin oder so.

Boris

Wenn es da eine Community rund um diesen Teleskop-Typ gibt, warum nicht? Das ist dann schon wieder was, wo ich sagen würde, das kann dann schon wieder Spaß machen, weil das verbindet Menschen zu einer gemeinsamen Aktion.

Chris

Weißt du?

Boris

Ja, genau.

Chris

CT, Search for Extraterrestrial Intelligence, das ist doch auch dieses Ding, wo...

Boris

Da gab es diesen Bildschirmschoner, der das...

Chris

Ja, da auch ein Programm, was im Hintergrund läuft. Also die Älteren unter euch mögen sich erinnern, da gab es, diese Radioteleskopen-Messungen oder Aufzeichnungen von allen möglichen Ecken und dann verteilt auf ganz viele PCs im Hintergrund, während der Bildschirmschoner läuft dann so ein Programm, was, aus diesem statischen Rauschen irgendwie versucht hat, Signale rauszupicken. Und da konnte man da quasi Rechenpower spenden, um das zu machen.

Boris

Aber im Gegensatz zu SETI hast du hier halt eine direkte Miteinander, eine Mitarbeit verschiedener Leute, die wissen, dass sie an demselben Projekt arbeiten.

Chris

Und natürlich Gamification vom Feinsten mit Masterboards und so weiter. Bernd schreibt gerade bei SETI waren wir mal in den Top 5. Siehste, so ist das.

Boris

Das finde ich schon wieder so ein Ding alleine finde ich es irgendwie persönlich interessanter durch so ein Ding wirklich analog durchzuschauen und in den Nachthimmel zu gucken das schränkt natürlich die Motive die du sehen kannst auch deutlich ein natürlich, aber wenn man sagt okay als Community gemeinsam die besseren Bilder machen das stelle ich mir schon wieder spannender vor danke für die Info.

Chris

So, dann haben wir, Kodak und Fuji, die zwei ganz großen Platzhirsche, wenn es um Film geht, um Filmherstellung geht.

Boris

Die beiden, die ich so kenne, wenn du sagst, also wenn mir jetzt jemand sagen würde, mir so als Analog-Lion, geh mal einen Film kaufen, dann würde ich halt einen Kodak oder einen Fuji aus dem Regal ziehen. Ich glaube, viel was anderes liegt da auch nicht mehr.

Chris

Genau, und Kodak wird in Rochester hergestellt, im Staat in New York, in Amerika und Fuji Film in Japan. Irgendwo, so ist das zumindest. Und ja, die beiden sind also die größten, da gibt es natürlich noch Ilford, da gibt es noch Adox und was weiß ich noch alles. Also viele sind es nicht mehr, aber die zwei ganz großen, die kann man sich ja quasi nicht wegdenken und das wird erstmal auch so bleiben. Aber was interessant ist, in Japan hat jetzt Kodak Fujifilm als größter Filmverkäufer überholt. Also wird es ja davon ausgehen, dass in Japan eher Futschifilm geschossen wird und den Rest der Welt irgendwie Kodak, weil Westlicher, keine Ahnung, vielleicht oder Loyalität zu Brands und so, die aus dem eigenen Land kommen, ist aber nicht so. Es gibt eine Umfrage 2025, 2026 von Filmfokus. 1337 liedgültige Antworten und 71% der Befragten nutzen Kodak und 68% der Befragten nutzen Fujifilm. Umfrage in Japan.

Boris

Prozent? Oder absolute Zahlen?

Chris

71% der Befragten nutzen Kodak, 68% nutzen Fujifilm. im Jahr davor bei der gleichen Umfrage war Fuji noch vorne. Ja.

Boris

Das heißt, es war mehrfach Antwort möglich offensichtlich.

Chris

Ich vermute mal. Trotzdem mit 1337 gültigen Antworten, haben einige geantwortet. Also es ist nicht nur irgendwie, drei Leute, die geantwortet haben. Ja. Und Hauptgrund für die wenigeren Aufnahmen sind, also es gibt weniger Aufnahmen insgesamt, das muss man sagen. Dafür gibt es Gründe, zum Beispiel höhere Kosten, also 62 Prozent der Befragten haben gesagt, ja, ist halt teurer geworden jetzt, machen wir insgesamt ein bisschen weniger. Fujifilm hat Preise erhöht 20% bei Farbnegativ und 30-50% bei Umkehrfilm, also bei Diafilm, und die Markenvielfalt pro Fotograf in dieser Umfrage ist auch noch interessant, ist kleiner geworden also im Durchschnitt hatten die vorher irgendwie drei verschiedene Marken von denen sie Filme gekauft haben, jetzt sind es nur noch im Durchschnitt 2,2 also die Leute schießen sich ein bisschen, auf die Marken ein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das mit Kosten zu tun hat. Vielleicht ist Kodak einfach auch ein bisschen günstiger. Aber Filme haben natürlich völlig unterschiedliche Charaktere. Also das ist das, was eigentlich, also Preis ist natürlich ein Auswahlkriterium, aber wie die Filme sich dann mit ihren Graustufen und Farbumwandlungen, also Farb...

Boris

Ja, gerade bei Farbe.

Chris

Ausgestaltung, wie die sich da verhalten, das macht natürlich auch einen ganz wichtigen Unterschied. Ja, es ist interessant, aber trotzdem sieht man wohl in der Statistik, dass das Thema Filmfotografie immer noch ein ganz wichtiges Thema ist. Also denen geht es immer noch relativ gut, nur dass sich halt das Kaufverhalten so ein bisschen geändert hat. Nun ja, das ist die eine News. Die andere ist, dass Kodak in vier Quartale in Folge Umsatz- und Gewinnsteigerungen hatte.

Boris

Okay, das können nicht alle Unternehmen von sich behaupten.

Chris

Ja, die hatten so letztes Jahr was, glaube ich, so ein bisschen uiuiui, was passiert, geht es denen noch gut. Die haben aber einen Umsatz von 311 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026 erzielt. Das sind 48 Millionen mehr als im Vorjahres zweiten Quartal. Damit zu Nettogewinn hochgegangen. ja, also denen geht es relativ gut. Haupttreiber sind wohl das Print-Segment, also die ganzen Druck-Zubehör-Geschichten. Also wenn wir einen Klostergeister-Workshop machen, dann machen wir quasi mit den Kodak-Selfie nee, das ist ja Canon, stimmt ja gar nicht. Das ist nicht Kodak. Entschuldigung, ich nehme alles zurück. Dachte gerade, wir treiben denen die Umsätze hoch, aber das tun wir nur bei Canon-Selfies. Also Print-Segment und Advanced Materials und Chemicals, also die machen natürlich auch, stellen Chemie her und so weiter. Und die wachsende Nachfrage nach Kinofilmen.

Boris

Ach, okay.

Chris

Also Odysseus hat wohl Kodak geholt. Ich weiß ja nicht, wie viele Filme die da durch die Annex-Kamera durchgeschoben haben, aber das muss eine Menge gewesen sein.

Boris

Ja, das sind ein paar Meter, Kilometer. Ja, das kann ich mir natürlich vorstellen, dass das hilft.

Chris

Es gibt tatsächlich, viele Regisseure, die immer noch auf Film drehen. Oder, und das habe ich jetzt kürzlich gelernt, es gibt auch den sogenannten Film Out. Da nimmst du, da drehst du digital und dann wird das Ganze einmal über Film gezogen. Also sprich, es wird auf Film ausbelichtet und dann wieder eingescannt, damit diese typische Charakteristik des Films quasi in das Bild eingeimpft wird. Das kenne ich von...

Boris

Als Einschritt des Gradings sozusagen.

Chris

Das kenne ich von Audio, dass man irgendwie das Audio, was man aufgenommen hat, digital, dass man das über eine analoge Bandmaschine schickt und dann bekommt man so die Bandsättigung und solche Geschichten.

Boris

Die klassischen Fehler halt des analogen Systems dann eben hast. Und beim Film hast du halt einen gewissen Look, bei Audio, was weiß ich, wenn du das erstmal über eine Plattenpressung jagst oder sowas, dann hast du halt einen anderen Frequenzverlauf hinterher. Oder bei Tapes, dann hast du eben auch ganz klassische Equalizer-Kurven. Ja, und die sind halt schwer digital zu reproduzieren, also machst du sie echt analog. Das ist eigentlich eine ganz gute Idee.

Chris

Also für mich ist da Sorry.

Boris

Fällt mir nur gerade ein, dieses Bleach Bypass, was viele wahrscheinlich aus ihrem Photoshop irgendwie als Filter kennen oder sowas, das ist ja etwas, was aus der Filmtechnik kommt. Und wenn du das halt in echt machen willst, ohne irgendwelche künstlichen Artefakte oder sowas, dann zieh es halt auf den Film und entwickle den entsprechend.

Chris

Für mich ist an dieser Stelle einfach die wichtige Message, Kodak geht nicht weg.

Boris

Was ja erst mal gerade für dich als Analog-Fan gut ist.

Chris

Als es vor ein paar Jahren diese Hiobs-Botschaft gab, dass möglicherweise 3X im Großformat nicht mehr weitergefahren wird, habe ich ja investiert. Also wir haben hier 3X-Boxen noch ein paar.

Boris

Seitdem habt ihr eine gefrierte Hiobs-Botschaft?

Chris

Nee, das nicht. Aber einen schwarz-weißen Film, den kriegst du so schnell nicht kaputt. Aber, das Filmmaterial ist einfach von der Optik her. Also wenn du hier bei uns ein Großformat-Workshop machst, dann schießt du Kodak 3X. Da wird vom Feinsten nur serviert und im Preis enthalten. Auch weil ich davon eben einfach noch habe und weil das noch verdammt gut ist, das Material. Also Kodak ist gesund.

Boris

Also Tri-X kann ich mich schwarz-weiß ganz dunkel an meine Jugendzeit noch erinnern, dass ich den auch hatte. Das war auch, glaube ich, nicht ganz günstig. Und es gab noch einen anderen, irgendwas mit H und 5, weißt du, was das war?

Chris

Du meinst ein HP5 Plus von Ilford. Ja, das war mal so einer der klassischen schwarz-weiß-Filme. Tri-X ist auch schon, den gibt es schon ewig, wobei die zwischendurch mal irgendwie, glaube ich, die Emulsion abgedatet haben zu was Neuem. Aber generell...

Boris

Mit verbesserter Rezeptur.

Chris

Ja, doch ist tatsächlich so. Nicht nur mit verbesserter Rezeptur. Es gibt ja auch so europäische Chemiegesetze, wo man dann so den einen oder anderen Stoff gar nicht mehr verwenden darf.

Boris

Stimmt.

Chris

Das ist auch der Hauptgrund, warum Polaroid dann irgendwann dicht gemacht hat, weil sie in Europa ihre Filme nicht mehr bauen durften. Weil sie... Also das, was Impossible Project gemacht hat, die haben ja quasi völlig neue Emulsion von Null entwickeln müssen, weil sie die alten Rezeptoren nicht einfach machen durften. Das ging nicht.

Boris

Zu dem Thema haben wir nachher auch noch eine News. Sehr schön. Ja. Ja, dann es gibt Updates von Adobe und zwar, für, also Punkt 5 Versionen gibt es Lightroom Classic 15.5, die Desktop-Version 9.5 und die Mobile-Version 11.5. Ich finde auch, die sollten mal das wie Apple machen und einfach mal alles auf eine Versionsnummer heben einfach. Da ist ein neues Feature gekommen, wo einige sicherlich schon drauf gewartet haben. Und zwar ein Verfeinern von den KI-Masken. Man kann ja sagen, markiere mir die Person, markiere mir den Himmel oder den Vordergrund oder so. Gibt es verschiedene Dinge, wo dann per KI analysiert und dann eben markiert wird. Und das ist schon gut, aber, man hat schon immer wieder das Problem, wenn man mal ranzoomt an die Maske, dass die Kante dann zum Beispiel vom Himmel zu den Bäumen davor oder in diesem Beispiel, was wir gerade sehen, zu den Bergen davor, nicht so ganz präzise an der Kante lang läuft, dann ist da doch noch irgendwie so ein Halbpixelabstand oder so, und wenn man den Himmel dann zum Beispiel dunkler machen möchte, dann hast du halt so eine leichte Halo-Kante, so einen hellen Rand noch, der dann stört.

Und da gibt es jetzt möglicherweise eine Abhilfe dagegen und zwar zwei neue Schieberegler bei diesen Masken. Das eine ist die Kante, die dann bewegt werden kann. Also ich vermute, dass dann da die Auswahl gleichmäßig etwas vergrößert oder verkleinert wird, um eben ein bisschen mehr nach außen oder ein bisschen mehr nach innen zu selektieren. Und es gibt einen weichekanteregler, der wird wahrscheinlich dazu beitragen, dass der Übergang von Selektion und Nichtselektion eben weicher oder härter gemacht werden kann. Und damit denke ich mal, könnte es sein, in schwierigen Situationen da einen besseren Übergang zu bekommen, dass Bearbeitungen, die vielleicht ein bisschen härter rangehen, nicht ganz so auffallen. Das käme auf dem Versuch an. Ich habe die Version noch nicht installiert. Ich konnte es noch nicht ausprobieren. Und ich denke aber auch, dass das, Es wird nicht für alle Fälle eine Universallösung sein, das ist so ein Fall-zu-Fall-Ding, weil wenn man sehr extreme, und wenn du extreme Bearbeitungen machst, dann wirst du immer irgendwo etwas sehen können. Das wird immer an irgendeiner Stelle nicht passen. Das ist halt so ein bisschen der heilige Grail beim Maskieren. Und meistens ist die Antwort, wenn du das deutlich siehst, dann hast du zu viel bearbeitet. Also dann sollte man sich überlegen, das Bild vielleicht anders zu machen.

Chris

Es hängt vor allem auch vom Basismaterial ab. Also einen Baum gegen einen hellen Himmel zu fotografieren, da müssen die Kameras Höchstarbeit leisten. Wenn das dann nicht ordentlich rüberkommt, dann kann auch das Lightroom nicht einfach zaubern.

Boris

Das ist zum Beispiel auch so ein Ding, da hatte ich auch schon mal ein Video gesehen, wo ich dachte, prima, muss ich es nicht machen. Wo dann gerne gesagt wird, ja, aber wenn ich jetzt den Himmel maskiere und den dunkler mache, dann habe ich hier an dem Baum, den ich im Vordergrund habe, dann sind da Halos dran. Das ist doch nicht gut. Dann kann ich euch sagen, wenn ihr so einen Fall habt, zoogt da mal richtig hart ran an die Kante, an das feine Blattwerk vor dem Himmel. Und dann werdet ihr in den meisten Fällen feststellen, dass das kein Halo ist, der von der Auswahlkante her rührt, sondern der daher rührt, dass die Blätter an den Kanten, also das Blatt wirklich noch eine Blattkante ist, aber das Blatt an den Kanten einfach heller ist, weil es durchscheint, oder weil es vom Objektiv her einfach ausfranst an der Stelle, also einfach ein Objektivdarstellungsglitch ist. Und dann ist die Auswahlkante perfekt, aber wenn ihr dann den Himmel dunkler macht, dann macht ihr halt nicht die Reflexion vom Himmel auf dem Blattwerk oder das Durchscheinen am Blattwerk dunkler. Das ist dann ein Problem. Vielleicht kriegt man das mit dem Regler hin, wenn man dann die Auswahl, die Kante vergrößert und dann eine weiche Kante macht, sodass wenigstens die Ränder vom Baum noch mitbearbeitet werden. Das kann aber auch wieder dazu führen, dass es dann aussieht, als ob es um den Baum dann eine dunkle Kante gibt. Also wie du es dann machst, machst du es wahrscheinlich falsch, aber oft ist halt, wie gesagt, das Problem nicht die Selektion als solches, sondern eben tatsächlich das Bildmaterial.

Chris

Am besten ordentlich fotografieren, gleich mit dem richtigen Himmel und so und dann ist das.

Boris

Genau, zur anderen Tageszeit dann nochmal machen. Eben. und ansonsten einfach mal damit leben oder eben großzügiger filtern wie man es früher mit einem analogen Filter auch gemacht hat, dann hast du halt einen Verlaufsfilter, der irgendwo mit halb den Baum dunkel macht und dann ist es eben so, hat früher auch funktioniert.

Chris

Dann ist es eben so, ist glaube ich auch eine ganz ganz gute grundsätzliche Haltung was so Fotografieren angeht hinterher immer alles nochmal fix it in the mix, das hat noch nie richtig gut funktioniert.

Boris

Ja, man kann schon schöne Sachen machen, aber wenn man an solchen Grenzfällen ist, dann muss man sich vielleicht auch sagen, andere Tageszeit.

Chris

Ich finde diesen Knopf in der Software, dann ist es eben so. Und dann ist es eben so.

Boris

Ich muss Adobe mal sagen, die sollen den einbauen.

Chris

Mach mal einen, dann ist es eben so.

Boris

Dann ist es eben so.

Chris

Ich finde das ein perfektes Motto.

Boris

Was noch nicht so ist, beziehungsweise wir es nicht genau wissen, es ist noch Gerüchteküche, es geht um die Canon R8. Da wurde für die Mark II, die vor der Tür stehen soll, gerüchtet, dass ein höher aufgelöster Sensor reinkommt. Und da wurde von 32 Megapixeln, also 32,5 halb spekuliert, sprich dem Sensor der R6 Mark III. Aber jetzt heißt es, es könnte vielleicht doch nur, nur, in Anführungszeichen ein 24 Megapixel Sensor werden, ob das dann der aus der R6 II oder ein anderer ist oder der, der jetzt schon drin ist, denn die Mark I, die R8 Mark I hat ja schon 24 Megapixel. Das weiß man noch nicht. Fakt ist nur, dass die R8 Mark II wohl in den Startlöchern stehen soll, Denn Händler können wohl keine neuen mehr bestellen. Das heißt, wenn ihr jetzt noch eine A8 bestellt, dann werdet ihr, wenn überhaupt, noch Restbestände bekommen. Und man rechnet Mitte September 2026 mit der Vorstellung der Mark II. Und grundsätzlich kann ich den Gerüchten erst mal grob folgen. Weil ich denke, wenn sie so viel Auflösung hätte wie die R6 Mark III, dann würde sie da schon sehr kannabilisieren.

Chris

Kannibalisieren?

Boris

Kannabali...

Chris

Kannibalisieren.

Boris

Genau, das heißt Kannabalisieren. Und... Also sie wären dicht zusammen, die beiden, und könnten dann natürlich Marktanteile nehmen. Also etwas Auflösungsabstand kann ich mir da gut vorstellen, wenn sie denn günstiger bleiben soll. Und dann wäre die Frage, was könnte denn die R8 Mark II mitbringen, was die Mark I nicht hat? Und das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre eben eine Bildstabilisierung. Denn einen Ibis hat die Mark I nicht. Und das könnte ich mir schon vorstellen für eine Mark II. Und das wäre ein weiterer Grund, nicht tatsächlich das Sensorpaket von der R6 III zu nehmen, weil dann wären die ja quasi identisch. Zumindest auf vielerlei Ebene. Und von daher ist halt die Frage, ob ihr eine R8 Mark I habt und was fehlt euch? Fehlt euch der Bildstabilisator oder fehlt euch was anderes?

Chris

Ich habe so eine generelle Beobachtung. Du erinnerst dich dran, als wir vor zehn Jahren her, da war das Thema, wie lange wird dieses Megapixel-Rennen noch weitergehen? Und die einen haben gesagt, die werden immer mehr, immer mehr, immer mehr und das wird immer weitergehen. Die anderen haben gesagt, nö, es lohnt sich ja nicht mehr, jetzt noch mehr Megapixel zu machen. Jetzt sind wir gerade an einem Punkt, wo jedes Handy 48 oder mehr Megapixel hat. Manche Kameras haben 60 Megapixel, manche haben nur 18 oder 24 Megapixel. Und es wird trotzdem jedes Mal, wenn es auch nur eine kleine Änderung gibt, wird es wieder so diskutiert, als ob es eine Sensation wäre. Ich finde das faszinierend, dass das Thema immer noch so ein diskussionswürdiges Thema ist, weil wir wissen alle, 12 Megapixel reichen, 24 sind mehr als genug für fast alles. Wenn du 60 hast, ja, dann kannst du grobben, okay, aber so richtig viel Bildqualität bringt dir das dann auch nicht. Also ich finde es interessant, dass wir es diskutieren oder dass Canon es tatsächlich schafft, dass es diskutiert wird, weil 24 ist jetzt nichts Neues. Das ist schon immer so.

Boris

Das ist tatsächlich so ein Gefühl, dass das Rennen eigentlich vorbei ist. Wie du schon sagst, es gibt halt diesen Sony-Sensor mit 60 Megapixeln für Kleinbildformat, und das ist einfach eine Monsterauflösung. Ich kenne Leute, die sind sehr glücklich, dass sie die Auflösung haben, weil sie sich sehr an diesen Details freuen. Und es gibt auch eine Handvoll Leute, die dann sicherlich extreme Crops, also Ausschnitte machen und sich freuen, dass sie dann noch vernünftige Auflösungen für große Drucker haben. Alles fein. Ich höre aber auch immer wieder Stimmen in anderen Podcasts oder auch so auf Workshops, wenn man da mal wirklich hinterfragt, okay, du hast jetzt 60 Megapixel, wie viele Fotos machst du so im Monat und im Jahr und wie viele davon cropst du tatsächlich intensiv, wo du sagst, da bin ich froh, dass ich das mit 60 gemacht habe. Dann ist die Zahl erschreckend klein bis null. Und das heißt, dass du am Ende des Tages einfach nur sehr viel mehr Daten auf deiner Platte hast und die du sichern musst, um die du dich kümmern musst, schnellere Rechner, die du brauchst. Aber du hast gar nicht so viel davon. Und wenn man noch fragt, druckst du denn solche Bilder auch mal aus? Also im Internet zeigen ist irrelevant. Da zeigst du die mit zwei Megapixel oder so.

Aber druckst du die denn auch aus? Und wenn ja, wie groß? Und wenn die Antwort ist nicht größer als A3+, dann brauchst du das halt auch nicht. Und ich denke, das ist bei vielen Leuten angekommen. Dass du einfach mehr Vorteile mit weniger Megapixeln hast. Eben zum Beispiel bei wenig Licht noch rauschfrei arbeiten und solche Späße.

Chris

Auch hier einen Vorteil.

Boris

Was die Kosten angeht. Du sparst Platz auf Platten und auf Backups und so weiter. Und von daher, also ich bin mit der R6, mit ihren 20 Megapixeln eigentlich völlig zufrieden. Wir sprachen drüber, wenn ich in meiner Freizeit rausgehe mit dem Tele und ich will dann doch mal ein bisschen enger rankroppen oder sowas, da wünschte ich, ich hätte mehr. Aber wenn man mal ehrlich ist, das Geld wäre es mir dann auch nicht wert. Und interessant ist, dass ich jetzt eben die Leica M8 hier sehr gerne ausführe mit 11 Megapixeln. Die hat aber keinen Anti-Aliasing-Filter. Also das sind rattenscharfe 11 Megapixel, wo ich sage, okay, also vielleicht nehmt ihr mal diesen Anti-Aliasing-Filter weg. Wobei, das machen viele moderne Kameras auch schon. Und dann hast du rattenscharfe Pixel und dann brauchst du keine 60.

Chris

Na gut, und Spezialanwendungen, also Bernd sagt, er braucht das natürlich für Sport, da sind die Cops wichtig, teils auch Extreme. Ja, aber das ist halt die Spezialanwendung. Der normale Heimuser, der braucht das nicht. Aber es ist ja schön, dass dann die Leute, die glauben, dass sie es bräuchten, wieder die Entwicklung weiter finanzieren, damit es neue Kameras und neue Sensoren und so weiter gibt. Wenn das nicht von Menschen gekauft würde, die es eigentlich gar nicht brauchen, dann würden es viel zu wenig Leute kaufen. Dann würde es sich nicht lohnen, das weiterzuentwickeln.

Boris

Stefan schreibt zum Beispiel, das ist eben der Grund, warum er zurück auf die 33 Megapixel getauscht hat. Also einfach, du bist schneller damit, du sparst Platz und du verlierst nichts. Ihr könnt auch, wenn ihr im Internet mal sucht, ich hatte das bei meiner Suche nach der Leica gefunden, da gibt es eine Leica... Die M10P, ich glaube, die hat, lasst mich lügen, 48 Megapixel oder sowas. Also die ist relativ hoch aufgelöst und die M10 ist deutlich drunter. Ich weiß nicht, ob sie 24 hat oder sowas. Müsst ihr mal gucken. Ihr findet in Foren, findet ihr Beispielbilder von diesen beiden Auflösungen, wo ihr sagen würdet, boah, das ist doch ein Riesenunterschied. Das muss ja einen gewaltigen Unterschied machen. Natürlich will ich mehr Megapixel haben. Und dann schaut euch mal die echten Bilder an. Die sind alle sehr, sehr scharf. und dann guckt mal, wie viel mehr Details ihr wirklich habt bei einer Hütte, die am See steht oder so etwas. Und dann werdet ihr feststellen, keine, also keine relevante mehr Information. Also, Es wird tatsächlich höher gehängt, als es ist. Auch ich habe es früher höher gehängt, als es ist. Und ich bin da inzwischen weiser geworden, was das betrifft.

Chris

So, kommen wir mal zu glitschiger Kanon.

Boris

Glitziger? Glitschiger?

Chris

Rutschig.

Boris

Sag doch bitte Wörter, die man aussprechen kann.

Chris

Moment, Moment. Also ich kann die aussprechen.

Boris

Weißt du, warum ich das nicht kann?

Chris

Kannabilisierung. Los, mach mal weiter.

Boris

Ich habe diese alte Sendung, die Fahrgemeinschaft, ich weiß, war das damals auf Radio FFN oder sowas, die Fahrgemeinschaft, da sind sie jedenfalls losgefahren und dann gab es eine Sendung im Herbst und dann ist der Wagen von Kalle gerutscht, und ich weiß nicht mehr, wie sie hieß auf dem Rücksitz, aber sie sagte, glitzige Schlaub, ne, Kalle, glitzige Schlaub und deswegen habe ich immer glitzig, ich kann das nicht mehr anders. Ist egal.

Chris

Was hat Canon jetzt damit zu tun?

Boris

Canon hat gar nichts damit zu tun. Da weiß ich gar nicht, wie du draufgekommen bist. Es geht um eine Flurbeschichtung. Und zwar sind einige oder moderne Objektive auf den Frontlinsen, ich weiß nicht, ob auch auf der rückseitigen Linse, mit einer Flurbeschichtung versehen. Das macht man halt, weil die ist wasserabweisend, öl- und fettabweisend. Das heißt, wenn man da Fingertapser drauf hat, Dann kannst du die trocken abwischen.

Chris

Wenn da Fluorbeschichtung steht, dann reden wir von PFAS und Teflon und solchen Geschichten. Also das, was auch Outdoor-Jacken drauf haben und so weiter.

Boris

Die genaue chemische Verbindung kann ich dir jetzt nicht nennen.

Chris

Aber sind PFAS im Prinzip. Das sind diese Forever Chemicals.

Boris

Diese Ewigkeitschemikalien. In sowas wird das reingehen. Und Canon hat eine Tochter, ein Tochterunternehmen, das nennt sich Optron, die sind für Materialentwicklung bei Canon zuständig. Und die haben womöglich eine Alternative zu dieser Flurbeschichtung gefunden. Denn, wie du gerade sagst, das Problem sind eben diese langlebigen Flurverbindungen, die extrem schwer abgebaut werden in der Natur. Bis zu gar nicht. Und die werden jetzt eben weltweit zunehmend reguliert, aus gutem Grund.

Und dann suchen natürlich Hersteller Alternativen, weil als Nutzer eines solchen Objektivs an der Kamera bist du natürlich dankbar dafür, dass du das Objektiv mal eben kurz, mit einem Pulli oder dem T-Shirt oder einem Tuch eben abwischen kannst, ohne dass du jetzt aufwendige Reinigungsmittel zur Hand nehmen musst. Das ist ja praktisch so etwas und das möchte man den Kunden natürlich weiterhin anbieten, aber was tun? Man hatte da wohl bisher mit alternativen Beschichtungen, die eben nicht so problematisch sind, experimentiert, aber, es gibt so Standard-Wisch-Verfahren, mit denen man das testet und wenn man dann irgendwie 10.000 Wisch-Vorgänge macht nach diesem Standardprinzip, dann war mit diesen alternativen Beschichtungen anschließend diese Beschichtung bis auf 23% runter, also die war de facto wirkungslos. Relativ schnell. Und jetzt hat man aber wohl eine Alternative gefunden. Da gibt es ein Paper dazu, die sogar noch länger hält als die Flurbeschichtung. Nach 10.000 Reinigungsvorgängen oder Wischvorgängen nach diesem Standardverfahren sind noch 100% der Beschichtung vorhanden. Das Ganze heißt bei denen halt jetzt erst mal DEF 02003. Ich denke mal, was es da jetzt exakt ist, werden sie jetzt noch nicht veröffentlichen, bis sie es wahrscheinlich felsenfest haben und patentiert haben und so.

Man kann jetzt sagen, hoffentlich ist das jetzt nicht etwas noch Schädlicheres, was bloß noch nicht in der Regulierung ist, wie es ja teilweise beim Palmölersatz gemacht wird. Aber ich würde es auch erst mal positiv sehen und würde sagen, dass hier eine Regulierung dazu führt, dass neue Dinge gedacht werden, dass weiter geforscht wird und dass dann am Ende vielleicht sogar das bessere Produkt dabei rauskommt. Und das, finde ich, klingt erst mal gut.

Chris

Also ich hoffe, dass das dann tatsächlich ein Produkt ist, was, also du siehst immer wieder so, ja zum Beispiel Kleidungshersteller, so Gore-Tex und so, das ist halt Teflonbeschichtung im Prinzip. Dann hast du, diese großen Aussagen, dass wir jetzt keinen PFAS mehr verwenden und dann schaust du genau rein, dann sind es aber trotzdem noch irgendwelche Fluorverbindungen und so. Das ist hier die erste Frage. Die zweite ist, wie, Die beschichten die Linsen, die beschichten übrigens auch die Sensoren, also das, was da als Coating auf dem Sensor drauf ist, damit deine Stäubchen runterrutschen durch Vibrationen, das sind auch Flurbeschichtungen. Das sind im Großen und Ganzen relativ kleine Flächen, vor allem wenn du die vergleichst mit dem, was auf Klamotten drauf ist, mit dem, was auf ganz viele Backpapiere zum Beispiel, das, was du unter deine Pizza tust in den Ofen, ist flurbeschichtet. Oder Lebensmittel. Es gibt reihenweise Lebensmittelverpackungen, die auch flurbeschichtet sind. Das sind Einmalanwendungen, die kommen dann hinterher in den Müll. So eine Linse wird ja einfach verwendet, bis sie kaputt geht. Deshalb ist die Frage, wo ist da die Relation? Machen die jetzt da was, was ja dann schon auch irgendwie besser ist, oder vielleicht besser ist, weil das dann keine Flurchemikalie mehr sind? Aber.

Da asen andere ganz anders, so ungefähr. Also ist das jetzt einfach nur so ein, ich sag mal in Anführungszeichen, Greenwashing, so, wir ändern da was und das hängen wir ganz groß an die Marketing-Glocke. Da will ich einfach mehr drüber wissen. Da muss ich mal tiefer reingucken, was jetzt dieses DEF 02003 genau ist.

Boris

Das werden sie wahrscheinlich noch nicht verraten. Ist jetzt erstmal rausgefallen aus der Forschung, finde ich erstmal eine schöne Sache. Und ich denke, wenn es reguliert wird, ich müsste jetzt direkt mal gucken, ob unser Backpapier das hat, da wird es ja auch solches und solches geben. Also wenn es reguliert wird, dann wird es ja abgeschafft werden. Das hat ja Gründe. Es hat ja auch gute Gründe, dass das so ist.

Chris

Ja, natürlich.

Boris

Ich finde es erstmal schön, da können neue Dinge draus entstehen. Es hat ja mit FCKW damals auch geklappt. Das ist ja quasi komplett verschwunden und da sind auch sinnvolle Alternativen entstanden, soweit ich das zumindest mitbekommen habe. Also von daher, ich finde das gut. Tue Gutes und sprich drüber. Canon macht das hier. Das finde ich gut.

Chris

So. Stell dir vor, du bist Vlogger.

Boris

War ich.

Chris

Und du hast dein, du hast irgendwas zum Aufnehmen dabei, eine Kamera. Das ist heutzutage, ist das ganz oft so eine Kamera, die so einen Griff hat und dann oben so einen kleinen Gimbal mit so einer kleinen Kamera drauf. Ach so was, ja. Das ist ja eine Kamerakategorie, die seit ein paar Jahren so immer größer wird. Und jetzt stell dir vor, du willst nicht so viel Zeug mit dir rumschleppen. Dann kannst du zum Beispiel das Honor-Robot-Phone verwenden. Ich habe hier mal einen Short kurz laufen mit Kai Wong. Das ist ein Gimbal, der in ein Phone eingebaut ist.

Boris

Ach, wie cool ist das denn?

Chris

Das gleiche Ding, was du eigentlich so am Handgriff rumschleppst, ist hier quasi hinten in die Kammer eingebaut. Du schiebst da eine Klappe raus und dann klappt das so hinten.

Boris

Es ist im Prinzip dieser fette Kamerabuckel auf der Rückseite von den Smartphones hier tatsächlich mal sinnvoll genutzt, weil dieser ganze Buckel, der ganze Kamerabuckel quasi nach oben über das Telefon hinaus klappt, um dann eben eine Kamera am Gimbal dort zu haben. Das heißt, der Buckel ist der Gimbal.

Chris

Ich weiß nicht, ob sich das durchsetzt, was das an Power braucht und dann ist die Phone-Batterie leer. Wie dick das auch nachher das Phone macht, das kann ich alles nicht sagen. Also dünn ist das ganz sicher nicht. Aber also, wir hatten letztes Mal, hatten wir diese Drohne mit dem, mit der eingebauten, Gimbal-Kamera. Jetzt das Phone. Das ist hier wohl nicht erhältlich. Das ist wohl ein chinesisches Ding. Aber, interessant. Was auch interessant ist, die...

Boris

Das ist aber eine fige Idee. Also ohne Quatsch.

Chris

Natürlich. Die haben sich noch einen berühmten Namen ausgeliehen. Und zwar machen die eine Kooperation mit Ari. Ari ist groß im Kinofilmbereich.

Boris

Das klingt natürlich ganz groß. Haben sie auch eine anamorphische Linse drin?

Chris

Ne, das nicht. aber sie supporten die Arilats zum Beispiel.

Boris

Uh, Colorgrade.

Chris

Also die Aussage dazu ist ja, dass die Abwandlung von die beste Kameras, die du dabei hast, der beste Gimbal ist der, den du dabei hast.

Boris

Natürlich.

Chris

Ja.

Boris

Und jetzt sind es natürlich die digitalen. Muss man haben, oder? Ja, finde ich schon, ist geil. Aber digitale Stabilisierung bei den Videos, bei den heutigen Telefonen sind auch schon verdammt gut. Streckenweise sind das ja sogar schon auch mechanische, Stabilisatoren, die eingebaut sind oder in Kombination damit. Jetzt ist es allerdings so, wenn du natürlich auf dein Display gucken willst, muss es ja die Frontkamera sein und die ist bei den meisten Smartphones gar nicht mal so wahnsinnig gut. Und hier ist eben der Trick, dass du die rückseitige Kamera eben nach oben klappst und bei dem Klappen eben auch der Gimbal enthalten ist. Also das finde ich schon eine pfiffige Idee. Das sollte Apple unbedingt machen.

Chris

Mal schauen, ob sich durchsetzt. Du erinnerst dich an diese...

Boris

Du, ich sehe schon die nächste Version. Da klappt dann quasi so ein Drei-Linsen-Plot nach oben hoch. Und dann hast du so ein Drei-Linsen-Konglomerat am Gimbal.

Chris

Erinnerst du dich an diese Ausfahrkamera? Also es gab schon mal so ein Smartphone, wo dann oben so eine Schublade rausgefahren ist mit irgendwie Kameras.

Boris

Richtig, ja.

Chris

Das hat sich auch nicht durchgesetzt. Also ich habe so meine kleinen Zweifel dran, dass so eine Mechanik, die da eingebaut ist, dass die halt sehr dauerhaft ist.

Boris

Die Haltbarkeit, dann hast du da ein bisschen Sand oder Staub drin und so.

Chris

Immerhin, da ist so ein Schubdeckel davor, also man muss den von Hand aufschieben, um das Ding rauszuholen.

Boris

Ich finde es ein witziges Konzept, aber es wird dabei bleiben. Wie so viele Android-Telefone mit sehr witzigen Konzepten, da gibt es dann halt mal eine Generation von und dann hört es dann leider wieder auf. Wird man sehen. Aber immerhin, also in diesem Bereich werden Dinge ausprobiert. Irgendwann wird was übrig bleiben, was kleben bleibt. Und von daher, macht weiter so.

Chris

David schreibt, Hui Kai Wong ist aber alt geworden. David, wenn der alt geworden ist, sind wir auch mit alt geworden.

Boris

Wir altern ja rückwärts. Wir werden immer jünger.

Chris

Du vielleicht.

Boris

Ich habe ein Bild an der Wand, das altert für mich.

Chris

Das hat schon auch beim Film funktioniert. Nochmal ganz kurz zu einem Thema, wo wir auch letztes Mal kurz drüber gesprochen haben. Es sind da jetzt nochmal ein paar Zahlen aufgetaucht, was das Thema GoPro angeht und deren finanziell problematische Situation. Die haben tatsächlich im zweiten Quartal 26 einen Verlust von 51 Millionen US-Dollar verzeichnet. Umsatz ist um über 30% eingebrochen, Hardwareverkäufe um fast 40%. Und es scheint so, dass die neuen Mission One Kameras das nicht abfedern können. Das heißt, die haben jetzt, die sind jetzt am Suchen, wie sie da wieder rauskommen. Nur so als Kurzmeldung. Das fand ich zumindest bemerkenswert. Ja, und was müssen wir eigentlich Kurzmeldung, müssen wir nicht groß in die Tiefe gehen.

Boris

Mir ist nun eingefallen, dass sie ja gerade die GoPro rausgebracht haben mit Wechsel-Bajonett, mit einem Micro Four Thirds-Bajonett, aber ich glaube, einem 1-Zoll-Sensor dahinter. Das fällt jetzt natürlich genau in diese Kategorie. Also man wird sehen, ob das angenommen wird am Markt und ob sie das vielleicht wieder rausholt aus der Krise. Mal gucken.

Chris

Ja, werden wir sehen. Werden wir sehen. Was wir auch sehen werden ist, oder was wir, weiß nicht, wer hat es denn gesehen? Ich rede von der Sophie, von der Sonnenfinsternis.

Boris

Ich habe sie zigfach bei mir an der Wand gesehen, die partielle natürlich nur, weil ich hatte den Rollladen ein Stückchen runtergelassen und durch diese ganz kleinen Löcher vom Rollladenkasten hat sich das auf die Wand projiziert.

Chris

Und genau das, also das ist eine der Sachen. Ich habe natürlich, hätten wir da letzte Woche irgendwie nochmal eine Sendung drüber machen können, wie man die jetzt am besten und so weiter. Aber davon gab es ungefähr gefühlt 38 Gazillionen an Tipps und Tricks und so weiter. Nö, ich bin dann mal wieder so ein bisschen durch die Social Media gegangen und habe mal geguckt, was die Leute da so getan haben.

Boris

Ein Nudelsieb.

Chris

Der Klassiker ist das Nudelsieb oder der Kolander. Schön, die Idee. Über den du dann halt, nur hast du viele kleine Löcher und was ist es? Es sind halt Pinhoals und die Pinhoals, die werfen halt dann ein auf dem Kopf stehendes Bild dieser Sonne auf ein Blatt Papier. In diesem Fall ganz viele, weil es ganz viele Löcher sind. Der andere Klassiker ist natürlich, sich auch eine so eine Pinhoal-Kamera zu bauen, also sprich irgendwie eine Papprolle zu machen, vorne ein Deckel mit einem Loch und hinten ein Pergamentpapier und dann hast du sowas wie so einen kleinen Projektor, dir dann, dass die Sonne da hinten aufs Pergamentpapier wirft, dann kannst du dir das auch ganz normal angucken und brauchst keine Brille dafür. Ähm, Was ich noch gesehen habe, also erstmal ist mir aufgefallen, ich glaube so viel Hype um eine Sonnenfinster, das habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das ging ja richtig ab überall. Das ging so weit ab, dass das der Tagesschau eine Eilmeldung wert war. Also ein Vorgang, der in der Antike schon beschrieben wurde und den du heute auf die Sekunde genau vorhersagen kannst, ist keine Eilmeldung wert, finde ich.

Boris

Naja, es ist ein Ereignis, es ist in Europa passiert, das kann man schon mal machen. Auf ZDF wurde tatsächlich die Bares für Rares Sendung, die große Show wurde tatsächlich unterbrochen durch den Livestream mit Lesch und einer Moderatorin, was ziemlich anstrengend war, ich habe da mir tatsächlich auf dem Smartphone vom Bayerischen Rundfunken Livestream angemacht, wo tatsächlich in Großaufnahme die Sonne dann zu sehen oder eben nicht zu sehen war.

Chris

Was ich dann spannend fand, ist, dass die meisten Medien-Einblendungen Leute gezeigt haben, die drüber reden, aber nicht den Vorgang selber.

Boris

Richtig, das hat das ZDF auch gemacht.

Chris

Dann ist die Sonnenfinsternisse, es gibt ja Sonnenfinsternisse. Das ist ja nicht so, dass die nur alle 500 Jahre mal passiert. Hier bei Wikipedia findet man zum Beispiel eine Liste der Sonnenfinsternisse. Also gibt es eine Tabelle.

Boris

Es ist halt örtlich arg begrenzt.

Chris

Ja, aber das steht dann hier auch, wann die wo wieder kommen. Übrigens am 28. August, also 14 Tage nach einer Sonnenfinsternis, ist in der Regel eine Mondfinsternis oder davor. Am 28. August haben wir eine Mondfinsternis, die ist aber um 4.34 Uhr. Das heißt, da sollte man dann, vielleicht früh aufstehen, aber eine Brille braucht man keine dafür. Was habe ich noch gesehen? Was ich auch sehr süß fand. Actual Footage. Echtes Footage von der Sonnenpinster. Entschuldigung. Guck, so sieht die in echt aus.

Boris

Wir sehen gerade eine schwarze Katze, die vor einer hellen Katze mit einem aufgesetzten, Sonnenkranz einem gestrickten vorbeigeschoben wird. Und dazu spielte wahrscheinlich gerade Total Eclipse of your Heart.

Chris

Natürlich doch. Also wer die nicht gesehen hat, kann sich das hier nochmal im Link dann auf dem Video irgendwie angucken. Ja, die Sonnenfinsternis ist durch und.

Boris

Und Bernd sagt schon, nächstes Jahr, wie gesagt, ich weiß jetzt nicht genau, wo man sie sehen kann, aber nächstes Jahr wird sie sehr lang. Also wenn man genau im Kernschatten steht, hat man über 5 Minuten Totalität. Hängt halt immer damit zusammen, wie nah ist der Mond und so.

Chris

Und wer sich die Liste der Sonnenfinsternisse mit genauen Daten und Orten, wo die dann auch wirklich komplett zu sehen ist, mal vorher angeguckt hätte, hätte dann auch nicht irgendwo Schlange stehen müssen für so eine sonnenwinseln Brille. Hätte man früher erledigen können. Ja.

Boris

Aber ein interessanter Hinweis ist da auch, also wenn ihr so viele Brillen habt und die sind halt schon älter, dann holt euch lieber neue, denn es gibt tatsächlich Beschichtungen, die verlieren ihre Wirksamkeit, und das sieht man ihnen nicht an und dann habt ihr eure Augen nicht geschützt. Also holt euch tatsächlich lieber jeweils was Neues.

Chris

Genau. Jochen sagt, das ZDF betrachtet, die Sonnenfinsternis durch das Sommerloch, genau.

Boris

Ja.

Chris

Ähm, Klaus schreibt noch, wenn man in Thü ist, kann man auf die Rathausuhr schauen. Ah, da wird die, glaube ich, angezeigt. Na gut. Ja, wir haben, aber es ist ja schön, dass dann so viele Leute zumindest irgendwie sich für ein optisches Phänomen interessieren, was...

Boris

Ich fand das mal wieder ganz spannend.

Chris

Ja. Äh, gut, gut. Ähm, Ich würde gerne mal einen Fotografen vorstellen.

Boris

Aber mich kennen die Leute doch.

Chris

Und zwar, nein, nicht dich, sondern einen Fotografen, den ich glaube, so viele Leute nicht auf dem Schirm haben, obwohl er zu den einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts gehört. Da sind dann so Ansel Adams und Cartier Présent, sind halt die großen Namen, aber hast du schon mal was von Ernst Haas gehört?

Boris

Nein.

Chris

Ernst Haas. Ich lasse mal nebenher hier. So eine Slideshow laufen.

Da ist sie ernsthaft. Der Mann ist 1921 in Wien geboren, 86 in New York gestorben worden. Gestorben worden, gestorben. Hat sein Medizinstudium wegen seiner jüdischen Herkunft nicht fortsetzen dürfen. Ist erst mal durch seine Schwarz-Weiß-Bilder bekannt geworden von österreichischen Kriegsheimkehrern. Und wurde dann 1949 von Robert Kapa zu Magnum Fotos eingeladen. Also der war Mitglied bei Magnum. Hat dann tatsächlich auch eine Festanstellung bei Live, also Live Magazine abgelehnt, um unabhängig zu bleiben. Und der ist ein Farbpionier. Wenn du dir heute so Sauleiterbilder anschaust, ja.

Da gehört der eigentlich mit rein in diese Richtung. Der hat ab 1949 mit Kodachrom experimentiert. Das war damals tatsächlich so verpönt, das Farbfotografieren. Die echte Kunst war das schwarz-weiße Fotografieren. Und die Bilder sind nicht nur der Hammer. Also wie er mit intensiven leuchtenden Farben arbeitet, mit Licht, mit Reflexionen, mit Schatten. Und zwar nicht nur Schatten, die drauf sind, sondern als zentrale Motive des Ganzen. Er hat ganz oft lange Belichtungszeiten sehr bewusst für Bewegungsunschärfe eingesetzt, hat so Sachen etabliert wie Mitzieher bei Sport oder Stierkampf oder Pferderennen.

Hat im Prinzip Reportage und Abstraktion verbunden miteinander. Die Sachen haben eine unglaublich malerische Wirkung und für ihn war es einfach wichtiger, eine Atmosphäre und Zeit darzustellen und weniger perfekte Schärfe. Das hat sich ganz gut mit dem Material vertragen, was er da verwendet hat, weil der Farbfilm, der frühe Farbfilm, der hatte halt nur 12 ASA, also ISO 12.

Boris

12?

Chris

Das war dann technisch doch sehr anspruchsvoll.

Boris

Knapp über Fotopapier.

Chris

Genau und Haas hat Farbe zum Motiv gemacht und zum Gestaltungsmittel. Das ist davor, war das nicht so. Also der hat das quasi mit in die Welt gebracht. Und später hat er dann wohl, also Kodak, ich weiß gar nicht, wann der Kodak Chrom 64 kam. Also der hatte dann 64 als Empfindlichkeit. Aber er hat wohl noch mit weniger empfindlichen Filmen gearbeitet. Und da dann so Zeug rauszukriegen, das ist also nicht nur... Gestalterisch spannend und wichtig, sondern das ist einfach auch technisch eine Herausforderung. Und man sieht von ihm Bilder von New York und anderen Großstädten. Der war in Europa unterwegs, der war in Asien, in Afrika, im amerikanischen Westen. Der hat Natur und Landschaften und abstrakte Sachen gemacht. Der hat für Live gearbeitet und für Vogue und für Look Magazine. Der hat Filmset-Fotografie gemacht für verschiedene große Produktionen und hatte so seine, So seinen kreativen Peak, das, was von ihm so am bekanntesten ist, tatsächlich auch so relativ parallel mit Saul Leiter.

Und da gibt es auch so Gemeinsamkeiten, also beide frühe Farbfotografien, beide in New York, beide mit Spiegelungen und Unschärfen und ungewöhnlichen Ausschnitten gearbeitet. Beide auch mit einem starken Einfluss der Malerei und mit Farbe als eigenständigen Inhalt. Nicht nur Farbe, damit es farbig ist, sondern Farbe, weil die Farbe ein wichtiges Element ist. Bei Haas war das allerdings alles nochmal so ein bisschen dynamischer, ein bisschen leuchtender. Leiter hat, glaube ich, auch viel lieber bei Regen fotografiert. Bei Haas sieht man das nicht so oft.

Der Leiter war stiller, bisschen intimer mehr so alltägliche Straßenszenen bei Haas wird das alles teilweise ein bisschen größer, Leiter hat sehr viel durch Scheiben und mit Regen und Schnee und anderen Sachen, fotografiert beide sehr sehr empfehlenswert aber Ernst Haas auf jeden Fall einen Blick wert der Mann hat sagenhaft fotografiert, der hat sagenhaft das Vokabular der Kamera verwendet, also das was die Kamera kann und wie sie Sachen darstellt und was du mit ihr machen kannst, das hat der ausgelotet und ist tatsächlich ein ganz ganz wichtiger Fotograf, der es wert ist sich den mal näher anzugucken also macht das mal, Ernst Haas ich habe ein paar Links in die Shownotes gepackt dazu, unter anderem dieses recht lange YouTube Video was einfach nur eine lange Slideshow ist und lohnt sich da mal tiefer reinzugucken, Boah, das ist Ernst Haas.

Boris

Es ist interessant, wie er halt die Limitierung, die er hatte, durch das lichtunempfindliche Material dann aber eben genutzt hat und nicht gesagt hat, okay, dann kann ich meine Fotos damit nicht machen oder meine Ideen nicht umsetzen, sondern der gesagt hat, okay, ich kann hier vielleicht nur länger belichten oder ich brauche mehr Licht und hat das dann zu seinem Stil auch gemacht. Hat da auch einen Stil gefunden dadurch. Das ist auf jeden Fall spannend.

Chris

Also Ernst Haas wichtig, wer den nicht kennt, sollte er sich den mal näher anschauen cool, cool ja, Dann bin ich noch über ein Video gefallen, was ich auch interessant fand, weil es wieder so ein, naja, ich sag mal so, die Tilt-Shift-Sau ist ja schon, vor vielen Jahren durch die Medien getrieben worden. Dieses, ich mach hier was, was als Miniatur, wie eine Miniatur aussieht.

Boris

Bekannt geworden damals durch die Telekom-Werbung.

Chris

Also hier bei uns zumindest auf das Radar vieler Leute gekommen durch eine Telekom-Werbung. Generell ist das aber natürlich ein Effekt, der funktioniert und da ging jetzt gerade hier durch Peter Pixel ein Video von einem, ich glaube es ist ein Deutscher, der da, reist und der eben solche Videos macht aus Drohnenperspektive, und damit im Prinzip das tut, was gut funktioniert. Ich lasse das mal nebenher laufen. Und der war in Norwegen und zwar, Lofoten hat er sich angeguckt.

Boris

Ja, da warst du ja auch schon mal.

Chris

Eben, mehrfach. Und naja, der hat halt so ein Tilt-Shift-Video von Lofoten gemacht und der hat genau das getan, was du brauchst, um diesen Effekt hinzubekommen. Das besteht im Prinzip aus vier Teilen. Der erste Teil ist, du brauchst eine Perspektive, die aussieht wie so eine Perspektive, wenn du auf die Oberfläche eines Tisches schaust.

Boris

Genau, bei einer Modelleisenbahn hat man ja einen Winkel von eher weit oben.

Chris

Oder von schräg oben so 45 Grad. Das ist so der klassische Winkel, bei dem das funktioniert, weil es da plausibel ist, dass du auf was Kleines schaust. Das ist die erste Sache. Die zweite ist, das Ganze wird in den Kontrasten angeknallt und in den Farben angeknallt, damit das so ein bisschen toy-mäßig aussieht. Wie so eine Spielzeugkiste quasi.

Boris

Eben nicht Kinolook entsättigt und entschärft, sondern das Gegenteil.

Chris

Genau. Und das Nächste ist, das Ganze wird dann auch noch in der Geschwindigkeit, also wird schneller abgespielt, damit das dann auch so ein bisschen Spielzeug durch die Gegend zappelt alles.

Boris

Es wirkt dann so ein bisschen Stop-Motion-mäßig, wie man es mit Modellbau machen würde.

Chris

Genau. Und das verbindet er dann alles zu diesem Feeling von Miniatur. Ist lustig. Ist lustig. Es suggeriert aber auch ein bisschen, dass auf den Lofoten irgendwelche karibischen Strände wären. Da gibt es schon Strände und die sind auch sehr klar und alles, aber die Temperaturen, wir sind da in der Arktis, also die Temperaturen dürften da zumindest die meiste Zeit des Jahres doch deutlich empfindlich kälter sein. Aber ja, es gibt tatsächlich so ein paar Strände um die Lofoten, an den Lofoten wo auch gesurft wird, aber die Leute haben dann in der Regel Neoprenanzüge, wenn sie das tun weil es dann doch ein bisschen frischer ist, aber gut verstehe, verstehe ja, also es ist ein hübsches, nettes Video und wer die Lofoten mal auf eine andere Art und Weise sehen möchte der darf das dort gerne tun.

Boris

Ist auf jeden Fall eine idyllische Gegend was man hier so sieht.

Chris

Ist es auf jeden Fall. Du Foten ist klasse. Ich mag es. Ich mag es immer wieder. Sehr schön da oben.

Boris

Cool.

Chris

So. Dann bin ich noch. Hier ist noch. Kennst du Frank?

Boris

Ja, ich habe ja schon gesagt, als du mich mal gefragt hattest, ob ich Frank kenne, da denke ich, das ist doch ein Mobilfunkvertrag-Dings.

Chris

Nee, der Frank-Mobilfunk, das ist ein Frank, der, das schreibt sich anders, das schreibt sich mit diesem komischen AE-Buchstaben. Nee, dieses Frank hier schreibt sich mit E. Okay. Dieses Frank schreibt sich mit E und es handelt sich um ein Krautgefandetes, ein Krautgefandetes ein Krautprozessor ist.

Boris

Es ein deutsches.

Chris

Produkt mit Kraut, mit Weißkraut gefandetes nein, Krautgefandetes Sauerkraut.

Boris

Mit der Stutten.

Chris

Sauerkrautgefandetes Motion Film Motion Picture Film Entwickler zu Hause also es geht nicht um Film im Sinne von ich packe da meine Kleinbildrollchen rein und mein Mittelformat, sondern nein, es geht um 8 und 16 Millimeter, Bewegtbild.

Boris

Ja, gibt es ja auch noch.

Chris

Und die musst du ja auch irgendwie entwickeln. Und da gibt es verschiedene Arten und Weisen. Und das hier ist im Prinzip warte mal, ich zeige mal hier kurz das Video dazu. Das ist ein ähm.

Boris

Ja, aber ist das nicht im Prinzip ganz ähnlich wie, was weiß ich, eine Kleinbildfilmrolle, nur dass sie eben schmaler ist, aber das entwickelt ist doch im Kern das gleiche.

Chris

Im Kern ist das nämlich genau das gleiche. Letztendlich haben wir hier ein Maschinchen, was innen drin eine längere Rolle hat, also ein Reel hat. Das ist, man sieht es ja auf den Bildern, so ein Doppelmagazin und da wird halt dann der Film der ganzen Länge nach quasi auf so eine Schnecke aufgezogen. Und, da wird dann das quasi aufgewickelt und dann das musst du aber glaube ich auch in so einem Dunkelsack machen und dann ist dieses Gerät hauptsächlich dafür da, wohl die Temperatur zu halten und, dir die Zeiten zu geben und dann kannst du oben Chemie reinkippen bei Tageslicht, das wird also da ist eine Lichtschleuse drin und unten hast du einen Hahn, das stellst du dann neben dein Waschbecken, um das wieder ablaufen zu lassen es macht also nichts, sensationell dramatisch Neues, aber es hilft dir dann irgendwie, dass sich das halt bewegt, weil das muss dann in dieser, in diesem Kistchen wird das dann auch noch über den Motor quasi gedreht, dass das auch schön schön von allen Seiten gleichzeitig benetzt wird. Das könntest du alles von Hand machen.

Boris

Ja und wahrscheinlich hilft dir das Ding auch beim Aufspulen dann im Dunkelsack, ne? Weil so ein Film, wenn du den von Hand rotieren willst.

Chris

Nee, da brauchst du dann irgendwie so ein das wird hier gezeigt, also du musst dann quasi das Ding auf so eine Spule von Hand draufziehen, das hilft dir auch nur bedingt. Aber gut, es wird wohl funktionieren, davon gehe ich aus.

Boris

Also so wie es hier im Video aussieht, ist es zumindest nicht so wie bei den kleinen Bildfilmen, wo du dann halt so klack, klack, klack, so diese beiden Achso.

Chris

Da gibt es unterschiedliche Variationen, dass es jetzt eine dieser Variationen, genau.

Boris

Ja, das sieht schon so aus, als ob wirklich der Film abgerollt wird und dann eben auf die Entwicklerspule gerollt wird.

Chris

Ja, aber du hast dann trotzdem irgendwie, also hier wird immer gezeigt, dass da mit so einem Sous-Vide-Stab außen im Waschbecken erstmal die Chemie auf Temperatur gebracht wird. Ich weiß gar nicht, ob da eine Heizung drin ist. Nee, stimmt. Es ist so, da ist keine Heizung drin. Aber das Ding misst die Temperatur und passt dann die Entwicklungszeiten entsprechend an.

Boris

Also während es abkühlt, passt es dann die Kurve an.

Chris

Du kannst ein bisschen über Zeit kompensieren, wenn sich die Temperatur ändert. Also ich sage mal, ja, das ist jetzt auch nicht das Allheilbringende. Und hier wird es auch so dargestellt, als ob du dann einfach so lange einen Kaffee trinken kannst. Wirst du aber wahrscheinlich nicht tun. Es ist eine Maschine, die dich ein bisschen unterstützt, aber das kannst du im Prinzip auch alles von Hand machen. Dafür gibt es entsprechende Entwicklungstanks und entsprechende, Spulen dafür. Aber gut, das Ganze ist zumindest ein, ich sag mal, das soll den Einstieg ein bisschen erleichtern. Lustig ist, dass sie jetzt den Film angeblich entwickelt rausgezogen haben in dem Video, aber man sieht halt, dass es noch kein entwickelter Film ist. Okay, lassen wir das mal durchgehen. Das Ganze ist auf Indiegogo gefundet mit, ich glaube 63.000 Euro von, 20.000, die sie wollten. Also das Ding hat sein Funding bekommen. Wann es rauskommt, nicht ganz sicher. Die wollen für den Filmprozessor, dann im Finale ungefähr 1.000 haben.

Boris

Also, okay, das hätte ich jetzt anders eingeschätzt.

Chris

Ja, ich auch. Early Bird ist, glaube ich, 900 gewesen.

Boris

Uiuiui.

Chris

Ja. Und da ist ja das Reel-System, glaube ich, ich weiß nicht, ob das schon dabei ist. Möglicherweise ist das sogar noch separat. Also günstig ist es nicht und dafür, ich glaube, der einzige wirkliche Selling Point, den ich sehe, ist, dass das Ding irgendwie automatisch die Zeit kompensiert, wenn die Temperatur sich ändert, wenn das Zeug ein bisschen abkühlt oder so. Gut. Aber vielleicht bringt es ja neue Leute mit ins Filmen rein weiß nicht wie groß der Markt dafür ist vielleicht ist der Preis auch deshalb so hoch weil das halt, also es ist einfacher eine Mittelformatkamera in die Hand zu nehmen und den Film zu entwickeln als hier eine 16mm Kamera, mit Film zu belichten und dann hinterher den.

Boris

Film auch noch schneiden weil einfach so wie du es gedreht hast hilft dir das.

Chris

Ja auch nichts exakt Aber gut, dann, schauen wir mal. Es gibt eine Würfelei.

Boris

Genau, die Billigaufgabe. Die wollen wir jetzt ja auflösen. Aktuell läuft jetzt ja noch die Patentaufgabe bis zum 27.08. Aber jetzt haben wir erst mal die Billigaufgabe. Ich habe hier 13 Bilder.

Chris

Billig. Ich habe hier, hier stehen zwölf, das ist aber mal wieder Flickers.

Boris

Ich refreshe mal, es hat ja auch ein Bild zurückgezogen. Ich lasse kurz prüfen.

Chris

Ne, jetzt ist es auch 13. Gut.

Boris

13 sehe ich.

Chris

Hallo Flicker. Ja, wir haben hier 13 Bilder und da werden wir doch jetzt mal den Würfel schwingen und schauen, welches davon heute die Hauptbesprechung kriegt. Ich fange mal an und würfel die 4. Das war schnell. Die 4, die 4, die 4, die 4 ist hier das Bild von Tanya. Wenn etwas teuer war, kann es ja nicht billig aussehen. Was sehen wir? Wir sehen eine, ja das ist so eine Kette aus, ich vermute mal Modeschmuck, mit so ich weiß gar nicht, wie man den Schliff nennt, also so rechteckige Klunker, die so eingefasst sind. Du kennst dich da aus. Ist das ein Baguette? Woher weißt du das denn?

Boris

Ja, weiß ich nicht. Könnte sein. Müsste ich jetzt nachgucken. Auf jeden Fall ein Facettenschliff. Aber nee, ein Facettenschliff wäre ja in der Mitte. Ein Baguetteschliff, würde ich sagen.

Chris

Ein Baguetteschliff, okay.

Boris

Vielleicht weiß aber auch jemand das besser. Also dann immer her damit.

Chris

Ja, was hat sie gemacht? Sie hat das Ganze in sehr viel Unschärfe getaucht. Ein Teil davon ist scharf. Diese Klunker sind vor so einem grünen... Das sieht fast aus, als ob die da an so einer Tasche oder sowas befestigt sind. Da geht rechts noch so eine Lasche drüber. Und die Klunker selber haben so einen ganz leicht violetten Touch. Und das Grün dahinter macht dann einen interessanten Kontrast, einen Farbkontrast. Und eingefasst sind sie eben in so goldene Krallen quasi. Und zwischendurch sieht man dann so irgendeine Verbindung zwischen den Dingen. Also deshalb glaube ich, dass es irgendwo... An irgendeinem Kleidungsstück oder an einer Tasche oder sowas ist das fest geklunkert.

Boris

Könnte auch echt sein. Also das würde zumindest zum Text passen, was dann schon ein sehr billiger Ausweg gewesen wäre, ein teures Produkt, für die Billigaufgabe zu zeigen, weil es nicht billig aussieht. Aber vielleicht zur Aufgabe würde es passen.

Chris

Das sieht jetzt irgendwie nicht teuer aus für mich, muss ich ehrlich sagen.

Boris

Es würde zur Aufgabe passen, wenn es tatsächlich ein günstiger Modeschmuck ist. Ich kann es dir aber nicht sagen. Dazu müsste ich es jetzt genauer sehen. Es sieht schon ganz gut verarbeitet aus, muss ich sagen.

Chris

Also Tanja, wir hätten gerne eine Auflösung. Es steht keine Schramm auf den Steinen.

Boris

Das goldfarbene, würde ich jetzt mal vermuten, ist auch Gold.

Chris

Ich kann das überhaupt nicht einschätzen. Vor allem, weil es halt da so an manchen Ecken hier dann das Grün natürlich sich da drin reflektiert und dann wirkt das Stoff, das wirkt dann irgendwie, ich weiß auch nicht, also kann ich nicht sagen. Aber sie hat ganz viel von dem Detail einfach in der Unschärfe versteckt. Das sieht man sogar an dem an diesen Bereichen, wo dieses Stoffding, was drunter ist, noch so falten wirft. Also da wird es dann zwischendurch auch nochmal unscharf. Das heißt, der schärfentiefe Bereich, der ist auch wirklich nur so ein paar Millimeter tief.

Boris

Ja, hat schöne Kontraste, hat ein schönes Strahlen, schönes Bild. Herzlichen Glückwunsch.

Chris

Schön gemacht. Jetzt können wir beide noch jeweils ein weiteres Bild besprechen. Sag mal welches.

Boris

Ein weiteres Bild. Also geschmunzelt habe ich bei unserer 10 müsste das sein, von Heimiebe. Das ist ein Apfel und ein Ei. Weil billig, günstig, ein Apfel und ein Ei. Also das fand ich einfach eine schöne Assoziationskette, das als Bild für die Billigaufgabe einzureichen. Und in der richtigen Reihenfolge. Ein Apfel und ein Ei, genau. Links sehen wir eben einen Apfel, rechts daneben liegt ein Ei. Das Ganze auf einer dunklen Oberfläche, die so matt reflektierend ist. Es ist sehr frontal gegen den Apfel und das Ei, also nicht von oben, sondern von der Seite dagegen fotografiert. Deswegen sehen wir auch schön die Reflektionen an der Oberfläche. Im Hintergrund so ein neutraler, betonartiger Hintergrund. Das könnte auch ein Karton sein, der dahingestellt sein oder so etwas, der dahinter gestellt wurde. Also es ist formal sehr schön gemacht. Es ist schön ausgeleuchtet. Und es passt, finde ich, assoziativ ganz gut zur Aufgabe. Das hat mir sehr gut gefallen.

Chris

Ja, dann habe ich noch einen. Und zwar würde ich gerne kurz das hier noch besprechen von Wolfgang. Billigbohrer, billiger Holzbohrer nach dem ersten Einsatz. Ein richtiges Qualitätsprodukt kann um die Ecke bohren. Ja, was sehen wir? Wir sehen so einen Akkuschrauber mit einem eingespannten Bohrer, der vorne um 90 Grad abgebogen ist. Also so habe ich noch keinen Bohrer zugerichtet bekommen, aber fand ich eine super nette Idee, der Bohrer selber, also das Gerät selber ist dann so in der Unschärfe aber da wo es zählt, nämlich vorne da wo der Bohrer also das Bohrteil vorne rauskommt das abgeknickte.

Boris

Aber das ist voll praktisch also wenn du zum Beispiel mal so so einen Schrank hast, wo du so, so ein schmales Schrankfach hast und da musst du so reingreifen und hinten links an der Seite ist die Schraube, die du drehen musst und alle Schraubenzieher sind zu lang, dann kommst du mit dem Bohrer da super dran. Das finde ich eine super Idee. Hat bestimmt ein Schildburger gebogen, das Ding.

Chris

Vielleicht kommt der aus Schilder, das weiß man ja nicht. Dazu habe ich ja das hier kürzlich gesehen, warte mal, ich share das mal eben. Das war auf Maker World zum selber 3D drucken, der Doppelbohrer.

Boris

Oh, cool.

Chris

Nicht wahr?

Boris

Zwei Löcher auf einmal.

Chris

Zwei Löcher auf einmal, direkt nebeneinander.

Boris

Klasse.

Chris

Wir lassen das jetzt einfach mal hier so stehen. Hüstel, Hüstel, Hüstel.

Boris

Sehr geil.

Chris

Ja, sehr geil. Danke fürs Mitmachen und wie Boris schon sagte, die aktuelle Aufgabe läuft gerade noch.

Boris

Die Patentaufgabe. Bis 27.08. könnt ihr noch losziehen. Ein Foto zur Patentaufgabe machen. Bei Flickr hochladen, in die Happy Shooting Gruppe stellen und das Tag HSB Patent dranhängen. Wie gesagt, bis zum 27. August 2026.

Chris

So, dann über happyshooting.de hat sich noch Thomas gemeldet und hat uns einen Kommentar zu einer Fotoausstellung im Ruhrmuseum in Essen geschickt und zwar zu Brigitte Krämer. Wie man lebt, wo man lebt und das spielen wir jetzt mal kurz ein.

Einspieler

Hallo Community, hier kommt meine persönliche Fotoausstellung der Woche. Bis heute dokumentiert die in Herren lebende Fotografin Brigitte Krämer umfassend und mit großem Einfühlungsvermögen, Humor und soziologischem Spürsinn, das Alltagsleben und die Freizeit im Urgebiet. Die Themen, die sie im öffentlichen Raum fotografiert, sind unter anderem Trinkhallen, Camping, Kleingärten, Mann und Auto, Kirmes und das Leben am Kanal. Von Orten mit Zugangsregelungen, wie sie in Frauenhäusern oder im Friedensdorf international in Oberhausen gelten, berichtet sie anteilnehmend und sensibel. Das Lebenswerk von Brigitte Krämer mit ca. 400.000 Bildeinheiten wurde 2022 mit Unterstützung der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung vom Ruhrmuseum angekauft. Alle seit 2022 entstandenen und alle zukünftigen Arbeiten werden ebenfalls dem Fotoarchiv des Ruhrmuseums übergeben. Die Ausstellung »Wie man lebt, wo man lebt« im Ruhrmuseum auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein in Essen geht noch bis zum 31.08.2026. Neben den gut 200 ernsten, lustigen oder ironischen Fotos in Schwarz-Weiß und Farbe haben mich besonders die 20 Fotobücher der Fotografin beeindruckt, die dort ausliegen und in Ruhe durchgeblättert werden können. Sie tragen Titel wie »Mann und Auto«, »Camper« an der Ruhe oder auch »Auf der Schwelle leben im Frauenhaus«. Also absolute Empfehlung. 3, 2, 1, Happy Shooting.

Chris

Danke, Thomas. Und falls ihr auch irgendwelche Ausstellungen besucht habt von kalender.happyshooting.de, dann dürft ihr die gerne auch hier ablefern. Und damit ist es mal wieder Zeit für das hier. Wir hatten Einreichungen in den letzten sieben Tagen von Klaus, von Christian, von Gerhard, von Jürgen und Marco und Philipp. Vielen, vielen herzlichen Dank. kalender.happyshooting.de Ich habe mal wieder sieben Stück rausgesucht. Unter anderem August Sander zum 150. Geburtstag. Aus Anlass seines 150. Geburtstags würdigt eine umfassende Retrospektive aus dem weltweit größten Archivbestand. Das facettenreiche Oeuvre des bedeutenden Fotografen mit berühmten Porträts. Seltenen Aufnahmen, Landschaftsstudien und Einblicken in sein Schaffen in Köln. In La Gassili, das La Gassili Fotofestival, das scheint in Frankreich zu sein. Genau, das Original La Gassili Fotofestival in der Bretagne, das war hier dieses Jahr gezeigt wird, kann man nächstes Jahr in Baden bei Wien sehen. Beide Städte arbeiten zusammen.

Boris

Das, was dieses Jahr hier gezeigt wird, kann man nächstes Jahr in Baden bei Wien sehen. Alles klar.

Chris

Genau. In Worpswede, Raw Photo Festival, Worpswede 2026 vom 3. Oktober bis zum 1. November feiert das Festival für aktuelle Fotokunst und Dokumentarfotografie sein 10-jähriges Jubiläum unter dem Motto Zurück in die Zukunft mit vielfältigen Veranstaltungen und Präsentationen an drei historischen Orten.

Boris

1,21 Gigawatt.

Chris

In Plauen, Tschernobyl, 40 Jahre nach der Katastrophe. Die Schau beleuchtet anhand der Tschernobyl-Katastrophe und unterschiedlicher Medienberichterstattung im Kalten Krieg die persönlichen Erinnerungen eines Evakuierten an seine verlorene Heimat im Kontrast zu den Aufnahmen eines späteren Besuchs der verlassenen Geisterstadt Pripyat. In Leipzig, festgehalten, verschleppt aus Deutschland 1938 bis 1945 Eine im Leipziger, Ariovic-Haus gezeigte Dokumentation macht anhand von Fotografien aus der Bilderdatenbank Glassin die Deportation und die gesellschaftliche Mitwirkung an den NS-Verbrechen zwischen 1938 und 1945 sichtbar, um an die Opfer als Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zu erinnern. In Darmstadt Begegnungen in Südostasien 1985 bis 1998.

Die zwischen 85 und 98 und Südostasien entstandenen Fotografien von Jürgen Peters dokumentieren flüchtige Begegnungen und gegenseitige Neugier in einer noch vom Massentourismus der Digitalisierung und Globalisierung unberührten Welt, begleitet von erzählten, Entstehungsgeschichten und hintergründigen Informationen. Und Last but not least in Bodenfelde Fabrik zwischen Buchenduft und Kohlestaub. Vom 15. August bis zum 30. Oktober 26 zeigen zwei Fotografen in leerstehenden Schaufenstern an der Ortsdurchfahrt von Bodenfelde 45, großformatige Bilder eines lokalen Holzkohlewerks, um durch die Verbindung von regionaler Industriegeschichte, und verändertem Ortskern den Mittelpunkt des Ortes in eine wandelbare Galerie zu verwandeln.

Boris

Das ist ja eine starke Idee.

Chris

Habt ihr auf kalender.happyshooting.de eingereicht und dafür ganz, ganz herzlichen Dank. Jetzt gibt es einen Menschen, der nicht nur hilft, den Kalender zu managen und eure Sachen freizuschalten und zu gucken, dass auch die ganzen Daten stimmen und so weiter. Und dieser Mensch macht auch selber Fotos und er stellt auch ab und zu mal auf, und als er mir von seiner Ausstellung erzählt hat, meinte ich, die muss hier rein und bitte macht sie auch zur Ausstellung der Woche und das hat Jürgen auch getan.

Einspieler

Die Fotoausstellung der Woche findet ihr in der Bretagne. Vorab. Man muss sich Sisyphus als einen sehr, glücklichen Menschen vorstellen, der jede Woche für die Woche aufs Neue mit seiner Tätigkeit beginnt und Ausstellungen einträgt und wieder löscht und wieder einträgt und wieder löscht. Und von daher erhole ich mich in den nächsten drei Wochen davon. Und sitze in meiner eigenen Ausstellung. Darauf möchte ich euch noch ganz kurz hinweisen. Ihr findet die Ausstellung von mir in Martignan. Das ist 22550. Und dort sitze ich im Maison des Associants am Place de Charles de Gaulle und betreue vom 24. bis zum 30. August meine Fotoausstellung. Zeigen tue ich dort eine kleine Auswahl meiner Fotos, die ich 2025 erstellt habe und ein Wunder in Farbe. Damit wünsche ich allen, die noch Urlaub haben, schöne Ferien und wir sehen uns wieder in drei Wochen live und in Farbe. Liebe Grüße, 321, Happy Shooting!

Boris

Tja, Jürgen, was ist los?

Chris

Ja, wir erinnern uns, also Klostergeister erinnern sich an Jürgens Ausstellung, die er bei Klostergeister mitgebracht hat, seine Bilder aus der Bretagne. Ich meine, das ist schon ganz schön Hammer, ne? Da bist du dort, machst da Urlaub und dann machst du da Bilder und dann stellst du die da auch aus und dann stellst du die im nächsten Jahr wieder aus. Also die Fotoausstellung heißt Scène de la Plage en Couleur von Jürgen Jünger in Martignon, 24. bis zum 30. August. Eintritt kostenlos, sommerliches Strandleben in der Bretagne, im Maison des Associations, am Place du Général de Gaulle.

Jürgen, alle Achtung, das, ist ja eine Leistung überhaupt, a mal diese tollen Fotos zu machen und b dann auch noch die da mitzuschleppen. Du musst die ja drucken, du musst die Rahmen, die müssen aufbereitet werden.

Bei einer kostenlosen Ausstellung wird wahrscheinlich auch nicht viel Kohle reinkommen. Also das ist schon ein sehr, sehr großer Liebesdienst, den ihr da der Fotografie erweist und das ist toll. Also solltet ihr zufällig in einer Woche in der Bretagne sein, dann wäre das auf jeden Fall einen Gang wert. Es steht auch in unserem Ausstellungskalender, kalender.happyshooting.de. Und falls ihr irgendeine andere Ausstellung eintragen wollt, könnt ihr das dort auch jederzeit machen. Und während der Jürgen im Urlaub ist, kümmern wir uns darum, dass diese Ausstellungen auch dann wirklich auf dem Kalender landen. Jawohl. Damit sind wir dann, glaube ich, für heute am Ende der Sendung angelangt. Wieder mal ein großes Danke an alle, die hier mithelfen, die hier mitrecherchieren und uns weitere Infos zukommen lassen über Dinge, die wir vielleicht nicht ganz verstehen, sowas wie Smart Telescope zum Beispiel. Ist geil, wenn das dann so live aus dem Chat irgendwie kommt.

Ja, wir haben keine Sponsoren in dieser Sendung. Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann geht auf happyshooting.de und schaut da mal nach Unterstützungsmöglichkeiten. Ansonsten die Workshops sind da verlinkt unser Workshop Newsletter also jetzt dann demnächst wird es wirklich ernst mit Freischalten von Workshops da ist dann sinnvoll den Newsletter zu haben ähm, Und damit ist, glaube ich, gut für heute, oder?

Boris

Denke auch. Wir hören uns ja nächste Woche schon wieder.

Chris

Genau, wir sind ja nächste Woche schon wieder da. Bis dann, macht es gut. Und 3, 2, 1, Happy Shooting!

Shownotes

Hausmeisterei

Aus der Preshow
Kannste knicken, Blutdruck, Dateien löschen, quietsch quietsch quietsch,

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