#348 – Könnte knappen

» Diese Folge als MP3 herunterladen

[sc:workshops]

7 Antworten auf „#348 – Könnte knappen“

  1. Ich habe mir zum Schnäppchenpreis die Nikon V1 gekauft. Die kann auch schon 60 B/s bei voller Auflösung (10Mp). Ich nehme sie als kleine immerdabei Kamera und für Video. Damit geht dann soetwas:
    http://www.rainer-holland.de/foto/Slomo1.mp4

    Ich schaue schon auf die V3 da sie alle Dinge die mich an der V1 nerven nicht mehr hat. Dafür muss sie aber bei einem Vernüftigen Preis ankommen der UVP der gerade genannt wird ist mMn viel zu hoch angesetzt.

  2. Hallo Boris und Chris,

    ich habe mich gefreut, dass mein Kommentar den Weg in die Sendung gefunden hat. Die Schwierigkeiten und Missverständnisse versuche ich gerne aus dem Weg zu räumen und gehe mal direkt auf die Stichpunkte aus dieser Sendung ein.
    – Das Himmelsblau und Abendrot hat nichts mit der Färbung des Eises zu tun. Am Himmel handelt es sich um Streuprozesse, bei denen Blau am stärksten vom sichtbaren Spektrum gestreut wird. Schauen wir abends in Richtung Sonne, dann fehlt das meiste Blau. Je mehr Streuteilchen in der Luft sind, z.B. nach einem Vulkanausbruch, desto schöner das Abendrot.
    – Die Schmetterlinge haben eine weitere Methode. Hier handelt es sich, wie ihr ja richtig angemerkt habt, um Interferenz. Die Schichtdicke der Plättchen auf den Flügeln liegen im Bereich der Wellenlänge des Lichtes, so dass sich Wellen reflektiertes Licht bei bestimmten Wellenlängen (also Farben) auslöschen oder verstärken.
    – Beim Eis handelt es sich um Absorption, also ein Teil des einfallenden Lichtes wird von den Molekülen aufgenommen und in Wärme und Schwingungen umgewandelt. (So wie die meisten Farben in unsere Umwelt kommen). Wassermoleküle können es eigentlich nur mit infrarotem Licht, daher ist Wasser im Glas oder im Eiswürfel durchsichtig.
    Da sich einzelne Wassermoleküle untereinander aber über Wasserstoffbrücken miteinander verbinden, ändert sich das Absorptionsverhalten etwas und es können nun auch Teile des sichtbaren Spektrums absorbiert werden. Das klappt bei Rot recht gut, bei gelb grün nicht mehr so gut, und bei Blau am schlechtesten.
    Nun spielt die Weglänge des Lichtes für die Chance, dass ein Photon absorbiert werden kann, auch eine Rolle. Je länger der Weg, desto größer die Chance.
    In flüssigem Wasser spielt hier hauptsächlich die Wassertiefe eine Rolle. Im Eis gibt es aber immer wieder kleinste Risse und Sprünge, an denen das Licht umgelenkt wird. Dadurch wird der Weg des Lichtes durch das Eis länger und die Absorption größer. So kann ein Eisklotz von 1-2m schon deutlich gefärbt sein, während 1-2m tiefes Wasser noch klar bleibt.

    Ich hoffe, damit konnte ich einige Fragezeichen ausräumen.

    Die Farbe von Gletscheseen und Gletschermilch (das Wassser, das aus Gleschern rausläuft) hat dann wieder andere Ursachen.
    Auf ein Gespräch bei einem Hörertreffen oder einem Workshop (ich hoffe, dass ich es mal nach Northeim zum Lichtworkshop schaffe) freue ich mich sehr.

    Viele Grüße und 3,2,1 Happyshooting,
    Stephan aus Konstanz

  3. Kurzes Feedback zur URL der Luminale:
    Ihr habt Recht, die komplizierte URL ist nicht gerade schick. Liegt aber einfach an der Struktur der Messe Frankfurt-Website. Die Luminale ist nun mal leider ein Event anlässlich der Light & Building (Messe).

    ABER: luminale.messefrankfurt.com gibt es als Redirect doch 😉 Und nein, das habe ich nicht mal eben gerade noch eingerichtet, das hatten die Kollegen schon laaange angelegt.

  4. Wegen des blauen Eises muss ich auch noch was loswerden – als ich damals (1993) in Island war – sagte unser Isländischer Fotograf, dass je dunkler die Blaufärbung ist, desto älter das Eis. Er sprach von einem Alter von 5000–10000 Jahre**, wenn das Eis den kalbenden Gletscher verlässt. Kann dies jemand bestätigen, ich hab’s ihm damals geglaubt. Eins ist sicher, gleich welchen Alters und Physik – faszinierend ist es trotzdem.

    3-2-1 Happyshooting und Grüsse aus CH.

    **und extrem sauber soll es auch sein.

  5. ad Frage von Thomas zur Fotobearbeitungssoftware auf dem Mac:

    Da stelle ich mir immer gleich die Frage, ob Leute wie Thomas schon iPhoto ausprobiert haben bzw. was sie überhaupt unter „Fotobearbeitung“ verstehen. iPhoto kann mit RAW-Bildern umgehen, erlaubt die Änderung der üblichen Parameter für ganze Bilder (Kontrast, Helligkeit, Farbe, Sättigung, Schärfe, usw.), kann Korrekturen vornehmen (Staub, Kratzer, Pickel, rote Augen), Bilder verschlagworten, GPS-Daten auswerten, Gesichter erkennen und Bilder bewerten, also eine ganze Menge.

    Werden Ebenen benötigt? Werden 16-bit-Farbkanäle benötigt? Vektorgraphik? Hat Thomas überhaupt schon einmal in den Mac AppStore gesehen und dort in der Graphik-Rubrik gestöbert? Pixelmator kostet nicht viel und ist nur eines von vielen Graphikprogrammen, die über die Bildbearbeitung von iPhoto hinausgehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.