#958 – kein Licht und das war auch noch sehr schlecht
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Happy Shooting Folge 958. Kein Licht und das war auch noch sehr schlecht.
EinspielerHier ist eine weitere Ausgabe von Happy Shooting, der Fotopodcast.
BorisEs tut alles.
ChrisIch weiß nicht, ob es noch weiter tut, aber ich habe alles mal abgedatet. Einfach mal so.
BorisTanz am Rande des Vulkans, habe ich gesagt. Was soll da schon schief gehen?
ChrisWas soll da schon schief gehen?
EinspielerWir sind.
BorisJa, unsere Betriebssysteme sind quasi an diametral verschiedenen Enden. Das kann man ungefähr so sagen.
ChrisDu verwendest seltsame, komische Worte hier.
BorisJa, also ich hab noch macOS Big Sur, falls das irgendjemand interessiert. Das ist Version 11.7.
ChrisNee, hier du. Alles auf 27 hier.
BorisDa kenn ich ja gar nichts.
ChrisDa kenn ich ja gar nichts. Das ist so. Inklusive HomePods und allem. Ich so, ey, komm, erleb noch einmal, YOLO.
BorisJa, wir hatten vor der Sendung kurz nachgeguckt, weil ich hatte überlegt, warum ich nicht höher gegangen bin. Das hatte mit Sicherheit verschiedene Softwaregründe, die inzwischen wahrscheinlich gelöst sind. Aber auf macOS Tahoe kann ich zum Beispiel nicht gehen, weil dann kein Firewire mehr unterstützt wird. Und mein Audio-Device, über das ich hier gerade alles aufnehme, ist Firewire. Also das geht nicht.
ChrisAlso alle Achtung, alle Achtung, du bist noch auf Firewire.
BorisJa, ja. Aus Überzeugung.
ChrisDas ist, das ist, wenn ich Firewire höre, muss ich immer an so Worte denken wie Donnervogel und so.
BorisVoll cool. Nie, aber wirklich noch nie mit Firewire Devices, ich hatte jetzt ja schon wahrscheinlich so drei Stück, vier Stück in meiner Karriere hier am Mac seit 2005, mit Firewire noch nie ein einziges Problem gehabt. Also weder mit Standby-Modus von irgendwelchen Macs, da waren ja auch inzwischen schon verschiedene dran, noch mit irgendwelchen Aussetzern oder irgendwas.
ChrisBevor jetzt die Leute denken, das hier wäre ein Mac-Podcast. Wir sind Happy Shooting, der Fotopod. Wir reden über Fotografie hier auf happyshooting.de dienstags live. Heute ist der 15.9. Und ihr findet das hier aber auch zum Hören auf dem Podcast-Gerät eurer Wahl. Einfach mal nach Happy Shooting suchen oder wenn ihr so Sachen, tolle Sachen wollt wie Live-Transkript mitlesen und so, dann guckt mal auf happyshooting.de. Ja, wir haben Feedback und da haben wir ein System unter happyshooting.de oder einfach auch in den Shownotes sind da glaube ich so links drin. Dürft ihr Sachen reinwerfen. Das hat unter anderem der Tobias gemacht. Der hat das hier geschickt. Wir hatten letztes Mal kurz über diese Dyson-Zahnbürste, den Camera Jet, die Zahnbürste von Dyson mit eingebauter Kamera geredet.
BorisObwohl gar kein Hygiene Podcast sind, aber da war eine Kamera drin, da musstest du ja drüber sprechen.
ChrisDa ist eine Kamera drin, also reden wir auch drüber.
BorisUnbedingt.
ChrisJa, Wasser im Batteriefach. Die haben schon die ersten täglichen Probleme. Manche Leute haben eine bekommen und die war schon nach einer halben Minute irgendwie hat die schon einen Kurzschluss gehabt. Also die scheinen da irgendwie ein Problem zu haben. Nach eigener Aussage bei einer ganz kleinen Anzahl an Geräten und sie wollen das natürlich alles wieder besser machen. Ich gehe auch davon aus, jetzt Dyson-Geräte sind nicht bekannt dafür, dass sie schnell kaputt gehen.
BorisAber im Moment kriegst du die nicht mehr. Es kann halt ein Produktionsproblem sein irgendwo, dass irgendeine Maschine nicht richtig kalibriert ist. Weiß der Geier. Ja, sie haben es erst mal wieder von den Seiten genommen. Also aktuell kannst du es nicht bestellen. Wollen wir mal gucken. Werden sie wahrscheinlich lösen, denke ich mal. Weil Dyson stand ja selbst auf der Bühne mit dem Ding. Und ich sage mal, wenn die gar nicht tun würde, dann wäre die ja nicht so weit entwickelt. Das gehen wir jetzt mal von aus.
ChrisTja, dann soll ich dir mal was zeigen? Willst du mal was sehen? Was ist das? Ja.
BorisJa, das ist dein Buch, das weiß ich doch.
ChrisJa, ja.
BorisKannst du es ein bisschen vergrößern? Dann könnte ich einen Screenshot machen. Enhance, ne?
ChrisEnhance. Haben schon ein paar andere probiert. Nein, das habe ich natürlich sehr genau. Klar, das ist die sogenannte Satzfahne. Das ist der Kontaktabzug vom PDF, was ich bekommen habe, das Buch. Also sind so rund 200 Seiten drin jetzt. Und das ist jetzt einmal durchs Layout gegangen. Also die Layouterin hat das jetzt mal in eine Form gebracht und mein Job ist jetzt, ich bin heute glaube ich, gestern, heute bin ich glaube ich fünf Stunden drangesessen schon. In dem Moment, wo du also man schreibt das ja als Text egal in was, Textverarbeitung Pages, Word, egal Wurscht, Text, Text, Vi egal und dann, hat das natürlich seinen Umbruch dort, wie es halt so ist, das ist Fließtext und dann liest du das und dann und dann wird das hier in einen Satz gebracht, also sprich auf die Buchseiten so wird das dann auch getruckt werden Layout. Mit Layout, mit Blocksatz und mit Trennungen, mit Formatierung, mit Bildern, mit Bildunterschriften und so weiter. Also das ist jetzt quasi...
BorisSchöne Ränder zu den Seiten.
ChrisExakt. Und dann siehst du jetzt plötzlich auch, wie die Sachen zusammenstehen. Also du hast ja immer beim Buch zwei Seiten nebeneinander. Also manche Sachen fließen dann komisch, weil sie da sich irgendwo irgendwie ja... Komisch aneinander stoßen oder so. Solche Sachen müssen beachtet werden. Es gibt auch dann, ich glaube, sogenannte River. Das sind dann, wenn du Satz machst, dann sind manchmal so, wenn untereinander mehrere Leerräume kommen, dann hast du so einen negativen Raum im Bild, der dann so durchfließt quasi. Den nennt man dann auf Englisch River. Darauf müssen die achten und, und, und. Aber in dem neuen Kontext, wenn das jetzt plötzlich irgendwie in dieser Form ist. Zum ersten Mal bin ich da sehr ehrfürchtig davor gesessen, weil das ist wirklich ein wahnsinniger Moment, wenn du das Ding dann in einer Form siehst. Aber du findest dann plötzlich auch andere Sachen, die du vorher nicht gesehen hast. Also Typos oder Sachen, die plötzlich Sätze, die plötzlich so, das ist aber so, das Wort gehört da eigentlich gar nicht rein, die du nicht wahrgenommen hast. Das ist ja auch mit Fotos. sondern in einem anderen Kontext sieht es plötzlich anders aus.
BorisIst übrigens ein gern genommener Trick, wenn man langen Text schreibt und man möchte ihn nochmal Kontrolllesen, dass man ihn in einer anderen Textbearbeitung nochmal liest oder in einem anderen Font formatiert nochmal liest, weil das Auge das dann nochmal ganz neu erlebt.
ChrisTypos findet man auch am besten, wenn man rückwärts liest, aber nicht 200 Seiten. Nee. Naja, jedenfalls ist das jetzt quasi, das ist auch so ein interessantes Phänomen, weil bis jetzt habe ich mich ja mit diesem Ding drei Jahre lang fast beschäftigt. Privat, sehr intim, sehr im Stillen. Du hast dann ein sehr gutes oder je nachdem, aber ich in diesem Fall ein sehr gutes Verhältnis zu dem Manuskript, weil ich das wirklich ja in- und auswendig kenne in der Zeit. Und dann gibt man es ab. Dann gibt man es so, jetzt gehst du in die Welt, Kleines, und mach es mal. Naja, morgen muss ich noch mal irgendwie einen halben Tag dran wurschteln. Dann habe ich auch ein paar Fotos gesehen, die vorher völlig in Ordnung waren, aber die jetzt in dem Kontext, wie der Text drum rum fließt und so weiter, plötzlich zu dunkel rauskommen. Ich habe jetzt so eine Handvoll Bilder, wo ich sage, die müssen wir noch mal tauschen. Die kommen sonst nachher im Druck zu Duster raus.
BorisVerstehe. Wie ist denn das eigentlich? Du hast das jetzt im Text geschrieben, aber du hast natürlich irgendein Bild im Kopf. Also welcher Text zu welchem Bild, wie du das irgendwie positioniert haben willst. Das ist ja wahrscheinlich so ein bisschen, wie wenn man einen Roman liest, dass man sich einen Film vorstellt und wenn man dann die Verfilmung sieht, entweder überrascht oder enttäuscht ist. Wie ist das jetzt, wenn du so eine Satzfahne dir durchliest? Ist es dann eher überraschend oder sagst ja das geht schon in die richtung wie es mir vorgestellt habe.
ChrisDas also ich habe das ich habe das hier in ihren ganz ganz simpel in pages geschrieben also textverarbeitung ganz normal, und habe dann da auch previews von den bildern rein kopiert damit die dann schon mal im kontext stehen so ihr kleine jpegs darunter steht dann jeweils noch eine bildunterschrift und, Und das ist dann, ob das dann nachher exakt an der Stelle landet oder ein bisschen weiter vorne oder hinten, das ist ja, nicht so wild eigentlich, weil manchmal muss man tatsächlich ein Bild halt mal auf eine andere Seite rüber tun, weil ansonsten kollidiert es visuell mit irgendwas anderem. Und da ist es tatsächlich so wie auch bei Fotos, weißt du, ich kontrolliere ja auch bei Bildern nicht immer alles bis aufs Letzte, sondern ich lasse ja da auch Sachen passieren. Da ist mein Motiv und da ist mein Hintergrund, aber da hinten im Eck ist noch irgendwas, was halt da ins Bild kommt, was ich vielleicht gar nicht wirklich wahrgenommen hatte. Und hinterher schaue ich es mir an und sage, okay, doch, passt. Und die Bildunterschriften, die knüpfen wir an den Text an. Das heißt, wenn jetzt das Bild, was weiß ich, eine halbe Seite später kommt, hast du ja über die Bildunterschrift trotzdem den Kontext. Also es funktioniert. Das funktioniert erstaunlich gut alles. Ja, das ist jetzt die erste und dann kommt noch eine zweite und dann ...
Aber ich finde da plötzlich Typos, die einfach schon seit einem halben Jahr da drin sind und so. Naja, ist auf jeden Fall spannender Prozess und passend dazu, ich mache hier keine Werbung, aber Jürgen macht Werbung, der hat nämlich gleich mal in Slack gepostet und jetzt auch noch hier nach happyshooting.de und schreibt hier, Hi Chris, ich habe dich, Chris, mal direkt unterstützt. Geht ganz einfach. Vorbestellen des Sachbuches Abenteuerfotografie. Am besten im lokalen Buchhandel. Kostet nur 26,90 und ist sicher. Jede einzelne Seite wert. So viel Werbung darf als Hörer erlaubt sein. 321 Happy Shooting. PS, Handsignierungen des Buchs gibt es sicherlich auf den Workshops. Mein Buchhändler meinte, es erscheint im Buchhandel am 30.11.2026.
BorisJa, guck.
ChrisHeinz, ich glaube, bringt es mit. Also verkaufen werde ich hier nicht. Also ich mache jetzt keinen Buchhandel auf, aber wenn ihr mich das reinkritzeln soll, mache ich das natürlich gerne.
BorisIn der Mittagspause gibt es eine kleine Lesung.
ChrisJa, der Erscheinungstermin 30.11. Keine Ahnung, gefühlt wird es früher kommen, aber ich kann nicht dem Verlag in die Bücher gucken. Also ... Das braucht dann schon noch ein bisschen. Das muss dann gedruckt werden. Dann wird es auch vertrieben, also verteilt werden. Buchhandlungen. Und da gehen halt irgendwie, was weiß ich, ein paar Kartons davon an Amazon und ein paar Kartons davon dahin. Und dann gibt es halt noch Buchhändler, die das dann vorbestellen oder so. Da kommt auch noch ein paar. Irgendjemand hat geschrieben, er hätte das vorbestellt beim Buchhändler und der Buchhändler hätte zurückgefragt. Sind Sie sicher? Das ist ja erst noch im November oder so.
BorisUnd dann hast du gesagt, naja, wir haben schon September, die Zeit vergeht. Haben Sie noch keine Weihnachtsgeschenke?
ChrisWas auch immer.
BorisKriegst du denn auch EA-Version, also hier Edition der Artist oder so? Also dein persönliches Exemplar?
ChrisEA kenne ich jetzt, den Ausdruck kenne ich nicht, aber sogenannte Belegexemplare.
BorisOder Autorenexemplare.
ChrisAutorenexemplare. Ja, ich weiß gar nicht, was wir da im Vertrag stehen hatten. Ich glaube so 10 oder 15 Stück kriege ich dann schon hierher.
BorisDie Spezialedition mit goldenem Seitenrücken.
ChrisDas ist völlig normal. Und dann gibt es auch noch, die Belegexemplare für Leute, die im Buch was drin haben. Also es gibt ja auch ein paar Bilder, die dann von Moni zum Beispiel und auch von ein paar anderen, die dann noch Belegexemplare kriegen.
BorisGibt es denn auch so eine Sonderedition mit Anmerkungen des Künstlers? Nicht.
ChrisDu hast eine falsche Vorstellung. Das ist ein Nischen-Sachbuch. Das ist kein Harry Potter. Das ist ein Nischen-Sachbuch.
BorisJa, ich dachte eher so an Shakespeare oder so.
ChrisMit ein paar tausend Auflage oder so. Das ist nicht viel. Das ist jetzt nicht irgendwie, die müssen da kein eigenes Lagerhaus für bauen, sondern ...
BorisEin schöner, großer, dicker Schinken im Kunstledereinband mit breiten Seitenrand und Anmerkungen.
ChrisIch würde behaupten, die erste Auflage, die passt auf eine Palette. Und vielleicht und damit werden wir erstmal schauen.
BorisIch sehe schon, ich muss da nochmal in die Beratung gehen bei dir, so wird das nichts mit dem großen Erfolg.
ChrisDas Thema Fotobücher ist kein einfaches. Das war mal so, aber das man wie mit absolut analog, dass wir da irgendwie drei Auflagen rauskriegen und eine Übersetzung ins Englische und eine Übersetzung ins Chinesische und eine ins Italienische und so.
BorisDas ist schon irgendwie echt geil.
ChrisJa, aber das geht heute. das ist utopisch. Also ich glaube nicht, dass das Buch so sehr ich es auch mag und so happy ich damit auch bin, das ist wirklich wichtiger als die anderen Bücher, die ich gemacht habe für mich. So wenig glaube ich, dass das tatsächlich irgendwo international laufen wird. Kann ich mir nicht vorstellen.
BorisMal abwarten. Kräftig vorbestellen, Daumen drücken.
ChrisAlso ihr könnt schon ein bisschen helfen, dem Verlag zumindest zu signalisieren, dass das Buch was ist für euch. Naja, wir werden sehen. Das ist... Ich kann es nur auf mich zurollen lassen. Man hat auch selber ja keinen wirklich klaren Blick mehr auf so ein Ding. Ich habe keinen neutralen Blick auf das Ding. Den kann ich ja gar nicht haben. Ich persönlich würde sagen, das ist das beste Buch aller Zeiten. Aber das werden andere so nicht sehen. Tja. We will see.
BorisApropos sehen. Viele Staubsauger-Roboter sehen ja schon eine ganze Menge mit ihren Kameras. Und jetzt ist ein Hersteller, der hergegangen hat, gesagt, dann bauen wir doch die Kamera aus dem Saugroboter einfach raus und verkaufen sie so. Oder wie muss ich mir das vorstellen?
ChrisJa, das ist gar nicht so uninteressant. Dream, Dreame geschrieben, also wie Dream mit dem E hinten dran, sind nicht wirklich bekannt dafür, dass sie Kameras machen, sondern die machen Roboter-Staubsauger und Rasenmäher und so weiter. Ich weiß gar nicht, ob die hier überhaupt auf dem Markt sind. Da sind USA auf jeden Fall.
BorisJa, auf jeden Fall.
ChrisKennst du die?
BorisJa, klar.
ChrisIch gucke mir da in den Bereich nicht um.
BorisDas ist einer der Mitbewerber von Roborock zum Beispiel.
ChrisAlles klar. Ja, und die machen das jetzt, was auch schon andere Firmen gemacht haben. Die bauen jetzt eine Action-Kamera und zwar eine 8K-Action-Kamera.
BorisOha, okay.
ChrisOha, dachte ich auch so. Also das ist ja, es ist noch nicht mal so wegen der Auflösung interessant, sondern auch wegen der Frage, was da warum das überhaupt jetzt passiert, weißt du, also ist jetzt Bildtechnik und klar, die haben natürlich Kameras in den Robotern drin, das ist ja mittlerweile, Navigationsweg im Prinzip.
BorisStörende Kabel und Socken erkennen und umfahren und sowas.
ChrisExakt. Und was weiß ich noch, nach Hause telefonieren, keine Ahnung. Das ist auf jeden Fall für die eine Technologie, die die auch vorher schon benutzt haben, nur halt nicht als Produkt. Und was mich ja so ein bisschen, also die Frage, die ich mir stelle ist, ist das so einfach? Weil wenn du schon eh, was weiß ich, Verträge hast, ich nehme nicht an, dass sie Sensoren bauen, ich nehme an, die kaufen die. Und Kameramodule, ist das dann so ein, Thema, dass das einfach nicht schwer ist oder sind die einfach so gut und haben das so drauf, dass die das machen, weil 8K ist jetzt nicht wenig für so eine kleine Action.
BorisDie Frage ist, welche Qualität das hat. Also wie stark komprimiert sind die 8K denn hinterher? Du brauchst ja auch Speicherplatz bei so einer Auflösung.
ChrisAlso du kannst da noch so ein Battery Pack, also magnetisch kannst du noch so ein Bildschirm dran machen und ein Battery Pack, damit kannst du 210 Minuten lang insgesamt filmen.
BorisJa, das dockt alles so aneinander, also so übereinander gestapelt magnetisch und hast einen Kontrollmonitor noch mit dran oder einen Battery Pack noch mit dran. Also das System sieht erstmal durchaus interessant aus.
ChrisJa, aber jetzt auch irgendwie nicht grundsätzlich anders wie andere. Die unterscheiden sich dann so in diversen kleinen Features.
BorisKönnte das so was sein, wie mein Verdacht mit diesen drahtlosen Mikrofonsystem, die gerade von allen möglichen Herstellern sind. Dass es so ein Standard Mainboard gibt und dann lässt du dir halt ein Gehäuse drumrum bauen mit einem Label, was zu dir gehört und einer Form, die deinem Unternehmen entspricht und vielleicht gibt es jetzt gerade so ein Standardmodul für diese Actioncams. Bei Smartphones ist das ja auch so, dass es so ein Standardmodul gibt, wo einfach alles schon mal drin ist und dann kannst du dir relativ einfach ein Smartphone zusammenbauen. Also nicht wir, aber eine Firma kann das sehr einfach.
ChrisHast du da eine Werkstatt? Kann ich da mal eins bestellen? Naja, also DJI Osmo Nano oder Insta360 Go Ultra, die sind eigentlich so die vergleichbaren Dinge, aber die hören bei 4K auf.
BorisTja, größer aufgelöster Sensor hinter. Also witzig ist das schon, vor allen Dingen, weil ich den Namen, diesen Anbieter halt hundertprozentig mit Haushaltshilfegeräten, also sprich Staubsaugerrobotern verbinde und plötzlich kommen sie mit einer Actioncam. Ich meine, diese ganzen asiatischen Unternehmen sind schon so, dass die sich auch breiter aufstellen oder oft breiter aufgestellt sind, als wir sie kennenlernen. Das kann schon sein.
ChrisAlso jetzt hängt es natürlich tatsächlich, wenn du sagst Bildqualität, das hängt natürlich jetzt an der Qualität der Optik. 8K kannst du jetzt auch nicht einfach so ausspielen. Das heißt, das ist dann halt noch ein bisschen extra Futter fürs Editieren. Weil über 4K ausspielen wirst du es nicht. Die meisten spielen das Zeug in HD aus, in 1080p.
BorisWobei YouTube ja 8K nimmt.
ChrisJa, aber Entschuldigung, das macht doch niemand.
BorisJa.
ChrisAlso jetzt noch nicht.
BorisJetzt noch nicht, nee.
ChrisEgal.
BorisJa, aber interessant.
ChrisUnd dann hat sie noch irgendwie ein Mikro, aber nicht nur um Ton aufzunehmen, sondern auch um irgendwie Kommandos zu hören. Also so wie mit den GoPros kannst du ja auch reden.
BorisSteht was für ein Preis dabei? Also wo liegen wir da?
ChrisPricing for the Leaptic Cube in the UK to start at 349 Pfund für die 64 GB Variante. Also sie kommt mit Speicher. Was auch interessant ist. Speicher ist ja gerade jetzt nicht nicht unbedingt das Schnäppchen. Da gibt es natürlich noch teurer, also für die Kamera alleine, da gibt es natürlich für die Bundle-Geschichten noch höhere Preise.
Boris440 Dollar für 128 Gigabyte.
ChrisSo war es ja. 440 bis 460 Dollar Range ungefähr. Was immer das dann auch hier genau bedeutet. Aber okay, ich brauche immer noch keine.
BorisNe, ich mache wenig Dinge, wo ich eine Action-Cam tatsächlich bräuchte. Aber ja, also der Markt ist da groß. Und ich meine, wenn GoPro jetzt gerade ein bisschen am Straucheln ist, dann kommen vielleicht andere und wollen die Lücke dann füllen. Warum nicht?
ChrisWahrscheinlich wird das so sein, ja. Nun ja.
BorisBin gespannt.
ChrisHat uns was von Canon mitgebracht?
BorisJa, die Canon straucheln ja gar nicht. Die sind ganz gut im Geschäft. Und die haben wieder Firmware-Updates rausgebracht. Und da ihr ja mal geschrieben habt, dass das durchaus interessant für euch ist, wenn wir auch hin und wieder mal ein Firmware-Update erwähnen, so sei dies hier mitgetan für die Canon R1 und die R5 Mark II. Und zumindest die R5 Mark II, weiß ich, ist in der Community durchaus beliebt. Da gibt es doch einige davon. Für die R1 und die R5 Mark II gibt es gemeinsam Bugfixing im Zusammenhang mit der Software EOS Multi Remote, also der Fernsteuerung am Smartphone. Da wurden wohl die Verzögerungen bei der Live-Bild-Anzeige verringert. Man darf gespannt sein. und es wurde noch ein Problem behoben.
Wo dann gar keine Aufnahmen gemacht wurden, wenn die Kamera gerade gleichzeitig mit einem FTP-Server verbunden war. Da gab es wahrscheinlich irgendeinen Bug, dass dann nicht zwei Verbindungen gleichzeitig bedient wurden oder sowas in der Art. Also was die Verzögerung mit dem Live-Bild betrifft, bei der Remote-Steuerung, da wäre ich tatsächlich sehr interessant, wenn es jemand von euch mal ausprobiert und vorher, genau wie ich, sehr enttäuscht davon war, wie Canon, mit der Live-Bild-Übertragung aufs Smartphone arbeitet. Nämlich eigentlich so ruckelnd, dass ich es dann wirklich überhaupt nicht mehr benutze. Wenn das plötzlich flüssig sein sollte, bin ich da sehr interessiert. Also bitte, wenn ihr die Kamera habt, eine R5 Mark II und Probleme hattet mit der EOS Multi Remote und jetzt es deutlich besser ist, vielleicht macht ihr mal vor mit einem Smartphone ein Video, wie es jetzt ist, mal so ein Screen Recording und dann macht ihr das Update und wenn das deutlich besser ist, macht ihr nochmal ein Screen Recording und schickt mir das gerne mal. Wenn wir es nicht auf der Sendung zeigen sollen, schreibt es dazu, aber ich persönlich bin da sehr interessiert dran.
Ja, und für die R5 Mark II gibt es dann auch noch ein Update. Und zwar, wenn man das Dual Pixel RAW aktiviert hat. Ich weiß jetzt gar nicht, was man da machen kann, aber das ist wahrscheinlich dieser Modus, wo man eben hinterher so feine Anpassungen mit der Schärfe noch machen kann. Dann konnte es dazu führen, dass die Kamera einfach mal von sich aus neu gebootet hat, also sprich abgestürzt ist und dann restartet ist. Da wird wahrscheinlich irgendein Buffer-Überlauf drin gewesen sein, würde ich jetzt mal so aus Entwicklersicht vermuten. Und das soll auch gefixt sein. Also wenn ihr im Dual-Pixel-Raw-Modus arbeitet und ihr habt euch geärgert, dass die Kamera ab und an einfach mal von sich aus neu startet oder hängt, dann ist das Firmware-Update für euch. Nicht wahr?
ChrisNicht wahr.
BorisJa, so schauen Sie uns.
ChrisJa, ich habe eins mitgebracht. Haben wir hier schon ein paar Mal gesprochen über Don Pettit, den Astronauten.
BorisIst ein Begriff.
ChrisDer ist über 23 Jahre insgesamt viermal auf der ISS gewesen. Und der Mann ist ja auch mit Kameras gut und so. Ich glaube, der ist jetzt, wie gesagt, der ist, glaube ich, über 70 und war vor einem Jahr oder so nochmal da, glaube ich.
BorisDer hat jetzt so ein Bungie-Seil an der ISS. Wenn er hoch will, dann hakt er einfach aus. Dann zieht er hoch.
ChrisNaja, und er hat jetzt kürzlich wohl eine Serie Bilder gepostet, weil er über die Zeit von da oben eine Entwicklung gesehen und auch dokumentiert hat, nämlich die Umstellung unserer Städte von Natriumdampflampen auf LEDs. Die Lichtfarbe ändert sich natürlich. Die sieht man von da oben tatsächlich sehr deutlich. Wie gesagt, seit über 20 Jahren hat der da von da oben fotografiert und hier ist eine ganz gute Gegenüberstellung von verschiedenen Städten. Man sieht auch ein bisschen, dass die Kameratechnik besser geworden die Auflösung. Als der angefangen hat, hat er wohl noch mit Film fotografiert da oben. Und es ist, also ich finde, was ich zum Beispiel spannend finde bei manchen Bildern, ist, dass du die Verkehrsadern, also in diesem Bild jetzt zum Beispiel von Sao Paulo in Brasilien, dass du so manche Verkehrsadern sehr prominent siehst und im Rest eher so diffuses Licht. Und wenn man dann mal auf die LEDs umschält, dann wird das alles viel filigraner plötzlich.
BorisEs verschwimmt mehr miteinander.
ChrisIch weiß jetzt nicht, ob das einfach nur daran liegt, dass er jetzt einfach mehr Auflösung hat und mehr ISO und es dann weniger rauscht und, vielleicht macht ja die Wellenlänge von dem Natriumlicht, dieses gelbe Licht, vielleicht auch noch irgendwas mit den Sensoren oder mit dem Film, kann ich nicht sagen. Aber es ist schon interessant, wie die gleichen Städte anders aussehen. Hier ist Seoul in Südkorea. Auch da sieht man schon einen deutlichen Unterschied mit Ballung von Sachen. Aber auch natürlich, dass sich da auch teilweise das Licht ausgebreitet hat. Weil mehrere Bereiche dann mit der Zeit ausstattig beleuchtet werden.
BorisIst aber witzig, weil das neue Bild sieht häufig eher monochrom aus. Weil natürlich aus dem gelben Licht plötzlich ein Spektrum Weißlicht geworden ist.
ChrisHier ist las vegas, da siehst du auch noch das grid aber auch hier ist die auflösung fand ich vermute dass da das da einfach auch aus auflösungsgründen bei den etwas helleren bereichen einfach mehr miteinander verschmilzt vermute ich einfach mal, was haben wir noch wir haben hier noch monterey in mexico was den gleichen effekt wieder, Ich finde es total spannend. LEDs sind effizienter. Du kannst sie an- und ausknipsen. So eine Natriumdampflampe, die braucht ja auch erstmal ein paar Minuten, bis die mal aufgeheizt hat.
BorisJa, ja, die machst du nicht mal eben an und aus.
ChrisGanz andere Geschichte. Aber die Farbstimmung ändert sich. Hongkong ist wohl noch so ein bisschen Ausnahme. Du siehst da teilweise so Bereiche, die haben sich nicht geändert.
BorisDie sind immer noch auf Nahrung im Licht.
ChrisIst aber eine Ausnahme bei den meisten anderen. Wenn man es wohl mit Shenzhen vergleicht, dann ist das überhaupt kein Vergleich. Aber Hongkong hinkt noch so ein bisschen hinterher. Ich habe das früher bei Nachtaufnahmen auch gesehen. Ich habe mal so ein Bild von Tübingen gemacht und da siehst du nicht nur Natriumdampflampen, sondern du siehst Also du siehst Bereiche, die sind eher gelb und dann siehst du andere Bereiche, die sind eher grün. Und das eine sind halt die Natriumdampflampen, die sind gelb und der andere sind dann Magnesiumdampflampen, andere Technologie und die sind dann eher so im grünen Bereich. Und heute bin ich mir sicher, wenn ich das gleiche Bild machen würde. Ja, dann wäre das halt, weiß.
BorisJa, manche trauern dem ja hinterher und sagen, das ist nicht mehr so gemütlich wie früher. Das ist natürlich, bestimmte Farbstimmungen assoziiert man natürlich auch mit einer Tageszeit oder so.
ChrisIch weiß auch gar nicht, ob das jetzt auch irgendwelche Auswirkungen hat, das weiße Licht für zum Beispiel Wildlife und solche Geschichten, also Insekten und so weiter. Ich weiß, dass es da wohl Unterschiede gibt, aber in wie die sich jetzt konkret auswirken, kann ich nicht sagen. Nur gut.
BorisWeiß ich auch nicht. Aber ich weiß durchaus, dass diese modernen Lampen zumindest in der Lage sind oder sein können, hängt natürlich davon ab, was die Städte kaufen, deutlich weniger Lichtverschmutzung nach oben zu erzeugen. Also die sind ganz gut abgeschirmt, weil sie eben ganz gut gerichtet werden können, dahin, wo man sie haben will. Und klar, es kann dann immer noch vom Asphalt reflektiert werden natürlich. Aber zumindest das Streulicht in die Umgebung kann ganz gut verhindert werden.
ChrisDer Uwe hat übrigens auch noch einen Punkt, der sagt, die Straßen werden ja auch von Autoscheinwerfern beleuchtet. Die sind auch weißer geworden.
BorisJa, auch ein guter Punkt.
ChrisJa, ist heute auch viel mehr LED als vorher.
BorisJa, das Xenon-Licht war dann schon eher so ein Blau-Weiß und jetzt die LEDs natürlich, klar.
ChrisNaja, wir müssen, wir müssen nicht, aber wir wollen einmal ganz kurz über die Blende vom iPhone 18 Pro reden.
BorisJa, Apple hat am wann war es? Am 9. Am 9.9. Neue iPhones vorgestellt und darunter eben das iPhone 18 Pro und als eine der herausragenden Besonderheiten für uns Fotografierende ist eben eine verstellbare Blende an der Hauptkamera. Das haben ich glaube Samsung oder so was Smartphones hatten sowas schon mal.
ChrisTypischerweise haben die Androiden sowas vor den, Äpfeln, aber...
BorisSie haben es schon wieder nicht mehr. Also sie hatten es und sie haben es schon wieder nicht mehr. Sie haben es schon wieder rausgenommen und sie hatten natürlich nur ein offen oder geschlossen.
ChrisAch so, zwei Stufen.
BorisZwei Stufen und das iPhone 18 tritt jetzt an mit vier Stufen.
ChrisDas ist wie bei so alten Boxkameras. Da hast du ja manchmal auch so, Porträt und Landschaft. Zwischen, ja so zwischen... Ne, da war die Blende nicht nicht mal für sowas da, sondern für die Helligkeit. Eine Blende ist ein kleines Symbol mit der Sonne dran und das andere ist ein Symbol mit Wolken dran. Das sind aber keine Lamellen, sondern das ist einfach ein Blechstreifen mit zwei unterschiedlich ausgestanzen Löchern. Den schiebst du dann einfach rein oder raus. Das hätte man ja hier so im Prinzip auch machen können. Das ist so ein Ding, so ein Schieber von der Seite. Aber nee, was haben sie gemacht? Sie haben tatsächlich sechs Lamellen drin.
BorisWinzig kleine.
ChrisJa, das ist natürlich, das ist ein Smartphone. Und die Frage ist natürlich, also erstmal das Messaging drumherum. Ich fand das ja mal wieder faszinierend, wie die dann so indirekt suggeriert haben, dass man ja mit einer großen Blende mehr Licht reinbringen kann. Und das klingt dann für die Laien so, als ob diese Blende dafür sorgt, dass mehr Licht in die Kamera kommt, was natürlich Schwachsinn ist. Du kannst nur weniger Licht reinlassen durch die Blende. Es ist natürlich so, also feinmechanisch und so ist das natürlich schon eine Leistung, dieses kleine Ding. Aber ich habe ganz viel, ganz oft habe ich einfach den Kopf geschüttelt und gesagt, warum? Hä? Wieso?
BorisJa.
ChrisWozu? Weil was haben wir denn? Wir haben einen Sensor, der...
BorisAlso es gibt gute Gründe, aber wir können das mal aufrollen.
ChrisAlso einen Grund habe ich gefunden. Ich glaube, das ist der wahre Grund. Da kommen wir gleich dazu. Der Sensor ist so groß wie dein kleiner Fingernagel. Und Und damit schießt du im Prinzip mit sehr kleinen Brennweiten. Da steht zwar dann 24 Millimeter und 120 und so drauf, aber das sind ja nur die Äquivalente. Die echte Brennweite liegt halt irgendwo im Bereich von 10 Millimeter oder so.
BorisIch glaube, sie ist drunter. Irgendwo um sechs muss sie.
ChrisOder sechs oder so. Und je nach Kamera. Ja, wir reden ja von der Hauptkamera.
BorisEntsprechender Kamera. Dem 24 Millimeter Äquivalent.
ChrisSo, und damit hast du einfach schon mal grundsätzlich Schärfentiefe. Viel. davon.
BorisDas ist selbst am Kleinbild so. Da gibt es ja auch so diese Neckereien, wenn die Leute sagen, ja mit der Leica kann ich manuell schneller fokussieren als du mit deiner Spiegelreflex- und Autofokussystem. Komm, lass mal um die Wette fokussieren. Und dann nehmen sie ein 24mm Objektiv auf die Leica und dann sage ich, ja gut, mit dem 24mm Objektiv auf eine Distanz ab, weiß ich nicht, 6-7 Metern, schaffe ich auch relativ schnell. Das passt dann schon. Weil es ist einfach sehr viel scharf, je weitwinkliger es wird. Und wenn du jetzt echte 6-7 mm hast, irgendwas dazwischen, wird sie sein. Du hast halt eine hohe Schärfentiefe. Das weiß man, wenn man mit dem Smartphone mal fotografiert und man möchte eine echte Unschärfe in der Entfernung haben. Dann muss man schon sehr nah rangehen an sein Motiv. Und dann geht das durchaus, weil die Größe haben die Sensoren durchaus inzwischen erreicht. Und dann kannst du halt abblenden, um eine höhere Schärfentiefe zu erreichen. Das ist ja ein Ziel der Blende, eine höhere Schärfentiefe.
ChrisDamit werben Sie dann, dass man beim Kuppenbild die vorne und hinten scharf kriegt? Das hat man vorher auch schon hinbekommen.
BorisSie haben auch ein Beispiel gemacht mit so drei Personen, glaube ich, auf einer Treppe, auf so einer geschwungenen Treppe mit einer Person relativ nah dran, also bei 24 Millimeter, denen da so ganz Körper abgebildet, der ist dann schon sehr nah dran. Und die anderen eben auf der Treppe nach hinten verteilt. Und bei diesem Beispielbild ist tatsächlich abgeblendet worden auf 2.8.
ChrisUnd das hat dann auch tatsächlich sichtbar was gebracht?
BorisOffensichtlich. Ich kenne das vorher Bild nicht.
ChrisEben, ich auch nicht.
BorisInteressant sind halt erstmal die Stufen, die die Kamera hat. Also zum einen ist es erstmal so und ich denke, da haben sie sich einfach der Einfachheit halber verrannt. Und alle, die sich damit auskennen, die zucken halt so, wie du gerade sagst, die Blende lässt mir Licht rein. Das stimmt natürlich nicht, weil offenblendig waren sie immer. Fakt ist aber, dass beim iPhone 18 Pro die Offenblende größer ist. Das heißt, beim iPhone 17 hatten wir eine Offenblende von ungefähr 1,8. Etwas weniger, 1,78, aber sagen wir mal 1,8. Und hier beim iPhone 18 Pro haben wir eine Offenblende von 1,48, also sagen wir mal 1,5.
Das heißt, Das ist so knapp über eine dritte Blendenstufe mehr, nicht ganz zwei Drittel. Und dann hast du jetzt bei dem iPhone 18 Pro eben vier Einstellungen für die Blende, also Offenblende. Dann hast du eben dieser, ich sage es jetzt mal 1,5. Dann kannst du abblenden auf 1,8. Das sind dann knappe zwei Drittel Blendenstufen. Dann kannst du auf die 2,8 gehen und auf Blende 4. Und wenn man jetzt mal rein für die Schärfentiefe rechnet, Wie gesagt, wir haben hier eine Brennweiten-Äquivalent von 24 Millimetern. Das Blenden-Äquivalent, was die Freistellung betrifft, wäre dann offenblendig bei etwa 1.5, also 1 durch 5, Blende 5, so ist richtig. Die nächste Stufe wäre dann 6.3, die nächste ist dann schon fast 10, Blende 10 und geschlossen ist dann Blende 14.
Und das erklärt vielleicht auch, warum man mit dieser Blende, wenn man sie schließt, durchaus sowas wie Blendensterne erzeugen kann bei punktförmigen Lichtquellen das haben sie mich zum Beispiel auch gezeigt, und ich vermute, dass das auch einer der Gründe ist, warum sie die Labellen nicht abgerundet haben, sie sind nämlich gerade.
ChrisDas ist genau das Feature von dem ich glaube, dass es das Hauptfeature ist.
BorisKannst du ein.
ChrisBisschen Glanz machen der Rest ist nicht wichtig, aber du siehst du siehst Vielen Dank. In dieser Vorstellung hast du so ein, zwei Mal gesehen, wie man so ein Sternchen hinbekommen hat, so einen kleinen Starburst. Das schreit nach ohrgeil und professionell, das wollen die Leute, das finden die cool. Und jetzt haben sie eine Möglichkeit, das zu tun, ohne es künstlich reinzurechnen. Insofern glaube ich, dass das schon so ein heimliches Feature ist, was vor allem, du musst dir jetzt vorstellen, es kommt dann Weihnachten irgendwann. Da kommen diese Weihnachtslichter, die werden jetzt wahrscheinlich eh schon bald irgendwie überall in den Städten hängen und so weiter. Und jetzt kommen die Leute und zeigen Bilder mit dem neuen tollen iPhone und dann haben die da Sternchen. Was glaubst du, was da an Weihnachten, was das an Weihnachtenverkäufe anheizt? Ich sehe schon die Artikel in Petapixel und F-Stoppers und sonst was, was für schöne Sternchen man machen kann. Dafür haben sie aber, dafür mussten sie die Blenden quasi gerade schneiden.
BorisDamit sie Kanten haben oder sowas.
ChrisWo das nicht sich brechen kann.
BorisIch vermute das.
ChrisNein, das ist ganz logisch, weil das wäre nicht schwer gewesen, die abzurunden. Aber die nehmen für diese Blendensterne, die ihnen zu Weihnachten wahrscheinlich einen riesen Umsatz bescheren werden, nehmen die ein grottiges, sechseckiges Bokeh in Kauf.
BorisWenn du es denn zustande bringst, das Bokeh.
ChrisWir werden sehen. Ich glaube, das ist tatsächlich so ein geheimes Feature, wo sie gar nicht groß drüber geredet haben. Das wird sich von selbst ergeben.
BorisWeil überleg mal, also wenn du abblendest jetzt irgendwie auf 2.8, das heißt, du bist bei einer umgerechneten Blende von 10, was die Schärfentiefe angeht, versuch da mal was in der Entfernung ins Bokeh zu holen. Also es fällt wahrscheinlich gar nicht wirklich auf.
ChrisÜbrigens, die Blende, wie ich in diesem Bild entnehme, liegt vor dem Objektiv.
BorisSehe ich das richtig?
ChrisSehe ich das richtig, dass die außerhalb des Objektivs liegt?
BorisSehe ich auch so, ja.
ChrisMacht das was? Ändert das was?
BorisIch denke mal, die Abstände sind so kurz. Grundsätzlich macht das schon was. Ich meine, du kannst auch bei einer kleinen Bildkamera natürlich einfach aus einer Pappe dir eine Blende schneiden mit einer hübschen Form und dann Bokeh-Spiele machen.
ChrisNatürlich.
BorisDas funktioniert schon. Und ich denke, dass die Abstände hier so gering sind, von dem Glas bis zum Sensor, das ist wahrscheinlich okay, das so zu machen.
ChrisTrau denen ja zu, dass die die Kanten von den Lamellen noch extra behandelt haben, damit die auch möglichst besonders gut spiegeln und dann die Sternchen machen. Ich glaube tatsächlich, das ist das Killer Feature.
BorisEs gibt halt noch einen anderen Grund, das zu tun und das ist Video. Und zwar, wenn du Video drehst, dann willst du halt möglichst längere Belichtungszeiten haben. Und wenn du jetzt bei Sonnenlicht irgendwelche Sportveranstaltungen filmst, die hatten da als Beispiel eben so Kinderfußball und sowas. Wenn du das filmen willst Und da gibt es jetzt auch ein neues Tracking-System, was eben ein Motiv trackt, auch wenn es mal kurz den sichtbaren Bereich verlässt. Wenn du sowas filmen willst und hast Bewegung drin, dann sieht das immer sehr abgehackt aus, weil eben wenn es hell wird und du hast keine Blende, dann kannst du nur mit kurzer Belichtungszeit kompensieren. Und dann hast du so einen Stroboskop-Effekt, weil eben ein Bild an dem anderen hängt, aber dazwischen steht das Bild sehr lange. Weil wir haben dann vielleicht eine Bildrate von 30 Bildern die Sekunde oder so und dann willst du eigentlich gerne so eine 15. Sekunde Belichtungszeit oder sowas haben oder mindestens mal eine 60. oder so. 15. geht nicht, eine 60. willst du haben, so rum. Also du willst so ein bisschen Bewegungsunschärfe haben, darauf will ich hinaus.
Die Standbilder sehen dann scheiße aus, aber das Video sieht flüssig aus. Und das kannst du jetzt natürlich erreichen mit der Blende, dass du halt zumachst und weniger Licht reinlässt, und zwar ganz bewusst. Sie haben es dann allerdings eher erklärt mit Fotogeschichten, dass du eben auch eine längere Belichtungszeit haben kannst, um dann in deinem Standbild eine Bewegungsunschärfe reinzuholen. Sicherlich, es ist ein Pro-Gerät. Und wenn du damit kreativ fotografieren willst, ist das bestimmt auch ein Anwendungsfall. Aber ich glaube, bei Video ist das etwas, wo das auch, sag ich mal so, die Laien, die einfach nur auf Rekord drücken, bemerken werden, dass ihre Videos irgendwie schöner aussehen.
ChrisKann sich denn die Blende stufenlos bewegen? Also smooth? Oder ist die, die macht doch zack.
BorisZack, zack.
ChrisDas heißt, wenn du Video filmst, so wie bei älteren Spiegelreflexkameras, bevor es STM gab, nee, das stimmt ja gar nicht, aber früher war das so und heute ist es wahrscheinlich immer noch ganz oft so, dass wenn du bei einer Spiegelreflex oder bei einer Spiegellosen die Blende verstellst, dass die auch zack hüpft. Das heißt, wenn du tatsächlich Video drehst und das Licht ändert sich, dann kriegst du halt so einen Ratter-Effekt im Bild.
BorisKönnte passieren. Ich denke mal, dass sie das dann entsprechend mit der Belichtungsseite wieder kompensieren werden. Aber ich kann mir auch Ja, ich kann mir vorstellen, dass meistens wirst du in einem Licht sein, in der Sonne unterwegs, wenn du natürlich immer vom Licht in den Schatten hältst und so und die Blende springt dann.
ChrisOh, Leute machen sowas.
BorisJa, klar. Also man wird sehen, welchen Effekt das dann hinterher haben wird. Schauen wir mal.
ChrisNa gut.
BorisAber insofern halt interessant, das ist da drin, ob das jetzt ein Kaufgrund ist dafür, das könnt nur ihr entscheiden. Ihr wisst, was ihr viel tut mit dem Gerät.
ChrisGenau. Gut, kommen wir ganz kurz noch zu einem kleinen Housekeeping-Item, etwas Hausmeisterei und zwar noch mal ein Hinweis, wir haben am 3. Und 4. Oktober, das ist um den Tag der Deutschen Einheit rum, haben wir den Experimente mit Filmworkshop, Push-Pull und die wilde Chemie, da werden wir uns beschäftigen mit, naja, wie hast du es vorher genannt? Pull und, ne, Push und...
BorisPush und Pill, habe ich gesagt.
ChrisPush und Pill hast du gesagt.
BorisPischern und Pullern.
ChrisWir werden uns hier in der Viewfinder-Villa mit Filmentwicklung, und zwar nicht mit dem klassischen, wir arbeiten nach einem harten Rezept und so, wie das halt aufgeschrieben ist, sondern wir machen das mal als Versuchsanordnung. Wir gehen mal ran und gucken, was wir dem Film zumuten können, wie wir dem Film viel Licht geben können und ihn entsprechend dann korrigiert entwickeln können, Wie wir mit fast keinem Licht auf dem Film trotzdem noch Bilder kriegen, was das mit den Kontrasten und mit sonstigen optischen Sachen macht. Wir gucken uns Kaffinol mal wieder an, das heißt das Entwickeln in Haushaltsmitteln, in diesem Fall tatsächlich Instant-Kaffee. Cyanutipi wollen wir uns anschauen der Moment wenn ein Film nach einer Entwicklung nicht rausgenommen wird, sondern drin bleibt also Standentwicklung ist, da auch mit drin, also wir gucken uns das hier in der Viewfinder Villa an, Link dazu ist in den Shownotes und, kurz danach nämlich ab dem 8. Oktober geht der 6-wöchige Villa Workshop online los, fotografieren ohne Technik, das sind 6 Wochen mit 6 Aufgaben.
Und sechs Terminen, die wir hier quasi gemeinsam Donnerstagabend mit Videocall machen. Ihr werdet zwischen den Live-Sessions fotografieren. Wir machen Bildbesprechungen. Wir treffen uns einmal die Woche. Ihr könnt während der Woche natürlich gemeinsam in einem gemeinsamen Forum euch unterhalten. Dann werden wir diesmal kein Discord mehr verwenden, sondern wir gehen tatsächlich auf Chato, Open Source.
System, also wer Discord oder Slack kennt, der fühlt sich da zu Hause. Ja, und ihr könnt dann quasi in der Gruppe euch auch über eure Bilder unterhalten und am Ende des Ganzen steht, die Fähigkeit, dann Bilder auch sauber zu sequenzieren, Serien zu machen, nicht nur vom Einzelbild zu kommen, sondern entsprechend, ein bisschen umfangreicher zu arbeiten, ein bisschen größer und aus dem Haufen Bilder, den ihr so habt, vielleicht auch mal irgendwas etwas Zusammenhängenderes zu machen. Das, wie gesagt, am 8.10. Bis zum 12. November geht das. Wer da einzelne Termine nicht kann, wir haben das schon gehabt, dass der Leute sagen, aber Donnerstag, da kann ich den ersten oder den zweiten nicht. Es gibt von jedem dieser Video, von jeder dieser Sessions gibt es einen Videomitschnitt. Das Replay bekommt ihr dann am nächsten Tag und könnt euch das runterladen. Das heißt, kein Problem, mal was nachzuarbeiten.
BorisTja, ich glaube, wenn mir hier mal eine analoge Leica auf den Schreibtisch fällt, dann muss ich mal zu eurem Push und Pull. Muss ich mir das mal reinpfeifen. Ich muss bei dem Titel immer irgendwie, ich hab die ganze Zeit überlegt, warum ich so an die 80er, 70er Jahre irgendwie denken muss, aber ja, Jim Knopf und die wilde 13 und bei dir ist es halt hier irgendwie Push-Pull und wilde Chemie, weißt du?
ChrisTja. Also, ist auf jeden Fall alles spaßig und, vielleicht so für die etwas dunkel werdenderen Abende, so im Oktober, da wäre das vielleicht gar nicht schlecht, auch als Vorbereitung auf die Winterzeit. Da geht man ja weniger raus. Aber das gibt so einen Vitaminschubs, dass man vielleicht über die dunklen Abende besser hinwegkommt.
BorisVitamine immer gut.
ChrisVitamine sind immer gut. Du hast fotografiert.
BorisJa, ich hatte am Wochenende wieder einen Mini-Job, wenn du so willst. Und im Vorfeld war ein spontanes Mikro-Shooting, wenn du so willst. Eine gute Bekannte von uns, gute Freundin mit ihrem kleinen Pony, was sie in Pflege genommen hat. Und es war gerade wirklich Sonnenuntergang. Also es war fünf Minuten, bevor die Sonne weg war, wenn du so willst. Und da haben wir ein paar schöne Fotos gemacht. Und ich wollte es ja einfach, ich habe mich so gefreut, ich wollte es einfach ganz kurz nur mitteilen. Das ist einer der Gründe, warum ich dieses Canon 70 bis 200 2.8 so liebe. Und ich bin mir relativ sicher, dass das andere Objektive auch schaffen. Zum Beispiel mein 85-1.8 von Canon hat einen ganz ähnlichen Effekt. Und das wird bei Sony und Sigma und anderen Objektiven in der Klasse ganz ähnlich funktionieren. Was ich da meine ist, dass ich in diesem Fall einfach offenblendig wirklich, exakt in Richtung Sonnenuntergang fotografiere, mein Motiv einfach davor stelle, den Weißabgleich, weiß ich auf Tageslicht oder auf Schattenstelle, das könnt ihr dann überlegen, ihr könnt das hinterher eh noch ein bisschen hinzuppeln, dann löst ihr aus und seid fertig. Weil diese.
Dieses wunderbar cremige Bokeh im Hintergrund, was butterweich ist, was von diesem Sonnenlicht, was quasi direkt ins Objektiv knallt, so wunderbar umsäumt wird, wie sich dieses Sonnenlicht um die Haare hier von unserer Freundin und auch um die Haare von diesem Pony legen.
Es ist einfach wunderbar ich hatte noch ein anderes Bild, da stimmte die Pose leider nicht so schön, da hatten wir die Sonne tatsächlich so quasi im Nacken so direkt hinter ihr und dann verschwindet sie wirklich so halb in diesem Sonnenlicht, ist aber noch so schemenhaft in der Silhouette zu erkennen, es ist einfach traumhaft schön du kannst einfach immer nur auslösen und auslösen und auslösen und ein Bild ist einfach weicher und cremiger und butteriger wie das andere ich mag das einfach sehr sehr gerne Das ist.
ChrisAber schon so ein bisschen zu heiß gewaschen, oder?
BorisDas Pony, das ist sehr, sehr klein.
ChrisJa, das ist wirklich klein. Das geht ja gerade mal so bis zum Bauchnabel.
BorisJa, ja, das ist so ein ganz Miniatur-Pony. Das ist so ein Pony, so ein Trick-Pony, wie man es vielleicht so aus dem Zirkus von früher kennt. Ist das absichtlich so?
ChrisOder ist das aus Versehen passiert?
BorisDas ist absichtlich so.
ChrisInteressant.
BorisDas ist auch wirklich so mit das Kleinste, was ich seit langem mal gesehen habe. Ist aber eine zuckersüße Stute. Hat mich auch sofort lieb gewonnen und das war ganz lustig, weil ich hatte sie nur ganz kurz getroffen, ich hatte sie natürlich begrüßt und hat natürlich auch ein kleines Stückchen Mörchen von mir bekommen, aber irgendwie hat die Narren an mir gefressen, und als wir einen kurzen Spaziergang halt gemacht haben, um zu gucken, wo wir da ein paar Fotos machen können, hat sie immer zu mir geguckt und wollte immer wieder zu mir kommen.
ChrisJa, die hat halt, die will halt aufs Foto kommen.
BorisJa, wirklich. Die ist halt ein bisschen fotografische Rampensau, genau, ganz genau. Aber es hat mich so gefreut, das sind so schöne Bilder geworden und da werden die beiden sich sicherlich freuen. Da werden wir noch das eine oder andere Geschenk draus zaubern. War ganz schön. Ja, das eigentliche Shooting, was ich am Wochenende hatte, das war gar nicht mal so schön. Also das Shooting schon, die Leute sind toll, hatten großen Spaß gemacht, alles kein Thema. Ging um den 60. Geburtstag, wo ich ein paar Fotos gemacht habe. Das Problem war dabei die Location und die Beleuchtung. Und wer jetzt die Fotos im Video sieht, der sagt vielleicht, wieso, ist doch ganz gut geworden. Aber da steht viel Arbeit dahinter. Da steht viel Arbeit dahinter.
ChrisHast du nicht vorher mal noch eine Graukarte hingehalten oder sowas? Das sollte ja bei so einem scheiß Licht einfach Standard sein, dass du zumindest einmal irgendwo eine Graukarte fotografierst.
BorisIch glaube, ich nehme das nächste Mal einfach hier diese Checker-Karte mit, mit den Farbfeldern.
ChrisJa, zum Beispiel.
BorisAber auch das hätte nur geholfen.
ChrisWas war denn diese Umgebung?
BorisIch hätte das an zehn verschiedenen, na zehn ist übertrieben, aber ich hätte das an mindestens vier, fünf verschiedenen Ecken machen müssen, weil überall anderes Licht war. Es ist eine Location gewesen, es ist eine Reithalle gewesen. Das ist da, wo auch eben dieses Pony war.
ChrisLass mich raten, die hat dann oben auf dem Dach, damit Licht reinkommt, so ein paar so, diese wie so Wellblech, aber aus gelbem Plastik.
BorisJa, hat sie auch. Spielt aber keine Rolle, weil war ja nach Sonnenuntergang. Es war so dunkel draußen.
ChrisAch so, das waren die Lichtquellen dann drin.
BorisAber drinnen ist sie natürlich beleuchtet. Aber jetzt müsst ihr euch erst mal die Szene vorstellen.
ChrisNatriumdampf?
BorisKann ich dir nicht sagen. Also erst mal hast du natürlich in der Reithalle einen Sandboden. In diesem Fall war das nicht so ein heller Sandboden, sondern eher so ein bräunlicher Sandboden, so ein etwas dunklerer, brauner Sandboden.
ChrisAlso der reflektiert dann auch noch warm von unten.
BorisDann hast du an der Bande ringsherum, das ist so eine Holzbande, so eine schräg gestellte, wie eine Vertäfelung in so einem alten Wohnzimmer, aus eher hellerem Holz. Das ist eher so ein gelb-braun-beige-orange, also eher hell. Dann hast du da drüber die Wand, das ist so ein gewähltes Blech. Das hat eher so einen Hang so ins Blau-Grünliche, auch sehr hell, sehr blass. Und dann hast du im Hintergrund noch Strohballen gehabt und die Strohballen, ihr alle kennt Strohballen und wenn die schon ein bisschen länger liegen, dann sind die nicht mehr so strahlend goldgelb, aber sie haben eher so ein hellorangebraun, schwer zu sagen. Ja, und dann die Beleuchtung dazu. Und die kamen von oben. Und das waren Neonröhren. Die hatten eher so einen Hang zum Gelb-Grün. Manche eher zum Gelb, manche eher zum Grün.
ChrisJa.
BorisDas siehst du alles als Mensch nicht. Aber die Kamera sieht es. Und damit es nicht zu hell wird, war halt die Hälfte davon eingeschaltet. Damit war das für uns als Gäste natürlich sehr angenehm, weil es nicht so grell war. Das war schon eine gemütliche, eine sehr schöne Atmosphäre. Kann man eigentlich nichts sagen, was du so aus einer Reithalle eben machen kannst. Aber für die Kamera war da halt kein Licht und das war auch noch sehr schlecht von der Farblichkeit her. Und ich habe dann schon im Sucher, also bei der R6 siehst du ja schon im Sucher deine Vorschau und die Kamera die ganze Zeit gebrüllt, können wir bitte schwarz-weiß machen? Und ich war auch kurz versucht, es zu tun, habe es dann aber nicht gemacht, weil ich dachte, irgendwas kriege ich schon hin. Fotografiert habe ich dann tatsächlich mit der Canon R6 und eben dem 70-200. Und ich hatte auch die Leica dabei und weil ich wusste, dass es eher dunkel wird, habe ich die Leica M genommen, also die Typ 240 mit dem eher moderneren Sensor, da hatte ich einen Zeiss 50mm 2.0 drauf und damit kannst du dann schon was machen, weil da kannst du schon mal ISO auch bis 3200, die kannst du dann schon mal machen.
ChrisJa, was hast du jetzt konkret getan, um das gerade zu ziehen?
BorisJa.
ChrisAlso ich würde da im Bild erstmal, in den verschiedenen Bildern erstmal gucken, ob da irgendwas drin ist, was wahrscheinlich neutral ist. Also in diesem Fall hier hast du ja irgendwie diese Pinnband hier mit den Fotos drauf und am Rand so weiße Karten und so Geschichten.
BorisJa, das waren keine weißen Karten.
ChrisDa kann ich mir schon ganz gut vorstellen. Was, die waren nicht weiß?
BorisDie waren nicht weiß.
ChrisDa war nichts Weißes dabei?
BorisJa, da mag vielleicht auch die eine oder andere weiße Karte gewesen sein.
ChrisAber Ansonsten eine Klamotte in Grau oder so.
BorisGenau, ihre Klamotte war schon eher neutral.
ChrisDa würde ich mir sowas raussuchen und da halt mal einen Weißabgleich von nehmen und dann noch ein bisschen von Hand nach. Oder hier, die Plastikstühle, die weißen, die sind doch auch relativ neutral, oder?
BorisJa, einige zumindest. War ja auch fies, dass manche Tischdecken dann auch noch so ein Knall Senfgelb hatten.
ChrisHey, Weißabgleich auf Senfgelb. Du erinnerst dich an, vor einigen Jahren haben wir mal so ein Foto bekommen mit so Lego-Finale. Was waren das? Überraschungsei-Figuren, die jemand verkaufen wollte, auf Ebay und die hatte fotografiert auf einer grünen Decke.
BorisJa, ich erinnere mich.
ChrisDie Kamera hat halt beim automatischen Weißabgleich komplett dieses Grün von der Decke nach neutral Grau gezogen. Und dann waren die Figurchen on fire.
BorisDie Figur ins Magenta geschoben.
ChrisUnglaublich.
BorisDas ist übrigens auch ein Effekt gewesen, den ich bei einigen Smartphone-Bildern gesehen habe. Weil einige haben da ja natürlich Fotos mit den Smartphones gemacht. Tanja auch. Und sie hat mir auch ein Bild geschickt. Da habe ich, glaube ich, in Slack gestellt, wo sich die eine Hündin bei mir angekuschelt hat, als ich gerade Fotos gemacht habe.
Und da sieht man tatsächlich, dass so die Strohballen so gar nicht mehr gelb sind und der Boden so gar nicht mehr richtig braun ist. Also da ist tatsächlich alles irgendwie so ins Neutral gezogen. Aber tatsächlich, mein blaues Hemd und auch, ich würde sagen, der Hautton, das passt einigermaßen. Also irgendwie zaubern die Geräte da irgendwas hin, natürlich mit Priorität auf die Person ganz offensichtlich. Aber so was die Umgebung angeht, da haben die auch fast alle versagt und haben die Stimmung entweder völlig ruiniert oder tatsächlich sehr graue Fotos gemacht. Fand ich sehr bezeichnend. Und was ich hier in der Bearbeitung tatsächlich gemacht habe, ist, ich habe voll nach Auge gearbeitet. Das heißt, ich habe am Weißabgleich erst mal gezuppelt, also auf der Blau-Gelb-Linie, also auf der Wärmelinie, habe dann so ein bisschen an dem Magenta-Regler gezuckelt, also so ein bisschen weg vom Grün, ein bisschen Richtung ins Magenta. Damit wurden die Holztöne dann wieder ein bisschen bräunlich, holzig. Und dann bin ich tatsächlich in die einzelnen Farbkanäle gegangen und habe an einzelnen Farbkanälen so lange gezuppelt, bis mir die Sättigung und die Farbtöne, so einigermaßen gefallen haben.
ChrisDas Problem ist ja auch, dass du, ich nehme jetzt mal an, Reithalle, die Leuchtstoffröhren sind wahrscheinlich schon seit 20 Jahren da drin. Da ist nichts mit CAI über 70 oder so. Das heißt, da fehlen auch ganz einfach Teile vom Spektrum. Du kannst gar nicht alles wieder herstellen. Du kriegst es nicht sauber hin. Deshalb bin ich an der Stelle immer so, wenn ich das vorher weiß, dann nehme ich, ich habe da so klein geschnibbelte Graukarten, um dann zumindest so ein paar Testfotos zu machen zwischendurch. Aber du kannst es nicht mehr 100% herstellen, weil halt einfach Teile fehlen vom Spektrum.
BorisUnd es ist auch gar nicht so wahnsinnig wichtig.
ChrisWichtig ist, wer drauf ist.
BorisWichtig ist, wer drauf ist. eben zum Beispiel diese Szene, die du hier siehst, da war sie total überrascht von diesem Geschenk, weil das war wirklich beeindruckend, da steckte sehr viel Arbeit hinter und das hatte eine...
ChrisAch, das war dieses Bild.
BorisDiese Bilderwand, ja. Und da ist halt, es sind, also sie ist Reitlehrerin, sie ist 60 geworden, und auf diesen Bildern sind halt von ihren Reitschülern und Reitschülerinnen eben Fotos mit den entsprechenden Schulfärden und das hat einfach eine große Geschichte für sie, dieses Bild, diese Bilderwand. Und da war sie so richtig überrascht und da geht es halt um die Emotionen. Was mir aber wichtig war, ist, dass man halt noch erkennt, dass es eine Holzwand ist und dass es ein Sandboden ist, dass die Leute nicht eine grüne Haut haben oder eine gelbe.
ChrisAber du kannst doch jetzt heute mit KI und Co. Lightroom, kannst du doch einfach mal den Hintergrund selektieren und die Person separat. Kannst das alles so bearbeiten, dass das dann schon irgendwie für sich jeweils stimmt.
BorisDas habe ich auch teils gemacht. Also wenn das Zuppeln an den Reglern in Summe nicht so gut funktioniert hat, dann habe ich tatsächlich das Subject nochmal separiert. Ich glaube sogar bei diesem Bild, weil sonst die Holzwand einfach immer gelb geworden ist. Da habe ich glaube ich den Hintergrund einfach entsättigt und dann ging das in diese Richtung. Aber wenn ich alles entsättigt hätte, dann wäre eben vorne auch die Bilderwand irgendwie grauer geworden. Das wäre dann blöd gewesen. Also da steckte echt mehr Arbeit hinter, als ich eigentlich vorhatte an dem Abend.
ChrisAber konntest du dann wenigstens einmal korrigieren und auf die anderen übertragen oder musstest du jedes Bild einzeln anfassen?
BorisAlso ich konnte schon, die Bearbeitung kopieren, weil natürlich viele Bilder in derselben Ecke entstanden sind, aber dann hast du was, was ich zehn Bilder in der einen Richtung und dann hast du in die andere Richtung fotografiert und dann musst du es da andere Anpassungen machen.
ChrisJa, und dann hast du bei den einen noch den Hintergrund separat und so weiter. Klar, dann kannst du nicht unbedingt immer alles gucken.
BorisEs waren im Summe nachher irgendwie knapp 100 Bilder, die ich in die Galerie gestellt habe. Die habe ich, glaube ich, aus 250 Bildern rausgesucht oder aus 300 Bildern rausgesucht. Irgendwie sowas ist die Größenordnung. So viele Bilder habe ich gar nicht gemacht. Aber das hat mich auch einen kompletten Abend gekostet, die Bilder zu bearbeiten. Und das hatte ich so nicht geplant.
ChrisUnd keiner von denen wird es würdigen können, weil die die Originale nicht gesehen haben.
BorisSie haben die Originale nicht gesehen. Aber ich habe positives Feedback gekriegt. Und insofern, das tut ja auch erstmal ganz gut. Und ich sehe ja, dass sie runtergeladen werden aus der Galerie. Und das freut mich dann natürlich. Das Experiment übrigens mit der Leica hat nur so leidlich funktioniert. Ich glaube, es sind hinterher drei Bilder aus der Leica oder vier Bilder aus der Leica mit reingekommen. Das hier ist übrigens eins. Aber bei den meisten Bildern hat das nicht geklappt, weil die Leica einfach zu lange Belichtungszeiten gemacht hat.
ChrisDu hast auch noch unterschiedliche Kameras verwendet. Du hast es also noch extra schwer gemacht.
BorisSelbstverständlich. Sie haben auch einen sehr unterschiedlichen Weißergleich und ein sehr unterschiedliches Verhalten beim Anpassen. Das war natürlich dann nochmal extra scharf, das stimmt. Aber das größere Problem war tatsächlich, dass die Leica, die hatte ich im Automatikmodus. Also ich habe den ISO auf Automatik gehabt, die Zeit auf Automatik und die Blende natürlich am Objektiv eingestellt, also sprich nicht eingestellt. Die war halt auf zwei, weil ich brauchte Licht. Aber die Belichtungszeiten waren eigentlich immer zu lang, weil die Leute haben sich halt auch bewegt. Da war fast nie Stillstand im Bild. Da ist immer Bewegungsunschärfe drin. Kannst du knicken. Bei der Canon habe ich halt die Zeit und die Blende und den ISO-Fix eingestellt und hatte dann eben die Zeiten im Blick und habe halt versucht, dass ich irgendwie mal mindestens, weiß ich nicht, eine 50. oder eine 60. hatte, War nicht immer so ganz einfach. Man sieht hier bei diesem Bild, was ich von draußen nach drinnen fotografiert habe, eigentlich ganz gut. Der Weißabgleich eben draußen, obwohl sie so im Licht stehen, das passt so einigermaßen mit der Blue Jeans und so. Wie gelbgrün dieses Licht da innen drin war. Es war ein Traum.
ChrisEs ist doch Stimmung. Weißt du, die meisten Leute würden es wahrscheinlich noch nicht mal merken, wenn du es einfach so abgibst.
BorisWahrscheinlich nicht.
ChrisEs ist so. Und das ist noch nicht mal böse gemeint.
BorisDu kennst mich ja, ich habe ja nicht gegen warme Bilder. Aber das war dann selbst mir zu gelb.
ChrisEigentlich ist das sehr ungewohnt. Na gut.
BorisIch musste sie dann doch ein bisschen entschärfen. Aber grundsätzlich, das hat großen Spaß gemacht. Aber das war völlig unerwartet. Eines der härtesten Shootings der letzten fünf Jahre, würde ich sagen.
ChrisHast du das vorher gewusst, dass das stattfindet? Und dass du da auch Fotos machst?
BorisJa, das wusste ich.
ChrisOkay.
BorisIch kannte sogar die Halle, aber ich kannte die Halle bei Tageslicht.
ChrisDas wäre halt natürlich die nächste Vorbereitung. Wenn du jetzt einen Job bekommst und, technisch, also zumindest mal den leichten Verdacht hast, dass es vielleicht technisch problematisch werden könnte, dann ist es dein Job eigentlich, dann vorher hinzugehen und mal zu gucken, wie das da ist und, ein bisschen vorbereitet sein.
BorisIch meine, ich habe ja schon viel erlebt. Und von daher, man ist ja jetzt nicht so ganz hilflos. Und wie man sieht, also man hat ja was draus gemacht aus den Bildern, aber es war halt dann doch für mich überraschend aufwendig, die Bilder zu bearbeiten, das hatte ich nicht mit gerechnet, und wie gesagt, ich kannte die Halle, aber ich kannte sie eben bei Tageslicht, das war ein ganz anderes Spiel jetzt, naja, was ich mich aber auch gefragt hatte, als ich mit der Leica unterwegs war, da dachte ich auch, ja, aber Mensch, also, Als ich Kind war und Heranwachsender war, da hat mein Vater ja auch fotografiert. Und meine Mutter hat ja auch Fotos gemacht. Und die hatten eine Filmkamera. Da war aber, also in der Regel war da ein 400er-Film drin, also ISO 400. Und wenn vielleicht jemand schon ganz genau wusste, dass er abends auf eine Feier geht und Fotos machen will, dann hat er sich einen teuren ISO 800-Film gekauft. Aber ich sag mal, ich war hier am Ende mit ISO 6400. Also die Canon hab ich streckenweise hochgedreht auf 12.8 oder so. Und da habe ich mich gefragt, wie haben wir denn das früher gemacht?
ChrisVor allem auch von den Farben.
BorisJa, und auch von den Farben. Und eben aber auch vom Licht. Und da habe ich mir so gedacht, naja, wahrscheinlich sind die Fotos damals entweder auch schlicht nichts geworden. Dann hatte man halt Pech oder die waren sehr dunkel oder alle verschwommen. Oder man hat ein Blitzlicht obendrauf. Das war es wahrscheinlich.
ChrisJa, aber das Blitzlicht hat ja auch nicht das einzige Licht dann gemacht. Wobei, heute wird gemischt Blitz und Umgebungslicht wird ja gemischt. Früher war das schon eher so, dass der Blitz dann quasi alles bestimmt hat. Nee, was so früher war, also du hattest tatsächlich die Wahl zwischen Tageslichtfilm und Kunstlichtfilm. Es gab sogar bei manchen einen Kunstlichtfilm für warm und einen für kalt, also einmal Glühlampenlicht und einmal Leuchtstoffröhrenlicht. Okay. Und es gab Filter, die du davor tun konntest, also dann so leicht ein Blaustich.
BorisWas der Wärme wegkorrigiert hat.
ChrisDas haben die Profis gemacht, die sich damit ausgekannt haben und dann ging der Film zu Zewe. Und was hat Zewe gemacht? Eine Farbkorrektur.
BorisDie haben die Bilder dann gerettet, ja.
ChrisDie haben die Bilder gerettet. Die haben ganz viel rausgekitzelt, was noch so geht. Auch nicht jetzt im einzelnen Handbetrieb. Also da ist auch viel Automatik gelaufen. Und die war damals sicher nicht so gut wie heute.
BorisIch kannte das früher, dass sie das erste Bild gemessen haben und dann den ganzen Film damit bearbeitet hatten. Das ging auch durchaus in die Hose. Das ist irgendwann dann auf Bild zu Bild gegangen.
ChrisAm Anfang war das so. Und dann haben sie auch manchmal, glaube ich, noch den Rand gemessen, also die Maske gemessen und so weiter. Ja, es war da früher tatsächlich, ich glaube, da war man noch ein bisschen abgehärtet, was komische Farben angeht.
BorisAber ich hatte so mit dieser Leica so die Vibes, dass ich jetzt am liebsten so einen Retro-Blitz in der Hand halten würde. Weißt du, diesen Retro-Blitz mit diesem runden Schirm und dann einfach immer so fisch.
ChrisWo dann so Rauch aufsteigt, wenn das Amnesium abbraucht.
BorisJa, sowas, das wäre geil gewesen. Das hätte auch gut zum Westernstall gepasst.
ChrisNee, vor allem überhaupt keine Feuergefahr.
BorisNein, mit den paar Strohbeinen da.
ChrisNein, nein, nein.
BorisJa, war abenteuerlich. Ich würde es wieder machen, aber ich würde es wahrscheinlich nächstes Mal nicht viel anders machen, aber ich wüsste vorher, was mich erwartet. Und ich würde wahrscheinlich mal Fotos von seiner Checker-Karte ausprobieren.
ChrisJa, mach das. Wahrscheinlich würde ich das mal machen. Ich würde auch schon Farben drastischer korrigieren als früher, weil du musst ja nicht nur einen Weißabgleich drehen, du kannst ja heute feine Stücke vom Spektrum Ja.
BorisPro Kanal vor allen Dingen.
ChrisGenau Tja, Apropos Spektrum Ja Ich habe noch ein paar kleine Space-Themen und das eine ist, das VLT das Very Large Telescope bekommt tausend kleine Roboterarme.
BorisWas?
ChrisJa, genau, das Gesicht wollte ich sehen. Also, es gibt ein Instrument, das heißt Moons. Das steht für Multi-Object Optical and Near Infrared Spectrograph. Also, was wollen die?
BorisDa gibt es aber auch eine Abteilung, die sich die Abkürzungen ausdenkt.
ChrisNatürlich. Was wollen die Astronominnen und Astronomen machen? Die wollen nicht nur Sterne beobachten, sondern die wollen auch das Spektrum dieser Sterne beobachten.
BorisAh, natürlich.
ChrisDu willst ja wissen, was, also du kannst, wenn du so ein Spektrum hast, kannst du daraus Rückschlüsse draufziehen, was der Stern für eine Zusammensetzung hat, eine chemische.
BorisJa, noch viel geiler. Sie haben ja gesagt, wenn ein Planet kreuzt und sie eine Verdunklung erkennen, dann können sie, wenn das Spektrum sich ändert, Rückschlüsse darauf ziehen, ob das Ding eine Atmosphäre hat, der Planet.
ChrisNatürlich. Du hast quasi, wenn ein Planet vor einem Stern vorbeizieht, dann wird ja ein ganz winziger Teil von diesem Sternenlicht durch die Atmosphäre des Planeten geschickt. Richtig. So rechts, links, oben, unten. Und das verändert dieses Spektrum minimal. So, jetzt hat man früher, gab es, also du musst quasi in der Fokusebene des Teleskops musst du, um das hinzubekommen, eine Glasfaser einbringen. Diese Glasfaser leitet das Licht dann zu einem Spektroskop oder einem Spektrografen. Also irgendwo ein Gerät, was dann das Spektrum misst. Also gehen die also her und sind früher hergegangen, hatten da so Metallplatten mit Löchern drin, haben sie die Glasvase von hinten reingesteckt, haben dann quasi exakt ausgerichtet, für die eine Sonne da oder für den einen Stern und die haben dann in der Nacht irgendwie so ein so Ding gemessen. Jetzt willst du aber vielleicht ein bisschen mehr machen. Also haben die jetzt dieses Moons-Instrument gebaut. Und auf diesem Moons-Instrument, das liegt in der Fokusebene, also hinter der ganzen Optik von diesem Teleskop, also Bildebene, da wo der Sensor ist quasi, statt dem Sensor liegen da tausend kleine Roboterärmchen, die alle eine Glasfaser haben.
BorisOkay.
ChrisAlso das sieht aus wie eine Sonnenblume so ein bisschen, mit so Waben und so.
BorisGanz hübsch eigentlich.
ChrisUnd wenn man sich mal anguckt, also das hier, Moment, ich muss mal den Sound ausschalten, da haben die dann also diese Ärmchen und die können sich dann quasi rechts, links hoch runter so positionieren. Die rotieren dann so und können dann quasi so einen Stern, also stell dir vor, dieses Teleskop wirft dann quasi ein Bild von, du kennst ja so Fields da mit 1500 Milliarden Tonnen, von Sternen und da werden die dann quasi für jeden Stern wird ein so Ding ausgerichtet.
BorisAh, verstehe. Das heißt, das Teleskop nimmt ein Bild von mehreren Sternen auf. Jeder Stern ist mehr oder weniger ein Punkt.
ChrisAlso stell dir so einen Sternhaufen vor.
BorisUnd die fahren jetzt quasi diese Roboterärmchen dahin.
ChrisWo diese Sterne sind.
BorisGenau. Statt jetzt eine gezielte Maske von einem Sternenhimmel zu machen für jeden Bildausschnitt, den du fotografierst, haben sie jetzt quasi eine dynamische Anordnung. Früher hatten sie das ja mit so Masken gemacht, mit so Löchern und Masken und so.
ChrisSo, jetzt hast du dann statt, dass da früher so ein Astronom dann irgendwie so ein Spektrum von seinem Lieblingsstern irgendwie gemacht hat und dann den im Detail untersucht hat, kannst du jetzt mit dem Ding, 10.000 Spektren jede Nacht machen. Das heißt, du hast jetzt die Möglichkeit auch über die Zeit, weil es einfach schneller geht, über die Zeit zu gucken, ändert sich da was. Früher waren das so Einzelaufnahmen und jetzt kannst du plötzlich so ein Survey machen. Du hast jetzt dahinter auch wie so ein Film und kannst dann wieder rückwärts gehen in der Zeit und zurück extrapolieren, was da vorher war. Dann ist das Ganze infrarot. Es gibt auch auf der Welt nur so vier bis fünf ähnliche Instrumente. Das ist also was ganz Seltenes. Und infrarot guckt das und deshalb kannst sehr gut durch den Staub gucken und, kann dann auch zum Beispiel ins Zentrum der Milchstraße gucken, spektral gesehen. Das Spektroskop, was dann dahinter sitzt, sind zwei Stück, auf die das geht, diese ganzen Glasfasern, wiegt acht Tonnen und ist vier Meter hoch, die Box. Also das ist kein kleines Instrument.
BorisWarum auch nicht?
ChrisAlso das ist auch so ein Ding der Superlative. Ich finde das total cool, weil die haben zum Beispiel ein Schrumpfungsproblem. Das muss nämlich auf minus 140 Grad gekühlt werden, damit das funktioniert. Und was passiert, wenn man Sachen so kühlt? Sie verformen sich.
BorisSie ziehen sich zusammen. Die Schrumpfungsprobleme werden kleiner.
ChrisDas heißt, die Positionierung dieser Ärmchen, die muss quasi vorher so falsch berechnet werden, damit sie dann nach dem Kühlen genau da sitzen. Wo sie hingehören. Und das muss auch wirklich sitzen, weil ansonsten kostet es richtig Zeit. Dieses große Ding braucht erstmal 48 Stunden, bis es runtergekühlt ist mit flüssigem Stickstoff. Und zwar braucht es von diesem flüssigen Stickstoff 5000 Tonnen. Also es ist richtig viel, um dann zu der Temperatur zu kommen. Wenn das mal die Temperatur hat nach 48 Stunden, dann muss es noch zehn Tage lang sich setteln. Das muss erstmal so richtig durchkühlen quasi. Das heißt, du hast irgendwie erstmal zwölf Tage, bis das Ding auf Temperatur ist. Und wenn du dann rausfindest, dass, die Mathematik nicht gestimmt hat und dass die Ärmchen falsch berechnet waren mit ihrer finalen Lage, dann braucht man eine ganze Woche, um das wieder aufzuwärmen und das neu einzurichten.
BorisVerstehe. Ich hatte jetzt gedacht, dass sie das in Echtzeit machen und da ausrichten und so weiter.
ChrisDas machen sie auch, aber das muss trotzdem irgendwie halt im Vorfeld schon genau sitzen. Frag mich nicht nach Details. Noch so ein Detail ist, diese Ärmchen, hast du ja vorhin gesehen, die drehen sich so und sind auch recht nah beieinander. Und wie verhinderst du jetzt Kollisionen? Weil die können auch einfach so eine Messung kaputt machen.
BorisIch hätte jetzt gedacht, die sind vom Radius so angeordnet, dass sie sich nicht treffen.
ChrisNee, die können sich schon auch treffen. Doch, doch, das können die.
BorisJa, dann müssen sie ja irgendwie eine Zahnradmechanik haben, dass es nicht möglich ist, also dass sie so versetzt zueinander sind.
ChrisDass es nicht geht. Nee, die sind einzeln steuerbar, die Dinge. Das ist keine Zahnradmechanik dazwischen. Nee, nee, die haben die Dinger beschichtet mit was elektrisch Leitendem und da wird eine kleine Spannung draufgegeben und wenn die sich berühren, dann wissen die das sofort und dann können die sofort wieder... Und dann hören die auf. Dann hören die auf quasi. Es ist völlig abgefahren. Das ist völlig, also ja, Moons, fand ich so mal eine ganz andere optische Geschichte.
BorisAber das ist halt nochmal eine ganz andere Aufgabe, Farbnuancen zu erkennen. Also wenn ich hier irgendwie an meinem Weißabgleich Regler zupple, das sind ja Bewegungen, über die reden die ja da gar nicht. Die wollen ja quasi erkennen, pulsiert da irgendwie ein Licht in einem bestimmten Spektrum? Könnte das eine Planeten Abdeckung sein oder geht da irgendwas vor bei der Verbrennung im Stern und wenn ja, warum nicht? Ja, das sind... Irgendjemand sagte mal, ich glaube das war in der Doku, das ist so ein bisschen so wie wenn eine Motte im Dunkeln vor einem Licht von einem Leithaus, wie sagt man?
ChrisLeuchtturm.
BorisVom Leuchtturm lang fliegt. Und du willst dann wissen, ist da eine Motte davor lang geflogen und wenn ja, wie groß war sie und welche Zusammensetzung hatten die Flügel? So, macht Spaß. Und Sie können es.
ChrisObwohl wir jetzt gerade von Spektrum reden, nochmal was Interessantes. Es gibt ein Verfahren zur Auswertung von Marsbildern, weil du hast da Bilder auf dem Mars und da sind dann irgendwelche sehr feinen Farbunterschiede zwischen Dingen und da gibt es das sogenannte, Decorrelation, die sogenannte Decorrelation-Stretch-Technik. Frag mich nicht, die macht da was ganz Besonderes mit dem Spektrum.
BorisAber Stretch klingt ja auch für der Dach, dass bestimmte Bereiche auseinandergezogen werden, damit kleinste Nuancen zu großen Nuancen werden.
ChrisExakt, damit man dann quasi mit einer Art Falschfarbenbild ganz feine Farbunterschiede zwischen Dingen sichtbar machen kann.
BorisWir kennen das von unserer Bildbearbeitung mit dem Kontrastregler, wo helles heller wird und dunkles dunkler wird und das werden die halt hier auf Spektralebene machen, nehme ich mal an.
ChrisIch vermute sowas, das ist wie gesagt, die Correlation Stretch Technik heißt das Ding und das Spannende ist, dass die das jetzt, hier auch einsetzen. Die haben gemerkt, dass es für eine Sache besonders gut einsetzbar ist und das ist das Thema Höhlenmalereien. Da hast du irgendwelche uralten Sachen, wo vielleicht noch so ein paar Farbpartikel drauf sind, die aber eigentlich sich farblich von dem Rest gar nicht mehr unterscheiden, und die kannst du jetzt mit sowas richtig gut sichtbar machen.
BorisDer Farbeffekt hier auf der Webseite mit den Beispielbildern erinnert so an, den Photoshop-Regler Saturation oder so.
ChrisOder Solarisation.
BorisSolarisation, genau, so hieß es.
ChrisErinnert daran, aber gut, man kann damit Sachen, die könnte man wahrscheinlich sonst auch mit einem Kontrastregler oder das würde ich mit Lightroom und Co. Erstmal mit einem Kontrastregler versuchen oder mit einer Kurve oder so Kontrastkurve. Aber das kriegst du in dem Detail da einfach nicht hin, weil die Unterschiede so gering sind.
BorisBleistift nimmst und den so schräg anlegst und so über die Oberfläche rubbelst, dann kann man...
ChrisMach das mal bei so einer alten Hüllmalerei.
BorisDann kann man das auch sichtbar machen.
ChrisDa kriegst du aber Stress. Da kriegst du aber Stress.
BorisWieso? Die sind nicht mehr da, die das gemacht haben.
ChrisAlso finde ich cool, dass hier so ein Werkzeug für so quasi Planetenerkundung jetzt, quasi wie so eine digitale Taschenlampe, die man so schräg drüber leuchtet, wo dann plötzlich so ganz kleine Erhebungen sichtbar werden und hier halt entsprechend tatsächlich Farbinformationen.
BorisSo wie Schwarzlicht ja bei Gemälden hilft, um dann irgendwie Retuschen zu erkennen, weil dann die Ölfarbe anders reflektiert und so.
ChrisGenau, und du kannst das tatsächlich auch als App kaufen. Die haben für sowohl iOS als auch, Android haben die tatsächlich Apps, die kosten aber auch irgendwie 30 Euro oder so. Aber für Leute, die da im Field quasi unterwegs sind, um sich, Und dann plötzlich irgendwo in der Hülle stehen oder so. Die können dann damit quasi vor Ort mal eben schnell gucken, ob da was ist oder nicht.
BorisDas heißt, du brauchst nicht eine spezielle Aufnahme mit einem speziellen Kamerasystem, sondern es reicht ein Stück normales Digitales.
ChrisDas Spektrum der Kamera ist schon fein genug.
BorisKrass.
ChrisDas reicht schon aus.
BorisOkay. Also doch Solarisation.
ChrisAlso wie fein das jetzt ist, weiß ich nicht. Vielleicht ist das auch nur ein Preview. Aber da gibt es dann auch so Bildbearbeitungs-Plugins basierend darauf und so weiter. Also wie gesagt, das Stichwort ist die Correlation-Stretch-Technik. Könnt ihr mal gucken, Link in den Shownotes dazu. Tja, und, noch ein kleines Bestimmungsstück.
BorisWitzig wäre es natürlich, wenn sie auf dem Mars Höhlenmalerei finden würden mit der Technik. Dann ist aber was los.
ChrisDann wäre aber hier der Bär am Steppen. Du erinnerst dich noch an Vera C. Rubin Observatory mit der großen Kamera mit den 3,2 Gigapixeln. Die haben wir ja schon mal angeguckt. Das ist dieses Ding, was wie so ein richtig großes Objektiv aussieht und damit wird ja der Himmel abgescannt. Also irgendwie alle paar Tage wird da irgendwie ein großer Teil des Himmels abgescannt und dann kann man da so, das auch wie ein Film ablaufen lassen und entsprechende Bewegungen sichtbar machen, die man vorher so nicht gesehen hat. Ähm, Jetzt möchte man das aber auch mal vielleicht vergleichen mit anderen Teleskopen. Du hast ja eine neue Kamera. Was machst du, wenn du eine neue Kamera, ein neues Objektiv hast? Dann gehst du irgendwo, machst ein Testbild von der Backsteinwand, die du eh schon immer dafür verwendet hast. Du hast da irgendwie so eine Ecke, da weißt du, da hinten ist irgendwie ein Schild und kriege ich das jetzt scharf oder nicht?
BorisJa, ich habe so eine Baumreihe, da sieht man dann, wie gut löst das Objektiv die Details auf und so.
ChrisJa, im Sternbild Sextanz gibt es das Kosmosfield. Das ist ein Sternenfeld, was hunderttausende Galaxien enthält und was... Tatsächlich dafür herhält, dass da alle Teleskope mal drauf gucken dürfen. Damit man mal schaut, wie gut die sind. Also Hubble und ich glaube James Webb und was weiß ich, was da alles so unterwegs ist, aber auch auf der Erde ist. Die haben da schon mal hingeguckt.
BorisAlso die galaktische Backsteinwand.
ChrisAlso das Kosmos ist quasi die galaktische Backsteinwand. Wie gesagt, da sind 100.000 Galaxien drauf und Sterne.
BorisCool.
ChrisJetzt haben sie das eben auch mit dem Vera C. Rubin Teleskop gemacht und hat sich halt rausgestellt, naja, das ist besser. Es hat detailliertere Ansichten, es liefert die bislang detaillierteste Aufnahme vom Kosmos Field. Kosmos in diesem Fall steht sich ja auch wieder für irgendwas. Ich habe jetzt nicht nachgeguckt, wofür das genau steht. Das also von Allein schon von den Pixeln, 3,2 Gigapixel der LSST-Kamera, das ist das leistungsstärkste, was da so gerade unterwegs ist. Und dann kannst du natürlich, wie gesagt, auch da natürlich so einen dynamischen Zeitverlauf sehen. Also wenn man das durch frühere Aufnahmen nochmal ergänzt, dann kriegt man halt die entsprechenden Veränderungen hin. Also es ist einfach... Es ist einfach besser. So. Kosmos. Das ist die Testwand des Universums. Ich finde das so geil.
BorisJa, wusste ich nicht, dass es sowas gibt. Also es gibt ja auf dem... Es gibt ja hier auf der Erde gibt es ja auch irgendwie so einen See oder so ein Seilsee oder so, der im Weißabgleich fotografiert wird von Satelliten und so.
ChrisGenau.
BorisSowas kenne ich ja, aber dass es jetzt so einen Testausschnitt im Himmel gibt, auf dem man sich irgendwie geeinigt hat, weil damit kann man quasi vergleichen, wie gut die Auflösung und Qualität ist. Das ist mir auch neu.
ChrisDas Cosmos-Field ist eines der bestuntersuchten Bereiche.
BorisAlle ihre Geräte da testen, geil. Ja, finde ich gut.
ChrisGenau, Testkarte. So. Ich bin immer was gefallen, das ist jetzt relativ frisch online. Du kennst die Slow-Mo-Guys.
BorisJa, ja, die sind inzwischen natürlich im Begriff. Also YouTube? So eine Hightech, Highspeed-Kamera.
ChrisGavin und Dan, die mit so schnellen Phantom-Kameras schnelle, langsame Zeitlupen machen von Dingen, von allem möglichen Blödsinn. Und die haben auch schon mal vor einigen Jahren so ein Video gemacht, oder der Gavin hat vor einigen Jahren schon mal ein Video gemacht von einem verschlossenen Kamera. Da hat der aufgenommen. Damals tatsächlich, damals tatsächlich noch, War die Kamera noch so in Anführungszeichen schlecht, dass sie nur einen relativ kleinen Ausschnitt, also die musste kroppen, damit ihr überhaupt die Geschwindigkeit hinkriegt. Und er hat das dann auf ein Bild von der gesamten Kamera wieder drauf projiziert, damit das so aussieht, weil da hat sich ja nichts bewegt außer dem Verschluss. Also er hat dann quasi das hingefakt irgendwie, aber er hat jetzt halt Zugriff zu was Besserem und, ja, hat jetzt mal wieder das gemacht, aber nicht nur einfach einen mechanischen Verschluss von der Spiegelreflex, in diesem Fall über die Canon 7D, sondern er hat dann noch eine ganze Menge andere Sachen gesehen, unter anderem ein paar Sachen, von denen ich nicht wusste, dass die passieren und das ist echt spannend. Also, der hat erstmal einen mechanischen Verschluss von einer Spiegelreflex. Also er erklärt das auch richtig gut. Das Video ist richtig gut, weil er erklärt, wie das funktioniert mit dem Spiegel und mit dem Hochklappen und.
Mit dem ganzen Ballett, was da passiert. Da klappt ja der Spiegel hoch, dann geht der erste Verschluss runter, dann ist der sensorfrei, dann kommt der zweite Verschluss hinterher oder du hast eine kurze Belichtungszeit, dann hast du nur einen Schlitz, der sich bewegt und wenn es fertig ist, kommt der Spiegel wieder runter. Und das haben wir alle schon mal gesehen, das ist ja nichts Besonderes.
BorisDas ist, glaube ich, auch das Video vom Stil her, wie wir das mal gesehen hatten, dass alles nachschwingt und so.
ChrisIst schon fast genau. Dann siehst du, wie diese Lamellen nachschwingen. Dann erklärt er Belichtungszeit und was das mit der Bewegung macht und so. Also er hat das sehr laiengerecht aufbereitet, aber er geht halt noch weiter. Und das ist diesmal bei dem Video tatsächlich, das ist, glaube ich, das Umfassendste zu dem Thema, was ich jemals gesehen habe. Das ist auch 20 Minuten lang fast. Und da dachte ich schon, wie kriegt man 20 Minuten voll mit dem Thema oder schafft das? Also der guckt sich nämlich jetzt nicht nur den Verschluss an, sondern der guckt sich halt auch noch andere Sachen an, zum Beispiel die Blendenlamellen im Objektiv. Wir haben ja Springblenden, die sind.
Während des Komponierens, während des Durchguckens sind die offen. Obwohl wir sie kleingestellt haben. Und dann passiert quasi synchron zu dem, Auslösen, passiert natürlich dann nur, dass die Lamelle auch springt, also in die richtige Richtung. Das hat er sich angeschaut. Dann hat er sich angeschaut, die Funktionsweise von so einem Hybridverschluss. Also, erster Vorhang digital und zweiter Vorhang dann durch die Lamelle. Da siehst du dann auch, wie da tatsächlich trotzdem irgendwie sich beides bewegt. Also Hybridverschluss. Dann guckt er sich den Highspeed-Sync an. Also was macht der Blitz, wenn du mit einer kurzen Belichtungszeit fotografierst, wo du nur so einen Schlitz hast vorm Sensor. Der pulst ja. Er zeigt das auch. Dann zeigt er noch einen Leaf-Shutter, also einen Zentralverschluss bei einer Hasselblatt.
Dann macht er noch was über Rolling Shutter Verzerrungen, also wenn sich da was bewegt beim Rolling Shutter, was passiert da. Dann redet er noch über den Global Shutter bei der Phantom TMX 7510, die er da quasi im Einsatz hat. Und noch ein bisschen was über diese Spezialobjektive, die er da verwendet. Der hat dann hier so Probeobjektive und so Geschichten. Und interessante Details, die ich nicht kannte, das ist jetzt auch hier schwer zu sehen, genau, du siehst natürlich Blitze in langsam und so weiter, so ein paar interessante Details, die mich wirklich dann auch überrascht haben, ist zum einen, ja, was macht denn der Sensor, wenn du die Kamera anschältst, der Ibis-Sensor, also, Und du siehst dann halt bei so einer Sony, wie der Sensor in Ruhe unten liegt. Und sobald du sie anschältst, macht er so schwöng und schwingt so langsam nach oben. Also damit er dann quasi sich in alle Richtungen bewegen kann.
BorisGenau, dass er frei ist dann.
ChrisDas ist auch so. Der hat eine Parkposition, war mir nicht ganz klar. Was er dann zeigt, ist so Thema Streifen im Bild durch das High-Speed-Zynk-Pulsieren. Das ist halt nicht durchgängig, sondern du hast tatsächlich so eine Helligkeit, so eine Helligkeitsschwankung während der Blitz pulst und je nachdem, was du da für Parameter hast, hast du möglicherweise halt dann auch Probleme mit so bei Bewegungen mit Streifen im Bild. Die Hasselblatt, die er da hat 100 Megapixel Sensor, das Auslesen des Sensors ist arschlangsam, das braucht 370 Millisekunden, also das braucht mehr als eine Viertelsekunde, bis der Sensor ausgelesen ist, und deshalb hast du dann da auch einen Blackout, während der ausliest muss der Zug bleiben dann hast du also quasi einen deutlich sichtbaren Blackout und das, wirkliche Highlight für mich war, wenn du kurz belichtest, Dann, macht der Verschluss ja einen Schlitz.
BorisDer Schlitzverschluss.
ChrisDer Schlitzverschluss. Da wird der erste Vorhang losgeschickt und der zweite Vorhang, der wird dann kurz danach losgeschickt und dann hast du einen entsprechenden, sieht man hier, glaube ich, dann hast du eben so einen Schlitz, der dann halt ganz wenig Licht nur, über den Sensor schickt. Und damit kriegst du dann so eine 8000 Sekunde hin. Was man da aber sieht, ist, dass der Schlitz während der Bewegung über den Sensor breiter wird. Ich dachte immer, das ist parallel.
BorisHätte ich auch gesagt. Es ist auch weitestgehend parallel, aber es wird schon größer zum Ende hin, dieser Schlitz.
ChrisAber der Schlitz wird größer und.
Das tun, und da war auch meine erste Frage so, das ist doch Zufall, wahrscheinlich kriegen sie es nicht so genau hin. Doch, doch, das kriegen die exakt genau hin. Du hast aber folgendes, naja, nicht Problem, aber folgende Eigenschaft. Dieser Verschluss, diese Lamelle, die da losgeschickt wird, das funktioniert so, die wird gespannt und dann wird die, es ist eine Federspannung, die aufgebaut wird. Und dann hast du am Ende von diesem Weg, den sich der, beim Spannen, wo sich diese Lamelle bewegt oder dieser Vorhang bewegt, hast du ein Elektromagnet. Der wird dann festgehalten und in dem Moment, wo der losgelassen wird schnappt der quasi in die andere Richtung, Das wichtige Wort ist Federspannung. Die ist nicht linear. Diese Federspannung, die ist natürlich im maximalen Spannungszustand, ist die natürlich stärker als am Ende. Wenn der Federweg schon ein Stück weit durch ist. Das heißt, der wird langsamer. Und damit hast du beziehungsweise schneller in diesem Sinne, ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist es nicht linear und um das auszugleichen, müssen die dann zusehen, dass die beiden nicht genau gleich schnell laufen, damit, sonst würde die eine Seite des Bildes heller oder dunkler als die andere. Es ist komplett wild.
BorisDie Federspannung kompensieren quasi. Und wahrscheinlich die Beschleunigung, wenn es eine Federspannung ist.
ChrisOder Beschleunigung. Es wird auf jeden Fall was kompensiert, was sonst einfach schief gehen würde. Und das ist das umfangreichste Video zu diesem Thema, was ich jemals gesehen habe. Es ist völlig faszinierend. Also wer sich da mal dafür interessiert, was da wirklich passiert, eben auch hier Highspeed-Blitz und so, du siehst sehr deutlich, dass der Puls, ne? Oder geht also teilweise hier bis zu irgendwie 80.000 Frames pro Sekunde runter. Da ist schon...
BorisGenau, das hatten wir ja auch mal erklärt im Lichtworkshop, wie das funktioniert mit diesem Highspeed-Sync, dass er quasi ständig feuert und deswegen auch nicht so hell wird, weil er eben nie seine volle Helligkeit erreicht, weil er vorher schon wieder abgeschaltet wird, um direkt wieder zu zünden. Sieht man hier aber ganz gut in dem Video. Toll. Naja. Und dann hast du natürlich Nebeneffekte, je nachdem, wie das ausgelesen wird, dann das Bild, dass du dann ein Bending kriegen kannst und so.
ChrisRichtig. Und da müssen die viel tun, um das irgendwie zu kompensieren. Naja, auf jeden Fall ist es spannend.
BorisJa, wie sowas vermeintlich alltäglich ist, wenn man mit Kameras zu tun hat, dann doch nur noch wieder Überraschungen bringt, wenn man mal ganz genau hinguckt.
ChrisExakt.
BorisDas ist schon toll.
ChrisTja.
BorisToll, toll, toll.
ChrisSo, Bodele, dann kommen wir jetzt mal zu den Terminen. Da haben, wir letztes Mal aus Versehen den Jürgen abgewürgt. Das heißt, wir haben heute zweimal Jürgen. Da spielen wir jetzt einmal einen Termin von Jürgen, bevor ich vorlese und Musik spiele. Und danach hören wir dann gleich nochmal den Jürgen.
BorisEin Double Feature.
ChrisBitte das Band ab.
EinspielerHallo Community, die Fotoausstellung der Woche ist ein besonderes Kleinod.
Ich war in unserem Kalender stöbern und fand die Ausstellung die Anwesenheit von Abwesenheit. Nicht nur der Titel ist spannend, auch der Ort. Die Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis Museum Schloss Oberwiderstedt, in 06456 Arnstein. Wer kennt es nicht? Was findet ihr dort? Im Prinzip eine Ausstellung, wie wir das als Fotografen gerne mögen, sogenannte Lost Places. Diese Lost Places üben auf viele Menschen und natürlich auch auf uns als Fotografen, eine besondere Faszination aus. Orte, an denen die menschliche Präsenz verschwunden ist und die aber dennoch überall spürbar sind. Sie erzählen eine eindeutige Bildsprache, allein schon durch die Gemeinsamkeit, dass der Staub und die Verwitterung in den Bildern deutlich zu spüren ist. Ich finde eine spannende Ausstellung, wieder mal ein Kleinod, was ich mir nicht entgehen lassen würde, wenn ich in der Nähe von 06456.
Arnstein wohnen würde. Wenn ihr nicht wisst, wo das ist, ihr findet es im Happy Shooting Kalender. Mein Dank geht an allen Beteiligten an diesen Podcast, die im Vorder und Hintergrund tätig sind, und das Ganze hier mittragen ihr seid der Wahnsinn, ich wünsche euch eine schöne Woche 3, 2, 1, happy shooting.
ChrisUnd weil es so schön war gibt es jetzt das hier.
Wir haben wieder Termin im Kalender. Diesmal Klaus von Klaus von Jürgen und von Renate. Vielen herzlichen Dank. Ich habe mir eine Handvoll rausgepickt, die ich hier kurz vorlesen möchte. Zwischenwelten in Cottbus. Eine in Cottbus eröffnete Schau mit mehr als 500 Fotografien von Erich Schutt und Martin Maleschka. Zeigen den jahrzehntelangen Wandel von Architektur und Alltag in der Lausitz und soll künftig durch die Region wandern. Käthe Buchler heute aus Abfall wird Kunst in Braunschweig. Aus Anlass des 150. Geburtstags der Braunschweiger Fotografin Käthe Buchler zeigt das Museum für Fotografie ab September 2026 die Ergebnisse eines kreativen Fotoprojekts zur Nachhaltigkeit, und gesellschaftlicher Verantwortung, das gemeinsam mit Künstlerinnen, Künstlern, Kindern und Jugendlichen realisiert wurde. In Berlin Pina Bausch, Fotoausstellung von Oliver Luck. Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums als Tanztheaterfotograf zeigt der Berliner Künstler Oliver Luck vom 28. August bis 12. November 2026 eine Auswahl seiner Lieblingsaufnahmen im Berliner Kultcafé auf dem RAW Areal. In Göttingen, Drag Queens und Other Stories. Die Schau präsentiert eine umfassende Werksauswahl des international renommierten Porträtfotografen mit seinem markanten Blick auf prominente Drag Queens und Todgeweihte.
In herzbruck heilige orte der sami das deutsche hirtenmuseum herzbruck zeigt bis zum 10 januar 27 eindrucksvolle fotografien objekte und präparate die einblicke in die lebensweise die rituale und die heiligen orte der renntierhirten als letztem indigenen volk europas geben, in mannheim foto zwischen festival.
2026 kuratierte Räume für die regionale Fotoszene vom 24. September bis zum 18. Oktober präsentieren Mannheim und Heidelberg mit über 30 künstlerischen Positionen in neuen kuratierten Ausstellungen sowie Workshops und Artist Talks zeitgenössische Fotografie, die sich mit Krisen und neuen Realitäten auseinandersetzt. Und last but not least in Wien, die Welt im Fokus. Anhand historischer Bildserien aus dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart beleuchtet die Präsentation, die Entwicklung der Reise- und Expeditionsfotografie sowie deren Einfluss auf die Wahrnehmung ferner Regionen und den, weltweiten Wissenstransfer. Danke allen, die eingereicht haben. Und jetzt hören wir nochmal den Jürgen.
BorisIch war abgelenkt.
ChrisDu musst jetzt auf den Knopf drücken, Boris.
BorisJa, aber auf den richtigen, auf diesen hier zum Beispiel.
ChrisAuf den.
EinspielerHallo Community. Die Fotoausstellung der Woche verschwindet. Und zwar spätestens am 27. September. Aber verschwinden ist nicht nur in diesem Sinne vom Termin gemeint, sondern auch von den Bildern. Fadeout, das ist das langsame Verblassen eines Bildes oder eines Klanges. Passender kann man keinen Titel finden für eine Ausstellung über das, was vergeht und was gerade vielleicht noch sichtbar ist. Bilder von Orten, die verschwinden. Wenn ein Schwimmbad verschwindet, ein Eisstadion oder eine Fabrik. Die Fotos sind toll. Ich habe extra nochmal einen neuen Link gesetzt, wo man erahnen kann, welche Fotos zu sehen sind. Und meine Empfehlung ist, wenn ihr in der Nähe von Ingolstadt wohnt, dann würde ich eindeutig dorthin gehen. Und damit Fade Out 3, 2, 1. Happy Shooting!
BorisJa, geil.
ChrisSuper, danke Jürgen. Ja, Fadeout Ingolstadt. Wahnsinn. So, dann haben wir noch einmal zu würfeln. Wir haben, Gewinner der Rauschenaufgabe, wer wird es ermitteln oder die Gewinnerin, je nachdem. Die Rauschenaufgabe, warte mal, ich muss hier meine Fensterchen öffnen, da sind wir. Das neue Flickertool von Rami ist ja super. Wir haben hier intern ein faszinierend gutes Ding bekommen. Das freut uns doch sehr. Die Rauschenaufgabe, die schere ich mal hier. Habe ich es im Griff? Ja, ich habe es im Griff. Wir haben zehn Bilder, die teilgenommen haben. Also zehn Menschen, die mit ihren Bildern, nicht die Bilder selber. Die Menschen haben mit ihren Bildern teilgenommen, um das... Thema Rauschen zu zeigen in Fotos. Und da es zehn sind, werden wir das auch relativ schnell haben. Hier ist der Würfel. Und ich fange mal an. Ich bin noch dran, oder? Ich sag einfach mal, dass ich dran bin. So, die drei. Die drei. Was haben wir denn beim Rauschen?
BorisVorbeirauschen.
ChrisPeter hat uns das Bild Vorbeirauschen geschickt. Was sehen wir? Wir sehen einen Porsche 911er hier in der Rennausführung mit vielen Aufklebern und Zeug. Bei irgendeinem Rennen nehme ich an, der hier vorbeirauscht. Autos rauschen vorbei, auch wenn sie gar keine Rauschgeräusche machen, sondern eher so Brummgeräusche.
BorisUnd Windrauschen.
ChrisUnd moderne Autos, die modern mit Strom fahren, die rauschen ja dann doch eher. Ja, das Vorbeirauschen. Sehr schön.
BorisJa, gerade noch ein bisschen Bewegungsunschärfe drin.
ChrisIch mag das. so ein leichter Mitzieher.
BorisIst gar nicht übertrieben hier, ist nur so ein bisschen, aber es reicht.
ChrisJa, also so Mitzieher, der Trick ist ja immer, dass man so 1 geteilt durch kmh, als Geschwindigkeit einstellt. Also wenn da was mit 50 vorbeifährt, dann ist ein Fünfzigstel eine ganz gute, Mitziehbelichtungszeit. Wenn was mit 100 vorbeifährt, dann halt ein Hundertstel. Aber das reicht schon aus hier. Die Bewegung ist sehr klar. und das ist aber trotzdem nicht einfach, also einen scharfen Mitzieher hinzubekommen, heißt tatsächlich, am einfachsten geht das, wenn man im Dauerfeuer schießt und möglichst noch, mit Fokus, automatischer Fokusnachführung, dass das dann die Chancen erhöht und dann hinterher fleißig aussortieren. Das ist dann, Am simpelsten.
BorisNee, Christian, du musst nicht vorher eine Radarfalle aufstellen, aber man weiß ja ungefähr, wie schnell das Auto da vorbeifährt. Das ist ja auch nur ein Daumenwert. Es kommt ja dann auch noch dazu, wie weit bist du weg, mit welcher Brennweite arbeitest du? Also die Winkelgeschwindigkeit. Aber ja, es ist ein Startwert. Also einen Fahrradfahrenden, da kann man dann eben schon mal auf eine Zwanzigstel gehen. Bei so einem Auto reicht dann vielleicht auch mal eine Hundertstel. Das ist einfach nur, dass man mal so einen Startwert hat.
ChrisLass den Christian doch, der soll sich so eine Radarpistole kaufen. Und dann wird da halt vorher mal gemessen. Oder so ein Schild, weißt du, was man so an den Fußgängerzonen hat, an den 30er-Zonen hat. Sie fahren 30 und dann so lachendes Gesicht.
BorisAch, die Schilder stehen ja in vielen Ortschaften rum. Da kann man sich bestimmt mal eins ausleihen.
ChrisWeißt du, die sind ja genau genug für sowas. Und dann hat man so ein bisschen Modden. Jochen noch reinziehen.
BorisEinziehen.
ChrisDer kann dann ein bisschen beim Modden helfen und schon haben wir unsere Radarpistole und wahrscheinlich kann man das einfach fertig kaufen, so ein Ding. Ich glaube, das kriegst du beim Chinesen um die Ecke oder so.
BorisWahrscheinlich. Das ist wahrscheinlich hinterhergeworfen.
ChrisSchilderklauen Dorfromantik, genau, Christian. Also, Dankeschön, Peter, fürs Mitmachen. Ich, Willst du noch eins gucken?
BorisJa, zwei wollte ich gerne nennen, weil ich musste tatsächlich lachen. Und eins würde ich gerne nennen, weil mir das irgendwie grafisch sehr gut gefällt. Also erstmal zu den zwei, wo ich da gelacht habe. Das ist einmal die Nummer 10. Die Rauschunterdrückung von unserem Heimiebe. Da sehen wir halt ein Foto, wie jemand eine Flasche, weiß nicht, ist das irgendwas Alkoholisches soll es sein? Oder sowas. Auskippt. So, und das ist natürlich die Rauschunterdrückung, wenn man es wegkippt.
ChrisStatt es zu trinken. Richtig, aber kippt das denn wirklich weg? Das sehen wir nicht in dem Bild. Das Bild, zeigt nur eine Hand und eine Flasche und das fließt raus und fließt am unteren Bildrand vorbei. Da könnte jetzt unten ein großes Glas stehen.
BorisTheoretisch.
ChrisOder jemand, der auf dem Rücken mit offenem Mund quasi ... Ja, könnte.
BorisWir vermuten aber, dass es weggeschickt wird, weil wir sehen halt im Umfeld einen Garten und unten noch den Rasen. Wir sehen keine Tischkante. Da ist die Picknickbank.
ChrisDa liegt jemand auf der Picknickbank.
BorisDie siehst du aber nicht. Die stellst du dir jetzt nur fies vor.
ChrisDas ist meine Assoziation. Das siehst du mal. Ich habe eine ganz andere Assoziation.
BorisFür mich ist das jetzt quasi Rasengießen mit Aluhol.
ChrisDer arme Rasen. Da hast du dann so eine kahle Rasenfläche.
BorisDa musste ich aber schmunzeln. Und bei der Nummer zwei von Schmeidolin, Rauschen auf Knopfdruck, da war mir beim Titel eigentlich schon klar, was er meint, nämlich eine Toilettenspülung. Als ich aber das Bild gesehen habe, vor allen Dingen in dem Thumbnail, aber durchaus auch noch in der großen Version, habe ich erst mal überlegt, was wir da eigentlich sehen. Das ist nämlich eine sehr trickreiche Perspektive, halt andersrum gedreht, als wir normalerweise so eine Toilette betrachten. Ja, spannend gemacht.
ChrisUnd dann noch irgendwie entweder schwarz-weiß oder sonst wie irgendwie noch mal im Kontrasten anders. Langzeitbelichtung, das heißt, wir sehen Wasser, wie es fließt. Das kennt man ja eher so von hier Meeresrauschen und solchen Schichten. Das ist ja hier nicht der Fall. Das ist ja anderes Rauschen. Aber immerhin Wasser. Mehr haben wir auch gar nicht bekommen. Wir haben kein Meer bekommen.
BorisMeer haben wir nicht, nee.
ChrisSo war es auch.
BorisUnd grafisch gut gefallen hat mir halt die Nummer 8 von OB Pen aufgenommen das sieht halt aus wie so ein Lautsprecher Gitter würde ich sagen.
ChrisDas dürfte sowas sein. Rauschen aus dem Lautsprecher, genau, so heißt das Bild auch.
BorisUnd ja, das finde ich halt sowohl im Thumbnail als auch groß sehr interessant, weil es ist sehr geradlinig aufgenommen. Wir sehen eigentlich keinen Rand von dem Lautsprecher. Das Ganze hat so ein Passepartout, wirkt auch sehr schwarz-weiß. So ein Lochblech mit ganz kleinen Löchern und dahinter sieht man eben noch so schemenhaft die Struktur von dieser Lautsprechermembran durchschimmern.
ChrisNicht nur das, sondern du siehst auch wieder so eine inverse Lichtverteilung, weil das ist ja einmal der Konus und dann die Kugel, diese Kalotte in der Mitte, und deshalb wird das Licht, also du hast auf jeden Fall der Konus ist rechts dunkel und links hell und, die Kugel ist rechts hell und links dunkel. Das heißt du hast noch in diesem ganzen in Anführungszeichen Pixelschema, in diesem sechseckigen, hast du halt auch noch so eine versteckte inverse Helligkeit. Das finde ich ganz spannend.
BorisUnd ich kann nicht lange drauf gucken auf dieses Bild. Mir wird schwindelig, wenn ich da drauf gucke. Also wirklich. Es fängt alles an zu flimmern.
ChrisDas sind so Bilder, wenn du da die Augen auch nur ganz leicht verschiebst so ins Schielen, dann rastet das ja sofort wieder ein, weil es sich da wiederholt, dann hast du plötzlich so ein ja, nee, wir machen das jetzt weg.
BorisEs ist ziemlich wild, das Bild, aber hat mir echt gut gefallen.
ChrisEs ist toll, schön, dass ihr mitgemacht habt. Wir freuen uns auf jeden Fall und während jetzt, nee, Moment, wir haben ja noch eine bestehende Aufgabe, die musst du jetzt ansagen.
BorisWir haben eine bestehende Aufgabe, das ist die Eingestellt-Aufgabe. Die läuft noch bis zum 24.09., also bis zum 24. September 2026. Könnt ihr noch ein Bild machen zum Thema Eingestellt, bei Flickr hochladen, dort in die Happy-Shooting-Gruppe stellen und den Tag HS Eingestellt vergeben.
ChrisGut, dann wären wir eigentlich jetzt am Ende dieser Sendung. Aber wir haben noch ein kleines One More Thing. Und damit haben wir die Sendung quasi begonnen und jetzt beenden wir sie auch damit. Unsere Klammer heißt heute Camerajet, die Zahnbürste von Dyson. Eine Fotografin hat nämlich sich so ein Ding gekauft, also wie gesagt 500 Dollar oder so und hat die benutzt, um damit Streetfotografie zu machen.
BorisUnd du hast es noch gesagt, da kriegt man doch bestimmt irgendwie die Bilder raus oder wie war das?
ChrisJa, natürlich kriegt man die da irgendwie raus und wenn es nur Screenshots von dem Phone-Display sind oder so, weil du kannst das auch streamen aber wer sagt denn, dass man das in den Mund halten muss? Nein, man kann auch einfach, leicht verzerrte, interessante, seltsame Bilder damit machen, weil diese Kamera, ja, das ist halt eine Kamera, Die tut halt auch anderweitig. Ist ein bisschen schwierig wohl wegen Schärfe und so, weil die ist natürlich auf einen anderen Bereich fokussiert. Wie sie das hinbekommen hat, weiß ich nicht genau.
BorisVielleicht noch einen Tropfen davor gemacht.
ChrisUm irgendwie Ich weiß es nicht.
BorisAls Objektiv oder so.
ChrisDas Interessante ist, das Spannende ist ja, dass sie das tatsächlich...
BorisAber wahrscheinlich ist eh alles scharf. Das wird ja nur ein Windsensor sein.
ChrisWas auch immer. Es ist auf jeden Fall scharf genug, ganz sicher. Das hat sie über Screenshots gemacht. Die hat das dann auch auf Reddit in den Subreddit Streetphoto gepackt.
BorisJa.
ChrisWeil sie da ... Ja, es ist ja Street-Fotografie, was sie da gemacht hat. Da wurde es aber hochkant wieder rausgeworfen, weil das ist keine Street-Fotografie. Das geht ja gar nicht. Also sie haben da wohl eine ziemlich fixe Meinung, was Street-Fotografie ist und was nicht. Und sowas gehört da nicht rein. So Experimente wollen wir nicht. Wahrscheinlich darf es nur mit einer Leica und mit der Lieblingsbrennweite von Carte Depressant fotografiert werden.
BorisJa, und schwarz-weiß natürlich.
ChrisUnd schwarz-weiß natürlich. Da ist natürlich eine Zahnbürste. Nee, also wirklich, das geht ja gar nicht.
BorisGut, sowas. Sehr schön.
ChrisSehr schön. Damit sind wir jetzt aber tatsächlich am Ende angekommen. Wir wünschen euch noch eine schöne Woche und nächste Woche fällt aus, weil da sind Moni und ich mal wieder auf der Insel. Erst für die Woche danach geht es wieder weiter. Ihr dürft euch dann mal so ein bisschen bei den Workshops umgucken oder vielleicht auch mal alte Sendungen nachhören, die Transkripte nachlesen, nach lustigen Sachen suchen und wir sagen erstmal Tschüss.
BorisIch lese gerade die Titelvorschläge. Macht's gut.
Chris3, 2, 1 Happy Shooting.
Shownotes
Aus der Preshow
- Ich akzeptiere alles, kann es das oder kann es das?, Ein Buch muss auch sprechend funktionieren, da bin ich ein bisschen gelber
#hsfeedback
- Tobias Migge: Follow-up zur Dyson-Zahnbürste:…
- Jürgen macht Werbung für Chris' Buch
Statt Werbung
News
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Themen
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#onemorething
HS-Aufgabe (Alle anschauen)
- Aktuelle Aufgabe "Eingestellt" vom 10.9. bis 24.9.2026 mit dem Tag "hseingestellt"
- Alle Bilder zur Aufgabe "Rauschen"
- Gewinnerbild von Peter: Vorbeirauschen
- Bildbesprechung: heimibe -Rauschunterdrückung, schmeidolin - Rauschen auf Knopfdruck, obpen - Rauschen aus dem Lautsprecher
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